Nr. 68 Zweiter Blatt 164. Jahrgang Crlctjeinl tiqiid) mit Ausnahme Le- Sonnt*g3. Die „Glehener ZamMendläNer" werden dem .Anzeiger" vierinal wöcheniüch beigelegk. dar „KreisdloN f8r den Kreis Sietzen" zweimal wöcbenltich. Tie „landwirtichafilichen Seilsragen" erscheinen monaiiich jweimat. Eichener Anzeiger General-Anzeiger sür Gberhesjen Samstag. 21. Marz 1914 RotationSdnick und Verlag der Brühl'schea Universuäls - Buch- und Steindruckereu R. Lange, Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedttwn und Verlag: 41. Redaktion:S-^ 112. Tel.-Adr.: AnzergerGießen. Zum Obcrbürgcrmcistcrwechscl in Gießen. Piicöen. 21. März. Die Worte de? Abschied?, die Herr Oberbürgermeister Mecum am Montag den Stadtverordneten und der Gießener Bevölkerung zugcrufen Hai. mahnen auch uns. noch einnial den Blick zu wenden in die letzten 12 Jahre heimatlichen Lebens und das Werden und Emporwachsen der Stadt zu vergleichen mit dem versvnlichen Wirken des Mannes, der irrt? heute verläßt, und an dessen Namen so manche Errungenschaft angenehmer und minder angenehmer Art und so manche Stunde denkwürdiger Auseinandersetzung gebunden sind. Das Stadtbild hat sich in vieler Hinsicht verändert; — verschönt kann man »ur in eingeschränkten, Sinne sagen, aber es ist ansehnlicher, bchagllcher und ivohnlither geworden, da die Hauvlvorausscyungen. Reinlichkeit und Wegsamkeit der Straßen und Plätze, und zeitgemäße Beleuchtung?» und Verkehrsanlagen nicht mehr schien. Als Herr Mecutn vor 13 Jahren seinen Einzug in Gießen hielt, da sah das „Studeptendors", wie Alex Büchner die Stätte seiner Jugenderinuerungen bezeichnet, noch unsauber und ncstariig aus. In den nächsten Jahren konnte es datnit noch nicht besser ivcrden, im Gegenteil! Wenn auch der wilde Wandel des Studcntentnms aus dem 18. Jahrhundert längst milderen Sitten gewichen war. so hätte Bruder Laukharü doch noch einen Schauplatz gesunden, wo man. äußerlich genommen, „aus gut mosellanisch" hätte Hausen können. Aber die Umgestaltung war schon im Zuge, am 19. September 1902 wurde mit dem Rohrlegen in der Moltkestraßc begonnen und bald ivaren die engen Gassen von den tiefen Gräben der Kanalisation zerrissen, während altertümliche Omnibusse den Ankömmling in aehirnerschütterndcn Fahrten ein wenig schneller als auf Schusters Rappen zum Städtlein hineinbrachten. Brach eine Regenperiodc aus, so hätte man die ledernen Beintleider der Laukhardschen Zeit wieder hervorholen mögen; wenn das schöne Wort „Schlammbeißer"' nicht schon langst gang und gäbe geivesen wäre, so hätte es um diese Zeit unbedingt erfunden iverden müssen . . . Wir müssen uns diese Tage lebhaft in die Erinnerung zurückrufen, um unseren, scheidenden Oberbürgermeister volle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Mit großem Eifer hat er die mühselige Durchführung der Känalisations-« arbeiten geleitet; seine Vorbildung als Techniker hat ihn liesähigt, das komplizierte Werk zu eine», glücklichen Ende zu führen. Der Plan unserer städtischen Kanalisatipn stammt zwar nicht von .Herrn Mecum, sondern von Regierungsbaumeister Schmick aus Frankfurt, der auch in den notwendigen Konferenzen der Stadt mit Rat und Tat zur Seite stand; wer aber könnte sieb nicht vorstellen, welches Maß von Sachkenntnis, lleberblick und Wachsamkeit erforderlich war, um die Arbeiten planmäßig zu fördern und der Stadt unnötige Mehrausgaben zu ersparen! Nach mehrjährigen Erfahrungen darf heute festgestellt werden, daß die Anlage, selbst bei großen Regenincngeii, sich tadellos bewährt hat. und wenn man bedenkt, daß andere Städte, z. B. Ossenbach, hinterher große Beträge sür, Uinbautcn ihres Kanalnetzes hahen auswcnden müssen, so wird inan gern geneigt sein, auch dem bisher gen Oberbürgermeister Anerkennung dafür auszusprechen. Diese Hauptaufgabe, die Herr Mecum bei seinen, Amtsantritt vorsand, bewirkte es, daß in der städtischen Organisation der Schwerpunkt aus die Tiefbauarbeite» gelegt wurde. Dem Hochbauamt unter Baumeister Gcrbcl und dem Geometeramt wurde ein Tiesbauamt beigescllt. Während das Hochbauamt ein bescheidenes Dasein führte, wurden die Bebauungspläne früher von Geometer», in neuerer Zeit vom Tiefbauamt ausgestellt. Daraus haben sich manche Nachteile ergeben, die wir vor anderen Städten „voraus" haben. Anderwärts sind mit den Bebauungsplänen im Interesse eines künstlerischen Städtcb.lres^lüch- tige Architekten betraut. Herr Mecum aber, der in die Tätigkeit der städtischen Bauämter tiefer cingcisf. als cs Oberbürgermeister sonst zu tun pflegen, war Regicrungsbau- ineister, aber nicht Architekt. So ist es zu erklären, daß im Ausbau der Stadt uitd bei ihrer Erweiterung so manches Mal die Gebote des Schönheitssinnes und guten Geschmacks außer Betracht geblieben sind. Hoffen wir. daß eine neue Organisation der Stadtverwaltung dem Hochbauamt seine höhere Bebentung wieder zulegen möge! Nicht ohne Grund hat man auf unseren Hochschulen den, künstlerischen Städtebau ein weites und wichtiges Gebiet zugemcsjen. Kann man diesen Fortschritt nicht auch hier in Gießen nutzbar machen? Die Stadt Gießen, die in ihrem Zentrum wohl noch einige anheimelnde Häuser besitzt und „ns mit ihrer ältesten Bauart, so bescheiden sie auch anmutct. ans Herz gewachsen ist, ist im Lause der lctzfen Jahrzehnte ziemlich s ch „t ucklos vergrößert worden. Was dem Fremden bei ihr am meisten gefällt, das sind die freundlichen Anlagen und Gärten, die sie zieren, die lieblichen Sträucher und Bäume, die über ihre Mauern und Einfriedigungen hinausblickcn. Leider ist da mit der Zeit manches vernichtet worden, und öde Mietshäuser sind kein Ersatz dafür. Ost hat sich in den Straßen, die an die Peripherie führen, neben einem mit Geschmack errichteten Bau gleich wieder eine Anzahl nüchterner Wohnstätten nach irgend einem Schinderhannesstil gesellt, und wir haben von Fremden öfters hören müssen, daß in der Gicßener Baukunst Acrm- lichkeit und H,l,los,gkcit hervorstechend seien. Aus diesem Gebiete können Herrn Oberbürgermeister Mecum leider keine Verdienste nachgerühmt werden. Es ist z. B. unterlassen werden, die allgemeinen baugrsctzlichen Bestimmungen durch ein erweitertes Ortsbaustatut zu ergänzen; statt dessen gab es in jeder Stadtverordnetensiyvng die bekannten .Dispensgcsuche", wobei die Stadtväter ihr Sachverständnis leuchten ließen. Die Baugesuche haben kallemal einen wunderlichen Instanzenweg zu passieren: zuerst werden sie der Bürgermeisterei eingereicht, von da geht das Gesuch weiter an den besoldeten Beigeordneten, dann ans Geometeramt, dann ans Tiefbauamt, dann ans Hochbauamt (Baupolizei), und von da wandert ess wieder zurückkan die Bürgermeisterei. Dispensgcsuche marschieren noch weiter: an d,e Haudeputation, an den hohen Rat der Stadtväter, und im Notfall auckt ans Kreisaml und ans Ministerium. Wir halten cs gerade heute, beim Bürgermcisterwechsel, sür angebracht, einmal daraus hinzuweisen. wie häusig wir Klagen über diesen uinständlichcn Geschäftsgang haben vernehmen müssen. Bureaukratische und sonstige -Einflüsse haben oft mehr bewirkt als Urteile von Sachkennern Herr Mecum hat diesen Dingen viel Zeit und Arbeit gewidmet, aber daß er es mit der polizeilichen UclWrwachung peinlich genau nahm, schlug nicht zum Heile der Formenharmonie aus. Warum gehen die Baugesuche nicht direkt an die Baupolizei- behörde? Sind diese Umwege, die natürlich zeitraubend sind und die Ballherrcn darum oft verbittern, nicht entbehrlich? Bei den bevorstehenden Aenderungci, in der Organisation der Stadtverwaltung werden diese Dinge reiflich erwogen werden müssen . . . * * Wir kehren zurück zu den Aufgaben, die Herr Mecum am Anfang seiner Aintszeit zu lösen hatte. Der Plan eines neuen Theaters hatte vorher schon festen Boden gewonnen; der Ansporn aus die Opscrwilligkeit wohlhabender Bürger, der von der regen, verdienstvollen Tätigkeit besonders der Herren Haubach und Fromme ausging, hatte die finanzielle Voraussetzung bereits scstgelegt. Herr Mecum halte Gelegenheit, bei der Prüfung des Wettbewerbs der Architekten eine eifrige Mitarbeit zu entfalten. An Fleiß und Interesse für die Sache gebrach es ihm nicht. Er unternahm mit dein engeren Ausschuß zum Studium fremder Theatereinrichtungen Reisen nach Fürth, Nürnberg. Dortmund, Bielefeld, Frankfurt a. M., aber zuletzt blieb ihm die einfache, geschlossene Slilkunst Dülfers, der sich an dem Wettbewerb beteiligt hatte, doch verschlossen, und unter seinem Einfluß entschied man sich sür die Ausführung des abgeänderten Entwurfes der Firma Fellner und Hellmer. Immerhin ist dieser Ban, der sich besonders in seinen inneren Einrichtungen bewährt hat, umrahmt von schönen gärtnerischen Anlagen, eine Zierde der Stadt, wie wir wenige besitzen. An der Erfüllung einer Reihe bedeutsamer praktischer Bedürfnisse hat Herr Mecum erfolgreich mitgearbeitet. Das städtische Volksbad war unter Baurat Schmandt zwar bereits errichtet worden, aber es bedurfte einer Verbesserung seiner Fundamentierung, die noch ein paar Tausend Mark Kosten verursachte, unter Mecums sachverständigem Rat aber dann auch einwandfrei zustande gebracht wurde. Dem Oberbürgermeister gdbührc auch das Verdienst, daß mehr Brausebäder und billigere Wannenbäder geschaffen wurden. Wie wir schon andeuteten, war das Gießener Pflaster wegen seiner Holprigkeit gefährlich und berüchtigt. Nachdem durch die Kanalisierung die üblen Düste, die oft die Innenstadt erfüllten, beseitigt waren, hat die völlige Ncupslasterung der alten Gassen, die freilich stark ans städtische Vermögen ging ebensalls sehr wesentlich zum allgemeinen Wohlbehagen beigetragen. Auf besonderen Fahrten nach Frankfurt, Mainz und Würzburg hatte man in die verschiedenen Arten der Trottoir- und Straßenbefestigung Einblick genommen. Andere Studienreisen des Oberbürgermeisters mit den Herren des zuständigen Ausschusses erstreckten sich nach Düren, Calk, Solingen und Osseiibach, um dort Erfahrungen zu gewinnen, wie am zweckmäßigsten die nötige Erweiterung des Gießener Schlachthauses durchzusühren sei. Die neu geschaffene Kühlanlage und die Schweineschlachthalle werden heule von Fachleuten als mustergültig gerühmt, und es ist Sorge getragen worden, daß sväter auch noch eine Großvich- Schlachthallc erbaut und sonstige notwendigen Erweiterungen vorgenommcn werden können. Tie wachkende Einwolpierzaht bedingte den Bau von Schulen. Das Hochbauamt spielte dabei keine glänzende Rolle. Bei der Errichtung der höheren Mäsdt chenschulc wurde zunächst ein öffentlicher Wettbewerb unter den deutschen Architekten ausgeschrieben, über hundert Entwürfe liefen dabei ein, aber schließlich entschied man sich dafür, noch einen Lokalwettbcwcrb unter den Gießener Architekten zu veranstalten. Die bereits ange- denteten umständlichen Verhältnisse machten sich hier nachteilig geltend. Man kann nicht sagen, daß die Mädchenschule ein besonders schönes Gebäude sei. Noch weniger vor- -eilhast nimmt sich das Realschulgebäude aus, ein Werl des Stadtbanmclsters. Tie dabei gewählten Renaissance-Formen sind nickt glücklich gegeneinander abgestimmt, und die übermäßige Verwendung von Hausteinen hat den Ban nur verteuert. Wasserwerk und Elektrizitätswerk haben sich aus den Bedürfnissen heraus gut entwickelt und der Stadt gute Einkünfte abgeworfen. Ter Wettbewerb sür einen Wasserturm auf der Schonen Aussicht wurde aus des Oberbürgermeisters Veranlassung noch rechtzeitig eingestellt, da in anderen Städten sich ein be seres System der Wasserversorgung bewährt hatte. Tie leidig: Frage der U eberland zentrale wollen wir hier nicht noch einmal eingehend auswerfen, sondern nur daran erinnern, daß Herr Mecum unseres Erachtens in seiner Unternehmer-Tätigkeit viel zu weit gegangen ist. Straßenbeleuchtung und elektrische Sa>n sind Errungenschaften, die das Wohnen in Gießen erheblich angenehmer gemacht haben. Zur Schaffung einer Straßenbahn hat Herr Mecum anfänglich kein rechtes Zutrauen gehabt; er fürchtete, sie werde sich nicht rentieren. T-em früheren Stadtverordneten Gabriel gebührt das Verdienst, den Gedanken immer wieder vorgedrängt zu haben. Schließlich wurde auch der Oberbürgermeister dafür tzewonnen, und von da an hat er in verdienswoller Weise mitgewirkt, so daß die Bahn in jeder Beziehung aut ausgeführt wurde. Wiederum bewährten sich die Bestchtigungen in anderen Städten. Infolge eines guten Unterbaues wurde ein sicherer, geräuschloser Betrieb erreicht. Herr Mecum hackte zuerst nur für eine Linie, die Seltersweglincke, sich ausgesprochen, und eines Tages, nach einer Stadtverordnetcn- sitzung, stellte er „das erfreuliche Resultat" fest, daß man sich ziemlich einig darüber geivesen sei, nur die eine, Seltersweglinie, zu bauen Allein die Stadtväter leisten »ch mitunter einen Umsall; ein paar Wochen später halle Oberbürgermeister Mecum auch seinen Einspruch gegen den Bau der Linie aus der Bahnhosstraße aufgegebcn. Nun, wir brauchen diesen Schritt heule >a nicht zu bereuen; in srohem Vertrauen aus die Rentabilität darf die Verwaltung sogar sich gestatten, den Fahrpreis zu verbilligen. In die ersten Amtsjahre des scheidenden Oberbürgermeisters Mecum siel noch die Erbauung des neuen Friedhofs aus dem Rodberg. Gchciinrat Gassky hat in Gemein- schait mit Mecum den Play ausgesucht, der die Möglichkeit gewährt, daß die Anlage wätcr erweitert werde» kann. Bei der Einweihung', des Friedhofs spielte sich der in ganz Deutschland bekannt gewordene Streit des Oberbürgermeisters mit der evangelischen Kirchenbehördc ab. dessen Entstehung und Verlaut wir heute nicht noch einmal auf- rollen möchten. Hierbei erlangte der Name Mecuni eine ge- wisse Berühmtheit. . . . Es wurde allgemein bekannt, daß der Gießener Oberbürgermeister ein streitbarer .Herr fei, dem cs flui einen Hahnentamvi mehr oder weniger nicht ankomme. Die Stadi hat daraus keine besonderen Vorteile gezogen. ... » » * Als Mocenigo» der Doge von Venedig, starb, ließ er die Senatoren vor sein Bett koinmen und hielt eine Abschiedsrede an sie, in der er, wie Jakob Burckhardl berichtet, ihnen einen »eberblick über den Auil'chwung Venedigs gab, über Vermögen und Schulden der Stadt, über ihre Einnahmen, sowie über die Gliederung und sozialen Verhältnisse der Einwohner. Den Veneiianern waren solche statistischen Berechnungen noch fremd, und sie bewahren das Dokument Moce- nigos als einen kulturhistorischen sckdatz. Herr Mecum, der sich am Montag gleichfalls von der Stätte seines Wirkens verabschiedete, hat uns ebenfalls ein städtisches Soll und Haben geschildert. Aber seine Darstellung der Entwicklung unserer städtischen Finanzen hat keine niathematisch genaue Bedeutung, und der Gang der Ereignisse in den letzten dreizehn Jahren ist uns noch so gegenwärtig, daß Herrn Mecums Ziffern keineswegs wie eine Ofsenbarung wirken. Wenn auch der städtische Steuersatz in den letzten zehn Jahren aus 120"« erhalten werden konnte, so vergaß der Scheidend«, daß die Erhöhung der Staatssteuer naturgemäß die Erhöhung der Gemeindesteuer zur Folge hatte. Nicht nur das Staats steuersoll ist auf nahezu das doppelte gestiegen. Einig: indirekte Steuern und Abgaben hat Herr Mecum gleichfalls übersehen: der Preis des elektrischen Lichts und des Kochgases ist erhöht worden, und auch die ansehnlichen Kanalgebühren und Friedhossgebühren müssen hier erwähn! werden. Herr Mecum hat uns vorgestellt, daß seit 1900 das städiische Vermögen um mehrere Millionen mehr gewachsen sei als die Schulden der Sladt. Es ist uns aber noch gegenwärtig, daß im Laufe der letzten Jahre mehrfach Vermögensteile der Stadt, und zwar nicht ohne berechtigten Grund, höher taxiert worden sind. Wir wollen unserer städtischen Finanzpolitik keinen Tadel, aber auch kein besonderes Lob aussprechen, und wenn Zahlen beweisen sollen, so muß man damit auf den Grund der Dinge gehen. In engem Zusammenhang mit der Ver Wallung der Finanzen hat Oberbürgermeister Meeun, auch die Bodenpolitik getrieben. Es ist noch in irischer Erinnerung, daß ec dabei häufig auf lebhaften Widerspruch stieß, und wir haben zu prüfen, ob die zahlreichen Anfeindun - gen, die aus dieser Quelle gegen das Siadtoberhaupt ausl- stiegen, erklärlich erscheinen. Auf diesem schwierigen kommunalen Gebiete hat Herr Mecum im direkten Verkehr mit dein Publikum einen charakteristischen Zug seines Wesens entfaltet. Daß die Städte beizeiten eigenes Gelände erwerben sollen, um es dann in Erbpacht zu geben, ist ein r i ch » t i g c r Grundsatz, und es gibt viele Beispiele, die eine solche Art städtischer Bodenpolitik als segensreich für die Allgemeinheit erweisen. Die Stadt Gießen kann leider das Erbpacht-System nicht mehr durchführen, weil das Gelände beim Ankauf schon zu teuer würde. Soweit nun Oberbürgermeister Mecum bemüht war, der Stadt rechtzeitig ausreichendes Ge lande zu späteren kommunalen Anlagen zu sichern, kann man ihm zustimmcn. Häuiig hat ihn aber der S p e k u l a t i o n s - gedanke veranlahl, Gelände zu erwerben. So kaufte er, um das genugsam erörterte Haiiptbeispiel auch hier noch einmal zu erwähnen, das Aktienbraucrei-Gelände, um für die Stadt ein Geschäft zu machen. Man macht es Herrn Mecum wohl mit Recht zum Vorwurf, daß er durcki seine svelulative Geländepolitik den natürlichen und zweckmäßigen Ausbau der Stahl, der doch nach anderen, höheren Gesichtspunkten geleitet werden muß, oitmals geschädigt hat. Er versuchte, die Bebauung in einseitiger Weise nach dem finanziellen Vorteil der Sladt in die Wege zu leiten, was zur Folge hatte, daß die Bebauung privaten Geländes verhindert wurde. So hat er z. B. bei Verhandlungen über einen Bebauungsplan auf der Liebigshöhe die bezeichnende Aeußerung getan, „d i c Stadt habe selber billiges Gclände". Es ist kein Wunder, daß ihm aus solcher Praxis Gegner erstanden. Herr Mecum hal bei der Erweiterung der Stadt nur in bescheidenem Maße die höheren Gesichtspunkte walten lassen. So ist es z. 33. doch ein schönes Bemühen, billige, kleine Eint samilienhäuser zu schassen. Die städtischen Bebauungspläne müßten dafür schon heute weite Gebiete außerhalb der Stadt erschließen. Will man Gießen den Charakter als Gartenstadt erhallen, so müßte man diese Gesichtspunkte unbedingt voranstellen. Es ist traurig, daß man dahin gekoinmen ist, jedes Plätzchen der Stadl sür Bauzwecke auszunutzen, und die Bodenpreise sind leider künstlich gesteigert worden. Wir erhoffen von der neuen A«ra gerade aus diesem Wege eins Wandlung. Die Bebauungspläne müssen künftig von kun- bigen Händen angelegi werden. Es ist kein zu hartes llrtcil, wenn inan im Hinbkick aus die Bebauung und Erweiterung der Stadt unter Herrn Mecum auch von bedauerlichen U n t e rl a s s u n Ae n spricht. Schon beim Austritt ans dem Bahnhof Gießens schüttelt der Fremde unbefriedigt den Kopf. Warum hat man sich jahrelang daniit zufrieden gegeben, daß jenes Gelände linker Hand. daS die Bahn im Besitz hat, ungenutzt und verwahrlost liegen blieb? War es — vorausgesetzt, daß mau niit der Eisenbahnbehürdc aus guten, Fuße lebte! — nicht möglich, das Garlenstück zu erwerben und einen weiten, freien Schmuckplatz anzulegen? Jahrelang lag der Brandplatz verödet und schmutzstarrend da, weil der Oberbürgermcistcr mit dem Militärfiskus sich nicht einigen konnte. Und wie stand es mit der natürlichen Ausnutzung des Lahnuscrs? Konnte dort nicht eine schmucke Promcnadenstraße angelegt werden? Statt ihrer haben wir dort die hammstraßc und ein wahre» Wildwest-Viertel, Stallungen und Wirtschaften, Grammophon- und Ziehharmonika-Kultur . . . Die über manche städtischen Interessen so notwendigen Verhandlungen mit der Eisenbahnbehördc gehöre» rbcusalls zu dem Kapitel der Unterlassungen, die wir dem scheidenden Oberbürgermeister zuschrciben müssen. Bei den Erörterungen über die Verwendung der Alten Klinik ist ja schon zutage getreten, wie man es nicht machen darr. Lb überhaupt die Möglichkeit einmal ernsthaft ins Auge gefaßt worden ist. daß das oberhcssifchc Geleise verlegt werden könnte, so daß die verhängnisvolle Ein- schnürung der Stadt sortsiclc? Auch dem Ziele einer Haltestelle im Norden sind wir nicht näher gekommen. Tie Nächstliegenden Ausgaben blieben unbeachtet, daiür war uns die Ausarbeitung eines Bahnprojektes in Ktee- bachtal wahrhaftig kein Ersatz. Auch die Verhandlungen wegen des Anlaujs der Biebertalbahn sind erfreulicherweise stccken geblieben. ES darf nicht verschwiegen werden, daß anch der größere Teil der Stadtverordneten bei allen diese» wichtigen Fragen meist gänzlich versagt hat. Sie hätten Sorge dafür tragen müssen, daß die Gelegenheiten nicht verpaßt wnrden und vor allem, daß mit werttragenden Unterhandlungen immer eine Gemeinschast befähigter Herren betraut wurde. . . . Ein hervorstechender Zug unseres bisherigen Ober- bürgirnicisters ivar.cs, daß er alles möglichst selber erfinden und anordnen wollte. Sein Fleiß würde durch diesen ialalen Trieb beherrscht. Einmal beseelte ihn der Drang, seine technischen Kenntnisse zu verwerten, und so saß er nicht allein den Baiiämtcrn aus dem halse, sondern er wirk-c persönlich in vielen unwesentlichen Ausschußsitzungen. Als Feldherr steckte er in allen Wachtstuben. Dabei geriet er natürlich in Gefahr, die strategische Lage nicht 'mehr genau zu beherrschen. Entbrannte der Kamps um das Er- ierchen irgend eines Bauherrn, so glaubte er, Partei ergreifen zu müssen: "nd wo man sich stritt, sei es um eine Leistung oder Lieierung, oder eine Wirtschastskönzession, so war er immer dabei. In den Stadtverordnetensitzungen hatte er das Referat anch über die geringsten Äletnig- lctten Die Magistratsordnung in Preußen hat dagegen ihre Vorzüge: dort führt ein Stadtverordnetenvorsteher den Vorsitz, und für den leitenden Bürgermeister verschwindet die Versuchung, sich mit Bagatellen aufzuhälten. Herr Mccum war wohl ein zäher, aber kein großer Charakter. Er hatte die Anschauungsweise eines nüchternen, spekulativen Unternehmers, nicht die eines klugen Verwaltungs- laicntes. Man vermißte bei ihm daher häufig die Vornehmheit und Würde des Auftretens, womit er sich a,tch die Popularität verscherzte Bei seiner Ueberlandanlage wollte er auch den Ebsdorfcr Grund gewinnen, und daher nahm er den Kamps mit der Stadt Marburg auf. Er glaubte, recht klug und vorteilhaft für die Stadt Gießen gehandelt zu haben, als er der Marburger Gegend den Strompreis für die Kilowattstunde zu 40 Psg. überlassen wollte, während er im Gießener Bezirk 4ö Psg. verlangte. Ein für ihn bezeichnender fiiranzpoliiischer Kniff, ans den er geradezu stolz war. Dieser geschästsmännischc We.sens- zua war, wie wir ja schon aussührten. auch in seiner Bodenpolitik zu erkennen. Durch seinen Erwerbssinn, den er für die Stadt einsetzte, glaubte er sich Lorbeeren pflücken zu können. Solche Eigenschaften bedingten es aber, daß er die Menschen und Behörden, mit denen er sich dabei ausein-c andcrseycn mußte, beinahe als seine natürlichen Gegner ansah. Das brachte ihm wiederum keine Beliebtheit ein. Sein eignes Werk der ileberlandzentrale gefährdete er, indem er es lauge Zeit unterließ, eine Verständigung und Einigung mit der Provinzbehörde zu suchen: so ivurden seinem Werke wichtige Orte genommen, wie Lich und Grün- bcrg. In den städtischen Ausschüssen argwöhnte er, daß einzelne Stadtverordnete ihr Amt zu persönlichen Vorteilen ausnutzen könnten, z. B. in der „Baudeputation". Ta wurden die Bausachverständigen als „Egoisten" in andere Ausschüsse abgeschoben, bis er dann freilich das Widersinnige dieser Vorkehrung einsah und zu dem früheren Zustande zurückkehrte. Andern traute er wenig zu, und so »erschloß sich Herr Mecum mancher wohlgemeinten und nützlichen Anregung. Seine Ideen zu verwirklichen, daran setzte er alles und Statistik, mit der man belanntlich alles beweisen kann, spielte bei ihm eine große Rolle. Er hatte noch andere Kunstgrisfe, um bei den Stadtverordneten Gcgcumeiuungeu zu cntwajsnen. Schließlich traute mau ihm nicht mehr recht, und wenn er auch die Wahrheit sprach. Daß er die Mitwirkung der Oessentlichkctt nur in beschränktem Maße liebte, ist noch aus de» letzten Tagen bekannt. Bei der Zähigkeit, mit der Herr Mecum seine Ideen durchzusetzen bemüht war, ist es überraschend, daß er dennoch manchen Wechsel seiner Meinung kundlal. Wir erinnern an den Streit über die Verwendung der alten Klinik, wo er zuerst gegen den Umwau des Gebäudes war, später jedoch nch dafür einsetztc. Als die Frage zu läsen war, ob die Stadt gegen die Errichtung einer Universität in Frankfurt Einwendungen erheben solle, erklärte er zuerst, man müsse die Frankfurter Gefahren abzuwehren suchen, um dann — wie uns wenigstens von einem Stadtverordneten versichert wurde — in einer späteren Sitzung die weitere Verfechtung dieses Standpuntles als „Krahwinkelei" zu bezeichnen. Ta er zu viel Pläne und Absichten versolgte, vertrat er nicht immer eine gefestigte, wohlerwogene lleberzeugung. Blickte mau ihm lieser in sein politisches Gewissen, so stand sei» Verhalten oft keineswegs ganz im Einklang mit seinem dcmokratijchen Bekenntnis. Er war vielleicht der Meinung, da» die „stürmische Entwicklung" der Stadt eine behagliche Lonhomie ihres obersten Leiters schlecht vertrage. Und doch hat man es so häufig bedauert, daß dem städtischen Lberhaupte jener wohltuende, patriarchalisch« Geist fehle, der auf die Eiuwohnerschast belebend uno bildend gewirkt hätte. Herr Oberbürgermeister Mecum hat in Gießen ein bescheidenes und zurückgezogenes Leben geführt, und die Schlichtheit seines persönlichen Umganges hatte wiederum auch etwas Gewinnendes. Er stellte die Arbeit für die Stadt allem anderen voran. Darum schließen auch wir uns den Wünschen des Seniors der Stadlverordnclcn an, die er dem Scheidenden in der letzicn Stadtverordnctensitzung dar« brachle: Möge Herrn Oberbürgermeister Mecum im ichönen Godesberg ein angenehmer Lebensabend bcschieden sein! Au» StuSt und LanS» Giehe». Li. März 1914. " 2 s fen c Le h r e r stc Ile n. Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Schönnen. Das- Präsentationsrecht steht dem Herrn Grasen zu Erbach-Erbach zu. Eine mit einen, evaug. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule z» Alten Hai n, Kreis Schotten. Mit ihr ist Organisten-, Kantoren- und Lektorendienst verbunden. Dom Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. "Allgemeiner Fl e > s cb a d sch la q. Einen allgemeinen Fleischabschlag in sämilichen Fleisch- und Wnrstwaren bab. >- alle Gießener Metzger für den nächsten Diontag geplant. Ochsen-, Rind- und Schweinesteisch wird 2 bis 4 Pfennig das Piund billiger sein, Wnrstwaren bis zu 10 Pfennig. Mettwurst noch ciwaS mehr. Kalbfleisch hat schon am letzten Mittwoch eine herabminoerung im Preise erfahren. ' Der Flieger, von dem ivir gestern berichlcte». wollte gestern morgen seinen Flug sortsegen, wurde ober durch den heiligen Wmd daran gehindert. Er stieg aus, kam aber nicht geling in die Höhe, so daß daS Flugzeug die Kirschboumallee dcS Triebs streifte und beinah« gegen die . Germania * gestoßen wäre. Darauihin flog er in großem Bogen über die Wiesen und den Philosopheuwald zurück, m» donn auf dem Trieb zu landen. DaS Flugzeug stand einige Male vollständig ichief, so daß inan jeden Augenblick einen Unfall befürchten mußte. Ter für mittags geplante Aufstieg mußte ebenfalls wegen des stürmischen Wetters nnterblcibeu: .erst heute morgen um 9 Uhr konnte der Flug fortgesetzt werden. ** Der Kindergartenverein uitb das Gieße n c r Fröbcl-Seminar veranstalten am Montag, 23. März, abends 8l , Uhr, im Saale des Hotel Schütz einen Vortrag. Das Thema: Die Kindergärtnerin und die Fröbel- iche Kiiidcrpflegerin ist jetzt, wo ivicder eine große Anzahl Kinder einem Berufe zugesührl werden sollen, von ganz besonderer Bedeutung. Die Vortragende, Frl. Hedwig Hübner verfügt über eine reiche Erfahrung und versteht cs vortrefflich, ihren Zuhörern in fesselnder Weise den Gegenstand darzustellen. ** Der Tierschutzverein hält am 30. März, abends 8 1 /« Uhr, im Hotel Kaiserhof seine ordentliche Generalversammlung ab. Unter anderem ist auch ein Vortrag mit öffentlicher Aussprache über die Errichtung einer Fahrschule vorgesehen. ** Gruudstücksverkehr. Grundstücke zu Gießen, die auf den Namen des Eugen Asprion in Coblenz und dessen Ehefrau Auguste gcb. Plank eingetragen waren, sollen Jrc>- lag, den 15. Mai 1914, vormittags 9 Uhr, durch das Amtsgericht Gießen, im Wege der Zwangsvollstreckung vcrstcigcrl werden. — Grundstücke zu Alsbach, die aus den Namen des Johann Jakob Schaub ach in Alsbach und dessen Ehefrau Anna aeb. Seibert eingetragen waren, sollen Montag, den ll. Mai 1914, nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathause zu Alsbach im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. — Grundstücke zu Neu-Isenburg, die den Name» des Jose, P t e u i t c r , Bäcker in Hausen, und dessen Ehefrau Agnes geh. Dolsrum. eingetragen waren, sollen Mittwoch, den 6. Mai 4914, nachmittags 4 Uhr, am der Bürgerm islerei zu Neu-Isenburg im W gc der Zwangsvollstreckung ver e gert wer en. — Grundstücke zu N,e- der-Gcmünden. die aus den Namen des Gastwirts Philipp 5 ö d l e r und seiner Eheirau Elise aeb. Aber zu Nieder-Gemünden mittags 9*/» Uhr, auf dem Geschäftszimmer des Ortsgerichts eingetragen waren, sollen Mittwoch, den 10. Juni 1914, vor- Niedcr-Gemünden im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. ** Güterrechtsregister. E r r u n g e u scha i ts g e- meinschaft haben vereinbart: Wilhelm Nieder, Metzger, und Helene gcb. Wechsler, beide in Opvenheim, Johannes Scherer der zweite, Landwirt, und Ehefrau Marie geb. Barsch zu Dornberg. — Gütertrennung haben vereinbart: Jakob Giel, Schlosser zu Seligenstadt, und dessen Ebeirau Anna Marie geb. Jäger. Franz R ü ck e r t 6., Dachdecker zu Seligenstadt, und dessen Eliesrau Sophie gcb. Heuser, Johann Heinrich Reinhardt, Stukkateur, und dessen Ehefrau Frieda geb. Grüncwald, beide in Osienbach g. M. ** h a »de l s r e g l st c r. In das handelsregistcr A wurde bezüglich der Firma „W i l h e l m Möser zu Gießen eingetragen : Der Karl Albert Ehefrau, herminc gcb. Möser zu Gießen ist Prokura erteilt worden. Starkcnburg und NHZnhesscn. — Heid eS heim. 21. März. Zu dem Mordversuch am hcidesheimer Bahnhof fanden am Donnerstag nachmittag durch den Untersuchungsrichter am Landgericht Mainz, Geh. Justizrat hattemcr, iimiangreichcZeugenvernehmungen statt. Nach den bisherigen Feststellungen dürste gegen den Täter das .hanptverfahren wetzen Mordversuchs nicht eingeleitet ivcrdcn, da es sich offenbar um einen gemeingefährlichen Geisteskranken handelt, der voraussichtlich auf Lebensdauer einer Irrenanstalt überwiesen lvcrden dürfte. Der Täter hat schon wochenlang vor der Tal Spuren von Geistesgestörtheit gezeigt. Ter verletzte Vater ist in einigen Tagen wiederhergestellt. Die Ettern und Geschwister des Täters haben von dem Rechte der Zcngnisvcrweigerung Gebrauch gemacht. ch. Bingen, 20. März. Die schon längst gehegte Vermutung, daß die seit dem 17. Februar von hier spurlos ver schivundcneFrauProsessor Kreisel und i h r achtjähriges T ö ch t e r ch c n nicht mehr unter den Lebenden weilen, ist nunmehr zur Gewißheit geworden, hier traf die Nachricht ein, dag nn Rheine bei Kalten« Enaers eine weibliche Leiche gelandet worden und dasß Dies die Leiche der Frau Kreisel sei. Da in der letzten Zeit jedoch solche Nachrichten schon öfter eing.troffen waren, wurde auch dieser wenig beigeiuesscn. Nunmehr hat die Untersuchung einwandfrei festgestcllt. daß es sich um die Vermißte handelt, da Wäschestücke mit ihren Ansangsbuch- staben gezeichnet lvaren. Ferner wies der Trauring der Leiche die gleiche lvlavierung, wie der der Frau irreisel aus. Zum s-chluß konnte auch nach dem Gcsichtsausdruck die Identität festgestellt werden. Das Kind ist sicher von der ncrvenkranlcii Fra u in den Rhein geworfen worden. Va; Vampferu ! lid in Venedig. 95 e ne big, 20. März. Nachdem die ganze Nacht an der Unglücksirelle gearbeitet worden war, fand ein Taucher heute morgen 5V, Uhr das gefunkene Dampfboot. Wie er behauptet, befinden sich in dem Boot noch Leichen. Die Mannschaften der Kriegs chifse, insbesondere die der kaiserlichen Jacht „hohenzollern" und des deutschen Panzerkreuzers „Goeben", arbeiteten mit einer wahren Selbst, aufopferung. Bis in die ersten Morgenstunden sind dreißig Leichen geborgen worden; etwa dreißig Leichen werden noch im Innern des gesunkenen Tampsbootes vermutet. Tie Bergung ist sehr schwierig, weil die gesunkenen Telle des Schiffes auf dem Meeresgründe versanden. Dtc Blätter bringen zahlreiche Einzelheiten über die gestrige Katastrophe, bei der sich ebenso heroische wie er greifende Vorgänge absvielten. Einzelne Matrosen retteten mehrere Unglückliche nacheinander. Ei» Boot des Kreuzers „Ferruccio" nahm eine junge Französin aus, die unter herzzerreißendem Schreien und wahnsinnigem Lachen nach ihren beiden ertrunkenen Kindern rief. An Bord der „hohenzollern" brachte man einen juiitzen. Ungar, der seine Frau verloren hatte: sie befanden sich seit vier Tagen auf der Hochzeitsreise. Ter Schiffsleutnant Cossi, der ins Wasser gesprungen war, um die junge Frau zu retten, wurde von einer ganzen Schar Unglücklicher umringt, die sich verzweifelt an ihn klammerten und ihn mit sich in die Tiefe rissen. Die Deutschen Karl Woltz und Gustav Neumann, sowie Einil Prochi aus Budapest schwammen einer Schaluppe entgegen und wurden von ihr aufgenom men. Unter den Opfern befinden sich der Mechaniker Friedrich A l b i g aus Berlin, ein Ehepaar Bauer und ein Johann Otto aus Berlin. Bis 11 Vs Uhr nachts lagen im St. hc- leua-Marinehospttal 20 Leichen, die noch nicht rekognosziert waren. Während der ganzen Nacht wurde die lln- glückSstelle mit einem starken Scheinwerfer abgesucht, um noch Leichen aufzufinden. Die Trauer in der Stadt ist groß. Die Theater haben ihre Vorstellungen eingestellt, mehrere ctzasthöse sii,d geschlossen Alle zu Ehren der deutschen Schisse geplanten Empfänge sind abgesagt worden. Venedig, 20. März. Köntreadniiral Sonchoi, Hai die für Samstag an Bord des „Göden", und für Sonntag an Bord der „hohenzollern" angciagtcn Empfänge äb gesagt Ter Gemeinderat beschlost, die Traucrseierlichtzei- ien aus Rechnung der Stad! zu übernehmen, besglcia^n die Kosten für die Beisetzung des bei seinen heldenmütigen Rettungsversuchen ums Lebest gekommenen Schisfsleutnants Bossi, an der auch die Offiziere der deutschen Schiffe teilnehmen werden. Gegen Abend wurde der Dampfer in das Arsenalbassin eingeschleppt. Mau fand darin nur noch zwei Leichen, die eines Mannes und einer Frau. Da jedoch die Leichen von mindestens drei vermißten Personen fey. len, befürchtet man, daß die Flut di'se Opfer entführt hat. Dieses erhöht die Ungewißheit und die Befürchtungen Dennoch hofft man, daß die Zahl der Opfer kleiner ist, als man zuerst angenommen hat. Nach der Schilderung eines 'Augenzeugen, der sich tu der Nähe der Maschine des Dampfbootes befand, lvaren etwa 00 Passagiere an Bord. In dem Augenblick der Kata strophe verlor der Steucrniann die Geistesgegenwart; seine Versuche, den Zusammenstoß zu verhindern, waren erfolglos: denn iin Maschinenraum war niemand. Beim Zusammenstoß sprangen der Maschinist »nd der Heizer, die cbensalls auf Deck gegangen waren, ins Wasser und suchten sich durch Schwimmen zu retten. Das Torpedoboot machte die grüßten Anstrengungeil, um einen Zusammen stoß zu verhüte», aber vergeblich. Die Wand des Dampfers ist glatt durchschnitten worden und der Dampfer begann rafch zu sinken. Tie ganze Katastrophe dauerte nur ein paar Sekunden. Andere S ch i f f s u n s ä l l e. Bilbao, 20 März. Ter Rostocker Frachidampfcr „Franzista Fischer" ist gestern, geschleppt von einen, spanischen Dampfer, mii gebrochener Schraube hier angekom- wcii. Be, der Einfahrt in die Reede riß das Verbindungs tau zwischen den beiden Schisse». Der deutsche Dampfe, trieb steuerlos gegen die Klippen und scheiterte. Drei Schlepper rciteteu die Besatzung. Bei Philippsville fAlgerieni gang das Schisferboot „Charlemangne" mit seinem Eigentümer und dessen drei Kindern unter. Geschäftliches. — Aus Bad Sooden lWcrra sendet nnL Gcb. Sanitätsrat Dr. Sippclt folgende Meinungsäußerung: „Außer Lage und kliniatiichcn Verhältnissen dürften auch die Zusammenictzung der Kurmittel und ihre Anwcndungsinöglickikl'it eine .Hauptrolle bei der Wabl eines Hrtes für Frühknre.u bilden. Hat imS der Winter Erkäjtuiigskrankßcitcn gebracht, die unseren AlmungSoraa- ncn Schaden verursachten und ernste Folgen hier zu hinterlaksen drohen, so wird inan, wie leicht einzn'.ch'N ist, immer gut daran, tun, beizeiten einen Badeort auszusucheii. der in geschützter Lage möglichst viel sonnige warme Frühlingstage, verspricht >mi> womöglich auch Gelegenheit zu Inhalationen ter verschiedensten Art gewährt. Auch Rheumatiker »nd Gichliker, dencu der Winter mehr oder weniger stark mitgespiclt hat. iollten sich früyzcitig aus- Machen, um in Solbädern Heilung zu suchen. Daß iür viele bet der Wahl eines Badeortes die Nahe des Waldes nicht unberücksichtigt bleiben solilc, läßt sich durch zahllose Beispiele belegen, und dies beweisen unter anderem die glänzenden Ei'falge, die ; B. Bad Sooden an der Werra in Hessen mit seine» herrlichen, dicht an den Ort sich anschliesicndcn Waldungen auszuweisen hat. Alles in allein lehrt die Errahrimg. daß die zeitigen, im Frühjahre gebrauckuen Kuren einen besonders guten Erfolg verspreche», und auch manchem erholungsbedürftigen Menschen, der durch an- strengendc Winterarbeit eine Einbuße seiner Arbeitssähigkeir erlitten, darf man fic auis wärmste empfehlen. — Eine s p a i s i g c Antwort. In der Schule ist hem Gcographiestuird». Tie llcincn Neunjährigen versagen leider in den meisten Fragen — wie kann man mit neun Jahren auch wissen, wie die Planeten alle heißen, wie groß die Erde ist und >vas derlei schwierige Fragen sonst sind. Der Lehrer möchte schier mutlos werden — schließlich versucht cc es doch noch mit einer letzten Frage: „Wer lann mir sagen, was ein Globus ist?" Soiort erhebt die ganze Klasse wie ein Mann die Hand, einer überschreit den anderen, und aus 35 frischen Kinderkehlen schallt es ireudig: „Ein Globus ist ein P » tz - E j t r a 11!" Amtlicher Wetterbericht. O e i i e» t l i ch e r W e I t c t b i c n fl , Gießen. Deileran.rsichtkn in Hessen am Zennlii, de» 22 Rlärz 1014: Wcclüelno vewtzll», mild, vere>nzelie Niederschläge: Winde auS westliche» Richtungen. Ein vernachlässigter Schnupfen rächt sich oft bittet. 209611 HessHaridelslehranstall 1 Wilh. Siedersieben - H Diplomhandeblehrer und gerichtl. j A beeidigter Bücherrevisor. Gesetzliche Die Gesuche uni Zulassung zur dietsährigen Meisterprüfung (§ 133 der Gewerbeordnung) sind mit den erforderlichen llnlcrlagen bis spätestens ain IS. d. IS. an den Unterzeichneten Vorsitzenden einzurrichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mark ist an die Handwerkskammer in Darmsladt eiiizu- lscnSen »nd die Quittung dem Gesuche bcizulcgc». Gießen, am 15. Januar 1914. Di« Meisterprüfung» »Kommission stir »ie Provinz Oberhcssen. ^_ Traber, Vorsitzender. _ D Stielt, sabv.unt.Staate»' aufslcht stehende Höher« H andelssetinle L andaP ffr,.»). I. WlsnalsdiBlE zur kaufm. Ausbild. I I für jung«. Leute *oo / 16—80 Jahren. ScMH u. PanalOMtsrlume in impetantan Neubauten. 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