Nr. 68 Der «kV»« anjtift* «scheint täglich, aus« Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich Sietz»»trLamiii«,b>-tter: zweimal rodcber.tl.KltiSi l)l«tt für 6 tn Kre i> fti t g en cCien£tag und Freilag); zweimal monall. Land- ividschastkich« Seiiseagea ernjprech - Anschlüße: ‘■•r die Redaktion 113, "erlag it. Expedition öl 'Adresse iür Depesche«: «uzeiger Gieße». Annahme von Anzeigen iür die Tagesnnmmer d,s vormittags s Uhr. ^6^. Jahrgang Samstag« 21 März 19^ General-Anzeiger für Oberhefjen 8atati«ikr-nick tmft Verlag öer vrähl'jchrn Univ.-Vuch- und Steindrnckerei 8. Lange, Redaktto». Lrpedition und Druckerei: Schulftratzr 7. Bczuaävrel»: n-.onatI>ch7öBi., vierteljährlich Mk. 2.30; durch Abhole- n. Ziveigstellen monatlich Kb Pj.; durch die Post PL 2.—viertel» jährl. auSschl. Bestellq. ZeilenpreiS: lokal ILPt» auswärts 30 Pienniq. tiheiredakteur:A Goch. Verantwortlich iür den polst. Teil: Aug. Eoetz: iür .Feuilleto»", .Vermischtes' und »Gerichis- iaal": Karl stleurath; iür .Stadl und Land": Kurt Bendt; iür den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaht 22 Seiten. Tageskaleuvcr aus dem Jahre 1814. 21. März: Lvon wird von den Oestcrreichcm genommen. 22 März: General r> Bütow erobert die Vorstädte vor Zois. sonS. — V > trp a. d Marne wird gegen Napoleon durch den preußischen Obersten v. Schwichow verteidigt. Der neue Rochette-Zkandal. Die nieintc doch schon Friedrich der Grosse: „Fch Dann Ihnen nicht sagen, wie ,ehr mich die Franzosen cr- stotze»; diese so sehr nach Neuigkeiten begierige Nation bietet mir unaushörlich neue Szenen dar: bald siiid cs die vertriebenen Jesuiten, bald Glaubensdekrctc, das ausgelöste Parlament, die zurückgerusenen Jesuiten, neue M i n i st e r alle drei Monate; lurz, sic allein liefern llnterhaltung-östoss siir ganz Europa." lkachdem Eaillaur mit zwei anderen Ministern der derzeitigen französischen Republik gestürzt ist, Hai nun auch Marinrminitter M o n iS seinen Rücktritt verlangt und'erhalten. Gewist ist es nur ein vorläufiger Rücktritt, der dem Marincminister Gelegenheit geben soll, vor Faurös neuenl Rochette Ans schub unbest»ugen auSzusagcn. Ei» solcher provisorischer Rücktritt ist in großen Krisen nichts Ungewöhnliches. In der Pananiaaffäre hat es Leon Bourgeois getan, damals Fustizminister im Kabinett Ribot. Auch ist es noch nicht lange her-, daß Herr Lcsevre, Untcrstaatssetretnr der Finin zen, Äriand, im Ministcrimn sich absetzen ließ, »in als Zeuge vor dein parlanienlariscken Ausschuß auszntrcten. Bei Herrn Monis ist die Sache aber ziemlich bedenllich, und seine näheren Freunde tun gnr, ihm setzt sest den Tau men zu halten. Antoine Emmanuel Einest Monis ist jetzt OK Fahre au, ein etwas beleibter, lebenslustiger Südsranzoie mit irisch gerötetem Antlip. weißem Haupthaar- iiiid etwas dunklerent Schnnrrbärtchen. Er gehört seit 1 SO 1 dem Senat an und machte sich zum ersten Male politisch dadurch bcinerktich, daß er das erste radikale Kabinett Bourgeois warf. Von L-aldeck Rousseau wurde er zum Fustizminister gemachl und ging damals, wie inancher andere von den in der Trcnsuß Assäre komprpmiltiertcn „Ge mäßigten" nach links hinüber zur radikalen Partei. Er ist ein alter Routinier drs Parlamentarismus, „schlau ivie ei» BordelaiS", mit allen Psifsen und Knisscn wohlvertraut, und verfügt, wie alle Südiran- zoscn, über rine natürliche Beredsamkeit. Ta er in der Gegend vvnCognac große Weingüter besitzt und eine bekannte Kognak- niarke sabriziert, io belieben seine Gegner zu behaupten, cr bcnutzc das Briefpapier seines jeweiligen Ministeriums zu Rcklamemittcilungen au seinen Kundenkreis. Jedensatts ist er im väterlichen Kognakgeschäst, das ibm weit einträglicher zu sein schien als die anerzogene Furistcrei. Millionär ge< ivorden. Man nannle ihn stets den-lachenden Philosophen wegen seiner großen Bebaglichkeil und Gennßsrcudigkcii. Als er im Frühjahr 1911 Ministerpräsident wurde, bezeichnest: die Presse sein Kabinett als „Monistcrium", um auch einmal einen Witz über diesen Witzbold zu machen. Bei dcni Aero- plauunglück aus der Ebene pon Fisy-lcs-Moiiliiieaup am 21. Mal 1911, dem Kriegsmiinster Bcrtcaur znin Spier siel, brach Monis das Nasenbein und ztvcimal das rechte Bein. Das war sehr ernst, und ernst ist auch die jetzige Lage, da man Herrn Monis beschuldigt, aus den Gencralstaatsanwalt Fab re cingcwirkt zu haben, um den großen Schwindler Röchelte zu retten. Am 23. März Ulli iverden cs sechs Jahre her sein, daß der damalige Polizeipräsekt Lepinc den Bankier Rochette ans seiner llingcbung von sechs Bureau- direktoren und 100 Angestellten hcrausholcn niib dahin ab lühren ließ, mo sich jetzt Frau Callaup befindet, in die llitter suchungShait. Rochette war einmal Pikkolo im Bahnhois- rcstaurant seiner Hcimatstadt'Mclun, der Sohn braver, aber armcr Bauersleute. Der Juiall wars ihm eine kleine Erbschaft in den Schoß, mit der er schleunigst nach Paris fuhr, sic dort an geriebene Schtvindler rasch los wurde, um last cbeniv rasch ein ebenso geriebener Schwindler zu wert den. Er gründete mit einer Schnelligkeit, die sich im Rahmen dieser kurzen Eriniiernng gar nicht schildern läßt. Hella - Glühstrumpt - Fabriken und Banken. die in kurzer Zeit einen Wert von löO Millionen Franls bei saßen, d. h. in den Augen der Bauern, Handwerker untt Kleinbürger, denen Rochette mit seiner Flnaiizzestung den Kops verdrehte. Kurz ehe Lepine im Banlpalast von Rochette Ercdil Minier crsibleii, tras ein Rohrpostbrief ein, der den Grvßschwindler warnen und in die Flucht treiben sollte. Aber cs war doch schon zu spät, lind nun kamen allerhand böse Tinge heraus. Handelsmiiiistcr Eruppt und Abgeordneter Rabicr, Vizepräsident der Depulierteulämmer. hatten kurz vor der Verhaftung RachelleS dessen glänzend dotierte anwaltschastliche Vertretung niedcrgel g. Eine ganze Reihe von Stützen der Gesellschaft und der Politik entpuppten sich als Aussichtsratsmitglieder oder anderweitige Interessenten an Rochettcs Gründungen. Gegen den armen alten Lspinc wurde eine peinliche Hetze losgelassen. Er habe, so hieß es, bei der Verhasiung llnregelinäßigieiten im Polizei» verfahren begangen, er habe mir einem höchst zweifelhaften Börsenjobber und einem i.i der Sache persönlich interessier- len Zeitnligsmagnatcii zusammen einen Scheintläger gegen stiochetle ausfindig gemacht. Lepine hielt den häßlichen Feld zng und die langtvciligen Ilittersuchungen gegen sich aus und trat hostgcehrt erst im Februar 1913 vom Amte ab. Rvcliette aber ist nach sünsjähriger Verschleppung am 19. Te- zembcr 1912 zu drei Fahren Gefängnis verurteilt ivorden. In Abwesenheit! Er har 200 000 Franks Kaution zurück- gelassen und gründet zurzeit in Mexiko ivciker. Vielleicht hat er die Gnade, gegen „freies Geleit" zur neuen Rochettc- Untersnchniig nach Paris zu kommen. Paris, M. März. Ter trübere Marine»,inistcr Monis wurde beute vom Rochetteausichuß vernommen. E- erklärte, daß er im März 1911 de» Besuch des damaligen Finanzministers Cailtaui crballc» habe, der ihm sagte, daß ei» Advokat, welchem er zu Dank verpilichlct sei, einen Aufschub im Rvchetteprvzeß verlangt habe, und daß er ihm bei dieser Gelegenheit seine Tanlbar- leii beweisen Mächte. Er habe daraus den Oberstaatsanwalt gekragt, welchen Eilisluß der Aufschub aus das Prozeßverfahren haben- tonutr. und bimugcsügt, das: die Regierung in tcinem Falle sein Vorgehen behindern ivoilte. Ter Oberstaatsanwalt habe crtvidcrt, daß der Aufschub in keiner Weise eine Verführung zur Folge haben tünnte, »doch von der öiientlichcn Meinung schlecht aus gelegt iverden würde. Taraus babe er vcmerkl, das; der Ausschub von dsm Gerichtsvräsidenlcn abdänge. Ter Obcrstaaisanwalr-möge dieser Ansicht folgen: irgend eine Presston sei nicht vorgekommen. Ter Vorsitzende der Rochrrtr-Komniissioil Faurös hob gegenüber der Auslage Monis die Energie hervor, mit welcher der Ad vokat Rochettcs den ?lufschub verlangt habe. Taraus wurde East laux vernommen. Er erzählte, daß TumcSnil bei ihm geweien sei, mu idu zu tragen, ob die Regierung eincu Äuischub in dcr Angelegenheit Röchelte ablchnen werde. Er habe ihn an den Miniftcrprüiidentcn oder den Fustizminister gewiesen. Barthou habe zu stiller Ilcberraichung nachträglich von einem Truck Monis aus Fabre gesprochen. Er sci überrascht gewesen. Eaillaux gab weiter au, daß Oberstaatsanwalt Fahre ihm aui sein Drängen unter dent Siegel dcr Verschwiegrnheit erklärt habe, Brtand hatte ihm besohlen, vor der ersten Rochcile-Koiumission nicht die ganze Wahrheit zu cntbiilleii. - Tie Aussagen, die Oberstaatsanwalt Fahre vor dem Rochette- Ausschui; machst, stehe» in grellem Widerspruch zu den Er Itärungcn des ebeinatigcn Ministerpräsidenten Monis. F-abre tagte, dal; las von ihm dem ehemaligen Fustizminister Briand ge gcbeue Sck.risistück nicht einen Satz emhalte, der nicht der Ausdruck der Wahrheit wäre. Fabre erklärte weiter, daß der Ge. rickstspräiidcnt Bi dault de l'Fsle ihm zu Liebe in de» Aniichub eingcwilligt habe. Ausickmß-Lbmann Faurös be» Nstrktc hieraus, daß Bidault vor zwel Fahren bat Gegenteil aus- gesagt habe. Fabre cntgcgnetc, daß Bidault eine unrichtige Erklärung abgegeben habe. vcutscde» Reich. Eine B c g c g n II n g d c s Kaisers mit dem König von F t a l i c n. Aus Rom wird gemeldet: Ter König wird sich nach Venedig begeben, um mit Kaiser Wilhelm eine Begegnung zu haben. Es wird von San di Giuliana unb sci nem Genüge begleitet werden. Am 2ö. März wird im königlichen Palais ei» Frühstück stattsinden und abcnds um 8 Uhr cur Tincr an Bord der „Hohcnzollcrn". Tie Abgeordnete» Mumm und W c r n c r - G r e swirtsch. Pg.) haben im Reichstage solgcnde A n i r a g c cingebracht: Welche Maßnahmen sind vom R c i ch s v c r si ch c r ll » g s a IN t getrosten, um die Anslellungsbedingungen und Rechtsverhältnisse iowie die Besoldung dcr Angestellten der Beruisgcnosscnschastcn nach den Vorschriften der 8^ HO, 70. r > der Reichsoersichcruugsordnung zu gestalten ‘ Inwieweit haben die Berulsgcnossenichasten diese Maßnahmen durchgcsührl? Was soll geschehen, um alle BerusS- gcnpstenichattcn zu .einer angemessenen Besoldung ihrer Angcstell-- len an zuhalten? Welches sind die leitenden tücdankcn des Rcickisver- sichcrungsgmts für die weitere Gestaltung dieser Rechtsverhältnisse? Ter A e l t c ü c n r a t des preußischen A b g e o r d n e ' re n ha IIS einigte sich NM Freitag dahin, vom 28. Mär; bis zum 21 Avril Osterferien zu machen. Von dem Beginn dcr zweiten Lesung des KultuSctats vor Ostern wurde Abstand ge iiommen und beschlossen, die zweite Lesung des Kultusetars erst am 23. Avril zu beginnen. Am, LI. uzzd 22 April tollen Bitt- schristen und die erste Lesung des Ezstnbabnanlkihcgesckcs beraten werden. Bis zum Eintritt dcr Ofterscricn werden nur die noch äusstehcndcn kleineren Voranschläge zur Beratung gestellt iverden F m vre u ß i s ch c n A b g e. o r d c t c n h a n s vollzog sich am Freitag die Weiterberaiung des G r n n d t eil UN g s g esetze s ruhig und sachlich. Bei den 'Bonden mattest, von den Sozial- demotraleu »aiürlich abgeichcn, sichtlich das Bestreben ob, Partei vclirifche Gesichispuokte uiöalichst auszuschalten Tas war auch bri dem Fentrumsrebner, Freiherr» v. R e i tz e n ft e i n»P > l » gramsdorf dcr Fall, dcr zuerst zu Worte kam. Er ist mit den Jielcn des (Gesetzes einverstanden, hat aber ernste Bedenken gegen das Rncktrittsrecht und kann ndt auch mit btT Bestimmung, durch die der gewerbsmäßige Gnierhandel getrostca iverden soll, nicht beireunden. 'Auch das Vortanisrecht ocrnnrst er als ein ir-zialistiickes Prinzip Er tan» es sich ichließtich nicht versagen, die Ansicdlmoisvolitik der Regierung als vrrschlt zu kennzeichnen. Eingehend äußert sich darauf der Abg. Ecker-Winsen • itatl.) besonders über das Vorkaufsrecht, in dem dcr Schwerpunkt drs Ge setzes lieg!. Auch er hat Bedenken, ist aber mit dem Grundgedanken einverstanden, und zwar vor allen, aus nationalen Gründen, da cs ei» audercs Mittel, dem llcbergnng von Gütern in polnische Hände zu steuern, nicht gebe. Ter Abg. Frhr. v. Zedlitz lFreik.) wünscht, das; Eingrisie in das vrtvaic Elgcnmmsrecht niöglickzst rcimiedcu werden, billigt das Vorgehen gegen die gewerbsmäßige Olütcrichtächterei, empsichlt jedoch Vorsicht bei dcr Handhabung der Bestimmungen über das Vorkgussrechi und die Gcuchmigungs-- v'licht. Stlir wenig Freude bereitet der Entwurf d>-r Volksvarlei 'Deren Redner, der Abg. Baerwald, bctämvst die Schädigung Gietzener StaSttheater. Die Frau des Kommandeurs. Trania von Max Treuer: Gießen, 21. März. Unsere Zeit ist nicht eben rcicl, an wertvollen Schauspiele,, und io nimmt man mich das weniger Bedeutende gerne dankbaren Sinnes an. soscni es nur bühnemvirksain und gesund ist. Mit se>- zrem Trama Die Frau des K o m m a n d e II r^s hat nun Max Treyer nach langer Zeit wieder einmal ein Stück geschrieben, das dicicii billigen Anforderungen vollmit genügt, wenn es auch keine Tichtung ist. die Elvigkeiiswertc autzmodsen Hai. Mit sauberen Blitstln ist es gut und tüchtig gearbdtct, und neben dcr geschickt geführten Handlung sind auch die einzelnen Eharaktcrc lebendig und dramatisch wirksam dnrchgesührt, so daß man einen recht interessanten '>lbe,id zu verzeichnen hat. Tic Frau des Kommandeurs eines tllanenregiments, ein zartbesaitetes, kunstbegeistertes Frauchen, iühll sich in ihrer Ehe recht dniam. denn ihr Gatte kennt nur seinen Ticnst und seine Kaserne: was darüber hinansgeht, interessiert ihn wenig oder gar nicht. Es ist deslchlb kein Wunder, daß sic lcbhaitcn Anteil an dem Karnickel des Regiments nimmt, an dem edelniütigcn aber -leichtsinnigen Leutnant Thormann, dessen Geschick schließlich davon abhängt, ob er im Pserdercnncn einen Preis gcnnnnl. Bein, Sprung über den Graben stürzt aber sein Pferd, ^imd ohne Bedenken eilt die Frmi des Kommandeurs zu dem Schwerverionn deirn in die Wohnung. Dieser Schritt inird ihr falsch ausgelegt. und ihr Monn muß fick mit dem Verdächtiger ihrer Ehre, mit einem griesgrämigen Vichor schießen. Um dem Geschwätz die Spitze abznbrechen, ninimt er den verletzten Lcutngnt in sein Hans, und als der Brigade,iciicral von ihm den sosortiacn Auszug des Leutnante verlangt, wahrt er mannhast sein Recht als Herr des Hauses Ta kommt der Leumant selbst aus den Gedanlen. daß es besser sei. wenn er ai»ae, und mit dcr Aussicht aus eine glückliche Beilegung des Konfliktes, dcr dem Obcnileulnant seine Stelle kosten sollte, sinkt ihm seine Frau in den Arm. He 'Ausführung, die von Herrn TworkowSk, ,chr sorg- sältiq vorbereitet war, verhalt dem Stücke zu einem lebhaften Er- sola'und auch die einzelnen Mitwirkcndei, taten vollkommen ihre Schuldiqkdr. Herr Hocker gab den, Obcrillcutnani Krail und Mark und führte den cbrensdten, rciiersrohen Eharakier des alten Soldaten m,l bestem Getingen durch. Seme Frau imeltc Fräulein Dagnn mit bezauberndem Liebreiz und ,chlichttnn,gcr^e,eelung eines munteren, arglosen Gemüts, ^em -^eutnant thormann gab Herr Ltein Hofer eiwac- sinnend Dciches, Berrraumtes, einen warmherzigen -}nA.tz. i. Gießen, 21. März. Wenn ich meine Vorbcsprechung dcr Münchner Ausstellung im Oberbessischen Kunstvercin mit dcm srählichen Ruf cinleitctc: Tcr Frühling hat sich über Nacht cingcnistel!, so sollte das »och nicht heißen, daß die Besucher in ungczivungcnstcr Heiterkeit und laittc- slcui 0!,-danlcnausla»sch inmitten hicser Bilder umhcrwnudcr» möch trn, umsoweniger, da dem Ausstellungsraum der Lurus schritlc- dämpscndcr Tcvvichc bisher noch versagt blieb. Ta kommcu viclc, tote haben in ihrem ganzen Gebaren schon die arausamc Forderung an die Werke stehen, sich nach der icelüchcn Ausprägung und der augenblicklichen Stimmung des Beschauers zu richten. Welch eine Verkennung dcr Kunst! Es ist ta ricktt-ig, dast jeder für ein Gemälde oder eine Tlulvtur andere Getühtsmöglichleilen mitbrinat. die im wesentlichen durch den Vorwurf bestimmt werden. Tcn Wert des Werkes macht aber nicht die naluraetreue, iarbcnprächtiae oder sormslckerc Wiedergabe des gegenständlichen Vorwurfes, sondern dessen seelische Turchdringung und Umwertung durch den K-ünst- ler, so daß ,n dem Beschauer rin der jeweiligen künstlerischen Psyche sich annäherndes Geiühl erzeugt wird. Nicht dcm Inhalt eines Bildes, sondern seinem viychlschcn Gehalt, den dcr Künstler aus dem lvegenständlichrn in Farbe und Forni übersetzt hat, ist die eigentliche Kunsmnrtüng Vorbehalten. So stehen bclivielswcisc Stil leben von Manet und Eezanne sicher über einigen „literarisch" zu ncnneuden Maisrnacmälden A. v. Werners oder Menzels. Diese Beseelung kommt natürlich auch im Material und in der Wahl der Ausdrucksmittcl zur Geltung. Acan stelle sich dne in Sandstein komvonicrt gedachte Ltatue in Bronze oder Marmor ausge- iübrl vor! Beim Bild sind die Fardcnsymbole von Bedeutung: das aegenseitigc Berhälmis der Farben, die Art ihrer Disicrenzierung, ihres Anslrags und ihres Zuiaminenklangs mit dcm Targestcllten. Tiefer kurze Hinweis genügt wohl, uoi anzudeutcn, welch ernstes Sichverienken für den Beschauer notwendig ist, um zwischen sich und dem Kunstwerk das innere, hochzeitliche Band zu knüpfen. Und dazu bedarf cs i» allererster Linie der Stille eines Gollesbauics. Nun Zu der Ausstellung selbst, deren Mannigialtigkdt und Oualität ja schon bervorgchoben wurde. Da ist ein Akt von R. M auch „Tas gelbe Strumpfband". Man spürt Habcrmanus Eintluß, dcr den Fraueukörpcr mit all sdnen natürlichen Unebenheiten und in modischer Ungezogenheit auigczwängtcn 'Verschandelungen malerisch >in,werten will: io hier die Furche der Korsettctnschnüruiig, die das Becken übermäßig verbreiterte, die Ungleichheit dcr Brüste, die dünnen Oberarme, die etwas hängenden Schultern, das längliche pikant,- Gesicht. Sehr realistisch tn der Fldschsarbe wächst der inngc Leib aus dem tücherbehängten Sockel und bebt sich plastisch vor dem lila, sehr apart in der Farbe gehaltenen Vorbang ab. Tas Virtuose in dcr sarbliche» Koinpoiilioii nnd den malerischen Ausdrücksmtttelu übcrwicgt wohl bedeutend die Fähigkeit seelischer Ansslrahtung. In Paul E b r e n b r r g s „Kameraden" nnd „Am Sammelplatz" ist die iarbltche Sprache etwas zu matt, dasnr entzückt aber das Eindringen in die Natur, Fm ersten Bild dürste das Gesicht des Mannes in, Vergleich zum Pserdekops, der scinc Vorzüge hat, plastischci hcrausgcarbeitet sein. „Winterabendidpll" Tempera- von Frieor. Ferd Koch löst die schivierige Lichlansgabc in leichter virtuoser Technik sehr gut. Man beachte die im Feuerschein des Kamins sln'ßenden Farben der Kleider und das sarbtickie Tiiiisnuendo nach links hinten. Sehr sein sind die verlorenen Likbtrcilere aui einzelnen Gegenständen studiert. Auch der seelische Olehatt per Traumdäm mcrstimmung bat sich nctwn dem Technischen voll bebauvtet. Etwas geheimnisvoll Webendes, bis Träumendes liegt über dem Zimmer und verdichtet sich in der Seele und dem Seelchen, die es aui den Gesichtern wiüersviegctn: dort int Niederschlag des- reich Erlebten und Emviundeucn ernst sinnend, hier im tindlichen Gemüt beiter spielerisch. Eine Klinger'sche „Blaue Stunde", vom Heroisch-Symbolischen ins Fntini Fndividuellc übersetzt. Tr. Rudolf Sön - ner ist mit zwei Blldern vertreten. „Tic Brücke" gibt die Stimmung im dislret gehaltene», wie abgeblendet wirkenden farblichen. ZusammenNang aut wieder. Für die Höhe dcr imvressipnistischcn Technik spricht die Turckiarbeitung des unruhig glitzernden, die Brückenvieiter reilerierenden Stiomspicgcls. Ter Vordergrund ist mit zdchncrifchcr Krait start herausgeorbeltet. Vielt,-ich: iibcrwiegt überhaupt das Zeichnerische etwas das reut Malerische wie mehr noch im „Stillen Winkel", ans dem die Valeurs kräftiger, die Gegenstände scharier in Licht und Schatten gestellt fiiüi und immerhin mehr Stimmung erzeugt ist. als man in diesem Häuserblock erwar tet. In großer Geste malt Earl Hans Schräder -Velgen „Spielende Kinder am Wasser": die in der Bcweguna sestgclialte- ncn Knabcnakte sind in das Blau des verebbenden Walsers gestellt- die frische, leuchte 'Atmosphäre ist gut gctroiien: der Vordergruni mü den spiegelnden Waiscrtümpcln zeigt bei aller genauen Tetall- malerei viel Schwung und Zug ins Große. „Im Schatten": der vom grünen Widerschein des Laubwerkes übergossene Frauenakt ist mehr, malerisch aenommcit als die Knabenkörpcr: die Aktbebandluno > br? Güterkandels, lohnt die Ausgestaltung des Genehmigungs verfahrens ab und taiin ii'd> ®iidt für das RncktrittSrechl unk das Vorkaiissrechl nicht erwärmen Er verlangr die Zerteilung <10 eignetet Domänen und Erichtverung der Bildung wn Aide, Kam missen. In Grund und Bodon verdonnert das (tzeietz, wio zu erwarton mar. der Pole >>. TrampezynSkr Den Schluß machte bei Abg, Braun (3oj.) Vlitth er verkündet, daii seine Partei dagegen stimnie» morde. Zu den Gerüchten über den Na chf 0 l gc r v 0 s Graten v Wedel nur den L-I a t I h a l t 0 r v 0 st 0 II in El saß-Lolhri»gen eriäbrr das Wolsi-Bureau, das; eine Entscheidung noch nicht getroffen ist. Eine Anfrage Uber den in R u h l a n d 10 st g 0 tzalienen deutschen B allons ührcr Abg Basier, mann lnatl,< lwk im Reichstag eine Anfrage an den Reichs kanzler gerichtet. Inelche Schritte im Interesse des in Rußland festgehaltenen Ballonführers Berliner feiten? der deutschen Negierung unternominen worden seien. In d e r b a d i j ch e » Zweiten Kam in c r nahm der Minister des Innern Freiherr von und ,1 u B 0 d IN a n n auf einen Artikel der „Straßburger Bost" Bezug, »l dem mit grober Entschiedenheit für einen linksrheinische,, Kanal eingetrcten wird, und bemerkte dazu, das, nach seiner Ansicht keine Verfügung über den ganzen Rhein, wie sie in diesem Artikel unternommen werde, von seiten der badischen Regierung aus Zustimmung rechne» könne. Ebenso sei es selbstverständlich, dab eine Verfügung über die Wasserkräfte nicht einseitig zu Gunsten des einen oder des andern Landes erfolgen könne. Er wolle weiterhin auf zwei Punkte Hinweisen, erstens auf die Gefahr, das,'durch Sie Ableitung des grünten Teiles des Rheinwassers eine weitere Senkung des Grundwassers der Rheincbene auf grobe Strecken eintretcn würde, die eine schwere Gefährdung der Landwirtschaft sowie der Fischerei mit sich brächte. In dem Artikel werde ferner mit den groben Koste» operiert, die das von der badischen Regierung in Aussicht genommene Projekt verursachen würde. Wenn er gestern die Kosten ans 105 Millionen angegeben habe, so sei damit nicht gesagt, das, die Kosten der Schiffbarmachung für die beteiligten Staaten 50 Millionen Mk, betragen würden, da. falls Kraftwerke zugelasscn würden, diese eine» groben Teil der Kosten zu ersetze» hätten Der Ausbau der Strecke von Bafel bis Konstanz «würde tO Millionen kosten, der Ausbau der Strecke Breifach-Bafel .50 Millionen, io dab die Kosten der Regt, lierung insgesamt etwa 100 Millionen betrage» würden. Wenn die Neckarkail als s atro n zur Durchführung gelangen soll, so lönnc das mir durch die Einführung von Jchilsahrtsabgade» geschehen, Ohne die Einführung solcher Schissahrtsadgaben fei nicht daran zu denken, das, Württemberg sich zu de» groben finanzielle,l Opfern der Neckarregulierniig cntfchlicbcn würde. Zur Donau- Versickerung übergehend, erklärte der Minister: Wir haben uns nunmehr grundsäylich bcrert erklärt, dab die Entschädigniigsirage dem Bundesrat unterbreitet wurde. Unsere endgültige Stellungnahme ist aber davon abhängig geinacht worden, dab uns die würt- tembergifche Regierung genau diejenigen Frage» bezeichnet, über die der BnndeSrat entscheiden soll, Tie kindische Regierung sei nach wie vor der Ansichr, das, es besser wäre, wenn die Sacht- nicht zur Entscheidung durch den Bunbesrat käme, sondern dab die Regierungen von Baden und Württemberg sich vergleichen, denn die Entscheidung des BundcSrales lvürde lange Zeit in Anspruch nehmen. Ihm, dem Minister, schienen diese Fragen zu einem Vergleich be- ionderS geeignet, und endlich erfordere cs doili auch das ireundlich nachbarliche Verhältnis, daß Württemberg und Baden nicht miteinander prozessieren, Baden sei bereit, finanzielle Opfer zu bringe», wenn eS »ölig sei. Er Iwife, so schlob der Minister, dab. wenn ein diesbezüglicher Vorschlag au das Haus gelangen werde, uian ihm die Zustimmung nicht versage, Tie badische Regierung bleibe auch fernerhin bemüht. in der Entschädigungssraac einen Ausgleich zu finden. Der P 0 l e n k r a w a l l in der St, P a u l u s k i r ch e zu Moabit wird ei» gerichtliches Nachspiel haben. Die Kriminalpolizei har zwei der Rädelsführer verhastel und toird sie dem Untersuchungsrichter vorsühren. Andere, die ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden sollten, hatten es vorge,logen, abzuressen. Tie Verhafteten werde» wegen Vcrstobes gegen s >07 des Strafgesetzbuches angrklagt werden. Rach diesem werden Per Ionen, die durch eine Tätigkeit oder Drohung jemanden hui der», den Gottesdienst einer im Staate bestehenden Religionsgemeinschaft auszuüben, mgleichen wer in einer Kirche oder in einem anderen, zu religiösen Bersammlungea bestimmte» Orte durch Erregung von Lärm oder llnorünunq den (Gottesdienst »der einzelne gottesdienstlich»' Verrichtungen einer im Staate beste benden Rcligionsgcsellfrtzan vorsätzlich verhindert oder stört, mit (Gefängnis bis zu drei Jahren deftrait. Eine Verhinderung »es Gottesdienstes wirü darin erblickt, dab cs der Gcistlichleir unmöglich gemacht toordcn war. den um !l Uhr «»gesetzten Kin- - dergottesdienst abzutzalten. Die Polenmcssc datierte stets 11011 R bis 8:', Uhr In der Zwischenzeit wurden die Borbcreitnngei, für die tim 8 Ubr beginnetldi' Kinüermessc getrosscn. So wurde das Mittelfchiis durcki einen Strick für die. Kinder abgesperrt u, ' 0 . m. Diese Vorrichtungen hatte die Kirche nicht denen fön- t »eil, noch konnte sic übechanvt den Gottesdienst abhalte». Tic ——1 ■ 11 .erinnert an Leo Putz lGesicht, verstreute spielende Soniieiislcckcnit über dem ganzen, technisch seinen Bild webt sich ei» Schleier duftiger Seelcustimmung, 2 > n 0 P a r i n scheu wir im Sclbstvorträl, Sein feiner, beseelter, dunkler Eharakterkovs ist aus aelblichem Ton licrausaenicißclt, Leben atmet die ganze Konzeption nttd die Technik ist Lei zcichucrischer Schärfe flott, locker und ins Grohe gehend, Bon dem Zügel-Schüler Lcki d ecke - C l cv c können wir zwei ia niose stimmungsvolle Tierbilder bewundern. Die dickschichlig in kleinen Flüchen ausgctragencn Farben geben durch das Licht analviiert in gewissem Abstand prächtige Wirkungen. Im „Trieb zum Mclk- vlatz", wo der Charakter der mit Feuchtigkeil durchsättigten Lust rein tzktrossen ist, ist alles in Bewegung Prot Franz Hochs Loiidichastcn „Frühlingstag am Arno" unb „Abendwolken" zeigen die gedeckten und wenig ausgehellten Valeurs, die IN Münchner Schulen öfters z» beobachten sind. Wirksamer ist in beide» Bildern die Anordnungt out jenen, der Parallelismus der beiden »ier der Hügel mit schloböhnlichet» Gebäude, darüber, die Bildmitte betonend, die grobe weihe Wölket aus diesem der von Buschwerk flankierte Fluß, aus der Ebene berauswachsend die beiden virtuos gemalten Cumulus-Wolken, die säst die obere .Halste (genau in Bildmitte liegt der .Horizont) dreiteilen lalso toiedcr Parallelismusl, Stark klingt in den Landickmiten das persönliche Naturerlebnis. Von C n r t Rügers Gemälde» betont das „Dirndl" auch in der farblichen Behandlung das Porträtmäßige, „An> Teetisch" gibt mehr Jnterieurstimmnilgt die aparten Farbciiwerte vereinigen sich in dem Zauber des weich fließenden Lampenlichtes zu intimer Wirkung. Zwei Blumenstilleben find von Fritz T l a t t l e r, von denen die Rosen in ihrer Farbenpracht, in ihrer tauigen Perkürpcriickung und Anordnung ausgezeichnet, die einzelnen Blüte» aut durchge- arbertet sind. Richard Gutschmidl, ein «chüler von Lösstz, stellt drei Bilder aus. Jni „Weiher" ist der Zuiammenklang des Grün und Blau, die bei aller Schwere durch das Fehlen auch nur der geringsten Ausheilung düster toirlen, ju wenig melodisch. Ebenso verliert die Marine durcki das düstere larbliche Melos l,,sch>nutzig" „annic ein bckannicr Tckmierzer Maler nur gegenüber einmal diesen für manche Münchener Molcrkreise lhpischcn Grundlonj. Dagegen scheint mir die „Herbstsonne" wie aus einer andent Wellt diese ganz vom Ocl besreilen Farbe», die sich fast votittillistisch zu Lichl und Farbenwirkungkir in slim mernder herbstsonne zusanmienballeir ein Bild, das bei ausge iprochener Farbenfreude und bclckiwingkem Können von Stimmung durchtränki ist Für Georg Jaust töricht ei» Figurcnbild „Be Inch", auf dem die dovpclte Lichlavelle, die rote des Feuers und die weihe des Tages de» beiden, ruhig gegebenen F-ra»kugesta>lcn Körperlichkeit verleiht, Prosessor Zügels Schwiegcriohn h c r - uiann Eißselbt ist ein hervorragender Künstler. Hier hängt von ihn, ein prachttges grobes Ticrstück „Zun, Mellen" und dar! ein Glanzstück der Ausstrllnng „Pesperbrot" t die breilstrichige ilolle Technik, die dick die Farben „hinhaur" die valenrü sind fast hart aneinandergesetzt), die plastische Gestaltung, durch Licht und Schütten erhöht, die Hellen leuchtenden Töne vereinigen sich zu einer Mittaassonnenstimmung, zu einer Stunde des Pan, die von hei- ' lerer Beschaulichkeit erfüllt ist. Auch der „Schnauzel" stellt vor allen, in der Kopspartie ein seines, bcheeltes Stück Natur dar. lütnteudc» Polen und im besondere» ihre Rädelsführer ivubten ganz genau, daß dieser Gottesdienst, der schon seit Jahren um 0 Uhr abgcdalien wurde, durch ihre inicrhörtcn Austritte verhindert wurde. Die Verhafteten sind ein Tamenichncidee Kazmoren und ein Malermeister Slontski, Anrlanv. Das P r i » z e >1 pa a r Hei» r > ch von P re u b c n irissl anr 20. März n» Bord des Dampfers „Kap Trafalgar" in B u e » 0 s A i r es ei», Al» 30, März stallet der Prinz d IN Vizepräsidenten de la Plaza einen Besuch ab, der an, gleichen Tage zu Ehren des Prinzen an Bord des Kreuzers „Buenos-Aires" ein Bankett gibl, Tie Abreise des PrinzcnpaareS nach Chile ist aus den 3l, März festgesetzt, Die Regierung stellt einen So» Verzug zur Periügung, Dte Rückkehr »ach Buenos-Aires ist am 1 . April geplant Die deutsche Kolonie hereitel größere Festlichkeiten vor, P 0 » d c r Oe st e r r e i ch i s cki e u 3 7 .5 1 l l i 0 n e u A >t leihe, z» deren Gege»be;eich»ung sich der Staatsschulden Ansschutz am Freitag entschloß, sind im einzelnen bestimmt t 30 Millionen für die Staatsesienbohne», 227 638000 Kronen zur Dek- kung der Kosten der Ballaiimobilisicruiig, <5l RstO OlX) Kronen zur Ergänzung der militärischen Ausrüstungen nach den Delegation» bcschlüssei! des Jahres >012 und 64 002 000 Kronen für außer ordentliche Militärkredite nach den Delcgaiionsbeschlüsien des Jahres 1813, D a s Frauen st i »t Nl r c ch l in den Vereinigte n Staaten, Aus Waihington wird gemeldett Der Senat hat am Donnerstag ein Amendement zur Verso»'u»gS»rk»nde, den Frauen das Stimmrecht ;» gewähren, ab gelehnt. Es stimmten 34 Abgeordnete für und 3t gegen das Amendement, Zur Annahme wäre gher eine Zw.'idrit elmchrh it nattvendig, Sven Hedin als Freund T- e » t > ch l a II d s, A ns Stockholm wird gemeldet,' Die neue Verteckigungsbioschüre, die in der letzten Zeit von Sven Hedin unter dem Titel ^.D re ,z weil e A ar»»n g" ausgearbcitet wurde, wird in dielenT ageu in einer Million Exemplaren in ganz Schweden ncrteilt, Sven Hedin lieht in der bisherige» Rcutralitätspolssik nach alten Sei ten Gefahr unb fordert zum Anschluß der schwedischen aus- »ältige» Politik an die Mächte des Dreibundes, hauvt- sächlick, an De,Uschland, ans. Gbertzessische Sisenbahnwünsche. In der Zweiten Hammer brr Llindstiindc hat der Abg, Skopier von Lanterbach bei Beratung des Haupt- boranschlags eine Reihe von Wünschen zur Verbesserung der Essenbahnverhältnissc in Obcrhrssen vorgebracht, Ta die nnir nach dein Stenogramm im Wortlaut vorliegenden Aeiißerungc» auch für weitere Kreise Interesse staben, geben wir sie stier wörtlich wieder, Tee erste Wunsch lieiriiit die Herstellung einer gedeckten Halle m» de», Bahnhof Lauterback -Nord, Sie ist sckzon seil Jahr zehnten versprochen worden; bis setzt haben wir sie aber »och nickt erhalten. Wir nehme» sogar, wenn es nicht anders gclst, eine abgelegte Halle von einem andere» Bahnhof, (Heiterkeit, Abg, Ulrich, Ja, wenn man zu bescheiden ist, ist es nichts!« — Ja, Herr Ulrich, ich zeichne mich dadurch vor Ihnen aus. Bei schlechtem Wetter ist cs nicht möglich, sich aus unserem sehr stark deni Zuge auSgesctztcn Bahnhof Nord au> dem Bahnsteig auszuhalteu Tie Reisende», die wegsahren ivollen, müssen sich in denk engen Hausgang bewegen, der hat ztvar zwei Ansgangs türen, davon wird aber immer nur eine geöiinct, selbst bei starkem Verkehr, Wcnn nun der Zug cintrisst. dann drängen die Reisenden, die wegsahrc» Ivollen, nach außen, und die,eiligen, die aussteigen, dem Regen n»d dein Wind ans dem Wege gehen und hereinkommen wollen, drängen nack innen, teilweise mit ausgespaniitcn Schirme», Gepäck bcwassnet, da gibt's die schönsten Kollisionen, die inan sich deuten kann. Daß unser Personen Verkehr crlzeblich ist und fielt in stets aui- steigendcr Linie bewegt, beweist das Jahrbucki über die Verkehrs statiftik, das uns n»> den Tisch de? Harnes gelegt worden ist. Daraus geht hervor, daß wir einen wesentlich größeren Perionen verkehr haben als z. B. Als selb. Dorr ist ieit Jahrzehnte» wie gedeckte Halle vorhanden Also bitte, schenken Tie uns auch eine .Halle, und zwar recht bald, Ter zweite Wunsch bctrisst den Fahrplan der Linie Gießen bis Gelnhausen, Da hat der Zug Nr. 510, der um 2,lt> Uhr von Gießen abgehl, günstige Anschlüsse von Koblenz sowohl wie von Kassel und Frankfurt. Er gebt aber nur bis Nidda und »imml dort ein ganz unrühmliches Ende, Es besteht »NN der berechligte Wunsch, daß dieser Zug nach Gelnhausen weitcrgcsühit werden möchtet dann würde er sowohl in Slockhcint nach Lauterbach mie nach Windecken bin und in Gelnhausen »ach F„l»a hin sehr schöne Anschlüsse ecltztltcn. Ich glaube, die Durchführung dieses Zuges würde licher eine Vermehrung der Freguenz zur Folge haben lind auch deni bohcn Vogelsberg nützen Denn dreier Zug ist der letzte, nwmit man aus der nördlick>en Wettcran bis Eine „Tvmmerlandschait im bahcrischen Hügelland" stammt non Dr, Otto Ga m perl. Tie ölige» Farben sind ebenfalls, was Ackerboden und Wald bctrisst, unbestimmt und gedeckt. Doch ist die Eharakterisierung der lustigen Landschaft in ihrer Art gut. Mit Paul Leu te ritz sind drei Bilder signiert. Ei» sarblich sehr rnhrg gehaltenes Tierstück „Knhstall", eine s» ihrer bläulichen Toncinheit sehr geschlossen wirkende alpine Schncclandschast, deren weite, wegdurchsnrchte Talebene vo» onnkei ausgetürmten Berge» eingesckstossen und 00 » einem graublauen Himmel über spannt ist, und m schillernder Farbenpracht das Gemälde „Am Waldbach" Diese gesättigten leuchtenden Farben hier, die allerdings der rechten Bildseite ein gewisses Ucberqewicht geben! Das virtuose Können (malerische Gestaltung des stürzenden Bergbache« und der Steine ü» Vordergrund mit dem Eisvogel! paart sich znm Segen des Kunstwerkes einer Seele, die in süßer Stimmung scknvingt, Alfred Marxers Bilder sind mir von Darmstadt her schon bekannt. In der „Bedieirung" erscheint die Komposition mit ihrer Gegenüberstellung des nackten und bekleideten Mädchens etwas gewollt und rasiitlierl, der Akt ist sauber dnrchgrarbeitet, das farbliche Nebeneinander zart und apart. Mit lockerer Tecktztik gemalt, ausgezeichnet, int Gcignttausdnick sind dann zloei Blunien- stücke von ihm „Gelbe Ebrnianthcmen" und „Frühlingsblumen" diese sehr kräslig im Auftrag, im harten Aneinandeisetzen. sowie der lebhaile» Kontrastieritng der Farbe», woodurch eine Hobe malerische Polen; wirksam wird, Georg Margnth. Kotiert des pijiHjormoniidjen Chors in Wetzlar. E l i a s - O r a t v r i 11 in von Felix Mendelssohn B a r t h 0 l d h. Gieße», 21 März, Die beiden einzige» Oratorien des >0 Jahrhunderts, die von überragender Bedeutung uiid als Werke im Händelfchen Eharalter komponiert lind, sreilich aber ini Lichte des Romantikers erschaut, sin» „Paulus" und „Elias", Ter Philharmonische Chor in Wetzlar, unter Mitwirkung des Wetz- larer Männcrchores hat sich der schtvierigen Arbeit unterzogen, das „Elias-Oratorium" ansznsühre» und hat in einer wohlborbereitete» Aussührung den Beweis erbracht, daß er Ivodl an eine wiche Ausgabe herantreten darf, Herr Seminarmussklehrcr O, T h e i ß ist mit sichtbar ticbeooller und gewissenhastem Eingehen ani die hohen Schönheiten des Werkes a» die michrvvlle Arbeit herniiAetreten, den an iich nicht großen Ehor rhythmisch und dhnamisch zu meistern und das hohe Ziel, das er sich gesetzt, ist ihm in vielen Ei>tzell>eiten ziemlich nahe gerückt Vor allen Dingen: Herr Tlniß beherrscht die Ehvrpar- tittir sehr genau »nd weiß iich seinen Sängern gegenüber auch als ein nnlsichttgcr Dirigent zu betätigen, Jni Zulammenwirlrn mit Ehor und Orchester dagegen iehlt ihni entschieden ein äußeres, aber doch wichtige« Moment die Routine, was einem schon a» dem peinlichen Anschlägen der Toktteile bei Rezitattvcn aussällt. Dennoch bene man, daß Herr Theiß auch dein Orchester gegenüber seine Auslassung üuichzuietzen wußte, und wenn dos Orchester, das den ganzen Abend sehr klangschön »nd präzis spselse, öfters jcnjeils iKrebenbain kvnimen kann Ueberhaupt maß inan >iäi. bei unserem jetzigen Fahrplan, wenn man Mit unserer Vogels bergbahn eine Reise durch de» Vogclsberg machen will, auf ein Ileberiiacksten einrichten t denn in'einem Tag Tann man z, B. iiickl von Fianliiirt nack Lanicrbach hin iind zurück aeiange», meint man im Vogelsberg etwas Natur genießen will. Ich meine, mit der Turchsührniig des IugeS 5l0 bis Gelnhausen köilnic eine >n> Verhältnis zu den geringen Kosten toesentlicke Verbesserung geschaffen werden. Es bleibt zu l,vifen, daß die Eisrnbähnverwaltung sich bald mit den hier vorgeicklagenen Verbesserungen besaßt, damit sie wo möglich noch in diesem Sommer ausgesühri werden können, Vv> allem Ware zu wünschen, »aß die Dnrchjührung des Zuges ,5l0 bis Büdingen und Gelnbansen so ltztld als nnr irgend möglick» vorgenvmmen würde, A«s StaSt «uv Lcrnd. E i e ß e n, 21, März l 9 l 1. Lätüre, Lüiare! — Freue dich! Ob die Kirche, als sie diesen Helle Fröhlichkeit predigenden Psalm gerade zur Losung eines Passions sonntags Ivählte, nid.i einen bestimmten Zwei! damit oenolgte - Ob sie nicht in die trübe Zeit der'Passion ciivas von echt chlist licker Freude mischen wollte, einen irohen Vorklang ani Ostern und ein Zugeständnis iür de» lachende» Frühling? Ter alle Vorwurf, daß die Religio» des Christentums einen reiignierten, kopshöngerischen Zug habe, und datz sie leinen Raum für Helle, incnschlichr Freude laisc. muß ebc.i auch immer wieder als ein großartiges Mißverstöiionis abgewieien werden, Mil dem Lustigkeilstaumel der modernen Welt hat diese Freude aller ding? wenig zu tun. Es ist die wahre, innere Fröhlichkeit, die in, Herzen Freude und Frieden harmonisch- znsainmei,klingen läßt. Und eine solche stille Freude, ein solches stilles Glück, eine El'.g laklcr-Ruhe. ein klarer Teelen-Rnhepirnkl, das ist 1 a die heimliche Sehnsucht so vieler, die solches nocki nicht liaben. Das Ebiisteittum ltzit in diesem Punkte nicht bloß mit einem wri währenden Suchen zu tunt es deutet auch aus ein herrlich Fin den und Festhalten. Lätare — Freue dich' -so mit die Rett gion des Kreuzes mitten in alle Mühsal und Enttäuschung hinein. Es rauscht, erhaben über all. Kultur und Einzetnöte, eine wunderbar tröstende ErlösungSmelodie, In wnnderlamcn Al- korden mit den Mahnilängtn der ,vied rciivailenden Natur, Der Früblingssonnensck ein draußen überbützt alles mit seinem irisch blinkenden Golde, Er sck.einl das Feiertagsgelänt der Kirchen glocke» särmltch zu durchleuchte», »nd läßt mit ihnen Frieden llänge durch das Land schallen iiiid Lieb und Freude und freund siche Erinnerungen in den Mcnschc»her?e-> wecken Altäre! Lsterahncii! Früblingsholsen' Tie sind die Per büiideicil a 1 (rr_ in»gen Träume von Glück und Liebe von Ruhm und Eriolg. -ie lasicn die Hei'-en schiv I cn wie die Knostven »nd leihen ihnen Kräite, Hüllen und Fesseln z» sprenqen. Sie locken aber anck Erinnerungen der Alten um Jahre und Jahrzehnte zurück, und die Alten fühlen wieder mit der Jugend, Sie ircucii sich über deren sröhliches Lackten und Wagen, Sie freacn sicki des Frühlings, der ihnen selbst Noch einmal oescknedci!. und hoiien aus noch manchen weiteren, mio bosien noch ani dies und bolsrn noch ans das. Denn jedes Aller bak seine Freud.' und seine Hossnnngen, ** Z o fl es f u (f 11 bt t für Samstag, den 21. März und Sonntag, den 22. März: S r a d t t h e o I e r: Gesellichaüsabend am Eginslgg, 8 Ilhr. Sonntag naehinittägs 3'l. klhrg »Alt- Heidelberg' t abends 7'f, Uhr: „Wie einst int Mai," Vogelsberger Hvheuklu b, SttstnngS- und Telo- ricrungsselt, Sleins Eiarlen 3X Uhr. Hau ? b e s i tz e r - P e r c i» : Leviggrd : »Die gegeuivärltge Lage des Haus- und Grundbesitzes mit besonderer Würdigung der Llcucrploge lpesseni', Steins Saalbau, Sönnlna nachm. 5 Uhr. Lieblgshöhe: Sonntag nachmittag Militärkonzert. W e l t v a u 0 r a in a: Asteriveg 16. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Union-Theater: Täglich Vorstellung. lTienstggS und TnniStagS neues P> ogranun.i O b c r b e l s > s ch e s Museum » u d 65 a > I 's ch e S a >» >» - luiige». ltzeössnct Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich, 9)1 11 ff um für 0 11 e v 1 11 n b c. Gerinnet an Sonntagen vormittags von 11-— l Uhr unentgeltlich. O be rl> cs s iI ch cr 5k» n st »e r c i u. Die Genüilde-AuSstelluug ist täglich von II—I Uhr, tzliittwochs von 8 bis 5 Uhr, und an Soimtaqen von 11—3 Uhr geöffnet. Tie Anlagemusik findet nur bei auteni Wetter morgen mittag i2 Uhr stall. Spielplan: I, Frühlings-Erivachen I Romanze vo» E. Aiich; 2. Ein Fest in Arousuez! Spanische Fantasie vo» W. Denimersema»»: !!, Ouvertüre z»e komische» Oper »Ltichl« KavallerieE von Fr. v. Suppet 1. Fröhlich' Pfalz, Gott erhali-s' Marsch vo» Th. Grusu , zu leise war, so mag Ivohl der Dirigent diese Pianoäußerungen in Rüch'icht aus die Sänger gewollt haben. Der Ehor, de letzt schon ein sehr lragsähiges Piano und ein krästtges Forte besitzt, muß sein Hanptaugenmerk bei Ausarbeitung >0 anspruchsvollen Ausgaben vor allem ans Sie verschiedenen Ab sttisunge» zwischen dein genanitten Pia»» und Farte richten, dann auch bei Tatten, die aus einer INI Forte gehaltene» langen Note bestehen, die Note nicht bloß laut anznsingcil und dann i» ein trastlosks Piano überzugehen. sondern eher den Ton nack- Anschlag bis znm Schluß des Notenivcrtes in einem kaum merklichen crescendo auszuhalten. Außerdem dürfte man dem ganze» Ehor ein froheres^ freudigeres Drauslosgehen an i»ii- Iilalischc Schwierigkeiten (Intonation besonders ans hohe, ei ponicrt liegende Töne wünschen, was z, B, dem im ganzen gut gesteigerlcn Schlußchor des ersten Teiles lehr zu stolten gekommen wäre lim noch, auf nndere Einzelheiten einzug'beu, wäre zu berickste» über Ehor Nr, 5, der sehr sauber und klar », der Linieniühruilg ,eder einzrtnen Slimme, wiedeegegebc» ivurde In diesem Ehor hätte der Tenor die hoben Töne kräftiger an hacken sollen, dann wären Stellen ,vse 2 Takte des Buchstaben C (hohes ,,g-ges"> ganz sicher und leicht gebracht worden, Tie Ehöre Nr, ll, 12 und 13, die schon textlich zusainmeiibängen lind eine Fülle glänzender »lusikalisch ckiorallerisscrender Momente enthalten, waren durchweg belebt und farbenreich Ivreder- gegebcn. In Nr, lli hätte der Ehor viel erregter und inacht voller llmgei, müssen, ebenso der Schluß. Ehor ')<>', 20 it>ax sehr sein und fall dustlg gestimmt. Es verbietet mir hier der Platz, noch naher oui Etnzelheiten hinzuwcilen, sedcnjalls darf Dirigent, Chor und Orchester de» Hauptteil des Eriolges für sich in '.'lnivrnch nehmen, Tie Solisten waren Nickst io aut der Höhe wie sie das Wert verlangt. Dennoch erzielte ,rrl Paula Meyer Düsseldorf als Besitzerin einer tresslich geschulten, doch noch zu wenig sarbcnrcichen Altstimme »ack» dem innigen Vortrag der Arie Nr. 31 großen Ivohlverdieittk» Bei lall, 'liicki Frl. Lili Rvlal Stuttgart erntete mit ihrer weichen Loprgnssimmc Beifall nach der zu Ansang des 2, Teiles in der Anlagc wohldurchdachten und gesanglich wie »insitaiiscki bcmcrlens wert gesungenen Arie Nr, 21, wenngleich ein Neigen zum ölicrcn Zuhochlingen nicht verichwiegen werde» soll, Frl, Gerda Idcl berget ichlvß sich ihren Partnerinnen, besonders IM Engel Ter zeit zehr gut an, »ud die Hecken Vertreter der Männerssimmen, von teilen .Herr Everts aus Köln für den erkrankten Herrn Fritz Haas Karlsruhe äußerst hilisbcreit cinsprang nick Herr Fraitt, Müller Darmstadt - halten. Im Anschluh an diese Vcranstalbmg finden glkichsalls in den Räumen des Pasmengarlrns zwei öffentliche Industriellenver- kaimnlungrn am 21 und 22 statt, in denen iprechen »»erde» am sannt», nachmittags ft 3 /« Ubr, Xr. Tiklrich Plauen. Syndikus der sranbt'lsfamiwr Plauen i, B ,,bcr „Tie zulünflige Gru'ialtung der deutschen Zoll und Handelspoliiil ' insheioudere Erörterung der Frage „inwieweit kann die rdc,Nische Grostindnstrie »och wetter ulit der Landnnrtschair zoll und handelspoliliich zujammcngehen?" Sonntag vormittags > l Uhr Dr, Andrcs-Frantnirk, Syndikus des Berbandes Mitteldeutscher Industrieller, librv: „Xie Tätigkeit de» Verbände, Mitteldenticher Industrieller im vergangene» (vkirtuiit' iaht" Xr. Streiemann Dresden, Prasidialiiiitglicd des Bundes der Industriellen, iiiwr: „Nrichc- und Wirtschastsaufgabeu" ** Das Gewcrbeblalt in, das Grostbcrzvl»,,, »leisen vom 20. März hat iolgenden Inhalt z Tag Gewöldebau'Verjähren, Tustem Buchheim L .Heister. Frantiurt a M. Grosth, .Zentrale für die Bewerbe, Spitze,» : Elektrotechnischer Fach kurs in Gießen, Xie Veranstaltung der Gelellenprüsungen Bibliothek, I »lewerbevereine Gau-OdcrnHeim, Griesheim, Lcngseld, Win,»teil. Tcchnisckze Lehranstalten zu Slienbach. illewerbcschule» Büdingen, Tarnisladt Handwerks!,>mm,-r zu Xarmstadt Bekanntmachlliig, bclr, Ncuerrichtung von »le icllenvrüsungsausjchüssen. ? Hauptversammlung der hessischen Handwerker Zentral Genossenichait ** 2» «-S soll der Junge werden V Xe, Siam zerbricht sich den Kops, Xie Mutier sinnt über allerlei schönen I»tunst, biwcrn. Sie möchte» gar zu gern a„S dem lieben Junge» etwas reilit Tüchtiges machen, ihn höher hinaus bringen, möglichst aus der Sphäre, in der sich die Eltern haben Plagen und mühe,: müssen Ei» Wunsch, der erklärlich ist, Aber meistens vergessen lie dabei eins, die Rücksicht aut des Jungen Xalem und Neigung, Es gibt wohl kaum ein Eltcrnpaar, das iür die Iukunst seiner ltinder Nicht besondere Lieblingsioünsche nährte, du- die Kinder in die Tat Umsetzen sollen. Taft solche Eltermv inschc nicht immer mit dem Talent und der Neigung der Jugend über ciuslimmen, ist klar Manches schöne «Talent geht so verloren, manche autzergewrihnliche Anlage bleibt »»entwickelt, wird als belanglos betrachtet der Junge soll sa Kaunnaun werden wie sein Bater, ober den Berui ergreife», der den langgehegten Liebst» gslrunich der Mutter darstcllt. Mein Wunder, hau man so viele Menschen trifft, die sich IN ihrem Berus unglücklich suhlen, aber es sind wenige, die Krall und Mut haben, in fortgeschrittene» Jahren eine Existenz solle» zu lassen und da zu begiane», wo sie IN der Jugend hätten anfangcn müiien. Es gibt aber auch verblendete Eltern, die die leiseste Regung einer Begabung bei ilircu hindern sür ung-wshnlick'es Talent auichen und in dem von Liebe diktierten Urteil der Beiter» und Basen sie Bestätigung sür dieses Talent erblicken, 'Aber auch solche sind nicht selten, die angensälligeni Talent gegenüber die Auge» »erschlichen, weil es nicht in ihr Programm pafti Beide sündigen i» gleicher Weise an schien Kindern ** Tvi» » st » b e » Wie tu de» Nachbardöiscr», so wur den auch, in »lein Linden in diesem Winter wieder einige Svinnstuben abgedalten Gestern abend die letzte. Zwar dort man daS ehrwürdige Spinnrad nicht mehr schnurren, doch werden immer noch, bei dieser »lelegenheit unsere schönen, alten Bolkstieder auigesrischt und ^eptlkgi. Hoisenilich hält man auch sür die Zukunft an der schönen Sitte fest *•' G e »I > > nde und W i r t s h a IIS. Es wird teil, Mensch, der „in die Welt passt", gegen eine ausreichende Anzahl guter Wirtshäuser etwas einzuwenben habe». Tie Wahrheit liegt auch hier in der Mitte zwischen Abstinenz und ihrem Gegenteil. Immerhin kann man cs Gemeinden, die an einer Uebrrzahl bo» Gastwirl- schaiten leiden, teineswegs verübeln, wenn lie sich über diesen Zustand beklaaen. Was foll man dazu lagen, wenn in mancher Stadt schon aus .30 Männer eine Verkanisstcile sür Alkohol entfälltV Bei der Militärmusterung im Jahre 1910 mutzten in einem solchen Crtc von den 32 Pflichtigen der Gemeinde 27 als unbrauchbar zurückgcstellt werden Wenn die Gemeinden solche Beispiele sehe», die durchaus lupisch lind und sich leicht vervielsachen lietzen, müssen sie mit der Regelung der „Bedürsnrssrage", wie sie meistens ge krossen ist, unznsrieden sein. Es wäre ihnen lieber die halbe Anzahl der Wirtshäuser, diese aber bestens auSgestattct, hygienisch ein- wandssrei, durch keine unlautere und skrupellose Konkurrenz be droht, also in bestem Sinne leistungsiähig, damii sic es nicht nötig haben, das an jeder Stratze ein Wirtsscknld winkt, dessen Inhaber nicht weist, wie er leben imd sterben soll Mit dieser An sicht stimmt der organisierte ttzastwirlestaiid auch überein. Es liegt also nur an den Konzessionsbehörden, die Gemeinden vor einem Nebel zu schützen ** E r> e 1 s e > d e >' M e ns ch . . Wie stark in Frantiurt das Bedürsnis ist, Wohltätigkeit zu üben, beweist das solgende Inserat in einer hiesigen Zeitung, Dame will ihre freie Zeit wohltätigen Zwecken widmen. Osf. unter W. 123 . -Bei der sprichwörtlichen TräUc der „wohltätigen" Einrichtungen Frankfurts ist es eigentlich verwunderlich, dast die edle Wohltäterin zu dem — Inserat greisl, um ein geeignetes Feld für ihren Wohltätigkeitsdrang zu iiuden. Es dark nichl wundernchmeu, wenn nach stenö eilt Inserat erscheint, das eine hohe Belohnung dein zusichert, der einer Tame Gelegenheit ,»r Wohltätigkeit gibt. Honny seit au, mal y pense! ** Kleine Mitteilungen Im Unnchallungshauscheu der elektrischen Stromleilung zu Beuern versuchte ei» Installa- teucr sich durch den Strom das Leben zu nähmen. Turch einge trctenen Kurzschlust mistlang jedoch der Versuch, so dast er ohne nennenswerten Schaden davon kam. — Wegen sorlwätnenden starken Regens mutzten gestern initlag in Friedbcrg die Grund arbeiter und Maurer die Arbeit cinstellen. - .Ömtc feiert das Ein paar Tainuel K r ä n> c r in N i e d e r - W e i (c 1 die goldene Hoch- zcil. Bei der Lberpastdirekiiooii zu Iraukinri ging ein Paket ein, das eure schon in Verwesung übergcgangene Kmdesleiche enthielt. — Xer etiva 42 Jahre alte Postzcidiener Jakob jtroi« bach in Raunheim hat sich am Freitag in seiner Wohnung erschossen, »achdem eine Untersuchung wegen Nntcrschlngnng von Mündelgetdern gegen ihn eingeleitet ivorde» war und er sich heule Ivegeu eines Fehlsbetrages von etwa 1000 Mk. veraittworlkii sollte. .In der Sitzung der Stadtverordneten z» Wiesbaden wurde der Haustwlisplan der ordentlichen Verwaltung mit >0 0.',2 133,33 Mark und der ailtzcrordeniliche» Verwaltung mit 3 895 820,43 Mt giitgeheitzen. Für de» Prinz-Heinrich-Flug lonrdest 30lXl Mark bereitgestellt Landkreis Giehen. Lich, 2l März Xie Grosth Hesniche Landivirk s ch ä f I l i ch c W > ii t c r s ch u l e zu L i ckl hat soeben ihren neunten Jahresbericht 1913/14 veröiscntlicht. Oessentlikbe Sckiliiftieie, liiidet am Xienstag, dem 24. März, nachiniltags 3 Ubr statt Kreis Scholien. - Lanbach, 19. März. Unter zahlreicher Beteiligung wurde gestern hier wieder ein Beteran, der Teicgravheii-Sekretär >. P. Karl V echter, der im Alter von 71 Jahren stand, ;u Grabe getragen, Ter Verstorbene nahm an den Feldzügen 1804 beim Ini -Reg Nr, 27 in Wittenberg als Sergeant, 1800 als Feldwebel beim Inf.-Reg. Ne. 07 in Magdeburg und an dem Feld znqc 4870 71 als Feld Xelegraphenbeamler in der Armee des Krön Prinzen teil. In dem Feldzüge 1800 würbe er in der Schlacht bei Königgratz durch einen Granatsplitter verwundet. Er war im Besitze des Königl Kranknordens I Klasse. Ter Kriegerveresn, der Schutzcnvercin, sowie der Geiangveici» „Eintracht", denen der Verstorbene anqchörte, erwiesen ihm die letzte Ehre. La» hach, 20. März. In der Gemein berat» ii tzun g am >7 l. Mts. wurde die T ch n l li a n s i r a g e an Hand des Gutachtens und der Pläne des Architekten Meyer aus Giesten eingehend besprochen. Xie Projekte liegen zur Einsscht ans der Bürgermeisterei vijen. Tie Frage wurde schon vor 30 Jahren durch den damaligen Kreisrat W o l s angeschnitten. »reis Friedherg. Butzbach, '21. März. In der Nacht aui Samstag st a i b der belannte Braucreibeiitzcr Hermann Melchior. Er stand ,m 43. Lebensjahre. '? P v h l - G ö n s , 20. März. Pfarrer R a u m a u n hielt hier aestern seinen Einzug. Ai» Abend wurde ihm von der Einwohnerschaft unter Mitwirkung des Gesangvercins ei» Ständchen gebracht, wobei Bürgermeister Kollmar den neuen Geistlichen begrüstte und ibm ein herzliches Willkommen bot. Pfarrer Naumann dankte iür die Ehrung und gab dem Wunsch? ans ein gutes Eiiivernehnicil Ausdruck. Gcrictftssaal. G setzen, 20, März, lSckwiicngericht.l Wegen Beleidigung des Stadtbaumcilters G. wurde der Xivl -Ing. P. M, zu einer ttzcldstrase von 40 ?M>. verurlcitt. M suhlte sich über Angabe», die der Stadtbaumeister G, gelegentlich einer stiidtlscheu Aus- schustiidung über ihn niachte. beleioigt und in seinen Interessen geschädigt und lieft sich zu bclcidigeiidcn Aeusterungen gegen den Stadtbaumeister hinrcitzen. Bei der Straszumessung ivar zugunsten des Angeklagten zu berücksichtigen, dast er subiektiv der Auslassung sei» konnte und inustie, es werde ihm sachlicl! schweres Unrecht zugeiügt, und dast er sich gei'chästlich schnu-r geschädigt iah, sowie dast er eine asien- bar impulsive Natur ist und die Aeusteruug in der Erregung getan hat. X-ao Gericht erachtet deshalb eine nicht lwbc Gelbstraie als ausreichende Sühne, indr-m es davon ausging, dast der Augeklaglc bei der ganzen 'Angelegenheit in Wahrung berechtigter Interessen bandelte, sich aber ,n der Auireqnng lediglich in der Form vergriki. I» den sonstigen ibm zur Last gelegten Fällen erfolgte Freitprechnug, G i e st e n 2l, März, lKriegsgerichi, Xer Reservist I. Ä. ans Allendort a, d. Lda. und 8 Genosse» waren locgen Vergehens gegen SS 101 „nd 113 des M St, G, B aiigellaat, weil sic ei»- gemein- iaine Eingabe a» das Peiirtskominando eingereicht batten, in der sie behaupteten, dast reibe Mililäruilichtige ihres Orte? »ch durch unlautere Llkitlei ihrer Xienftpilicht entzogen Härten, Es wurde ihnen zugestande», dast sie einen vermeintlichen Minstand zur Kennt, nis der 'Behörde hätten bringen wollen, weshalb Freiiprcchung erfolgte. m grostcn und ganzen Richtung naw unten unverkennbar ist. Wenn auch da» jeweilige Angebot kein drängendes war, io blieb doch andererseits bie Kaut lust noch geringer, Tic Zurückhalluiig des Prioatpublikums hält an und damit ist auch die lnrussmästiae Spekulation zur »ntatigkei: perdamnik. Zweifellos habe» die politischcu Erörterungen der letzten Zeit viel zur herrschenden Geschäslsuiililst beigetragen, die Ivesent lichfte Ursache der jetzigen »nbesriedsgenden Geschästsverhältniiie düene indes darin liegen, dast die günstige Rückwirkung, die mau von der flüfsige» Gestattung des Geldmarlkes aui die wirtschaitlich, Lage erwartet hatte, lich »och nicht cinzustellen scheint, »nd dast iPs!esondere in der Montan Industrie der leichte Aniar. einer Besfernng wieder geschivunden ist. Xie Vörie leidet zurzeit in der Hauptsache unter der llngcnnstheit, wann die Kansilnkturkurv, endgültig wieder nach oben gehen roird. Würde in dieser Beziehung grüneres Siertranen beersäien und würden die Hossnunge» noch de ltchen, die mau zu Beginn des Jahres gehegt halte, so würde man auch politischen Sorgen, die zun, mnideste» noch in der Ferne lie gen, weniger Raum gönnen, vuiial di- »> e l d l g g e weiter äustern lciäN bleibt und eine Antwortsbewegnng begünstigt Xie Anspruch. zur Monalsmitte haben den Marli laum berührt und auch dem Lnarlalsivechsel sieht man ohne Besorgnisse eiitgegc». Man re .i net mit einem Schiebinigssatz von 5 bis l', Pro, und mit reirh litlicm tzleldangebot, nivial der Bedari der Börse sich in normaler Grenzen balle» dürste. 'Bon BedeiNuiig wird es iür die Börse sein wie sich »ach dem Termin die Verhältnilse am Geldmarkt gestalten werden Xie Hoffnung, dast an der New Porter Börse eine freiindluhcre Aussasiung der' allgemeine» qeschöstlicheii Situation Eingang iiuden werde, ist in dieser Woche durch die schwankende Tendenz dieses Platzes, sowie durch di- Meldung von der Xiv! .dcnbenlasigkeit der Eolorado und Saulhernbav» von neuem erschui rcrt worden, umsoaiehr »ls gleichzeitig von neue» Tenstprozessen verlautele und auch die Berschte vom amerilauischen Eisenmarkt vor wiegend wieder nnbeiriedigeiid lauteten. Bon den übrigen Au? landsmärkten jehlte ebeniallls jede Anregung, Lonoau und Pari- zeigten sich vielmehr r erstinimt. einesteils w. aen der inner intliliide.. Verhältnisse, dann auch aui die iortginetzl, Baisse in braiilianiichen Werten. Von Einzelheiten im Pertchr ist wenig Bemerkenswert-. zu berichten. Monka »werte schwächten sich meist wieder et was ab, nur Rheinische Brauntohlenwerke waren ans die günstige Lage dieser Industrie gefragt und 10 Pro?, gebessert. Von anderen I nd » st r i r p a p i e r e n waren Zuckersabrikallse», einzelne Ma schinensabriken, ferner Dürr Röbrenkesjel aus den guten Abschlusz. tztttumulalaren Berlin, Schling Sveiseictt und Naphta Nabel be günstig! z im übrigen blieben die Umsätze eng begrenzt. Schiss s g h r t » a t l i c ii lagen aus die Ergebnislosigkeit und Vertagung der Verhandlungen über den SchissahrlSpool gedriickl. Privatdis kont 5‘/ Ie 'Prozent, Spielpinn des Sietzeoer Stadttheaterr. Tirc“ 72b,0 8.0 6,2 77 1 S 4 10 ’ , 21. <“ 729,6 5,0 5,1 79 SW 2 3 ' le-chter Nebe S'öihflc Tenweratuc am 19. bis 20. März 1914 8,4 Siiebtiflitc , , 19 , 20. . 1314 — 2 2’ , Niederlchlag: 1,2 mm. A n d e r Ingenieur Akademie zu Wismar (0 ft fee. beginn! das Sommcricmestei am 27, Avril, mährend am 1- April ein freiwilliger Vorkursus und ein Revetitionskursus ihren Anfang nehmen, Tie Laboratorien der elektrischen Abteilung und der Maschinenbau-Abteilung sind mit weiteren Lehrmitteln nach dem,Sianb heutiger Tcchuil und Wissenschaft kürzlich abermals per vollstäudigk worden. Im verilosfencn Wintersemestcr wurde von allen Abteilungen eine mehrtägige Exkursion nach Berlin unter Führung der betresscnden Herren Tazentcn mit grostcm Ersolg- nnternainmc», wo die Studierenden bei alle» mastgcbeudcn Stellen )ie beste Ausnahme faiibcn. b 13 /. *5 9 BS Erstes Hnnsbesit/.er 2.»°| 0 Rabatt W «A» ikfurts W u. größtes ringfreies Tapeten-Geschäfl Frankfurts Kein Ramsch! Keine Serienverkäufe! Nur neue reelle, aber billige Tapeten Vielfach Iiehthcstündlec Druckfarben. Tapeten........... ä Rolle von 9 Pfß. an Netto Echte I.InkruNta...... ä Meter von 27 Pfg-. an Netto Bnntsla»ers»ti. z. 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Reichhaltige Tages- und Abendkarte. Tm Ausschank: Eoibriin aus dem Konigl. Hofbrauhaus in München. Eiportbier aus der Brauerei Htidebrandt in PfnngsUdt. Weine nur erster Firmen. Mit vorzügl. Hochachtung Gießen. 21. März 1914. VTax Jaskowskv UNIONTHEATER 81 Seltersweg 81 Rahnhofstras&c ! I Hei 1 1 e bis in klu siv1 Dien stag : Der erste grosse Pathe-Schlager! Eine Riesen-Sensation .' Der König iler Lifte! Modernes Schauspiel in fünf Akten p i: RSOXR N : Frau Yah Der Flieg ntin . Mail. Sabrielh Bobicue von der Connklie francaise in....... iffaö. Brambach K. Mommsen Herr Alexandre von der Comcdie francaise Der Bankier Mommscn . . Herr Signcrot Aiigf'M-hen von seiner uro.-sztieigen dramatischen Bedeutung, bietet dieser gros.se Schlager- Film neben seiner hervorragenden Bedeutung den Heiz einer neuartigen Inszenierung. Die Handlung wirtt Fragen von brenuendeui Inler- auf behandelt das Fhurproblftin in interessanter \\ ei>e und gibt ein anschauliches l‘dd um dein Beruf der Flieger. Eine, Reihe sympathischer Charaktere passieren Revue. Die ergreifenden Erlebnisse der Menschen in dieser A n f s e li e n e r r e g e n d e n Film - Schöpfung fesseln unsere Anteilnahme im höchsten Grade Der ganze Film ist ausserdem nach einem neuen Verfahren in natürlichen Farben autgenommen Zwischen zwei Feuern Köstliche Komödie, in der Hauptrolle Teddy Zwerg-Pferde z«,. Interessante Tierst 11 die Köpkes Erholungskur Humoreske in einem Akt Das neueste Pathe- Journal Der beste aller Wochenberichte iTlui m iiosii ... in der Hauptrolle Morlt/. Prloce Für Samstag, 21., 3umung. 22., und Montag, 23. Mär; Ein amspwiles Sßnsalißns Prograniiii mii humoristischen Schlagern!!! Wochenübersicht <1.Union-Theater* Neueste-; miS aller Weil! Mode, Lport usw. Sensation!! Narrenliebe isf.Ä Hn s“ he Bubi und die schwarze Hand -..A",.- Gespielt von unserem Liebling, dein 5jährigen kleinen Willy. Aussonderung von Remitieren sehen wir die Litten und Gebrauche der Lappländer, das Einsangen der wilden Nenntiere mit dem Vasso. aunerdem gewährt uns der Anblick des fdiwedisch-norwegtschen GrenzgebirgeS. iowie die wundervolle Schönheit der nordischen Mittagssonne einen groben Genuh. Oocti die Elemente haiien. Znm Lachen. Bei diesem lustigen Stück kommt man vom Lachen nicht heraus. Svanncnd von _J Anfang bis Ende. J/um Lachen! Lustspiel-Schlager in 2 Akten. Znm Lachen! Reiirgefallen Alle hier vorkommcnden Szenen sind von gesundem Humor und cr;iclen wahre Wachttürme. Grone Heiterkeit erweckt die Szene zwischen dem Lcntnant der Reserve und dem gemeinen Soldaten. 3837u Die Direktion Siittlltf 3 him. IM DIBMST Liebigshöhe. Am Sonntag, «len Ä2. Här* Ulilitärkonzerf ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Tnfmitcrie- Rcgiraents „Kaiser Wilhelm’* unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löher. Anfang I'/, I hr. 1022121 Eintritt 4.» l»fg. Tierschutzverein Gießen ,°»u der Montag, den 10 . März, abends Nhr, in« Hotel Raiierbof stattfindenden urdentlichcn Generalversammlung werden alle Mitglieder, sowie diejenigen Herren, welche sich kür den Punkt 5 der Tagesordnung interessieren, hier- dnrch srenndlichst eingeladen. Tagesordnung: l. Aahrebbericht. ttiechnungoabiage. 5. Ergänzungvwahl des Borstandes. I. Anträge, welche ^ Tage vorher beim Borstande eingereich: »verden müssen. Bortrag und öffentliche Aussprache über Errichtung einer Fahrschule in Giefzen. 3h7t)D Der Vorstand. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Fm rsf fache BrauenitKÖ6tn>z traut seit länger denn .ittll Zah- r*n 6a; weltberühmteXoftritzer Sdjmntjtiitr, dar mit golbnen Mcdailltii und oitikn Anrzeich nungrn im ln »nd Auriandk ausgr;richn«t ist. KöftrUjer Lchwarzbier ist ein wirklich «r- pradft?, von ärzlllchtn Aularl- lälkn aiitrfannier Kraft= und chefnndiitllrdier für «raufe. Schwächt, Ilervöse, KIniarnit, Sleichiiichlige und ftilltnde Müiltr.- Stiundt.die färver- Ilch oder geistig angestrengt arbeiten, falten als bester und belömmlichiier Ifaurgetränf «östriyer Schwarzbier trinken, viel Sxieafl. wenig «Ilostol. Nicki füg. Achten Sie beim «ktm kaut ans dar gef. ge,ch .if laichen, «titelt mit dem Fürstlichen Wappen. M8 o In Siesten nur echt bei: h.kjeyne, viergrosthdlg.. wall^ iorstraste ö, .«fernfpredfer 522; Will). Baiiiaus, Landgaffc 25. Kittdergartenvereitt und Gietzener Fröbel-Seminar. Mittwoch, den 25. Marz, 8'/« Uhr, im Hotel Schub: Oefsentl. Vortrag von Fräulein Hedwig Hübner: Tie Kindergärtnerin und die : ^-röbelsrhe 5 tinderpflcgcrin : Eintritt srci. ÜÖ59D ('»»tihe und sehr willkommen. __ Der Vor stand. linnerduniDfrfin liefen. Die ordentliche [38!Mv Frii'ajahi-s - Mitglied«? - Vorsamailiinii findeI Lomrlnii, Sen i. April, abend: 9 Dhr, im Dolel Eotiler un t. rancoorbnuna: 1. Berichte. LRcchnunnöablage. L Vorstands- u. ?urnralsnmblen. 4. 2o i mersesllich- Iciicit. 5.EntlastungdcsRcchnersfür 1012/13. n. Anträge. 7. Verschiedenes. Anträge nehme ich bis zürn 1. 4.1 + entgegen.'.«ichrnnweiendeMrii, lieber sind nickt wählbar. — Ilm zahlreichen Betuch bittet __ Der I. Sprecher: tä. Mautuiann, Rechtsanwalt. WeiMbier-Brauhaus Gießen Früher Brauerei Fitrtsch. — .Inhaber S>attc Kirzingcr. »SÄ Ausschank meines ganz vorzüglich geratenen I Weizenbock 1 - an Qualität unübertroffen — ° 2 -' IDO au ergebenst e inladet Hans Kirzingcr. Zi'-lZielZie Ziel Ziel Ziel Ziel Ziel Zi TZiel ZielZielZielZiel Auf Auf Ziel Vul Ziel Auf Ziel! Auf Zi Vuf z: Auf Ziel \uf Zic Auf Ziel Aut Ziel \uf Zi Aul- Ziel Auf Ziel Unter strengster Verschwiegenheit erhalten Sic Auf Ziel (bequemste Zahlweise) Rflöbei und Waren Wohnungseinrichtungen Ohne Anzahlung nach eignem System. Offerten unt. 3860a an den Giessener Anzeiger. Vertreterbesuch ohne Verbindlichkeit. Kataloge gratis. 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Uhr: Bolksvreise! Bolksprcisc! MHeiäklberg Schaatviel >» ü Akten nun Lztilhelm Melier itärstcr. Ende »ach 6 Uhr. StbcndS 71 /- Uhr: — Gewöhnliche Preise: — Unter Mitwirkung d Kapelle des hieiigcn Ini.-Regiments .Kaiser Wilbeiin- Ar. llö. Neuheit! Neuheit: Mit Iicucr Ansstattung. Wie einst imMai Bosse mit Gesang in 4 Bildern von Rudolf Bernaner und Rudolph Schon,;er. Musil von Walter Mölln und WlUp Bredschneider. Ende 1V»/« Nhr. :!«1y