Br, 6 Ter Cfettwt XijtUu ftf(fefint täglich, ailtzer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich «IchenerZamilienblittek: iiweunal wöchcnlUireir- >»I,U fSrdeu Kreis «ießen iLienStag undFreilag): zweimal manail. Land- »»irlfchalUlcht Zeilftagen „eruiprech » Änjchlüne: tär die Redaktion 112, Verlag u. ßrctbitioa 51 Adreffe für Depeschen: «nzcigor «letze». Anaahaie »ou Anzeige, ‘üc die TagcSnummer bis vormittags S Uhr. Erstes Matt 164. Jahrgang 5rettage 20. März 19*4 General-Anzeiger für Oberhesjen 8otati«K56nd mi> Dtrlag »« SrühiZchcn Univ.-Such- un» 51ei«dr>lck«rei 8. Lange. 8t»aMon. Ln»cdition »nd Vrv-kern. SchvI-ratz« Z. De,»nonatlich75Pf^v>erteI- jährlich Mk. 2 . 20 ; durch Abhol»- u. .Zweigstellen monatlich So Pi-: durch diePost Mk.L—viertel» jahrl. ausschl. Bcstellg. Zeilenpreis: lokal löPj^ auSwärtö 20 Plenniq. ijchelredakleur: il Goen. Leraritwortlich für be t volit. Teil: Aug. Eoetz: für .Feuilleton^, ,Ber- mifchles' und.Gerichts- faal": Karl Neuratb: für .Stadl und Land": Kurt Bendt; für den Anzeigenteil: H, Beck. Die heutige Nummer umsaht 14 Seiten. Tagrskalender aus dem Jahre 1 d!I 4 . 20, Mar»: Blutige Schlacht bei Arcis für Nnbc. A«ballen fxrlicrl über 1000 Mann, — I„, Züdcn Gc'ccht hei Lhon. Bürgerkrieg im Britenreiche. Im englischen Ilnterhause hatte die Opposition feierlich erklärt, daß der Bürgerkrieg i 11 Ir land sicher sei. wenn die protestantische Pro» in: Ulster nichl von den Bestimmungen der H o m e r u l e b i l l ausgenommen werde, und aus Ulster selbst ist jetzt die zweifellos sehr ernst gemeinte -Ankündigung ergangen, das, dieser Bürgerkrieg an, Montag fernen Anfang nehmen werde. Der Lhrensädel, welcher dem ungekrönten »önig von Ulster, Sir Edward Earson, über reicht wurde, und dessen Klinge die Inschrist trag,: „Geschenk an sir Edward Earson von seinen Ulstersrennden, die über- »cugt sind, daß Gott das gule Recht verteidigen wird", feint zeichnet die Stimmung, die unter den sogenannten Oraü giften herriklst. Die Provinz lllster, nur die »ich per Streit bet dein >ioinerulegesetz dreht, ist die einzige in Irland, die eine prote stantische Mehrheit hat, stiach der Iählung der Illsterleute besteht die Bevölkernng der Provinz aus 89000V Protestan te» und 090000 Kalholiken, Ob diese Zählung zntrisfl, sieht dahin, aber jedenfalls sind die Glaubensbekenntnisse innerhalb der Provinz ungleich verteilt, Bon de» neun Grasschaf len weisen nur Anlrrm, t'lrniagh, Down und Derrn eine säst rein protestantische Bevölkerung aus, während in Fermanagb und Throne die Konfessionen gemischl sind, und in Tenegal, Eavan und Monaghan die üatbolifcn bei weitem nbcrwiegen, Merkwürdigenvcise gehören von den 99 Abgeordneten Ulsters im englische» Unterhanse nur 10 den Unionislen und 17 den irischen Rationalisten an, was freilich wohl auf die Mängel des englischen Wahlgesetzes und auf den irischen Wahlierro- rismus zurmkzniühren ist. Die protestantische Bevölkeriurg der Provinz Ulster hat von Anfang ait leivenschastlrch gegen die Honiernlebill protestiert mit der Begründung, das; sie bei der Trirchsührung der Zespstverwatlung Irlands von der katholischen Mehr beit unterdrnckt zu werden fürchte, und die Unionisten haben iich ihrer Sache angenoinmen. wobei sie zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, nämlich zugleich das liberale 1 abinett zu stürzen lwiiten. Als die Hornerchebill trotzdem zweimal vom Unlerhanse angenommen iourde, drohten die Mstcranrr mit dem Bürgerkriege, und diese Drohung hat auf die Regierung doch einen so starken Eindruck gemacht, daß firft der Ministerpräsident Asqnrth zu der ganz un.ze inöhniiehen Mastnabine bereit erklärt hat, das Gesetz vorder dritten und letzten Beratung noch einmal in einer dm Forderungen der Opposition wenigstens teitivcise entgegenkommenden Form »inzngestalten. Der neue Vorschlag der Regierung gehr dahin, daß jede der nenn Grai- ickiastcn befugt sein soll, durcki die Boitsabsninmnng zunächst aus leck» Ialrre snr suif den AuSschlns; der Wirksamkeit des Homernlegeseyes zu verlangen Wenn die Regh- rung glaubt, mit diesem Entgegenkommen, für das sie die Instiminnng der Irenparici nur sehr schwer erlangt hat, oie Opposition zu versöhnen, so hat sich das als eine starke Selbsttäuschung eriviesen, Ter Führer der Illsterlrulc, Sir rkdward Earson. hat, den Vorschlag sogar als eine „heuchlerische Dxraussorsernng" bezeichnet, und die Unionisten unter Bonar Law griffen diese Ablehnung schon deshalv mit Freuden aus, weil sie die Homernlcsrnge als da- ru-euy »eiste Handhabe betrachten, die Regiernnq zur Parlaments aiislösmiq zu zwingen und das liberale Kabinett zu stürzen. Dieses befindet sich in einer sehr heiklen Lage, in einer argen Zwickmühle. Zwar hätte es in der Hand, die Home rnlebill mit der von ihr vorgeschlagenen Abänderung im Unterbanse zur Abstinnnnng und zur Annabmc zu bringeu, denn die aus Liberalen, Iren und Arbelterparteikern de stehende Mehrheit hat das Heit in der Hand -Aber gerade das von den Liberalen dnrchgesetzte Parlgmentsgesetz, durch fvelches dos Veto des Oberhauses eingeschränkt wftrde, erweist sich hier als Hindernis, Diesem Gesetz zufolge er langt eine zweimal vom Unterhaus angenommene Bork igc nach zweimaliger Ablehnung durch das Oberhaus, falls sie znm drittenmal im llnlerhaus angenommen wird, auch gegen den Willen der Lords Gültigkeit, Die Bestimmung bezieht sich aber natürlich nur aus ein und dieselbe, nicht aus eine inzwischen loesentlich abgeänderte Vorlage, DaS Kabinett Asquith könnte also die Homerulebttl in der bis herigen Gestalt, nicht aber mit den neuerdings vorgeschla- genen Aenderungen znm Gesetz erhebe», DaS ist d i e -Z w i ck m ü h t e. Durch ihren Vermitt lnngsvorschlng hat die Regierung indirekt einaeräumt, datz die .Homerulebill die Provinz Ulster benachteiligt. Will sic das Kompromiß durchsühren. so ivnrde di d.rs Ober Hans zur grundsätzlichen Opposition entschlossen ist, der ganze Kampf um H o m c t u l c von »um begtri neu. Setzt sic aber die Bill in der bisherigen Gestalt in Kraft, so mutz sie mit der Gefahr des angedrohten Bürger trieges in Ulster rechnen, während sie in, anderen Fall die Gefolgschaft der ungedntdrg werdenden Iren za verlieren fürchten mutz, Tie Frage, wie die englische Regierung sich zwischen dieser Troll» und EhartzbdlS h ndirrchfoin den wird, tätzt sich schon deshalb nicht beankfvorten, weil der nächste dazu, nämlich Asquith, die Lösung noch nicht gesunden hat. Immerhin luIvb er nch vielleicht in Er- mangeluifg eines besseren Trostes ans die alte Erfahrung berufen, datz gerade die Revolutionen, welche vorher an- gelnndgit werden, selten ansznbrechen piiegen. Wir erhallen noch folgenden Bericht: London, 1!), Mär;, Das Unterhaus bot heute das Bild eines grotze» Tages, Bonnr Law und Premierniinister Asgnitlf lfieltcn ihre Reden vor einem dicht besetzten find gespannt lauichenden Hause, Der Tou beider Reden fvar matzvolt, aber naltfdrücklich. Ein »VN E a r > o » gegen die Regierung, be- iouders gegen den Marineministcr Eburchifl nnlernommener Angriff riet auf beide» Serien des Hauses Unruhe herov-, Svälee stellte der Rateonaliüeniügrer Denlin neuerlich seit, datz E»ri»n einstmals Anhänger oon >aoiaerule geweien iei. Earson sprang erregt aus und rief: Das ist eine iuiarne Lüge! lGrotzk Un- l iihe: Der Sprecher eriuchfe Earson, sich in feine» Ausdrücke» zn mätzigen. Earson erwiderte: Die Behauptinig war eine foiifeu!- liche Unwahrheif, (Erneule UnruheZ Delom nersnchfe, in seiner Rede sortzusahien, doä> dauerte der Tumult weiter an. Der Stfcrcher schritt erneut ein. und rvrderte die Mitglieder ix-s Hauses am, Vechviffici.: Angriffe zn lierineiacn, Tevlin ietzic hierauf feine Rede «mgetzäri fori. Er führrst a-rs, rs habe niemals eine größere Maskerade des Scheins oder des Betrugs gegeben, e.ls die Erzählung von dem Bürgerkrieg in Ulster, Die einzige neue C»t- Wickelung in der Lage ist das Anerbieten Bonar Lafvs, datz die Opvofition die Homerule-BiU annehmen würde, wenn sie durch eine Bolksalfffimmung gebilligt würbe Premiernnnisrer Äsguiih erklärte, er würde sich keiner 2 lu regnng oerfchlietzen und nahm Kenntnis von dem Anerbieten, Doch zeigen seine Eimvände gegenüber dem Grundiatz der Bolisabstii» »mng. datz Lafvs -Anerbierrn fvahifcheinlich nicht angenommen fvird, Bonar Law beantragte ein Mitztranensvotm», i» dem er- liärt wird, das Haus bedauere die Weigerung der Regierung, Vorschläge zn dem Zufatzamrag zur ,Ho»ierule-Bill zu wachen, uno meinte, datz biete Vorschläge vor der Wiederaufnahme der zweite» rriung gf lifoafi U'rroen muorrn, oifiim ea » 1 juyu, un > heute weit gefähriickrer als sie je gentefen, und wenn ein Ausforg gesunden würde, io sei es durch ein Mittel, das er ganz und gar nicht voruussehen könne. Wenn jedoch der Grnndfap der Bei fländigung darin bestehen sollte, datz die Msterlenle nach dem -Aus fchlufse automotiicb unter die Homeenl Bill gebrach! werden sollte», so müßte die Ovvosition dies vollkommen gblehnen, Prenüerniinister -A i a u i t b fwederholle die Vorschläge der Re gieruno vom 0, d, M Er fügte hinzu, er lfabe Kenntnis voir den Borfchlägen Bonar Laws genommen und frage, ob Ulster das Ergebnis einer Volksabstimmung annehmen foülbe, Earson umerbrach ihn und sagte: Wenn Asquith mir eine» endgültigen Vorschlag macht, so will ich Antwort gebe», Asquith richtete im »feileren Verlauf seiner Rede einen ernsthaften -Appell air das «aus, zu bedenken, daß die neuen Vorschläge den einzigen Weg böten, der -Ho'inung aut eine dauernde Verständigung gäbe, Earson erwiderte: Tie Regierungsvorfchläge i» ihrer gegenwärtigen Form find nicht wert, oön Ulster in Erwägung gezogen zu werden. vüntscbe» Neich. Der Kaiser besuchte am Donnerstag vormittag den G r o tz a d in i r a l v. D i r p i tz , der am 19, d, M. seinen Ge bnrtstag feierte, DaS a n g e kir n d i g t c E t a t n v t cs e s e tz ist dem Reichstage am Donnerstag z»gegangen, E r m ä tz i g n fi g der S t e u e r zu fehl ä g c in Preußen'? Fm Budgetausschuß des preußischen -Ab geordurtenlsause-s wurde am Donnerstag bei der Beratung des Voranschlags der Verwaltung der direkten Steuerrr aui die Frage, ob nicht infolge der Wehrsteuerveranlagiing größere Erlrägc und dadurch die Aushebung odrr Er Mäßigung der S t c u e r z u s chlä g e zu erwarten seien, bczw ob die Rrueinbringung einer Steuernovelle be- vorstche, voif seiten der Regieruifg erklärt, die Hochkon junktur fvcrde steuerlich im Jahre lüll nickt! mehr voll in Erscheinung treten, andererseits sei die Wirkung der Mehrsteuer berücksichtigt, aber ln den Zeitungen seien lieber treibungcn erfolgt. Ein Uebcrblick über die Ergebnisse der Wehrstenervcranlagung liege noch nicht vor: KAehreinnah men seien allerdings zu erwarten» dagegen werde die Rachstcncr der vorigen Jahre in Fortfall kommen. Der Finanzminister erklärlc. die Aushebung oder Minderung der Tteuerzuschläge mit jährlich <2 Millionen Mark könne nur ani gesetzlichem Wege erfolgen. Entbehrlich seien sic nicht, nafncntlifch foerde die Wehrstenerverankagnng keinen entsprechenden Ersatz bringen, andererseits ständen Mehr ansgabr-fi des Staates bevor. Die Vorlegung einer Steuer- Novelle sei ahne endistiltige Regelung der Steucrzuschläge nickfl tunlich und stehe derzeit Nicht in Aussicht- Dir- Lücken seien infolge der Reichsgesetzgebimg einigermaßen aus- gefüllt . I m p r c u tz i s ch c n A b g e o r d n e t e n h a n s kam am Donnerstag nach weiterer Beratung des Eiienbahnvoran- schlags das G r u » d t e i l » n g s g e s e tz an die Reihe, Land wirtschaktsminister F-rhr, v, Schorle me r begründete den Entwurf- Er bezweckt vor allem, der Entvölkerung des platten Landes 311 begegnen durch die Erhaltung und weitere An setzuttg von Bauern und ländlichen Arbeitern, besonders auch da, wo die Aufteilung größerer Güter snr die Zwecke der inneren Kolonisation in Betracht kommt. Dem gcwerbs mähige» Gütcrhandel. der >a in der Tat nichts anderes als Grundstücksschacher ist, jpielt der Entwurf allerdings übel mit, da er jede Zerschlagung einer land- und sorstwirtsehasl- lichen Besitzung, an der jener beteiligt ist, von der Genehmi gung der Behörde abhängig macht. Auch die Bestimmungen über das Rücklrtttsrecht werden ntanchenf -Angriff ausgesetzl sein. Das sieht auch Herr v, Sckwrlemer voraus, cr tröstet |.\ti indes mit dem bäuerischen Güterzertriimmerungsgesetz, Napolrsn als falsch münz«r. Im Jahre lKOik sagte Ravalcan ,n Schönbrunn kurz vvr drm Friede,fsichlm: zn fira, Bubua, dem Iflencrakadiulantcn >fv„ Kaiser Franz: „Ihr werde» noch vierzehn Tagt verlieren und dann dockt auf meine Bedingungen ei »gehen Ihr könnt die ff-iaor, die Euch drobl. gar nickt übersehen. Ich habe 200 Milli.men Bankozeilr! m FronlrOch macken lasten, die ick in Umlauf brm gen werde »nd sobald der Krieg fvieder beginnt, werde ich wer die Fabrilaiion wieder cinridncit." Navolcon nrau eilt a l f (fym ü 11 ,»c v. icun er Itev; Oeuitlidv in Paris Geldnöten fremder Staaten, mit denen er im Kriege lag. drucken. Wie freit das ging, zeigt August Fournrer m der „Oefterreichischcn Nlmdschau". ^'b Napoleon ;nnc Ad irckl awi'k,esühn W, Greift man nickt, jebcufalu aber »durfte cr 1813, als Eugen Peauhanrais als Dizckömg von stauen üntq gegen Lefterreich führte, ihm eine Million Wiener Papiergeld. ^ t . 1W1 , . Tre Verbündeten erfuhren den Betrug eilt 181.4 nach Napoleons §kur-. Dia dadurch entftandeue Unruhe und llnttarbeit iourde erst durch einen h ü ch ft i u t c r c ) f a n t c u Bericht des Grafen Bombelles, des österreichischen <>iefrffi»tstragers in Frankreich geklärt, der solgendermaften lautete: Paris, den 26. September 1811 . ..Bereits irrt Fahre 1809 fing man an. falsche Bankorcttel ',u verfertige:», und fuhr d«nnit bis ,;nnt Zeitpmrkt der .'öctroi Napoleons mit der Erzder.;oqin Maria ^our,e *. \\ «ort. mo alles unterblieb. Ihn diese Seit begann tue Ber»cuirf.uug «.er Nubeln und zwei Monate spater jene der engluchen Bankiioteu. Im Jahre 181:> sing mau abermals an. bic o,terre»chi,rf»en Einlösungsscheine uack:umacbcn, und zugleich ahmte man auch die unter dem Namen Papiers de eoalition besonnten 4-aprere »»ach. die jedvrf; »»irf't i»r Umläui gelebt iourde:». Tre im ^ahre 1809 verfertigten falschen öfterreichiichen Bankozettel waren gron »enteils von 500 und 1000 Gulden, und man hat deren »ur 40 Millionen Gulden nachge»nacht. x \vbewn glaubt der Polizeiminifter. daß man nur menige davon in Umlaut gesetzt habe, weil n»ai» »u sehr' besorgte, entdeckt ^u tverden. ».»e v. Bengnot schlicht seinen Bericht an drn König tuit der Bemerkung. dast die sremdar Höfe, denen man die Instrumente und Platten ausliesert, nackdem dieselben durch Essig und Srfie,dc.v«ls,cr »um Gebrauch untauglich gemacht morden, volttommen versichert sein dürfen, datz die mit Wasserzeichen versehenen sowohl als alle übrigen ,»u dieser Verfälschung bestimmten Papiere ihnen nur darum nickt übergeben merdcn, »veil sic vernichtet worden mib nickt mehr aistieren: das; der Charakter und die Denkungsart des Königs ihnen die sirfwNte-Bürgschaft sein könne-», dah ähnliche Staatsverbrechen unter einer Regierung, wie die dermal igc. wo sich niemand »vk'der um sie an;ubeschleu. »»och um sie auszusühren, findet, ^ewis; nie wieder statthaben werden. H. Beugnot ersuchet endlich M. zu befehlen, die weitere Untersuchimg über eine Angelegen heit ^l» nntcrdrückcu, in die man die vorzüglichsten Staatsbeamten verwickelt finden würde. Der wahre und eigentliche Fakschmürner, fügte er hinzu, ist Napoleon: alle, übrigen dazu verwendeten Personen sind mehr der Schtväche und Feigheit als der Betrügerei, zn besrfmldigen. Irf, bitte E. Ezz. mir gesälligst die Weisung erteilen .zu tvolleu, wie diese Platten am sichersten uack Wien zu befördern sein dürsten. denn ihr Umiang und Gewicht ist zu beträchttirf», als dast einer unserer Kouriere sich damit befassen könnte. Ich schätze nlich glücklirf», das; cs mir gelungen hat. zur schleunigeren Beendigung eines Geschäftes bcizutragen, das, ohne die Mitwirkung des Grafen von Blacas, noch unter der Zahl derjenigen wäre. die. wegen der unendlichen Verzögerungen des Fürsten von Dallevrand, nie zu Ende zu bringen find. Bvmbelles." Niaraus geht hervor, dah Napoleon scholl im Frühjahr 1810 mit einem Krieg gegen Rußland rechnete, da er Rubelscherne an- fertigen lieft. Man sieht, daß er auch hier nach seinem Grundsatz verfuhr: „Ich bin nickt ein Mensch wie ein anderer, und die Gesetze der Mvrol und Sitte gelten nirfft tut mick." A m n n d s e n . der von Berlin nach Chriftiania zurück- kehrte, erklärte, daß er feine dcordpolsahrt wegen des Zustandes der „Fr'am" vielleicl)t nocli um ein Jahr hinausschieben müsse. Es sei zweifelhaft, ob die „Fram" in diesen Tagen San Francisco erreirfren werde. Dort müsse das Srfnfs gereinigt werden. Falts es San Francisco nicht bald erreichen könile. sei es gewagt, die Expedition noch in diesem Jahre auszusühren. Bekämpfung der Tuberkulose in England. 'Zllut Srfmtz der Gesundheit der jugendlichen Arbeiter sind m Eng Inub nachahmenswerte Bestimmungen getroffen. Alle Jugendlichen, die noch nitfit 1(5 Jahre alt sind, müssen sich vor Eintritt iit die Fabrik von dazu bestimmten ?lerzte»l untersuchen lassen und dürsell in die Betriebe nur eingestellt werden, wenn sie ein Gesundheits atteft aunveisen können. Findet der Arzt Keime beginnender Tuberkulose. so muß er dos Attest verweigern, selbst loenn die Kranken durrf) die Beschäftigung iit der Fabrik nicht gefährdet iverdett, da eine Ansteckungsgefahr für die übrigen Arbeiter besteht. Ilm den Jngettdlichcn ihre Gesundheit wiedcrzugeben, lvird angestrebt, sie zur Behandlung den» Gesundheitsamt ihres Wohnsitzes zu überweisen - Äugetlblicklich sind sie ohne jede Fürsorge, da die Bersiche- nlngsgesetzgebung in England im Gegeitsatz zu der Krankeilversiche rnng bei uns in Deutschland erst die mehr als sechzehnjährigen ibrenl Schutz unterstellt. Wieviel Gutes dir Bestimmung schatten kann, gebt schon daraus hervor, daß die Fabrikärzte jährlich 40 000 Knaben mid Mädchen vor ihrem Eintritt m die Fabrik untersuchen. Bei genügender Fürsorge für die Erkrankten muß durch diese Maßnahmen eine Möglichkeit gegeben sein, die Tuberkulose zu bekamp sen, oder wenigstens ihrer weiteren Verbreiiiulg entgegenzuarbei teu. Gewiß umre für Deutschland eine ähnliche Maßnahme, zum Schlitz der jugendlichen Arbeiter sorvohl wie der Gesamtbevölkerung sehr zu wünschen. Kurze % achrichtcn au •> K u u st und Wissen- f di et»t. Dem österreichischen Forscher Sellin ist es gelungen, in Palästina die Stätte der Stadt Sichen» zu entdecken. Sellin machte Funde aus der kananitisrf)en, svätisraeliti'chen und Hellem stiscken Zeit - Der Vorstand der Internationalen Ber einigung iür Krebsforschung (Vorsitzender Pros. Tr. Johannes Fibiger, Kopenhagen) und der gel'chästssührende Aus schuft der Internationalen Vereinigung (Vorsitzender Minifterial" direktor Kirchner, Berlin) werden zu einer Sitzung am 9. Mai d. I. in Ber kill zu; amment reten. Herr Johann, der Arzt der Frauen, eine tragische Komödie voll ?l.lwin Zorn erzielte bei ihrer Uraufführung im Stabttheater zu K a t sats - lautern einen starken Erfolg. das bte gliche» 'FefummuHgcu hat, hie fk& dort durchaus bewährt haben folfen. ISr hak fei«« selbst Bedenken gegen da- in de», Entlvurs vorgesehene Vorkanssrechl, soweit eö in »rivatrechtlickie Berhältnisse einzuqreijen droht, erhofft von ihm aber audt wesentliche Vorteile, so die Erhaltung des bodenständigen Besitze«. Uederdies toill die Regierung das Vorkaufsrecht nicht selbst ansüben, sondern es den Sied- luiigsgefellschaften überlasse». Die Konservativen stehen dem Entwurf, ivie sich aus der Rede des Abg. Dr, v. Krie s ergab, vorläufig sehr reserviert gegenüber und be Kalten sich die endgültige Stellnngnnlime für den Ausschuß vor. An erster üiiiie sind es das Rücktritts- und das Vor kaufsrecht, gegen das sich ihre Bedenken richten. Freilag >oer den die übrigen Parteien zu Worte kommen. DaSprenßischeWohnungsgesetz. Ter ll. Ausschuß des vreuti. Abgeordnetenbanfes hat die Bestimmung, dag für Ge- ineiichen init über lOOltOtl Einwohnern ein Wohnungsamt zu errichten ist, mit einer redaltioaelten Aenoerung aiMomiiim. Die 'Seittmmuiiq bet, die kleineren Gemeinden wiirde tzabin geiaht, dar, in Gemeinden mit 50000 bis 100000 Einwohnern die Errichtung eines Wolmungsanues oder die Ansleltnng von Wohnnngsanifeherii, in Gemeinde» von 10000 bis 00000 Einwohnern die AnsieNung von Wohnnngsauffeherii von der Äniiicknsbehviüe aiigeordnet werden sann. Unter Ablehnung aller Adandernngsanlräge lvurde sodann der Rest der Bestimmungen über die öriliche WohiinngSani- licht soivie die Beflimninng über Bezirks Dohnnngsanifichtsbeantte in der Fasiuirg der Vorlage augenonime». — Damit ist die erste Lesung des Wobnnngsgesetzes beendet. Die Schitsbarista cl) u u g desObe r r h e i n S, An der Sitzung de'c badiicheii Zweiten Kainnier ani Donnerstag erklärte der Minifter des Innern Freiherr vo n u n d zu Bodman auf eine Anfrage betreffend die Schifibgr inachnng des Lberrhesns: Air find tiickil allein in der Lage, die Rheinregulierung durchznsnhren. Air beiindeii uns noch ini Stadiuin der Studien, ob das Unternehmen wirtschal! lich auch rentabel ist. Gewiß ist, das; unsere Eisenbahnen große Verluste erleiden würden. Ein Wettbewerb für die Schiffbarmachung des Rheins von Basel bis Konstanz ist ausgeschrieben. Voraussetzung ist natürlich die Lckiillbar inachung der strecke Straßburg Basel. Durch die Reg» lierung des Rheins würden 200 ktOil Pferdekräsie geschassen, die zwischen Baden und Elsaß-Lothringen zu teilen lvären. Ter Rheinreguliernng bis Konstanz stehe die elf aß lothringische Regierung nicht inmpathisch gegenüber, da sie eine Schädigung der Handelstitteressen Straß burgs befürchte. Air können aber keinen Pfennig für den Großschissahrtsweg bewilligen, wen» er in Basel enden soll, er muß vstlmehr bis Konstanz dnrchgesührt werden. Ferner muß die Schweiz ihrerseits zu den Kosten beitrage», auch für die Strecke Basel- -Straßburg, da die Schwei; dann direkt mit der Nordsee verbnnden lvird. Wesentlich ist ferner, daß Holland z» den Schissahrtsabgabe» feine Znstlmmilng gibt. Eine Einwirkung auf die elsaß-lothringische Regierung steht uns nicht zu. An der kühlen Snikipaihie Elsaß-Lothringens kam immer wieder zum Ausdruck, daß Elsaß-Lothringen lein Anteresse habe an einem Wasserstraßenansban, der am Elsaß vorbeiführt. Aber den Interessen Strnßbnrgs stehen die Anteressen des ganzen Landes gegenüber. Wir haben sür die Reguliernng des Rheins bis Straßburg große Opfer ge bracht, obwohl die Befürchtung nahe lag. daß M a n n he ims Verkehr leiden würde. Unsere Sonderinteressen haben wir znriickgestellt, und >vir dürfen deshalb erwarten, daß auch das Elsaß, uns gegenüber frenndlickt handelt. Der Ban einer Wasserstraße bis Konstanz ist »ach Ansicht der Dechniker n u S t ü h r b a r. Die Schissbarmachnng des Rheins von Breisach bis Bafel ivürde 105 Millionen Mark kosten, wobei 00 Millionen Mark aus die Schiffbarmachung und 35 Millionen Mark auf die Anlage von Wasserkraftwerken entfallen würden. An der an die Regierungserklärung sich anschließenden Aussprache brachten sämtliche Parteien der Zweiten Kammer ihre Freude über die Einigkeit des Hanfes mit der Regierung in dieser Frage einniülig zum Ausdruck und erklärten, daß die Jchifibarniachung des Rheins bis .gonstanz und die Erschließung der Wasserkräfte mit allen Mitteln zn fordern seien und daß man hoffe, die bestehen den Schwierigkeiten überwinden z» können. Die n a t i o n a l l i b e r gck e il Fraktionen des m ü r t t e m b e r g i i ch e n und des ha d i s ch e n Land tages hatten am Mittwoch in Pforzheim eine Zusam menkunst. Es beteiligten sich daran 20 Abgeordnete. Zweck der Veranstaltung ivar, sich persönlich näher kennen zn lernen und sich über einige besonders aktuelle, beide Staaten gleichermaßen berührende Fragen auszusprechen. Im Mittelpunkt der Beivrechnngen standen Erörterungen über die Dona n- versickerung und die Neckarkanalisation. An die Aussprache schloß sich ein gemeinsames Abendessen an. Ter s r a n z ö s i s cki e M a r i n e i» i n i st c r M onis hat seinen Rücktritt gegeben. Mil d er Leitung des Marinen»»,-- sierinms wurde interimistisch Kolonialiilinfttcr L e b r u n betraut. Staatss e k re lä r Grey über Englands auswärtige Polittl. Am englischen Unterhaus hielt Sir >Ed>v. Eren eine längere Programinrede. Er sagte darin n. a.i Er erinnere gern daran, daß das Kriegsbeil nicht irur begraben, sondern jetzt vollständig außer Sicht gebracht sei. Oke!) ging dann aus die M i t t el m e er s r age lein lind fagie, Churchills Progranim könne nicht als ein Anf- geben des Mittelmeeres bezeichnet werden, aber England könne nichr überall eine außerordentlich hohe Flolteninacht tnksitzcn England tonne im Mittelmeer keine allen anderen Mächten überlegene Flotte ansrechterhalten. Ter englische Standard muffe dort offenbar jo hoch sein, daß er jeder wahrscheinlichen Kombination gleickikomme. lieber die Beziehungen der Flottenstärke zur auswärtigen Polilil jagte der Staatssekretär: Wenn Sie aus einen Standard der uölligen Ueberlegenheil über alle andere,^Mächte zusammen hinaus wollen, dann ist Ähre auswärtige Politik Verhältnis lnäßig einiach, wenn Sie aber nicht darauf hinauswollen, muß Ähre Regierung ihre Politik so einricküen, daß Eng- land in feinem Augenblick eine Kombination gegen sich hat. der seine Flotte nicht gelvachsen wäre. Die Politik Englands der Türkei gegenüber besteht jetzt, wo der Friede her. gestellt iit, darin, daß wir unseren' diploinatisckw» Einfluß brauche,i. um die Unverletzlichkeit des türkischen Besitzes zu wahren Die Regierung tonnie nicht in die Finanziers dringen, der Türket Geld zn leihen, und wenn die Türkei ein Anlehen aufzuiiehinen wünschte, so mußten die britischen Bankiers darüber selbst entscheiden. Die Regierung har von der Türkei noch ivährend der letzten Aockwn die ausdrücklichsten Versicherungen erhalten, daß die Türkei ihr Haus selbst in Ordnung zu halten wünsche, keine aggressiven Absichten habe und nieder den Frieden verletzen, noch innen Rachekrieg in Europa beginnen wolle. Ich glaube, diese Versicherungen stellen die aufrichtige Absicht der gegenwärtigen türkischen Regierung dar Die britische Regierung konnte gegen diejenigen, die der Türkei Geld vorstreckten, keinerlei politische Einioeiidüngen erheben: diese Finanziers taten das in dem gegenwärtige» Augenblick ans handelt politischen (gründen. Ans die Einzelheiten der armenische» Frage kann ich nicht eingehen. aber der armenische Resorm- plan ist soweit gefördert, daß ich glaube, er hat in seinen wesentlichen Punkten die Zustimmung der Mächte und der türkische» Regierung gesunden. Ack) hasse, daß er bald genehmigt wird. Die türkische Regierung hat erfahren, wie sehr sie durch ihre schlechte Regierung in Mazedonien und in den verlorene» Gebieten in Europa verlor, und lvie lvesenllich es wäre, die Lehren, die sie in ihren europäischen Provinzen bekam, aus die asiatische» Provinzen anzniven den. Das Abkommen über die Aegäiscben Inseln ist non Arie chenländ bereiiwillig angenvmnien tvorden Sollte es i» der Zitknilst einmal in der Türkei in feindlichem Sinne an- geiuandt werden, dann würden die Shnipckthie» Englands immer ans seiten derjenigen Maßnahmen stelze», die zur Sicherung der Türkei gegen solche Umstände getrosten werde», dereli Entstehen all« dem Abkommen der Mächte nicht beabsichtigt loar. Der r n in ä nische T h r o » s o l g e r P r i n z Ferdinand ist, wie ans Bukarest gemeldet wird, mit Ok- mahlin nach Berlin abgereist. Ans Stavt u»d Land. Gießen, 20, Lstärz 191 Städtische Rachrichtenämtcr. In viele» Stabte» des Reiches ist jetzt ei» städtischer Ra ch r i ch t e n d > e » st eingcstihrt, der direkl unter der Leitung der Oberbürgermeister steht mid den ;5u>e(f hat, ohne Entgelt der Presse Nachrichten über städtische Angelegeliheiten zu übermitteln. Dem N a ch r i ch t e » a in t jällt i» erster Linie sowohl die Ab t a s s u n g als auch » » e » t g e l I l fch e P e v ra i 111» n n »tut Nachri ch- ! f » ans der gesanite» Ttadtverlvaltnng an die Presse zn, ierner die Erteilung von A u s k» n i t e n über Vorgänge i» der Stabt» Verwaltung n» die Presse und die Entgegennahme ihrer Wünsche und Beschwerden, iowelt sie iitlt ani die dienstlichen Beziehunge» der Siadtgemeinde zur Preise beziehen. Daß diese Einrichtung, die ivwohl der Städtverwälinng wie auch der Presse selbst die beste bl e w ä h c gegen sali ch e Rachrichte » bietet, immer inehr Nachahmung sindet, darüber gibt uns ein Tekegramni Auskimst: Karlsruhe, 20. März. Nach dem Vorbild anderer Städte ist »NN auch in Karlsruhe ein städtisches Nachricht e n a m t errichtet und damit eine Einrichtung getrosten tvorden, wiesieder Staat ! n r d i e E r s ü l l II » a seiner A it f g a t> in schon feit A a h r zehnte» besitz t. Ein anderer Punkt ist es aber, daß die Zeitungen durch diese Nachrick!e»überi»itll»»g gar zu leicht beeiniluV werden, zum Sprachrohr der Verwaltung herabstnkeit und jede Kritik an städtischen Dingen verlieren. Von diesem Slanvvnnkt ging eine Ver s a m m l n ii g in Franks» r t ans, die zur Berat,mg der Frage ziisainniengetreteii ivar, nnd kam zn dem Entschluß, alles beim Alte» zu lassen, wenn man nicht eine großzügige n iid der Presse in jeder Beziehung dienliche Einrichtung l chatten will. Unser Frankfurter Mitarbeiter schreibt uns darüber: - 3 i aiOiun a. M, IS. März. ;iu der beabsichtigten Errichtung eines S l ä d I > s ch e >EA a ch r > ck l e n a in t r 3 nahni heule eilte vom Aonrnalisten lind Schriststeljerverein einbernienc Ver s a m m l ii n g van Magistralsmitgliedern, Stadt- i'crotbiinfn, Pressevertretern n n d Berussio » v null st c » Stellung. 'Nach einem Bortrag des Redakteurs F l e i - i ch e r wurden die Wünsche der Presse dahin sestgeiegt, daß das geplante städtische Nachnchlenaml ani die Dauer nur dann Ersprießliches leisten kann, ivea» zn»i Leiter des Amtes ein ! ü ch 1 i g e r B e r » i s j o » r n a l > st bestettl ivird, loenn das Aml aut großzügiger nnd leisinnqssähiger IKrundlage ans- gedant wird: wenn keinerlei Verluche gemach! werden, bei und nach Errichtung des Amtes die selbständige Stellungnahme der Presse zn allen liädti s che >t Fragen zn erschweren, nnd loenn schließlich die ganze iRlsä ästsgebarung des Amte? sich »ach dem Grundsatz richtet, in verständnisvoller Weise iiir die Preise nnd »nt der Presse zn arbeiten, nnd die Presse nicht ä I s ein An st r n m c ii < z ii r ll III e r d r ü ck n li a jeder selbständigen K r I i i t a ii den st II d ! is ch e n Dingen betrachtet imrd. Die Versammlung, stellte fid ans den Standpunkt, daß man es lieber beim Allen lasse» soll, wenn man nicht linbedingt an der ertchtistling einer großzügigen und der Presse in jeder Beziehung dienlichen Einritt,tung teilIiaiteit will. Eine im -inne dieser Forderungen gebaltene Enlschkießiing sand einmütige Annahme. ** Tage Skalen der Oie Freitag, de» 20. Mürz: Stadt- theater: .Tie Frau des KonnnaiidenrJ." Anfang 8 llhr. ** Prinz Heinrich der Niederlande, der gegenwärtig Ortschaften in Lberhessen besichtigt, stattete auch Butzbach einen Besucki ab. nni Rathaus, Markus-i lirche. Marktplatz u. a. in Augenschein zu nehmen. * Offene Lehr e r st e l I e. Erledigt ist eine Stelle für einen Oberlehrer mix Lehrbefähigung in Mathematik nnd Physik an der Oberrealschule am Stadthaus in C s s e n b a ch. Bewerbnligen sind bei den, Fürsten zn Asenburg und Büdingen in Birstein einznreichen. ** Lehrerko n serenz des Bezirks Ei ie ß e »- Land linier dem Vorsitze des Kreisschulinipektors Pro- feffor A lies fand am Donnerstag in der Turnhalle zu Großen Linden die Lehrerkonserenz des Bezirks (Kießen-Land stall, an der als Gäste Seminardirektor i. R. Onentell und Pfarrer Schulte teilnahmen. Lehrer Schmidt aus Grvßen-Lindeu hielt die Probelektion über den Unterricht in der Elektrizität. Es wurde ein Ausschuß ernannt, ivelcher die für den Vvlksschnlimterricht notwendigen Versuche und Apparate answählen nnd zusaliimenstetleu soll. Tie Apparate sollen dann bei einer späteren Jnsammelikunst vor- gesührt iverden. Tie n ä ch st e Bezirk konser e n z sindet in G i e ß e n statt, Lehrer Linden st r u l h Gießen lvird eine Probelettion über den freien Anssatz, Lehrer Keller Lollar einen Vortrag über den biologischen Kursus in Friedberg halten. Die Kreiskonserenz ivird ebenfalls in Gießen abgehalten iverden: ein Vortrag über ei.verimen teile Psychologie ist vorgesehen. Tie kürzlich in Tarmstadt gehallenen Borträge über Rellgionsunterricht sollen ans all- genieinen Wunsch der Lehrer nächstens auch in Gießen stan- iinben; mit dein Konsistorium wird darüber verhandelt. Vortragende sind Träger und Dr. D i e h I - Friedberg und T o l l i n g e r Oberkleen. Ter Vorsitzende teilt mit, daß die Fortbildung s! p a r k a s s e n z. B. Heuchelheim und (Kroßen-Linden - sich sehr bewähr: haben und empfiehlt weitere Elnsührnng. Ter K u a b e n h a n d a r b e i t Be rr i n hält vom 2. bis 7. Anli und 0. November bis >!>. Tezember Kurseab. wozu er die Lehrer einladet. Ter Vorsitzende wies 0,2 Verlranensinai», für den Kreis Gießen aus die Aung- deiilichlandbeivcgung nnd die Mithilfe der Lehrer hin, woraus slck> eine große Anzahl der Lehrer als Mitglieder an- meldeteii. Ein Essen im Saale des Gastivirts Schnnm be- tchloß die Zusammeiikiintt. K r i e g s s ch n l k» I l e. Die neue» Kriegsschnlkurse daneru m vaiinover von, lg. Februar bis tzl Oktober, in Bers- Atärz bis 22. November und ber in Metz vom -2- -Nar» bis -' Dezember d. A. Einberuien ilnb nach Hannover: D'., Fähnltche aller Watten, darunter von der 20. Division der Fälinricn vour N. 118. itaef) öcrdfclb 141, davon, btc c-sohnriche v a a n \i c r vom -.X. 118. P rin; M a r i m i ^ 1 1 a tt Bau Hessen, zweiter Sohn des Prinzen Friedrich Karl von Seyen, vom Leib-xrag Reg! 21: nach Metz 132. davon die Fähnriche Lue rb rock? und M cnr r von, A.-R 118 . - . Bis- ber ivar der durchschnittliche Bestand der drei genannten Krieg«- sckmlen 120, g2 und 120 Durch die ^errVtM-emchnam ist net bisherige Stand der 10 Arregsichulen von 1010 aut 1730 Fähnriche der vom 1. Juli d. F. ab bestehenden 11 Kriegsschulen rdie neue, in Bromberg wird an dieseänl Tage ervssnet, während die nvchi ini Ban begrüfene in Erfurt erst später hi«zutrrlt!,erhül)t. Tie nächsten oorjährigen Lehrgällge schließen in Engers am I. nnd inj Neiße an, !t. April d. I. und werden demenliprechend auch tue dann zunächst zu eröjineirdeii sein. ** II r l » nb S r eisen s ü r Un terossiziere und ®, meine. Am 1. April tritt eine Vermehrung der freien Urlaubs reisen iür »ltiecossizicre »Nb Gemeine der 'Armee nird Marine ein Während bisher mir iür die Hülste der UMerotjiziere nnd Gerne: ne» eine freie Ilrlaubsreije beivilligi wurde, kann »m 1. April 1914 ab jedem Unteroffizier IIII d Eie meinen jäh, lich einmal eine freie ll r l a » b 3 r e i f e gewährt wer den. Tie freien llrioubsreijen dürfen nur in die Heimat d. l, nach dem Aohnarie der Eltern oder ilächß-n Angehärigen. nach den Sätzen des Mililärtariis für die Hill - nnd Rückfahrt auf deutschen Eisenbahnen bewilligt werden. ' - H e > s t s ch c r T i n l o ii i ev e r e i n. Dir ries,lche»ge Hanp: vecsantmlung des Hessischen Diakonierereins findet an, 25.MNI-, nachmittags i -9 Iltsr, im Landesfnnodalgeboude in Darm stad t statt. Wie in iniftemt Jahren schließt sich an die geschlossene Miraliedeiverfammlnng loirder eine össentiiche Versammlung a», zn der Gäste iviltkommen sind nnd freien Eintritt Haben. Piai rer D. I>r. P reu scheu- Hirschhorn wird ivreNrn über: „Die Bedcutung der altkirchlichen Frantiiorganisation für imsere Ge meinden". "Der Verein derHan sbesißer läßt, wie man uns mitikilt, an, Sonnlag nachmiltaa ö lllre f» Steins Saalbon durch Martin Leoigard an? Franksnrt o. M. einen Vortrag halten über: Die g e g e n ,o ä r t i g e 2 n a e b e s H a ll s- u » bjö rnitd- besitze s mir besonderer W ü r d i g n n g d e r S t e » e r - plage <»eilen'. - - Ä e I e l l s ch a i t s a b e n d im S t a d i t b e a t e r mit bunte IN P r o g r a U! IN. Tie Vorbereitungen iür den knnfl- lerifcheu Teil des' Abends, wie für den der leiblichen Eririschung geividmeieii sind soweit beendet, daß nur noch ein? zu wünschen bleibt: ein ausverkansteS Haus, damit der Zweck des Älbends, der Ilnlernütznngskafse des Städltheaters einen namhaften Betrag zn- aulührens erreicht nnd — damit alle die schonen Sachen, die treundliche Menschen gestiftet haben, auch verzehrt werden. Die Preise dafür sind so mäßig gesiellt, daß sich allein deshalb der Be such de:. Abends lohn!, z. B. ein belegles Brot von lv Pfg. an, «NI GlaS Bier 10 Pfg. »>>v. Jin übrige» ivird auch noch das Konzerl der Neqinientsmnslk znr Sieiqernna des GennfseS beilrageu. ll e b e r ,v i s s en s cki a stl i ch e nnd s p o r t l i ch e Freiballon s a h r t sprach gestern abend aus Vera» - lassuiig des Lesehalleiivereiiis Privaldozent nnd Lehramts assessor Tr. Albert Pevpler vor einer sehr zahlrercki erschienenen Zuhörerschaft in der Turnhalle der höheren Mädchenschule. Der Vortragende setzte die heutige Zeit mit der 'Alexander von Humboldts in Beziehnng. in der man die ganze Erde mit einem 'Netz meteorologischer Beobach - lnligsstationen zu umspannen begann, während man heute im Begr-isse steht, dieses Netz durch Gründung neronantischer Observaloriei, bis 10 km und höher zn erweitern. An der Hand von Lichtbildern erläuterte der Vortragende die heute verwendeten Forsrhungsmittel, wie F-reibnIlone, Pilot- und Registrierballone nnd Draehen. Die ZultzOrer geivaniien einen volltoinmenen Einblick in den Betrieb eines derartigen Ob- seroatoriiillis, das mit gefesselten nnd nngefesselten Flugkörpern ständig die Atmosphäre dnrckstorjäN. Man lernte die großartigen Eiilrichtunigen kennen, die zun, Hochlassen der Drachen mittelst elektrischer Winden benutzt loerden, zu den Ausstiegen großer Fesselballone, die Einricvrnugen nnd mit den, Fernrohr die Flugbahn der nngefesselten sFlng kürper zn versolgen und dadurch Richtung nnd Geschwindig- feu des Windes bis in die Höhen von 20 nnd MO km festzü- steilen. Der Redner tvies weiter auf die Itzesahren hin, die dies" Observatorien mit sich bringen, lvenn die Drachenp: drähte reißen und sick> über .Hochspain,u»gsleituitgen legeik oder mit ihrer straffen Spannung iiber Straßen lzängend den Verkehr gefährden. Besonders gefährlich sind die Obser- vatorien für Flieger Daher loerden sie nachls mit etnem lveiihin lenchlenden Blinklicht versehen, um vor den Drachen- n,>d Ballontabeln zu lvarnen. Am zweiten Teil seines Vortrages schilderte Dr. Peppler die Freuden und Gesahrcn der'sportliche» Freiballonfahrteii. Auch der Gießener Verein ivird in Kürze einen eigenen Ballon besitzen, der dann den Ramen der Stadl Gießen übers Land trägt. Die Zuhörer dankien den fesselnden Llusführnngen des Redners mit lebhaftem Beifall. " Mutter und Säugling Im April findet eine »vni Fraiiksurler Verband für Söngliiigssllrwrge ini alten Sencken bergiichen Muienm veranstaltete Ausstellung Mutter und Säugling stall. Der Vei-band bittet uns, entgegen anderen Mitteilinigen sestzustellen, daß infolgedessen an einen AI,brnch des alten Gebäudes vor Mai nicht z» denken ist. "• 5 0 Zahre Buchdrneker. Hellte kann der seit melit als zehn Jahren im Betriebe beS Gießener Anzeiger« beschäftigte Gustav Schreiber ans eine sünszigjährige Tätigkeit als Schriftsetzer znrüekblicken. ein Gedenktag, deffen sich nur lvenige, die im graphischen Gewerbe tätig sind, z» ersrenen haben. ** Landung eines Fliegers in Gießen. Am Donnerstag mittag um 2 Uhr landete ein Flugzeug ans dem Trieb, das von Tarmstadt kam. Insassen waren Leutnant Roeeo von der II Kompagnie des hiesigen Infanterie Regiments und ein Offizier aus Darinstadt, der als Beobachter an dem Fluge leilgenominen batte, ©er Fing von Darmstadt hierher war in -10 Minuten zurück- gelegt ivorden, trotzdem die Flieger in der Nähe von'Lan g- G ü i, s mit heftigem ißegeinviiide zn käinpfen hatten. Die Flieger ivaren an, Miitlvoch von Worms nach Tarmstadt geslogen. Sie stiegen heute morgen zivischen 8 und 9 Uhr wieder aus. um nach Mannheim zu stiegen. Von dort gedenten sie nach Tarmstadt zurnckzukehren. — Der Flieger, der am Mittwoch über Gießen gesichtet wurde, ivar ^eat- nant v. Osterroht von der Darmstädter Fliegertruppe, der mit Passagier nach Marburg nnd zurück ohne Zwischenlandung slog. ** Beim Einkauf v v m Tode überrascht. Am Donnerstag morgen gegen in Uhr betrat der Arbeiter Fv- hannes Schinidt aus der Soiinenstraße einen Laden in der Brandgasse. Er besorgte dort seinen Einkauf und stürzte dann plötzlich 10 t zn Boden. Ein anwesender Sanitätsmaru, machte Wiederbelebungsversuche, die jedoch ohne Erfolg lvaren. Der herbergernsene Arzt Dr. Pt och tonnte nur den durch Herzschlag veranlaßten Tod seststellen und veranlaßt,' die Uxbersiihrung der Leiche nach der Totenhalle des Friedhofs. Schmidt loar seit einiger Zeit herzkrank. Wie wir hören, war er nicht verheiratet. "Selbstmord eines Sechzehnjährigen. Gestern erhängte sich in der Wertstüttc des SteininetzmeisterS A. in Leihgestern ei» bei diesem m der Lehre stehender ltzjähriger Junge auS Gießen, lieber den Grund zur Tat ist nichts bekannt. Nachmittags iveilie die GerichtSkommijsion zur Aufnahme des Tatbestandes an Ort und Stelle. ** Die Maul- u u d 51 l a u e n f c u di c, die in Helsen ganz erloschen ist. ist nun auch im Biehhos :Auslandshvl) zu München erloschen, so daß für die nach dort gesandten Tiere keine Gefahr besteht. ' ** ^feilte Mitteil wngen Tie Watbsegh »j Nie bei Ros ba ch wurde mit 3000 di» Heldjazd mit 750 Mk. (tu? tutet ttnfirr pctpaüuet. »II t bat- aut deni »tiebtichc'vlavc zu Marbura zu errichtende Kwett Krte-erdenkmel, welchem »I »ieiem tsommre zelegriitlick, de? >trci*.Sriettervrrbanbcfrfir■' ein «weiht werden soll, stiftete Bierbraucreibesitzer Bopp 1000 rn,'k — In uoileStcr Nackt brannten in 8 o l Z li n it i c n Wokinhau-, Ätie'tne und Stallunacn des 3>i>nmermeis,ers Johann Weigand nietet. — ÄuS nnbctamttcn »tsachen erschvst tieft' tu W «I t n n der verheiratete Former Carl Bor n. Landkreis Gietze», ilX A l l e ti d v r f a, b. Lahn, 19. Marz. Unsere B ü r a c r nt eist er wähl nahm eilten sehr ruhige» Perlans Lubwi» Volk 22 wurde ohne Otegenkandidat mit 131 von 192 abgeaebe- tien Stimmen gewählt. Tas neue Lrtsoberhaupl lm! bereits längere Jahre dem Ketneinverat ongehört. Der bisherige' Bürger meiner Poll, ntelcher 96 Iahte tut Amtc Ivar, lehnte mit Rüä lickt ans sein ltvhcü Alter eine Wiedermaltl ab. -m Hungen, 1». Dtärj. Siutavächter R. Weib und Iran, .Hos-Ärab, begingen heule ihre silberne Hochzeit. Zahlreltbe fährungen Ivurden dent Jubelpaare dargebrncht. Kreis Büdingen. - Nidda, 19. Mär; Heute iand in Kraus Saatbau die Hau p-tv-e r sa tu m lu n g der Lehrer des Kreifes Büdingen statt. Wegen Berhinderung des Boritl,enden >o,n Kreibickulansickul;, Geh. Regieningsvats B o e tk ,u a >t » führte Kreisschulinspettor Schulrat PaIdans den Poriin. Rackibem er einige Lusschrctbcn der obersten Schulbehörde bekannt gegeben hatte, hielt der <%. Kreisarzt 'Nediiinalrai Tr. Fresenius aus Büdingen einen Porung über ..»rünaelsuriorge" Nach der letzte« iiähtung sind in Tcutschlan» >9 291 Krüppel unict jü„s. Iehu Zahrrn vorhttnden, an, 10000 Einwohner lonttnen dnttb irfirrittlicft 15 dieser Unglücklichen Redner ch ildcrte • l» rin, gehend die Erscheinungen bei der Wirbelsäule, bei iehlenden ober verkrüppelte» ftzltedntaßeu. bei der englischen Krankheit, bet Ptal, iützen, Ncrventrankltriten, die Kindvrlähintma, den Kianivl and 'Rusiellälnnungen der sogen. Rulicher und den sogen Wasser kops. Durch die Tätigkeit des Arztes, des Lehrers und die Beltandlnng in »tnvvelheimett können nach längerer Behandlung noch viele Krüppel erwerbsfähig gemacht nnb vor Svolt oder elendem Dasein bewahrt werden 79 Brozent aller .Krüppel lic fern die Groszstädte und Ii Prozent entsalle» aus das Land. — lieber eine neue Methode des Geiangsunterrichts, das C ich i ch c Tonwort, berichtet Lehrer «eilt aus Düdctslteiut, ocr d,t>itr einen Kursus in Würzburg besucht halte. Durch eine Probe kektivu mit Kindern des 5. Schuljahres inline der Portragende die Amveicnden in das Wesen dieser Methode ein ,t»d erlitt leric sic hierauf int einzelnen. Die Kon,erenzieilnel,ater waren über die Porteile dieses lKesangsunterrichts gegenüber den, bis berigen noch sehr geteilter Ansicht Weitere Berinche tverdru erst nach längerer Erfahrung zu einem kndgiltigen Urteil ftihren. Der Eiser und Flciü des Portragenden wurde allseitig ancr kannt. Diesen Vtesühlen gab der Porsihende unter Worten des Tankes Ansdnikk und wünschte, das! recht viele Iuhörer den gegebenen Anregungen einen Persnch solgen lassen niöchten, nn> die Methode zu prüfen Nach Erledtgitna der Tagesordnung bildete ein geineiujantks Elsen in Kraus Taalban den Scklnst der Bcrsammlnng. St-irkrubur« und Rheinhkssen. — Worin?, lKl. März. (ich. Koniuierzieurot I. svalekcnberei hat aulätzlich seines 70. EeburtSlageS folgende Kapitalzuwendnugen nn frühere Stistuiige» gemacht: 5000 D!k. an de» Kaiser-Wilheliti-DenkinalsondS, 10 00i> Ml. an die Falctenberg-BollertnLnn-Sttslnng für Ecnescndc, 10 000 21,f. it» den ArbcitcrntttecstüljtntgZsottdS der Firma W. F. D. Falekenberq G. n,. b. H., ferner als einmalige Schcnktnig 10000 Mk. an das Institut der englischen Fräulein in 2'oormS. Weiler erhalten hente alle in der Fabrik Beschäftiglen nach Schlich der Arbeit ein Geldgeschenk. veretnsnachrichtrn. .. 3 p o X. t u c r e i u „M c r f u t" , Gießen Anläßlich des 4 Stiitungssestes sgnd am Samstag abend im (£aie £*etb ein Ball Natt, der eine auycrordenttich zahlreiche Beteiligung gesunden Vertreten waren außer vielen auswärtigen Mitgliedern der Verein für.Rasenspiele. Gießen, der Fußballverein Germania Mar bürg und der Ballspietklnb Weylar. An die Rede des Vorsitzenden schlossen sich lebende Bilder. Theaterstücke und Gesangsdorrräge des Maschinenbauer-Gesangvereins Gießen. Ter anschließende Tan; hielt dann alle Mitglieder bis in die ersten Morgenstunden in froher limmung zusammen. La«iStvirt»chc>ft. ( ^ Marburg. t8. März. Unter überaus zahlreicher Be teiligung aus allen Orten unsere- Kreises hielt heure nachmittag im Tyronhoi der O b ü bau - Verein für den Ü reis Marburg seine Frühjahrs-Hauptversammlung ab. Ter Vorsitzende. Direktor Schlicht, machte Mitteilung über die im letzten Jahre im -kreise gemachten Nenpslanznngen, die ans 67!) Avsel mit» 50 '»welschen- bäumen bestehen, die befriedigenden Erträge ans dem Verkauf des Gemeindeobstes tisw. Ferner besprach man das Arrangement der vom 2. 5. Oktober in Marburg stattfindendcn Bezirks-Obstausstellung. Gartenbau Inspektor Huber Obcrzwehrcn machte dabei die erforderlichen Mitteilungen und hielt anschließend einen Vor trag über Frühiahrsardeiten im Obstbau. Ter Lbstbauvereitl für den .Üreis Marburg zählt rund 500 Mitglieder._ Geieicvtssaal. i c b c r 'AU 0 dan v ü r de Nt R e i ch s g e r i ch t. Leipzig, 10. März. Tos Reichsgericht verhandelte heute den Prozeß wegen des Zusammenbruchs des Spar- nno .-ireoitver eins Niedermodan bei Darmstadt. Nach zehmröchiger Verhandlung wurde am 14. Juni v. Is. das Urteil gefällt, durch welches die Angeklagten lvegen Vergehens ditgegen das Genossen schaftsgcsetz. Hehlerei nsw. verurteilt worden waren. Tie ran den Angeklagten Kommerzienrat Ihrig n. Rechner Beck eingelegteR e" i siou wiirde heute vom Reichsgericht verworfen, dagegen wurde auf die Revision des Privatiers Moses Isaak, der iveg-n gewerbsmäßiger Hehlerei und Beihilfe und Anstiftung eines Ver gehen- gegen das Geuvssenschaftsgeseh zu Zuchthaus imu urteilt »vor den »var, Urteil a u f g e h o b e n, ebenso wurde aber auch ans die Revision der Slualsamvattsümst das Urteil gegen Isaak aufgehoben, soweit dieser von der Anklage des Vergehens gegen S MO des Ge nojsenschasttzgei'etzes srcigesproechn worden »var. Tie Revision der Staatsamvaltschast, soweit sic sich gegen den Freispruch Ihrigs ans S 147 des Genoss eit s dfia ftsges eyes und voll der Anklage des Betrugs herleitct, wurde dagegen vcnvorfen. Miel, 17. März. Tas Obcrkriegsgerichl der Marincftation der Ostsee verurteilte den Marinezahlmeistcr Bok von der Marine Nation Sonderburg lvegen Unterschlagung im Amt und falscher Buchführung zu einem Jahre acht Monaten Geiängnis. ! 7 er»niscliter. 2 ch i f f # 3 u f a m i» e n st o sp Anö B (it e b i 3 , 19. März, wird gemeldet t Ein itcilieiiischec- Torpeüoboot stiel! mit einem kleine», von Lido kommenden Pnssagier dnmpser zuin,innen, der sofort sank. Nur ivenitie Personen konnten izerettet werden. Äegen 5 0 erlronlen, darunter der russische Pizelonsul M e r f i it s l i. ' Ee> liun delt fielt um ba-? Torpedodoot „56 t.". Bis 8 Uhr abends ivaren sechs Leichen czebortjen. Acht Personen solle» qc rettet worden sein. Die Ilrfache der Katttstrophe ist noch nicht festgeslellt. Einer der (»»'retteten liehanpter, das! der Boolsjührer sowie auch die Manuschaji imUerivandt ein Fing,zeug beobachteten und dadurch das Nahen des Dar pcdobooles übersahen. Sofort nach dem Fusammeitstosic wurde der mit Scheimverferu ausgesialleie österreichisch ungarische Schlepper „Titan" zu Hilfe gerufen. Auch ein Boot des deutschen Kreuzers „Wöben" eilte herbei. Der Ehefkomniandant des Marinedeparteineuts leitet die Rekln» gs und 'Bt'rgiingsarbeilcn.'Der Tvrpedobootsjägcr „Fr reqnieto" sucht mit Tauchern nach den Leiftien. - E r u st c A l> f i ch t c n. „Und du glaubst wirklich, das, feine Absichten crnnbait zu nehmen find?" ,,'Avcr unbedingt. Das Auto, mit dem er mich gestern nach tdaufc brachte, bat ihn 6,50 Dollar Tfahrtzeld gekostet, und er fragte beim Abschied, ob er feine Aufwartung tngchen dürfe." Anttlicher Wetterbericht. Oesfentlicher W e t t c tb ie it fl > föieftcn. WulerauLsichlcn in Öcfiett am SamSlap, beit 21. fDlaxj 39M: Pcränderltch. meist beivölkk, zeitweise geringe Niederschläge, kühl. Letzte NneOrichte«». F Iv e i t e hessische S t ä n d e k a m nt c r. rb. Darnista dt. 30. März. Fn der Zweiten Kammer lvnrde heute die Etatbcratung flotter sortgesctzt als bei den schleppenden Besprechungen der letzten drei Tage. Die Kapitel 31 bis 96 des KliintsteriuntS des Innern wurden nach uiiiveseüilichcr Aussprache gencUinigt. Eine längere Aussprache entspann sich bei Kapitel 98 idsoherc Schulen), bei ivelchem .die '.'!dg. Dr. O s mm, II r st adt, 31! 0l 1 h a 1, und Staats rat Süfiert sprachen. Die Sitzung dauert fort. S t a t t b a l l c r von El säst.Lothringen. Berlin, 30. März Die Morgcnblättcr melden, die Er- nennting des prenstischen Ministers des Futtern v. Dallloip zum Slallhallcr von Elsast-Lothringen stche bevor. Eine Kundgebung des Zaren. P e t c r s l> 11 v tt, 30. SRäti. Ein kaiserliche e- Reskript a 11 ö c n M i it t fl crprä > idente tt spricht die Ileberzeugung au-:-, daü seine siaatsmänniiche Ersahrung, seine ruhige Festigkeit und seine dem Throne gegenüber erprobte Treue zur walirbaitcn Einigung der Regierung iowie zur weiteren Besserung in den Perbält innen dc-S ruisischcn Lebens führen werden. Die weitere Festigung der SiaatS und blesellfchaitsvrdliuug nnist die allererste Sarge der Regierung bilden. Rur Lrdnuug und 'Achtung vor drill Gesetz kön neu die Bcdinguugeu schassen, unter denen die gesetzgebende Arbeit irnchtbringcnd sein wird. Das Reskript schliefst mit den Worten. Indem ,ä> Ihrer Sorge die AnS-führung meiner Porschriftcn an vertraue, null ich Iioiicn. dal! die Liebe ZINN Patertande alle fein Irenen Söhne in genieiiisamer, einmütiger nutz erfolgreicher Arbeit vercinigcn wird, dast zwischen meiner mein volles- Bertranen besitze,wen Regierung und den gesetzgebenden J-nstilutionen, deren Befugnisse vorn Gesetz genau seftgclegi sind, ein solches Einverneb men einlritt, wie es nun allgemeinen Wohl Rustland und mir gegenüber notwendig in und wie es mit Gottes Hilfe da-1 weiter >- W n dl t- 111 IN d e r r II i f i I tt, e n M g ch t fordern wird lind da-: UiNctpsand der Evolution niw der moraliicheii und wirtschastlichen Kräfte unseres- grosten Pgierlandes mW den A n t a II g d e r 0 0 l - len Blüte seiner W c l t b e d c n t» n g bilden ivird. veihindei t den Ansatz von Zahnstein ^ und erhalt die Zähnereintindöesund! Qrc-Be Tube 1-M. W fitere Leute bleiben rüstig W ^ wenn sie die notige Sorgfalt = auf Erhaltung ihrer Korperkräfte = verwenden und znnr Beispiel === täglich morgens und abeirds das » altbetvShrte Kräftigungsmittel W Raffeler hafer-ltakao W W ' trmkcu. (Rur echt in blauen ^ 5karton- für 1 M., niemals lofel) UUVI.MI» eivlarlüx. do.üz'uo^r und durch- gemustert in allen Stärken uml Preislasren. Das Veric^en wird unter Garantie für tadellose Arbeit roitübemommen. Ferner hi £TÖ ßt. Auswahl Uaalesn-Ttwiefe« :::: und -Lüftter, TiacMiitolera Tapetenhaias H. Hochslätter RrauHplat« 1 Fernwpreelier SH Achtung! soeben ein Waggon Apfelsinen cingetrosten und enipfehlc: „Valcucra"»Apselsi«e« ö Stück 1» Psg, sowie das Äück von 5—10 Psg, Bl«t-Apselft«en . . Stück 4—1« Pfg. Zitronen .... Stück 4 — 8 Psg. Magrmni, Krtvzplgtz ti. Samstag Bertaiis aus dem Markt (Kanzlcibcrg). 011:1 Achtung! Achtung! Moraeu Samstag, den LI. 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Aus dem Gemeinde wald .swcvelbeim soll folgender. Holz im Wege Ve^ schriftlichen Angevolc. verkauft werden. 1 Rr. 28V—Ä4 « 35 Fichteuslämme nitt 6,59 I-stm. «12-S« Ztm. Durchw, und 8—15 Mir. Länge! 2 Nr. 348—387 — 40 Aichtenstämnre mir 0,44 tzstm. >11—25 Zlm. Durchm. und 8—15 Mtr. Väitgej LoS 3 Nr. 388—424 — 37 Fichtenhämme mit 8,20 «z-ftm. <12—19 Ztnk Durchm. und 8—16 Mtr. Länaej ^a^4 Nr. 425—470 - 4,an;enwaldi titumnie: ü-irttiest 5. Kl. 3 Dt. — 6^8 crfttu.i Verb* «tnnjcea: Aichten I itzl 5Sl —lpTtzFttut.: .\HU.f heiler: 7.5 Rm Kieler Is Mlr. lg.» V»t»lL»Kpp«H:6,3 Riu. ,9-ichte >3 Mtr. lg.i. >ut«eel»l»: 16 Hirn. Sichle iSchichlbauicuI. lernet ^elieiteer .».:' Rin. Kteirt 2 Sin Eiche. 2 Rm. Siebte; Knüppel: Wsim.Eiche. WS Rm. .Kiefer. 3.1 Rm. Tvidne; Heinlswrllen: itneift 3taiiitnrei8*l <30 Buche. 20 Esche. 95«i Eiche 1550 Vinte. 442» Kielet, 780 sichte. Stücke: 7 Rm Eiche. 25,1 Rm Kieler. 6.8 Sm .liebte Beginn der Berkieigcrnng vorm. 8 Uhr int Distrikt Siempellchlas aui der Rehichneiie. Lorgegejgt wird nur das Bol« int Akirikl Siemvelichla» und Ancksbau. Wciicre AuStunti durch Ervhherzogl. J-orstwart Setvv zu Grohea-Linden. Wietze», 1». Mar» 1914. 3791B ErlKcher^ogltche Qberwesteeet Snustenbesg. Dratttwein, ÄcrtöffeUi. SalztUarteHela cmofieljlt lull. .1. Welwl l Touucnftratzr tt_Tele o b. SS. m Brut vernichtet radikal Goldgaist ^£ 3 ?%. rtichlos. Reinigt d. Kopf- hautv -Schnppfn u.Fchm- Den, brford. c. Hükrwcvhe, verhätp; haar«us(ati »• Zuber »etter Pwwit. Wiehl, f. 6chulkinder. Tau5. von Anerk.Bcht nur inKartona äM l.-a.050. Niemals off. aasfewog. In Apotb..Droic. Nachahm.weiBEia.rartlck. E. Karn, G^br. Michel Au g. Noll, Ern^t Noll, A. Schäfer. W. Schi ader, C.Seibel, Frankfurter Sir. 39. (1853s s Raucher cmpletil. mein. qj/Bit. uagc- IdWPfWt., C3S- S .53C3 T3b3k. i lobaksplelfe-.m- Iwüse 8 P*d. reiner fceru ro:cn Tab:kc franko qeqen ri:din. B;:tt oaTui^ebcn, ob nebenstehende Ge- ioDdheffspfüfe ojer eine rclsgdftmtte ßd2#/eife oder eine l«qe Pf. er^flaW}!. m.Pi. qfaldr^ntfljsl .. 5.— 2«U#*Ä«na8fr „ 6.10 |3 „ hoff. Äauefler .. 7 50 8 „yztnlf. ÄatiafUr .. 10. S „ >Aif(rtfitt«r .. IS.50 |E. Roller, Brnehsal 'Fibrik.Woltruf .(BadH i. LuhnS wäscht am belfert Aagd - Verpachtung. Am Montag, den 28. Mär', d. 7»d., uacbmittago 2 Nbr, wird auf dem Bürgermeisteramt -n Hohenfoln'-' die Jagd der Gemeinde Bermoll (Kreiö Wetzlar) auf die Dauer von 9 fuhren bsientlirl» meistbietend verpachtet. Ter Jagdbezirk umfaßt 407,7 ha. darunter 273 l,a Wald Die nächsten Bahnstationen sind Bischoffen fStrecke Herborn—Niederwalgerns und Aßlar und Ghrinasbausen tStrecke Gießen—Cölu). Der Äogdvorsteher. .'.im meniKiini. 33 Zlttitliche Beka»ntt,nachmlgen der Ltadt t^ictzen. 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