Nr. 65 Ter «leheuer JnjHjtt erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viernial wöchentlich KseßenerZamilieublätter; »wemialwöclicntt.lieii;- HaHfüriitnKrtis Kietzen «Dienstag und Freitag): zweimal moiiall. Land- wtrtschaslljche öeitsrogen Ferujprech - Anschlüsse: lür die Redaktion 112. Verlag tt. Expedition 51 Adreiie (fit Depeschen: Anzeiger Wieben. Annahme von Anzeigen liir die Tagesnummer bis vormittags 8 Uhr. Erstes Blatt m. Jahrgang Mittwoch. 18. März 19^ Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Notati-«r-r«g?meck:' H?»eL 'kieznqsprct»: ,nona1lich75Ps^vierlel- sährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen inonatlich 55 Pi.: durch diePost ALL.— viertel» jährl. ausschl. Bestiüg. Zeilenpreis: lokallöPs, auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich siir de» »olit. Teil: Aug. Goetz: sür .Feuilleton", .Vermischtes' und »GenchtS- saal": Karl Neuratd: iür .Stadt und Land" Die heutige Nummer umfahl 14 Seiten. Taqcskalcnder aus 7>em Jahre 1814. 18, M-ä r z: Gefecht der hessischen Avantgarde unter Generalmajor t>. (Kall bei m „Figaro' und criuchie de» Bureäudicner, sie bk, Calmette anzumeldeu, Der Diener fragte nach ihrem Namen, Ivoran» die Frau erwiderte: Sagen sie Calmette, cS ist eine Dame, die er kennt und die >!,n für einige Augenblicke zu spreche« wünscht. Man führte Frau Eaillaur in de» Salon. Nach ctiva einer Stunde gab sic dem Diener einen versiegelten Briesunrschlag und brtt ihn, den Briet Calmette zu überreichen. Als Calmette um ’/.■< Uhr das Bureau in Begleitung des Akademikers Bourget verließ, über reichte ihm der Diener den Brief. Calmette üfjnetc den Brief und entnabm ihnr eine Karte, die er seinem Begleiter mit de» Worten zeigte: Entschuldigen Tie uiich, ick, werde die Dame empfangen. Kann, war er in sein Arbeüszimmer zurückgckehrt, als , t d, Sie Besucherin ihm näherte nnb sunt R e volvcrichüsic ab feuerte. Alle Rcdakicurc des „Figaro", die sich iu den benachbarten Zimmern befanden, eilten iu daS Ar bel'Slabinctt des Direktors, der blutüberströmt in einem Fauteuil lag und leise stöhnte. Die Täterin stand unbeweglich in einer Ecke des Zimmers. Calmette wurde ein Notverba,id angelegt, woraus er iu einem Automobil in eine Prrvatklini! gebracht wurde. Während der Fahrt flüsterte Calmette wiederholt die Worte: Ich Iw En' meine Pflicht getan. Gieszener Ktadttbcater. (Kietz eil, 18. März. Gespenster von Henrik I b s c n. Frau Helene Alving isl ihrem Manne ohne Liehe geivlgl, denn Basen und Tanten berieten ne, der reiche, lebenslustige Leutnant sei eine gute Partie: ohne Lieb' bat iie einen Sohn von ihnr enip- sangrn, denn der schwachhrrzige, lebensseige Pfarrer Mauders bar sie beredet, bei dem „„geliebteii. seine Lebenskraft verschleudernden Manne auS.zuhalte» : ohne Liebe gab sie ihren Lohn dahin in fremde Hände, damit ihn des Paters böses Beispiel nichl verlocke; und weil sie selbst ohne Liebe war. darum hat iie keine Liebe gesunden, darum mutz sie ei» schweres, tiefes Leid bis zur letzten Neige kosten. Ans 3cU'üi;u1:'l ha: sie. wie Proi. Tr. Colli» dieser Tage in unserem Blatte ansinhrlich auseinander gesetzt hat, ihren Mann ge nonrmen und an der Selbstsucht ihrer Umgebung vcrsvlittcrt iich schließlich ihre Kraft, ein Ovfer der Gesellschaft, deren sadcnschcinige Sittlichkeit iie genau evtemit, gegen die sie aber nicht anznkämpsen vermag. weil iie nicht stark und mutig genug ist. um sich selbst durch zusetze» Diese leitenden Gedanken ltzii Ibsen mit dem ganzen Reichtum seiner Ideenwelt nmkleidct. nnb mit einer technischen Meisterschaft sondergleichen bar er die Fülle seiner Gedanken in drei Akte von seltener dramatischer Wucht eingevannt, die um io be- nierkenswcrtcr ist, als wir die ganze, unendlich verwickelte Borge schichte erst nach und nach ersabre», im gesamte» Verlaus des Stückes Die von: medizinischen Siandpunkt ans unhaltbare Ber- erbungSgefchichte ist dabei von geringerem Belang, denn iie ioll ja nur Fron Alvings Schicksal verliefen, aber sie wird dadurch be sonders ausfällig, daß Oswalds jüngere natürliche Schwester als „schmuckes, kernirisches" Mädchen bezeichnet wird, da? dafür aller dings von feiner Mutter her erblich belastet sein soll und cbeniails hinaus i» die Welt zieht, um zugrunde zu gehen. Auch die beiden Männer gehen als Gerichtete von der Bühne, und der strenggläubige Pastor wird de», scheinheiligen Schreiner heiien, ein Kämmerherr- Alving An» zu errichten, das eine Freudenhaus sein wird Und wenn zun, Schlüsse die Sonne auigcht, das von all diesen Meiriche» ersehnte Sinnbild ihrer Ideale, da beleuchtet sie nur nach die Trümnrer einer morschen, im innersten Kern angcsanlten Gesellschaftsordnung, Tie Ausführung, die zu Ehren unseres verdienten Obcrrcgis- seurs des Herrn Divorkowski. stattiano, dessen bedeutende Regiekunst wir schon so häufig trendig anerkannt haben, war vo» einer entzückenden Einheitlichkeit und Geschloslenhert. yjtbe Einzelheit war aufs sorgfältigste erwogen und alles io lein abgoihmmt, daß man iich 'mit ungetrübtem Genuß der Dichtung hrngeben konnle und der mcisterlichen Darstellung. Auch die einzelnen Mil wirkenden waren mit größtem Geschick ausgcwahlt, ,o d-tz icdcr eure Ausgaoe u> erfüllen hotte, die seinen beionderen Anlagen a»,s glücklichste entsprach. Wesentlich erhöht noch wurde drc Bedeutung des Abends durch die Mittoirkung von Frau T workowskl Sch rö t to r, der hochbcräbigtcn Gatlin des Künstlers,die uns ichon im vorigen Jahre cininal mit ihrer feinen, ausgeglichene» Schau- svielkunst errrein bat. Auch gestern abend bot sie als Frau Alving ohne Zweifel die bedeute,idste und reifste Leistung. Ihre Helene ivar ivnndervoll beseelt »nd in jedem Zug liiiö in jeder Bewegung lebcns ivahr. Tu ivar gar nicküs gespielt, gar nichts gemacht: man stand unter dem Eindruck, daß ist die Frau Alving, die eine einzige, die lebl, Horb da oben im Norden, »nd mit zitternden Nerven ans das Leben horcht, das sie unverstanden ninslntet, Herr Tlvor- kvwski gab den Tischler Engstrand, und erfüllte den von, Trunk zermürbten imb vonr Leben zcrrüttelcn typische» Jbscnichkii Böse- wichl mit vollsaitigem Leben: verwildert, rauh, scheinheilig, ver- icknnitzt ,ind von ekler Ilnterwürsigkeit: ei» Bild des Jauäners und des Abschenes i,nd doch nur ein Erzeugnis der Gesellschaft. Herr : t e i » h o s c r spielte den Oswald sehr tüchtig uiid schlicht, erschüi- ternd innig, voll aiisbrcchendcr Leide,lichafi, voll Sehnsucht nach Leben und Soiiiie. Ueberaus gnl gelang ihm die. lastende Angst, die rrotz aller krampfhafter Lustigkeit über den, Wesen des »»glücklichen lastel. Als Regine ostenbarte Frl. Stet liier ivlcdcrum ihre rassige Krall, die io ctivas urwüchsig Wildes an sich bat, Ten sittlich und geistig beschränkten Pastor gab Herr 2 ch » b e r i mit strenger, eckiger Gemessenheit sehr trcisend und eindruasvoll, ^ Herr TworkowSki iind seine Frau wurden mil zahlreichen Spenden und endlosem Beifall bedacht. dl. - Rtue Fresken der F r ü b r c n aiIlance a u i q e- f n li b c II. Aus Perugia wird berichtet: Bei den Wicderhcrstellunas arbeiten der Sant' Agostino-Kirchc in M o » t e t a l c o , des vracht volle» Frührenaiiiancebaues, iind eine ganze Reihe kostbarer und zum Teil ausgezcichncl erhaltener Fresken des Ouattrocento frei gelegt worden. A» einer Wand entdeckte man eine lresflich erhaltene Madonna mit einem Putto, dann stieß man aus eine reich ausgemalte Nische mit Fresken aus der Zeit von 1169. Der Haiivtinnd aber erfolgte in der SakramcntSkapelle, wo eine ioimdervolle Darstellung der Kreuzigung sreigclegt werden konnte. An der Dccken- wölbnng fand man Darstellungen der vier Kirchenväter, durchweg Arbeiten von benierkenSlverter Kraft des Gefühls n»d überraschender Beherrschung der Form. 'An den Seiicnwändcn gelang die Ans- deckniig eines segnenden Christus, zu dessen Seilen man die heilige Katharina und die heilige Elisabeth gewahrt. Tie Fresken ent stanrnien dem 15., zum Teil auch dem lll. Jahrhundert und lvurdcn von Gnoli als die Werke eines hochbegabten Schülers des Benozzo Gozzoli bestimml. - Prof. Tr. Fr. M a ch a t s ch c k s z Iv c i t c R c i j c » ach R u i i i i ch - T n r k c st n ». Zur Forliuhrung seiner 1911 be gonnenen Bcobachmugen im westliche» Tiensckian tritt Prot, Dr. Fritz M a di g t f dh c f, Privaidozcnt für Geogravbie an der Wiener Univeriitäi, in, März d. I. eine neue Reise nach Rusjisch-Turkcftan au. aus der er den Anschluß an die Arbeiten von Proi. Merz- bacher, Friede,ichsen und Prinz aegen O. und Muschtctolv ,un. gegen S. erreichen will. Nach „Peterm. Mitt." will er zunächst seine Animcrksamkeit dem Taie des Murgbab, der Wüste Karakum »nd Ktzstzllum zmoendcn, die er von Aschabad über Ehiwa nach Perowsk durchwandern will. Die Untersuchung der aralokasvischen Ablagerungen wird jedenfalls zur Lösung der Frage, ob in histo rischer Zeit eine Flntzverbindung zwischen Aralsee oder Amndocja nach dem Kaspische» Meere bestanden Hai, beitragen. Bon Perowsk geht es über de» Karatau und durch die Steppen gm Talas noch Äulie-ata, wo der Anschluß an die Beobachtiingen oon 1911 er reicht wird, dann wird die geologische und morphologische Erforschung der Gebirge bis zum Weftuier des Jfsyk-kul, des Aleran dergkbirges, des Alatau und der westlichen Tienschan Kette» am oberen Naryn in Angriff genommen. Wie 1911 wird auch aus dieser Reise der gegcinvärtigen roie der diluvialen Gletichcibedeckung besondere Aufmerksamteit zugewandt werden. Eine G e i ch i ch r c vom Freiherr» v o n M ünch Hausen Der „Münchhausen", diese dcutsckieii Lügengeschichten, die durch die Rückübersetzung aus dem E»glück>eii bau Gattirred August Bürger in die klassische Form gebracht ivurden, ist längs zum Pollsbiicki geworden, aber bgs bistorische Urbild dieser käst licken Aufschneidereien (>at mail darüber vergessen. Er bat ivirklich gelcbi. dieicr berühmte Freiherr Hieronnmus Earl Friedrich von Münchhausen, war von 17M8 1750 Ossizier in russischen Dien sie» und dann Gutsbesitzer, bis er 1797 im 77. Lebeusiahre starb. Neue Kunde von diesem durch seine ansschiveisende Phantasie UN sterblich geworbenen Manne, über den man io wenig weiß, wird ge wiß lviilkommen sein, und io sei hier out einen Bericht an einer wenig beachteten enilegenen stelle aufmerksam gemacht, nämlich iu den Erinucrimgen H. A. O. Reick,ards, der als junger Ltudent in Göliingcn mildem Frelberrn zujammentrai. An der Rüblendcrschen Wirtstascl vereinigte sich damals linier dem Tafelvräiidium eine? Barons von GrolhanS eine beiterc Tischgeiellschast, und mit diesen Herren speiste Münchhausen, wenn seine Angelegenheiten ihn nach Göttingen jührlc», Ter Freiherr führte dann bei Tisch das groß« Wort und erzählte aus dem reiche» Sck-atz seiner Erfahrungen und Erinnerungen, So war er auch einmal ivieder im besten Zage und zwar gab er die uns heute »Hü unbekannte Geschichte zum Beste»,, lote er „auf der Jagd eine Wolke Rebhühner einzeln binter einander ’nerlanfeiib angciroisen habe, unverzüglich scineii eisernen Ladestock in den Flinteulau» gesteckt und io haargenau geschossen, daß ihrer siebe» wie au einem Brativicßc augevilöckt worden ioären Das sei ihm so drollig vorgekomme», daß er die Rebhühner nicht abgriiomineu, sondern sie rupfen und an dem nämlichen Ladestocke habe braicn lassen," „Uiiglücklicherweise," erzählt Reichard Iveitcr „ricktcte aber Herr von Münchhausen die,cs sinnreiche Histörchen an einen fremden militärischen Reisenden, der zufällig sein Tischnachbar ivar. Ta dieser den großen Aufschneider nicht kannte, so glaubte er, derselbe, ivollc ihn hänseln, und weil aus der anderen Seite Herr von Münchhauicn durch das öftere Erzählen an seine eigenen Märchen wie i g c l> a b t, C a I ni e t t e zu töten, Tic habe idm bloß eine Lektion erteilen wollen, Ich bedauere irt», sagte sic, meine Tat ttnd es ist mir sogar sehr angenehm, wenn ich b ruhiqende Nachrichten über Herrn Calmettc halte, Tie sagte weiter ans, dar ss? aut Rachmittag her dem Gerichtsvraiideuteu Mouton gewceu sei der ihr erklärt hätte, es gäbe kein Mittel, einer Campagne Uwe »er des „Figaro" ern Ende zir machen, Ter Verleumder teerte säst immer lrerge- smochen und der Verleumdete noch mit Kol beworsen, Ta lie gehört habe, dax Calmctte mehrere Briese verössentlichen rvollte, dre ihr gestohlen worden waren, habe sie sich zngcjchivoren, dies zu verhindern. Als dem Finanzministcr angcküudigt wurde, dass seine Gatlrn verhaltet werden müsste, kottnte er einen AuSrut des Erstaunens nicht unterdrücken, Ter Ttaatsanwait fort- zu Caillaur; Herr Mtnincr, ich srage sie selbst, — woraut Cai laut ihn unterbWch t 'IPas wollen Sie' Ich bedauere, das; Calmctte so tchwcr ver- wundet worden ist, aber ich k a n >r die Handln ngsweise m ern er Frau nicht m r s> b i l l t g e n!" Der Finanzministcr berichtete deni SlaakSanwalt, dost seine Frau ani Vormittag bei detn Gerichlspräsidenten Mouton gewesen sei und iurckilbar verstört heimgekehrt sei, Er habe alles versucht, um sic zu beruhigen, doch sei dies leider vergeblich gewesen, Eine Besprechung in der Hammer, Paris, 17, März, Hummer, i Zu Beginn der Racknnitlags- Übung brachte der roualiftische Abgeordnete Tel ah ave iol- genden Antrag eine „Erregt übet das gestrige rMttentat. durch welches nach dem Geständnis seines Urhebers Enthüllungen per hindert werden sollten, welche den gegen eine Geiichtsperson erbobenctr Verdacht der Cicschesvrilchung zu verstärken geeignet lind, iordert die Kammer die Regierung aus, diese Gerichtsvcrson avzuschrn oder sie zur Beriolgung der Ankläger z» zwingen," Tt> lahave fragte den Minister Monis, ob er, als er noch Justiz- minister >onr, den Ausschub des Verfahrens gegctt Rochette angeord itet habe. Monts antwortete nach längerem Schweigen: Ich habe niemals den Briet des Oberstaatsanwaltes Fabrc gekannt, aus den Telahapc anspirtl, und ich habe niemals den Aufschub des BersabienS gegen Rochette gefordert, i'BeiiaU aut der äustersten Linken. Jatrrüs, der Obmann des Rochettcausschujses, sagte: Man zeige uns das Tokninent, lvcnn es ezisticrk, Tclalape erwiderte Es ist vorhanden: tragt diejenigen, ivciche es Vot> der Kanzlei erhielten, Ter Minister Präs, erklärte, er lei bereit, zur Auskiärung de> 3ache beizt,tragen, Monis unterbrach ihn mit den Worten, er sei einverstanden damit, van der Untersuchttngskommission vernommen zu lverden, ' Beifall aus der Linken) Tarans erhob sich B a r t b o u und sagte: d i eg: i st d c r B r i e s d c s O b e r ft a a t s a n w a l t s F a b r c. Graste, tanganhaitcirdc Bewegung Barthon las den Brief vor, in dem Fahre erklärt, am 22. März 1911 von Monis dazu ouigeiordert worden zu sein, Monis vrotestierte noch einmal und sagte, er kenne das Säneiben nicht, Barthon fuhr dann mit Verlesung des Brieses fort, tu dem Fabre ausciuaiidersetz!, wie er endlich den Bitten Monis nachgeben muhte, Barthon ichlost mit de» Worten, dast er jegliche Brrantworlung für sein Eingreisen aut sich nehme, 'Lebhafter Beiiall aus zahlreichen Bänken des ,scn- trums, der Rechten und mehreren Bänken der Linken, Graste Unruhe.) Ter Radikale Cecaldi, ein intimer Freund Caitlauz, beschuldigte Barihvu, dast er sich des Berichts des Oberstaatsanwalts widerrechtlich bemächtigt hätte, um seine politischen Gegner verfolgen zu können, Ceealdi deutete an, dast Barthon eine Abschrift dieies Toknmentes sogar dem Direktor des „Figaro" übermittelt habe, dam,! dieser seine 'Angriffe gegen Caillaur tnöglichst wirksam gestalten könne, Ter Redner machte Bactbon in unverblümten Worten für das gestrige Trama verantwortlich 'Graste Beivegung) Minister Monis kritisierte ebenfalls heilig das Vorgehen Bar- thous. Tee Bericht Fabros sei ein einseitiges Schriftstück, dem er das entschiedenste Temcnti entgegenstelle. Charakteristisch für die (Besinnung Barthons sei es, dast er jahrelang diese vergifteten Waisen mit sich bcrnmqctragen habe, um lie im geeigneten Augenblick gegen seine Gegner zn benutzen, Janrös, der bisherige Obmann des Rochette Ausschusses verlangte, dast dieser Ausschgst mit ge- riditlichcr Gewalt ansgestaltet tverde Tenn nur so könne iiber die ganze Angelegnheit volles Lickst verbreitet rmd dem Lande das er- schüirerte Vertrauen wieder gegeben lverden, Tic Kammer itahm die Erlangung der Vollmachten des Rochette-Ausichusses mit ,749 Ctimmcn und die Erteilung der richterlichen Mach! mit 520 gegen £ Stimmen an. Der Wechsel im Ministerium, Paris, 17. März, Are amtlich gemeldet toird, ist Renault zum Finauzniinister, Malvv zum Minister des Innern und Raou! Per et znm Handelsministcr ernannt worden, Ter Ministerrat beschloß heute nachmittag 1,30 Uhr über die Blenderungen in der Zusammensetzung des'Kabinetts, Tarant begab sich der Ministcrvräiident in das Elhsec zu dem Präsidenten P vi nearö, um ihm die bereits gemeldete Ernennung des Ministers des Inner», der Finanzen und des .Handels zu unterbreiten. Der Zlottenvoranschlay im englischen Unterhaus. London, 17, Mürz, Bei der heutigen Beratung des slloticnvotaiiichtages führte der erste Lord der Admiralität Ainslon Churchill aus, daß dem Parlament noch kein so hoher Flottenvaranschlag Vorgelegen habe, Tic Ursachen seien höhere Löhne, eine Vermehrung des Personals, die größere Zahl der schweren Geschütze und die höheren Kosten der Munition, Tie Absicht war, acht Geschwa- der vott Linienschisfcn in derselben Zeit fertig zu haben, in der die nächststarke Wehrmacht fünf fertig hätte, Tic E n t w i ck l u n g der deutschen F l o t t e n o r g a it i j a » 1 ion sei nicht so schnell vor sich gegangen, wie er vor zwei Jahren angenommen habe. Jeder zusülligc oder absichtliche Anfschnv, den die nächststarke Seemacht mache, werde von England nachgcahmt werden, und England lvcrde seine Organisation nur in dem Mäße, wie es nötig sei, vollenden. Von Lustichissen seien bis jetzt 15 gebaut oder im Bau bcgriiscn, darunter zehn großen und mittleren Ihv,' von einer Schnelligkeit von 45 englischen Meilen in her Stunde. Er hossc, im Soinmer ein halbes Tutzund davon über dem Parlamentsgebäude kreuzen lassen zu tonnen, Churchill sagte zur B c ni a n n u n g s s r a g c: Wenn morgen Krieg ausbräche, jo könne sedes Schiff init der ctats- mäßigen Beinannung in See gehen, England werde der selbständige Wächter seiner Interessen i nt Mittel- tttcet bleibett, und es würde keine besonderen Verpflichtungen entgehen Die Regierung beabsichtige, im Jahve 1915 im Mittelmeer ein Schlachtschissgeschwadcr von ocht Schttien zu haben, von denen sechs Dreadnoughts und „Lord Nelsons" sein wurden, und die ans Malta basiert seiet würden Sie würden die englischen Secstreitkräste im Mtttelmeer aus acht Linretstchiff« und vier Panzerkreuzer prägen. veutscbe» Heid). I nt preußischen Abgeordnetenhause wurde am gestrigen Dienstag der Eisenbahnhaushalt weikerberatcn, £ic Einnahmen aus dem Personen- und Güterverkehr und der Ausgabctitcl „Ausgleichsionds" wurden bewilligt. Dev 'Antrag des Budgetausschnsses l Verlängerung des Abkommens über den Ansgleichssonds ans zwei Jahre) wurde an- genvm inen. Bei der P o r a n s ch l a g s b c r a i u n g über K i a u - t sch o u im B u d g e l a u s s ch u ß des Reichstages iührle am Dienstag Staatssekretär v, Dirvitz aus, daß die Bemühungen der Regierung, Kiautschou tvirkschastlich zu heben und Deutschlands kulturelle Berpilichtungen zu c> küllcu, durch die unerwartet schnelle Entwicklung de-s Schutzgebietes belohnt seien. Das deutsche Eisenbahnwesen in Ehina tnache große Fortschritte, Die endlich zur Ausführung kommenden beiden Schantuug-Bah»bauten hätten einen großen Einkluß auf die Entwicklung des Schutzgebietes, Tsingtau werde so nahe mit dem inneren Ehinn verbünde», daß eS ein nützliches Glied von dessen Wirtschaftsleben würde Der Staatssekretär besprach eingehend die Errichtung eines Eisenwerkes, dessen Vmtbgdingungen, Kohle und Erze, vorhanden seien. Die Kohle entspreche der besten westfälischen und würde ans allen deutschen Kriegsschiffen in Ostasicn ge- braniil. Er besprach auch die Aussichten des Hüttenwerkes in Tsingtau, In deutschen Jndustriekreisen sei das Interesse für China im Wachsen, Die Mariiieverwaltiing bemühe sich, es durch weitere Rusklärung zu sördern, damit Deutschland die fetzige günstige Gelegenheit nicht verpasse, Ter Hauptvorstand des R e i ch s v c r b an d cs der Deutschen Presse hielt am Sonnabend, I4„ und Sonntag, 15, d, M, in Berlin eine Sitzung ab, zu der auch die auswärtigen Vorstandsmitglieder ans allen Teilen des Reichs fast vollzählig erschienen ivarcn, Ten ersten und wichtigsten Beratungsgegcnstand bildete die Vorbereitung der diesjährigen Delegiertenversammlung, die nach einem bereits früher gesoßten Beschluß in Leipzig statt- sinkß-r soll Als Zeitpunkt der Telegiertenoersamnilung wurde» Sonntag, 21 Juni, und die folgenden Tage bestimmt In sehr eingehender Beratung wurde di: Tagesordnung sestgestcllt, die unter anderem eine Erörtcritiig des Themas „Ter A u s l a n d s n a ch r i ch t c n d i e n st der Deutschen Presse" enthalten wird Von der seit langem vorbereiteten »nd kürzlich mit der Verschickung der Fragebogen ins Werk gesetzten Erhebung über die wirtschaftliche und soziale Lage der Redakteure konnte berichtet lverden, daß die Anlivortc» bei der Sammelstelle schon in großer Anzahl eingegangcn seien. Gegen das Unwesen der Re klamescuilletons wurde eine Resolution folgenden Inhalts angenommen: „In der letzten Zeit habeir sich di: Versuche von Jntcressentcii gemehrt, die Grenzen des redaktionellen und des Anzeigenteils insbesondere durch Einschmnggeln von sogenannten Rekiamesenilletons und Geschäft-Snotizen zn verfchieven, Ter Hauptvorstand des Reichsverbnndes der Tcutschen Presse spricht in Uebercinstinimiing mit de» Bestrebungen des Vereins Deutscher ZeitnngSverleger die Ansicht ans, daß loschen Versuchen mit aller Entschiedenheit entgegengetreten tverden muß," In den weiteren Verhandlungen wurden innere PerbandSangelegenheiten erörtert. au»laiiS. Bestechungen in I a pan. Aus Tokio wird gemeldet: Ter Leiter der japanischen Telegrapheiiagenlur, Gondo, der von dem Vertreter des Reuterschen Bureaus, Pooleh, 10000 Pen erhallen haben soll, ist verhaltet worden. Au» 5f«M und Land. Gießen, 18. März 1914. Sturm und Hochwasser in Oberhessen, Ter kommende Frühling führt sich in diesem Jahre reckit unliebsam ein, Ter zilklonarlige 2turnt, der ani Montag nachmittag um 4 Uhr die Herren Stadträte am pünktlichen Erscheinen zur Sladtverordnetenversanimlung hinderte und von heftigem Regen, Hagelkörnern und Scknieegraupeln begleitet war, richtete in ganz Oberhessen größere Verheerungen a», als nach der Kürze des .Unwetters zn befürchten war. In den Telephon und Tele- graphenleitnugen ons dem Lande hat der Sturm recht böse gehänst. In den Anlagen und Gärten ivurde» allerorten Aeste abgebrochen. Auch die Hausdächer in der Stadt wur- de» durch de» Wind beschädigt Wie aus Frankiurt gemeldet wird, ivurde ein Teil vom Wellblechdach des Hippodroms abgerissen und zu Boden geschleudert, wobei zahlreiche Fensterscheiben entzwrigingen, Ten Höhepunkt in der Reihe der Ttiirmsckräden bildet jcdocki, ein E i s e >i b a h n u n f a l l, der lins ans F-riedberg gemeldet wird: — Friedberg, 18, März, Auf dem Bahnhose Assen he im (Strecke Hanau Friedbergs ging am Montag abend bei schweren! Sturni ein leerer Wagen durch und lies in der Richtung noch Erbstadt - Kaickwit zu Zwischen Assenheim und Erbstadt stieß der Durchbrenner mit dem letzten, von Hanau nach hiev abgegange-- ttcii P er so it e iiz n g e z u s anitncn. Ter Wagen c n t- glei ste , stellte sich aber quer über beide Gleise, so daß die Weitersahrt des Zuges unmöglich war. Die in letzterem sich besindenden Reisenden blieben nnverletzt. Sie stiegen an der Uitsallsielle in einen Packwagen um und fuhren in diesem nach Friedberg weiter, Reben diesen Frühlingsstürmen zeigen sich nun auch überall die Folgen des langanhaltenden Rcgentoetlcrs. U e b c r s ch w c m m u n g e n und Hochwasser richten in Stadt und Land argen Schaden an Daß die Lahn zurzeit Hochwasser führt und Icitweise die Uscrgrundstücke in Gieße» überflutet, konnten wir schon gestern mitteilcn. In Wetzlar stieg die Lahn in der letzten Nacht um 90 Zentimeter, in Marburg um 50 Zentimeier, Eine Nachricht, die in letzter Stunde aus Marburg kommt, belogt folgendes: ![ffi a rburg, 18.März, Die Lahn hat südlich int» tkrer Stadt, bei den Dörfern 'Ä r g e n st e i n und Ro l h, tvcile strecken überflutet, DaS Wasser steigt mtolge des andauernden Regens noch fortwährend, Auch d,e Ncbentäler der Ohm. Wohra, Allna usw, sind völlig über flutet, seit gestern hindert das .Hochwasser im Lahntal auch ben Ban der Umgehungsbah n. Die Arbeiten sind heule zum größten Teil eingestellt worden, TaS Wasser steht bis an die Arbeitsstätte, der Wicsengrund, durch den der Damm aufgeschllttet wird, ist überschwemmt, die Brucken und Durchlüfte am Klecbach und am Flutgraben stehen rm Wasser, so daß die Brstckenbauten unmöglich sind Bis nach Atzbach, Heuchclheim, Klcin-Lrndcn, Tnienhosen und Gießen bildet die Lahn einen großen See: die Bahn Gießen— -Wests lar fahrt bei Klein-Linden dmtch den 'See, In Gießen stehen besonders die Ttadtbleichen, der Schweinemartt und Strecken in, Hehler und Reastädter Feld unter Wasser, Auch die Wicscck ist in den letzten Tagen um mehr als l > t Meter gestiegen und führt ein reißendes, schmutzig gelbes Wasser, Wir au« dem B u s c ck e r t a l geschrieben wird, kann die Wieseck dort das Wasser der Zuflüsse von den Höhen nicht mehr aufnehmen, Jnfolgcdesseir sind besonders bei 3 tut i c n und Linden st ruth weite strecken der Wiesen und Aecker hoch überschwemmt, lieber die Folgen des hochioassers im Bogelsbcrg gibt eine Meldung Kunde. R, L a n l c r b a ch , 18. März, Ein schreckliches hoch masjcr sucht gegenlvärtig die Täler unseres Bogclsbergcs heim Tic durch unsere Stadt sließcnde Lauter ist enorm gestiegen und richtet bedenklichen schaden an. Gestern mittag wurde ein dem hiesigen Dampfsägcwerk' Henkel gehörender h o l z h a u i c n von dein rajcndeik Walser umgerissen und fortgeschwemmt. Die Kanäle sind vollständig verstopft, so daß die siraßen zum Teil von Wasser überschwenimt sind. Auch Brücken und siege haben gelitten und find stark beschädigt ivordcn. Auch in Allen darf a, d, Lumda trat eine lieber- schwemmltug ein, wie sie seit vielen Jahren utchl gctocsen ist, Tie Kreisstraße nach Elimbach lag von 3Uhr nachmittags bis 7 Uhr abends zwischen den beiden Brücken, ivelchc über die Lumdaarme führen, vollständig unter strömendem Wasser. Die Häuser in der unteren Bahnhosstraßc mären vom Verkehr abgeschnitten, Tic Reisenden dreier Ziige wur den von beherzten Pserdelenkern aus Wagen übcrgesetzl, wobei das Wasser bis an die Wageuachien reichte, D ic in c i l e n w e i I c n U e b e r f ch w e in in u u g c n int Niddatal nehmen infolge der andauernden Regengüsse nachgerade einen beängstigenden Umfang an. Zwischen hau s c n »nd B o ck e n h c i m überiintcl das Hochwasser die Land straße in einer Breite von 180 Metern und einer Tiefe von 45 Zentimetern, Der straßenbahnverkehr nach Hausen und Praunheim wird vorläniig durch Pendelverkehr aufrecht er- halteu. Für den Fußgängerverkehr errichtete die Stadl eine hölzerne N o t b r ii ck e, die jedoch bald von einer Seite nicht mehr erreichbar lvar, Hansen selbst ist zwar durch einen Teich gegen die Njdda geschützt, dafür dringt aber bereits das ,G r u n d >v a ss e r aus der Tiefe hervor und richtet in den Kellern und Mistbeeten der zahlreichen Gärtnereien uu° berechenbaren schaden an. Nicht minder groß sind die Verluste der Landlvirtc im Niddatal, denen die bestellten A e ck e r schon seit drei W o ch e u ständig s u ß h o ch nute r W a s s e r stehen. Gleich schwierig und gcsahrdrahctid ist die Lage auch in der südlichen Wetterau. Au die Frühjahrsbestellung, die jetzt schon bccndcl sein konnte, ist vorerst gar nicht zu denken, ** Tageskalender Ine Aiitttvoeb. den 18.Alärz: S tadl- t hea le c: .Rögeliprimg ‘ 'Amang 7 Ufir. Öellilrtie Vereinig n n a kur Volkskunde: ,Alt- Ciieijeii* sTr. Ebel), im pörsaat« der lliiiuetiitat, 8*, Uhr, ** Gießen N o r d, Tee Oberbürgcrnrcister hat sich dieier Tage an die Etscnbahudirektion gewendet mit dem Ersuchen, die beiden vorgeieheueir Ueberholungsgleise nicht an der Padenkurg, sondern in der 'Räbe der limertührung der Wißmarer KrcrSslraße und des Rodbergs airzulegcn und dabei den schoir lange schwebend,-» Platt einer Personcnhaite- stelle Gießen-Nord zu verwirklichen. Bei dieser Lage dcr Uebcrholungsglcise sei auch die Anlage von privaten 'An schlußgleisen zu envarteu, die iür die lvcilcre Enllvicklung der Gießener Industrie unbedingl »ölig, beim Gülerbahnhos aber, der zwischen der bebauten sladl und der Lahn eut- gezivängt sei, kaum möglich lvärc. Dadurch würde auch der sehr bcjchränkre Gülerbahnhos Eiießen sehr entlastet werden, solche Vorteile könnten bei Lage der Ueberholungsgleise an der Badcnburg lern von Ansiedlungen, die ArbcirSrräilc in genügender Zahl liefern können, nidn zu erwarten sein, ** Rechnung der Provinzialka s s e, Tie abge- schlossciic Rechnung der P r o v i n z i a l k a s s e für Ober- Hessen zeigt eine Jahrescinnahme von 995 131 und einen Uebcrichuß von 100 237 Mk. Die Beiträge der sechs Kreise betrugen 419 888 Mk, AuSgcgeben wurden für Kreisstraßen 333 937 Mt,, für Gesundbeikspslege 149.533 Mk„ für Unterricht, Wissenschaft und Kunst 24 315 Mt,, für Landwirtschaft. CKlvcrbc und Verkehr 19 501t Mk, ”* E i n elektrotechnischer Fa ch k u r s in der Installation elektrischer Lichtanlagen wird in der Gewerbeschule zu Gießen in der Zeit vom 21, März bis Mitte Juni d, I, abgehaltcn. Unterrichtet wird wöchentlich an Donnerstag- und Samstag-Bor und Rach- miltagc», sowie an Sonntag-Vormittagen mit Ausnahme der in diese Zeit salleuden Feiertage. Ter theoretische Unterricht lvird erstreckt ans Ciektrizitätslehre, Anfertigiing von Jnstallationsplänen, sodann auch auf Justallalrous- matcrialien und Kostenberechnungen, hieran reihen sich Jnstallationsnbungcn und die vrattifche Ausführung von Installationen in tnehreren Geväiidcn, Ter Unterricht ist vorzugsweise iür Handwerksmeister bestimmt, die mit Jn- staltationSarbciten vertraut sind, jedoch >änn auch solchen mit der eleltrischen Installation betrauten handtoerksntei- stern der Besuch des Kurie« emosohleu werden, welche bisher eine geregelte Ausbildung noch nicht erhalten habe» und sich daher i» der Ausführung von Licht-Installationen noch nicht ganz sick)er suhlen, ** Pninpgenies gab eS in unserer Stadt zu allen Zeiten, aber in solcher Anzahl, luic sic jetzt in unserer Studentenschail vertreten sind, gab eS solche Puinpiers noch nie. Es sind dies junge Akademiker, die nicht ans Rußland oder Oesterreich, sondern ans einem süddeutschen Königreich kommen, um in Hessen zu studieren, um daun eine Anzahl Leidtragender in unserer Stadt zurückzulassen TaS Amlsgcricht hat in letzter Zeit Dutzende von HnstbetMön zur Erzwingung des Osfenbarungscides gegen solche Studenten erlassen müssen und einige der Herren haben ihn geleistet, ** Pom Stadttheatcr wird geschrieben: Vor der Erst- aussühiung von Max Trepers neuem Schamviel „Tie Frau des Kommandeurs" am nächsten Frci»a>v dürste ein Auszug einer Beivrechung über die Premiere dieses Werkes am Meininger tzoitheoter interessieren: es heißt da: „Ter gestrige tzlbend brachte uns vor allein die eine große Freude: endlich einmal ist ein Dtarna cnlstcrndcn, das inan als Kunstwerk cmoiindet: cm männliches Stück, das mit der kristallklaren Tiefe des Problems so viel reines Menschentum, soviel toundcrvolle Lcbciisbeiahnng u,rd Lebcn»- stärkc verbindet, daß man froh und beglückt dastech, als wäre mau re.»ch beschenkt worden. Ein kluger Mensch hat das Stück geschrieben. Einer, der das Leben in seinen höhen und Tsesetr, in seinen Weiten und engen Düntigkeiten kenn!: der toeiß, daß sich diese vielgestaltige göttliche Kraft nicht in Formeln pressen läßt: der die Melodie herausfühlt, die in diesem Aus und Ab, in diesen Harmonien und Dissonanzen liegt, die wir das Leben nennen. Und zu dem Menschen und Dichter, der uns lie, hincinsührt in die tön lichste, unvergänglichNe, reichste Materie, die wir kennen, gesellt sich der Bühncntechnckcr, der alles, tuas er 'mptrnüet und durchlebt, was er zeigen und ioomrl er wirken nioch.c, rn erniochen Lenien -fBÖM'm läßt, ferm lmbrirrt« $Urrbcit durch anmuligsj Ranken-, wrf helft: wird. Logisch unb flat cntwidclt sich da? Geichenen ach der Buhne. Man folgt in atemloser Spannung den kunstvoll oersttlnngcue» Wegen: man sübll und erlebt in den ernsilcklwrren wie in den lcichi-ionnigen -telle,,. Und nimmt eine irrende mit lunwig, die nicht mit vielen, Geld zu bezahlen ist Das Publikum »pendere herrlimen Bei sali." *' (S b c in a l i n e Hessische LudiuigSbaiinbeamtc. der VereiiiSversanimlung der ehenial. Hessischen LudwigS- dahnbeamtcn an, Sonntag nachmittag zu Mainz, die von ungefähr 130 Mitgliedern besucht war. kamen hauptiächlich .»»ere Perelnsangelegenberten zur Beratung. Bei Beginn der Sitzung gedaelste mit marinen Worten der VrremSvarjiizrnde. Giienbahn-Obersekretär Henrich, de? vor kurzen, in Tarni- sladt verstorbenen Geh. OberbanratS Kilian, der als ehemaliger LudwlgSbahnbeamter den Bestrebungen dcS AcreinS vollste Sympathie entgegenqebracht habe. " Im G ie ß e n er Les e hal l c - B e r e i n hält morgen abend der durch seine wissenichastlicheu Lnstsahrten und seine meteorologischen Forschungen bestens bekam,,c Prioaidozent Tr. .Ulbert Pepvlcr eine» Lichtbildervortrag ü b e r w i j i cn Ichait licheund sportliche Lnstsahrten. Bei den. Bortrag, der in der Turnhalle der höhere» Mädchenschule ftattfiubct und zahl reiche bochintcrenante Lichtbilder bringt, ist jedermann willkommen. ** (Sii, Flugzeug (Doppeldeckers überflog heute niorgen, kurz vor II llhr, unsere Stadt. Ter Apparat war in beträchtlicher Höhe und flog in ziemlich raschem Tempo in der Richtung Frankfurt—Marburg, nachdem er einige Male über Ehesten gekreist war. ** Waldlaus. Die dem Jungdeutschlandbund Gießen- Stadl angcschlosscncn Turn-, Ruder-, ^port- und Wanderoercine veranstalten am Sonntag, 5. April, einen Frühjahrswaldlaus. Dieser freie Laus durch den Wold aus »«geebnete» Wegen und über Hindernisse ist nicht als Wettlauf anzusehen, sondern soll lediglich solche, die vielen körperliche» Uebungen sernstehen. an ihre Pflicht dem eigenen uörper gegenüber erinnern. Ten Teilnehmern bringt er mit den, Genuß der flotte» Bewegung in freier Lust die hohe Freude au der pcrwiüiche» Leistung. ** Das Groß h. Hessische Regierungsblatt hot folgenden Inhalt: l. Errichtung von Kirchcngeniein- de» und Pfarreien sotvie Acnderung der Bezirke derselben. — 2. Promotionen an der Großh. Landesuniversität rm Fahre 1013. — 3. Namensänderungen. — 4. Ordens Verleihungen. — ö. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. —,6. Dienstuachrhchten. — 7. Stcrbe- källe. ** Kleine Mitteilungen. Tie Rechnung der Pro vinzialkasse der Provinz Starkcnburg weist 098 009,30 Mk. Einnahme und 706 710,71 Mk. Ausgabe nach und schließt mit einem Barvorrat von 201 389,09 Mk.» ab. Für Bau und llnter- baltnng der Krcisstraßen wurden 860 621,77 Mk. ausgegebcm — Tic Oeionvuiicgebnilde des Schlosses Adolfseck bei Fulda sind ein Raub der Flammen geworden. Tic Sommerrcsldcnz der I a n d g r ä f i n A n n o v o n b e s s e n wurde gerettet. Die Brand- stiiterin, ein lOjähriges Dienstmädchen, ist verhastet. Das Mädchen hätte sich Ticbstähle zu ichulde» kommen lassen. Weil es dafür zur Rede gestellt wurde, steckte es die Scheune in Flammen. — Erwagungeil über die Errichtung eines neuen Rathauses in Offcnbach sind schon seit Jahren in, Gange, aber immer wieder an der Fiuauzsragc gescheitert. Diese ist jetzt insoserii gelöst, ata für den Neubau eine Million Mark vorgesehen und, die ans der neuen 14-Miltioncn-Mark-Anleihe entnommen werden solle». Die zurzeit schwebenden Verhandlungen drehen ijch in der Hauotsachc UNI die Platzfragc. — Auf der Grube Baute,iberg im Stegcrlaud wurde der Berginaim B. Roth aus WilgerSdor, durch abstürzendes Gestein getütet. — Während einer Geschästssahrt explodierte bei Wincnbach dar Automobil der Frankfurter Zivetgstclle der Siemens Sämckert-Werke. Ter Führer, Ingenieur Hossmai, n aus Wemar, konnte sich im lebten Augenblick durch einen Sprung aus den, brennenden Wagen retten. — In Griesheim bei Darmstadt ist das 5 Jahre alte Kind des Metzgermcisters Bausch in Abwesenheit der Mutter in der Wurstküche an das Feuer geraten und verbrannt. — Einen Selbstmordversuch machte beute der aus Scknoeden stammende Student Ä. in Darmstadt. Der Student stand vor seinem Diplomezamen. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 18. März. Hier wurde — vielfachen im Anschluß an die OOjäbligc Jubiläumsfeier der Alsfelder Realschule in 1911 zutage getretenen Wünschen cntsvrccheud — ein „Alsfeld c c Obcrrealschulverei n" gegründet. Sein Ziveck ist, durch Veranstaltung von Zusainmenkünsten den jeweils noch lebenden Angehörige» der ehemaligen Realschule sowie den ehemaligen Angehörigen der nunmehrigen Obcrrealschulc i» regelmäßig wirre, lehrende,> Zwischenräumen ein gemeinsames Wiedersehen zu ermöglichen. Vorlitzcudei Ivurde Herr Fabr,kd,rekwr Gustav Ram speck II. Kreis Friedbcrg. L Friedderg, 17. Aiärz. Zurzeit zieht die Post in ihr neues Gebäude an der Mainzer Tor-Lulaae über. Ende dieser Woche wird di« neue Post den, Verkehr' übergeben iverde,,. Ei» Hausmeister Ivobut bereits dar,,,. Tie Stelle des Postdireklors versieht ei»stiveil«tt der Lostinsvektor. — Gegenwärtig wird die Falirbah» der nencii Kreisstrgße Friedberg—Bad-Nauhei»> her- gestellt. — In der Hauoti'ellaiiiiiilinig des Vereins der Gast. ,v i, I e der Wettern» svrach nia» über die Sie>nveladgaden der Wirte und beklaglc sich über deren starten. — In der tzlacht von Freitag Niii Samstag kn», ein «onderzug »nt volnischen Arve > l e r n liier an. 200 stiegen I icr auö, um ans den graßen Sintern »nscrer Umgebung sn arbeiten. Hessen-Nassau, h Frankfurt a. M., II. März. Eine Sonderanfführnng vvn Shaws .Teufelsfchnler' durch das Rhein-Mainifche BerbandSttfeater brachte heute eine Reincinnahnic von 2700 Mk., hiervon waren 1200 Pik. durch freiioillige Zcichnnngen ansgebracht. Daniit ist der Fehlbetrag für das neue Geschäftsjahr gedeckt und der Fortbestand des PerdandStheaterS, dem 2ö0 Organisationen mit »olkSbildncrischcn Tendenzen im Rhcin.Maingebiet nugehören, bi» aus rveitercS gesichert. UnIvcrsitätr-NacdrichLen. Ter Kirchenhistoriker Professor Tr. thcol. et phil. Heinrich B ö h m e r , der kürzlich einen Ruf an die Universität Erlangen! erhielt, wirb diesem keine ^olge leisten. Ter Gelehrte kam vor zwei Jahren von Bonn nach Marburg. - Dem Privatdozenten an der Universität Freiburg i. Br. Tr. Fritz B i g e n e r lMittelalt. Geschichte) und Dr. Wolfgang All) Klassische Philologie, ist der Titel a. Professor verliehen worden. — Professor Tr. Uritz S ch w a n g a r t , Privatdozent für 'Zoologie an der Technischen Hochschule zu Karlsruhe hat den Ruf als ordentlicher Professor der Zoologie an der Forstakademie zu Tharandt zum Avril d. I. angenommen. Hochwasser und Stürme. Trier, 18. März. In der 'Jiarfit lobte ein orkanartiger Sturm, der in den Wäldern Hunderte der schwersten Bäume entwurzelt und die Staikstiomlrikung der Ileberlandzentrale stel- lenwcise zerrissen hat. Ter Dampfer „Mosel" wurde bei», Passieren der .Trierer Brücke gegen einen Pfeiler geschleudert und stark beschädigt, Karlsruhe, 18. März. Ter seit gestern im ganzen «chwarzwalde herrschende Sturm richtete au den Wäldern großen Schaben an. Tie Flüsse zeigen infolge der starken Regengüsse wieder erneutes Anwachten und haben weite Strecken des Landes überschwemmt. Be, Tl. Blasien ertrank ein 5 jähriges Mädchen >u der hochgehenden Alb. Glückstadt, 17. März. Jui Gebiet der Unterelbe herricht seit gestern Unwetter. Nachdem cs 36 Stunden geregnet hatte, be» begann, ein starker Nvrdweststurm. Tie dadurch hcrbcigefübrte Sturmflut überschwemmt die Ländereien vor den Deiche» aus weithin, Ter starke Seegang hat an den Uferbefcstiguiipen erheblichen Schaden angcrichtet. Verschiedene kleinere Schiffe find gestrandet. Auf der Unterelbe stockt der Schiffsverkehr. Heute mittag hielt das Unwetter »och an. Leipzig. 18. März. Ter gestrige Unfall aut der Buch- geivcrbcausstellung stellt sich al, minder schwer heraus. Bon de» fünf infolge des Einsturzes des Baugerüstes verletzten Arbeitern konnte,i bereits vier nach Anlegung von Verbänden aus dem .Kronkenhaple entlassen werden. Als einzige Ursache des Unfalls ivird der orkanartige Sturm bezeichnet. Berlin, 17. März. Unter Blitz Uild Donner hat heute nachmittag ei» lebhastes Schneetreiben eingesetzt. Dendcrmonde, 17. März. Die Tender ist ans ihren Usern getreten .und hat verschiedene cvtadtojertel überschwemmt. Mehrere Deickw der Lchetde und der Tender sind gebrochen. Tenderbelle und .Umgegend sind überschwennni. Brüssel, 16. März. Ter S t >I r m hat sich seit gestern gelegt und auch die Regengüsse haben ausgehört, die Ucberschwem- mungen scheinci, aber allenthalben, namentlich in Flandern, Schaden augericktet zu baden. Man meldet auch von einem deutschen Sckist „Bielefeld", das, ans der Fahrt von Antiverpen nach Batavia, IN unmittelbarer Nabe von Antwerpen sich in Seenot befinden soll. Einzelheiten fehlen noch. vermischte». * W a h l w e i be r str e ich e, London, 18. März. Als der König und die Königin gestern einer Matinövorsten lung in, Paladium-Theater beiwohnten, begann eine Fraiienstimmrechtlerin im ersten Rang eine Ansprache über Frau Pailkhurst an das Herrfcherpaar zu halten. wie wurde durch zornige Rufe oom Publikum unterbrochen und von einem Polizisten schleunigst dbgcführt. — Die im Unierhause verhaftete Suffragette ist die ledige Katharine Wilson. Sie wurde zu sechs Wochen Gefängnis mit Zwangsarbeit verurteilt. Unter ihrem Mantel ivurde eine Biehpeirfche gefunden, mit der sie »ach ihrer eigenen Erklärung lirabjichtigte. den Premierminister und de» Mvnster des Innern zu verprügeln. vüchertisch. „Welche Vorteile bietet die Deutsche Dov- v e l du ch s ü h r u n g . Verfahren Schi einer" (Verlagsau statt Turolia, Briren a. E. liiid München., Der Beriasser, Pro kurist Schirmer, bespricht ziiilächst dir Ausgaben rund den Zweck der Buchführung. Weiter schildert er dir Mängel der in den meisten Geschäftsbetrieben üblichen italienischen und anicrikanischrn Biichführinlgsart, dir der »ruen „Deutschen Buchführung" nicht aniiaiicn iiiid verweist au> sein denmächst dariiber erichcineiide- Lehrbnch. Tiefe neue Buchsühlungsart bat sich bereits glänzend bewährt und ist trotz ihrer Einfachheit zuverlässig und leicht verständlich. - Märkte. le. Frankfurt a. M. Scknvei »einnrktberirü! vom 18. März Anstietriebeii waren ISIS Schweiiie. Pollfleisckiige Schweine von 80 bis IM be Lebendgewicht 49.00—52.00 Mk., Schlachtgewicht 0 i.00—G4.U0'3>!f., vollsteischige Schweins unter 80 kg Lebendgewicht 48.00—.'0.00 Atk., Schlachtgewicht 62.00—04.00 Mk.: vollsteischigr Schweine von 100—120 i,g Lei 'ndgewicht 49.00—r>2.00 Alk, Schlachtgewicht 62.00—64 Alk.: vollsteischige Schweine von 120 bis IM be Lebendgewicht 49.00—ö 2 0 Mk, Schlachtgewicht 02— ! d4.00 Mk. Geschält ziemlich rege, bleibt Ueberstand. 0-. Frankfurt a. M., 18. März. lOriq.-Telear. des „Gieß. Llnz.", Llnitlichc dlotierunge» der heutigen Frucht,na, klvreise. Weizen lhiestgerl Mk. 20.25— 20 b0, Knriiessischer Mk. 20.2b—20.b0, Wettern,,er Mk. 00.00-00.00. Roggen (hiesiger) 1'ffN 16 2\—16.60, Eierste (Wettern,,er) Alk. 16.2b—17.Ö0, Gerste. Franken, Wälzer, Ried Alk. 16.50—172)0, VM'C, Mk. 16.25—17.25, Mais Alk. 15.00-00.0i;, Weizenmehl 0 Alk. 00.00—00.00, Weizenmehl I Alk. oO.OO— 00 . 00 , Weizenmehl III All 00 00 — 00 00, Roggen»,ebl 0 Alk. 00.00—00.00, Roggeninehl 0/1 Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl I Alk. 00.00—00.00, Weizenklew Mk. 0.00 - 0.00, Weizcnschalen Alk. 0.00—0.00, Rogge»- flcic Mk. m>.00-00.00, -Atalzkenne Mk. 00.00-00.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk.00.00 - 00.00, Lilles per 100 lex ab hier. ke. Frankfurt a. M., 18. März. lOrig.-Telenr. des „Gießener Anzeiaers".) Kartoise ln,art t. Man notierte: Kartosseln i» Waggons Mk. 4.00-4.50. in, Kleinhandel Alk. 5.50—000 fiiv je 100 ke. Amtlicher Wetterbericht. Oessentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichtcn in Hessen an, Donnerstag, den 19. Alärz >914: Wechlelnde Bewölkung, Lliederschläge in Schauern, kühl, lebhalte westliche bis nordwestliche Winde. Letzte riachlviclite». Ein Thronerbe i» Braunschweig. Braunschwri g, 18. Mürz. Die Herzogin von Prann- jchwcig ist heute morgen uni ü llhr von einem Prinzen rin bunden worden. Der deutsche Handelstag. Berlin, 18. März. Der heutige» Arbeitssitzuiig des Deutschen Handelstages ging heute abend ein gemiitlichrs Beisammensein im Saale des „Rheingold" voraus. Die Einladungen dazu waren von der Potsdamer Handelskain» mev erlassen. Eine emosehlenswerlc Gchalt-F„ tterrunkek ist die aus der Erde wachsende Original-Friedrichsniertlier Futtcr- rübc „Zuckerwalze" in Eckendorfer Form und rotgclbcr Farbe. Eine außerordentlich ertragreiche Züchtung, die große Massenerträge sbiö 600 Ztr und darüber von >/, Hektar' einer sehr zucker- reichen Rübe nrit hohem Trockensubstanzgehalt 'lt 14 Pro,- liesert. Ihre Haltbarkeit ist eine sehr große und kam, „Zucke, walze" deshalb noch bis zu», Hochsommer oeriüttcrl werde». Auch ist die Züchtung „Zuckcrwatzc" sehr widerstandsfähig gegen Türrr, Frost und Krankheile,,. Tic Mutterrüben und auch die Saat sind tu rauhem Klima, aus geringen, sckuvcrcn, tauige» Höhenboden hcrangezüchtct. Das Saatgut .hat sich unter den verschiede,istru Verhältnissen bewährt und eignet sich für icden Boden und für jede Höhenlage. „Zuckerwalzen" eignen sich zum Trille» und zum Verpflanzen. Bestes Winters»tter sür Rindvieh, Sch,oci„c, Tchasc tikw. Aussührliche Drucksachen über Original-Fricdrichs- werthcr Futterrlcheniamen „Zuckcrwalze" versendet dir Domäne Friedrichswerth 1474 lThürüige»), v'" RrinKS meine 3165 Herren- u. Damenschneiderei in empfehlenswerte Erinnerung. Neu aufgenommen durch günstigen Einkauf: Sport- und Sakko-Anzüge sowie Paletots und Hosen Grosse Auswahl, gute QnalitSten, billige Preise Jean Eckert Bisaiarckslrasse II, I. 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Badeorte in Savoyen Herrlich koloriertes Nnlurbild. 3726a Liebesdiplomatie 1 Amerik. Komüdien-Schlager. Pathe-Journal Ber beste aller Wöcheh^ericlite. Der Eiermaim Eine Filmliumoreskc von ALFUEI) HALM. Eine glänzende Lustspiel-Idee wird hier von Alfred Halm zu einer köstlichen FihnliumoresUe verwandelt. In der Hauptrolle der neue n. jetzt schon überall berühmte, hervorragende Film- Humorist Teddy Giessener Lesehalle - Verein Tonncrsiaa. de» 1». März 1HI4, abend» SV. lllir: 2. öffentliche Vorlesung in der Turnhalle der Höheren Wlädchenschule (Eingang Dannn,traue». Herr Privatdo.',e»n D>. Deppl«., (Gies;en>: Uf 6 rrroiiitiii(f|of(l.ii.ii)(ittu;uftfafirt(H mii Vidilbiliieriii. MM l) üetermami iit luiUfo mien. Ter Tiirmnuerrich! bat i» [einem »oUcii Itmfanne wieder bcaonuen. Wir laben zur jatil reichen Seleilifluna ein. ÜG14 1) Ter Vorstand Turn- und Spielplan. Dienstaa u. Svcitna abends!» »br Rieaeniurneu- Mitiwoch tindjm ■i Ubr: Schüleriurneii. abends TomierSlaa abends !» Ubrv Tnrnen der !> Uhr: ,Rechten. tvoiinersra« ooenos » »br: Turnen de: Tamcnticac iit der Turnballe. Ballioieic iinden Tenn- taas van 1i Ubr an stau. — Trr AiilaiiedSbeitraa beiragt für das Bieneijahr Mk 1.50, für S«,Ii»,e 50 Ufo. Zugunsten des im Herbst v. J. begründeten Unterstützungs- Fonds für bedürftige Mitglieder veranstaltet die Direktion des Stadttheaters am SAMSTAG, DEN 21. MÄRZ einen Osffentliciisr Vortrag Sonntag. 22. März 1914. nachm. 5 Uhr, in Nteiiis Saalbau (Steins Garten) über 37031) bei dem das GANZE KÜNSTLER-PERSONAL sowie die REGIMENTS-MUSIK mitwirken werden. Um diesen zu einem Festlichen Gesellschaftsabend zu gestalten, sind die Unterzeichneten zu einen» Komitee zusaminengc- Treten, das sic'» zur Aufgabe gestellt -hat, für die Darbietung von Erfrischungen und für den Verkauf von Blumen etc. an ei per Anzahl von Büfetts wahrend der grossen drei viertelstündigen Pause, sowie nach Schluss des Programms zu sorgen. Der Anfang des Abends ist auf 8 Uhr, da* Ende auf etwa 12 Uhr festgesetzt. Der Vorverkauf der Eintrittskarten beginnt Samstag, den 14. d. Mts. Die Preise sind (die ei »»geklammerten Zahlen gelten erst, von Donnerstag an) in Loge und I. Rang-Vorderplatz Mk. 4.00 (3.50 , I. Parkett und 1. Rang-Mittclplatz Mk. 3.50 (3.00. II. Parkett und I. Rang- Rück platz Mk. 3.00 12,75). III. Parkett, II. Rang- Proszeniums löge und Vorderplatz Mk. 2.00(1.50), II. Rang-Mittel- u. Rückplatz Mk. 1.50 (1.25). Galerie Mk. 1.25 (1.00). Die Logen werden vor Donnerstag nur im ganzen abgegeben. 3308D Mehrzahlungen werden mit grösstem Dank angenommen, ebenso Natural- spenden, die man bei einem Komitee-Mitglied anmelden wolle. Frau Oberstleutnant von Bibra. Frau Musikalienhändler ('hallici-, Frau Geheimrat Eck. Frau Rechtsanwalt Fugisch. Frau Geheimrat Fromme. Fran Bankdirektor Heichelheim, Frau Amtsgerichtsrat Hirsch, Frau Universitäts- Rektor Körte, Frau SieclicnhausVerwalter Leich, Frau Bahnhofs-Restaurateur Xiemami. Frau Dr. Ploch. Frau Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, Frau Sanitätsrat I)r. Schliepliake, Frau Direktor Stcingoett' r. — Alfred Bock, Ernst Cliallier >cn., Professor Fromme, Bahnhofs-Restaurateur Nicmann, Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, Direktor Stcingoetter. Freiwillige Gail'sche Feuerwehr. Samstag, 28. März, abends !> Ntzr, im Saale des Kameraden Schweinsberg I ordentl. Hauptversammliineii TaacS-Qrdnttng: 1. AaureSbertdit. L Kassenbericht. 3717D H. Berleihuna uoit Dienstabzeichen. 4. Etwaige Anträge. 5. Borstandsivatil nach Maßgabe des Satzes 12 der Latzungen und Ersatzwahl eines ivettereu Berntzerv. 0. Verschiedenes. „Die gegenwärtige Lage des Haus- und Grundbesitzes mii besonderer Würdigung der Steuerplage (Hessen)“. Referent: Herr Marlin Levigard aus Frankfurt a. M. Freie Aussprache. Gäste, auch Damen, willkommen. AVir machen besonders die dem Verein bisher noch nicht beigetretenen Int«» essentcn aufmerksam aut diese Gelegenheit, sich über die »Je selbst unmittelbar berührenden »vlclitigen Fragen zu unterrichten. Der Vorstand des Vereins der Hausbesitzer. Inion-Theater 81 Seilersweg 81 HitlWich, II. DoiBorstag, 19. Freitag, 20. Bürx Ein reichhaltiges Sensationsprogramm a oii sorgfältiger Za«inmmeii»(ellang;!! Krieg und Frieden Herrliche Komödie. Zum Lachen. Großartige Naturanfnahmel Das Arsentinatal In den ligiir. Alpen F überwältigend ist der Anblick der tosenden Wasserfälle und tiefen Schlachten. Drama in 3 Akten. Zum Lachen! Zum Lachen! Luuy hat seine Frau verloren. Wl' lachen will, muß sich diese Komödie ansehen. Wochenübersicht des Unioniheaters Neuestes aus aller Welt! Mode, Sport usw. Gepfefferter FhpfrPIlHpnf Gepfefferter Humor! ullcli cUUcil. Humor! Tn der Hauptrolle Julias. Bei diesem Stück kommt man überhaupt, nicht aus dein Lachen. SenRation ! ilüsTea# eisschioß Spannendes Drama in 2 Akten. Stheaawerl sind die di«r verkommenden ak* ssiiesltcken Gransaaikeitea des JHiitalaltera. 370üa Die Direktion. Uniform: Dieustanzu, uoiliiiüiöinc Ausrüstung Der Vi.rNian.1. Die glückliche Geburt eines kräftigen MÄDCHENS zeigen hocherfreut au Ernst Petri und Frau Mari rie gcb. Haubach Giessen, 17. März 1914 ®riie«fifd|e tt. Kablim, i.Eisvaduna. ladellus iebend- frifebe teiltftc Nordfecware, soeben cinaelrosten u. dilliast bei 400 August Wallenfels. Wichen, Marktplatz 17. Telephon 262. Waschbntten, Pslnuzenkübcl, Iaiichefässer § empricltlt bill. Bb.Lommer- koru, Zlüferei, Bleichste. lÄ. Uebigshöhe. - JoiuierstlillA-KUHr: Kaffee Konzert Dir.: Hermann Stf-ingoettar. Mitlworlbd. * s.Wär.Utn i alicttbci 7 Höv: 1!K Milltvvch - Abonnements« Borttelluna. — Gewöhnliche Preise — Neuheit! Neuheit: HÖ 886 l 8 MRig Lustspiel in 3 Slktcn von Carl Nötzler. (P er fasse r von „Die sütti Ardnksurter".) _ 1 Ende h 1 i lllir. '3740t Der Stadtau»lage' heutiger Nuntmer liegt ft ltSM y 1111 (slunblntt ty’i Buchtzandiuna her BUacrmiinon Clichcu bei, aus welctzc.- ytcrntil besonders aufmerksam gemacht sei. 13718