Nr. 63 Der «letzener Snzei-ek erscheint täglich, außer EonntagS. - Beilagen: viermal wöchentlich SiebenerLamiliendlelter! zivemiat wöchenit.Ilreir- blatlffirbtn Kreis Aicfien iPtenslagundFreimai: SiMtmal »,anall. Landwirtschaftlich» Seilsraaen Feruiprech - Anschlüße: iär die Redaktion 112, Pcriag », Expedivo» bl Adresse lür Depeschen: Aiijciger Gieße». Annahme von Anzeigen lür die Tagesmnnmer bis vormittags S Uhr. Erstes Blatt J64- Jahrgang Montag, 16. März 191- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhessen Rolatfon$6rti(! und Verlag -er vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange. Rt&aftion, Lxpedition und Druckerei: Schulftrahe 7. «ezugSprel»: ,»onatlich7öPs„vierlel- sährlich Alk. 2 . 20 ; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlicb 60 Pf.; durch diePost Aik. 2 .— viertel» jährl. ausschl. Bestilla. ZeilenpreiS: lokal IbPs, aiisivärtS 20 Pfennig, tz hesredakleur: A. ©oclv Verantwortlich für bei« polit. Teil: Aug. Goetz; lür .Feuilleton', ,Ver- mischles'und.Gerichttt- saal": Karl Neurath; lür .Stadt und Land': Kurt Bendt; lür den Anzeigenteil: H. Bech Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. TagestalenScr aus den» Jahre 1814. 16. März: Bereinigung der neu gebildeten deutschen Züd- armee, der auch das hessische Kontingent angchört, unter dem Erbprinzen von dessen-Homburg bei M a? o n, nördlich von Lnon. Die Beseitigung der Krtfis in Hessen. Unser Darmstädtcr Mitarbeiter schreibt uns: Tie Beratungen des Staatsvoranschlags für 1014 haben in der Zweiten Stänüekammer diesmal im allgemei-- nen viel weniger öffentliche Ausmerlsainkcit erregt, als das feit Einführung der einjährigen Bndgetpcriodcn um die Wende des Jahrhimdcrts der Fall war. Eine Jahres-- recht,ung von mehr als 86 Millionen Mark ist aber für einen der „kleineren Bundesstaaten" doch immerhin eine recht respektable Sache und ivohl des Schweißes der Edlen wert. Aber in diesen Tagen drehten sich die Tinge nicht um den baldigen ordnungsmäßigen Abschluß des all- >jährlichen Staatsbudgets, sondern die Losung des Tages ivar fast einzig und allein die Beamten- und Lehrerbesol- dung, deren allseitig erwartete, endgültige Verabschiedung vor Beginn der Haushaltsberatung noch im letzten Moment geradezu durch eine — nun sagen lvir — force majeure verhindert ivorden war. Als daher in den letzten Februar-, i tagen nach den bedenklich „kesselnden" Verhandlungen zwi- sä>en den Wortführern der drei gesetzgebenden Faktoren der Präsident der Zweiten Kammer den Beginn der Budgetberatung ohne Widerspruch auf Dienstag, den .'!. März, festsetzte, stand cs von vornherein fest, daß die allgemeine Aussprache zum Staatsvoranschlag eigentlich nur eine erneute Aussprache und Weitcrverhandluug über die Bejol dnngsrcform iverden würde. Und der Verlauf der Han»» chaltsverhandlungen hat diese Annahme auch vollauf be- -stätigt. Nicht divergierende Erörterungen über wichtige Budgetfragcn oder notwendige und zweckmäßige Ersparnisse in den Staatsausgaben, ivie sic sich angesichts des imnier langsamer marschierenden parlamcntarisck>en Ausschusses zur Vereinfachung der Staatsverwaltung mit jeden, Tage mehr aufdrängen, da die bisher erzielten positiven Ergebnisse des Ausschusses in keinem Verhältnis zu dem Vicimillionenhaushalt und dem zu seiner Verbesserung inszenierten Apparat stehen, sondern das Streben, in mehr oder weniger offenherziger Form die Stellung der verschiedenen Fraltionen zu den Tiffercnzpunkten in der Besoldnngssrage zn rechtfertigen, bildete den Kernpunkt der allgemeinen Aussprache Und die Absicht ist wirklich erreicht worden. Tie Bc- soldungsresorin ist glücklich gerettet, die Haushaltserörtc- rungcn sprudeln fort! Daß eS gerade schön war, wie cs erreicht wurde, wird allerdings niemand behaupten wollen. .Nachdem an, Mittwoch voriger Wollte in später Abendstunde die Herren beider Finanzausschüsse und der Regierung beglückt über die endlich gelungene Verständigung sich die Hände reichten, hat ivohl niemand geahnt, daß auch, diese neuen und „allerletzten" Präliminarien nochmals eine arge Anfechtung erfahren würden. Das war aber bei den Plenarvcrhandlungen am Freitag der Fall, und .zwar besonders aus den, Grunde, nieil im Finmizausschuß noch einmal der Versuch „ntcruommen worden war, eine schon verlorene Position, die Besserstellung der inittlercn Beamten bei den Zentralbehörden, durch eine höhere Ortszulage zu retten. Durch die Bewilligung der vom Ausschuß beantragten Aenderungcn zu GchalkStlasse 62 und 34 würde aber die Kluft, die bisher schon zwischen den Gehalten der mittleren Beamten und denen der Lehrer bestand, noch mehr erweitert worden sein und wenn auch die bürgerlichen Parteien — besonders die städtischen Vertreter — sich gern mit dein Antrag des Finanzausschusses einverstanden erklärt hätten, so traten desto cnergisck)cr die Sozialdemokraten dagegen aus. deren Wortführer, Abg. Ulrich, rundweg versicherte, daß die inzwischen längst schwankend gewordenen Sozialdemokraten nur dann für die Bewilligung der ganzen Besoldungsvorlage stimme» könnten, wenn der neue Ausschußantrag gestrichen würde. Auch ein Redner der Natioiialliberalcn. des Bauernbundes und des Zentrums erklärte sich für die Streichung dieses Antrags, und da dieser dann auch mit erdrückender Mehrheit abgelehnt wurde, so erlebte die Zweite Kammer das höchst seltene Schauspiel, daß R a t i o n a l l i b e r a l c, Zentrum und Sozialdemokraten geschlossen für die Annahme der Ausschußkompromißanträge über die Lehrerbcsoldung cintraten, während von der fortschrittlichen Volkspartei die Hälfte, von der Fraktion des Bauernbundes die überwiegende Mehrheit gegen das endliche Zustandekommen der Vorlage stimmten. Die Aussichten für die Annahnie des Ausschußkompro- misses waren unmittelbar vor der Schlußverhandlung noch besonders dadurch aus äußerste gefährdet worden, daß neben der .Hälfte der freisinnigen Abgeordneten auch die große Mehrheit der Fraktion der Bauernbund-, I e r einfach versagte. Einer der Führer, Abgeordneter Brauer, gab vor der Abstimmung die Erklärung ab, daß die am >:!. Juni 1918 beschlossenen „Richtlinie n" durch die Anträge des Finanzausschusses nicht erfüllt wurden und daher die Mehrheit der Fraktion „leider" nicht in der Lage sei, der Besoldungsvorlage zuzustimmen. Ob-, wohl ein derartiger Umfall seitens vieler Bauernbündler längst erwartet worden war, löste er doch schon angesichts der lakonischen Kürze seiner Begründung allgemeines Erstaunen ans. Aber vielleicht ist es gerade diesem Umstand init zuzuschreibvn, daß darnach sowohl die Nationalliberalen, wie das Zentrum, bei denen man vorher manchen unsicheren Kantonisten namhaft machte, geschlossen für den Lehrerbesoldungskompromiß des Ausschusses eintratcu und diesem damit mit 42 gegen nur lZStimmen zum Siege verhalseu. Die Abänderungsbeschlüsse der 2. Kammer werden nun am nächsten Tienslaq noch in der 1 . Kammer zur Behandlung kommen und noch zwischen beiden zu einigen Erörterungen Veranlassung geben, die aber mehr redaktioneller Art sind und sich aus der Notwendigkeit der seither gefaßten Beschlüsse ergaben. An den jetzt vorliegenden Endergebnissen der Beratungen über die Besoldungsreform ivird dadurch nichts mehr geändert werden. Es ist ein vorzugs- weiscs Verdienst des Finanzausschusses der Zweiten Kammer und vor allem des rastlosen Bemühens seines Vorsitzenden Tr. Osann, der darin von den Abg. Mvlthan und Henrich, ivie auch vom Abg. Tr. Weber eisrigst unterstützt wurde, daß dies bcsricbigeude Ergebnis nun endlich doch noch glücklich erreicht ivorden ist. Aus weitere Einzelheiten und auf die mancherlei Lehren, die sich aus dem ganzen Verlauf der unendlich mühseligen Bcsolduugsrc» sorm-Berhandlungcii für die Zukunft ergeben, wird später noch ausführlicher zurückznkommen sein. Der serbisch-türkiiche zrieüensvertrag. ist jetzt endlich unterzeichnet Ivorden. Das türkische Presse- bureau veröffentlicht den Text des Vertrages: Art. l bestimmt: Tie beiden Teile betrachte» de» Londoner Fricdensvertraa als ratifiziert. Tic früheren Verträge Iverden wieder in Kraft gesetzt und die diplomatischen Kvnsularbczichnngcn unverzüglich wicherhergcstellt. Art. 2 betrifft den Austausch der Kriegsgefangenen und lautet analog de» Bestimmungen des türkisch-bulgarischen und des türkisch griechischen Friedensvcrtragcs. Art. 3 enthält Bestimmungen über den Straferlaß. ■ Art. 4 regelt die Frage der Staatsangehörigkeit und bestimmt: Tie s» den an Serbien abgetretenen Gebieten wvdnhastcn Personen werden das Recht haben, innerhalb dreier Jahre iür die türkische Nationalität zn optieren. Tie von dort aebürtigen und im Ausland wohnhaiten Personen werden das Recht haben, für die serbische Rationalität zu optieren, in welchem Falle sie nicht mehr nach der Türkei zurückkehren können. Tic Muselmanen werden während der Optionsfrist nicht zum Militärdienst herangezogcn und keine Miliiärtaxe zahlen. Art. !>: Tic G r u n d e i g e II t n m s r c ch t c von Privatpersonen, die vor der Okkupation erworben wurden, werden respektiert. Art. 6 : Tie Privatgüter des Sultans und der Mitglieder der Ottomanischen Thnastic werden rcspeltiert. Alle Streitsragcn werden dem Haager Schiedsgerichte unterbreitet. Art. 7: Die W a k u ss werden respektiert und nach dem Scheriat-Ecsctz von den betressenden muselmanischen Rcligionsgc- melndcn verwaltet. Die Wakuszehnten werden ansgehoben. Die serbische Regierung wird denjenigen Institutionen, die infolgedessen keine genügenden Einkünfte haben, Subventionen gewähren. Art. 8 : Tie serbische Regierung erkennt den serbischen Untertanen muselmanischer Religion in den abgetretenen Gebieten die a l e i ch e n büraerlichen und politischen Rechte, wie den übrigen Serben zn. Sie iverden Freiheit ihrer Kultusübnngen genießen Tie Ernennung des Obcrmuftis findet nach den Bestimmungen des griechisch-türkischen Vertrages statt. Tic von Müslis gefällten Urteile werden durch die kompetenten serbischen Behörden in Vollzug gesetzt. Art. 9: Tie muselmanischen Privat schulen werden anerkannt. Art. 10: Das Grabmal Mnrads ans dem Amselseldc wird erhalten und respektiert Art. ll: Ta die königlich serbische Regierung bezüglich der Gesellschaft der Orientbnhncn und der Bah» Taloni? Monastic für die Teile, die in dem an Serbien abgetretenen Gebiete gelegen lind, in die Rechte, Lasten und Verpflichtungen der Ottomanischen Regierung tritt, werden alle betreffenden Fragen der Pariser Finanzkommissson übertragen. Hccr «nv Flotte. Bremen, 15. März. Heute morgen traf der Kreuzer „Bremen" hier ein, um nach langjähriger Abwesenheit int Auslände zuerst seine Patenstadt zu besuchen. Ter Kreuzer wurde bei seiner Aukuuft vom Marincmilitärperciu, der sich im Hafen II ausgestellt hatte, begrüßt. Gegen ll 1 /., Uhr stattete der Kommandant, Fregattenkapitän Sce- b o h m, dem Präsidenten des Senats, Bürgermeister Stadtländcr, einen ofsizicilen Besuch ab, den dieser nachmittags auf der: „Brenien" erwiderte. 3u der Aufführung von Ibsens Zamiliendrüma „Gespenster". Betrachtet man Ibsens dramatische Werke, das Ergebnis einer fünszigjährigen dichterischen Tätigkeit, vom ersten bis zum letzten, so zeigt cs sich, daß ihnen allen eines gemeinsam ist: die Darstellung der menschlichen 2 c l b st su ch t. Er hat sie, da ohne ^elbstcrlennt ins keine Menschenkenntnis möglich ist, nicht nur in der Außenwelt, sondern auch mit dein so seltenen Mute des gegen sich selbst unerbittlichen Richters in den Wirklichkeiten wie in den Möglich keilen seines eigenen Innern auigeiucht mrs untersucht. Von Anfang an stand cs für ihn fest: sic ist des Menschen böser Geist, sein seelischer Tod: oder wie cs Kant in seinem Büchlein über die Religio» ausdrückt: sie ist, als Prinzip aller unserer Maximen nngenommen. gerade die Oucllc alles Bösen. Dem Kamvs wider ihre lebenzcrstörcnde Macht widmete Ibsen seine Lebensanigabe, I und seine Kunst schmiedete ihm die Waffen zu diesem Streit. Dem Dichter, der in seiner Kindheit durch die Schule eines strengen EhristcntumS gegangen ivar, in dessen Adern vuritanisches Blut floß, ward schon irühc das Auge auigcian iür die Schwächen und Sünden der Menschheit. Wohin er auch blickte, erschaute er die > schlimme Saat der Selbstsucht: Lüge und Selbstbetrug, Feigheit ! und Heuchelei, Selbstüberhebung und lliisreiheit, den törichte» Glauben, sein Böses nicht sehen zu ivollen oder es sich nicht cin- | zugestchcn. heiße, es auihcbeu. Tie menschliche Gesellilltaft er 1 schien ihm darum als eine Weit wesenloser Sckwttcn, gespenstiger Schemen, die nur scheinbar leben, die, in seiner Sprache zu reden, längst tot sind vor ihrem Tod. Zum wahren Leben führt aber nur ein Weg: Erkenne und überwinde dich selbst: werde oadurch du selbst: schasse dich io zu einer Persönlichkeit um! Tas ist die Wiedergeburt, oder wie Ibsen es lieber bezeichnet, die Umwandlung, die allen notlnt. Tupät sie allein wird dieZMallit der Vergeltung auigehoben. In seinem weltgeschichtliche» Schauspiel „Kaiser und Galiläer" iindel sich das geheimnisvolle Wort Julians: „Tie Nemesis webte vor dem Galiläer dahin gleich einem Schatten". Indem Christus die Selbstüberwindung lehrt, weist er uns aut ocn | Weg, die Sünde auszutilgcn und so der Vergeitnng zu entgehen. Webe dem, der sich nicht zur rechte» Zeit befreit ’ Er verfällt der furchtbar strafende,I Hand der Nemesis. Tas ist der Sin» von Ibsens Trama „Gespenster". 11881 in Sorrent gedichtet.) Tie zahlreichen Einwände, die der Schluft seines Schauspiels „E i n Vuppenheim" (1879 > heivorgcruscn hatte, vermachten ihn dazu, als eine Antwort daraus in seinem nächsten Werke die Schrecken des rächenden Schicksals in den grellsten Farben zu schildern. Tie . Heldin der „Gespenster", Frau Aloing, hat sich einst, unfähig, sich selbst zu bestimmen, fremdem Track nachgebend, gleich einer Sache dem ungeliebten Mann oerkanit. Als dieser ibrc Ehe durch einen ausschweifenden Lebenswandel befleckt, verläßt sie ihn — aus einem triftigeren Grunde also wie Nora. Dann läßt sic sich aber von dem Pastor Mandcrs, dem Vertreter von Gesetz und Ordnung, dazu bewegen, in das besudelte Heini znrückzukchren. Danach wird sie die Mutter eines Sohnes: und dieses Kind eines zerrütteten Vaters bringt den Keim künstigcn Siechtums mir aus die Welt. Wie -der Mut zur Freiheit, so mangelt ihr auch die Krast der Wahrheit, »m den Schein zu retten, verdeckt sie den Abgrund ihrer unglücklichen Ehe und errichtet ein Lügengebäude, um die Schande zn vertuschen. Aach des Gatten Tod hat sie ihm, »m alle Gerüchte niederzuschlagen, als Ehrenmal ein Äinderheinr gebaut. Bon dem Gelde. dos ihn einmal zu einer guten Partie machte, und sic bildet sich ein, damit einen Teil ihrer Schultz beglichen zrr haben. Zugleich will sie auch nicht, daß die Summe, iür die sie sich verkaufte, in ihres Sohnes Hände übergeht. Alles toll er von ihr empfangen, nichts von detii Vater erben. Tie Verblendete bat aber nicht damit gerechnet, daß der Vater in den, Sohne gesvcnstig und doch leibhaitig wcitcrlebt, dast der Fluch, den sic verschuldet, durch ihre Mackeuillnften nicht auizuläsen ist. Ta wir sic lenncn lernen, ist sie jedoch nicht mehr dieselbe ivie früher. Tenn sie hat sich von den ihr einst aufgezwungenen überlieferten Anschauungen zn befreien begonnen: sic bcllagt setzt ihre Feigheit und Ilnwahrhaitigkeit, sa sie gebt nun in der Freiheit ihrer Meinungen bis an die äußerste Grenze. Aber cs ist doch nur eine Acndcrung ihrer AnslckNcn erngeireicn, keine wahrhafte Umwandlung ihres Wesens. Wer hierzu nicht die Kraft findet, wird von senen unheimlichen Schicksalsgewalten abhängig, und sein, selbst seiner Nachkonimen Leben wird von ihnen bestimmt. Ein iurchtbarcs Strafgericht ist es, das zum Schlüsse über Frau Aloing als die Hauptschuldige ergeht. Nachdem ivie üblich bei Ibsen durch eine Reihe von Geständnissen Licht in die künstlich verdunkelten Verhältnisse gebracht ist, muß sic, zu spät und darum zu ihrem Entsetzen sehend geworden, den grauenvollen Zusammenbruch des vergebens behütete» Sohnes erschauen. In die Tragik seines Stückes mischt der Dichter aber noch bitteren Spott und schneidenden Hohn.. Tie nicht den Mut zur Freiheit und Wahrheit haben, geraten hier nicht mir in die beschämende Gcmciiischait mit dem Vertreter der niedrigsten Selbstsucht, dem verschmitzte» und scheinhciiigen Tischler Engstrand: sie werden sogar zu seinem Werkzeug und Spielzeug: und er ist cs, der an, Ende den Vorteil hat von Frau Alvings mißglückten, Versuche, mit ihres Gatten Geld ihre Sünden wic-ee gut ,u machen. Vor allem ist cs der Pastor R anders der sich von diesem plebejischen Tartuss ,um Narren halten läßt' Er entdehrt noch mehr wie Frau Aiving der Persönlichkeit: seelisch unentwickelt geblieben, ist er bei aller Gutmütigkeit stets aus sich bedacht, immer voll Angst vor der öffentlichen Meinung und aus der Hut, daß er nicht etwa in eine peinliche Lage gerate. Bon niedrigster Selbstsucht ist dagegen Engstrand-s angebliche Tochter, die lebcnsgierigc R e g i ne, erfüllt. Ein düsteres Bitd ist es. das der Tichtcr hier gemalt: trüb wie der Regentag, an dem dos Stück spielt, und das Licht, das hincinsällt, zerstört oder beleuchtet Zerstörtes. Freilich möchte Ibsen, daß wir hinter dieser Welt, die er i» Trümmer geschlagen, lenes gelobte Land des persönlichen Lebens sähen, dann allein Freiheit und Wahrheit, Glück und Freude gedeihen können. Tas Werk wirkte jedoch anders, wie er crivnrtet hatte. In seiner Heimat erhob t'idi ein Sturm der Entrüstung, u. eine Flut van Schmähungen ergoß sich über ihn. Norwegens Theater wagten cs nicht, dos Stück auszusühren, ja man fürchtete sich, das Buch zu lausen. In Deutschland wurde» die „Gespenster" zuerst in Augsburg, am 14. April 1886, vor eingeladcnen Zuschauern gegeben, und am 22. Dezember 1886 ließ sic der Herzog von Meiningen in seinem Hosthcatcr, cbensalls vor besonders geladenen Gästen, spielen. Eine von den Meiningern geplante öiscntliche Auiiührnng in Berlin wurde verboten: für eine einmalige Vorstellung an einem Sonntag — es war der 9. Januar 1887 — wurde das Werk dann dem Rcsidenztheater sreigcgcben. Tamals erklärte ein über- eiiriger Anhänger des nordischen Dichters: „Heute bricht iür die deutsche Literatur eine neue Epoche an": und Otto Brahm meinte später, bei dieser Gelegenheit sei die Pforte zur deutschen Moderne euigegangen. Am 29. September 1889 cröiinete die „Freie Bühne", die zu dem Zwecke gegründet war, dieser neuen Kunst eine Stätte zu schaiien, ihre Wirksamkeit mit einer Ausführung der „Gespenster". Tas nächste Stück ivar H a u p t ni a n n s „Vor Sonnenaufgang", womit (am 20. Olt. 1889: der deutsche Naturalismus zum erstenmal die Bühne bcschritt. Es dauerte aber dann noch mehrere Jahre, bis das Verbot der „Gespenster" auigehoben wurde. Heute steht man der vielgcsch,nähten Dichtung nnbesangcner gegenüber. Sie vermag jetzt eher im Sinne ihres Schöpfers zu wirken, oder man wird wenigstens nun deutlicher erkennen, „ms diese drgmatiichc Büßpredigt ivirken tollte. Tas Miterleben eine» furchtbaren Schicksals müßte mit solch ungebcuerem Track aus unserer Seele lasten, dost dadurch die zähe Schale der Selbstsucht zersprengt würde und sich io dos bessere Ich in Freiheit und Eigenheit entfalten könnte. I. Collin. — Kurze Nachrichten au S ' K u n st und W i s se lisch» ft. Ludwia Hellers Lustspiel „Fanfare" erzielte im Münchener S ch a u s p i e l h a u s c einen lebbaften Hcitcrkcfts- ersolg. — Tas dreiaktige Schauspiel „Der Erbe" des Engläü- dcrs John Galswortftps fand in der Ucbersctzung L Leonhards bei seiner Uraufsührung rm Le i v z i g c r A l t e n T h e a t c r unbestrittenen Beifall. — „Zeitwende", das neue fümaktige Trama Eulcnbcrgs, dessen vierter Akt sonst gestrichen war wurde im Leipziger Schauspielhaus zum erstenmal ungekürzt aui- gesührt. Tie Wirkung war tiefgehend und die topiere Sckiar des Leipziger Schauspielhauses, die schon in mehreren heißen Schlachten ihre Kräfte in den Tienst der Eulcnbergichen Kunst gestellt, konnte, trotz des Wchcrsoruckis einer kleinen Menge, einen starken und ehrlichen Beifall cntgcgennehmcn. Arbciterbewcguiis. Paris, 15. Marz Wie aus Ca inbrat gemeldet wird, haben die Spitzensabrikantcn von E a u d r tz beschlossen, die von ihnen schon vor einiger Zeit angedrohte Anssperrung der Arbeiter von morgen ab in Kraft treten zu lassen, (> — 7 000 Arbeiter und Arbeiterinnen werden von dieser Aussperrung betroffen. Aus Stadt und Land.' Gießen, 16. März 1914. *' Da S GrotzHerzogs paar hat »ich heute mit den beiden kleinen Prinzen zu einen, mehrwöchigen Aufenthalte nach de», Süden begeben und zwar nach Gardana-Riviera al» Gardasee, wo Hosmarschall v. Ilngcr,»»-Sternberg schon seit längerer ^eit weilt und die nötigen Vorbereitungen zur Ausnahme der Großhcrzoglichen Hcrrschaiten getroffen hat. Der Aufenthalt in den, milden südlichen SUimn erfolgt aus • ärztliches Anraten zur Kräftigung der Gesundheit der beiden Prinzen. " Offene Lehrcrstellen Erledigt sind, Eine mit einem latholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu Mörlenbach, Kreis Heppenheim. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu Rimbach, Kreis Heppenheim. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulskelle an der Volksschule zu Siedelsbrunn, Kreis Heppenheim. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schnl- stellc an der Volksschule zu Hechts heim, Kreis Maiffz. Mit dieser Stelle ist Organistendicnst verbunden. " Auszeichnungen für Dienstboten. Als Ehrenzeichen für vierzigjährige treu geleistete Dienste in derselben Familie hat die Groß Herzogin das Gol denc Kreuz mit Brillanten an folgende Dienstboten verlieh«,,, Katharina Kretschmar aus Atzenhain bei Grünberg, 40 Jahre bei Frau Jda Blumen au Witwe in T-armstadt, Eliiabetba B c p p l c r aus Dorheim, 40 Jahre bei .Herrn Landtagsabgeordnctcn Karl Breioen- bach in Torheim. ' Schwerer Unfall beim Bau der Umgeh ungsbahn. Am Samstag nachmittag 5 Uhr ritz an der Baggermaschine das Drahtseil. Tic Maschine konnte nicht gleich abgestellt werden und schlug um. Die Maschinisten und die bei der Maschine beschäftigten Arbeiter lonntcn sich durch Abspringen rechtzeitig in Sicherheit brin - gern Nur ein Mann erlitt einen Beinbruch und mußte in die Gieß e» er Klinik gebracht werden. " V o r Darlc h n s schtvi „de l kann nicht genug gewarnt werden, wie folgender Fall zeigt, der kürzlich einem hiesigen kleine» Beamten widerfuhr. Dieser wollte ein kleines Darlehen auinchinen und loandtc sich an den Spar- und Vorschußvcrein Wilmersdorf bei Berlin. Zunächst mußte er Mitglied des Vereins werde» und ein Aiffnahmegctd bezahlen. Nachdem dieses geschehen, wurde ihm das Darlehen zugcfag'. aber unter io ichivercn Bedingungen, daß er sich nicht Halle nach Wilmersdorf zu wenden brauchen, sondern auch hier überall das Geld erhallen häUe. Obwohl er nun darauf verzichtete, mutzte er seiner Mitgliedcrverpslich- tung ilachtommen und die Jahresbeiträge bezahlen. Nicht genug damit. Mußte er, nachdem der Verein jetzt in Konkurs geraten ist, einen von jedem Genosse» zu zahlenden, gcrichtlich scstgcietzten höheren Betrag entrichten imd wer ivciß, ob nicht noch mehr konimcn wird. Der Windhos versteigert. Bei der vor einigen Tagen stattgeiundene» zweiten Versteigerung des Windhoses wurde idem Grafen Emil Friedrich von Schlitz gen. Görtz zu Schlitz für das Höchstgebot von 41000 MI. der Zuschlag erteilt. Diese Summe ist sehr gering gegenüber den Baukosten, die seinerzeit 185 000 Mk. betrugen. ** Unbeaufsichtigte Kinder! Am Samstag nachmittag spielten drei kleine Kinder von 2 und 3 Jahren ohne Aufsicht an dem hoch angeschwollenen Tin - ten graben in der Schwarzlach. Eili zweijäliriger Knabe stürzte dabei in das Wasser und wäre ertrunken, wenn ihn ,lieht ein Schüler, der mit seiner Mutter zufällig vorüberkam, im letzten Augenblicke geretlet hätte. ** D i c i ch u l e n i! a s s r n e Jugend. Man schreibt uns, Biele jungen Leute werden in den nächsten Tage» ans der Schule entlassen, und der größte Teil davon ist genötigt, unverzüglich den barten Kamvi nms Dasein auszunchmen. Sic müssen mitoerdicnen, weil der Vater allein nicht mehr imstande ist, den Unterhalt süv die Familie zu beschaffen. Das sunge Blut muß nun alljährlich eriabrcn, daß die „Güter des Glücks" höchst ungleich verteilt sind. Was man gewöhnlich so unter Glück versteht, Geld und Gut! In der Tat hängt ja die ,nähre Freude an> Dasehi von höheren und wertvolleren Gütern ab und zu diesen lvahren Freuden gehört ein gesunder irischer Sinn im gefunden frischen Körper. Wer diese lein Eigen nennt, wird den Kamps ums Dasein leichter rühren »nd — das dünkr uns die Hauvtiackre zu sein er wird ihn mit Freude sührcn können. Uni Körper und Geist sich gesund zu erhalten, gibt cs kein besseres Mittel, als imkcr deutsches Volksturnc», wie eS uns Vater Jahn gelehrt hat Die deutsche Turner schalt, deren eitrig mitstrebcndeS Glied der Gicßener Turnverein von 1846 sich stolz nennt, ruft deshalb den Eltern der a» der Schwelle zum Erwerbsleben stehenden Schuljugend z„, Schickt Eure Knaben in unsere Reihen! Sorgt unter unserer Mithülsc dafür, daß ihnen der Kamps un,s Dasein in der Zeit zwischen Schule und beer, der Zeit, in der es ihnen körperlich an, schwersten fällt und in der die Bcruisarbei! ihnen in der Entwickelimg am meisten schaden kann, durch die planmäßige Betreibung von Leibesübungen erleichtert wird. Leider entbehrt !ast 75 Pro.;, der beralnoachseuden Jugend noch einer planmäßigen körverlichcn Ausbildung. Schickt Eure Kinder aus die Turnplätze, „m dort als Zöglinge im Kreise ihrer Alters genossen »nd unter sachverständiger Anleitung zu turnen und zu toieleu. S. Inserat. ) ** Lesehalle-Verein. Am Freitag abend fand die sehr tchwach besuchte .Hauptversammlung des Lesehalle Vereins im .holet Schütz Natt. Ter Vorsitzende Professor König berichtete über den Stand des gemeinnützigen Unternehmens und teilte mii, baß die finanzielle Lage auch für das kommende Jahr dank der Unterstützungen der Bezirkswarlassc mit 1500 Ml., des Kammer zienratc» Klnigspor mit 400 Mk., der Stadt Gießen mit 4M Mk., de« Kreise« Gießen mit 200 Ml., der Gewerbcbauk mit 100 0JJf , der Firma Schuchhardt mit 100 Mk.. des Konsumvereins Gießen Mit 25 Mk. und der Milteldeutschen Kreditbank Iliit 25 Ml., ivetckie alljährlich geleistet werden, gesichert sei. Hierzu komincn die Bei träge von 430 ordentlichen Mitgliedern des Vereins. Es lind in der Hauotlarbe au Ausgaben »n leisten, 2000 Mk. für Besoldungen, 7 ,0 Mk. für das Aboiluement von Zcitnnge», Zeitschrifteil Iifil,, Uff-Vermehrung der Bibliothek etwa 880 MI.. Buchhinüerrechnung 750 Mk.,^ Di»ckkostrn eines Kalatvges (die in Raten bezahlt weiden) c» <50 Mk., Inserate, Verffcherimge», Angestcllieii Versicherung „nd Evesen 250 Alk. Daraus berichtete Tr. Fritsche über ine Büchrrausleihe und bemerkte, daß die Bidliolhet des Vereins jetzt 73i>5 Bände umfasse und daß deren Benutzitng sich stetig von ,nrhr zu Jahr nach oben euttmckelt habe. Während 1911 23947 Bände, 1912 2b 928 Bände entliehen lvnrden, hat i'ich 1913 die Zahl auf 28 067 Bände vermehrt. Es wurden neuerdings wertvolle größere Werke augeichafft Auch Geschenke von Frau Projesfor Höhlbaum. Gehcimrat^ Pasch, Redakteur Neurath, Professor König und Schlvstermeister Stohr haben de» Bücherbestand vermehren Helsen. Aur einzelne Gebiete verteilen sich die aosgeliehenen Bücher wie ivlgl, Erzählungen, Romane »sw. 14 697 Bände, gebundene Zeit- schristcn 4011 Bände, Jugendschristen 2889 Bänve. Persdickttungen und Dramen 537 Bände. Ter Rest der Ausleihe besteht in belehrenden Schritten, u. a. Völkerkunde 733 Bände, Knltnrgcschichtc 327 Bände, Geschichte »nd Biographie 1518 Bände, Naturwissenschaft und Technik 1472 Bände ,»«. Aussätlig und erfreulich ist, wie Tr. Fritsche augibt, eine starke Nachfrage der Leser nach Gedichten. Desgleichen zeigte sich für astronomische Werke großes Interesse. Pro- tesfor P c l k c berichtet über die Lesehalle, welche von inot» gcns 10 Uhr spis abends 10 Ilhr stets gut besucht und zeitweilig stark besetzt ist. Eine neue Einrichtung, jeden Donnerstag abend Mappen mit künstlerischen Reprodiiliioncii allgemein zugänglich z» machen, Hai eine, wenn auch kleine, interessierte Gemeinde gesunde». Aus den Fragen der Jirteresscilten iiierki man gar häufig, daß sich auch Leute aus denk Geiverbelcbcn. die Anregungen für gewerbliche Zwecke suchen, einfinden und gern Erklärungen »nd Belehrungen, die aut Wunsch von Professor Belke erteilt werden, entgegen iiehnie». Ter Vorsitzende berichtet noch, baß die von der Lesehalle veranstalteten Bolksoorlcsungcu sich bewährt haben lind int kommenden Winter vermehr! werden sollen. Eine Aussprache darüber, ob eine Schütcrlefehalle ein Bvoürriris sei und vom Verein eingerichtet werden soll, hatte das Ergebnis, daß man ein Bedürfnis dafür nicht anerkannte und sich dahin aussprach, daß es über den Rahmen der Ausgaben de« Vereins hinanSgehcn würde, eine solche Einrichtung ins Leben zu mini. Auch die Frage einer akademifchcil Lesehalle, wie. sie in den meisten Universitäten besteht, wurde ge> streift. Mau war der Ansick,f, daß cs Sache der Umocrfität_ici, eine solche Einrichtung anzuregkn, wenn sich basier in der -ltt- dciitenschast ein Bedürfnis zeigen würde. Die austckteidenden Vorstandsmitglieder wurden durch Zuruf wiedcrgcwählt. Als erste Tanic wurde in den Vorstand die Lehrerin Marie Zg IN I» c r - in an» gewählt. ** Der Gauturntag d c s Gaues Helfen fand am Sonntag in Steins Garte» unter Leitung des l. Vorjitzcude», des Fabrikanten Metzler Marburg statt. Nach,dem vom Gauvertretcr erstatteten Jahresbericht hat der Gau Hessen gegen daS Vorfahr um 25 Vereine mit fast 1000 Turnern ,»genommen, am l. Januar gehörte» ihm 150 Vereine mit 14 306 Mitgliedern an, lind heute find diese Zahlen aut 160 Vereine mit über 15 000,Mitgliedern gestiegen. Ter Ga» Hessen ilinsaßt die Kreise Gießen, Friedberg, Schotten, Laulcrbach, Alsfeld, Büdingen, Marburg, Wetzlar. Kirchhaiu, Biedenkopf und Frankenberg, Ten Turnbericht erstattete Gauiurnwart Will- Gießen, den RechnuilgsbcrichtP o st- Alsfeld, Die Gesamteinnahmen betrüge» 3967 Mark, die Ausgaben 3934 Mark. Dos Gauturnscst 1914 imbet am 2. Juli in likirch» Hain slalt. Um das Gouturnfest 1915 bewarben sich die Vereine Friedberg »nd Wetzlar. Bei der Abstimmung erhielt W t tzl a r das Fest. Tie dicsiährigen Bczirksscstc finden am 14. Juni statt, nur der Bezirk Gießen-Wetzlar kan» sein Bezirks fest zu Klein-Linden am 2l. Juni abhalten. Das Bergturnfe st tiiidet für dieses Jahr aut dem SchisseIIberg statt. Als (Kau spicllcitck wurde Hermann Fischer Marburg iür weitere 3 Jahre wicdergewählt. Sodann tvurde beschlossen: Ter Antrag, mit dem Gauturiitag in den Orten zu wechseln, wurde abgclchnt, Gieße>i bleibt Tagungsort. Das Zöglings-Wettiipnen soll künftig in zwei Stufen crsolgen, l. Stute, Zöglinge von 14—15Johren, 2. Stufet 16—17 Jahre. Der 2. Gautnrnwart und der Gau- spiellciter erhalten künftig Reiscuergüliiilg und Tagegelder. Bezüglich der Untallversicherung sott der Kreisturntag in Bingen ab gewartct werden. Tic Preisvcrteilnng soll künftig ichncller geschehen. Der Antrag Marburg, „Ten ß 26 der Wettnrnvrdnung zeitgemäß dahin z» ändern, daß lange schwarze Strümpie und Ittrzc, völlig die nackte» Knice bedeckende Hosen verlangt werden", tvird abgelehnt. An den Gautiinitag schloß sich ein gemeinsames Esten. ** W i e man den neue» Bürgermeister feierte. Unser G r c b c n lt a i n er Mitarbeiter schildert mit liiimoristischcr Genauigkeit die dortige Bürgcrmeister- scicr, die wir unseren Lesern nicht voreiitftalteir wollen, „G.^G rcbenhain, 15. März. Zu einem Festtage im lvahren Sinne des Wortes gestaltete jich der 10. März, der Tag nach der Bürger in e i st c r st i ck, w a h l. Morgens 9 Uhr n ar gemeinsames Frühstück ii» Tarmftädter Hof, im Hotel Straucki, und bei Andr Weitzel, wozu sämtliche Ortsbürger, aucki die Gegenpartei, von Herrn Hch. Lind VII., dem ncngcioähltc» Bürgermeister zugczogen tmirden. Nachdem kräftig geirühstückt war, be gaben sich die Holzlwner aut ihren Wagen mit 4 Pferden <2 Bor- rcitcr) nach bei» Klcclopf, wo der Landwirt itnd Gcnicinderat Hch. Horn u » g I. ans seiner Waldung einen Fichtcnbaum von 28 Meter Länge zu einem Maien stiftete. Mittlerwcite batten die Mädckien des Tories einen Kranz gewunden, welcher nach Ankunft des Maien daran befestigt wurde, mit sechs starten Roll- strickcn ivurdc er in die Höhe gezogen und mit einem starke» estcrue» Anker am Speicher bcscstigt. Nach vollbrachter Arbeit erichicn der Musikverein, um dem neuen Ortsoberhaupt ein Ständchen zu bringen, wofür Herr Lind dankte, und in seiner Anivrache hervorhob, daß der ihm zu Ehren gesetzte Maien ein Denkstein sein solle, er werde bemüht sein, das ihm anvcrtraute Amt gewissenhaft zu erfüllen. Frieortck, G r c l> brachte aut ihn ein dreifaches Hoch aus, in das sämtliche Anwesende (aucki die allen und jungen Weiber- träjtig einftiinineten. Unter den Klängen eines Marsches ging es i» die Wirtschast des Karl Faitz wo sich dann bei Bier niw. und einem vorzüglich ziibereiteten Schweinebraten gütlicki getan wurde. Nach beendeter Mahlzeit ivnrdc der unterlegene Kandidat Willi. Z „laut durch den Mnsik- verciii und durch Ortsbürgcr unter den Klängen des schönen Marsches „Ich halt einen Kameraden" abgeholt, und man zog nach der Wirtschatt und Metzgerei Weitzel, wo ebeusalls tapscr geschmaust tmirde. Nach lurzer Zeit ertönte der Nut, „Ruhe". Herr Z t> l a u s ergriff das Wort uno daukte zuerst seinen Wählern und fügte hinzu, obwohl seine Partei die unterlegene fei, wolle sie > dem neuen Bürgermrislcr das Amt nicht schwer machen, sondern ihm erleichtern helfen. Nachdem ging es nach der Wirtschaft zum Stern, tvo bei Biklr, Zigarren, Kaffee und Weck „eine innige Harmonie beide Parteien bis zum lichte» Morgen zusainmcnhielt." Mit dein Wunsche, „Möge nianch andere Aeiiieindc sich ein Beispiel daran nehmen!" schließt der Einsender »nd das mit Recht, denn er nimmt damit Bezug auf die „innige Harmonie", nicht aber kiuf die lolosjale Eßlust und den eminenten Durst, der in Grebenhain zu herrschen scheint: „Bier usw.!" Obwohl von dem gleichen Durste einch „die altcu und die jungen Weiber" beseelt waren, die so kräftig in daS Hoch eingestimmt hatte»? •• Eh ein aIige Gicßener Gi> in na s ia st e n feierten am SamSlag abend im Ratskeller zu Frankfurt den Tag. an dem sic vor 2 5 Jahren das Gmunasinm zu Gießen verließen. Es war ei» frohe? Fest des B?icdcrschcns. Leider Halle der Tod in die Reihen schon manche Lücke gerissen. ** A u s dem oberen Vogelsberg. Zurzeit treibe» sich im oberen Vogelsbcrg Hausierer herum, die cs verstehen, durch einen rafffnierten Trick ihre Ware an dir Leute zu verlausen. Sic stellen sich taubstumm, sührcn auf Papier dlc Preise ihrer Ware verzeichnet, welches sie den Leuten zur Gewißheit vorzeigc» und kommen somit durch leicht abgetvickelten Händel zu ansehnlichen Verdiensten. Es wäre zu wünschen, daß die Polizei diesen Leuten das Handwerk lege. ** SHeine Mittcilungc n. Tic Keller der tiefer gelegenen Stadtteile in Bingen sind über 2 Meter mit Waiier gefüllt. Auch in die dortigen Getreidespeicher ist das Wasser ein- gedrungen. Tic Dampsvnmpe, die da» Wasser eniternen sollte, versagte— Der Kreisausschuß des Kreises Ovpenheim hat die Kreisstraßenwärtcr mit Wirkung vom l. April 1914 ab IN ihren Gehallsbezügen aut jeder Lohnstuse um ic 100 Alk. auf- igebeffert. — Tie Einuvhnerzahl der Stadt M a i n t betrug Ende Fcbruar 122 004. Geboren imirden im Februar 221 Personen. Es narbe» 180 Personen Nach den polizeilichen Meldungen zogen im Monat Februar insgefanit 1008 Perfoncu zu. Ats wcggezogen wurden insgesamt 968 Personen gniicldet. — Aus der Station Bad- N a »beim sprang ein Reisender aut den sckwn in Bewegung besmdlrchen Eilzug. der hier 8.6 Uhr abgeht, glitt aus und kam zwilchen die Trittbretter „nd die Geleisebötchung zu liegen. Er wurde eine ganze Strecke geschleist, bis ihn der „aeh- lau,eilte Oberbahnassistcnt Hartwig aus seiner IcbcilSgejährtickwir aLge befreite. — Am Sonntag wurde die neue Luther- kirchc in Offcnbach ihrer Bestimm,mg übergeben. 2lm Samstag abend tourde in die Marburg er chirurgische Klinik ein junger Mann aus dem Kreise Wittgenstein cingelierert, der sich aus der Jagd durch einen Schuß ms Bei» schwer verletz! baue. — Der .btjährigc Hcschändler Gg. Zöller von Mainz ivar am Samstag abend damit befchäikigt, in seiner IIN dritte» Stockwerk gelegenen Wohnung mehrere Ouerleistcn am Küchensenster anzn - nageln. Zöller wurde von einem Schwindclansatl betroffen und stürzte in den Hv! hinab. Er starb kurz nach der Einliescrung in das Hospital. Kreis Schotlcn. ^ Schotten,..13. März. In das Gcnoffcnsckiastsrcgister wurde bei dem Eintrag der „Spar - und Tarlchnskass; e. El. IN. u. H." zu B l c II II g cs h a i ii eingetragen, Tic G> iioffcnfd.oft ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 14. und 28. Dezember 1913 aufgelöst Zu Ligllidatorcn sind bestellt, 1. Heinrich Jöckcl II„ 2. Heinrich Strauch, 3. Georg Hieinrickt Weitzel, 4. Otto Wirth, sämtlich in Breungeshain. Kreis Fricdberg. I Fricdberg, l3. März. Die FrühjaHIs b czirf-3« ko ii seren ; e n der Lehrer des Kreises Friedberg finden unter dem Vorsitz von Schulrar Süß gegenwärtig statt. Gestern tvurde bereits für den Bezirk Butzbach in Butz bach, heute iür den Bezirk Bad-Nauheim in Ober- Mörlen die Bcnammlung abgchalten. Am 16. und 19. März finden dann noch die Konferenzen iür die Bezirke Friedberg, und Bilbel in D o r h c i m bezw. Dortelweil statt. Ans der Tagesordnung aller Versammlungen stehen als Hauptpunkte „Probelektion in Heimatkunde" und „Vortrag über G. Fretitag". I. Fried berg, 1>. März. Gestern >and in der Renl- sehnte die mnadtich« Abgangsprüinng lErwerbimg der Ein- jalirigcn Aerechiignug, f!ci!t Vo» den zwölf 2Ibit„rienlei> waren lech« von der inündlichen Pcüinng beßeit. — Ende der Woche snnd die Hnnptversannnlnna der allgemein«» Sterbekasse halt. Tie Kasse zahlte in vier Fällen je 179 Mk. ans. — Tie Preise der fetten S ch l a ch t j ch ,o e i ,i e sind gegenwärtig !o niedrig, daß die Landwiiie nicht mehr die Zucht betreiben wolle» und mehr d,e Haiisschtachlmig einlühren. k. Butzbach, 16. März. Ju der G c in c > n d e r a l s - fitz» n g erstattete Baurat Renting über de» O r t S b a >, vlau an Hand der Pläne Bericht. Alle Entwürfe des Orts- bauvlans hätten dem Ministerium borgctcgen und seien teil - weise genehmigt worden lieber einzelne Punkte sei man INI Ministerium noch im Unklaren, die man heute aufllären müsse. Ackt Einivrüchc seien bet Offenlegung des Tcilplancs zwischen Taunus» und Kleebergcrstraße erhoben worden, die bis aut zwei, Reitz iund Eickemeyer, erledigt ivorden seien. Der Königlichen Eiscubahndireltion Franksurt a. W. sei mitgetcilt worden, daß eine Bebauung des Geländes westlich der Bahn bis 1916 ausgeschlossen sei. Ta aber Fluchtlinien bereits genehmigt worden seien, so müsse völlige Klarheit geschaffen werden. Durch die vielen Abänderungszeschnungen (Pausen) seien auch kleine Berschen entstanden. Es empfehle sich zu dem Hauptplan nur eine Pause ansertigen zu taffen und darin alle Abänderungeis zu wahren nnb zur Genehmigung vorzntegc». In den Origi- nalplan solle inan nur die genehmigten Fluchtlinien cintragen taffen, dann bliebe dieser iibcrsichktich. Es sei viel richtiger, keine Straßen sestznlegcn, von denen man vorausiichtlich erwarten kann, daß !>- doch in einer Reihe von Jahren nicht offen- aelcgt Und bebaut tverden, man tolle diese nur als vrojckticct int Plan Vorschein Diese Ansicht fand allseitigen Beifall. Hicraus wurde aW Vorschlag des Vortrageiidcu beschlossen, 1) Das Gelände, welches östlich der ans dem Plan vom 20. I. 1912 mit A. B. E. T. bczeichnctcn blauen Linie bis zur Bahn- arcn'e und zwffckien der Taunus- »nd Kleebergerstraßc gelegen ist, bis Ende 1916 von der Bebauung auszuschließe» II. denientsvrk- ckicnd neue Fluchtlinien nicht fcstzusetzen n. die alten auizubeben, 2. Tie Fluchtlinien der Straße IV—XIV sind nach der mit krcuzweisen schraffierten Blcististlinicn erfotgten Einzeichnung in. Plan vom 20. Januar 1912 fcstzulegen. .Hiernach» erhält die Straße sGutenbergstraßr) an ihrer Einmündung in die Taunus- siraße zwischen Tröster und Klingel eine Breite von 8> - Meter und in ihrem weiteren nördlichen Verlaut eine Breite von 9 Mtr. „nd werden die Ban und Straßenstuchtlinicn aut der Westseite der Straße längs des Grundstücks VIII Nr. 133 rechtwinklig zu der Bau- und ctraßeniluchilinie der Straße XIV— XV gebrochen. Ferner erhält die Straße aut ihrer Westseite 5 Mtr. »nd aut ihrer- Ostscite 3,50 Mtr. breite Vorgärten. — Der Finanzausschuß emviahl de» Beitritt der Gcnieindc ats körverschaittiches Mitglied zum Landes verein n o m R o t e n K r e „ z mit einem Jahres beitrag vo» 10 Mark. Dem Vorschläge wird zugestimmt.^— Der von der Kultnrinspektion ausgearbeitetc Kostenanschlag übi'r die Herstellung des Weges nackt dem gcvlante» Friedhof wurde zur Einsicht vorgelcgt Aus Antrag des Finanzausschusses wurde die Austühnuig der Arbeit mich dem Kostenanschlag qenebmigt >-»d dem Feldbcrcüiigu>'gmusiii"e zur wc te.cn Veranlass.ing ütc wi scn Für die neue Klaffe der Vollsjchnle, die 73 Kinder zählt, schlägt der Finanzausschuß vor, eine» weiteren Schuloikar anzuftellcii und vorerst das Zimmer, Lchrlingsbcim im Vereinshaus, als weiteres Schullokat zu venoendcii. Ter Vorschlag wird angcnonimrn. Starkenburg und Rhcinßessen. rin. T arm st a dt, lli. März. Durch die Staatsanwaltschaft tvurda der bei der hiesigen Reichsbank- stelle beschästigtc, im Jahre 1888 in Ulm geborene Reichs» bankdiütar Karl Goctz wegen Unterschlagung fcst- genommcn. Er kam 1912 von Schöneberg bei Berlin hierher und bezog rin Gehalt von 1.500 Mk. Obwohl er von seinem Vater, der hoher Militärbeamter ist. entsprechend unterstützt wurde, scheint die Unterstützung für seine flotte Lebensweise nicht ausgereicht zu haben. Er entwendete nach und nach einen Betrag von c t w a 2 00 0 Mark. Kreis Wetzlar. O K r o ! d o r!, 14. Atärz. Die Bautätigkeit scheint in dem neuen Jahre wieder sehr rege zn ,verden. An der Gicßener Straße ,,»d an, Friedhof;,reg .sind viele Neubauten entsta iden. dazu verschwindet auch im Inner» des Tortes gar manches alte 6,cbv t. Tie Schitlc steht im Rohbau vollendet »nd kan» bis z Nachsonnner bezogen ,verden. Hessen-Nassau. sch Marburg, 15. März. Seit gestern früh vermiß! man den Schreinermcistcr Wilhelm Welk Haupt, einen angesclicnen Bürger Marburgs. Man vermuletc, er habe sich in einem lllnfaN von Gctslesumnachtmig in den Wald Ein vernachlässigter Schiiupfe» hat schon manchem die Gesundheit gekostet. Aivülä begeben, den 50 Mann vom Jägerbalaillon gestern abend nach ckem Vermißten vergeblich absnchte». — Frankfurt a. R!„ 14. März, In der vergangenen iNacht starb ini Frankfurter Städtische» Krankenhaus- der "Landrat de? KreiieS Usingen, Geh. RegiernngSrat Beck in an». Weckmann war auch Mitglied de? Nonnnunallandtage? „nd bi? zur letzten Neuwahl als Vertreter des 5. Naffauischen Wahlkreises Mitglied des preußischen "Abgeordnetenhauses. — Hanau, 14 März. Der Fuhrmann Michael Eich jaus Mittclbucluni ist heute vormittag in Hanau von seinen, «eigenen, mit Kohlen schwer beladene» Wagen übersah rcn worden. Er starb bei seiner »eberführung in das "Krankenhaus. Wiesbaden, 16. März. Am 6. Februar wurde der 56. jährige A u g u st Tivv mit einer Ichnßvcrletzuiig ausgefunden. Als niutlnaßticher Täter wurde der Hausdiener Straußielv aus Berlin verhaftet, aber wieder sreigctassc». als Lipp erklärte, .er Imbc sich ans Unvorsichtigkeit selbst verletzt, deute'nun drang derselbe Hausdiener wieder in die Wohnung des Tipps. Dieser ries ioiort NM .Hilfe, »wid als die Hausbewohner bcrbcikilten, ging Strauhield ilüchng. Als ihin die Polizei auf den Ferien ioar. schoß er iiä> eine Kugel in den Kops, die seinen sosorlige» Tod herbcsiührte. Can^wirticbait. — Bon der Rabenau. Landwirtschaitslehrcr Lugger von Kassel hielt aus Wunsch hiesiger Landwirte am lt. in Rüd- dingS hau seit bei Gastwirt Wiestncr uiid an, 12. März bei Gastwirt Haupt in O d e n ft a n s c n Vorträge über sogenannte tun stliche Düngemittel. Die Borträge Ovaren lehr gut besucht. Ter Redner wusste den umsangreichcn Stois leicht per stündlich zu bcftandcln. Zunächst sprach er über das Perbältnis zwischen Viehhaltung und dem Pflanzenbau, über deren Weck, sclwirkung: dann über die intensive Bclvirtschaslnng deS Bodens und ihre Wirkung tim die Bolksernährung Tann kaui er aus die G r u n d n ä h r m i t t e l der Pflanzen Phosphorsäure. Stick stoff, Kali Nild Kalk zu sprechen, die sämtlich im Boden, je nach Pslanzenart ,n benöliglem Quantum, vorrätig sein ,mißte». Tie künstlichen Dünger behandelte er eingehend hiniichtlich deren Nähr stoisc und Airlung, dann hinsichtlich der Anwendung wie. ivicviel »nd lvann. Am Schlüsse beantwortete er verschiedene Fragen. Aniver?itcits»Nacbricbte«r. V M g r b n r g , 15. März. Anläßlich des 60. Geburt tag es vo» Erzcllcnz Behring wgren heute „,r Graiulgtion zahlreiche Dcvuialioncn erschienen. II. a. überbrachtc diwLbcrbür- germeister der Stadt, T r o s e. eine» Ehreitbürgcrbries nebst der künstlerischen, von dem bcssischcn Maler tlbbclohde liergesteltten Urkunde. Bon der llnivcriitüt war der Direktor der chirurg Klinik. Prosessor König erschienen, der in einer Ansprache die Glückwünsche der Kollegen und der Studcntenschast überbrachtc. Hunderte von Tclegrainmcn, auch aus dem Auslände, sind eingelauseii. Besonders herzlich war der Glückwunsch seines FiigendsreundeS Prosessor Ehr- lich-Frankiurt a. M, gehalten. Die Kavelle der Marburger Jäger brachte dem Geburtstagskind ei» Ständchen. Allsklärungsübungen - diese sämtlich für OstizicrSstieger — im ganzen also 77 Nennungen abgegeben. Die Namen der angenom menen Flugzeuge und Flieger iverden nach Genehmigung durch den Deutschen Lnstsahrerverband veräsientticht. Alle deutschen Flugzeiigürmeu vo» Rus haben für den Flug genannt: die grö Heren sogar Mil zwei bis drei Flugzeuge» Tie einzige von den bekannteren Firmen, die für de» Flug nicht genannt hat, sind die Flugwcrke von Anglist Enlcr-Franlturt a.M. —— ■ —....... ..... Stürme. P^c tcrSburg , 13. März. Ganz Südrnijlgnd und > Schivarze Meer sind von cinei» starken Orion heimgeincht irorden, der jn den Gouvernements Astrachoii imb Saratow SU einem Tchneesturni anSartetc und i» vielen Ortschaften grossen Sckaöcn angerichtet hat. In Bcrdjansk sind die tiefgelc- gencn Stadtteile übcrfchivenimt. Jn N o w a l s ckf e r k a s k wurden die Täckfkr von mehren Häusern abgerissen und andere Berwüslnn- gcn angcrichtcl. Einige Personen nnirden verletzt find eine g e' tütet. Jn Iarij » n lande» grosse Verwüstungen statt: alle Telegraphen-tzind Telephondrähte sind zerrissen, io dass dir Stadt bald von dem Berkebr mit der Außenwelt abaeschniltcn fei» wird. Wie aus Scbaüopot gcnicldct wird, ist infolge des Sturmer der Berkebr zwischen den Häsen de) Schfvarzen Meeres nnterbrock«». Biele Segelschisse haben ans hoher Sec Hava rie erlitten. Madrid. 13. März. Amtlich wird auS Melilla gemeldet: Bei einem Orkan sind im Hasen zfoei Fischdampser, zivei KricgSickfaluppen nno 13 kleine Fiickfcrboote gesunken. Ein Schleppdampscr wurde durch die Wogen gegen die Mole gcschlcu dcrt und ist zerschellt. Tic Mannschaiien der nntergcgangenen Fahrzeuge sind alle gerettet. Man besürchtet, dass der italienische Tampser „Leonardo" gänzlich verloren ist. TaS Ka- nonenboot „Jnsanta Isabel" suchte in EhaserincS Schutz. — - Die Verbindung mit den vorgerückten Milüärstationcn ist gestört. Tic »eine Station Badnment mußte infolge des llit Wetters von der Besatzifug gcräuntt fvcrdeif. Bo» einem dent- sck en Tanipser, der gestern vor Mar Ebica mit den Woge» kämpfte, und g»s den, Bereich der Wellenbrecher herausziikoinmen suchte, hat inan in Melilla keine weitere Nachricht. Jckadcrinodar, 14. März. Tie Provinz Kuban wurde von einem iurchtbaren Orkan heimgesucht. TaS Asvwsche Meer stieg um drei Meter und überschwemmte die Orte Ttanitza find Atschu sewSkasa, Ivo über taüscnd Menschen ninkamc». Jn Pasenskasa ertranken 150 Personen Ans der am Sckiwarze» Meer enttangiüh- rcnden Eisenbahn ivnrdc» Wagcil und Lokonioliven durch die Fln te» iiiiigesiürzt. Jn AlschujewSkaia stürzten 360 Gebäude ein. Jckatcrinodnr, ll. März. Die Küste des Aiotvschc» Meeres in der Nähe des KoiakcndorseS Achiurstasa im Gebiete K» ban ist infolge eines Orkans von einer Hochilut hciingcs»ch! loovbcn. 200 am User des Mevrcs schlascitdill Arbeiter sind sortgelpült worden und alte ertrunken. Biele Aroeitergnsicdclungcn sind übcr- sthwcmnit. Jn der Stadt Tcinriuk wurde ein Zemeiitdamni vom Wasser zerstört. Ein großer Teil der Stadt wurde überschwemmt. Mehrere Personen lamen um. WladikawkaS, 14. März. »NI l Uhr nachmittags setzte ein dickster Nebel ei». Ein aus Nordwest kommender Sturm führte grosse Staubmassen herbei, die die Stadt in Tninkel hüllten. Sodann «rat Schneesall ei», der den Nebel zerstreute. Der Telegrapben- vcrkehr war unterbrochen. \ „is entlassest worden, nachdem sie einen Hungerstreik dc- gonnen hatte. * A u s der preußischen G r e n z st a t i o n I l - loivo stach tu einem Wahnsinnsaufall ein russischer Aus- waudercr auf seine Umgebung tos und verletzte drei Zollbeamte schlver rmd drei weitere und eine Frau leichter. Ein russischer Gendarm inachic de» Täter durch einen Säbelhieb unschädlich. Der Täter erhängte sich im Gefängnis. — Das „Tageblatt" meldet aus Odessa: In der „Gegen-c seitigeu stredit-Gesellschaft" sind Unterschleise von i?00 0(x) Mark entdeckt worden. Der Beamte J-achnenko, der diese Summe vor einem Jahrzehnt unterschlagen trat und bistfer die Unterschleise geschickt verdeckte, hat sich bei seiner Ber- haftung erschossen. d Handel. — Berliner >> p o t I> e k e n b a n k A k I i e n g e i e l l - schalt. Wie auS dem Jnlcraieuteil unserer heutige» Zeitung «rsickitlicb, gctangi die kür das Jahr 1013 ieslgesehi« Ttoidende von 6 1 /, Prozent von heute ab zur Ausjahlinig. Tie n»> I. Apiil 1914 sättigen Kupons der Pfandbriefe Iverden bereits vom 16. März cr, ab eingetüst. AericbtifaaL Fulda, 15. März. Tie hiesige Strafkammer als Be ruinngsinstanz sprach gestern nach zioeitägiger Perhanblung elf Rhöner Familienvater ans Wolscrts, Fricsenhau- icn, . Strinwond, Kohlberg, Birkenhof und Attenrain wegen des bekannten „Fin k e n ha i ne c S ch n lst r e i kS" frei. Tie Angeklagten wurden im September v. Is. vom kiesigen Schöc- «engericht aus eine Anzeige des KreiSschutinfpekiors Wulf zu Geldstrafen verurteilt, weit sie ans Besorgnis um die Gesundheit ihrer Kinder diese nachmittags bei schlechtem lUbönwettcr fricht in die bis fünf Kilometer entfernte Schule geschickt lfatien. Zur Bcrusungsverhanblung waren 47 Zeugen »nd drei Sachverständige geladen. Der Freispruch wurde äll- geweü, mit Befriedigung aufgenommen. Mailand 14. März. Ter biesigc Sachverständige im Prozeß gegen P eg o nd , Ingenieur G a l l i, legte gestern sein Guiachlcn dem Gericht vor. Er kommt darin zu dem Schluß, daß die Veränderung, die Pegoud an dem dem Flieger T a l - mistro verknusten Avvarat vornahm, zwar nickst Lebensgcsahr linbcdingt herbei führen müsse,' aber doch die Ausführung der Sturzslügc sehr erschwere, besonders der Benzinznsluß sei sehr erschwert. TaS Gericht wird nun zu entscheiden haben, ob die straireckstlichc Verfolgung gegen Pegoud cinqeleitet werden soll. TaS „Berliner Tageblatt" wird von Pcgond gebeten, folgendes niitznteitcii: Ter GerichtSexpettc ha« niemals die Meinung ausgesprochen. daß eS gefährlich wäre, mit dem Avvarat zu stiegen, den ich Talmistrv verkauft habe. Ich erkläre, daß der verkaufte Apparat .ein perfekter Thpus Looping Bleriot darstcllt und die Modisika tioncn im eigenen Interesse Dalmistros auSgesührt wurden. Cuftidiiifdlirt. i Straßburg, 15. März. Zum Prinz Heinrich- Fluge 1414 sind beim nunmeyrigen Nennungsschlust für den ganzen Flug 54 Nennungen — und zwar 20 für OfftzierSslieger und 34 für Zivilflieger — sowie 23 Nennungen nur für die vermischte». * Durch Erdrutsche ans dem staatlichen Porphyr- werk in Sinzheim b. Baden-Baden sind die Anbrrnten zweier Häuser eingedrückt und eine Scheune dnrchgebroclstm worden. An den beiden staatlichen Gebäuden wurde das neue Gebäude von dem alten losgetrennt, der hintere Teil und die Seitenteile durchgedrückt. Die Dächer stehen noch. Verluste an Menschenleben sind nicht zu bctlagen. Alles ist polizeilich abgcsperrt. Das ganze, aus zwölf Häusern bestehende Oberdorf ist gesperrt tvorden. Tic Ursache der Riltschniig tvird ans die vielen Regenfälle zurückgeführt, tvodurch der Lehm ausquoll, so daß Verschiebungen des Erdreiches einlralen. Der Minister des Innern F-rhr. v. Bodman, der Direttor der Oberdirektion für Wasser- und Straßenbau sowie einige Bauräte weilten heute an der Unfallstelle. ^ * Eisenbahnunglück inNeu-Südwal es. Aus Temore, 14. März, wird gemeldet: Jn der Nacht stieß auf der Station Exeter ein Postzug mit einer Lokomotive im Nebel zusaminen. Dreizehn Personen wurden getütet, drei schwer und zwölf weniger schwer verletzt. Ein Vater, der mit seinen Kindern die Leiche der Mütter begleitete, fvnrdc mit seinen beiden Töchtern sofort getötet, sein Sohit schrecklich verletzt. * Sechs Anhängerinnen des F- r a n c n st i m m - rechts, die am Samstag früh in London dem Staatssekretär des Innern Mac üenna die Fenster eingeschlaaen hatten, sind zu je zwei Monaten Gefängnis bei schwerer Arbeit vcrurtcilt worden. Letzte Nacht haben Anhängerinnen des Frauenstimmrechts den Pavillon eines Lawn Tennis-Klubs bei Birmingham niedergebrannt. *— Frau Pa n khurst ist wieder ans dem Hollowat,-Gesäng- Meteorologische veobachtungen der Station (hicsscn. März 1914 |o.i 2|f * * S<5 Ö- Sa J* lt ”a> | %> 'Z'S L z ÖD . CT i il|t L-L Welt» 15. 2" 746,1 9,5 7,0 78 SW 4 b Sonnenschein 15. l!" 745,2 7.9 69 s 4 10 Beb. Hinimcl io. i u 737,4 7,9 7,2 91 s 10 Regen Höchste Temperatur am 14. bis 15. März 1914 = + 10,7 " Niedrigste . . 14 . 15, . 1314 = -j- 7,0’ Niedericklag: 4,0 mm. Amtlicher Wetterbericht. DctlcinnSsichtc» in Hessen an, TienSIag, de» 17. März 1314 Wechselnde Bewölkung, Regenschnner, kühler, nordwestliche Winde, Letzte Uactrichte». Die Kaiserin i n Braunschweig. Berlin, 16. März. Tie Kaiserin weilt seit einigen Tagen in Braunschweig, >vo sic die Niederkunst ihrer Tochter abwartet. Jn den letzten Wochen ioar Ge- hcimrat Bumin wiederholt in Braunschweig anwesend. Es war vereinbart worden, daß cr bei der Niederkunft der Her-, zogiii beigezogen iverden sollte »nd dann einige Tage in Braunschwciq vcrtoeileii werde. Diese Disposition ist in der letzte» Stunde umgcstoßcii tvorden und hat in Hos» kreisen zu dem Gerücht Anlaß gegeben, daß Geheinirat Lumm, der bekanntlich bei der Geburt sämtlicher Söhne des stronprinzcii zugezogen wurde, in Ungnade gefalic» sei. Demgegenüber wird scstgestcllt, daß die Gründe für Bumms Fernbleiben in Braunschweig ganz anderer Natur sind. Tie Kinder des Geheimrcils Bumm find nämlich am Scharlachsieber leicht erkrankt. S v r i n g f 1 u t. Paris, 16. März. An der Küste von AvrancheS und T i e p v e wurde von einer Sptingilut großer Schaden ungerichtet. Ein römischer F r i c d h o s. Paris, 16, März. Bei Pont Faverger im Tcparie ment M a r n c wurde beim Bai> eines Militärbahnsteigs eine r ö mische Begräbnis st ätte bloßgelcgt. Erdbeben. .Hohenheim, 16. März. Tie Erdbebenwarte registrierte um 9,46 in der Nacht aut Sonntag ein Erdbeben, dessen Epizentrum 9000 Kilometer entfernt liegt. 6. Henneberg, von Mk. 1.35 an per Meter, in alteit ^arbeti. Franko und »«Ql»«»» vei- jf.ollt ins Hans geliefert. Reiäie Musterauswahl unigehend. 2411) M. d. dctltschen Kaiserin, ^UN!6i?. 5ür Erholimg^ti^dürftiäe und leichtere Sommer und nrqnite. Winter besucht, i Kuranstalt Hofheitn i. T. »/»Stunde v. Frankfurt s».M. Prospekt« durch Dr Scluilze-Kahley*», Nervenarzt Thüringisches - Technikum Jimenau Elektro-und Maschinen- | Ingenieure. -Techniker, Werkmeister. Prospekt. I D ir. Prof. Schmidt W Reklamemarken in den Verkaufsstellen erhältlich. Fabrikant: Aug. Jacobi, Darmstadt. Häckchen Spaten, Rechen nsvr. lief. z. bill. Preis. ( JS52 Lrug.Rröii, Plockstr. n Der Turnunterricht hat in seinem vollen Ilinfange wieder bcaonucn. Wir laden zur zahlreichen Beteiligung ein. 3014 l) Der Vorstand. Tnrn- iiihI Spielpinn. Dienstag n. Freitag abends9 Uhr: Nieaenlurnen. Mittwoch nachm. 5 Uhr: Schulerkurnen, abends b Uhr: Fechten. Donnerstag abends 9 Uhr: Tnrneii der Tatnenriege itt der Turnhalle. Ballioicle tinden ^ontt- lago von 11 Udr an itatt. - Der Mugliedsbeurag betragt für das Bicrieljahr Mk. 1.50, für Zöglinge 50 Giessener Lesehalle - Verein Donnerstag, den 19. Mär» 1914, abends 8*/* llhr ; 2. öffentliche Vorlesung ( n der Turnhalle der Höheren Mädchenschule lEingang TUmmstrahe). Herr Privatdozent Dr. Peppier (Wicfocn): ltcöcr miijcnf^nftLiM'portL^uftfalirten (mit Lichtbildern). '**!> Jedermann ist willkommen. Morgen Dienstag abend 8 Uhr pünktlich 36310 Bollzähliches Erscheinen unbedingt erforderlich. Näheres daselbst. T«r Vorstand. Wir suchen für diesjährige Kousir- mrnrdinnen passende DienststeNerr. ÄMD Hausfranen erhalten Auskunft (abends »wifrücn 1» und 8 Uhrl bei Frau Bender, Bahnhofftrahc 51, Frau (9ro?k, Nord Aul. 20, Frau Lchncidcr, ttirchen- Vlau S, Frau Zchvn, Lclter^wcg UH, Fräulein Ltrakk. ^ndwiattranc 41, Frau Tr. Lrirön, Biömarctftr. 32. Derevgl.Gemeitlde-Frauenverem. 1 liefert in jeder gewünschte« Ausstattung stilrein u.preiswert die BriU’seke Ueiv.- Drecken» 2282ss Philharmonischer Chor, Wetzlar unterMitwirkungdesWetzlarer Männerchors Freitag, den 20. März 1914, abends 8 Uhr im „Schützengarten“: „Elias-Oratorium“ für Soli, Chor und Orchester nach Worten der heiligen Schrift komponiert von FELIX MENDELSSOHN BAKTHOLDY. Dirigent: König!. Seminannusiklehrer O. Theiß Solisten: Fräulein Lili Kotal-Stuttjrart (Sopran! „ Gerda ldelberger-Wiesbaden (Sopran) Paula Meyer-DüsseJdorf (All) Herr Franz Müller-Darnibtadt (Tenor) „ Fritz Haas-Karlsruhe (Baß) Orchester: Kapelle des Inf.-Kegiments Nr. 116 aus Gießen. PREISE DER PLÄTZE: Saal (nuin.) Reihe 1-8 Mk.LA. Saal (mun.) Reihe ß—19 und Seitenplätze Mk. 1.50, Galerie (nicht nuin.) Mk. 1.—, Text 20 Pfy. Vorverkauf von Sonntag, den 15. März ab in den Buchhandlungen der Herren K. Schnitzler und K. Waldschmidr. (8651 Nach dem I. Teil 20 Min. Pause. — Ende 11 Uhr. 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Bersichcrunas gesellschast sucht zum 2lb- schlus;vonNeuüeschäften I einen gervaildten Herrn! von sicheren» Auftreten. | Die Stelle ist etttwilt'e- lnnasiäbia und mit ga rantieriem Einkommen I versehen. Auch Herreu auö anderen Berufen, |j die sich ncränd. wollen, bietet sich hier Olelegen- heit, eine guw Stellnna | All finden. Schriftliche I Angebote unter <3362»> k I-'. C. 1154 a. d. Gies;. \ Anzeiger erbeten. iuitt Vertrieb eines täglich vielgebrauchten und bebrlichen Hausbaltungcar- nkels wcrd. überall tüchtige Bezirksvertreter gesucht. DerBetlrieb isri'iber aus lohnend und können leicht 200—300 Mk. monatlich verdient werden. Nur solche Bewerb., welche 100—200 Nkk. Kaution stell, können, wollen üd) unter Ebinre M. 2022 an HaaienstciuLBoglcrB. G. Stuttgart wenden hv ,3 /.i bei dem das GANZE KÜNSTLER-PERSONAL sowie die REGIMENTS-MUSIK mitwirken werden. Um diesen zu einem Festlichen Gesellschaftsabend zu gestalten, sind die Unterzeichneten zu einem Komitee zusammengetreten. das sich zur Aufgibe gestellt hat. für die Darbietung von Erfrischungen und für den Verkauf von Blumen etc. an einer Anzahl von Büfetts wilhrend der grossen dreiviertelstündigen Pause, sowie nach Schluss des Programms zu sorgen. Der Anfang des Abends ist auf 8 Uhr, da,* Ende auf etwa 12 Uhr festgesetzt. Der Vorverkauf der Eintrittskarten beg’iint Samstag, den 14. d. Mts. Die Preise sind (die eingeklammerten Zahlen gelten erst von Donnerstag*an) in Doge und I. Rang-Vorderplatz Mk. 4.00 (3.50'. I. Parkett und I. Rang-Mittelplatz Mk. 3.50 (3.00. II. Parkett und I. Rang-Rückplatz Mk. 3.00 i2.75l, III. Parkett, II. Rang-Proszcniums- loge und Vorderplatz Mk. 2.00(1.50), II. Rang-Mittel- u. Rüekplatz Mk. 1.50 (1.25). Galerie Mk. 1.25 (1.00). Die Logen werden vor Donnerstag nur im ganzen abgegeben. 3508D Mehrzahlungen werden mit grösstem Dank angenommen, ebenso Natural- spendeu, die man bei einem Komitee-Mitglied anmelden wolle. T rau Oberstleutnant von Bibra, Frau Musikalienhändler Ohaliier. Frau Geheim rat Eck. Frau Rechtsanwalt En gisch. Frau Geheimrat Fromme, Frau Baukdirektor Heichelheim, Frau Aintsgerichtsrat Hirsch, Frau Universitäts- Rektor Körte, Frau Ziechenhausverwalter Lerch, Frau Balmhofs-Rcstau- rateur Niemann. Frau Dr. Ploch, Frau Rechtsanwalt Dr. Rosenberg, Frau Sanitätsrat Dr. Schliephakc, Frau Direktor Steingoetter. — Alfred Bock, Ernst Challier sen., Professor Fromme, Bahnhofs-Restaurateur Niemann, Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. Direktor Steingoelter. Acucrvcrsicherungs sockt für Wiefecii und ltmacqeiib tiicijtinen Vertreter, der in der "aqe ist. Ncunbscktllsse settislnndiq herbeizuMren. tticivntiri ivcrdcu hohe 'Jttncktuüvruvitioneu. («eil. Cn. suh 2343 ■'önniciiilciii & Boaler ’JI. W.. TSrntif jort a.'VI. 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