IlL 62 Sechster Matt M. Jahrgang Erscheint Agti# mit SuSna^m« der 6«mt«gi. Die „Mtfctntt KtmttienbläUet" werden dem .Anzeiger" «iermerl wöchenttich beigeteot, dar „Xrcisbbrtt fit den Ktris Siehe," zweimal «vöcheuUich. Di- .^«ndwirtlchaftlichen Seit, tragen" erscheinen monatlich zwennat. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesjen Samstag. 14. März 1914 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redakliast, Expedition und Druckerei: Schulstrabe 7. Expedition und Perlag: e=*i» 51. Redaktion: euSlI2.Tel.-Adr.:Anze>gcrG>eben» Der vefnch der Hochschulen im Deutschen Reich von s8hy bis f^ll. Die kürzlich vcröfscntlichtc Statistik über den Besuch der deutscheil Iluiversitätcil findet eine wichtige Ergänzung in einem lieberblick, den Lest 2:56 der „Preußischen Statistik" über den Besuch aller Hochschulen im Reiche gewährt. Werden die Besucher der Universitäten, der Technischen .Hochschulen, der Forstakadenricn, der Bergakademien, der Tierärztlichen und der Landwirtschaftlichen Hochschulen im Deutschen Reich zusammcugesaßt und zu der jeweiligen männlichen Bevölkerung in Beziehung gebracht, so ergibt sich folgende Zusammenstellung: Am JahrcZ- schluffe j Studierende Männliche Bevölkerung Studierende aus 1 Million der männl. Bevölkerung 1869 .... 19 965 000 883 1872 .... 20 418 20 360 000 1003 1875 .... 2 » 986 000 1108 1880 .... 26 032 22 185 000 1173 1*85 .... 31 755 22 933 000 1385 1888 .... 34 118 23 712 000 1439 1891 .... 33 992 24 50 4 000 1 387 1896 .... 40 286 25 661 000 1570 1899 .... 46 554 27 731 000 1679 1902 .... 52 538 28100 000 1850 905 ... . 57 375 29 884 681 1920 1908 .... 62 599 31 050H00 2 015 1911 .... 70 280 32 460 000 2165 der ganzen Zeit zeigt sich eine stetige, nur 1891 durch ein geringes Zurückgchen unterbrochene Zunahme der Stn- dicrendcn, so daß deren Zahl 1911 viermal so groß war wie 1869. Die Zunahme ist viel zu bedeutend, als daß sic sich durch den Bevölkerungszuwachs erklären ließe: ist doch die Anteilszisser der Studierenden an einer Million der männlichen Bevölkerung von 888 auf 2165 gestiegen. Allein in den letzten zehn Jahren, von 1901 bis 1911, ist der Bestand von 50 709 aus 70 280 Studierende angcwachsen. An diesem Mehr hatten die einzelnen Gruppen der Hochschulen ganz verschiedenen Anteil; es besuchten Studierende am Schlüsse des Jahres die 1901 1911 überhaupt vonr Tausend überhaupt i vom Tausend 22 Universitäten . . . 34 502 880 54 999 783 11 Technischen Hochschulen ...... 13 786 252 11 378 162 5 Foritakademien . . 3 Bergakademien . . 241 5 1 338 5 901 18 791 ii 5 Tierärztl. Hochschulc» 1 315 27 1 328 19 4 Landwirtschaftliche» Hochschiüe» .... 934 18 1446 20 Zusammen 50 709 1000 70 280 1600 Besonders groß lvar die Zunahme des Univcrsitäts- besuches, der bereits 1901 säst sieben Zehntel des gesamten .Hoäg'chulbesuches uniiaßlc. Die entgegengesetzte Entwicklung zeigte sich bei den Technischen .Hochschulen. Nur die beiden ersten Jahre des Jahrzehnts fielen noch in die Zeit des starken .^rnucti-Ntttt-sclicitt. Die höhere Tochter in der Kleinstadt, Bon Tr. Gertrud Säumer. Eiue Bildungsnot von allergrößter Tragweite legt eine Untersuchung dar, die der Preußische Zentralvcrband sür die Interessen der höheren Frauenbildnng jetzt der Oesfentlichkcit ükwrgibt: Tie Lage der höheren Mädchciibtlhitiig ln den kleineren Städten und großen Landgcnieiirdeu Preußens. (Verlag von Moser, Berlin.) An die Magistrate und Gctneindevorstehcr sämtlicher preußischer Städte und Landgemeinden über 1000 Einwohner, die kein anerkanntes Lyzeum haben, sind Fragebogen verschickt, um die Beschaiicnhcit der vorbandenen höheren Mädchenschulen sestzustellen. Ta ca. 90 Proz. der Lcsragte» geantwortet haben, ist cs möglich gewesen, ein annähernd vollständiges Bild zu gclvinnen. Tic Fürsorge sür die böberc Mädchenbildiing in den Kleinstädten ist außerordentlich lückenhaft »nd unzulänglich. Tas liegt zum kleineren Teil an Gleichgültigkeit und Unkenntnis, zum überragend größeren an der mangelnden Finanzkrait der Städte, selbst eine ziemlich große Zahl (28) von Gemeinden über 20 000 Einwohner sind nicht in der Lage, ein vollwertiges Lyzeum sür Mädchen zu schassen, wenn sie auch sür höhere Knabenschulen zu iorgcn vermochten. Wie weit die Fürsorge iür die Mädckzen. liinter der sür die Knaben zurückstcht, zeigt die Tatsache, daß in 112 Gemeinden, die ohne Lyzeum sür Mädchen sind, sogar Bollanstalten, also bis zum Abiturium führend, sür die Knaben vorhanden sind, in weiteren ca. 100 Ge- nicinden gibt cs wenigstens Realschulen und Progymnasien sür Knaben. Viele Tausende von Mädchen, Töchter von Beamten. Geistlichen, Lehrern. Aerzten und Gciverbetreibenden der Klein städte, einer Mittclstandsschicht, die in besonderen Maße daiür sorgen Muß, ihre Töchter erwerbsfähig zu machen, sind von dem wichligsten Zugang zu den in Betracht kommenden Berufen, den Berechtigungen des LyzcunlS, ausgeschloiic». Tiefe Tatiachc ist um so bedeutender, als die vorhandenen höheren Mädchenschulen der Kleinstädte zum großen Teil Rotbehelic unzulänglichster Art sind. Tic vorliegende ilntcriuchung berichtet dcninach ans vielen Orten von den leblyiftcslcn Klagen über die Bildungsnot der Töckncr die ser Schichte». „Beamte streben fort wegen der Schulverhältnissc", , Beamte beaniragcir mit Erfolg ihre Versetzung mil Hinweis aut die ungenügenden Schulverhältnissc", ,,b Richter, 1 Acrztc, 1 Rechtsanwälte. Apotheker, Baumeister, 2 Oberlehrer, Laitdrat, 'Poßdirektor haben keine schulvilichtigen Töchter". „Tie c-tadl geht jährlich zurück wegen Abwanderung von Osten nach Westen". Ebenso oft wird betont, daß das Richtvorhaudcnsein genügender BildungSgelcgcnhcitcn iür die Mädchen einen Verzicht aut jede weitere Ausbildung mit sich bringt. „Eine größere 'Anzahl miiv verzichten, weil die Eltern sich nicht trenncil ivollen und loeil die Sache so teuer ist". „Ta heutzutage ein Kind 1000 Mk. kostet, so können cs sich mir reiche Leute erlauben, ihre Kinder nach aus- wäits zu geben " -Bon einer Stadt ivird auch berichtet, daß die Mädchen Schwierigkeiten haben, in auswärtige Lyzeen anigcnom men zu werden, die von Einheimischen voll besetzt sind Eiiic andere Stadt teilt mit, daß die Schwierigkeiten dce täglichen Etsen- bahniahrlen die größere Zahl der Mädchen vctanlasie», au, »veitc- rcn Schulbesuch zu verzichten. . _ . . Alle diese Aeußerungeu bewcr,«it klar, daß eine ausrcrchcnde Fürsorge sür die höhere MäLchenbildung von größter, allgemeiner, sozialer Bedeutung sein lnürde. «ie könnte den Zug Vau der Kleinstadt in dre Großstadt eindämmen, und sie *it ein wichtiges Glied Andranges zu den technischen Studien: im Winter 1902/03 wurde die .Hüchstzahl mit 13151 Studierenden, das ist un- gcfähr ein Viertel aller damaligen Hochschülcr, erreicht. Seitdem hat der Besuch trotz der Errichtung von zwei nencu Tech nischen Hochschulen jährlich abgcnommcn bis auf ll 315 Studierende im Winter 1908 09. Die Schwankungen der letzten Jahre waren unbedeutend, behalten aber i»i ganzen eine leichte Richtung nach unten. Die landwirtschaftlichen Hochschulen halten einen verhältnisniäßig bedeutenden Zuwachs der Besucherzahl. Der Höhepuilkt war aber am Schlüsse des Jahres 1911 bereits überschritten; ein Jahr vorher wurden 1617 Studierende gezählt. Den gesamten Umfang des landwirtschaftlichen Studiums geben die hier angeführten Zahlen nicht wieder, da ein großer Teil der studierenden Landwirte aus die Universitäten und die mit ihnen verbundenen landwirtschaftlichen Institute entfällt. Der Besuch der Tierärztlichen Hochschulen sowie der Bergakademien war wenig einheitlich. Jener hatte in den zehn Jahren keine nennenswerte Einbuße erlitten; dieser ist um 12 Prozent zurückgegangen, was mit der Ucbcrfüllung des Faches zusammenhängt. Die Forstakademicn mit den kleinsten Bcsuchszisfcrn gewannen 40 Prozent, 2. Sitzung Grotzhcrzoglicher Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Aisselo und Lanterbach. Protokoll-Auszug. Gießen, den 25. Februar 1911. Anwesend sind die Herren: Geheimer Kominerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat Istrünewald als 2. stcll- vcttr. Vorsitzender, Friedberger,. Kommerzienrat Loos, Jhring. Roll. Nowack, Ramipcck, Röhr, Rühl, Zurbuch, der Syndikus und der wffieiffchcfftlichc Hilfsarbeiter. 1. Vertretung voir Jirdustric und Handel in den P a rl aINc ntcn. Angesichts der durchaus ungenügenden Zahl von Vertretern des Handels und der Industrie in den gesctzgebtMden Körperschaften des Reichs und der Bundesstaaten wie auch angesichts des mangelnden Entgegenkommens. welches Handel und Industrie in der: letzten Jahren, besonders im Reichstage, gefunden haben, sind die amtlichen Handelsvertretungen, an ihrer Spitze der Deutsche Handelstag, jetzt ernstlich bemüht, Mittel und Wege ausfindig zu nrachcn, durch Ivclche diesen Erwerbszwcigcn eine ihrer hohen Bedeutung im Gesanitwirtschastslebcn entsprechende Vertretung ihrer Interessen in den Parlamenten gesichert wird. Beschäftigten sich die bisher in dieser Richtung unternommenen Schritte vornehmlich mit der Frage einer ausreichenden Vertretung von Handel und Industrie in den Ersten Kammern, so sind jüngst von der Handelskammer tu Düsseldorf in einer Tenkschrist die folgenden Vorschläge gemacht worden, durch welche eine zweckmäßigere und wirksamere Behandlung aller Handel und Industrie betreffenden Fragen im Reichstage gewährleistet werden soll: 1. Tie Industriellen müssen in den Parteien, dcrren sie an- qchören, ihre Interessen entschiedener vertreten, als das jetzt geschieht. 2. Gründliche Unterrichtung der 'Abgeordneten bei Sachverständigen, bevor sic Initiativanträge stellen, die das Gewerbe angchen. 3. Tic Regierung soll vor Erlaß »an Gesetzentwürfen die Industrie- und Handelsvertretungen hören. 1. Ten parlamentarischen Kmnmissionen sind die zu den Gesetzentwürfen cingcgangcneir Aeußerungeu aus Interessentenkreisen übersichtlich und systematisch zusammengesrcllt vorzulegcn. Vorbilder für solche Uebersichten sind die Zusammenstellungen der Handelskammergulachten, die die Geschäftsstelle des Deutschen Handelstages in der Zeitschrist „Handel und Gewerbe" regelmäßig veröffentlicht. in der Kette der Maßnahmen, die den gebildeten Volksschichten die Erziehung zahlreicher Kinder erleichtern sollen. In 190 von 277 Gemeinden waren die Mädchen zu auswärtigem Schulbesuch genötigt, d. h. entweder zu täglichen Bahnfahrten oder zum Pensionsleben fern vom Elternhaus. Trotzdem die von den Gemeinden geschaiiencn Schulcinrichtungcn hinter dem Notwendigen so »veil Zurückbleiben, kosten sic oft ber dem relativ geringen Besuch sehr hohe Zuschüsse und sehr hohes Schulgeld. Auch die Privatschnlcn (von 311 sind 113 Privatschulcn) brauchen durchweg Gemeinde, oder Staalszuschüssc. Als Mittel, diese Verhältnisse zu bessern, kommen in erster Linie Staalszuschüssc in Betracht. Tcr preußische Staat, der so viele Millionen für die Jugendpflege ausgibt, könnte sicher auch noch wehr Mittel in den Etat des höheren Mädcheiffchtilwkicns für diese 'Zwecke cinstcllen. Ein anderer Weg wäre der gemeinsame Unterricht. Er ist schon jetzt in der Mittelschule möglich, und die Erhebung des Zen - iralocibandes weist 77 gemeinsame Mittelschulen sür Knaben und Mädchen nach, die sich in Ucbcreinstimmung mit den Bestimmungen z. T. zu höheren Schulen bis Obertertia infl. ausbancu. 'Aber da die meisten in Betracht kommenden Orte für die Knaben höhere Anstalten als Mittelschulen einzurichten genötigt sind: Völlan- staltcn oder Realschulen, und da in diese höheren Lehranstalten Mädchen bis jetzt nicht auigenomnien werden können, so ist in seiner gcgcnwärtigeit Äusdehnung der gemeinsame Unterricht keine sehr weittragende Aushilfe. Es ist daher dringend zu wünschen, daß die Möglichkeit gemeinsamen Unterrichts mindestens zunächst aut Realschulen und höhere Lehranstalten der kleinen Städte aus- gedehnt wird. Tamit loärc in cttva zivci Dritteln der Städte, die keine eigenen vollwertigen Mädchenschulen einrichten könncn, den Mädchen die Möglichkeit einer beruflich verwertbaren Bildung gegeben, vielen Eltern wären schwere sorgen, und vielen Gemeinden eine drückende Last abgenommen. Ei» Protest des elegante» Paris gegen die Mode. Indes das folgsame Ausland noch immer die Uebcrtrcibungcn der Pariser Modcschövfungen mit bewunderndem 'Augcnausschlag entgegcnninlmt und nachahmt, wächst von Tag zu Tag in den Kreisen der wirklichen Pariser Gesellschaft die Abneigung gegen eine Modctyrannci, die in den letzten Jahreit immer mehr Fühlung mit der vornehmeren Tamcnwclt verliert und längst von der Halbwelt in schlcpvta» genommen worden ist. Tic geschlitzten Röcke, die durchsichtigen Gewänder, die zum Prinzip erhobene Aermelloiigkeit, die bunten Perücken und alle derartigen Extravaganzen haben bereits schwer mit dem entschlossenen Widerstand der Damen aus der Gesellschaft zu tämpscn; heute liegen die Tinge so, daß die neuesten „Kreationen" in Paris öffentlich nur von jenen Frauen getragen toerdcn, die von den Schneidern — entweder durch Geld oder durch Gratislicscruug von Toiletten — dasür bezahlt werden, die „neueste Mode" auf den Rennplätzen oder INI Theater spazieren z„ führen. Die Zahl der Frauen von Geschmack, die die jüngsten Wege der Pariser Modehändler iür ein Zeichen der Entartung des französischen Sinnes für Schönheiten der Kleidung halten, ist in Paris nicht geringer als in anderen Kulturländern: ihnen gilt Paris heute als die Stadt des dekadenten Modegeichmackcs. Tic neueste» Frühiahrsmodcn habeit nun den bereits hoch- ausgcschichtctcn Zündstoff zur Emladung gebracht: eine Reihe der 5. Tic Parlamentskommissivncn sollen das von den gewerblichen Interessenvertretungen bcigcbrachtc kritische Material in der Kommission an der richtigen Stelle durch besondere Berichterstatter über die Petitionen Vorträgen lassen. l>. Tie Parlamente sollen zu den Kommissionen, dis gewerbliche Fragen behandeln, geeignete, Von den gewerblichen Zentralvcr- bänden zu benennende Sachverständige als Berater zuziehcn. 7. 'Auch der Wirtschaftliche Ausschuß soll sich jeweilig ad hoc durch solche Sachvcrstäirdigc ergänze». 8. Tie RegieritNg soll häufig wichtige Wirtschastsfragen durch interparlamentarische Ausschüsse erörtern lassen. 9. Schleunige offizielle Bcröiienllichung dsr Verhandlungen und Beschlüsse varlamcnlariichcr Kommissionen, die den Jnter- cssentcn cbcnsoschnell zugängig zu machen sind, wie den Parlamentsmitgliedern selbst. Tie Handelskammer erklärte zu diesen Vorschlägen, welche die volle Billigung des Änsschusscs des Teutschcn Handelstages gesunden baden und auch Gegenstand der Verhaitdlnugcn in der am 18. und 19. März in Berlin stattsindcnden Vollversammlung des Tentschen HandclStages sein werden, ihre Zustimmung. 2. Ocfsenlltch- rechtliche Lebensversicherung. Rach Anhörung eines Referates, in welchem Begriff und Wesen der öfscnllich-rechllichen Lebensversicherung, die Stellung der Regierungen, der privaten Lcbcnsversichcrungsgescllschaften io, wie der amtlichen Handelsvertretungen zu dieser neuen Jnstffntion in crichövsendcr Weise dargclegt waren, und »ach eingehender Aussprache über diesen Gegenstand, erklärte die .Handelskammer ihre Zustimmung zu der vom Ausschüsse des Teutschcn Handclstagcs am 13. Februar d. Js. gefaßten Resolution, welche solgcnder- maßcn lautet: „Tcr Ausschuß dcS Teutschcn Handclstagcs spricht sich dagegen aus, daß der Staat und andere öffentlich-rechtliche Körper - schasten in immer weftcrcm llmsang eine wirtschastliche Täffgkcit ausübcn, durch welche die private wirtschaftliche Tätigkeit geschädigt wird. Nur wo besondere Gründe cs rechtfertigen, sollte eine 'Ausdehnung der staatlichen und kommunalen wirtschasttirlicti Tätigkeit stattsindcn. Tiejc Voraussetzung ist ans dem Gebiete der Lebensversicherung nicht gegeben. Tcr Ausschttst >nuß vicl- mehr die große und erfolgreiche, dem Gcmeinwubl dienende Arbeit der privaten deutschen Lebcnsveriichcrungsgcscllschasten anerke» neu und bezweifeln, daß die öffentlich-rechtlichen Anstalten diese 'Aufgabe bester zu erfüllen imstande sein werden. Eine scharie Verurteilung verdient cs, da» Staats- und Kommunalbcamtc für die von den öffentlich rechtlichen Körpcrichaiten ins Leben gcruseneil Versicherungsanstalten persönlich wirken und ihre Untcrorgane dazu anhaltcn »nd daß hierdurch der freie Wettbewerb zu ungunsteit der privaten Tätigkeit beeinträchtigt ivird." 3. Abänderung des Hessischen Vermögens- stcucrgesetzes vom 12. August 1899. Nach Artikel 19 des Wchrbeitrogsgesttzes vom 3. Juli 1913 ist bei Aktien obnc Börsenlurs, bei Kuxen oder bei 'Anteilen einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der Vcckansswert der Anteile anzusetzen. Sofern ein solcher nicht zu ermitteln ist, ist der Wert der Aktie, des Kuxes oder Anteils unter Berücksichtigung dev Ge samtvcrmögens der Gesellschaft und der in der Bergangenlwit erzielten Gewinne nach ircicm Ecntcssen zu schätze». Im Streitfall soll die Vcranlagungsbchördc die Schätzung des Wertes durch Sachverständige anordnen. Im Gegensätze hierzu bestimmt Art. 26, Abs. 1 des Hessischen Bermögenssteucrgcsctzes voni 12. 'August 1899, daß als Verkaufswcrt obengenannter Vermogenstcile der 25sache Betrag des jährlichen Ertrags, nach den, Tnrchschnitt der drei letzten Jahre ermittelt, zu gelten hat. Tiefe unterschiedliche Behandlung in der Veranlagung solcher Vcrmögensteile wird nun von hessischen Interessentenkreise» deshalb als ungerecht empiun- den, locit 1 proz. Jndustricwcrtc zu pari nicht zu verlauieil sind. Tic Zugrundelegung einer 4 proz. Verzinsung entspräche iit einer Zeit, in tvelchcr 1 proz. preußische Staatsanleihe mit 97 begeben wird, nicht mehr den Verhältnissen. Es wird deshalb zur Herbeiführung einer gerechteren Besteuerung die Herabsetzung des 25sgchcn ans den 20sachen Ertragswcrt vorgefchlagen. Tic Handelskammer voinehmsten Damen der Pariser Gesellschaft, die wirklich tonangebend sind, haben sich zuiamincngeschlost'en und wenden sich mit einem geharnischten Aufruf au alle Frauen von Geschmack Und Takt, sie fordern dazu aus, der entarteten Mode die Gefolgschaft zu verweigern und sich endlich von dem Banne frei zu machen, den ein paar Schneiderinnen und ein paar außerhalb der guten Gciellschast stehende Frauen der modernen Tamcnlleidung aus- zioingcn. Tic tapscrcn Tamen, die sich an die Spitze dieser Protestbewegung gestellt haben, sind die Vicvintcsse de Belard, die Mar gilise de Montaguc, die Marguiic de Juignö, Mme. Tclaconrt, die Marguise de Mousticr, die Gräiin de Dillelc und die Herzogin von Maille. Ihr Wort uub ihr Beispiel sind sür die Pariser Gesellschaft Von höchstem ©cioidit In ihrem Manifest heißt es: „Wir rufen alle F-rauen der Gesellschaft aui zum Protest gegen die Moden, die man uns aufzwingt. Wir fordern alle iiinaHöel3fanmKrn eatc entsprechende Gesetzes önderung ju ‘beantragen. 4. Eisenbahuangclrgcnhcitcn. iv Graphische F bis Gießen bezw. die Herstellung guter Anschlüsse zwischen den Zügen der SolmSbachtalbahn und .denjenigen der Strecke Gießen—Wetzlar beantragt. Daraufhin hat die Königl, Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. angeordnet, daß vom I.Mai d, I, ab die Personenzüge 4705 lllsingcu ab 8,06, Wetzlar an 10,07 vorm.) und 4706 tWetzlar ab 1,32, Usingen an 3,10 nachm,j zwischen Wetzlar und Gießen täglich verkehren werden. Weiter erhält der Personenzug 4707 'GraevcnwieSbach ab 11,48 vorm,, Wetzlar an 12,54 nachm,- in Wetzlar Anschluß, an den Schnellzug D 123 nach Gießen, Im übrigen soll geprüft werden, lviewcit die Herstellung der Anschlüsse zwischen den Zügen der Solmsbachtalbahn und denjenigen der Strecke Gießen—Wetzlar i verbessert werden kann, e) Verpackung von Stückgütern beim Eisen- ,ba h n v e r s a n d. Eine Anfrage der Königl, Eisetchahndirektion Frankfurt a. M, bctr, Verpackung kleinerer Stückgüter zu größeren ^Einheiten hat der Kammer Veranlassung gegeben, nach Anhörung der beteiligten Kreise in einer Eingabe an die Königl, Eisenbahn- idirektion Frankfurt a. M. darzulcgen, daß eine übermäßig strenge .Handhabung der hierüber bestehenden Vorschriften eine erhebliche Erschwerung der Expedition und auch eine Verbeueruug dieser ! Güter mit sich bringen müßte, I) Annahme v-on Stückgut am Güterbahnhof sG i e ß fit. Rach den in h 1 Abs, 8, Teil II der allg, AbfcriigungS- ' Vorschriften niedergelegten Bestimmungen kann seitens der Eisen- ibahnverwaltung verlangt werden, daß bei Auslieferung von Stückgütern die Annabme der einzelnen Stückgüter mit den zugehörigen Frachtbricsen übergeben werden, Bon der Berkehrsinipektion Gießen war nun die strenge Turchsührung dieser Vorschriften angeordnei worden. Gleichzeitig Ivar den Versendern bedeutet Ivordcn, daß eine Abstellung der Sendungen in den Güierschuvpen nicht mehr geduldet werden könne, Tic Turchsührung dieser Anordnungen stieß nun in der Praxis ans große Schwierigkeiten und führte schließlich zn lebhaften Klagen der beteiligten Kr eile, welche in einer Eingabe au dm Handelskammer zum Ausdruck gelangten Diese sah sich deshalb veranlaßt, bei der Könrgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M, vorstellig zu werden. Die Angelegenheft ist alsdamt den Vorschlägen der handclslammer enispreck-end zur.Zufriedenheit der beteiligten Kreise erledigt ^worden, g) Aus n a h m c iari s sü r S en du n g c u n a ch S kandi- n a b i c tt. Der im Eisenbahnverkehr mit Schweden und Norwegen über Vandruv und Saßnitz—Trälleborg bestehende deutsch schwedisch norwegische Verbandsgütcrtaris, welcher mit ermäßigten Frachtsätzen rechnet, enthält u, a. auch einen Ausnahmetarif 4 für Eisen und Stahl. Zu diesem Daris gehören auch gußeiserne Radiatoren, welche von der "Abteilung Lollar der Buderus'schen Eisenwerke Wetzlar hergestellt und nach Schweden und Norwegen ausgesührl werden, "sinn ist aber die Släiion Lollar in diesen Ausnahmetarif nicht mit cinbczogcn. Das Werk Lollar ist daher genötigt, zwecks Anwendung de? ermäßigten TariseL seine Sendungen von Lollar mit Umkarticrung in Gießen abzurichten, wodurch naturgemäß nicht unerhebliche Kosten entstehen. Die Kammer hat deshalb bei der Königl, Eisenbahndirektion Frankfttrt a. M, die Ausnahme der Station Lollar in den genannten AuSnahme- tarit beantragt, 5, Von unterrichteter Seite liegen der Kammer noch Mitteilungen vor über: a) Zweifelhafte Firmen im Ausland (Argentinien, Belgien, Canada, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Niederlande, Oesterreich-Ungarn, Svanien, Türkei), b) Wirtschaftliche Lage in Portugiesisch-Ostafrika, c) Anknüpfung von Geschäftsverbindungen in Canada, Näheres hierüber erfahren Interessenten aus dem Sekretariat der Handelskammer, Spielplan des Siehener Stadttheaterr. Direktion: Hermann Steinaoetter. Sonntag, 15. März, nachmittaas 3'/, Uhr (unter Mitwirkung der Kapelle des diesigen Jnkanterie-RegimentSI. bei kleinen Preisen: Zum lebten Male: »Das Musikanteinnädel " Ende 614 Uhr. Abends 77, Uhq bei kleinen Preisen: »Dre Scbmetterliuasschlacht/ Ende 10 M Uhr. Dienstaa, den 17. März, abends 8 Uhr (auver Abonnement», bei gewöhnlichen Preisen, Abonnenten zahlen gegen Vorweis des 7. (Lrmähigungskupons kleine Preise: Benefiz für Herrn Oberregisseur Walter Dworkowskr, Gastspiel pon Frau Käte Sch rotte r- Dworkowskr vonr Düsseldorfer Sciiau'piel- haus: »Gespenster.^ Gin Familiendrama in 3 Akten von Henrik Ibsen. Ende IO*/» Uhr. Mittwoch, den 18. März, abends 7 Uhr (19. Mittwoch-Abonneinents-Vorstellung): »Rösselsprung * Ende fix Uhr. Freitag, den 20. März, abends 8 Uhr (2ll. Freitag- Abonnements-Vorstellung): „Die Frau des Kommandeurs." (Neuheit!) Schauspiel in 3 Akten von Mar Dreyer. Ende 10X Uhr. Samstag, den 21. März, abends 8'/, Uhr: Gesellschaitsabend mit buntem Programm für den Fonds zur Unterstützung hilfsbedürftiger Mitglieder des Giehener Stadttheaters. Sonntag, den 22. März, nachmittags 3 1 /, Uhr, bei kleinen Preisen: »Die Schmetterlingsschlacht." Ende'nach 6 Uhr. Abends 77, Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments): „Wie einst im Mai/ Ende 10% Uhr. Die nach- Aßr?fo sin<1 aul Snnnta ^ 15. Jlärz 1914, stehenden iävl IilC von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für dringende Fälle sicher anzutreffen: D u / 8 I>r. Ploch, Asterweg 34. l>r. Mey erhoff, Süd Anlage (neben der JobanneskiTche). Für dringende Fälle ist am äonntas, den 15. Harz., sicher anzutreffen: D u / 3 Fischer, Seltersweg 77. aauuai Li Fernsprecher 737. Lirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinste. Sonntag, ätn 15. 21! ä r j, Okult: (Bottesbienft. 3n der rtadttieche. Vormittags 9'/. Uhr: Prolesiar 11. Schi an. Vormittags II Uhr: Kindcrktrchc sür die Matthäusgemeinde. Pfarrer v. S-ch l o f f e r. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe, Abends 8 Uhr: Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Dienstag, den 17. März, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal: FrauemnissiouS verein. Mittwoch, den 18, März, abends 6 Uhr: 4. PafstonSandachl. Pfarrer D. Schlaffer. Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. 3n der Zohännerkieche. Vormittags 9ft, Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags II Uhr: Kinderkirche für die LukaSgemcinde. Pfarrev Bechtolsheimer. Abends 8 Uhr: Pfarrer Ausleld. Abends 0,8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der LukaS- und Johannesgemeinde. Freitag, den 29. März, nachmittags 4 Uhr: FrauenmifsionS- uerein der Lukasgemelnde. „Wartburg", evangelischer Zünglfngr- und Mannet.Verein. (Tiezüraße 15.) Dienstag, abends 8V, Uhr, Bibelstunde, Mittwoch, abends 8 Uhr, Turttstunde, Donnerstag, abends 80, Uhr, Lese» und Spielabend, Samstag, abends 8V, Uhr: Versammlung der älteren Abteilung. Sonntag, abends 8 Uhr; Vortragsabend. Gäste üets willkommen. vibelktänzchcn sür Schüler höherer kehränftalten. Jüngere Abteilung jeden Dienstag von 5—6 Uhr. Aeltere Abteitung jeden Samstag von 6—7 Uhr im Johaunesfaal. Slbclkränzchen für Mädchen aus der ZohänneLgemcfnde. Jeden Dienstag von 6--7 Uhr im Johaunesfaal. Evangelischer Gotterst'enft. Lollar: Sonntag, den 15. März, nachmittags 1^2 11 hr. Dekan Gnßman n. Daubrrugcn: Sonntag, den 15. März, nachmittags 1 L2 Uhr. Pfarrer Büchner- Treis. Katholische Gemeinde. (fiotterdienst. SamStag, den 14. März: Nachmittags unt 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur betl. Beichte. Sonntag, den 15. März, 3. Fasten-Sonntag: Vormittags von 60, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. „ lim 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommuntom , um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: SM. Messe mit Predigt. Militärgckttesdienst. Nachmittags um ö> , Uhr: ChriMtlehre; darauf sakramenialifch« Bruderschafts-Andacht. Dienstag und Freitag abend um 6'/, Uhr ist Fastenandachl. viaspora-Gotterdienst. Sonntag, den 15. März: In Lich um 9‘/, Uhr. Dre Hauptmarke UNSERE ^iÄR 5 N£ Schlager in Qualität StanSesaintsnachrichten. Kietzen. Aufgebote' März 6. Poul Bernhard Zindel, Weißbinder, »nft Clifabcthc Geher, beide in Eberftadt. — Karl Jakob Winter, 8?osthotc. mit Maria Therese Liga KcSkc, Heide in Gießen. — 7. Bruno MareuS, Kauftnann in Dessau. Mit Frieda Reffenherg in Gießen^ — 9. Karl Jahn, Former, mit Katharina Fischer, beide ln Gießen. — Johannes Philipp Klös, Tcilmiker in Rciskirchen, mit Margarete .Harbach in Großen Bufcck. — 10. Johann Heinrich Pascher. Postbote in Ottenbach a. M.. mit Sophie Dorothea Ma ttjilbc Lipp in Gießen. — Wilhelm Friedrich, Postbote in Gießen, mit Margareta Gerbracht in Wörrstadt. — Arvcd Karl Ludwig don Schultz, Dr. phil. in Hamburg, mit Fannp Gertrud §>ella Suhr in Grüncfclde. — Tr. "Adolf Wilhelm Karl Theodor Jeß, Privatdozent, mit Elise Gertrud EmmcfiuS, beide in Gießen. — 11. Wilhelm Buseck, Schlosser in Gießen, mit Katliarjiia Gilbert in BraunfelS. — Dr. Paul Theodor Karl Lindig, stlssistenzarzt in Gießen, mit Frieda Berta Ilse Teinliardt in Jena. — Willi Cmil Kroh, Fabrikarbeiter, mit Luise Herling, beide in Gießen. — 12. Rudolf Felten, Architekt in Frankfurt «. M, mit Maria Katharine Bender in Gießen. Eheschließungen: März 7. Friedrich Wilhelm .hosmann, Schuhmacher, mit Margarete Elise Heinz, beide itt Gießen. — siatl Wilhelm Schumann, Pizcseldwebel m Friedbcrg (Hessen . mit Luise Sophie Magdalcne Klos in Gießen. — Hermann Graff, Glasrct- nigcr, imt "Anna Katharina Weigel, beide in Gießen. — 18. Karl Gcllneberg. Kaufmann m Elberfeld, mit Berta Stern in Gießen. Geborene: März 3. Dem Schriftsetzer Bernhard Wissel ein Sohn. Bernhard. — 4. Dem Gärtner Rudolf Schneider eine Doch, ter. Erika Margarete. — 5. Dem Lagermcister Hermann Tiehl ein 'Sohn, Adolf. — 6. Dem Kaufmann Christian Ernst Konrad Karl Reibeling eine Tochter, Irma Lina. — Dem Gefangenenaufseher Heinrich Ludwig Baller eine Tochter, Gertrud Luise Käthe Lina. — 8. Dem Waffenmeister-Unteroffizier Jvl>annes Heinrich Kart Kummerow ein Sahn, Johannes Theodor. — 7. Dem Schlosser Wilhelm Klös eine Tochter, lAiiabeth. Sterbcfällc: März 6. Jakob Klingelhötcr, Gemüsehändler, 61 Jahrc^alt, Wettergaffc 5. — 7. Christoph Merz. Lehrer i. P , 64 Jahre alt, Südanlage 21. — 8. Auguste Heinye, geb Höhne, 75 Jahre alt, LiebigNr. 89. — Johanna Rothenberger, 55 Jahre alt, Frankfurtcrstr. 25. — Mathilde Fischbach. 2 Wochen alt, Grabcnstr. 4. — 10. Adolf Christian Moog, Lokomotivheizer : i. P., 70 Jahre alt, Dammstraßc 12. Bersrod. Geborene: März 6. Dem Landwirt Philipp Botz eine Tochter, Hekene. Butzbach Geborene: Februar 16. Dem Konpftar Friedrich Wilhelm Scharre nute Tochter, Anna Marie. — März 1. 2cm Schlosser .Hernrtch Emil Johann Jakob Freftag eine Tochter. Meta Jda. i Dem Apotheker Wilhelm Heinrich Matthäus cm Sohn, Kurt H-ieronhmuS Wilhelm. — Tem Fubrknecht Heinrich Rabenau ein Sohn. Hcrmami. Sierbefällc: Februar 20. Johann Heinrich Ernst Werner, Schuhmacher, 20 Jahre alt. — März 7. Margarete Braun, geb. Fenchel. Witwe des Landwirts Heinrich Braun I., 88 Jahre alt. — Jean Weil, Gemcindcrcchner au? Münzenbcrg, 49 Jahre all. — 9. Georg Ludwig Hornung, 6 Monate alt. BüLingen. Geborene: März 5 . Tem Fabrikarbeiter Heinrich Stimvel eine Tochter, Bertha. Stcrbefälle: Mär; 5. Franz Altcnkirch von Nidda, 74 Jahre alt. Friedbcrg. Aufgebote: März 5. August Wilhelm Han? Hofsmann, Lbcrlchrcr in Frankfurt a. M., mit Iohartua Pauline Philippine Gatzert in Friedberg. — Heinr. Kremet, Hilfsheizer, mit Elisabeth Kern, beide in Frankfurt a. M. — 9. Heinr. Josef Dreftc. Installateur in Friedbcrg, mit Elisabetha Laschkc in Schwalheim. — '11_. Johanne? Hübner, Vichwäricr, mit Luise Fricderika Karo- line Schäfer, beide in Bad-Wildnngcn. — Karl Bcrnbard Stumpf, Weißbindcr, mit "Anna Maria Katharine .Holler, beide in Friedberg. — Karl North, Eisenbahngehilfe in Niedcrlahnstein, mit Lina Eva Schcucrmann in Frtedberg. — Friedrich Ostheim, Schriftsetzer, Mit Anna Maria Holler, beide in Friedbcrg. Eheschließungen: März 7. Willtelm Zeitz, Briefträger, mit Hedwig Hulda Mauer, beide in Friedbcrg. Geborene: März 4. Dem Friseur Heinr. Wagner ein Sohn, Wilhelm Heinrich. Sierbcsällc: März 8. Johann Adam Becker, Postdirckior, 55 Jahre alt. Hausen. Eheschließungen: Mörz. Philipp Dern III.. Schreincr- mcistcr au? Dausen, mit Justine Schäfer in Harbach. Helfchcllicim. Geborene: März 7. Tem Fabrikarbeiter Karl Koch eine Tochter, Frieda. — 8. Dem Rangierer Adam Ruppel eine Tochter, "Parie. Hungen. Geborene: März. Tcni Dachdecker Karl Wolj ein Sohn, Karl Ernst. Lautcrbnch. ... Aufgebote: Mörz 4. Karl Rcpp. Lehrer in Pjordi, mit Warte Sophie Elisabetha Sandmann in Lauterbach. — Johannes Heinrich Berghäut'er. Buchdrucker in Lauterbach, mit Elise Gre.b in Romrvd. — 7. Friedrich "Adam Tclzer. Sattler in Essen, mit "Anna Elnabctha Döring in Lauterbach. — I I. .Heinrich Gotllieb Kdajt, Landwirt in Lauterbach, mit Katharine George in Udenhausen. Eheschließungen: Februar 28. Kouraü Eisenach, Tag- löhncr, mit Anna Gruncwald, beide in Laulerbach. — Johannes Eifert VI., Schmicdcmeister, mit Elisabetha Marie Auguste Duchardi, beide in Lauterbach. Geborene: Fcbr. 25. Dem Schlosser Heinrich Karl Dürftig eine Tochter, Anna. — 26. Dem Fvrftgehilscn Justus Heinrich Wcnderotb eine Tochter, Gertrude Berta Wilhclmine. — 28. Dem Fubrknecht Wilhelm Hampc eine Tochter, "Anna Marie. — März 3. Dem Tienstknecht Valentin Pakulla in Rudlos ein Sohn, Karl. — Dem Taglöhncr Johann Beck eine Tochttr, Katharine. — 4. Dem Wagner Gottlieh Johannes Kraft ein Sohn, Heinrich. — Dem Schrcinermeistcr Wilhelm Schmidt eine Tochter, Henriette Hedwig. — 6. Tem Molkcrcigehitien Friedrich Herber eine 'Tochter. — Dein Vorarbeiter Heinrich Löftler eine Tochter, Martha LInna. Sterbciällc: März 9. Elisabetha Schuchardt Wwe., geb. Becker, 77 Jahre alt. — 11. Karl Schaaf, Kutscher in Engclrod, 44 Jahre alt. Nidda. Eheschließungen: Mörz 8. Gustav Pitt, Schrcinermei- stcr. Mit Marie Runk. beide zu Nidda. Schotten. Aufgebote: März 9. Friedrich Becker, Postassistcnt in Schotten, mit Regina Mchcr in Ortenbcrg. Geborene: März 10. Tem Schreiner Julius Wolsschmidt eine Tochter, Margarcle. Watzenborn-Stcinbcrg. Geborene: Mörz 2. Dem Zicgelciarbcftcr Ludwig Pitz ein Sohn, Albert. — 9. Dem Schuhmacher Heinrich May eine Tochter, Anna. Der 8iege§zug von Scotts Emulsion währt schon fast 40 Jahre. Ein seltener Erfolg, der nur erklärbar ist durch ihre Gute und Wirkungskraft. Wissenschaft und Publikum missen, daß man sich aus dieses Prä- ! parat verlassen kann. Das ist cs! C'U He Hb e währt bei Ka ta rrh e n. Husten . A? fSjTc\ \ Heiserkelt.'Verschleimung.Jnfluenzt. I Magen- Darm.-Gicht- u Blasen lei den • | überall erhältlich In Apotheken Drogen» und _ Mineralwasser- Handlung e/i _