Nr. «O Erscheint täglich mit Aufnahme de? Sonntags. Die „Eietzcncr HamMendlStter" ivcrden den, .Anzeiger' viermal wöchentlich betgelcgt, das ..Kreisblatt für den Kttls Siegen" zweimal wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Zeit- seagen" erscheinen monatlich zweimal. 1154. Jahrgang Donnerstag, 1 * 4 . Mär; 1914 Giehemr Anzeiger Srneral-Anzeiger für Gderhejfen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnrversitätS - Buch- und Steindrnckerei. R. Lange, Giössen. , Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^Ä>51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. Mb. Deutscher Reichstag. 233. 3 i (' u n fl, Mittwoch, den II. März. Am Tische des BundcsratS: Dr. Sols. Präsident Tr. »acmps eröffnet die Sitzung UI» 2 Uhr lö Min. Lec Kolooialewl. sVicrter Tag.) Es folgen die Etats für die c i n z c l n t n Schutzgebiete Togo. Berichterstatter Abg. «aldftrin . auf Neuguinea dewilltgl haben. Tiefe Summe steht außer Verhältnis zu dem wahrscheinlichen Ergebnis. In Kolon.alsachcn sollen wir alle Ausgaben vermeiden, die zu vermeiden sind. Es wird kaum möglich sein, Petroleum aus Neuguinea zu cmnchbarcm Preis aus den deutschen Marti zu bringen. Der Beschluß der Kommission ist einzig in seiner Art. In der drittelt Lesung werde ich beantragen, diese 600 000 Mark wieder zu streichen. Bezeichnend lst es. daß die Sozialdemokraten gerade für diese unnützeste aller ÄolonialauS- gaben gestimmt hobelt. Präsident Dr. Kacmps: Ich möchte gegenüber dem Abg. Dr. Arendt bemerken, daß gestern der fragliche Titel zur Debatte gestellt und ohne Debatte angenomiileri wurde. Es wäre ja dabei Gelegenheit gewesen, den Titel anzufcchten. (Lebhafter Beifall.) Staatssekretär Dr. Sols: Die Wichtigkeit b o n Petroleumfunden geht doch daraus hervor, daß die Engländer, wo sie irgend können, ihre Hand auf Länder mit Petrolcumvorkommcn legen. Die Erwägung, ob es sich überhaupt lohnt, Petroleum von dort nach Deutschland zu bringen, hat auch die Kommission angestcllt. Es handelt sich nicht um den deutschen Markt, sondern darum, Absatzquellen in der Nähe von Neuguinea, etwa in Australien oder Ostasien zu finden. Das Petroleum ist über ein weites Gebiet verteilt, das wir bereits gesperrt haben. Ob diese Quellen reichhaltig und gewinnbringend sind, soll untersucht werden. Der Plan über die Kosten sicht 200 000 Mark vor. Die Kornmission meinte aber, daS sei nicht genug, 500 000 Mark würden ausreichen. Der Reichstag würde gut tun. sie zu bewilligen. Allerdings ist eS ein aleatorisches Geschäft, aber wenn es einschlägt, kann cs großen Vorteil für das Reich bringen. Ob der Staat oder das Privatkapital sich beteiligen sollen, hängt von dem S ch i ck s a l des P c t r o l c ll m ln o n o p o l s ab. Abg. Dr. Pfleger (Zentr.) Wir werden in der dritten Lesung für die Streichllng dieser widersinnigsten aller Forderungen stimmen. (Präsident Dr. Kaemps rügt -diesen Ausdruck.) Das Privatkapital soll hier vorangehen. Abg. Gotljein (Vp.): Es ist Ausgabe der Kolonialvcrwaltunp, Nachforschungen nach vorkommendcn Naturschätzen :n den Kolonien anzustellen. Das ist keine Ausbeutung. Aus wissenschaftlichen Interessen *ann sich das Privatkopital an' solchen Forschungen nicht interessieren. Hier einzutretcn ist die Pflicht der Verwaltung. In Niederländisch- Indien, dessen geologische Verhältnisse ganz ähnlich sind, hat sich eine ausgedehnte Erdölindustrie entwickelt. Wenn das Petroleum' nicht nach Deutschland kommt, so doch das Benzin, das gleichzeitig gewonnen wird und wachsende Bedeutung gewinnt. Es handelt sich um ungemein wichtige Naturschätze. Abg. Dr. Frank (Soz.): D,c Haltung oes Zentrums zeigt einen seltsamen Wider, pruch. na» dazu in der Form, in der Dr. Pfleger seme Meinung .ertrat. Das Zentrum hat ja in der Komm'.sswn mit für dte Forderung gestimmt. ES macht sich schmerzlich bemerkbar, daß Dr. Arendt nickt in der Kommission war. Sonst batte Dr. Pfleger >ier im Plenum nicht tu der Weise seine Meinung zu ändern 'rauchen (Heiterkeit.) Für Kulturforderungen sind wir immer |U haben, wie es ^ich z. B. bei der Baumwollsragc gezeigt hat. Abg. Dr. Pnasche (Natl.): Dr. Pfleger brauchte die, Anregung deS Abg. Arendt nicht, im gegen die Forderung zu sprechen. Er hat es bereits in der Kommission getan. Das Privatkapital will natürlich auch einen Sifola haben. Petroleumbohrungen sind sehr schwierig und uber- rus kostspielig. Die Bohrungen bringen auch große Gefahren, inü deshalb sollte mau cs sich wohl überlegen, ob man diese Boh- ungen. die kaum Erfolg versprechen, vornehmen zoll. Aber immer- sin kann man cS ja versuchen. Unsere besten Wunsche begleiten liefe Versuche. Abg. Erzberger (Zentr.): Wir haben in der Kommission uns genau so ausgesprochen vie hier im Plenum. Man soll aber dann ganz Neuguinea sperren rnd nickt noch nebenherr eine Menge Privatgesellschaften muten allen £ ’r Staatssekretär sollte sogar dreSpcrretelcgra- )bis'ck anweisen, da jede Minute kostbar ist. Die 500 000 Nark werden nicht reichen Mir hat einer der monopolfrcund- ickitcn <>eute der noch monopolsreundlicher ist tuic Dr. Frank, Jk Viel" sagen will, (Heiterkeit) gesagt, die Bewilligung dieser rerinaen Summe würde der größte Unsinn sein. §ur solche Zwecke wird man nach Angabe von Sackvcrstandigcn 5 bis 7 N'rllioncn gebrauchen, wenn das deutsche Kapital sich erfolgreich 'etätiaen soll. Mit jener kleinen Summe kann man höchstens dürfen und graben. (Zuruf: Mit dem Spazierstock! Heiterkeit.) Oamit wird tatsächlich wenig erreicht und kein Vertragsab,chlutz -rzielt, nur Geld wird verplempert. Der Staatssekretär hat aber auch ausdrücklich gesagt, die lnqelegcnheit hänge vom Petroleummonopol, ab. Wir meinen. K 2 S Monopol scheidet für Neuguinea vollständig aus. Wenn der Staatssekretär die Erschließung Neuguineas von der Ent'cher. düng über das Petrolcummonopvl abhängig macht, dann kann cs noch 20 Jahre dauern. Selbst wenn das Gesetz beschlossen wird, braucht es ja >ioch lange nickt vollzogen zu werden. Wir haben das größte Interesse, die Naturschätze der Kolonien zu erschließen und damit den Reichszuschutz zu ermäßigen. Deshalb verlangen wir die Sperre für das ganze Schutzgebiet, damit die Naturschätze einheitlich und zweckentsprechend auögcbcutet werden können, nicht durch das Reich, sondern durch das Privat- kapital. weil dieses die nötige Bewegungsfreiheit hat. Aber cs soll deutsches Privatkapital sein und diesem wollen wir ein erfolgreiches Arbeitsgebiet offen halten. Hoffentlich macht es gute Geschäfte, damit wir die Abgaben steigern und den RcichSzuschuß ermäßigen können. Staatssekretär Dr. Sols: Ich kamt dem Hause nur mitteilen, daß die Speers nicht eingeführt zn werden braucht, sondern daß sie bereits am 20. o. Monats telegraphisch von mir angeordnet worden ist. (Lebhafter Beifall.) Ich habe allcrci Verhandlungen gepflogen mit Privatgesellschaften. Diese Verhandlungen haben aber noch nicht zu al'schlußrciscn Verträgen geführt. Es lagen dem Kolonialamt Offerten vor, deren Unterlagen uns aber nicht genügten. Dann habe ich die Verhandlungen abgebrochen, allerdings im Zusammenhang mit Plänen der verbündeten Regierungen. Ich konnte nicht Maßnahmen treffen, die geeignet waren, Pläne der Regierung zu durchkreuzen. Meine persönliche Stellung zum Pctrolcummonopol ist ganz irrelevant für die Kolonialverwal- tun. Den Privatgesellschaften muh ich doch irgend etwas bieten, ehe ich sie hinausschicke; sonst bin ich ja in der Hand des Pri- vatkapitals. Auch für die zukünftigen Verhandlungen muß ich eine obscktlvc Grundlage dafür gewinnen, was konzesstonsfähig ist. Wenn ich die Verantwortung aus mich nehme und Konzessionen in Neuguinea Zusage, muß ick die Konsequenzen ziehen und entsprechende Verträge abschlicßen. Das kann ich nur tun, wenn ich weiß, wie das Petroleum beschaffen ist. Ich denke nicht daran, daß das Kolonialamt selbst die Ausbeulung übernimmt, wir wollen aber Unterlagen schaffen. Auch Beamte wollen wir nicht hinausschicken, sondern Sachverständige. Mit dem 500 000 Mark scheint das richtige Mittel getroffen zu sein. Wir denken nicht daran, in einem Jahr 200 000 Mark, im nächsten wieder so viel usw. auszugeben. Wir wußten ja gar nicht, daß wir 500 000. Mark erhalten würden. Wir wollten die erste Summe nur dann ans ein paar Jahre verteilen. Da wurde uns gesagt, wenn Sie etwas machen wollen, dann nehmen Sie gleich 500 000 Mark. Also ganz unsympathisch scheint das Zentrum der Sache doch nicht gcgenüberzustchen. Wir werden mit der Summe aber jene Grundlage schassen. (Beifall.) Abg. Waldstein (Vp.) stellt fest, daß sich Erzberger in der Kommission ausdrücklich für die 5)00 000 Mark erklärt hat. (Hört! Hört! und Heiterkeit.) Wir wollen nicht wieder große Konzessionsgcsellschasten schassen. Abg. Dr. Oertel (Kons.): Ter Staatssekretär hat also Neuguinea sofort gesperrt. Dafür sollte Herr Erzbcrger dankbar sein und die 500 000 Mark bewilligen. (Abg. Erzbcrger (Zentr.): Das wäre ein Kuhhandel.) Nein, Liebe und Gegenliebe. (Hetterkeit.) Das Reich muß jetzt die Mitte! haben, das Vorkommen des Petroleums fcst- znstellen. Ich kann daher den Widerstand des D r. Arendt und des Zentrums nicht begreifen (Hört! Hört!) Wie kann man bei dieser Forderung von einem Unsinn sprechen! Ter Reichstag beschließt überhaupt keinen Unsinn. (Heiterkeit.) Abg. Dr. Frank (Soz.): Abgesehen vom Unsinn stimm" ich Herrn Dr. Oertcl zu. (Heiterkerl.) Diese 500 000 Merk hier haben mit dem Petroleummonopol gar nichts zu tun. Damit schließt die Aussprache. Abg. Kcinath (Natl.) fordert weitgehenden Schuh der Paradiesvögel. Staatssekretär Dr. Sols: Der W i l d s ch u tz in den K ol o n i e n ist erheblich ausgedehnt worden. Für die Erhaltung seltener Arten und seltener gewordener Tiere wird gesorgt. Der Streit in der Presse über die Paradiesvögel ist auf beiden Seiten sehr temperamentvoll geführt worden. Ick neigte zuerst zu den sehr stark radikalen Schutz- sreunden. Ich wurde in meiner Meinung bestärkt, nachdem ich in London eine große Auktion von Vogclsedern gesehen hatte, wo Millionen von Reiher- und Paradiesvogelstutzen verkauft wurden. Das hat mich sehr ängstlich gemacht. Ich reiste mit der Absicht nach Hause, mich den radikalen Schutzsreunden durchaus anzuschlietzen. Mittlcriveile sind die Herren von der Sepekccxpedition zurückgekehrt. Sic haben mir erzählt, daß im Innern noch eine Unzahl von Paradiesvögeln vorhanden sind, und daß eine Gefahr de8 Aussterbens nicht besteht. Außerdem hab^n wir ausgedehnte Reservate geschaffen, in denen Paradiesvögel auch an der Küste nicht geschossen werden dürfen. DaS hat mich wieder schwankend gemacht. Da cs nun nicht fest - steht, welche Partei recht hat, habe ich einen mittleren Weg cinge- schlagen. Ich habe angeordnet, daß 1 y 3 Jahre lang d i c Paradiesvögel n. cht geschossen werden. (Beifall.) Eventuell werden wir die Frist verlängern. Die Regierung wird alles tun, um zu untersuchen, ob der Schutz für diese unschuldigen Tiere genügt oder nicht Genügt er nicht, dann werden wir ihn weiter ausdehnen. Genügt er, so werden wir die Paradicsvogcljagd so ordnen, wie wir in der Heimat unser Jagdwesen geordnet hrben. (Beifall.) Abg. Paasche (Natl.): Der Staatssekretär hätte ruhig etwas radikaler sein können. Es ist sehr wenig erfreulich, daß diese entzückenden Tiere, diese Zierden der Natur, heruntekgeknallt werden, um dann aus dem Hute einer Dame zu prangen. (Zustimmung.) Der Staatssekretär könnte es ruhig verantworten, wenn er die Schonzeit weiter ausdehnen würde. Abg. Noske (Soz.): Ich hätte mich gefreut, wenn Herr Paasche gestern in derselben Weise für die schwarzen Menschen eingetreten wäre. Die Freigabe der Paradiesvogeljagd bedeutet eine Drangsalierung der Eingeborenen, und die Folgen davon sind Konflikte mit den Eingeborenen. Deshalb sind wir für Verlängerung der Schutzfrist. Die Fedcrhändler können ja für eine Zucht der Paradiesvögel sorgen und sich so die Federn verschaffen. Staatssekretär Dr. Sols: Ich habe meinen Standpunkt nicht.geändert. Das Argument, daß die Federhändler geschädigt würden, habe ich im Plenum nicht wiederholt, da mich der Abg. Noske in der Kommission von der Nichtstichhaliigkeit dieses Arguments überzeugt hat. Damit schließt die Debatte. Ter Etat für Ncu- Guinea wird ohne weitere Aussprache erledigt. Samoa. Abg. Ledebour (Soz.): In Samoa herrschen leider Mißstände, die den Ruf Samoas als „Musterländle" arg beeinträchtigen. Wir habest im Vorjahre einen Antrag auf Sicherstellung der Ehen zwischen Weißen und Farbigen mit 203 gegen 133 Stimmen angenommen, also mit so starker Mehrheit, wie sic sonst nur bei Mißtrauensvoten gegen den Reichskanzler üblich ist. (Heiterkeit.) Trotzdem ist bisher aus digsen Antrag nichts geschehen. (Zuruf: Auf das Mißtrauensvotum auch nicht!) Ja leider, aber das ist doch etwas anderes, da ja der Reichskanzler keine Mischehe mit einer Samoanerin eingegangen ist. ssHeiter- keit.) Tr. Sols wäscht seine Hände in Unschuld. Er sagt, die Richter wollen solche Mischehen nicht beurkunden und auf diese Entschließungen der Richter haben wir keinen Einfluß. Hier handelt doch aber der Richter als Standesbeamter und ist damit der Regierung als Verwaltungsbeamter unterstellt. Ein Verbot der Mischehen existiert nach dem Gesetz von 1570 nicht und kann nicht existieren, da wir damals noch keine Kolonien hatten. Wir verlangen die Durchführung wnsercr Beschlüsse. Sie können doch nicht glauben, daß die zahlreichen unverehelichten Weißen infolge der Nichlbcurkundung der Mischehen sich zur Enthaltsamkeit entschließen Werder Da ja die Zahl der unverheirateten weißen Frauen in Samoa ja verschwindend klein ist. ui cs eine ©nr« barci, die Mischehen zu verbieten. Wir wünschen durchaus nicht die Mischehen, aber unter den gegeben Verhältnissen ist cs eben eine Naturnotwendigkeit. Abg. Schultz (Rv.): Ter Standesbeamtc fa' nach dem Gesetz selbständig zu prüfen, ob er eine standesamtliche Beurkundung vornimmt oder nicht. Es ist begreiflich, daß di' Richter in Samoa Wert darauf legen, auch als Standesbeamte s e l b stä n d iq zu entscheiden. Es ist ganz verkehrt, de: Richtern diese Selbständigkeit nehmen zu wollen. Abg. Ledebour (Soz.): Die Tatsache bleibt bestehen, daß jeder Vcrivaltungsbeamte. also auch der Standesbeamte sich an die Vorschriften seiner Vorgesetzten Behörden zu halten hat. Ter Staatssekretär selbst hat sa an die Richter als Standesbeamte Instruktionen erlassen, keine Eheschließungen zwischen Weißen und Farbigen vorzunchmcn. Das beweist doch, daß er Einfluß auf die Richter nimmt. Staatssekretär Dr. Sols: Ich lasse es dahingestellt, ob die Standesbeamten lediglich dem Gesetze unterstehen oder Anweisungen von ihrer Vorgesetzten Behörde unterworfen sind. Nur soviel weiß ich. daß ich keinen als Standesbeamten fungierenden Richter finden kann, der sich Instruktionen gefallen läßt. (Abg. Ledebour: Wo steht denn das im Gesetz?) DaS steht nicht im Gesetz, aber das steht im Herzen des Richters, daß er sich keine Vorschriften ausbürden läßt, die ihn in Zwiespalt mit seinen richterlichen Garantien bringen. Der vom Abg. Ledebour erwähnte Erlaß, den ich als Gouverneur von Samoa herausgegcbcn habe, war kein Erlaß im technischen Sinne des Wortes, sondern, wie cs auch im Schlußpassus heißt, nur eine Mitteilung von Grundsätzen, deren Anwendung sich empfiehlt, wobei aber bei jedem einzelnen Falle die Besonderheiten ausdrücklich geprüft werden sollten. Ich bin mit der Mehrheit des Hauses und wohl auch des Volkes darin einig, daß die Mischehen unerwünscht sind. Ein Verbot der Mischehen scheint nicht nötia. weil die Leute eingesehen haben, daß es Zeines Weißen unwürdig ist, mit Angehörigen ticserstehen- der Ranen sich zu verehelichen. Im allgemeinen werden deshalb wobl Mischehen nicht mehr Vorkommen. Sollte eS aber doch geschehen. so müssen sich die Gouverneure damit abfinden. ohne gegen die Gesetze zu verstoßen. (Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) Abfl. -schult, (Rv.): Der Richter mu« selbständig entscheiden. Er kann sich nicht breinreben lassen, auch nicht vom Staatssekretär. Abg. Ledebour (Soz.): Bisher waren solche Mischehen erlaubt. Jetzt sind sie verboten. Auf Grund welcher Gesetzesbestimmung? Ich frage nur den Staatssekretär zum dritten Male? Abg. Mumm (Mrtsch. Vgg.)' beantragt, die Mittel Zum Bau einer -Quarantäne- st a t i o n zu bewilligen. Der Antrag wird angenommen und der Etat für Samoa erledigt. Tstafrika. Resolutionen der Budgetkommission verlangen Mitteilung über die Maßnahmen zur Beseitigung der Haussklaverei bis zum Jahre 1920, ferner eine Uebersicht über den Wechsel in den Besitz- und Pachtverhältnissen der Pflanzungen. Beim Bahnbau in die Gebiete von Ruanda und Urundi soll kein staatlicher Arbeitszwang ausgeübt werden. Genügende Arbeiterschutzbestimmungen find zu erlassen. Das Gebiet soll nicht von Weißen besiedelt werden. Die ^essdcnturvcrwaltung soll vorerst beibehalten werden. Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vv.): Geirnß, die Missionsschulen haben kulturelle Verdienste. Aber auch die Regierungs schulen leisten vorzügliche Arbeit. Sie müssen ausgebaut werden. Sic haben ein ausgezeichnetes Lehrer- personal. Die Lage der Lehrer muß gehoben und durch die Einführung von Rektoraten gefördert werden. Die Ausbildung de kolonialen Lehrer muß möglichst in staatlichen Anstalten erfolgen Die Staatsregierung muß an der Schulhoheit und an dem bis hcrigcn gemischten System festhalten. Staatssekretär Dr. Sols: Aus den früheren Debatten über die Missionsschulen schien hervorzugchen, daß den Missionen die Rcgierungsschulen eigentlich unerwünscht seien, und sie begründeten das mit der Vermutung, daß diese Schulen den Islam stützten. Ick glaube, die Missions- fv.i e uiia .|i)ca dao .i zurrck-ek^nmen. o il der -tat haücn ic auch lernen Ärua^ dazu. E» stcbt nur die Tatsache fest, daß mobammedanisch« Eltern , b t c Kinder ungern iu di e christlichen Schulen schicken, und es war daher nur r.atüriiA. daß die Regierungsschulen eine größere Anzabl Schüler erbielrcn als die Konfessionssck«ten. In Samoa, wo ich die Verhältnisse ans eigener Anschauung kenne, habe ich mich nach Lage der Dinge ans den Standpunkt stellen müjfeiu J»fi* der Elementarunterricht hauptsächlich in die Hanss der Missionen gelegt wird. In Samoa gibt es keine Heiden mehr. Die Samoancr sind durch die Bank Christen. Die Missionen. **e dort zusammenarbeite,:, haben in dieser Richtung Nk- Aeuyeiche getan. Außer ganz alten Leuten gibt es dort keinen Menschen, der n i t lesen und schreiben k a u n. Dabei 'besteht kein staatsicher Schulzwang: die Leute schicken alle ihre Kinder trotzdem in die Schule. Ich hatte keine Veranlassung. diese Tätigkeit der Missionen in Samoa einzug reifen. Wir Koben nachher eine gehobene Schule gegründet, um denjenigen Schäkern, die mit einem guten Gramen abgegaugen waren. Kenntnisse beß.itSrmgen, die sie bei Kaufleuten oder auch in» unteren Staatsdienst verwenden können. Wir hatten da junge Leute, die sogar Schreiben entirarfcn. Ich habe auch mefj: die Absicht, in Ostosriio und Kamerun auf RegierungSschulen zu verzichten, schon aus dein Grunde, daß •n diesen beiden Gebieten, die erheblich ssroßcr als Deutfchloud' sind, gar nicht genug getan werden kann, um das S ch u l w e s e n z u f ö r d e c n. Es gereicht mir zur besonderen Ireudc. datz der Lehrerstand unserer Kolonien lobend genannt worden ist. Die Lehrer haben ein sehr schweres Amt. Die meisten von ihnen haben neben ihrem Amt noch Fibeln geschrieben m Suaheli usw. Ich kann das nur anerkennen.. A u ü g e b i l d e t werden die Lehrer g r u n d s ü tz l i ch^ aus dem orientalischen Seminar, namentlich in Suaheli. Die menten sind perfekte Kenner dieser Sprache. Mg. b. Böhlendorff-Kölpin (Kvns.) -'ordert eine weitere Ausdehnung des Bahnnetzes. Erfreulich ist Me Erhöhung der Aufwendungen für die Landesvermessung. Abg. Dr. Arendt (Rp.>: Namentlich im Hinblick aus den Islam ist die Ausrechrerha- lung und Förderung der Rcgierungs'cbulen notwendig. Tie Schwarzen sollten im Handwerk, namentlich auch in der Schrift- 'etzerei. unterrichtet werden. Vor allem mutz aber auch sür euren besseren Schulunterricht der Kinder deutscher Ansiedler gesorg! »rerden. Leider iü der von den Ansiedlern geforderte und sehr notwendige Bau einer Schule iu Wilhelmsthal „aus Mangel an Mitteln" abgelchnt Das ist doch eine ganz unfaßbare Entscheidung. __ «Sebr richtig! * Der -Staaisfefrrtär bat jo später den Bau der Schule ange- ordnet, aber ich vermisse diese Ausgaben im Etat. Der Ausbau des Hafens von Daressalam mutz beschleunigt iverden. Das Ko- lonialam! sollte doch prüfen, ob .licht me deutsche Währung wie in allen anderen deutschen Kolonien auch i-i Ostafrika cingcführ: iverden kann. Bei der Würdigung der Tangairjikababn hat mau leider des Erwerb-ers von Deutichoftafrika vergessen, des Dr. Earl Peters! (Sebr richtig!) Wir stehen in Osrafrrka an» Anfang einer sehr günstigen Entnückelung. Das Erreichte stellt unsere allertühnsteu Hoffnungen aus der Anfangszeit weit in den Schatten. Abg. Ltdebvur (Soz.): Die Ruandabatzn bat lediglich den .-stveck. dir dortige Bevölkerung gewalttätig zu uirtcrfücheu. Der Staatssekretär hat daS selbst anerkannt. Das Haus vertagt sich. Donnerstag 2 Utiu; stieintvahuungsgesetz, Poststcheckgesetz. Lu'tverkeb.. Weiterberatvug. Schlutz '47 Uhr. hessische.Zweite Kamm«. rb. Xnrmiiabt, II. I'liäv:,. Am 5RfäictuijasüldK: 3taat3uiimfter Tr. t» Gm alb, Hinan, minister Tr. Bi'.zn», Minister v. « um I>c r n f, staatstat Tr. Ji e d c r. .■■’■".■} CbtffmaiiHMt Rohd c, Lberiinanzassesior 11 1 r i m. Ter Präsident eröffnet Sie Sitzung NI» 0,20 lllir Zur Br ratnng gelangt zuerst dir :>iiicfäiiHeriiNtj der Ersten >laim::.v ""T den Istest-tzcntmurs, betreuend i>ic lcknkistünvilchc GeschäftSürdnimg. Aba. Tr. 3 4 in i 1 1 ;ltc.) erstattet na men» dre- sander alisiikiuisrs mündliche« Bericht über die iMeinungsverick ieo -the-l.-t mir der Erst » Kammer. Aus mehreren ihrer »'rüderen Bescknüls.- beanrraai der Ausschust, den Abänderungen der Ersten »animer aeaennoer -,u bcdarren, bei verschiedenen rinderen Punkten den Beichlünin der Erste» Kammer beizutreten Staaisininilker Tr. ,, Ewald qibt die Erklärung ab. die Regierung habe im allgemeinen leine Bedeuten gegen dir Beickniiiir des B-iniez und de» Ausichniies. sie iei jedoch i>e;üglich der Beschlüne :u Artikel 21» der theschüstSordming in llebereinstimninn f mit der Ersten .-kamnie,- der Ansicht. dal- die Absafsnilg van Prato 'ollen über die Ausichustsitzuliqcn die Arbeiten des Ansichniles sehr rrjchwere» und verzögern würde. Es empfehle sich, deshalb, nur Über den Inhalt und in dringenden senilen über die Beratungen selber rin Protokoll auwuifrlimen. ?lbg. Tr. Schmitt »tr. erklärt -ick gegen diesen- neuen Borjcklaq: «4 iei gerade die ivfortige Aninaknne eines Protokolls sehr wichtig Staaisministee Tr. ». Ewa Io erwidert, cs ivrrche gegen die regelmäxiqe Protokollierung schon die Erwägung, da» nicht in jeder Au-: schnstsitzung die maßgebenden Reaicrnirgsvrrtrcter -.»gegen iei» könnte». Abg. Brei den b ach Bbd.) hält es iür notwendig, da» in jeder Ansichilstsipung die Verlesung eines- Protokolls eriolge. 2lba. Reh Tr Bv. bemerkt, da» nach die llulerichretbnnq des Protokolle» nötig iei. Wer die Sitzung vor der Untkrieicklineng »erlasse, müsse es unter Umständen in -tani nehmen, da» dos Pevtololl ohne ihn genehmigt wird. Mit Ausnahme de» Art. 26, mit dem iich der Ansschn» während drr Pauie noch einmal bcschättigcn soll, werden sämtliche Ausiklwist anträgc angeiwmmen. Warum behalten Sie Ihren Katarrh? (4411 Darum guälen Sic sich jahraus, iainrin mit diese», iür Sie und Tlbre Mitmenschen ebenso lästigen, wie gesöbrlich»-» Zustande, der Sie vieler Genüsse beraubt. Ihnen beständig Sorge und dauernd Ausgaben vernriocht? Warum mache» Sic es nicht wie Tauiendr .Ihrer Leidcosge'ährte», die langjährige Tauerkatarrbe durch den Toncröschen Skndoiotor noä- kurzem, angenehmem Gebrauch gln,I Iich kosgeworde» sind und lgch>-nd an die Beit des ewigen Schnnv i'ens, vcrmanenten Räuivcrns. der rasselnden Sprache, des vieisen. den Atems, der stets heilere» Stinime, nna«»ges«tzt>-r Berschlciinung und anderer ähnlicher Erjchciniingri, .-,urüchdriiken? Tas >i»d »och die geringeren Nebel dieser Art. Es mühkr aber tllen »alarrh- trägcrn ;uni Bewuülfein gebracht iverden, dos; jede-s dieser Snmptonie -ich langsam -,u einem böken Spczialleidcn onswachsen kann So iinlerscheidel inon, je nachdem die oirulrnte Brut der »atarrb- bazillcn d-nn^ikrc Ursache sind in der Tat meistens Annertunz keime ihren Sili l)at. .-lebikovikatarrh, Bronchialkotarrh, Rase» , Rachen-, Luströhrenlotarrb, Asthma, Emphysem. Tiefes sind sämtlich höchst geiährlichc suslonoe. welch- die Bi-troiscne» ott .;n einer srnhzeitigcn Ansiertigiing ihres Testamente» bestimme» Doch iu schwer auch diese Leiden lind, io imirde» solche in -chhl reichen gällcn oielsach durch den Original Tancrö Znhalator be-- seitiat, teils so gebessert, da» sie ihre Schrechen tür den Patienten verloren haben. Aach einem bekannten ?tnssvr»ch ist c» eine schwere Sünde am kigciien Leibe, tvenn man die iegensreichn Eriindnngen oer Gegenwart nicht zur Erhaltung feiner Gesundheit nutzbar macht. Tao .Baus jetzt daraui die Beratung des Staakovoranschlag-ö mit der Einzeldebattc über de» E i s c n b a l> n v o r a n s ch l a g sorl. Abg. .üorell Angenrod Pbb gedenkt zunächst mit aner kcnttenden Worten des verstorbene» Overbaurats Miltan, der ein ciinger ,vorderer der Wünsche des .Banse» in Eisenbahndinqcn nar. Tann bringt der Redner die Wünsche berschiedener Be amtNkgruppen vor, und ersucht die Regierung NM schriittiche Be- anlwortnilg. Eine fest- T,o;ivlin bei den Eisenbahn arbeitern sei notiuendig. aber sie müs-len auch Vertraue» ;u ihren Borgesetzlen haben. Wenn das nicht nordanden sei, würden auch die Mitglieder drs Arbeilcrausschusses nicht wagen, ihre Äiiitscb« mit der n-t-qe» Lssenh i- vtir Geltung ,» bringen Pielleicht einusehlc eS sich, das- den Beralnngcii des -Ar'eeilergnsfthn 'c» auch ein Mitglied der Regterung pe»v>>»iitr. Wenn Abg, Tr Wün;-r am die Notwendigkeit einer Perlciieooer'oriseriiug im Odenwatd hingeniese» had,-. so bemerke er. da-- diese Rotwendigkei' anri- iür den Pogelsberg bestehe und er einpfehlc in dieser Richtung besonders die Tördernng des Bnluproiek.es Mütke -»lrichsteiu. Abg- Zen st selber Vb". südr, ans. dr» iiä! di- Ein- .Mündung der Riedbahn bei Bischoisbeini ichon ans lechniichen Gründen nicht durchsühren laue. Tas verbiete stvon die ganze Anlage des Bghnhois. Tie .iraupliache sei auch, aast die Bahn übcilanpt gebaut werde. Weiter spricht sich Redner sür ein anderes Anschlui-gliäs von Grostchsjera-l nach stleiii Gera» ans. Tie Arbei'er im Ried sührten auch bittere Eloge über die i»t günstige Fndrgelegenheit. Mit -Bezug ans neu Tail Heinrich erklär! der Redner, er habe den Leinrich häusiger in Arbeiter Versammlungen rede» hören, aber gesunde!', das- er iich stets in sachlicher und aiiständsgrr Wesse ausgedriickt labe. Redner tritt schlieslich- noch sü» iine Aut'iiiiobilveichiiiouug zwi-chen >->ro» Gerau und dem Rhein in der Rabe von Oppenheim ein. Abg. Lauch Bbd.- mein!, es sei wohl alles darin rinig, da» der Geineinickastsorrlraq ieiur Vorzüge und seine Rachteile bat, eine Rroiiiou würde iedensalis sehr zu begrü'eil Irin, in Rheinland und Westsake» sei dos Eisenbahnnetz viel enger als bei uns, es werde hier zu ivring iür den Ausbau getan. Tun Bau -elektrisch er Bahnen sei Bayern allen andere-.-. Bundesstaaten voran. Abg. St übler natl. mahnt zur Vorsicht bei drr B.- l -»klung des Revisionsgedank-ns lind bringt darnach mehrere Wünsche bezüglich der Zuganschlüsse mit Lauterbach vor. Abg. Brcidenbach -Bbd. besprich' die schon »oi» Abg. Taut eiurtcrte Rundbabn mii Bad Rauheini im Mittelruntt Tie Bal.n wriedbera Rinstadl sei dringend no'iv-ndi-i: auch -i>,. Bal.nlini - Bad-Raub-im Usingen sei cnvünicht. >cko» um -en zahlreich,en nurgäsle» Gelegenheit zu Austlügr» in den Tau NUS zu geben. Weiter tuünichte Redner ein, -Abkürzung >,->h Brr besseruug des Zuganges zu Staiiou Reichelsheim >. d W. Abg. Tr. Woli G»i,scnl>eii» 'fr. Bp T»- VerhäiliNtse aut dem hauplbahnhvs in Mainz las-en in manche- .Binlichi zu wüinehe» übrig. Tie früheren hessischen Beamten der Main Recharbnhn sind in -br-ii Gelialtobezügen und Peniillnsansprüihen gegenüber den brelistisrlikn Beainlen nach wie vor stark benachteiligt! sie Iverden auch beim Avancement von jüngeren B-Uiiilen mit gleicher Bot - iiduno überholt. Tas Beinlonn isdiennalter ivird bei ihnen er» mit 7 Bahren angest-tzt. Alk,- Gesuche uui Abändernnr sind bisher ergebnislos geblieben. Tie Re->ier»»g sollte drim vrei-stssche» Eisen- lalimrriiiister energisch au> Abhilfe dringen. Tie Anschlüsse uo» Tarinstadt Mai»-, nach Bingen sind geradez-i saniiiieenvU. Mo» »IU» in Mainz oii -wei Stunden warten, eheniau Anseolu» bat, Ter Revisionsbenmle, der olle .lahre die Strecken der Süddeutschen Eisenbabugeiellühusk revidiert, sollte eiuiual imangemeldet einen Tag aui de-- Linie Mainz st-i>!t!i--n verbringen, aber nicht nach dem Mittaociien, sonst wird l, 'eskrant. denn die Wagen waiseln ganz bedenklich, lieber da. andere ivill ich mich gar nicht weiter ausivrecheu, Abg. Reh >r. Bp.. ! Tas »ai-itel Staatseisenbahne» ivird ge- wist hier nicht int Schncllzugstkinpo behandelt. Beit, rkei- Teil Aiistüh- iitigeu des Abg. Urstadt über bi,- Lohnverhältiiisie der Babu grbeiler >a»u idi nur zustitunicu. Tie Löhne sind i» vieler .Hinsicht zu gering. Ucder das Beschwerderecht bestehen T. ganz uuglaub-- liche Borschriitcn. -o soll im vorigen slahr in Lauterbach eilte Brr- sügiitig erschienen seilt, worin gesagt wird, dg» das Beschwerderecht nur daun ausgcübt Iverden bei lt, tuenII es die Vorgesetzte Behörde ge- r-rttei bar. Was har daun das 'Bescktverderecht überhaupt noch sür einen ,!wcck? Einem anderen Angestellten wurde bedeutet, da» die Bejchwerdc nur weiter gegeben iverden ivürde. wenn ec die Begrüu- duitg weqtasse Redner ivünscht ivertcr eine Lialtestclo sür die löe mcinde (r-ilersdors, und die Aussühruug d>r Strecke Alsseld Loos lxmseii. die sür den ziilometer mii läklllttB Ms. in Trage kämen, da» im ganzen iür Heist-Nl nur " MOlt Mark in Trage kämen. Sodann wünscht Redner -ine Perbesseruiig der eiugverbindung Tiilda Alsseld, da» der Schnillzug nach Gieste» Trankinr! noch erreicht wird : auch unterstütze er den Wniksch des Abg. st vre ll um einen späteren elug zwiiche» '>.20 » 20 van G i e st e u nach Als seid. Tutch eine Revision des Geineinschattsverlrags sollte sür Dessen a»äi eine gröstere Einwirkung ans Eiienbahusragen erstreb! werden. A)gr Lang iiatl. erklärt, das; er im allgemcinen den An reanugen des Abg. Wlinzer bete. Pcrbcsscruilg dcsLdeinoaldverkehrs ziistinime. Abg, Tr. Schmitt isentr. erkennt a», da» in der Trage der Sonntagsruhe iür die Eisenbadimngestelltei, viel err-ücht ivor dcn iei. Es- ioktten aber gerade in der Trage der freien Sonnlag,- die »ich- zu iveilgebeuden Wünsche erfüllt iverden Tic Benvakkung liai die Abiicht, aus der Strecke tRainz Alzen einen,Eikzug gehen u laiieii! er sott aber ohne Aufenthalt bis Alzch geiüdrt iverden. Warum loilt mg» ihn nicht in Riester Lim und Wörrstadt halten Een? ?>i>r Revision des GemeinfchaitsocrtragS erklärt der Rednerz Wir wollen ja nur Ailtklärunss darüber, wie »ch -inf^GriiNd des mrrznlcgenden Materials die Sache darftelkt. Welche Schlüsse ivir dann daraus ziehen, ist eine andere Sache. Rach-einer kurzen Ponse wird ziiiiächft Über den zurnckgestellten -lrt. 2» der landständischen Geschoilsardnung beraten. Abg. Tr. -Schmitt gibt die neue Tussnna des 'Artikels bekannt,,die nck in der T-orm des Regicrungsvorichkags hält nnd das!da»s stinrml dem Aiisichnstantrag debatteios zu. Bei Torkietzung der Eisenbahnanssprachc äustert Abg, von Sie iverden schon oil unsere Berössentlichiingen über dieses Thema gelesen lzaben: warum g,-h>-n Sie ober trotzdem mit Ihrem statarrh achtlos daran vorbei ? Wir wollen es Tstncn sagen. Sie üaben ans irgend einem Grunde ein Vorurteil, Sie sollten da»» aver einmal Thren Arzt frage» über de» altbewöhrlen Tancrö Tnhalator, der wird Ihnen sagen: den können Sic mit bester Aussicht ans Eriolg benutzen, denn 14 000 Gutachten von Aerzten und Leioensgesährten bestätigen die ersolgrcichen Wirklinge» des Tancrö Intialators, Alle Bedenken, jeder zsivrijel mu» schwinden, wenn Sie tvl gendes lesen - Ich litt über 2,'> Jahre a» einem cliichen Rasen nnd Rachenkaiarrh als Tolgetranlheit der Insinen-,a, in stell leisten Tahren »teilte fiel) Atemnot ein, Raäi 14tägigem ltzcbranch Ihres Inhalators stellte iich schon ganz bedeutende Besserung ein und nach langiumei», »och alle paar Tage wiedcrliolcndes Inhalieren bin >»> »oliftälivig geinnd. Bei .vorkoniinender Erkältung greise ick' zu ,-lirem Inhalator und löst s'ch alles rasch und die Erkäl !»ng iik nach ein paar Tage» gehoben. Ich kann einein jeden de» -Apparat ants Beste emptehlen. Burg, Bez, Bremen, Gemcindeoorskeher G. Martens. ^ Tancrö,.^»halaior bat mir in kurzer Ieit vvrtreskliche a-'iin, gellst II,:, ,,Ni batte^inir in- Jahre 1001 bei Revision einer craaile ul einen! eiskalten Lchulhaiise eine schwere Raäieil -Schleink- I>aut-Entzuildu»a »-gezogen, die trotz Ausenlhatt an der Rordsee bei der geringsten terlältnng Iviederkehrte und inich des .L-iisten reizc-, wegen oii nin die st,gchtruhe brachte. Seitdem ich Ihren --nhalator gebra-icht. ist weder -^(t-iiubien noch ö.ätarrii wiedei- gckchri, jo oa» ich in der WeihnackNsipoche des vergangenen Jahres 18 Reden ohne die geringste Anstrengung und ohne irgcndwclckic Brentano , Ienir., mehrere Lokalwünichc, ». a. regt er die Schassnng einer Gütcrvcrladcftetle in Kempten bei Bingen an. Eigentümlicherweise habe auch der Eiszng ab Tarinstadt 1.A6 Uhr mittags keinen LInschlnst nach Osscnbach. Wenn der !>ng in Frankfurt uiikommt, geht »irmilielbnr vorher der ;?ng nach Sssen- bach ab. Abg. .barlmann ksozd. bemerkt, es sei bezüglich der Arbeitcrzüge zwischen Tarmstadt nnd Franksnrt eine Besserung ckngetrele», an welcher die Regierung eine» grasten Anteil hat ;iu beklagen sei aber die mangelnde Reinlichkeit in den 4. Miaue wagen Redner wünscht auch eine Aendernng der Arbeilerrück- fabrkärle». Abg, Ulrich -iozd. beklagt die gras, Ueberiüluing bei den -Arbeilerzügen. die manchmal jeder Beschreibung spotte, Tie Be sivränkung der ?libeiteriabrkarlen schasse groi-e Unzüträglichkeiten, Ans die Revision des Vertrages müsse man schon deshalb dringen, damit an die Stelle des prenstifchen Geistes ein einheitlicher dc-ut scher (seist trete, Finanzminister Tr. Braun: Bei einem Eingehen aus cinzelne de-e zahlreichen Wünsche nnd -Anregungen uiiissc» alle Fragen ansicheidcii, die sich aus ielbständiqe -Anträge beziehen nnd daher nochmals Berhondlnng kommen, ferner alle Beschwerden über innere Einrichtungen, Sicherheiten nsw„ auch über zsngverleginigai und dergleichen, über die man mich nicht vorher rechtzeitig unter lichtet hat, ca» ich mich bei der zuständigen Stelle darüber insor ntierrn kann So müssen die .Herren eben -Monologe halten oder mit dein Ruhnl der Lokatpreise vorlieb nehmen. -Heiterkeit., Trotzdem erkenne ich a», da» ich iniäi bei der Beantwortung ein zelncr Fragen I» die Resieln jene und das schmerzt. (Ruse: Wo! Mörverlich an dein Teil, de» Gö» von Berlichingen zuin Aus gaiigspunlt einer Redeissart mochte, und bildlich sitzt der Schmerz noch lieier: inioser», als es bei brr -Ausdehnung der Wünsche iiiimcr schwieriger wird, den Voranichlag rechtzeittg jertig zu stelle». Durch diese Verzögerung wird die Regierung gewisser masten in ,-iiieii instand der Hililotigieir versetzt, -Auf die Ra tljionssrage iverde ich heute nicht näher eingebcn. -Abg. Moltlnii- wünschie die Frage beantwortet, ob nick» die Luowigsbahn s, Z, konkurrenziert wurde, Tie Frage ist möglich, aber kaum zu bcant- worlc». Schwierig ist die zweite Frage, ob dm wachsende zittern mastige Metzrivert des tzrifiickien -.Anteils nicht eine höhere Be weclniig beanspruchen iänn, -Abg. Reh hat wieder betont, cs handle licl, in nicht um die -Abänderung des Vertrages, jondern nur um eie Vorlage d-s Materials. Tas stimmt nicht. Es ist »on Rednern des tzaust-s ,-ir-i! darauf tingewiesen worden, daß es sich um Material >ür die Abänder,>»g handle. ILHoruse! Um das Material zu uni.zen Gunsten. Es Ivird aber nicht gesagt, ivas doch selbst > erständlich ist, das-, im Falle es nicht zu unkern Gunsten ans >äli>, sicher auch nach der andeni Seite die -koniegucnzen zu unseren u-.zgiinste» gezogen Iverden würden: sch bin da nicht ganz von Bedenken frei In der hin mehrfach gestreikten Frage der Ar biiteransichiiiie ist zu bemerle», da» die Wirksamkeit dieser Ans schüi'e seit 1010 weieinlio: erw.-itert wurde, da sie zuerst nur iür d-e -»oste» Werkstätten gebildet ivurden, ietzt aber auch aus die Betriebsarbeiter und schon kür Ü0 Arbeiter gebildet werde» tonnen. Im Tireklionsbczirk Mainz bestehen .'>? Arbeitennisichüss« kür rund 8050 -Arbeiter nnd diese haben im Jahre 1012 rund 800 Anträge gestellt, also noch mehr, als in der Zweiten Kammer gestellt iverden und davon wurden etwa 1.70 -Anträge zustini mend beantwortet, Aehnlich ist das Verhältnis im Tirekkionsbezrrk Tranltnr. Es ist olio eine recht groste Anzahl von Fällen, in denen aui die Wünsche der Arbeiter einge.zangeit wurde. Die Frage des Ansioärlswohnens der Bcamten bat ein sozial sehr berechtigtes Intereise Es l-andelt firfi darum, die Arbeiter nicht von ihrer Scholle zu verlreiben, indem man sie im Interesse des Dienstes verletz,. Tie -Arbeiter haben INI allgemeinen am Ort ihres Dienstes WohiNiiig rn nehme». Die Erlaubnis, ansterlialb des Dienstorkes zu wohnen, wird nur dann bersagt, wen» der Ort zu cntfcrnt ist: doch oors iw Interesse des Dienstes nnd der BetriebssjcherlKit die Eitticrnnng A0 Milometer resp 10 Minuten Bahnzeit nicht über- schreiten, es ivürde da»» auch die entsprechend nötige Ruhezeit ,-erkür,l weide». Iw Mainzer Bezirk wohne» von k0J Beainlen, Rangiermeistern, Weichenstellern usto. 7.‘> anstezhalb von Mainz, ebenso wohnt in Bangen selber nur > li des dort stationierl-na Personals, Es ist deshalh die Rolwendigkeit gegeben, das oiicn» bare tMistverHältnis allmählüli zu bessern. Es wird aber nur in beit allerdringendsten Fällen die Erlaubnis wieder zurück gezogen. Allerdings soll bei neu gn.znstellenden Beamten tunlichst die Wohnung am Dienst orte sein. Lini-c- tlich der Arbeiterrneksahrkarken ist bestimmt worden, hast Karten von mehr als ,>0 Milometer Entserniing nicht mehr ans- gegebcn werden sollen. Tie noch bestehende» »arten dieser Art sollet- nnier Berücksichtigung der persönlichen Verhällnijse all incil,lick: eillgczogen werden. .Heise» ist ahiolnt nicht an der Lage, eine Aendernng aut diesem Gebiete herbei,zusührcii. Tie Ansicht, dos die elektrischen Bahnen die Bahne» der Zukunft sind, teile anib ick: Wenn davon geiprocken wird, das- diese Bahne» zu teuer lind, so ivar das früher allerdings der Fall, iuci( inan ineisq besondere elektrische Anlagen dazu brauchte Nachdem wir aber iast überall elektrisch.- lleberlandzentralen Iiabcn, ist das nicht mehr der Fall und sie sind n-.'i: billiger al- die Tamvibahnen Es hat keinen grundsätzlichen Ansland, auch tür elektri-che Bahnen den gleichen Staatsznschn» von :>0 Prozent der Bmiiumme zu beltillig-n. Schon -veil wir bei der -Anlage elektläsche» Bahne» die volle Selbständigkeit besitzen, cmpjiehlt sich die Errichtung solch er Linien. -Rachdeui wir in öessen seit Jahren rn der Rrchiuilg gearbeitet haben, da» wir eine ordnungsmästige Schuldentilgung in die Wege leiteten und nachdem wir durch das -Anwachsen der Reiervekonds die schloankenden Einnalnnen sickierstellten, nachdem loir uuitev auch die Mittel sür die Beamte» und Lehrerbesoldung geiiäier! habe», Iverden lvir auch den Gedanken erwägen kölilwli. d i e ü b e r s ch i e x e n d e n M i t t e l an cl» i n :! u k u n k t » n tz < bar z » »lachen für die B e b u n g des Verkehrs, also iür die Besserung der Berkelwsverbällnisie durch den 21lls ba» des Bohnnctzes nnd damit zu einer besseren wirtschaftlichen "ienalinng der Berhältnisse INI Lande. Ich möchte das aber heute „lnächf^ nur als eine Fata Nlorgana andcnten. (Lcbh. Beitä . ?lbg. Busold So;, kommt noch einmal aut seine Llussüb- rungen über den Friedberger Lohn Erlast zurück, nach welchem ältere verheiratete Leute mit 18iäHrigcn 'Arbeitern gleichgestellt iverden. Weiter spricht dev Redner gegen, die gestrigen Ausführungen Tr, Osanns, Abg, Finger ttiatl,: betont noch die Rotweildigkcit von Eilzüge» zwischen Worms Mainz und Alzeh-Bingen, Folge» Halle» konnte. Ich iann diesen Inhalator jedem tzals-- leidenden aufs lvärmste empfehlen. Linderode R.--L. Pastor und Mgl. Kreisschulinspektor Anders. Rur eines müssen Sie beachten. Sie muffen den echten Dauer -- Inhalator Mod. 1! beftellen und genau unsere -Adresse -so. Carl II. lauere, tPicsbobcn D f>7, schreiben: es gibt viele Nachahmungen, die minderwertig find. Beachten Sie diesen .hinlveis, der in Ihrem eigenen Interesse liegt, Sic loerden uns später dafür danken. Der Lriginal-Toncre-Inhalator kostet mit vollständiger ?l„s> rüstung eiuschliestiich einer Fl. INHalationsslüsligkei« nur Mk. 8,8!> gegen Nachnahme, Ein/.Apparat genügt für viele Jahre, lassen Sie nicht wieder den lzeuligcn Tag ungenutzt verstreichen und bestellen Sic sofort einen Apparat. Wenn -Sie aber imincr noch diesen oder jenen Zweifel hoben, so lassen rie sich kostenlos und unverbindlich unsere klcin-- Broswüre „Tie Kur un stxrusc" kominen, mit welcher wir Ihnen eine Reihe Gutachten von zwciielssreien Leuten senden, die den Tancrö Inhalalor benutzen und deren Urteil ganz nnparleiisch ist Firma Earl 2l. rancra. PL-iesdaben I» KT. Ick wünsche aenaue Anfllärung über Ichr neues Inbalativns- slllteln (fö dürfen miriedoch keine>toiic»l,ierdnrch entstehen, Raine u. Slnnd: ...................................................................... Wohnort: ...1................... Genaue Adresse:........................................................................... Ini offenen Briefumschlag mit 3 Psg, frankieren. --- -------- .. . ....... . . J “Sba flioltliou Zcinr - Pit 2tii3tül>ruiiiKii Pco Finanzministcrs. soweit lio sich mit Pint 'Juät&flii Per Nebenbabnen beschästipe» Dagegen ist er mit dessen AuSsührunqen ilber die Revision dc-7 Gemeinschastsvertrage» nicht einverstanden und lenk Pies des näheren Par. Eine Urüiullt; Pes Materials tnüsie tu gunslen der von Honen qewiinschlcn Revision nnssallen. Damit ichsiekt die Aussprache und Kapilcs Tlaatseiicn Pali neu wird cinstinimig angenommen, Dime Aussprache stimmt Pa« Haus alsdann auch Map. II, Lotterie, jn. Tic Sitzung schließt darnach um V, Uhr. Rüclnte Sitzung: Donnerstag irüh!> Uhr. Die Ansiedlimasdenffchrist snr tzos |9V> ist dem Abgeordnetenhauic heutc zugegangcn. Aus der Tcnk schrist geben wir im wesentlichen soigcndes wieder: Der Ansiediuiigskoinmlision sind im Jahre 11) 13 269 Güter mit 129 490 ivltnv „nd 272 bäuerliche Grundstücke mit 12 794 Hektar Flächeninhalt, zusammen -all Besitzungen mit 142284 Hektar Flächeninhalt tut» skaui angeboren worden, darunter 96 Güter mit 10 7s t Hektar und 12 Grundstücke mit .>79 Hektar Im Vorjahre betrug das Güterangebor 907 thnter mit 115007 Hektar. I» dem Gesamtangebote des Jahres 1919 von 142 281 Hektar sind '»0 Besitzungen mit 19 990 .Hektar enthalten, deren 'Antons schon in früheren Fahren abgelehnt toorden tvar. Tie Ansted lungslontMission hatte in, Jahre 1919 eine .Herrschaft, 11 Rittergüter und 25 sonstige Güter mit einem Flächeninhalt von 15 568 Hektar und 25 bäuerlüve Grundstücke mit einem Flächeninhalte mmf794 Hektar, zusammen 16 961 Hektar erworben, außerdem 9 Dtaatsdomänen mit einem Fläche» Inhalt von 2479 Hektar gegen Entschädigung übernommen. Im Boriohre betrug der Landerwpib 25 921 Hektar, Bon den erworbenen Besitzungcji waren 9 Rittergüter, 10 Güter und 17 bäuerlickh' Grnndllücke, \ujmit Uten 4919 Hektar, in polnischer Hand, dafür sind 8 992 571 Mk. angelegt ivvrden. Mit den Erwerbungen aus den Borjghrcn umfaßt der Lander wcrb der A n s i e d l u n g s k o m nt issi o n ani Schlüsse des Jahres 1919 49-9560 Hektar, die 448989949 Marl gekostet hoben. Hiervon stammen aus deutscher Hand .468 Güter und 997 Bauernivirtschasken mit einer Fläche von 919 657 Hektar, ans polnischer Hand 210 Güter und 257 Bauermoirlschaften mit einer Fläche von >24 903 Hektar. Die ans deutscher Hand erworbenen Güter betragen somit 72 Pro,;., die ans polnncher Hand erworbenen Güter 28Proz. Der Durchschnittspreis für ein Hektar betrug 1919 1821 Mk. gegen 1400 Mk. im Vorjahre. Tie F e st i g u it g des alte» deutsche» Besitzes in den l'lnsiedlnngsprov inzcn hat einen glcich- ittäßigcn Fortgang genomiuen. Es wurden 17MH bäuerliche Stellen und 45 größere Güter im Besitze beseitigt, daruuter 90 Ritti'tgütei . Im ganzen sind bisher 17 020 'Anträge aus Bcsstzfesttgung gestellt toorden, davon 119 für größere Güter. Durchgesührt ist das Vers,ihren bet 9379 bäuerlichen Stellen niid bei 209 größeren Wiitmt. Tie gefestigte Fläche »msaßl 1 SO (»10 Hektar bäuerlichen Besitz und 99466 Hektar große reu Besitz. Das iltr die Besitlfeftigiiug aus dem Ansied- lutigssonds gezahlte Kapital beträgt >90 675 575 Ml. Br trcfts des A tt sied ln n g s g e s ch >, i t s ist ,in bemerken, daß im Jahre 1919 787 l neue Ansiedluugsmiträge gestellt worden lind, außerdem meldeten sich 2965 Bewerber aus srühe- reu Jahren, lieber 1109 Ausiedlerstellen wurden Verträge gcschlviien und 829 Ttelten endgültig vergeben. Im ganzen waren bis Ende 1919 10 022 Renten und 2235 'Tagstellen. ziisamine» 2t 257 Aniieolerstclten vergeben. Von de» 21 257 'Ansiedlern stammten ans dem Anstande 5981, d.atholiken waren 211. Das Bcsiedtnngs crgcbnis des Jahres 1919 lomiiit etiva der Gründung von 21 Dörfern mit ie »>l> Hektar Steltenland gleich. Im ganzen sind bisher 21 972 Ansiedtersaniilien mit 128 292 Köpfen angcsiedelt worden. Tie seit dem Bestehen der, Ansiedlmigs- koinmission zu Aniiedlerrecht vergebene Fläche beträgt 909 942 Hektar In den Ansicdtergemeinden I>aben etwa 2000 deutsckte Handiverker und 'Arbeiterfamilien und 6000 einzelne Arbeiter und Arbeiterinnen ihren dauernden Wohn sitz Tie gesamte deutsche Bevötkernng der 'Ansiedlnngs- güier und Amiedinnqsgcinentden beträgt ungefähr 151 000 Personen. Die Denkschritt gibt im einzelnen näheren Aiisschlnst über die Förderung der 'Annedlnng ietbständiger deutscher Arbeiter durch Primien, tiver die Berivaltung der erworbc neu Güter, bis zum vollständigen Stbschtuß des Besiedlnngs-- geschästs und über die Korber.'itungen für das kommende BesiePInngsgesckchtr, über Meliorationen, Beschaffung von Banstossen tür die 'Ansiedler und die Hochbanien aus den Ansiedluiigsgütern sowie über Viehzucht und Lbstbau in den Ansiedlunge«, ».'der den S t a it d des^ A us ied-» luugssouds heißt es in der Denkschrift: In der Feit von 188'! bis Snoe 1919 sind aus den, Ansicdlnngstonds ausgegeben ware.-n 919 872 000 Mk., zum Fonds eingc nonlinen worden 2.12.>5t>*K)0 Ml, der Itebel schnst der 'Ausgaben über die Einnitzmen ist mithin 62I9I6 0 G) Mk, Aus Sen Aclch;1«gsausjchü;seu. :: Berlin, II. März. Der P u i> c t a 11 v i ch u v» d e s 9i c i cfi ö t n <1 o , hat den Ci tat iion ita erledigt uwi> iiRU ;ientnmt§cntvaii zu den ÄtMncoii für flnUm ivrrlH'iibcv Art. bic Oirmihnqemiuucr im Wirückailsb.reiche dieser Anlagen ihrem Interes?e an der An- laae entivrechenb verattznzichen. als Initiativantrag mit groner ^ltthrhrit anqeiuimwni. Angenommen imirbcn rmi.'r Die Cm 'chlies-una der Winsä aftlichen Pereinigung, betreuend dre Au-.' 'chaituna de« ftaattichcn Arbeit 5-Wangen nnd benmend die Ar- beit.-riä>ukbe»i,i>!»»«ge!i. betre-jenb die der Ben.-, dckim.i de« Anibvla"»' dar» Weck» :m» l-ttcestend du' »r.'iheit des Arbl'itsv-'Nraee» in SüPwcn.zirita. ebenso Per gentriimsovr- icfiloa brtr.i'fi'P oie Regetung der PciareUNlndc» Kervutmijse ,, x,|. iü.Hftfii Siivtvenstriias: endtiiu ivnrPen Pi.' angesorperten •> Millionen '«iarf für die Ambvlondbalm genehiniat. Am Don >,, Bor.-n-chlaa für «aracnm mit der Tagesordnuna. • -b Spioiiage.zussä'us' des Reichstags beriet heute weiter du, « o hf- iÄ'evenlunx'is übcv den Verrat nnuiärckai» <»>-:«,„imii-, wobei di' -o;mlt>en' 0 'e.,ten iia> gegen d' -llg.-m,.:,e Str.nbarknt der sakirläisigen Berönentliilning cin-'S Gsbcluinn',s an sarmtzen, währenP von and. rer -eire ein «itrelweg ge.uckr imna.s Eine A-ti-ooioinmn Per -i.'ationalliberalen ivurp-' abgetelmt. a.,e Fvlning Per R?memn.i -Vorlage ist: „Äer iahrkäin« e>!> mililärnches v)e- !,<.iwi,i.< ,n Pie D.iienilichkeit g.-Iava,-» luvt oPer cm militsruiku: Gebe mi- das ihm traft keines Annes Vennes oder Gewerbes oder eine« von amliick'cr -eite erteilten Äch,trage- zugangtlch iver. . andern qcWnncit läßt »I'P padurc!' dir ^Ichechick des „eiäbroet wird mit ttze-ä«.i»i-- oder .rkitnnqsba't b> zu Nähren oder mit Geidüraie bis jn Mark bestrask." Gemäb einem iottichritllichen Anirage -mirPen IN dieser , 7 >-n»ng Pie Morte rin milikärintws Geheimnis i» die Lenentilchkett gl'. 7jf-'t' oder" izesrrichen. lieber Pen ga»»n Varearaos^n u, „ie noch keine AbNn»mu»i> siattiinpcn. de. man nch über Pi- An eechterbaiinna der R-orte „Berui.'s oder Gewerbes" Nicht mm gebt Pie Erörterung in der nöchiteii -nnnig weiter. Der «Sablornrnnachmsütnist des ReichrlSs-s bcsamttiqte tut t-cute weiter mit der Wahl des Äb -1 Knrzawsk, Pole. " Dromberg.) T>c zissernmätzige Jnsannnenstellung, die noch nicht iiel-nPei ist, wird permutlich Bewciserhclmngcn zur Folgt haben. Dann wurde Pie Pruiung per chain pes 'Abg. uon Ataijaw -idils.. 2. 8ö»ig«Sera> fovtaefctu. Der Reichslagsausschuß inr Hannenvesen »nd Aanderlagcr beichasligte sich heute mit den Vorschlägen zur Einschränkung der Wandcrlager. Die Vedürsnissrage wurde in längeren Verhandlungen cröriert, ein Beschluß noch mchi gefaßt. Aus fk’jK’ti rm Dai m st adt, 10. Miirz. T ic Abgeordnetcii L a u g, K redet und Mergelt beantragen zu Kapitel 74 des Hauptvoranschlags, die dort vorgesehenen Slaatsbeihilie» auch ,u Gunsten der im Besitz oon 8reisen hesindlichen Wüstungen »nd Schäl schlagen ;»r Versügnng zu stellen. In der Begründung wird aiGgesührt, daß die wiri schattlichc Lage im südlichen Odenwald dis in die neueste Zeit hinein, und iniolge der neuen On'ineind'.'steneegi'setz gcbung ivodl noch in verstärkte!» 'Maße, zur Beranßernng von Privalgrundbesitz gcsührt hak. für den häufig kein anderer Kanstiebhaber zn finden >oar. als der Fiskus oder ein Stan desheer. Einzelne Gemeinden haben nach Kräften Käuse ge macht, viele arme Gemeinden waren aber hierzu nicht in der Lage, Es ist deshalb notwendig, daß die Kreise in diesem Falle einspringen, die Güler ankansc» und wieder an die Gemeinden '.nrückgcben, ivenn sich deren iinanzielle Lage ge bessert hat. Ter Güterschlächterei iverdc hierdurch ein Riegel vorgeschoben, N c u e i ii t c i l u n g der Kreise in d e r P r o v in z N bei »Hessen Der Zweite» Kammer liegt Oclnnmlirti zurzeit eine Regierungsvorlage über die Neueintcitnna der Krosse in der Provinz Rhcinhess'n vor. Aus der Lokalpresse ist in die weitere Ociscnttichkeit aus diesem 'Anlaß Pie Meldung übernommen worden, in den GcmeinPe», deren anPeriveile Zutci lung geptani ist, hätten Vvltsobüimniuiiqen über ipc von Per Regierung vorgeschtagene Neneinteiinng staltgesunden. Einbaus wänige« Blatt begrüßt hierin jchon einen Vorgang im Zinne des ReserciiPuurs. Demgegenüber hebt die „Tarmü, 9tg." hervor, daß Pie hessische Gesetzgebung genaue Einzelvorschriiten über Pie Anhör lokaler Vern attin-aSste len bei Fällen der vorliegenden Art enthält, daß diese Borschriiten eine Boltsabsnmmung nick» lennen und daß deshalb Pen vielleicht am Zchiuise von Vürgcrveriamm - langen vorgenouiuicncii 'Abstimmniigen irgendn-'lchc grsetzgeberrschz' Dedeuiung nicht zntomml. Ebenso wie Pie Regierung steht auch der GesctzgebnngsauSsthuß der Zweiten Kammer Per Zache sein. Aerervs«achrichtev. Gieße »er Lesehalle Bcr rin. Man bittet Nils, Perms bnijuweisen, daß am Freitag im Hotel Zckiütz eine Mit glreder Versammlung des ttzies-rncr Lesehalle-Vererns stättsrndet i. Inserat), — Kindergarten Verein itz i >' tz tu., Am letzien Ton nerstag ranP die erste orpeniliche Milglieper-Versammiung des am >9, Februar 1913 gegründeten .Kindergarten Vereins halt, welcher im Anschluß an das Fröbit Zrminai einen Bürger Kindergartcu ins Lebe» gcruieu bat. Dir Vorsitzende, Frau Pres. Tr. Z i c v e r S , begrüßte die Erschienenen und erstattete den ersten Jahres-Bcrichr, welcher ans die Gründung des Vereins einging und von einer gedcrblichen Enlivsckluiig des Kindergartens, den zurzeit etwa 50 Kinder briuchcn, Kenntnis neben sonnte. Ergänzend entwarf sodann Frl. L. Mo es er ein Bild von der iurnnPnng des Gießcner Fröbel Zrniinars und Pen im Laute der Jabre aenmchteu Ertabrnngcn 'Anck' die Rechnnngsablage durch Frau Bantürretior Diel, ergab eckien günstigen Abschluß, der nicht zum wenigste» deni von den Ziodtverordnete» ienehmiglen, Zuschuß zu dankirn ist. Hoftmtlich bleibl dieser dem Verein durch Pos Wohlivolicn »nd Verständnis der. Herren mnt. in Zulnirsr »ngesthinälert. Die 'Mitglieder.Veriammlnng genelnniglr dann dir Zatzlliige» des Vereins, dessen Eintragung in das Verein- register bewirkt werdeil soll: ferner imirde beschlossen, eine» Ver such mit her Einrichtung von Mütter Abenden zu Ulachen, um di. Freude an der schönen und segensreichen Kriipergarien Sache auch i» ivciteren Kreisen zu verbreiten. Die Beteiligung des Kindergartens an der Geivcrbc 'Anistkilllng iss in Aussicht genom- me». -- Steinbach, 9. März, Ter hiesige Jweigoerei» des En. Bundes veranstaltete gestern abend im Saale des Herrn Görlach einen Familienabend, der einen schonen Verlaus nahm, 'l-aci, einem geineillsam gesungenen Liede begrüßte der VoriitzenPe des hiesigen Zwcigvereins, Pjarrer K o e bl c r, Pie Erschienenen, und gab einen kurzen llebrrblick über die Arbeit des biciigen tlwcigvercins, ioivie die des liest. Oauptrereins im letzte» Fahre Fm Mitrelvunkt des Abenvs itaud der interessame Vortrag des Vorsitzciiden über Pie Geschichte von Ztrinbgch in den letzten drei I a h r h u » d c r I c n, i, n g e s ä h r die Zeit ton 102: t -1842 >i IN lass e n P. Es iroreil Bilder aus der Zeit des 90 ährigkn Krieges, des österreichische» Erbsolgekriegcs, des siebenjährigen Krieges irnd aus der Zeit vom 1796 l Hl J, Der Vortrag mar umrahmt von treislich geiungcucn Mi'lirstinnnigen Liedeni des Zchülcrchors der 1. SchliMasse unter Leitung des Lehrers R a» z, iowic einer 'Anzahl gut vorqetraociien Ehesten des tKesangvrresn-s Eintracht unter Leitnilg seines Dirigenten Horn. Zn IN Zchlun'e dankte 'Altdürgr'rmciüer Kra enter drni Bor lragendrn für ieine Darbiestmiien. ' Treis a. d. L., 9. März Ter hiestae Ziveigverei» des Evai. Bundes hielt geiler» abend im rollvrietzien Saale Prr Gaslwirtichait Will ieinen zweiten Fannlienabend für diesen Ämter ab. Rach einer Begrüßungsansprache des Voriitzenden hielt der belannte 3riirittiicUcr Heinrickt ')> a nNIan » 'iianzhausen einen Vortrag über Heimaipitegr. die nach kernen Ausiühruuoen nur atz- Heimalliebe denkbar iit. Aach ihm ivrach Piarrer Döchukr Treis über Königs» Luise. Tie Vorträge wareil von Deklamalimirn der Konsirmandc», gemeinsainr» Griäligen und einigen innsikalischcn Darbietungen nmrabmt. L. Dorheim. 1 • t. März Am Sonntag hielt der breiige Zweigucr in des El gl. Bundes einen sehr gut besnchicn Familien- abend ab. Büdingen, 9. März, 'Schösienaerich. Der Taglöhncr H K. von Aulenoiebach wurde wegen 2achbe,chadigung zn 3Mk. oder einen Tag Geianqnzs verurleslt. Er hatte in der Reuiahrsnachl eine Tür am Gemcindebauie in Amendiebach 'feiner Livbiiung, die er beim Rachbauiekommen verschtossen mnd, durch Fußtritte beichädig!. De, Laudwikl I. E, III. von Büdingen Halle gegen einen niitts richterlichen Zkrnibeiedl recknsgültig Einivrnch cinaclegt, er ivurde lvrgen Uebertrrlung des 8itz-tz. N> i» Verbindung mit Act, NI des Pol. .Zn. tö. zu 2 Mk. oder einen Tag Hast urnutcilr. Ter Tag löhn'. H, H. von Vonhausen wurde wegen Forstvergehens zn 15 Ml oder fünf Tagen Halt verurteilt. Er hatte im dritten Rülksallc in einer mit Warnmigstascln versehenen Hege des Gemeinviivaldes Vonhausrn unter Anivendnng einer Art eine große Last dürres buchenes Ztamnrrciiig im Werte von 40 Pia. r'Mwendet. Der Taglöbner P. K. »on Büdingen wurde von der Anklage der Körperverletzung. Bedrohung und Widerstands als nirlN hinreichend ütetiübi'. frei gesprochen. Im Konknrsvcriahren über die Firma Max Werkheimer in Büdingen iand heute Glänbigerverianimlung statt. Ta- Prüiungsgeichäst der angemeldcirn Forderungen wurde beendet. Der »ontnrsverwaller ernatkeke Bericht und stellte die Zchlutzverteiinng inr den I.Mai I I. in Aussicht. Für die nicht bevorrechtigien Konkursglönbiger dürste eine Dividende von cnoa 8 Prozent un Veneilung kommen. 383. Frankfurt a, SR., II, März. Die Ztraslannncr drs Landgerichts Franliurt hat letzt auch den Eiienbahnickrctär Pa- j u n t aus RskSerhöchstadt, der im Fahre 1907 wegen Beleidigung des kürzlich zmn Tode verurteilten Trogiften Karl Hopi zu 150 Mk. lKcldnraic verurteilt ivordcn war, iveil er dem Hovt gegenüber den Awsdrur! „Gislmiicher" gebraucht halte, im WiÄK'7 auinahmeversahrrn ir-igeiprochen nnd die Staatska sc zur Rück- zahlung aller dem Esteahnielreiär P a i !I II k entstandenen Kosten verurteilt. vermischte». D » r tt-, de u (5 i n Ü ;t rclnes s c ch s st ö cf i c\ t n N c u bau es nnirde in Wtirscbau rin daneben lie^cubc-i yolzhau - zerftön. Eine Person unirbe getötet unb sechs schwer verletzt: zioei werden venniftr. Erdbeben ^«'ach ^l'cldutt^en au-5 Äonftantinopcl sind die Städte B i t l i s und f I> I a t li am (>. dieses Monats von einem schweren Erdbeben beimgesucht juorocir. Märkte. /, "KUcuborf a 5>. r?va » J1. Marz Ter beule gehaltene Markt war wentger gut besucht als nmn^erwauet baue, "rim stärksten zeiate sich da-p Angebot in Ccbafeu : Scbrocin - waren in geringerer Stenge oorl.auden. Ter Handel ging te- lveicheuden Preisen etwas schlevpend. Sie 5tciufcr rechnen, une ei scheint, aus weiteres Sinken der Biehpreise. Merket wurden nnr ö4-.'>8 ??N'. da-S Paar bezablt, Lämmer 56—60 P.'ark. — A»ä bt.i: sv r ä m e r m a r f t wird die Za bl der Perkanfsnände von Jahr zn Jahr geringer. l.. ^ricdbcrg, ! l. Marz. Ter heutige 2L o :ly c n m arkt war von P'erkäniern gnr besticht. Er dauerte bis ! Hör mittags. Biel Butter war zu Btarkto gebracht und kosteie das Pinnd Mk. 1.20- ^äkematte 20 Psg. da Pinnd. -?tue!) die Eier sind adgeschlagc da-:- Stück kostet.' ^ Pkg. Tie erüen Schneeglöckchen slanden zmn 'verkäme da, das Sträußchen -'0 Psq. Tie Verkäuferinnen ans den vorderen Tannnsdöriern t rächten äse daS Pi'd. zn 40 Pfg. Frischer Feldsalat wurde der T^tler zn 15 Psg. verkauft. ?('. Wiesbaden. Die hh o '-Ma rkt b eri cht voin 11. März. Auftrieb! ?>inder b^ «^cbsen 2'.', Bullen 7, 5ki"ibe nnd Färsen j>8i, Sldlbcc 6. Schate 17, Schwenre 460. Geschäft mitte! ch i e t. Voslsleiichige, ansqemästete. höchsten Schlacht* wertes inr Akter von 4—7 Fahren . . ^. . Junge, fleischige, nicht ai^geinäftete und ältere ansgemästete............ Mäftia genährte junge und gut gegen ährte ältere ........... 93 it f I e iu Doklfteisclnge, auSqew, höchsien Schlachtiv. . . Dollfleischige,^ jüngere...... . • . Färsen, tt i« he. Vokkflrischige anSgemästeke Färsen höchsten Schlacbtn'erteS.......... DeVfleiichige anSgemn'tete Kühe höchsten Cchlacbrn'ener bis zu 7 Fahre r . . - . L'eltere ausaemäftele Kühe und wenig gut ent- widelte iüngere Kühe......... Mäßig genährte Kühe und Färsen..... Gering ernährte Ztül>s und Färsen..... Kälber. Feinste Mastkälber........... Alittlere Mast- und beste Saugkälber.... Geringere Alaft- imb gute Sangkälbre . - . Geringe Saugkälber......... Schaf e. Weidemastschaie Maftläminer und Masttrammel ... 47, S ch iv e i ii e. Lollsleischrgr Schweiire von SO—1 ke: Lebend- gevvicht.........• . . . . Pol!fleischige Schweine unter 80 Lebendgewicht BoUfleischige Schweine von 100 — 120 k- Leben?» geivichr .............. Bollsleischige Schweine von 120—150 kx Lebendgewicht ..... 49-49'/, 61—62 Fettschmeme über lr.O kg Lebendgelvicht . . 46—48 58—60 Simbitrg a. d. Lahn, 11. März. Frucht markt. Durch- schnitlspreiS vro Di'alter. Vloter Weizen t-'!assauifcher) 16,40 Mk.. weißer Weizen (angebanre FremdsorteiN 15,90 >1ik., ^orn 12,09 Mt., Gerste (Futler) 9,09 VN.. Braugersle 10,70 Alk.. L>aiee 8.00—0,00. Alk., Erbsen >>,00 Alk^ 5kartosfeln 59 .ftilo 2.20—0,09 Mk., Butter das Mi!o wll. 2,30—O r oO, 0 ier das Stück 7 Pfg. Fn einem Teil der Auflage wiederholt.! Vreiie für 100 Bid. Lebend- Schlachtgewicht Mk. 'Mk. 50—56 86—9-1 19— 52 83-93 45—4S 78-83 42—44 38—42 73—78 (i3—7u 48-52 84-9 3 39—13 70—76 43—47 34-37 60 —3-5 78—83 64—69 59-83 66—68 <«—64 54—58 47—51 110—113 in 1-107 94—97 80-86 1—09.00 90—90 49 -50 48VI-49'/, 59 51 «3-64 62-03 03—64 1c. Flraukfttrt a. M. Schwei nemarktberi ch: vorn 11. März. Ausgetriebeir waren 1668 Schweine. Bollsleischige Schweine von 80 bis 100 kßr Lebendge-vl l k 19.0t)—52.00 'JLVf., Schlachtgewicht «4.00 — 0--.00 Ülif., voUfleijchige Schweine unter 80 kx'Lebendgewicht 49.00—51.>)9 Dtt., Schlachtgewicht 62.00—64.00 Mk.: vollfteischige Schweine von 100—120 k& Le/ 'ndgenncht 49.09—52.00 Pik., Schlachtgewicht 62.00—65 Pik.- vollslcischige Schweine von 126 Ins 150 ko; Lebendgewicht 49.om-ö2.(<) 2JJf^ Schlachtgervicht 62 —ü5.00 Btk. Geschäft laugsain. l leibt Ueberfranb. f«-. Frankfurt a. M, 11. .flärz. kOrig.-Telegr. des „Gieü. An:.") 2lmtliche Lloneningen der vem-ge.' ^ruchtmarkrvreise. Weizen (hiesiger) 2l»,50 — -0.75> Ünrbeisischer Mk. 20,50—20.75, Wetteraner Mk. 00.00 -09.60, .lkoggen (hiesiger) Mk. 1600—16,25, (tzerfte (Wetteraner) Alk. 16.59-17,50. Gerste, Franken, Psälzer, 2(ied Mk. 16.50- 17 50, >>aft ' 'V< ■ 13.50-17.59, Mm.-. Mk. 14.50—14.75, Weizenmehl 0 Mk. 09.09—00.99. Weizenmehl I ?.ll. 90.09—00.00, Weizenwel l III 0000-000). :ftoggen,nebl 0 Mk. 00.00—»0.00, ?)ioggenmebl 9 1 Mt. 09.00—00.00, Aoggenmchl I Mk. 00.00—00.09, Weiz.i>kle:e Ml. 0.09-0,00, Weizenichalen Mk. 0,00—0.00, Noagen- flcic '.'Jtf. OO.o)-00.00, Blal-fenne M' 90.0)—00.09, Biertreber 00.90-00.00, ,>utkerqersle Mk.'m 00- 00.00. Alle, per 100^ ab hier. V P Meteorologische veodachtungen 0er Station Siietzen. März “• I- “ \z% * 8 ^57 m rl £ Z CO II IS " Ul« Weltee 11. 2 ' *- 746.9 r» o 5,4 79 SW t 9 Bew. ■’öimmel 11. d" 749,4 2.6 4,5 81 WS ZV 2 9 12. V 1 750,9 1,1 4.5 91 8 2 10 Bcd, ftimmet störbilS Temperatur am lCi. bis II "Kiez li'l-t ^ 4- 6,0 -'. 'Jlicöcipilc „ , 10. . 3 1. . 1311 = i- (),<•, sliePericlitag: (V2 Mo. frei? ’/. Hasche 35 tj. ’/, Flasche (Monat? ausreichend) M 1.50. Wer Odok konsequent täqlich an- wendct.übt nach unseren hcnligen Lenltt- 'nissen die Peiikbai beste Zaßn- nnb 'Mimdpslege ans, 236i D Arbeitsvergebung. Für die Feldbcrciilignngsgelellschaft Ueffclbach, Kreis Gießen, sollen vergeben werden Los I—IV Wegplanierungsarbeilcn, veranschlagt zu 884 Mark. Oie Verdingungsunterlagen liegen aus Großherzogl. Bürg rmeisterei Kesselbach offen; Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen und sind verschlossen, postsrei und mit entsprechender Ausschrisl versehen bis Montag, den I«. März, vormittags 11 Mir. aus Großh. Bürgermeisterei Kesselbach ein- zureichcn, wo die Eröffnung in Gegenwart erschienener Bieter slattfindct. Zuschlagssrist 3 Wochen Gieß », am 9. März 1914. Großh. Kulturinspcktion Giegen. __ fii. Steinend). _ Arbeitsverste gerung. Donnerstag, den IS. d. Mts., vormittags 9 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei die zur Herstellung eines Kanals erforderlichen Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Akkord vergeben werden als: 1. Zementröhrcnlicserung veranschl. zu 424,— .Jl 2. Erd- und Maurerarbeit „ „ 390,28 , Voranschlag und Bedingungen liegen zur Einsicht bei uns offen. 3450 Londorf, den I I. März 1914. Großh. Bürgermeisterei Londorf. A u m a n n. Wasserleitung zu Bersrod. Die Verlängerung von zirka 75 lfd. Meter Wasserleitung mit Erdarbciten soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Ängebote mit entsprechender Aufschrift sind bis Montag, den 16. März, nachmittags 3 Uhr» auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Voranschlag und Bedingungen liegen aus hiesiger Bürgermeisterei offen. 3445 Bersrod, den 10. März 1914. Großh. Bürgermeisterei Bersrod ___ Reuschling. _ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Birklar für 1914 Rj. liegt vom 12. d. Mts. ab eine Woche lang auf dem Bürgermcistereibureau zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen den Voranschlag können innerhalb der Offenlegungsfrist schriftlich oder zu Protokoll des Unterzeichneten vorgebracht werden. Zu den vorgesehenen Umlagen werden auch die Ausmärker herangezogen. 3442 Birklar, den 10. März 1914. Großh. Bürgermeisterei Birklar. Müller. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Dcrmöae» des ttandwirtS und Ztmmermanns Gcora Pbiiivv Kraus kovi in stiodbclm a. B. ist zur Abnahme der Schluh- rccknuna des Berwailers, :ur Irrdebuna von lrinwen- dunnen gegen das Schliistverzeicknis der bei der Ber- leituna zu berlickstckstnendcn ,Forderungen und zur Be- ichlutziasiung der Mlaubiger über die nickt verwertbaren VermögcnSstiicke, sowie sttr Anhörung der gläubiger über die Erstattung der Auslagen und die (stemahrung einer Bergütung an die Mitglieder des MläubigerausschnsscS der Lcklnstlcrmin aui den S. Avril 1914, vormittags 10V< Ubr vor de», .Königlichen Amtsgcrickt hierselbst, .gimnier Nr. 11, bestimmt. :!4S8 D Gladenbach, den l>. Mär-, 1914. Der lstcrickiSickreiber des Küninliäie» Anusgerickis, Abt. 4. MhichrS-Pstkiltmarkt in Kienen. Wir beabsichtigen, auch bei dem am Mittwoch, den 25. Mär; 1!)14, ftattfinbenben Pferdemarkt eine Pferdeschau mit Prämiierung abrnbaltcn und zwar speziell sür im Privatbcsi«! beiind- ltchc Neil, Wagen- und Arbeitsvserde: dieselben könne» unter dem Steiler, ein-, zwei- oder vicrwännig, auch im Geschirr, voracsübrt werden. Die Boniibrung und Prämiierung beginnt vormlltags 14 Ubr. Die PrelSvencilnng schliebl nch unmittelbar an. Während der Borsuhrung nnder Konzert stall. Es gelanae» nur (öbrcnvrciic zur Berleilung. Anmeldungen haben spätestens bis Moniag. den 2!. März, bei Herrn Wcinhändlcr August »chwan in Gicstcu zu ersolgen. „ ... ... Pserdebcstvcr lade» wir zur Beteiligung ergebenst ei». Tic städtische Pscrdcmarkt Teputatio«. istrstnewald. Bcigeordneier._244» B Graustäckkalk Weißstückkalk nT7TTTrrTTTTnTTTT7TTTTnTITTTTTTTTTTT7TrrTTTTTTTTTT7TTTTTTTTTTTrrrnTTT7Ti7TTTTTTn7T7n7T7TTT zu Bau-, Dünger* u. chemischeu Zw. cken ab ihren Werken Großen-Linden und Bieber bei Gießen, sowie Kalksteine zu Bau- und Hüttenzwecken ab Station Bieber-Abendstern empfiehlt LaiM-Irtislrietoleiiliiifa-feta (Inhaber Carl Haas jr., Gießen), Fernsprech-Anschlüsse Amt Gießen: Werk Großen- linden Nr. IN. Werk Bieber Nr. 1080, Bureau Nr. 282. Abfuhr kann täglich erfolgen, eventl. Anlieferung durch eigenes Fuhrwerk. 33051) Habe in diesem Jahre grössere Massen aufgekauft und bin ich in der Hage den Sack Zement zu Mk. 1.90. die Schwemmsteine (1000) für MIc. 34.00 ab meinem Lager zu verkaufen. Bei Waggon-Bezügen ab rlen Bahnhöfen Mücke, Stockhausen, Weickartshain, Freienseen, Laubach und Vil.ingcn gewähre ich bei Zement + 10 J / u Rabatt und Schwemmsteine das Tausend ♦ zu Mk. 3L50. Wioderverkäufer erhalten hohen ♦ Rabatt. 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Spar- u. Vorschusjkasse Mainzlar Eingetr. Genossenschaft mit unbeschr. Haftung. Bogel, Direktor. Spaar, Kontrolleur. Schlapp, Rechner. 3453 Waschmaschinen Wringmaschinen Wäschemangeln Drahtwäseheleinen Drahtwäseheklammern empfehlen billigst 2476a Emil Pistor Nachf. Bahnhofstrasse 54 neben Hotel Srhül/, findet der Rest- ausverkaul meines Warenlagers statt, und gewähre ich auf alle Artikel ausser 4«lühlampen 40°|o Rabatt Karl Schunck jetzt nur Bahnhofstrasse 54 Die Beerdigung findet Freitag nachmittag oYjUhrin Garbenteich statt. Es hat dem Horm gefallen, gestern unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Kessler VI. Wwe. geb. Peppier nach langem Leiden im Alter von 48 Jahren zu sich zu rufen. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Familie L. Faber XI. Familie J. Schimmel. Grossen-Linden, 12. März 1914. DieBeerdigung findet Freitag, 13. März,nachm.3 1 /.,Uhrstatt. Heinrich Hahn, Griessen Neustadt 8 — Telephon 403 Samenhandltm mit Handelsabteilang. Erteilt FinjithriKen/ensinUi. Ucbcrgangsklasscn für Gvmu. — Schularzt. (■ •Trockenspeise ^'7'" Tabletten Tntfetlun p s Tabletten » 5pe/iaffo«enen geq Korpulenz u : OorcWuhr- emg / tnr/enungsKurea Packung M. 3.50 Allein-Depot lir Oinstea: 76?ss Reformhaus Giessen, Paul Scholz. [GieSlener Plerde-Lose » Mk. 1 sind in allen bekannten Lose T>>efdinftcn *. haben. General- Vertrieb Buchackcr, Neuen Baue 11. Daselbst 11 Lose für 10 Mk. so lanae Vorrat, ^ür Porto u. Liste 25 Pfg. extra. Nachn. teurer. 12651! Mainzer Fferde-Lose ä ^Ik. 1 (Ziehung 21. März» find su haben bei Bachaeker. -reuen Baue 1t. 2833 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. farprete filinjflpfet mH Äinücr. Gießen, den 11. März 1914. 34Ü7 Am 7. März verschied in Homburg v. d. Höhe unser lieber Vater Emil (jriessbauei im Alter von 85 Jahren Ludwig Griessbauer und trau. Giessen, am n. März 1914. Die Einäscherung- fand in aller Stille statt. Allen Verwandten und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass mein lieber Mann, unser guter Vater, Grossvatei- und Schwiegervater Herr Bertus Becker Kreisstrassenwart i. P. heute morgen 10 Uhr nach langem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Marianne Becker Bertus Becker und Familie Wilhelm Mohr und Familie Katharine Bechtold Witwe. Grarbenteich und Launsbach, am 11. März 1914.