Nr. oO Der 6fe|*iwT L«zeiyer erscheint täglich, nutzer Sonntags. — Beilagen: uterina! ,wöchentlich §kfcener$amHieublätt0 Mk., 7. 9. Dienstjahr 1750 Mk., 10.—12. Dienstjahr 1900 Mk, 13. bis 15. Dienstjahr 2100 Mk. 10.—18. Dienstjahr 2300 Mk., 19.—21' Dienstjahr 5500 Mk, 22.—24. Ticnstjabr 2800 Mk, 25.-27. Dienstjahr 3000 Mk , 28.-30. Dienstjahr 3300 Ml. unb von da ab 3600 Mk. Bekannllicki lpcrrcu die Mehrkosten der früheren, von der Zweiten Kammer beschlossenen Gehaltsaufbesserung fiir die Volksjchnllehrer auf 188000 Ml. über die Koste» der Regierungsvorlage hinaus berechnet worden, welche Summe sich jedoch infolge einiger von der Ersten Kammer mit Zustimmung der Regierung veranlaßtcn Abänderungen, denen ancki die Zweite Kammer zustimmtc, ans 155 000 Mk. ermäßigte Bei der späteren Beratung in der Zweiten .Kam- :iuer hatte dann der H>err Staatsministcr erklärt, daß die Regierung unter keinen Umständen restlos der ganzen Mehr- sordernng der Zweiten Kammer zustimmen könne, schon deshalb nicht, ivcil sie, um den Betrag von jährlich 81000 Mark zu ersparen, den mittleren und unteren Beamten die Erfüllung verschiedener berechtigter Wünsche habe verjagen müssen. Die Hälfte des Mehrbetrags iür die Lehrerdesot- dung hatte aber dann in jener vertraulichen Tonnerstags- verhandlung der Zweiten Kammer die Regierung zu he- imMijtt'n sich bereit erklärt, und zwar unter Festsetzung eines Höchstgehalts von 3000 Mt., während die Zweite Kammer ein solches von 38^, Mk. beschlossen hatte. Tie Erste Kain- mer hatte sich bekanntlich ebenfalls aus den Höchstsatz von 3600 Mk. festgelegt und im Einverständnis mit der Regierung eine Skala gevehuiigt, die einen Mehraufwand von 87 000 Mk. erforderte. Es handelte sich also zuletzt in dem ganzen gefahrdrohenden Konslilt nur noch um die Differenz zwischen etwa 90000 und 155 000 Mk. Nach Annahinc der neuen Gehaltsskala im Ausschuß der Zweiten Kammer wurde gegen Abend gemeinsam mit dem Ausschuß der Ersten Kammer verhandelt, und dieser stimmte dem neuen Vorschlag zu, so daß also jetzt e i n c i n - st i in m i g c s Votum der Finanzausschüsse bei der .Kammern vorlicgt. Daraus erklärte gzuck, die Rc- gicrung, die durch die drei Minister, die Staalsräte Dr. Becker, Süffcrk und andere vertreten war, daß sic das neue Abkommen annehmc. Es wurde alsdann nach längerer gc- meinschastlicher Verhaudluug noch einmütig eine Enlschlicß- ung angenommen, nach welcher, sobald die Aufbesserung der Staatsdicnstanlvärter erfolgt ist, — was in nahe Aussicht gestellt ivurde — auch ein weiterer Betrag von 9000 Mk. für die Gehaltsaufbesserung der Zchnlverwaller und schul- verwalterinncn verlvcndct werden soll. Mit diesen Beschlüssen ist nun wirklich eine endgültige Berständigung über die gesamte Beamten- und Lehrerbcsol- dung erfolgt, zu der die Zweite Kammer am nächsten Freitag, die Erste Kammer am Dienstag nächster Woche zweifellos ihre einmütige Zustimmung erteilen werden. Man wird im ganzen Lande mit einem aufrichtigen „Gott sei Tank" und einem wahren Gefühl der Erleichterung ausatmen, daß nun in letzter Stunde doch noch eine wohl alle Teile befriedigende Berständigung erfolgt ist, und damit unser Hessenland vor einer ernsten Krisis glücklich bewahrt bleiben wird! vie ftanzösische Heer'svsrmehrmig. Paris, II. März. Ter Bericht des Abgeordneten Bcna- z e t über das KricgSbudgct wurde heute in der Kammer verteilt.- Es wird darin dargclcgt, wie die militärische Anstrengung Teutichlands, durch welche die deutsche Armee um 153000 Mann vermehrt worden sei, Frankreich zur Annahme des Treijabrcsgcsetzes bestimmt habe. Das Gesetz dlinge die Zahl der Bemal»,icke» im Mutterlaude auf 700000, dazu kämen 48000 iranzöfiichcr Truv ven aus Algerien und Tunis. Tics ergebe die Gesamtzahl von 718 000 Mann, die Hilfsdienste nicht einbcgrissen. Benazci setzt weiter auseiuauder, bafibaä Treijahrcsgcsetz eine bessere Verteilung der Truppen und die Schäftung eines 21. Armeekorps zur Folge hatte, die es gestatte, über fünf Armeekorps zu verfügen, die imstande seien, unverzüglich an den Operationen zur Deckung der Grenze teilzunehmen. Der Berichterstatter stellt jedoch seit, das: das Gesetz vom 7. August 1913 genau gesprochen nicht eine Erwiderung aus die mehr und mehr entwickelten Rüstungen sei, es sei eine ein- fack e Vorsichtsmaßnahme gegen Gefahren, die lim so drohender seien, als das an den Toren Frankreichs geschmiedete Kricgswerkzciig wirkungsvoller mit »nbestreitbarcr Ossenjivkras, ausgcstattct sei. S)cuf$d>?» Reich. Der Kaiser in Venedig. Aus Turin wird Ae- meldct: König Viktor Emanucl wird bereits am 22. März nach Venedig reifen, um mit Kaiser Wilhelm zu- sammenzutreffcn, der Hort am 24. d. M. erwartet wird. Tie Reise des K r o n p r i it z e u lt a d) Afrika. Dem Reichstag wird in den nächsten Tagen ein-neuer Nachtragsetat zugehcn, der nach einer Meldung Berliner Blätter einen Z nschu ß für die Reise des Kronprinzen nach Afrika enthalten soll. Daneben werden noch einige weitere Forderungen dem Reichstag unterbreitet werden. Das Pr in zen paar Heinrich bat an Bord des Dampfers „Kap Trafalgar" der.Hamburg-südanierikaiiischen Dampfschiffahrtsgesellschaft den Hamburger Hafen verlassen. Gras W e st a r p s W a h l n n g ü l t i g. Ter Wahl- Prüfungsausschuß erklärte die Wahl des Führers der Konservativen, des Abgeordneten Grafen v. Wc starp, für ungültig. — Graf von Westarp vertritt den Wahlkreis Posen 3 iMescritz-Bomst. Er wurde mit 11540 Stimmen gegenüber den 8809 sür den polnischen Kandidaten und einzelnen zersplittert abgegebenen Stimmen gewählt. Giehener Theateroerein. 3. Lpernvorstellung: Figaros .Hochzeit. Gießen, 12. März. Mozart komponierte die Over vom Tezcmbcr 4785 bis April I486 Am I Mai 1786 erlebte sic in Wien ihre Urauttührung und siel, dank her absichtlich jll'lccht singenden .Italiener, beiunhf durch, dock» fand >ie bald daraus in Prag eine vorzügliche Wiedergabe und demeniiprechenden Erfolg. Figaros Hochzeit ilt ,'cher die «ollendctste koniische Oper, die überhaupt bis setzt geschrieben ivurde. Bon der Ouvertüre, die bekanntlich ein Meisterwerk it,bezug au, Geichloiienhett »ttd Kuavobeit der Form ist. bis zum letzten großen grandiosen Finale ist jede einzelne Nummer von einer solchen Genialität, daß man nur staunen und bewundern kann. Hier ist eben nicht nitr das Neinfte musikalische Motiv ein göttlicher Einfall, sondern auch die Fnstrumentallon ist sür jedes Wort und jeoe» Satz >o ungemein charakteristisch, ist so genial ersaßt und behandelt, daß man diesem so selbstverständlichen, aber doch eine Iledcrraichung mich der anderen bietenden Musizieren nicht geling lauschen kann. Aber einen ttiiangciiehmcn Punkt hat die Mozartschc Musik dock: daß man sich de» ungemein lcichtslüssigcn Konocr- salionslon mit all seinen entzückende», innigen und komischen Einiätlen oolttouimeu zu eigen machen »ntß, und das ist sowohl für den singenden wie ocktamierenden und darstellenden Sänger io ziemlich — wenn nicht überhaupt — das schwerste, was er als Opernsänger erlernen tan». ... Unter die,cm Genchtspunkte mochte ui, tragen, ob e' besonders vorteilhaft war, Figaros Hochzeit als Gastipieloper zu wählen Eigentlich sollte eine Abstechervorstcllung imiiter clmas AußergewöhntickcS an limftlerischen Qualitäten bieten. Tai; lei - bet fallt überall das Gegenteil der Fall ist. ist man gewohnt. Und auch die Tarmftädtcr Gäste haben uns gestern eine solche ''lbstechervmstellung im zweiten Sinne gegeben. Es ran nicht bet Mozart mit all seinem göttlickwn Humor, seiner teilten >pru- bflnben Lebhaftigkeit, seiner zart parsümiertc» Rokoiooerücke, sondern ein biederer, in der Sprechweise etwas ichwcrsäNiger und int Gesang aus den dramatische» Akzentton gestimmter Ver- wandier de- Salzburger Meisters. Aber au versauedenen stellen konnte mau doch die Blutsverwandtschaft spüren und u* der- >efbrn um so mehr freuen, aber cs waren ebeu doch nur stellen. .Herr Otto Nowack hatte als svlclleiter diesmal einen lehr schweren ivenn nicht gar immöglichen Stand. Sänger, die von Haus aus an und für sich schon wenig aus Zeinen wohlvcntändlicheu schöuspicllunittnäbigcn Dialog achten, in ein paar Proben zu einem ftilechten, Auge und Ohr crsrcucnden Zusamiitenspiel ZU tühren, ist eine barte schtvere Arbeit, und so sei wenigstens zu Herrn Nowacks Gunsten gesagt, daß die szenische Turchsührung der einzelnen Bilder und Personengruvven als gclungcti bezcich »et werden muß. Einen ebenso schweren Stand hatte Herr Hoskapcllmeifter Richard Sert, der geacn die schwere ?lrt ;» singen, den Sänger» gegenüber umsonst sür leichteren Vortrag einzutrclcii versuchte. Herr Georg Weber als GrasstUmaviva boi entschieden eine alle -en hohen Ansprüchen am nächsten kommende Leistung, er stand als einziger im ganzen Ensemble in jeder Beziehung an richtiger Stelle. Herr Weber bcherrsckck den bei eanto sicker und tonschön. Franzisla Eallwev als Gräitn vermochte nicht vollkommen als „Gräfin" zu übcrzeugetl und ihrer schwereren Stimme liegt diese Partie nicht besonders. Dennoch zeigte iie bei deoi Vortrag d>m großen Arie int dritten Akie, über welch große mohlourckibildete Stimme sie gebietet. Eilt allerliebster, unilerblick; verliebter Page, der auch wirklich gut aussah, war Frau B c l i n g - S ch ä s c r , aber ihrem silberhellen Sopran ist die von einem dunkleren Unterion getragene Partie nicht gerade emgcgeit - komniend, obwohl sic die beiden Arien, besonders „Ihr, die ihr Triebe um».", sehr teilt nuanciert vortrug und dafür Bmsall bei o» scner Szene erntete. Olga Kallcnsec überraschte durch die zu schwere Behandlung ihrer Geiangsvartie, doch war sie ein munkcres Kammeriuädchen, das jeder Situation gewachsen tvar. Fn gelang littet Hinsicht ist das gleiche auch von Herrn S t e p h a n l als Iress- lirfvtt Figaro sagen. Tein schweres Organ eignet sich taum iür eine so „verlendc" Baritonvartie wie der „Figaro" ist. Abgesehen aavon aber war er. tvie immer, in der Turchsührung seiner Partie mit größtem Eriolg bemüht, einen ganzen Eharalter zu schassen. F» den kleineren Rollen tvaren mit gutem Gelingen beschäftigt: z'lttna Facobs als heiratslustige Marzelline, Leo Schützendort als rachsüchtiger Bartolo: Karl Bernhardt als Basilio und Fritz Hilders als Ton viußmann schuscn gute Tupen. ebenso August Kröger als Antonio. 5?cde Schaub war ein liebes Bärbchen und die zwei Bäuerinnen ianden in Eva Ungar und Lndia »Rielhos tüchtige Vertreterinnen. Tic Eböre hatte Herr Robert Prcuß gut diszipliniert. Von dem Faiidangotanzc sah man leider nicht viel. Das Orchester spielte mit großer Hingabe unb Anpassungsvermögen, doch störte» verschiedene Ttimmungsunterschiedc. Tas gusvcrkaustc Hans spendete nach allen Aktschlüssen viel Bcisall. * — Eines der interessantesten Kapitel der neueren hessischen K i r ch e n g c s ch i ch t c, der streit um deui Mainzer Bischosssitz vom Zechrc 1849, erscheint durch die Tic Vertreter der A e r z t e - und Kassen- vcr bände trafen in ihren Verhandlungen im Reichsamt des Innern als Aussührililgsbestiminungen zu Nr. 11 des Berliner Ablommens nähere Vereinbarungen über die Berechnung und Llbftthrung der Kassen n»d Llrztbci- träge zur Deckung der AbfindungSkosten. Als Stelle, «in die die Beträge von b-on Kassen «rbgesührt tverden sollen, ivurde die königlich-preußische Tcehandlung bestimmt. Dann fand eine ausgedehnte Besprechung über die kassenärztlichen Verhältnisse in einigen Orten statt, in denen zurzeit noch auswärtige Aerztc tätig sind Es ivurde beschlossen, um gehend erneut daraus hinznivirken, daß auch in diesen. Orten das Berliner 'Abkommen zur Geltung kommt. Die Vertreter der Kasscnverbände erklärten, in diesen, Sinne nachdrücklich llvciter tätig sein zu wollen. Eine Denkschrift der preußisch-hessischen Lokomotivführer. Der Vorstand des Verbandes der preußisch-hessischen Lokomotivführer hat eine Broschüre unter dem Titel „Der wirlschastlichc Niedergang des Loko- motivführcrstandes, eine Gefahr für Staat und Volk" vcr- öffenjlicht, in der dargelegt wird, daß durch die Verschlechterung der Lokomotivsiihrerlausbahn die Sicherung des geeigneten Nachwuchses in Frage gestellt lvird. Tie Loköniotiv- iüyrer verlangen I. daß sie im Gehalte wieder mit den Beamten gleichgestellt tverden, mit denen sic früher gleick,- standen, unter gleichzeitiger Absckiasiuiig des jetzigen Nebcn- geldjvstcms und Einführung der Gewährung von Tagegeldern, 2. daß die Etatsstellen ftir Lokomotivführer und Lokomotivheizer in einem solchen Umfange vermehrt werden, daß die Anstellulmsverhättnisse wieder normal werden, 3. daß die Reservclokomvlivsührcr und geprüften Lolo- molivheizer als gehobene Unterbcamte klassifiziert werden und ihnen ein entsprechend erhöhter Wohnungsgeldzuschuß bewilligt wird. Tcni braunschweigischen Landtage ist «ine Vorlage betreffend die Wiedererrichtung einer braun- s ch w c i g i s ch c ii Gesandtschaft am preußischen .Hofe zugegnngcn. Tie Zweite e lsä s s i s ch e Kammer setzte die dritte HaushaltSberatung fort. Dabei wurde an die Regierung daS einstimmige Ersuchen gerichtet, eine Denkschrift vor- zulegcn zur Klarstellung des in Elsaß-Lothringen geltenden Rechtszustandcs über das Eingreiieil militä- rycher Befehlshaber in die Polizcigcwalt ohne vorherige -Requisition der Zivilbehörden. Eine Entschließung der Sozialdemokraten betreffend die völlige Sonntagsruhe im HaiidclSgcwerbe lvnrde im Hinblick an, die dcni Reichstag vorliegende Materie abgclchnt. Beim Universitätshaushall vertrat der Abgeordnete Tr. Pfleger (Zentr.) die Ansicht, daß die jüdische» Lehrer nicht zurückgesetzt würde». An persönlichen Lluseinandersetzungen mit dem Abgeordneten P e ir o t c s (Soz.) rechnete es sich Tr. Pfleger zur Ehre an, zu der Gruppe zu gehören, die man Nationalisten nennt. Als solcher trete er für bei Würde und Freiheit des Landes ein. Ehrungen des Grafen Wedel. In geheimer Sitzung beschloß gestern der Gemeinderat von straß- burg i. E. zu Ehren des laijcrlichen Stattbalters die mittlere Allee der Orangerie „Graf von Wedel-Allee" zu nennen. Außerdem wird zuni dlbjchied des Statthalters Grasen v. Wedel eine große Kundgebung vorbereitet. Es wird ein Fackelzug geplant, zu dem 2900 Vereine mit über 300000 Mitgliedern ihre Teilnahme zusagte», darunter 200 Vereine ans Straßburg und Umgegend mit über 12 000 Mitgliedern. D ' 1 1 ■ Nkbciicinandcrstclluiig der von Gustav Krüger ueriaßte» Lebensbilder der damaligen beiden Kandidaten, Leopold Schmkd »nd Wilbelm Einamicl Freiherr von Kettelet in den Hessischen Biographien, herausgeAeben von der Historischen Kommission sür das lKroßheriogtuin .Hesse» Darnistadl, Großh. Ttaatsvcrlagl in neuer Bcleuchtting. schar, hebeu fick, die beiden so vcrlchicdencn Pcr- sönlichteiten, der charalterscsie Geledrie und der Mann drr Ta,, der unentwegt iür seine Kirche kämpft, voneinander ab. und schon die Lektüre der beiden Biographien zeiat, daß damals die Entscheidung so fallen mußte, wie sic gefallen ist. - Goethes Grab und da s Ausland. Anknüvscnd an eine Bespicchung im 2. Nooembcrhcst des Kunst,varts über das peinlich wirkende Zurichaustcllcn der Grabstätten Goethes und Schillers schreibt ein Russe im I. Märzhcfi des Kunstwarls lBer- lag Georg T. W. Eallwc» i» München folgendes: „Ter Iraurigc Rubin jener Zustände bat. in der russischen Literatur bereits ein dauerndes Tenkmal erballen: der belannte und vielgclesene neu zeitliche Satiriker Sascha Tickornn hat in einem seiner Gedichte seine Walltahn zur Grabstätte dioethes und Schillers beschrieben und die Enttäuschung, die ihn dort erwartete. Tas erste, was er am Ziel seiner Fahrt erblickt, ist eine Tascl „Eintritt 50 Psg.", dann muß er die Erllärmigen des Führers über sich ergehen lassen : Hier ruht Goethe, der große Dichter, geboren im Fahre 1749 in Franksurt a. M.: hier rubt Schiller, der große Dichter, geboren im Fahre 1759 in Marbach a. N.: der Reiicndc wartet das Ende nicht ab, drückt dem Führer sein Trinkgeld in die Hand und verläßt «e veinlichcm und beschämtem Getübl biesc Tiäkle, die er einen Kramerladen nennt, wo der Ruhm eines Volkes ,'eilgebvtcii wird. Fck> hatte mich dieses Gedichles vielleicht »ich: erinnert, wäre es mir nicht gerade vor eimgen Wochen, als ich in stlußland über deutsche Kultur ibrach, gewissermaßen als Smnbol der Kleinlicilkcit und svießbürgerlichen Beschränktheit entgcgengeballen worden, die in Rußland als bezeichnend lür deutsches Wesen gilt. Fth meinerseits-halte solche Verallgemeinerungen ganz selbstverständlicki sür falsch „nd möchte auch „ufti etwa behaupte», das: man sich in Deutschland »ach dem Urteil der Aus landet rrchten solle — in der Nackiabniung ausländischer Gebräuche wird ja dort ohnehin wohl eher zu viel als zu N enig getan. Dock, möchte ich als aufrichliger Freund der deutschen Kmltur den Kunst- wart in dem Bemühen um Ahhilse -dadnrck» unterstützen, daß ich ihm diesen unmißverständlichen Beleg tstr den Eindruck des l!u- würdigen unterbreite, de» auch der Ausliuidar voll solchen Erichei- nungeil empfängt. E. R. I 2lu»la»v. Tie italienische K a b i n c t t s I r l j i i. '.Hu« :)> o m wird ge,neidet: Ter König batte heule Marie» eine Besprechung mit >en> Präsidenten des Senates Mansrcdi, dem Präiibcnten der Kammer Rarcora, dem Vizepräsidenten des Senats Blaicrna und de», Vizepräsidenten der Kammer Car cana, in der über eine Lösung der Kriiis und die diaaaaiae des Kabinetts bernle» wurde. Tie römischen Blätter erklären eiuniütia, dar die gegenwärtige Krise immer und von langer Tauer ie>n unrd. Giornale d„Ftalia" sag», da» die Periönffch feil, die Ministerpräsident lverden und das Kabinett bilden wird, nach dem Urteil und der Erwartung der großen Mehrheit der Kanliner Sonmno sein wird und iügt hinzu, das? man glaube, der amtliche Änitrag zur Bildung deS Kabinetts werde nicht bar Freitag erteilt Iveroe», T e i- englische G e » c r a l v o st m e i st e r erklärte im Un- tcrhauie, dal! er wegen des zu erwartenden E i n n a h mea II -! --- Ialles nicht daran denken käiiiic. das Porto »ach Frank- reich aur einen Penn» vceabzuictze». TreR ü st u n g P b i l i v v S II. Tie s r a II z v i I ! ,b r S a UI wer nabln durch Handaiobcben einen Antrag Emile Ü o n st aIIIs an, dar»' Ivelcheu der Minister des Acußcru ermächtigt wird, der svanifchen Regierung daS Stirn stück und die dazngebäriqcn, Teile der S'fi i» n » g Philipps II, a n z u b i e l e n , die gegen wänin im Armecmusenm auibewahrt werden. Ter Antrag besagt, das.Parlament wünsche, das Land an dem Feugnis der iranzäiiich spaniickicn Freundschait teilnehmen zn lassen. Ter rnislschc Reich oral nahm in dritter Lesung die (Kcseüesvorlage. betr. die B e k ä m v s u » g der Trunksucht au imo übergab sie infolge der vorgenommencn Aenderungen der Reichsduma ;» erueuicr Prüfung. Ter Tür fr »an Albanien bat den holländischen Major Thomian zu»! Generalbevollmächtigten iür die beiden Tiftrilte Kor i tz a und A r g » r o k o st r a ernannt, indem er ihm gleichzeitig alle Matbtdeiugnisic zur Turchscpuuq der ihm übertragenen Per trauen-»iriiion über die Auireckterhattnng der Rübe sowie der Or- ganijation der »crichiedenen Perivaltungszweige erteilte. B u dcsm lieber lall oni d ie Töchter des Mar sch alls Lima» verösientlicht das Kriegr-ministerium iolgendc Motel Einige auswärtige Fettungen bringen ialichc und über lricbcuc Nachrichten über das Erlebnis der Töckiter des Marichalls Linian. Tie amtliche Untersuchung stellte iest. dag es sich nin ge wohnlichen Tiebstabl handelt. Aid die beiden Töchter Lima»» >» Begleitung des Oberstleutnants Perrinet v. Thauvena» am 27. Fe bruar bei Beikos spazieren gingen, wurden iic von drei Arbeitern cincr Militärslieseliabrik. die sich nie Beamte ausgaben, aniqeior dcrt, stehen zu bleiben. Ter CiotftloumaiU, der kein Türkisch »er stand, glaubte, das, man sie im Verdacht habe, non den Beseitigu» gen an, Bosporus 'Aninabrnen niacheu zu wollen. Er loar eben iur Begriffe, den Arbeilern die .Handtaschen der Tamen und den Anhalt inner Taschen zu zeigen. MS die Arbeiter die Port, monnaies an sich rissen und flüchteten. Sie wurden sogleich per iolgt und iestgenommen. Natürlich werden sie iür ihr Pergeben entsprechend b,-straft lve'rden. Tie Rachricht, das; iic bereit» erschossen seien, iit diirchans ialsch. Ein Abkommen über M a t o k k o. Aus Pari s wird gcmeidet, das- Frankreich und Spanien in ihren Fönen in Marolko gegenseitig aui die aus den Kapitulationen beruhen den Rechte und Privilegien verzichtet haben, Tazn wird offiziös binzugesngt. da» die sranzöiischc Regierung auch mit mehreren anderen Mächten Perhandlungen eingeleite: habe, um von ihnen den Pcrzichl aus die Kaoilulationen zu erlangen. Tie Kämvse in Mexiko. Rach einem Betitln des ,.Rew Bork World" au» EI Paso hat eine Schlacht bei Tot re cu’. stattgefunden. Tie Rebellen, die angegriiien hnt' len. wurden geschlagen. Tic Gesamtzahl der Getöteten soll 1 000 Mann betrage». Die Truppen des Generals Huerta bc- ivegen lick in vier getrennten Abteilungen vorwärts und daneben besieht noch eine Kolonne von .">000 Mann: — An Beten haben sich RIO Mann, die in das Geiängnis geworfen worden ivarcn, freiwillig in die Armee cinreihcn lassen. Tie chilenische Kammer loird im April zusammen- treten, um die Frage zur 'Errichtung einer K o n v e r s i o n s -- kasse endgültig zu ordnen. Tie Festsetzung der Valuta am 10 bis 11 Penec in ivahrichcinlich. Au» Stadt und Land. Gienen. 12. März 1914. Feuer in Gießen. Gestetn abend gegen 7 Uhr ertönte Feucrlärnr. Tie ehe malige Pichhallc der Aktienbraucrei. die mit Stroh und Sku gefüllt war. stand in lichterloben Flammen. Tie Feuerwehr wer schnell.zur Stelle, Ter Brandherd lag zum Glück etwas entfernt von der Pvppcschcn Gumiiiifabrik, so dosz keine Gefahr dabei war, auch waren die Arbeiter von Pvpve mit Schläuchen und Löschavparaten zur Stelle und belciligken sich wacker an der Tämpiung der Glut. Beim 'Anrücken der Feuerwehr blieb die grosze Leiter an der Steigung der Ludwigstraße hängen, die Pferde konnten das schwere und plumpe Gerät nicht von der Stelle brin gen, sic war jedoch bei dem niedrigen Bauwerk überflüssig, so daß man auch ohne sie bald des Feuers Herr lverden konnte. Tie vollständig mit ihrem Inhalt verbrannte Halle >var an den Vieh und Milchhändler Katz vermietet. « o **Taaeökolender lür Donnerstag, den 12 . März: Literarischer Abend: Tr. Walter B l o e m. Ilittveriitä!». aula, 80, Uhr. P « r c I » der 6> a st Iv i r t e : gäjähriges Stistimgs'eii. Stein? Garte», S I!hr. . ** T e r Gr ost Herzog empfing am Mittwoch den Oberst S chiinme l f c n n ig, Kömmandenr des F„s -Rgts. Kaiser Wilhelm (2. Grasth. reit. Rr. HU. " Ti e schriftliche Zst a a t s p r n f n n g für de n höheren Forst die „st beginnt nach einer aintlicheii Bekanntmachung am 15. April d. F, vorm. 8' .< Uhr, zu Darmstadt im PrüfiingSlokal, 'Paradeplatz :>. «üeiuche um Fulaffung zu dieser Prüfung sind unter B'Nvendnng des Eingabcsteinvels von 1.50 Mk. späresteiis bis zun, l. April d, F. bei der Ministeriolabteilnng inr Forst» und Kameras Verwaltung einzureich.n. C freue Lehr erstelle. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zn besetzende Lehrerstelle z« sgausen, Kreis Gießen. " A e » d e r n n g in derRrifeprnf u n g. Tos Grast herzogliche Ministerium de» Fniicrn, Abteilung iür Sch tt aiigelcgenheilen, hat an die ihn, uiiterftelkteii Tirektionen eine Berfügniig erlassen, wonach in Auknnst bei Zchlnst Prüfungen im Auf sah die Bennlz>,ng gedruckter Text avSgaben nicht mehr gestattet ist. ** F l o tt cii s a hr t. Ter Teittsche Flottenverein ver anstaliet vom bis 7. Fnni eine Schüler- und Lehrerfckhrt für das G r o st h e r z o g t u n, io esse ». Tie Fahrt beginnt in Franlsiirt a. M. und geht nach Lübeck, Kiel und Hamburg. Tie .Kosten "für Fahrt. Berpslegnng. lieber- nachten, Trinkgelder usw. betragen l!n Ml. pro Teilnehmer. ** Ehrenzeichen au Ticnstbote i,. Tie iss roß Herzogin hat am Mittwoch, dem Geburtstage der Prin zejfin Elisabeth, das Goldene Kren; für langjährige treu geleistete Dienste in ein und derselben Familie an folgende Tienftbottn verlieben: Anna heust aus Tilds- dors, 2 > Fahre bei Spediteur Lpncker in Gießen Lina H e n st aus Tilsdorf, 25 Fahre bei Frau Julius Roll Wi». iu Oiiegeu. Katharina W i cke n h v i c r aus Allendorf, 25 Fahre bei Herrn W. Weickhardt in Bußbach. Katharina Weber aus Storndorf, 25 Fahre bei Herr» Forstmeister Tr. Scktiiz in Nidda. Elise Pusch ans Lber Lliinen, 25 Fahre bei Herrn Johannes Keil Ii. in Ober-Bessingen. Berta B o win cke l ans Tarmstadt, 25 Fahre bei Herr» Theodor Kutlinaiin in Btt bei. — Gesuche um Berleibnng des „Goldenen Kreuzes" ;um 11. März 1015, welchen eine Be schcinignng der zuständigen Bürgermeisterei oder Polizeibehörde beigrfiigt sein muß, aus der hervorgeht, daß die Bedingungen für die Verleihung des „Goldenen Kreuzes" erfülll sind, müssen bis längstens 15. Februar 1015 bei dein Ober Käuiinerherrii eingereicht sein. ,f Stnbttfiratci. Wie schon bekannt gegeben, sindtt am Tienstag, den 17. Mürz, als Beneijzvorstelluug iür Herrn Ober- regifsenr Walter TworkowSki eine Anitührüng von Ibsens ..G-ivenner" statt, in der auch die Gattin des Benefiziantm Frau Schrötter-Tworlolvska als Frau Alwiug mitwirkt. Herr Tworkowsli, der rrsrenlicherweiie unserer Bühne auch in der nächsten Spielzeit erhalten bleibt, hat in den zwei Fahren seiner »ie- sigeo Tätigkeit sich als überaus ieinsinniger und unermüdlich steiniger Regisseur erwiesen, deni viele »orttiglich gelungene Aui iiidruirgen, namentlich in dieser Saison, z» verdanken sind. Es sei hier nur a» diH, liervorraaenden Einstudierungen von .„Fugend", „Buch einer Fraie", „Geheimnis", „Meeres lind der Liebe Wellen", „Frau ohne Bedeutung" und „Sck m.-ilerüiigsichlgän" erinnert. A ch als cha pi,»rr baue r. Tw. na dr hol Geer »heil i •>>«»> zuzrichnen und er hat sich ave» in dieser Brziebmig um unsere Bühne verdieM geniacht. Sicher wird dem vornehm -» Künstler an feinem Ebrenabend »cm einem gut besuchten Hanse die ipohlperdienie 2ln- erken>i„ng gezollt werden. En ge lei». Asta Rietfeu, die große „Kinoduse", ha> ivieder einen kleinen Abstecher ans ihrer reotistijchen, »insteren Welt in das Reich des Humors geinachr. und das sehr ;»m Vorteil der Besucherzahl im llniontbeater auf dem SelterSweg. ES iit eine feiten.' KalR, mit der Kl st x teilen alle Nuancen des Lebens beherrscht und lviederz-i- geben meist. 'Als Salondaine, als stirliistb-stlerin, als B-irk fischäien, als Weib aus den tiefste» Sa ie! len imnier wirkt sie überzeugend. Hier stellt sie mit überwältigender Komik, doch ebenso natrkrgetren, ein zivolsjähriges Mädchen dar. - A ii s l u n f t st e l l e i ii r ui u i i t st » d i e r e n d e Frauen. Man schreibt uns: Fnm Seincsterichlnst tritt die Frage der Berufswahl auch für die heraoiv ichscnden Töckt- ter in den Vordergrund Ta sei an die „Ansknnststellen iür >„usitstudierende Frauen" erinnert, die d>'r Verband der Tentschen Musillehrerimien lMusikseltioi, des Allgemeinen Teittichen Lehrcriiinenvereins in den größeren Slädreii Trittschlands cingeriehiet bat. Tie Auskiinslstellen erteile» Mnsübefligenen, die sich künstlerisch oder für den Lehrberns weiterbttden wollen, iliientgeltlich Rat und Aus lnnft über Ansbildungsgelegenhpft, Studienwege und Woh niiugen, sowie über sonilige Fragen des Miisiklehrerinii.m- beruje. Fiir das G r o st h e rz ogt n in H e > f e n befindet sich eine AuSlunststelle in Tarmstadt, Hochschnlstraste i. ' Li Ideen t Ho ckiz« iI. bl in Frcilag irier» die l' idente Fohannes Gras und Frau, Dlargarcthe, geb. Laub, Lelägeslerner Weg ", ni voller Rüktigkeit da? Fest der ülberneu Hochzeit. ^ 1 Ein Rechenfehler, der na ert h er Freude in acht. Ter Kreisausiainb des Obcrtaunuskreiirs batte zur Bestreitung der Nicht durch Einnahmrn gedeckten Ausgaben fiir das Rechmings fahr 101 l eine Erböbung der allgemeine» Kreisabgabe von :! auf I Prozent im neuen Haushaltsplan vorgesehen und hie>-von den KreisiagSmilgiledern bereits Keiiiilnis gegeben. Aus Grund dieser Eröiinung nahmen verschiedene iRmreinden bereits entsprechendc Aendcrnngen in ihrem Kommnnalekot vor. Fehl stellt es iich nun heraus, diist bei der Ausstellung des Kreisbanshaltsplanes ein zn geringes Stenerioll von mehreren Tausend Mark eingesetzt ivnrde. Fnioigedelie» ist die KreisireuereeHöhung von '■’> aui IProz. nicht erforderlich Ten Keeisiagsmilgtiedern und Gemeinden ist durch ein eutivrechcudes Rundschreiben des Landratsamte» bereits Mitteilung von der erirciilicheil Talinche gemacht worden. 'Auch die Gemeinden könne» ,iuim>evr das erschütterte tbleichgeivicht ihres Etats wieder Herstellen. '** Wer zuletzt lacht, lacht an, besten. Po» dem Wanderlager des Emaillegeicknres, das dieser Tage in G r ü n b e r g wochenlang glänzende t'teschäite machle, erzählt man eine heitere Epiioüe. Weilt da unter den vielen Frauen, die ans der Umgegend zum Einkauf gekommen sind, eine schöne, blühende Baiicrsirau aus dem Torte R. Nachdem sie ihr- Ausivabl n» tücschirr getrosir» UII» es vor dem Brrkänicr auigetürmi, fragt sie, was sie ichnloig sei. „Tas kostet einen Kust," erwidert ihr der BerkSuicr. Eins, zwei! stellt dir Frau ihr Eteschirr hin, naht iich dem Händler und da hat er den Kuh. Nu» vacki sie ihre Ware unter den 'Arm und schickt sich an, mrgzugeben. „So war das nicht gemeint!" rnrt ihr der Mann zu., „'Aich huhs owrr io verstahne!" sagt sic und geht weg. Der io süst ttzeküstte soll mit einem nicht gerade geistreichen Gesichte hinterher gesehen habe». ' G ü l e r r e ch l s r e g I st e >-, E r r IIII g e II s (h a s i s g e - in -. i n j ch a i I haben vereinbart: Lehrer Valentin Herb r a n d und Katharina geh. Sieben IN Bürstadt. Gütertrennung haben vereinbart: Händler Karl Friedrich Böhm und dessen Ebeira» Elisabeth,' Katharine 'Marie geborene Eichrodt zu Tarmstadt, Gastwirt Georg Adam F ni h o s und dessen Ehefrau Therese geborene Barth zu Tarmstadt. G >- u » d st ü ck s v e r l e l> r. Grundstücke zu t: b e r st g d t, die a»t den Namen des Fckkob Kirsch» er zu Ebenadl u. dessen Eheiran Elilabethe geb. Brand, ecngeitggeu ivareii, iotlen Mittwoch, den 22. 2lpril 1511. nachmittags 2- , Uhr, aui dem Nattiauie zu Eberstadi in« Wege der Fn-mugsvoltstreckung t eesteigert werde». Klei n e M i. t t e i l ii i! g e n. Fu der Rödelheinu-r Land si-eahe zu F-raukiurk a M. wurde iu der Rächt aus Mittwoch der Muiiler K i st i » g e r von uiibekannlen Personen übersatten und durch Messerstiche stlnver verl- tü. Ter >7 Favre alte Georg Bhlmöhr von H oiioii liat sich >m Abork des Anbniu'iibnrger'Bahn Hots erschösse» Nervöse tlkverreizung Val dem iniigen '.Raun den Reosiver iu die Hand gedrückt. Bei Arbeiten in einem .Hanfe in T v r e n d l i n g , il >o»rd>- im Fnnei» des Hauies und einer seitv, rige» erhöbt liegenden Wohnstube ein noch gut ervattenes nu-njcbuätesFBei» gusgeinndezi. Tas Bein ist aui ein Tritte! der Länge des Obericheiikels über dp» Knie ggn.z glalt durchschnitten und iunstg,-recht einstmals amvutierl Ta niöü nnr die .Knochen, sondern auch in den Gelenk,m des K'-.iies und des Fustes auch einzelne Haut und Sehnen,e-ie, ivelch- »- Bein >,och fest zusammen batten, in dein trockene» Boden anfsällig gut erhalten sind, wird dos Alter des sonderbaren Fnndes Itiit Fahre kaum übersteiaen. Aoukneie i» Hoffen, lieber da? Perniöge» des Ernst Riiutwld Ltertzilü, Set-utonbrikaul i» ckt ie be», ist am 7, Mär; dal Kovknisz'e mbreu erössnet worden. Kau-'iiianii Looi- Al! holt tir Gienen iu z„.ni ckonkure-veriz-atter ernauut. .tkoirkrirSiorderzinaeii sind bis zu», 27. iliärz ltzlg bei dem Gerichte «nizninelde». — Da? Konknrsverkaäreu über das Peruv'.gen der Heinrich Friedrich ckt e eitle zu v >i m m c t, o t Ii in eingeiiellt. da eine den Kosten de? Ver-nhreus eutivre »ende Konti,zöiiloüe nicht oorbauden ist. — , 1,1 »ein Konti»ie über da? Permöqei! der Firma Th. Fuhrmann tzlaebi. in Bi» gen betrügt die Summe 2er bei der Berteilnng zu berücksichtige,>d„>ge„ tz.ltti -Rk. 1ö Pig.z der zur P«r- teilung ueriiigoare Mastebeiiand IN, Mk. *8 Piq. — F» dem Konkurs venu!,re-, über das Permögen des Kaspar Balthasar s chiu e tz, Dackdeckrr»,erster in Al a i » z, ist De-min z»r Gla»l->gerve> iaiuiulung a»' DieuSlog. 2,1. März 1811, vormiltag? II Uhr, vor Amtsgericht Mainz bestimmt. Landkreis Gießen. kl. Lollar, 10 . März. Gemein deratsiitzung An- iveiend: Bürgermeister Schmidt als Vorsitzender. Beigeordneter Gerlnch und sämtliche Gemeinderatsmitglieder. Mit der Errich tung der neuen achten- Schulklasse zu Oster» erklärt sich der Gemeinderat einverstanden, — ;!» Mitgliedern zur Einkommen und Vermögenssteuer 2. 'Abterlnna werden gewählt: Gemeiuderat H o s - in a n n, Bauuniernebmer Hch. T >: i b ,-1II. imd Vorarbeiter August Mat lern: zn Stellvertretern: Geineinderat Forbach und Schuhmachrrmeister Ludwig P taff. - Die Beschlußiaiiung über die Neberngbme der Brückeiilvage an der alten Bavnhoistraste wird vcrickoben. Es sollen vorerst nähere Erkundigungen eingcholi ivcr den. — Ter bisherige Spritzenmeister Best er l,at seinen Vertrag mit der Gemeinde gekündigt. Von per sreiioilligen Feuerwehr wurd,- als Rachioiger Gevrg Schioarz oorgeschlagc». Ter Gemeiuderat ist liirrmit einverstanden und genehmigt den vom Piirgermcister Schmidr ausgearbeileten und vorgeleqten Vertrag mit Schwarz. Metzger Karl Voll in a n n beabiickägt 0t emcindegelnnd« vor seine ni H a n i e v i t a st e r n zu t a s s e n. Er ersucht um Genehmigung und k o st e u i r c i e N e b e r I g s s u n g d e r c r i o r d e r t i ch e Ii 2 t c i n r ouä dem hiesigen Gemeindewatd. Ter 01c- meinderat erteilt die Gene h m i g u n g und beichiiestt, daß jedem Bürger, der den Fußsteig vor seinem .Hanse vitastern lassen will, die Steine gratis gestellt iocrden sollen. 'Außerdem erhält er von der 0-emcinde für den Kubitmrter für Breche» »nd '.Auisetzeii der Steine l Mark. Kreis Alsfel». Merlau, 11. Marz. Bei den jüngst hier abgeßalte - neu B x e n n b v 1 z ver st e i g e x n n g e n ans den T rftriften Burgwald und Äcilsjichte der Oberjörsterci Niedcr-Obmen hielten sich die Preise aui gewöhnlicher Stufe. Während die Preise im Distrikt Bnrgwaltz durch seine Lage immer hoch sind, waren sie im Tistrikt Keilstichte niedrig. Fm Burg wald galten i?,m Buchensckteit !>ü bis .05 Mk., 4 Rm Buche» Prügel 22 bis 28 Mk., 4 Rm Bnchenstäbe 17 bis 22 Mk.^ 0 Rm Buchen reisig 0 bis 10 M k. Fn der Keiksfichtc IRvi Buchenscheit 22 bis 28 Mk., -I Rn: Bnchenprügcl 18 bis 22 Mark, 4 Rm Bmln-nstöckc 12 bis 1,5 Mk., 6Rm Bnchcnreisig .4 bis 4 Mk. Kreis Laukerbach. Tie Eiienbahustrecke Nieder-Aula—Scktitz Vezw. Alsfeld. R. Schlitz, II. März. Wegen Festlegung des Fahrplanes für die Ne»baustrecken Nieder- A II 1 >1 S ch t i 0 lind Nieder- Au 1 n— A Isfeld fand- geüern in> Eilenbahnvcrtehrsamt zu Fickda eine Besprech »ng von Vertretern der Eiieitbachndii-cktion Frantiurt a. M. sowie der Kreise Heesfeld. Alsfeld und Lauterbach statt. Es bandelte iich bauvtiäelitich um die iür beide Bahnen günstigsten Aiifchlüsfe an die Hauptstrecke» der Bebrabahu bcgiv. der Bahn Fulda—Gieße» ,;ü erbattcn. Auch waren verschiedene Wünsche bezüglich des Haltens der auf letzter Strecke verletzrenden Eilzuge für einzelne Ztaiionen vvr- grbrachi worden, die aber ivegen der letzt schon über zwei Stiindeu betragenden Fahrzeit ui,iit berücksichtigt werde» könnten, Tazn wird uns izock, geschrieben: Ein gutes Gesckstiit machte ein Einiuohner i» Weg- iurth durch den Bau der iienen Eiieiibahustreckc Schlitz— Nieder 'Aula Tie projettierte Bahnlinie dnrchschneidet nüni Iich die Ecke seiner Scheuer. Ter zsteläudeerwerbsausschtU; bot ihm 6000 Mk., damit er die Scheuer niederlegr» und außerhalb des Bahnbereichs wieder aiifbauen könne''Nach sachverständigem ttzntachten war dieses 2ingebot weit über den eigentlichen Wert der ganzen Scheuer beniesfen, aber der Etgentümer gab sich hiermit nicht zufrieden, er verlangte 8000 Mk. Tiefer Pr ei war aber dem 'Ausschuß zn hock, und er beantragte Enteignung des Grnndftticks. Bcvor inan jedoch dazu schritt, hatte man einen anderen Plan ersonnen, der auch eine Einigung auf gütlimeiil Wege herb.n- sührte. Ter Besitzer erhält für die Scheuerecke *5000 Ml., der übrige Teil kann stehen bleiben. Ta dem Besitzer die Scheuer für seine» landivirlschaftlichcii Betrieb nach Ent fcriiung de-.-- in den Bahnban fallenden Teils noch groß genug ist, wird er von einem Anbau an der anderen Seite Abstand nehmen. Er hat somit einige 1000 Mt. durch den Babnbau geivonne». Kreis Schotten. . B i » g ,-» , 11. März. Tas W a s s e r i m R H e i il ist auch Ivt-iierbiil in die Höbe aeganaeu, die Fiinabnie bctrua 0,1 '5 Meter in de» letzten 24 Stunden. 2,'ocki iveiteres Steiami de-.- 'Wasierstande.- ist fürs erste zu ernarte». wen,; es auch keine erhebliche Fimavme mehr aebc» dürfte, denn daiür ist die Witterung zu kühl geworden. Ter hohe 'Äassetstaiid des Rheines und der Nabe bat jedoch genügt, um sämtliche Keller des »nteren Stadtteiles und in der Gerbha»-.- stirai: - mit Waist-r bis z» 80 Finztimeter zu füllen. Aus weste Strecken ist oberhalb von Bing,'» das ',» beiden Seiten angrenzenbi Land n»tcr Wasser gesetzt. Hrssrn Nassau, ü sin g en, 11. März. Tie Fahl der vor kurzcin vom hie iigcn Lchrcriemmac enilassenen Föglinge rcick.t bei weitem nicht ans, um alle ostenen Lehrerllellen im Regierungsbezirk Wiesbaden zn besetzen. Eine große 'Anzahl, namentlich oon Landlcbrerstcllcn, bleibt auch in Fnknnst undeietzt. E s ch b a ck-, I I. März. Fm Januar machte Landnnrz Rechner, der Rechner der Spar und Tarlehnskaiie, seinem Lebe» durcki Erbangen ein Ende. Tie Revision hat letzt ergeben, d g ß 0 6 5 0 0 M k. i n d o >- K affe schien. R. soll ein solid r Wann geweien sein. b. F- r g n_t i »’r t n. M., 11. März. Ter ehemalige F-ü>->örge zöaknig Orio Dch aa i, der am 27. Februar bei Seulberg i. T. den Bilbeler Knecht Simanowski Übeniel und beraublr und um d!eier Tat willen, wie bereits gemeldet, von der hiesigen Polizei vcrbastei wutde, ba! ijeute ein u in fassendes Geständnis abgelegt. Lchaai rührte die Tat mit voller llcb.'rlegiiiig ans, UNI in de» Beiitz des Geldes, da« Simanowski bei iich führte, z» gelangen Er svrang zwischen Seulberg uud Obrrerleubgch a»> den Wagen nnd schlug aui den balbangctriiiikenen Kutscher mir einer Flasche so lange ei», bis dieser lebensgefährlich verletzt vom Wagen siel. Tann begab er iicki »ach Fräntr-,n zurück, Ivo er i» einer Attstadtherberge wohnte. Als der Friedrichsdorier Büraer melster am Schani den Verdacht als den mucmaßlick»-n Täte, lenkte,^ iovroc dieser ans offener Straße verhaftet. Fn seinem Onartrer fand man noch die blutbcsleckten Kleiber vor, die er bei ber Tat truq. Unter ber 'Sucht hei sei! Sagen gegen imi -,i,iamni">,<- .jetengenen BekveiSmaterials Bcquemtc iidi 2cf’au» eitblirt, ;» einem Geständnis h. GricShei nt _a. M. 11. Mein. Tie U » tersch 1 a g „ u een bei Tr. Geihenberger stellen sich immer mehr ali eine KaiastropHe Heraus, bie bie geschädigle Gememnlinige Bau genosseiisckiait in ihren Grundscsten erikkstuerl. Bis jer.t iinb 153000 Mari unlerschlogenee Gelber iest,,.'stritt Tas G.iim, ntnnflflCi! ber Genossenschait brlräflt .380, Dt» Matf. Tr. (Weiften berger bezog von de» Elettrowerkeu ein Geball von 2-5000 Mark, war aber trotz biesei sehr hohen Einkommens über nnb über ver schulde! Ta er iwit über seine Verhältnisse lebte, war man in eingeweihten Steifen sich schon seit längere» Wochen da,über klar, bat! ber sinanzielle Fusammenbrnck, des Heren nur noch eine Trage der Zeit war. An ein solches Ende halten allerdings nur wrnige gedacht, odwobl man auch darüber schon allerorten nrunlelie, hast in der Genossenschajtskajse etwas nicht ttavve. vereinsn«>Ssvichtkir. tt. LangSbori, kl. Mart, i-' •fterit abend hielt der hiesige Bweigverein bei Evang. Bundes einen Tamil,enabenb in dem Saale,zur „Traube" ab. Nachdem Pfarrer M a lir die Anwesenden begrübt und einen Bortrag über das Thema, „Tai deutsche Tori" gehalten hakte, ergriff der erste Lehrer Leidig das Wort und hielt einen längeren Poetrag über, „Nnsrre Heimat". Hiernach trugen Schulkinder Lieder und Gedichte vor. (ScridttiiaaL rat. Dar in stadt, 51. Märt. Tas Schwurgericht verhandelte heute die Anlloge gegen den 27 Jahre alte» ledigen Bäckermeister und Mehiltändler Wilhelm Heller i» Tubenhoieii wegen b e t r n g e rt k ck> e n Bankerott s, gegen seinen 25 Jahre alten Bruder, den itoblenhändler und Minerastvaiseriabrilaineu August Heller, gegen den 20 Jahre alten Gastwirt Wilhelm Bta'ir »ad den 31, Jahre alten Landwiel Heinrich Mahr I.. und erner gege, die Schwester der Gebrüder Heiler, die 20 Jahre alle Ehei.au Mar«. >iratz, jämilich in Tubenhose», wegen Beihili- -,»»< betrügerisch?» Bankerott. Im Jahre 1011 gründete der in Babenhausen geborene Bäcker Heller s>> Tadenhoien eine Bäckerei, in dem er ein altes vaus kaufte Tie Behörden hatten ihm auferlegt, ei» neues Back Haiti tu errichten, wozu aber H. infolge feiner finanziellen Schwäche nicht in her Lage ivar. Er kgm mm mij de» unglückliche» Gr danken, die Geldmittel sich dadurch m heschafsc», dast er gröstere Posten von Mehl kaufte, in der Absicht, die Lieferanten nm den Betrag z» vrellen. Um feine Absicht »ustuführen, benötigte er die Hilse drrlter „nd brackrte dadurch die obtmrn Angeklagten'eben falls ins Unglück. Täs Urteil lautete gegen Wilhelm Heller aut 3, Jahre Gefängnis, abzüglich 2 Monale Nntersuchunashasl! August Heller 0 Monate Geiätignts, abzüglich I Monat Unter snchungshaft; Wilhelm Mahr .3 Monate Geiängnis, hie bitettt die Ilnieesnchnngsh.ti! fftc verbukst! erachtet werden, Heinrich Mahr l. 1 Aionate Geiängnis, abzüglich 2 Wochen Unter,Uchnngslmt!. und Marg. xtratz 1 Monat Gelang,,i. . Tie Haitbeiehle gegen August Heller und die beiden Mahr wurde aulgehoben. Wie», 11. März. Cberleutnaitt Jacob ist, wie amtlich „rilgeieilt iriird, wegen Verbrechens der A ns st p ä 1, „ » g zur Kassierung und 17 Jahren schwere» verichärilen oerkerS ver urteilt worden, öermiidtte*. * Der Rektor der tierärztlich tu H o ch s ch »1 e > n Wien, Oroseiior Panter, fort einer Abordnnnr der Hörer I»i> getcill, dast das Briegsministeriun, in, Einvernehmen mit dem ilntereickitsm,,,,steril,m durch einen Erlast an das Rektorat ver fügt habe, dast die Voelesunqen an der tierärztlichen Hochschule und die Prüfungen zu sistieren seien, und dentgemäst das Semester ittcht angereihnei werde. Kleine Tagerchronik. In der mit dem Werft st r v z e st; int Jahre 1903 im Jnianimenhang stehenden BesiechungsasIäre wurde der üausniami Julius I r a n k e ntha 1, einer der damaligen Angeklaglen, verhaftet. Tic U n t e r t n ii n e 1 u it g der „Linden" in B e r 1 i tt -wischen LpernhauS und llniueriitnt hak die laiserliche -Genehmigung erhallen. 1000 Ml. Belohnung find für die Aufklärung eines Brillantendiebstahls ausgesetzt worden, der ln der Wohnung des Berliner Großlaufmanns Rudolf Hertzog ansgeführt wurde. In der M i 1 i 1 ii r f ch ule in Tiflis erkranlten „arii dem Genus! von Backwaren, die mit 21 r s e n i k v erg i f 1 et waren, 17-1 Schüler, Ter Lieferant soll verhaftet worden sein. Ter Fustand der meisten Schüler ist angeblich de. kenflich. 21 u s F n r rti t vor d e tt I r a tt e n st i nt nt recht l e r i u n e n wurden in London eine Reihe üiienllicber .ünnstgalerien vorläufig geschlossen. Siunciaiidt. IInr Form und Inhalt aller nute, dieser Rubrik siebenden ?letjf,ck übernimmt die Redaliion dem Ptibtitum gegenüber keinerlei Beraiitworlung.) Wieseck, 8. März. Es wäre dock, endlich angebracht, wenn die 211ieesteaste in Stand gelebt würde, deren Repa ralur doch schon im Herbst beschlossen wurde. A,nl> iolli? inan hier keine halbe, - »Indern ganze Vlrbeit machet! und bie be I ressende St raste non der Schnlftraste bis zur Lnbwigstraste richtig überschütten nnb walten In, «aiiali'a'ion dieser Streite kann man abseben, indem doch .3 abiührenbe Straften schon kanalisier! lind. 2'kan wundert sich, dast bei dem festige» Stande leine er,, fleit Unfälle jii verzeichnen sind, da steklrniveise der ganze Grund bau Tage getreten ist, und Psüiten vorhanden sind, wo einem bas Wasser oben den Schuhen hineingehr, X. Kicdtltdic Jlo(bridt»ett. 3 st«fni:jÄtc NeUsisnrzesellschalt. Gottesdienst. Cabbatleier ant 14 M ärz 1914: Tbreifaa abend 6.00 Ubc. Canrstn 7 uovmiftaq ft.'->9 Ufic. Ccnn-Nna trocOmittot U()i\ Cebbat-AnSnnnn 7 * i; > Ubr. Wochenaottesdienst: Älor.zen? <».4-.», nbenos 7.:»0 Uhr. Äuttlichcr WetLerberichl. Öcifcntlidjcr SScticrbifu ft . G i -? s; c :r. WelLerauSsirlrtcn in Dessen am szreita/,. den 13 -Vwr- 1914: Vorivioliend tndfic, zeitweise ^liedetschlntze. ffdil, uicftlic&c ^6:nde. Letzte 21 ,,ci,richten, 21 us der Hessischen Zweiten Biiniwrr. rb D a r m st a d t, >2. März. Tie Zweite .stummer lebte bettle nach (ströksnnng der Tihung die E i u t b e r u t v. n a fori. Tas stapitel Land stände wurde ohne Anssorackie «iigenommen. Bei stapitel 2 t a a t s m i n i st e r i 11 in fror• irrte 21 hg. Tr. Cinitit die Trage eines nnlitärischen Ein schreilens bei össeiiklichen Unruhen. Slaaisiniuister Tr. von Ewald gab hierüber Aiicckunit und bestimmtr, dast für Hessen die gesestlichen -Insführungsbestlgmmnngeii vom 27. November 1872 mastgebend seien. 21bg. Tr. Tnlda brachte mehrere st lagen wegen unberechtigten Eingleisens des Mililärs vor: besonders den Fall des Oberlehrers Förster ans Hamburg, der beim Ueberschreiteu des Tarmitädler Exerzierplatzes plötzlich von einem Soldaten der Lustschiiier- adtetlung srstgehatren worden sei Tie Sitzung dauert fori. E in s r a » z o s i >' ch er 2 o i o n Passagier des „P r i n z H e i ii r i ch". P a r i s , 12. Marz. Ans M a r f c i I (c wird gemeldet, dast der Flieger Beiriues sich an Bord d e S deII 1 - i cki e ii T n in pfer s „%f i tt; H e i u i i ch" nach Lllexandria etugeschifst Wide, obgleich ihn der Hafenkoinmandmtk davor gewarnt habe, da er wegen seines Fluges über Deutschland vom ReichSgkNcktt in Leipzig wegen Spionage zu einem I a h r E>e f ii » g ii i s uerutieilt worden sei und Ge fahr laufe, a» Bord des Dämpfers verhaftet zu werden. Der stapitän des ,,Pr,»; .Heinrich" nahm den Flieger sehr lic benswü,d,g auf, >',tl-:i3v jedoch, dast er. -alls er einen Hast beseht erhalle, genötigt sei, ihn z» verhasten. — Nach einer anderen kstieldilltg soll Beiriues im letzten 21iigenblick die Reise anigeschobrn haben, 1 0 00 M a e k 2i e 1 o h » ,1II g für die „R o 1 e W o ck, e". B e r 1 i it, 11. Mii, z. ünbefnnme »eeitrftnr nackte? das Kaiser Friedrich Trntmal vor dem Eda,tolle,Ibnrgcr Sckilotz an mehrere,! Stelle,! mit der Anfiarrik. „Rote Woche". Tie mit rote,ii 21»ilinfarbtzoss anfgeiragenei, 'Worle tonnten erst „ach vieler Müde eniiernr weroeii. Ter Polizeipräsident hat für die Ergreisnng der Täter rin Belohnung von 1000 Mark ausgeskht. Für jedes Atter ist z^i it-j (jmulfion ^utrüfilid), sie ift reins^weg? mit rui .itiiiöcxfräitiömnilntittcL Arm, (Lrwack'cne itcimicit llc nut demjekben .'cichm zur cillc!)cU. ta,: Lebertran 150 , 0 , isüjjctüt “ untervlfliöliborigj. Kall 4;% nnterpiio^» pgorigs. 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