Nr. 55 Ter Gietzenrr Anzeiger erscheint täglich, außer EonntagS. — Beilagen: viermal wöcbcnllich Siehener^amilienblälter; zweimal ivöchenll.Xreis- dlatt siir den Nreir Siegen «Tienstag und Freitag); zweimal monatl. Land» wirtschaftliche Zeitftagen Fernsvrcch - Anschlüsse: *'»* die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse ffic Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnummer bis vormittags ö Uhr. Erstes Blatt d M- Jahrgang Freitag, 6. März 19ft nerAnjeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Rolationsdnick «»-Verlag dervrühl'schen U«iv.-Yuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpcdition nnd Drmkerei: Schulftratze 7. s^cifln«"»:’ ^'aV* Dcznqsprcitr monatlich 7öPi.,vicrleI- sährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich K5 Ps.; durch diePost M.S.— viertel» jährl. auslchl. Besteliq. Zeilenvreis; lokal loPs, auswärts 20 Psenniq. Chesrcdaklcur: A Goetz. Verantwortlich sür den volit. Teil: Aug. Eoeß: sür .Zcuillelou", ,Ler- milchles^md.Merichts- saal": Karl Slenralh; lür .Stadt und Land" Die heutige Nummer umfaht 14 Seiten. Der 5turm gegen Zchorlemer. Tie von der „(ytermania" verbreitete Nachricht, daß die Stellung des preußischen Landwirtschaftsministcrs Frhrn. v. Schorlemer-Llescr erschüttert sei, ist rasch nnd in allen Tonarten dementiert worden. Man sollte es aber dein Berliner Zentrumsorgan nicht ersparen, die Mittel und Motive des neuesten Feldzugs gegen den gehaßten Minister a ifzu- decken. Tie „Germania" hat über die Gründe, die den Laud- loirtschastSministcr so plötzlich zum Ausscheiden aus der Regierung bewegen sollen, nichts initgctcilt. Sic verließ sich ans die ungedruckte Borarbeit, auf die Okerüchtc, die in poli tischen Kreisen umgehen und die natürlich aus denselben Quellen fließen, aus denen das Blatt dann seine aufregende Information schöpfte, Rach diesem Geflüster und Gewisper soll Schorlemcr das atlerböchstc Wohlwollen durch Tinge verloren haben, die nicht mit seiner aintlichen Tätigkeit, sondern mit seinem Privatleben, insbesondere mit der hohen Gunst in Verbindung zu bringe» seien, in der der stattliche und trotz seiner 57 Jahre als „schöner Mau»" geltende Minister bei den Frauen steht. Bcini letzten Hof ball sei dem Kaiser darüber verschiedenes zu Ohre» gekommen, ivis er auch bei tolerantester Auffassung nicht habe billigen löiincn. Auch eine andere Persönlichkeit, der Sohn eines sehr hohen Staatsmannes, sei dem Kaiser im Zusammenhang mit diesen Affären genannt worden und habe dessen Mißfallen erregt. Wir erklären hier ausdrücklich, daß sür diese uiEon- lroflierbarcii Gerüchte noch nicht der Schatten eines Bc- Iveises vorliegt nnd daß wir sie nur deshalb mit allem Vorbehalt miede,geben, itm zu zeigen, mit ivelchen Mitteln gegen Minister gearbeitet wird, wenn man sie stürzen zu müssen glaubt. Grund und Absicht der Kampagne gegen Schorle,ner sind natürlich rein parteipolitischer Natur, und der Wind webt jetzt genau aus derselben Richtung ivie damals, als Schorlemcr, der Katholik nnd Zentrumsführer/ die „Tcntfchc Bereinigung" mit begründete, jene gegen das Zentrum gerichtete Vereinigung, an deren Spitze - sich der katholische Adel und die ange- sehcndsten Persönlichkeiten des Rheinlandes stellten, nnd die sich den Nachweis zur Ausgabe machte, daß tnan ein treuer Sohn der Kirche sein kann und doch kein Zen- trumspolitiker ;u sein braucht» Wie ernst cs Schorlemer mit seiner Zugehörigkeit zu jener Vereinigung meinte, bewies er als oberster Beamter der Rheinprovinz, indem er den Wünschen des Zentrums mehrfach cntgcgentrat und vor allem nach den siegreichen Wahlen am 15. März 1907 aus dem Stände-Cssen des Rheinischen Provinziallandtages das Zentrum und seine Presse, die unser „politisches Leben vergifte", in einer Schärfe charakterisierte, die der „Kölnischen Volkszeitung" das erste tonangebende Sturmsignal entlockte, das Auftreten dieses Oberpräsidenten sei „eine Taktlosigkeit ersten Ranges". 2er Spektakel ging weiter. Am 2 . Dezember 1907 griff die „Köln. Bolksztg." ihren Gegner abermals an, weil er erklärt hatte, in „wirtschaftlichen und politischen Frage» nicht auf dem Bode» des Zentrums zu stehen". Tas vcranlaßte das Blatt, zu schreiben; Also bekenne sich Herr von Schor- lcmer als ein Feind des Zentrums und müsse dementsprechend bekämpft werden. Und so geschah es auch, indem immer wieder in versteckten Worten aiigedeulct wurde, „gut katholisch" sein und außerhalb des Zentrums stehen, sei ein Widerspruch. Auch diese Signale wurden in allen Lagern des Zentrums verstanden, nnd man schleppte nun Herrn von Schorlemer, der angeblich vom Kaiser beauftragt sei, das Zentrum klein zu machen, durch alle Volksversammlungen, Kränzchen und Wahllokale. Man kann cs in der „Teilt scheu Wacht" (vom 8. Mai 1908) Nachlesen, welche geschmack- nnd taktlosen Schiinpswortc damals gegen Schorlemer geprägt wurden; „Reblaus, Rationalkatholik. Margarinekatho- lik, Verräter des katholischen Volkes" und andere Liebenswürdigkeiten. Ein Versammlungsteilnehmer hat damals durch eine Berichtigung i» der „Köln. Volksztg." verraten und fcstgestellt, daß man im Kathol. Volksverein in Bonn gegen den Oberpräsidentcn die Anklage schleuderte, er habe es nur den Katholiken zu verdanken, daß er Oberpräsident geworden ist. Nachdem er soweit gekommen, habe er den Katholiken schmählich den Rücken gckehrl; er sei ein Verräter des katholischen Volkes geworden. Wer sich jener Tinge erinnert, begreift den ganzen Haß, der sich im Zentrum gegen Schorlemcr ausspeicherte und der immer wieder zur Erpiosiv» kommt, wenn ihn irgend ein neuer Funlen des Unwillens triffi. Als .Herr v. Betbä mann-Hollweg Herrn v. Schorlemer ins Lairdivirtschafts- Ministerium berief, wollte er dem Zentrum eine doppelte Gefälligkeit eriveise», nämlich die Partei des Rheinlandes von einem lästigen Tberpräsidenten befreien und der Ge sanitpartei die Genugtuung eines katholischen Ministers gewähren. In der ganzen Zentrumspreffe spürte man da nials keinen Hauch des Unwillens. Aber schon zwei Jahre später ivar wieder der Teufel los. Am 22 . Mai 1912 verglich die „Augsburger Postzeitung" .Herrn v. Schorle»,er mit Scheidemann; er habe aus genau dieselbe Art wie dieser 25 Millionen Tcutsche schwer beleidigt und sich Bismarcks Kulturtämps-Mlürcn zugclegt. Sollte er auch mal Rcichs- kanzler werden wollen ... Tr haben wirs also! Schor» lemers neueste Kanzlerkandidat»!.- hat den jetzigen Ansturm ausgelöst: er würde sich sofort wieder lege», wenn Schorlemcr diese gefürchtete Kandidatur dementieren wollte und könnte. Aus äciicn, T i e hessische B c a in t e n b c s o l d » ii „ -5 o o r [ a o c scheint, so schreibt u»S unser Tarmstädter rm.-Mitarbeiter, »ach Mitteilungen aus emgewcihtkii Kreisen, nunmehr doch wieder etwas mehr Aussicht aus Annahme ,;» finden-, da man von allen Seilen bestrebt ist, durch geeignete Vorschläge der Vorlage die Wege zu ebnen. Keiner der in Frage kommenden gleichberechtigten Faktoren schien bisher gewillt, irgendwie noch Nachgabcn zu machen. Rnn verlautet mit Bestimmtheit, daß unter Beibehaltung des von der Regierung und Ersten Kammer vereinbarten Endgeballes der Lehrer sich die Regierung ans Vorschlag doch bereit erklärt hat, für die mittleren und unteren Lehr erstell c n noch einen gewissen Betrag zu bewilligen, und cS dürste aus dieser Grundlage der Weg gefunden sein, aus welchem iich die Regierung und Kammern einigen. Am kommenden Mittwoch wird der Finanzausschuß der Zweiten Kammer mit der Regierung hierüber endgültig beraten. »ci,tid?c» Uclcb. Der Kaiser zum Tode desKardin als Kopp. Tic „Schlesische Volkszeitung" meldet; Aus Wilhelmshaven ist bei dcni Breslauer Domkapitel folgendes Telc- gram m d c s K a i f e r S cingegangcn: „Schmerzlich bewegt durch die Meldung, daß Gott der Herr dem Leben des Kardinals von Kopp ein Ziel gesetzt hat, spreche ich dem Dom- lapitel mein wärmstes Beileid aus. Ich nehme an dem schweren Verlust, den das Kapitel und die Diözese Breslau durch de» Tod erlitten haben, lebhastesten Anteil. Ausgestaltet mit reichen Gcistesgaben, einem starken (Klauben, einem lauteren Charakter und warmem Empfinden für die Rot der Zeit, hat der Entschlafene als treuer Sohn der katholischen Kirche, aus richtiger Patriot und guter Staatsbürger seines verantwortungsvollen Hirtcnaintcs vorbildlich, treu und segensreich ge wallet und sich um Bistum, Kirche und Staat hohe Vcr dienslc erworben. Ich werde des Verstorbenen und seiner charaltcrvolleu Persönlichkeit stets gern dankbar gedenken." An den Wcihbischof Tr. Augustin in Troppau gelangte folgendes Telegramm der Kaiserin: „Die Nachricht über das Hinschciden des Kardinals von Kopp hat mich mit aufrichtiger und tiefer Teilnahme erfüllt. Wir beklagen den Verlust dieses Kirchenfürsten, der sich durch seine treue und hingehende Arbeit unvergeßliche Verdienste um die Kirche und das Vaterland erworben bat. Ich bitte Sie, den Verwandten und Angehörigen des Kardinals mein innigstes Beileid aus zusprccheii." Auch die K a i s e r i n hat au das Breslauer Domkapitel telegraphiert; Mit aufrichtiger Teilnahme cmp fing ich die Nachricht von dem Heimgänge Seiner Eminenz des Kardinals Tr. von Kopp. Seine hohen Verdienste uni Kirche und Vaterland, seine treue Fürsorge für seine Gemein den und seine unermüdliche hingehende Arbeitskraft, vcr bunden mit einer herzgewinnenden Freundlichkeit, werden unvergessen und ein stets leuchtendes Vorbild bleiben. Viktoria. I. fl." Der Reichskanzler ist am Mittwoch abend, von Hamburg kommend, wieder in Berlin cingctroffcn. Ter Bundcsrat überwies den Entwurf betressend die Bestimmungen über die Beschäftigung der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen i» den Werkstätten mit Motor betrieb den zuständigen Ausschüssen. Zugestimmt wurde einem Anträge ans Errichtung einer Abrechnungsstelle >m Scheckverkehr, der Vorlage betreffend den Veredelungsverkehr mit Getreide, Reis, Hülsensrüchten »sw. und der Vorlage betreffend den Beredelungsvcrkehr mit ausländischen photographischen Apparate». E i n A »trag H e s s e n s und ein Antrag Schwarzburg-Sondcrshauscn, betr. die A n e r k e n n n n g d e r R c i f c z c n g n i s s c d c r h c s s i scheu S tudic n ansta lten. bczw. der drciklassigen Slu üienanstalten in Sondershauscn als ausreichender Nachweis der wissenschastlichcn Vorbildung im Sinne der Prüfungsordnung für Aerzlc uiw. wurde a n g e n o m m c ». Zur Errichtung einer Hastpslichivcfficherungsanstalt der Brau» fchweigischd» landwirtschaftlichen Bcrussgenossenschast wurde die hierfür beschlossene Satzung genehmigt. Neue bäuerische Münzen werden infolge des T h r o n w e ch s e l s in der Königlichen Münze geprägt. Ter Entwurf stammt von Pros. Bl c tfcr in München. Die Münzen zeigen nach der Bayerischen Staatszeitung das Kopsbild des Königs, lim einen künstlerischen Abschluß zu gewinnen, ist bei den Silbermünzen die Umrandungsschrift in größeren und charakteristischen Letter» als bisher gcliallen. Tic Rückseite trägt natürlich den Reichsadler. Zunächst wurde mit der Herstellung von Fünsmarkstücken begönne,,, die nächstens dem Verkehr übergeben werden. Tann folgen die Zwanzig- markstückc, von denen die Reichsbank einen großen Teil zn- rückbelialten wird, ferner Drei- „nd Zweimarkstücke. Nur Zehnmarkstücke werden vorläufig nicht hergestellt. Sonst wer- den alle Münzsorten in größerem Umfang geprägt find aus- gegeben werden. Das württembergische „Li chts Pi e l- Ges etz". Tic württembergische Zweite Kammer hat mit hcffen.NaffauischcL Wörterbuch. F,I dcn Berichten über die wissen,ifioillictat Unternehmungen Jcr Kgl. Preuß. Akad. d. Wissenschaften verbreitet ilcki Prot. Fcrd W r e d c in Al a r b u r q über den Fortgang der Arbeiten gm Hessen-Rassauifchen Wörterbuch" folge,idcrmaßcii: "Seit dem vorjährigen Bericht hot sich der Zcttelapparat verdoppelt; er umiaßl jetzt gegen 50 000 Zettel, die vorwiegend Wort-, nicht Beleg-,eitel lind.*, Der Zuwachs erstand teils aus der fortgesetzten Verarbeitung der wissenschaftlichen Literatur, der Zcitichriitrn UIW., teils aus den reichen Eingängen, die gleich zu nennen sein werde». Ta solche Eingängc prinzipiell tofort „r den vorhandenen Apparat hincingearbcitct werden, gab cs während Ges ganzen Berichtsjahres gleichmäßig viel zu tun, ,o datz der Notbehelf auszusendender Fragebogen immer wieder hrnans- geichoben werde,, konnte. In der letzten Zelt lit bereits mit der provisorischen Auistetlung eines Stichwörlervcrzcrcknmcs begonnen worden ,a»s dem vielleicht ein knappes, populäres Idiotikon erhebt das den, großen Wörterbuch vorausgebn „nd sür dieses ein nützliches Werbemittel abgeben lvnnte. Nebenher gingen Vorarbeiten für einen Tialeklattas des Wörterbuchgedieies, indem eine Auswahl Wenkerschcr Karten auf großen Mgßstab übertragen und eine große Grundkarlc gezeichnet wurde, ferner iür provinzielle Wortgeographie, indem iür etliche Idiotismen durch Antwortkarten ans etwa 300 ausgewähltcn Orten die Synonyma einacbolt wurde», endlich auäi iür eine der Dialekt- und Wort- aeoaraphic nnentbchrliche binorische Karte indem d,e admmiNra trvc Einteilung des Gebietes vor 18-21 Torf ,»r Dorf fkrzziert Als Werbcinittcl dienten im Berichtsjahre in erster Linie Vorträäc die von mir -der meinen Herren Assistenten Tr. Kroh und Tr Corel! in den verschieden,tcn Gegenden des Gebietes qe balten worden sind, an, Lehrerkonserenzen., in historischen. Volks und heimatknndliä'en Vereinen Mw„ u> m Bredenkavtt KanK, Tier Tillenbnrq. ttvankenberg, irrankiurt, Gictzcn, Niarbarg, Merenberg Schlüchtern. Usingen. Wabern. Wezlbiirg; nur „n Pf,.en des Gebiete-'- besonders in, eruldiiäien, !nn ich noch etwas im Rückstand Das Ergebnis war zunächst, da» d,c Zahl der Hel,er aeivackien ist Unter diesen danke ich lner msbe,andere den Herren aiißcrhalb ^Preußens, nämlich in Gietzen. ,ür ihre stete Hilfs- »n stebc den üblichen Zettelzahlen und ihrer Bewertung aeoenübcr Leicht konnte ich fur das Ucilen- Nassauische^ Wörterbuch alle.n Wenkers Tvr°-^tl°s rund 700 000 Dclegzettel ertrabieren; ‘ bezirk mit mehr als 2300 Orten und ^er ^rt im, der ^ichcftsvrm der etwa 300 Vokabeln vertreten, die IN -cnker- „atzen vor- kommen. bercitschal't, so den 11kl. Gchcimrat Behaghel, Pros. Horn, Kreis- schuliNivcklor Alles. Von den zahlreichen Namen im Preußischen seien liier diesmal nur solche genannt, durch deren Träger bereits wertpollc. ungedruckte Beiträge und Sammlungen an das Wörterbuch abgeiührt worden sind; cs vermittelte uns Herr Oberlehrer Tr. Wcndcroth (Frankfurt) reiche Sammlungen aus dem Nachlaß von Ed. Bromm - Ranschcnbcrg), Frl. Helene Brebm i'Rinteln über 100 neue Jdiotisnien aus der Mundart von Abterode, Herr Lehrer Schwalm (Obergrenzebach) wertvolle Schätze langjähriger Sammclarbcit aus dcm Dialekt der Schwalm. Herr Amtsgcrichtsrat Tr. Pitel etwa 250 Ergänzungen zu Vilmar aus der Mundart von Homberg, Herr Kausmann Fleck etwa 2500 Zettel ans der Mundart von Kohden bei Nchda, Herr Gemeindcrechner Klöckner etwa <>00 sür Niederinörsbach, Herr sttid. vhil. Schwing ein kleines Weilburgcr Idiotikon; versrlfiedcnc kleinere Beiträge steuerten bei die HH. Lehrer Monick iTarm stadti, Schäscr nnd Schusterst Franknirt. Von den meisten Sammlern aber, die rege gm Werke lind, stehn die Einsendungen noch ans. So ist im Lebrerseminar zu Frankcnbcrg, wo ich durch einen mehrstündigen Kursus von Vorlesungen die dichektologischc Ar beit anzuregen suchte, eine große Anzahl von Seminaristen gewonnen: Herr Seminarlehrer Scholz, der diese Sammlung"» leitet, hofft im Lause des näckfstcn Jahres ,5000 Zettel cin- seiidcn zu können; als interessante Einzelheit sei herausgcgriiscn, baß von dcm jetzt wegen der Edertatspcrre verschwundenen Tone -Asel etwa 1200 Belege gesammelt sind. Aehnlich wird in, Lehrerseminar zu Usingen gearbeitet, ivo Tr. Kroh »ersönlicke Unter- weisiingkn gab. Vom Rheinischen Wörterbuch sind mir scrner jetzt die inkalireiche» Fragebogen zugcstellt ivorden, die das Te minar zu Montabaur ursprünglich, für das Rheinische Wörterbuch arisgeiültt hatte. Endlich habe ich eine ganze Anzahl Ercmvlare von Vilmars Idiotikon von Kurhcsscn und oo» TchönerS Tpc- zialidioiikon von Eschenrod Vogelsberg> ansgelichen. die jetzt in verschiedenen Gegenden verglichen und ergänzt werden. Für die Arbeitsweise am Wörterbuch gewährte reiche Anregungen eine Konferenz, die im Anschluß an die Marburger Phzlo- logenversammlung am 2._ Oktober in den Räumen des Sprachatlas nnd des Hessen-Rassauischen Wörterbuchs abgelfalten worden ist. Alle großen Wörterbuchunternchmungen waren vertreten, nnd mamiigsache Ersabvungen ans der Wörterbncharbeit wurden a»? gelauscht. lieber die mehfltündigen Verhandlungen ist ein kurzes Protokoll als Monuikript gcdnickt worden. Als Assistenten leisteten im Bericktsjahve wertvolle Arbeit Herr Dr. Corel! laus dem Kurhefslschen) von Ansang März bis Mite Oktober, Herr Dr. Freiling (aus denr Grohhcrzoatnm Helsen) seit September, Herr Dr. Kroh (ans dem Naiiauiichen- seit Mitte November, der damit nackt Ablauf seines Seminar- jahres i» Wcilbnrg zu hoffentlich recht langer Wirksamkeit an das Wörterbuch zu rückgekehrt ist. Außerdem waren zeitweise beschäftigt die HII» Tr Bromm, ra»d. vhil. Dörr, Tr. Martin, Tr. Wir. Tie genannten Herren, sämtlich am Wenlerschc» Sprachatlas dialektologisch vorgebildct, bleiben, ob unmittelbar am Wörterbuch beschäftig, oder nicht, für olle Zeit seine inlercssicrteist sachkundigen Heiser, denen ich viel zu danken habe." Wer sür die Mundart seiner Heimat Interesse bat »nd gern bei dcm verdienstlichen Werke milsammeln möchte, wird gebeten, Adresse »nd Saininekgcbict anzugebcn bei der Gcscvösisstelle des Hcssen-Nassauischcn Wörterbuchs. Marburg, Schwan.Allee 45. Gicßcner Stadtthenter: Das Kloster. Es ist zweifellos sehr dankenswert, wenn die Leitung unseres Stadtthcaters bemüht ist, uns künstlerische Genüsse zu bieten, wie sic sonst gemcinhi» nur in Großstädten geboten werden, aber trotzdem kann man denen nicht unrecht geben, die da meine», so viele deutsche Dichter mit bedeutenderen Werken als V c r h a e r c n s „Kloster" horrten noch aus eine Anssührung, daß cs nicht recht einleuchtcn wolle, ivarum man ein solches Werk in seiner Ursvrache >» Deutschland nufsübrc. Ais Trama, als Bühnenstück an sich, ist das Kloster keineswegs etwas anßcrgewöbnliche-; seine Stärke liegt in der Krait der seelischen Analyse, in der wundervollen Abklärung der Sprache, deren Feinheit?» uns beim bloßen Anhören ia oielsach entgehen, »nd in der ichlichlen Enttvickelung der Gc- schebnisse, die in der Vertreibung des Paters Balthasar ihren Abschluß sindet. Tas Bedeutsame des LlbendS liegt vor allem in der auis »cinstc abgetönten Tgrstclluiig der Gäste, die unter Leitung ihres Tircktors Carlo Lite» ein bclvundernswertes Zii- sammenipiel boten. Zwar liegt uns Deutschen die -Art der iranzösischcn Schgnsviclkunst sehr wenig; wir lieben die große Pose nicht und habe». es ancki nicht gern, wenn die Tarstellcr beständig »ach dem Zuschauer spielen, aber was ganz überraschend und ungemein melodisch wirkt, das ist die Abstnsung der einzelnen Stimmen, die sorgfältige Tongebung nnd das in Beziehung gesetzte Nebeneinander von Baß, Bariton und Tenor, das ja zufällig gewesen sein könnte, aber wdenialls einen sehr tiefen Eindruck machte, weil es so außerordentlich mit dem Inhal' zusammen ging. Bon den Darstellern ist anßer Herrn Lite», der den Tom Balthasar mit heißem Leben erinlltc, der behäbige Militien des Herrn SerBtan, der jugendlich schwärmerische Dom Marc des Herrn B c r o st a , der eherne Prior des Herrn Nclcrc und der gelehrte Scholastiker Thomas des Herrn Pcr» r i e r zu nennen. t , _ -_ 50 gegen 31 Stimmen in btt Gesamtabsti mmung in ztveiier Lesu«g das Lichts Pie lqefetz angenommen. Die Sozialdemokratie und die Botkspariei stijmmten geschloffen bagegcit. Das genannte IMtjeti enthält u. a. Bestimmungen über das Jngendfchutzalter, d-is der Ausschiißfassung ent- sprecliend auf I? Jahre festgesetzt wurde. Es beschäftigt sich weiter mit der Prüfung der üicf>tftreifcn nach sittlichen, ä st he tischen und religiösen (tzesichtspunkten durch eine Landesffelle sowie mit einer örtlichen Rachprüfimg durch die Polizeibehörde, nnd> enthält Voi-schrilten über die Ziklaijiing van Lichtstreitzen nach Austcheideii der beanstandeten Teile, Vorführung von Isfngendvorstelliingen, sowie Bekanntmachung der Borstellunr^n durch Plakate und Aufrufe, sowie schließlich die Strafbestimmungen für Zuwiderhandlungen. Die e l s a ß - l o t h r in g i s ch e Zweite st am mer erledigte am Mittiooch abend, nachdem die Pressevertreter die Tribüne verlassen Ixiltvit, ohne wesentliche Aussprache den Rest des Unterrichtsvoranfchiags und nahm u. a. eine Entschließung des Abg. !öanß (Ztr.) und Elen, an, die sich für eine größere Berücksichtigung des französischen Sprachunterrichts in den Elementarschulen, den höheren Schulen und den Lehrerbildungsanstalten ausspricht. Die R e i chs t a g S e r s a tzw a h l i in Wahlkreise B r a uu s be r g-Hei lsb eir g findet laut „B. T." am 94. April statt. T i e A r b c i t s v e r b ä l t n i s s e der Straßen- b ah n- An ge stellte n. Die Abqg. Dr. Qnarck lFrank- furt) und L ch u in a n n lFo rst l haben im Reichstage folgende kurze Anfrage qesteLt: „Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß eine den mehrfach ausgesprochenen Wünschen des Reichstags widersprechende und einseitige Regelung der Arbeitsverhältnisse der Straßenbahner, bei der außerdem lediglich die Unternehmer, nicht aber die Angestellten zur Borberatung zngezogen wurden, vor kurzem mit Gültigkeit vom 1. April 1914 ab für Preußen allein vorgenommen worden ist? Was gedenkt der Reichskanzler zu tun. um eine der einheitlichen Entwicklung der Straßenbahnen im Reich entsprechende Regelung der Dienstvorschriften für Straßenbahner herbeizusübren und die Zuziehung der Angestellten und idrer Verbände neben derjenigen der Unternehmer für die Borberatung solcher Vorschriften zu sichern?" Tie Ursachen der letzten Unfälle auf dem I- l u g p l a tz Johannisthal. Auf die Anfrage der Abgg. Dr. Müller (Meiningeir), v. P o »e r und Dr. W i e m e r über die Ursachen der letziem Unfälle, auf dem Flugplatz Jo- hannisihal ist eine schriftliche Antwort des Reichsamts des Innern im Reichstage eingrganqen. In dieser Antwort wird festgestellt, daß die Unglücksfälle der letzten Zeit nicht auf ungenügende Start- und Landunasverhiltnisse, sondern auf andere Ursachen .zurückzufülri'eii sind. Bereits im Vorjahre sind Erwägungen darüber augestelli worden, in ivelcher Weise derariigen Unglückssällen durch geeignete Maßnahmen vorgebeugt werden kann. Das Ergebnis dieser Erwägungen war eine neue Flug- und Platzordnung, die den besonderen Verhältnissen beim Schulbetriebe Rechnung trug. Bei dem Unfall Leonhardh-Degener am Ist. Februar d. I. trifft die Schuld den Oberleninaiit Leo uh ar dH, der gegen die Bestimmung, bestimmte Abstände zwischen den Flugzeugen imiezuhalten, verstoßen hat. Rach den geltenden Vorschriften ist es möglich, einer Ueberlastung des Platzes durch zu viel Flugzeuge vorzubeugen. Eine derartige Belastung hat am Ist. Februar auch nicht bestanden. Es sind jetzt als Fluqleiter zivei Persönlichleite» angestellt worden, deren Eigenschaften die Gewähr dafür bieten, daß die Flngordnnng streng befolgt wird. Sie find in der Lage, einer Ueberfültung des Platzes durch Verringerung weiterer Starterlaubnis vorzuveugen. Um ihren Anordnungen die erforderliche Geltung zu verschaffen, sind sie mit ausreichende» Machtbefugnissen ausgestattet worden. Es wird in Zuiunst kein Mittel nnoersucht gelassen werden, eine Wiederholung derartiger Unfälle ausznfchließen. DkuskanS. E i n c a n g c b l i cki e T eu t > cki r a l s S v i o n i n i n F r a n k- r e i ch verhaftet. In E b e r b o u r g wurde die Geliebte eines Lbennoateü der ttricqV.inrinc, angeblich eilte Deutsche, unter dem Verdacht der Svionage verhaftet. In der Wohnung der Frau, die in Cherbourg nur unter dem Vornamen Eva bekannt ist, sollen zahliviche Schriftstücke beichlaqnahmt worden sein, darunter ein Brie? mit einer Photographie des jüngst bei Tool wegen Spi v'age fesvgenoiiiinenen Landwirtes B u r g a r d. Tie Neuwahlen in Schweden. In beiden Kammern des schwedischen Reichstages wurde folgendes Schreiben dcS Königs verlesen: ,,Ta ich ans Sorge, iür die Sicherheit des Reiches heraus, die meine königliche Pflicht ist, mich veranlaßt gesehen habe, dem Volke Gelegenheit zu geben, ourch Neu- Ivahlen zur Zweiten Kämmer seine Ansicht über die Bcrteivi- gnngsiroge buszusprechen, habe ick, beschlossen, den Reichstag auszulösen und im ganzen Reiche Neuwahlen zur Zweiten Kammer anzuordnen. Ich werbe spater die Zeit bestimmen, wann der Reichstaa aufs neue ziffammentrcten soll." Das P a n a m a g e sc tz und die a m e r i f n u i s ch c S? ü st enschissa b r k. Ans Washington wird gemeldet: In gemeinsamer Sitzung des Kongresses richtete Präsident Wilioi, am Donnerstag persönlich eine Botschaft an den Kongreß, in der er ihn ansforderte, die Ehre der Bereinigten Staaten durch Aushebung der Klausel der Panamalanalbill. welche die amerikanische Äüstcnschisfahrt von den Kanalgebühren befreit, ausrecht zu erhalten. Er erklärte. die Besreiung dm- amerikanischen Schisie von den Abgaben sei eine mißrerstandene Wirtschaftspolitik und w i d e r- sprechedemengiisch-amcrikanische ii Vertrage von 1 901 Hett-Paunresote-Vertrggf. Obwohl dies seine bisher kürzeste Volichasr sei, so sei keine Mitteilung non schwereren, weitreichenderen Folgen für die Jvtereisen des Landes gewesen. Der Präsident appellierte ernstlich an die Gereckiligkett und Weisheit des Kongresses und fügte hinzu: Wir habe» dem Vertrage und seinen Worten zugestimmt und haben ihn anaenommen. wofern wir ihn nicht selbst geschaffen haben. Wir find eine zu große, mächtige, uns selblt zu sehr achtende Ration, als daß wir mit einer zu gezwungenen und eifliifldtcii Lesart unsere Versprechungen interpretieren könnten. Zebu Minuten fpölcr brachte Chillon ,in Senat einen Gesetzentwurf ein, der den Präsidenten ermächtigt, die Klausel über die Befreiung der amerikanischen Küstenschiffe von den Paiiamakanalgebühren ans- zuhebeii. Nu» Stadt und Land. Gießen, 6, März 1914. Die Güter-Umgehungsbahn. Zn dem Ban der Güterumgehungsbahn, der jetzt in An- cjriff genommen ist, schreibt uns unser Kicin-Lindener Mitarbeiter : L Klein-Linden, b. März. Die Arbeiten an der Emier-UmgehuiigSbahn bei Klein-Linden sind seit einigen Wochen im (hange Seit etwa 4 Wochen ist eine mächtige B a g ge r m aschi n e in Tätigkeit, tvelche schon ganz gewol tige Erdbewegungen ansgeführt hat. Sie steht ans der einstigen Anhöhe des Allendörfer Wä ldch e n S und Hai an der Straße nach Dutenhofen einen haushohen Damm aufgeschüttet. Jetzt ist eine Feldbahn im Betrieb, die bis an die Baggermaschine heransährt, die Wagen sind in kürzester Zeit gefüllt, und der Zug bewegt sich zum Tale nach dem Kleebach, wo ebenfalls bereits ein großer Damm aufgetürml ist. lieber den Kleeback, ist bereits eine Betvnbrücke errichtest, auch der Flutgraben nach Klein-Linden z:i wird fetzt überwölbt, damit der Damm weiter in das Wiefenial cm« geschüttet werden kann Es ist fetzt noch nicht ganz sicher, ob der vis zu achtzehn Meter hohe Bahnkörper als Tamm oder als Ersengerüst aus- gefnhrt wird. Da der Damm bis zu 60 Meiern breit wird, jo ist viel Gelände erforderlich, und dieses ist hier sehr teuer. Ueberall sieht man seit kurzem Bersuchslöcher, um die Bodeiibefchaffenheit sestznstetlen. Auch ist man im Zweifel, ob sich die gewaltige Erdbewegung von 600000 Kubikmetern ermöglichen läßt. Die »ingehiingSbaüi, verläßt bei Dutenhofen das Gleis der Strecke Gießen -Wetzlar und geht mit einer Steigung von 1:60 an der Lahn entlang bis nach Klein-Anden Hier' jührt sie südlich über die Frankjnrtee Straße, um östlich von Klein- Linden au die Main Weserbahn anzuschließen. Der Eisenbahnlnokenpiinkr Gießen wird durch die Bahn entlastet, die Güterzüge der Lahnbahn brauchen nicht mehr den Gie- ßcner Bahnhof zu durchfahren. Ter Ban lvird 3,5 Millionen erfordern. Versauf eines staatlichen GeiänScstreifens an Gießen. Die hessische Regierung hat der Zweiten Kammer der Stände eine Regiernngsoorlage zugehen lassen, die den Verkauf eines Geiändestrestfens des Eiroßherzogtum-Landeseigentums an die Stadt Gießen betrifft. Die Vorlage lautet: Bei dem Ausbau der Lonyskraße zu Gießen hat sich heransgestellt, daß die Stadt Gießen von dem Gelände des dem Großherzogliim-Lanüeseigentum gehörenden Grundstücks Flur I Rr. 1l, das den Zwecken des Gymnasiums dient, einen Streifen von erwa 15 Ztm. Breite entlang der Str ißtngrenze, im ganzen 6,8 Qdm. Flächeninhalt bedarf. Die Stadt Gießen will diesen Streifen zum Preise von 22 Mark für den Quadraimeier, der auch den übrigen Anliegern bezahlt wurde, erwerben. Bedeiiien hiergegen bestehen nicht. Zn diesem Geländeverläiis bedarf es der l-andständi- schen Zustimmung. Mil Allerhöchster Ermächtigimg Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs beehren wir uns deshalb an die Stände des Großherzogtums und zwar zunächst an die Zweite Kammer das Ansinnen zu richten: zu dem beabsichtigten Geländeverkauf in der Gemarkung Gießen die landständifche Genehmigung zu erteilen. ( ** Tagcskalender für Freitag, den 6. März: Stadt- 1(; enter: .Rösselsvrung * Ankang 6 tlhr, Lichtspielhaus: Konzertabend. * r 3 t n b 11 ft c a t c r. Da die dritte Lvernborftellnng von Tarmstadc ans iür Mittwocki. den II. März gewünscht wird, muh die Beiikfizvorstellimg für Herrn Olierregiiseur T Works wslr Ibsens „Gespenster", aus Dienstag. den 17. März verschoben werden. Um vielseitigen Wünschen zu cnttvce- chcu, soll die wohlgelungene „E g m o n l" - Aufführung mir der Beeihovenschen Musik noch einmal bei kleinen Preisen wiederholt werden. Tiefe Ausführung sindei am Montag den 9. März statt. ** Theater-Verein. Man schreibt uns: Die letzte der drei mit dem Großh. Lottheater in Tarmstadt vereinbarten Opern- vorstellungen wird nächsten Mittwoch, den U. März gegeben werde» Zur Aussübrung kommt Mozarts Meisterwerk: „Figaros Hochzeit". Damit haben wir die Freude, nochmals Frl. GenerSbach vor ihrem Weggang nach Wien -hier zu hören. Sie fingt die Rolle der Gräfin, während Herr Stephani in der Rolle des Figaro glänzen wird. ** Ter Verband evangel. kirchlicher Frauen- v er eine im Großherzoglum Hessen vermittelt die ÄuSbitdung von Frauen und Mädchen als R o l h c l l e r i » n e n in der Kran trntiilfe iür Stadt und Land. Ter Kursus, der ln Tarmstadt statt- sindet, beginnt am I. Mai und bauert 4 Monate. Davon dienen 3 Monate zur linterweimng in der Krankcnhiise im Tiakonissen- haus El-isabechknstist und ei» Monat zur Unterweisung in der Säuglingepslege im Eieonorenheim der Großh. Zentralstelle für Säuglings- Und Multertürsorge. Das Licht Spiel Haus veranstaltet heute abend als Abwecktilung feiner Programme einen großen Konzert- Abend. Tie Kapelle ist aut 12 Mann verstärlt worden und die einzelnen Lichtbilder werden durch angcpaßte Musikstücke begleitet. Eine Erhöhung der Eintrittspreise findet nickü statt. Tie Reihenfolge der Bilder ist ans der heutigen Anzeige zu ersehen. * ' W i ed e r. S ck >i e e s a l l im Vogelsbcrg. Seit Montag hat es wieder imunterbrochen im Vogelsberqe geschneit. Tie Schneehöhe beträgt zurzeit 30—40 Zentimeter. Während auf dem Hoherodskopf am Tonncrstag morgen Plötzlich leichtes Rege n w e 1 1 o r eingesetzt hat, wird aus dem oberen Teile des Kreises Gelnhausen eriicm Sckmeefall gemeldet. Bon Kirchbracht bis nocki der Herchciihainer Höhe soll der Bo Alsberg wieder fein wiuttzrlichcs Kleid zeige». /** M u st eriing der Militärpflichtigen. Wir ver- üsteittlichen in unserem heutigen amtlichen Teil eine Bekanntmachung, die die Musterung der Miiitärpsiichtigen im Kreise Gießen chetrifst. Für die Stadt Gieß c n findet die Musterung in der Turnhalle. Sieinstr. 3, statt. Am ^amSlag, den 28. März, vormittags von 8 Uhr an, für die Militärvtlichtigcn von Buchstabe A bis G einschließlich der Jahrgänge 1912, 1913, 1914 und Aelterc. Mon- lag, den 30. März, vormittags von 8 Uhr au, von Buchltabe H bis R einschließlich der Jahrgänge 1912, 1913 und 1914. Dienstag, den 31 März, vormittags von 8 Uhr an, von Buchstabe O bis Z der Jahrgänge 1912, 1913 und 1914. / ** Das Großherzoglich tz/f > ifche Regierungsblatt ha! tolgeuden Inhalt: t. Verordnung, die Einteilung der Städte in Wahlkreise iür die Wahl der Abgeordneten zur Zweiten Kammer der Stände betreffend. 2. Bckamitmachnng, die Polizci- verorduung iür die Schiffahrt und Flößerei a»t dem Neckar betres- tnib. 3. Bekanntmachung, die Aussübrung der vom Reichsocrsiche- rungsanit erlaiienen Wahlordnung iür die Wahl der Arbeitgeberbeisitzer der Oberverticheruiigsämler vom >. Dezember 1913 betres- scnd. 4. Bekanittmachung, die Ausführung der Reichsverffcherimgs- oidiiniig betrefiend. B ich mar kt in Gicße». Bei dem am 3. und 4. März abgehattenen Viehmarkt waren aufgetrieben 1571 etück Rindvieh und 207 Schweine. Ter nächste Viehmarkt findet am 24. und 25. März statt; am 25. März auch Pferde- und Krämermarkt. ** Zahlungen an Postkassen durch Schecks Zur Fördciniig der bargeldtofen Zahlungen nehmen an Reichsbank- plätzen die Postanstalten außer Postschecks und ReichsbankscheckS auch Schecks auf Banke», Genoffcnschaiten und Spaikassen in Zahlung. Tie Bank ulw., aut die der echeck gezogen ist, niuß ihre Geschätts- stellc im One und ein Girokonto bei der Rnchsbaitt haben. Die Schecks lind verwendbar bei Einzahlungen aus Postanweisungen und Zahikarteu, beim Einkäufe von Briefmarken im Betrage von mindestens 20 Mark, bei Enirichtima von Ferniprechgebühren, gestnn« detev PoNodeträgen und Telegrammaaüühren, ;^eitniigSgeld, Schließsachgebühren. Die mit Sckieck eingelieicrten Postanweisungen und Zählkarten werden von der Postanstalt abyesanbt, sobald die Reichsbank den Betrag der- Poftkaffe giitgefchiffebetr hat. Hat der Absender bei der Postanstalt eine Sicherheit lirntertegt, so werden die Postanweffungen und Zadikarten schon vorher abqeiondt, ebenso werden die gewünschten Wertzeichen sogleich ansgchondrqt. Von öl- tentlichen Behörden, Kassen und Anstalten, von Sparkassen der Kreise, der Stadt- und Landgemeinden wird eine Sicherheit nicht beansprucht, wenn sie mit der Postanstalt ein,- Verabrednna über das ein für allemal zu beobachtende Einliererungsversahren qetros- sen haben. ** Griindstücksverkehr. Grimdstütcke zu P ö n st a d t, die aus den Romen des Markus L ü n> ent ha l z» Bönstadt und Fanny Löwenlhal gkb. Berberich, Ehesrau von Faist Löwenkbal II. zu Bönstadt, eingetragen waren, sollen Dienstag, den 5. Mai 1914, nachmittags 2s- Uhr, zu Bönstadt ans dem Gemeindehaiiie im Wege der ZwangSvollstreckuiig versteigert iverden. — Grund stücke zu TraiS-Horlosf, die aus den Namen deS Christian R^o l h in Trais-Horloff eingelcaq,-,i ivaren, ivllen Freitag, den 17. tzlpril 1914, nachmittags 3>.. Nhr, auf dem Rathaus in Trais-Horloff im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden ** Güterrechtsregister. Gütertrennung haben vereinbart: Heubach, Karl, Schuhmacher in Alzey, und Margareta geh. Sommer. ** -Kleine Mitteilungen. Die (Gemeinde Angers- b ach hat den Plan gefaßt, eine »rantenschwefter anzustellen. — Bei 2 e e ft e i m stieß rin Militär »K rastwagen mit dem Gespanv des Landwirts Marguardt aus Leeheim zusammen. Hierbei wurde dieser vom Wagen geschlendert und schwer verletzt. — Ein Brand äscherte in Hoch Weisel die gesamten Wirt schastsgebäude des Landwirts E. T i e h l bis auf die Grundmauern ein. — Der 19 Jähste alte August Fried aus Groß-Um ltadt, Sohn eines dortigen Bäckermeisters, ist verdächtig, ffi der Zeit vom 1. bis 3. März, als er zu Hause zu Besuch loor, seinem Vater einen Geldbetrag von etwa 3000 Mark entwendet zu haben. — Die Beerdigung des Bürgermeisters Spengler von Bisses fand am Tonuerstag unter sehr großer Beteiligung statt. " »ouknrse in Hessen, lieber da? Vermögen des Jn- aenienrs Eduard Lehmann in B a d -9! a n h e i m ist am Dienstag das Koiikursverkabreii eröstuet. Rechtsanwalt Tr. B r ü ch e r in Bad - Raulieim ist zum Konkursverwalter ernannt. KonkurS- sorderimgen sind bis zum 21. März 1914 bei dem Gerichte anz„- melden. — In t>em Konkiirsverfahreii über das Vermögen des Ka»!mämis Robert Blum, Inhaber der Firma »Ludwig Schwab" in D a r m st a d t, ist Vergleichslermin aut Samstag, 14. März 1914, vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht I Tarmstadt, Zimmer Nr. 219. anberaumt worden. — TaS Konkursversahre,i über das Vermögen des Zigarren um chers Tteter Steiger in Weisenau ist ansgehobeii. Landkreis Gieße». — L o l l a r , 6. März. Eine öffentliche Gemeinderats- sitzung ist aut Montag, den 9. März, abends 8 Uhr, im Rathause anberaumt worden, wozu folgende Tagesordnung ausgestellt ist: 1. Tie Errichtung der 8. Sckmlstelle, 2. Vergebung der Ehäus- sierungsarbeiten Hintenn Berg, 3. Etesuch der sreiw. Feuerwehr liier: Ailschgisung bau Schläuchen, 4. Wahl der Mitglieder zur Einkom- ineii- und Vermögenssteuer II. Abt.. 5. llebernnhme der Brücken- wage an der alten Bahnliotstraße, 6. Genehmigung des Vertrags mit dem Spritzenmeister Schwarz. Kreis Büdingen. B a d - S a lz ha u s e n, 5. Miliz Am Dienstag findet die erste Bürgermeisterwahl statt, -zu der als Kvn- didaten Beigeordneter R. Röger und Restaurateur Schultz anfgestellt sind. Große Vermnndernng erregte hier und in der Nachbarschaft die kürzlich bekannt gewordene Tatsache, daß unser Beigeordneter schon 3 Jahre lang sein Amt verwaltet und die Bllrgsrnieistergesckitifte größtenteils erledigte, ohne daß er die hessische Staatsangehörigkeit br saß. Bei der letzten Landtagswahl hat er nicht nur gewählt, sondern auch bei der Wahliommiffion den Vorsitz geführt. Kreis Alsfeld. O, Eh ringsha nsen, V März. Der Inhaber des Eisernen Kreuzes, Heinrich Geisel, wurde heute im Beisein des Kriegervereins beerdigt. Geisel hat im Giege- n e r R e g i m e ii t gedient und den Feldzug gegen Frankreich mitgemacht. Bei Gravelotte wurde er schwer verwundet, .Kreis Schotte». — Schotten, 4.März. Zu dem Konzert der Grog.'i. Hofkapelle, das am 9. März in der Turnhalle zu Schotten stattfindet, haben der G r o ß h e r z o g und die G r o ß h e r z o g i ii ihr Erscheinen in Aussicht gestellt. Diese Nachricht wird in der Stadt, im Kreise Schotten wie im ganzen Vogelsberg mit großer Begeisterung ausgenommen. Zwetsellos wird die Stadt Schotten am nächsten ?Nontag einen ganz außer ordentlich starken Fremdenziitluß aufweiseii. Tie Stadt Schotten kvnitte, soweit bekannt, seit vielen Jahrzehnten noch nicht den Großherzog und die Großherzogin in ihren Mauern als Gäste begrüßen. Der letzte Besuch der Stadt ans dem hessischen Fürstenhause fand in den vierziger Jahren des vosigen Jahrhunderts statt, als der Erbgroßherzog, spätere Großherzog Ludwig III. Schotten besuchte. Kreis Friedberg. r. Bad-Nauheim. 5. März. Im Bürger- und Stadtverkehrsverein sprach gestern abend Recktts- anwalt Dr. Br sicher über „Die Entwickelung der Selbstverwaltung und die Bedeutung der Kommnnnlipahleit'. Der Redner ernlahnte die Bürgerschaft, sich reger an den Gemeindeangelegenheiten zu beteiligen, damit es in der Selbstverwaltung immer vorwärts und- nicht rückwärts ginge. Im altgemeineii war er der Ansicht, daß die städtische Selbstverwaltung noch erweitert werden müßte. Das Bestätigungsrecht der Fürsten, die 2lufficht des Ministeriums und des Kreisamtes, die Polizeiverhältnisse usw. in vielen Städten seien eine Beschränkung für die freie Entwickelung der Selbstverwaltung. Er schlug vor, daß die Kommu- nalwahien von einer Vereinigung in die Wege geleitet werden und nicht, wie es bisher in Bad-Nauheim der Fall war, von privater Seite gemacht würden. Die Versammlung stimmte den Ausführungen des Redners z-u und nabni einstimmig folgende Entschließung an: „Tie heutige Versammlung erklärt sich mit den AuSsührun- gen des Redners einverstanden und billigt die Absicht des Bürger- und Städlverkehrsvcreins, bei den bevorstehenden Stadtverord- netenwohlen der Bürgerschaft entsprechende Vorschläge zu machen." s. Butzbach, 5. Marz. Ans Butzbach wird uns ge meldet, daß gegenwärtig bei dem dortigen Bataillon 168 Regiments ein Mann dient, welcher bereits 5 Jahre bei der Fremdenlegion Treust getan hat. Seine Strafe, wegen Entziehung von der Gestellungspflicht, hat er bereits verbüßt. Starkenburg und Rheinhessen. rnt. D a r m st a d t, 6. März Ein Defizit v o n e t w a 800 000 Mark soll, im städtischen vaushatt der Stadl Dormstadt für 1914 bevorstehen, was voraussichtlich selbst unter deranztehung aller Reserven mit einer Steuererhöhung von 15 bis 20 Prozent verbnnden fein dürfte. Als Ursache dieses schlechten Jahresabschlusses werden die vielen Uiilvste,, für Schulen, bedeniende Erhöhung der Be amtengehäiter und un-genügendes Anwachsen der steuer •ftfiföflfn Einwohnerzahl bezeichnet Der frühere Stadtverordnete G öst spricht sich ganz entschieden qegen die städtische Finanzpolitik au-. Auch wild sehr lebhaft gegen die in Aussicht genommene ,ji„serhölniug für Hypotheken, zpie dies Von der stickst. Sparkasse in Aussicht geno,innen ist, Protestiert. Kreis Wetzlar, h Wetzlar, 5. März. Für den Kreis Wetzlar plant eine Vereinigung von Lehrern, Missionaren und Pfarrern die Erbauung eines Missionarheimcs. Ein Werbe- und^Bauausschutz wurde bereits gebildet. Doch ist es noch unbestimmt, an welchem Lrtc das ftioint seinen Platz findet. Hessen Nassau, h. Biedenkopf, 5. März. Gestern wurde der 44jähr Lehrer Becker aus .Eesjelbach in den, Mntnngsseld der Grube Verbuch als Leiche a n s g e s n n d e n Becker ,var verheiratet und hatte fünf ttiiibtr. lieber die Ursachen seines Todes konnte bisher nichts Näheres sestgestellt werden. Per mutlich erlag Becker einem Schlagansatl — Frankfurt a. M„ 5. Mär;. In der Bockknbeimer Anlagc brachcc sich beute nacht ein etwa 24 Jahre alter innger Mann mit einem Revolver einen Schutz in die Schlüte bei. der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Da der Selbstmörder keine Papiere bei sich trug, lonntc seine Persönlichkeit nicht sestgestellt tverden. X H a n a u, 5. März. Ter l t! j ä h r i g e G y m n a s i a st W o l f aus Salmünster bei Schlüchtern, der in der Silvesternacht mit einem Revolver aus seine Angehörigen eingedrungen und seine Mutter, seinen Bruder und seine Dance durch mehrere Schüsse schwer verletzt hat, ist ans .dein Hanauer Gerichksgesängnis zur Beobachtung .seines Geisteszustandes in die Marburg er Heilanstalt gebracht worden. Während der Voruntersuchung sind Zweifel in die Zurechnungsfähigkeit des jungen Mannes entstanden. Uttlversitäts-Nachrichtea. — Im Alter von 45 'fahren starb am 3. d Mts in Berlin der Rcgicrungsrat und Mitglied des Kaiserlichen Gesundheitsamtes Tr. Hugo Schmidt. — Heirat Tr. med. Karl von Ba rd elcb e». ord. Hoiwrar- .vroicssor der topogravhischcn Analomie an der Universität Jena vollendet am 7. Mär; das 65. Lebensjahr. Pros, von Bardclcbcn geb. zu Gietzen ist seit vier Jahrzehnten an der Universität Jena tätig. Er ist Herausgeber des ..Anatomischen Anzeigers", der ..Per- Handlungen der Anatomische» GksellschasI" und des „Handbuchs der Analomie des Menschen". venmischte». * Ei» Pater, dessen S o t> » ; n >o e n i g Geld »er brauchte. Folgendes hübsche Geschichlclxn lese» nur in der Biblio thek de» Unterhaltung und des Wissens. Jahrgang 11114 Band <> und 7, Union deutsche Perlagsaeiellichan, Stuttgart Der Herzog von Richelieu hciuchie eines Tages seinen einzigen Sohn, den Graten von Fronsac. der an der Pariser Unioeriität studierte. „Hast du Geld nötig?" fragte er ihn im Lanie des (steivrächs. „Nein," entgegncte der Soh». „Ich habe noch zwanzig Louisdor vom vcrilossenen Monat." Tarant liest sich der Herzog die Bürte seines Sohnes, die das Geld enthielt, geben und üvcrrcichtc fie dem Diener mit den Worten t „Da sind zwanzig Louisdor, die schenkt Euch der Gras von Fronsac, damit Ihr ans seine ttze- iundlieit lrinkl" Zn seinem Sohne aber sagte er dann ernsten und strengen Tones, „Tn mutzt immer eingedenk sein, dal, du de, Sohn des Herzogs von Richelieu hi» lind mutzt tvcit mehr Geld ausgeben. Merke dir das!" Wie viele moderne Ltudenle» nürdcn sich wohl einen so dcnlcnden Pater wünschen! Kleine üagcsdtroüif. Aus Sollen ft eilt in Kärnten trat ein Telegramm ein, Ivonach endgültig aui den Jaqdgründen des Fürste» Hcnckel der sogenannle „B a » r r n I ch r e ck" erlegt wurde. Das Raubtier soll nach dem „Berliner Lolalanzeiger" ein ausgeivachiener W o l f fein. Märtte. 1c. Wiesbaden, 5. Mälz. He»- und Strobmarkl Angemhre» waren >v Wogen »nt He» und 7 Wagen Stroh. Alan »olürle: He» höchster Preis 2,70 Alk., niedrigster Preis 3,00 Alk., Tnrcblchnillsorcis 3.27 Mark. Stroh tRichtstrobl höchster Preis 2,20 Mk„ incdrigüer Preis 2,Ist Mk.; Turchlcknisttspreis 2,15 Mk.- strummstrok höchster Preis 2,VS Mk., niedrigster Preis 1.80 Alk.; Durchlthnitlsmeis I.»3 Mk. — F r » ck> I ,n arkt. paker höchster Pre,s 8,50 Mk, nicdrigsier Preis 8,3V Mk.; TnrchschuittSprciS fi ,38 'Ulf. Alles per 00 Kilo. Amtlicher Wetterbericht. Oesfenllichcr Wetterdienst, Giesten. Delkeranssichten in Hessen am Samstag, de» 7. März 1914: Slcine wesentliche Aenderung, meist trüb, Rcgensäste, Niild, lebhakl« westliche Winde. Letzte üoebriditcn. Ü »eite Kammer der So ii bft« nie. rli Darmstadi. t>. März. Tie Zweite Kammer ietzke ihre Beratungen des Kapitels Bad Nauheim ujw. i»ki Es spräche» die Ava. Damit,, Bnsold, /.'uk. Dusch, Breidenbi-n und Urstadt. Dir Anssprache betraf Miststände der Kurkapcllr und des Kurkheaters in Bad Nauheim. — Tie Sitzung dauert fort. Aufdeckung eines Raubmordes. Saorbrücken, «!. März. Allem Anschein nach ist der »en> sionierle Grubenarbeiter Peter M a r x aus Ottenhausen einem Raubmord zum Opfer gefallen. Er wurde seit Dienstag ve, - mitzi. Gestern fand man seine Leiche in der Waschküche seines Wohn Hanfes in Oltenhanie». Als Täter kommt ein junger Mann st> Frage, der »in Sonntag und Dienstag i» dem Hause gesehen wurde. Bisher fehlt jede Spur von seinem Pcrbleib. Die v o ft e ii französischen Flottenmanöver Paris, li. März. Offiziös wirb gemeldet, das; die großer' Flottenmanöver voraussichtlich am 11. Mai beginnen und etwa drei Wochen dauern werden. Bereinigte Staaten »» d England. Washington, 5. März. Als Präsident Wilson im Weitzc» Hause gefragt wurde, was er mit der Bemerkung in seiner Boiiäwst gemeint habe, das; Fragen von noch heiklerer Nattir und die Bereinigten Staaken Näder angehenden Folgen von der Aufhebung der Bestimmungen bcttcssend, die Befrei u»g von den Kanalgebübre» abhinge, erwiderte er, er habe nur gemeint, dotz es nützlich sei, mit fremden Nationen zu verhandeln, Iveichc glaubte», daß die Bereinigten Staaten ihre Persprechen nicht lmlten würde». Der Präsident wiederholte, daß die europäischen Nationen allgemein der Ansicht seien, dal; der Havn Pounceiote-Pertrag verletzt lvorden sei. Ter Pro- sident fügte hinzu, da» nichts kritisches in der Schwebe ,e>. Lhnc das; ein ungünstiger t^influs; fiel» geltend machte, konnte.Seif und Nervenleidenden Kaffee .Hag, der eoffeinfreie Bohnenkaffee, monatelang in starken Bnsgüffen verabreicht werden. Nr. med. v. Boltcnstern (Deutsche Ärzte,Zeitung 1908, Heft 3) [ 6 Zimmer Nord Aul., Ecke Tammstr. l«-Aim. W.I.rt..,. 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