ru. 53 Der Gictzever Lnzei-er eddjrixti Läglick, cuibcc 6otinlog3. — Beilagern viermal wöchentlich KiehencrZamUieirdlLNer, zweimal wöchenkl.XreiL- dlattföröen XreisGie^en «Dienstag undFreilaa); zweimal monatl. LanL>- wiNschafUiche oeitfrazea scernsprech - Anschlüsse: Kt die Redaktion 112, Verlag n. (Spedition 51 Adresse für Depeschew Anzeiger «Ufern. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt lb4- Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rolationsbnitf und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei N. Lange. Mittwoch, 4. März 19 ^ «ezugsoret»: monatlich 7öPs.. vtettel- tährlich Mk, 2.20; durch Jlbfjolf- u. Zweigstellen monatlich 6L Pf.; durch die Post AL 2.— aiertel» jährll ausschl. Beslellq. Zeilenpreis: lokal IbU, auswärts 20 Pienniq. b hesredaklcur: 21- Goetz. Verantwortlich sür deu oolit. Teil: Aug. Goetz; sur .Feuilleton", ,Ber- nuschles" und.Gerrchls- saal": Karl Neurath; lür .Stadt und Land": „ . _ .... . _ . Kurt Bendt; für den Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftrahe X. Anzeigenteil: H. B-L Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Tageskalcndcr aus dem Jahre 1814. 4. Marz; Tic Franzosen unter Napoleon werben bei Troycs geschlagen. Der Reichskanzler in Hamburg. Die freie Hansestadt hat den Reichskanzler sür einige Tage zu sich cingeladen, und Herr v. Bell,mann Holl,vcg ist dieser Einladung gefolgt. Er wird in Hamburg sicherlich gute tind anregende Eindrücke initnehmen. und ei» Ausatmen au der Wasserkante ist ihm nach so manchen innerpolitischen Uu- erquicklichkeiten wohl zu gönnen. Was er gestern beim Fest-l machte des Senates gesprochen Hot, zeugt davon, daß auch er. der als „Pedant" und „Philosoph" verschriene Staatsmann, wohl schwungvoller Gedanken fähig ist. und wenn er auch nicht mit der Liebe eines Bülow die deutschen Dichter durchblätlert, so schernt doch auch er stolz zu sei» auf die Heroen unserer Literatur, da er so warmherzig aus Klopstock und Lessiug deutete, die in Hamburg große» ge- schassen haben. Daß der Kanzler dabei auch etwas Lehrhaftes zusügte, wollen wir ihm diesmal nicht verübeln, denn der Deutsche muß in der Tat immer besser lernen, große Dinge „groß" und kleine Dinge „klein" aiizuschauci. Wenn der Reichskanzler mit den Söhnen Hamburgs so irisch und frei über die Meere blickt, da»» wird er auch von der Bersuchung abkommcn, die Flottensragc im Sinne eng lischer Vorspiegelungen lösen zu wollen. Tann bleib! er bei dem, was auch seine beiden Vorgänger, Bismarck und Bülow, in Hamburg erkannt und gelernt haben. Hamburg, 3. März. Heute vormittag begab sich der Reichskanzler, begleitet von dem Präsidenten des Senats Bürgermeister Predöhl, dem preußischen Gesandten v Bülow, dein Legationssekretär v. Bonin sowie den Mir. gliedern des Senats und anderen zur Werst von Blobm und Botz Aus der Fahrt wurde der Elbtunncl besichtigt. Aus der Werst besuchte der Reichskanzler, der von dem Aufsichtsrat und dem Direktorium der Werst empfangen wurde, die Tur-> dineu Werkstättc, das dort liegende Sckwestcrsckifs des „Im veraior"', „Vaterland" und das dritte, bereits aus Stapel gelegte Schiss der Jmpcratortlassc. Bon der Werst aus lvurde aus dem Slaatsdampscr „Hamburg" eine Fahrt durch die »äsen angctrctcn. Kurz »ach 12 Uhr erfolgte die Landuti,. an 1>en Si Pauli Landilttgsbrücken, worauf die Rückfahrt zu der vrcußischcu Gesandtschaft angetreten wurde. Unterwegs wmrdc das Bismarckdcndmal besichtigt. Um I Uhr fand im Hause des Bürgermeisters Predöhl ein Frühstück statt. Danach besichtigte der Reichskanzler im Borlcsungsgebäude unler der Führung, des Vorsitzenden des Professorenrates, Professor F r a n i e, die Seminare und sodann unter Führung des Geheimrats Stuhlmann die Zen-' tralsbellc des Kolonialjnstituts. Eine Kanzlerrrde beim Festmahl. »eure abend fand ein Mahl im Rathause stall Bürgermeister Predöhl entbot dem Reichskanzler namens des Senats den Willkommengruß. Der Reichskanzler antwortete mit folge,rdc» Worten; Ter heutige Tag, den ich unter dem Schutze des hohn, Senates i» Hamburg zubringcu darf, wird mir unvcrgcß lick sei». Als getreuer Nachbar stand d c r g r o ß e » a n z l c r und steht mein verehrter Herr Amtsvorgänger der F ü r st Bülow ;u dieser alten »nd doch ewig jungen Hansestadt in den engsten und vertrauensvollsten Beziehungen. Mir ist das Glück gleicher Nachbarschaft nicht bcschieden. Aber in meinem Herzen möchte ich doch kein fremder Gast unter! Ihnen bleiben. Wie aus dem alten Hamburg das neue wurde, wie es sich in selbsteigencr Kraft emporgeschivungen hat »nd ivie cs doch zu vollstem Aufblühen erst gelangen loiinle, seitdem »ns das Reich erstanden ist, das haben Euer Magnifizenz uns soeben in beredten Worte» geschildert. Aber ebenso weiß das Reich, was ihm Hamburg ist. Ter gewaltige Hafen, die Mcrstanlagcn, die Flotte des Frie dcns aus der Elbe und draußen am Meer, der jahraus >ahr ei» wacklige Schisse zuwachsen, das sich glanzvoll weitende Stadtbild, der großartige Zug und Schwung, die Iraftvoll zusammciigcsaßic Energie Ihrer Arbeit — wer das sieht und fühlt, der cmpsindcl eS; hier atmet das Deutsche Reich, hier atmet das Reich durch Hamburgs Lungen die salzige, frische Lust der weilen Welt, ohne die cs nicht mehr leben kann. Tas „mccrcsfrohe Hamburg" so nannte Ihr „„vergeßlicher Bürgermeister Burchard seine Vaterstadt. Ten helle» Blick hinausgerichtct über die völlervcrbiiidciidc See überall hi», wohin freudiger Unternehmungsgeist deutschen Fleiß und deutsche Kultur zu tragen trachtet, so entsende» Hamburgs Väter ihre Söhne Jahr für Jahr hinaus >» die weite Fremde , wie die kernigen Völker des alten Italiens einen heiligen Frühling, das ver yaerum, zum Kampf hiuaus- sandien. 'Aber einen friedlichen Kampf gilt es hier. Ter hamburgische Kaufherr sucht »ach dem Worte des Dichters in Venedig und nicht in Karthago sein Vorbild. Im Kamps des Lebens, im Wettbewerb der Kräfte lerne» Ihre jungen Hamburger zu arbeite», z» schauen, zu vergleiche», zu ver handeln. So ergänzt sich von Geschlecht z» Geschlecht Ihre werktätige, unternehmungsfrohe Bürgerschaft, so erzeugt sie sich immer nuss neue die führenden Männer, deren Ham burger Ruhm deutscher Ruhm ist. Kleines klein und Großes groß sehen - dieser Imperativ, den wir Deutsche niemals genug beherzigen kö n n cn , er scheint mir die Devise hamburgische,, Schaffens zu sein. Wo »ach weit gesteckten, aber klar »nd fest crfaßlen Zielen zu arbeiten ist, n i ch t » a ch Lustgcbildeu begehrlicher Phantasie, überall und allemal leiht Hamburg dem Reiche freudig und willig Herz „nd Hand, sichert sich den überzeugten Dank des Reiches. Die Ställen der Kunst, des Wissens und des Studiums, an die Sic mich heute führten, zeigen, wie Hamburg aufs neue ein Mittelpunkt bürgerlicher Gcistcskultur geworden ist, wie einst in den klassischen Tagen, da Lessiug und K l o v stock Bürger dieser Stadt waren und da ein den l schcs N a I i o n a l t h c a t c r in Hamburg seinen Sitz ausgcschlagen halte. Morgen werde ich das Schiff scheu dürfe», das den für uns Deutsche stolzesten Namen trägt. Die Fl-rgge des Im i peraior auf boher See, sie kündet ^hamburgische» Geist »nd deutsche Arbeit unter Kaiserlichem Schutz im friedlichen Wettstreit der Nationen. lDaukbor für die Fälle dieser Bilden frohe» und schassenden Lebens, erhebe ich mciu Glas mit dem Rufe: Der Hobe Senat und die freie Hansestadt .Hamburg hoch! hoch! hoch! Gras verchtold in München. Wien, 3. März. In Besprechung des besonders herzlichen Empfanges, den Graf Berchtoid in München gefunden ha«, verweist das „Ne ueWiener T ag b l n t t" aus die zahlte,ckei, Binde der Geschichte, Kultur und de-., fünfte lerischen Empfindens, welche Oesterreich und Bayern verbinden, sowie aus lue innigste Freundschaft des Hauses Habs bürg mit dein Hache Wittelsbach und fährt fort; Zur auirichtigen Freude und lebhaslestci, Genugtuung gereichen unseren politisch;,, Kreisen und der ganzen Bevölkerung die ganz »iigcwöhnlichen Ehre» und das allseitige Bemühen, den Gästen aus Wien >» der glänzendsten Weise zu dokumentieren, welch hohen An ,'ehens und welcher volitischen und persönlichen Wertschätzung fiel, Gras Berchwld auch im Bauernlande ersten! Die Tage von Mün che», sagt das Blatt, sind ein Dokument der herzlichsten F r e „ n d s ch a s, und zugleich der volitischen u e b e r e l n - st i m m u n g >» den großen 'Autgaben, die die »iternationalc Pol, tif zu erfüllen hat. Gras Berchwld empfing für seine Person und dann, zugleich für die Ziele der östeircichisch-ungarischen Politik eine stolze Würdigung in München, deren man sich llicrzulande aus richtig freut. t Ta» „Wiener Frcmdcnblatt" schreckt in eine»' Leitartikel: Der Besuch des Grasen Beichwld in München, die herzlichc Ausnahme, die der österreichisch ungarische Minister des Aeußcr» und seine Gemahlin in der Hauvlstad, Bayerns gesunden haben, die Audienzen beim Königspaar und der persönliche Verkehr mit den teilenden banerischen Funktionären haben neuerliä, das sreimd schaiiliche Verhältnis zwischen Bauern „nd Oesterreich Ungarn zum sinniälligen Ausdruck gebrach, und werden eine abermalige Kräs- tignng der wechselseitigen Relationen l-eider Staaten herbeisübre». Tas Band innigster Freundschaft, das »ach alter Tro bition die Häuser Hal> sburg n»d Wittel sbach umschließt und durch enge verwandtschaitliche Bezichungc» stets aufs neue be- scftigt wird, ist zu einem unlöslichen Baude geworden, das Oesterreich Ungarn und Bauern miteinander verlnüvst- Immer hat Oesterreich besonderen Anteil an de» Ereignissen des bäuerischen Königreiches, möge» sie »un glückliche oder leidvollr gewesen sein, genommen. Oesterreich-Ungarn Hai mit Bauern die freudigen An lasse gefeiert und mit Bayern die Trauer über Harle Schicksalsschläge empfunden. u,ch das; das banerische Königreich der Monarchie gegenüber von denselben Gefühlen beseelt war und ist, dar, man wobt füglich behauvien. Ter Willkommengruß, de» Bayern dem Lenker der österreichisch ungarische» auswärtigen Politik zolll, ist zugleich ein aus auirichtigcm Herzen entspringender Freund ickiailsgruß sür die dem Deutschen Reiche eng verbündete und be ireundklc Tonaninonarchie. Man alaubt es den, bayerischen Staate gern, daß er bei dieser festlichen Gelegenheit mil besonderer Herzlichkeit der Bande der i a h r b n » d e r I a l I e » Blntver w a n d t s ch a s t gern gedenkt, die die wittclsbachtschei» Herrscher mit dem ErzhausoaHabsburg verbindet. M ün ch e n, 3. März. Nachmittags besuchte Graf Berch- told mehrere Hof- »nd Staatswürdenträger. 'Am Abend fand in der österreichischci, Gesandtschaft Konzert statt, ivozu das Königspaar mit den Prinzessinnen-Töchter», der Krön Prinz und andere Mitglieder des königlichen Hauses sowie die Insaniin Eulalia von Spanien erschienen. Nach den Musiloorträgcn fand ein Souper statt. Um II Uhr 40 erfolgte die Abreise des Grasen und der Gräfin Bcrchtold. Deutsche» Reich. Eine Anfrage des A b g. E rz d c r g c r im Reichstag. Im Reichstage ist von den, 'Abgeordneten Erzbcrgcr folgende Anfrage cingcbracht worden: Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, aus welchen Ursachen die beide» Burschen des Generalmajors Boeß in Neiße Selbstmord verübt haben? Welches Resultat ergab die ärztliche Untersuchung der Leiche» der Getöteten? Warum laud die Beerdigung nicht in der .Heimat der Soldaten statt? WievielBurscheiihatGcucralm ajorBoeßseit Oktober 1913 gehabt? D i c badische Zweite Kammer hat in ihrer Vor- mittagssihung am Dienstag die Koste» iür die Wiederherstellung der Mü nchcn c r Gesandtschaft gegen die Stimmen der Fortschrittler und der Sozialdemokraten bewilligt. In der 'Aussprache führte für die nattoualliberalc Partei der Abg. Rebmann als Hauptgründe für die veränderte Haltung feiner Partei an. daß vor allem der Lin unbekanntes vrama «otzebues über das Zahr M4. Unter den zahlreichen Dramen, mit denen der ichnellierlige Vielschreiber und ersolgrcichstr Thealerdichter iemcr Jett 'August von Kotzcbuc die deuiichc Bühne versorgt bat. zieht Hermann Äenzl m einem Aussatz der Cotta'jchcn MonalSichrist „Der Greis" ein intcressanles unbekanmes Feuivrel ans Licht, das gerade jetzt einen aktuellen Reiz besitzt, weil es kühn den Zeit- laum von 100 Jahren überfliegt und die Zustande von 19l4 darstellen wUl. Das Drama „Die hundert, ahrigeu Eichen oder da« Jahr 1914", ein „Voripiel Mit Gelang und Tänzen", das in den Gcsamiausgabcn der Kotzebueschen Werke nicht enthalten ist, wurde von Kienzl zusammen mit einem andern noch nie qedrucklen Schausvicl „Temcirius" und einem ebenfalls unbe- lamrlen Pasguill a», Navoleo» „Nack, ^emandt ^ unterirdische Reise" das sich als eine Parodie aus den ,,^au!t" erweist, im handschriftlichen Nachlaß Kotzcbues ausgefundcn "tAiS Voripiel wurde am 19 und 24. Lkwber 1814 »n Berliner Opernhauie mit der Bühnen,imiik von B. A. Weber auiaeführt und konnte als eine verivätele F e st v o r ft c I l n n g w der Rückkehr der Truvven aus dem Beircuingskriege -elieii Eigentlich batte ja ein Werk Goelbes. das au, Bestel wna Estlands verfaßte Drama „Des Evimenides Erwachen" den ^oßen Anlaß oerherrliche» sollen Aber die Arbeit lra, zu Gät ein die Komposition der dazu gehörigen «iusik verzogene «ch und so konnte die Auijührung erst am 30. Mörz 181o ftatt iinhnt Ter stets bereite Kotzebue ivrang NN die Breickie und ver aßtc sein FesDnel von den „Deutschen Eichen", das IN der .rdee „i, Goelbes Evimenides" eine gewiue Verwandt,chail - Hai. Mäbeend iedo» bei Goethe der erwachte Wundcrfchlaser von der oallzogenen Beireiung Deutschlands überrascht wirb, kehr, be> Koycbue ein hondertiädriger Ilrgreis denen Eltern «ur Zeck der noooieaniichcn Schreckensbcrr,cha„ nach einer ein,amen ^n,el ent io^stwarcn nach 100 Jahren 1914 in das glücklich aeranderie De^ckwnd zurück Der rüstige Ur-Urankel. den ein irammes Gestdmfterpaar mit S-bnsu», erwanet. ha, am dem weltsernen J tr 1814 geboren wurde, „geichutzl vor eurovanchem '«tt aclebt^ aber nun zieht es ihn nach dem Lande seiner s£F' cr kommt nun gerade.recht zur Hochzeit icincr Enkel- I "d " der J-hrhundertieier. die Fürst und Volk begehen, »^erstaunten Frager wird dann erzählt, wie herrlich »ch alles l Ä w« 6«t, und wir, bie wir heule an dem von s-s-kse erkräumten Zeitpunkte stehen, können genau kontral KoNebue r -^ch,ers Zukunftsbild nur eine Utopie war. Curopa^ist rM ™« wir dem Kotzebue von 1814 glauben wolle», 1914 ein vollkommenes Paradies. Ein -volles Iahr- hunderi ungestörten Friedens ist oeriloisen; die Throne Eu- rovas stehen lest und nnvereücki, wie sie nach dem ersten Pariser Frieden ausgestellt wurden. Mid dankbar erkennen die Völker, daß sie alle ihre Errmigenschaste» nur den Herrschern vor 100 Iahlen zuzuschreiben lwbcn, besoiiders denen der-Heiligen Allianz. Im Jahre 1914 sind — naliirlich nach Kotzebue die Heere längst abgcschässt: es gibt keine allgemeine .Wchrvilicht mehr, und nur zur Erinnerung an den einstigen MUirärdienst Irägl der Bürger ein Wchrgchenk als Abzeichen seiner Würde und Freiheit. Statt „Heil dir im Sieger " iingt man nur nach „Heil dir IN, Friedenskranz"; „Volk und Fürst sind eins", und io ist es nicht nur i» Teutschland, sondern in ganz Europa. Auch die soziale Frage ist gelöst. Zuni Schluß hält „der deukichc Fürst", der Urenkel des Preußenkönigs von 1814, also niemand anders als Kaiser WU Helm II., der an der Spitze des durch einen „Bundestag" geeinten Deutschland steht, eine lange Rede^ vom „Deutschen Vaterland, Das, ohne blinde Gunst, in allen Ständen Tie Tugend ehrt, die es geprüit erfand." Dabei aber vollzieht sich natürlich das ganze Zulunsisbild in dem äußeren Rahnien van 18,1 Der Greis kommt nicht etwa in einem 'Auto oder einem Luftichiii »ach Berlin, sondein man hört ein Posthorn, dann hält ein Wagen ... Tie „Postschncckc" trägt den Hunderlsährigen in das Teutt'chland von 1911 ver ToScskamps-rine Zabel? Mil Icbhaiter Spannung veriolgt man gegcnwärlig in England eine ärztliche Koittroverse, die den Beweis erbringen will, daß die landläufigen Vorstellungen vom Todcskampse »nd von dem korverlichen Schmerz des Sterbens eine Fabel lind Ter Ausgangsvunk, der Erörierungen ist die Aussage, die Cook Wilion in der Times über leine Eriabrunge» am Sterbebette ieines Valers vcröiientlicht hat. „Im letzten Stadium," führt Wilson hier aus, „setzte dos schnelle mühsame Atmen ein, das in solchen Fällen oft auitriti. Es war erschütternd, das zu hören UN» zu sehen, aber die Aerztc veriicherlcn mir, daß der Patient nichts von alledem nnssc. Man konnte die Grundlage dieser ärztlichen Meinung anerkennen und cs doch nicht verhindern, daß man Immer wieder dachte: diese Ausnahme ist im besten Falle wahrscheinlich, sie kann durch die Erfahrung nicht bewiesen werden. Es wurde immer entsetzlicher, den Zustand meines Vaters zu beobachten; das Keuchen war so laut, so schnell und scheinbar mu so gioßcii Qualen verknüpft, daß ich immer wieder die Meinung der 'Aerztc anzwciselte; ich konnte es nicht glauben Mein Vater war jedoch ei» ungewöhnlich kräftiger Mensch und überlebte jene inrchtbare Nacht. 2lm Morgen ging sei» Atem viel ruhiger, er kam wieder zum Bewußtsein und war imstande, ein wenig zu imechen. Er wußte, daß der 'Arzt um diese Zeit wieder kommen inüßie, und sagte mir oollkomnien klar: „Sage dem Dotior, ich hätte eine sehr gute Nacht verbracht." Die englischen Blätter haben nun eine Anzahl von Aussagen ärzilicher Autoritäten cingcholt, von denen die Mehrzahl in der Tat die volksiümlichc Vorstellung van den kärverUchcn Leiden eines Todeskampses ablehncn. „Tie Leiden der -oterbcndcn," so außen sich ein hervorragender 'Arzt, „lind mehr tcheinbar als wirklich, in der überwältigenden Mehrzahl der Fälle tritt barni. herzig Beivußllosigkcit ein. Alle Ehirurge» ioissen, in wie hes- riger Weite sich ein gewisser Typus von Paiiente» gegen die stäir- kose sträubt und Ivehrt — und wenn sie wieder zu sich kommen, müssen die meisten erklären, daß sie sich aut keinerlei Schmerz oder Leiden besinnen können." 'Auch die Matrone der Krankenichivestern der zwöl, größten Londoner Krankenhäuser erklärt, der Todeslamv, könne mit guten Gründen als eine Fabel bezeichnet werdeii. Eon an Doyle, der bekaniillech itrsorünglich uo» Ben» 'Arzt war, ehe er Schriitstellcr wurde. Int diese Frage IN seinem Buche „ihr Stark Mnnro Leiters" behandelt. „Alle körperlichen Leiden des Lebens", schreibt da Oe. Stark Munro, „scheinen im Tode zu gipfeln, »nd doch ist das Sterben, wie ich cs beobachtete, iocdee ein schmerzvoller noch ein snrchtbarer Prozeß. In vielen Fällen sliibi ein Mensch, obne auch nur entserut so virl Schmerzen zu erdulden, als sie etwa ein Nagelgeschmür oder eine Geschwulst am .Kinn hcivornisen würde. Und oft sind es gerade Tadeskämose, die dem Zuschauer am surchtbaritc» erscheincn und dem Lcideirden den wenigsten Schmerz bereuen. Ja es ist zweifelhaft, ob die Toten, wenn ihre Zunge wieder gelöst werden könnte, sich ihres Todcslainpies überbaupi erinnern ivürden Ich bin überzeugt, daß, gesetzt den Fall, ein weben geborenes Kind und ein soeben veniorbener Mann könnten ihre Schmerzen vergleichen, das Kind es sein würde, das mehr litt." — Kurze Nachrichten au s Kunst und Wissenschaft. In B c r l i n ist, der Schriststcllcr P a e t o w im 'Alter von 44 Jahren gestorben. Er ivar u. a. an der „Deutschen Rundschau" als Redakteur und an der „Täglichen Rundschau" als Musikkritiker tätig. M nvoi-.u ch n ß I i tz u n a im Hotel Schütz ab. Aus dein Berichi des Varsitzenden entnehmen wir folgendes: Nachdem Prosessor Dr. Mitte rmeicr das 'Amt des Bezirks Pertraucnsmaancs niedergclcgt hatte, wurde vom hessischen Landesverband Rechtsanwalt .Kaufmail II zu seinem Nachfolger ernannt. A,n I. Januar 1914 gehörten dem Bezirk 18 Vereine und 126 Einzelmikglieder an. Ter Kassenbestand zeigte aus dem Jahre 1913 einen kleinen Ucbcrschuß. Es wurde ein Ausschuß gewählt mit dem Auftrag, die von dem Rechner gelegte Abrechnung zu prüfen. Ta die Erledigung aller Arbeiten durch oen großen Bezirksausschuß zu umständlich crichien, wurde heschiossen, einen Vorstand zu ivählen. Es wurde» gewählt als Vertreter der schule» Hauvtlehrer Kuauß, für die Turnvereine Unipeisitälsickietär Erle und Kaufmann Fix, für die Sportvereine Tr. Schütz und H o s m a» », für die Radial,rer Fabrikant L ö t t g e n , als Vertreter der Wasierivortoereinc iolk ein geeianeles Mitglied der Rudergesellschait vvn 1877 und als solcher für Wandersporlverciiic ein solcher des Wandervogels gewählt werben. 'Außerdem gehören dem Vorstand an der Bezirks-Ver rrauensmann und der Rechner, Bankdircktor H c ich c l h e i nt. Weiler wurde beschlossen, Fachausschüsse für die einzelnen 'Arten aller Leibesübungen zu bilden, deren Leitung den einzelnen zuständlgcn Vorstanbsmstgtiedciii selbständig obliegt. 'Alle Mitglieder des Bezirksausschusses, der sich aus je einem Vertreter aller körperschaftlich angcichlonenen Vereine zuiammensctzt, solle am die einzelnen Fachausschüsse verteilt und ihnen io Gelegenheit zur praktischen Mitarbeit gegeben werden. Ter Vorstand wurde beauftragt, Satzungen tür den Bezirk ausznarbeilen und diese in der nächsten Ausschußsitzung vorzulege». Für das Jahr 1914 wurden folgende Beranstalnmgcn beschlossen: I. ein Wald laut für Vcreinsmannschajten über zwei Kilometer am I. April. 2. ei» allgemeines Turn- und Sporiicst am Juli und 3. eilt großes Kriegsiviel zusammen mit dem Bezirk Gießen-Land am 27. September 1914. Zu dem 2. Hestischen Iugendtaa in Fried berg werden als Vertreter des Bezirks gewählt: Hauvtlebrer Knaiiß, Univeriitätssckretär Erle, Referendar Tr. Schütz und Kaufmann Petri ** Ein Gießener in die Fremdenlegion ucrs ch t e v v l. Zu der Verschleppung E o » r a d s tu die französische Fremdenlegion wird uns noch mitgeleitt: Eonrad war seit dem 1. Avril 1913 in der Gießencr Filiale der Allgemeinen Elektrizimlsgesellschaft angestellt, allerdings niefit als Leiter und Ingenieur, als den sich Eonrad selbst ausgab, sondern er bekleidete einen kaufmännischen Posten. Vorher war er in ähnlicher Eigenschaft etwa ein Jahr lang in der A. E. W. zu Frankfurt a. M. tätig gewesen. Tic Gicßencr Stelle verließ er Mitte Januar und wurde seit der Zeit in einer L i m b u r g e r Firma als Lagerhalter be schäftigt. Seine Wohnung in Gießen hatte er trotzdem bei behallcn. Seine Eltern leben in Frankfurt a. M. Der Vater ist Eisenbahnbeamter. Die Familie lebt in guten Verhältnissen. Conrad besitzt zwei Schwestern, --eine Verlobte stamnit nicht aus Schotten, wie uns irrtümlich mitgeteilt wurde, sondern sie ist eine Wirtstochter in L a u b n ch. lieber den Verbleib Conrads ist noch nichts Näheres sestgestellt worden. "Schon wieder ein F r e m d c n I c g i o n ä r. Ein LLjähriger junger Mensch ans U c 11 e rs h a »s c n kehrte, nachdem er Weihnachten in der Heimat verlebt hatte, wieder nach dem rheinischen Industriegebiet zurück. Trotzdem er sonst immer pünktlich im Schreiben gewesen war, bekamen seine Angehörigen keine Nachricht. Dieser Tage kam mm ein Brief, in dem er initteiltc, daß er aus der Rückreise im Eiscnbahnzng zwischen Gießen und Köln plötzlich ein, g e s ch l a f e it und erst in Pari s z u r Besinnung ge kommen sei — als F r e m d e n 1 c g i v n ä r. Mit einem anderen Deutschen sei er jedoch in eine« günstigen Augenblick entwichen und bis S a a r l o u i W gekommen, wo ihn ein Gntspächter mit Kleidern versehen habe. Bon hier aus bar er um Gelb zur Rückreise. ** D i c Maul- und K l a n c n s c u ch e in Nieder Wöllstadt, Kreis Friedberg, ist erloschen. Das Groß-z Herzogtum ist somit zurzeit wieder seuchenfrci. ** Landwirts chastska ni mer für da s G r o ß - h erzogt» m He s s e n. Landwirtschaftliche Vonräge finden stall: Am Samstag, 7.März, abends 7> Uhr, in Cticr- Rp s bach im Gasthausc von Schlotttierll. über: „Durch welche Maßnahmen gelangt man in der modernen Landwirtschaft zu einer Erhöhung der Reinerträge?" lGroßh. Land- wirtschaftslehrcr Tr. Hossmann, Fricdberg.) Sonntag, 8.März, nachmittags 4 Uhr, in Lardenbach im Gast- Hause von Diehl über: „Zweckmäßige Anwendung der natürlichen und künstlichen Düngemittel". ekonomirrat Weitzel, Lich.l Dienstag, lkß. März, abends 8 Uhr, in Bingenheim im Gasthanse von Pipv über: „Tic Be deutung der Fruchlsolge und ihre einschlägigen Snsleme". (Großh. Landwirlschastslehker Dr. Hofs mann, Fried- bcrg.) Vom S I a d 1 1 h c a l c r wird uns geschrieben: Zu der Iranzöinckirn Ausiühruiig am Donnerstag ilc eloitrc von Emile Berhaew» werden im Thealcrburcan Prospekte mit dentsdicr Inhaltsangabe des Werkes gratis abgegeben. — Zu der Austüh- rung von Earl Rößlers neuem Luftipicl am Freitag dürfte noch ei» 'Auszug ans einer Befprechung des „Berliner Tageblattes" inlercsstcren: „Was am meisten an diesem llntcrholtungsspielc crireul, ist aber der iclre» gut gearbeitete Dialog. Gar zu wenige 'Autoren, die den Thealcrmarkt versorgen, bclwrrichcn ihn. Rößler Hai darin eine gcwiiie, mondäne, unauldriitgliche und doch gut belichtete Vornkhmlicit gewonnen. Er hat Wendlingen. die so gut sind, daß man nur vergnüglich lächelt, und nicht herausvlatzt vor Lachen. Da ist die Grinieioaldvilla einer reichen inngcn 'Witwe und Monte Carlo: die Klubltzille vor dein Zpicliaal Leicht ergibt sich in einem Lustspiel, was eine Grnnewaldvilla, eine junge Witwe und Monte Carlo miteinander zu IU» haben: b» geben die Männer eben zu tu», jene, deren Sehnsucht nach Monte nicht minder groß ist als nach der reichen inngen Witwe Drei, vier Heiratsanträge kominen. Was sott man „in ? Man enlitikhi. In Monte iß ein Vetter des verstorbenen Mannes zu retten. Und eine junge Frau möchte sich zuweilen gern selbst ein bißchen verlieren Dar alles wird nach dem Schachspiel „Rösselsprung" genannt, weil die pp. kleine Baronin auch nur so ini Zickzack, statt geradeaus zu Ihrem längst bereiten Bankier kommt. Rößler iß aber ein geschickter Spieler und gewann wieder einmal die groß e Partie mit beim Publikum." " Preußische Klasse nlolterie. Tie Erneuernnq der Lose zur 3. Klaße muß »oder Vorlegung des Borklassenloses bis »NI» 9. März, abeuds tz Ilhr, geschehen. 2luch müssen bis zu dein i-orerioähnlen Ternii» die Freilose gegen Rückgabe der gezogene» Lose in Emvsgitg genoninic» iverden. I» der 3. Klasse kominen insgeiaml 2 277 197 Mark zur Verlosung, darunter Hauptgewinne von Mk. 7ö OOO, Mk. 50 000, Mk. 30 0 0 usm. “* G n t er r e ch ts r c g ist er. Güterlren »>:» g haben vereinbart: Ludwig Wassnng, Bnreauvorstehcr, und Kalharino, geb. Schtvarh, in '»-'ainz. ** Kleine 9K ittcilnngen. Vor kurzem ertrank in der Fulda bei Sandlofs ein am Babnbau beschäftigter ausländischer Arbeiter. Tie Leiche konnte noch nicht geborgen werben. Beim Abichlicßen des Tores wurde der Hoigntsverwaltcr S v c n g l e r zu R a » st a b I von seinem Stallichweizcr überfalle» und durüi Mcstcrßichc lebensgefährlich vcrlctzi. Ter Schweizer würbe verhastei In der Luntvensorticranßall von Ignatz Berger in Ober ursel explodierte aus bislicr nicht ermittelten Ursachen eine Lokomobile. Tabci wurden zwei Llrbciter schwer verletzt. In L o n d o r r stürzte bei- vierjährige Sohn des Genbarmeriewackn Meisters W c i tz beim Spielen in die Janchcgrube und ertrank. ” Koulnrje in »rcste». Tas Konknrsvertahren über das Vermögen der Lob Schönberg 2ö,twe in 'Weiskirche» in Hebe» ist nach erfolgter'Abhaltung des Schlunlermins anigehobe» worden. Kreis Friedberg. Hessische Iugcnühelfer Peresnigung. Fricdberg, 3. März. Unsere Stadt steht henke und inor gen im Zeichen Jungdeutichlands lind der Jugendpflege Mtd Ingen,'bewegung. Eine Vortagung zu dem morgen stattfindenden zweite» Hessischen I u g e II d l. a g und der Mitglicdeiocr sammlung des Hessischen Landesverbandes „I n n g -deutsch! and" hielt heute nachmittag bereits die Hessische I u g e n d h c l s c r - P c r e i n i g ii n g im Predigerseminar imtcv dem Vorsitz von Tirektor Tr. Ü Zchoell ab Die Tagung war aus dem ganzen Henenlande van Geistliche», Lehrern und Berussjugcndpslcgcrit bciucht. Ter Vorsitzende begrüßte die Mit glieder und Gäste, insbesondere auch den Vertreter des Konsistori »ms. Außer gcschästlichen Berichten befaßte jich die Tagesordnung mir zwei hochinrereiianlen Vorträgen. Zunächst sprach Hauptmann T e i ß - Butzbach über „W a s r r e i b e n wir mit unserer Jugend im Gelände?" Ter Redner, der aus einer reichen, vraltischcn Erlahrung schöpilc, führte »ach allgemeinen Ei »lei tungen aus, daß die meisten der zum Militär Eintretenden >2 t c i s b e i r n n d u II g c w a II d t h e i t, Mangel an richtigem Sehe I und ei» sehr geringes B c o b a ch t n » g s und A u f f a s > u n g s v e r in ö g e n mitbringcn. Diese Mängel müssen schon vor dem Ein tritt ins Heer beseitigt werden. Ter Sleirhcit und llngewandthei! arbeiien^an, besten das Turn c n und Spielen entgegen, di, in der Turnhalle oder ans dem Turnplatz eifrig gepflegt werden müssen. Tabei sind besonders die Uebungen, die das eigentlich! Ueben im (tzeläudc vorberciten und unterstützen helfen, ganz be sonders zu beachten, lvie die verschiedenen Arten des 2 pringens. das llcberwindcn von Hindernisse» als angeivandtes Turnen, das Klettern an Stangen und Tau, Tauziehen: auch das Kriechen darf besonders geübt werden. Tie eigentlichen Hebungen im Ge lande haben dann zunächst den Mangel an rechtem Sehen zu be Pitigen: cs ist das Auge besonders zu üben. >r.>»t> den Beobachtungssinn in liervorragei, del» Maße. Weiler ist dann das Spähen und K u n d l cha i ten. was das Patrouillieren beim Militär vorbereitet, durchzu nehmen. Dabei sind die Jungen frühzeitig zu erziehen, daß sie ctlvas melden, loenns zunächst auch nur ivas Negatives ist. Wenn alle diese Einzelheiten in gründlicher Einzel- und Gruppen ausbildung geübt sind, dann kann man den Jungen gewissermaßen als Belohnring mit einem G c l ä n d'e - o d c r F e l d s p i c t, welche Bezeichnungeli viel angebrachter als der übliche 'Ausdruck Kriegs- spiel seien, aufwarlcii, lvobci möglichst mehrere Ortsgrnppeil zu sannncn wirken sollen. Tas Gelände spie,, das am besten mit einem 'Abkochen in Aluminiumkochgeschirrcn endet, ist nicht das wichtigste, die Hauviiache bleib! die Kleinarbeit, die gründliche Einzelausbil düng INI richtigen Sehen, Beobachten und 'Austassen als wertvolle Vorbereitung für den später» Dienst im Heere. Tie Geländespiele werden nur ab und zu als Llbschinß der Llusbildung ,'lnqeschdben. auch aus dem Grunde, um den Jungen einmal eine besondere Freude zu bereiten. '.Auch die II n i f o r ni i c r ü n g ist Nicht die Hauptsache, wie überhaupt die ganze so ernste Sache nick» in A e u ß e rli m k e i t e n au Sorten darr. Tie 'Aus tührungen von Hauvttnann .Teiß landen bei der Versammlung ein lebhaftes Echo und regten zu einer regen 2l u s s p r a ch e mr Ten zweiten Bortrag hielt dann der Vorsitzende über „Hott nungen und He >» in » i s s c in der Jugendarbeit der Gegenwart". ?lls Tatsachen, die zu .Hosßnmigcn berechtigen, bczeichnete Jet Redner de» neuen Geist, der sich in dcr Jugcnd zu regen beginnt, das A u f w a ch c n von Staat und Gemeinde inbczug auf die Iugcndpilegcirage, ferner den F o r I i ch r , 11 l n d e r M e I h o d e der Jugendpflege. Diesen er - treulichen Zeichen stehen aber auch manche Gefahren gegenüber. ES sei mir an den stark um sich greifenden Radikatisnnis unter der (Jugend, an dos Schwinden der 'Autoritäten und an die Gefahr der Oberftächenkultur erinnert. An die von hohem Op timismus getragenen 'Ausführungen des Redners schloß sich eben falls eine iördeiiide Aussprache an, die noch mit manchem erfreu tichcm Ergebnis, aber auch mit mancher Enttäuschung ans dcr Praxis der Jugendpflege in Stadt und Land bekannt Machte. So konnte dann in der späten Nachririttagrftunde der Vorsitzende die sehr anregend und gewinndringend verlaufene Vcrsammlnng mit Worten des Tankes an alle Redner schließe». 'Als Einleitung des morgigen Iugendtagcs veranstaltele die Fricdberger Ortsgriippe von I n n g - T ent sch l a II d beuü' abend im dicht besetzten Saalban dann noch einen „I u g c » da b c n d", wobei alle Korvoraiioilen, die der Ortsgruppe angehörcn, mit- wirkten. Tas Plilitärkurhaus zu Bad-Nauheim. In letzter Zeit gingen eine Reihe von teils ungenauen, teils ialsche» Nachrichten über das Milttärkurhmis in Bad-Naubciii» durch die Presse Hessens. Beispielsweise hieß es in Berichten, daß meistens 2 üdwestatdrika»er weilen, während in Wirklichkeit nur einer zurzeit dort lvar. Ebenfalls entbehrt die Meldung von der Erbauung eines zweiten Militärkurhouics jeglicher Begründung. Ii» Interesse der Sache beauftragten wir daher unseren Bad-Nauheimcr Mitarbeiter, uns a»i Grund persönlicher In sormationen einen genauen Bericht zur Beriügung zu stellen Er schreibt: .-tz Bad Nauheim, 4. Mörz. Zu den Kuranstalten, die «eiten Krciicn der 'Allgemeinheit zugute kommen, zählt auch unser Rilitärkurhaus, eine Anstalt, wie ähnliche noch 4 oder.» im Gebiet des Deutlchen Reiches errichtet wurden. Das Bad- ''Imifirnarr Mititärkurbans, da:- aus zwei Villen in der Frank iurwr Stratr brftdu, Iwt im verqatigcne» Fahre baulich „ia»ck>e Pcrävderuvl und Erweiterung cnahrc» U o, würbe «-ieftrifrh-e Lickt angeleM und eine Zentralheizung geschaffen. Ta-:- Militör- Inrbcms, dos auch sonst jetzt allen »cuzeitlichcn sanitären und bugienlschen Forderungen entspricht, ist nach de» Umbau tu der Loge, 58 »nierossizieren und Mannschaften und 10 Offizieren, und Militärbemirten glciklqeüig einen außerordentlich behaglich-» Ausenthalt zu gewähren, Ha zu kommen noch 10 Kommanlnerte Obwohl es noch einige Wochen bis zum Zaisvnbeqin» sind, ist die Militararistalt gegenwärtig doch schon beinahe besetzt, Es sind angcnbiicklich schon 56 Militärkurgäste anwesend, die setzt iioch im städtischen St'onibfnftiü baden müssen In diesen Tage» werden aber schon die erste» staatlichen Badehauser geöffnet. Das Mili tärkprhaus wird besucht von Leuten des aktive» Heeres, der Marine und der Kolonialtruppen, sowie von Militär und KriegsiNvatiükn und Militäranwärtcr», Tic Soldaten, die sich aiiS den entlegenste» Teilen des Reiches hier zusammenlindeu, gewähr«» in der Per schiedcnarrigkeit ihrer Uniformen häufig ein sehr bunter „Ith ab loechslungsrcrchcs Bild, Fm Bereit, mit der Wirkung unserer Bader lwt dos Militärkurliaus durch die gute Berpflegung lind sorgfältige Behandlung schon manchem Invaliden und tranken Soldaten Linderung oder vollständige Heilung seiner zumeist im Dienste fürs Vaterland erworbenen Leiden geschaffen Htssen-diassau. st Marburg, 3. März. Durch den Gen eralpardou aniänlich der Erhebung der Webrsteuer sollen hier etwa drei Millionen Mark bisher der Bestelierung entzogene? Vermögen s - st g - st e I l t ivorden sein. Höchst a.M,, 3. März. Ein schweres Aui oni obil- u n glück ereignete sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr aus der Mainzer Landstraße bei Sindlingen. Ein von den, I„. genieur v. Konowetzki gesteuertes, dem Fabrikanten Braß in Oberursel gehöriges Automobil, in dem sich anher de», Ingenieur noch der Fabrikant Spang von Oberursel »nd der Weckmeister Joses Brechen mach er an? Frankfurt befanden, kam ans der Fahrt »ach Mainz, jcdenialls insolge z» schnellen Fahren?, an einer scharfen Kurve in? Schlendern imd überschlug sich. Der Lenker des Autos und der Fabrikant erlitten beträchtliche Verletzungen. Sie ivurdcn in da? Höchster Krankenhaus, beziv. in die Wohnung de? Werk, meistcr? nach Oberursel gebracht. Ta? Automobil ist zertrümmert. Vereinsnachrichten. -- Annerod, 3. März. Ter Aricqervcrriu veränstal- tUtc am Sonntag abend im Saale des Gaftivirts Engelhardt einen Vortragsabend Lehrer Kei l ans Klein-Linden schilderte de» Aus lban des türkischen Reiches von Anfang an bis zur heutigen seit, die letzten Balkankricgc imd Deutschlands Interessen auf dem Bal kan, Tpr Vorsitzende Haas dankte dem Redner für seine lehrreichen Worte und brachte ein Hoch aus Kaiser und Reich aus. Humoristische Vorlesungen des Redners, wohlgelungene Vorträge ides Kameraden Steller »nd das Singen vaterländischer Lieder hielten die Versammlung noch längere Feit zusammen, - Kirch Göns, 3. März. Der Gesangverein Gering n ia feierte unter der Lcüung seines Dirigenten Ernst Endc^rs- Gießen an, versessenen Samstag abend ini Eltbardichen Saale sein 52iäbr, Stittunasiest, Der 2, Vorsitzende Wild, Müller I l„grühie die Anwesenden und ehrte das Andenken de-, verstorbenen Bürgermeisters Rern, Die vorgetragenen Eböre des Gesangvereins Germania und des Dovpelouartelt? der Heiterkeit-Giehen fanden ungeteilten Beifall, Besondere Aneckennung gebührt auch dem von erstklassigen Gseßener Kräften anSgcsübrten Konzert, sotvie den Sologesängen des Dirigenten <&. Ender s ~ Büding en, 1. März, Im Verein für ländliche W o hl f a b r t s v s l e g e sprach am Samstag abcnd vor zahl- reicher Znhörcrschait Lchrrr PH, Rautenbusch, Osscnbach, über Rcisceindrücke ans Dalmatien und Montenegro, Ter Redner unterstützte seinen Bortrag durch Karten und Gegenstände aus jenen Ländern, Schöffengericht. --- Gießen, 3. März. „G r a t i S v e r! o s » n g*. Gklegock- lich von Kaninchen- und Ge>lnaelzucht-A»SÜeIlu»os» batten der «»tzanlseur 81. R, von W »nd der Packer !>, S, von St. otnie obrio- kettlichc Genebnnanng looenanntc „Gratisverlosungen^ veranstaltet — der gezahlte EintrittgvreW galt gleich,ein» als Los. — Beide wnrde» wegen Lotterieverge««»? se zu einer Geldslrase vo» 3 Mk, oder I Tag Gefängnis verurteilt. t»VaaL rb Darr» stadt, 3. März, Das S ch >v n r a c r > ch t verurteilt« beute den lüsäbriae» trüberen Eifenbabnafststenten Gustav Adolf Klingmann, geboren zu Gan-Anaelvach. ivobnbalt in Neckarsteinach, wegen Verbreche»? im Amte zu I', Jahren Gefängnis, abzüglich 1 Monate» Unters»ck»ng?hast. Ter An- qcklagle batte in Neckarsteinach innerhalb dreier Jahre Gelder der badilchen Eisenbahnverwaltung im Gesamtbeträge von 3645 Mark unterschlage». _ Univergtäts-Naclirichten. Mil Ablauf des Wintersemesters legt in Göttin gen der Aationalökonon, Professor Lexis sein Amt nieder, — Ten ordentlichen Prosessoren on der Tübinger »NI, versität Tr. Karl Sartorius l-taal?- und Pernwltnnqsrechtl und Dr, Arthur Schn, idl sdentsche? Recht und Kirchenreebtt ivurdc der Rang ani der iü„«le» Slnic der Ranaordnnng verlieben. LandrvirticHüit. — A r b c i t e n a m B i e n c n st a n d c im M a r z. Wie airwhr tich, so brachte uns auch der vergangene Februar einige Flugtaqe, als besten darunter den 24, Dieser Tag toar so sonnig und müd, dah wohl alle Völker ihren Reinigungssing gchalie» babe». Tollte aber trotzdem das cme oder aichcre noch damit im Rückstände sein, so ist cs jetzt an der Zeit, cS an einem einigermaßen günstigen Tage zum Fliegen zu reizen Am beste» erreicht man dies durch Honig, den inan ani einem Brettchen znm Flugloche hineinickiebt. Durch den Geruch angelorkt, tverdcn sich schon nach kurzer Feit die ersten Bienen zeigen, »nd bald werden tvir durch ein emsiges Ein- und Ausstiegen unsere Tätigkeit belobnt sehen, Räuberei hat man bei der ietzlge» küblrn Witterung dabei nicht z» befürchten. An hübschen Tage» versäume man es auch nicht, den Boden der Bicnenwobnung von Gcmüll und toten Bienen zu reinigen. Man erspart dadurch dem Bolle viel Arbeit, Ta das Gcmüll reines Wachs entbäll, so werfe man es Ntchl weg, sonder» sammle cs, um es später mit anderen Wachsab'äilen einzuschmclzcn, Tie toten Biene» untersuche man genau darauibi». ob sich nicht vielleicht eine Königin darunter befindet, Um sich diele Arbeit zu erleichtern, cmpiichlt eS sich, den Boden des Stockes mit Linolenni zu belegen, Abfälle daoon be kommt man in jedeni einschlägigen Geschäfte für billiges Geld Mit eine,» Zuge bat man dann den Bienenstock gereinigt, und nichts, was daraus liegt, entgeht dem auimerksamen Auge des Imkers, Ta das Linoleum nackt »eueren Ilutersuchungen bakterientötend wirken soll, so hat man in ihm zugleich ein ivertvollcs Mittel, Kranlbeileitz von den Böller» sernzuhollen. Es wird nun auch »irfn ausbleiben, daß hin und wieder ein weiselloses Volk au! dem^Slandc zu linden in Für diesen Fall muß man sich schon im Sommer dadurch rüsten, daß man einen oder mehrere kleine Nachschwärme je nach der Größe seines Standes in Aussatzkästchen besonders ein wirst. Mit einem solchen Volke kann man dann im Frübjabre einem verwaisten Stocke leicht ausbelsen. Andere Mittel, tvie Ein hängen von Eiern aus einem anderen Stacke, damit tickt das Volk iclbtt eine König», ziehe, sind in der jetzigen Jahreszeit nicht zu empfehlen. Bis das geschehen ist, geht das Voll zu stark zurück, und cs ist zweifelhaft. ob bis dahin Drohnen oder günstiges Wetter vorhanden sind, die eine Besruchtnng ermöglichen, und meistens hat man dann als Resultat eine drohnetlbrütige Königin, so daß »tan das Volk doch kassieren muß Was iall man also lange herum doktoren" Man vereinige doch lieber gleich ein solches Volk »ist ieineni Nachbar, Um Beißerei zu verhindern, nehme inan Eula lvPius-Oel oder sonst ein bckanntes Mittel, das den beiden Völ lern gleiche» Geruch gibt. Sehr einfach gestaltet sich die Sache^auch dadurch, daß man das Ball ablebrt und alle Waben aus dem Stocke entfernt. In kurzer Zeit sind die Biene» bei einem 'Nachbarvolke e„,gezogen, welcher Vorgang sich IN der Regel ohne Abstechen votl- ziehl. Es ist natürlich selbstverständlich, daß man alle diese Ar beiten nur bei günstiger Witterung vornimmt, denn setzt, da das Brutgcichäst lebhaft cinsctzt, muß man die Völker so viel als möglich vor Wärmeverlusten schützen. S a a t g ul nt ä r k t e. Um den Landwirten die Mög- lichlcit zu geben, auf Grund von Proben sich Saatgut un screr crtragsreichstrn Sorten von Gerste, Hafer, Tonimer wetzen und Kartoffeln zu beschaffen, veranstaltet die Land- wirtschaflslainmer gelegentlich des Zuchtvichinarktes zu Butzbach am Dienstag, den 10. März, von vormittags I» bis nachmittags l Uhr, in der Turnhalle Klcinkinderschulc einen Saatgut in a r k t, Tort werden P rode n v o n G e treibe, sowie Kartoffeln und zwar nur aus den Saatbaiistclle» der Landwrrlschastskainmcr ausgestellt. Es tönncn hierbei Bestellimgen auf das ausgestellte Saatgut von den Landwirten aufgegeben werden, Tie Landioirtrwerden aus diese günstige Gelegenheit zum t'lnlant von sorten cchteiii Saatgut besonders ansmerk>ain gemacht. Tr es de ii, 3, März, Ter am Sonntag aus dem Flugplatz Kadi tz eiitgetrossenc Militärdoppeldecker mit Leutnant M ü ii st e r als Führer und Oberleutnant Schulze als Beobachter ist heute vormittag aus der Rückfahrt nach Töberty bei Kötschenbroda insolge Motorschadens abgcstürzt Beide Flieger blieben unverletzt. Das Flugzeug wnrde stark beschädigt und muß abgerüstet werden, Karlsruhe i. B,, 3. März. Wie die hiesigen Blätter melden, landeten heute mittig auf dem Exerzierplatz die Leutnants v, Ofterroth und Klug auf einem Albakrosdovpel- decker Tie Flieger, die von Tarmstadt kamen: find tviedcr dorthin abgeflogen, To ul, 3, März. Ter Lcnlballoii „Adjutant Vincent", der heute vormittag mit sechs Passagieren in Jssti- les Moulineau ausgeftiegen war, ist heute nachmittag glück lich hier gelandet vermischte». — Ein neues Mittel gegen Tuberkulose, Aus Franliurt g. M„ 3, März, tvird gemeldet: In der gestrigen Sitzung des Frankinrter Aerztlichen Vereins hat Gcbcinlrat Prof, Spieß erstmalig ösientlich Kenntnis von eine»! von ihm entdeckten neuen Mittel zur Bekämpfung der menschlichen Tuberkulose gegeben. Es handelt sich um eine wäbrend zweier Jahre gcvrüite Gold-,Kantharidin -Verbindung, welche der Blutbahn mittels Einspritzung >» die Venen zugciührt tvird »nd die Kranken bernitich nicht schädigt Trotz der ermutigenden Erfolge, vor allem bei Kehlkopf-Tuberkulose, wies der Vortragende daraus bi», daß zunächst Versuche i» größerem Umfange erforderlich sein tverdcn, - O>d c ii s s ch >o indes. Ans Paris, 3, März, wird gemeldet: 'Anläßlich des jüngst nusgedeckten Ordensschwin- dels wurde in der Kanzlei der „Heraldischen und 'Archäologischen Gesellschaft graiilreichs", in welcher der ilüchtige Hochstapler .Hahn, „Graf Ehampvans", eine leitende Rolle spicllc, eine Turchfuchnng vorgenoinnien und eine groß« 'Anzahl von Schriftstücken beschlagnahmt, ES scheint, daß dieser Verein das Treiben der Ordensscsinsindter unterstützt hat, Ter Generalsekretär des Vereins, ei» gewisser E u g o d , hat sich der ihm drohende» gerichtlichen Versolgnn» durch die Flucht entzogen, * E i n Sk n r in von ungewöhnlicher Hc f t i g keil hat die Insel A i t u t a k i int Cook-Archipel verwüstet Eine riesige Meereswoge überschtvemmte die Insel Manti, so daß die ganze Ansiedelung zerstört ivorden ist Tic Ei» wohner lind in bemitleidenswerter Lage * B e i e i n c r T y n a in i t e x p l o si o n in einer Fabrik in Pan l I i l I es wurde» drei Personen getötet, einer wird vermißt, mehrere andere sind verletzt worden, *IinSchneebe g r a b e » Aus N tw ilorf wird ge meldet Ein Zug ans 'Atlantic Eit» liegt seit Sonnrag >n einer IK Fuß hohen Schneewehe begrabe». Viele Personen werden durch die von den Tächcr» sallendeu Schnerinasseu verletz! Tie Spur des ei ii, e » Raubmörder s a m T e u f c l s s e e läßt sick, ziemlich genau versolgen. Er war aui Samstag abend i» Gelt o lv und sprach bei einem Schlächter und bei einem Bäcker vor Wilmcrsdorser »wimrasiaste», weiche Samstag nachmittag »riegsspietc ausführten, trafen die ermordeten Frauen, etwiiso einen Radfahrer und ^ineu anderen Rann, die möglicherweise bei dem Mord i» Frage kommen, * Ttiflu » g, Ter Geh, Komincrzienrat He n s ch c l in K a j s c I stiftete für sciiic Beamten imd Arbeiter der Heu» richshülte i» Watpcr bei Hattingen IlllllXlo Mk, als Grundg stock für eine ArbeiierpensionSkasse und.50000 Ml, für die Beaniienpcnsionskasse, Außerdem hat er dem Landrat des Kreises Hallingen 1 :>ikmi MI. zur Pflege der tuberkulöse» Säuglingssürsorge überwiesen. Kleine Tageschronik. I I li r I 2 »jährige S B e stehe n feiert die Hofluchl Handlung Mittler i>, Sohn in Berlin, die füiif Generationelir hindurch, der Fatnilie gehört Ter älrcstc Korpsstudent, Im Alter von 66 Jahre» starb Geheimer Sanitätsrat Friedrich Barkoiv in Berlin, der älteste Korpsstudent mit 137 Semester», LingcsnnSt. W e r trägt d c n Scl) ad r it v o n g r o fj c II Untern e l) 111 e n ? L a it ii h önv , 2. K Navn. Tie Milch bleibt in der 8tabt bei ihrem alten Preise, die Butter be,',. die Molkcrribnttcr ist und bleii" teuer und tro^dem haben die Molkereien aus dem ^ande den Milch preis vom l. Mär; herabgesetzt, (»an; sicher, um schleudern .» können. Wir Landwirte sollen den Schaden tragen, woran di Molkereien selbst die Tchuld tragen. Es wäre daher ganz am Pla:; wenn die Herren selbst den'8chadcn tragen würden. Ten Wünsche, de-? Pnblilnms sollte mehr Rechnung getragen werden. Wir bitten deshalb alle Landwirte, nicht dem herabgesetzten Preis zu steuern, sondern selbst Hand ans Werk zu legen und sich nickt als Werkzeug benutzen zig lassen. Im Auftrag mehrerer Landwirte: Will). B r ü rt, Langgöns. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wcltcranssichtcn in Hessen am Donnerstag, de» 5. Plärz 1914 : Veränderlich, vorwiegend trüb, zeitweise Rcgenfälle, etwas wärmer, Irische ivestliche Winde.' Letzte ? 1 aefor»eb»en. Zweite K a in in er der L a n d st ä n d e. rb, T ärmst idl, 4, März, Bor der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer ivurde die tz-ruptanssprachc über den Start s h a ii halt fortgesetzt, Abg ll t r i ch hielt eine mehrstündige Rede und polemisierte dabei besonders gegen die Regierung-und die Abg. O f a u i, und M o l t h a n, wobei er e n t s ch i e de n verlangte, daß die Zweite K«ni- in e r aus de in c Mit s s a tz für die Lehrer Ve» stehen bleiben müsse und keineswegs vor dem andern Hause ruf die Knie f in teil dürfe, — Tie Sitzung dauert fort. ei ü) ächte Soiener fHineroI-Paslilien sind seit fast % 3 3ahrzehnlen tccährl bei husten, Beiserkclt, g Katarrh dar buflinegc ela. K achte Sodenei (Ilineral-Paslillan — und nur g diese I incrden aus den bebannlen, oon alters K her 7. jr Kur uersrdneten Gemeinde - Beilquellen 0 flo. 3 u. 13 des Ladas Soden a. Taunus gemonnen. |f ächte 5odener (Dlneral-PasllllcD müssen Sie § verlangen, wenn Sie die wirksamen Salze der K genannten Beilquellen haben sollen. 8 k ^Ucberoll zum Preise von S5 Pfg. pro Stbudilel zu haben. 0 Faijs I ^ Ql J 5 Fags Ssxlehner's Bitterquefle mmmm jämss Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. Gewöhn/. Dosis: 1 Wasserglas uoll. 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I>cr Kcnfzerpark AVundcrvolle Komödie z. Lachen. Sohr pik .nt und humorvoll. 13045a Treue Seelen Hervorragendes Drama in 3 Akten. Wochenübersicht d. Union- Theaters. Neuestes aus oll. Welt! Mode.Sport etc. Posse iiilAkt. DerArat wider Willen. A u fr eh c n e rrege n d! Schrecken d.Dschungeln odei Der Kampf mit wilden Tipern. Gewaltig. Drama in 2 Akten!!! Die Direktion. Philatelistenverein. 2iUmincn jeden 1.,Freitag u. 3. Mittwoch im Äiouat abds. '.»Uhr imGas<-Ebel. Gäste will kommen. iii8<; V. D. H. Morgen Donnerstag abend D lllir: Monats- Versaiumlnng im^otcl (^ronherzog. ( 34 «D Liebigshöhe. * ?mttstii!,, 1 (i Ihr: Kaffee-Konzert (§rnfral='Scrijni!nluit!i Tamslaa. den 7. d. Mts., abends »>/. Uhr, ans dcr Tchisscrbude. Ta»cs-Ordnung: 1. Einaünae. 2. Ausn. neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. 30001) Ter Boritand Dir.: Hermann Steingoetter. Mittwoch d. l.Mär-; INI 1, abctlds 7 Uhr: 18 . 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