Hr.52 Der Sletzener Anzeiger erschein! täglich, außer SountagS. — Beilagen: viermal wöchentlich OietzenerZamiliendläNer; zweimal Ivöchenll.llreis- dlatt förden Ureis Sii:hcn «Lienstag und Freitag); zweimal monatl. land> wirllchaftliche Seitfragen Ferulvrech - Anichliine: f'"'r die Redaktion 112, serlag ». Expedition bl Adrciie iür Deveichcn: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesnummer bis vorntittagS 3 Uhr. Erstes Blatt G'ch«k M- Jahrgang Dienstag. 3. März 19^ nzeiger General-Anzeiger für Oberhessen RotationrdrnS «nd verlsg Ser vrjihl'schr« Umv.-Such- s»tz Strritzriickerei 8. La«-r. Vezugsoect»: monalli ch 7b Pi., oie rtel- fäbrlich Ml. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch diePost Mk.2.—viertel» jährl. ausschl. Bestella. ZeilenvreiS: lokal löPf, auswärts 20 Mennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich iür den polit. Teil: Aug. Goetz; für .Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichtssaal": Karl Neurath; iür .totadi und Land": - . .... . _ . • „ Kurt Bendt; für Sen Httofttaii, Lrvttltl«« l!«d ©rotferei: §chn!strrtze 7. Anzeigenteil: H. Beck, ——— , > > » Ite heutige Nummer umfahl 12 Seiten. Tagcskalender aus dem Zahrc 1814. 3. März: Ucbergabc von S o i s s o II s an den preußischen Ge- ncral v. Bülow. Neue englische Zerrüttungen. England rüstet trotz aller „Abrüstungsvorschläge" werter Und es beruft sich bei erheblichen Nachtragsbewilligungen zum FlottcnhauShall, die der Minister Churchill am gestrigen Montag im Unterhausc begründete, diesmal nicht aus Denischlands Vorgehen, sondern gebrauchte allerlei andere Rechtfertigungen. Ta ist das Del teurer geworden, und da muß schneller gebaut werden, weil Kanada die Wünsche des Mutterlandes nicht zeitig genug erfüllt hat, da wird, und das ist sehr bemerkenswert, der Bau von neuen Schissen beschleunigt, weil die Privatwersten so schnell und prompt gearbeitet hätten. Es ist nach diesem Borgehen Englands wohl ausgeschlossen, daß die vielbesprochenen Abriistungsgedanken verwirklicht werden. Mir erhalten folgenden Bericht: London, 2. März. (Unterhaus.) Der erste Lord der Ad- miralität Churchill bringt den Nachtrags Voranschlag sür dle Flotte ein, der 2V» Millionen Pfund betragt und den Gesamtetat aus 48 300000 Pfund steigert. Der Minister begründete die Mchrsordcrung. Diese wird verursacht erstens durch die höheren Kosten der Vorräte an Oel (500 000 Pfund), zweitens durch ein neues Programm sür Flugzeuge (250 000 Pfund), drittens durch höhere Löhne auf den Wersten (200 000 Pfund), viertens durch Beschleunigung des frühere» Beginns des Baues von drei Schlachtschiffen im Programm 191b 1914 mit Rücksicht auf den Aufschub des kanadischen Flotte ngcseh.es und fünftens dadurch, dass von den Privatwerften der Bau der vom Parlament bewilligten Schiffe schneller von st alten gegangen ist. Churchill bemerkt im einzelnen folgendes: Tie Nachtrags- iorderungcn für das Flugwesen seien verursacht worden durch den Ban von Luftschiffen und Schuppen. 'An Luftschiffen des starren Shstems seien bestellt ein Zeppelin und ein Astra Torrcs aus Frankreich, bei Armstrong seien ferner drei halbstarrc Luftschiffe eines italienischen Tpvs bestellt, wovon zwei in England erbaut ivürden. Das englische Programm bleibe zwar hinter den, zurück, was Frankreich und Deutschland geleistet haben, aber angesichts der großen und starken Ilcbcrlegenhcit Englands a n W a s s c r f l u g z c u g e n sei das fetzige Programm ausreichend. Was den früheren Beginn des Blaues der drei Schlachtschiffe betrifft, der durch den Aufschub des kanadischen Flottengesetzes verursacht werde, so führte Churchftl aus, daß darin keine Abweichung von dem Standard von 60 Prozent liege. Es werden nur 450 000 Pfund im Jahre 1914 ausgcgcben statt zwcrJahrc später. In diesem Jahre würde die kanadische Flottcnvorlage keine großen Fortschritte machen können. Die allgemeine Flotten Politik und namentlich die Marinelage im Mittelmcer wird von Churchill bei Beratung des Voranschlags für 1914/15 behandelt. Aus eine Anfrage AllanBakcrs, welcher die Aufmerlsam- keit aus die Bemerkung des Großadmirals von Tirpitz lenkte, daß er. falls eine allgemeine Herabsetzung des Deplacements der Äriegsschissc vorgenommen werden sollte, dies begrüßen würde, sagte der Marineminister Churchill in einer schriftlichen Ant- ivort: Tic Deplacements der neuesten englischen Kriegsschiffe sind erheblich kleiner als die fast aller neuesten Schlachtschiffe, die sich sür fremde Mächte im Bau befinden, soweit ihre Größenmaße veröffentlicht worden sind. Ter Gedanke, der in einigen Kreisen gehegt wird, daß wir bei der wachsenden Steigerung des Deplacements der Großkampsschisfe vorangehen oder vorangegangen sind, beruht aus Unwahrheit. Trotz dieser Tatsache würde die Admiralität gewillt sein, sich an einem Abkomme nzurBeschränkungderGröße von Großkampsschissen zu beteiligen, wenn sie überzeugt wäre, daß Verhandlungen zu eineni solchen Uebereinkommcn nicht unwillkommcnZind. Bei derartigen Abmachungen müßte natürlich auf beiden Seiten im Auge behalten werden, was andere Mächte in dieser Beziehung tun. Tic Schwierigkeiten sind zwar schwerwiegend und in die Augen fallend, meiner Ansicht nach aber nicht unüberwindbar, vorausgesetzt, daß auf beiden Seiten der Wunsch besteht, zu einem Ergebnis zu kommen. Aus die Anfrage des Unionistcn George Llopd, ob Verhandlungen über 'Abtretung oder Austausch von Gebietsteilen non B r i tisch-Ostasrika oder Uganda mit Deutschland kürzlich staltgcfünden hätten, hat Parlamentsuntcrickretär A cl and schriftlich geantwortet, daß keine Verhandlungen dieser Art gepflogen worden seien. Arthur Lee erklärte, die u n i o n i st c n müßten die Kritik der Marincpolitik der Regierung zurückstellcn bis nach Einbringung des Marincvoranschlags, aber man dürfe nicht annehmen, daß die Lvvosition der Politik zustimmt, die durch den Ergänzungsvoran- schlag zum Ausdruck kommt. Wenn nicht aus einnial drei weitere Kriegsschiffe auf Stapel gelegt würden, so würde das bedeuten, daß England im Frühling 1918 mit seinem Stand unter die zulässige Mindeslstärke mit Sicherheit hcnmtcrgehcn wolle, daß dies dann zu Angriffen auifordern oder mindestens zu einem diplomatischen Druck, dem man unmöglich widcrftcheir könnte, führen würde. Dcnttd»* Jlcifö, Ter Kaiser gedenkt Mittwoch abend sich nach Wilhelmshaven zu begeben. Ter Fürst von Fürstcnberg wird ihn als Gast begleiten. Eine Anfrage im Reichstag über das Sal- oarsan. Im Reichstage ist eine Anfrage der Abgeordneten Dr. Becker- Hessen, G e r l a ch, Schatz und S t r u v e ein- gcgangen, ob die durch die Presse gehenden Nachrichten über ungünstige Nebenwirkungen bei der Salvarsanbc- handlüng begründe! sind. Im preußischen Abgeordnetenhaus stand ain Montag die N o v e l l e z u in K o m m u n a la b ga b e n -f g c s e tz ans der Tagesordnung. Sic wurde im allgemeinen als eine brauchbare Grundlage angesehen, man war aber auch darin einig, daß eine ganze Anzahl von Einzelbestim- mungen bedenklich seien und der Abändcrung^bedürsen. Allgemein beifällig wurde es vermerkt, daß der Staat nun sein Grund- und gewerbliches Eigentum stärker als bisher der Gcmeindebesteuerung unterwerfen will, dagegen bezeichnete der Abg. Tr. Wuermcling (Ztr.) die Bestimmung, daß die Ge-> meindestcuerzuschläge erst bei 15V, statt bisher 100, genehmig gungSPflichtig sein sollen, als recht bedenklich, und zwar mit Recht, dehn die Gemeinden mit unter l50 Proz. werden sich nun beeilen, bis zu dieser Stuf« iiinaufzuklcttcrn. Die Zentrunis fra kt io n im Reichstag hat eine T u e kb-A n f r a g e eingebrachr. Der österreichische Minister des Auswär- tigenGrafBerchtold und Gemahlin sind am Sonntag abend in München eingetroffen. Sie nahmen in der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft an einem Souper teil, zu dem der Graf und die Gräfin Freiherr v. Hertling mit Tochter geladen waren. Gras Be r ch t o l d gab am Montag vormittag seine Karte bei den königlichen Prinzen und Prinzessinnen und den in München beglaubigten Gesandten ab und besuchte den Ministerpräsidenten Grafen Hertling. Hierauf wurde er von dem Kronprinzen Rupprecht in Audienz empfangen. Um 1 Uhr gab der K ö n i g zu Ehren des Gastes eine königliche Tafel. Am Abend begaben sich Graf und Gräfin Berchtold in das Hoftheater und hörten den ersten Akt von „Tristan und Isolde". Darauf wohnten Graf und Gräfin Berchtold einer Wohltätigkeitsvorstetlung im Rcsidenztheatcr bei. Das Einschreiten des Militärs und dessen Daffengebrauch in Baden. Zu Beginn der Sitzung der badischen Zweiten Kammer begründete am Montag der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Frank-Mannheim die Anfrage der Abgeordneten Frank und Genossen betreffend die Militärgerichtsbarkeit, den Waffengebrauch des Militärs und die Mitwirkung desselben bei Äusrecht- crhaltung der öffentlichen Ruhe und Lrdnung. Ter Minister des Innern Freiherr v. Bo dm an erwiderte: Tie rechtliche Grundlage für den Waffcngcbrauch des Militärs gründet sich in Baden auf den § 13 der Militärkonvcntion von 1870 zwischen Preußen und Baden. Demzufolge darf ein Waffen- gebrauch des Militärs nur erfolgen, wenn die Zi- vilbehördc die .Hilfe des Militärs an ruft, Zn die badischen Bestfminnngcn wurde die Anordnung der preußischen Kabinettsordcr von t820 nichl ausgenommen. Ein Einschreiten des Militärs aus eigenem Recht ist im allgemeinen nicht statthaft; es ist es nur, wenn im Falle eines 'Aufruhrs die Zivilbehörde nicht imstande ist, die Hilfe des Militärs zu erbitten. Die preußische Militärbehörde hat sich damit einverstanden crktärt, das; für die in Baden stehenden Truppen nur die landesgcsetzlichen Bestimmungen gelten. Das hat uns aus Anfrage auch das Kriegs- minifterium neuerlich bestätigt. — Hierauf trat das Haus in eine Besprechung der Anfrage ein, wobei sich sämtliche Parteien, auch die sozialdemokratische, von der abgcgcbcne- nen Regierungserklärung befriedigt erklärten. Ziv il und Militär in den Rcichslandcn. Der Straßburger Polizcibcricht meldet laut amtl. Wolfs-Bureau: Gestern abend (Sonntag! zwischen 10 und 11 Uhr verübte eine größere Anzabl Soldaten (Pioniere) in mehreren Wirtschaften am Fischerstaden und in der Krutcnaustraßc einen derartigen Skandal, daß mehrmals einge- schritten werden 'mußte. Auch Sachbeschädigungen wurden verübt. Zivilisten waren an der Sache nicht beteiligt. Anzeige ist erstattet. DicKölnerZentrumspartei hielt am Sonntag nachmittag in Köln «ine Protest Versammlung gegen die Quertreiber ab. Eine große Anzabl Abge- ordnetcr und Politiker aus Westdeutschland, ferner über 100 Deputationen der Zentrumspartei größerer Städte und mehr als 4000 Zuhörer wohnten der Versammlung bei. Einleitend bemerkte der Vorsitzende Dr. Mertens, daß die Mißstimmung in Zcntrumskrcisen sich immer mehr steigere, die Quertreiber hätten sich selbst außerhalb des Zentrunis gestellt, seien als Zentrumsfcinde zu betrachten und zu bckämpsen. Der Führer des hessischen Zentrums, Abg. Dr. Schmitt (Mainz) betonte, das Zentrum stehe und verbleibe auf demselben Standpunkte als bisher. Der Zutritt sei den (Protestanten auch fernerhin gern gestattet. Wenn das Zentrum eine konfcssio-i nellc Partei wäre, stände cs unter den Anordnungen der kirchlichen Behörde; dies sei aber keineswegs der Fall. Die Bischöfe ständen turmhoch über den politischen Streitigkeiten und seien hierfür nicht verantwortlich zu machen. Wenn der Papst einen Einblick in die heutige Versammlung nehmen könnte, wäre die Frage der Kölner Richtung mit einem Schlage entschieden. Rechtsanwalt Tr. Schräm bgcns (Leipzig) bezeichnete die gewaltige Kundgebung als Parteifest, das dem gesamten Vaterlande ein Bild vollster Etnigs keil gebe. Der Redner fidjert der christlich-nationalen Arbeiterbewegung fortgesetzt tatkräftige Unterstützung durch das Zentrum zu. In einer Entschließung wurde ausgesprochen, daß man auch weiterhin treu und fest zur alten Zentrumspartct halten werde. Dem Rcichsansschuß der Deutschen Zentrumspartei gebühre besonderer Dank für die jüngste Kundgebung, die eine befreiende Tat bedeute. Ueber 100 Zustimmungstelegramme gelangten zur Verlesung. Heer «nd Flotte. Tcr bapcrischc Kricgsininistcr über dic Be- liandlunaderSoldatcn. Ter bvperisckic Kriegsministcr hat über die Behandlung der Soldaten einen Erlaß hinausgcgcben, in dem es heißt: Tie Fälle von unwürdiger Behandlung von Untergebenen haben trotz vielfacher Erlasse des Äricgsministcriunrs leine genügende Einschränlung. Um dies endlich zu erreichen, ist es unerläßlich, da ßbei allen Vorgesetzten der ernstliche Wille zur Ausrottung dieses die Armee nach innen wie nach Zum Abschluß btx australisch«« Südpolarkxprditioi,. Uns wird geschrieben: Nach mehr als zweijähriger Abwesenheit ist nun auch der Leiter der australischen Südvolarexpc- ditivn Tr. Douglas Mawson, hcimaekchrt, und damit bat auch die letzte der jüngsten aroien antarktischen Uiitcrnttimunecn ihren -Abschluß gesunden. Ter Südpol ist wieder einmal verwaist: cs weilt zurzeit keine Ervedition draußen. „ . Mawson, Dozent für Mineralogie an der Universität Adelaide, der die Mittel für sein Unternehmen zum größten Teil in Australien aufgebracht hatte und auch von der australischen Bundesregierung mit großen Summen unterstützt wurde, hatte einen Plan, der von dem der ineistcn SDvolarreisendcn erheblich abwich. Er emviand cs mit Recht als einen Uebclsrand, daß man Zwar mancherlei von, Innern der Antarktts Ivußte, die Küste aber noch so gut wie gar nicht kannte, und wollte daher die rund 3500 Kilometer lange, von Kap Sldare "Viktorialand' bis Kaiser-Wilhelm II.-Land reichende, nur an wenigen Stellen tlüchlig gesichtete Küste von WI > kcsland sksttegen. Zu diesem Zwecke sollten drei selbständige Forschungsabtcilungen an drei verschiedenen Punkten des Wilkcslandes abgcietzt werden und durch Schlittenfahrten östlich und westlich von ihren Stationen die Küstenstiecken ausnehmcn, gewissermaßen einander sich die Hände reichen, Tie östliche Abteilung sollte ferner gegen den magnetischen Südpol Vordringen, der währen» der Thack- Itton-Ervcdition seiner Lage nach von Prof. David nngeiähr enkättdt worden war. Schließlich aber beschränkte sich Mawson aut nur Zwei Llbtcilunaen, von denen die eine unter seiner eigenen tftittma aus Adclic-Land, die zweite unter Frank Wild, einem" Mitalicde der Ervedittoncn Scotts und Shacklctons, aut »norland 1750 Kilometer westlicher, arbeiten tollte. Am » Dezember 1911 verließ die Erpediiion an Bvrd der vom Kapitän I. K. Davis geführten ..Aurora" die tasmanlsche Haupfttadt 5z°bar. und.richtete zunachft am ^r M a c a u ^ rv «I pme StfftioJi für brüoticMc jTclc(Tröt)I)tc tut, tritt bereit «lilie Mawson mit der Außenwelt in Verbindung zu bleiben Januar 1912 erreichte dann die „Llurora" das noch ni/betrctcne Adelie-L-nd. wo si- M-ws°n^und den größten Teil des Stabes abie^tc, an einer von ihm Commonwealth- ai T, '-benannten Bucht am westlichen Ende des Landes. Hierauf stina das Schiss westwärts, stellte dabei das Nichtvvihandenieln ^cs Clarre-Landes miscrcr Karten fest, rn-rm°chtc aber, der Eismassen wegen, das Knoxland nicht anzulausen. Erft in der Nähe und östlich von Kaiser-WUHclms-Land, also ganz im Westen des Forschungsicldes, gelang cs, Wild mit seinen sieben Begleitern Mitte Februar 1912 zu landen, und zwar auf einem ins Meer fallenden lölclschcr, auf dem weiter aufwärts auch die Station errichtet wurde. Tie Gegend nannte Wild später K ö n i g i n - M a r p - La n d. Die „Aurora" kehrte nach Hobart rück. Da somit das Wilkesland nur an seinen beiden Endpunkten mit Stationen besetzt war, so war freilich an eine Bereisung und Aufnabme der ganzen Küste nicht zu denken: sie bleibt nach wie vor zum weitaus größten Teile unbekannt, von 10t" 30' ö. B. bis in die Nähe der Commonwealth-Bai. Ende 1912 brach das Schiff von neuem südwärts aus, um beide Erpeditionsabteilungen abzuholcn. Tie Funkipruchstatton auf der Macauaric-Jnsel halte bis dahin mit Mawson — die Entfernung beträgt 1700 Kilometer — keine Verbindung gehabt, dagegen eine andere Auigabe gut erfüllt, nämlich täglich Wetterberichte nach Melbourne, Hobart und Wellington /Neuseeland) übermitteln können. Tie „Aurora" erschien im Januar 1913 vor der Commonwealth-Bai und nahm einen Teil der Abteilung Maw- sons und des Erveditionsgntes an Bord. Mawson selbst aber war damals von einer Schlittenreise ins Küstengebiet noch nicht zurück, :nd da ein weiteres Verweilen nicht ratfam erschien, so verließ Kavi- tän TaviS am 8. Febr. die Bai, um die Wildsche Abteilung abzuholcn. Acht Stunden später erreichte Davis ei» Fnnkfpriich, daß Mawson cingetroiien sei und das Schiff zurückbcordert würde. Davis kehrte also um. Es erholt sich aber ein schwerer Wirbelsturm, io daß ein Anlaufen der Küste ohne Gefährdung des Schisses nicht mehr möglich war, und so segelte nun TaviS endgültig nach Westen, nahm am 23. Februar Wild auf und war am 14. Mörz in Hobart. Mawion mußte also mit sechs Kcsäbrten „och einen zweiten Dinier auf Adelie-Land zubringen, dessen südöstliche Fortsetzung er König- Georg-V.-Land genannt hat, und konnte erst jetzt befreit werden. Schon vorher aber, Ende Februar 1943. hatte er auf drahtlosem Wege über die Macgnaric-Jnsel eine Nachricht über jene Schlittcnreise geben können. Gr war aus ihr an der Küste entlang etwa 500 Kilometer weit nach Südosten gekommen, hatte dabei aber seine beiden Begleiter, den Leutnant Ninnis und den Schweizer Biologen Tr. Merz, verloren. Ninnis war mit einem besvairnten Schlitten am 4. Dezember 1912 in einer Gletscherspalte verunglücki, und weil dadurch auch fast alle Lebensmittel verloren gegangen waren, so war während des Rückzuges Merz am 17. Januar 1913 den Entbehrungen erlegen. Im Sommer 1912 war ferner eine größere Schlittenreiie unter Leutnant Bagc bis in die Näde des magnetischen Südpols unternommen worden, durch die man Unterlagen für eine genaue Berechnnng der Lage des Pols gewonnen hnt. Das Adelie-Land erwies sich unwirtlicher, als alle übrigen bekannten Südvolarländer. 21» der Commonwealth-Bai wurden Kohle und einige andere wertvollen Mineralien, ». a. das von der Stahlindustrie gesuchte Molvbdänit, gesunden. Tie Abteilung Wilds hat wegen „ngiinsiigcr Lage der Station auf einen außerordentlich unebenen Gletscher nicht so ausgedehnte Schlittenfahrten ausiührcn können. Das Land ist dort iast ganz unter Eis begraben, das sich auch weit ins Meer hinein ausdehnr und da mit einer hohen Barriere absälll. Besucht worden ist der Gaußberg und damit der Einschluß an die 'Arbeiten der ersten deutschen Tüdpolarerpedition gewannen. Mancherlei Neues haben die Lotungen während der Fahrten des ErveditionsschificS „Aurora" ergeben. H. Singer. — Ernst Haeckel bleibt bürgerlich. Ernst Haeckel hat nachstehenden Brief als ?lntti>ort auf eine Anfrage des „Berliner Tageblatt" geschrieben: Jena, 26. Februar 1914. Mit der Tekvratton des Großkreuzes des herzoglich S. Ernc- stinischen Hausordens, welche mir die Hcrzögc von Sachicn-Mei ningen. Llltenburg und Gotha bei Gelegenheit meines 30. Ge- burtsiages verliehen haben, ist allerdings das Vorrecht des erblichen Adels verbunden, „sofern der Dekorierte einen ciilsprcchen- )den Antrag stellt". — Ich werde natürlich diesen 'Antrag nicht sickllen, eingedenk meines Großvaters Sethe, der bei V»r- leihung des -chwarzen 'Adlcrordens durch Friedrich Wilhelm IV Gbr 70 Jahren) ebensalls auf den erblichen Adel verzichtete Hochachtungsvoll Ernst Haeckel Der von Haeckel erwähnte Sethe ,var der Jurist und Chef des rheinischen Kassatwnshofes Christoph Sethe, den Napoleon nach Iftrris befahl, wo sich.der dorthin Zftiertc wegen Widersetzlichkeit zu verantworten hatte. — Die Lehrfächer im Urteil der Schüler. Die moderne Pädagogik begnügt sich nicht mehr, aus irgendwelchen tbcoreiischen Marimen ihre Gesetze zu formulieren, sondern sie will aus dem Leben unter Mithftsc aller bclciligicn Faktoren ihre Forderungen schöpfen. So wird auch der Schüler zu einer wich- ttgeren Persönlichkeit in der Schulhicrarchic, als er cs früher war. auRf* HÜ)»-. icRüRigrKiru Hebel-? vorlianden tff. STTIewi Dann muß itf) tron jedem Criäfr fovitot. baS er. der Sorneljmljeit feine? Be» rufe? eingedenk, 'ich nirfi* mir voSer Behondliing, fände.» auch der g e >a a b n b e > t IN ä ß , a e II 91 n W e n-b 11 n a » » « Schiw öf- warten tntfcält. Ach einwttc, bar, tu dem S«t#eReit genea “i’iliere. welche die et r>. eeriin'* Selbstöeberi'aooia vermisse« lauen, künftig icbe iinanarbradite 'liaäfiiiti der Disziviiva-rBorge - ftötrn »der Gersibisberrn bei Zeile gelassen wird. Non «uvschlag- aebender, Bedeut»«» sür die Erreicht!»» dtests Ziele? ist die ge- wissenbaüe Handbabnna der Dienstansiich: »ad die natüdaltiae Erziehung der Unterafftzieee und der mit Baiaefetzteuechenichafte» ausgestatieien Mannfidö'ren durch die Knmvagniecheis niw. -.«ck? werde die dem Krie-wm-nisterinm .itr Meldung gebrachten Fälle eingebend orwen lauen und mit unnachsichtiger 2 t r e nq e eich gegen n-ne ftameKktcn eiuschreite«, die durch nachlässige lüficVnttftaümn, Mitschuld an einer unwürdigen Betzandluna von Manuschg'-'N «rage«. Die Cffiiic-re, die srrnerbi» verianlich in aräblicher Wette gegen deu nun zur Genüge gekennreichneien 'Wissen de? .Kriegsmiotsterinm-I. Versionen »der t»ve Pflicht der Dienftauflicht in erheblichem Grade vernachläffiaen. badet: eine st re n t e ® t »j; t e r u tt g der Frage, »5 sie sich nach für ibre Stellung eignen. zu gewärtige I. fgniit auch die Ilntcraiii ziere über die Draaweite einer faschen Handlungsweise nicht !nr Unklaren sind, ist i«rn zu er- efknen, daß bei schweren Fällen des Mißbrnilbs der Diemfaewalt - e? zählen Kurzn auch Ebikanen und Qn-lereieu der M«>in» -'chatte,i im inneren Dienst - nach dem Wissen des Kriego-- iiijnssicrinins die Ge»ech-,-gnng zur FartietziiNg der ibapitulation nicht erteilt werden io: i. sofern nicht überbau in eine fasarlige öar-itnlationslöfung eintritt. Die Befürchtung. daß durch strenges Bara»b»n gegen die Mißhandlungen die Leistungen der Truppe Zchaden leidet, kännlen, ist irrig. Der anständige Geist der Abteilung und damit die wirkliche Disziplin ist durch die erniedrigende Bedandlnng der MannseböitkN und durch mehr oder minder oiiene Duldung einer solchen in weit boberern isteoae "fäbrdei. Re, oller ?trenne der dienstlichen Än>orderu»»en. va» denen nichts nania'lafien werden soll, must der Soldat die 8mv» studung haben, daß seine Pargeiechien an: eine gute und gerechte Behandlung leben. Tie PvrgcseKten aller Grade müstlen sich bewuvt sein, dost gerade durch eine üble Behandlung der Mannschaften der Armee die meisten ueiitbe e«{- steben nid die Lust am W a sscndi en st v erbo r5 cn wird. Während in; andecen u-alse sich auch Leute ;;i br,ruchbaren Sol» dgi-ii erziehen lassen, die mit einem Vorurteil zum Heere eingerückt iind. 7l„r Stadt und Land. ®ießeit, 3. Mär; 1314. Aus Scr Sitzung der Stckditzerörsnete»«. Die g e ff t i 3 e Stadtverordneten»«!,' a m m » l u n st mar nur von 1 >'l Mitgliedern besucht und deshalb imr über die Punkte beschlußfähig, die aus der Taqessrdwing Her für Donnerstag avvererumt gewesenen Sin-nng gestanden hatten, da zur Beschlußfähigkeit mindesten? 19 Stadtverord-- nete anwesend fein inüiseii, ürne Reihe von fVraqcu, die tt«) loährend der Verhandlungen ergaben, nmstten desiialb für die nächste Sitznna anfgeiparr werden, die liosieut'ich lvieder bester besucht wird, damit ec- nicht allmählich 'üblich wird, daß StadtvriordnetenjiKnngcn nur bei ihrer zweiten Ei» berufung beschlußfähig sind, Fn rascher Folge würden dann die ersten zweiundzwanzig Punkte der Tugeosrdnutirg er-- lcdigt, von denen keiner ein bejoltbetee- Interesse Hot. Der wichtigste Teil der Berhand-tnngen war di-e Luruahme Liner neuen Anleihe von I 1 _• Milt. Mark, die zu einem Biertet für nicht vrornki-ve und jtt Treiviertel für wer blende Anlagen bestimmt sine. Vach einer Mitteilung oe.d OÄerbürgei, meist', , solle» die Zinsen aus de» Iteberschüjsen der Werke gedeckt werden, as'r ein Teil der Stadtveroiüdsteten verhehlr« sich nicht, daß das dach wobt nur loohlgeniemte Wünsche waren. Stadtv. Prot. Dr. li r sta d t gcht der Meinung Ausdruck, daß die Rentabilität der städiisch-eu Wirke doch nur dadurch so günstig dargesreilt werde, weil man ihnen SwnterriM Blut abzapse, um nachher wieder neue Anleihen dafür auf- nehmen zu müssen. Unter dein Heisall der Versammlung beanstandet Prof. Nrstadt dann einige kteine Posten, darunter 700 Mk. für eine Lichtanlage an der Pumpstation, die doch eigentlich aus den Ileörrichüsien gedeckt werden müßten. Krach einer kurzen Beratung der sinanztechnischen ssragen wurde die gesamte angerorderte. 2unime von 4iü Millionen Mark einstimmig bewilligt, aber nicht, ohne baß Medizincckrat Dr. Sommer erklärt harte, er wäre unter allen lUasi.in-srn dagegen, daß die bei der Zlnleibe vorgrsehenen AiUOOv Mk. für den Ausbau der städtischen Aemter gum Umbau der-alten Klinik verwendet würden. Außerhalb der Dagesvrd'ming ernmert Stadtverordneter ssriedberger daran, daß es setzt die günstigste Zeit sei, um viellri-iit einen Aordbahnhos anzulegen, denn die Eisenbahn Liane an der Badenburg ein IleberholungK- gleiS anzulegcn. Er regt an, mit der Eisenbahn ;ir verhandeln, damit »ieje Anlage näher nack» Gießen käme. Im Ainchluß daran wurden noch eine ganze Reihe von Eisenbahnlonnsckien laut, die der Süeroiirgerineister zu vvr- solgen versvraw. Geheimrat Sommer stellte den auch von dein Kicßener An;, schon oft als unumgänglich Notar wird nach ieinnt Wünschen. I-ord:rnng«n und Mißbilligungen gefragt, in der tzossttnng, Einblicke in die kkinderseele zu gewinnen und zugleich wertvvil.-s Banmaterial sü) eine, aus vsythstsaischen flJtuiu>[4fecu haitetntbc Pädagogik tu erhalten, üo hat kürzlich der Ebewnlher Bolksschullelircr Artur Lode da-Z Urteil seiner Schüler über die »erichiedenen Lehrfächer crugeboll und dabei recht intev» ejfante Ansflärnngen. die er in der Zeitschrift sür Uädagogische Pincholoqie ntftteNt, bekomnicn. Zunächst »ebl au» den niehriachen Befragungen hervor, den die 1:! bis lifäbrigen Schüler dach noch nicht reckt Minen, >»a? fie wollen Sie geben einmal dies und ein andermal rin anderes nach als Lieblingviach in der Mehrzahl der stfälle an. Nur 13 Prozent der Pnragten beharrte ans seinem Anfanasurieil. Dagegen herrschte aiigemeine llebereinslimmung über das unbeliebteste Lehrfach. Es wo, das Singen. „Schuld" an dieser abfälliaen Äritik war offenbar di- Methode de - Gesang- vnterrichts, da Tonleitcriingen und Kfolenlernen. das den Kttaoea völlig twecklo-:- erfchien. besonder?, wenn sie nicht grsangskundrq waren. Demnächst berrschle allgemeine Mißstintinnng gegen die Religionsstunbe. Dieic Unlust enlwiekelle sich wohl weniqer au? einem irreligiösen Enu>ttnd»n heraus, a!-? weil mich Lire sehr viel an Ehoräl-n.t. Svrnthen, Bibelftellen auZwendig gelernt werden mußte und da? mochten die Schüler mchl „Es ist lang» weilig" begründeten sie ihr Urteil, und „ich schlafe eilt dabei". Beliebt waren dagegen die ,Zacher vor allem, die für d«: Leben wichtig sind, bei deren Beherrschung man später vorlnört? kommt. So .Zeichnen und Rechnen. „Denn man kentu einen guten Berus betommen " „Ich gebrauche es im Leben." Mil diesem Zweck- mäßigkeitsbedürini-.- weichen die PolksichLler wahrscheinlich von Gvmnaiiasten ad. Aus idealeren Gesichtspunkten heraus werd.-n andere üärfie? ol» Lieblingshicher angegeben Geschichte ist sehr beliebt, weil man „ergävll bekomnt!" oder „weil man gern von Krieg und Velden hört" .Die Mädchen stimmen mit den Knaben in ihren Urteilen ungernhr überein. Sie Und begeistert für Entdecker und graste Männer. Die leien gern, weil sie datmrch „Neuigkeiten" erfahren. Natürlich wird dos Turnen überall gleich dach gefchützt. Die individuellen Aöioeichungen kommen dadura» zustande, daß der Schüler diejenigen Zacher, in denen er etwa? leistet, be.- vorzugt, „Ich lamme mit uoiwoats", „Ich kann antwarten." Um- getehrt wir-' tm Lehr gegenständ dadurch mißliebig, dost der Schüler in ihm nichts leistet. Dr G. stk. > wendig stezeich«»!en Antrag, einen in -.-schuß sür Eifeltvahil- sra§en zu wählen, der denn «ucki i> fer nächsten Sttmng aewählt werfeen s»ll. Zu«, Schlich her Sitzung lckur-e n»ch die Anlage der «iektrischei! Dastn n«n Wieseck stesprochrn. wobei der Oberbürgermerfler miter dem Beifall der Ber- ^aivMlung erklärte, daß sich die Stadt Gießen nicht auf tzie or»mineen des Kreife? einkasseu kvmee. da ckas eiire Mehranfwendnng von 8V0M Mark auswache, «enn der Ereis davon Abstand nehme, die Verbreiterung der .fkroick- straße auf .Dosten der Stadt zu verlangen, dann sei er mit F-rcvden bereit, die Bahn dnieß chen Siefetfet Weg zu legen. ** 3 e § fa leitbe r tii Sieti^laj, beit 3. März t Stadl» ! he ater: .Schneider Wibbel' Aniang k Illw- '' V 0 ri d« r La n d es uuive r s i ta t. Dem ord, Prm sessor an der Baseler Iliriversität Dr, Radalf Irer;-vg nnirhü- dic nachgeftichle E n t l a s s un g ve, der Prostessur sür griechische Svrache «nd Literatur erteilt: Prof, Srrzoy folgt lvie bekannt ;mn 1. April». I. einem Rufe nach Gienen als Nachfolge? von Pros. Alfred Körte. Dem Dr. phil. Johannes Pf ihn er, geboren iu Königsberg i. Pr. wurde heute die venia legendi bei der vßilt'seväischen Iakullat der L»»rts,mkiversikät sür das Ina- der Staats Wissenschaften erteilt. > #a ifertn anö » e r im Bogelsberg. Ende der «origen Koche tneilte ein hoher Offizier im westlichen Pogelsberg, der unter shührung eines Iorftbeaniteri von -öchvtten nr% den Olwrwrld b-iuchfe und vor allem in der Nähe de?- Hofterodskvpse? vo»ilte, um sich über dir auf den Peneralstabskorten noch nickst eingetragenen Brränderrmgeai zu vergewissern. Daraus dürste Hervorzehen, baß der wesent» lichfrc Seil der <«sermaii»»er tatsächlich int B»gels b erg stattfindet, und nichi, »sie von einigen anderen Müttern gemeldet wurde, im Westerwald. " Personalien. Dein SchnlanitSaspiranten Jakob Rulkmann au4 Rddheim v. 0 . H„ ffrei? Jiiedber». imirde vom Beginn de» Schuliahre» 1914,Dü an eine Lehrerstelle an der BolkSfchnle zu Trebur, st-.-eir Kraß-Heran, über» trogen. — Der ffingnzamtutann bei dein Iüwu zaust Osten - doch I. Jakob Hofinan», wurde vom !. kipr-l Istli ab zmn Borstand best Finanzam!« Beer-elden ernannk. ** Gründung eilte? Lande?»erbande-Z {itr Polizei- und Schnhbuntz-Bereine, Auf Einladung des Hessischen Polizei und Schitphmtbvereins, Sir Darmstadt hatten sich am Sonntag nattzmittag die Vertreter der Polizei- und Schurännoveretne Hessens zu einer Veratimz wegen Gründung eines Landesverbandes siir Polizei und Scknchhundvereine in Darmstabt eingefanben. Tie Gründung des Verbände? wurde beschlossen. Die Vereine Darmstadt, Lanze», Rsts- selrhetm, Griesheim, Arbeilgen, Gonsenheim und Gießen erklärten thten Beitritt zum Landestx-rdand, während die noch in Gründung begriffenen Vereine Mainz, Worts«. .Hevpenheim und Babenhausen ihre» Beitritt sofort naoi tonssituiernng in Anssicht gestellt hoben. Zum Ebrenvorsiveudeii des Verbandes wurde Polt zrirar Kräuter, Darmstast, gewähit. l, Dorf, ist Poliieikontmistar Lindemann, Tarmstai.-:, '2. Borsttzender Ludwig Küchler, Langen, l. Schriftführer Schotzm. Jager, Tarmstadl, 2. SckMführer tre- ier, Rüsselsthstin, Kassenführer Krim -Schutzm. Weber, Darmstadt. " Ein Gteßener tu die Fremdenlegion ver- schlev vt. Der auA Fraiikfuri siammentze Ingenieur Conrad, Nord-Aulaae ", der Loiker der hiesige» Filiale der Lkll- gemeinen Elekkriziläks-Sesellichäfi, wird seit Dounersigg von fe*steit Wirtskenten r-erinißi. Jetzt ist das eist!» Lebens- ze-«en von ihm eingetrosteu. Er bat nämlich entern ihm befreundeten Pfarrer in Frankfurt aus Frankreich geschrieben, daß er in die Fremdenlegion verschleppt würde, seine Eltern insißten sich auf ein Wiedersehen nach fünf Jahren vertröst»::. Ccn:r»d wallte in diesem Monat eine junge Dame ans Schotten heiraten. Die Bor- beremmgen -ur Hochzeit waren bereits getroffen. Man nimmt an, daß Cotwad hier betrunken gemacht und in willenlosem Zustande über die Grenze gebracht worden ist. »« Die Geistliche Musikau ssührnng des Gvgng. Kir che n g e s an g v e r ei ns am notigen Somttag batte wieder ihre gewohnte Anjietzangslrast bewahrt. Die Stadtkirche war von einer sehr zabkreichea cheineinde gefüllt, die in andächtiger Stille den weihevollen Klängen lauschle, die vvu her Orgelbübne kamen. Da? Pragrami» tri:g, h»r Kirchenzeit entsprechend, Pakficnöcknira?- ker. Dem sägte:: sich auch die beiden schönen von dein Streich" chtartett audgesühriti- Kompositionen, ein dldagio in D moll von Beethove/!, imd ein Fuierluoiuuo in modo avtic» von Gkezoimav», j-d»s tu seiner Art. »orirefflich kin. Dvslelbe ist- von den beiden Alksol-i zu sagen, dem: innigen „Bist du bei mit" von I, S. Bach, und dem ergreifenden Bnßsied von Beeiboven, bi» Frvn Land xecichtsrat Schub! mi. dem warmen Ton ihre,: Stimme und s'elenvollem Bortrag so schön zur Geitting hrachtt. Von allem übrigen Reichtum, den das Progranun lai. den schonen Orget- aortrSgen de? Herrn Görlach und den vollenbft reine» Klänge:: seine? Änabenchois, sowie den Gesäugen de« Cbors - - Perlen de« Dassi»n?musik aus verschiedenen Jahrhunderten - sei nur noch die »rgveifeitbe ftamvositian von Albert Decke, „Als Fefns von seiner Mutter ging" für gemischten Cbor und Altsvli hervor- gehoben, die mit vackeuder Tvmn-ilerei den Hörer tief in die Sftmninng der Karwoche und tede.s einzelnen Tages darin binein- sübrt. Wir können -ein u,,-chengeiaugvereiu, auch seinen helfenden Freunden, und vor allem seinem Dirigenten. Herrn Prvsessar Trautimmn, für diele weihevolle Erö-ftnmg der Paisions-zeft mir herzlich dankbar sein. S, Bane Stadtiben lei wird nn. -,e>chiieb»». Zu dem Gastspiel d»S französischen Ensembles Earl» Lite» mit Berhaerens -Schauspiel „Le eloitre" am kmniuenden Demnerstag gilt sür Wotruente» der 6 . Ennäßigtmaäkonvo»: auch -Schüler und Schn- t-zrinten genirßen Ermäßigung. Am Freitag kommt EarlHstötz- ler. der erfolggekrönte Verfasser „ Der hin! Irantsnrter", mit seinem weitsten Lnsftviel „R i i f»1 f» r mt < 1 " Wort. Die Urauiftib- rnng des Werkes bedentel-i in Rtüncken einen starken Erfolg: ein AnSzng aus der Kesprechmi, eines München -r Blattes dürste in- öeeessieren: Das Stück spielt iu der eleganten Welt in Berlin und Monte 6 T«rd«, und ist tnfnmru auch ein Schachbrett als !kvs der Dichte-.- ak? flinkes, wistige.- NiisrI durch drei Akte hindurch recht fast« und mit AnmiN yi «ww weiß. 'Der Dicklvg ist durch ein Brillontseiierwerk sptstliender Dialektik uinminiert, die Handlung ist .nmer spannend Mid reich an artigeir lieben-aschutigen. Die Figuren sind originell gezerckn».. Im ganzen stellt das Stück eine Satire :-»> die Launen d»s Leben:, dar, der d»r onai die zkdeeu- ivckt der holden Weiblichkeit eine» leichte». »Ich. basbaft gemeiu- ie» Treffer wegliewunni. Das -Publikum war bnrchgehenbs in bester Laune und nahm die heiter--., Ztckzg-tivrnnge des Stückes mit schab- stschae Fröhlichkeit mif. Der D-ichler mnrde nuckl dem zweiten Akt und «an Schlüsse lebl-aft avplaudiert ' ' Streikzüge ins Unendlich? betitelte sich etttSSor- [Ttttt, de» Dr. Bruno Wille F-riedrichsbagen gestern ghend im Hotel „Großherzog von Hessen" vielt. Redner ging von dem belamUen Wort st-gnts über di» Ei-stabegheit des nächtlichen Sternenhimmels ,rrb d»s Sfttengefepes in der Me-istchenbmtft «ist und fand als das betden Geaveiniam-- die I! a e u dl ichke tt. O-ioriaaao Bmrnos .che: non der Gi-ea«enlvsigkeit der iftafttr streifend, ging er des näheren auf die (vrnebnefie der mod e rn en Wissenschaft ein, die mit Fernrohr nick Mikrostöp der Welt des Uneichsichen immer neue -s,Vejmnii!e entlockt und Raum Und Zeit, den betden Hatwwrinzipien menschlichen Denken«, in alle Größe und Kleiitbeft bin wl«st, ohne kwch je ihrer Vvenxe nnhefowwen pi kövn»", Aber ,M in, Wsttz der K ansaket ät, in Erund und Folg», herrsche die gleicht tm» endl-chkeit. Wo dl könne man zwischen Veränderungen mit wciene h»-keilt Und Ndi! wei'R -allem siii-antmenbang, bieiet gcmetnlmi Zufall i 5 m«unt, untei icheideu: «Ser nnrfi dieser mache keine Ans »«bme twit der staiisali-.öt. inudern stände nur als dos Zusammen- fallen ziuaier Aansalr-nhen dn, im-fttr die begrenzte menschltel>e EllenmniS keinen zureichen n lstrand sehe. Ter Redner zog hier au s, d en Schluß, dar. «Ne, n« iirlich, d fi naturgeießliä« imgeHe lind daß eine Schöpiung g- - dl-m Aichle, wie sie di: alten Aeligioiw» leinen, eimach undenkbar sei. Dem ividcr 'v-echr duck, nicht li» Freiheit er? menschlichen Tuns und W olle« ?. Das gegeirteilige Kelühl beruhe auf dem Bewußtsein, enterbet inn «90101 Selbst olr-m zu düricu ober der Macht ncheinbar äußerer ümständ,- lmierworsen n sein. Bedingung allo hier wie dort. Die Lebte von der Eigemoilligkeit als der FntNck sttgteit ton also durch den D >-1 e r m i n 1 ä ni u s nicht wtb»rleirt werden, sobald man gelernt nabe, am den scheinbaren Geg ensaß oje Begrsift der Etgenhett und der Fremdliett an;:, Menden Für den Menschen aber gelte es, die Grenzen der Selb» beit stälidtg p, e-.-eei!ern, -1 mär- jenem Wort der buddhisti lchen Pö i 1 s - .1 v ö i e „Da? bist du", nämlich das All. Das sei das Höchste, dem wi. zust-edeu sollen, der Sinn des Da- Alls deur Pnnkie tunt All. Damit erfülle sich Kant» Wort in üongcrer Weis.-: der Idealismus in uns sei das ichöaste und bedeutsamste Reich dev llnendlichfeit. Und wer so bandle Und sanstilch strebe, sei erhaben über die Furcht vor dem Tode, ihm höre der Un-erickned Iwiichcit Werden und Vergehen auf. Redner schloß linier lebhaftem Beifall mit dem Goethe- scheu Verse 1 So löst sich jene große Frage nach nnserm zweiten Vaterland, denn die Beständigkeit der ird'schen Tage aerbärgk UNS ewigen Bestand' Kleine Mitteilunge 11 . Ein zweites Siuotlrratcr. das sich „Diktoria-Lichtfvteie" „»nnt, ist in Hud-Aauheim gestern er» »isnet worden. - Äendarmerie Sberwaebtineister Gott schlich, der seit Al Jahren an de: Sßiüe der Gendarmerie des Kreises Marburg stand lind am l. April in den Ruhestgud treten wollte, ist im Alter von li l Jahren gestorben,'Er Ivor Feldzugsteil» Itehmer von 187V 71. Der Winre.rverein ..Blücher--' zu Laub ist Ni Kontürs geraten. Die Bei biirdltchkeiten iind erheblich. — Aus dem Eölgüterbahao,, i» Frautilirt wurde »in Sonnabend wenige Maäiöeu nach seinem Tienstmitrit! der -iOi. Eiienbalmarbefter lil. B,ei'v er von einem R « » g i e ? -.»ge über!» li r e 11 und q e t_ö{et. Pefpör hin - -l-istt eine Witwe mit -l Kindern. Aus Furcht vor einer Schv.Istrafe -voi - per 16jährige Fortbildiing-?- ichüler^ Albert Bärne-.- an: .elsterbaeb an der Skalion Hinkrlstein v 0 r ein e u Z 1 , g . per ihn sofort lötete. — In 0 6 er» Mumbach bei Fürth i. r. st.- vor einigen Dogen ein 16 Jahre altes Mädchen, das sich nicht wodl fühlte, uiiier efgentümliehrn Um» ständen rasch gestorben. Die gerjedilielie Sektion ergab Pergiitung. Kreis AlSselö. _ Romr»d, 1. März. Ein Turf ohne c in t Gastwirtschaft ist das venuibbartc He i m er t sh a ufen. Die einzige Wirtschaft im Do-.-se wurde diese« Tage von dem Besitzer Specht geschlossen, unchdcin über 200 Jahre in dem Hanse eine Gastwiri sich ist gewesen wnr. Das Dorf zahlt etwa 3OO Emlvohncr. Kreis Fi-irdderg, Fried b«rg. 2. März. G r ü n d n n g c! 11 c rC r t ?« -gruppedes Bundes der D v 11 t schi«n in Böhme n. Ainnneh« hat auch in unfeccr Stadt der völksiehr Sktpißve.r einsgedalike festen Fuß gefaß. Am letzten Freitag »ersaang inelten sich einige Herren, die zum Teil schon seit längerer- Zeit derSchutzvereinsarbeit teilnelimend gegenübersrehen, im Gasthau-? Kaiserstos zu eine« Beipr»chnng. Non Gießen war der Obmaiii! der dorligen Sri.--gruppe des Bundes der Deute schen tu Böhmen, Assessor li ' a v i it , erschienen, lstachdenr dieser den Rasscnknnlpf in der ?7--mark geschildert hatte, und besonders betont hatte, daß es für die Reichsdeutschen ein Gebot der Selbsterhaliung s»i. 11111 allen Kräften mihzuara beiten, daß deutsche-.' Blut und deutsches Land unicrcmj NolfArjjm -erhalten bleibe, wurde unter Zustimmn-ng säurt-» licher anweseiche.r Herren die Gründimg ciirer Ortsgruppe F-rtedberg des Bundes der Deutschen i 1 Böhmen vollzogen. Di» ne-te -Ortsgruppe tritt soior? mit etwa 20 Mitgliedern ins Leben, Die iofa?,-t vorgenommene Wahl des Ausschusses hatte folgendes Ergehn:?: stiimann Herr Feldbereinignngsck geouteter Ritzcrt, Leonhardslr. Säckelwart: Assessor Schlürb. Schriftführer: Herr istcol. Schmatzt. - Der Mindestbeitrag wurde tritt 2 Mk. festgesetzt. Für die nächste Zeit wurde ein größerer Bsrirag.-abend in Aussicht gestellt. Die Friodberger Ortsgraipve ist nun die drit.e. in unserer Gegend. Fm Jahre 7913 wurden schon in Gtesie:: und Marburg Grü-ndnngen vollzogen. Die Gießen er Ortsgruppe zählt schon über 22k». die Morbnrger über lO>» Mitglieder Im Deutschen Reich hat der Bund der Deutschen in Bödmen in etwa 30 -Ortsg gruppen über 6000 Mitglieder, in Böhmen in >100 -OrtSf g'.wvven über 120001 Anhänger. l, Friedderg, 2 . Aiärz. Geste-.-!, fand in, Gartenfaale von Steinüoitftt eine an: besnttzteBeesaimrUmia der- Landwirte der Wetter-an statt, vere-t Besprechnüg die Rot der Landwirtschaft öetlal I Bad-?i ailh c ini, 2. März, Die vom Gcwcrbcvercin unterhaltene Handwe r ke r s ch n l e und die städtisckie. Bflichtfortbildnngssch u le beschlossen, ihre Winter» lätial-e-t durch öffentliche P r » s 11 n gen, sür die zahlreiche Besucher ans allen Bevölkrrtnig-sreisen ihr Interesse beknn» oetev. Iu der Hwichlvcrkerschule hielt Stadtverordneteo Knipp. der Dorsitzende oes («ctvervevereins, eine Schluß» ansprache, während in der FortbildimgSfchule, nachdem in den Fächern Rechnen, Warenlniide und Beriassungskunde ge-, prüft worden war, Oberlehrer Kr edel bcherzigenswerte Wortc den zur Entlassung koinmendcn jungen Leuten in!: auf den Weg gab. Au einige bessere Schüler wurden B u chck Prämien verteilt. Tie PflichtfortilbdungSfchule war im abgeiaufenen Winter von über 100 Schülern besucht, die vier verschiedene Berufsklassen 'bilderen. Zur Entlassung katneu 35 junge Leute - 5lj? 11 t I) a (fi, 3. Mar- Jakob B n ß VI. Eheleate feiern nächsten Spimtaj, den S. Mär; dos Fest der goldenen Hochzeit. .«reis Wetzlar. Wctziai, 2, März, -stachdcm nmnnebr der Gebäude kamhlex der 1 l n t e r 0 i f: z 1 1 r f tfi 1 ,! c se-riigacstellt ist, siebt >-vd giiltil fest, daß die llnttrosii?ieriämle Biebrich am l. April Hierher '.'ibersiedelt. Ein .-.iomtnando von 30 Mann ist bereits heule zur Hornahm: von Einrichtnngsarbeiten hier eingetrofien. Hessen Nassau. Marburg, 2 . März. Die Fleifcherinnung seuic die F-l e istöh pr eise wie folgt fest: Ochsen und Rindfleisch das Pftinb 90 Psg., Knhfleisch -bll Psg., Schweinefleisch 70 Pfg, Bratenstürke 80 Pfg., "vtescite 90 Pfg., Kalbfleisch 90 Psg., Keule 95 Psg., Korelettes 95 Psg. Lnn-Mirt-chast. kb W a tz e n b 0 r n - 3 t f 1 n 6 e r tf, 2. März. Der diesige O b-il« und G a r t c n b a u » e r c i n hielt am Sam?taq abend im Gasthaus zur goldenen -Ruß eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Bmnmwart Jab. Gg. Häuser hielt einen Bortrag über Aeuanlage von Banmstückeo, ierner über da» Seven und 'Beschntpdeu der Könnte, die Bedeutung de-? Baurät-iable-- lind dg G-rstkllen von Ranmlöchern. lieber das richtige stfeichneiden des Wefnstocks iproeh der Baesitzeude Lehrer Bender. Bürgermeister jitr; machte auf eine Prämiierung von Obnbgnmgnlogen aufmeiliom, welche. In diesem Jahr durch den Landw>rtfchaftsiam'mcr-Aii-:-schnß stöttsindet. ®. 2 o Hfl » © ö n ? , ?. März. Der Geflügel-, Vogel und Kn n i nch e n z u ch t v e r c i n veranstaltctc am 28. Februar bis 1- März feine zweite Ausstellung, die 120 Nunrm.-rn, Gekkügel, Taiibrn und Kaninchen, iimsaßte. Als Preisrichter waren latio Georg &t#(( und I. Kolter jun. Vad-Nauheim Ehrenpreise erhielten auf löühner und Tanten: Lehrer Buß Grüningeii. Dill,. Müller-Lau,,-Göns, S. Vetren VI., L>. Zeih, >*. Müller. D. Henrich. Karl Schäfer, A. Rompf. K. Müller. A. Brückel, W vsbel, H. Bepvler. Aug Fatzcr. Aus Kaninchen: Otto Müller, D. Merz, W. Schmidt, D. Tatz, W. Stzelkus, G. Schäfer I. vermischte s. * Der Mord am Tcuselsfce. Aus Potsda in wird gemeldet: Der Verdacht, den Mord am Teuselssee ausgeführi zu haben, lenkt sich immer mehr aus zwei Landstreicher, die abends nach der Tat in der Nähe des Tatortes gesehen wurde». Ein Schau - budenbcsitzer überraschte sie in Wildenbruch, lvo sic im Waide übernachteten. Die Beschreibung Nimmt hinsichtlich eines Mannes genau nnt den Angaben eines Jungen überein, der am Sonntag srüb ron einem Manne gcsragt wurde, ob schon etwas von dem Frauen- morde bekannt sei. Ter Mann war auch mit einem Cape bekleidet. Es muß daraus aufmerksam gemacht werden, das, in der Mähe der Leichen eine Kavuzc gesunden Ivurdc, wie solche an Eapes bcicstigt werden. Ein Tittlichieilsocibrechcn wurde übrigens nicht verübt, sondern lediglich ein Raubmord. * Mordtaten. Aus Rüdersdorf wird genieldet: Aus der Vogelsdorscr Chaussee wurde der Bergarbeiter Wilhelm Za- mcrski aus Görlebog von Unbekannten überfallen, in bie Brust geschossen rmd seiner Bnrschaft im Betrage von 80 Mark beraubt. Als er zum Bewußtsein kam, jchlkvpte er sich zum Gemeindevorsteher von Dogelsdors. An sesnein Auskommen wird gezwciselt. — I» einem Walde bei G n e s e n wurde eine Fra» von einen, Soldaten erschlagen. Ter Mörder wurde'verhaftet. * Explosion in einer Kirche. In der St. Johanneskirche in West min st er explodierte in einem Kirchenstuhl in der Röhe der Kanzel eine Bombe, als eben die letzten Andächtigen die Kirche verließen. Das Innere der Kirche fing Feuer, der Brand wurde jedoch schnell gelöscht. * Ein sehr heftiger Sturm wütete am Montag abend in dem Gebiet, das von Plltsbnrg und Bussalo westlich und von Hatieras und Maine östlich begrenzt wird. Ter Sturm hat an scn Eisenbahnen und Telegravhen- und Tclcvhonleitungen grossen Schaden angerichtet. Zahlreiche Orte und vom Verkehr abgciebnit 'en. In New Jork ist Schnee gefallen, der!)>'_. Zoll hoch liegt In der - Umgebung New Jorks stich mehrere Personen nmgekoiu men. Mehrere Schisse sind an der Küste von Nencngland gestrandet. * Zu dem Debrccincr Anschlag. Aus Bu ka r e st, 2. März, wird gemeldet: Ter Polizei war cs gelungen, den Urhebern des Debrecüicrs Ausailagrs Catarcu und stirilow.! die im Hotel Minerva abgcstieqen waren, auf die «pur zu kommen. Durch die Veröffentlichung der von der Ezernowitzcr Polizei ge -! gebenen Steckbrieke seitens der Blätter ausmerksam gemacht, kenn trn die Verbrecher im Automobil nach Plocsci zu ilüchtcn. Tort verlieren sich die Spure». Abramow und Mandaecscn, die den Flüchtigen Pässe gaben, wurden verhaftet, Kleiac Lazeschronil. Ter Bürgermeister Tictrich in Kehl wurde heute zum O^crP^rgc^m^i^e^^c^r^t^d^K^n^>lMi^^wählU^^ QaiideL Gegen den amerikanischen T a b a k t r n st. In der Börse in Bremen fand am 2. März eine große von vielen Tausenden besuchte Massenversammlung statt, die sich zu einer im- vosanten Kundgebung gegen den amerikanischen Tabaktrnst ge stalleie. Als Redner traten ii. 21. aus der Generalsekretär des Verbandes zur Abivebr des TabakliiistcZ L iß ko Dresden, der Syndikus der Te.i.i-u Tabalve.eius 2 ch l o ß in a ä, c r - Frank s„r: 0 . M., der Sctretär des Berbandes Deutscher Zigarrcnladen inöaber Hesselb arid Hamburg und als Vertreter der Bik. wer Tabakinrcrcücnien H o o r m a n n - Bremen, wrlche sich sämtlich in sibarser Stellungnahme gegen den Trust aus!brachen. Tic Versammlung nahm linnimmig rine cn sprechende Entschließung an. Eingcsnttvr. ch e r W c t t c r d i c n st, Gießen. Wetteraussichten i» Hessen au, Millwoch, den 4. März 1914: Bormie.-eu wollig, fene erhebliche» Niederschläge, tagsüber mild, nachts kühl, loeiilrche Winde. Letzen nitcbvifbten. 91 u J her Ziveiten Kammer. rb. Tarmstadt, 3. März. Die Zweite Llämmer begann beute vormittag 10" . llhr mit der Beratung des Staatsvoran schlag es. Am ^iegierungstrsche waren die drei Minister und mehrere Kommissare zugegen. In der allgemeinen Aiissprache nahm zuerst Tr. Osann das Wort zu längeren Ausführungen. Er wies dabei besonders aus die günstige Finanzlage hin. — Die Sitzung dauert fort. _ und Vorhüttjng von Verstopfung für Erwachseno und Kinder. Höchster Wohlgeschmack, milde, sichere Wirkung, ärztlich glänzend begwtachiat und empfohlen. • —— Dose (20 Fruchtkonfiiüren) Mk. 1.20. —> — Man hüte sich vor minderwertiger, Nachahmungen und verlange ajsdrflcklich LAXIN-KONFEKT. ^ Photographische Apparate und Bedarfs-Artikei Fernsprecher 706 f»Se*Ken. Kreasplatz 9 Sämtliche photographischen Arbeiten werden schnell, sauber und sachgemäss ausgeftthrt. — Grosse Dunkelkammer zur Verfügung. _ 2994 a Für den Frühjahrs-Bedarf Spitzen! Die. Mode bevorzugt zur Garnierung der Kleider leichte, duftige Spitzen. Besondere Anwendung finden diesem, n Tuniks und Kichus. 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