Nr 51. Lrlcheinl täglich mit Aufnahme de? TanntagS. Tic „Giehener ^amiliesblitter" werde» dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigeleg!, dag ..Kreisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöülcntlich. Tie „randwirtlchaftlichen Zeilsrag«»" crjchcinen manatlich zweimal 104. Jahrgang Gietzener Anzeiger Seneral-Anztiger für Sberhejfen Montag, 2. März 1014 Nalationsdrurk und Verlag der Dcülil'lchea Unwersiläir - Buch- und Eieindruckerei. Ai. Lange, Eieren. Redallion, Expedition und Truckerei: Schul- Ilrage 7. Expedition und Verlag: e^gäl. Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzcigerBicpcn. Mb. Deutscher Reichstag. 824. Sitzung, Sonnabend, 28. Februar. Am Tische des BundcSrates: v. Brcitenbach. Präsident Tr. tkaempf cröjsnct die Sitzuiig 12 Uhr 18 Min. Eingegangcn ist die 2 c s 0 l d u n g § u 0 » c I l c. Die Neichseifenliahtien. (Dritter Tag.) Abg. Dr. Wcill (Soz.): Die Sozialdemokratie leistet positive Arbeit, indem sie fcrt- eese-^t aus eine Verbesserung der Lage der Arbeiter drängt. Das bitter in dieser Beziehung getan ist. bleibt unzureichend. WaS abe.-, erreicht worden ist. ist hauptsächlich unser Verdienst, nicht das der geflissentlichen Dienstfertigreit der anderen Parteien. Die Sicherheit auf den deutschen Bahnen ist relativ groß, aber cS bleibt viel zu tun übrig. Das beweist die be- klagcnSwertc K a t a st r o p h e v o m 2. JanuarbciDoippv- M c tz. Minister v. Brcitenbach: Ueber die Ursachen des furchtbaren Unglücks muß ich mir Reserve aufcrlegcn, da die Untersuchung noch in vollem Olange ist. Dir tun für die Sicherheit deS Betriebes, wie der Abg. Dr. Wcill auch anerkannte, alles Erforderliche, und trotzdem hat sich das furchtbare Unglück ec eignet. Wem die Schuld beizumessen ist, wird Die Untersuchung ergeben müssen. Es ist bereits richtig- gestellt worden, daß der Führer des Zuges nicht ortskundig war und die Strecke noch nicht gefahren hatte. Schon aus diesen beiden Richtigstellungen ist zu ersehen, wie unrichtig cs ist, in einem solchen Stadium ein Urteil zu fällen. Wir wollen die Beamten nicht von vornherein verurteilen. TaS gerichtliche Verfahren lvird volle Klarheit schaffen. Auch der Vorredner hat anerkannt, daß die deutschen Eisenbahnen auf dem Gebiete oer Betriebssicherheit durch die ganz außerordentlichen Kraftanstrcngungen. die von sämtlichen Eisenbahnverwaltnngen gemacht werden, an erster Stelle von allen Verwaltungen der Welt kommen. Tos muß uns auch für die Zukunft zur Beruhigung dienen. Ter Abgeordnete Jckler hat anerkannt, daß die Verwaltung sich auf dem richtigen Wege befindet, um den berechtigten Wünschen und Beschwerden der Arbeiter nach- zukommeu. Diese Anerkennung hat um so größeren Wert, als der Abgeordnete selbst einem großen Betriebe angehört und durchaus in der Lage ist, aus eigener Anschauung die Dinge zu beurteilen. die Bedürfnisse kennen zu lernen und die Mittel zur Abhilfe anzugebcn. Die Lohnordnuug vom 1. April ist im Einvernehmen mit den b e st e n Arbeitern zustande gekommen und hat bei ihnen volle Anerkennung gefunden. Die Rechtslage der Arbeiter ist damit auf eine feste und sichere Grundlage gestellt. Die Klage, daß nur billige Medizinen verschrieben würden. zu beurteilen und einzuschätzcu, würde Sache der Aerztc sein, die die Medikamente verschreiben. Der Abgeordnete Kiel hat gemeint, ich sei Chef der Rcichseisenbahncn nur im Nebenamt, und das erfüllte selbstverständlich mit Mißtrauen gegen die Verwaltung. Er hat den Gedanken aber nicht weiter entwickelt. Es ist mir nickt zum Bewußtsein gekommen, daß eine solche Behauptung gegründet sei auf ein Mißtrauen gegen die Leistungen der Verwaltung. Diese Gegnerschaft liegt auf ganz anderem, rein politischem Gebiet. Ich versehe mein Amt als Chef der Rcichseiscnbahnen genau mit derselben Sorgfalt wie das Amt de? preußischen Ministers. Ich bin auch mit den Verhältnissen des Landes genau so vertraut, wie mit oencn der preußischen Provinzen, und es freut mich, fcststellen zu können, daß von Fahr zu Jahr durch persönliche Beaufsichtigung i'.nd Fühlungnahme meine Kenntnis und mein Interesse für das Land selbstverständlich zunchmcn müssen. Ich habe den Verdacht, es handelt sich hier um etwas ganz anderes, um die organisatorische Regelung meines preußischen Ministeriums. Der Herr Abgeordnete wollte darauf Hinweisen, daß cs manche gibt, die die Verbindung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten mit der Eisenbahnverwaltung nicht für richtig halten. Diese Ansicht teilt aber nur eine kleine Gruppe im preußischen Landtag. Angesichts der ungeheuren Hebuug des Vcr- kchrs ist'ein vicrglcisigcr Ausbau der Bahnen natürlich wünschenswert, aber unsere reichen Erfahrungen und die Größe meines Ressorts ergeben, daß cS nicht anders gemacht werden kann. Auch in anderen Verwaltungen wird in derselben Weise vorgcgangen. Daß sämtliche Schnellzüge die 3. .Klasse erhalten, halte ich für grundsätzlich berechtigt. ES läßt sich aber nicht durchführen. ^Der Versuch, das Publikum zu veranlassen, nur auf der einen Seite den Wagen zu besteigen und auf der anderen zu verlassen, ist voll- kommen gescheitert. Das Publikum ist außerordentlich wenig geneigt. solchen Anordnungen der Verwaltung zu folgen. Tie V-Zug- wagen unserer Schnellzüge weisen doch gewiß viele Vorteile aus und haben sich im allgemeinen durchaus bctvcrhrt. Abg. Dr. Schatz (Lothringer)' tritt für beschleunigten Bau der Linie P i r m a f c n 5 nach Ditsch und andere Dabnbauten ein. Auf den Nebenbahnen im Elsaß läßt die Ausstattung der Züge viel zu wünschen übrig. Tie Strecken der einzelnen elsässischen Bahnwärter sind viel zu lang, darunter leidet die Verkehrssicherheit. Der Lokomotivführerstand muß wirtschaftlich viel besser gestellt werden. Das liegt im eigenen Interesse der Verioaltung und im Intercsic der Sicherheit. Beim Verschreiben der Medizinen soll mau den Kassenärzten die Hände nicht binden, indem man ihnen teure Medizinen zu verordnen verbietet. Abg. Jckler (Nntl.): Das Koalitionsrccht nehmen auch wir in Anspruch, aber w i r verzichten auf das Streikrecht. Das ist unsere Auffassung, an der wir festhalten. Wir wissen, daß die Lahmlegung des Verkehrs auch nur au einein einzigen Tage die schwersten volkswirtschaftlichen Schäden verursachen müßte, und deshalb wollen wir im Interesse des ganzen Volkes von einem Streik der Eisenbahner nichts wissen. Den Streit der einzelnen Organisationen wollen wir hier nicht ausfechteru Die Sozialdemokraten wollen mit allen Mitteln in die Eisenbohner- krcise hincinkommen. (Abg. Dr. Weill, Soz.: DaS gelingt uns auch!) Nein, das ist Ihnen nicht in dem Maße gelungen, wie Sie möchten. Die Eisenbahner wissen, daß wir ihre Interessen gut vertreten. (Lebhafter Widerspruch der Soz.) Damit schließt die allgemeine Aussprache. Es folgen die außerordentlichen A u s g a b c n. Abg. Tr. .Haegn (Elf.) begründet einen Antrag, die Linie Straßburg—Basel nicht vier- gleisig auszubackeu, Nüc es die Kommission vorschlägt, sondern eine Seitenlinie der Strecke Stcaßburg—Basel, die sogenannte Ried-Hardtbahn, herzustclleu und die Vorarbeiten zur Erschließung des Rieds und der Hardt zugleich auf das Gebiet der Scheer und Andlau zwischen Straßburg. Schlcttstadt und Mocshcim zu erstrecken. In diesen Wünschen steht die ganze Bevölkerung hinter uns. Minister v. Breitenbach: Ich biite den Autrag der Kommission anzunehmeu. Der Bau einer neuen Bahn cmpfichlr sich nicht gegenüber dem Ausbau der jetzt bestehenden Strecke. Die Hereiuzichuug des Schee r-Andlau-- cbictcs bringt Tinge in da» Projekt, die damit nichts zu tun oben. Abg. Thumann (Elf.): Tie Ried-Hardtbahn mit der Erschließung deS Andlaugebictcs würde dem Lande sehr zugute kommen. Die Abstimmung über den Antrag Haegy wird wegen der schwachen Besetzung des HauscS ausgesetzt. Es folgt die Beratung der Einnahmen au§ dem Pcrsoncn- uud Güterverkehr. Die Mosel- rin) Saarkiwalisalivn. Abg.. Dr. Wcill (Soz.): Bei dem Steigen der Zahlen des Güterverkehrs werben die Eisenbahnen den an sic gestellten Ansprüchen auf die Dauer nicht Nachkommen können. Die lothringische Industrie leidet unter schlechten Absatzvcrhältnissei!. Sie verliert große Summen, die durch eine Erweiterung der Vcrkehrsmöglichkeiten ausgeglichen werden müssen. Massengüter ftrio auf die Wasserstraßen angewiesen. Es ist verfehlt, sie gcwelts''m den Eisinbahncu zu überweisen. Die rheinische Industrie hat gar nicht mehr ein so großes Gegeninteressc gegen die Kanalisierung der Mosel. Der Widerstand scheint einzig noch im preußischen Eisenbahnministcrium zu sitzen. Es befürchtet augenscheinlich, daß die ganze nicderrheinische Industrie nach der Mosel auswandert. Dabei ist ganz Lothringen mit seinen Eisenlagern bereits vergeben. Eine weitere Abwanderung der Industrie ist deshalb gar nicht mehr möglich. Für die Moselkanalisierung haben sich jetzt sogar Handelskammern und wirtschaftliche Unternehmungen des rheinisch-westfälischen Industriegebiets ausgesprochen, sogar die ...Hibernia", an der der preußische Staat beteiligt ist. Tie Kanalisierung der Mosel mit Anschluß an das französische Kcmalnetz würde aus Straßburg einen riesigen Umschlaghafen am Oberrhcin machen. Bauen wir den Kanal nicht, dann entsteht die Gefahr, daß Frankreich sein Kanalnctz ent- sprechend ausbaut und die Kohle für die französische Industrie nicht mehr aus dem Ruhrrevier. sondern aus Belgien bezieht. Abg. Bassermann (Natl.): Ich halte die Ablehnung der Saar- und Moselkanalisierung für wirtschaftlich falsch. Aber darüber hinaus ist sic auch aus nationalen Gründen bedauerlich, zumal im übrigen die preußische Regierung auf ihre eifrigen Kanalbauten mit Recht stolz sein kann. Die großen Vorteile der Saar- und Moselkanalisierung sind so oft und so eingehend in den verschiedenen Eingaben dargelegt, daß es sich erübrigt, sie nochmals darzulegen. Marc erhofft von dem Kanal eine Wiederbelebung der kleinen Binnenschiffahrt, und damit wird die Frage auch zu einer wichtigen Mittelstandsfragc. Auch vom militärischen Standpunkt ist der Kanal von großer Bedeutung, da die Verpflegung der Truppen dadurch wesentlich gefördert würde. Die Befürchtung erheblicher Eisenbahneinnahme-Ausfälle kann ich nicht teilen. Die Gefahr der Abwanderung darf nicht angeführt werden; denn mit diesem Argument könnte man jedes Kanalprojekt bekämpfen. Ueberdies beweisen die Tatsachen, daß auf der andern Seite neue Industrien entstehen und lediglich Verschiebungen, nicht Verminderungen der industriellen Tätigkeit die Folge von neuen Kanälen sind. Die Agitation für die Saar- und Mosclkanalisie- rung ist nicht geringer, sondern stärker geworden. Besonders int elsässischen Landtag tritt man lebhaft dafür ein. Der ReichS- gedanke könnte wesentlich gestärkt werden, wenn man diesen Wünschen der Reichslande Rechnung tragen würde. Die ablehnende Haltung der Regierung ruft in der Bevölkerung lebhafte Erregung bervor, und zwar nicht etloa in der Großindustrie, sondern im Mittelstand und in den Arbeiterkreisen, die den großen Wert des Kanals sehr wohl einzuschätzcu wissen. Ich bin überzeugt, daß auf die Dauer der Widerstand des Ministers nicht imstande sein wird, die Saar- und Mosclkanalisierung zu verhindern, sondern daß der gesunde nationale und wirtschaftliche G c d a k e zum Siege gelangen wird. Minister v. Breitenbach: '* . Sie werden cs mir nachempsindcn. daß es sehr schwierig ist, hier zu einer Frage zu sprechen, über die ich mich erst vor einigen Tagen ausführlich im preußischen Abgeordnetcnhause geäußert habe. So bedeutsam die Frage ist, die Reihe der Argumente ist aber doch erschöpft. Neues kann ich Ihnen heute nicht mitteilen. Ich kann nur f e st st eilen, daß zurzeit die preußische Staatsrcgierung nach wie vor auf dem Standpunkt steht, daß aus überwiegend wirtschaftspolitisch eu Rücksichten die Kanalisierung von Mosel und Saar nicht in Aussicht genommen werden kann. (Sehr gut! rechts.) Die große Bedeutung der Frage wird von mir vollkommen gewürdigt. Ich möchte aber der Meinung cutgegentrctcn, als ob der Widerstand im niederrheinischcn Revier, im Ruhrrevier, abgenommeu hat. Aus der Rede des Abg. Roechling im Abgeordnetcnhause und aller Herren, die an der Mosel und Saar sitzen, aus dem Schweigen anderer dürfen Sie nicht etwa den Schluß ziehen, daß im preußischen Abgeordnetenhaus und ini preußischen Landtag überhaupt etwa eine starke Meinung für die Kanalisation ist. (Sehr richtig! rechts.) Das Stillschweigen bedeutsamer Parteigruppen oder die vereinzelte Verteidigung des Standpunkts der Regierung ergibt sich vollkommen aus der Erwägung heraus. daß die Gegner der Kanalisierung der festen Uebcrzeugung sind, daß die preußische Regierung ihren Standpunkt, den sie aus wohl erwogenen Gründen emnimmt, nicht aufgegeben wird. (Sehr richtig!) Die Gründe, die die preußische Regierung bewegen, in einer Frage, die nicht zur Ruhe kommt, die niemals zur Ruhe gekommen ist und die wcchselvollc Schicksale gehabt hat, sind doch durchaus überzeugend. Nun wurde gesagt, daß die wirtschafts-politischcn Momente im Ruhrrevier nicht anerkannt würden. Im Jahre 191k, als hier die Frage zur Verhandlung stand, ob die Mosel und die Saar in dem Zweckverband des Rheines ausgenommen werden sollten, haben die gemmten Hochofen- und Walzwerke deS rheinisch-westfälischen Industriereviers in einer Eingabe an daS Preußische Berwverksministerium mit aller Energie gegen die Aufnahme der Mosel und Saar Stellung genommen. Dabei haben sie darauf hingewicsen, daß die Kanalisierung der beiden Flüsse, die doch die notwendige Folge der Aufnahme gewesen wäre, zu ganz unheilvollen wirtschaftlichen Folgen führen würde. Die Handelskammern vertreten in einzelnen Fragen die Interessen deS Handels mehr als der Industrie. Dos ist kein Vorwurf gegen die einzelnen Korporationen. Aber es kann doch vorkom- men, daß eine Harckelskammer trotz der großen Interessen, die sie für die Industrie wahrzunchmcu hat, in einer Frage auf einen anderen Standpunkt sich stellt als die Industrie. Jedenfalls ist die Uebcrzeugung, daß int niederrheinischcn Ruhrrevier ein Wechsel der Meinungen eiugetreten ist, trügerisch. Wir können die Llbwandcrung, die sich langsam vollzieht, nicht noch fördern und zu einer plötzlichen machen. Die im Ruhrgcbict ansässigen Arbeiter und die vielen kleineren und größeren Gemeinden toürdcn sehr nnpfindlicken Sckiaden davon haben. Dieser wirtschaftliche Gesichtspunkt hat zu allererst die preußische Staats- rcgierung zu ihrer Stellungnahme veranlaßt. Weder von dem Abgeordneten Weill. noch von dem Abgeordneten Vassermann ist dieses Moment gewürdigt worden, sie haben immer in den Vordergrund gestellt, daß einseitige fiskalische Interessen maßgebend gewesen sind. Das trifft nicht zu. Ich bitte doch der Erwägung Raum 311 geben, wenn sich in einer so bedeutsamen wirtschaftlichen Frage sehr erhebliche Meinungsverschiedenheiten geltend machen, und unsere Großindustrie sich heute gegen diese Maßnahmen auflehnt, dann kann man unmöglich verlangen, daß die preußische Staatsrcgierung gegen diese Wünsche ein ganz ungeheuer großes Opfer bringt. Diese Opfer sind viel größer, als der Abgeordnete Basserman.i sagte. Ich will sie ziffernmäßig nicht berechnen, sie gehen ab'w in di«' Millionen, und die Zahlen, die der Abgeordnete Bassermann aus dem Jahre 1910 anführtc, müssen für 1913 um 20 Proz. höher angenommen werden. Ich will nicht leugnen, daß diese Frage, die an erster Stelle nach wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Gcsichtspunltcn beurteilt werden muß. auch nach der nationalen und ideellen Seite zu prüfen ist. und daß diese Seite nicht unberücksichtigt bleiben darf. Ich habe für diese Seite der Angelegenheit sehr viel übrig, namentlich im Hinblick auf die Unternehmungen im Reichslande. Ich würde dringend wünschen, daß durch Erleichterung der Ver- kchrsbeziehungen zwischen dem Reichslande und anderen deutschen Wirtschaftsgebieten sich engere Verbindungen auch auf ideellem Gebiete Herstellen. Aber wirtschaftspolitische Erwägungen können so stark sein, daß die Einzelstaatcn, die in allen wirtschaftlichen Verhältnissen auf einander Rücksicht zu nehmen haben, von der Duirlssührung von Maßnahmen Abstand nehmen müssen, die im Interesse großer Wirtschaftsgebiete liegen. Anfang der 90 er Jahre hielt es die preußische Staatsrcgierung für angezeigt, im Interesse des Ostens Staffeltarife für Getreide durch- zuführeu. Diese Staffeltarife erregten den Unmut des Westens und Südwcstens, von Bayern. Württemberg und Baden, und bei einer Durchprüfung der Sache hat Preußen fick entschließen müssen — schweren Herzens sclbftverständlick — die östlichen Interessen zu opfern, um der großen wirtschaftlichen Bedeutung de» Westens und Südwcsteus Rechnung zu tragen. Uebcrtragcu Sie das auf die Beurteilung der .Kanalisierung von Mosel und Saar, so werden Sie ein besseres Verständnis für die wirtschaftspolitischc Auffassung Preußens in dieser Frage finden. Auch die Aeußerungen des .Kriegsministers und des Generalstabschefs können die ?luffassuug der beiden Vorredner durchaus nicht unterstützen. Der Generalstabschef sprach mit dürren Wörter: aus, sein Interesse läge nach einer ganz anderen Seite hin. ausschließlich nach der Seite eines Ausbaus des Eisenbahnnetzes. Das läge ihm an erster Stelle am Herzen. Auch meine Auffassung gebt dahin, daß. wenn man ein leistungs- und entwicklungsfähiges Eisenbahnnetz zur Verfügung hat, das überdies im allgemeinen Interesse verwaltet und betrieben wird, mau in erster Linie versuchen soll, mit Hilfe der Eisenbahn- und Frachttarife das zu erreichen, was von der Kanalisation erwartet werden kann. Diesen Weg ist Preußen gegangen. Es hat die Hoffnungen Lothringens und der Saar nicht täuschen wollen, die an die Kanalisation der beider: Flüsse geknüpft waren, sie hat deshalb schwerwiegende Tarifermäßigungen bewilligt. Es ist zu erwägen, daß diese Tarifermäßigungcn, die sich in erster Linie auf Erz und Koks beziehen, allein mindestens 80 Proz. aller Güter frclrcffeu würden, die auf den beiden kanalisierten Flüssen verfrachtet werden können. Diese Ermäßigungen bedeuten mehr als die Karrali- sicrung eines Flusses oder Stromes. Diese haben doch nur ein eng begrenztes Gebiet, das nicht soweit cingrcift, während dir Frachtermäßigungen nach dem Bedürfnis einer jeden beteiligten Verwaltung des gesamten Wirtschaftsgebietes cingreifcn und einer jeden ihre Vorteile zuwcnden. Die Frachtermäßigung würde für annähernd 30 Millionen Tonnen Güter in Betracht kommen. Die Verluste, die den Reichseiscnbahuen und im noch höheren Maße den preußischen zugemutct würden, wären ganz außerordentlich. Die Ziffern nach dem Stand von 1913 lauten für den Wechsel, verkehr von der Ruhr nach Lothringen etwa 10% Million. DaS wäre ein bedeutender Ausfall. Die Angabe, in welchem Maße die Frachtermäßigung den einzelnen Werken der Großindustrie zugute kommt, würde in Erstaunen setzen. DaS Geschäftsgeheimnis verbietet mir, darüber im einzelnen zu sprechen. Selbst wenn man die Frage vom nationalen und ideellen Standpunkt beurteilt, so wird man nach Würdigung der wirtschaftlichen Erwägungen, die Preußen anstellen muß, anerkennen, daß das, was hier auf anderem Wege geboten wird, sehr viel ist, und daß cs auch dem nationalen Standpunkt Rechnung trägt. (Sehr richtig! rechts.) Auch mit der Versorgung des Lothringer Gebietes mit Lebensmitteln in Kricgszciten hat sich die preußische Staat» - regierung sehr eingehend befaßt und ist damit recht weit gekommen. Wir werden auch mit Rücksicht auf diese Dinge das Eisenbahnnetz weiter ausbauen, aus naheliegenden Gründen kann ich mich näher darüber nicht äußern. Vielleicht wendet das Reichs- land auch Selbsthilfe an, indem es die Mosel bis zur preußischen Grenze kanalisiert, von Mondorf oder Diedenhofen aus. Daun wird sich die Möglichkeit ergeben, die Erzeugnisse des Lothringer Reviers nach Frankfurt und Straßburg zu bringen. Wenn die Eisenbahnfrachtermätzigung Ende dieses IahrcS oder nächstes Jahr durchgcführt wird, dann wird aber von einer Konkurrenz für Erze und KokS, also die Massengüter, nicht die Rede sein können. J Es muß auch bedenklich stimmen, daß die Großindustrie an der Mose! neuerdings der preußischen Staatscisenbahnverwaltung ihre Garantie zurückgezogen hat. lieber die Haltung de» elsaß- lothringischen Landtages kann ich mir von hier aus kein maß-' gebendes Urteil anmaßen. Es ist uns sehr Wohl bekannt, daß in Frankreich sehr umfangreiche Projekte über einen Kanal be-^ stehen, der den Norden und Nordwesten Frankreichs an das Mosel-! gebiet anschließen soll. Frankreich will einen Nordostkanal! schaffen. der zugleich mit dev: Urrenburaischeu Erzrevier verbinde». foF v~'Tnrc ?s.lvs."'5t lingen Tonen sich aber b"niÜ5cr nicht M'ich^n. Wn- lmtvit uns! aber in Luxemburg durch die Tarifermässiflimg lcbl»af Sumputbren erworben, da Luxemburg daran teil nimmt, ohne enie Mark ^n---gaben zu ssabcn. Das bedeutet nach jeder Ainnctit einen großen Gewinn für die luxemburgische Industrie. Storni: Inr.u irb die Haltung der preußischen Staatsregicrung rerbtfertig.il. Ich kann icht wobl schlietzeu, weil ich überzeugt bin. d'i; rch noch o-fter Gelc^nbeit haben werde, mit dem hoben Hanfe über diese Kragen zu verhandeln. (Heiterkeit und Beifall.) Elsass-Iothnngi scher Bmrdesratsbevollnwchtigter Dr. Robis: In der Krage iet Äoselkanalisicrung bestehen Meinungsverschiedenheiten zwischen der preußischen und der clsäs- sischen Legierung. Jede elsässische Regierung muss für die Kanalisierung der Mosel cintreten, well die natürlichen Verhältnisse dcS Landes eS erfordern. Auch der neue Staatssekretär für Elsoss- Lothr i'.gen. Graf Rodern, hat schon Gelegenheit gehabt, diesen Standpunkt zu vertreten. Die Loyalität vcrlallgr allerdings an* uerkennri'. dass die ablehnenden Gründe der preussischen Regierung urch.ni» schwerwiegender Natur sind und dass' die Durchführung des Projektes nur möglich wäre durch grosse Opfer der preussifchrn Regierung. Trotzten, Possen wir. dass das Projekt schließlich zustande komme", wird und gründen unsere Hoffnung darauf, dass der preußische Staat gewohnt ist nach dem vornehmen Grundsatz zu hande.n no bl esse oblige (Gelächter b. d. Soz.). Ich kenne den prciißischen Staat in dieser Richtung vielleicht besser als Sie und bon'e. dass er seinem Grundsatz treu ble^n wird. Wir bedauern den Widerstand der prenssifchen Regierung um so mein. ,'15 b:e Krage der Moselkaualifisrnng nicht nur wirt- schaftlicher, sondern auch nationaler Natur .ft. Hier liegt e,n Kall bar. kro da' ganze El'ass zu einem engeren Anschluss an dar übrige Deutsche Reich gebracht ivcrdeu kann. Wird die K'ana- lifrcrm^g nicht durclMfüb'.t. so entsteht die Gefahr, dass die In- (ustrie. d,e den Wasseranschluss haben muß. ihn auf anderem Wege sucht, und zioar durch Anschluss an das französische Kanalnetz. Ich habe bieic Gelegenheit mit Vergnügen ergriffen, um an das Hans die vütc zn richten: Helsen Sie mit. Elsaß-Lothringen wir!» ichastlich zn machen. Es ist der beste und sicherste und vielleicht oer einzige Weg. dieser schöne und reiche Land dauern- mit dem deutsche:'. Vatrrlande zu verschmelzen. (Beifall.) Abg. (^ossmann (Zentr.)i Tie ^ohl der Anhänger der Kanalisierung loäaiil ständig. Die Befürchlungen wegen der Abwanderung und übertrieben. Die Frachtermäßigungen. die man jetzt der Industrie zugute kommen lässt, sind zwar sehr dankenswert, aber gegenüber der Frachtenverdilligung, die durch eine Kanalisierung herbcigefuhrt würde, bedeuten sic gar nicht». Wir im Mosclgebict zahlen auch Steuern, wir wollen mehr berücksichtigt werden. Abg. Dr. Oertel (Kons.): Ter e l s a ss - l o t h r i n g i s ch e Vertreter sprach die Erwartung aus. daß Preußen sich auch in dieser Frage an den Grundsatz „noblessc obligc'’ halten werde. DaZ ist entweder etwas selbstverständliches, dann sagt man eS nicht. Oder es soll eine pewissc Mahnung sein. Das bedauere ich. ES handelt sich hier tim keine parteipolitische Frage, sondern um wichtige Volks- wirtschaftliche Erwägungen. Die Darlegungen des Ministers waren, valllommen einlvandfr-i und überzeugend. Das möchte ich dem e l saß« lothringischen Vertreter zur gebührenden Beachtung empfehlen. (Sehr gut! rechts. Unruhe links und bei den Elsässern.) Abg. Schass (Elsässer) empfiehlt nochmals die Kanalisierung. Abg Lededvur (Soz.): D: Oertel fühlte sich wieder einmal bemüßigt. sich als Zensor a n f z u s p i e l e n. Er Hot in dieser Bezieh,urg schon einmal eine Gastrolle gegeben. Damals suchte er dein Staats, sekre:är Sols den Zplinderhut aufzubügeln. >Heiterkeit ) ES ist psychologisch interessant, daß Dr. Oertel jetzt, seitdem er in einem preußischen Wahlkreise gewählt ist, hier immer als preußischer Pnrtikularist mit schwarz-weißer Weste cmftrilt. sHeitcrkcit.^ Er ist ja nur periodenweise im Reichstag. Aber wenn er in Sachsen einmal gewählt würde,, würde er wobt in grün-weißer Weste sich zeigen. (Heiterkeit.) Ich bof'e. daß der elsaß-lothringische Ver^eter sich aus der Mahnung Tr. Ocrtcls nichts inachen wird. Damit schließt diese Aussprache. Die Petitionen werden erledigt. Damit ist der Etat der Reichseisenbahnen erledigt. Das Haus vertagt sich. Montag 2 Uhr: Petitionen, DesoldnugSnoveNe, Poftekt, Post, scheckgefeh. Schluß >4 Uhr. Die Automobile und die hessische Zweite ttammer. Zu unserem Bericht über die Sitzung der hessischen Zweite» Hnninicr vom letzten Freitag tvollen loir heute noch eine etwas ausführlichere Darstellung der interessanten Aussprache hinzufügen, die sich über den Automobilvcrk.hr entspann - Bei Puiill lü der Tagesordnung, den Antrag der Abgcord- neicn Leun und Fenchel, die Verordn, „lg über.den Verkehr mit .HinitkibvjfMBcn bei ressend, nuroidrltc sich eine ausgedehnte Aulo- mobildeholte, Ter Ausschuß hatte beantragt, den Antrag Leun- Fenchel für erledigt zn erkläre» im .Hinblick daraui, dag im Bundcsiat eine Acndernng der Bestimmungen über den Automobil- vrrtebr r arbereiiei werde. Abg. Sicun führte eine Besprechung seines Antrages berbei und legte bar. daß der Antrag bezwecke die bessere üciinelich- urachung der Automobile, welche häutig nicht testzustellen seien, weil die an, Hinteren Ende des Wagens angebrachte Nummer in viel-» Fällen nicht gelesen werde» könne, Sein Antrag bezwecke, das; ifillicnr Nummern augebrachk würde», etwa am Vordeck des Wagens, ähnlich wie hei Siraßcnbalmwagen. Er führte aus, das, die Automobile öäuiig mit grober Geschwindigkeit durch dir Torsichaitcn rasten und dast die SichrrheitSorzane in der Lage sein inüßtcn, die Identität der Wagen fcftzustellen, ES werde behanvtet, hast die Chan!,'eure häntig das (Mai, unter welchem die Wage»,lununcr angebrach! sei, verschmierten, daniit diese nicht leserlich erscheine. Abg. Grüncwald bezeichne« de» Antrag als unpraktisch, tveil vi-; weniger leicht eine seitlich angebrachte Nummer gelcser» werden lönne. da der Wagen rasch am Auge vorüberglcitc, während sich in der Längsrichtung von hinten gesehen hie Nummer, wie sie gegenwärtig angebracht lei, länger dein Äuge darbietc. Es be- Itünden auch technische Schwierigkeiten hinsichtlich der Anbringung und rsclenchinnq solcher an den Wagensciien angebrachte» großen Schilde,. ,So sehr er übrigens mißbillige das rasche und rücklichis- loie sadern mancher Automobile und so streng gegen diele die Straivorschristen inncgchaltcn werden mühten, so müsse er doch daran' Hinweisen, das, die Schuld an Ilnglückställci, in vielen sötten nicht a» den Leuker» der Automobile, sondern au der (Gleichgültigkeit der Lenker anderer Fuhrwerke und der antomobtt- leiudlichen Gesmnung in manchen Bevölkerungstcilen liege, Es fei dringend notwendig, "Hi? die cholizcilichrn Borichristcn übcr de» Fudrwcrlsverkebr auf den ösjenilichen Ttrapen znianimen- gestellt, revidiert und vereinheitlicht würde», ^jn manchen Tori - schaticu benähme die jugendliche Bevölkennig sich ansterordemlich ungezogen, die Automobile würde» angebrülli. cs werde mit Zieinei, und 2ä>mu» „ach ihnen geworlrn, und von iolckren Nab- beiten ist zu weiteren (rzzeslen, gefährlichen Attentaten aui die Automobile, wie sie in letzter Feit wiederholt vorgckonimcn seien, kein weiter Weg. Die automobilieindliche ttlesinnung der Be- vSllerung düric unter keinen Umständen durch die Perwaliungs- behörden und durch die Rechtsprechung der (»erichtk bestärkt werden, cs müsse absolut gercchi und objektiv veriahreu werde», und es müsse ciiigrschriticn werden sowohl gegen die rücksichtslose» Auto- inobillenkrr, wie gegen Fuhrleute und midcre Personen, die beim Perkchr auf der 2tr»tze iu vorschristswidriger Weise sich benähmen. Tas Anlomobil sei ein wichtiger Faktor unseres Verkehrs „ntz „niere, Volkswirtschaft, es tonne nicht mehr beseitigt und jeinr kristentberechtiaung müsse in vollem Maste beachtet werden. Bereits hätle in, üleqicrnngsbezirk Wiesbaden die Behörde in diesem Linne Tteilung nehmen müssen. Tie Behörden und die Lehrer leien gnaewiejen, aus die Fngeitd einznwirke», und die Borschritien !ü> die FuhrwerkSlciiker seien cingeschärst. Bei uns bestehe viel- laöi die Meinung, als wann bestimmte gesetzliche Borschnsteil in letzterer Hinsicht gar nicht bestünden. Vielfach treten Klagen hervor, dast die Fuhrleute a»! ihren Wagen schliefen, bah die Fuhrwerke »nr Nachizrit nicht beleuchtet seien, dast sie den Kraltsahr,enger, absichtlich nicht answiche und dergleichen mehr, lstinc Reihe von ichwcrcn llnalückssätten sei ans solche tzondlungsweiie zurückzu- s,ihren. Was die Fnhrordnnnq betreffe, ,'v sei er der Ansicht, da» das Ucberholen von Links richtig sei, weil der Fuhrmann, wen» er das Auionwbil von hinic» kommend gewahre, von links an seine Pferde berantretc, dieselben nach rechts drücke oder lenke, und so das Borbeisahren des Kraftwagens ermögliche. Ministerialrat Hölzinger erwiderte, dast die Regierung die bezüglichen, für den Fnhrwerlsvcrkchr geltend,'» Bestimmungen tviederhalt habe bekannt mache» und rinsclwrsen lassen, und daß sie ans dem Tiandviinkt stehe, es müsse darans gebalten werden, dast atle an den. Perkehr aus öffentlichen Straßen Betriligten die. gesetzliche» Barschristen streng beorbten. tttege» die .Anssührungen des Abg. (strünewald erhob sich eine beslige Bewegung unter de» Abgeordneten aus ländlichen Tistrilten. Tic Abgeordneten Wolf- Stadecken, tz a u ck - Schaafheim. Len»' Großen-Lindc!,, B r e i d e n b e. ch - Torheit», T o r s ch - Wöltersbein, wandkcn sich teilweise mit heftige» Worten gegen de» Redner, indein sic aussührten, dast es höchstens cinmal in ganz vereinzelten Fällen ziiteeffc, drst ein Landwirt die Schuld an einen, Ilnstiile trage. Tas rasende Fahren der Automobile ml! ihre» Insassen, „vcrnn,mmte Faschingsaestalten", wie der Abg. Dorsch die Antomobiliahrer nannte, belästigten die Bevölkerung in emptindlichster Weise, die Borschrffien würden nicht brachtet, auch in den Tors,'chatten werde das vorgeschriebcne Tempo nicht eingchalien: die ländlichen Fuhrwerke seien vielfach gar nicht in der Lage ansznweichen vnd eine Feststellung, woher das Automobil komme, welche Nummer eg trage, sei in den meisten Fällen nick! möglich. Der Antrag Leun-Fenchel entsvrechc einem dringenden Bedürfnis, cs inühten große ikiilichr Schilder an den Kraffwagen angebracht werde», welch; die Nnmmerbezeichnung irüqen. Tie Bevölkerung sei nicht auiomobilseindlich, sondern die Verstimmung, die vielsach bestehe, sei allein znrückznsnhre» ans das rückiichts- losc Verhalten der Anton,obillenker, gegen welche die Kreisämter nicht energisch gcmig einschriiteii. Abg. Leu» führte noch besonders ans, dast Abg ffsrüne- nald offenbar seinen Antrag nicht verstanden habe, der doch lediglich lwzwecke, auch im Intereiie der Antomobiliahrer, dast ihre Wagen deutlich kenntlich gemach! würden, technische Schwierigkeiten bestünden in dieser Richtung nicht, Abg. Dorsch wies aui die entietzlichcn (öeräniche hin, welche durch die Automobile verursacht würden und die geeignet seien, das tKcbör »» verletzen. Abg. Fenchel erzählt von einem Falle, in dem ein Lcichenzug gestört worden sei durch ein rückffchtölos vorüb-r- fahrendes Automobil. Abg. K o r e l l »Nteder-Iugelheim bemerkte, dast er die Tendenz des Aittrags Leun-Fenchel nicht mistbilligen wolle und das, in der Tai vielfach rücksichtslos von de» Auioinobilsahiern gelwndeli Iverde, an seiner Wohnung >» Nieder Ingelheim sübre» täglich etwa loO Automobile vorbei, die die Ruhe und Sicherheit onsterordrnilich störte,,. Nachdem Ministerialrat Hölzinger nuederholi auf die gesetzlichen Bestimmungen hingewiesen lind nach der Behauptung einiger Redner, daß die Bestimmungen unpraktisch und Vom grünen Tisch aus gemocht seien, erwiderte Abg. Grüne Iva Id, daß er von seinen Gegnern ganz falsch verstarchk» sei. Ter Inhalt seiner Worte sei nicht geugnei gennsen, den Siurn,, der sich erhoben habe, zu enisesselu, sonder» gerade die antomobilseind-- l,chc T i i NI I» I, » g , die sich gegen jede» wende, der auch nur Gerechtigkeit für die Automobile verlange, sei es, die aus den Aussntzrungen der lonoliche» Abgeordneten beransteuchte Er bade kein .Wotl gegen die Landwirte, sondern von den Fuhrleuten, Reiter», Radfahrer,I, Biedtransvorie» usw. und van der Bevölkerung einzelner LandeStellc im allgemeinen gelprachen. Er habe nicht die Answncbie des Antonlabilwesens gnlgeheisten, sondern a„ts schärfste mißbilligl, er habe lediglich verlangt, iwg man nicht einseitig gegen die Aiiiomobilc vorgehe, daß »ton nicht in gelährlicher Weise die atiioinobilteindliche GkiinnnNg bestärke und vertiefe, sondern daß man gleichmäßige gerechte vandbobung der Borichrüten fordere, Tie bnndesstaottichei, VcrorimilNgrii feie» revisionsbcdürstia. aber auch in brr Ritbtting, ob jie Ttirfit hier und da zu scharf seien und Unmögliches verlangen. Den Antrag Lei», Fenchel halte ec »ach wie vor iür iechnilch nndnrchiührbar Ten Abg. Dorsch Holze er für robuster gehalten, als dast sein Gebär leiden könne in Folge twr Aittomobilaeränschc, »ein Pariei- ireund Korell, defse» klares ilrieit er sonst ichätze, sei i» seiner Ansicht ei» loenig beeinflustl durch die Bklästiaungen. die affcr- dings wohl die 1,'ztt Automobile sür iin> mit sich brächten. Denn er de» Antrag Leun-Fenchel nicht verstanden haben sollte, io liege dies offenbar nicht an dem Antrag und an den Antragstellern, denn der Antrag gehe von einfachen Gedanken aus. sein, des Redners, Beriiand müfse IN diekcm Falle von, Benzindamvi derartig uninebelt sein, daß er so einfachen Gedankengänge» „ich, zu folgen vermöge. Komplizierter lei schon die Ausführung des Gedontens, er könne sich „ich! vorsiellcn, wie die Lean'schei, Scltenschilder anqebrgchi „Nb beleuchtet werden sollten. Ans Rrichstagsausichüßkn. Berlin, 28, Fcbr. In, Bu d g c i a us s ch u ß teilte die Regierung lwnie beim Boranschlag sür Ostasrika mit, daß die Iür die Bahn- und ldasenanlageii i» K i g o m o notwendigen Grundstücke bereits erworben seien. Ein Kreditinstitut snr Ostasrika könne augenblicklich kaum in Frage koinnien. Tic Schisibannachnng des Rnridsi werde wohl möglich sein, aber vermutlich 8 bis 7 Millionen Mark koste». Bei der Forderung von IOOOOO Mark zur Sa n ierUIIg von T g r - es T a l a a »I wurde von einem Rtjtgliedc die Fn» anfvruchnahme der Koni»,„ne für diese Tun,me gefordert, die Position aber schlicstlich doch bewilligt. Bei der Forderung iür die Eiienbabnerlundung äußerte ein Zeulrumo-miiglied Bedenken, ob nicht ein zu raiches Temsw der Bahnbaittcn die Kolonie z» sehr belaste, Slaatssekreiär Tr. Sols erklärte die Forderung für notwendig, fügte aber hinzu, daß auch er daran denke, jetzt eine Ruhepause ein treten zu lassen. Pon eine», andere» Fentrumsmitgliedc und Vertreter» der übrigen bürgerlichen Parteien wurde die Position sür sehr weri- »ol, erachtet gerade im Hinblick auf die bisherigen schlechten Ec- sahrungen mit »»zweck,„ästiger Limensührung. Tie Forderung wurde schließlich mit großer Mehrheit angenommen. Eine längere Erörterung rief der Zuschuß für die Tigibal,» hervor. Sozial- deniokraten und :',e»lru„l erklärten es für unzuläsiig, ein bantbrottes Unternehmen mit Rechtsmitteln zn nnterstntzen, , nährend von anderer Seile ans da« allgemeine Interei,c an der Erhaltung der Bah» vinaewieiei, wurde. Ter Staatssekretär und »nterstaats- sekretär Hoden die Bcdentnng der Baku für das laichunrischafflichc Institut von Amani hervor. Ter A,lösch,m beschloß gegen die Konservative», Nationollcheralen und Fortschrittler, den Zuschuß abziilehnen und dafür die Summe zun, Zwecke des Weiterbaues bn llsambarahahn eventuell auch «Ür oen A » kaut der Sigibnh» verwenden >II lasten. Tie Beratung der A r I, s >h a b a h n gab der Sozialdemokralie wieder Gelegenheit zur Einleit,»zg einer längere» Erörterung von Arbcitcrirageir. Tie Forderung für die Aruschgbahn wurde dann gegen die Sozialdemokraten bewilligt. Arbritrrbtw- Solingen, 28, Febr. Eine gestrige Verla,»mlung der Wasseiiarbeiter des Iudnstriearbcuerperbande-, an der auch iitte,- cfiiertc Mitglieder des Meiallarbeiterveibaiides ieilnahme», beschloß, über die Wassens,ibrik E, ^Eickborn die Sperre zu verhängen, weil die Fabrik Wassenteile von auswärts bezieht. Ter Arbeitgeberverlmnd der Solinger Wassenindllstrie stellte de,' Arbeitern eine Frist, bis zum Dienstag morgens 10 Uhr, bis zu der sic aus den Ansstanö verzichten sollen, widrigenfalls sämtliche Arbeiter der Solinger W g f s e » i n d u st r i c, insgesamt gegen 1000, ausgesvcrrt werden sollen. Leipzig, 28. Fcbr. Tic hiesigen K r a s i d r o s ch kc n - s ü h r c r sind lzeutc früh in den Ausstand getreten, da ihze Forderungen aus Berbeffermig ihrer Löhne ,,„d Arheiisverhälinisse, insbesondere eine Erhöhung des Brozentzuichlages vo» den Ar beitgebern nicht erfüllt worben sind. In, Hinblick aus den heitt- beginnenden Meßvcrkchr dürste sich der Ansstand besonders fühl bar »lachen. vereinrnKchrichten. — Tic Wan bekriege bcS Turnvereins v 184G lu<— wie inan uns schreibt, am vergangenen Samstag im Ve> kiimnilal zusammen gekonimen, um ihr ciniahrlges Bestehen zn feiern. Tie Abteilung, die es sich zurAufgabe macht, die Liebe zur Natur und zum B,iierlanbc zu heben, hal denn auch, »oie der Ighiesbericht ergab, ganz DcachlenSwerics erzielt, llnter- nommen imirde» 30 Wanderungen, darunlrr 6 TageStoure», mit zusammen »98 Kilometern bei 253 Teilnehmern. An, inter- effantesten und zugleich beschwerlichsten war die am Nenjahrs tag bei schneidender Kälte lind ungeheuren Schnccmoffcn Unternommene Wanderung „ach Hohensolms, wobei 28 Kilometer zurückqclegt wurden. Auch die NN, 18. Januar, ebenfalls bei hohen Sckmcemaffcn auSgesührie Wanderung nach dem Hohe rodskovi mit seine» w.inderbaren winterliche» Reizen, wird den Teilnehmern i» steter Erinnerung bleiben. Daß gerade das Wandern als ein wertvoller Rest aus alten Zeiten in die unsere hcreinragi, daß es Herz und Lunge weitet, die Hand saustfest, und die Beine stimmig machf, und gerade für die Jugend ei» wahres Kleinod birgt, das wir» leider noch zu wenig brachtet. R. Prin ^-Heinrich-Fing, M a i lt 5 , 1. März. Bei einer l,cute hier von voriniiiags ll> Uhr bis abends 6 Uhr unter Vorsitz des Ojencrallentnants G ä de - Frciburg i. B abqehaltencn Bcrtretervrrsammlunst der Südwcstgruppe des Deutschen Lnftsahrcr-Berbandcs wurde die Mitteilung gemacht, daß zum Prinz»Hcinrich-Nug 1014 heute, am ersten Neirnunasickge, bereits die Höchstzahl der Teilnehmer von den Zivilsliegern überschritten ist, indem 2-t Nennungen von Flugzeugen in Privaileesitz abgegeben wurden. Für den Flug, z» deni der Nennnngsbeginn der 1. März und Nennungsschkuß der 15. März ist, werden höchstens 20 .Offiziere und 20 Zivilflicgcr zugelasscn. Verschiedene Firmen haben zwei oder drei Flugzeuge gemeldet. Von jedem Flugzcu-gbcsitzcr wird zunächst in der Reihensvlge des Eingangs der Anmeldungen ein Flugzeug zngclassen und, wenn hiermit die Zahl der 20 Flugzeuge nicht erreicht ist, ein zweites oder drittes Flugzeug usw. M an n h eim, 28. Febr. Tas Militärluftschtsf „2. L. 2" unternahm heute vormittag l l Uhr seine erste Werkstätten- fahrt. Das Schiss ist in seinen Abmessungen größer als das erste Modell. Es hat vier Maschinengondeln mit vier Propellern und vorne eine Führergondel, während das alte nur ^wei Propeller hatte. Um 11,20 Uhr kreuzte das Lnftschifs in guter Fahrt und beträchtlicher Höhe über Mannheim und landete um 11.40 Uhr wieder vor der Halle. verntischter. ^ Ein Doppel in o r d Ans P o t sd a »t, 28. Febr , meldet ei» Pribattelegramm i Zwei Fronen ans Nowatoes, welche sich gestern in den Wald begeben holten, um Holz z» suchen, wurden heute mittag mit Kratzwunden im Ge,'ich, und durchschnittener Kehle in der Nähe des Tenfelssers toi ansgesunden. Ter Tod wurde im Anschluß u» ein Sitilicki'ciisverbreckien begangen. Bon den Mördern fehlt jede Spur. Es ist gnzunehmcn, daß die be>den Frauen offenbar mit einen, Knubbel erschlagen worden such. Bei Frau Schwark, die augenscheinlich hinterrücks getroffen wurde, muß der Tob sofort cinoetzreten sein. Dagegen bat zwischen Frau Witte und dem Täter anscheinend ein knrzci- Kamtzf st-iigcinnden, denn ein mit Holz gefüllter Tragsorb lag nmgestnrzt am Boden. In der Nähe der Mordstellc Zvurde eine Touristcnmützc gcfimdc». Ein Polizeihund ist. auf die Spur gesetzt worden, doch sind die Tircisen einstweilen ergebnislos Tie Frau deS Böttchers Witte „ns die Frau des Arbeiters Schwärt aus Nowawcs begaben sich mit einem kleinen Handwagen gestern in den Potsdamer Forst, um Holz zu sammeln. Als am Abend die Ebemänner die beiden Franc» vergeblich erivaricien, wurde der Forst sofort mit Unterstützung esnigcr Männer abgefnchr. Tie Streife blieb erfolglos. Erst heute gegen Mittag wurden beide -Frauen toi mit durchschnittener Kehle und mit Krapwnnden in, Gesicht in der Nähe des Tevfclssecs bei Potsdam ausgefunden. Die Tat wurde in, 2ln,'ckilnß gn ein Sittlichkeitsverbrerkien begangen. Bis zur Stunde ,'ehlt von den Mördern jede Spur. Tie Stelle, an der die ermordctcn Frauen nusgeiundeil lvnrdcn, beilnoet sich ganz in der Nähe des Ortes, lvo int März 1900 der Gislmörder Iänicke die Näherin Berger ans Berlin niittcls eine? sog. Zaubertrankes vergiftete. Ter Regierungspräsident von Potsdam ha, für die Ernnttelnng des oder der Täter bei den, Toppelmvrd in dem Potsdamer Forst eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. * Aus Scham. Aus Dessau wirß gemeldet: Zu einem Walde m der Nähe der Stadt lvlirden gestern der 13 Jahre alte Waisenknabe Mar Lange -erhängt ausgesundeu. Von der Mutter eines lfi Jahre alten Mädchens waren ihm Vor- lvürfc gemacht lvorden, daß er sich an dem Kinoe vergangen habe. Der Knabe stellte dies ctitschieden in Abrede. Er soll sich aber aus Scham über üble Nachrede erhängt haben. E i ii K a s s e ii s ch r a ii k g e st o h l e n Aus de,»Schloß des (»rasen Desidcri bei P i o m b i „ o wurde gestern nacktt während eines furchtbaren EüdtvesistnrmeS der schlcker'e Kai - senschrank der G-utsberwaltung gestohlen und im Wälde erbrochen. Den Dieben siel etwä eine Viertclmilkion Mark in die Hände. * Der Eltern mörder Wart iit in Paris wurde bis in die späte Nacht hinein zahlreichen Zeugen gegenüber- gestellt und einein neuen Verhör unterzogen. Er gestand, das entsetzliche Verbrechen verübi zu haben, um frei zu sein und mit Weibern ein lustiges Leben führen zu können. Er wurde nach Paris gebrackst. Tie Gendarmerie inußte große Vorkehrungen treffen, um ihn vor der Wut der Menge zu schützen. * Bei einem wis s e » s ch a s t l i ch r n Versuch g e st o r b e i, Aus Calcutta, 28. Februar, wird gemeldet: Der australische Gelehrte Dr, Fox, der kürzlich vor Vertreter,; der Wissenschaft sein Gegen gift gegen Schlangenbiss r vvrführte, ist heute nach einer praktischen Vorführung seines Mittels im Zoologiscben Garden gestorben. Er hmr von einer (tziftschlauge an fünf Stellen in die Hand gebissen worden. Fox, de, sich öfters von Giftschlangen hatte beißen lassen, um die Wirkung eines Antitoxin vorzu» ,ührcn, mochte an vier Giststellcn Einschnitte, übersah ober die sünstc. Am späten Nachmittag zeigten sich die Bergif- tungserscheinunaen. Als inan die Bißstelle entdeckte, war cs jedoch zu spät, da das Antitoxin nur wirkt, wenn e? nn- mittelbar nach dem Biß angewandt wird. * Diebstahl von Postsendungen in Paris. ?1uS einem Pariser Postnxaqe». (p.'r die Postiaebcn von de» Aerntern nach dem Bahnst»! befördert, wurden am Samstag früh Lcnduugei! von hohem Werte, man spricht von ützer einer Mittion, sttslvstlcii * Wegen des Debrecz! n erUttentats sucht die Polizei fetzt einen nu-3 Bessarrstien stammenden Ltudenten, der sich vermutlich in itziew aushnlt. Leine Bcrliartung sott ^evocsteben * Zwe i Millionen gestiftet. Ter Berliner Banrai Wendel hat sicherem Vernehmen nach etwa zwei Millionen Mark für gemeiirnüpige und wohliätigr Zw cke hinterlaisen »Derveschäfts'fiihrcrderSienicns-Schilk- kert-Werke in Tokio, Hermann, ist gegen eine Bürgschaft von 4iXb> MT. die ihm ein japanischer Advokat zur Verfügung stellte, sreigclassen worden. * Bei einem Automobilnn glück bei Brenz- lau sauden die Tirektoren Motl und Berchaus den Tc», wahrend die beiden anderen Insassen de> Srajtwsgens, die Tirektoren Hepc und statzer mit leichten Verletzungen davonkamcn. lieber die Ursache konnte man sich zunächst kein klares Bild machen. Sin tihausse.nvärter fand dann etwa 200 Meter von der UnfaNstelle einen Fedcrbalzen Tie Untersuchung de« verunglückten Automobil« ergab, dast sich aus der irastrt der Bolzen der vorderen «oder gelockert hatte und verloren gegangen tvar. Infolgedessen brach die Jeder. Ta« in voller Iahrt befindliche Automobil 'flog herum und schlug gegen einen Baum. * Die Explosiouskatastrophe i it R u m - mclSburg hat ein weitere« Todesopfer gesordert, indcin der Arbeiter Botthc in der vergangenen Nacht seinen Verletzungen erlegen ist. * Flüchtig« Sträflinge. Ans Windau in Kur- land, l. März, mirb gemeldet i teilte morgen !t Uhr erschlugen vier Sträflinge de« GesmrgnisseS cnien Ausscher, verlvundete« einen zwcileu schwer, entrissen ihm piewehr und Revolver und e n t s l o h c n läng« der Meeresluft:. * Lawinen. Tic Morgenbläiker melden aus Gens! Ter in der vorigen Aoctze gefallene Vensckinee hat in den Alpen die Lawinengefahr herausbeschlvoren. Eine Aiirastl Soldaten von (stuer Xännvagnie bei 7. italienischen Alpenjäger Regiments batte beim Pah Foreell in der Provinz Bellnno dasselbe Schicksal, ver lähuUet zu werben, wie ver^hicdcnc Schweizer Alviniftcu, die non Lausanne abgegangen waren/ — Au« (5 bablr « Wallis-, l. März, wiro dazu gemeldet! Bei der Besteigung de. Roioblanck« wurden die drei schweizer Touristen Mepland, Teian nnd Mai- millod von stürmenden Schncemafsen verschüttcl. Alle drei sind tot. LamS«irtschaft. ** T e r L a n dc » o i e r de z u ch t v e r c i n im r o st t> e r zoglnm Hessen hielt am Sonntag in Tannstadl seine 07. ord. Miigliederoersammluna ab. die sich eines müen Besuches erirente. Als Bertreler der Regierung wohnte den Verhandlungen bei: Mi nisterialr»! Schliephakc, RegicrungSrat v. Tlarck für die Prövinzialdirektion z-tarkenburg, Oekonomierat Lci-biger Nil' die standwirtschallskammer, Lckonomierat Fritsch iür den aünd wirtlchattskammeraiisichnh Aus dem 0! c s ch ä ! l S h e r i ch l gehl hervor, dah die Milgliederzunahnie im letzicn Jahre über lOO de trug nnd nunmehr aus 1710 gewachten ist. Tie Iadrcsrcchnungen ine 1012 imirden genehmigt, ebenso die Boranichlägc ftir 1914, aus denen heroorgeht, dast dir Einnahmen und Ausgaben mit 12 000 Mark abichliksten Es wurde bkichlotien, die nächstjährige Hanoi' veriammkniig in Mainz abzuhalten. — An die Berhandlungcn ichlost iich ein kehr lehrreicher Bortrag des (^cichältsssthrcrS der Rheinischen Pserdeziichwereinc Herrn Schuhmacher aus »bin über das Thema! Wirtschaftliche Mastnahmen und Eriolgc in der .italtbluizuchr mit zahlreiche» Lichtbildern. Eine Aussprache ichlost sich an. s! Tie L a n dioirl sch aft » ka m m er zu llasscl. Ter Etat der kurheiiiichen Landioirtichaiiskammer jür 1914 tchliestl in Einnahme und Ausgabe init 145» 105 Rk. geacn 117 673 Mk. in 191.4. Tc die Einnahmen nur aut 4.47 396 Mk. berechnet lind, must, der Fehlbetrag von 7709 Mk. aus den Bestanden gedeckt werden Tie Einnahnien setzen sich zusammen aus 164 660 Mk. Stgatsbeihilicn, 57 37.4 Mk. sonstigen Beihilfen und 21636! Mk. eigenen Einnahmen. Bei den Ausgaben iind vorgesehen 818,431 Mark tnr roificrtdiaftlicftc und Leh,zwecke, 12 000 Mk. für das Pelcrinäkweien, 92 576 Mk. iür Förderung der Viehzucht, 1:400 Mark iür Förderung der Woldkullur, 33 0.4.4 Mk für Förderung des Ebst , Wein nnd i6artenbaues, 31.410 Mk. iür Unterstützung der landwirtichaitlichen Vereine und Förderung krr Landknltur ini allgemeine», jür Verwalt,»Igökostcn 42 933 Mk. Ferner find als rinmatiger austerordentlichcr Beitrag 3000 Mk. Beihi'sc für die Bezirksanssteltnng in 5dcrsield in den Etat eingestellt. - 4 a r i s ch r i t l e der r N l i I l cii e » L a N d w I r t s ch a l t. sUaeli de» Angabe,! des rassischen 2Ickerba>nninist«rlui»z betrug die An b a »> 16 rt)« i,, t Weizen und Ö >> icr ,n den, »uraoä,scheu nnd astaiischen Rusttand im Jahre 1913 93 Millionen Tehjatinen gegen 833 0900 im Fahre 1913, und dnrcbtchiiilllieh 84600 000 Tetzjalinen in den Fahren 1904 bis 191). Ti; schnelle Z n n a h u e der älndoustächc i. r Weizen ivnrde deionSers in den, astatische» Rustland beobachtet. Tie Ernte in, Fahre 1913 betrug 5 476 Millionen Pud gegen 4,127 Millionen Pud i>» Fahre 1913 »ntz durchschnitlktch 4031 Milliaiic» Pud in den Fahren 1806 bis Isttst. Das Aiiwackne» der Durchlchnitttzeriite wurde pestlinmt durch die Vcrbreuung der lgudwiiljckiaitlichen Perbksjeriiagc». Eine kckiuelte Entwickeln»!! wurde tcrncr in den, Anbau von ktar- t o i i c ( n beobachtet; ,! - Anbai,stäche betrug in den Fahren 19,6 b>> 19,0 3 912 000 Te'gaiiuen und i n Fahre 1913 4 418 000 Test ,atine». Tie Anbanilache >,ir V n >, », woll« betrug »» Fahre I9od 2-1 000 Testjatmeu, ,et,l 4 .0 604 T-stialiue». Meteorologische Seobochtunycn der Station Sietzcn. k z SHövj S 19H U»'| |c t II o5 . ? 1| II B I »1 s = Weiler 12* 749,0 8.2 5 3 64 ! S 2 0 Sonnenschein 2. 9" 737,8 ‘ ; rl 89 | S 10 Regen 2. 7" 746,1 11,6 0,7 94 SSW 2 10 * Höchste Teniveralnr am ?8. Fcbr. bis I. März 1914 — -t- 9 , 3 *.'. Niedrigste » . 28 , , 1. , 1914 — — .4,3’ , Niederschtag! 0,6 nun. Amilichkr Wcnerbericht. WeltcraiiSsichtcn in Hessen am TieuSiag, den 3. März 1914 , Pgriviegeno wolkig, meist irockcn, Teinperaiiir ivenig geändiri, ioest- liche Winde, _ Rohe Bastseide P. Köln* v. Mk 15.80 (Ul! franko und schon verzollt ins i>aus flclicfevt. 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( 37i3 ) IntlilBl BqHz r-x, Ilmenau i.Th(lr.I*!ov|i. frei. 29)«hv| Fi! der Jinhe Aiehcntz ist ein numehendeS Fohtciiaeicbalt zu vermiet, od. zu vcrtauieii. Schrisil. Angebme unt. 2922 an den Giesten. Aiizcia. erb. Konkiirs-Bkröl'ilikrliii!!. Dienstag, den:r. März d. I.. varm. 11 ttbr. ver sreigere idi nur der Mager- miible b. ÄUeudors a. ^da. meiitbictend sämtl. tote u. lebende Inve»:lar, als: :l kracht, «übe, I Pferd, 1 4>Afm, lS Hübner, ein Hnrld, Hen. Grummet, Morn nnd Hafer-Strvb, Dillwurr. Üartoffclu, so wie 2 Mageu, Crntc- leitcrn, ve;sch. Pfluge, u. sonst. latthw.Mgschj»tei», Pserdegeschirrc, l Dezi molwage, ca. It» LLagen Mitt u. v. a. 28 84 Versteigerung bestimmt. Alth osf. Konkursverwalter. Bersteiqeruttg. Dienstag, den :r. März d. A.. nachlnittags 2 Ubr, versteigere ichNeufladt 55 dahier gegen Larzavluug: 1 .kleider- schrank, 1 Sota und andere Möbel. 2931 B v r n, Gerichtsvollzieliec in Giehen. Versteigeruttg. Donnerstag, den März d. TU. vormittagei SO Ubr, versteigere ich iin Giiter- balsuboi zu Gienen im Auf trag des A. Nosenthal jun. in Frankfurt n. M. gemän $ 573 Alif. 2 des Handelsgesetzbuchs: 50 2 icf Olttgufiraiflil 1)0 .10 2 (iif OiigltkMkhl l gegen Barzablnnq mit 17i. Skonto in Partien von 5 Sari. 2932 Born, G e r i ch t c- v o U z i e h e r i n 0) i e n e n. ^arboliucn»« twasserlöslicht *** ftieupcn-Lciiu "ML «weich bleibend» Qtto-Schaas, SelterswegM 1 I It \ I K K II4 T F, I i^USalouuH^CIc. ; m » K VKTAI'FF.IA. ♦ Alle Sorten wo. Speise- aud Salaikartolfeiu enivüehlt bill . 1 . Hoinol I*" Soullenslraste 6 Televh. &>■ Das neue Bartvflegemittel Kirinvwelin nibt de», Barte jede Form ov»e zu kleben, obnc Brenn- eiien ». ohne Bartbinde, der- aestelll v.44. T.Wunderlich, Hostiet. ükiiruberii. z» t Mr. ». 2 Mk v. Fl. bei W- nil bingcr. Drogerie, Rietze». 1860 01_ 21lieriei»stcr DMatej-KoWje sehr nahrhaft und ärztltck empfohlen, ans garantiert reiner Zklchmilch mit Butler. 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Aufklärung durch: Krankenschwester Wans Wiesbaden S. 73 , Adcfheldstr. 13 MagenUiden, Stublver- Itopftmg, !)ätiiorrboi4 Mittwoch nach- H mittags von 67«—8 Uhr. C>di litt fettSJahren an nelbl. 'Ausschlag mit iurditlmrcm Hautjucken Durch ein balb.Si.r:»«-!.«,, PMent-JIrdiziaal^oire habe ich das Uedel völlig üc= ieiti«!. r, Z., 'polir.=2evq.“ ®i. 50 Pf. !15"/.lgj ii. i.5o 'Vj;, i35°/oiß. narkiie fturml Dar» Zarknoh-€rem« (50 und 75 Ui.) in der ilaiverniais Apoibeke.Hirich Auotheke. bei Aug. Roll. Cü Tcibcl, W. »ilbinser, C. «rtm.f, Emil tiarn. C^rnit Roll und 48. Schräder. Drogerien. (515s! 1 'Drei. I>, GrunwaldsE nt daarnngsvulu. Toi. Li. 1.50. Pelik. Avoth., Kreuzpl. p« Wir erfüllen hiermit die schmerzliche Pflicht, allen Verwandten, Freunden und Bekannten mitzuteilen, daß ain Samstag morgen 10-/, Uhr nach langein, schwercin, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Ullvcrgcßlicher Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Heinrich Brück im Aller von 28 Jahren in der Gießener Klinik sanft entschlafen ist. Tie trällernden Hinterbliebenen. Bieber, Erda, Klein-Linden, Weidenau an der Sieg, Dillenbnrg imb Gladenbach, am 2. Marz 1914. Die Beerdigung findet Dienstag, den ö. März, nachmittags 2 Uhr, von Bieber an« statt. 2!>43 Bekasmtmachrmg. Der vom Gcmcinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für 1914 Rj. liegt vom 3. d. Mts. ab eine Woche lang auf dein Bürgcr- meistereiburcau zur Einsicht der Beteiligten osten Einivendungcn gegen den Voranschlag können dort schriftlich oder zu Protokoll des Unterzeichneten vor- gebrad)t werden. Zn den vorgesehenen Umlagen werden auch die Ausmärker bcrangczogen, Mainzlar, am 2. 'März 1914. 2933 Großh. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. * V' ^ ( der Grast. Lbersörstcrei Laubach I. Montag, den 9. März, nach Ziiiaiinnrnknxii 9 Ndr an! der Fleninngcr Hostvald Zllleeichnciic bei der Drabljcilbab». Sind Flsdvricr und Fleniiinger Hojwnld: Fichiendcrbstauacn: 153 Li. I. Kl. — 22,94 ivittn., 239 2t. 2. MI. -- 19,30 Tvilm., 830 Si. 3 MI. -- 3t Sinn. Mchienreisftangcn: 30 St. --- 0,54 Film. J Birkcniiamm (10,6 in lang, 28 cm Turchm.i = 0,05 Wim, 3 (Km. Buchen nudicheilcr, 0 iüm. Hainbuchcnnutzrollcr iLaanerholzi. Buchen, Rin.: 33 Scheiter. 61 Prügel. 2 Stöcke. 290 Siamm- reiier iais gemischi mit Elchen und Kiefern!, 142 Hitreiicr; Eichen, Rur: 0.8 Rundicheii, 19 Prügel 15 Stöcke. l02 2lst- rrilrr: Birken, Um.: 8 Scheiter, 2 Prügel. 12 Attreiicr, Kieieru, 91m.: 2 Rundscheiler. 50 Prügel, 19 Slöcke, 120 Sinininreiscr, 5 Fichlenprügcl. Das Brennholz wird unvorgezeigt beim Feuer nnSgeOotcn II. Dienstag, den 19. März, »ach Ziiiainiiienkuiiit 190, Udr beim Pflanzgartc» des Red. Tiergarten bei gaubach I. Rusgaimicrtstar. Buchen, Rm: i67Sck>eiicr I. u. 2. Kl, 181 Prügel, 45 Slöcke, 40 Rciiervrünei, 72'Air rciier, 4 Eicheniiannnc 5—8 Mir. lang, 17—30 Bim. Dchm. — 1,10 ri-illll L. ibansvlall. Puchen. Rm : 1 2 2-i ei>er 1. u. 2. MI, 42 Prügel 1. n. 2. KI, :!8 Slöcke i. u. 2 Kl, 159 Asireiier, 0 Eichen-, Otadcl- n. Weichholzvrügel, zwei Eichen-, Radel- und Weichhviziaiciier. I. Liinckoui. Buchen. Rm.: 14 Scheiter i. n. 2 Kl, 58 Prügel, 37 Slöcke. 160 Vliivciicr. is Stmnmveiier. 10 Eichen-, Radel u. Weich holzicheiier,40(fidien , 'Radel- u. Weichholzvrügel, 482!gdcl-, Weichbolz- it. E'iilienstöcke. 15 Buchen . Eichen II. 2liven- reiiervrügel. 4 Eichenilännnc 0—9 "Air. lang. 23—28 ,gim. Dchm. — 1,45 ilidii. 4. Wildiranbcrg. Buchen. Rm.: 92 Scheiter. l95 Prügel, 34 Slöcke, 58Reiiervrügel,0,8Kirich' Oaumicheiler, 10 Eichen, 'Radel- und Weichdoizvriigel. 2.0 Eichen- u. Erleniiöcke, OL Erlenreiierorügcl, 4 Eichen- ilämnie 5—8 Mir. lang, 15—39 ,g!m. Dchm. - 1,48 ftüin, 1 Birkenitnmni 7 9)1 tr- lang. 20 Alm. Dchm. — 0.22 flftm, l Ahornilanim 7 Mir. lang. 29 *!tm. Dchm. = 0,40 iiitni. .». chirtenbachskovi. Buchen, Rm.: 4 Scheller 2. Kl, 14 Prügel 2. Ml.. 21 Stöcke, 29 Reiicrvrllgel, I Eberesche 5Mir. Inna. 28 Zlm. Dchm. — 0,3t Film. 9. Aieaelbiiiter graben und «>irtenbgchsk»v!. 11 Bnchenreiicrvrügei. VeSholz und Koblreiier flächenwciie. Blau nnlerilrichene Nummern kommen nichi zum ÄuSgcboi. 2.(2511 Holzsttbmissrsn in den Waldiniscu der Gemeinde Wiesest. Nachuerzeichnetes Slutzholz, in den Diiirikicn Klause Dürrloch und Schrei lagernd, ioil aut dem Lndmigioiis- wcge verkauil werden: 8os 1, 1 Tzichieniiamm 2. Klane — 1,91 Ulm. „ 2. 12 Uchlenstämme ii. „ — 17,51 „ „ 3, 26 „ 4. „ = 24,37 . „ 4, 45 „ .ia „ = 25,02 „ 5, 121 ' .. 5b „ = 30.34 „ „ 0. 5 fliefeiiiitämmc IV. „ -- 1,78 „ 7. 25 „ Va „ — 0,04 , 8, 60 „ Vb „ °° 9,97 Die Perkaufsbediiigunaeii können bei NN« eingeicben werden. Kleine Slbweichungen im Fcsigehali bleiben Vorbehalten. Slngebote sind geirennt zu halten, da eine ,'iir ianmirnrechiuing nichi ilatinndei. Liierien sind vcrichloiien mit der Anlichriit „Holziubmiiiion" bis zum 4. Marz nachmittags l! Ndr aus hiesiger Bürgermeiilerei rinzu- reichen. wo in (iieneniunrt der etwa crichiciiencn Bieter die Eröffnung iiattnndci. Wieieck, am 27. Februar 1914. Eiroffherzogliche Bürgernieifferei Wieieck. _ Schom b c r. 29018 Nutz- und Brknnholzlitrsteigerlmq. Freitag, den 9. März 1914. aus dem Fürstlichen Föriterbezirk Gedcni tVolkarisffain) aus dem Distrikt Jungerwald. Stämme: Eichen- 5 St. 1,01 Wtm., 14—24 Zttn. Dchm.: 3 Si. 0,45 Film, 25—29 Zim. Dchm.: Hainbuchen: 1 Siück 0.14Film, 14—24 .giin, Dchm.: Sthorn: 1 St. 0,71 Fitm, 30 bis .39 Zttn. Dchm.: Eichen: I Si. 0,14 Fitm, 14—24 Ztm. Dchm. Fichten: Rutzknüpvel 8 Rm. (2 Meter langt. Buchen. Rin.: Schell 915. Knüppel 209, Stöcke 144. Ritreiier 120. Sonst. Laubbolz Rm.: Scheit 1, Knüppel 5. Fichien. Rm.: Knüppel 8. Auiammenkunit 10 Ilhr vormittags in der Gastwirt- ichan von Fodannes Schmidt. Qberieemen. AuSkiinii erlciicn die Forilichüveu Oberheim-Gedern und Schäier- BolkartLbam. 2013 v Ntttzholzverstei^ernng. Im Gemeindewalde Reiskirchen kommt DienSiag, den 10. März d. IS. folgendes Holz zur Bcrffeigerung. .guiammenkuiiil vormittags 10 Uhr. aui der Straffe Honig- miibie—Reiskirchen am Waidausnnng. Bei ungünstiger Witterung ffndet die Versteigerung von 11 Uhr ab in der Wiriichail Trinibammer in ReiSiirchen statt. Eichen: 2 Stämme l. Kl. über 60 Zim. Dchm. — 5,16 8 „ 2. „ „50 - 11.29 „ 12 „ 3. „ „ 40 = 8,02 „ 32 „ 4. „ „ 30 = 10,42 „ 103 „ 5. „ unter 30 = 29,41 „ 4a „ 5* „ n 30 = 8,17 „ 2 Rm. Nutztiol; iKuferhoHl und 14 Rm. Ruff- rollen, 2,2 o Meier lang lGrubenbolzi. Fichte»: 7 Siänime 3. Kl. -- 4,47,Fm, 174 4. Kl. — 34R2 Kl, 175 Stangen l. Kl., 199 2. Kl, 395 3. Kl. und 230 4. Kl. 7>m Eichcnstammholz befindet iich viel Glaierüoiz, zu Wagnernvecken geeignetes vangbolz und Grubenholz. Groff-Rechienbnch. den 27. Februar 1914. _ Der Bürgermeister. 2920 B HslZÄerfteigeruttg Monifll. Dbcrsörfterei Kvosdorf. Am Freitag, den 6. März, bvrm. 19 Uhr. werden bei Gastwiri Freund in Krsidori mitvei-Irurlki: Tchnffbez. Waldbaus, Diiiriki 28, Ruffheck: Buche — 73 Rm Scheiter, 230 Rm. Knüvvcl, 508 Rm. Reiser, 2 Rm. Hainbnchen-Rollen. 2 Mir. lang, Uchle — 55 Sta. I. .Ml, 40 S'a. 2. KI, 20 S,g. 3. .MI.__ 28028 Holzversteifternng tu der Freiherr!, (bcrsörsterci Rabenau. Tvreitaa, den «». Mar;, nach Zusammenkunft um 10 Ilhr vorm., auf der Kreisslratze Avvenboru—Weilcrc'- lmin, bei der Abfalirt ?>ur Donau Hörinakteich) aus den Distrikten: Hörinaeteich, Odenbern, Rauaen u. Soden- bera- RciSstanaen: NS sichten ~4JM\ Rntzknnvvcl: fi Rm. pickten 8 Meter lang): -Lcbcitcr, Rm.: !>7 Buchen 1. Klasie, i:! 2. Klasse, 1 Nche, «> Kiefern 04 Buchen (hieruntcj HO Stammreiser . 10 Eichen. 8 Erlen, 2 Birken, 30 9kadel- knüvpel-Retser,- Stöcke, Rm.: Buchen, 1 Eiche,4Mietern, 8 Fichten. 29346 Näheres durch '.'vorstrvart Lenerer. OdettHausen. im Kreise AiSield, etwa 80 Morgen groff. 9 Klm. von einer Bahnstation enlierui, mit zweistöckigen, Dovvel- WobnbaiiS. Scheuer, Siailmigen iür 3 Pserde u. 18 Siück Rindvieh. 0 SchiveinestäUe, ist mit Inventar und Porraien iür 70000 Mk. zu «crkanien. Habe -inzabinng ^rmünich!. Selbstkänier crbntten koiienioie Aubkunii durch die Mesdidchc Sledpliiiip,-CesicII*«'liari m. b. II. 2923bV Cuiel. 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