m. z> Der ****** ctjdri nl täqhch, außer Sonntag. - Beilagen: utermnl w Leben klich «tcfctn«5r selbst müssen gestehen, auch aus die Gefahr hin rückständig -u erscheinen, daß wir uns mit dieser Art von Kunst nicht be- ireunden können, weil wir als die Hauptausgabe eines Künstlers ansebcn, sich in die Natur zu veffcnken, nicht aber, sie zu vergewaltigen und aus eine Formel zu bringen. Trotzdem geben wir im folgenden einem Kritiker das Wort der aus einem anderen Standpunkt steht, tu-? wir es für verdienstlich halten, . auch einmal eine andere Ansicht zu Wort kommen zu lassen, lins ist aber sedensalls eine einzige Federzeichnung von llbbelvhdc lieber als Marcs sämtliche Bilder. Tie Schrisrl. Krast schaut. Und daß die Futuristen hierin alle andersgeartete Kunst vor und neben sich als abgetan erklären — was verschlägts? Die Feuergcister erheben eben das Problem zuni Gffctz, das ;a auch die eigene Energie sfftigt. Sollte ihre Kunst in kommenden Tagen keine Entwicklungsmöglichleit haben, so hätte sie doch sicher als Reaktion aus einen allzugrvßcn Naturalismus Gutes gewirkt. Eine andere Wesenheit des Futurismus scheint niir bedenklicher: nämlich das Hinansringcn dieser Kunst zu einer Mystik der Farben und des Gcstaltens in seiner Bedeutung. Damit wird das Geistige (s Kandinaln lieber das Geistige in der Kunst- so außerordentlich betont daß all- aiich nur mögliche Wesenheit der Form schwerlich koordiniert eine Kunsteinheit bilden, sondern wohl als subor- dinikit diese stören Ivird. Mit schncntwm Herze» sucht man die Urwcsenheit in den Dingen, der das Tier nicht ferner lieht als der Mensch Im Denken des Kindes, >m Tun der Barbaren, IM Blick des Tieres sieht man ein Stück jener verlorene» Urwesenheit (s Fritz Burger, Cszannc und Hodlcr) und trauert über den Zerfall der Kröste durch die .Kultur. Das sing schon bei Gauguin an. Und diesem ist Franz Marc verwandt. Er ist zweisellos ein Künstler das zeigen seine Bilder au, den ersten Blick. Dieser Farbensinn, diese zeichnerische GcstalNingskrast, diese künstlmschc Kultur, bte ifm cklekrisch hier expressionistische, dort lubistische und da rein futuristische Ausdrucksmittcl wählen läßt. Er geht noch weiter wie Eözanne und überträgt das Mystische von der Farbgebung auch aus die Figur Der Aehnlichkeitsbezichung, der sinnlichen Einheit wegen in die Marc Organisches und Anorganisches bringt, mußte er Wcscnsmcrimale in Farbe und Gestalt, das anatomisch Per- svektivischc und statisch Richtige ovscrn. So erklären sich seine Bilder sürs erste Tie Farbentechnik i,t ungewöhnlich. Man schnür wie er die starken Farben nebeneinander baut und zum »roßen Klang eint, wie er sie schüttelt, alällel und wirst und die beschattet, ohne daß eine sichtbare Lichtaucllc slutct oder nur riefelt - Da ist ein Bild „Akt im Freien", das gleich die hohen Qualitäten Marcs zeigt. Die farbliche Struktur in Blau. Eielb und Rot erinnert an Cszannc, ist ebenso französisch wie die Flcssch- behandlunq der Körper und deren zeichnerische Gestattung. Nach diesem Bilde glauben wir ivohl, daß der Künstler auch „anders" malen könnte, wenn er wollte, und vermutlich nick» schlecht. Bon einer den Schauer beicclenden, sreicn, in unirdischem Akkord schwingenden Lebendigkeit und bei aller Lenchtkrast zarten Dustig- kcit ist das farbliche All dieses Gemäldes. Daneben der monumentale Ausbau des „Turmes der blauen Pferde", der tveaen seines Krastüberschusses einen, Michelangelo wohl hätte gefallen können AiiS schwerem satten Blau knetet Marc den Leib des in harten! dach großzügigen Konturen gehaltenen ersten Pferdes und türmt die drei anderen Pserde mck den eigensinnigen Kovi- sorincn darüber auf. Und zu dieser wuchtigen blauen Farbe der Tiere die schweren, doch matteren Töne der Umgebung und das tolle Leuchten des RcgenbogenS. Eck, großzügiges Bild sind auch die „Diriche". die eins mit der Natur scheinen. Das rote Geweih unterscheidet sich nicht von den Bäumen und traumhaft scheint die weiße Hirschkuh aus dem Boden zu wachsen. Der Bildausschnitt gibt bei aller Kargheit doch die Umgebung oenau. "Tie Angst des hasen" löst die räumliche Einheit aus. Köstlich sind der im Sprung verdutzt verharrende Hund und der in seiner Todesangst seitlich znsammcngcducktc Hase. Die helle, in einem Brennpunkt vereinigte Farbenfkala links mag das große Bcdürfnis dcs Malers nach sarblichcr Auseinandersetzung mutwillig zu be- sricdlgcn suchen. Das überaus groß abgemcn'cne „Ticrschicksal" ist zweisellos gewaltig. Hier spiegelt sich der elementare Ausbruch der Natur, der im Chaos der Farben, der roten, grünen und blauen Töne gegeben ist, in der Tierseelc. Der Parallclisnius der vier gcnngstigt cmporsck>a»cndcn roten Rehe, das zeichnerische und im malerischen Ausdruck Eigenirastvofle deS blauen, lang- hälsigcn Tieres, das sich in zitternder Extase des Erschreckens vor deni zusannnenbrechenden Baumstamm cniporstreckt, und die links sein gestalteten, in einer Ebene verlausenden grünen T^r- köpse, die sich, eins als Gegenstück des andern, anfchauen, sind hohe nialerische Schönheiten. Expressionistisch >md kubistiich (kauernder Hirt, Landschaft und Kuh) sind die „Hirten" gemalt. Tie Akte erinnern etwas an schweizer Stilisierung, der ausgeprägte Farbensinn setzt die Valeurs hart und unvermittelt nebeneinander. Diese hohe Farblichkeit zeigt auch das „Kindcrbild". Vorbilder bei den Franzosen hat dann wieder das „Mädchen mit Katze" (auch in der Gcfichtsbildung). Alles ist in runde weiche Foriw.-n aufgelöst. Dazu dieses Grün lind Blau! Die zeichnerische Größe Marcs tritt in dem Bild „Springende Pserde" auffällig zutage. Er ist zweifellos ein Kenner. Man sehe sich einnial diese edlen, zum Sprung ansctzcndcn und landenden Pferde an. Und wie die ganze Landschast dieser Bewegung der Tiere folgt. Organisches und Anorganisches ilt so zu einer einzigen Wesenheit verwoben, die nngcbändi^tstc Bewegung in die gerahmte Fläche gebändigt. In vointillistlscher Technik sind die zarten Farben in lickitc, schwingende, tanzende, kreisende Teilchen, Atome versprüht. 0!ul sind auch die „Barbaren" mit dem Farbenvierklang der Urvölker (Grün, Rot, Bla» und Schwarz), der einen Ausdruck des Primitiven, Pesrcmdcndcn und Atcmranbendcn erzeugt: dieser braunrote Kerl mit dem breiten Mund und dem wcißkunturicrtcn Auge, der hohe blaue Schädel rechts, dahinter die anderen unheimlichen Gesichter: dazu links das grüne Acsschen. Zum Schluß seien i-doch auch Bilder genannt, die niir in jeder Hinsicht fremd bleiben: so die „Füchse", deren einzelne Bcivegnngen in der verschiedenen Gestaltung der Köpfe also rein futuristisch, gegeben siich, das ausgesprochen kubistische „Gebirge" mit Gletscher, die zu ertremeu „Wölfe", „Katzen" und „Kühe", sowie die beiden (stemälde .Der Waisersail" »nd „Tie ersten Tiere", die ganz der Mystik verfallen zu fein scheinen. — Mag man sich nun zu der neuen Richtuugl stellen, wie man will. Anerkennen muß man jedensalls, daß die Äusstcllungsleitung in Gießen jetzt Gelegenheit gibt, den Futurismus und einen ihrer Großen, Franz Marc, den „Maler der blauen Pserde", kennen zu lernen. Keil. Ubbeloftde. Fries. Biedermann und Bader. Der übrige reichhaltige Teil Per Ausstellung wäre besser in einem abgeichjossenen Raum für sieb untcrgcbrächt: das zur Der- tügung stehende Geschoß ist da doch nicht ganz zulänglich. Beginnen wir mit dem sungen, sehr talentvollen H. Keil-Franr- surt. Eine dlnzahl Koftümstudien sind famos in der Harmonie Eintritt: Rescrv. Pink I Mk.. Saalplatz 0.50 Mk. Für reserv. Platz Karte» im Vorverkauf zu 0.80 Mk. l'ci Herrn Buchhändler H. Schneider, Neuen Bane 3. Keine Restauration. 2754 D Ter Vorstand. Donnerstag, 5. März 1914, abends pünktlich 8' * Uhr, in der grossen Universitäts-Aula VI!. öffsntlicherVortreg Herr Dp. Paul Rohrbacti, Berlin: mit Lichtbildern. Für Nichtmitglieder sind Eintrittskarten zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. 2951 1 ) Garderobe 10 Pfg Ortsgewerbeverein. Kaufm. Verein- (He nein! versa mmlrmg Donnerstag, den .1. März, abends !> Uhr, im Vereinslokal Löwen", Ncuenweg. Tage»-Ordnung: 1 . Kassenbericht, i 2. Bericht des Srtitiftfüürcr-J. Poriaae des Nor»»schlagS siir 1914. 4. Bericht der .ttasscuuriisungskimimjssio». 5. Wabl desPorstandcs und de: Kaisenprüfiiiigskamansüou. ii. Verschiedenes. 29:16v (Stehen, den L Mär» 1914. Der Vorstand. ?llIeMaqcn- u. Darmleidende, Zucker- lranke. Blutarme ntw. essen, um za gesun den, das echte Kasseler IfjlHliv n&~ SlmonNbrot. “SW verseh. in. Streisband u. lchwnrz-iveisi- roter Schutzmarke. Ziels echt „. irisch .4» bab. i» täiehen 9a «»rl Schwand. Ebcrbard Mctiacr Bachs., (Seora WallenicIS, Marktvl. nur St, gegenüber d.Engelauotheke, Emil Fischbach. reit incinem Ersolgc^habe ich mich bei jeder vassenden Gelegenheit die Diin-salbe cmDfotjIeii und besonders ein Kollege, der öfters rissige Hände bekam, halle guten Erfolg. Tic Salbe eines Svezialisten, die recht teuer >var, hatte nichts geholfen. O.-B. Lehrer «a. F. Vorzüglich geacn Keuchhusten. Katarrh, Brotichitis, Influenza und Asthma. Zu habe» in Apotheken oder durch Vermittlung der Fabrik Han» Seih in Darmftadt, RohdörferStraße 22. 1 B. Dmi-Salbc 1.14» M., D.-Billcn 1.-44 M„ D.-Zävschen Z— M. Prosvckt kostenlos und frei. Oldenburger Tafelbutter kasii« Si* Ie allsrSelxster kaltkarer Ware von der tlolkerei AMeuMfelus zu ÄHgistfeia (Oldbg). 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