Nr. SO Der «letze»« Anzeiger ez\öd)ent!.Ktei$: blattfiir ttn Krf i» 6ic|tn tiCttttMag imb ftTciiaa); ;!Otini(i( monfltl. Landwirtschaftlich« 5«itfcaaen Ferusprech - Aulchlüffe: llir dce Redaklion 113. Serlaq u. Expedition LI Adresse kür Tcpelchen: «nzeigcr tättfjen. rl»»ahmk von »nzcigen hlr bic Tageonummer bis vormittags 9 Uhr. Erster Blatt M- Jahrgang Samstag, 28 . Zebruar TO General-Anzeiger für Oberheffen Hotationsörtid «nd Verlag der Srühl'schen llniv.-8uch- und Zteindruüerei 8. Lange. Vezuasvrci»: ,!,o»allich7LPi.,vieN«l- iährlich Mk. 2.2»: durch Abholo»». Zweigstellen monatlich 6ö P-.i durch diePost Äik.r.—viertel- jährl. ausschl. Beiiellq. Zeile,ipreis: lokal löPs., auswärts 20 Picnniq. Chcsredakteur: A Goetz, Verantwortlich für de» volit. Teil: Aug. Goeß: sür .Feuilleton', ,Ber- mischtes' und.Gerichls- saal": Karl Neurath; lür .Stadl und Land': 8edaktion, Expedition und vrnckerei: Schulstratze 7 . Anz-igmull: H? Be-r! Die heutige Nummer umfaßt 24 Seiten. Tagcskalender au» dem Jahre 1KI4. 1. M ä r ;: Buiidesvcrtrag zn E ha n m o n t i. d. Chainpagne zwischen Oesterreich, Preußen, Rußland und England. Beratung über die Fortsetzung des Krieges, falls Napoleon die gemachten Vorschläge verwerfe. Entwiirs eincS Planes zur politischen Gestaltung Europas. politische Wochenschau. Gießen. 28. Febr. Der Reichstagsausjchnß iür die Abgrenzung der militärischen Machtbefugnisse ist eines schmählichen Endes gestorben. Es ist wirkltch ein bißchen blamabel für diejenigen parlämentarischen Gruppen, die nach den Zaberner Vorgängen der Ansicht waren, solche Dinge dürsten sich nicht wiederholen. Wir sind ganz und gar nicht der Meinung, daß in politischen Sachen, wie es doch auch beispielsweise diu Unterdrükluiigcn innerer Schwierigkeiten und llnrnhcn sind, die militärischen „Halbgötter", wie Bismarck sic genannt hat, das ausschlaggebende letzte Wort itnd die Initiative baden. Bismarck selbst hat mehr als einmal den militärischen Machthabern, ja dem Kaiser selbst gegenüber, das oberste Recht der Zivilgewalt, des ersten politisch verantwortli hen Beamten, verteidigt: glauben die Heydcbrandt und Oldenburg, er hätte 1866, als er zum Frieden mit Oesterreich drängte und den Kaiser mit seinen militärischen Beratern „im Stiche" ließ, die Kommandogewalt des Monarchen ungebührlich beeinträchtigt? Auch der eiserne Kanzler war für die Abgrenzung der militärischen Befugnisse, als ini Feldzüge 1870 der „militärische Boykott" sich ihm gegenüber geltend machte. Ter Gencratstab verfocht damals, lote Bismarck schreibt, die Theorie, der Minister, komme erst wieder zum Wort, wenn die Heeresleitung die Zeit gekommen finde, den Janustempel wieder zu schließen. Bon ähnlichen Ausfassungen war auch Oberst von Reuter ausgegangeu, als er in dem kritischen Augenblick erklärte, jetzt höre alle Jurisprudenz ans. Die militärische Kommandogcwalt hat, der Ansicht war auch Bismarck, da ihre Grenze, wo der verantwortliche Leiter der Reichspolitik oder seine Vertreter politische Notwendigkeiten erkennen. Sind die besonderen Lagen bei inneren Unruhen in dieser Hinsicht etwa anders zn beurteilen als bei Kriegen gegen äußere Feinde? Zuerst herrscht in deutschen Landen das Gesetz, bei gesahrvollcn Lagen liegt die Entscheidung bei der Zivilgewalt, dann erst, bei der Exekutive, kann die Hilfe der Militärgcwalt hcrangeholt werden. Nach dem negativen Ergebnis des Rcichstagsausschusscs, der sogenannten ,,Zaber» Kommission", ist die Gefahr gewachsen, daß Herr von Bethmann-Hollweg, der bekanntlich über beträchtlich viel weniger Eigenwillen verfügt, als der erste Kanzler, vor der angeblich in Frage kommenden Kom- maudogewalt Reißaus nimmt. Die Nachprüfung jener militärischen Dienstvorschrift von 1899 wird ohne entschlossene Mithilfe des Kanzlers wohl nicht viel zu Tage fördern. Da aber von der extremen Rechten des Reichstags in der letzten Der Corregidor. Oper in 4 Akten <6 Bildern) von Hugo Wols Text nach einer Novelle des Alarcon von Rosa Mayredcr. 1. Ausführung im Frankfurter Opernhaus am 26. Febr. 1914. „Ohne die Meistersinger wäre der Corregidor nickt komvo nicn worden. Ja. ja. der alle Zauberer bat's uns angetan und wohliins, dos; wir seine Pfade wandeln dürfen." To schreibt einer der begeistertsten Anhänger der Wagnerschcn Kunst, Hugo Wols selbst, an die Textdichters» seiner Oper. Will man aber von diesem Ausspruch aus die Musik der Oper schließen, so würde man eine starke musikalische Beeinflussung von Seilen der Meistersinger als selbstverständlich nnnchmcn, wäre die Oper von einem anderen als — Hugo Wolf koinvoniert. Zeigen die ersten drei Akte (ä Bilder) ein Gepräge von genialer Eigenart, io muß leider der vierte Akt als weniger gelungen bezeichnet werden. Hier Iwbcn tatsächlich die Meister sing« schon sür die Anlage dieses letzten Bildes Pate gestanden: Nacht, Straße, Ständchen, große Prügelei, sa sogar ein 'Nach: Wächter also alles wie im zweiten Akte der „duftigften Blüte in dem Kranze der Wagnerichc» Schöpfungen", wie Wolf die Meistersinger nennt, lind selbst die Musik ist in diesem Alt nicht mehr so selbständig: es erscheint fast, als ob der Meister von seinem überschnellen Koniponicrcn der Oper hier stark ermüdet war. Gerade durch diesen vicrlen Akt ist die Lebensfähigkeit' der Oper als Repertoirestück genommen, was um io mehr- zn bedauern ist, als die ersten fünf Bäder ganz ungemein fesselnde, dramatische Musik im höchsten Sinne — nicht theatralische — enthalten. Hier verbindet sich Wort mit Ton zn einer so selbstverständlichen Einheit, hier ist aver zugleich die „Begleitung" von einer io unvergleichlich wunderbaren Selbständigleit, vhne daß dabei die Tingstinmrcn, wie man sagt, im geringste,I „m der Lust hängen", daß der Corregidor im musikalischen Sinne wohl als eine Verfeinerung wie Wetterführung der Wagnerichen Muse angesehen werden darf, ohne daß aber Hugo Wols bedauerlicherweise das für die Bübne doch so wichtige Moment der Bühnenwirksamkeit oon vornherein genügend Ul Betracht gezogen bat. Und damit iällt auch diese Oper in ihrer Eigenschait als eigentliches Bühnenwcrk dem Mangel an der im Leben dock; io notwendigen „Acußerlichleit" zum Ovier. Tie Musik ist eben viel zu gut sür ein Bübnenwerl. Aus dieser Musil batte ein geschickter Bühnenkomponist sicher 10 Werke von lebensfähigen Werten geschai i«n. Es ist direkt unglaublich, wie diese Musik sür Singstimmen und Orchester erlebt ist. Trotzdem die Orchesterpartitur aui den ersten Blick dickflüssig erscheinen will, ist doch jeder kleinste Rotenwert jedes einzelnen Instrumentes unüberrroiien gehört und drückt sofort die Eigenschait dieses ungemein disserenzierten, innerlich Gehörten dem ieweiliqen Instrumente in einer Weise aus, daß man wirklich nur staunen und bewundern kann. Das ist alles io über alle Maßen genial, daß es keine Worte dastir gibt. Und wo würde- man in» kommen, wenn man bei anderen großen Meistern vergleicht, wie sie erst allmählich sick die Jnstrumenialionskunst angeeignet Haben, erst „ach so und so vielen Versuchen mit der Kunst des Hörens im Orchester vcrtraiit wurden und —. hier bei Hugo Wols: was hat Zeit so viele Versuche gemacht worden sind, die maßgebenden Gewalten vor den demokratischen Gelüsten der Volksvertretung graulich zu machen, sv lvird das unrühmliche Ende der parlamentarischen Aktion in Sachen Zubern dem Kanzler wohl kaum den Rücken steifen. Es ist bedauerlich, daß unter den Parteien, die ein gemeinsames Ziel im Auge hatten, kein besserer Zusammenhalt geherrscht hat. Die Fortschrittler durften unseres Erachtens nicht beanspruchen, daß man ihren Antrag wörtlich sogleich annahm. Es lag kein katastrophales Wetterzeichcn vor, das erfordert hätte, die Ernte unter allen Umständen aui 26. Februar einzuscheunen. Es wäre nicht ohne Reiz und Interesse gewesen, bcobachicn, >vie Herr von Bethmann-Hollweg in dieser Frage sich weiterhin verhalten haben würde, ob er mit den nötigen Griffen die einheitlich«: Durchs .sührung in sämtliche» Bundesstaaten hätte heransührcn können, oder ob er das Verlangen des Herrn v. Oldenburg ersüllt hätte: „Hut ab vor der Kabinettsordrc!" Da mun von der Regierung einmal die Vorlage von Material gewünscht hatte, wäre noch ein wenig Geduld am Platze gewesen . ES müßte im Reichstag nunmehr aber doch der Wunsch aufrecht erhalten werden, daß der Reichskanzler seine Erhebungen in den Bundesstaaten sortsctzt und so bald wie möglich vorgelegt. Heute heißt es, der zerborstene Ausschuß wolle über seine Verhandlungen dem Plenum einen schristlichcn Bericht vorlcgcu. Damit wäre eine Gelegenheit geschassen, nochmals Wünsche und Forderungen an den Kanzler zu richten. Wir erleben jetzt im Großherzogtum Hessen eigentümliche, ausregende, aber auch ein bißchen beschämende Dinge Nach langen Vorbereitungen und kostspieligen parlamentarischen Arbeiten ist es möglich, daß das neue Besoldungsgesetz dennoch scheitern lvird. Tie Streitfrage um die Gehälter der Volksschullehrer hat sich in den letzten Tagen so zugespitzt, als hinge davon Sein oder Nichtsein des Staates Eb. Wir sind der Meinung, daß die Angelegenheit nicht so werttragend ist, um in Hessen eine innere Krisis herbeizns führen und der mit Recht jetzt schon unruhig gewordene:« Beamtenschaft wieder den.Bettel Vor die Füße zu to-erfen. Wie die Zache bis jetzt gediehen ist, wäre cs lediglich ciud Rechthaberei, die im letzten Augenblick das ganze Gesctzes- werl wieder über den Hausen wcrjeii wurde, Höflist verwunderlich ist vor allem die Haltung der Regierung) Die Zweite Kammer bietet ihr an, um einen Konflikt zu vermeiden, das Höchstgehalt der Lehrer statt ans 3800 auf 3700 Mk. herabzusetzen oder daS Wohnungsgeld um 100 Mk. zu vermindern, und die Regierung ivcist dies als ungenügend zurück. Die Erste Kammer, die nach allem was man hört, zu einer Einigung mit der andern Kammer bereit gewesen wäre, macht einen neuen Vorschlag, das Höchstgehalt der Lehrer auf 3600 Mark und die Anrechnung für die Dienstwohnung von 400 Mark ans 500 Mark zu erhöhen. Hier mit erklärt sich die Regierung einverstanden. Man fragt sich erstaunt: was sind daS für gewaltige Unterschiede? Besonders, da die sinanziellä Deckung, wie nachgewiesen wurde, keine Schwierigkeit macht, hätte inan das Land mit dieser Rechthaberei verschonen sollen. Es werden noch ein paar spannende Tage vergehen, bis die Entscheidung säflt. denn zunächst liegt die ^Angelegenheit beini Finanzausschuß der Zweiten Kammer, der womöglich einige Zeit vergehen lassen wird, bis er überhaupt in die Erledigung cintrcteu wird. Die Beratungen des HauptvoranschlagcS sind ja gleichfalls dringlich. Wir hoffen nun, daß, waS lange währt, schlrcßlich doch gut wird! Das hessische Volk würde, falls das Gesetz wiederum scheitern würde, über die Art, wie cs regiert wird, sich seine eigenen Gedanken machen. . . . Deutscher Ueich. Tic R c ich s p o stc i»n a h men stiegen in: Januar d. I. um 86,40 Millionen Mark ans 698,97 Miflionen Mark gegen 666,34 Millionen Mark in der Zeir vom 1. April bis 31. Januar des vorigen Etatsjahres. Im Voranschlag für 1913 sind für das ganze Jahr 842,37 Millionen Mark veranschlagt: von dieser Sunimc sind die Einnahmen Ende Januar noch un: 143,40 Millionen Mark entfernt; ob dieser Betrag in den beiden kommenden Monaten ganz erreicht werden wird, erscheint zweifelhaft, da im Vorjahr im Februar und März zusammen nur 126 Millionen Mark einkamen, und die Steigerung in diesem Etatsjahr gegenüber der vorjährigen bisher nicht so erheblich gewesen ist, daß eine Zunahme von 17 Mill, Mark in zwei Monaten erwartet iverden kann. Die R e i ch s c i s e n b a >> n e i n n a h m c v sind bisher mit 132,08 Millionen Mark gegen 126,78 Millionen Mark im Vorjahr ganz günstig gewesen. Vom Etcitsjahres- anschlag*trcnnen die bisherigen Eisenbahncinnahmen noch 21,70 Miflionen Mark, eine Summe, die bis Ende März zweifellos erreicht werden dürfte. Der Acltestcnrat des Reichstages trat ani Freitag vor der Plenarsitzung zusammen und beschloß, dio Besoldungsvorlage, die Samstag dem Reichstag zugeheu wir», bereits auf die Tagesordnung der Montagssitzung zn setzen. Tie Vorlage wird ohne Aussprache an den Budget- ausschus; verwiesen und dort bereits am Dienstag zur Beratung gestellt werden. Im P'cmim wird nach dem Aktschluß des Voranschlags der Reichseisenbahnen der Postooraif'chlag und im Anschluß daran das Poilschcckgesetz beraten werden. Keine Reform der F a h r ka r tc n stcue r. Bei Beratung des Voranschlags des Reichseiscnbahnamte? sind im Reichstage Gerüchte erwähnt worden, wonach die Fahr- kartcnsteucr für die 1. und 2. Wagenklass« crinäßigt, für die 3. Wagenklassc erhöht und für die 4. Wagcnflasse wieder eingcführt Iverden soll. Wie mir hören, besteht nicht die Absicht, in absehbarer Zeit eine Reform der Fahr- karienstener vorzunehmcn. denn dieser Meister vor dieier Oper aui dem Gebiete der Orchester musst geschossen? So ein Grab von natürlicher, immer gewesener Reise sür alles, was mit Musik allein jm innigsten Zusammenbang siebt, ist höchstens nock» bei Schubert, Mendelssohn und Liszt zn finden und nur Verehrung iür solch ein Genie und höchstes Vertrauen an dessen göttliche Wahrheitsspcndcn kann uns einigermaßen diese überirdische Größe begreifen lernen. Der Franksnrler Over ist es als hohes Verdienst anzurechnen, dieses Werk „ausqcgraben" zn haben, lhtb vielleicht war cs gut, dies'erst jetzt', nach nngcsähr 18 Jahren seit der Mannheimer Ur- aussührung getanen Iiabcn: denn heute hat man aewiß schon mehr Verständnis für diese Musik als wie damals. Als Spielleiter bekundete Herr ärötimcr ein ungemein sicheres Auge für wirksame Bil der voii höchster künstlerischer grast lind dennoch Emsachheit. Um nur eines Hernormheben: wie ivunderbar waren die verlchiedcncii Be lenchlungen ' in dei, beiden Bildern von Tio Lukas Zimmer, oder nne erhaben wirkte die behre Ruhe der Mondnacht i:n dritten Akte Daß die Musik dieser Oper eine viel liebevollere Einstudie rung erfordert, als die meisten ihrer Schwestern, ist selbstverständlich Herr:, Pollak's Name allem bürgte schon für eingehendste musikalische Ausdeutung der grandiosen Schönheilcn dieser Parti tur dock seien die Zwijchensvielc als besonders geglückc m fernster Ausarbeitung des Details wie Spannen der großen Lime hervor- geböben Ter erste Akc dürfte vielleicht im Fnicrcsic der Ge- saniientmicklnng in, Tempo rascher gciwmmen werden. Als ungemein charakteristische Gegner in Spiel und Maske ivarcn Herr Schramm als Eorreqidor wie Herr vom Sckicidt als Tio Lukas, lctzicrer brachte besonders die Monologszcne zu eindringlichster Wi'rlnna Eine in scder Hinsicht prächtig ausgearbeitcte Rolle boten Frl llbr als Fra-auita und Frau Gcntcr-Fischcr als Eorrcgi' dora Einen ergötzlichen Repela ickms Herr Stoä, ebenso war der Alkalde de- Herr» Schneider von feinster Eharaüeristik. In klei neren Rollen nnrkte» noch ausgczeickincr mit: Frau Fortncr Halbacrtb. Frau Wellig Bertram und die Herren Mcnrs als Nachnvächtcr, Weindel als Nachbar. Gareis als Gericktsbotc, Wirt als Sekrciär. Brsonders hcrvorzulnben ist die abiolnte Unab hängigkcii aller Beteiligten vom Dirigenten. Das Orchester klang vrächrig lind spielte mii glänzendem rbnidmiickwn Schwünge, allen Schwierigkeiten des Wertes in jeder Hinsicht gerecht werdend. Ter Beifall des sehr gut besuchten Hauses war nach den ersten drei Akten sehr herzlich, nach dem letzten mehr als Bezeugung des Dankes für Spielleiter, Kapellmeister und Sänger, Allen nmstkaliichen Interessenten unterer Siadi möchte ich auss'angelcgenZrchste emvs'hlen. sich den Corregidor m Frankint anznhören: crn künstlerischer Eindruck von nachhaltendem höchsten Werte ivird der Gewinn sein. ^ r —z. — „gär Hörer aller Fakultäten." Bor kurzem ist a» dieier Stelle das Vorlesungsverzeichnis für das Svmmer- semester 1911 besprochen worden. Inzwischen sind auch die Vor- lemngsverzcichnlsse der meisten anderen deutschen llniveriitäten erschienen und geben der Dossischen Zeitung zu lehrreichen Beobackstungen und Betrachrnngen nach verschiedenen Richtungen hn: Anlaß. Freilich im ganzen mehr zn solchen negativer als positiver Art. Vor allem fällt es ans, wie gleichförmig ntzd schematisch der wisscnsthastlichc Unterricht an unseren vornehmsten Bildniigsstäiicii gestaltet ist. Unsere Zeit scheint dem Individualismus und den Individualitäten ans allen Gebieten Ivcnig giinsti^. Das Bild unserer Großstädte, unser ganzes soziales Leben in Verkchrssormen, Geselligkeit, Sitte und Mode wird immer schablonenhastcr und phniiogiiomieloscr, und die gleiche Tendenz zur Unisormicriing scheint den Wissen- schaitsbctrieb und das Bilduiigswesen nn unseren .Hochschulen z:i beherrschen: oiicnbar zum großen Teil eine Wirkung des herrschenden Militarismus kund Bureaukraiismus) und seines i» die feinsten Adern des Volkskörpcrs eindringendcn Geistes. Daß die Drillung eines Jnsanterierekruten i» Colmar keine andere ist als in Insterburg, in Wesel dieselbe wie in Kättowitz, län» nicht wundernehmcn iind liegt in der Natur der Sache: aber daß in Königsberg und Gieße», in München und Rostoa jahraus, jahrein immer und überall genau die gleichen Vorlesungen, Uebun -gen, Pratliiä usw. gehalten werde», ist dock, merkwürdig und mit der Notwcndiglcit einer einheitlichen alademischen Äiisbildnnq der zukünftigen Ttaatsbeamteii, Richter, Lehrer usw. nicht ausreichend zii erklären. Es fällt schon als ungewöhnlich aus, wenn aut dem Gebiete der freiesten Gcistesivisscnsck)ait, der Philosovhie, ein wagemutiger Prioatdozent ober Extraordinarius — beileibe kein Ordinarius — einmal von der hergebrachten Schablone abweicht und statt der unvermeidlichen aristotelischen „Politik", „dt: anima“ und Kants „Kritik der praktischen Pernunst" ans- liahmsweise Husscrts „Logische Untersuchungen" oder das Werk eines anderen lebenden Philosophen seinen Uebun^cn zugrunde legt oder den inoderiien Pragmalisinus, die io interessante und wenig bekannte indische Philoiopbic oder sonst etwas von der breite» Heerstraße Ablicgcndcs in den Bereich seiner Borlciungcn zieht. Um jedoch nichl ungerecht z» icin. sei erwähnt, daß Pros. Sim - m c l, in dem die Berliner Universität soeben eine» ihrer eigen artigsten und gnrcgendstcn Lehrer verliert, iit Straßbnrg im nächste» Semester außer über „Logik und Einleitung in die Philosophie" auch über „Knlturproblemc der Neuzeit" Vorträgen wird. Jm allgemeinen werden, »nie ein Blick in die vorliegende» Vorlesungsverzeichnisse belehrt, die allgemeinen Bildungsbedürfnisse der Studierenden und die geistigen Interessen unserer Zeit viel zu Ivcnig berücksichtigt. Eine oncickeiinensivertc Ausnahine machen, wweil ivir sehen können, Jena »ich Bon», wo in einer besonderen Rubrik eine Reihe vo» Vorlesungen „Für Hörer aller Fakultäten" zniammengestellt sind. Aua: mit der iiluswahl wird man sich in beiden Fällen durchaus einverstanden erklären können: so wird z. B. »I Bonn über Sozial- hpgicnc, erste Hille bei Unglückssällcn, ärztliche Rechte und Pflichte», über geistige Strömungen in der zeitgenössischen französischen Literatur, über Henri Bergsoll, über die Jslampolitik der großen Kolonialmächte (Pros. Bcckcri. über Grlindzügc der Elektrotechnik und andere Themata von atiucllstem Interesse gelesen: ebcnso in Jena über „Gcsundhcitsknnde sür Richtincdizinrr". „Bürqcr- lundc", „Einführung i» die höhere Matheinatik": außerdem iverden — was besonders dankenswert erscheint — „Uebungen in der Technik des Sprechens und der freien Rede" wtb im „Vorträge D i : sä dii i) (6 e Zweite Kammer bewilligte als rrste Rate znr Erweiterung des Bahnho S ?ll t e n b u r g ein: Summe nrm 830600 Mt Tab ei kam Finanzmiiiistcr von -sepdewitz auf die Äcußeriingen des Präsidenten des R e , ch s e i s r n b a h n a m t e s zu sprechen, die dieser gestern und vorgestern im Reichstag abgegeben hat und nach denen di: sächsische Linie Leipzig—Hof für Luruszüge schwicriger zu befahren !sei «ls die preußische Linie »der Prichstzeila, Es könne keine Rede davon sein, dass die Leistung-:chhigleit der sächsischen Strecke geringer sei als die Lcher preußischen. Es sei allerdings richtig, dar die sächsische Linie eine größere Anzahl von Stationen besitze, die keinesfalls bei allen Schnellzügen ansgcschaltet werden könnten, indesien hielten di: Luxuszüge auch in Sachse» nur außer ordentlich selten: der Expreß hatte nur in Leipzig und Hoi Andererseits sei eine Sleiguug von 1,40, wie sie auf der preußischen Linie länger: Zeit vorhanden ist, auf der sächsischen Strecke nicht zu vcrzrtchncn, Hier beträgt die Ttci guna nur 1,100 Tic sächsiicheEisenbahnverwaliung tuealles, nni die Linie Leipzig--.Hof auf der Höhe zu halte», Tic Vor läge diene ipcnsgcr der Verbesserung des lokalen Verkehrs, als in erster Linie der des Turchgangsverkehrs, A«»lanS. Ter Pr i nzzuWicd ist am Freitag vorm, 8,17 llhr in Begleitung seines Sekretärs in Petersburg cingetroffen. Am Bahndos wurde er von dem Flügeladiutanten des Stoi- sers, «'aasen Totleben. der dem Prinzen iür seinen Aii'- enthalt in Pelcrsburg aitachiert ist, eiupsangen und im Hofwagcn nach dem Linierpalais geleitet, wo für den Prinzen Zimmer ücreitgchalteii finb. Ter deutsche Botschafter in London, Fürst Lichuowskh, war am Donnerstag abend der Ostist der Londoner Handelskammer, die ihm z» Ehren ein Bankett gab, Zn seiner Rede wies Fürst Lichnowsky aus di: Bedeutung des deutsch englischen Handels hin. der sich ganz besonders in London tonzeniriere. Er betonte, daß Deutschland unter den europäischen Länder» der beste K ii n i c der vereinigten V ö nigrcichc sei und das; es ein bester Kunde in der ganzen Welt sei, wenn inan die Produktion des verciniglen Königreichs aUciu betrachte imi von den briiischen Kolonie» absehe. Andererseits lei auch da: vcrcinigic Königreich der beste Kunde Teutichlands, denn cs beziehe seht an-« Teutschland mehr als Lcstcrrcich Ungarn, Tie Ausfuhr des vereinig reu Königreichs unrii Teutschland sei in der Zeit v v u 1!)0 2 b i s 19 I 2 ii m 8o Prozeni gestiegen, während die gesamte übrige Ausfuhr des vereinigten Königreichs nur ui» 71 Prozent gestiegen sei, Zur st LichnowSIq berührte die vcrichicdenen Entwickelungen der industriellen Produkte beider Länder und erinnerte an die Landelsb ziehun gen, die schon iin Mittelalter zwischen London n»d den Hansostädten bestandeii. Er gab der Ueberzeugrng Ausdruck, daß der: rndelsperkchr beiden weiten grojeii Rupen brächte, und sck.'pst mit dem Wunsche, das- der deutsch englische Han d.'lsvcrlchr firl) weiter entwickeln möge '-um Vorteile beider Nationen und» des Weltfriedens- * An» Stadt „nS Land. Gießen, 28. Februar 1914. Beihilfe für Kriegsteilnehmer. Eine weitere Vergünstigung der Kriegsteilnehmer in Bezug aus Erlangung der Beihilfe nach dem Gesetz vom 22, Mai 180,7 ist nach einem A u s s ch r e i b eil d e S G r o ft h, M i n i 1k c r i >l», S in Aussicht genommen: Mit Wirkung vom l, Januar d, IS, haben in vielen Gemeinden erhebliche Echö h u ii ge n des o rt s ü bliche » Taget oh ns für Männer stattgefnitde», ES erscheint nun nickst ausgeschlossen, das; sich infolgedessen unter Berücksichtigung der Vorschrift in § -1 Abi, 4 der Ausführungs- bestiiiiiniiiigeil bei nochmaliger Prüsung der bisher abgc wiesciien <4csuche eine günstigere Beurteilung für sic ergehen tan», Esti Gleiches stinn der stall fein, wenn bisher Gesuche deshalb abgewiesen wurden, weil der Gcsuchstellcr noch nicht deii nötige» Grad .der Eriverbs Unfähigkeit Nachweisen konnte, lsl dieser Hsiisicht ssiid die bisher abgeivieseneii Gesuche, bei denen einer der erwähnten Gelichtspunk'e in Be kracht tz.'iiiinl, einer iv icderholtcnP r ü f il n g zu. unter ziehen und im gegebenen st-aile erneute Vorlage an das Mi ilistcriiini zu luache.r, Z-u Interrsje der betrefiendci, Be Werber um die Beihilfe ist es sehr erwünscht, wenn die Wie dervorlage ihrer Gesuche sobald als möglich ersolgl, das; die deutickicr Tichtuugen" abaehalten Ais besondere Selt-nhei, sei schl,erlich noch verzeichne,, das; Proiesioc Witkowski in Lclrri — unieres Wissens zum erstenmal an dieser Hock, schule — eine Borlestina über ittzstchschte liub Technik des deutschen Zettynn-welenS Ausliüit stellt. T i e e l e ! t r i i -b e E m »s i n d l i ck k e i t von st l a n, ui c ii und ihr e A » n> e n d n u g, stm eletiroleckmiick'ei! Verein »> B.-istn „n Berliner Laiigenbealiaust- behandelte Tip«, Jim, Brima - hieme ln der letzten 2il»ina die l't'ii ilim scslaeftcllie elet- trnche ss my'indlickileit von sttaiiilnell und ibre Anwendung. Tbieme hot ge MV», das; ans einer Krrzcnstanime Milielii Gleichstrom »oblensla» gewonnen werbe» kann Er brina, Ni biese», Zwecke IN die KerreuilamHie zwei Elektroden, zwisclnn denen eine Gleickk stromivanuuna von etwa 17 Volt lierrschi, der Kobienkoi! schlägt »ich dann an der neaaliven Elektrode in storn, von seinen Acstchen Nieder, e liiemc bat ein aui dieser Erschein!,na beruhende--- Ver- kabre» -.>,r >«en,,«»»„>, von Koblenstoü a„Sg,-bildet, Ter gewonnene Kohle»»»', soll sich durch besondere steinbei, auszelckmen und fr. lo,ibers rar die Farbeiiinduftric aeeiaael sein, Th> ,»>- ln»' keiner beobachw!, daß de », Eimchalien de». Lteomes ein merkliche lacken der Flammen cinlritt, Diese Erschciiiunq will er zur Herstellung seines leer einfachen tilegraphisihen Empinnacrs und für andere Zwecke friiützen, TosvegetarischeTamenkostün!, Taft sich auch aus dem Gebiete der FraueiiNeidung vegeiariickn Auichaiiiingen geltend machen lönnten. wird vielen mir als ein Scherz erscheinen fr» Tame l der britischen „llnion drr veaetanschen streuen" III es damit bitterster Ernst, und „oro in, Lauic die,7-Zaines io{( de eleganre vcgetar, »e Tamentleiduiiq in die Ericheinuiiq treten. Ter Franc,, derei», der iich i„r dieses iingcwäbnlickie Ziel begeistert, zöbit in England Mid strlaii» eine recht statttiche Zadl voitz A»danqcr>nne„. die all - .i'.ien die stleiickilost weitern „nd »ur durch die Pstaiizciilvst ihr Leben irilleo, ivolle», st-reilich, »roste storifchritte bat dre Be- iveauna in dein Lande des Roastbeei „ich, aemachl, und man weiß auch, der man niemals Engiaird zu einer vslanzeniresienden Aalion Niawen wird. So sucht „lau denn Hat: der erleniivcn eine inteniive Wirken z^nlid beschränkt die Reivrmbeqcikerung „ich: aui den Magen, solange die »rrauen Lcderichube tragen, iolangc wird inan Echsen ichlachicii und verzebreii: imd daran, >o iolger» mit uv crbittstä-er Logik die Anhänaerinnen der P ianzenkost - must dnrch- geiept werden, daß in der Kleiduna aui olle lierische» Produkte Verzicht acteistet wird, stör! INI, der Seide, jorr »nt den Handschuhen „ich den Siieiel». fort mit den st-ederu av, Hute Was die ..Union der vegeiari'chen strauen" Grostbillaimiens an die Stelle der ver- bniiii:-,, Artikel ie,e» will, wird nun eist bei,r,eile» loniicn, ,oenn die licr: vcgetari'che Mode lanciert ist, Znzwifchcn ist iic aui de,» Marsche, der Vorstand der Urion arbeitet emiig an drr Ausgestaltung der maiinigsachsten Projekte, Beihilfe noch im äuufenden Rechnungsjahr angcwiescii iver- koniite, da hierfür verwendbare Mittel noch zur Verfügung stehen, ** T-g-skalender für Somikaa, den 1. März: Stadt- theater: .Aticheldelberg", nachniitkags 3'/, llhr: «Wie emu nn Mai', abends 77, Uhr. • aD ... E v a n,g e l, 8 i r ch e n g cI aiigv err ! n : «eiiilichc ü»»»- ausiülirimg'lsoniitaq nachmltiag 67, Uhr in der «rlabtkirche. LickilipielhanS: Täglich Borlielluna. Nuiou-Theaier: Täglich Vorsieltwig. lTienslags und SamStagg »eiles Programm.) E b c r b e s > ich e s M „ s c u n, » n d G a i I' s ch e E a,n m - I u ii a e u. Geöffnet Sonntag voriniiiagS lt—1 lkbr unentgeltlich. Museum !ür Völkerkunde. Gcöskuet an Sonntagen, voran!Inas von 11—1 Uhr inientgeltlich. C b t v h e i i i I dl e t R ii n ii -j t r e i ii. Sie Lemalde-AnsNellinia ist tngIi ch von 11— I Uhr. Mittwochs von 3 bis b Uhr, und an Sonntagen voll II—3 Uhr geöffnet. Ti« Anlngeiiiiijik findet bei outen, Wekter Soiiniaa vorinstlaa I' Ube stall. So'elolanr l. 8ailer-stri«'rici)-Dlarlch von v. Friedemann: 2. Cuoerliirc jur koinckchen Euer «Piguc- Tan'.e' von sie. v. Snvpe: Wallers Breiöliod Nils ..Tie -7eiste:- stnger von Rärnberg' von R. Wagner; i. Bayrischer chsttradeinarsch von ist. Lcher;er. » " A us de in Militär wochenblat t, H e n r i c y, Garn.-Perm Znspekior in «Siesten, ziini Garn Verw Tb - Inspektor brsörderk, ** H ochsch iilrn r se s ii r I n g c >, i e u r r. Die vom Verein deutscher Ingenieure vor einigen Iabren ins Leben gerufene» Hociiichultürs« für Ingenieure sinden in ^diesem Jahre in der Zei: vom 7, bis 17, Tkrober an d.-r Tcckini- sck-en Hochschule in Tarnistadt statt. Außer den Mitgliedern dii li n e sgegr, 1909) beabsichtigt, im Lause des Sommers im Naturtheater (aut Ludwigsbrilnnen einige größere Auiführnngen h.'rauszn- kringen und zwar zunächst .Hauptmanns Märchendrima Tic vcrsiiiikenc Glocke". Tic Freilichtbühne ist sich wvbl bewnßi, das: sie sich hiermit vor eine große, sehr große Ausgabe gestellt hat. deren Schlvierigkeiten sie keineswegs nncerschätzk. Aber in Anbetracht dessen, das; einige erste Kräfie des hiesigen Stadttheaters mit dankenswerter vie- nehinigung des Herrn Dir, Steingoerter zur Mitwirkung gewonnen worden sind, dürste für eine glückliche Lösung jener Ausgabe hinreichend «stemähr gelcisret sein. Tie Leitung liegt in berufensten Hände», in denen von Tberregisseur Twortowsii, Außerdem sei schon jetzt verraten, daß Zr!, A, Tagiiy das Rautendelein im,Märcheudrama „leben" ivird, Tie Vorstellungen finden voraussichtlich in d^r Pfiugstwochc statt, Tr, Bernberk ist gern ber-eit, aus Wunsch weitere Auslnnft zu erteilen, " O b e r h e s s i s ch e r K u n st v « r e i „, Tie seit dieser Woche neue Ausstellung Hai Sammlungen von Trau., M a r r - München, welcher der Gruppe der Expressionisten angehört, T, il b i> e l o h d e - Goßfelden, E, Bieder m a n ii Jena, W, Bader Tarnistadt und von unsercin einheiinischen Künstler Karl Fries aufznweise». Tiese Ausstellung bleibt mir noch 8 Tage einschließlich zweier Sonn-, lag: ojsen, ** Ans b e in i ti r u g a u H> esse n. Dem soeben erschienenen Jahresbericht des TurngaueS Hessen vom Jahre 104,4 entnehmen >vir solgcudes: Ter Gau Hessen nniiaßl die Kresse Alsfeld, Biedenkopf, Büdingen, Frankenbcrg, Fried- berg.^G i e ß c n , Kirchhain, Lauterbnch, Marburg, Wetzlar und Schollen. Er zählte im Januar d, I, rund 170 Ber- eine mit 14 406 über 44 Jahre alten männlichen Mitgliedern, die sich aus nachiotgende fünf Bezirke wie folgt vcr-, teilen: I, Bezirk (Marburg) 62 Vereine mit 4076 '.stcitglic- dcrn, 2, Bezirk (Wetzlar > 42 Vereine mit 1620 Mitgliedern, 0. Bezirk (Nidda) 12 Vereine mit 1910 Mitgliedern. 1. Bell r! l Alsfeld) 14 Vereine mit 1620 khiitgliederii, .7, Bezirk lBad-Nauheim) 20 Vereine mit 2699 Mitgliedern, Der Turnverein Gießen mit 682 Mitgliedern ist der stärkste Verein im Wau. Gnuvertreler ist seit dem letzten Jahre Fabrikant W, M c tz l e r in Marburg. * > Öt i : f; c n c t S t a dt t l> e a t c r: Iic Lore, Anstelle des wegen Eikranknng des Herrn Rotteck abgei'tzteii K NNI nie r- sängcr» imirdc gestern abend das schon sin letzten Sommer ausgesührie Lusispiel Tie Lore voe, Otlo Ei ick. Hart lebe» gegeben, das bei sehr guter Wiedergabe den herilichen Beifall der iuickiauer solid. Als Lore schilt wrl, T a g n v wiederum eil, liebes nniiuercs Mädel, das sich den Teufel INN den abgerissenen Klio PI scherte und ockerliebst zu plaudern verstand, Tel, gestrengen Herrn Liebsten spielte Herr Volck mir köstlicher Würde und Eckigkeit, , :dlr Zoll ein Pedant, Herr Grosser gab dem .«avvellgen Kleinen Schneid und Humor, Einen ganz prächtigkn Karl bil de-e Herr Steinhoier als F-reo. Mil großer, darstellerischer «ras» gab er eia qines Abbild des lieoen Ltto Erich, das voll schöner, edler Menschlichkeit erfüllt war, Tic Lei'iing hatte Herr Tworkowski, ** 31 a b 11 (»r a t c r. Tcm belgischen Künstlerensemble Carlo Lite», das mit des beristmiten Emile Verho.-reii Schauspiel „Le c l o I t r e" l das Kloster, am nächsten Tonnersiag hier gastiert, geht ein vorzüglicher 'lins voraus, Tie diesjährige Tournä mit des belgi - ichen Tichtcrs Meisterwerk erstreckt sich über folgende denh'che Ltädte: «tranburg. Metz, Lcipiig, Dresden, Jena. Gotha, Weimar, Enurt, Kassel, Gießen, Fraiilinrt, Mannbeim, Wiesbaden, charmnadt, Main;, Koblenz, Bonn, 4 In und durch ganz Rbeinland „nd Weckiale», Es sei übrigens bemcrtc, daß das Werl mit keinem Worte irgend eine Neberzeiigiiug tränk: und daß der Bestich jeder manu, nnmciitlich auch Schülern, ciiipiohleii werden kann, Scharfschießen der 116er, TaS Zufaiiteric Regimeiil Kaiser Wilhelm hält vom 9. bis 18 , März sein scharssmießei, im >tzelä„dc zwischen Alten Buseck, Burkhards- srlden, lBoße» Buseck, Tppenrod und Rödgen ab, " r Mitteilungen, Vor Hunger und Kälte ,arb III Borken bei Marburg ein,' alte Frau, die bisher ilir » 'drem Tode entdeckte man ,brcin -Vait l,|. ein V rn, >ge„ von rund 70000 Mk Tie Flriickw, inn,.na zu Frankiurt a,M, beschloß, vom März ab sine Herab,,-„„a dcr raurn, „„d Rmdsteischpreise um 7 Pig OiNck^-irr ^.s" belamiler Wiesbadener Einwohner, der nur ->00> .tzck, Eiukonimen verneuerlr, verüeuert jrvt „ach den. Ge neralvardon^einen Betrag von 100 ,y», Mark — Für den N7m t/d.- r t« ä Pl jllvv Jakob Becker van G o n l e n h e i m ist der Schlnßlermin aui Tounerkiag, 19. Mar; 191«, vormitiagS II llhr, vor dem AnilSgericht Mainz bestimp.it worden. Landkreis Gießen. - - S a a j e n , 27, Fcbr, Bei der gestrigen Holzr n stcige- rung gerieten einige Landwirte von hierund Rcinhardshoö:, in Wortivcchsel, der schlicßlicl' in eine Schlägerei ans- artelr. Einen, biesigri, Landwirte tvnrde dabei ein Finger ab ge bissen. Auch das Messer soll eine Rolle gespielt haben, Tic Angelegenheit wird ein gerichtliches Nachspiel lrabcn, r. Londorf, 27, Fcbr, Ein 4 s ä h r i g c r Knabe des dzendarnien Weist siel heute in die ofsengelassenc Senkgrube, Bis das Kind gefunden und herausgeholt wurde war cs bereits tot, Burkhardsfelden, 27. Tiefer. Das Schnlhans erhält gegenwärtig einen zweistöckigen Anbau mit einen, Lehrsaal und einer Lehrcrlvohnung, Mit Beginn des Winterhalbjahrs wird der Anbau in Benutzung genommen, Tic Gnindiing einer 0, Schulklasse ist beschlossen, Kreis Alsfeld, Cbcr Cliuini, Fcbr, .Heute fand hier Ralhause die abermalige Verpachtung der Esemeinde- jagd statl, Ter Pachlpreis betragt 56,7 Mark. Steigerer der beiden 2lbleilnngcn4varcn Fabrikant R inn aus Hcnchel heim bei Gießen und der frühere Besitzer unserer Jagd, Jung, Kreis Lautcrbach, R. Lauterbach, 27, Fcbr In der höhere« Bürger« schule fand gestern durch Geh Ebcrschulrat Bloch die Ab- gangsprusuiig der >Imcr--Sctu,tda statt. Der Prüfung unter zagen sich 8 Schüler, die sämtlich bestanden, Trei von ihnen wurden von der mündliche« Prüfung befreit. Mit dieser Priisnng. lmben die Schüler die Berechtigung znm Einjährig-Freiwilligen-Mililärdicnst erlangt, Kreis Schonen, Laub ach, 27, Zehr, Unter Vorsitz von Direktor Prof, Tr, M üllcr fand gestern am Ghninasium die mündliche R c i s c p r ü s u ii g slait. Von den zur schrisstlichen Prüsung zugclasseueri ) Schülern waren 2 vor der münd lichen Prüfung zurückgeloiesen worden, 2 davon befreit, 6 haben sich der Prüfung mir Erfolg unterzogen. Am Abend fand im Schützcilhof eine Abschiedsfeier statt. Kreis Friedverg, Friedbcrg, 27, Fcbr, Gestern abend begegnete dem Bäcker Friedrich S ch n a b c l aus Assenhcim auf de: Heimfahrt zwischen dem Südansgang des Stadtteils F a u c r doch und dem donigen Friedhof auf der Chaussee gegen 9 Uhr ein anderes lbetährt. Als er diesem entgegcnkonimcn den Fuhrlnerk answeichen wollte, geriet fein Wagen mit den zwei Vorderrädern aut dort liegende Blocksteine, Dadiirck; bekam der Wagen das Uebergcwicht und s ch l u g u m, Schna del wurde lierabgelvvrsen und tan, unter den Wagen zu liegen, der ihn e r d r ü ck l e, Trr T o ö trat sofort ein L, Fried borg, 27, Febr, Im Turnverein sind setzt Vvllsbildungsabende eingerichiet worden, Seniiuarlehrx'i Schuch man n hält einen Lichtbildervvrtrag über nnserc Kolonien, L, Friedbcrg, 27, Febr, In der letzten Nacht verschied der Sennnardirekkor des Lehrerseminars Professor Dr, Schäser, Bad-Nauheim, 28, Febr, Ai» 2, Mürz werden die staatlichen Badeliauser ivii-der geöffnet, Badehaus 8 macht de» Anfang, die andern folgen dann je nach Bedarf, Während der Monate Januar Februar, der Zeit, in der die staatlichen Badehäuser qeschlossrii bleiben, sind die Bäder in dem Stiidtistkien Kunitzlnftifi abgegeben worden und der außerordentlich rege Betrieb dort lxat miedest gezeigt, das; die Bad-Nauheinicr Knrzeit durch den Winter keine Unter brechung erführt, Tie offiziell-' Saison beginnt am 16. April, L, Nieder Erlen bach, 27, Febr, Tie gestrige zwanglose Zusaminenluiist der Landwirte von hier und Umgegend war ziemlich gut besucht, Tie Hcrrcn^Landtags« obgeordnctcr Tr, v, Hclmolt (Friedberg), Seiboldl (Nieder-Eschbach) und Hirsch el (Friedberg, sprachen über die Lage der Landwirte, Starlenbnrg und Rheinhessen, Mainz, 27. Febr Das kaiserliche Geiundhcits-i amt teilt das E r l ö sch e » d c r M aut« und Klauenseuche am Vieh Hose in -Mainz an, 26. Februae 1914 mit, M a in,;, 27. Fcbr, In der Kaserne des Magdc burgischen Tragonci Regiments Nr, 6 erschoß sich heute nach- niittag aus einer MaunschaftSstnbe ein Rekrut namens -- e n s, Lins einem zurückgclasscnen Zettel schreibt der Lc - bcilsmüde, er habe sich krankheitshalber erschossen, Hessen Nassau, h, F r a n k f n r t a, M., 27, Febr, Tie bei der E x v l o si o n in, städtischen E l e k l > ,; i t ü l siv c r! schwer verunglückten beiden Männer befinden sich nimnichr außer aller Lebensgefahr, Leider sind sie, besonders Ingenieur Schneider, zu völligen Krüp Pein ge morde n, Tic Stadt übernahm jede weitere Fürsorge für die Arme», liier Anleihe von 120000 Mk, S™?« «-N .Kleinwvhminqe,, M.O b c r tu»^ teren A n I e I h e °°n soo^GD A''" ^ d “ n ' we>- VofleiVÄ"^.W da« B«r. .....» »Hrormtaoq» Ä“ fr* 1 * ^ V)cma - , Eisc,^Handluna in ÖoiINH ist IS. Marz VJU, vormittag 10 Uhr, 'vor de,n An, beK-mmt, - In dem No„k„rS°ersadre„ über den Nach,<,tz d» o,ä, ^ vereinxnochrichteri. ** G r o ß e G i c s; c n c r K a r n e v a I g c s e. l l s ch a f t 19 1 l In einer Mitgliedervcrsainmlung ain TonnerSla» kam man auf die karnevalistischen Leransl.-iltnnacn der Gesellschast zu sprechen und äußerte sich mit Befriedigung über den guten Verlauf, Am letzten Samstag saiw in, Eaia Amend ein larncvalsstischer Familienahend statt, Regen Besuch fand das karncval, Volksfest am Sonntag aus der- Liebigshöhe, Beide Säle waren bis auf den letzten Platz besetzt, Tic Musik >var von der Friedbergcr Mnsik- stl'ule gestellt worden, Ter R o s e „ m o n t a g s b a l l war in Treuis Garten, Großen Beifall fand die Griivvenauiilchrung „Slarch und Babys-', Auch die Schllißfeier am Dienstag Ulk Hotel Eindorn war sehr gut besucht, Tie letzten Veranstaltungen bildeten einen würdigen '.'lbjchlutz des Programms, alle VeranstalNingril winden gut durckyiemhr!. Ter Verein kann mit dem Erfolg zntric- dcn sein, — G r II Hingen, 26, Febr Oiestern abend dielt der Ge sang verein der Adam Jsheimischen Stiftung eine Kappen lipiina bei Gastwirt Fev ab. Lanr»«>irtsclkaft. l>. E r o n b e r g, 27, Febr, Nach siebenjährigen Kren zungsversuchen Hai der Gärtner Anlon Engel im nahen Schönberg eine anSgezeichncie Erdbcersortc gezogen, die in diesem Jahre zum erstenmal in größeren Mengen zun, Versand kommt, Tic neue Sorte führt den Namen „T a n n us per Ist' und bildet einen völligen Ersatz für die bis her,ge Eronbergcr Spezialität „Laxtons Noble", Die „Tau nusperle" kommt ms erste ulter (Erdbeeren bereits im Mr» »at 'März in den Treiblchnscrn zur Reife und zugleich zuni Versand, Koiistautiiiopcl, 28, Febr, Der FAieacr Feth ir mit dem Leutnant Sadit heute früh bei Damaskus I „ufqtfiteflfn, um nach Jerusalem zu fliege». Du bis Mitlu" fetnc schrickt von ihm eintrnf, muiVni ''iuä,io,ichnnge migestellt, wobei man de» zertrümmerten Klugapparat zwi Samaria und Zulia ü» Distrikt Liberias anfsnnd. Feth und Sadik waren l o t. SVQVt: Berlin, 27. Febr. Tie Europameisterschaft in, Ei bocket, wurde zwischen Böhmen und Tcutschland entschieden Tie deutsche Mannschaft spielte anfangs recht gut. mußt, aber schließlich die Ucbcrleqcnheit der Böhmen mit 2:0 nn erkennen, die dadnnt, die Meisterschaft gewann. Halbzeit I Vsrmiitbtff. *AusständigeG» m nasi a st c n Aus S o fi a nnrt 'gemeldet: Wegen Perfchiirsung der Reisepriisung weigere lick die Gymnasiasten und Ghmnaiiasiinncii, die Sclm! tociter zu besuchen. Einige Schiller, die ,icli-beut Beschlüsse fügten, sollen schwer mißhandelt ivorüen sein. »Blutiger Streit. Aus Hamburg, 27. Febr meldet ein Privattelegrnmm: In dem .neuer eines Huuses in der langen Straße geriet der Händler Putsch I r „ii, dem Heizer Schar ber während geschäftlicher Perhans- lnngen in Streit. Potsäita ivnrde von seinem Gegner er stocken, Scharben erlitt» lebensgefährliche Verletzungen. Als Frau Patjchk.r ihrem Manne helfen wölkte, wurde sie vo. ihrem eigenen Hunde angefallen und schlvcr verletzt. Schar her und Kran Potschla wurden ins Krinlcnhans gebracht * Entlaufener Elefant. Auf den, Bahnhos Weißenscc entsprang ein Elefant, der ausgrladen war 'und nach einer Stallung in der Greifswalder Straße ge bracht werden sollte. Er lief den Fahrdamm entlang ins zum Bahnhof Prenzlauer Alle,', wo er von den Wärtern und dem Besitzer, Menaqeriebcsitzcr .greiser, cingeholt und fest-gemacht wurde. Das Tier lief; sich ruhig in den Stall führen. * Bergsturz. Ans B r i v a s im Tp. Ardeche, 27. Febr., wird gemeldet: Bei cincin Bergsturz i», Tal lei Teil ist e i n e B> i l l i o n >i u b i k m e l c r E r d r e i ch abgestürzt Tie Trümmer, die eine Barrikade von 1.70 Meter Breite und i,0 Meter Hohe bilden, sperrten den Flußlaiis, so das, das Wniier am Ablauten verhindert ist. Zahlreiche Arbeiter sind beschäftigt, einen Durchstich herbeiznführen, Sa mit eine lleberschlvemiunng der etwas flußaufwärts gelegenen Gehöfte verhindert wird. Man forscht, ob etwa Kinder, die sich ini Augenblick des Felssturzes auf dem Wege zur Schule befanden, verschüttet wurde». Ein stehengeblicbene.' Teil des Berges hängt so über, das; neue Abstürze befürchtet werden. * Gewi s se » has t. Zeuge (vottrcteud>: „Meine Auslage von vorhin möchte ich berichtigen! Ich baue angegeben. der An geklagt, hätte mir den iinnten Band seines stönsersation ilexikons > 1 » den stop, geworien ha. emspricht nicht der Wahrheit cs in mir soeben eingeialten, dag cs der vierte Band gewesen ist!" » Ahnungsvoll. Direktor die in den Handels eziebungen mit iüdameritanisckwn Staaten, besonders auch die in lidamcrilaiinckuni Werten erlittenen Verluste schwer ans der Gc- chäjtswelt lasten. Ter tveniger günstigen Versaiiuug der Ans- I a n h s m ä > kIe gegenüber zeigten die dentichen Börsen imnierhi» trotze Widerstandskraft. Tie Neigung z» Entlastnugsverfäuien Ivnrde durch die schwache Halnma der Auslandsbörscii zwar geiör dcrl, aber das Angebot hielt sich in engen ltzrenzen, und e.- solid eine zienckich glaite Ilmerlunit, oime da« da.ttik empiindlichere stnrs lückgänge v. cbunden geivcsc» wären. Dies liegt in der Hanptiache daran, datz das Geldangebot sehr reichlich bleibt und die K l n i s i g keil des Geldmarktes anhält, wenn auch »alurqemätz im Zusammenhang mit den gesteigerten Bedürinisscn zum Monats ichltttz die Gelüiähe eine mäßige Versteifung criahren habe». Einige Anregung gab atlerding- auch die sich langiai» ireundiichrr aestal tende Loge des internationale» EifemilarkteS und der zustande gc- kommene Friede Iinl,. den Schiiiahrtsgcicllichailen. In Bezug aut die neuen Schwicrigke-ien bei der Erneuerung des stöhlen- nindikais lief; sich die Börse nicht sonderlich bceinstussc», man ;wei>elt nicht an dem schlietzlichen Zustandckon, men des Syndilares, nachdem die Regierung befielt Bildung muerstütz.. T'e Börse ist der 'uvcriicht, das; die grotze» Jnlcreise», tue «ich! nur für das stobleng iv.rbe, soiideri, auch titv das gesamte Wirt'chastSleben lei einer Zerstörung dieses Sliudi las in Betracht kämen, feine Bildung als unnclingt »alwnidig erscheinen lasen. Montanvavicre lagen aurli, abgeich-n von kleineren Schn ankungen, rechl fest, namentlich stahienaknen für die immer reiedcr Fuiivnsgerüchte sliniulierend wirkten. Auch die Erwartung eine: günstigen Abschlüsse: bei der Gclscnkirckiciicr Bergwsrksaesellichait gab «was Ani guna. Größere Rachiragc trat auch iüc Wcstrregofn Alfa» hervor. Pan anderen Kudu st r I e p a h i e r c n »raren noch Badiiche Anilin begünstigt out die Erwaiiiing eines neuen Bern gerechtes, auch Aluminium Reu Hausen getrabt und höher. Elektrowcrtc lagen ziemlich fest, ebenso einzelne Maschineniabrikaktie» und Zeniemw! :>c Am belebtesten »'arcn Schisiabrtsakficn die aus schon oben angeführten Gründen ihre Kurie e.fjöfjieu. Rege» Interesse zeigte sich auch wieder für eechaninngbahn auf die Errichtung eines Eisenwerkes. Auch die österreichischen Bahnen >earen etwas gefragt und höher. Bnnkaliicn lagen znni Teil etwas schwächer, da die bis jetzt verölte,»lichten ungünstigeren Bilanzen keine Anregung boten. Heimische KondS blieben gut behau,Ne,, mährend fremde Reuten "'„IN Teil etwas schwächer lagen. PrioatdiSkont Is'l« Prozent. EingeianSt. (Kür Korn, und Inhalt aller unter dieser Rnbri! stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem P,chlik,nn gegenüber keinerlei Verantwortung.) S t r a tz e n b a „ und Tier t d, „ tz. Augenblicklich weiden die nie .stleinpslasternng der Steindacher Straße eriorderlichen Materialien Sand, streb und Steine) an Ort und Stelle geiahren. Tabei ist die kurz vor dem KorsthauS gelegene, über >00 Meter lange und ziemlich scharfe Steigung ;» überwinden. Wer eine ticrsreundlichc Gciinnung hat und beobachtet, welche UN geheurc Anstrengungen die Pferde niachen müssen, um mit ihren schweren Lasten keuchend und ichiiaubend diesen Berg .;» meistern, der »itttz sich lovsschültclnd fragen: Warum sorgt der Unternehmer nicht dasür, datz an dieser Stelle „och ein bis zwei Pferde bereit stellen, um den einzelnen Gelahrten Porivann zu leisten? Er mützle es doch schon ans reinem Eigennutz tun, denn es ist doch sein eigenes Tierniarerial. was dadurch zugrunde gerichtet wird. Ich konnte heute beobachte», wie die Tiere alle sülii Schritte stehen bleiben muhten, »m nicht cntkeäitcl zusammenzusallen. Hosienlkick, vericdlei, biefc Zeilen ihren Zweck nicht. , .cht- st l ei I, - L i » de II, 2,st. Kcbe. Aus das Eilige,ändt vom 2,7. und 2b. d. Bits, möchten nur dem Einsender erwidern, daß wir es nicht für angebrackü halten, „ns gegen derartige stlngrinc durch die Zeitung ;n verteidigen. Ob wir uns wegen des Ausdrucks „Sauitlud" beleidigt^geiülüt habe,,, loicd der Einsender noch irüb genug ersahre». Sollte er wieder einmal in die Ver legenheit konnnen, ein Eingesandt über uns losznlassen, so möchten wir hierzer .noch bemerken, datz in Kkeiu-Linden leine Bnrschci,- schall, sondern ein Gescllzchalrs-Vercin ..Kidelio" besteht. Ter Vorstand des GesellschaftSvercins Kidelio. Amtlicher tvellerbenchk. Ocsscntlicher Wetterdienst, G i c tz e Welkeraussichlci, in Hcücn «»> SomNaa, den I. Alnrz 1914 : Ponviegeno heiler und trocken, weck'lelnbe Bewölkung, ruhig. Lchneeberlcht der Sdjiflubs Sichen. Hoherodskops: 3 Gr. Kälte. Schlbal,„ in, Walde gut" Cunrlchoce. _______ VöchcnlI. Ueberßcht der Todesfälle i. -.Stadt Sietzeii. 7 . Woche. Bon, S. bi“ 14. Februar 1914 öiNlvol)',erzähl: onqcnonunen z,i 44 9001titfl. 1600 Mann Militär) LlerbliclikeitSziiier: 44,22 „ach Abzug von Ist OrtSire nsen: 17,-IS Kinoer tzz fiflebe» an: Znsamineiv Erwachsen- im von, l. itebeuSjssc: 15. Jahr. Tuberkulose 3(1 ) 2(1) 1 — Lunaeuenlzündliilg 1 0, 1 (!) — ber.>leiden 4 (I) 3 (1) — Lcülaa^nsz 2 (2) 2 (2) (^AUenslkmeu 1 1 -'.'iaaeuaeschwür I (1 KD — slrebs 2 kl) 2(1 — Tannkatarrh 1 1 Brouchihi? 1 — 1 — Thynructod 1 0) — 1 (1) — r>beue,sch,väehe 1 — 1 — Vtinddarinemzüuduug t (l) — — 1 (1> (>irudauteutz»"l»»dung 1 — — 1 'ZllterLschwächL 1 1 — — Blntvergittulig 1 (1) 1 (1) — Snntiua: 1 (10, 1 > (») 5 (1) ~ 8 (1) A „ m.: Tic i» Klammern gcsetztcu Zisscrn geben an, lote v . n der Todcsiälle in der betrciienden ktranklieil aus von auSwurls nach Gienen aebraclnc stlnnle l,'gnneil. __ Cell?.' rle>ei>-^«eliien. T i e R o r d m a r l c n v o l i l, k in, preußisch e » Hcrrenha „ s. P erlin , 28. Febr. Km H c r r e „ l» a „ s wurde eine stluilagc übe,' die stk o r d IN a r k e „ p o l i t i k eingebracht lind UN, stluskuni, ersucht, was seitens der Regierung geschehe» sei, UNI Tänemark zu Matznalnne» zu veranlasse», welche ei» Einschränkung, insbeiondere der jütischen Bewegung in Dänemark herbeizutührei, geeignet fei. W in tcrfclb Gouverneur von Bi e tz. Berlin, 28. Febr. Generalleutnant v. Ainter- setd, stominandenr der 17. Tiv. in Schwerin, ivnrde znm Gouverneur von Metz ernannt. „E h r i, n g c i," dr ist c >, osi > n R o i a L » r c », b >, r g. Stuttgart, 27. Kebr. Heute abend sand in, Zirkueba» eine große Tcuioiistrationsversamiiiliing mit der ^ Genossin Rosa Luxemburg als Redner,,, statt. Der Zirkus war übcrküllt. Lange vor Beginn der Periannnlung wurde der Zirkus volizeilick, iverrt. Tausende von „Genosse,," wartete» aus der crlratze. Tie Bcrsainnilungslcituiig behali sich damit, das; sie „ach einer Sinnd- den Zirkus räumen lief; und eine zweite Veriammkung veransta: tele. Rach Schluß der Verla»,mluug begleitete die "ölenge die Genossin Luxemburg unter denr Gesänge der Blarseittaise heim. A n f r u h r d c r P a r i s e r T e l e g r a p li e n b e a i» l e ». P a r i s, 28. Febr. Tie T e l e g r a v li ende a »i t c n , die eine Erhöhung ihres Gehaltes auf .400 Kranes monatlich fordern, habe» gestern miltan. als die Ablösung erfolgen- sollte, in nllen Sälen des Zentralam es P seifen >' r t ö „ e n lg sie». Die Beamten und auch die Beanitinnen verließen die Säle und drängten sich nn» die Treppen und in die Wan dclgäilge. Tor! trafen sie aus eine Gruppe, die die Abge lösten ersetzen sollte. Mit dieser zusammen ließen sie ' , Stunden lang im Takt d c 4, R u s c r t ii n c n: „G c b uns die 300 Fra n c s!" Ter gesamte telegravhische Per * kehr von Paris >var eine Stunde lang unterbrochen, stl r b c i t s l o s c , n Amerika. Rew Bork, 28. Kebr. 20 0 Arbeitslose haben von San Keaiicisco den Marsch „ach Waihiiigtoi, angetreten. inn den, Kongreß eine Bittschriir z„ nnle,breiten. llnterwegS soll die Schar zu einer große» Armee anwackiieii. Vom Licht durch stöhle zum Licht. Unsere Künstlichen Licktauellcn greisen letzten Endes an, die von der Tonne abgegebene Energie znrück. Tie stoble aerkörvcrt solche Tonnen eneigie ebenw, wie die gkwaliigeu Wasierkräste aus das Wirken der Sonne zuiistizuführen lind. Mit der der »ohlc innewohnenden Wänneenergic ireibei, wir unsere Dainpsmaickkineii, mit Wasser krästen unsere Turbinen, ,,„d in den nngeknvvellen ThnamoS setzen wir die mechanische Energie iu elektrisch.' um. Die Elektrizität wandelt sich dann wieder in Licht in Misere,I Gltthlamven Der ganzc Weg bringt natürlich viel Verluste mit sich, nicht in dem Simie, daß irgend etwas an Energie verloren gehl, ionöer» in dem Sinne, datz es sich in eine jiiv den jeweiligen Zweck nick» erwünickste Energieform nmietzi. Jede Blöglichkeit, einige Pro- zenle dieser Verluste zu sparen, ist für die Gesamtheit von „„geheurer Bedeutung, und die rastlose Arbeit unserer Ingenieure bemüht lick, mit Erfolg, solche Verluste immer mehr einznichrän- ken. Während Edisons Kohlcsckdenglsthlanipe zu Anfang ans ein stilowatt elektrischer Energie nur etwas mehr als 220 Kerzen Lick» erzeugte, steigerte die Osram-Lanive dielen Wert au, mige- sähr 10»', Kerzen, und i» der neuen Osram ' . Watt-Lampe ,oer- dcu aus den, gleichen Betrag a» Elektrizität gar 2000 Kerzen erzeugt. Ist "/-. "^ZVyrnVts- c((JL6 • Saxlehner's BitterqueHe JAN OS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etc. gewöhnt. Dosis: 1 Wasserglas uoU. bei sa^en w. Dank. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme dem uns so schwer betroffenen \ erluste izir Allen hiermit unseren herzlichsten Todes-Attzel^e. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen ist unser guter Gatte und Baler Kü Or.ii Familie Jakob Weilher. Giessen, den 28. Februar 1914. tziroßh. Teminardirektor im 55. Lebensjahre durch einen sattsten Tod erlöst worden. Julie itfliiicr, ßeb. ßioiimer, imü Äinöcr. Fricdberg, de» 27. Februar 1914. Die Beerdigung finbet Sonntag, den 1. März, nachmittags 2 Uhr, vom Trauer- Hause aus statt. 236815 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Tcilnahnic, sowie für die zahlreichen Blilnicnsvcnden bei dem Hinscheiden nnserer lieben, nnvergeßlichen grau Zulie San«, geb. ferner sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: F. P. Sann. Gieße», 28, Februar 1914 .y s .> OruchsachenällsrArt liefert In jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerei Schulstrasse 7 fa. 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