Nr. 49 Zweites trjdjiinl täglich mtl Ausnahme beä Sonntags. Die „*ie&ener Zamilienblätter" werben bem ,2liilmb Steindruckerci. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition »nd Druckerei: Scknil» straße 7. Expedition und Verlag: e^ol. SJebaftiontene 112.2el.-Abr.: AnzelgerÄietzen. hessische Zweite Nammer. rb. T a r m st a d t, 26. Februar. Die aus beule vormittag 10 Ubr anberaumte Sitzung crsnbr durch den Umstand eine starke Verzögerung, da» vor Beginn der Sitzung bekannt wurde, der Staatsministcr werde vor Eintritt „I die Beratung über die Rückäußerungen der Ersten .stummer in be Iress der Besaldungsvarlage eine Erklärung namens der Graßh Regierung abgcbcn. dast iic unter keinen Umständen den Beschlüssen der Zweiten stummer über die Lcbrerbcsoldung mit dem .Höchstsatz von 6600 Mk. beitrcten könne, Iniolge dieser Nachricht traten sosort der Senivrcnkonvcnt und der Nnnnznusschuß zu einer Beratung zusammen Um 11*/» ertönte sodann die Glocke des Präsidenten Kahler Jm Minisiertischc: Staatsministcr Tr. v. Ewald, Finanz- minister Dr. Braun, Minister des Innern v. Homberg k. Staatsrät.' Tr. Becker, Be ft. Süsiert, Ministerialrat hol - z i n a e r , Dr. Weber, Geh. Legationsrat Tr. Ncidhartu. a Tic öffentliche Tribüne i st sehr stark, bcso» dcrs von Lehrern, besetzt. Aus der reservierten Tribüne wahnen zahlreiche Mitglieder der Ersten Kammer der Sitzung bei. Präsident stähl er begrünt zunächst die Abgeordneten zu Be ginn der mehrwöchigen stammcrberatungcn. Tie stummer habe sich setzt zunächst mit der Besoldungsvorlage zu beschästigen und er habe d,e .Hoffnung, daß es jetzt gelingen werde, über die nun schon seit Monaten, ja seit Jahren bearbeitete Vorlage endlich zu einem be iriedigendc» Ergebnis zu gelangen. Ter Präsident gibt dann weiter bekannt, das; voni Vorstände der Zentralkasse sür die landwirtschgsi Itcheu Genossenschaslcn ein Tankschrciben sür die Bewilligung des Tartohens »sw. eingegangen ist. De, Eintriu in die Tagesordnung teilte der Präsident mit, dast vom Abg Tr. Winkler ein Schreiben eingegangen sei, worin dieser mitteüt. daß -«folge der inzwischen direkt eriolgtcn Pcrständi gung unter den Interessenten seine Anfrage bezüglich des Großobst- . Marktes zu Alsheim als erledigt zu erachten sei. Nachdem das Haus dann ohne Besprechung dent Antrag des Ausschusses entsprechend die Ersatzwahl des Abg. Tr. Wünzcr im 4. Wahlkreis der Provinz Starkcnburg für giltig erklärt hat, beginnt die Beratung über die Rückäußcrung 1. stummer, bktr. die Dienstbezüge der Staatsbeamten und Volksschullehrer und deren Hinterbliebenen, sowie der Deckungsmittel und der Anträge hierzu. Zuerst nimmt Staatsminister Tr. v. Ewald das Work und gibt etwa folgende Regierungserklärung ab: Nack dem Verlaus der seitherigen Verhandlungen darf ich wohl seststellen. ohne Widerspruch Ihrerseits erwarten zu müssen, daß wir im Lause der Verhandlungen einer Verständigung näher gekommen sind. Ich darf heute erklären, daß wir Ihren Bc- ichlülsen bczügl. des Wohnungsgeldes zustimmon, sofern auch im übrigen über die Geiamtvortagc eine Ucbereinstimmung sich erzielen läßt. Es tvird von Ihnen gewiß als ein Entgegenkommen gewürdigt werden, daß die Erste stummer Ihren diesbezüglichen Beschlüssen zugestimmt und nicht minder ist dies der Fall bezüglich einer Reihe Ihrer Beschlüsse zum Besoldungstaris. Im übrigen bestehen über das ganze Gesetz nur noch nach zwei Richtungen hin erhebliche Schwierigkeiten, einmal in den Einzelheiten des Tarifs und dann in der Lehrcrbcsoldungssragc. Es würde ztveck- los sein, wenn ich heute ln die Einzelheiten des Tarifs ein- gehen wollte, insofern nicht über die bedeutend schwierigere Frage der Lchrcrbesoldung eine Einigung erziel! wird. Ich braiiche Ihnen auch in dieser Frage nicht nochmal» die Gründe darzulegen, die sür die Annahme der Regierungsvorlage sprechen. Der Standpunkt der Regierung ist nach iote nur der, daß sic Ihren Beschlüssen zur Lchrerbcsoldung bcizuiretcn sich außer Stande sieht. Sall sanach die Vorlage nicht im ganzen scheitern, die durch das Man tcl gcietzgebundenisl.samußderWcgzu einer Borst ä ii d i g u it g hierüber gesunden werden. Tie Regierung wird dem ander» Hause empfehlen, sa weit es ihr angängig erscheint, den Wünschen dieses Hauses entgcgcnznkom men. Sic tut das in der zuversichtlichen Annahme, daß dieses Enlgegcnlomntcn van Ihnen gewürdigt werden wird und Er- nnderung findet und daß auch dieses Moment bei den jetzigen Verhandlungen berücksichtigt wird. Ter AusichußbcrichtcrNatter. Abg. Tr. Osann, erstattet daraus einen kurzen Bericht über die Beschlüsse des Finanzausschusses. Ter Ausschuß stehe in seinen Beschlüssen auch bezüglich der Lcbrcr- gehalte vallkonrmeu einig da. Tust sich bei einer ja schwierigen Frage auch Tisierenzcit ergeben Ivürdcu. war ja vorauszusebcu. Aber der Standpunkt des Ausschusses zu diesen iiiianzietlcn Mci- nnngsverschirdeiiheiten sei derart, daß er jederzeit die Vcrantwor tung dafür übernehmen känne. Bezüglich der Teckungstraac und der evtl. Deraiizichnng des Restejands werde sich leicht eine Verständigung erzielen lassen und bezüglich der Tarisiragr »ich des Bciol dungsgeietzes sei bis ans einige unwcicntliche Punkte bereits eine Einigung erreicht. Ter Ausschuß habe darin Nachgaben gemacht, soweit cs nur möglich war: nur in einigen Punkten, namentlich bezüglich der niederen Beamten, mußte er auf seinem bisherigen Standpunkt beharren. Ebenso >empsiehlt der Ausschuß, bezüglich der Lehrer gestalt e aus den früheren Beschlüssen zu beharren. Ter Redner ersucht zum Schluß, von einer Aussprache heute möglichst abzusehen und den Anirägcn und Beschlüssen des Finanzausschusses zuzustimmen. Ta sich nicntand weiter zum Worte meldet, wird zur Abstim- mung geschritten und zunächst das M a n t e l g c I c tz e t n ft i m - iiiig angenommeit. Beim Gesetzeniwuri, hctr. dic^Besoldungen, Ruhcgchaltc „nd Brnterbliebenen-Vcriargnng der Staatsbeamten beantragt Abg. Tr. Schmitt, da ia alle Parteien über d i e Ernzet hcitcn genau unterrichtet seien, die en blac-Ait- nabINe dieses und der übrigen Gesctzentwürsc zur Besoldungsoorlagc, Abg. W o l s - Stadecken gibt im Namen einiger Parteifreunde die Erklärung ab, die mir ihm aegen den Beiatdungstarit gestimmt haben, weil ihnen verschiedene Gehalts ätze in ihren Endiätzen als zu doch erschienen, daß sie auch durch die Beichlüsse der Ersten Kammer nicht befriedigt seien. Wenn aber die übrigen Gehalts sätze der mittleren Beamten angenommen würden, so müßteit auch den Volks schullehrer» die erhöhten Gehalte bewilligt werden . Varläusig würde er sich der Stimme enthalten. Dem Antrag Tr. Schmitt entsprechend beschließt daraus das Saus, sämtliche Gesetzentwürfe zur Besal- ! dnngsvorlagc nach den Anträgen des Finanz- - ausschusscs in blae anzunchmen. Aus Antrag des Abg. Molthan wird sadann beschlossen, die Verhandlungen obzubrechen, damit die Fraltionen nach Gelegenheit buben, sich imrter »i beraten. Tie Sitzung wird darnach gegen 12 Uhr geschlossen. Nächste Sitzung Freitag früh 9 Uhr mit dem Rest der > heutigen Tagesordnung Aus den Reichrtagsansschüffen. :: Berlin, 26. Fcbr. Der Reichstagsausschuß für dir Anträge belr. die Adgrcnzung der Militär- und Zivilgewalt. hielt am Toimerstag seine zweite Sitzung ab. Ter }>tt tretet der Regierung teilte mit, daß das vom Ausschuß verlangte Material über die in den Etnzelstaatcn bestcben- den Gesetze und Vorschriften noch nicht,hat bcidMtft werden können und daß die Beratungen über die Vereinheitlichung der Dienst vorjchriitcn zwischen den einzelnen Regierungen noch schweben Es liege dem Reichskanzler vollkommen fern, dem Ausschuß da Material varzucuthalien oder die Beratungen zu peischlepvc» Ter .stanzlcr habe angearduct, daß das Material ahne Verzöge mng hcrbeizuschassen sei. Ob das aber in einigen Tagen gelingen werde, oder erst in einigen Wochen, könne er nicht sagen. Zentrum und Naironallibcrale wünichen daraus Vertagung, bis der Standpunkt der Regierung betreiiend die Bcrcinhcitlichuno aus Grund eines gemeinsamen Landrcchis bekannt werde. Fortschrittliche und Sozialdemokraten erklärten sich gegen icde Vcr ügung: auch die Konservativen, die jede wittere Erörterung der Frage ausschließen wallen. Ter V itagungian reg wurde abgc lehnt. Der erste Satz des vanden Forts chrittlerneingc- reichtcn Gesetzentwurfes lautet: „Tic beioaiinete Macht kann zur Unterdrückung innerer Unruhen nur ans Ersuchen der zuständigen Zivzibchördc» verwendet werden." Vertreter des Zcn- trmns, der Nattonalltbcralcn mrd Äoniervattvcn erklärten, daß sie eine sachliche Erörterung hierüber nblchntcn. Der Satz ivurdc mit ll gegen 19 Stimmen gestrichen, woraus dtc Fortschrittlichen den Gesetzcntwurt zurückzogcn. Ebenso wurde die v o n d e n E l s ä s s c r n u n d P o l c n e i ii g c b r a ch t c Entschlicßungabgclchnt, die den Reichskanzler um einen beschlcunigten Gesetzeniwuri ersucht, der die Besugnis der bewass- neten Macht zur Ausübung der staatlichen Zwangsgewalt eicheit- lich regeln und der Rech saussassung Gerung vershascn soll, daß das Militär nur aus Rcguisi ion der Zrvilbe Hörden zu volizcüichen Zwecken verwendet werden dürfe. Auch die übrigen Anträge, die ans eine Beseitigung oder Einschränkung der Militärgerichtsbarkeit hinauslauscn, wurden ab gelehnt. Eine weitere Sitzung des Ausschusses wird nicht st a 1 1 f t n b c n. Der Kolonialvoranschlag im Budgelausschuß. Im Budgclausschuß wurde heule die Beratung des Kalanial- voranschlags fortgesetzt. Zunächst erörterte man die O c l v 0 r I a IN - men in Neuguinea. Nach den Untersuä)ungen ist es wabr- scheinlich. daß man es mit Ocl zu tun hat ähnlich dem niederländisch-indischen. Nachdem der Oelsund scstgcstellt toar, bewarben sich vier größere Konzerne um das Manavol. Tie Verwaltung wallte die Vergebung in mehreren Teilen vornehmen, aber jede Gesellschaft wallte die Fundstelle in ihrcnt Gebiete haben. Die Verwaltung muß also zunächst von sich aus Vorgehen. Es handelt sich um die Feststellung des Schichtenbaues in teuer Gegend. Tic Bohrungen sollen nicht den Zweck haben, das Ocl zu erschließen, sondern lediglich die Gestcinbildung zu erforschen. Ein Zentrumsmitglied fordert nicht bloß die Beibehaltung der Sperre, sondern auch ihre Ausdehnung aus ganz Neuguinea, da auch anderswo Ocl Vorkommen soll. Ein Natianatlibcralcr gab set- uem Erstaunen darüber Ausdruck, daß die Pertoaltnng der Neu- guincalomvagnie, die sehr günstige Angebote gemacht hatte, die Konzession nicht übertragen hat, obichon die Verhandlungen nahezu vor dein Wschlnsse standen. Ter Berichterstatter betonte, das Kolanial- amt habe bei den Verhandlungen zurzeit noch keine besonders starke Stellung: wenn aber durch eine eingehendere Erkundung etwas Positwcres seslgestcllt werde, so werde es den Gesellschaiten gegen über die Interessen des Reiches besser wabren können. Ein anderes Zentrumsmitglicd unterstützte diese Aussassung und hielt das Risiko, da sür die Untersuchungen zunächst nur 190 009 Mark ausgesetzt sind, sür klein, im Vergleich zu den ctlvaigen Gewinnen, e.« Staatssekretär tagte die Prüfung der Frage zu. ob das ganze Ge bict von Neuguinea gesperrt werden soll. Ein ,rartichritller ttchrtc aus, daß eine Wirkung gegenüber den Gesellschaften ,m Sinne des Berichterstatters nur dann zu erwarten sei, wenn man die summe wesentlich erhöhe. Eist Koniervativer äußerte ebenfalls Bedenken dagegen, ob die ansgesetzte Summe zureschcn werde ~ Es wurde daraus vom Berichterstatter uird den Vertretern der Volksvartci der Antrag gestellt, die Summe aus 500 000 zu erhöhen. Dieser Antrag wurde beinahe einstimmig angenommen. Ein Antrag, Rcichsunlerstützungen nicht blaß sur die Pcrorci- tung der deutschen Sprache, sondern auch sür die Privotschu^ len in den Kolonien überhaupt zu bewilligen, wurde ebenfalls mit großer Mehrbeil angenommen. Tann wurde die .trage des Schutzes her Paradiesvögel erörtert. Ter Staats,ekreiar will ari dem bisher beobachteten mittleren e-tandvimkie icsthalten. Atterdmgs würden ungeheure Mengen Paradiesvögclbälge vcrkanit: es letnt aber auch noch vicle Millionen von Paradiesvögeln oorhandm. Er behielt iich weitere Maßnabmcn nach dem ?lblapi der ,etz,aen schütz.- srist vor Eine «ittiArm des ornithalogochen Vereins au, bcßercn Schutz des Paradiesvogels wurde als Material übcrwieie». Ter Voranschlag sür Neuguinea wurdc dann genchmrgt. cbcnia dcr,cntgc sür Togo. Der Ausschuß für die Neuregelung der Sonntagsruhe bandelte heute über die Pcichastigungsdauer an Sonntagen ’-töbten unter 75 000 Einwakmcrn. ,\n Ucbcremfhmmung t der Rcgierimgsvorlage schlugen die bürgerlichen Parteien , Grund einer Einigung 3 Stunden vor. wahrend die «ozkal- nokratcn nur eine zweistündige Arberts^rt gestatten wollen. ck> der Einigung soll die Regierung ubcrdtes das Recht haben, Städten, di- vorwiegend von der Bevölkerung der Umgegend Einkäufen an Sonntage» auigeii.cht werden, die Arbeitszeit I 1 bis 2 Stunden zu verlängern. Em N a 1 1 o n a ! l, b c r a- r sprach sich sür die zweistündige Arbeitszeit aus, dtc durch höhere Berwalmngsbehorde bis au, höchstens , stunden ver- igert werden könnet Ein K a n t erb a 1 1 » e r trat für iuns- inbtgc Arbeitszeit ein. Tie Abstimmung wurdc bis zum «im der nächsten Sitzung ausgesetzt. Deutsche 2!olonien. Eine neue Ba nmivol l d eii ks chr ist des R c i ch s k o l o n i a l a m t s. Unter dem Titel: „Ter Bau m - wollban in den Tcutschen Schutzgebieten, seine Entwicklung seit dem Jahre 1910", Hai das Rcichskolonialaml soeben eine umfangreiche Denkschrift veröffentlicht, deren Inhalt auch iür iveitcrc Kweisc von Interesse sein dürfte, Tas nahezu 300 Druckseiten starke, reich mit Plänen und Abbildungen ausgestattete Buch unterscheidet sich tusosern von der im Jahre kON erschienenen ersten Denkschrift „Tie BaumwoNsragc", als es sich auf die Berichterstattung über die Entwicklung des^BaumivoUbaucs in den drei Schutz- gebieten D e n t s ch - O st a f r i k a, Kamerun und Togo während der letzten vier Jahre und über die zu seiner Förderung ergriffenen Äiaßnahmen beschrankt. Einen breiten Raum nimmt dabei die Berichterstattung über die staatliche landnnrffchaftlichc Bersuchsarbeit ein, die der jetzigen seriodc der Entwicklung der Baumwollkultur in den Schutzgebieten ihre Signatur verliehen hat. In den drei gcnann- ett Schutzgebieten zusammen sind seit 1910 von der Bcr- ivaltting nicht weniger als sechs Baumivollversuchsstationeti tud drei ebenfalls der Baumwollkultur dienende allgemeine andwirtschast ichc Versuchsstationen neu bcoründel ivordcn ind in Tätigkeit getreten. Dazu tommt aljs 10. Anlage ne Ansgestalluiig einer ehemaligen Baumwollschulc des iolonialwirtschastlickien Komitees in Ostafrika zu einer Spo- zialversuchSstation sür Baumwollbau und -Züchtung. Ta> :ebcn erfolgte -- soweit nicht schon vorhanden — die Ein- ichtung eines eigenen landwirtschaftlichen Dienstes in den acteiligten Schutzgebieten. Aus den lrilischcn Erörterungen über die Entwicklung irr Plantagen- und Eingeboreucnkultur entnehmen wir. velche Schwierigkeiten im einzelnen sich der Einführung >es Baumwollbaues anfänglich entgegengcstellt haben. Tic rühere Entwicklung fithrte zwingend zu der Aufnahme xakter, planmäßiger Versuchsarbeit, um zunächst die tcch- ttscheu Grundlagen sür erfolgreichen Betrieb der Kultur :n europäischen Pflanzungen wie auch bei den Eingeborenen zu gewinnen und um die Produkte selbst zu verbessern, ie qualitativ zu veretnheitlichcn und ihnen damit dauernd einen glatten Absatz zu sichern. Sollen somit noch festere Grundlagen sür den späteren Ausbau geschaffen werden, so lann man nicht gleich- zeitig ans M a s s e n p r o d n t t i o n hinarbeiten, sondern muß in dieser Periode der Entwicklung und noch für einige Jahre auf ein schnelles Ansteigen der Produktions-- und Ausfuhrzisfern verzichten. Immerhin liegen nach allen Richtungen gute und vielversprechende Anfänge vor. Im Jahre l9I2 — also erst etwa zehn Jahre nach Beginn der Baum» woUunternehmungen — wurde aus Teutsch-Ostasrika uud Togo zusammen Baumwolle im Werte von rund 2,6 Mil- .tonen Mark ausgesührt. In Teutsch-Ostasrika ist der Aufstieg unverkennbar, in Kamerun und Togo wird es im wesentlichen von der zukünstigen Gestaltung der Transportverhältnisse abhängen, um die bisherigen Leistungen zu steigern In allen drei Kolonien sind die natürlichen und wirtschaftlichen Grundlagen für einen ausgedehnteren Baumivollcnbau gegeben, Sbinbcrniffc grundsätzlicher Art stehen der Ausdehnung dieses Prodnlttoiiszwetges nicht mehr it» Wege. Ans Stadt und Land. Gießen, 27. Februar 1914. Sturm und Schnee im Vozelsberg. Was die gewaltigen Schneemassen und die heftigen Stürme, die vor einigen Wochen im Pogclsberge und seiner Umgebung tobten, aiigcrichtct haben, wie hoch der Schaden ist, den sie verursachten, das laßt sich erst setzt wahrend der Schneeschmel.ze seststellen. Einer unserer dortigen Mitarbeiter gibt uns folgende Schilderung: R. Bermuthshain 26. Febr. Nachdem in den letzten anhaltend gelinde» Tagen der Schnee im Oberwalde und der Öerchenhainer vöbe stark geschmolzen ist, kann man bet einem Besuche der Waldungen den Schaden, der durch den gewaltigen Schiicefall zu Wcibnachteu entstanden ist, genauer ermessen. Schon aui der Straße von G r c b e n h a i n nach Station Obe r- Iva l d beobachtet man an den östlichen Abhängen T a u j e n d e o o n Baumstümpfen, die ihrer Krone beraubt sind, und deren wei.bin iichtbarc zcriplüterte Bruchstellen crkcnntliä, machen, daß hier Schnee und Sturm ganz gewaltig gehaust haben. Es ist nicht eine einzige Schneise vorhanden, die nicht kreuz und auer mit abgebrachcnen und nmgewarsencn Bäumen gelverrt wäre. Ebenso ist die Verwüstung mitten in ben Wald beständen. Stämme van 20—30 cm Durchmesser lind in der halben Döhc glatt durch gebrochen oder bis aut die Wurzel gespalten, wie wenn ein Blitzstrahl das Unheil verursacht hätte. Jüngere Fichtciibestände liegen wie abgcmäht ans dem Baden. Ten m-ilen Schaden erleidet der Fiskus, dem der größte Teil des Oücrwaldes gehört, aber auch zahlreichen Privatbejitzern ist der mit vielen Kasten angelegte Waldbestand, van dem Ii: noch wenig Ertrag erzielten, zunr größrcn Teil vernichtet. Ehe dieso Schäden wieder völlig geheilt sind, sind selbstverständlich jahrzehntelange Mühen nötig. Auch die Kosten, die erforderlich sind, alles wieder in den rechten Stand zu bringen, werden recht erheblich sein. — Tie Bäderzüge Berlin—Wiesbaden. Bad- ff o m bürg und Bad-Nauheim v 28 und kl 27 werden vom l. Marz ab wieder wie solgt in Verkehr gesetzt: O28 ab Berlin (Potsdamer Bahtchos) 8.17 Uhr vorm., ab Magdeburg 10.10 Uhr, über Börßum, Kreiensen, Kassel an 2.28 Uhr, Wabern (Anschluß nach Bad Wildungeu au 3.52), Marburg an 4.5 Uhr, Gießen an 4.33 Uhr. au Bad« N a u h e im 5.22 Uhr, au Bad Eomburg 5.48 Uhr, an Wiesbaden 6.52 Uhr abends, kl 27 ab Wiestiadcit 9.9 Ubr vorm , ab Bad-.ffomburg 10.8 Uhr, ab Bad-Nauheim 10.50, ab Gießen 1 i.27 Uhr, ab Marburg 11.54 Uhr, über Wabern (Anschluß von Bad Wildungcn 10.3 Uhr), ab Kassel 1.43 Uhr, tut Magdeburg 5.36 Uhr (Anschluß an Leipzig, .ffauptbahnhos, 8.6 Uhr), an Berlin (Potsdamer Bahnhos) 7.31 Min. abends. Tie Züge führen die I. bis 3. Wagenklasse und Svxisewagcn zwischen Berlin und Wiesbaden. **TiehcssischeLandcskircheausderdeul- schen Werkbund-Ausste l lnng Köln 101 4. Aus der vom 1:5. Mai bis Oktober ds. I. in Köln stattsiudeudeu „Deutschen Werkbund-Ausstellung" wird in der Abteilung „Evangelisch-Kirchliche Kunst" auch unsere hessische Landes- tirdjc vertreten sein. 11. a. werden die nach Entlvürfen des früheren Tarmstadter Professors Ernst Riegel angescritg len kirchlichen Gerate von den bclrcssenden Gemeinden zur Ausstellung gebracht werden. B e s s e r e A u s s i ch t e n s ü r.L e h r e r i n n e n. Wie man uns schreibt, sollen gcgenmärlig die Unterklassen aller Seminarien schwächer besucht sein, -s« ist zu erwarten, daß das Mehrangebol von Lehrkräften, durch das in den letzten Jahren die sofortige Verwendung der Lehrerinnen zum Teil nicht möglich war, allinähltch tvieder zurückgehen wird und die Aussichten sür die Lehrerinnen wieder so gut wer den, wtck sie bisher gewesen sind. ** G r ii nd st ü cks o cr k e h r. Grundstücke zu W i e s e ck, die aus den tzkamcn des Johannes S ch o m b e r und teincr Ebesrau Sc rolinc gcb. Schäfer zu Wieseck eingetragen tvaren, satten Freilag, bcn 2-1. April, nad)inittiig3 3 Uhr. auf hem Geineiudehauie zu 2Sie fed im Wege her Zwangsvollstreckung versteigert werden. — (»tiunb- stucke zu Obertshausen, die auf den Namen des Kaipar Storno unb dessen Ehefrau Eliiabetha geb. Becker und 8ttkolans Komo eingetragen waren, fallen aus der Bürgermeisterei Obertshausen zum Zwecke der Aushebung der Gemeinschaft versteigert werden. — Ein Grundstück zu Worms, das auf den Name» von H » ttu m , Karl, Bäcker, nnd .Holtum, Margarete geb. Berg, Witwe einer Ehe von Eduard Oege», dessen Ehefrau, eingetragen war, soll Montag, den 20. 'Avril, nachmittags 3 Uhr, durch das Amtsgericht Worms im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. —- Grundstücke zu Rimbach, die auf den Namen von Blatt, Nikolaus, Händler, Blatt, Morg. geb. Fischer, dessen Ehe trau zu Rimbach, eingetragen ivaren, sollen SamStag, den 18. April 191-1, nachmittags 1>, Uhr, auf dem Ralhause zu RlNtbach im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert Iverde». — Ein Grundstück zu KelsterKa ch, da-; aut den Namen des E >1 r i st i a II, Heinrich, nnd dessen Ehesran Philippine gevorenen Schneider, eingetragen war, soll Tonnerstag, den 23. April 1911. nachmittags t Uhr, aus dein Ralhauie in l>! elfter doch im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert iverden. ** G ü t e r r e ch tS r e g i st e r. Gütertrennung haben vereinbart: Kaufmann Johann Friedrich Gottlicb Scharpien- ecker nnd dessen Ehefrau Wilhelmine Ehri ne Beniamine Friederike Margarete geb. Grast zu Tarmstadt: Adam Beri» ger, Bildhauer, und Regina geb. Müller in Mainz: stark Berg, Bäcker, nnd Ehefrau Anna geb. Jckes von Lindheim: Georg Schäfer II., Landwirt und Makler, und Latharina geb. heblich, in Arnisbemi: Kaufmann starl Christian Ru tt mann und dessen Ehefrau Katharina Luise Wilhelmine geb. Braun zu Tarmstadt. ** Konkurse in he neu lieber das Vermöge» de! Johanne: Herz in«, Tapeiier m Bieber, ist das KonkurSverfabren eröffnet. Tee Merichistarator Jobannes 21 i e d e r b o i z» Ossenbach ist zum .flonkurSverioallee ernannt. KonknrSfarderunaen lind bis zum 8. April 1814 bei dem AmiSgertchl Offenbach anzumelden. Landkreis Gieße». -u. feuern, 26. Febr. Ter Slurtul der Hau? haItn » a 3- schule finfet liier im alten Schulbanie statt, Heute nachniiliag, all uerade uier der Teilnebineriniien »lii Wäsche über bei, Hano- aaiig gingen, gab der Bodeii »ach nnd stürzte mit den :"! ä d ch e ii in de» Keller. Tie Mädchen kameii mit leichte» Verlehunge» davon. Tie übrigen Fraiien »uijjUii ihren Weg durch da- Fenster nehmen. Kreis Büdingen. Ist Wallrrnhansen, 28. Febr. Nachdem bei de» Bilrgernicister-Stichwahl Landiviri Karl Schlenning ge. ivälilt worden isl, hat sei» Gegenkandidat. Beigeordneter Gust, Schmidt, mm »i» dir Entbindtmg von dem Amte einet Beigeordneten nachgeincht. Cr verivaltete seit der?lbdank>i!ia des Bürgermeisters R e u n i n g etiva vier Monate die hiesige Bürgermeisterei. # U »! er. Schmi tten, 26. Febr. Hier herrschen unter den Schulkindern Masern und andere slinderkraiik- l,eilen so stark, dast geilecii die beiden hiciiaen Schnlen ans! 'Anordnung Grosjh. Kreisgesmidheitsamts geschlossen iverdens muhten. Kreis Lauterbach. II. Maar, 21. Febr. Die hiesige Gein e i it de Iag o Feld- niid Waldaeniarkung) wurde durch einflimmiaen Geineinderais- bejchlntz aus ivritere 8 Fahre sreihändig an die seitherigen Pächter, Freiherren Rlbdejel zu Eijenbacki, zu eine», falntichen Pachtpreif, von 17-0 Mk. abgegeben. Der frühere Pachtpreis betrug 1550 Alt. Kreis Friedderg. ^ r. Bad-Nauheim, 26. Febr. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung beschüstigte nian sich in längerer Aussprache mit den BcrkehrsverhLlt n issc n i m II s a l a l. Die Bersammlung ist weder geneigt, .'i»e elektrische Straßenbahn Bad Nauheim —Butzbach noch einen Änlobelrieb Butzbach—Bad-Nauheim zu unterstützen, lonücrn will mi! allen Kräften dasür eintreten. daß der Bau einer Staatsbahn II singe» gcsürdcrk loird. — Ci» stimmig lvurde ferner der Beschluß gesaßt, daß gegen das Berbol, durch das der Berkehr von Lastfuhrwerken ans der neuen Kreisstraße Bad-Nauheim—Sticbbcru ausgeschlossen ist. Einspruch eil,oben werden soll, da Bad-Nauhcim den großen Kostenzuschuß nicht geleistet bade, um eine tote Straße zu schassen. — Tie vorzuiiehmenden Straßen-Walzarbeiten iverden an Theodor Ohl-Diez zum Preise von 4.80 Mk. nir die Stunde vergeben. - Be, der Firma Christian S ch ä ser-Kassel nürv ein Müllwagen zum Preise von 1282Mk. bestellt. — Dem Malermeister Wilh. Gr äsen ich wird die Errichtung eines Kabaretts in seinem in der Frantsiirker Straße geleaenen .Hause befürwortet. Bei 5 WirtschastS- konzessionsgcsuchen wird die Bedürfnissragc bejaht. H Sport- Vom Deutschen Sportabzeichen. Ber der Bewerbung um das Tcurickie Svottabzeichcn zeigt sich, daß die Mehrzahl der Einzelmiiglieoer der dem Teulichen Reichsaus- ichuste für Olhinmichr Spiele angehörenden Verbände sich im unklaren sind, wie ihre 'Absicht, das Deutsche Sportabzeichen „i erwerben, auszusühren ist, Sogar der Name scheinl ivcnig aeläuiig zu fein, denn in den meisten Briefen, die dann an die Perfiandsleiluligen oder den Teulichen Reichsansschuß snr Olinn »ische Spiele gerichtet werden, spricht man von der „Olnmpia 'Medaille" oder bem Olonivijchea 'Abzeichen. Eine Medaille ist aber das Deutsche Sportabzeichen bekanntlich gar Nicki, denn hierunter stellt man sich in, allgemeinen etwas münzenähnliches vor, während das Deutsche Sporlabzeichen bekanntlich ein von einem Kianz umgebenes durchbrochenes Monogramm in ovaler Form in, das aus der »niereii Unken Brnstieite getragen loird. —* Ein neuer Schisvrungrekord ivurde bei den internationaleil Sprungweilkämpsen aus dem Semuii-ring am 22. Februar von dem sächsischen Ulanenlentnant Edler v. der Planitz ansgestellk, der bei dem Sorunala», den ersten Preis erhielt und außerhalb des Wettbewerbs einen gestandenen Sprung von bl Mir. aussübrre. .Eiermit hot er die vor kurze», von den Noriuegern Henrikion nnd Aas ansgesührte bisherige Höchst- leiftnng von -48,5 Mir Überboten. Lenrilson brachte es allerdings bei derselben Gelegenbeit sogar an, 52 Mtr.. siel jedoch dabei. Leutnant v. der Planitz ist zivar in Normegen geboren aber sowodl väterliche, wie innlierlicherseils Teil Ucker. Er ist der Salm des Vorsitzenden der Teulichen Gcsellschait in Ebil- sliania, Hans v. der Planitz. Cuiticbitrabrt. W. Petersburg, 28. Febr Der Flieger Silurs kn stog Id^AUnntcn mit 16 Passagieren und einem Hunde über dem neuen Flnaselde von F l >1 a M o u r o IN e tz , wobei er eine Höbe von 300 Metern erreichte. Tie Beiasmng betrug 1310 Kilogramni ohne Benzin und Oel. Univerkitäts-Nacbrichtcn. Ter akademische Senat der deutschen Uni verlität und des Pr ofessorcnkollegiums der deutschen technischen Hochschule i » Prag richtet heute eine Eingabe an die Regierung, in der gegen die Äusgleicksoor» lagiM proiestiert wird. Tie Profesiornl der deutschen technischen Hochschule erklärten, unter dielen Umständen gezwungen zu sein, ihre Wirksamkeit aus Prag in die Mitte der deutschen Sprach- gebieie nach Nordböhmen zu verlegen. Der ordentliche Projessor der Ilafs,scheu Philologie Geh. Hoirat Tr. Richarb Reißen st ein in Freiburg i. Br. lwt einen Ru» an die Universitär G o t t l n g e n als Nachfolger des verstorbenen Geh. Rats Prof. Leo erhallen Richard 'August Reitzen- steiii ist '1861 zu Breslau als Sah» bc-3 KonsiitorialralS Reißen stein geboren. _ Gericvb^raa!« T i e Erben des Königs Leopold. Ueber den Ausgleich zwischen dem belgischen Liaat und der Töchlcrn König Leopolds II. loird aus Brussel gemeldet : ^ -per Tcr^ des gerichtlichen Ausgleiches zwisärcn dein belgischen >^taat und den Prinzessinnen ^-lefsani, Louise und Elememine cnkhäll die interessante Tatsache, dan der belgische Ltaat alle br»r»fglid>cn und unbeweglichen Besiugcgeustände des verslordcucii König- Leopold II., bie rechtlich als Privateigentum erflärt iwtöcn und, um sehr hohe Summen zurückgekaust liat. Die Gärten an der Riviera, die Schlösser nnd Besitzungen in den Ardenrren mrd in Astende sowie zahlreiche Grnndsti'icte in ^er Umgebung vor Brüssel werden somit Eigenlum des Staates. Tie Prinzessin fani, jetzige C»irä»tit Lomiap hat sich nur einige Familienbilder und etwas Taselgesäurr aus dem ^cachlatz ihres verstorbenen Baiers gesichert. Ta der ventorl'ene König alle Güter in den Ardennen zuianlmen mit der nrahnsinnigen Kaiserin Charlotte von Meriko beiaü, so hat der Staat auch den Anteil des Königs an diesen Gütern für '-V Millionen aufgekauft. Chc aber alle diese Schwre- rigkeiten erledigt sind, müssen noch Kammer und Senat ihr Jawort geben. , Sine fiir»tbare Srplosion in Rummelsbiirg. I« der Fabrik der Llkliengcsellschast sür Anilinsabri- kalion in Ruminelsberg ereignele sich gestern gegen Mittag eine s u r ch 1 b a r e E x V l o s i o n. Tie Zahl der Tolen loird bisher aus zehn und die der Schioerverletzten auf acht angegeben, doch iürchtet man, daß noch mehrere Tote und Schwer- verlihzte unter den Trümmern liegen. Wir erhielten folgende Meldung«»: Berlin, 26. Febr. Bei dem heute vormittag 11',-Uhr ersolgten Unglück scheint es sich um die Explosion eines Kessels zu handeln. Bis gegen 1 Uhr nachmittags waren bereits 12 Tote a»s den Trümmer» des zusammengestürzten Gebäudes geborgen ivorden, doch muß noch mit einer höhere» Zahl Verunglückter gerechnet werden. Tie Trümmer des Fabrikgebäudes gerieten sofort na.chj der Explosion in Brand, so daß sich die Ausräumuiigsarbeiten außerordentlich schwierig gestatten. — Die Explosiv» war so stark, daß im Umkreise von einem Kilometer die Fensterscheiben und Spiegel sprangen. Gegen 2 llbr loar die Gesahr aus der Unglücksstelle beseitigt, so daß die Feuerwehren abrückten, außer der Lichlenberger, die noch ablvscht. Ter Fabrikbelrieb ruht. Er dürste morgen wieder beginnen. Die Gerichtslommission ist eingetrossen, um die Ursache der Exolosion sestzustellen. Es soll Entzündung des Nitrobeiizol-Appaxntes vorliegen, der von dem seit 30 Jahren in der Fabrik beschäsliglen Meister Nosansktz aus Edar- lrittcnburg bedient wurde. Dieser wurde gelotet. Ein schwerverletzter Arbeiter stürzte, als er flüchtete, in die Spree und wurde als Leiche geborgen. An der Unsattstätte, die einen furchtbaren Haufen von zertrümmerten Steinen, Glas und Eisen darstellt, ans dem nur im Vordergründe zives eiserne Reservoire unversehrt hervorragen, erschienen Polizeipräsident Lewald aus Lichteiiberg, Polizeipräsident von Jagow und Branddirektor Reichel. lieber die Eiltstehung der Explosion in der Anilinsabrik in Rrimmelsburg meldet der „Berk. Lok.-Anz." : In der Nitrobenzolfabrik, einem isolierten Gebäude tstiiten ans dein Gelände, wurde beute vorniittag ein offener Rührkessel ans- gestellt, den der erste Jngensenr Roesch, der bei dem Unfall ebensall uni kam. prüfen und abiiehmeii sollte. Kurz vor I I tthr ertönte eine furchtbare Tetoiintivii. Die Nitrobenzol- sabrik wurde total demoliert. Ans dem ChaoS schossen Flam- iiieii und entzündeten die Triimmerstätte. Möglicherweise sind ans dem ofsenen Rührkessel Funken in den ncuen Kessel gesloqcn, setzten diesen in Brand und snhrteii die Erplosw» twrber. lieber 1000 Kilo Benzol nnd Nitrobenzol sind verbrannt. In später Abendstunde wurde noch ein Ingenieur unter den Trümmern gefunden, und zwei weitere Arbeiter werden noch vermißt, so daß sich die Gesamtzahl der Toten möglicherweise ans 13 erhöhen kann. Nach der Ansicht deS Gewerbeingenieurs tqini die Schuld an dein Unglück kaum dem »encn Filtrirrapparat zngejchoben werden. Lcrmntlich sei einer der anderen Kessel undicht geworden und habe die äarastrophe herbeigesührt. Tie Gewalt des Lustdruckes war so stark, daß Arbeiter, die sich melwere hundert Meter von der Fabrik cutsernt aufhielte, i, umgeworsen wurden. vermischte». Das eigene Kind verbrannt. Ans Köln wird gemeldet: Die ledige Schauspieleriii Katharina T Helen brachte ihren Knaben, dessen Unterhalt sie angeblicki nicht mehr bestreiten konnte, zu dem Kaufmann L. Tort wurde das Kind von dem Kausmoim, der Schauspielerin und der Wllwe ühristmaii» in ein Bett gelegt und daraus, nachdem die Tür verriegeli ivorden war, das Bett ange- 'ündet, worauf die drei das Haus verließen. Nackzharn sprengten die Tür und fanden das Kind erstickt vor. Die Täler iviirden verhaftet. * 0) t o ß f e>t c r. Aus Bruchsal, 26. Febr., meldet ein Priv Tel.: Heute srüh 6 Uhr brach in der Brückeii- niühle Feuer ans und zerstörte diese vollständig. Samte licht Borräte verbrannten. Mittags gegen 12 Uhr stürzte der westliche Giebel ein und zertrümmerte tnis Nachbarhaus vollständig. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu bellagen. * Enttäuschte Millionenerbcn. Tie „Nordd. 'Allg. Zig." schreibt: Im November v. I. ging die Nachricht von einer Alillioiienerbichatt Fremann oder Freeman durch die Blätter. Ein schönes junges Mädchen namens Ziemann sollte vor vielen Jabrcn aus Tuche! in Wcstprenßen nach Amerika gegangen sein und dort ihr Gliick gemacht haben. Faßt sei sie als Witwe eines Generals mix Hinterlassung eines Vermögens von nieit über zn?a>izig Millionen Mark in Cbatianaoga i» den Vereinigten Ttoaie» gestorben. In ihrem Testament Inibe sie die Fa nttlie Zicmami reich bedacht. Es Ivurde sogar bedanplet, daß der deutsche Konsul in Atlanta eine arme Gärtnerswliwe Auguste Zienian», die mit iechs unomorgten Kindern in Tuchel lebt, von der ihr zugesallenen Erbichasl benachrichtigt t>obe, und dag der älteste Sohn dieser Frau schon aus dem Wege nach Anierita sei, NM die Angelegenheit zu ordnen. Leider ist an der Geschlchie von der Mtllioncnerbschast kein wahres Wort. Ter Konsul in Atlanta hat der Frau Ziemann die Freudenbotschaft nichr senden können Ten» die reiche Gencratin ans Tuche! hat gar nicht gelebt. Tie zadlreichen Personen, die NM Grund einer vermeintlichen Verwandtschaft mit ihr aus die angeblichen Millionen Anipruch erhoben, liabcn sich also vergeblich .hossmingen gemacht. ' T ö d l i cki e r Z w k i k a m v s. Aus Meß, 26. Febr.. meldet em Privatielegranun: Heute morgen fand int Walde voon Orly bei Meß ;wiick>en dem Leutnant L a v a l e l t e - St. George von, Metzer ^niantcrieregiment Nr. 08 nnd dem Leutnant H a a g e von bcmiclben Regiment ein Turll statt: Haage wurde erschossen. Näheres tehlt noch. Tausend Hochzeiten an einem Tage. Der Fa- 'ching'onntag woe in Wien, ivie allsährlich. der Haupttag oer Heiratslustigen. Zn oen 76 katholischen Pfarrkirchen der 21 Wtener Bezirke waren nicht weniger als 1000 Brautpaare vor dem Tranaltar ericktzenen. Tabei ist in bieiem Jahre in vielen Bezirken ein Rückgang der Zahl 'der Hochzeiten ivahrznnehmen. der »ch nicht nur aus die drei FalchingStagr erslieck! Im Jahre 1912 fanden am Fafchingsfonntag 1100 und im per klossenen Iahte gleichialli am Aaichiiigesonntag liber 1200 Hock. zeitcß statt. * Ber s ii ch e z u r H e l> » n r, des tt >, t e r j c e b o o t s A. 7. Tie enülistlie Admiralilät inachl den Beifiicki, das niiiergegaiigene Unterseeboot 21. 7 durch Explosiostosse zu leben. Gestern waren Tauckier mehrere Sninden an der Arbeit, die Kabeltaue, die bereits sestgeinaclit sind, in eine bessere Lage zu bringen. Tie Taue werden an dem Schisse ,Z5rmoifth" festäeinackit, dann iverden kleine Minen in den Sand und Sn)lamm gelegt, in die das Unterseeboot zinn Teil eingesunken ist, lind von der Oberfläche aus loird 0,'r. sucht werden, sic durch eine elektrische Leitung zur Explosion zu bringen. Die 'Absicht ist, den Sand durch die Explosion zu locker». * Zn der Not. Aus Prag, 23. Febr., meldet ein Prrv. Telcgr.: Der Schriftsetzer Kapper, der durch den Setzerstreik seinen Posten verlor, schoß lwnte ans seine Tocki lkr, die er fchwer verletzte und tötete sich danii selbst. Tie Verziveiflung über seine Stellungslosigkeit trieb ihn in de» Tod. ^Schlägerei z io i s ch e n T e u t i ch e n und I t a I i c nein 'Ans G roß M o I> e u v r e, 26. Febr , meldet ein Prioa, telegrannn : In der Nacht zum Mittwoch kam es hier zu einer wüsten Schlägerei zwischen Teutschen und Italienern. Tabes mnrdc ein Teutscher so schwer verletzt, daß er heute morgen gestorben ist. Ein anderer liegt schiver verletzt darnieder. * T i e E e l i p t i ka gesunken. Bei der dentichen Tamps- saiiiiahrisgesellschast Hansa ist von Kanitan Probst poni Tampser „Wildensels" iolgendes Telegramm drahtlos eingetrossen: Ankunst in Lttiadon 25. Februar, abends 6 Uhr. Rest der Mannschaft des Tampfers „Erlivtikn" mit Schis? ertrunken. Gerettet Oberleutnant v. Lifiert, zweiter Maschinist Petersen, Steward Wichmann, Leich: llialrofen Petersen und Manne, Matrosen Tenberg, Ohlsberg nnd Jörgensen, Heizer Haatonion Möller »nd Fransen. Lingcsnndt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Vcrantwortting.) Gießen, 26. Febr. Warum bekommt man beim II,»steigen ans dem Marktplatz von der Linie I nach II oder umgekehrt teilte» Ausweis, daß man die Fahrt weiter benutzen darf, wie dies t» andern Städten vielfach der Brauch ist? Vergangenen Ticnstag ivurde zwei Personen Geschwistern',^>e an, Seltersweg -Go, lbeftraße einstlegen, um nach dem neue» Friedhof zu fahren, für die Benutzung der weiteren Fahrt nochmals das Fahrgeld abverlangt. Es ivar ihnen nnmöglich gewesen, heim Ber- lassen des einen: Wagens in den andern einzusteigen, da sich dieser ichon bei ihrem Herüberschreftei! in Bewegung gefitzt hotte. Folglich warteten sie ans den andern solgenden. wo ihnen aber trotz dieser Erklärung, die sie gleich beim Eintritt in den Wagen gaben, der Betrag noch einmal gefordert wurde. Nun must man doch sagen, daß wohl kaum jemand bie er- wähnte kurze Strecke fährt, die er ganz gut in den Minuten zurück- legen lau», die er etioa an, einen andern Wagen am Umsteigeplaß warten must, nnd es ist doch auch das »msteigen im Fahrpreis in- beginnen. Aber abgesehen von dieser Geringsüaigkeit, die man trotzdem nicht gern zweimal leistet, kann inan doch den entsenfter wohnenden Fahrgästen nicht zumuten, immer erst nach dem Marktplatz zu lanien, statt die nächste Einsteigegelegenheit z» benutzen, um ihr Ziel zu erreichen Uno wie kann z. B. jemand, der von der Kaiser- 'Allee—Ludwigplatz oder Frankinrler Straße her den Wagen be nutzt, wisse», ob er gerade den Anschluß an die Strecke nach dem neuen Friedbol erreicht. Und wenn es nickt der Fall ist, nnter- faql man ihm dann die Weilersahrt, aut die er doch Anspruch dat Aeltere Leute oder solch», die sieh ans ttzeiuiidheitsrücksichten nicht so eilen können und daher etwa- früher fahren, um nur ja den Anschluß in der Richtung des neuen Friedhofs zu bekommen, kon neu also bloß Ins zum Wiefecker Weg fahren, da es ihnen nicht qestattel ist, aut den betrvssenden Wagen, der sie ihrem Ziele zu- sübre» würde, zu warten, und mnsfen nockKnals bezahlen, wie es vergangenen Dienstag der Fall ivar. Daß dies alles nicht im Jniesvsfe des PublituMS liegt, wird jedermann zugeben »nd man wird iich beimnen, ob man nicht lieber ui Gemütsruhe den ganzen Weg zu Fuß macht, als daß man sich erst noch über die elektrische Bahn auirogt, die einem nur efaert kleinen Teil des Wegeck zu befördern willens ist. Möge dieser Hinweis dazu dienen, diese Beschwerde zu prüfen nnd dann abznstellen zur Zufriedenheit der Fahrgäste, die dann die Bahn auch mehr benutzen werden l X. Niärkte. A Butzbach, 20. Febr. Ter B r ä I» i i« ru n gs IN a rt t ist ans den 10. Rlärz iestgelegt wolden. Mit dem Fasel- uns Rind- viehinarkt ist Schweinen,arkt nerbnnden. Bei der Berlomng komme II Rinder, eine Slnzahl Znchtschn-eine »nd Rassehühner zur Aerk>'iln»a le. Wiesbaden, 26. Febr. ven- »nb Etrohniarkt. tzlngeiahren waren lh Wage» mit Heu nnd Stroh. Bezahlt wurde tue He» 6 , 00 - 7,40™, Stroh ('litditftcoh) 4,00—4,40 Mk., Stumm- stroh --,00 -0,00 i'if. — Frucht»> arkt. Hafer 18,20-17,00 Mk. -Alles je 100 ltilo. Meteorologische veodachtungen der Station Gietzen. irr Febr. j jöi 1014 11 P ii 2^. 'S'S' K C eo ®f i fit 2 BÜ -H *-k Wetter 26 2 " 745,1 6.0 6,4 77 N 2 10 Bob. Himmel 20. 8- 747,2 3,8 0,8 88 N 10 27. 7- 740,8 1,7 4,6 88 N 2 ö Bew. , Höchste Tentperalur a», 25. bis 20. Februar 1014 = + Niedrigste , , 25. , 26. , 1314 = + Niederschlag: 0,0 mm. 6,5 *c. 2,5* EinTriumph der deutschen medizinischen Industrie Leciferrin \\ ^SÜ&'ii6 c " (Ovolecithin 0,5, Eisenoxydhydrat an Zucker gebunden 0,75, aroniat. Bestandteile in Cognac 40, Rest de>t. Wasser), i-SSS-'S' Ja#«!«» issssä«—^ r cnu»** 1 " 1 cn« : ■K3i'i?»3"Ä - Leciierrin, welches bereits in den meisten Familien rum Hausmittel i geworden ist. wurde auf der Weltausstellung Gent 1913 mit der goldenen Medaille prämiiert, was gewissermassen eine Bekriif- tignug der ) eir/iigllolikeil dieses Präparates ist. Leciierrin bringt: den Hellwachen := neue Kräfte. - den Blutarmen = neues Blnt, — den Schlaflosen er frischendenSehlnf,— den Blassen ..blähendes Aussehen m ' C \ ^. ..VS . \"V. .WV ist sehr angenehm von Geschmack daher von Jung und Alt gern genommen Preis Mk. 3.- die Flasche, in allen Apotheken ru haben. Mail achte auf das Wort LECIFERRIN und «eise Ersatzpraparate zurück. Sicher zu liabcn von- Universität-Aputhekc Pelikan Apotheke, Hirsch-Apotheke in Giessen und Alte Universitäts-Apotheke in Marburg. 27381) ^ieferunqs-Berqcbunq. Für die Grossst. chirurgische Universitäts-Klinik uitD die Universitäls-Klitttk für Ohren-, Nasen- und Halskranke in Gießen solle» für daS Etaisjastr 1914 aus de», Wege der össentlicheii Ausschreibung vergeben werden: »i Die Lieferung von: 1. Back-, 2. Fleisch-, 3. Kolonial- und Spezcrci- waven, 4. Dcilch, 5. Butter. 6. Eier, 7. Bier, 8. Lerbruttchsgegenstäitdeit, 9. Besen- tt. Bürsten - waren, 10. Glas n. Porzellanwaren, I I. Scheuertüchern, 12. Seife und Soda, 13. Bohnerwichse, 14. Gips und 10. Eis. b; Tie Abgabe von Knochen und Lumpen. Die Lieferungsbedingungen liegen vom 20. lfb. Mts. ab zwischen 2 und 0 Uhr nachmittags aus dem BerwaltnngSburcau offen. Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum Eröffnt«,gstcrmüt gcritao. Den !i. März 1314, »ormittap 11 Uhr, etnzureicheii. Proben der untcu^ a.) 3 und 7 bis 14 bezeich- ucteit Laren :c. sind den Angeboleh beizusügen. Der Zuschlag tvitd innerhalb 14 Tagen nach dem ErKffnungstermin erteilt. Gießen, den 23. Februar 1914. 2tWO Die Großh. Direktionen der chirurg. Univ.-Klinik und der Univ.-Kltnik für Ohren-, Nase»- und Halskranke. (gez.) Popperl. (gez.) v. Eicken. Bauholz-Verkauf in dev Fürstliche» vbetsörftcvci Ltch. lic iotlcu uevfnuit werden au-- dem Tittrikl Stübuittcv 12K Stuck Slicicru'Ssoubol, - 51,58 Rfmt. 49 Aiditeuitämmr H.u9,A-ftm, i> Fichteii-Derbitanacn 0.38 Film.: au-s d Liiinti Dieilbndi ll 2 nick Liefern Baubob — 3410 Fftnw t:ti .viMienftanime 48,>« Eyfrrn.; nu6 .'Hicbnmlb 11 2:18 Aidttcnftänmie - 0283 ft-itm.. 198 ieichien-Terb bannen 18,52 .'vftni , nur* Siiebmatb 7 ü.83 2lürf .liefern Baudot', - 1.15 .vftm . :tSJ7 fliditenitumuio - - 114,00 ,>ftni„ lIKlicht- S'crhftnnoen --- 8.83 Fffin.: aus Riedwatd 15 17 Aiduen- frönmic — 5,17 ß-ftiu., 1 !>ich>en Terbnmiae = 0,10 ftftm. ,Vebe der nornenaiimen fünf abieituugsweiie» 'dlufjnfiL lingen bildet ein Vot. für sich. Die Otcholc werden fdjriftti«6 bis suni Areitnn. den 0. Mar;, iindiinittand 2 Ubr. erbeten. 2ie können heb auf einzelne Vofc oder am die name Stu8ft6reibuiin erstreiken, iotlcu aber nicht tarflniicmueifc nbocncüen werden 2!u»>- merliitcn werden tosweiie an! Stertangeu mnianii und voriairei »iiaeiandl- tz-orzeiaer iind für den Diitriti gilb unier: Aariiwari Heuler zu Aorstbans kvafanerte b. Vidi, für die anderen Stufe: kvarstwarl Stein ,;u Hattenrod bei 'fteic-firdieu iCherbciienl. Tie Gtämmun der Webotc findet am 6. H’iriu. nachm, 2 Uhr, auf dem Qberföriierei-Bureau hau. Tie Gtenen. wart der Onterciicittcu ist anaencbiit. 2761 tt Holzverkauf. Freitag, de» <>. Riarz 1914, nachmittags 2 Uhr, soll das nachstehend verzeichnetc Holz im Lege des schriftlichen Angebots verlaust werden. Die Gebote sind getrennt nach Holzart, Sortimcut und Klasse pro Fcstnicter und ohne Vorbehalt bis zum genannten Termine, an welchem die Eröffnung aus tmsercm Bnreatt erfolgt, verschlossen und mit der Aufschrift Holzsubniission bei uns cinzurcichen Die Berkaussbediitgtiiigen, denen sich die Käufer mit der Eiurcichniig ihrer Gebote unterwersen, lönneit bet nns eingeseheu werden. Das Holz, welches auf Wunsch durch den Forstwart Pa ult vorgezeigt wird, ist mit Rinde gemessen. Puchenstäinine: I Stück 1. Kl. - 1.06 Fstm., 6 Stück 2. KI. — 8.24 Fstm., 28 Stück 3. KI = 26,69 Fstm., 32 Stück 4 Kl. = 19,13 Fstm, Eichenstämme: 2 Stück 2. Kl. — 1,14 Fstm., 15 Stück 3. KI. — 14,56 Fstm., 40 Stück 4. Kl -- 26,44 Fstm., 44 Stück 5. Kl. — 16,80 Fstm., 72 Stück 6. Kl. —16.52 Fstm. «ainbuchenftiimme: 1 Stück 4. Kl. — 0,38 Fstm. I Stück 5. Kl. = 0,27 Fstm., 3 Stück 6. Kl. — 0,63 Fstm. Eschenstämme: 1 Stück 0. Kl. — 0,23 Fstm. Lärchcnsiätnmc: 2 Stück 0. Kl. — 0,86 Fstm. Kiesernstämnie: 1 Stück I. Kl. — 0,38 Fstm, 7 Stück 3 Kl. — 5,08 Fstm., 22 Stück 4. 81. = 11,81 Fstm., 192 Stück 5. Kl. = 63,98 Fstm. Fichteiistamme: 2 Stück 3. Kl = 1,23 Fstm, II Stück 4. Kl. == 8,93 Fstm., 415 Stück 5. Kl. = 113,75 Fstm. Uchten-Terbftangen : 540 Stück — 39,50 Fstm. Langsdorf, den 26 Februar 1914. Großb. Bürgermeisterei Langsdorf. 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Porzellan- und Glaswaren; o) das Reinigen des Küchenherdes und der Oesen, die Abgabe der Knochen, Lumpen und leeren Oelfäffer: d) Transport der Wäsche. Die Bedingungen können aus dem Berwaltungs- btircan der medizinischen-, Frauen- und Hautklinik. Klimkstraße Nr. 32 an den Wochenlagcn nachmittags von 2—,4 Uhr eittgeschen werden, Offerten, mit entsprechender Aufschrift vcriehcn. sind bis zum Erössnungstermin Freitag, den 6. März 1914, vorm. 11 Uhr einzuretchen. ^ Proben der unter b) 2, 4, 5, 9, 10, U. und 14 bezcichneten Gegenstände sind den Angeboten beizusügen . qu Zuschlag erfolgt bis zum 2o. Matz i. ii. Gießen, den 18. Februar 1914. ..... Großherzogl. BerwalwngSdirektion der mediztittichet-. Klinik, Frauenklinik und Klinik für Hautkranke, Bott. S6W6 Einsätze, Spitzen scliwat und breit II» extra billiie •27:i4a I: i^rum mußte tehmti l vom Äpfel eßm? • WeiL Tu jener aut ins fiofei) noch uirijt fo .o stßnmdchalr ZUtertdrt lverden hoanfe am ir.aa es mit heute xubtftwäm kann. Jknn der toürfil 'Zu 10Wg oadtotb ' für oU« ZuiaUn, : .'öfttürzi- cte.uoi touö io» OSndeu qlnöi Y»n Äetz-uo btt Schnuntn^ab Zupft**. “W- q-M eini AJmlmjauü. -ftnredi' ibockgtrSck'.7M«Ü -ßier i nü 311 hoi lAndu: -’ie äruo-Cfe.v^i4? bei weitgehender Garantie lind günstigster Kauf- u. Mietbedingung. Stimmung, Reparatur T rausport Ständiges Lager von 250 bis 300 Instrumenten Bei Miete [44 Eigentumserwerb laut besonderer Bedingung. Stets gebrauchte Instrumente zu jedem Preis. Vermietungen 2 bis 12 Mark monatlich. Vertretung v.Schiedntayerf Söhne, Steinweg, Ibach, Kaps, Römhild. Dörner, Höriigel, Spaethe, Ackermann ttsw. Pianolas Pianola Pianos August Förster Giessen und Lieh Bahnhofstr. 65. Tel. 367. Holzverfteigerung Mdittof. Oberförftcrei Krofdorf. TVvciton, den «». Mär», vormittaac« 1« Ubr, komuien bei t^anwirr freund in .Krofdorf.nun weitaus: Lchuvve.;. ttrofdvrf, Distrikt 2. ^orh. Ctuttaicv amicntualb: Eichen - 80 Nu«, ftmippel, 1510Rm. Neiiei Buchen = 37 Rm. kniivpe1, 1031 Rm Reiser. Tvinltlöt: Dini. 2, 3, 20, 22, 24, 20. 27. sichten 07 Stämme mit ;r>,5S inüvvel. Lciiutzbej;. Waldbaus, Dittr. 28 ?ruirbol1: Eichen 5 Rm. Scheiter, 58 Rin. Jlnuupcl, 105 Rm. Reiter, Erle» ^ 24 Stamme mit 11,5b <>stm.. 5 Rnt. Mniinpel, 55 Rm. Reiser, sichren — 20 Stmtaen 1. .<>!!., 6 Rm. Knüvvel. 112 Rm. Stannen Rein». _ 28021 ; Amtliche Bctailtttmochimqcli der Tradt OZieftcit. Das 4. ^icl Schttkaeld deo Realgwnnanutns uns der ^bcrrcalichllle, der Volieren und Erweiterten Mädchenictmic mrd der Gnmnafialvorichnle für da> Rechnnngöjalir 1913 kann in den nächsten acht Daaen mich ohne Lotten an die Stadikasie OcFaült werden. >27821'. <>ol;vcrstetgerttna^Iontua, März 1914 , vor mittags 9 1 ? Ubr, im Distrikt Hangelstein «2lbt. >->, 10, 12, 11, 17. 18) iZorsnvart Wieseck: 59 sichle» - Derliitanaen mir 6,51 Fstm., 139,3 Rm. Buchen-, 7 Rm. Eichen-Sclicithol.',, 126,6 Rm. Bltchen-, 13,4 Rm. Eichen-, 2,4 Rm. sichten --knüvvelliolF, 20,4 Rm. Buchen. 1,2 Rin. Eichen Stmtiiol^. 2420 Wellen Buchen-, 200 Welleti Eichen. 300 Wellen ^inden-Retsig. .'3nsa,nmenkn»lsl ans der Stratze nach Danbringcn am Stein Oruch. 2670 tt V ersuchen Sie bitte meinen San- und Nuhlroli-Lersteigerilug der Stadt (tzitsjen. Aus den Waldungen der Stadt (Ziehen, 3—5 km von der Elsenbalinsialion entfernt und an chaussicrtc Llbfutir- weqe angrenzend, sollen Jsiüicrstiili, Stil !i. Mär; 1814, »r». 11!^- llijr beginnend, nötigenfalls mit Fortsetzung am folgenden Tage im Saale des Lenz'sdien Fclsenkettere« Mi «»jenen, in der di alte des Balmhois, versteigert werden: 166 Eichcn-Stämme, Schniltbolz mit 132,05 Fstm., 259 „ Bauholz „ 146,23 „ 288 „ Schmellenbvlz „ 159,12 „ 1301 Grubenholz ,, 385,37 „ 2045 Fichteli Stämme, Bauholz inntcr 20 Ztm. Durchmesser) mir 506.04 Fstm., 418 Fichtett-Stamme, Bauholz (20—24 Ztm. Durchmesser» mit 241,01 Fstm., 101 Fichten Stämme, Bauholz (25 -29 Ztm. Durchmesser' mit 91,45 Fstm., 21 Fichieu- Stämme, Bauholz (30—150 Ztm. Durchmesser mit 24,66 Fstm.. 2 Fichten-Stümme, Bauholz (40—19 Ztm. Durchtneneri mit 4.74 Fstm., 1396 Niesern Stämme, Bauholz (unter 25 Ztm. Durchmesser mir 5' 1,7!) Fstm., 472 Kiefern-Stämme. Bauholz (25—29 Ztm. Durchmesser! mit 300,35 Fstm., 100 Kiefern-Stämtne, Bauholz (30—39 Ztm. Durchmesser! mit 87,91 Fstm., 1 .zriefern-Stamm, Bauholz (41 Ztm. D chm.) mit 1,19 Fstm 11 Fichten Stämme. Schnittholz, mit 10,68 Fstm. 106 Kiefern-Stämme, „ „ 84,10 „ 40 Buchcn-Stämme, „ „ 35,89 „ 2 Erlen-Stämme, „ „ 23)2 „ 8 Wcintann.-Stämme, Bauholz „ 2.51 7 Birken-Ttämme, „ „ 2,84 „ 2 Erlen-Stamnte, „ „ 2,02 „ 3 Linden-Stmnme, „ „ 0^4 „ 5 Ahorn-Stämme, „ „ 0,66 „ 2 !4irschbanm-Sinlnme „ „ 0,37 Gegen Sicherheit ivird Zahlimgssrist bis 15. 'JLo vembcr 1914 gewährt Gedruckte Bcrzcichnist'e über die Dimetisioncn der Hölzer finb von der Unterzeichneten Stelle vom 27. Februar 1914 gegen Erstattung der Drnä tosten erhältlich. Daselbst können auch.^arrcti über die Waldungen der Stadl Gicsten, aus denen die einzelnen Waiddlstrikte und sämtliche Wege und Schneisen ersichtlich sind, gegen eine Bertniinug von 50 Psg. bezogen iverdcn Wegen vorheriger Benchngung der Hölzer wettde man sich an die Forstwarte Geisel zu Gietzen. Arst zu Hochivarte bei Gresten, Brüll zit Rödgen bei Giesten und > ^oh zu Wiesell. _ 25081! Ltädt.ÄohttUttgsttirchweis Gicsrcu, AfterwegS. Cs sind zn vermieten: 27921'. 1 Wohnung von? Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zinnnerii. 5 Wohnungen von 5 Zimmern. 6 Wohnungen von vier Z.tnnnern 4 Wohnungen voll 3 Zimmern. 2 Wohnunge,t / von 2 Zimmern. 1 Wohnullg von 2 flimmern ohne Gliche. 2 mübl. Zimmer. 3 unmöbl. Zinuner. 1 Wer!» statt. 1 ^agcrrallm. 2 ^äden, t drcistölltgco Lagcrhan. mit Bserde stall und Heuboden. Zu mieten gcinchr: 43 Wohnungen von 2—7 Zimmern. l/ ii 50 Pfennig :- iSI grosse 6teiligc . 100 Pfg. Einsselteilehen . 20 Pfg. Carl Schwaab 8»il«r» w «| Z~. Ftr aspr. 27. 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