Nr. 48 Zweiter Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „«ikhenerFamilienbläNer" werde» dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigeiegt. das ..Xreisblatt (fit de, Krtis «letzen" zweimal wöchentlich. Tie „rantzwirtschaitlkchen Seit- sragen" erscheinen nionailich zweimal. Blatt tb4. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Vberhejsen Donnerstag. 26. Februar TO Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'ichet» Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, köictze». Redaktion, Expedition >nid Druckerei: Schul« siratze 7. Expedition und Verlag: e=®51. Redaktion:«^«» 112. Tel.-Adi.:Anzc,g«rGietzen. Mb. Deutscher Reichstag. 921. Sitzung, Mittwoch, den 25. Februar. An, Tische des Bundesrats: Wackcrzapp. Vizepräsident Tr. Paaschc eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 15 Min. Euigcgangc» ist das Gesetz über den Kleinwohnung -Z. bau. TaS Reichsarchiv. Zunächst steht aus der Tagesordnung eine zurückgestellte Posi- tion aus dem Etat des R e i ch § a m t s des I n ii e r n , die 145 805 VII- als erste Rate für ein in Verbindung mit den, preußischen Archiv zu errichtendes Reichs archiv fordert. Tic Kommission hat diese Forderung abgelchn t, tneil sie diese Verbindung eines Rcickisarchivs mit dem preußischen Archiv »ichl wünschte. TaS Reich löuntc leicht in Abhängigkeit von Preuße» geraten. Tagegen wurde der Wunsch nach einem selbständigen Reichsarchiv geäußert. Tie Forderung wurde ohne Aussprache abgelchn t. Es jolgen Petitionen z>i», Reichsamt des Innern. Eine Petition der R i ch a r d . W a g n c r . S t i p e d i c » - Slistung i» München fordert aus Anlaß des 155, Geburtstags Wagners für sich einmal den Betrag von 505 >155 Ml. oder iii jedem Bavreulher Bühncnscjtspieljahr die Zinsen dieses Betrages aus Rcichsmittcl». lieber die Petition wird ohne Aussprache zur Tagesordnung übcrgcgangen. Eine Petition, di- die Bereitstellung größerer Mittel für den Ankaufvon Radium und Mesothorium zur Abgabe an össentlichc Krankenhäuser fordert, wird als Material überwiesen. ,1 Tie Petitionen des Arbeitsausschusses der Ausstellung „D a i deutsche fi a n d lv c rk" in Dresden und des Deutschen Handuerrks-und Gcwerbclammcrtages i »Hanno »er um Gewährung einer Beihilfe zu dieser Ausstellung werden nach den Regierungserklärungen in der Kommission für erledigt erklärt. Ser Etat für das Reichs-Eisenbahnamt. Abg. Prinz zu Schönaich-barolath (Natl.)l fordert eure Besserstellung der W c r 1 f ü I) r e i bei den Reichs- eisen bahnen. Abg. Hasenzahl (Soz.): In der Frage der Vereinheitlichung der deutschen Eisenbahnen geht das Reichseisenbahnamt von falschen Voraussetzungen aus. Es soll sich doch nicht noch weniger Bedeutung bei messen, als es wirklich besitzt. Die alte Weisheit, daß die gerade Linie die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist, gilt für das Reichseisenbahnamt nicht. Preußen wird bei jeder Gelegenheit begünstigte Seine Ansprüche nehmen in den Schriften des Gcheim- ratcs Steyemann ungeheuerliche Formen an. Auch die süddeutschen Stauten begünstigen ihre Interessen eher als die der Reiches. Um diesem Durcheinander ein Ende zu machen, muß das Reich die Eisenbahnen übernehmen. Jedenfalls hat das Reichseisenbahnamt für eine einheitliche Verwaltung z« sorgen. Es muß auch die Revision der Bctriebssicherung hinsichtlich des Wagenmaterials. der Signale usw. in die Hand nehmen, ebenso wie hinsichtlich der Arbeitszeit, die vielfach über 11 Stunden dauert. Auch ist uns wohl bekannt, daß noch immer bei den Eisenbahnen Gesinnungsschnüffelei herrscht und daß e? verboten ist. dem Hamburger Verband beizutreten oder seinen Versammlungen bcizuwohnen. Abg. Schwabach (Natl.)k Ueüer das Reichseisenbahnamt darf man nicht so absprechend urteilen, wie es der Vorredner getan hat. Selbst der verstorbene Abg. Singer, der gewiß keine Vorliebe für irgendein Reichsamt haben konnte, sagte einmal in oer Bndgetkommission, daß das Reichseisenbahnamt, wenn es nicht existierte, unbedingt geschaffen werden müsse. Wenn e§ nicht die Wirksamkeit entfaltet, die man von ihm erwartet hat, so liegt das daran, daß die Entwicklung einen ganz andern Weg genommen hat, als man ursprünglich annahm. Aehnlich wie es Bismarck gegangen ist, der die Bedeutung des Rcichstanzleramts zuerst ganz anders und viel geringer einschätzte. Wir sollten froh sein, eine derartige v o l l ft ä n d i g unabhängige Behörde zu haben, die allein aus das Wohl oe» Reiches Rücksicht zu nehmen braucht. Auch die Leistungen des Reichseisenbahnamtes, z. B. auf militärischem Gebiet, sind nicht so unerheblich. Nur Mangel an Sachkunde kann eine solche, durch nichts berechtigte Kritik möglich gemacht haben. Im Interesse des Reichstages wäre es zu wünschen, wenn eine solche durchaus unberechtigte Kritik seiner Mitglieder, die ja als sachkundig gelten sollen, hier nicht laut würde. Gewiß ist cS eine schwere Aufgabe, die Wünsche des Personals hinsichtlich der Ruhezeit usw. einheitlich zu regeln. Wir werden aber nichi Nachlassen, unsere Wünsche in dieser Richtung immer wieder vorzutragen. Wir rechnen dabei aus weiteres Entgegenkommen der Regierung. Erfreulich ist. daß jetzt möglichst einheitliche Wagen hergeücllt werdet'. Hinsichtlich der Eisenbahnsachschädcn besteht noch eine Lücke in der Gesetzgebung. die ausgefüllt werden muß. Auch für den internationalen Eisenbahnverkehr sind einheitliche Rechtsgrundsätze sehr erwünscht, die etwa durch eine internationale Vcrkchrsord- n u n g geschaffen werden könnten. Dasselbe gilt für eine einheitlich mitteleuropäische Eisenbahnzeit. Nach Möglichkeit sollte dos Reichseisenbahnamt die Wünsche des Handclstages berücksichtigen. Die Vereinheitlichung des deutschen Eisenbahnwesens: halten wir für eine der wichtigsten Forderungen. Wir begrüßen' deshalb auch beit StaalSbahuU-agenverband und wir würden über seine Ergebnisse gern Näheres erfahren. Wenn er auch aus einzelftaatlicher Grundlage ausgebaut ist. so hat der Reichstag doch das Recht, sie kennen zu lernen. In der Frage der Vereinheitlichung mutz Preußen vorangchcn. In Sachsen klagt man. daß Preußen seine wirtschaftliche Uebermacht ausnützt, um d i e sächsischen Interessen an die Wand z u d r ü ck e n. Solchen Klagen muß entgegcngctrctcn werden, sie dürfen keinen vollen Glauben finden. Tie beteiligten Verwaltungen müssen sich Vertrauen cntgegenbringcn. Und dafür zu sorgen, ist eine der Hauptaufgaben des Rcichseiserrbahnamts. (Beifall.) Mg. v. Bochn (Kons.): Neuerdings ist die Eisenbabnverwaltung dazu übcrgegattgen, für die Viehtransporte V i e b f ü t t e r u n g s ft a t i o u c n cinzu- richten. Das ist an sich gewiß zu begrüßen, denn bisher kostete der von der Eisenbahnverwaltung geforderte Begleiter der Vieh- transportc die Versandsirmcn jährlich etwa 5000 bis 6000 Mt. Aber die Kosten, die die Verwaltung für die Fütterung berechnet, find sehr hoch. Für einen Waggon Schweine, die in volle gefüttert worden waren, wurden einem ostprcußischen Versender 60 Mk. berechnet. Dazu kamen die Schweine in Mannheim noch in einem recht mangelhaften Zustande an. ein Schwein war gestorben usw. Die Gesamtunkosten und Verluste betrugen prc Waggon etwa 300 bis 500 Mk. Da muß naturgemäß daS ganze Geschäft aufhören. Die Leidtragenden sind vor allem die fl c t n c n Landwirte, die die Schweine an die Händler liefern. Dom Standpunkt des Tierschutzvcrcins sind die Matz- nahmen der Eitenbahnverwaltung gewiß zu begrüßen, aber man darf darüber nicht die Bedürfnisse des Biehha^els vergessen. Abg. Dr. Haas (Dp.): , Das Reichseisenbahnamt hat auf verschiedenen Gebieten wertvolle Arbeit geleistet. Leider hat es aber nicht vermocht, auf die Gegensätze zwischen den deutschen Eisenbahnen mildernd cinzu- wirken. Die Konkurrenzkämpfe ivcrden zwar nicht mehr in den früher schroffen Formen geführt, aber gut sind die Verhältnisse immer noch nicht, trotz der beruhigenden Erklärungen, die immer wieder von den einzclstaatlichcn Berlvaltungen von Zeit zu Zeit abgegeben werden. Für die süddeutschen Eisenbahnen wird die Personalunion zwischen dem preußischen Eisenbahnministcr und dem Chef der Siaatseisenbahnen häufig verhängnisvoll; das zeigt die Linienführung einiger Schnellzüge. Warum unterstehen die Siaatseisenbahnen nicht dem Reichseisenbahnamt? Wie stellt sich der preußische Eiscnbahnministcr bei Konflikten der Interessen Elsatz-LothringenS rmt denen Preußens? Sollten da nicht häufte die preußischen Interessen dcn Ausschla >cbcn? Das Reichseisenbahnamt sollte der Tarisgestaltung mehr ...& bisher seine Aufmerksamkeit schenken. Durch die Vorzugstnrife füi die Seehäfen werden die Interessen der R h e i n s ch i f f- fahrt sclUver gesch auf denl Umwege ül>er die Reichseisenbahnen d e m preußischen Staate und dem preußischen Landtag das Rückgrat zu brechen. Wir wissen ganz genau: solange das jetzige Wahlrecht im preußischen Landtag besteht, sind unsere Erörterungen über die Reichseifenbahnen nur theoretischer Natur. Erst, wenn wir ein einheitliches deutsches Eisenbahnsystem haben, werden wir eine wirkliche großzügige Eisenbahnpolitik in Deutschland trei ben können. Präsident des Reichseisenbohnamtes Wackcrzapp: Die nächste Konferenz über die Umarbeitung der verschiedenen internationalen Uebereinkommen wird 1915 stattfinden, die deutschen Anträge dafür sind bereits vorbereitet. Ueber die Haftung der Eisenbahnen über die Transportc ist ein Gesetzentwurf in Bearbeitung. Die Eisenbahnzollordnung, Vie am 1. April vorigen Jahres in Kraft getreten ist. hat sich gut bewährt. Es ist gewünscht lvordcn, daß in die monatlich ju veröffentlichenden Einnahmen der Eisenbahnen auch die Zahlen für diechayerischen Bahnen ausgenommen werden möchten. Das war bislang nicht der Fall. Durch das dankenswerte Entgegenkommen der bayerischen Regierung, die das erforderliche Material zur Verfügung stellt, haben wir diese Neuerung bereits seit dem 1. Januar einführen können. Ueber die Beförderung von Gepäck ohne Lösung einer Fahrkarte und die Verbilligung der Expreß- zutftachten werden Neuerungen vorbereitet. Hierbei ist jedoch \u bemerken, daß die bisher in Deutschland erhobenen Befördc- cungssähe niedriger gewesen sind als in den meisten ander?» Ländern. Die Bewegung zur Umänderung der Zeiteinteilung ist ja schon alt. Die Eins übrung der Vierundzwanzig- jt undenuhr würde gewiß eine Vereinfachung bedeuten. Aus der anderen ^cltc würde allerdings die Gefahr vorliegen, daß sich die Ziffern vermehren und die Übersichtlichkeit der Fahrpläne gemindert wird. Würde sich außerdem ein Staat ausschließcn, so wären die Vorteile ziemlich illusorisch. Deshalb wollen wir in dieser Frage eine abwartende Stellung cinnehmen. Die Einführung einer selbsttätigen Kuppelung kann nur international geregelt werden, da Hunderttauscnde von Wagen über die Grenzen gehen. Deshalb muß abgewartet werden, bis ein System allgemeine Anerkennung gefunden hat und international eingesührt werden kann. Die Frage einer einheitlichen Bremse rückt ihrer Erledigung näher. Es werden jetzt Versuche mit einer Bakuum- und Luftdruckbremse gemacht, um sesrzustellen, welches System sich zur allgemeinen Einführung eignet. In nicht allzu langer Zeit hoffen wir zu einem Ergebnis zu kommen. Die Bestlnlmungen iiber _ die Fütterung der Mastschweine beim Eisenbahntransport sind seinerzeit von Sachverständigen aus der Landwirtschaft, dem Handel und der tierärztlichen Wissenschaft festgestellt worden. Da jetzt Klagen hierüber laut werden, wollen wir sie abermals von sachverständiger Seite nachprüsen lassen. Die Betriebssicherheit aus den deutschen Bahnen ist günstiger als auf sämtlichen ausländischen Bahnen mit ähnlichen Verhältnissen. Die Unsallzisser ist dauernd gefunken. Eine reichsgesetzliche Regelung der Drenstruhczeiten baltc ,ch nicht sür notwendig. Wenn Dienstzeiten von längerer Dauer, von zwölf Stunden und darüber angesetzt toerden, so bandelt es sich nur um geringere Dienstleistungen; so ist nachgercchnet worden, daß bei einem Bahnwärter, über dessen lange Dienstzeit' geklagt wurde, tatsächlich nur 6 'A Stunden wirkliche Arbeitszeit hcrauskam. Die Gesamtergebnisse der Neuregelung der Ruhezeiten liegen noch nicht vor. Bei den preußischen und den Ncichscisenbalmen hat sich die Durch schnittszei^t um eine halbe Stunde verringert. Meine Stellungnahme zur Vereinheitlichung des Eisenbahnwesens im ganzen Deutschen R c i ch habe ich schvn vor zwei Jahren und auch im Vor- jabre hier dargelegt, eine Aendcrung in meinen Anschauungen ist nicht eingetreten. Insbesondere ist mir nicht bekannt geworden, daß die Einzek- staaten mehr als früher geneigt wären, ihre Selbständigkeiten auf dem Gebiete der Eisenbahnongelegenheiten beschränken zu lassen. Um so mehr wird anzustrcben sein, w,c das auch die Absicht der Bundesstaaten ist, in den Fällen, in denen sich aus dem Nebcneinanderbestehen selbständiger Verwaltungen Mißstände ergeben, diese von Fall zu Fall zu beseitigen. Diesem Zweck dienen auch die Regicrungskonferenzen. So Hot sich eine Konferenz im November vorigen Jahres mit einer Revision der Vereinbarungen von 1907 über den Güterverkehr beschäftigt. Die Verteilung der Güterwagen wird jetzt so gehandhabt, daß nicht nur das Personal vermindert werden konnte, sondern auch für den Verkehr Vorteile erreicht worden sind und die Zahl der Güterwaren sür die Hauptindustricbezirke gleichmäßiger beschafft wird. Allerdings beschränkt sich ja der Staatsbahnwagenverband bisher nur auf Güterwagen. Ob da eine Aenderung eintrcten soll, ist eine Ziveiselsfrage. Die Linienführung darf nicht in der Weise beurteilt werden, dcch man eine einzelne Zugverbindung hcraus- greist, sic unter die^Lupc nimmt, und dabei ängstlich prüft, ob der eine oder andere Staat dabei schlechter fährt. Es kann sich nur darum handeln, wie im großen und ganzen der Verkehr geleitet wird. E i n Eisenbahnkrieg zwischen Sach se n und Preuße n besteht nicht. Das hat der sächsische Minister am 20. November v. I. ausdrücklich erklärt. Er bat auSgeführt, daß der sächsische Güterverkehr mit Preußen wesentlich gestiegen sc:. Wenn man den Rückgang im Braunkohlenerport auSicheidet. der im wesentlichen aus die starke Entwicklung der Preußischen Braunkohlen» zurückzu führe,, ist. so ist eine Steigerung von beinahe 200 Proz zu verzeichnen. Es ist nicht richtig, daß Preußen den Reiseverkehr von Nord nach Süd und von Ost nach West um Sachsen herumlcnkt. Die Verkehrsbestiliunungen zwischen Prnrßen und Sachsen werden durchaus loyaler und korrekter Weise an» gewendet. Ueberhaupt werden die Interessen aller beteiligten Skaarsüahnverwaltungen allseitig entgegenkommend gefördert. Abg. Speck (tzentr.)? Meine politischen Freunde können sich nicht unbedingt zu einer Rcichseisenbahngemeinschaft erklären. Das ist nicht bloß Parti» kularismus. Auch an anderen Stellen, auch aus der Linken, besteht ein Widerstand gegen die Rcichseisenbahngemeinschaft. Auch die Erfahrungen, die wir in Bayern mit der Güterwagengemein- schuft gemacht haben, können die Sehnsucht nach einer bollstän» d'g.n Reichscisenbahngemeinschaft nicht beleben. Der Güter» wagcnverband mag sich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten recht- fertigen. Aber die finanziellen Rückwirkungen auf die Einzel- staaten fallen dagegen schtvcr ins Gewicht. Wir Häven das an unserem bayerischen Budget gesehen. Wir haben ganz außergewöhnlich sch'.vere finanzielle Lastcir dadurch erhalten, die der bayerische Eiscnhckhnetat nur mühsam zurechtlcgen konnte. Für die wirtschaftlichen Vcrhältnisic Bayerns wäre sie nicht nötig gewesen. Badern ist seinen Verpflichtungen loyal nachgekommen und cs wird auch weiter nicht daran fehlen lassen, daß die unvermeidlichen Reibungen zwischen den einzelnen I Verwaltungen loyal beigclegt werden. Das scheint mir aus dem Wege der Konferenzen richtig geordnet zu sein. Diese Konsc» . tzenzen sollen nicht nach formalen Gesichtspunkten entscheiden, sondern die Interessen der Einzelsl.'.atcn gegeneinander gerecht abwägen und prüfen. DaS Haus vertagt sich. Donnerstag 12 Uhr: Weiterberalung^ Schluß 6/4 Uhr. politifctu* £agc»fcbatt. Jem prcußischcu Entwurf riitrs Grundtcilungsgesetzcs, bc» wir gestern niitgeteilt haben, ist folgende B e $ r ii n d » u g anacschlossen: 'Der Geschentwuri wendet fick im ersten Abschnitt gegen den gewerbsmäßigen (■') tit^r Handel, weil gerade die in Verbindung mit ihm porkonimcildcii vlrnndstiirks^erichlggunge» tahl- rrichc Minslände für die tgudwirlschgitliche BcvölkertNig und sür die Allgemeinheit zur Folge haden^ Ein graticc Teil der gewerbsmähigen Grundstückshändler, teils Einzclpcrfoiien, teils t>ieselllchgl>eii, Banken und dergleichen, sucht seine» Beruf darin, zur Zerteilung geeigneten ländlichen h^rundbcsüi ausfindig z» machen, dessen Eigentümer zur Veräuherung zu ver anlassen und den bisher zuiammenbcwirtichaiteten Beiik stückweiie zu möglichst hohen Preisen abzusehen, Lb die Bcsihveränderung vom Standpunkt des Eigentümers oder der Gesamtheit erwünjcht ist, ist dein 5?ändler in der Regel gleichgültig: iür ihn ilt der Grundbesitz in erster Linie Ware, So wird der läitdtichr Grundbesitz, dessen Bodenständigkeit iür den Staat von der grötzten Wichtigkeit ist, künstlich gelottert. Auch iür die landerwerbcnde Bevölkerung ist die Tätigkeit der Grundstücksvarzellanten Ntkist nicht von Nutzen, Die londhungrigen Arbeiter und Neinitellcnbrsitzcr lassen sich gewöhnlich verleiten, Preise iür die von ihnen begehrten Elrimdstücke zu zahlen, die dem wirklichen Erlragswert nicht entfernt entsprechen, Tie bei den Grnndstüclszerschlgguttgen eitvorbcnen hoben Gewinne der 5oändlcr haben eine unerwünschte Wirkung gut dir GruudstükkS- vreifc, Tic Preise erreichen nielsgch eine unwirtichaitliche vöhc. Dieruntcr hat namentlich auch die voa> Staate und von Ansied- lungsgeiellschaile», die mit staatlicher Unterstützung ins Leben gc- ruscn sind, hetricbcne innere Kolonisation zu leiden, Immer ichwic-- riger loird cs bei der Konkurrenz der .Händler, geeignetes Siedlungsland zu angemessenen Preisen zu erwerben, um der Ngchsrage »ach Ansiedlerstcllen gerecht ,w werden Die Händler ihrerseits widmen den neuen Landstcllc», die bei ihren Grunditückszerschlagungen entstehen, meist nicht die nötige Fürsorge: oft sind diese Stellen un- zweckmäßig zusammengesetzt und nicht genügend leistnngssähig, Tie behördliche Genehmigung, die dazu dienen soll, die gcwcrbs- mätzigen Zerschlagungen ;» bcauisichtigcn und, soweit sie schädlich sind, zu verhindern, ist so gercgcli, datz der Antrag aut Genehmigung beim Landrat zu stellen ist. Nach den nötigen Vorcrmitl- lnngcn entscheidet der Regierungspräsident über die Erteilung oder Verweigerung der Genehmigung, Aus etwaige Beschwerde» entscheidet der Oberpräsident endgültig. Die Genehmigung soll nur versagt werden, wenn die Zcrschlggnng mit einer der gcmcinwirt- lchaillichcn Inlcreisr» cntivrcchcnden Bciitzvertcilnng und insbesondere mit den Zielen der staatligh gciördcrtcn inneren ztoloniiation nicht vereinbar ist. Wird die Genehmigung versagt, so hat das Grundbuchanit die Eintragung der Teilung im Grundbuch abzu- lchncn, Autzcrdcm ist die von Grundstückstzändlern und Grundstücks- Vermittlern ohne Genehmigung vorgcnommcne Zerschlagung mit Strafe bedroht. Das R ü ck t r i t t s r e ch t, das aus- dem baneriichcn Gütcr- zertrümmcrungsgesetz vom 13. August 1310 übernommen ist, will die Beteiligten, die als Verkäufer oder .Häuter mit Güterhändlerir in Geschäftsverbindung treten und ihnen geschästlich meist nicht gewachsen sind, vor Uebereilung oder Uedervorteilnng schützen, Znner- halb einer rinwöchigcn Frist sollen sie Bertragsichlnisc rückgängig machen düricn. Sind die Borschriiten des ersten Abschnitts iür die innere Koloniiation nurkmittelbar von Nutzen, so will der Gesetzentwurs im zweiten Abschnitt die Jnnenkolonisation auch unmittelbar iördcrn. Das Vorkaussrccht des Staa- t c s soll diesem und den sonst mit der Turchkührung der inneren Kolonisation betrauten Stellen den Erwerb geeigneten Siedlungslandes erleichtern. Zugleich will auch diese Matzrcgrl der vreis- treibenden und den Grundbesitz lockernden händlertätigkeit aus dem Grundftücksmarkt entgegenwirkcn. Das Vorkaufsrecht soll zum Eintritt in Kausverträge hrrcchtigen, die über Besitzungen von mehr als 10 fielt. Graste geschlossen sind: nur Verkäusc au Verwandte und Körverschastcn des öffentlichen Rechts sollen ausgenommen iein. Der Borkguisberechtigte, dem der Entwurf zur Ausübung seines Rechts bei Grundstücken über 200 fickt, eine Frist von vier, konst von zwei Wochen gewäbrl, wird gegen Bestrebungen der VcrtragS- vartcicn, die darauf abzielcn, die Ausübung des PorlauiSrcchts zu hindern oder zu erschweren, vurch besondere Borschriiten geschützt, -r tritt ober IM übrigen in den obgeschlosienen Kaufvertrag unter den zwischen Vcrkäilscr und Käufer vereinbarten Bedingungen ei». Auslösung des Reichstags? Tie „Süddeutsche Konservative Korrespondenz" laßt sich rus Straßburg melden: „Dem Bundesrat werden zwei Vorlagen zugehen, welche sic einzelnen Bundesstaaten ermächtigen sollen, d e u! s ch s e i n d » lichcVereine ausNiheben und dcut sch se südliche sremd- ,prechcnde Druckschriften >n verbieten, Ter Kaiser legt bcn allergrößten Wen darani, daß diese beiden Vorlagen Gesetz iwtVu, I,»k> fötrti rvV’.ttilrft' iimfi 'ittffi'f vov”'rT?vh ^Tiiffövp. ir.v des Reichstage» zurückschrecken." Tiefe etivos seltsamc und von den kviiservati >i, Hr- vielleicht mit 'brloiiimfn Absichten imb Wünsche» in die Welt gesetzte Aiikündtgnng begleitet die „Löss. Zlg " niik folgenden Bemerkungen : Der Plan ist gut cinsgcsomien llm mil dem Parlament zu brechen, das die Wehrvorlage und tue neuen Steuern, ins' besondere die Milliarde Wehrbritrag, bewilligt hal, braucht inan einen Anlaß oder loenigsiens einen Vorivand lind tür die Wahlen braucht man eine Parole. Tviiift Biilow, der sich aus diese Art Taktil verstand, soiicht van der Notwendigkeit, von 'seil zu ,!fit nationale Erregung in die Masse» -,n tragen. Er selbst Hai es damit versucht and Mfjict gehabt. Vielleicht lockt sein Beispiel de» heutigen Kanzler zur Nachfolge. „Für das Reich gegen die Reichsfeinde", sollte diele Losung versagen? Wenn Herr n. Beth- inann Holliveg selbst i» Jweiicl sein sollte, loerden die gute» Freunde aus der Rechten, die nicht müde werden, seine Stellung ZN untergraben, leine Mühe scheuen, sh» zu überzeugen, Hali sic geneigt sind, mit ihm Frieden zu inachcii, wenn er den „starken Mann" spiele» will. Vielleichr waren sowohl die konservativen Ankündiger als emch die „Boss, Zlg." etwa» voreilig. Das! gegen deutsch» feindliche Beskrevungen im Reiche vorgegangcu werden muß, ist sclbstversldvdltch. Es muß abgewartet werden, ivas die Regierung verlangt und für nötig findet. 21«» Kesse«». Ter Bericht des ersten Ausschusses der II. .Hammer ,u sei» Haup,Voranschlag lit 14 rst soeben. 147 Triitkseiieii stark, erschienen Er enlpätt tu ausführlicher Weise die vo» uns in der Hauptsache schon mitgelcillen Beschlüsse und Abänderungen. Bon Interesse vt hierbei der folgende i» der Eiiileitnng enthalten.' Sah. „Betrachtet man die in den Tarstelluiigen gegebenen zahlen, so kann inii Peiriedignng auf die erfreuliche Eni Wickelung unserer Finanzen seit 1010 zurückgeblickt werden. Dieselbe» geben aber auch die Gewähr für die Zukunft, dasz ' cvtz der Erhöhung der Gehälter der Beamte», Bolksschullehrcr n ilu. an eine Stcuercrhühiiug i» absehbarer Feit hcranzutreten, absolut nicht nötig ist. Tie von der Regierung in ihren Fingnzpläneii voni Fahre 101-> ab vorgesehene S t c » c r c r h ö h n n g mit .7"v der Einkoniincnstcncr nnd Erhöhung der Vermögenssteuer von 67 Psg. ans eine Mark von lOKl Mt Vermögen kann li n b c d e ii i l i ch in Wegfall kommen." U c b c r o e » V o r a n s ch l a g s ü r Bad- N a n h e i in entnehmen ivir dem Bericht folgende Ausführungen: Auch iiir Dad-Nauheim war anaeregt, die Beträge 'für Zin» und Tilgung, cormuell mben einer Abichrcibungsquote, unter d,e Ausgaben anizunclimc» Es sollte aus der Höbe dieser Bcrpslich iiiugri, ei» Urteil hergeleite! werde», ob Bad Nauheim neben Er iüllung dieser Bervilichinngen daiicrud in der Laar ist, eil»',! Heberschuß von ‘200O; 1 .1 Mk. im die Staalskgsse adz Itühren und dazu das Teiizil von Bad Saljliaiiien 'rund 37,1011 Mk- '!! decken. Ter öfters ausgefproch, neu Ansicht gegenüber, der Staal zahle keine Ge meindcucucr in Bad Nauheim,, sei sestgcßelli, daü es für 1913 mit rund 28000 Ml. für Grundbesitz und Geiverdehrtrieb des Bades zur Gemeindeumlage berangezogen in. Aus der Höhe der Zins und Tilgungsvertzflichiungei, von Bad Nauhcin, gehl hervor, da» eine höhere Leistung als rund 237 000 Mk, iiir die Slaalsliiiic- 200 000 Mt. unmittelbar und 37 000 Ml für Bld-Talzbausen- nicht möglich ist. Ter noch veriügbar bleibende lleberschutz 189 814 Marl wird durch Zinsen iiud Tilgung Taft ganz auigezehrt, zur Rücklage in den Erneiierungssoiid» bleibt last nicht» mehr übrig, obwohl diesem nach Kapitel 12.7 des Hauplvorauicklags auch die Ausgabe zusällt, der Staalskasse die Kosten von Gclnndeerwcrbungen zu erietzen, hierin Fmeressc des Bades uoiwendig iverdc». Wenn diese mil der Fcldberciiiigmig auch ini wesentlichen ahgeschlosien iind, so müssen im Erncuerungssonds dock, imnicr Mittel vorhanden sein, wenn die Gclegciidei, und Notwendigkeit cintcitt, für Zwecke des Bade» oder zur Arrondierung de. fiskalischen Besitzes Gelände >ii er»erben. Bad-Raubeim Hai bi» jetzt rund 2 Millionen Mark au die Slaatskastc geleistet. Tag daneben die sämilichen Einricl, Iniigcn und Anlagen i» Bad Nauheim stet» zu Lasten he» Bade» gegangen sind und gehen, ist bekannt. Bezüglich des wiederholt angeregten Umbaues beziehungsweise der gründlichen R e p a r u t u t de» TeichbaIIseS wurde nacki längerer »nterballung die Notwendigkeit der Beseitigung des Uebel imiides der im Turchsicker» de» Wassers in die Räume der Küche lind Borratsräume besteht, ancrlaniu. Tie Kosten grünerer Hm baute» beziehungsweise Neubauten wurden schon aus rund 200000 Mark veranschlagt. Ter Ausschuß war drr Meinung, daü doch alles gcicbehen sollte, um mindestens die .Klagen des Pächters zu berücksichtigt». II c b c r d a e Kapitel La n d >v i r ts ch n f t S >, kämm er berichtet der Ab>s. Tr Weber, das; der Finguzaussckmß m lcincr Mehrheit zwar die von der Ldiidlvirljchastsk.im- >ner erhobene Mehrsoroernng von 73IOO MI «bgelebnl, aber gleichzeitig da» iviederholte Ersuchen an die Regie rnng zu richte» beantragt trat, in, Voraiisckilag sür 1017 erforderlichen Falls erhöhte Beträge cinzustelle». Ter Aus 'ckivsi koiinte sich in seiner Mehrheit den von der Regierung gegen diese Mcbransorbernng geltend gemachten Gründen nicht verschließen: er glaubte aber, der Regierung eiiipschlen zu solle», schon iK-i Prüfung der Voranschläge aus eine zweckdienliche Verioendung der Gelder hinzuwir- 'en »nd nack, eingclmnder Prüfung der Voranschläge und Rcchiittiigsergebnijie diejenige» Beträge im Hauptvoran- schlog sür 1 01 .> nnziiiorderil, die für eine erhöhte Tätig teil der Landwirtschgs/skammer in den verschiedenen Zwei gen der Landwirljchatt crsorderlich lverdcii Airchc «nd Sch«l«. „Ein unhaltbarer Znstand i» der Diözese Mainz", unter dieser »eberschrisl leilk die „Köln Bol,., zkg." die Ausweisung de» Domkapitulars Tr Bcndir an» de», katholische,, Ledrerverein mit und bemerkt dazu „och- Ticic Vorgänge iviben nun begreiflicherweise großes Ausseh-n ciregi, und man tragt sich allenlhalhen: Wohin'soll da» i ii bren? Au» die «eist lickkci, ist in ihrer übergroßem Mehr zahl um dieser --telluognahme des kirchlichen Vertreters I» der Ersten Kammer nichi >',nverstande„, da i,e davon Mil Rech! groben Schaden für Schule und Kirche bcfiirdnct. Tau ein »atbo- lii'ber Verein de» Vertreter drs Bischofs aus seine» Reibe,, nusgeunesen ha, ^ die c. Fall düntc wobt „och niemals vo> »elommcn sei,,. Taner auch das grobe Aufsehen, das er überall ei regle, Ter Vorsikende des kalholischeu Lehrerocreins, Herr Lehrer Schorn tMain; , iührte in seiner Schlußrede- darüber folgendes aus: „Wir verlosten jetzt diese Versammlung „ich, ciwa mit dem stolzen Bewubtscüi, hier rüie mulige Tal voll bracht zu haben, sondern ini, dcm schmerzlichen Bedauern, dag e» io weil komnien mußte, da« ein kaibolischer Lelirervercin in d,e surchtbar »„aiigenebme und ernste Sünalion gebracht iovrbe» ist, gegen einen kaiholstche» Priester, gegen ein Mitglied der liriblichcu Behörde auizulrelc». Ta» ist bedauerlich, lie, bedauerlich. Aber es war Inder „olweudig, unbedingt novvcndig. Denn cs bandelte sich für »ns »in Sein oder Nichtsein, um die Frage, ob unser kaiholischer Lchrervercin, die Frucht einer 22jährigen mühe und opservolten Arbeit, weiter beftrheu oder zugrunde gehen sollte." Prövi>l',iaI-dvo, abwesend, n>eshalb ihm die Ladung zu dem heutigen Tcrinin nicht zugestellt werden konnte, Tie Verhandlnug wurde daraushi» vertagt. 2. Pe i ge vrdn e tc ii >va h t zu Rodheim a d H. istegcn diese Wahl >oar reklamiert lvorden. Ter Krcisans- lchusj de» Kreises Gießen hatte die Reklamation verwor fen und die Wahl bestätigt. Tie gegen dieses Urteil ein gelegte Berusung iviirdc vor der heutigen Verhandlung z n r Ü ck ge n o in me n. 3. Ge juch de» K on r. R e itz zu G lauberg »in E r l a u b n i s z n in B e t r i c bc i n e r T ch a n k w i r t - schuft. Tas Gesuch >var vom Geineinderat befürworte,, von, Kreisansfchuß des Kreises Büdingen aber mangels Bldürsnifses abgelehnt worden. Auf Grund der heutigen Zeugenveriichmung, und da es sich u:n den Weiterbetrieb ciiier bestebenden Wirtschaft iiandelt, entschied der Prollin- zialanssch'nß. daß die nachgejuchte Erlaubnis zu erteilen sei. Ende der Sitzung um 12 Uhr. vereillZnachrichtt». ZV, änncr-Tur» verein Gießen. Tie diesjährige» FaichiiigsverimsiaitiiNgkn erfreuten iich, wie immer, eines guten Besncki und lönnen als geluiige» bezeichnet werden. ^Tie erste iand. wie man uns schreibt, am 21. Febr. 1914 ln Steins Garten statt, w» »ach dem fröhlichen Treiben der Maske» der Zirkus Curtius seine Manege erössncte und mit hervorragenden Nummer» di- Zuschauer zwei Siunde» unterhielt. Trr grobe Jockey Akt fand ungeteilte» Beifall, wühreno aie 4 australischen Parterre -Akrobaten mit ihren ulkige» Sprüngen »nd Uebnngen am langen Tische die Lachmuskeln der Zuschauer dauernd in Tätigkeil liirlle». Ta» Coro-.- de Ballett führte einen schönen Schlciertanz vor, dcr durch sarbige Bcleuchtung mit dem elettrischcn Scheinwerfer >vu»derl>«r.' Lichteste: le brachte. Humoristisch wirilc der Wunderescl Antonio, »acb denen Auftreten zwei Lustgyninasiilcr ganz ausgezeichneie schwierige Hebungen am Reck turnte», während dcr duminc August als Engländer und dcr Clown auch ganz beacknciiswerle Leistungen an diesem iücräl zeigten Wahre Lachialven durchbrauiteu ocii Saal, al» die iiaineiijche» Zwillinge als dreibeiniger Rckrul ihre Uebuiigcn wie Marsch, Weichlingen und Grissc mit dem (>>,- wehr vorsührten. Slaunciiswerte Leistungen zeigte auch der chiur sischr Mandarin als Zauberlünstler und die Ilmba Wakainba Truppe aus Neu-Kameru» mil ihren unglaublicheu Sbrnngcn an dem 2c., Meier doch gestellten Piers. Einen reizenden Tanz mil Gesang boten die vier Geishas, deren graziöse Bewegungen i,n farbigen Lickt des Schciniocriecs vorzüglich zur Geltung kamen. Ten Schluß biloele die Vorführung einer Raubtiergrnope, die ihre Grlehriolri! i» orn schwierigsten n»d nnmöglichsten Siel iimgen an den oerschievenartigsten Geräten und auch aus Fab, rüder I zeigte. Tie ziueite Veranstalliing war ein Familie» »us>lug aus die Karlsruhe, der seinem närrischen Eharakler alle Ehre machte. Ter aroste Sa.il oerinochl'' am Sonntag tainn alte Tnriienniien »nd Turner und solche, die c» srüher einnial waren oder es ioäier „och einmal iverde» wollte», >u innen, aber trotzdem, oder gerade deshalb war die Stimmung uriidel. lind ste blieb über Montag und lain am Tienötag abend im Hotel Schütz bei der K o. o p e >1 i i v Ii II q zum Turcharuch, wo all und INN g,der rdle» Narretei ilirru Tribut zollten, obwohl alle» im wahrsten Sinne des Worte» „i.t drangvoll stirchteilich gekeilter Enge" sab und stand. Lieder lvechselleu ini: Vorträgen ad, »Iio ec zeigte ück, daß es auch l>>> »ich etliche Kilometer vom Rhein euliernt nocki Leute gibt, die den Karneval richtig crsaiicit und feiern können. <> Oi !> v v e r l e » r o d, 24. »el r. Am Somüag abend hielt der 9 r i e a e > v c > e i ii vule Leitnug des Vmirers J»na ans Tde>-Tlvi-cni >,i> Saale des Ggstiiauies .zum Lüiven' »me Slbend uiiIerlKiltii'ia oe. Jcn Mitlelvnnkl stand ein Stück ans der Feil vor löst Ji 'i Ser »Izei'ieit AiorgecM. 6s KKaten lebende Bilde-.- an» den Ficiüeiiskriege» und iseiäng- »o.lcrlüichischer Lieder, bealeilet vom 'i-'oiainieiictior von lluier-oet.K-rienrod Tenikcnde Schlnstivorte de» Piacrers Jung beendeten den oainilieiigbend. Ii Wa l.I c ii r oo, Febr. Hier biclt drr T» r» - und Singverci» »eiu diesjähriges Äinlervergiiiigeii ad. Lehrer Schmelz batte den Mitgliedern der Vereine Theaterstücke ein geübt. rrniverk,täts-N«»cdr-ichterr. Berufung Ter .Historiker Eiei,. Hoiral Prot. Tr. Mei necke >» Freibnrg i. Br. hol den Ruf an die Bc r liner »uiverjität al» Nachfolger von Pros. Lenz zum 1. £!* tober 1914 angenomnie». Pros. Tr. Nied Julius Grober vo» der llitioersiiät I c n ii unternimmt Ende dieses Monats mit Huterftützung dcr medizinischeti Fatuliät und der Bvllingrifkiituna der Münchener Mrdizinische» Wochmilchrist eine ans mehrere Monate berechnete Sludienreiie nach Südtunesie», »m dort die Einwirkung de» Wüstenllimas auf das Blut zu untersuchen. - An dcr Königlichen Biblioibet zu Berlin ist der Ti reltor Pros. Tr. ohit. Konrad .Haebler juni Abteiliingsdirektar ernannt worden. Ver«ifch»te». 2i n ihre», General »ergriffen baben sich „aai einer Meldung aus Neiße vom 27. Febr. zwei Soidate». 2lls der Kommandeur dcr 24 Infanterie Brigade, Generalmajor B o c ß, gestern irüh teilte Burschen, die nicht zur rechte» Zeit aIIiqestaIlsen waren, wecken wollte, wurde er »cm ihnen über lallen und leicht verletzt. Lebensgeialzr besteht lucht. Tie Täler entflohen und wurde» aut der Eiienbahnstrecke Neiße— Cmn'ln znchchen den Stotionen Neiße imb Wilchke t 0 1 ansgestnüten. Vermütlich haben sic iich absichtlich von einem Zuge nbcrsahrcn lassen. I IN Kranke » Haus er lt äng t. Au» Obc rftctn an der Rahe wird gemclbei: Tor Elektiotechniker Schlicht, dcr ) vor einiger Zeit Hnlerichlagungen begangen und daraut in einem Eiiendahnzugc zwischen Kreuznach und Eberstein eitle» Raub über. fall vocgeiäuscht batte, Hai sich in dem Krankentiauie erhäng!. F m S t r e i t e r i ck o i s c n. Aus P i r >» as e n c . 27. Febr . mcldei ei» Privattclegimgun: Heilte nach! turz vor 12 Uhr, gerieten der Fabrikarbeiter Fakob Merz und der Musiker und Fabrik- arheiter Ctla Tblicher ans Bierbach wegen eines Musikinstrumentes >n Streit, i» dessen Verlaus letzterer ans M e r z zwei Schlösse abgab. die ihn in die rechie Brunieitc traicu und seinen soiocllgc» Tod bcrbeisührlkn. ,4>vei Brüder de» Merz drangen daraui aul Obliäier c», und mibbandelien ,h» io schwer, daß seinc lleheesührnug ins Krankenhaus notivrndig wurde. ^ s »dlichcr scherz. Aus Würzburg wird gemeldet: oil eluein Wirtshau» in G e r o k d s h a u f e n ivurde einem Schnci- dcr. als er „ch letzen wellte, der Stuhl wcggczogrn. Ter Schneider „cl ,o unglücklich, daß re das Ge nick brach und so fort tot war. ^ Groß,euer Au» Merseburg >oird gcineldct: Aus dem Rittergut R » „ ,1 k d I brach kln q c >o a l t i q e « Feuer au» welche» da» onivettorenbau», viele Viehställc. Scheunen und die Kirwe vernichtete s.o» Schloß selbst ist „nr leicht beschädigt Beim L ch »l a u i v c r u » g l ü ck l. Au» E h u r. Sä. Febr . meldn em Pnvattrlegrami» Aus der Lenzer Heide verunglückle tödlich der RltlmeMer a.T. — v > l> >> c r au» Frantiurt a.M., der ,n osterrc.chtichen xumrn gcstondcn halte, am einer Schitour am PlZdAni» inlotge eine» schuckrutsche». Die Unglücksstellc ist eine mMtr X'rtlbc, Me form von ^djttäiifcvn gemieden n^irb. r Blutige it-g stn a ck, t. In dein Doric M-a n n 4 w o e r 1 h dei Wien kamen bei der Faichiiigsseicr langjährige Feindseligkeiten Zwischen der Torssugend ZN einem blutigen Austrag. Ein Bursche wurde durch Mcsserstickzc getötet, vier schwer »nd zahlreiche lcichl verletz!. * Tas Perlenhalsband In London wurden gestcru drei von 0 k!l noch iehlendni vier Perlen de» Perlenhalsbandes, das i»i J«li 1913 verloren ging, wieder auigesundeii. Unter ihnen br- sindel sich auch die in der Mille des Halsbandes angebracht gewesene Riescnprrle im Werte von über 200 000 Mark Es fehlt ictzk mir noch eine einzige wertvolle Perle und das wertvollc Schloß des Halsbandes. * Schreck e ns sz en eit im L i ch t sp > elhaus. Au» S a lcrno, 27. Fehl., nürd gemeldet: Gestern abend brach im Theater M amcci während dcr kitiemalogravhischcn Vorstellung eine solgenschwerc Panik aus, zu dcr ein ganz ungciädrlichcr Filmbrand de» Anlaß gab. Als die Zuschauer Rauch sahen, stüfzleu sie unbesonnen den Ausgängen zu und verstopften die Türen. Eine, Anzahl Personen wurde von dcii^ Nachdrängcnden zu Boden geworfen und init Füßen getreten. Später gelang e», mehrere Unglückliche, die schivcre Erstickniigserscheinungen zeigten, ins Leben zurückzurusen Füllt Personen, darunter ZIM'I Soldaten, wurden getöiet. Als Tod>-?uriache wurde Herzschlag scstgestcllt. Mehrere andere Personen ivurdrn verletzt, darunter sünt schwer. * L » n ck» „ st iAus Leland (Mississivvil, 27. Febr., wird ge meldet: Ein des Mordes an dem Stellvertreter des Tchc'rifs an geNagtcr Neger wurde vam Mob gefangen und an ein Gefäß niii Tel^gestelli, da» angezündel wurde. Tic Flamme» dtirchbranstlen die Stricke, mit denen der Neger getcssclt war. woran, dcr Unglückliche zu slüchtcn suchte. Er wurde ledoch niedcrgcschosscn und sein Leichnam aus das Feuer gelegt „nd vollkommen verbrannt. Cinrtejandt. kFür Form und Inhal, aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum .gegenüber keinerlei Bera»t»>orlii»g.1 Klein Linden, 20. Febr. Zur Tchuhmachergeschichie in einem Eingesandt vom 25. d. Mts. »iöckstc ich mitteile». daß mir die Mitteilung vo» einem auswärtigen Binder eines eben f a l I^s a u s w >i r t s >o a I, n c n d e n Schuhmacher» gemocht lvnrde Schite sich die Biirickieniäiaii Fidelio durcki meine Bezeräc- nnng Sausllub beleidigt fühlen, und dieser Ausdruck nickt zv treffend sein, so nchmr ick, diesen Ausdruck hierdurch zurück _ Ol u fl u st Weigel. JUarftc. I„ Fricdberg, 27. Febr. Ter lievtigc Pich» u. Krämer- markt ivar bei dem schö-,e-> Weiler lehr- hesucht. Der Absatz war slalt. Tie gerinakte Qualile.t Ferkel kostetcu 3,7—40 Mk.. Lä'uler kamen ani 7 - Mk, zu sleliev, Svrmqer sogar a»l 70 Mk, Vom Torte gkodenhgck, allein wäre» n.> Ferkel nnkgetriebev und Iviirdeu sämtlich i'e-.laust. Ter Rindoich- und Krämermarkt Hai keine Brdenlnn KO, WIesbaben. B leh l, oi -M a rkt b eri cht vom 2ö. Febr. sslustrieb: Rinder >6 tOckisen 9, Bnlliu 7, Kühe lind Färsen 24! Kälber IN Schale 34, Schweine 517. Preile hir 100Pid Geschäft mittel Lebend- Schlacht Tcklem ae,nicht BcOtlelsckiig». ansqeniästete. höchsten Schlacht- 2vk. Mk. wertes im 'Alter von 4—7 Jabrin .... 71—77 90—95 Fnncie, fleischige, lucht ansgemäsleti und ältere ansgemästcte............ 50—64 89—94 Mäßia genährt« junge und gut gegenährte ältere...........16—49 80—87 Bullen. Pottsleilebige, ansgeiv., höchsten Schlachlw. . . 47—48 7 7—8l Pvllsieischige, siingere.......... 42—44 70—77 Färsen, JT i i fi e. Beltsteischlge anSgeniästete Färsen höchsten Sclilachtwertes........... 47—61 83—92 Bellsleischige ansgeniäitete Kühe höchsten Schlachkwert-s dis zu 7 Fahren .... 49—43 70—76 ?ikltere ausaeinäiiele Kühe und wenig gut ent- ivickelte limgere Kühe......... 42—46 77—82 Mäßig genährte Kühe und Färsen..... 34—37 64—69 Gering genährte Hübe und Färsen . ... 30—34 60—63 Kälber. Feinste Mastkälber........... 62—64 103—107 Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 73—78 88 - 97 (hcitngere Atast- und gute Saugkälber . . . 48—72 80—87 Geringe Saugkälber.......... 44—47 73—78 Schake. Wetdemastschate Mastlälttmer und Ätasthnmmel . . 47,00—00.00 98-00 Schwein e. Lolisleischtge Schweine von 80—100 4g Lebend- gewtüst.........• . . . . 70-51*/, 64-60 Botlflrischiq« Schweine unter 80 hx Lebendgewicht 70-51 64-61 BoUflelschige Schweine von 100—120!:; Lebend» qcwtchl.............51 62'/, 64—66 Vvüflgischige Schweine von 120—460 tzx Lebendgewicht .............. 51-00 64-00 Fetllchivcmc über 170 lc; Lebendgewicht . . 49—70 61—83 Saue» .............. 46—00 58 — 00 Bei einen, Transport Lchicn ans Klorddentschland wurde Maul- und kklanensrnche lcstgestcltt. Der SIblrieb war deshalb oerboten. Limburg a. b. Lahn, 27,. Febr. 9 rII chi Nlarkt. Durch» schnittsvi-eis vro Malter. Roter Weizen kNaiiauischerj 16,20 M., weißer Weizen iangebanie Fremdsorlenl 17,70 i'ck, Korn 12,00 Mk., Gerste tFntter) 9.00 Mk„ Braugerste 10,70 Mk„ Haiee 8.00—0,00. Mk.. Erbse» 0/)0 Wk» startoffslii ,70 Kilo 2,10—0,00 Mt , Butter das Pfund Mk. 1,07—0,00, Eier zwei Stück 15 Ps«. kirchliche Nachrichten« Jrraelikische Religionsgemeindc. SötleLilienit in dcr Spnogoqe (Süd Anlage). StllnStaq. ö «it 2 S. Februar 1 v 14 4 srab end' 5.45 liije. MorgenS: ö.OO Uhr. 9! a chrn it t a q 6. 3.3V Ubr. Lchriftcrklärung. Labbatausg ang: «.SV Uhr. Irrselitischr Nklistidnzgesellschaft. -«tteGiktzst. Sabbatieter am 28 Februar 1114: Freitag abend 5.35 Uhr. Samstag vorinittag 8.38 Uüe. Samstag nachmtttag 3.38 Nhr. Sabbat-Ausganq 8.58 Uhr. Wockzengottesdrenst: Morgens 7.8«, abends 7.38 Uhr. Ei» vernachlässigter Schniipsen hat schon nigiichem die Ge siiiidhcit gekostet. 26964, Gestern vormittag 3 /, 1 2 Uhr verschied unerwartet infolge eines Schlaganfalles meine liebe, gute Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante FrauJulieSanngeb.Werner im Alter von 65 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: J. P. Sann Hugo Sann und Frau und 4 Enkel. Giessen (Bismarckstrasse 10), den 26. Februar 11)14. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. Febr., nachmittags 7,3, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 8rM. Ändcs-vkil- tut! ffegmjtilt 8iW. 21ui beni Aeqe des öffentliche« Anerbietens soll die Lieferung nachstehender uedursniste vom l. 'Avril UH4 bis Ende Mär- 1915 vergeben werden: Ber-ehruugS- nnd BerbtauchSzegcnfMudc Benvandte«. .yreuuden und Bekamiteil oic sclunerzliche Pttttciluna. das; meine liebe »vi«u, unsere gute und unucracstlichc. neusvrneude Mutter, 2chwester, Schwiigeritt und Taute Frau Margarete Vogel gcb. Vogel im Aller wo» 48 Jahren heule mirtn fnm't entschlafen ist. dm Namen der trauernde» v>intcrl'licücncn: Philipp Bogcl III. Allen-Bnscck, de» Al. Februar 1914. Die Beerdigung ilndel LamSiag. den 28. Februar, nnänniliagv 2 Uhr, vom Tranerhansc an» flau. 6. 7. 8 . 0 . 10 . 11. 12. 13. 14. 16. 1 «. 17. 18. 19. >0 8 . 21 . 1. Fleisch-, Wurst- und Fettmarc», 2. Milch, 3. Backwaren (Brot, Wecke »..Feingebäcks, 4. Süßrahmbutter. 5. ca. 3600 Kilo Pflanzenbuller, „ 26000 Eier, „ 18000 Handkäse, „ 1300 Liter Mohnöl, „ 4000 Kilo Kochsalz, „ 3500 Liter gewöhnlicher Essig, „ 200 Liier Weinessig, , 2000 Kilo gerösteter Kaffee , 200 Kilo Malzkaffee pp-, . >000 Kilo Kaffcc-Effenz pp., „ 3500 Kilo Mehl, „ 40 Kilo Tee, „ 600 Kilo Würielzucker, „ 600 Kilo gestoßener Zucker, „ 700 Kilo Kristall-Zucker, , 60 Kilo Kakao, II. Rcinig»ug«gcge»ftä»dc Sämtliche Bürste»- und Besenmareu, ca. 200 Stück Fensterputzieder, , 10 Dutzend weite Kämme, „ 5 Dutzend enge Kämme, , 1 Kilo Tchwänune, „ 250 Kilo Makulatur, „ 300 Pack Klojcltpavicr, „ 4000 Kilo weihe sternseiie, III. Ter Bedari au: Baumwolleuzeng, Drnckzeug, Kattun, Sarjenct, Schinüig, Leinwand, Wollenluch, Buckskin und Sommerzeug, ZLollengarn, Sacktüchern, Hosenträgern, Knöpien, Zwirn, Schunr, Hükeu, Kappen, Unterjacken, Leder, Schreibmaterialien nnd Drucksachen, Maschinen- »nd Zntinderöl. Ferner die Bergcbnng der Fiilirteistniigen »nd die Pcrwertnng des Ecspüls »nd Getrützes, sowie der Kiiochc» ». Ünmvcn. Die in Anlage A de« Erlaßes der Äroßh. Älnisicnen vom 16. Juni 1899, das Perüiugunglwes«» betreffend, cntballcnen Bcdiiignngeii siir die Beiverbimg in» Arbeite» und Liekerungeii iowie die hiesigen Liesermigtzbedingunge» »nd Mnsicr liegen auf dem iSeschällSziinmcr des Unterzeichneten nur am 2, 3. >,. 4. Marz t. I. vormittags vo» 9 bis 12 Uhr uiid iiachmiltagö von 2 bis 6 Uhr offen, _ Die Beding»»»?- und 21»geboiLiorin»Iare km,ne» gcgeii ErstaiNnig der Sclbii- kosten bezogen werde,,. Ein Versand ro,, Mustern uaci, auswärts sindct »ich! statt. Angebote sind verichlosse» »»d versehe» mit der 2l»sschriil: „Angeboi zu der am 23, Februar l. I, anSgeschriebenc» Lieiernng" bis zum EröfiiumqStcrmin: Tametag, de« 14, März 1914, vormittags 10 »br hierher einzureichcn. In den LIngebolen find die Bedingungen anznerkemie». Tie einznreichcnden Ware»,nuster muffe» getrennt von den 'Angeboten vervackl und mit der Anilcbrist: 'Muster zum Ansscbreiben vom 23. Februar >914" versehe» sein. Zuletzt agSiriit 14 Tage. Gieße», de» 23. Februar 1914. Größt,. Direktion »er Laudcs-Hcil- »»» Pftegcanjtall. . I. ?l.t Lo tz, Großh. Hausverivalter. _ 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. «Jo. 36. 37. 9. 10 . 11 . 12 . 13. 14. 15. ca. 600 Kilo dorre, meiste Bohlte«. , 800 Kilo geschälte, ganze Erbsen, „ 900 Kilo geschälte Gerste, „ 300 Kilo Grünekornslocicu, „ 400 Kilo vcnerslockcu, „ 300 Kilo Hirse, „ 300 Kilo Linsen, „ 400 Kilo ^adeitnudelu, „ 800 Kilo Gemüsenudclu, .. 1600 Kilo Reis,' „ 1200 Kilo Svelzgries, grob. u. seil,, „ 20 Krlo Pfeffer, „ 400 Kilo gedorrte Aeviel, „ 400 Kilo gedörrte Zwelscheu. „ 400 Kilo Sago, 3000 Kilo Zwetschen-Latwergc. . Der Bedari an Bier. Selterswasser, Zigarren (ca. 13 Mille) u Rauchtabak. ca. 50 Kilo Harzkeruscife, gelbe, 1500 Kilo Schinierseife, 4300 Kilo Soda, 1000 m Putzlnmpeiizeug, 200 Kilo ^ustbodenöl. 400 Kilo Bohnerwachs, 30 Kilo Schuhfett pp. 26721) Yfi . ..4- . .> in Jeder betfebt^en Sdirtftart u. Karron- Vll liRäriCTl forte.rowfe mit Zirkeln aller studentirchm Yereintgimgm.Hef ert ru missfgenprelfei» BrüW’fd)« Umverfrtät8-Druch«rti, Schulftr. 7. schwemmsteinsadrik, all. lies. bilt.I». Steineu.Zement dielen. Pb. t»ie«. Neuwied. {750 livj „Ich bin leider einmal zum Sparen gezwungen. Der einzige Kaffee, der mir schmeckt, ist billig, weil er mit Weber's Carlshader Kaffe ege würz zubereitet wird." Wcber’s Carlsbader Katfcegcwürz ist trotz seiner Billigkeit dem vornehmen Feinschmecker unentbehrlich. Es gibt dem Kaffee einen pikanten Geschmack, sovrie einen köstlichen Duft und verleiht ihm eine goldbraune Farbe. Holzversteifternng. Tiensloa, den 3. März ». vlc<-. von 11 Ilbr vor mittag» ad. werde» aus de» Dumaniaiwalddisirikien Slapeuberg 3 und Huvv 6. 8 und 9. sowie das Dürr- und Windsallbolz and verschiedenen Distrikte» der Forstwar»:, Lang versteigert: .11 Nutzholz: s Eichen-Derbstangen = 0,28 Fest Meter, 2 Buchen-Derbtiange» 0.06 gftm» 81 Rm. Eichcnnnb- knuvvel. 2,6- 1 Mir. lang. <> Rm, Fichtenmmreiüg. in Breniibotz, Scheiter. Rm.: 700 'Buchen 1. Kl., 12 21 »che» 2. SU Kuuvvcl, Rm.: W3 Buche» 1 ML, 18 Buchen 2. ML, 23 Eichen 1. KI , »«Eiche,! 2. KL. 29 Do,n- bnchen t, KL, 2 Erlen 2 ML, 2 Lärchen. Slaiivvelreiüa. Rm.: 3 Buche», !ki Eichen, 4 Lärchen, 6 Fichte», Reisig: Rm,: 1627 Buchen, Stocke. Rm.: 160 Buchen 1. Kl., 6 Eichen 1. Sil. D,c Versteigern,», smdet im Saale des E!a»u»irie Tan» z» Laiigd ftntt. Es komiiit iämtlichcs Brennholz zur Versteigerung mit Änsnabnic einiger Raummeter am Huvvlacheniveg. DaS Holz iitzl a» oder in „ächiler Nähe von chauinerleu 'Kegen. 'Nähere Auskunft erteilt der Großb. ooriutiorl Frank zu Langd. Eichelödors, de» 23. Februar 1914, Grotzberzoglichc Dberiörstcrei Eichetsdori, Walter. 2761 II Bergelmng. Die Groffherzoglidie .Klinik für pshchischc und nervöse Krankheiten in Gießen schreibt siir das Rechnungsjahr 1914 aus: 1. Die Licserniig von: Backwarcil Enioillewarcii Flcischwarcn Bnrstcnwarcn Spczerciwaren Tollettegegeilstiiliden BerbtiinchSstegeiistiindeu Porzellan n. Glatiivarcu Milch, Bier, Eis, Schreibniaterialicn ZellerSwasscr skleideen nnd Schuhen Butter und Eiern siir Kranke »nd Personal. 2 . Das Reinige» des Küchenherdes ?>. Das Lecrfahren der Senkgruben. 4. Tic Abgabe von .Knochen, Liiinheii, leeren Flaschen und -des Gcspüls, Der Transport der Wäsche nach nnd von der Zentralivnschanftalt. Die Bedingniigcn liegen an den Wochentagen nachmittags von 5—5 Uhr in der Benvaltnng zur Einsichtnahme vsscu Angebote find versdsiossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zur Er- ösfiinng am sfmti!!,, licii li. Nük'j 1914, tiorwittmü II llhr, ans dem vbc»gcna»nte>! Bnrcan abzrigcben. Der Zuschlag erfolg! bis 21, März 1914. Gießen, den 18. Februar 1914. Grosilt. Tirettion scv Klinik für psnchische lind ncri-ösc Krantheite». S V Nl», er, 26461! H-lzverfteiqernng in >c„ Waldungen der Gemeinde Wieseck. kdreitna. de» 27. b SS.'!«- vormittag« 10 111,r beginnend, ,'ollcn in de» Distrikte» Täirci und SNauie nach verzeichncie Holziorinnentc versteigert iverdc»: l Eichen Tiannv 3. KI. 40—4!> D»m. 0,,8 Asti». iFchniltbolzl. 1«, Eichen-Tlämme 4. Kl. 30- 39 Zu». Tchm. 1 8.42 ,vstm. ^ ^ . schone« 24 Eicheu-Ttämiue 6. 81. 26-28 Ztm. 4.chm. , „„x, — 11L29 .vinn I tr-nJncr’ 69 Eiche» Ttänime 6. KI. um. 2« Ztm. Dchi». I 26—2!» Ztm. Dlbm. — 0,67 Film, „nt.L6 ,, ,. — 1,14 „ 40—49 „ „ = 1,66 „ 15.88 Film. 1 UImen-Ttamm 5. Sil. 1 „ 6. ,. 1 Mieser» Ttan,m2 n iTchniiiäolz, 2 Sk,eiern Tläm. 3 „ H „ 4. 3o—:S> . „ — 1.41 . 21-29 ,. „ - »10 „ 306 Fichten Derbnange» mit 37,»7 Fnm. (tu Rliftsiangen und Letterbäumcn geeignet, 176! Ranmmcler 'llnchcn Täiciivoiz 16,2 „ Eichen 4 „ Kieseru- . !> ,, Fichie»- 6 „ Biichen-Knüppetbolz idgruiu. 6 Ri». 3Mir, Ig.l 33 pichen 44.7 „ Kiefern- 37 „ sichten 320 Dellen Puchen-RcOia r>Sf» Eiche» „ 700 Kieier»- .. 70 e. Fichien» fi Rm. Buchen SNIlLstol ', 3 „ Eichen- n 82 „ Mietcun 37,7 „ Fichte«' Die Zniammenliinii i» am Distrikt Wieieck, den 21, Februar 1914. Der Bürgermeister. Tchomber. Ichrci. 12706 ll Jagd - Verpschtunr;. Freitag, de» t>. März d. I., „ach.nittags 2 Uhr, soll aus dem stiaihaus dahier die der Gemeinde Rodhelni an der Horloss zustehende Feld- und Waldjagd unter den bei der Verpachtung be kanut werdenden Bcdingiiiigen in 2 Abteiknngci, ans ivcilerc Ü Jahre verpachtet iverden. Das Jagdgebiet ist vo» den Stationen Dbcr- Widdersheini und Borsdvrf in 15 Minuten zu erreichen. 2762 Rodheiin a. d. Horlosi, den 24. Februar 1914 Großh. Bürgermeisterei Rodheiin an der Horloff. Kroll. • • .. - n. 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Distrikt Meilbach 11 Stück Kieiern-Baubolz — 3,8t) Fsrm,. 134 Fichtenstämmc = 48,05 Fstm.aus Nicdwald 14 2.18 Fichtenstämine ^ (52,83 Fstm.. 198 Fichlen-Derbstangen « 18,52 Fsttn - ans Riedtvald 7 u.83 Stück Kiesern-Banbolz 1.15 Fstm.. 387 F-tchtenstänime — 114,5)0 Fstm., 114 Ficht.- Derbstangen = 8,85 Fstm.: aus Riedtvald 15 17 Fichten' nämme — 5,47 Fstm., 1 Fichlen-Derbstange — 0,10 Fstm. Fede der vorgenannten fünf abteilungSweisen AuszähF nngen bildet ein Pos für sich. Die Gebote werden schriitlich bis zum Freitag, den 0. März, nachmittags 2 Uhr. erbeten. Sie können sich ans einzelne Pose oder auf die ganze Ausschrcibuna erstrecken, sollen aber nicht tarklassenweise abgegeben werden. Nuin- merliiten tverden loSwetse aus Verlangen umsonst und portofrei ztlgesandt. Vorzciger ünd sür den Distrikt Kiib- nnter: Forstwart Heuser zu Forsthaus Fasanerie b. Pick», sür die anderen Pose: Forstwart Stein zu Hattenrod bet Reisktrchett (Lberhesjen). Die Erönnung der Gebote findet am 6 . März, nachm. 2 Uhr. auf dem Lbersörsterei-Bureau statt. Die Geaen ivart der Interessenten ist angenehm. , 2701R Bekanntmachung. Die Holzvrrftriarruna vom 21 , dd. Mid ul nrnrhuuau SiuSanhc drr Slhfnhrichrinr, Hofzübrrivrifuug u»d crftrr Aahrtaa: Tirndtaa, 11 . 211 ürz. Girüru 2ü. ,>rbruar 1014. Grohhcrzogliche Oderfvrfierei Schiffcnhcrg. X v o u t tu e i n. 2752B