Rr. 48 $er «ietzeiier Snjtigtr jrjdjwtt (äqtidi, anher SanntagS. - Beilagen: viermal wöckeutlich KietzenerLamNienblLtler; z»oei>nalioöchenllRtei;- >>I«t1tirde»tzr«irKiehea ,«wnstaq undFreitaq»: zweimal monatl. lcmd- wirtfthastllch« SrMr-o«" Fernsprech - Anschlüsse: lür die Redaktion 112, Stria» ». Expedition 51 Adresse (ihr Tevelchen: Anzeiger »iehcu. Saiahm« vsn Anzeige» lür die Tagesnun,mer bis vorinittagd S Uhr. Erstes Blatt \H- Jahrgang Donnerstag, 26 . Zebruar 8ezn aso retK: monatlich7LM.,v,ettel- »ährlich Mk. 2.2S; durch Abhole- ii. Zweigstellen nionailich 65 Pi.i durch diePosl Atk.2.— viertel- jährl. auslchl. Besiellg. Zcilenpreis: lokal 15P», answärts 20 Mennig. Chelredakieur: A. Goetz. Deraniwotttich für de» polit. Teil: A»g. Goch; für .Fenillelon", .Vermischtes" und.Gerichts- laal": Karl Neuralh; lür .Stadl und Land": Notationrdnxk und Verlag der vrShl'schen Univ.-Vuch- m>ö Slelnfcruderti R. Sangt. Re6afti«n, Grpeöition und Druckern: Schulftratzt 7. Anz-igem-st:' H?BeL General-Anzeiger sür Oberhessen Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. Die Vorbereitung der dritten Aiedenr- tonserenz. In der holländischen Ersten Kankmer teilte am 'licn-j- tag der Minister de» Aeußern London mit, die Unterhand-, luiigen über die dritte Friedenskonferenz seien im Gange, an erster Stelle mit Rustland: er erwarte nur noch den Bericht des Komitees stir die Vorbereitung der Konferenz. Dieses Komitee ist, wie znm näheren Verständnis der An-, gelegenheil bcigefngt werden muß, kein holländisches, sonder» ein internationales. Tic zlvcitc .Haager Konferenz hatte bereits den Wunsch nach einem solchen vorbereitenden Komitee geäußert, das nngesähr zwei Jahre vor dein Zu-, sammentritt der dritten Konferenz von den Regierungen bcanstragt werde, erstens die verschiedenen der Konferenz zu unterbreitenden Vorschläge zu sammeln, zweitens d,e Fragen sestzustelken, die sür eine baldige internationale Regelung reis sind und drittens ein Prograinm vorzn-, chereitcn, das die Mächte io frühzeitig aufzustellen hätten, daß es in den verschiedene» Ländern gründlich geprüft werden kann. Da-die dritte Haager Konferenz im nächsten Jahre 1915 zusammen irrten soll, mußte das vorbereitende Komitee, an den, auch das Deutsche Reich beteiligt ist, schon 1919 seine Tätigkeit ausnehmen. Das Ergebnis Vieser Tätigkeit wird diesnial um so be deutungsvoller sein, als das Komitee eine -Organisation und eine Geschäslsordnnng für die Konferenz selbst Vorschlägen ivird. Die d e u t s ch c R e i ch S r e g i e r u n g ist, lvic uns aus Berlin geschrieben wird, gern bereit, der Anregung be iüglich des Zusammentritts einer dritten Friedenskonferenz Folge zu geben, und es mag daraus hingcwiesen lverden, daß diese Geneigtheit schon in dem seinerzeit (Ende 1907) verös fentlichtcn Weißbuch über die zweite Konscrenz angedenter lvurde. Diese Geneigtheit besteht heute trotz der schwierigen internationalen Lage, ivcil vor allem die Verständigung niit England in kolonialen und anderen Fragen so überraschend gute Fortschritte geinacht hat. Was die auszuwählcnden Vcr ireier Deutschlands auf der dritten Konferenz betrifft, so er scheint jetzt der dahingeschiedcnc Frhr. Marschall v. B i c b c r st e i n fast unersetzlich. Die deutschen Vertreter ans der ersten Konferenz, Gras Münster und Baron Stengel waren noch Skeptiker. Bieberstein aber tvar von der Mission der Friedcnsbcweqniig trotz aller Kriegsrückfällc durchdrungen. Er Kat in den Konfcrenzocrhandlungen eine Offenheit, Zuversicht und diplomatische Kunst belviescn, die man den nach bismarckischen deutschen Staatsmännern immer noch nicht zugkstehl. Das unvergängliche Verdienst Marschalls ist cs nämlich, de» ständigen Tchiedshos gewollt und damit crmög licht zu haben, wobei sich nebenbei gesagt die für uns Deutsche schmcichclhasle Tatsache ergab, daß ohne Deutschlands Zustimmung und Mitwirkung im Internationalismus kein Schritt mebr vorwärts getan werden kann. Ter Bonner Volkerrechtslehrcr Geh. Justizrat Zo tu, der 1907 ebenfalls Vertreter Deutschlands in .Haag war, hat zu verschiedenen Fragen, u. a. zu der des obligatorischen Schiedsgerichts einen Ctapdpunkt eingenoinmen, den die deutsche Reichsregierung aus' politischen Gründen offiziell und bcschlußmäßig nicht vertreten will. Insbesondere kann die Regierung nicht die Initiative in dieser Sache aus einer dritten Konferenz ergreife». Ties würde aber eine neuerliche Berufung Professor Zorns als Mitglied einer etwa zehngliedrigcn Delegation so wenig hindern wie die Wiederwahl Tr. Kriege s. Und schon daraus geht wohl schon zur Genüge hervor, daß sowohl Herr v. Bcthmann-Hollweg als auch Staatssekretär v. Jagow bemüht sind, den Vorbereitungen der dritten Fric- dcnskonscrcnz vorurteilslos und positiv-praktisch mitwirkend näher zu treten. Was erwartet sich nun die deutsche Reichsregierung von einer dritten Friedenskonferenz? Das von der zweiten Konferenz Geschaffene hat in seiner nunmehr sechsjährigen Geltung, insbesondere tvährcnd der Balkankricge, nicht alle Erwartungen erfüllt. Mehr wie je heischt die Frage eine Beantwortung, was man sich von den Friedenskonferenzen überhaupt noch erhoffen darf. Mancher sicht in ihnen nur Kricgskonserenzen, d. h. er erlvartet von ihnen die Lösung solcher Fragen, wie sie besonders durch die Berner Konventionen angeschnitten und nur zum Teil erledigt worden sind. In diesen kricgsrechtlichen Doktrinarismen plätscherte man auf der zweiten Konferenz ja ebenso eifrig herum >»ie auf dem ersten Kongreß im Sommer 1899. Ein greifbares Ergebnis ist aber gerade in solchen Punkten nicht erzielt worden und wird auch auf der dritten Konferenz nicht gezeitigt werden. Dazu gehören Jahrzehnte einer ständigen internationalen Rechtsprechung. Tie extreme Gegenpartei zu den „Kricgskonserenzlern" bilden die Frie- dcnsfanatiker mit ihren Abrüstungssordernnge», denen sich das Deutsche Reich nie und niemals anschließen kann. Tie dritte Gruppe der Interessenten einer Friedenskonferenz hält sich fern von der ängstlichen Beschränk,,nq auf kriegsrechtliche Fragen einerseits und vom pazifizisti- schcn Schwarm andererseits, sondern will arbeiten und brauchbare Grundlagen schasse». Zu dieser dritten Gruppe der ernsten Arbeietr möchte wieder die deutsche Regie- Ans Ocffen. Ein Antrag zum Gkmciudeumlagengcsctz. rb. Darmstadt, 25. Febr. Zur Frage der Einführung des Ertragswcrts i„t Gemeindcumlagcngcsetz haben die Aba. Brauer und Tr. Weber mit Unterstützung der Fraktion des Bauernbundes solgcndcn dringlichen Antrag einqebracht: Tie Kammer wolle beschließen, Größt». Regierung zu ersuchen, mit Rücksicht daraus, daß der Mittelwert bis jetzt aus dem Grund besitz Vorteile gebracht bat, mit dem demnächst vor,„liegende» Ergebnis der ersten Veranlagungen »ach dem iteucn Gesetz auch das jenige Material vorzulegen, das eriordcrlich ist, um bei der demnächst vorzunebmcnden stzesetzesänderung an Stelle des gemeinen Wertes und Mittelwertes den ErtragSwcrt setzen zu tönnen. Z „ m ,H a i> v t v o r a n s ch l a g s ü r I 9 1 4 bat Abg. W o I f - Stadecken den Antrag ringcbracht, die Kanimer wolle beschließen, daß die Kosten der K c l l c r k o n t r o l l e in Hessen aus die Staatskasse übernommen und unter Kap. 75, Fördcritng cinzeluei Zweige der Landwirtschaft, verrechnet werden. rb. Der Fiiiaiizausschilß der Zweiten Kam,»er bat jetzt seinen Bericht in betreff der Rückäußerungen der Erste» Kanim er zur B c s o j d u n g s v o r l a g e INI Truck erscheinen las - sen. Ter Ausschußbcrichtcrslattcr, Abg. Tr. Osann, hebt darin hervor, daß bei der Kürze der ZÄt seit den gemeinsamen Bera ratungen der Finanzausschüsse beider Ständckammeru am 19. und oi> Februar nur noch rin knapver Ausschußbcrichl möglich war. Bezüglich der imanziellen Verhältnisse Hessens weist der Berichterstatter aus seine aussübrlichen früheren Darlegungen hin und erinnert daran, daß nach dem Vorwort des Herrn Finanz Ministers zum Budget für 1914 der gesamte Aufwand sür die Gehaltsauf- besserung der Beamten, Lehrer usw. sür 1912 mit 2 425000 Mark biz auf rund 50 000 Mk. aus den Erträgnissen der neu erschlossenen Einnahmeguellen und den Mchrcrträgiiissen der schon vor haiidcnenEinnahiiicgucllen gedeckt werden konnte: desgleichen wurden 1918 der Gcsamtbedars Volt 2 540 000 Mk. restlos aus den laufen den Einnahmen gedeckt. Auch lür 1914 ,vird die ganze Anforderung von 8025 990 Mk. aus den lausenden Einnahmen gedeckt werden, mit Ausnahme eines Betrags von 39 492 Mk., dem atzer eine ucu erschlossene Einnahmeauclle von mindestens 201 000 Mk. aus dcni Gesetz über die Koste» der höheren Schulen gcgcuübcrstcht. Ter Aus schuß hat deshalb auch k ci n e r l er Z u s ch n ß a n s d e m R e st c sonds zur Teckung der Ausgaben sür die Bcsolduugsresorm vorgesehen. Diese günstige Entwickelung der sinanzicllen Bcrhältnissc seil dem Etat für 1912 geben den Finanzausschuß die begründete Hoffnung, daß die Ergebnisse auch der solgendcn Jahre zur Deckung der Ausgaben sür die Bcsoldungsresorm ans laufeichen Mitteln ausrcichen werde», ohne daß ein Rückgriff auf einen der beiden Restcsonds zu erhölicli braucht. Es wird da-s um so weniger nötig werden, als die aus einer aicheren Gruiidlagc crsolgcndc Besteuerung im Gcmeindeumlagengesctz auch für den Staat erhebliche Mehreinnahmen hriugcn wird und weiter der Wchrbcitrag und dessen Veranlagung sür den Staat nicht allein in der Vermögenssteuer. sondern noch mehr in der Einkommensteuer höhere Ein nabnren erwarten läßt. Auch die Zinserträge der kauf rund 20Mill. geschätzten , Kapitalien in den beiden Resteionds und dem Ausgleichs und Tilgungsfonds kommen hierbei in Betracht. Der Resteionds I erhält, wie der Referent betont, fortwährend Zuschüsse besonders aus der Steuercrhöhuug vom Jahre 1910 und ist deshalb als eine dauernde Einnahmequelle anzuschen. Der Ausschuß verwirft den Vorschlag der Ersten Kammer nicht, den Resteionds I unangetastet zu lassen und erneute Zuschüsse aus dem Restesonds II zu leisten, be- harrt aber doch aus seinem früheren Beschluß, etwaige Entnahmen, wcilit sic überhaupt erforderlich sind, aus dem Restcsonds I ertolgcn zu lassen. — lieber die Stellung des Finanzausschusses 2. Kammer zu den Abändcrungsbcschlüsscn der I. Kammer habcu wir schon lürzlich näheres berichtet. Während der Ausschuß hinsichtlich des B r s o I d u n g s t a r i s e s eine Reihe von Abänderungen der Erstcn Kammer.zuzustimmen beantragt, bat der Ausschuß bezüglich der Gehalte der B o l k s s ch u l l c h r c r — roie schon kurz berichtet, in allen Punkten ein Beharren aut den Beschlüssen der Zweiten Kammer beschlossen. Diesen Beschluß begründet der Berichterstatter wie folgt: „Tic Gel»altssätze der Lolksichnllcbrcr und Lehrerinnen, luic auch die Vergüt»ngsftitze stir Echulvcrwaltcr und Schulverwalierimien, schließlich auch die Anrechnung ber Tienstwohnung bei der Pensionierung sind in langen Verstand lungcn des Finanzausichusses der Zweiten Kammer zustande ge kontmen Itttd bilden einen ititcgrieicnden Bestandteil aes Koni proniisscs, welcher sich über die gesamte Bcsoldnngsordnnng er streckt und welchen das Plenum der Zweiten Kammer gebilligt hat. Hiera» eine Aendrrvng vorznnehmcn, würde das gesamte, nach langer Mühe und nact» wochenlangcr Arbeit zusammengesetzte Gcstlgc in seinen Grundfesten erschüttern, .zudem ist zu solchem Vorgehen kein Grund »>nd kein Anlaß vorbanden." — Wir haben schon aus Grund besonderer Jnsormatiouen mittcilcn kön- ncn, das: sich her dem in anderen Punkten bewiesenen Entgegenkommen der Zweiten Kammer auch die Erste Kammer im Zittcr- cssc des endgültigen Zustaiidekonimens der ganzen Bcloldmigs- rcform voraussichtlich entschließe» dürste, vielleicht mit einige» Abänderungen, der erhöh.rn Lehrcrbesoldung zuzustimmen. Die Förderung des ttleinwohnungsbaucs. Ein Entwurf zur Förderung deS Baues von Kleinwoü- nungcn für Staatsarbcitcr und gering besoldete^ Beamte ist dem Reichstage ztigegangen. Der Entwurf ermächtigt den Fiskus, Htivothckendarlehen bis zur .Höhe von 25 Millionen Mark zur Unterstützung des staatlichen Klcinwohnungsbaiics zu übetnehmen. Diese Hypotheken sollen 10 Jahre unkündbar beliehen lverden. Für das vom Reich verbürgte Darlehen sowie sür etwaige Prioritätsdarlehcn ist eine Tilgung von mindestens V? Proz. pro Jahr vorgesehen. Zur Deckung der voin Fiskus übernommenen Verpflichtuilgen ift vom Rechnungsjahr 1915 ab eine angemessene Sicherheit bcreitzustel- vieFeuertauft des Prinzen Wilhelm. lBac kur Aube, 27. Februar 1814.) „O Gott! Könnt' ich Dir folgen: ich weiß nicht, ivaS ich drum geben würde. Dauert cs noch künftig Jabr iort, so soll »nick auch kein Mensch davon abhaltcn, Carrier nachznkoinmcn!" So ichvicb der junge Prinz Wilhelm, der spätere erste deutsche Kaiser, in den erst vor kurzem bckannigcivordenen Briesen an seincit Freund, den Prinzen Friedrich von Lranicn. Eine feurige Ungeduld nach dem Krieg zittert durch diese ungestümen Bekennt Nisse, eine Scknsiicht nach Taten und Ruhm, der sich m dem so heiß begehrten Eisernen Kreuz verkörvert. Kein Jahr sollte vergehen, und dcni Hassen des 10jährigen Kölligssohnes sollte Erfüllung werden, reiche Erfüllmig. Tic „himmlische Musik dcr vseiicndeu Kugeln", die er so gerne hören wollte, der „erste Tanz nach Kanonendonner", der ihm schöner dünkte als alle Dosbälle, sie winkten ihm aus dem blutigen Felde von Bar für Aube und auch den in kühnen Träumen erschaute Lohn, „das Eiserne", blieb mcht aus. Es war in jenen traurigen Fcbruartagcn des Feldzuges von 18H, als Ravoleo» durch die Schlaffheit und Uniähigkeit der oberste» Hccrcssührung der Verbündeten neue Siege erfocht. Ter bcdcnllichen Znrückliallung dcc österreichischen Kaisers gegenüber Ivar cs damals nur die Bundestrcue des preußischen Königs, die dem zuni cnergiickicn Wcilcrkämvien drängende,, Zaren das Uebcrgcwicht verschaffte. Tic letzten Tage des Februar bringe» endlicki in diesem lässigen Schwanken und Zaudern einen Um schwung, und Bar sur Aube deutet de» Wciidcvnnkt an. der dann im März zu ruhmreichen Eriolacn führte. König Friedrich Wil beim gebührt das Verdienst, den unichlünigen Obcrbeiehlsbabcr Schwarzenberg zur Wiederauinalune des Kampfes am 27. über redet zu haben. Das Korps des General Wittgenstein und die Bayern unter Drcdc »oltten das von den Franzosen besetzte Bar tur Aube »viedcreroberu. Ter vreußische König nahm mit seinen beiden ältesten Söbn.m an diesem Gefecht au» das tatkräitigsic teil und grill in wichtigen Augenblicken des Tages entscheidend ein. Ter Tag der Fcucrraufe war sür den Prinzen Wilhelm gekommen. Alle Berichte sind sich darüber -einig, daß der König und die Pl-inzcn „über ihre Stellung iveit hinaus sich einigermaßen in Gesahr bcaeben haben," wie General Hake a» Hardenberg schrieb. In seinen erst kürzlich im Jnscl-Bcrlag veröstenl- lichrcii Erinnerungen sagt der Prinz von Thurn und Taxis, der auf banriicbcr Seile an dem Kamps bcrvorragcnd beteillgt >oa> - „Man bemerkte auch, »sie sehr sich der König von Preuße» und seine beibfit Söhne, der Klonviinz und der Prinz Wilhelm tobichon sich hier gar keine vreußische» Tntvvc» besanvcn, dem Kleingcwebneuer ausqcietzt hatten." Die beste Schilderung aber hat uns Prinz Wilhelm selbst in seinen Tagebuch- aufz eich nun gen gegeben. „Um 7 Uhr vormittags," erzählt er ließ der König Fritz und mich mit Luck zu sich kommen. Er '^aqtc uns, nur sollten voranreitcn, um dem Gefechte bei ■ zuwohncn nur sollten uns aber nicht unnütz exponiere», und befahl Luck, Darauf zu scheu. Wir ritten mit den übrigen Herren des bauvtauartiers also ab. Kaum batten nur den halben Weg zurückgclcgt so kam uns der König schon nach." Gleich zu An fang imißtcn die russischen Truppcn der überlegenen Macht der Franzosen weichen. Ter König, der mit seinen Sühnen und Schwarzenberg den Aiiarrss geleitet hatte, sprengt den sl,ehenden Jägern entgegen, um sie znm Stehen zu bringen. Plötzlich sind sic im dichtesten Kugelregen. Schwarzenberg bittet den Herrscher, »ein und seiner Söhne Leben lticfit der Geiahr ans,„setzen: aber er erhält die Antwort: „Mein lieber Fürst, wo Ihr Platz ist, da ist auch der weinige." Bald daraus wird Schwarzenberg vertmiudet Ter Oberst von Thilc, der den König >m bcstlgstcn Gewebrieucr sicht, wirft sich mit seinem Pserde vor ihn und bittet ihn iiistondigst. zurück,»gehen. Friedrich Wilhelm aber will nähere Auskunft über den Gang der Schlacht haben: er sieht ein russisches Regiment in Verwirrung und bestehlt dem Prinzen Wilhelm, gleich als nähme er ihn zu seinem Adjutanten an- Reite mal dahin, erkunoige Dich, was sür ein Regiment ist und von welchen die Blessierten sind!" Ter Prinz sprengte loltblüng im dichtesten Kugelregen über die blutige Walstatt, er- sählt den Ramen des Kaluga Regiments und reitet »ogar noch weiter vor, NNI den Stand des Gciechtcs zu erkenne». Tann reitet er stracks zurück und ravvorlicrt mit kurzeti soldatischen Worten, w-e cs der König bei seinen Adjutanten gern bat. Auch an der daraui solgcndcn entscheidenden Attacke, die mit über den Sieg entschied und die Franzosen zum Rückgang zwang, nahmen die beiden Köntgssöhne teil. „Das Kürassier Regiment attackierte zu- erst mit einem enormen .Hurra," schreibt Prinz Wilhelm, „und wari den Feind hinter die Weinbcrgsmauern -übercinandcrgelegte Steine. Diese Attacke machten wir aus dem rechten Flügel des Regiments bis auf 00 Schritt ,m stärksten Kleingewehrteller mir, da ritt aber Tbile dem König vor und dal ihn, zurückznreiten. Wrr jagten ein Eckchen zurüch aber nicht außer dem Schuß, denn nun flogen die kleinen Kugeln und immer zwischen und unter die Pserde. Tics war ein unbeschreiblich seliger Moment, die ersten kleinen Kugeln gehört zu haben und so recht warnt aus den. Lause." In einer anderen Aufzeichnung erzählt er von seinen Eindrücken: „Bei dieser Kavallerie-Attacke ritt der König mit unS säst dicht heran, wo wir eine ungeheure Ladung Gewehrkugeln aus uns bekamen, noch rcchr warm aus dem Lause. Eine Munk, als wen» Bremsen und Mücken durcheinander vseisen. ES war das erstemal, daß ich die Bekanntschaft machte, und Fritz versicherte, so toll noch nie darin gewesen zu sein. Als wir zu- rückriftcn, schlugen die Kugeln immer neben unS. ein. Es ist ein wahres Wunder, daß wir alle gesund geblieben sind, besonders da auch in der Suite nichts trat. Als diese Attacke glücklich abgeschlagen war, ritten wir ins Zentrum." Zum Lohne sür »eine Tavierkcit erhielt dann der Prinz am 10. März, am Geburtstage seiner Mutter, an dem ja auch im Jahre vorher der Orden getriftet worden war, als erstes au, denr Tchlachtsclde verdientes Ehrenzeichen das Eiserne Kreuz: der Zar sügtc de» russischen St. GeorgS-Ordcn hinzu. Rock in der Ordensschnalle des ruhingckrönten Kaisers bchauvtetc dies schlichte Kreuz von Eisen die erste Ehrenstclle in der langen, lange» Reihe seiner Orden als Andcnkeil an dreseu glücklichen Tag seiner Jeuertauie. * — Gilt ausgesprochenes Erzählertalent aus der Schule der Frevlag und Spielhagcn ift mit Gertrud Franckc- S ch i e v c l b e i u dahiiigegangc». Sic ist nur 63 Jahre alt geworden, und schwere Leiden ließen >ic in ihren letzte» Lebensjahren verstummen. Sie war ein echtes Berliner Kind und als Tocklcr des bekannten Ranchschülcrs, des Bildl»aucrs Hermann Schievelbein, geboren. Ihr Vater, der nicht nur den Berlinern eine der schönsten Gruppen aut der Schloßbrückc und das allerdings nicht von ihm selbst vollendete Denkmal des Freiherr» vom Stein gcichcnkt hat, sonderil auch in Petersburg, Hcliingsors und Königsberg mit bedeutenden Bildwerken vertreten ist, lien ihr eine sorgfältige Erziehung zutell werden. Tic künstlerische Atmosphäre ihres Elternhauses spiegelt »ich besonders in ihren ersten Werken deutlich wieder. Tic sind säst alle Künstlerronianc. Das Problem des Künstlers in »einer Beziehung zun, Auftraggeber kommt besonders schar» in dem schönen Roman „K ll II st und Gun st" zum Ausdruck. Hier ist sic ganz Spiclhagcns Schülerin, Turch ihre VerheiraMng mit dem damaligen llnivcrsitätsbiblio- thekar JohaimcS Francke in Böttingen, wurde ihr, der bisher künst lerische Atmosphäre Lebenslust gewesen »oar, das UniversitätsmUieu eine neue Heimat und eine neue Quelle der Anregung sür ihr dichterisches Schassen. Ter Frcytag der „Berlorcucu Handschrift" steht hinter ihren Ronmnen „U n k e n t e i ch", „Hunger st e i „ c" und ,,G o t t ü b c r wr n d c r". Tie llcbersredclung nach Berlin, wo ihr Gatte jetzt als Tircktor der^ Univerlitätsbibliothek lebt, brachte sie in Bezicl»ungen zu den Bci'trebungen der Froueneman- zipation, und dem Studium dieser Kreise verdanken ihre letzten Romane, wie „Die Sehnsüchtigen" ihre Entstehung. Der Entschlafenen bleibt ein dauernder Ehrenplatz in der deutschen Fraucnliteratur unserer Epoche gesichert. äb Reue deutsche Ausgrabungen in Tirftns. Unser Athener Korrespondent schreibt unS: In der jüngsten Sitzung des Kaiscrtichen Deupche» Archäologischen Jmtttuts berichtete Prosessor Karo über die letzten Ausgrabungen des Jnitt- tuts in Tirvns bei stlauplia. UMcr dem Palast aus der zweiten Kälstc des 2. Jahrhunderts v. Ehr., den Var fast dreißig Jahren len 2«~ Bürgichailsdnitehen soll im allgemcitiert 90 Proz. n«tst ubersteigen. Tie Bnrgsrüaft soll grundsätzlich nur den Hpriotheken on zweiter Zielte gemäht! werden unter der Be drngunq, datz auch das erste Darlehen den Garanticvorschris len unterworfen wird. Tnrch diese Matzrcqel sollen die Ban- genofienichaften entlastet werden und es ihnen erleichtert wer den, Beleihungen über die inündelsichere Grenz« hinaus zu angemessenen Bedingungen herbeizusührcn. Tie Bürgichast des Rcichsfiskus toll sich' aber nur für Kleinwohnungen für Ztaat-arveiter erstrecken. Zu diesem Zwecke sind aus ReichS- staatsmitteln bis fetz! bereits 19 Millionen Mark bewilligt worden. Tie Vorlage entspricht einem Wunsche des Reichs- iagcs. der dahin ging, datz das Reich gemeinsam mit den, Ernzettlaalen die Bürgschaft für zweite Hnvvthekcn der Klein lvohnnngsbautcn gemcinnütziger Baugenossenschaften über- nehmen sollte. Zn vollem Matze konnte diesem Wunsche nicht staitgcgeben werden, in Frage kommen konnte nur der Klein Wohnungsbau für Arbeiter. Tic weitere Fürsorge in grö tzerein llmsange überlätzt das Reich den Regierungen der Einzclstaateu und den Kommune». Fminerhin wird die ge planic Dilfeleistung des Reichs den Baugcnossenschastcn indirekt zur Hits: kommen, indeiii sic cs ihnen ermöglicht, ihre Gctdmillct für andere Aufgaben zu verwenden._ DcutleHc* Iteieb, ZurLagcdcrakodemi scheu Lehr er. Fm Bud gclausschutz des preutz. Abgeordnetenhauses erklärte der lln- terrichtsminifier, bei der »mwandlung von Extraordinarien in Ordinariate solle künftig mehr als bisher ein angemessenes Tempo eingeschlagen werden. Ten Wünschen der Privatdo- zcnlcn sollte tunlichst Rechnung getragen werden. Tas Trän- gen der mit Lehraufträgen für wenig besuchte Fächer bedach ten Privatdozente», die Lchraiisträgc in Ertraordinariake nmgewandelk zu sehen, könne aber nur dazu rühren, datz die Nnierrichlsverwalkung inii derartigen Lchrausträgen künftig hin ivarianicr sei. Zu der Neubesetzung des Lehrstuhles des uerslorbeneii Professors Erich Zchniidt rrtlürte der Minister, datz er vorkäilfig ein Provisorium gesckrasi ni bade und datz der Lehrstuhl neu besetzt würde, sobald ein prädestinierter Lehrer gesunden sei. Tie A » S s r ch t e >l für das baldige Zustande kommen der dem Reichstage und dem preutz. Landtage v orgelegt cn Gesetzentwürfe sind zurzeit recht scbleckil. Sowohl im Reichstage wie im Landtage besteht die Absicht, lurtz vor Psingstcn die Sessionen bis zum Herbst zu vertagen Beiden Parlamente» liegt ein' solche Fülle von gesetzgeberischem Maieriat vor, datz selbst unter normalen Verhältnissen es- nicht möglich wäre, dieses Material bis zu Beginn des Sommers aufznarbeilen. Fn diesem Fahre sind die Boranschlagseröriernngen b.'dauer licherwcise sehr in die Länge gezogen worden, so datz bis zu Beginn der Osterferien im günstigsten Falle nur die Voranschläge verabschiedet werden könnest. Vas dm Re ich » lag anbclaugl. io wünscht die Regierung in erster Linie die Berabschiediing des Epionagegefetzes, des iSesetzcs liber die Errichtung eines KolonialgciichtShoseS, der Novelle zur Gebührenordnung für Zeuge» und Sachverständige, des- Gesetzes über die Wiederaufiiahme eines Tiszivti- narverfahrcns. Ferner wird als wünschenswert bezeichnet, datz die Novelle zum ReichsbcamkenbcsoldmigSgesetz und di: Vorlage über die Erhöhung der Bezüge der Allpensionäre bis Psiugsteii noch ihre Erledigung iliid-eii ivird. Ter Rest deS gesetzgeberische» TtosseS mützte bis zuiii Herbst aus» gcspnrl bleiben, in Frage tomnien das Petrvlenmmonopol gcsetz, der Entwurf über das Verfahren gegen Jugendliche, das Konkurrenzklnuselacsch, das Sonuragsruligetetz, die Novellen zur Getverbeordnnng, über Sei, Hausierhandel und die Wandcrlagcr, über die Bekämpfung der Schundliieralur. über die verschärfte Aufsicht für Schankivirtschasten, Kinos usw., das Luftverkchrsgesetz, und die Novelle zum .»rat: flefcß; schließlich sind noch zu erwähne» daS Postschecks gesctz und der Gesetzentwurf über das Erbrecht des Staates. A n t w o r t aut Anträgen i in Reich s lag. Auf die Anfrage der Abgg. Tr. v. Schulze Gaevernip und Fegt er, ob der Reichskanzler in der Lage sei, die Veröffentlichung - „Tie drulsche Landwirtschaft, .Hauptergeb nisse der Reichsstatistil" nach verschiedene,! Punkten hin zu erweitern, hat das Reichsschapam» schriftlich geantwortei, datz eine solche Erweiterung ivege» zu großer Tchwierig- keilc» und zu erheblicher »osten abgetehnl werden müsse. Tie Gründe für diese Ablehnung iverdcu ausführlich in der Antwort angegeben. — Auf die Anfrage des Adg Tr. Berner iG i c tz e . die eine Erhebung bei sämklichen »lcinliandcls und Nittelstandsorganifationen anregt, um zu eriimden, inwiciveit die Getchättswclt ein Interesse an ocr Peranstaltiing von A » Sn n h m r a n g c d o t en hat, antwortet Staatssekretär Tr. Tel brück, daß eine solche Läilieman» »nb Toerpseld ireigelegt Imticn, sind Reste eines ältere» Pninslcs gesunden mvide», d,-r eine ganz andere bestall belle und schon vor 1500 crbant worden ist Aber schon lange vorher, mindestens seit 2000 v. Ebr. Iva, der ganze Burg dügel von stiiiins dick» bewobm. Hier lasten sich drei oder vier an, einandrr iolgende Wohnschichten ,'cheiden Zu der »orletzteu gedon ein mächtiger Rundbau, desten Fundamente -,i,m Teil srcigeleg, worden lind. Er matz fast 14 Meter INI Durchmesser, war aus Pehm-iegclmauer» an, steinernem Sockel errichte!, ringsum durch „»Igeniorimge Strehepseiler verstärkt und einst inj! ge- brannreii Flachziegei» abgedeckt Fn dieicm bedeutendsten viä bistoliichen Bau in (strieckmnland darf mau wobi daS älteste Herrenhaus in Tirhns erlennen. BiSlur hakte man vcr geblicki nach den Gräbern der lirnnihstckn» Fürste» gesucht. Nun ist endlich ein ganz ausgezeichnet erbaltencs »uv bei grab entdeckt »ird nusgegrabcn ivvrde» Nur »st cS leider schon sei, mehr als 2000 Fahren seiner Schätze beraubt und in der römischen »asterzeil .,» einer Oelmnble »mgcstaltct »Wide». Torb geven andere Nöck, »ich, ansgegradeue vlrnile doiinnng am beste ren Erfolg für die nächste Eanrpagnc. — Im inerteren Vcr,ans der Sitzung berichtete Tr. Nengebaner non seine» Studie» über die Kunst ler dcs berühmten Mausoleums von Halikarnaß - Alexander Moisfi dari sich ruhnien, die grüßte Schani viclergagc z» beziehen^die ma» in Teutichland kennt. Ter neue Vertrag, der "vr einigen Tagen zwiiche» Mal- Rkitthardt und (bin adgeichloiicn Ivorden ist, garantiert, wie die Straßbnrg.-r Post ersähri. den, Künstler ein Fahresestlkomme» von 100000 Mart. Tiefe Ricsenaagr erhält^Moissi allerdings nicht »»r für seine iuirgtest on: Tcutfchen Theater in Berlin, er hat darür auch iäwiliche Gastspiele und Borrragsabendr an Max Reinhardt verkauft. Er ist vervflickUel, dort zu gastieren, >0o Reinhardt iür ihn gbqrichlosst» hat. und die Gampictinnimc» sind in die Gage eingerechnet, io datz Mar Reinhardt ,etzl in gcwrnem Sinne der Jmpresario Moiffis gen-ordcn ist. — Vom Druck ieblerteufel. Die norwegische „Aiten- posten" erzählt: Fn einen» »orrckturabzug unserer Zeitung waren kürzlich die llcbcrichrriieir zioeier Notizen verrauscht worden. Tic eine Notiz lautete- Der grötztc Ochse des Landes fetzt am Freilag inr Hörfgal Nr. 1 des Ilniverntätsgebvudes lerne Dvrle'ungeii fort. F» der anderen Nostz «der dien es: Pro,cs- sor N. N. mutzte gestern im Schlachthaus von Ehristiania fei» Leben lassen. Ter Körper >ovg r »ilo. Tie Vertanichung nmrdc glücklicherweisc vor dem Erscheine» der Zeitung rückgängig gemacht. Erhebung abgclehnt ioerdeu niüsse. Eine solche Erhebung verbiete sich schon deshalb, weil es iiiizioeckmätzig fein würde, unter dem Gesichtspunkte der Beschaffung von Mo tcrial für eine Acndernng des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb einen einzelnen Punkt herauSzugreisen. Ter Geschäftsbericht dcs Reich»versiche- rungSamtcS für das Fahr I9l» ist dein Reichstage zugogangcn Tic Eiitschädigungen in der llnialiver sicherung betrugen nach diesem Kesckuistsbericht 170 798700 Marl, i» der Fnvnlidenversicherunq ivurdcn insgesamt bis Ende 1912 2 477 490816 Mt gezahlt. Fm Fahre 1915 wurden in der F»valide»Versicherung 290 Millionen Mark Ein nahnieu aus Beiträge» erzielt. Mit oe> Turchiühruug der Unfallversicherung waren 1918 IN! BeriiiSgenojirnschaflen und 561 AusführungsbeHörden beschafiigt. Für die Uufa.ll Versicherung loinmen in Beirocht 6190 708 Betriebe »nd rund 27 Millionen vcisicheric Personen. _ Auslanv. E i » ii achahiiicnS werte» Beispiel i u d c r Sorge st, r die Künstler bei ihre» Lebzeiten will i) > a >i frei ch der Wett gebe» Ter französische Kam- merausschutz für die Schönen Künste nahm einen An trug des Abgcoidneien Hesse an, ivonach bei öffentlichen B:r, steigernngen von »»nstlverkrn der »nnstler oder seine Verwandten während .'> 0 F a h r e n a ch s eine in T o d e r i n e u b e st i m in t c » Prozentsatz von d c xn Erträgnis erhallen sollen. Tiefer Prozentsatz wird iin Ausschutz in einer seiner nächsten Sitzungen iestgestellt werdeii. Nach einem 2!nirag Abel Ferr» soll der Prozentsatz bei cineni Ertrage von 200 Frniik-.- ein Prozent und bis zu vier Prozent bei einem Ertrage von mehr ats 50000 Franks betrogen. Falls ein solches Eefetz bereits bisher in Kraft gewesen wäre, hätten beispielslveisc die Berwaudten des Malers Corot im Fahre 1912 die Summe oo» 71000 Franks und der noch lebende Maler Tegas 8SOOO Franks erhalten. Trc rumänische n K a »> in e r w a h l c u sind am Tiensing abcno beendet worden. Gewählt irurdcu 109 Liberale, 10 konservative Tcinotraicn. 9 Konservative, 2 Nri- tionalistcn und ein linabhängigcr T a S Befinde» der Königin von R n m ä n i en nach der Augenoverarion ist ausgezeichnet. Aus StaSt und fait*. fflicüen, 2e. Februar 1914. FnvaliVkn Bersicherungspflicht. Bei Prüinug der Ansprüche ans Invalidenrente hat sich vielfach herausgestellt, datz die Per sicher» ngsbci-- träge z» Unrecht entrichtet worden sind, da weder eine Vcrsichcrnuqspslichl noch eine PersicherungSberechtigung bestand. ES erscheint hiernach die Frage der BcrsicherungS- Ytlichl oder BeriichcruiigSbcrechtiguiig bei der Ausstellung der O-uittuiigslarten von de» Ausgabestellen u i cki t in i t d c r n ö l i^g e n G r ü n d 1 i ch k e i t g e p r ü f l zu ioerdeu. Seit Fahren Ivird in loachsendem Matze beobachtet, datz ältere Personen, die vorher der Fnvalidenvcrsick>erung nick» angehört habe», mit der Beitragsleistung erst begsunen, wenn sie dicht vor dem Eintritt der ErwcrbSilnsähigkeit stehen. Sie bemühen sich dann, in möglichst kurzer Zeit, vicliach mit ausgiebiger Nnchverivendung von angeblich rückständig gebliebenen Beiträgen, die Wartezeit zu erfüllen. Häufig find es alte Leute, die bei ihre» »iiidern wohne» und iicki nach Möglichkeit im Hauswesen oder ini Gewerbebetrieb nütziich machen und deshalb beaniptuchen, als Dienstboten ihrer Kinder angesehen ui »»erden, auch wenn sie früher niemals Lohnarbeit verrichtet haben. Tas ist r o tz h. M i » i st e r i u m hat sich deshalb veranlaßt gesehen, einer Anregung des Vorstandes von der Lan - deSversichcrnngsanstnlt des Grotzberzogtums Hessen entsprechend die 88 15 und 10 der Tie n st a n w e i s n n g für die mit b.er Ausstelliltig und dem llmta ifch der Onit tuirgstarten beauftragten Stellen zu ändern: Bestehen hiernach Zweifel über die Beriich-ruugs piiich!, die sich ohne weitläufige Erhebungen nicht beseitigen lassen, oder hat der Antragsteller bereits das.50. Lebensjaiie vollendet, so ist die Ans-stelluiig der Qälittungskarte zunächst a b.z ii l e h n e n »nd der Vorstand der Laiidesveriichernng.- anstalt unter Mitteilung der Gründe uni eine Aentzcrung innerhalb einer ;» setzenden Frist zu ersuchen. ** Tageskale ii der nie Donnerstag, den 26. Februar: Stadtiheater: Lustiger tzlbenb — Mareest Salzer. An- lang 8 Nhr. Lelehallevcrci«: k. offentl. Porlestmg: »Demlchlauü und England". Anfang S'i llhr in der Turnhalle der Höheren Mädchcn- Ichnle tDammstraücl. . Ter G r o tz I, crzoq einpfing am Mitlwocki den Generalmasor von der Armee v. Trotta gen. Trebden von Gießen, den Gest. Fnstizral Wart störst von Fried- bcrg. ** IS nt e n n n n gen und B e r f e tz n n g e u. Ter Groliberzog hat den Rechner an der Zellcnstrafanstalr Butzbach Rcchiiungrrat Karl Bauer ans sein Rnchsiichen unter Anerkennung seiner langiährigen treiien Dienste mit Wir- lung vom Tienstanlritt seines Nachfolgers in den Rnhestand versetzt und ihm die »rone znm Ritterkreuz 2. Klasse des Per dienstordens Philipps des ttzrotzmüligcn verliehen. — Am 2.5 Februar nuirde der Rechner am Landcsziichtdaiis Marien schloß Heinrich M o h r zu», Rechner an der ZellenstrasanAalt nlil Wirkung vom Ticnstanlritt seines Nachfolgers ernannt. ■„■i u d pc in -ja r11rar »er. Oberst und Kom. d. 9. Bad. Inf. Regt« Nr. 17h, in. gefetzi Pens z. Tisv gen und zum Komdt d. Tr. lleb. ' Orb ernannt. Telienbrnh, Oberstit v. Stabe d Inf. Le rrgts. Grotzherzogin ,8 »irvtzsterzogl. Hess.) Nr. 117, >,n Verletzung zum 9. Bad. Fns R. Nr. 170 ,,,. d. Führ, die: RcgtS. beanstr. Frhi v Eelking, Oberstit und BeUS. Ko >m .- Hannov. Fns R Nr. 105, zuni Stabe d. Fns. Leibreq Grotztierzogin (8 Großherzogl. Hess - «r. 117. ^ "'Ter Kaiser über General v. Lin de na Ter Kaiser ,andre an die Wiiwe des vcrfiorbrnen, kürz! zum täouverncur von Men cruaiintcn Generalteukna,' v Lrirdciiau fotgendes Tetegranrm: Zu dein plötzlickien. In i i i k I b c t r ii b i' n b c n -i o b c ^ b r r 5 o i t ni iftrPi irii Fstncn anernr herzlichste Teälnavme ans Ich stabe d E»i,ck,la,eiien, den ick, feit langen Fahren kenne, als So daicn und Menschen hochgeschätzt und ha noch g r 0 „ c s von ist,» erwartet. Seil, Tob ist i mich und die Armee ein herber Sterlust. l»vlt sei Fhnen » den Fhrrgen mit ,einem Tröste nahe 0" Jvaufrrcii-r für «Kenerolleutnant »on Linder schreibt die Lnen,che Ztg.: - /und Gai-nison, trauert ikm diesen Gene MiNkcdnq und^rin. ;ciqte sicb am Mittu'octf nackmil^ rnder gromm gerlnadmc der Trierer Bevötkerun» on den Trau fererlrckicae». An der Banstko und in den Skratzen du die der Traiurzng ging, staute sich eine gewaltige Mensch menge und cnblötztc ehrfurchtsvoll die Kopie, sobald der Sarg ,'rchlbar wurde. T»e eigentliche Traucrfejcr fand um 8 llhr »achmittogS IN der Basilrta statt, die von der Stadt Trier- reich und strmmnngsvoli ausqeichmückt wo>-deil ii«v. Die Stadl wollte damit dckniiden, wie lehr sic die Bcrdrenste des Verstorbenen um Tr-icr zu würdige» gewntzr bat. Vor oem Aliar, umgeben von Lorberrbanmen »Iw Palnien, N» 1 I der Sarg a»i gebahrt. Auf dein Sarge ruhten Helm und Säbel. Ans de» Sluien zur Apiis, dar dem Sarge, waren zahllose Kränze mir Mächtigen Tckueifeu ausgebaiii. Mit einem vom Kirchen a>oi gesungenen Choral nobi» die Trauersrier rhreii üliifaria Dam, imach Tivisionspsarrer Przygode vor dem Sarg. Nach Beendigring der kirchlichen Feier hoben 12 Untcroiftzierc vom Fnianterie Regiment Nr. 29 den Sarg aus und irngen ihn durch das Hauvtvorlal der Kirche »»nt Leichenwagen, der mit 0 Pferden bespannt war. Der Trancrzug ging über den Konstantin vtag. durch die Mnstorstratzc, Ostallcc, Babnlioiftratze zum Hauvtbolmboic. Fn sämtlichen Straßen, durck> die der Traiier- .zug kam, bildere» die Triiovcn der Garnison Tvnlicr. “* Zu der rohen Tat in der B a l, n l, o f st ratze teilt uns ein Augenzeuge mit: Tie Streitigkeiten, die den Grund zu der iokgescstwereu Tai bildeten, haltcu schon crui dem Maskenball in der Turnhalle begoniien. Ein als rohcr Mcnsch bekannter Arbeiter war mit seiner Geliebten in Streit geraten, iveil sie ihm nicht aus seine wiederholte» Ausforderungeii hin in seine Wohnung folgen wollte, da sie wohl berechtigte Beranlassunz zu staben inctnte, Miß- handlungen von dem eifersückitigeu Liebhaber befürchten zu müssen. 'Als dieser mit dem Revolver drohte, ging sie schließlich doch mit. 'Aus der Bastnstofstratze »viederholte sich die Szene. Tas Mädchen weigerte sich init aller Entschiedenheit, ihm zu folgen. Als der Rohling gegen sie tätlick, ivurdc, legten sich andere für sie ein und cs- kani zu einer allgemeinen Schlägerei, bei der der Liebhaber übel zuge richtet wurde. Fn seiner Wut hierüber zog cr den Revoltier und zielte auf das völlig unbeteiligte, des Weges kommende Tienstmädchei, Lina Brück. ES handelt sich also, so sagte der Augenzeuge ans, nicht um einen Unglück» lichen Zufall. Wenn dieses die gerichtliche Unterinchnng bestätigen sollte, würde die Bestrafung dev Täters recht erheblich ansfallen, zumal er keineswegs angetrunken gewesen sein soll. ** F » d e r K l i n i f s ii r p sucht s ch e und n e r - v ö j e K r a n kh c i i c n sollen, wie wir dem gedruckten Aus schußberichi der Zweiten Kammer über de» Voranschlag für 1914 ciitiichmcn, Dauerbäder eingerichtet werden. Zur Beichassniig der hiersiii- nötigen Räumlichkeiten soll durch Anbau an Gebäude 15' der Männer und Frauen abtcilung die Klinik erweitert werde». Veranschlagt sind die Kosten mit 84 000 Mk. Der Ausschuß beantragt: Zustim- uiung zu der uachgcsuchkeu Krcdiknberkragung von 84 000 Mk. ** Zum Neubau d e S A m k s g c r i ch k S g e b ä u des- zu Gießen heißt cs in dem 'AnSsckuißstcricht der Zweiten Kammer: Nachdem nunmehr der Neubau sertig gestellt ist, ist die iuncre Einrichtung erforderlich. Soweit möglich, wird das alte Mobiliar aus dem bestehende» Fuftizgebäude verivendcl tverden. Weiter iverdcu 8 7 000 M a r I f ü r innere Ein r i ch tn n g verlangt. Ter 'Ausschuß spricht die Erwartung aus-, daß der erössnetc Kredit i» lpariamer Weise n, Anspruch genominen ivird und beantragt Bewilligung von 87 000 Mk. ** Ter Esclskopf, der nach unserem Itiinnmiigs- bilde vom Karneval i» Gießen groben llnfug getrieben stabe» und von einem Schnpinann abgcführr fein soll, stellte sich in unserer Redaktion vor und behauptete das Gegenteil von deni, was wir berichteten. Er fei angegrisf i, worden und stabe sich zur Wehr gesetzt, er sei auch niri-: abgesüstrt, man stabe mir seinen 'liamcn sestgestclli, so i—a—te cr. Wir wollen ihm das gerne glauben und bekennen, daß lvir vielleicht falsch unterrichtet waren. Die Angelegenheit ist jedoch so harmlos, daß wir ihr nicht weiter nachgchcn wollen. Auch der Esel möge sich benihigen. Aber Esel sind bekanntlich immer eigensinnig. ** Baum wärtcrkursus. Fm März beginnt an der Obstbau- und landwinschastlickien Dinterschule zu Fricdbcri, der diesjästiiae Ban m wir t c r kn rsn s. Tre Tuner beträgt acht Woche» und zwar 5 Wochen im Frühjahr, I Woche inr Somnrer »Iid 2 Wochen im Herbst. Tertmnmer, welche sich zu bcruis mäshgen Baumwärtcru ausbilden wollen und ein Alter von 10 Fahren habe», lind bonorarrrci und können au, Antrag vor den berrefiendeu LairdwirtichaiIskammer--'Ai,sschü>,'cn bis 60 M. Znirliiiß erhalten. ** Die Grotzb. Zentralstelle für die öcitttli ■ schreibt »Ns: Der bereits aiigekstndigte Meister kurv iüi T a m c » ,'ch »e i d c r i n n en in Friedberq bat besonderer Umstände halber nicht, wie vorgesebe», am 9. Februar l. F. beginnen können. Der Kursus nimmt nunmehr am 9. März 1914 in der Ge werbeschulc zu Friedberg seinen 'Anrang. Eine Vorbesprechung der zu dem Kurse tzlngemeldcten ist aus Sonntag, den 8. März, vor- iniiiags 10' ,. Nhr. im Gebäude der Gewerbe,tfiulc zu Friedberg g»- geietU, wobei die UnIerrichtSzeil den Wüm'chen der Teilnehmerinnen entivreckicnd srstqeiehl werden soll. Die Ilnterrschtsertcilung liegt in Händen der Frau W u n d e r l i ch G setzen und findet an Wochentagen vor und »achmirtagS ftatt. *• Ei a d! r hea I rr. Nochmals sei daiont liiugcivrele», daß der beiiiige Lst»l rage oben > von Präses,or Marc eil Salzer püiiktlrrh um 8 Uhr beginnt " Der Mann ohne Arme ist der neueste Schlager des Lichtivielbauses. Mit Errolg hat man darin versucht, die l-eisviellolen Künste eines ZrrkusvhänomciiS für den Film z» verwenden und mit einem der gewöhnlichen Varielä- und ZirkuS- drawen z» v rdinden. llnstreitrg feifctit die Künste de« Jean S a n s b r a s, wie nch der Wuuderniensch nennt, weit mehr als dar Drama selbst. Sie eaveckcn in ,ed«m, auch den, ausgesvrochenen Kinolemd. großes Futeresic. Der Mann, der seit einem Fahre in Berlin und anderen Großstädten TeulschlnudL voa sich reden macht, hat i» Ermangelung der Arme leine Füße vollsläudig zu Bänden auSgebrldrt, kann damit seine Morqcutoilelle machen, sein Frübstück damit einnedmeu. ja selbst damit schreiben. Wir habe» hier tal- lächlich eine» Wunderuienschen vor uns. Ern geriebener Schwindler. Tie Kriminalpolizei »crhaiicte in Wiesbaden den Spengler und Fnstallatcur Heinrich Tchlnnk ans Frrmksurt a M., der seit einer Reihe »an F-alncn als Spezialität Weikzeugoiebstälrlc ausiührtc »nd die Beule ivic lend leicht dadurch an den Mann brachle, daß er sich als- Meister ansgab. der in Not »nd Bedrängnis geraten sei und des »alb iciit Werkzeug verkäme» müsse. Temen Wohnsitz wechselte der Ver- liaitele. de» eine hohe rrlraie erwarten dürste. lesen Angrnblick, hielt sich vor allem aber in hessischen Städten auf. ** Grund»ü ck Sv e rkc h r. Grundstücke zu Mainz, die an,' den Namen des - Nhr, ans dem Gemeindehaus in Gvnsenheini ini Wege her Zwangsvollstreckung versteigert werden Grundstücke zu Frettenheim, die auf den 'Namen des Fatob in» u ft t n l., vanoiturt, unb boiirn (rbcirou «aroline lieb. Ulil, mib bc-3 Sjieiamnmif- A it g ii st i ii, üanbnrin, iiimtfidi in A-rottm beim, eingetteocit waeeu. iollcu ?iciK-tag, beit 21 April 1911, nadi- mittggs '2 Uhr, (litt btm Otenieinbenaiije ZN Srcttriibcim im '-Kege dkl Zwangsvollstrcckung üeritcigcrt werden Ein üininbftiid ;ii Bobstgdt. out den ftiomen der Üftitroe der- flatob 'S i ( b e 1 n, II., »atbarina gcb. SjaRliiiflcr in Bobstadl. eingetragen war, ioll Sam»- lag. den 2. iftloi 1914, vormittags 9 Mir, auf dein giatliuuic zu Bon siadi im Wege der Zwmigrvollstrecknng versteigert werden *' Billige Briese na ckt den Bereinigten 3 t 0 n t e it (IO 'Big für ie 20 Mn, n, ml Tie Porioermäßigung erstreikt nch mir aui die 'Briete, nicht auch aut Postkarten. Truckiackien uim. und gilt mit int Briete nach den Bereinigten estaaien von -Kntrrila, nicht auch nach anderen Cftcbietcn 'Kmcritas, z. B Mattabo. ,.Ma ; - ierin Auguste Biktoria" ad Hamburg 20, Februar, ,,Bremen" ad Bremen 28. Februar, „Amerika" all Hamburg 7. März, „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 7. Mar-,. „Kroiipriuzeüiit Ceeitie" ad Bremen 10. Märt, „Imperator" ab Hamburg 11. Mär;, „xaiier Wilhelm der Große" ab Bremen 18. Mär;, Kaiser Wildeli» II." ab Bremen 24. Mär», „Kaiserin 'fttigiifte Viktoria" ab Hamburg 2>! Mürz, „George Washington" ab Bremen 28. März. „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 91 März, „Finverator" ab Hamburg 2 April Postschluß nach Ankunst der Frühzüge.I Es einviiehtt sich, die Briete mit einem Leitveimerle wie „direkter Weg" oder „über Bremen oder Hamburg" zu versehen. ** Kleine Mitteilungen. Bei T o r n h o 1 z h a u i e n versagte die Steuerung einer- Automobils Ter Wagen ichtiig um und schleuderte dabei die Insassen anis Feld, die mit leichten Per nnindungen davon kamen. Landkreis Wirijru. 0 Oirüiiberg", 25, Febr. Ein teures Fahrrad Hai ein Pater ans der Ilmgegend seinem 3ohne verichaiit, der aiiswäris in Arbeit stand, lim das Fahrrad des Fungen zu lause», entlieh dr> Pater aus einer Spar und Tartehnskasse de» Betrag von 100 MI Diese Kasse hat aber in ihren 3tatuten den Paragraph, wonach jeder Entleiher ein Mitglied der Äasiengemeinschast werden tnust. Nun, das wurde der Grldleiher und erhielt den Betrag. Beim Konkurs der Landwirlschasttichen Genossenschaftsbank niußien auch die Mitglieder dieser Kasse je 400 Mk, Verlustgelder zahlen. So tarn unteren Mann das Fahrrad seines Sohnes aut .700 Ml. tu stehen. Kreis Büdingen Stock heim, 28. Febr. Tie goldene Hochzeit feiern am 28. Februar d. F. Martin Frickel und Ehefrau Marie, geh. Bockei, von Düdelsheim Kreis Alsfeld I! Schwabenrod, 25. Febr. Am Dienstag vollendete Herr Fohs. Scheuer in Schwabenrod sein 87. Lebensjahr. Er ist heute noch Gemeindeeinnehmer und dürste wohl der älteste Ein nehmei Hessens sein. Kreis Schotten. - Schotten, 28. Febr. Das Gesanitorchester des Dar IN- städter Hostheaters unter Leitniig des SofkavellmeisterS Ottcnbeimer wird am Montag, den 9. Mär;, in Schotten ei» Konzert oeranstalten, in den, 57 erstklassige Musiker Meister- werke deutscher nud ausländischer Tonkünstler zu Gehör bringen werde». Tie Mitglieder der Großberzoglickuu Hoskavelle stellen sich uneiWnnützigerweiie in den Dienst der guten Sackte, die einer Anregung des Großbcrzogs zu verdgnle» ist. Soweit mir bekannt, ist bislang noch nirgends ernste klastische Musik in vollendeter Tgrstellnng von einen, grosten erstklassigen Orchester vor einem ländlichen Zuhörerkreis in einem solchen Ilmiallge geboten worden. Tos Konzert rechnet aus eine Zubörersckiaii aus über 50 Landorten und hat einen solchen Allklang bei der ländlichen Bevölkerung gefunden, dan bereits drei Wocktcn vorher iämtliche Pläne vergeben waren tlnd deshalb zur Befriedigung der grosten Nackiirage noch weiirren Bläpen ein zweites Konzert am Abend des gleichen Tages staitiiiiden lvird. Zur Poibcreiluug und Wer billig für das Konzert ist ein besonderer Änsschust gebildet lvordeu, dem Mitglieder aus sämllichett 5t Gemeinden des Kreises au gebären. Kreis Friedberg, . L. Bad Nauheim, 25. Febr. Der Badebetrieb i» den staatlichen Badehäulern beginnt Montag, den 2. März : vorerst loird Badedaus 8 ervstnet. wo Thermalbäder und Sprudelbäder von Duelle XII wloie Tüstwasserbädkr zur Abgabe kommen. Bade bans 8 ist von 9 llbr voemiitagö bis I Ilhr geöffnet. Bis letzt lind an 800 Kurgäste anweiend. h. Bilbel, 25. Februar. Degen nmsaligreicher Schwindeleien wurde der Tagelöhner Fa tob Smmrd, ails Vilbel IN F r a II ksu r t vr r ha f te t. Er verkaufte Frankfurter Herrschasten minderwertigen T a ii b zu sehr hoben Preisen und betrieb diesen Schwindel lange Wochen hindurch. Ferner besckilvindelie er drei junge Mädchell UI» bedeutende Summen, wobei er ihnen das üb Hefte' Heiralsversprechell gab. L, Friedberg, 25. Febr. Die Fleischpreise i» unserer Stadt sind im Vergleich zu denen anderer Städte gar nickst zurückgegange» CrftTcnflciidi 1 Mk.. Nindileisch 94 Pi, Kalb fleisch 1 Mk., Hamnielsleisch I Mk., Schweinesleiia: 85 und 90 Pf,, Leherivnrst 80 Pi., geräucherter Speck 1,10 Mk. r. Bad-Nauheim, 25. Febr. Ter hiesige Spar lt lid P o r s ch u st v e r ci n halte im abqelentseneu Ge- icktäitssahr einen Umsatz von 88213 761 Mk Gegciiüder dem Vorjahr bedeutet das ein Mehr von 837 724 Ml. Der Neingewinn beträgt 380,74 Mk und ist 1128 Mk. geringer als im Vorjahr Die Mitglieder,zahl des Vereins hat im Vorjahr wesentlich zugenommen. Sie stieg von 787 aus 817, darunter 172 weibliche Personen. Einen grosten Erfolg erzielte der Verein mit den vor zwei Fahren eiugesührt'ii H e i in s p a r k a i s e n , von denen sich ,zurzeit 336 im Ver kehr besindeli. Tas Spareinlagen-Konto des Vereins einschließlich der Pfennig» und Heinisparkasse schließt ob mit einem Guthaben von rund I900 Mk Vorstand und Anssichtsrat schlagen der Hauptversammlung am Samstag eine Dividende um, GM- Pro.; vor. L Schwalheim, 25. Februar, hier brach durch lieber- kochen von Leim ein Brand an?, der jedoch durch das Eingreüen der Feuerwehr rasch gelöscht ward«. i, Ober-Eschbach, 2,7. Febr, Gestern erhäng Ie s sch hier der 77sährige Musiker und Taglöhner Ludwig E b e r t I. in einem Anfall von Geistesstörung. Er lmtie schon oiierö den Versuch gemacht, seinem Leben durch Erhängen ein Ende zu machen, konnte oder noch rechtzeitig daran gehindert iverden. Am Tienstag morgen um 9 Ilhr hatte er sich von seinen Angehörigen unbemerkt entserneu können. Nach langem Suchen iand man ihn um 2 Uhr aus einem Kirsch bäum erhängt. Ttarkenburg und diheinhessr». Worin!-, 25. Febr. Fn der Nacht zum Llscher- lnitlwoch erichost de, «Gsöhrig» Bauiiieistec Heinrich Lang aus LudlvlgShaseit seine seit l. Februar hier in Stellung befindliche Braut, die 43jährige Witwe Johanna Wild. Tie halten gemeinschaftlich eine» Maskenball besuch!: ans dem Heimwege geritten sie wegen der Frage der Vermählung io Streit, wobei Lang eine» Nevolver zog unb seine Braul erschoß. Der Täter stellte nch beute früh 8 Uhr der Polijei, HessenRassc», s> Marburg, 25, Febr. Die medizinische Fakultät der hiesigen Ilniversitäl erneuerte dem Geh. Sanilätsrat Dr. Raabe in Fulda und dem Sanilätsrat Dr. Braun in Aachen, die beide gestern ihr övjähriges DoktorjubilSum de gingen, die Tiplome. ---- Frankfurt a M., 28. Fedr. Tie Bndgetlom-i Mission des preußischen AvgrordneiouHanfes beriet gestern abend den Etat des Miitisteriums der geistlichen und linier richtsangelcgenheiteii, Tie Verhandlniigen begannen beim .Kapitel 109 Titel l, Ministergehalt. Ter Minister erklärte, man habe zurzeit davon Abstand genommen, an der neue» Universität F r a n k j u r l a. M eine theologische F a ku l lä t zu errichten, sie sei aber nicht grundsätzlich mk- geschlossen. h. Fra » k f u v i a. M,, 27. Febr. Tic Mitgjicdrr der Kranke» lasse „u n i l a s", dir über ganz iNittetdkMsckstand zerstreut wohnen, sind durch niangelhaste Geschäslssührnng um mehr als IO000 Mark geichäd > gt ivorden Eine gerichtliche linier i» ch ii n g wurde bereits eingeleitet. ?- Willingshausen, 27. Febr. Tie goldene Hochzeit icicvten die Ebeleute Fods Schenk. Durch de» Ortspiarrcr wurde ihnen das voni Kaiser gcstistete Edrengeschenk vo» 50 Mk überreicht. se. Wiesbaden, 27. Febr. Die Maul- und Klauenseuche ist zu Beginn des heutigen Marktes im hiesigen Schlacht und Viehhos bei einem Transport Rinder aus Hannover fest ge stellt ivorden. Fn solgedessen mußte der ganze Austrieb: 38 Ninder, 212 Kälber, 3t Sckiase und 717 Zchtveine, abgeschlachret werden Sine chinciijche vibliothek für Zranksurt. Ter Direktor der Feanksurter Ttadtbibtiothck Geheimrat Tr. Ebraro teilt den boitigeu Blättern mit. dast die Stadlbibliotbr! durch einen Franksurlrr Gönner, der nicht genannt sei» will, eine eigenartige und büchst wertvolle Schenkung eihalten ball die große, 1852 Bände umfassende, chinciische Enziillopidie ...Kin- ting lnli» ln ihuksih-cheng", das größte Sanimelioerk der Welt, Die Chinesen stehen mit ihrer Sammelarbeit Fn der Wüsen schailögeichichte der 'Menichhcii obnegleichen da. Schon im Fahre 983 u. Ein erschien eine Enzptlopädie, „Tai ving uü-lan", ei» Werl in 1000 Büche eil, ans das dan» im Laute der Fahr- Imnderte weitere ähnliche Enzvklopidien des Wissens solgten, 'Alle diese vcrschivinden aber vor zwei lliiternehinunaen, dir nnlcr de» lestten beiden Dvnaftien enihgnden. Die eine, „21u»g-lod ta-lien", d h. „Thesaurus der Kaisers flmig lob", wurde unter bei Oberleitung vo» drei Präsidenten, fünf Direktoren unb zwanzig Umeibiiefuueu von 2180 Mitarbeiter» in drei Fahren zum Abschluß gebracht und umiaßte 22 937 Bücher. Ta iich die Truck legnng als zdt teuer erwies, wurden nur drei Abtchristen hergc- stcllt. von denen zwei durch Feuer veknichtet wurden, während die dritte leider unvollendet blieb und wabrjcktriiilich während dcr jüngsten chinesischcii Wirren zu Grunde ging. Dem „Bnng loh ia-iien" iolgte im Fahre 1727 „Tie gut kiuserlichrn TKiehI veiannalien oollftändige Sammlung von Tafeln und Schriften aller und neuer Zeit" oaer „Kin-ting kn Kn tu-ihn tsih-eheng", die unter Leitung des Kaiieis Kana .'Mi 1682 — 1722 vo» Ti-oiig iing ii bearbeitet wurde. Fast noch bezeichnender als die Tatsache der Drucklegung eines solchen Riesenwerkes — es umsastt, wie erwähin, 1872 Bände ist der Ilmstand, daß in unserer Zeit, im Fahre 1884, eine neue '.Imlage davon erscheinen toiime, lind diese ist es, die die Siadibibliolhek leßi zum Geschenk erhalten hat. Sowohl was das Papier wie den Truck und die zahlreichen seinen Fllustiationen onlangt. ist es als ein Meisterwerk zu bezeichnen. Für' die Bibliothek ist die Schenkung um io beden inngsvoller, als sie eine ihr früher gemachie Zuwendung IN er- freulicher Wcise ergänzt. UnioeriitäfstJIadiridifcii. Tie Dekanate der preußischen Hochschule» haben iich aus ergangene 21nsrgge des Kultnsminislers bin gegen die E r r i ch i u n g neuer 11 n i v c r s i t ü 1 c n auc-gesvrochen. Gcricbt»saal. G i e ß e n, 28. Fedr. W egen II II g e ö d r s o III S n II d A ch t u n g s v e r!e fl u it g vor v rrsain in e 1 rer M gnnickast sowie wegen B e» Ingens eines Borgefrflien tjatte sich der Musketier Wild. Cb listen von der 12. Könipaznie des 118. Fufanterieregiments gestern vorminag vor dem Slaiidgericht ZN verantioorten. Ter Angeklagte, der von ieiuem Hauvtmann und auch von feinem Unteroisizier als schwer zu vehandelndc-r Mensch bezeichnet wird, mit dem man bisher er Ist Oktober 1913 als Rekrut einge- tretcu Nachsicht übte, hatte am 7. Februar d. I. wieder einmal jchlechle Laune Tcr Unteroisizier beiahl den Leuten in der Maunlchasisslube, ihre Gewehre gründlich zn reinigen mid dann ihm vorzuzeigen. Christen beiolgic dies aber nicht, iondern^schloß sek» Gewehr, ohne es den, Borgeseflten zu zeigen, in das Svuid. Al" der Umetostizier iün fragte, ob er das Gewehr auch von außen geeeinigi und ob er den Schait anck, gesirnißt Habe, bc jahie dies der Mann, was iich aber als unwahr crlvies. Kur; darnach belog er den, Korvoralschastssührer abermals, und als iväier der Verdacht guitauchte, daß er sich eine Kleiderbürste un rechtmäßig angeergnet habe, svrang er von seinen, Platze.aus, tuch leite mit den Händen in der Luit herum und erklärtet Fch laue mir dg" nick» getallen. ich lasse mich nicht als Spitzbuben hinstellen, ich werde mich dein, Herrn Hanvimann beschweren, und wenn ich dafür in» Loch muß. Ter Angeklagte gibt die Vorgänge, wie iie dir Anklage behauptet, zu. Das Standgericht erkannte gl!, eine Ge- saniistegie von 18 Tagen strengem Arrest. Am schwersten lalle bei der Fnmessung der Strafe die Achtungsoerletzniig vor versammelter Mannschast ins Gewicht, worani als Mindestsiraie 11 Tage stcengeu Arreste" angedroht sei, und daraui halle der Gerichtshot auch erkennen »lüste» Degen des Ungehorsams und der nveimaligr» Vrr- sehlung des Lügens sei ans je drei Tage MiUelarrest erlanni, die n,i! der Einsatzstrase io, wie geschehen, zniammengezogen und in vier Tagen strengen Arrest iimgetoandelk seien. B c vi t n 28 Febr. Wege» einer tan imglaiiblidicii M i ß - bn«blutig eines Untergebene,l hatte sich gestern vor dem Ober- kriegsgrrich, des dlardelorps der L e r g e a u t Waste von der 7 Kompagnie d-s Regiments Königin Auguna zu verantworten. >,i 'i og Aovemver entdeckte der diensttuende Feldtvebel aui det Stube 9° aui der der Angeklagte, der Körporallchaitsiührer war. mu seinen Leuten lag, unter dein Belt des Grenadiers K r ö »> e r einen Storb ber ohne Wissen des Krämer dahin gekommen war. Daher lvußte Kröiner aui die Frage des Unteroisiziers nur zu am- ,-iorten dast er nichts wisse. Targutdin gab ihm der Sergeani den Betebl'sich vor d--n Svnckngvi biuzulegcn und dann ans dem Gesäß n irinkru Krämer gehorch,,- und mußte sich gleich daraui erbrechen Der Kompagniechek Hauvtmaim Sensit von Pilsach eriuhe durch einen Eiitläbrigen von dem »nerhörleu Vorgang. Anstatt aber die Sache unverzüglich dem tstericht ZU übergeben, bestraile er selber den Tergeaule» mit drei Tagen gelindem Arrest und nahm ihn, die Führung der Kvrporalschaii. Erst am 8. Dezember reichte et heim Gericht den Tatbericht ein, das nun auch gegen den Kam vaaniechei wegen roriätzlichrr Unterlassung der ihm obliegende» Meldnua vorging- Ter Hauvtinaiul iuiirie zn seiner Verteidigiing g„, daß es ihn, nicke, klar gewesen sei, oo in den, Trinken aus dem Spucknaps eine Mißhandlung ;a erblicken sei. Das Gericht erkennt gegen von P i l sa ch ans drei Woche» Stubenarrest. Gegen den Sergeanten Da sie, der gegen die ihm znerkannte Strafe von drei s>!o»gtcn und einem Tage Geiängnis Berutung eingelegt hatte, verhandelte gestern das Oberkriegsgericht der tögrdekorps. Tie Sitzung mußte sedocki vertag! werden, weil der Hauvlzenge, der Grrnadier Krämer, im Lazarett lieg: und nick» erichenien tonnte. Sport. Berti», 25. Febr. Die Turniere um die. Europameisterichatt im Eis bocke» 191t begannen Heine abend im Berliner Eis- palast mit einem Kamps Belgien gegen Böhmen. Sluitgari. 28. Febr. Ter Flieger Heimnlh Hirth hat IMS Anlaß des Gebnrtsigges des König-- den Friedrichs orden 2, Klasse eßdalten. vermiete». 11 o b c i i dl io e m III ii n g e n. 'Aus Bunin, 27. Frebr . wird gemeldet: Fnwlge einer EisNopsnng ist die March des Nedolon i p und Ungarisch B rad t sch Über die User getreten 98 Häuser sind ndenchwemint, 13 eingestiirzt und II medr oder iveniaer beschädigt. 171 Personen sind obdachlos, dock, sind leine Menschenleben ;u bcflageu. Der Schaden wird ans 180000 Kranen geschätzt. * Z » d e m T » ii a m i t a n s ch l a g a » s d e » B i s ch o s M i» klassn wird ans Debreezin genieldei: Man nimmt an, daß es iich bei dem Atienlai ans den Bischof M i k t o s s I> nicht um ein politisches Attentat, sondern 111 » einen persönlich gegen den Bischoi gerickitele» Racheakt einer Frau handelt, der mit einem E>Presslings versuch gegen den Bischoi zistainmenhäNgt, Ans Oienpest wird hierzu weiter gcmeldet: Ter Verdacht, mit dem Attentat gecirn den Tebrecziner Bischoi in direkter Verbindung zu stehe», hat sich ans eine ehemalige Schanipielcrin, eine gewstse Rnaerczlii, geleiilt. Es 'oll irftgeftclii worden sei», daß iie am Tage der Erplosioil in sTe vreezin war und in der Wohnung des Biickiois voriprach, Tie beiden des Attentats verdächtigten Rumänen halten vo» dcr Bnkarestcr Behörde ausHestellie Legitimationen mit Photographie» und wollicn als Boxer ötienllickt annreten. Bei einem S t r a ß e » b a h n » n f a 11 in M a n ck, euer wurden 30 Personen schwer verletzt, Tie Wagen der elektrischrn Bahn Ntiißle» ans »orliuiigen Gleise» durch Neben straßen geleitet werden. Fn einer Kuive sprang ein schtve.er Wagen ans dem Gleis, stürzte nm und wurde vollständig zer Irüminert, Allste, den schwer veelchten Fnsalien wurden auch Fußgänger in Mitleidentchast gezogen. Kleine Sagerchronik, Brim Brande eines Wohnhauses in de», Torie Einet will sind vier Schnllinder 11 UI ge I o »I men. Fn Zürich erstacki eine 11 Fahre alle Ftalienerin ihren Svhn, der den Tripolistrieg mitgeniackit lunie und iich mit einer jungen Schweizerin verloben tuolile, angeblick) aus Eifersucht. Möpstc. I- Frautiurt a. ttzt. V i e ft ()fl i me rf t b e ri ifi! vo n 26. Feer. Anürieb: Rinder 111 , Oefueu Bullen VN, Kühe und Färsen > 2 Halber 69 Schale 14», Schweine 1108, Ziegen 7, Ziegenlännner 10, Schallämnter 31. Tendenz: Kälber lebhwl, Schale ruhig, getnnmt, Sativeine gedrückt, Iledersland. Breis Me 100 81». Lebend- Schla.tn- gewickl llälber. Mk. Mk. FeinNe Malikälber ... .....64 -67 107 — 112 Miniere Matt- ttno beste Saugkälber. . . . 56 - 60 95 - 102 Geirngeea Mast- iind gute Sangkälorr . . , 50—54 85— 92 Geringere Saugkälber........ 44—59 75—82 Sch 1e unter keinen Ilmsliiiideu aus die Bewilligung des Eudgehaltes von 3889 Mart für die Vestksschullehrer eiugeheu. — Infolgedessen lrnten sofort Aeltestenrat und F-snanz aus schuß zu einer Besprechung zusammen, wodurch sich der Beginn der Pleuarsitzuug sehr hinanszog. Ein O r d e n s s ch w i n d e 1 in Paris. Paris, 26. Febr Einem ausgedehnten Ordensicklivin- del ist die hiesige Polizei auf oie Spur gekommen ES dandelt iich um einen geioissen Moser aus Berlin, der hier in Begleitung einer Halbweltdame in einem Hotel als Baron Moser und Frau, Kammerherr des Papstes, abgestiegen ivar. Er fand eine Anzahl Leichl- gläubiger, denen er für schweres Geld alle möglichen Orden und sonstige 'Anszeictinuiige» verschafste. Er, sowie die Halbwelldame wurden in aller Stille verhaltet. Mit ihnen wurde auch eßn gewisser Branco sestgeiiomnien, ejue i» Pcrliner Easöhäusern ivohlbelannte Persönlichkeit, der »>,< ter dem Verdacht der Mittälerickast stedi 'Weitere Per- hasllingkn sollen bevorstehen Moser soll einer angesehenen Berliner Familie angehöcen und wegen Geistesschwäche enl» iiinndigt worden sei». Die H o ch z e i l E n v e r Pas eh a s. K v ii >1 an ti nope 1, 26, Febr. Tie £t o tlieitEn - v e v P a s ch a s mit der P r i ii z e i f i n 9J a b i i c 2 n 11 a n a wird ant 7. März stnilsindcn Stratzeitkundgebii nge n. Valencia, 28. Febr. (Gestern vormillag wurde un-- gen der Einführung neuer Steuern der allgemeine Ausstand erklär! und große Slraßenkundgebungen veranstaltet. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Zwei Bomben ex. vlodierteii, ohne Schaden anzlirichten. Die deutsche Flottrudivision vor Rio de Janeiro. Rio de Fan ei ro, 28. Febr. Tie deulsche Flonen- division ist heute südloärttz in See gegangen, be- gieilet von den Liiiieuschisscn „Sao Paulo" und „Minas Gcraes". Tee deursehe Admiral hat dem Marineministrr durch Fnulspruch für den freundlichen Empsaug gedankt. in Milch, Kakao, Suppen oder Gemüsen die bsstaeeigncvt- leictit verdauliche u. narritüflc KranKenKosi. .....- Vortrag gehalten von Fräulein hotte Steinthal aus Berlin am 2 . IUärz, abends 8 l /< Uhr, im großen Saale des »Botel Scküh-> über: Was Ml unireTochfer werden? Für ITlädchen aller Schulgattungen Jedermann willkommen! Jedermann willkommen! Evangelischer Kauimännifdier Verein Setneindesrauenverein für weibliche Angestellte Frau £. nöhlbaum. Frau Marie Schmidt. Rügern. Deutscher Frauenoerein, Ortsgruppe SieHen Frau M. Ilaiimann. 26750 Bezirksverein Nord-Ost Samstag, E iilite Stacliely.anmlrnlit (warten- iinrt Heckenscheren Spate» llaeken /-«ts.-, Rechen Baumsägen u. Raum bürsten in großer Auswahl zu billigsten Preisen Emil Pistor Nchf., Gießen Fanstring »Lanöitn-Seife Der Haut zuträglichste, wohlfeilste Toilntt©. 66lfe,Stüc'K 20 Pfennig. 5 Stuck 95 Pfennig. Angefertigt vcm langjährigen Fabrikanten derPfellrlngtelfa: C. Naumann, Olterba-.h r-.M. I Beste "* Abseifbtirsten, Schrubber Ausklopfer. Hand - Besen Ware Teppichbes.^Scbrankbescn Teppich - Kehrmaschinen zu billigstem Kehrgarnituren. Portieren- feger, Federwedel, Pinsel Preise Möbel-und Kleiderbürsten Lin lenm-Bohuer, Wachs finden Sie Spülbürst. Spültücb. Leder Schwämme, Scheuertücher stets bei lAMl.Plaäi'. Hans- und Küchcuartikel V Die Geburt eines prächtigen gesunden Jungen zeigen an Dr. med. Feldner und Frau. GroBen-Baseck, 25. Februar 1914. Geistl. Musikaafiührnng des Ev. Kirchengesangvereins Sonntag, 1. Jli&rz, nbends 6 V 9 Uhr, in der Stadtkirclic. Pro ramm: Ohüre ä capella für gemischten Chor u. für Knnbenchor. Sologesänge für Altstimme. (Fr. Landgerichtsrat Schudt) Streichquartette: Adagio in D-moll . L. v. Beethoven Intcrludium in modo antico.....Al. Glazounow. Geistlich. Dialog f. gemischt. Chor u. Altsolo Alb. Becker. Kintritt fa*ei. Für die inaktiven Mitglieder sind die Plätze am Altar, ira vorderen Schi ft - und auf den Emporen Vorbehalten. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende u. mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von Angehörigen gestattet werden. Texte zu 20 Pfg. sind a.d. Kirchentüren zu haben. Freiwillige Gaben zur Deckung der Unkosten werden in die Büchs n erbeten. 2(501 Auf Veranlassung des Unterzeichneten Vereins werden auch in diesem Jahre abgehalten. Die Verträge sind unentgeltlich und finden im Saale der Stadtrr.ädchenschule, Schillerstrasse8 Dienstags und Freitags von 5—6 U\ir nachmittags statt; sie beginnen Freitag, den 6. März, nachm. 5 Uhr. Anmeldungen werden in der Aliceschule, Kirchstrasse 20. entgegengenommen. , 7I2 D Michel-Brikds anerkannt beste Marke. Jahresproduktion 1914 15: 125000 D W. Vertreter: Eugen Braun, Cassel, -»v Telephon Nr. 4033 Deutscher | Cognac aus französischen Weinen |AMDÄUER(&j]|4ACHOLL HeiLBP.OMN yNurectt mit der Mammpr-Schutzmarke Überall erhältliche Alice - Fhuenereta Gleisanlagen zu Kauf u.Miete Mainzer Pferde-Lose ii JSk. 1 (Ziehung 21. Mürz» sind zu haben hei Unchaoker. Neuen Baue 11. 2(533 Montag, den 2. März 1014, abends 8" , Uhr, im Hotel Grotzherzog von Hessen: ÖffentSicherVortrag mh Dr. Bruno Wille, grif&ridisfop, über: „Slreiiziige ins Beicli des lineniliiclien“ Eintritt: iUcjcvu. Platz 1 Mk., Saalplay O.nO Mk. Für reserv. Platz Karlen in> Vorverkauf zu 0.80 Mk. bei Herrn Buchhändler H. Schneider, Renen Bane 3. 2754 l) Ter Vorstand. LICHT-SPIEL-HAUS Eine Tragödie auf der Bühne in 5 Akten. Ferner rz Grosser französ. Komödien-Schlager in 2 Akten. In der Hauptrolle 2737 EHax Linder- und das übrige erstklassige Programm. GieiSeiier Plerde-Lose ä Mk. 1 (fÄl sind in allen bekannten Pose' Wefdmiten a. haben. General Vertrieb B n «* h a c k e r. Neuen Baue 11. Daselbst 1t Pose für 10 Mk. so lange Vorrat, *yiir Porto u. Liste 25 Pfg. erlra. Nach», teurer. __[203t!__ zu Mk. 1.60 p.Pfd. bekommen Sie einen wirklich vorzüglichen g.-br. Kaffee. Billigere Sorten: Mk. 1.40 u.1.50. Feinste Sorten: Mk. 1.70, LSD, L - Heinrich Driesch Seltersweg 70 ('^ m s M ter jrswefl 8 i Obstbaum- ßnrboliiieum lwasserlöslichl IST Kanpen-I.eim (locieli bleibend! Clio Sckiaal.SeltrrSwegM. BREHNAB0R Kinderwagen Klapp wagen relzpude \ni8ieilon reiche Auswahl billige Preise Heparaturcn sofort AugiisliiiSbinger Seltersweg 71) 2353 Jed® Plälftanstali braucht ein© ralantpliUmaschino von der rireterWischerei-Haachincnlabrik Bmnsch L Damme: 7500St.im Betriebe. Forst LL. 163 Offerte koste Schellfische n. Kablimi i. Eisvackrina. tadellos lebend- sriscke feinste Nordseeware, soeben cingeiroisen u. bittiast bei 400 August Wallenfels, Gienen, Marktvlav 17. Telephon 2(52. empfiehlt [-1 i'o J. H Ungelhüfer Wettergasse 5. Telephon 707. Tie seintten holländischen Scliellfische Kabliau und Schollen sind lebendfrifch eingetroffen bei i Für Dcinerstag, Freitag dea 26., 27. Febr. kross. Fnsti»Ä<‘li gegenüber d Engel 2lvothcke 7.M.1HI. ! Ausn.Kslg.8Lm. Fehles Kronrnseher Graham Brot per Laibehen 30 n. 40 Pf., heute frisch eingetroffen. (2433 CarlSchwaab Hoflieferant Seltersw. 23, Fernspr. 27 perLaibchen 28 Pfg. heute frisch eingetrofsen Carl Schwaab Hoflieferant (2397 Lelterswcq 23 fernspr. 27 1 Legehüliner ^ 1!,13cr Vjl l.oijDiiuiiiici ^vübbna fleift. Eierleg. ^arbe n. Wunsch, tierärztl. unters. (>5ar. aesnnd m. Hahn 1ttLt.40M., 12Lt.S7M.,«Lt. 14M. KrNU'r-Ihoi 8Sh. Lerlln- L:chtsahergLS.rLUü«rkorstr.3> (2,46s8) Die.: Hermann 51r!ngoe1ter. DonncrStaa 267?ebr Illl z abends 8 Uhr -- Gewöhnliche Preise: Anher Abonnement. Einmaliger Lustiger Abend von Professor Marceil Salzer. Neues Progrann». Ende gegen 10 Ilhr. Nrritaa, d. sr.^ebr. ist 1 . abends »4 Uhr: 17. FreilagStbonnemenl Boriicllung. Mcwühnllcktc Preise! Tie Bäuerin Drama in 1 Akt von Clara Giebig. Die Lore Lustspiel in 1 Akt von Otto Erich Harrieben. Pnttl tNkd Pattiu lTic 01 e!lhnnslcr> Ein 1,'uiliviclchen in I 2lki von Herbert Enlcnberg. Ende 1»',!. Uhr. 27786 .