Nr. 46 Zweites Erscheint täglich mtt 3ht5n*/mi? be5 Sonntags. Die „*frh«titr jMrilienMättet" roerbm twm ,?lnjciflet* viermal wöclzeullich beigdegt, baS „KreitMatt für den Kreis Kietze," zweimal wöchentlich. Die .^aitdioittjchgfiljcheii SeU- jrage," erjchciuen monatlich zweimal. Blatt l64. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejjen vienrtag. 24. Zebrvar Rotattonsdntck und Berlag der Brühlffchea Unwerstläls - Buch- und Elernbruckerei. R. Sange, Gieße». Redaktion, Expeditton uub Druckerei: Schul» ftraße 7. Expcdttion »nb Perlag: ^sKöl. Redaktion: 112. Tcl.-Aür.:2InzeigerGieße!u Seheimrat Conrad über die Fleischteuerungs-Zrage. Der Hallenser Nationalökonom Professor Johannes Conrad, dessen Stimme in allen Fällen, die die Landwirtschaft und die Preisbewegung betreffen, besonders hoch geschlitzt wird, äußert sich in dein neuesten, soeben erschienenen Lcstc seiner „Jahrbücher für Nationalökonomie" in einem eingehenden Aufsatz über die Fleischtcuerungsfragc. Er betont zunächst, daß es gar keinem Zweifel unterliegen könne, daß bei »ns in Deutschland die Fleischpreise nickst nur nt den letzten Fahren, sondern in einer Reihe von Jahrzehnten ihren eigenen Gang verfolgt haben und gerade in der letzten Zeit weit über das Grsamimveau hinausgegangen sind. Namentlich sind sie verhältnismäßig höher als die Preise fiir Getreide und Gemüse. Allerdings ist zu beachten, daß die große Preissteigerung im gewissen Sinne eine Preis- auLaleichnng bedeutet, da in früheren Jahren die Fleisch- prcise in Deutschland erheblich niedriger waren als in anderen Kultnrstaaten. so daß also die größere Steigerung gegenüber anderen Ländern bei ihrer Bewertung eine Einschränkung erfahren muh. Bei der Betrachtung der Ursachen für die große Preissteigerung sieht Professor Conrad das durchschlagende Moment darin, daß bei der getvaltigen Zunahme der Bevölkerung wie der Erweiterung des Fleischkonsums in den imkeren Massen die Landwirtfcisaft nicht in der Lage ist, deir Anforder,tilgen in ausreichendeni Maße nachzukommcn. ?lls eine Frage der Landwirtschaft also sieht er das Problem an, wobei er weit entfernt ist, einen Borwurs gegen die Land-s ivirte erheben zu wollen. Ebenso tritt er dem Borwurf, der gegen den Zwischenhandel, also gegen die Fleischer, erhoben wird, entgegen und betont dabei, daß die Lage des Fleischergewerbes im Durchschnitt eine recht gedrückte und ihr Verdienst ein sehr geringer sei, und er bezeichnet es weiter als ein Unrecht, wenn man nur den Kommunen: und Geuvssenschaftcn einen billigeren Fleischbezug aus dcni Auslande ermöglicht hat. nicht "aber den Berufen, die sich die Versorgung mit Fleisch zur danerndcn Aufgabe gemacht haben. Die Maßregeln, die sich ihm aus den Ursachen er-, geben, liegen zunächst in der Forderung, die O edflächen, namentlich die Moore und Heiden, zu kultivieren. Ferner erscheint eine Erweiterung der bäucri lichcn Betriebe auf Kosten der bisherigen Groß-, betriebe dringend erforderlich, und es ist, sagt Gehcimrat Conrad, von großer Bedeutung, daß dies auch iin preuß. Laildes-Oekonomie-Kollegium in den letzten Jahren ausdrücklich anerkannt worden ist. Denn der Kleinbauer mit zwei bis fünf Hektar hält aus sc 100 Hektar 95,5 Stück Rindvieh und 94 Schweine, während die großen Güter über 100 Hektar mit HO Stück Rindvieh und 18 Schweine auf der- sclben Fläche halten. Auch sei die jetzige Ausdchtlung der Großbetriebe in der Landwirtschaft nicht mehr zeitgeinäß. Aber es liege klar zutage, daß unsere bisherige Wirtschaftspolitik gerade die Vermehrung des Bauernstandes künstlich verhindert. Sehr bemerkenswert ist es, daß Professor Con-, rad in diesem Zusammenhänge sogt: „Noch unbegreiflicher ist es, daß man in demselben Momente, wo man erkannt hat, daß eine andere Verteilung der Betriebsgrößen not» wendig ist, die Festlegung der bisherigen Kroßenverhält» nisse, ja sogar die Erweiterung der Latifundien durch Fidei- kommiise nicht nur zuläßt, sondern sogar begünstigt." Daß es übrigens nicht die NahrunFsbedürsnisse allein sind, welche die Erhöhung der Preise für das Vieh herbeigeführt haben, weist Conrad dadurch nach, daß ja mich die Preise für Felle, Häute usw, ebenso, und vielfach noch stärker gestiegen sind als die Fleischpreise, was wiederum ein Beweis für seine These ist, daß die Viehzucht nicht mit dem Anwachsen des Bedarfs Schritt gehalten hat. Das alleinige Mittel von allgemein durchgreifender Bedeutung sicht Conrad daher in einer Er- böhung der Produktion und empfiehlt vor allen Dingen die Förderung des landwirtschaftlichen Genossenschastswesens und dessen Benutzung zur Erhöhung dieser Produktion. Insbesondere soll man auf dem Gcnosscnschaftswege Zucht- und Mastanstalten für Schweine schassen, deren Bedeutung mid Ausgabe fiir unser« Frage sehr groß sind. Als Ergebnis seiner Untersuchung schließt Prof. Conrad seine Ausführungen dahin, „daß die vorliegend« Frage eine hauptsächlich landwirtschaftliche ist, daß es sich bei der Fleischteuerung nicht um eine vorübergehende Erscheinung handelt, sondern eine der ganzen wirtschaftlichen Entwicklung entsprechende, herbeigeführt durch eine Verschiebung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage an animalischen Lebensmitteln, der nur in gründlicher Weise entgegengcwirkt werden kann durch eine Steigerung der Produktion. Grundsätzliche Veränderungen in dem Viehhandel und Flcischcrgewcrbe erscheinen kaum ersorderlich und durchführbar, wünschenswert ist dagegen eine Erweiterung des Genossenschaftswesens, wo die Verhältnisse dazu gegeben sind, was aber nur auslmhmsweise der Fall sein dürfte. Dagegen wird durch eine Modifikation unserer Zoll- vcrhältnissc, sowohl unmittelbar ein Einfluß aus die Preise ausgeübi, und inittelbar eine Steigerung der Produktion erzielt werden können." Hu* Hessen. Ein neuer Antrag des Ausschusses dir Ersten Kammer. rb. Darmstadt, 23. Febr. Der Finanzausschuß der Ersten Kammer hat sich in seiner längsten Sitzung auch mit dem bekannte» Antrag des Grafen Wilhelm zu Solms - Laubach, bete, die Einführung der Besteuerung »ach dem Ertragswert beschästigt, der von der Ersten Kammer in ihrer Sitzung vom 10. Februar dem Finanzausschuß über wiesen worden war. Der Finali,nusschuß' hat IMII an Stelle des Antrags des Grafen z» Solms-Laubach folgenden Antrag gestellt und der Ersten Kammer zur Aimahchc empfohlen: Hohe Erste Kammer ivolle beschließen: Großh. Regierung um eine Vorlage zur Frage des Eriragswcrtes und des gemeinen Wertes zu ersuchen. Diese Vorlage möge die Gesichtspunkte erörtern, die zu berüchichtigcn sind, wenn auf den Gebieten der staatlichen Vermögenssteuer wie der Eemeiubetzeucr der gemeine Wert und der Mittclivert durch den Ertragswcrt ersetzt werden sollen: 1, bei Grundstücken, die dauernd lande oder forstwirtschaftlichen, oder gärtnerischen Zivecken zu dienen bestimmt sind, 2. bei bebauten (Grundstücken, die bestimmungsqeniäß Wohnzwecken dienen sollen. — _ Weiterhin möge die Vorlage inhaltlich insbesondere das rntsvrechcndc Material aus der Veranlagung nach dem Wchrbeckragsgcsetz im Sinne des erlvähntcn Vorgehens verwerten und spätestens zu Beginn des nächsten Landtags er- folgen Wie der Ausschnßbericht zur Begrülchung aussührt, glaubt der Antragsteller, daß die früher vom Finanzausschuß in Aussicht gc- momnicnc Ziveckbcsttmmuilg des Restewnds II als „Tteuerabbau- fonds" oder „SteuenegulierungSsonds" zu dienen, illusorisch werden würde und er hielt cs deshalb für notwendig, daß in diesem AuqeiLlick der Festlegung des Fonds mit cineni höheren Betrag auch die früher angeregte Zweckbestimmung der Verwirklichung näher zu bringen sei, ivaS er durch die in feinem 'Antrag erbetenen Gefctzcsvorlagen zu erreichen suchte. Die Großh. Regierung, die um eine Äscherung zu dem Antrag ersucht wurde, erklärte, daß die Tragweite des Antrags, besonders in sinanziellcr Hinsicht, zunächst nicht zu übersehen: allein die Veranlagung zum Wehr- beitrog liefere einigermaßen brauchbare Unterlagen. Die Großh. Regierung erklärte sich bereit, sich an den toeitergchenden Verhandlungen in entgegenkommender Weise über den Antrag zu beteiligen: sic werde die erforderlichen Anweisungen zur Beschaffung des notioendigen Matcria.. erlassen und demnächst weitere Mitteilungen machen. Die Folge dieser Erösfnungen war die Einbringung des vorstehend mitgeteiltcn Antrags, L>ie Aussichten der Beamten- und Lehrerbesoldungsoorlaqe sind, wie uns aus Darmstadt berichtet wird, bestem Vernehmen nach in den letzten Tagen bessere geworden, als in den intcrcssiertcn Kreisen ineist angenommen wird. Nachdem siäi am Donnerstag, den 26. Februar, die Zweite Kammer mit den jüngst von uns mitgctciltcn Beschlüssen ihres Finanzausschusses zur Bc- solbungsoorlagc beschäftigt haben wird, tritt am Freitag, den 27. Februar, vormittags 10 Uhr, die Erste Kämmer zusainmen (wie ebenfalls schon von uns mitgetccktst die sich dann wicdcruni an erster Stelle mit den neuen Beschlüssen der Zwecken Kammer befassen wird. Im Anschluß an die gcmeillsamc Budgctbcratung der beiden Finanzausschüsse sind auch vertrauliche Besvrechungen über die Meinungsverschiedenheiten beider Ständelammern bezüglich der Besoldungsvorlage erfolgt und eS ist zunächst in der Frage des abgcändertcn Gehaltstarifs der Beamten in den Hauptpunkten eine Einigung erfolgt, so daß darüber ioescntlichc Differenzen nicht mehr vorhanden sind. 'Auch über die Lehrer- besolduiigsfrage dürste eine Verständigung im Gange sein, indem sich die Vertreter der Ersten Kammer zu einem cvcntl. Nachgcbcn bereit erklärt und ihre Neigung bekundet liaben, auch über die Regierungsvorlage hinaus den Wünschen der Lehrer cick- gegenzukommen. Lehrerversammluttg in Mainz. Der katholische Lehrerverein im Großherzogtunt Hessen hielt laut „Mainzer Anz." Samstag nachmittag eine außerordents liche Hauptveriammlung ab. Veranlaßt wurde sie in erster Linie durch die Stellungnahme der Erstem Kammer zur Besoldungsvorlage. Ueber 600 Lehrer und Lehrerinnen toaren erschienen, um gegen die Behandlung der Lehreri besoldungsfrage in der Ersten Kammer überhaupt und insbesondere gegen di« Stellungnahme ihres kirchlichen Vertreters in dieser Sache Protest einzulegen. Die Verhandlungen leitete der Vorsitzende des Vereins Lehrer Schorn - Mainz, der das Eintreten der Zweiten Kammer und insbesondere auch der Zentrumspartei fiir die Lehrer betonte, andererseits aber auch das Verhalten der Ersten Kammer beklagte, Lehrer S ch ä f e r - Bensheim berichtete über die Behandlung der Lehrerbesoldungsfrage in der Ersten Kammer und betonte, daß nian dort so jedes warm« Wort fiir die Lehrer per-, mißt habe, wenn man von dem mannhaften Eintreten des Herrn Prälaten Dr, Flöring absehe. Dasselbe stellte Lehrer L. Schmitt-Darmstadt fest, stiach seinen Darlegungen habe mail in der Ersten Kammer für alle Wünsche der übrigen Beamten ein freudiges ,Lä", für die Lehrer qber stets nur ein kategorisches „Nein" gehabt. Der gewaltige Kontrast zwischen der Rede des evangelrschen Pra- laten und des katholisckien Domkapitulars werde bei der hessischen Lehrerschast nicht sobald vergessen werden. Man nahm alsdann nachstehende Entschließung an: Die am 21 Februar in Mainz zu einer außerordentlichen Generalversammlung zusammcnberusenen Mitglieder des kathol. Lehrervereins im Grobherzogtum Helle» bedauern auss schmerzlichste die —mit Ausnahme deS Herrn Prälaten Dr. Flormg — ablehnende Stellungnahme der Enten Kammer m Beirest der Bc- ioldungSanqclegcnheck der Lehrer und Lehrerinnen und erklären einmütig dass sie die von der Zweite» Kammer ,eltgeletzten GehaltS- lltze als baS Mindestmaß dessen betrachten, lvas sic gegenüber dem den mitlleren Beamten zugcstandcnen Dicnltelnkommen bcan- rvcuchen müssen Sie erwarten darum, daß bei den bevontehcndcn Verhandlungen der gesetzgebenden Körperschaften über diese Ange- leacnheck unter die Gehaltssätze nicht beruntergcgangen werde, da sic dann eine Zurücksetzung mid eine 'Minderbewertung ihres Be- äufes Und ihrer Berussarbeit erblicken müßten." Großes Interesse beanspruchte nach Erledigung dieses Punktes die Stellungnahme des Vereins zum Verhalten des Domkapitulars Tr. Bendix in Sachen der Lehrerbesol- dllnqsfragc. .Hierüber sprach Hauptlehrer Sorness-Bin- aen Wort für Wort der Bendirschen 'Ausführungen in der Ersten' Kammer findet durch den Redner eine energische Widerlegung und entschiedene Zurückweisung. Ein schwarzer Tag war nach des Redners Darlegungen jener Tag, an dem der Vertreter der katholischen Kirche in der Ersten Kammer gegen die Lehrerbcsoldung sprach, ein schwarzer Tag fiir den katholischen Lehrervercin imd wohl auch für die katholische Kirche selbst. Die bloßen Vertröstungen und Bersichcruligcn des Wohlwollens ohne entsprechende Taten fassen nach des Vorsitzenden Ausführungen die katholischen Lehrer Lessens als .Hohil auf. Zuletzt kam eine vom Bezirks- Verein Offenbar!, durch Lehrer Zähn vorgeschlagene Entschließung zur Annahme, wonach Dr. Ben dir aus Grund des Paragraphen 12 der Bercinssatz urigen (Wahrung der Interessen des Vereins j als Mitglied aus dem katholischen Lehrerv erein a^lsgeschlossen wird. Eine weitere Entschließung sagt, daß sich iin übrigen die kath. Lehrer und Lehrerinnen Hessens durch daS Verhalten des Herrn Domkapitulars Bendix nicht in ihrer Treue zur Kirche irre und wankend machen lassen, daß aber ihr Vertrauen zur kirchlichen Behörde miss schwerste erschüttert worden sei. Zur Neuregelung der Nonturrenzklaujel. Ter Ausschuß des Reichstags zur Borberatung des Entwurfes zur Aenderung der Paragraphen 74, 75 und des Paragraph 76 Absatz 1 des Handelsgesetzbuchs hat schriftlichen Bericht erstattet über seine Beratungen zu diesem Gcsctzcntnmrs. Ter Ausschuß war am 14. Januar 1913 zusammengetreten, hatte bis zur Sommcrvausc die erste Lesung beendet und die zweite Lesung in diesem Winter »otgenonnncii. Tie Beschlüsse der ersten Lesung halten ZU cineni Kontlikt mit der Regierung geführt, die einen großen Teck der Beschlüsse dcS Ausschusses für unannehmbar erklärte. Einen neuen Entwurs der Regierung dat der Ausschuß, freilich mit einigen Abänderungen, in zweiter Lesung angenommen. Die endgültigen Beschlüffc des 'Ausschusses bilden somit ein Kompromiß, dem die Regierung schlicßliw zu- stimmcn dürste. Ticwichtig st cnBcschlüs sc sind auf Grund der Kompromißvorschläge folgende: 5 74. Eine Vereinbarung zwischen dem Prinzipal und dem .Handlungsgehilfen, die den Gehilfen für die Zeit nach Beendigung des Dienstverhältnisses in seiner gewerblichen Tätigkeit beschränkt (Wettbciverbverbotl, bedarf der Schristforiu und dev Aushändigung einer von, Prinzipal Unterzeichneten, die vereinbarten Bcsckinmungen enthaltenden Urkunde an den Gchilien. Das Wettbewcrbvcrbot ist nur verbindlich, ivenn sich der Prinzipal oerpslichtet, fiir die Dauer des Verbots eine Entschädigung zu zahlen, die für jedes Jahr des Verbots inindcstcns die Hälstc der von dem Handlungsgehilfen zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen erreicht. 8 74 a. Das Wcttbewerbvcrbot ist insoweit unverbindlich, als es nicht zum Schutze eines berechtigten gcschästlichen Interesses des Prinzipals dient. Es ist ferner unverbindlich, soweit es imter Bcrücksichffgung der gewährten Entschädigung nach Ort, Zeit oder Gegenstand eine unbillige Erschwerung des Fortkommens des Gehilfen enthält. Das Verbot kann nicht ans einen Zeitraum von mehr als zwei Jahre» von der Bccudigung des Tienitoerhälmiffes an erstreckt werden. Das Verbot ist nichtig, weint die dem Gchilien zustehendcn jährlichen vertragsmäßigen Leistungen den Betrag von achlzehnhundcrt Mark nicht übersteigen. TaS Gleiche gilt, wenn der Gehilfe zur Zeit des Abschlusses minderjährig ist oder iocni, sich der Prinzipal die Erstickung auf Ehrenwort oder iintcr ähnlichen Versicherungen versprechen läßt. Nichtig ist auch die Vereinbarung, durch die ein Dritter an Stelle des plchilicu die BervslickNunq übernimmt, daß sich der Gehilfe nach der Beeirdigiing des Dicnst- ocrhältniisks in seiner gewerblichen Tätigkeit beschränken werde. Unberührt bleiben die Vorschriften des 8 138 des Bürgerlichen Gesetzbuchs über die Nichtigkeit von Rcchlsgeschästcn, die gegen die guten Sitten verstoßen. 8 74 c. Ter HandlungSgehcksc muß sich aus die fällige Entschädigung anrechnen lassen, was er Iväbrcild des Zeitraums, für den die Entschädigung gezahlt wird, durch alidcrweite Vcnoertung seiner Arbeckskrast erwirbt odc>»zu erwerben böSloiltig unterläßt, soweit die Entschädigung unter Hinzurechnung dieses Betrages dev Betrag der zuletzt von ihm bezogenen vertragsmäßigen Leistungen UIN mehr als ein Zehntel übersteigen würde. Ist der Gehilfe dllrch Wctlbewerbverbot gezwungen worden, seinen Wohnsitz zu verlegen, so tritt an die Stelle des Betrags von einem Zehntel der Betrag von einem Viertel. Für die Tauer der Verbüßung einer Frciheits- strafe kann der Gehilse eine Entschädigung nicht verlangen. Tor Gehilfe ist verpflichtet, dem Prinzivot auf Erfordern über die Höhe seines Erwerbes Auskunft zu ertccken. § 75. Löst der Gehilfe das Ticnstvcrhältnis gemäß den Vor- schrittcn der 8.8 70, 71 wegen vertragswidrigen BerbaltcnS des. PrinzivalS aus, so wird das Wettbewerbverbot unwirksam, lvenn der Gehilse vor Ablauf eines Monats Itckch der Kündigung schriftlich erklärt, daß er sich an die Vereinbarung nicht gebundrn erachte. In gleicher Weise wird das Wcttbewerbvcrbot unwirksam, wenn der Prinzipal das Dienstverhältnis kündigt, cs sei denn, daß für die Kündigung ein erheblicher Anlaß in der Person dcS Ge. hllsen vorliegt oder daß sich der Prinzival bei der Kündigung bereit erklärt, während der Tauer der Beschränkung denl Gehilfen die vollen zuletzt von ihm bezogenen vertragsmäßigen Leistungen zu gewähren. 8 75 a. Ter Prinzipal kann vor der Beendigung des Dienst- Verhältnisses durch schriftliche Erklärung auf das Wettbewerb- Verbot mtt der Wirkung verzichten, dast er mit dem 'Ablauf eines Jahres feit der .Erklärung von der Vcrvflichtung z»r Zahlung der Entschädigung frei wird. 8 75 c. Hat der tzandlungsgchcksc sür den Fall, daß er die in der^ Vereinbarung übernommene Bcrpstichtung nicht erfüllt, eine Strase versprochen, so kann der Prinzipal nur die vcrioirktc Strafe verlangen : der Anspruch auf Ersülluizg oder Ersatz eines weiteren Schadens ist ausgeschlossen, Tic Vorschrittcn des Bürgerlichen Gesetzbuchs über die Herabsetzung einer unverhältnismäßig hohen Vertragsstrafe bleiben uilbcrührt. Als neue Bestimmung hat der ?lusschuß jolgcndcs in den Entwurf auf'.enommcn: Aut eine Vereinbarung, durch die sich ci» Prinzipal einem anderen Prinzival gegenüber verpflichtet, einen Handlungsgehilien. der b« diesem im Dienst ist oder gewesen Nt, nickt oder nur unter bcsttmmten Voraussetzungen anzustcllcn, stndkt die Vorschrfft des 8 152 Slbi. 2 der Gewerbeordnung 'Anwendung. Aut Wcttbk- werbvcrbote gegenüber Ptwsonen, die, ohne als Lehrlinge angc- ,nommen zu lein, zum Zwecke ihrer dlusbildung uncutgeltlick mit kaustnännitchen Diensten beschästigt werden (Volontärct, finden die ,'ür Handlungsgehllfei, geltenden Dorschniten insoivcit Anwendung, als sie nicht auf das dem Gehilfen zustrhrndc Entgelt Bezug nehmen. Die neuen Vorschriften finden, abgesehen von den Formvorschriften des 8 <4 Satz l, auch aut die vorher vcr- ei"bar»cn Wettbcwerbvcrbote Auwcnduua Ein We't'e—-r'-"e'bnt, das nach den neuen Vorsch if.cn unverbindlich ist stvcil eine dem 8 74 ^atz 2 eicktprcchcnde Enpchädigung ni.tzt vcrci ^ur. in voer die dem Gchilscn zustehendcn vertragsmäßigen Leistungen den Betrag von achtzehnüundcrt Mark sür das Jahr nicht übersteigen, bleibt verbindlich, falls lich der Prinzipal vor dem 2lb- laut von drei Monaten seit dem Inkraittreten des Gesetzes schritt- lich erbicict, die vorgeschricbcne Elrtschädigung zu zahlen sowie die dem Gehckicn zustehendcn vertragsmäßigen Leistungen aut mehr als achtzchnhunderk Mark für das Jahr zu erhöhen. Ter Ausschuß beantragt die stlnuahmc folgender Enticklie- ßung: Tic verbündeten Regierungen zu ersuchen, einen Gcsetz- cnlwurt vorzulcgen. der sür 'Angestellte und 'Arbeiter die II»- psänckbar keit des 'Arbeitslohns verweigert, und einen weiteren Geictzemtwurs zu uinerbreiten, durch welchen das »le- biet des Wettbewerbsvcrbots für diejenigen Angestellten und Arbeiter geregelt wird, auf welche das Koukurrcuzklauselgesetz keine Anwendung findet. Vereinsnachrichten. —GS t e i u b a ch , 22. Fcbr. Die hiesige Lrts>ir:ck>pe^ des Deutschen Flv tten v c re ins veranstaltete heute im Saale des „Einhorn" einen Bonragsabcnd. der stark besucht war. Lebrer Keil, Klein-Linden, sprach, anschließend an seine Reise »ack Hani- b«rrg. Krell, Helgvlmiü und Bremen, über die deutsche Han- dals- und Kriegsflotte. Ter Vortrag ermöglichte es den Anwesenden, eine zurreffcnde Vorstellung zu erlangen vo» dicicn §>anptfakborM deutschen Wohlstandes und deutscher Sichcrhcck. — Einige ickeiterc Beitritte zu der Ortsgruppe, tvclche mmmchr 15 Mitglieder stark ist, zeigte, daß die Mahnung des Redners, durch |SSfeTd)luii an boi ^Lottenborhi üir bic ,nettere Stärkung btr Flotte “ at, 8 ,iu sein, nid« ohne Dirkutno geblieben nxtr. ’' et 5R ei gt i r cn , 21. ^Vebr. :önitc abend feierte der T u r n- et it fein 6. Stiftungsfest. Die Begrüßungsrede dielt der 1. etiretttcr, c oantcr. Bl»! dem Programm find bervorzudeben ein >6mgipiel,^ein Tiroler Reigen von 4 Turnern und 4 Turnerinnen der Schusterjungenreigen von 46 Turnern. Verlosung und I-taitj bildeten den Schluß der Feier. B. Kondors, 23. Febr Am Samstag abend hielt der imadfabr erverein Rabenau sein 2. Wintervergnügen, ber» .buitbni mit Maskenball, ab. fstach der Demaskierung hielten »Aus- ssühoungen und der Ball die Besucher bis zur frühen Morgenstunde 1 zusammen. — Treis a. d. Lda.. 22. Siebt. (Sitte Kappensitzung feierte «un Samstag abend der seit zwei Jahren bestehende volkstümliche flk.ein „G emü11 1 chke 1 1". Großen Beifall erhielt der von dem Vorsitzenden kombonierte Gevattermarsch. Svovt.. Podbielskis 7 0. Geburtstag. Berlin, 22. Febr. Bei mildern Frühlingswettcr wurde beute nachmittag die neue Sportfaison ifti deutschen Stadion cröffnel. Dar Entscheidungsspiel um den Kronprinzenpokal, veranstaltet vom Deutschen Fußballbund, wurde zwischen dem norddeutschen Fußballbuitd und dem Verbände mittel- «deutschcr Ballspiclocrciue nusgetroqen. Nach einer Spiel- idauer von zweimal 4'> Minuten riß Norddeutschlaitd drei Minuten vor dem Zeitablaus mit 2 : l ben Sieg an sich. >Iu der großen Pause zwischen den beiden Spielen wurde zu sEhren des Siaatsmfnistcrs v. Podbtelski anläßlich seines 70. Geburtstages eine Bronzctafcl enthüllt. Das Bild zeigt den Staatsministcr mit der Inschrift „Dem Förderer des deutschen Sports." Neben etwa 1300 Vertretern fast alter dem deutschen Reichsausschuß sür die olnmpi- : scheu Spiele angefchlossenen Sportkorporationen beteiligten :firi> mehrere Militärvereine an dem Turchinarsch zu Ehren .des Siebzigjährigen. Ter Vizepräsident des deutschen Rcichs- ausschusseS, von Lertzen, feierte den Staatsministcr in längerer Rede, worauf Exzellenz v. Podbtelski in einer kurzen Ansprache dankend erwiderte. t'ndefien nicht da, er hatte ja regelrestt Urlaub ge- nemmen. und man mußte ihn also erst suchen. Die stille Hvssnung, daß Lehmann nach gesunden tvetden j föimtc, ernnes sich als trügerisch Endlich verfiel man aut einen iAusweg Es tvnrde ein amtliches Schreiben aufaefetzt. tu bem -Lehmann bedeutet wurde, daß er entlassen sei. Es erschien die emiachste Sache van der Welt, dieses Schreiben in der »Wohnung Lebmanns au, den Tisch zu leg-n, Tie Sache schien einfach, ,n Wnkltchkett war es ein vergebliches Bemühen, denn man hatte rächt mit der resoluten Wirtin des Lehmann gerechnet. Als der Amisbole mit dem schreiben erschien, verweigerte die Frau die Annadme mit der ErNürnng, ihr Mieter hätte dttrch amtliche Schreiben schon viel Aerger gehabt. Tarant wollte der Bote den .IBuet am dem Tische niederlegen, was ihm aber auch nicht gestattet imirde. Schließlich gedachte er ganz schlau zu sein Er machte die ^kür von draußen zu. wartete eine kurze Zeit und schob dann das Stdteiben unter der Tür in die Wohnung. Die Wiriin statte wob! aber etwas derartiges vermutet, denn sie öffnete vlöIrlich die Tür und gab das Schreiben dem Bolen zurück, der es wieder mit ams Bureau brachte, Leb mann erschien nach seinem Urlaub gelund und munter im Bureau und wußte anscheinend von nichts. Als tdm nach drei Monaten bedeutet ivuide, -daß er im Bureau nichts mehr zu suchen habe, da ihm ja ge kündigt worden sei. war er sebr erstaunt Er verließ seinen Posten. belnelt sich aber alle Ansprüche vor, die er nunmehr ibttrtbbcn Rechtsanwalt Walter Bahn vor der 191. Zivilkammer vertreten ließ In der Beweisaufnahme wurde scstgestcllt. daß Leh. .mann der Kündigungsbrief erst einen Tag nach der vereinbarten Fast zugestellt werden konnte. — Die als Zeugin geladene Wirtin des Klägers schwor, daß eine Pereinbarnng. die Kündigung durch Mchtannahme von Briefen unmöglich zu machen, zwischen ihr tiitd ihrem Mieter nicht getroffen ivorden sei Tarauibin wurde die beklagte Gemeinde Trevtow verurteilt, »nd zwar tvurde dem Kläger Lehmann zunächst ein Teilbetrag von 3500 Mk gesprochen. — Der Rechts!»eisland des Klägers erklärte, daß sich , dessen gesamte Ansprüche an die Gemeinde Treptow aus 27 ODO Mk. t belaufen. Die vetiänmte Kündigung dürste also für die (Gemeinde ziem- -lich kostspielig werden, zumal fie auch noch die nicht unbeträchl- ! sichen Gertchlskosten zu tragen hat. Todesstrafe gegen einen Spion. iC Wien, 22. Febr. Der seltene Fall, daß Todesstrafe wegen Spiottage auch im Frieden verhängt wird, hat sich vor dem hiesigen Landesgerichk ereignet, dos den seüderen Obcrlent- nant Cedvtml Jandrie zum Tode durch den Strang verurteilt. We die Beweisaufnahme in dein Prozeß, der natürlich aus Staals- «ntcrciie unter vollem Ausschluß der Ocssentlichkeii geführt wurde, vergeben haben soll, fanden sich kn dar Wohnung de» Angeschul- digten verschiedene Dokumente, nt denen Mitglieder einer fremden Macht dem Angeklagten verschiedene Aufträge erteilten. Auch gestohlen« Mobi nierungsyläne, gesteimzuhaltende Eisenbahnsahr- vläne usw. wurden gesunden. — Die Verhandlung gestaltete ,tch insofern einfach, ais der Angeklagte geständig war. Er gab zu, seit dem Jahre 1912 mit dem russischen Generalstab IN Verbindung gestanden zn haben. Tie Todesstrafe wurde verhängt, weit der Angeklagte seine verbrecherische Tätigkeit zu einer Zetr ausübtc, in der das Land durch äußere Feinde bedroht war. Ter Bruder des Verurteilten wird sich in einigen Tagen unter dcc gleichen Anllage vor Gericht zu verantworten haben. — Es ist übrigens wohl kaum zu erwarten, daß das Urteil ausgefuhtt werden wird; es dürste in lebenslänglichen Kerker umgewandelt werden. Kassel, 20. Febr. Wegen Betrüge? in 953 Fällen verurteilte heute mittag das hiesige Landgericht den Kausmann Harry Hoerkc in Wandsbeck zu drei Jahren Getängnis und vier Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte gewann g-meinsam mit seinem Sttetiohn Mattin Hoppe in Hamburg von Kopenhagen und Amsterdam aus durch betrüneri'che Vorspiegelungen und marktschreierische Rellame unzählige Leute in allen Teilen rseuttch- lands zur Beteiligung an Serienkvsges eil sch asten. Diesen Spielern wurden die schlechtetten Serienlose ans ganz Europa zugeiandt, so daß aut rund 390 Mark sovieleintagen im besten Falle eine Mark Gewinn entfiel. Ten 'Angeklagten erwuchs aus diesem Schwindel eine Iafnescinnahme von 100 000 bis 3 20 000 »Mart. Hoppe ist am 17. Oktober 1913 wegen Beihilfe zu diesem Betrüge zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nach vieler Mühe gelang es dem hiesigen Staatsanwalt, den Angeklagten im Dezember 1913 in Gens ausfindig zu machen und verhaften zu lassen. __ vermischte». * Tynamitcxplosion in der Kanzlei eines f isch oss. »Aus Tebreyin, 23. Febr., wird gemeldet: it der Kanzlei des griechisch-katholischen Bischofs »Miklossy fand heule eine Tynamitexplosion statt, durch welche fünf Personen, darunter der bischöfliche »Vikar und der Sekretär, getötet wurden. Ter Bischof selbst blieb unverletzt. Tie Tochter des Vikars wurde, als sie die Nachricht von dem Tode ihres Vaters erhielt, wahnsinnig. Man vermutet ein Attentat gegen den Bischof. Durch die Gewalt der Explosion wurden die Möbel aus die Straße geschleudert und die Fenster der umliegenden Häuser zertrümmert. Das Gebäude ist vollständig zertrümmert. Tie Explosion wurde in den entferntesten Stadtteilen gehört. Tie Untersuchung ergab, daß die Dynamitbombe von Czeruowiy mit der Post an Bischof Miklossy gesandt wttrde. Ein gestern rin- getroffener »Brief kündigte an, daß eine Sendung, enthaltend Kirchenlcuchtcr für Kultuszwcckc, einen geeigneten Teppich aus Leopardenseil, sowie 100 Kronen für den Bischof an- komme. Der Brief war mit Anna Kovact unterschrieben. Die Sendung traf wirklich ein und wurde von dem bischöflichen Vikar geöffnet, der durch die Explosion sofort ges tötet wurde. Drei Personen sind tot, stehen verwundet. Tie anfangs ausgetaucht« »Vermutung, twß das Attentat aus der Mißstimmung der protestantischen »Bevölkerung cttt- sprungen sei, erwies sich als völlig grundlos. * ganzen Schwarz Wald ist seit Sonntag nachts .anhaltender Schneeiall eingetreten. Die Temperatur sank von ptu» 1 1 Grad Wärme gestern aus minus 2 Grad. Ter Neuschnee liegt bis 10 Ztm. hoch. * Ertrunken. Aus Obertsrot (Murgtal) wird gemeldet! »Bei der hiesigen Pavicr- und Pappensabrik ereignete sich am Samstag obend ein tödlicher Unalückssall. Ter Arbeiter Wielandt aus Neichenthal, »Batet von 8 Kindern, der nach der Kanalichlruie geschickt wotXn war, um den Schieber zu schließen, glitt aus, stürzte in den Kanal und wurde aus diesem tu die bochgehende Murg getrieben. Beim Sägewerk der Fabrik wurde »Wielandt angeschwemmt. Die soso« angestelllen Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. * Zu Tritt in den Tod. Aus Berlin wird gemeldet: Heute nacht versuchte der Bügler Kolb in seiner Wohnung in der »Äollinerstraße gemeinsam mit Frau und Tochter aus dem Leben zu scheiden. Tie drei legten sich zn Bett, nachdem sie den G a s h a h n geöffnet hatten. »Als morgens der Gasgeruch bemerkt wurde, wurde die Wohnung geöffnet. Es gelang, Frau und Tochter zum Bewußtsein zu bringen. Kolb war tot. * Fischvergiftung in der Kaserne. Unter Ver- g i s t u n g s c r s ch c i u u n g c n erkrankten am Sonntag nachmittag 21 Mann des Gar de -Train-Bataillons in Tempelhos. Die »Mannschaitett hatten Schelliisch zu »Mittag gegessen. Bald dar- aui stellte sich bei' einer Anzahl Soldaten starkes Unwohlsein und Erbrechen ein. Ta dies die typischen Merkmale von Vergiftung sind, so wurden die Erkrankten iosart ärztlich behandelt. Ein Teil der Erkrautteu erholte sich bald wieder, so daß sie am Dienst am »Montag wieder keUnehmeu konnte». Mehrere Kraute jedoch mußten in das Garnisonlazarett gebracht werden. Reste der Fischmahlzeit, die wahrscheinlich die Krankheit verursacht hat, sind dem bakteriologischen Institut zur Untersuchung geschickt worden. Tie Küchenkommission hatte den Fischen im Rohzustand nichts verdäckttiges angemerkt. * GesädrIiche Spielerei. AuS Wittenberge (Bez. »Potsdam, wird gemeldet: In »Boberow bei Lenzen entstand in der »Wohnung des Ehevaares »Wolter ein Stubenbrand. »Bier Kinder verstopsten in »Abwesenheit der Eltern ein Mauseloch mit »Lavier, das sie anzündeten. »Als die Feuerwehr etndrang, waren zwei Kinder erstickt, die anderen so schwer verletzt, daß sie kaum mit dem Leben davontommen. * Schwindler. 2lus Hamburg, 23. Febr., meldet ein Privat-Telegramm: Tie Hamburger Polizeibehörde v er hastete ^den angeblichen Kausmann »Alfred Geist, der gestern das Kart Schultze-Tbeater pachtete und als Sicherheit auf das Altonaer Unterstützungsinstitut lautende gefälschte Spaclassenbückier hinterlegte. Et unterschlug die Einnahme und schädigte das Theater um etwa 560 Mk. In ähnlicher Weise schädigte er die Neue Oper um einen weit bedeutenderen »Betrag. * ß i i e n b a I) it u n g l ii cf. Ans »Paris. 23. Febr , wird ge- meldet: Aus Reims wird gemeldet: Tie Lokomotive und drei großen Schaden ongerichtet: namentlich aut dem »Platze der tüni.igen intern. Ausstellung sür Städiewesen wurden zahlreiche vor turzein in »Angrtis genommene »Bauten zerstört. Der angerichtete Schaden beträgt über eine »Million. — Aus dem (jlugfclb von Bron wurden sechs Schuppen mit sämtlichen darin beiindlichen Flugzeugen vernichtet. * Ter deutsche Schoner „Eleonora" aus Bremen, der von einigen Zeitungen als „Erna" bezeichnet wird oesand |un au, der Fahrt von St. Malo nach Charlestown als er am camstag IM Plymouth Lound Schul, vor dem'Sturm luchte. Tic Anker konnten aber das Schiss nicht Italien ttnb es wurde um 11 Uhr nachts gegen Trakes Island getrieben Tie Mannlchatt gab Feuersignale. Ein Regierungsschlevoee und ein onrercr -chlepver mbren nach der Unglücksstelle. Tie aus süns Mann beuehende Be,atzung wurde, wie bereits gemeldet wird gerettet, uyd m das ceemannsheim von »Plnmouth gebracht. Kapitän Kulike befehligt wurde, brach durch die »Wucht des sturmes auseinander C 1 -' 3e -' n ., ot - Aus Wrxsorh, 21. Febr.. wird gemeldet: Wie Lloyds niuteilen, in der norwegtlche Schoner „Merieav" bei den soltce-Jnjeln getchcitert. Das Schitt befindet sich in einer sehr schlechten Lage, da das Meer stark bewegt ist. Zwei Mann der »Be- iatzung sind '» einem Boot der „»Merieao" an Land gegangen. Aus den Jnieln bennden sich einige Leute. Ein Rettungsboot ist ver- oren. »Man betürchtet. dast dabet mebrere Persönen ertrunken sind. Zwei andere Rettungsboote sind in Eile nach der Uniall- stelle unterwegs. — Vierzehn Mann, die dem Schoner Hille bringen wollten, sind ertrunken. Sechs Leichen wurden an Land geschwemmt. Die gesamte Besatzung der „»Mexieao" ist gerettet. * N a h r u n g s s o r g c n. »Aus D i e d e n h o s c n , 23. Febr . meldet ein Privattclegramm: »Am Samstag aliend veauchtc in Nicder-Jeutz die Frau des »Maschinisten »W üst hvlz sich und ihh'e drei Kinder im 2llter von sechs Wochen hiss drei Jahren in ihrer »Wohnung durch Gas zu vergiften. Der hinzukommende Matii, fand die vier schon bewußtlos vor, doch gelang cs glücklicherweise, alle wieder ins Leben znrückzurusen. Mißliche Faniillenuerdält- nissc sollen der »Beweggrund der Tat gewesen sein. Ter »Mann ist seit längerer Zeit arbcftslos. "BomTanzindenTod. Aus L u d Iv i g s h a s c n , 23. Fcbr., mäldet ein »Privattelegrainmt In einem Pavftlon im Frie- scnpark im Stadtteil Friesenheim wurde deute vormittag aus einer Bank ein Liebespaar erschosseii ausgesundcn. Die Toten imtrden als der 20sährigc »Arbeiter Ewald »Rück er t und das 19 Jahre alte Dienstmädchen Margarete Türk rekogiwszicrt. Das »Motiv der Tat ist unbekannt. Tas Liebespaar hatte noch diese Nacht an einem üssentlicheu Tanzvergnügnt teilgenommen. * Der abergläubige Lokomotivführer. Der?lber- glaube des bösen »Blickes ftndet sich, wie ein Bericht der »New Porker „World" zeigte, nicht nur itt Italien, sondern auch tm vorgeschrittenen »Amerika. Aus einer der großen Eisenbahnlinien, die den nordamerikaniichen Staat Illinois durchguercn, blieb plötzlich ein Schnellzug mitten aus der ichneebedecktcn Strecke stehen. Die Auftegung war groß, die Reisenden eilten neugierig an die Fenster und die Zugbcamten stürzten nach der Lokomotive. »AIS der Zugführer den Lokomotivführer fragte, warum er plötzlich gebremst habe, wies dieser aus eine schwarze Katze, die am Fuße eines »Baumes im Sckmee wühlte, mtt den Worten: „Ties verdammte Tier ist über die Schienen gelaufen. Ich will es wieder über die Schienen zurückjagen, um uns vor dem bösen Blick zu schützen" und daraus bemühte er sich, dieses Vorhaben auszusühren, was ihm schließlich auch gelang. Dann sprang er wieder aus die Lokomotive und ließ den Zug wefter sabren. Es scheint also für eine Eisenbai,nsahrt kein ungünstigeres Zeichen zu geben, als wenn eine schwarze Katze über die Schienen läuft. Unglücklicherweise befand sich unter den Reisenden ein Oberbeamter der Eiscnbahngesellichast, der wenig Verständnis sür dir von der ichwarzen Katze drohenden Gesadren besaß, und dem Lokomotivführer, der allzusehr um sein eigenes und der Reisenden Schicksal besorgt war, den Dienst aufkündigte. vüchertijch. — (Die Berusswahk.) Ter technische Berus. Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem Zcitpimkt, wo Tauieitde von sungen Männern vor die Berufswahl gestellt werden. Da erscheint zur reckten Zeit ein Schrtttchen des Dipl. Ing. Wilh. «tiel über „Tie »Aussichten des technisck>en Berufes", das vom Jndustriebeamten-Verlag, Berlin XIV 52, an alle Interessenten kostenirei versandt wirb. An Hand von einwandsreicnt Material wird in der Schrüt nachgewieien, daß die technisd:en »Privatange- stelllen zurzeit unter einer außerordentlichen Uebcrproduktivn an technischen Krästen zu leiden haben. Alljährlich strömen Tau- sende der Technik zu. »Bor allem: ist es der Nimbus, der wie cm geheimnisvoller Schleier die Industrie, die Technit umwedl, die Meinung, daß dem Techniker die ganze Welt mit ihren Schätzen oisenstede, daß mit einem lüßckten Glück — und das erhofft teder — der Techniker ohne weiteres ein gemachter »Mann sei. Der Ruhm einzelner reizt, und man bedenkt dach ttidtt, daß cs eben nur einzelne sind, die das Glück erjagen, während die große Mehrzahl aller Ingenieure und Techniker sich mit völlig unzu. reichenden Gehältern begnügen inuß und zeitlebens: in unbeftiedigte, Lage verbleibt. — Jeder, der sich dem technischen »Bernir widmen will, sollte au, alle Fälle obengenanntes Schrrirchen lesen, bevor er sich endgültig entftheidel. Märkte. llll. Wiesbaden. Diehhof-Marktberichl vom 28. Hebt. Auftrieb: Rinder sitz (Oeblen <>7, »Bullen 27, Kühe und Färsen 122), Kälber 10 , Schate 78, Schweins 918. Marktverlaut t In Grouvieh bei schlevvendetn Geschält lieber« stand, Schweine und Kleinvieh langsam geräumt. Preis« lür 100 Psv. Lebend- Schlachtgewicht Me. 51-55 Ochlen. Poklkleifchsge, anSqemästete, böchsten Schlacht» wettes tm »Alter vott 4—7 Jahren . .... Jttnae, sleilchtge, nicht ausgemästete und allere ouSgentästet«............ Mäßig genährte junge und gut ge- genährte ältere...........16—49 Sutten. Pollkletlchige, auSgew, höchsten Schkachtw. . . 45—48 Vollsteischige, süngere. . . .......42—44 Fällen, Kühe. Pvllsletschlqe nnsgemästete Färsen höchste« EchlaebtwerteS..... 47—51 S'ollslelschigc misgemästet; Kühe höchsten CchlachtwerteS bis zu 7 Jabren.....39—43 Aeitere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte süngere Kühe . ........42—46 Mäßig genährte Kühe und Färsen.....34—37 Vertilg genährte Kühe und Färsen.....30—34 Kälber. Feinste Mastkälber...........62—64 Mittlere Mast- »nd beste Saugkälber.... 53—58 Geringere Plast- und gute Saugkälber . . , 48—52 Geringe Saugkälber..........44—47 Schale. Weidemastlchafei Mastlämmer und Mlasthammcl , . . 47,00—00.60 Schweine- Lollsteischtge Echtveine von 80—100 kg Lebend- gewi.bt.........• . . . . 50-51*/, Pollsleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 50-51 Pollfleischjge Schweine von 100—120 kg Ledend- geivicht............ Lollsteiichige Schweine von 120—150 kg Lebend gewicht..............5i.oo Fetisch weine über 150 kg Lebendgewicht . . 49—50 Lauen ..............46—00 Mk. 90-91 50—54 89-94 80-81 75-81 70-76 83-32 70-76 75—82 64—69 60—63 103—107 88-97 80—87 73-78 96—00 64-66 61-65 51-52*/- 64-66 64-00 61-63 58-00 kirchliche Nachrichten. Evangelische töemeinüc. 2n der Zohanneskitche. Mittwoch, den 25. Februar, abends 6 Uhr: 1. PassionZandacyr. _ Pfarrer Bechtolsheimcr. iraer mehr wird Tee, namentlich in den kräftigen Sorten, als tägliches Getränk bevorzugt* Von !ESSM£R’ S TEE - MISCHUNGEN setzen sich London Tee ä Mk. 2.60 und Englische Mischung ä Mk. 3.20 das Pfd. zum grossen Teil, Ceylon Indian ä Mk. 2.80 und FF. Ceylon Indian L Mk. 3.50 das Pfd. fast ausschliesslich •aus feinen britisch-indischen Tees zusammen. Diese vier Mischungen verdienen ihres Wohlgeschmacks, ihrer Feinheit und grossen Ergiebigkeit halber ganz besondere Beachtung. ^ ss Unheil Sie tlati Neueste gelegen u - 8rau trank Bioson -ur Stärkung und Dluterneueru x lchsucht und hat damit den denkbar besten Erfolg crzic Aussehen und Apvetit besserten sich sehr rasch und thr Allgcmc oennden int ictjt sehr zufriedenstellend. Bioson ist uns eine nni schopsuche L.uellc ^ur Stärkung des Körvcro gegen die Unbild geworden und gebubrr ihm der erüe Blatr unter d ^cahrnmleln. ^umal e- sehr blltrg ist. Bruno Boucher, Bo'nnon >IrelS diawitsch iPosen». 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Für die Großh, chirurgische Universttäts-Klinik und die Universitäis-Klinik für Ohre»-, Nasen- und Halskranke in Gießen sollen für das Etatsjahr 1914 aus dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: »> Die Lieferung von: l. Back-, 2. Fleisch-, 3. Kolonial- und Spezerei- warcn, 4 Milch, 5. Butter, 6. Eier, 7. Bier, 8. Berbrauchsgegenständen, 9. Besen- u. Bürstenwaren, 10. Glas- u. Porzellanwaren, 1 l. Scheuer- tüchern, 12. Leise und Soda, 13. Bohnerwichse, 14. Gips und 15. Eis. b' Tic Abgabe von Knochen und Lumpen. Die Lieferungsbedingungen liegen vom 25. lsd. Mls. ab zwischen 2 und 5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehe», und bis zuni Eröffnungstermin Zttilaß. i>t» 6. dlinrj 10U, iiraitttp 11 Uhr, emzureichen. Proben der unter a) 3 und 7 bis 14 bezeichnet«» Waren .’c sind den Angeboten beizusügen. Der Zuschlag wild innerhalb 14 Tagen nach dem Eröffnungstermin erteilt. Gießen, den 23. Februar 1914. Die Großh, Direktionen der chirurg. Nuiv.-Kliiiik und der Univ.-Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke. (gez) Poppert. (gez.) v. Eicken. NntzhoLzversteigerrmH i» dem Markwald zu Muschenheim am Tonuerstag, de» 26. Februar 1914. Stamme : Eichen : 1 Stück 2. Klasse — 1,19 Fstm., 1 Stück 3. Klasse — 1,06 Fstm., 1 Stück 4. Klasse — 0,80 Fstm., 4 Stück 5. Klasse ----- 1,50 Fstm., 35 Stück 6. Klasse — 15 Fstm. Stamme : Fichten : 2 Stück 3. Klasse — 3,45 Fstm., 14 Stück 5.a Klasse — 11,50 Fstm., 20 Stück ö.b Klaffe — 6 Fstm. Stämme: Kiefern : 2 Stück ö.b Klasse — 0,65 Fstm., I Lärche — 0,39 Fstm. Derbstaugcu : Eichen: 68 Stück — 3,74 Fstm, (Deichsel und Langwieve). Terbftangen : Fichten: 55 Stück — 7 Fstm. Brenttholzverftergerung Freitag, den 27. Februar. Scheiter: 112 Rm. Buchen, 12 3?m. Eichen, 2 Rni. Kiefern, Knüppel: 100 Rm. Buchen, 50 Rm. Eiche». Rciffg : 60 Rm. Buchen, 60 Jim. Eichen, 18 Rm. Kiefern. Stöcke: 75 Rm. Buchen, 10 Rm. Eichen, 10 Rni. Fichten. Zusammenkunft an beiden Tagen vormittags 10 Uhr am Wetterbcr'gskopf. Muschenheim, den 23. Februar 1914. 2660 V Eifer, Markmeister. Nntzholzversteigerutttt. Am Mittwoch, de» 4. März d. 2-, kommt von vormittags 10 ttdr ab im Gemcindehauic zu Cbcrtlecn au- de» Waldungen der nachbezcichnctc» Gemeinde» solgendes Hotz zur Versteigerung: 1. Oberkleen. Eichen: 3 Stämme 2. SL - 3,00 Fi»»,, 16 Slämme 3. KL — 16,10 Fstm., 52 Stamme 4. KL — 31,73 «hin.. 82 Stamme 5. Kt. = 23,44 «itm. und 58 Stangen 1. KL Buchen: 1 Stamm 2. Kl. ~ 0,88 Film., 2 Siam me 3. KL — 1,21 Fltm.. 9 Stamme 4. KL — 5,12 Fstm. und 1 Stamm 5. SL — 0,40 ,y'tm Radcldolz: 8 Stämme 3. KL - 5,27 Öhm.. 89 SL 4. SL — 26.01 öftm., 43 Stangen I. KL, 23 Stange» 2 SL, 161 Stangen 3. Kl. und 48 2!m. Nutzholz (3 Mir. lang! 2. >techerkleen. Eichen: l Stamm 3. Kl. — 0.48 Film.. 7 Stamme 4. Kl, — 3,67 Film., 12 Stamme 5. Kl °» 3,9«> «um., und 15 Rm, Nutzbot, 13 Mir, lang. Radcldolz: 9 Stämme 8. SL — 5.39 Finu., 150 St. 4. Kl. — 30,00 2hm. und 59 Rm. Nutzholz (1,85 bis 3 Mir. langt, 3. Eberssrbns. Elchen: 2 Stämme 1- KL = 4,96 Fstm., 8 Stämme 2 Kl, — 12.04 Fltm,, II Stamme 3. KI. — 9,82 Fstnr, 16 Stämme ' 4. Kl. — 9,81 Fstm., 19 Stämme 5. KL — 3,50 Fstm., 4 Stangen 1. KI. und 10 Stangen 2. Kl. Buchen: 1 Stamm 2 Kl. — 1,02 Fstm., 2 Stämme 3. Kl. = 2,53 Fstm. und 2 Stämme 4. KL — 1,46 Fstm. Nadelholz: 1 Stamm 2 KL — 1,06 Fstm.. 21 St. 3. KL — 12,89 Film., 115 Stämme 4. Kl. — 34,53 Fstm. 7 Stangen 1. KL, 16 Stangen 2 KL, 138 Stangen 3. SL und 32 Rm. Nnbholz (3 Mir. lang). Das Holz liegt an guten Absuhrwegen, auch ist Bahn- vcrbindung vorhaudcti. Die Herren Fiirster 21vel, Lberklee» itnd Grnlse. stiiedertlecn werdet! aut Verlangen Auskunft erteilen. Grob-Rechtenbach. den 21. Februar 1914. _ Ter Bürgermeister. _ 26568 Holzversteigerurrg im Beuerner Gemciudewald. Donnerstag, den 26. und Freitag, de» 27. d. Mts., jedesmal von vormittags !> Uhr an, kommt in verschiedenen Distrikten folgendes Holz zur Versteigerung: I. Brennholz. 208 Ölm. Buchen-Scheiter 294 Rm, BuLen-Rciscr 10 „ Eichen- „ 48 „ Eichen- „ 196 „ Buchen-Knüppel 67 „ Buchcn-Stöckc 52 „ Eichen- „ 12 „ Eichen- „ 4 .. Aspen- „ 3 , Aspen- 6 „ Fichten- „ 2. Bau- uud Nutzholz. 2 Eichen-Stämmc 1. Klasse ----- 2,55 Festmetcr, 6 ,/ „ ----- 6,29 5 „ 3. „ = 4,33 12 „ 4. „ ----- 7,09 39 „ 5. „ --- 10,99 97 6. „ ---- 19,70 2 Aspen-Stänimc 4. Klasse — 0,66 n 1 Birkcn-Stamm 5. .. = 0,74 „ 300 Fichten-Derbstangc» = 24,39 Die Zusanimcnkunjt ist am ersten Tage auf der Kreisstraße Beuern—Allertshausen, am zweite» Tage auf der Kreisstraße Beuern—Geilshausen, auch kommt das Brennholz am ersten Tage zur Versteigerung. Beuern, den 20. Februar 1914. Großhcrzvgliche Bürgermeisterei Beuern. Walther. 2563 Amtliche Bekanntmachnttgeu der Stadt Gietzen. Tie Sinsen der Stiftung der Konead Batibaier Lang Erben ine >914 Mil 423,10 2)tk. tind a» zwei ve- üstrsttge, evangelilchc, niindesteno 00 Fabec alle Be wahner GietzenS zu vergeben. Meldungen bis 5. März 1911 ans Arnienaml, yiitcrtuca 9. ____ 9649 B DaS jlut- uud Abichlagcn des Freibades. Bolko jchulbades iolnie der Schutzaclander lür die Bierde schwentme koll , Jicustlili. 3. März ds. Zs., oernuttags 10 llhr öllemltch vergeben werden. 20398 2lrbeusbelchreibana und Bedingungen liegen am dem städt. Hochbauantt zur Einstcht offen. Angebote na, Var- drua. der daselbst erhältlich, lind b-s »»in genannten Dermin dorthin etnzureläteu. — Zuschlags»',',! ! 3 'Wochen. Die nachstehenden Slrbeiien für den Neubau der Isolierbaracke tosten Dienstag, 3. f (ir,j ös. Zs., »ersiittiigs 18'. llhr, öffentlich vergeben werden: 1. tlllaicrarbeiten (2 Lasel, 2. LPeikbindcrarbcilca. Zeichnungen. Arbettsbelchreibmig und Vedtugungeu liegen aut dem städt. Hochbäuämt zur Etttüchi offen. Ar, gebvie aut Vordruck, der daielblt erhältlich, und bis zun, gcnnnnlc» Termi» dorthin einzurcickten. — Zuickstagdirin 3 Wochen. 2668 8 Vergebung von Maurerarbeiten. Die Maurerarbeiten zur Herstellung einer Mutter- mauer am BöschunaSsus; enllana der Wieseck in der ^onn srratzc von der (Karten- bis zur Bismarckitrasre iallen Dienstag, den 3. März, vorm. 10 ttlrr. aur unserem Dierbauamt vergeben werden. Die Berdinnunasnnt.er- lanen uegcn daselbst offen und und Angebote aui Bordruck bis zum vorgenannten Zeitpunkt an das Ticsbail- amr einzuretd»en. — ^usrhlagsfrikt 4 Wochen._ (-yfirtP» v/ Vergebung von Viistreichcrarbeiten. Nachverzcichiicie tzlnstrcicherarbciten losten Tienätan, dc»3.:0!ärz b.71. auf unterem Tiekbanantt vergeben werden: Bormitlagc. 11 Uhr der Anstrich der Fnffgänger- bräcke am Bahnlwl «her die Tberh. tfiienbadnen. Bormittags 41^ Mir der tzlnstrich der tzlnschtagiaieln. Tie PerdingungsnMerlagcn liegen daielbst affen und sind tzlnqcbote aui 'Vordruck bis »mit vorgenannten Sc,,- ounki an das Tnüluuiantt cinznreichen. — Zuscklagssriit 4 2l>oche,t. ' > MUj Bei den Elektrizitätswerken und der SKuncnbadn der Stadl Gieffen sind einige Zentner Kuoterckdiaste. Al>- eiien usw. gegen Barzahlung abzugeden. tzlustiinstc werden von genannter Stelle wahrend der Dicnitstunden im 'Vertvaltttnasgebäude. Lahnstrntie 28, Zimmer dir. 4. erteilt. „ 2683 B Angebote lind bis zun, 28. d. :v!ts. an gennnnlcr Stelle einzureiäieu. Holzbersteigerung Donnerstag, 2V. Februar 191 1, bormittagS !»' llhr, in den Distrikten Fwlcnhecke. V,rkengar>en, Strauch, Stoooelberg, Wehrhol; i'.’lbt. 103. 105, J07-110, 114, 116, 1171 Forstwartei Wichen III. Forstwart Deilcl, Gleiten, 1994 Fichtenderhstange» mit 125,75 Fstm, 1 Wetg tgnne,tderbstangen mit 0,48 Fstni,, 2454 Fichtcnrcisstange» mit 20,99 Fstm.. 2520 Ftchtenoohnenstangen mit 3,28 Fstm, 3,2 8?u>. Buche,,, 6.8 R,„. Eichcn-Scheildol;, 12 Rin. Elche,,-. 7 Rm. Kieier». 31,l Rni, Fichten-Kniipoe 23 Wellen Erlen-Relst». Zusammcnkitnit nut detn all en Sletnbacher Weg nn der 3 Schneise, 124908 Holzverstcigcrung Montag, 2. Marz 1914, vor- ntittags 9> . llhr, int Distrikt Haugelstrin ,2lbt. 8, 10, 12 14, 17, IS, Forstwart Latz, Wicscck: 39 Fichten - Derbitangen mit 6,51 Fstni,, 1393 still». Buchen-, 7 Rni, Eiche,,-Schcitbolz. 126.6 Rm. Bustiein. 13,4 Rni. Eichen , 2,4 Rm. Fichten »„üovclholz. 20,4 Rm, Buaien, 1,2 Rm, Eichen-Slockdoiz. 2420 Westen Luchen-, 2E> Wellen Eichen-, 300 Wellen Linden-Reilig, Z„sa„„ne„l„nst ans der Stratzc nach Dnniiringen am Stej„br-,ch .____________ 2671» B Die Laudgeltiitvdcschiiler ,ur die tbcstutsstaiionei, Berstadt, Butzbach und Erünbcra sind abgcgangc». V S-cag'. 5- « V-Z -j — * = 'LED i-f sf. 1.2.2 2 , = r =■ fall 3ai?„ _ ^ <* o = S-S Sis ~ 2 ik. h - - L rs o- — o S'^2' _ 1:2 *•= a ~ 2 T2 § ^ S ca ™ sEs ~ -2 5 Zzr-A ial?. as= = 2 rsi 2 L i? 1« S © 2 rr & .. r; Ä $ tz “|J Jlf : (s)~ “‘Sa S » = (S ■t£- 51 = Ö» o si || 1 ’*oS.?F fl; -ti 5» 5-= ü '<& ^ Ce: 16 & 5|| iV-f § ' or^ äS "io '■tT.o o.-C; -ALTS? s-'S&S Es 8? ' 9t 2 Vip-to ~ogs - _ u :*|g : 3 3 2 - « ^ IJli o = o zSS'W HiWÄV Islll; 1 I LZMi !i«!ll|ii4|i!ii uh r!i&L jJIltS iipls I iPnf ilüüfifl “11*1 Sä 2 *M®a t='= ° 5 ='' , 2 2 « g ,'C 115 lll lif II slqpil! *£!?&• Sjf lliialjlj t'i||li|“ !!: fi il|i inliKK IliiJs tta# !f § i« :ZK II iJtlf-i II| lfm m ii s|i ki -s ZL ='°'e'f'=S 2'gg ZDL ii tr=:p iise§ E> ii mtk m ItHi Pi Ii Pili* «II liKi Ii: a: ®| E |«1 fjj Ifl-I *11 IZ - £5r;2 all sl £ IIZ La =“f SZ^-SZ-SZL J l- SSf I||-P ■ ~ 3 ' 31® .= P! im -=l = §7- Pli Ii • LL 'S« _ ISlitilllplIlls iä«r »«ä“J-J|ifa;-® E ? als*! •. 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