Hr. 46 Set Sieben« Anzeiger etftfjeirtt täglich, onier Sonntags. - Beilagen: viermal wöcüentlicl, Sitbemrzaniilietiblätter: zweimal wöchentlftireir- bl«N lür Len «reis Sieben iLtenstog und Freitag): zweimal monotl. Lavto wirtschaftliche Zeitfrage» gerniorrch - Anfthlüffe: Iür die Redaktion 112, «erlag u. Expedition 51 Adresse iür'Tepkiche«: Sluzciger Giesen. Annahme von Anzeige» lür die Tagesnumm« bi? vormittags S Uhr. Erstes vlatt Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SstafionrLntS m- Verlag der vrLhlfche» Uaio.-Vuch- nnb §<«mdr»cker«i B. Laag«. vienstag, 2§. Februar BczugSprel»: monatlich 75 Dk„viertel- iährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zlveigftellen monatlich 65 Pt.; durch die Post Äik.L.— viertel» jabrl. ausschl. Beftellq. Zeilenpreis: lokal 15Pj„ auswärts 20 Pjennig. Chefredakteur: A.Goeh. Verantwortlich iür Le» volit. Teil: Aug. Goeh; ihr .Feuilleton', ,Ber- nnjchtcS" und.Gerichi-- loal": Karl Neurath: lür .Stadt und Land": Bedattian, Lrpedttion und Druckerei: Schulpratz« 7. A»»>ge'nieü( tz/säch Tageskalendcr aus i»cm Fahre 1KI4. 21 . Februar: General v. Biilow stößt zur schlesischen Armee. Unser neuer Militärattache in 5t. Petersburg. Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns: Ter General der Kauallserie Burggraf und Graf Alfred zu Dohna Schlobitten wird demnächst Petersburg und den .Zarenhos verlassen und seiueu Posten an den sieben Jahre jüngeren — zurzeit irrt 55. Lebensjahre stehenden — diensttuenden General ä la suite des Kaisers Generalleutnant v. Chelius abtreten. Das ist mehr als eine bloße Nachricht, niehr als eine bloße diplomatische Veränderung. Denn im gegenwärtigen Augenblick ist es keineswegs gleichgültig, wer als Vertreter des Deutsckieii Reichs in die unmittelbare Umgebung des Zaren von Rußland berufen wird. Die russisch» österreichisch-deutsche Spannung und die Nachwehen der „Unstimmigkeiten" bezüglich der deutschen Militärmission in der Türkei erforderten die Wahl einer besonders qualifizierten Persönlichkeit. Tic Wichtigkeit, die Bedeutung des Postens eines Militärattachäs an der Newa gewinnt nun gerade jetzt noch durch die ungeheuren Rüstungen, die Rußland zurzeit unternimmt: erfährt doch der Friedensstand des russischen Heeres mit einem Schlage eine Erhöhung um fast eine halbe Million Mann! Fortgesetzt gelangen umfangreiche Bestellungen von Kriegsmaterial inner» und außerhalb Rußlands zur Erledigung: allerorten werden Reservevorrätc aUcr Art in Massen angehäuft. Eine besondere Vermehrung und Ausgestaltung wird dcnt Lustsahrlwesen zuteil. Die Aufgabe des Herrn v. Chelius wird also nicht eben leicht sein. . . . Welche Bedeutung hat eine Stellung als Militärattache bei einer fremden Macht? Fm allgemeinen erfahrt man von der Tätigkeit dieser Herren recht ivenig, kaum daß die breitere Oefscntlichkeit auch nur ihre Namen kennt. Aber sväter hat man doch schon inanchesmal von ihrem verdienstvollen Wirken erfahren. Groß sind die Anforderungen, die solch ein Posten a» seinen Jnlüiber stellt: in erster Linie größter Takt, sodann unermüdlicher Fleiß, repräsentatives Auftreten, umfassende Bildung allgemeiner, wie mili» tärtscher Art, Beherrschung der Knltursprachen imd natürlich körperliche wie geistige Elastizität. Bei Würdigung der fremden militärischen Verhältnisse ist Besonnenheit im Ur- tcü besonders notwendig: nicht darf, wie Eieneratfesdinar- MklH von Los einmal aussührte, die heimatliche Armee den Maßstab bei Beurteilung der fremdländischen bilden: denn „die Pbvsiognumie jeder Armee tvird bestimmt durch den Volkscharakter, die Geschichte und augenblickliche Politik des Landes iffw ". Wenn auch ein Militärattache naturgemäß die coesamtpolitik seines Vaterlandes, wie der fremden Macht, an die er berusen, niemals außer acht lassen darf — schon um zu einer richtigen Beurteilung der militärischen Verhältnisse zu gelangen — , so darf er dennoch niemals etwa selbst politisieren. Man erinnert sich in dieser Beziehung vielleicht noch des St o n f 1 1 f t e 8 , den Bismarck icinerzeit mit dem deutsche» Militärattackw in Wien, dem späteren General Adolf v. Deines, gehabt hat. Tie Qualitäten des Herrn v. Ehclius lassen indes die Erwartung zu, daß er mit Takt und Verständnis seiner Aufgabe gerecht werden und sich von jedem gefährlichen Politisieren fern- haltei: wird. Tie Wahl des Herrn v. Chelius ist nämlich in vieler Beziehung recht glücklich. Es scheint, daß sie aus den besonderen Wunsch des Zaren zurückzufnhren ist, der nämlich' gelegentlich seiner Anwesenheit bei der .Hochzeit Kuiift, IBificiifcbisit und Leben. — Ter Städtebauer des modernen Athen. Tic kriegerischen Erfolge Griechenlands loäbrend des Balkankrieges sollen auch äußerlich in Athen ein Echo finden. Mit dem nationalen Triumphe ist der Plan erstanden, Athen in größtem Stile zu einer Weltstadt auszubauen, zu einer Metropole, die in einer neuen architektonischen Physiognomie die Machtcrwciterung Griechenlands symbvliiicrt. Dieser '.Ausbau Athens nach modernen künstlerischen Grundsätzen des Städtebaues ist ein Licblingsplan König Konstantins und seiner Gemahlin. Währcich einst ein I deutscher Miinftler. St lense, die architektonische Entwicklung der griechischen Hauvistavt cntloart und anbahnte, wird jetzt ein Engländer vor der großen und reizvollen Ausgabe stehen, das neue ! Athen, das Athen der Zukunst, zu schaffen. Aus Betreiben des jkönigsvanrcs hat Thomas H. M a w s o n , der bisher als ! Lehrer iür Gartenarchitektur und Städtebau an der Unioersilät Liverpool wirkte, den Austrag erhalten, die Pläne zur Vergrößerung und Verschönerung Athens zu entwerfen. Mawson, der zu diesem Zivcckc längere Zeit in Athen weilte, ist imn in London eingetroffcn und äußerte sich auis höchste begeistert über die Aussichten des Werkes, das der König ihm anvertrant hätte. „Athen mit seiner herrlichen^Lage und seinen wundervollen Archi- > lekturresten dildcl in der Tat ein unvergleichliches Wirkungs- ebiet iür jeden 'Architekten. Tic Stadt ist heute nicht imstande, ie Tausende aufzuncbmen. die jetzt nach Athen ziehen: allein in Aen letzten 12 Monaten ist die Bevölkerung um 50 000 Kövjc rngewachsen Während der letzten Wochen war ich last nnunter- irochen mit dem König und der Königin unterwegs, wir fuhren rastlos umher, um die Möglichkeiten und die Einzelheiten der großen Neuanlage zu bcsvreäien. Ter Plan sieht mner andcrein die Errichtung eines mächtigen modernen Bahnhofes vor, der £cr Endpunkt aller Bahnlinien werden soll. Dieser Bau soll alle längsten Errmlgenschaften der Techink erhalten, gleitende, bewegliche Treppen usw. Bor dem Bahnhof wjrd ein getvalttger freier Platz angelegt mit reicheni Gartcnschmnck, StaMcn und .Kolonnaden: und von diesem Platze aus werden fächerförmig die Maßen Avenuen ousstrahlen, die durch die Stadt führen sollen. Man loird von hier einen wundervollen Blick aus die Akrovolis hoben, ans den weiier rechts liegenden Thrseus-Temvel und aut das »esc Parlmnenisgebäude, da. am Ende eines großen Boulevards aut einein Hügel cnivorragt. Auch die Anlagen großer moderner H o t e l v a l ä st e , an denen es bisher in Athen ichlt, sind vorgesehen. Meine Pläne erstrecken sich sodann aut den Bau nncr modernen P r a ch t st r a ß e , die von Athen nach dem Piräus der Prinzessin Viktoria Louise im Mai 1918 Herrn von Chelius wohl näher kennen gelernt hat, da dieser zum persönlichen Ehrendienst bei ihnr befohlen war, — Herr v. Ehclius erfreut sich seit Jahren der besonderen Gunst, des besonderen Vertrauens deS Kaisers. Seit mehr als neun Jahren befindet er sich teils als dienstbuender Flügel - adjntant, teils als diensttuender General ä la suite in der unmittelbaren Umgebung des Kaisers. Er begleitet den Kaiser wohl auf allen seinen Reisen, z. B. stets nach Korfu und in die nordischen Gewässer. Ost wird Herr von Chelius zu den verschiedensten Missioneu, namentlich repräsentativer Art, verwendet. Auf Festlichkeiten im Chelius» schen Hanse — am Kurfürstendamm in Berlin — pflegt das Kaiserpaar zu erscheinen, und als neulich Töchter und Söhne des Chcliusschen Paares heirateten, nahm das Kaiserpaar sowohl aii de» Trauungen, wie an Festliche ketten tell. Diese fast freundschaftlichen Beziehungen des Kaisers zu .Herrn v. Chelius, der übrigens ein Enkel des berühmten Heidelberger Chirurgen Max v. Chelius ist, gehen zurück bis auf die gemeinsame Gymnasialzeit in Kchsel und auf die Zeit, da der Kaiser als junger Leutnant zusammen mit dem ihm fast gleichaltrigen v. Chelius im Potsdamer Leibgardchusarcn-Regiment stand, das Herr von Chelius später, von 1906 ab, mehrere Jahre als Kommandeur befehligt hat. Interessant ist, daß seine Ehefrau eine Tochter des bekannten früheren preußischen Ministers des Innern v. Puttkantcr ist, den bekanntlich Kaiser Friedrich III. aus seinem Amte enllassen hat. Man hatte immer gehört, daß Herr v. Chelius den Grafen v. Hülscn-Hae- se 1 e r in seinem Amte als Generalintendant der Königlichen Schauspiele ersetzen werde, dessen Stellung scheint aber wieder befestigt zu sein. Herr v. Chelius hat sich nämlich nicht nur in den Dienst des Kriegsgottes, sondern auch in den der Musen gestellt: Eine große Anzahl von Liedern und Kompositionen für Klavier und Kammermusik, mehrere Opern („Haschisch"; „Die vernarrte Prinzeß"), einige Oratorien künden sein musikalisches Talent. Wenn diese musikalischen Interessen Zweifel an der Geeignetheit des Herrn v. Chelius ftir den Petersburger Posten wecken sollten, so dars demgegenüber bemerkt werden, daß er den gleichen Posten in Rom sechs Fahre lang erfolgreich bekleidet hat. Dötttfcbcs Reich. Dl er Reichskanzler trifft, einer Einladung des Senats folgend, zum Besuche Hamburgs am 2 . März dort ein und wohnt abends in der preußischen Gesandtschaft. Für den Vormittag des 3. März ist eine Besichtigung der Werst von Blohm u. Voß Und anschließend daran eine Hascnfahrt geplant. Für den Nach- rnittag ist ein Besuch des KolonialinstitMs und der großen St. Michäelskirche vorgesehen. Am Llbend des 3. März loird ein Mahl im Rathauie veranstaltet, für den Vormittag des 4. März ist ein Besuch der üiMthalle in Aussicht genommen. JmvreußischenAbgeordnetenhaus kam am Montag beim Medizinalwcsen auch das Problem desGcburtenrück- g a n g s wieder ausgiebig zur Erörterung, und zwar war es der 'Zentrumsobgeorimetc Frhr. von S te i n a eck e r- Trier, der das Thema anschnitt. In seinem Klagelied malte er die Verhältnisse aber doch wohl zu schwarz. Darin jedoch, daß etwas geschehen muß, um den Handel mit antikonzevtionellen Mitteln einzuschränkcn, ivird inan ihm beioiliebten nrüssen. Dieser Ansicht war auch der Minist« von Dallwitz, der u. a. mitteilte, daß bereits Wci- iimgen an die Staatsanwaltschaften ergangen seien, den Handel und die Anvreisung dieser Mittel scharf zu überwachen. Ueberdics liegt döm Reichstag ein cntivrechender Gesetzentwmi vor, der vornehmlich den Vertrieb im Umherziehen treffen loill. Außerdem stellte ldcr Minister sür die nächste Zeit eine nmsangreiche Denk- s ch r i s t, die grundlegendes Material enthalten soll und wohl auch »nie Anregungen geben wird, in Aussicht. Airs das Gebiet der Nahrnngsmittclchemie lenkte der uationatliberale Abg. iüürt und die in ihrer Grundanlage etwa in der gleichen Art er- iolgcn soll, wie der Bau der Berliner Döberitzer Heerstraße, die von Berlin über Ebarlottenbnrg weiter hinaus' in den Westen führt.' Zur VernürNichung dieser Pläne ist eine Tauer von 50 Jahren vorgesehen." — Fortschritte des Vogelschutzes. Der Frühling, der uns die Zugvögel zurückbringt, entftüelt auch zugleich so manche traurigen Attentate aegen die aus dem Süden heimkehrenden Luit- bcwohner Aber auch'die immer stärker anwachsende Vogelschutz» bcwcgunq ist ans dem Platze, und in diesem Frühjahr werden wciter- qchcnde 'Schutzvorrichtungen iür das Leben umerer gefiederten Freunde sorgen als je zuvor. Das fianzomche AckerbaumiNiiteiium hat ans Grund zahlreicher Zeugnisse von Gutsbesitzern, die sür die Hobe Bedeutung der Vögel im Kamps gegen die Jnsektcnvlage em- trctcn ein durchgreiiendes System des Vogelschutzes organisiert, das nunmehr in Kraft tritt. Sehr strenge Vogclschutzgesctze sind in Italien erlassen worden, wo in der Zeit voni 1. Januar bis zum 30 September die früher in so verhängnisvoller Weise betriebene Bogelsagd völlig verboten ist. Ebenso ist von der englischen Regierung ein eigenes Komitee gebildet worden, das die Auwabc hat den Schutz der Bügel wirksanter anszugestalten als bisher Ter Vogel, sür dessen Erhaltung mail das ivertgehcndite Jnteress- zeigt, ist die S ch w a l b e. In Frankreich sind die Blm- bäder die ini Süden umer den Schwalben angerichtet wurden, mit emvftndlichen Strafen belegt und in Italien ist das Fangen von Schwalben und Nachtigallen überhaupt verboten. Diese immer stärkere Unterstützung der Vogelschutzbcwegung durch die Regierungen ist den, Umstande zuzuiibreiben. daß malt den Nutzen der Vögel und ihre Notwendigkeit iür das 0>lrichgewicht in der Natur immer deutlicher erkennt. Ueberall wo durch unvernünftige Jagd die Zahl der Vögel empiindlich vermindert wurde, ivarcn Plagen durch Insekten und Meltau im Getreide die Folge. Daneben Iverden in England besonders aber auch ästhetische Gründe geltend gemacht, so die stets wachsende Liebe des Publikums zu der Dogel- welt da« Interesse, das man an dem anmutigen Treiben der Lnst'bewohncr nimmt. In Ungarn nehmen einzelne Gutsbesitzer eine Art von Schätzung vor, ob gewisse Vögel — die Saatkrähe wird vor alten genannt — nicht zu zahlreich vorhanden sind, und erst, wenn das festgestellt ist, wird die Jagd ans diese bestimmte Art eröffnet. — TrcnnuiigderGcschlechteiimKinv!Die sittenstrengen Amerikaner haben in letzter Zeft immer bäustger gegen die Kinemawgraphentheater Einwendungen erhoben und immer lauter erklingt die Forderung, vor der „Flimmerkiste" Mann und Frau voneinander zu scheiden: die Herren zur Rechten und die Tr. Grund die Aufmerksamkeit des Hmiscs. Er fordert feste Normen Lir den .Handel. Ausbesserung der Beamten der Nahru»-s- inittelämter seitens der ttzemcinden, eventl. Verstaatlichung dieser Aemtcr, sowie schonende Bcbanhlmiq des Mittelstandes und des Kleinhandels. Den 'Mangel nn:ooiiriven Normen für den Handel init Nahrungsmitteln bedauert auch der Gehcimrat Tr. A b e l; er ist darüber hinmis sogar der Meinung, daß man nur anr diesem Wege zu einem befriedigenden Ergebnis lommen könne. Daneben war noch von mancherlei anderen Dingen die Rede, von der Blind- Larincntzündung, der spinalen Kindeilähmung, dem Kindbettiieber, der Säuglingssterblichkeit, den Geschlechtskrankheiten, der Tuberkulose, der Arztftage, der Jmpsarbeit, der Bialaria usw. Man kam mit dem Kapitel Medizinalwesen schließlich noch zu Ende, hiermit war die zweite Beratung des Voranschlags des Ministeriums des Innern erledigt. Dienstag kommt die Bauverwaltnng an die Reiyc. Der Ae l t e st c n r ä t des preußischen Ab g e o r d - n etenba»scs trat am Montag vor der Plenarsitzung z» einer Besprechung zusammen. Bezüglich der B e a m t e lt b e | o 1 • dungsfrage wurde der Wunsch geäußert, der Finanzministrr möge baldigst den Vertretern aller Parteien eine klare und sichere Erklärung über die Stellung der Regierung zu den bezüglich der Vorlage zu crioartendcn Abänderungsvorschlägen abgebcn. In der ersten Lesung des Entwurfs, die sür Montag vorgesehen ist, sollen die Beamienbittsckristen besprochen, aber keinerlei Anträge seitens der bürgerlichen Parteien daran geknüpst werden. Zabern undscine Garnison. Es bestätigt sich, daß das K r i e g s m i n i st e r i u M an den Bürgermeister von Zabern eine schriftliche Anfrage gerichtet hat, in der dieser gefragt wurde, ob er „G a r a n t i e n" dafür übernehmen könne, daß keine Belästigungen der künftigen Garnison Vorkommen war - den und ob er auf die dortige Zeitung Einfluß ausüben wolle. Das Wolss-Burea» verbreitet dazu heute folgende Notiz: Burger meistcr K n ö v f l e r teftt bezüglich gewisser an ihn gestellten Forderungen folgendes mft: Im Falle der Zurückverlegung des Infanterie-Regiments Nr. 99 würde er keine Garantie übernehmen können, nicht so sehr wegen der Zivilbevölkerung als wegen der im genannten Regiment zurzeit herrschenden gereizten Stimmung, die nach seiner Ansicht bald wieder zu Zusammenstößen führen würde: Ml Falle der Verlegung eines anderen RegimeMs nach Zabern dagegen könne er jede Garantie übernehmen. Auf den Zeitungsvcrlcger W i e b c tf c habe er keinen Einfluß. Vom deutschen Handwerks - und Gewerbekamme r t a g. In den letzten Tagen hat in Hannover der geschäfts- tührende Ausschuß des deutschen .Handwerks- und Gewerbekammer- tagcs seine ordentlichen Sitzungen abgehaltcn. Aus den reichhaltigen Tagesordnungen der einzelnen Ausschüsse ist folgendes sesi- zustellcn: Von besonderem Interesse dürste die nunmehr endgültig vollzogene Einrichtung der hau Piste llc für Verding nngswescn beim deutschen Handwerks- und Gewerbekam NI ertag sein. Es haben iich eine Reihe gewerblicher Verbände mit dem deuffchen Handwerks- und Gewerbekammertag imdgültig dahin verständigt, daß sie die von diesekkl errichtete Hauptstrlle sür Verbindungswesen als gemeinsame Zen- trolstellc zur Sammlung der Reformbestrebungen aus dem Gebiete des Submissionswesens anerkennen, in den Verwi!timg4rnt der Hauptstellc eintretcn und diese Einrichtung auch sinamziell mit imtcrstützen. Dadurch ist für die Trägerschaft der hauvtstelle und sur dir Weiterveimittlung der von ihr vertretenen Ideen eine breite Grundlage geschaffen, die sich aus die berufsständigen Korporationen des Handwerks im weitesten Umsang erstreckt. Es steht zn hoffen, daß mit dieser Anerkennung der Hauptstellc durih die berussständigen Vertretungen des Handwerks für die Bundesregierungen und den Reichstag der Nachweis erbracht worden ist, daß als die maßgebende Zentralstelle zur Sammlung der Selbsthilsebestre- bungen des Handwerks auf dem Gebiete der Reform des Sub- missionswesens ausschließlich die bei deni deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag errichtete Hanptftelle für Verdingungswesen in Frage kommen kann. Diese Uebcrzcugung wird die Bereitstellung der trotz der finanziellen Unterstützung der Haupt- stellc durch die beteiligten Korporationen dringend notwendigen Beihilfe aus Rcichsmitteln wesentlich erleichtern können. Das Bureau der .Hauvtstelle sür Verdingukgswescn ist der Geschäfts- stelle des deutschen Handioerks- und GewerbckamMertags in Hannover angegliedert worden. Tanten zur Linken. Der Anlaß, der diese Forderung besonders kräs tig unterstützte, waren einige Fälle, in denen in New s)or! Möd ckenhändler auS dem Kino junge Mädchen verschlevvten. Tie Ber brecher bedienten sich dabei einer mit narkotischen Substanz getränkten Nadel, deren Stich zur Folge hakte, daß die Mädchen ob» mächtig wurden: die Verbrecher gaben sich dann als Angehörige der Lbninächtigcn aus und rührten sic fort. Llls diese Fälle bekannt wurden, kamen unzählige Beschwerden junger Dame», die bekun deten, daß sie während der Verdunkelung des.Raumes bei der Vorstellung allzu zärtlichen Annäherungsversuchen unbekannler Nachbarn ausgesctzt gewesen wären, kurz, cs scheint auch in Amerika nicht an Herren zn fehlen, die meinen, im Dunkeln sei gut munkeln. Tie Behörden antworteten aus diese Beschwerde» zunächst mit einer Verschärfung der Fllmzcnsur, so daß beispielsweise in New slork ein auch nur im cntserntesten anstößiger Film keinerlei Möglichkeit mehr hat, öffentlich vorgeführt zn werden. Aber der Ru» nach der Trennung der Geschlechter im Dunkel des Kinos ist trotzdem nicht verstummt, sondern immer nachdrücklicher geworden. Man verlangt eine Einteilung des Zuschaucrraunis in drei Gruppen: Plätze iür Herren, Plätze sür Damen und Plätze für Damen und Herren, die gemeinsam das Theater betreten. Nun hat die Stadt Pittsburg, die Stadt der Stahlgießereien und der rauchenden Schlote, den ersten Schritt getan. Tie Polizeibehörden haben die Kme- matogravhcnbesitzer verständigt, daß fortan drei Abteilungen im Zn- schauerraum cinzurichten seien und :war müsse die Ilmwandlnva im Verlause von einer Woche durchgciührt sein. Bei der Art, wie Amerikaner derartige Fragen betrachten, ist cs kaum zweiieihait, daß das Beispiel Piitsburgs bald in anderen großen Städten Nachahmung finden wird. — Die sparsame Königin. Tie Infantin Eulalia erzählt in ihren Erinnerungen eine lustige Geschichte, um zu zeigen, wie wenig ihre Mutter, die Königin Jsabella von Sonnten, den Wert des Geldes kannte. Einst verlangte sie von ihrem Finanz- minister eine sehr große Geldsumme. „Aber Majestät," ivagre dieser zu oroiestieren, „das ist dock, sehr viel." „Mawt nickils. Bringt das Geld!" Der Minister „ab nun 'Anweisung, daß die ganze Summe der Königin in Münze gebracht werde und ließ aus ihrem Schreibtisch große Hansen von iKold auffchichten. „Wozu ist das viele Geld?" ftagte die Königin. „TaS ist die Summe, lautete die Antwort, „die Majestät befahl, um damit den und den zu bezahlen." „Um Gotteswillcn!", schrie da Jsabella entsetzt, „das ist ja viel zu viel. Man gibt ihm ja ein Vermögen! Hier, nehmen Sie das." Und sie nahm einen der Geldhaufen Bezahlung des Sckmldners und ließ das ganze andere Geld in die Schatzkammer bringen. Sufianft. ®4fitern der deutsch-tschechische u St tt * g I e t tfi ?- ber ba n blun g ctt. Aus Wien wirb gemeldc: : Xa bi ■ t c :trcf) = fortschrittlich« Partei cs aügclebnt bat. iit bic »oit her Regierung angerrgten 'AusglelchSverhoudluiige» mi bcii Ifrftc.cii iniiir tcn. können Me deutsch-tschechischen Ausgleichsverhandluugcn I>. reitS als bcftSnitio geicheitert angesehen loerocii Tie in ncrvolilischc Itugc ist dem iröige augenblicklicki wieder sehr kritisch. Der Vorstand des T c u t) ch c n N a t i o it a l v e x b a n b c 5 hielt eine Beratung ab uns nahm nach eingehender Au-sorabe, in der die drutkch-b»bmi>chcn A geordneten di' Erklärung abgaben, daß sic sich dek Slbstinnnung enthielten, ciniiimmig eine Enlsck'lic- iiting an, in der der Borstano erkürt, daß er die Verständigung zwischen ben Deutschen und Tschechen in Böhmen u n lt c b i n g t für geboten erachte. „Ter deutsche Nationalverband wirb stets mit ganzer Straft für die Rechte und Interessen der Deutschen Böhmens eintrctenr wir halten aber eine cr- iwies-lichc Iortsührung der Verhandlungen nur für möglich, wenn alle d e tt t s ch c n Parteien de. Landes daran trilnch- nt e n und erwarten daher, daß alle Pancien unter Zurückstellung ihrer Sondcrstandvunktc einzia ttnd allein das graue Ziel im Auge behalten, in gemeinsamer Slrbest cinzutreten sür die Her- stelluitg geordneter Verhältnisse in Bödmen und im Reiche unter unbedingter Wahrung der Rechte unsere? Volke?. Ein französischer Panzerkreuzer gescheitert. Di" Zeepräsektur in Toulon erhielt am Montag vormittag die Nachricht, dan der Panzerkreuzer „Wald eck Rousseau" im Golfe von st. Iounan, wo sich die Flotte augenblicklich beiindet, gescheitert ist. Zwei Achlevver sind zur Hrlfc- leistung abgegangen. Der englische Botschafter itt Paris. Bcriic, wird dem „Penk Parisien" zufolge vor Slblnus dieses Jahres in den Ruhestand treten. Zu seinem Nachfolger sei E a rl o f Creme, ein Schwiegersohn Lord Rosebcrhs, ausersehen. Die S ö n i g i tt W i l h e l m i n a ist, wie aus dem.Haag gemeldet tvird, utn 8.25 IV)t inkognito nach dem Taunus abgereist. Die Verltt st ederSerbcnindenlef, ten Kriegen. Bei der 'V vatung der Vorlage betr. die Invalidenversorgung erklärte in der serbischen Skuvichtina der SrieaSminister, die genaue Zahl t"r Verforgungsberechtigten könnte erst nach dem Slbschluß der amtlichen Erhebungen sestgestellt nierden. Die Verluste der Serben beliefen sich in den beiden Sriegen nach den bisherigen Daten aus 2 0000 Tote ttttb 48000 Verwundete. Tie Vorlage wurde mit 105 gegen l Stimme in der ersten Lesung angenommen. Königin Elisabeth von Rumänien hat sich einer Slaroveration atu linken Slugc unterziehen müssen. Die Operation, die von Professor Landolt auSgesuhrt wurde, ist vollkommen gelungen. TaS Besindett der Königin ist, so heißt e? in einer Meldung aus Bukarest, durchaus normal. Die g e sä h r de t c n Fremden in Mexiko. Dem Vernehmen nach ersuchte die britische Botschaft in Aashing-- ton um Nachforschungen nach dem Verbleib der Engländer Lawrence und E u r t i s, die nach Juarez gegangen wareit, uni den Engländer B e n t o n zu suchen. Ter amertka- ttische Konsul in Juarez ivurde beauftragt, eine Unler-z suchtttig anzustellen. Präsident Wilson ttnd Staatssekretär Bryan hatten eine Besprechung über den Fall Benton. lieber das Ergebnis tvird nichrs mitgetcilt. Die Freunde Bentons baden schritte getan, >,m in den Besitz der Lerche Ben Ions zn gelangeiz. Sie bossen dann endgültig sestz stellen zu tonnen, aus welche Weise Benton den Tod gcck snnden hat. Eine neue Republik im Norden Mexikos. Nach eineiu Telegramm ouS Ehiduahua ist nach dort int Umtau, befindlichen Gcrüchieu der P I a n drr Verwirklichung nahe, wo- nach eine nnic Republik I IN N o r ü c n Mexikos gebildet Iverdcn soll, welche die Staaten Soiwra, Chihuahua, Coahuila, Nueno Leon, TamaulipaS und vielleicht auch Sinaloa umtassc» wurde Aus StnSt und Lau-, Gießen, 24. Februar 1014. Dar Fnhcidciicr Wasserwerk. m Tariustadt, 2l Fcbr. Als in den Iabren 1000 und 1907 sich in Dlbci lteiien das OlerüäU verbreitete, daß die Provinz Oberlicücn eiu großes Waiienvcrk erlmuru ivollte, troien die Müh- lenbeiiucr und ionstigen Interessenten aus den Plan, um die ihnen dnobeuden Oteiahren ahzuiveudei, beziv. ilw" Rccktte zu wahren. Tiese Benr^gring batte denn auch, einen Erfolg immer», als gerade mit Rücksicht nni diesen Fall die Novelle zum hessischen Bachgeietz er- , laisen Ni-urde. durch die bezweckt Ivurde, den Geschädigten nach B i I - ltgkeii den Schaden zu ersetzen, Nachdem dann Anfang 1012 Mm bn- liroBiiutalbircflum in Otießen die Erbauung des Iuhci- dcncr Waü'eriocrkes besonnt gegeben worden war, stellten „. a. sün, Hoiloii Müller Antrag ans Entschädigung in riner Gesamthöhe von .>20 Old) Mark 2(m"22. Wai sand aus dem Kreisamt in (hießen oiu Sille,elermiu statt, ani dem von den Vertretern der Provinz rund heraus erklärt imcrde. bei Hirsen Forderungen gebe cs keine Verhauet»»,,. Stier Müller klagten daraushin ordnungsmäßig in der hrennonatOäwn Frist, nur der Besitzer drr Erblick,muhte an de- Hvrloii in Reichelsheim in der Wettergu, der gestützt »UI c,u aussührliches Gutachten, eine Forderung von 250 000 'Mk. »estellt batte, veriänmtc die Frist, da cr schlver erkrankte. Sein Bruder rcickuc in seinen, Aufträge ioiort die Klage ein. als er vdn dem .staub der Angelegenheit erfuhr. Ter Krcisausschuß Gießen inic.» , cd och, die SHage. des g. Bo oh ab. ha die Klage nicht rnncitiatsi,'rrv Frist von drei Monaten eiligereicht sei Ter Niro- vuiziala.ieickiuß in Tarmstadi gab jedoch dem Rekurs des Bovv stm, im!) rtö die Lgckw zwr materiellen Entscheidung an den blreisausichu,! zurück Auch der Groß h. P c > w a l t u n g s g c - richte ho, „I rarmuadt. der ,'ich am Samotag mit der Revision fder liiovin; gegen bas tlrtcil des Provinzialaus,ck,u,ies zu beschau,gen hatte, trat der Aussassurig des ProriuziatauS- !«>„> > es de,, da nach der Novelle zum Bachgeiest ein- besondere iormeltc SNagc »>cht verlangt muh. ES genügte, daß der Antraa au, Entlchadiguug gcnelll wird. Tie Klage der vier übrigen Müller schwebt noch an, Krcis-usschuß, so daß »UN auch der Hauotgei-bä. d,gte gleichzeitig mit dreien seine Rechte geltend machen kann ** Tag«Skale»der für Ttenstag, den 24. iheoter: .Wie einst im Mat.' f25jöhrigcS de? Beer» Soll) Slutaug b Uhr. Febr.: Stadt- Bühncnjubiläum " Lande? Universität. Der ordentliche Professor vn der Universität Bafel Dr. Rudols .verzog wird dem Ruse al? Ngchsolger de? Profeflor? Dr. Körte Folge leisten. Der außerordentliche Professor Dr. Schaum in Leipzig hat ebensoll? den Rns als Ordinarius sür Chemie angenoinmen. ** Zulassung zur Rechtsanwaltschaft Ter .Loudgertchtsral i. P Wilhelm Müller zu Gießen hat die Ztilasinng zur Rcchtsanwaltichast bei dem Landgericht der Provinz Lberbessen ausgegebcn " Gcwe rb ca uS str ll un g l0l4. Nachdem der Stusslcllungstettnng vor einiger Zeit die G e n e h m i q u n g eine r Acrttvtterie cf teilt wurde, ist deren Betrieb Lüs5rourgrll.it^c:liit:i. in ot-*, au|u*y daß, bevor er die Anker lichtet, alles noch irgendwie tu schcnmögliche geleistet werden muß. Obenan steht selbstver- stündlich die Rathausfrage. Die Umstände haben es günstig gefügt, daß die Keller-F-rage besricdtgcitd gelöst wurde. Es bedarf nur noch eines gewissen äußeren Firnisses, denn mit der Einteilung der vorhandenen Raume in der alten Klinil wird der neue Rat schon fertig werden, vorausgesetzt, daß es überhaupt gelingt, in den dunkeln Räumen Licht werden zu lassen. Indessen, eine angemessene Stimmenthaltung wird bas schlimmste zn verhindern wissen. Nach dem heutigen allgemeinen Festessen wird unter Beiseitelassung aller verwal- tungstechntschcn Finessen die neue Versammlung einschl. der neu eingetrofscnen Seeleute sich konstituieren. Das Narrenschiss kreuzt bis zum definitiven Bürgermeisterwechsel einstweilen in den Gießener Gewässern. ** Für die Sitzung der Stadtvcrordnetan-i Versammlung am Donnerstag, den 26. Februar, nachmittags 4 tlhr, ist solgende Tagesordnung aufgestellt worden i 1. Mitteilung. 2. Baugesuch des Heinrich LaunS- pach für Liebigstraße 80; hierr Dispens von ß 18 des Ortsbaustatuts. 8. Baugcsuch K. u. L. Wehrum für Ecke Wetzlarer Weg und Frredrichstraße. 4. Baugesuch Ludwig Wehrum für die Crednerstraßc. 5. Baugesuche Abermann & Kling für die Krofdorser Straße. 6. Bau<)es!ich der Ruder-« gesellschast für die Rodheimer Straße: hiex: Dispens von ß b!Nes Ortsbaustatuts. 7. Gesuch des Otto Rathschlag wegen Errichtung eines Gartenhäuschens Flur 38 Str. 101 bis 103. 8. Gesuch des Heinrich Nicolei wegen Errichtung eines Gartenhäuschcns Flur XVI Nr.83; hierr Dispens von A3 des Ortsbaustatuts. 0. Uebcrlassung der Turnhalle Zer höheren und erweiterten Mädchenschule an, den Lesehallc- vercin zur Veranstaltung von Bolksvorlesungen. 10. Stuck bringung von Wegbezeichnungstaselu des AuiotnobilklubS. 11. Herstellung der Anlagen vor dem Univcrsitätsgebäude. 12. Ermteiung eines Raumes in dem Gebäude des Alice- Schutvcreins zur Unlerbringuug einer 5liassc der höheren Mädchenschule. 13. Eletrrischc Beleuchtung int Oberhessischen Museum. 14. Bebauungsplan für die Lonystraße. 1 .',. Slus- schank alkobolischer Getränke aus der Eisbahn. 16. Bor> ansckstag der Armenkasse für 1014. 17. Voranschlag der Plockischen Stiftung sür 1914. 18. Krankenversichcrung der unständig Beschäftigten. 10. Eingaben, die Zuzirhung tvcib- lichcr Personen zu stadiischeu Deputationen betreffend. 20. Zuschuß zum Bürgerkindergartcii. 21. Slusnahmc einer neuen Stnleihe. 22. Gesuch des Otto Wenzel um Erteilung der Erlaubnis zum Schaukwirischastsbetriebc im Haus Brandgasse 4. 23. Desgl. der Heinrich Bönsel Ehefrau für Hamm-t slraßc 15. 24. Desgl. des Max Jaskowsky für Kirchcnck platz 10. Tie Evang. Konscreuz für das Groß» herzogtum Hessen (Friedberger Konferenz ) veranstaltet aut Dienstag, 3. März, nachmittags 3>.- Uhr, in Gießen (Hotel Schütz) eine Bezirksversammlung. Der Vorsitzende der Konferenz, Prof. vr. 0. Diehl vom Fried--> berger Predigcrseminar wird über „Das neue Hess. Psrüudeugcscp und seine Bedeutung für die Zukunft der L a It d e s ki r ch c" sprechen. An den Vortrag soll sich eine Aussprache anschließen. ** Der evangelische K i r ch cn g e s a n gv c r e i n für Hessen wird sein dicSjöbriges Kirchengesangfest am 28. Juni in Butzbach, seine diesjährige.Hauptversammlung am 17. September in Tarmstadi abhaltcn. ** 3 t c b 111) e a t e r. Tic heutige Vorstellung der neuen Gcsangsposse „SSi e einst im M a i" zum Benes,z und Jubiläum von Herrn Rudols Goll dürste auch dadurch interessiere», daß die Direktion eine gan; neue Kostüm-Ausstattung beschälst hat, io daß das Werk geradezu eine Modcrevue des 10. Jahrhunderts bedeutet. Es sei übrigens bemerkt, daß Maske» der Zutritt in den Zuschauerraum nicht gestattet werden kann. — Zum „Lustigen Aden d" von Proscssor Salzer au, len- nerstag sei daraus hingewicsen, daß der Künstler ein vollständig neues Programm bringt. " Ter Evang. Slrbcitcrvcrcin hielt am Sonntag im BereinSlvkal einen Vortragsabend ab, bei dem Privat- dozent Dr. K l c c b e r g c t -■ Gießen über „Rationellen Gartenbau" sprach. S'ach einer kurzen Einlertuna behandelte der Redner die zur Ernährung der Pflanzen erivroerlichen Substanzen und wies daraus hin, daß die Sonne, durch die Spendung von» Lickt und sgärmc als besonders wichtiger Faktor iur den Gartenbau in Betracht kommt. Er behandelte sodann eingehend die Behandlung des Bodens und warnte davor, mit der Bestellung des Gartens zu beginnen, bevor die nötige Bodentemperatnr vorhanden ici. Weiter beichästigte sich der Slortragcnde eingehend mit der sorteniragc und emviahl, der Beschasiung des Samens aus dem eignen Garten besopderc Beachtung zu schenken. Besonders wichtig sei auch die Kultursiagc, wobei eine genügende llm- grabung mögtickiü im Herbü eine weientlicke Rolle spielte. Der Redner behandelte dann noch eingehcizd die Tüugcmittet und ihre Anwendung, „m rum Schluß noch sür die Bcwähcrnng der Pflanzen beachtenswerte Fingerzeige zu geben. Slu den mit besonderem Beiiatt autgenommcnen Bortrag schloß sich eine sehr eingehende Ausivrache, bei der die Ausführungen und Anregungeiz des als Gast anwesenden Stadtverordneten Simon ebenfalls b-,anderes Interesse sanden. , ^'-raSGroßb. ÖcsssschcRcgierungsblatt,B tage Ar. 3. auSgcgedcn den 23. Februar 1914, hat folgend In ha 1 1 . I^PerzerchntS der Vorlesungen, Hebungen und Pn Nla, die im ^sommcnemester 1914 in den sechs Fachabteilung der Grotzd ^echnrichen .Hochschule zu Tarmsradt abgehalien w> lEharaktererterlungen. — 3. Zulassung zur RechtSanwa -■ *' Au'gabc der Zulassung zur RechtSanwaltschast. Versetzungen - nt!,len ' — 6. Dienstentlassung. — 7. Ruhestand ♦* Ausbau der elektrischen U e b c r l a n d - anlagc im Kreise Büdingen. Die Proviirziawirel- tion schreibt unsr Aus Gründeu der Ordnung werde»» sür das weitere Slusbaugebiet der Ucbcrlandanlage nur nach Bedarf Installateure zugelassen. Für die neu anzu<> schließenden Gemciuden im Kreise Büdingen, darunter auch die Stadt Büdingen, ist bis jetzt noch keine Ins stallationserlaubniS an irgend einen Installateur erteilt worden. Sobald eine solche Erlaubnis erteilt wird, wird sie im Kreisblatt bekanntgegebcn werden. Tie Interessenten, insbesondere die Hausbesitzer, werden deshalb gut tun, mit der Stztrgebung ihrer Jnstallationsarbeiten zu warten, da ihnen fott)t ganz erhebliche Unannehmlichkeiten entstehen können. ** Der Stand der Maul - und Klauenseuche ist nach den letzten amtlichen S)eröffentltchungcn des Retck;s- anzetgers in Hessen folgenderr Die Maul» und Klauenseuche besteht zurzeit in O b e r h e s s c n in einem Kreise und ist dort in vier Gehöften einer Geincinde verbreitet. In Starkenburg und Rheinhessen ist die Seuche ganz erloschen. — Die Schweine seuche und Schweinepest grassiert in Oberhessen in drei Gehösten, die in drei Gemeinden und diese wieder in zwei Kreisen gelegen sind. Neiu htnzugekommen sind darunter zwei Gehöfte in zwei verschiedenen Gemeinden, in denen die Schwcinescuche ausgebrochen ist. In Rheinhcssen besteht die Seuche nur in einem Gehöft, in Starkenburg in drei Gehöften, die in drei Gemeinden eines Kreises gelegen sind. ** Die Vorzüge eines Schlafmittels. Eüt etwa 25 jähriger Mann namens Berg trat in einer Wiesbadener Pension als ein vornehmer SRann aus, zahlte sofort einen Teil der Miete, um dann seine WohnungSgeberin gehörig anzuvumpcn. Abends saß cr im Kreiic seiner Mitbewohner und schitdertc dort mit beredten Worten die Vorzüge eines von ihm et» fundencnSch las mittels, schließlich wollten sich die Mitbewohner der Etage von der Wirkung des Schlasmittcls überzeugen, kausten sür schweres Geld einige der angcprrcscncn Pulver und schliefen nach deren Genuß die ganze S'acht hindurch >mc die Toicn. Diesen „allgemeinen Schlaf" benutzte Berg, um Handlosfer, Uhren, Ringe und Bargeld zu stehlen und dann spurlos zu verschwinden. Die Vorzüge des Schlafmittels hatten sich — sür den Erfinder locnigstcns — glänzend bewährt. ** D t e „Vereinigung zur Bekämpfung der Stechmücken- und Schnakcnplage" (Sitz Mannheim) schreibt in einem Tätigkeitsbericht für das Jahr 1913 u. a.: „Die ungewöhnlichen Wittcrungsericheinungen waren viclcrort? die Usarchc, daß die Sck»iakcnbckämvsuttg vernachlässigt, sogar eingestellt wurde, wodurch Mißerfolge da und dort in Erscheinung traten. Erfreulich war in der verflösse,ren Slrbeitsveriodc die crsolgrcichc Mitarbeit der Behörden. Slus Stntiag der Kreisäuttcr sind in Hessen wiederum Kurse und Bcstchtigiingcn abgehalien worden: Darmstadt 8.—9. August. Worin? 11.—12. August, Lampertheim 13.—14. August. Bensheim 15.—16. August, Alsbach 18.—19. August. Die Kurse und Borträge können von nun ab durch Licht- und lebende Bilder nach Naturaumahmen in der anschaulichsten Weise unterstützt werden. Tie Vereinigung konnte sich Einrichtungen zulcgen, die eine Vorführung der Lichtbilder selbst crm Tage und unabhängig von Elektrizität gestatten. Damit »räccn wir in der Lage, unicrc Auiklörungsarbeit auch in den vier oberen Schuljahren der Volksschulen zu beginnen, denn gerade von dieser Tätigkeit versprechen wir IMS auf dem Lande den allergrößten Erfolg. Die Tonimerbckämpsung muß die Winterarbcit ergänzen. Es gehören aber dazu verständige SlussührungSorgane. die sich zur Pflicht machen, der Arbeit mit Ausmerkiamkcit sich aitzunehmcn. Wiedcr- holungskursc sind darum unerläßlich. " Güterrcgistcr. Gütertrennung haben vcrein- lbart: Georg Friedrich R u h l, Tieibauuiiternehmer zu Lollar und dessen Eheirau Susanne geh. Gröier. *"’■ G r u n d st ü cks v c r k c h r. Grundstücke zu W a l I d » r ■', die aut den Namen der al Schreck, 'Anna Katharine, geh. Stcin- brcnncr. I>> Schreck, Clemens, Kaufmann, eingeirageu Ivarcii, sollen Mittwoch, den 15. 'April 1014, nachmittags 2>» Uhr. aur dem Rathaus zu Walldvri im Wege der ZwangSvoltstreckung versteigert werden. — Ein Grundstück zu Mainz, da? aut den Siamcn der 1. Koifcratb, Slugust, Privatmann. 2. Koiieratti, Mathilde, geh. Rettich, dessen Eheirau, eiuaetragen war, soll Dienstag, den 28. April 1014. nachmittags 3', jlhr, im Wege der Zivangsvollstreckung im Saal 31t des JustizgcbäudeS Mainz versteigert werden. ** K l c i n e M i 11e i l u n g c n. ?.'cit_ciiicm Reingewinn von 40 175 Mk. schloß der O v p e n h c l IN c r S v » r " u n d K r c d i t » verein sein 41». Geschäfts,ahr ab. Zur Verteilung gctaugrii, inie auch in den Boriabreu, 7 Prozent Dividende. Das levle Geichäits- lahr war für die Kaiic lcin besonders günstiges. Der Reingewinn ist um rund 6000 Mk. hinter dem des Vorjahres zurückgeblieben. — In der GemeinderalSsitzuiig in Ober Rn ui st a d I verließen die lözialdcinokraliirhcn Gemcindcrätc ostentativ de» Saal, nachdem der unberechtigte Slntrag ihres Führers, über eine schon beichlosseiie Slngclcgciihcit nochmals abziistimmtzn, abgelehnt toorden war. " Konkurse in .Hesse«. In dem Ko»k»rsverfgbrc» über da? 'Ucrinöge» I. der Jakob Schleicher Witwe, Elifabethe, geb. Steimneh, i» Geoh-Gerau, 2. der Firma Jakob Schleicher zu Groß-Gerau, Inhaberin Elisabethe Schleicher in Grob-S'craii, I den Nachlaß des Karl Schleicher i» Groß-Gerau ist an stell« de» verOorbeneu KoiiklirSverivafterr Spreng RechtSnmvalt Tr. «Jini» volh in Grob-Gera» z»n> Konkursverwolter ernannt ivorden. — To? KoiikiirSveriobreu über dos S«erinögen der GastivirtS >md - veieretbändlers Pl.irtiii £ di u It e r zu hiittenkeld-Lamverthetin ift nufgehove». — In dem Koiikur-veriabre» über de» Nachlaß de? zu »udeiiheim — Svarrmuhlc — ivohnhaa gewcieuen >md dalelbit ve> ltordcue» Müllers Johann Scherer ist der Schlußtermin auf TomierStag, 18. März 1014, vormittag» II Uhr, vor dem Aroßb. Aiiilsgerlchk SSörritadt beftimmt. — Ta4 Ko>'klirSverfahreu über da? Vermögen des Reinhard Fey von Lißberg ist eiiigeslellt worden, Ar^is Biwinflrn. --7 B o r § b o r ?, 22. ftebr. Gestern wurde die bicftqc Wein ein bejanb zum zweiten Male verpachtet. Ter Pacht- preis betrug 10 Mk.. qeaen bcn früheren ein Mehr von 300 Mk für das Ja! r. Trotzbem würbe die A e n e h in i a u n g v e r s a at^ ba noch eine weitere Steiaerung bnrch Pervachtunq in zwei S8e' jirfen bestimmt erwartet wirb. ?:ie aanze ttzemarkmm wirb von Wald bearenzt und hat auch einen eilienen Waldbestanb. — feilte mittag 12'/, Uhr überflog ein Luftballon in geringer ßöhe Bors darf. .^reis Alsfeld. — Alsfeld, 24. Febr. In der Lberrealschnle sand unter dem Vorsitze des .Herrn Geh. ^berschulrat B l o ck aus Tarmstadt die R e i f e p r ü f u n g statt. Von den 10 Abi. turienten, die alle bestanden, konnten von der niündlichen Prüfung vier vollständig und vier in cinzelneit Fächern befreit werden. >lreis Lauterbach. Iv L a u t e r b a ch, 22. Febr. Im Saalban „zum IoliamieS» berg fand gestern bei zahlreicher Beteiligung bte diesjährige vauvtversammlnng des Kreisrechner -Verbandes statt, zu der auch Kreisral v. Werner und Kreisamtßbnrcauoorslc'her B c ch t o l b erschienen waren. Nach Erstattung des Rechenschalls- bericht-? durch den Berbandsrechner O e st r e i ch , Stockhauien, wählte man als ersten Vorsitzenden iür den verstorbenen Geu emde- rechner Schott, Lanbenhausen. Rechner Ö e st r e i ch, Stockhausen, während als neuer Berbandsrechner Kemeinberechner Schäler von Schlechtenwegen gewählt würbe. A!it der Hauptversammlung war eine allgemeine Besprechung und Belehrung über das neue K r a n k e u v e r s t ch e r u n g s iv e s e n verbunden. Olach Cchlutz der Versammlung fand ein gemeiulameS Dlittagessen statt. Kreis griebberg. §, Friedberg, 28. gcbr. Ter am Montag beginnende Frii b j^b rs-P fc rdem a r kl Hot viele Verkäufer in unsere Ltadt ffcrbetgvführl: in den stüdt. Pferdeställen wie auch >¥ den Privatpfcrüestlillcn steht durchgehend gute» Material. r. Vilbel, 23. Fcbr. Seit einigen Tagen ist die Nidda weit über ihre User getreten, so daß ganz« Wiesengründe überschwemmt sind. In der Äarhcimer Eemarlung ist die Ilebcischwcmmung so groß, daß die dortigen Bewohner nicht nach ihrer Bahnstation Berkersheim gehen können, sondern den weil größeren Weg nach Lonamcs zurücklcgen müssen. Hessin-Nassau, h. Frankfurt a. M,, 23. Febr. Anitlichcn Mitteilungen zufolge findet die Eröffnung der Universität bcsti,nint am I. Oktober diese? Jahres statt. ch. Frankfurt, 23. Febr. Der Schleppdampfer „Justitia III" der Rhein-Mainischen Schleppschtffahrts- gesellschast befand sich auf der Fahrt zu Tal, als nach dem Passieren der Obermainbrücke bei Frankfurt das Ber>f bindungsrohr zwischen dem Heizkessel und der Maschine an zwei Stellen explodierte. Ter Dampfer war sofort in eine Tampfwolkc ein> gehüllt, die so dicht war, daß der Steuermann die Richtung verlor und das Boot mit voller Kraft gegen einen Pfeiler der Alten Brücke fuhr. Der Bug 'des Schiffes lvurdc vollständig eingedrückt. veriniichte». * Eine amerikanische Religion? statt st ik. Nach den neuesten statistischen Erhebungen gehöre» von den rund 95 Millionen Gtnwohnern der Bereinigten Staaten 37 28 > 000 den verschiedenen Formen der christlichen Kirche an, und zwar verteilen sie sich lolge»^ermaßen an! die wichligsten Kirche,gem'in'chakten: die römilch-koliiolilche Kirche besi.i 1 099 641 Mitglieder : ese Methodisten habe» eine Zahl von 7 135 069 erreicht, die Baptisten haben 5924 062, die Lutheraner 2 538 723, üie Presbyterianer 20-7 593, die »Schüler Christi' 1 51936', die Anhänger der pro testanttsche» Btscho>S!irche 997 Hi? und die Konareqattonatiiii» 74- 340. Tie größten Fortschritte unter diesen Gemeinde» habe» im legten Fahre die Methodisten gemacht, deren Zahl um 220 09 fiten: danach kommen die Aömtsch Katholischen, deren Zuwachs 412 500 bcträat. Tie Baptisten habe» um 61600, die Presbyie- rianer um 45 600, die Lnlberancr um 86 1 >0 ngenoininen Tie srither so starke Sektendildung hat in den Bereinigten Staaten uach» ae asten: die neuen ReFgionSbildungen waren im vergangenen Jahre in den Bereiniglcn Staate» nicht halb so zahlreich, wie sonst stets in den legten 20 Jahren. Amtlicher Wetterbericht. Ocfscntlicher Wetterdien st, Gießen. Wcttcrausstchten in Hessen am Mittwoch, den 25, Febr.^9lt: Vorwiegend wollig, meist trocken, etivas kühler, östliche Winde, 1. Fleisch-, Wurst- uiid Fcttivaren, 2. Milch, 3. Backwarei, (Brot, Wecke II. Feingebäck), 4. Süßrahmbutter. 8 rchh. Lin>l> 6 -Hcil- uni) Wegeastlilt (§ie|cn. aiiti dem Wege des öffentlirbe» Anerbieiens lol! die Lieieruna nachstehender Bcdürlnistc sür die Zeit vom l. Avril 1914 bis Ende Mä z 1915 vergeben werden: 1. BcrzchrungS- UN» Berbrauchsgegenständc '21. ca. 500 Kilo dörre, weiße Bohnen, 22. ,, 800 Kilo geschälte, aanze Erbsen, 23. „ 900 Kilo geschälie Gerste, 24. „ 500 Kilo Grünekornflocken, 25. „ 400 Kilo balerslocken, 26. „ 300 Kilo Hirse. 27. „ 500 Kilo Linsen, 28. „ 400 Kilo Fadennudeln, 29. „ 800 Kilo Gcmüsenudeln, 80. „ 1500 Kilo *HciS, 31. ,, 1200 Kilo SvelzgrieS, grob. u. kein, 32. „ 20 Kilo Psesfer, 33. „ 400 Kilo gedörrte Aeptel, 34. „ 400 Kilo gedörrte Zwctsche», 35. „ 400 Kilo Sago, 36. „ 3000 Kilo Zwelschen-Lativerge. 37. , Der Bedarf an Bier, Selleröwasser, Zigarren (ca. lb Mille) u Rauch tabak. 6 . , 7 . . 8. . 9. . 1 ». . II „ 12 . . 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20 . 3600 Kilo Psianzenbntter, 25000 Eier, 18000 Handkäse, 1300 Liier Mohnöl, 4i'00 Kilo Kochsalz, 3500 Liier gewöhnlicher Essig, 200 Liter Weinessig. 2000 Kilo gerösteter Kaffee 200 Kilo Malzkaffee vv., 1000 Kilo Kaffee-Essenz pp-, 3500 Kilo Mehl, 40 Kilo Tee, 500 Kilo Würlclzucker, 500 Kilo acstoßener Zucker, ,700 Kilo Kristall-Zucker, 50 Kilo Kakao, 1, Sämtliche Dürsten- und 2, ca, 200 Stück Jensterputzteder, 3, , 10 Dnhend ivcilc Kämme, 4, „ 5 Dutzend enge Kämme, 5, „ 1 Kilo Schiväinme, 6, „ 250 Kilo Makulatur, 7, » 300 Pack Klojeltpapicr, 8, „ 4000 Kilo weiße Kcrnseisc, 11. Rciiiiguugsacgcnständc Besenwaren, 9. ca. 5i Kilo Harzkernseise, gelbe, 10. , 1500 Kilo Schmierseife, 11. „ 4500 Kilo Soda, 12. „ 1000 m Putzlumpcuzeug, 13. „ 200 Kilo Fußbodenül, 14. „ 400 Kilo Bohnerwachs, 15. „ 50 Kilo Schützten pp. III. Ter Bedarf a»: Banmwollcnzeug, Trnckzeug, Kattun, Sarsenet, Schirting, Lein- Ivand, Wollentuch, Buckskin und Sommerzeug, Wollcngarn, Sacktücher», Hosenträgern, Knöpfen, Zwirn, Schnur, Hüte», Kappen, Ilnterjacken, Leder, Schreibmaterialien und Drucksachen, Maschinen- und Zylmdcröl, Ferner die Bergebung der Fuhrleistungen und die Berwertiing des GcspüIS und GckrützcS, sowie der Knochen u. Lumpen. Die in Anlage A des Erlasses der Großh, Ministerien »am 16. Juni 1893, das VcrdingnngSweje» betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeite» und Lielerungen lüivte die hiesigen Ltetcruiigsbedtngunge» und Muster liegen ans dem Geschälisziinniec des Unterzeichneten nur am 2., 3. u. 4. März l. I. vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr offen. Die BedtngungS- und ÄngebotSiorninlore tonnen gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Ein Versand ro» Mustern »ach auswärts findet nicht statt. Angebote sind verschlösse» und versehen mit der Antichrist: „Angebot zu der am 23, Februar l. I. aiiSgeschricbenc» Lieferung" bis zui» EröffnungStermin: Samstag, den 14. März 1814, vormittags 19 Uhr hierher einzurcichen. I» de» Angeboten find die Bedtiigungeir anznerlennen. Tie ctnzurcichsnden Warenmuster müssen getrennt von den Angeboten verpackt und mit der Antichrist: »Muster ZUI» Ausschreiben vom 23. Februar 1914" versehen sein. Zuschlagssritt 14 Tage, Gießen, den 23. Februar 1914. Großh. Direktion »er LandeS-HeU- und Pslrgcanftalt. _ I. 21.: L o h». Großh. Hausverwalter. _ 267219 I 6 Zimmer , AorvAnt.. ('-rtc Tammstr. tNr.:»i»ti r'.im. W.l.St..,. l.Az>r.z.v.Näli.N.-A 7II.m Herr- L' (i\Simracr^öfjnuna mit Bad und Zubehör sowie Gartcna.neil sogleich oder zum 1. ?irn - il zu vermieten. Näherer. L. 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Die Beerdigung stndet Mittwoch nachmittag 2 Uhr vom Stcrbedause Ktrchslraße ans statt. 6e3tsin vriräs uns siw Isrüftixer Jnngc geboren BUJ Polizeimeister Jakob Weicker and Frau Elisabeth geb. Amend Ossidinge-Kamertm z. Zt. Lieh Achtung! S\äeusiadt 43 FriiÄ cingctroffcn: 01412 Extra prima Valencia-Apfelsine» nur dünnschalige, siiße und lästige Ware 4 St. 10 Pig.. Ttjd. 23 Pfg., 3 St. 10 Big,, Dtzd. 35 Psg. Stück 4 Psg., Dutzend 45—100 Psg, Murcia-Blut, extra prima Ware Stück 7 Psg., Dtzd. 72 Psg., Stück 10 Psg,, Dtzd, 110 Pfg, Für Wicdcrticrkä»sec beste Vczugöauellc. Täglich frische Bananen. B. Righi. Holzversteigerungen der Gräfl. Dbersörsterei Laubach. Die nächsten Berstcigerungcn ffndc» am 8. März in Flcntnugcn und am 10 . März im Tiergarten bei Laubacki statt Am 8. März werden neben Brennholz eine gröbere Anzahl Fichten-Derb- und ReiSstange», am 10. 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Mär» 1911 hei einer her noch' sichend »er,widmeten Liehen ober bei einem deutschen Notar tu hinterleac» t in Nrauk kurt tebitbattt- i» Berlin hei der Mittrldcutichcn «reditbank oder bei der Bank des Berliner slanen Bercins. in Baden Baden, Enen-Ruhr, Hiirtb, (üicspc». Hann», Hannover. Viainr hei den eilioie» der Mittrldeutichen ('redithank, in Miinchc» hei der Riedcrla»»»g her Mitteldeutichri« (»rcdilhank and der Mrma <5. Auihäuier. in Nürnberg und -L.-iesbade» hei den Filialen der MitteidcutichePi (o-, in Hciviia bei her iltlncmcincii Tenliche» fe'rcbit ’liiilalt l-JlLthciluim Beller (. (So.), in Meiningen bet her Bank iiic Thüringen vormals B. M. Liruvv 'AktiengeicNichait. in Ltultgart hei der flirma ToertenhachL(->/.? Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungeukranken und blngehörigen von Lungenkranken. AuSgade van Attesten für Aufnahme in Heilstätten. Olatschlägc für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung von Ansterkuna. -, 1 Olt. 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