Nr 45* EHchnnI titzlich mit Ausnahme der Sonntag?. k>« „GietzenerFa«itieiitzlöt1ir" werden dein »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, dar „Itreirblelt fite den Krtis Sieben" zwcinial wöckenltick,. Die ..lanewirtichastlichen öeit- stagen" erscheinen monatlich zweimal. 164. Jahrgang Montag, 23. Februar 1914 Ketze«? Alyeiger General-Anzeiger für Gberhrsfen Rotationrdruck und Verlag der Vrüblichen Unwersikäts - Buch- und Steindnickerei, R. Lange, Gictzea. Rcdaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrabe 7. Expedition und Verlag: e^5I. Redaktion: e^SI12. Tel.-Adr.: Anzeig erTießlUi. Mb. Deutscher Reichstag. 220. Sitzung, Sonnabend, den 21. Februar. Am Tische des Bundcsräts: b. Fallcnha»)n. Präsident Tr. Zlacmpf eröffnet die Sitzung um 10 Ubr 15 Minuten. Sie M!i!ärskrasgesehlwoelie. Krieasminister von Falkcnhabn: -Auf cinstiminigen Beschluß des Reichstages ist das Militär, flrasgesetz hinsichtlich der Herabsetzung der Mindeststrafen gc- mtlöcit worden und auch der Begriff der mildernden Umstände eingcführt. Leider hat sich nachher erwiesen, das; der im Sommer, angenommene Entwurf in den Hauptban und die Geschlossenheit' unseres Mil»tärstrafg,;setzbnckcs einige Unstimmigkeiten bringt, insofern, als die Mindeststrafen für schwere Verbrechen gegen die militärische Unterordnung gleich waren den Mindeststrafen für gleichartige, aber leichtere Vergehen, an denen der Entwurf nicht gerührt hatte. Dasselbe traf auch bei der Zulässigkeit der Anwendung von Ehrenstrafcn in gewissen Fällen zu. Diese Erscheinungen waren gewiß, da cs sich um ein Gelegcnhcitsgesetz handelte und uw ein solches, das bei der ungeheuren Arbeitslast unter erschwerenden Umständen beraten werden mutzte, nicht überraschend. Immerhin mutzten sic Veranlassung zu einer Er- Liderung der Frage geben, ob es dem Bundesrat zu empfehlen sei, durch Acndcrungen das Gleichgewicht des Militärstrafgcscv- buckcs wieder hcrznstcllen. Das wäre z. V. durch eine nicht sehr wesentliche-. Verschärfung der Strafen, die vorgeschlagen waren, möglich gewesen, aber durch eine solche Aendcrung wäre das Inkrafttreten des Gesetzes für lange Zeit verzögert worden, und c? batte gerade in dem Falle nicht angewcndet werden können, der fa eigentlich den Änslotz zu dem Vorschlag gcgehcn hat. Das glaubte ich int .Hinblick auf die sachlich einstimmige Annahme des Gesetzentwurfes in diesem Hause und aus die Haltung, die die Regierung dabei eingenommen hatte, nicht für zulässig halten zu sollen. 'Der Entwurf ist daher mit möglichster Beschleunigung im Bundesrat behandelt worden und konnte schon am 8. Augiist als Gesetz verkünde» werden. Selbstredend war zugleich Vorsorge getroffen worden, etwaige»! Unzuträglichkeiten, die sich aus den vorhin erwähnten Unstimmigkeiten in der Rechtsprechung hätten ergeben können, dadurch vorzubeugcn, datz Abhilfe in der Aufnahme der Klagen versucht würde. Aber immerhin war auch gleichzeitig klar, datz ein solcher unregelinätzigcr Zustand ans die Dauer nicht zu ertragen war. Ick habe deshalb eine wcitcrgehende Durcharbeitung des Strafgesetzes angeordnet, insbesondere in bezug auf die Bestimmungen. die gerade hier in Frage kamen, die §§ 96—93 nur 110 a des StrargesetzbuchcS. Das Ergebnis dieser Arbeit liegt in dem Gesetzentwurf zur Debotte vor. Die Heeresverwaltung hat sich nicht leichte'., Herzens entschlossen, jetzt nochmals an die Vergehen gegen die militärische Unterordnung betreffenden Strafbestimmungen zu rühren. Experimente in dieser Beziehung sind st e t s g e säh r - I»ch und würden in unserer gegenwärtigen Lage doppelt gefährlich sein. (Sebr richtig.' rechts.) Auch spricht die Tatsache, daß u»»scre Strafbestimmungen — wenn auch Vergleiche hier schwer zu ziehen stnd _'int allgemeinen milder sind, als die anderer Heere, obwohl sie dc^r Vorteil einer sehr Hicl längeren Dienstzeit, also auch, wem» ich mich so ausdrücken darf, größere Disziplinic- rungS Möglichkeiten haben als wir nicht gerade für die Dringlichkeit werterer Milderungen. Aber bei näherem Zusehen erkennt man, datz cs sich bei dem Reg crungsvorschlao hier garnicht um ein Experiment im eigentlichen Sinne handelt. Wir dürfen das feste Vertrauen haben, das bei dem in unserer Armee, in allen ihren Gliedert» lebenden Verständnis für die llnentbchrlichrcit der Aufrcchterhaltung einer straffen Disziplin nach wie vor grobe Vcrstötzc nach Gebühr geahndet werden. Auf der anderen Seite ist cs nur gekommen, datz in wirklich qnindcrschwcrcn Fällen den Richter»! die Möglichkeit gegeben wird. Milderungen eintrcten zu lassen. Voraussetzung ist dabei allerdings, datz unter ein gewisses Min- dcstmatz nickt hcrabgcgangen wird. Denn an der Notwendigkeit cntpfindlicker Strafen für jedes Vergehen gegen die Disziplin, ganz gleich, ob mildernde Gründe zur Seite stehen oder nickt, wird unbedingt festgehaltcn werden. — Auch gegen etwaige sentimentale Regungen der Richter. Denn eine große Armee kann man nicht mit Sentimentalität in Ordnung halten (lebhaftes Sehr richtig! rechts), sondern nur mit ernster unbeugsamer Gerechtigkeit. Achnliche Erwägungen siild für die weiteren Vorschläge der Heeresverwaltung maßgebend gewesen. Sie beziehen sich auf 8 66, unerlaiibte Entfernung, § 70 Bannbruch. § 78 Verleitung dazu, § 95 Gehorsamsverweigerung, § 138 Kaserncndicbstahl usw., Fälle, in denen nickt böswillig gegen diese Paragraphen verstoßen wird, sind in der Praxis nicht so selten. Für die Kommissions- bcratung behalte ich mir darüber nähere Mitteilungen vor. Die gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen reichen nicht aus, um den jeweiligen Umständen genügend Rechnung zu tragen. Nun hat man zwar versucht, Härten auf dem Gnadenwege in dem einzelnen Falle auszugleiche.i. aber die augenblicklichen gesetzlichen Bestimmungen sind doch offenbar und werden doch offenbar als Härten empfunden, die naturgemäß in diesen Fällen in erster Linie die S il n d c r aus dem M a n i» s ch a f t ö st a n d c treffen. Ihnen würde der Gcsetzetttwurf in erster Linie Erleichterung bei» gen. Aus meinen Darlegungen werden Sic gesehen haben, datz die Heeresverwaltung an die durch den. wie ich wiederholen ' nachte, einstimmig gefaßten Rcichstagsbeschluß vom 30. Juni gc- chafscne Lage ohne jedes Vorurteil herangctrcten ist, ind sich auch durchaus nicht gescheut hat. über ihn hinaus, in der Dichtung auf eine wertere Erleichterung im Gesetz, hiitauszugehen, soweit es ohne Gefährdung der Manneszucht irgend möglich war. Unter Beachtung dieses in. dem vorliegenden Falle allein maß- zcbenden Gesichtspunktes glaubt die Heeresverwaltung mit dem Entwurf an die letzt zuläffigc Grenze altgekommen zu sein. Aber auch andere Umstände verhindern zurzeit eine vollkommene Neubearbeitung des Mtlitärstrafgcsetzbuchcs. Diese steht, wie hier im Hause schon oft betont worden ist. und wie eine sehr sorgsame Prüfung unwiderleglich bewiesen hat, in so enger Beziehung und Abbängigkcit zu der künftigen Gestaltung des Strafgesetzbuches, daß wettere (schritte nicht unternommen werden können, che nicht ebenfalls die Fassung des bürgerlichen Gesetzes fest steht. Um so dankbarer würde ich cs empfinden, wenn das Haus sich entschließen köitntc. olle weiter- gehendcn Forderungen und Wünsche zurzeit zurückzustcllen und dem Regierungsentwurf zuzustimlncn. damit er dcnjenigc»». die würdig find, recht bald zugute kommen könnte. (Lebhafter Beifall.) Abg. Tr. Frank (Soz.): Der Entwurf ist uns allen unenvarter gekommen. Der Kriegsminister hat ja selber hcrvorgehobcn. die Regierung habe ivicdcrholt sehr feierlick erklärt, erst wenn die große Reform des Zivilstrafrechts durckgeführt sei, könne an eine Aendcrung des Militärstrafrechts gedacht werden. Die Novelle vom letzten Jahre steht damit nicht im Widerspruch, denn jene Reform wurde der Regierung durch den Reichstag aufgezwungen. Es sind deshalb ganz abenteuerliche Gerüchte über die Militärstrafnovcllc nmgc- gangen, und sehr viele Leute habe»» sich den Kopf des Reichskanzlers zerbrochen, wie er an» besten eine Parole für eine Auslösung des Reichstages schaffen könne. Die Novelle erfüM ihren Zweck doch trur in recht ungeeigneter Weise. Sie enthält einige unzurcicheirdc und fragwürdige Milderungen, gleichzeitig aber auch ganz.zweifellos erhebliche Verschlechterungen des bestehenden Strafrechts. (Sehr richtig! bei den Soz.) Die Regierung lehnt die Beseitigung des strengen Arrestes mit der sehr eigenartigen Begründung ab, daß die ordentlichen Soldaten diese Strafe ja nicht bekommen. (Lachen b. d. Soz.) Wenn die Disziplin sich nur dadurch aufrecht erhalten läßt, datz§ man die Leute anbindet oder tu eine dunkle Zelle wirst, dann ist das ein sehr bedenkliches Zeichen. Die Mindeststrafen sind viel zu hoch. Das am 8. August 1913 veröffentlichte Gesetz zur Milderung des Militärstrafrechts soll durch die jetzige Novelle tatsächlich wieder aufgehoben und die Strafen sollen wieder verschärft werden. (Hört! hört! b. d. Soz.) Die Versetzung in die zweite Klasse des Sol- datenstmidcs sollte überhaupt verschwinden. Wir empfehlen, die Vorlage einer Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen. Wenn wir der Vorlage znstimmc^»sollen, dann mutz sic in dcx^ Kommission so umgcstaltct werden, datz der Kriegsminister sein Kind gar nicht wieder erkennen wird. (Beifall b. d. Soz.) Abg. Tr. Spahn (Zentr.) beantragt, ohne weitere Debatte die Vorlage an die Kommissioit zu verweisen. Die Abgg. Graf v. Westarp (Kons.) und Dr. Müllcr-Meinin- gen (Vp.) widersprechen diesem Anträge, der dann abgelehnt wird. .Die Debatte wird also fortgesetzt. Abg. Dr. van Ealker (Natl.): Die Vorlage entspricht nach ihrer Tendcitz den Wünsche»» meilter Freunde. Sie ist die notwendige Folge der Novelle vom letzten Sommer. Wir stimme»» dem Gedanken der Vorlage auch in seinen Einzelheiten zu. Eine durchgreifende Reform des Militärstrafrechts können »vir vor der Reform des bürgerlichen Prozeßrechts nickt bornehmcn. Die berechtigte Tendenz des Entwurfes ist, in geeigneten Fällen auf ein niedrigeres Strafminimum her- abgchen zu können als »»ach geltendem Recht. Mit Reform- Wünschen, die seine Durchführung erschweren, sollten wir ihn nicht bepacken. Man mutz sich mit dem Erreichbaren bescheiden, auch »veni» die eigene»» Wünsche »veiter gehen. Von der Versetzung in die zweite Klasse des S o I d a t c n st a n d e s sollte nten» nur in A u s n a h m c f ä l le ,» Gebratlch machen. Aber sie ist ja auch nur faful tertib in die Hände des.Gerichts gelegt, und ich tann mir Fälle schwerer Disziplimmdrigkeit dc»»ken, in de»,cn sie berechtigt ist. Natürlich müssen »vir de»l Entnmrf, dem wir grmtdsätzltch zustimmen, »tach allen Richtungen in der Kommission prüfen. Die erstrebte Verbesserung des jetzigen Zustandes »vird durch den Entwurf im wesentliche»» erreicht. (Beifall.) Adg. Dr. Müller Meiningen (Vp.): Wir sehen in der Vorlage einen unzweifelhaften Fortschritt, aber kleine Schönheitsfehler ftifö noch in der Kommission zu beseitigen. Vor allem sollte »nan prüfen, ob es möglich ist, den in die zweite Klasse des Soldatcnstandcs versetzten Leuten die Rehabilitierung zu erleichtern, wenn sic sich bester führen. (Beifall.) Tic Vorlage »st eine Folge des vorjährigen Beschlusses und eine glänzende Rechtfertigung der Mehrheit des Reichstages gegenüber dem Kciegsminiücr. (Zustimmung links.) Wir können nicht 10 oder 15 Jahre warten, bis eine durchgreifende Reform des ganzen MilttärstrafprozetzrcchtS möglich ist. Der strenge Arrest ist auck nach unserer Meinung so barbarisch, datz er für die Auf- rcchtcrhaltung der Disziplin nickt mehr in Frage kommen sollte. Ich war eigentlich erschrocken, als gestern der Staatssekretär die mittelalterliche Strafe des strengen Arrestes geradezu als etwas Natürliches binstelltc. In der Marine, auf d»c wir alle stolz sind, dürfte sie keinen Platz mehr baden. Wir sehen in der Novelle nur eine kleine Abschlagszahlung: das ganze Militär,trafrecht bedarf der Modernisierung. Wir sind für die Bcratung der Vorlage in einer besonderen Kommission. (Beifall links.) Abg. Gras Westarp (Ko»rs.): Die Vorlage bestätigt, »vie berechtigt unsere Bedenken gegen die Lcr Erfurt waren, die den Negierungen aufgedrängt wurde und die tatsächlich nur ein Gelegenhcitögcsetz »oar. Das Gesetz »st damals in'faum 48 Stunden eingebracht, beraten und durchgefuhrt »norben Aus der jetzigen Novelle machen wir den Regierungen keinen Vorwurf, den Schwerpunkt der Beratung legen wir in die Kommistion Bedenklich fiub die Bestimmungen, die eine Milderung des Tatbestandes darin sehen, daß nicht e»n Offizier, sondern -in Ilnterosfizirr zur Z»,t tzcr Tut Vorgesetzter war. Es fragt >utz, ol> darin nicht eine Erschwerung de? Untcroniz'-rdicnstcs Iwgi. tS-br richtig' rechts.) Dir Sozwtdcmoiratie fordert da- Heer zum Ungehorsam, zu Disziptinwidriglcttc» auf. Der Prozetz der Rosa »uicwüurg ist »in "euer B-Ieg dafür. «>lchc Tendenzen formen wir nicht mitmachcn. Wir werden o,c Novelle nicht mit Dingen bevacken lassen, die irgend»:- m dieser Rickstrnig liegen. sDcrfall rechts.) Abg. Fehrenbach (Ztr.): Wir haben der Regierung die vorige Novelle nickt aufg'ezwtm- een denn von einem ernstlichen Widerstande des Bundesrates lvar nickt die Rede. Zu einer »vcltgreifenden Umgestaltung des Militärstrasreckts werden wir b»efat Entwurf nicht benutzen. Diese Arbeit mutz verschoben werden bis nack der Reform des Zivil- prozetzrccht--. Tic Frage der strengen Arrestes »vird in der Kommission zu erörtern sein; zu Gesundhcitssckädigungen darf kein Strafmittel führen. W»r stnd für die Ucbertveisung des Entwurfes an die Zaberncr Kommission. Abg. Noske (Soz.): Die Rede des Herrn van Calker stand im Zeichen einer Politik der Entsagung. Damit bestärkt mm» die Regierungen nur in ihrer Bockvcinigkcit. (Heiterkeit und Unruhe.) Präsident Dr. Kncmpf: Ich rufe Sie zur Ordnung. Abg. Noske (Soz.): £ic Behauptung, daß d«e Sozialdemokraten die Disziplin km Heere untergraben, ist unwahr — (Lachen und Widerspruch rechts^ — ist unwahr und »ver da? sagt, den nenne ich einen bewußten Lügner. (Großer Lärm rechts.) Präsident Dr. Kacmpf: Ich rufe den Red»»er zuin zweiten. Male zur Ordnung. (Beifall rechts.) Abg. Nvskc (Soz.): Wir sind allerdings gegen den Kadavergehorsam, der die Menschenwürde »ticdertrompelt. Wsi wissen zu schätzen, was Unterordnung ist, und üben sic auck. (Zuruf des Grasen Westarp: Ja, unter den sozialdemokratischen Partcivorstand. Große Heiterkeit, Unruhe bei den Soz.) Gestern hat der konscr- batibc Redner uns gewarnt, in ein sckwcbeirdcs Verfahren einzu- greifen, heute tut er es selber. Das Urteil gegen Rosa Luxem- bürg ist noch nicht rechtskräftig, cs handelt sich also um ein schwebendes Verfahren. (Unruhe.) Bei der heutigen Rcchtsprcchunq i>» Deutschland sollte man den Mut dieser Frau anerkennen (Lachen rechts.) DaS ist ein anderer Mut als der der Preußen- bündler (Sehr richtig! b. d. Soz.), die haben gekniffen (Urtruhe). Hier lag eine Denunziation vor. Wir wehren uns nur dagegen, daß ein Bäckerdutzend von Leuten, die das Vertrauen des Volkes nicht haben, über Krieg und Friedcit entscheiden kann. Daran ändert auch Jerichow nichts (Lachen rechts und Unruhe). Die Sozialdemokratie hat die Zukunft und wird schließlich aus eigener » Kraft siegen. (Beifall b. d. Soz., Lachen rechts.)- Präsidertt Dr. Kaempf: Es wird mir gesagt, der Abg. Ledcbcmr habe den Zwischenruf gemacht: auch der Kriegsminister hat gekniffen. (Abg. Ledebour' (Soz.): Jatvohl, das habe ich gesagt.) Ich rufe Sie wegen dieser' Beleidigung des Kriegsministcrs zur Ordnung. (Abg. Lcdebour (Soz.): Ich werde das beweisen!) DaS wird an dem Or^M'tgs- ruf nichts ändern. (Große Heiterkeit.) Krieasminister v. Falktnhnpn: Auf die Bemerkung, daß das Reichsjustizamt hier nicht vertreten sei, »vill ich nur entgegnen, daß ztvei Herren des Reichs- justizarntes nur bei den» Amt, das ich hier zu führen habe, Beistand leisten. Ich würde aber auch nicht davor zurücksckrccken, cs allein zu führen, wie ich Ihnen versichern kann. Im übrigen möchte ich den warmen Dank der Heeresverwaltung den bürgerlichen Parteien dafür aussprechen, datz sie ii» solcher Einmütigkeit unter Wahrung der oberste»! Gesichtspunkte, die für die Armee existieren, und unter Wahrung der A»»frechterhaltung der Disziplin, mit der Heeresverwaltung Zusammenarbeiten, um die Erleichterungen, die »vir unter diesen Gesichtspunkten im Strafgesetz für möglich halten, lmldmöglichst in Kraft treten zu lassen. (Beifall.) Die Vorlage wird mit den Stiinmcn der SozialdcmokralcN. der Volkspartci. der Polen und der Wirtschaftlichen Vereinigung einer besonderen Kommission von 21 M i t g k i c • dern überwiesen. Der Alarme-Elat. , 4 (Dritter Tag.) _ Die Beratung bc$ Kapitels «Jnstandhalttkng der Werften* »vird fortgesetzt. Abg. Brandes (Soz.): Die Besserstellung der Werftarbeiter ist noiwenidig. Auf den> kaiserlichen Werften ist die Ausbeutu»»g noch größer als auf deB Privatwerftcn. Die Gesin,»ungsschnüsfelci steht in schönfter Blütc^ Dabei sollten 'die Werften froh sein, charaktervolle Mcnsck)cn zu beschäftigen. Die jetzigen Verhältnisse »n ihrer Gesamthrtt sind» unhaltbar. Abg. Weinhausen (Vp.): Von den Werften in Danzig, auch ihre»! Arbeitern, bin »ky beauftragt worden, der Verlvaltung Tank zu sagen, datz sich ihre. Beschäftigung gehoben hat. Vereinfachungen in der Verwaltung, sind geboten, z. B. im Titelwcscn. Es gibt keinen Menschen, der sich darin zurechtsinden kann. Das hat manche Verftinnnungeu! erregt. Die Ungleichheiten der Titulatur wirken auf die Bezah-^ lv.ng zurück, utrd die Marine kommt so um die besten Kräfte, die lieber zur Privatindustric gehen. Neben den Beamten kommen bie- pensionierten invaliden Arbeiter 'oer kaiserlichen Marine in Be-, tracht. Die Pensio»» ist zu niedrig. Ebenso sollte den Arbeitern, ein längerer Urlaub als bisher zugcstanden werden. Die jetzige Akkordarbeit »väre durch eine Erhöhung des Stundcnlohns und eine Herabmindcrung der Akkordsätze zu ersetzen. Die Kosten der Wcrften brauchten dadurch nicht steigen, die Arbeiter hätten zweifellos Worteil. Abg. Hofs (Vv.)' begründet eine»» Antrag, die 19 gestricktencn Stellen non 3»? c r ! » füh r ern wiederhcrzustellen. Von der Gc;visienhaftigkeit dieser Beamten hängt sehr viel ab. Unberechtigt ist die Verkürzung der .Hilfsleistu»rgen und Zulagen, die seit längerer Zeit, 15 bis 16Jahro lang, an Beamte, Sekretäre und Inglmieure gezahlt ivcrden. Diese können heute nicht mehr in die Privatindustrie zurücktreten. Wie beantragen, auch die hier gestrichenen 47 000^Mk. »oiederherzu- stellen. Die Einrichtung von Beamtenausschüpen ist notwendig. Den Oberwerftdircktoren ist Verbote»» worden, dem Staatssekretär die Wünsche der Beamten hinsichtlich der ungeteilten Dienstzeit vorzutragen. Die Stellung der Kolknlatoreü ist schwieriger als nötig. Die Marinetechniker sind schlechter gestellt als die gleichen Beamten anderer Ressorts. Geb. Admlralsrat Harms: Der Al»regui»g, den kaufmännischen Geist dttrch Abkom»»»an- dierungen in Privatbetriebe zu pflegen, werden wir »»ach Möglichkeit Nachkommen. Bei Beurteilung des Gesundheitszustandes der Marine sollte weniger Gewicht auf die Zahl der Eriragkungcn gelegt »nerden, als auf die Zahl der Krankentagc. Dann ist das Verhältnis gut, um so mehr als die Marine sich besser steht, als die Orts- und Bctricbskrankcnkasieu. Beim Wcrstarbcitcrstreik haben wir strikte Neutralität gehalten. Die Ucberstundenarbett wolle»» auch wir möglichst einschränken. Aber die kaiserlichen Werften sind militärische Institute. Da müssen bestimmte Reparaturen auch in bestimmten Zeiten erledigt werden. Ohne Ucber- stunden geht es nicht. Zur Zahlung höherer Renten fehlt uns noch das Geld. Die Titclverhältniffe sind sehr schwierig. Tic geäutzcr. ten Wünsche »Verden geprüft werden. Die Löhne sind zum Teil von 1905 bis 1912 um 30 Prozent gestiegen. Den Antrag Hoff auf Wiederherstellung der Werkmeisterstellen begrüßen wir herzlich. Wir hoffen auf Annahme. Abg. Dr. Stn,ve (Vp.) K-in Etat ist so klar und durchsichtig, »vie der Mak^necta!.' Nur über die Zusammensetzung der Einnahmen wünschen Mir genauere Angaben. Der Antrag Hoff wird *n gen ornmcn Abg. Ahthorv fDp.)s „ Durch die Dasserkmurcn bei Wilhtlmshcrden wird die Ent- tonffarunfl des Aüften-ebieles gestört und die Äersrtzlirkung dcS ^ahdebuzenz gesteigert. ?Tuf diese Weise awti) die innert Aolo- »ifflüon nicht gefördert. Wir appellieren an das GerechtigkeitZ- gr^M des Reiches und der Marineverwaltung. Der letzteren ist P* x oldenburgische Staat immer weit entgegengekommcn. Auch sic Aui^nsahde droht zu versandet». Das must für die Marine ein Gegenstand ernster Sorge sein. Infolge lcr herrschenden Rord- wcinvivde iverden d'e vorgelagerten Inseln der schützenden Dünen beraubt und der Sand in der Austensahde abgelagert. An dem Schutz dieser Dünen bat die Vöarineverwaltung und damit das Reich besonderes Interesse. Staatssekretär v. Tirpitz: Wir naben durch einen Leitdamm lediglich die Stromrichtung geändert, nicht aber die Stärke des Stromes vermindert. Rar -eine Verminderung dcS Stromes konnte ein stärkeres Niederschlagen des Schlickes verursachen. Wir geben viel Geld für Baggerarbeiten in der Iahde aus, die der Vertiefung zugute kommen. Oldenburg werden wir nach Möglichkeit entgegen kommen. Wir wollen aber nicht vergessen. daß Oloeriburg seinerseits grostc Vorteile von unseren Werken gehabt hat. Von einer Versandung ler Austen- fahde kann nicht gut gesprochen iverden. Auck den Dünenschutz werden «vir nicht vergessen. Es ist 511 beachten, dag das Reich seit 1870 über 3 Millionen für Landbesestignngsarbciten auf der Insel Wongeroog ausgegebcn hat. Halten wir das nicht getan, so läge die ganze Insel jetzt schon in der Iahöe. 10 000 Mk. kür den Bau einer Offizierspeneanstalt in Kiel sind von der Kommission gestrichen morden. ^ .. .. J Staatssekretär p. Tirpitz: W'r hoben den ablehnenden Beschluß der Kommission lebhaft bedauert. Ein Lsfizierkasino. in Äiel nt ein dringendes Bedürfnis. Tie jetzigen Räume sind ganz unzureichend, ja geradezu unwürdig. Man bedenke doch, daß gegen 1000 Offiziere auf dies Kasino angewiesen sind. Der Seeoffiz,er, der von der Fahrt kommt, will auch einmal frei sein, was er an Bord niemals sein kann. Die Verheirateten haben ja ihre Familien, die Unverheirateten werden 3 bcr in das Kneipcnlcbcn getrieben. Es ist nicht bloß ein auster- d'cnftliches. sondern geradezu ein dienstliches Bedürfnis. Wir wollen unsere Offiziere doch auch nach anderer Richtung bilden tzvrck anregenden Verkehr. Die Offiziere haben jahrelang gespart. Sic wollen die Einrichtung in ihrer Gesamtheit selbst ous- dringen und sic soll so einfach wie möglich gestaltet werden. Ich bitte nochmals dringend, die Forderung zu bewilligen. kllbg. Tr. Skrude (Bp.):' Sollen mic Seeoffiziere h'mkommen oder auch andere Z Staatssekretär v. Tirpitz. Soll mai, die verschiedenen Korps mit gaiig verschiedenen Interessen zusammcnpackcnV Es ist doch richtiger, man gibt tzeu verschiedenen Korps besondere Lokalitäten. Aba. (rrzberger (Zentr.): Die vollbesetzte Dudgetkommission von 28 Mitgliedern hat diese Position gestrichen. Der Reichstag zählt fetzt nicht mehr soviel anwesende Mitglieder. (Hört! hört!) Es entspricht nicht der Würde t.-s Reichstags, jetzt abzustimnren. Ich würde eventuell t i e Beschlußfähigkeit des Hauses bezweifeln, i Die Abstimmung über diese Position wird ausgesetzt. Im übrigen wird der Marineetat erledigt. ; Das Haus vertagt sich. Mirtwock», 2 Uhr: Reich-srchid, Re,chSeisenb cchna m t, Reich-- -eiser> oabnen. rt -* Schluß nach 4 Uhr. . dir albanische Abordnung beim Prinzen zu wird. Neuwied, 2 l. Febr Aus Anlaß der Anwesenheit des Prinzenvoares Wilhelm ',» Wied und der Annahme der Kronc und dir Straßen iestl'ch geschmückt. Anl Bahnhöfe ist rinr Ehrenpforte errichtet. Tie albanische Abord- » ung, bestehend aus 17 Herren, traf mit einhalbstündiger Verspätung auf deni hiesigen Bohnhose ein, wo sie non dem Kamnierherrn General o Hcple empfangen lourde Im pffenen Wagen erfolgte sodann die Fahrt nach dem Schlosse. In den Straßen, durch die die Wagen fuhren, hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefunden. Um l.Iö Uhr trafen die Herren im Schlosse ein und wurden dort in de» unteren Emvsangssaal geführt, wo Essad Pascha jedes Mitglied der Teiegalion dem Hofinarfchal'l Ireiherrn v MalchuS vor stellte. Sänitiiche albanesisck)eil Herren waren im Frick und Zylinder. Nach der Vorstellung Irate» hintereinander Prinz und die Prinzessin Wilhelm, der Fürst und die Fürstin zu Wied, Prinz und Prinzessin Viktor sowie die Prinz«,sinnen Elisabeth und Luise in den Saal ein. Der Prinz ging aus Essad Pa'cha zu und sagte ihm einige Worte der Begrüßung. Eine t ,spracht Essad Paschas. Tarauj hielt Essad Pascha in albanischer Sprache soigendc Aniprache: -lic Delegation, als deren Präsident ich mich oorzustellen die die hohe Ehre bade, die gekommen ist, UNI sic zu bitten, die Krone und den Thron des freien und unabhängig c n ?llbaniens anzunehmcn, hält sich für,über aus glücklich, diese ihre Million ersütten zu können, mit der sic von ganz Albanien beauftragt worden ist. Durchlaucht! Unsere Nation, welche bei anderen Gelegenheiten für ihre Unobhänqig- keit so hartnäckig gekämvst Hot, mußte später durch rm- glückliche Zeiten geben, aber nie bat sie dabei »ergehen ihre glorreiche Vergangenheit, nicht ihr Albaniertnm, und sic bat es verstanden, den ua,i anale II Geist und die Sprache ihrer V-ätei üch bewahren. Tie volitischen Veränderungen, die iim in letzter Zeit mit dem Balkon ercignei habe», die L-orge und die Hilfe europäischer Großmächte haben es Albanien erlaubt, 'ich zu eincnk freien und unabhängigen Slaote zu konslituieren, und die Aibanicr sind auch überaus glücklich und enrent, daß Eure Turchiaucht, der Sohn einer aus dem Gebiete der Wissenschaft, der Kultur und des Ruhmes so großen Nation, cs angenom ine» hoben, unser Souvcrain z» sei». Möge der Allmächtige Eurer Dnrchlauchi hohe» Haus zum Heile Albaniens bewahren und beschützen! Die Albanier werden ohne Ausnahme stets treue Untertanen Eurer Durchlaucht und stets bereit sei». Eurer Durchlaucht in Ihren Anstrengungen zu helfen und das albanische Volk zu cincr^ glück lichen und glorreichen Zukunft zu führen. Es lebe Seine Majestät der König von Albanien! Tic Antwort des Prinzen Wilhcl »i. Aus die Ansprache Essad? erwiderte der Prinz W i l - h c l in zu Wied in deutscher Sprache : Exzellenz! Als Abordnung aus ganz Albanien ünd Sic hierher gekommen, um mir den Thron Ihres Landes, das nach vielerlei Kämpfen und Schwierigkeiieu nun endlich sein- Freiheit wieder- crlangt hat, anzubieten. Ich begrüße Sie hcrzlichft vier in Rcu- wied, meiner Vaterstadt und dem Schlosse meiner Ahnen, vier wollte ich Sie gern empfange», damit Tie meine Heimat lennen lernen. Es war mein besonderer Wunsch, daß eine Deputation aus Albanien zu mir kam, um i»ir die Bitte des Voltes zur Annahme des Thrones Ihres Landes zu übermitteln. Nachdem die Großmächte, deren gütiger Hilfe und Unterstützung dos Land seine Entstehung als unabhängiger Staat verdankt, mich zum Herrscher Ihres Landes designiert haben, möchte ich Ihnen sage», daß ich den Thron Ihres Landes a »nehme und daß wir Ihnen in Ihr Land als unsere neue Heimat folgen werden. Nicht leichten Herzens habe ich diesen Entschluß gefaßt. Nach I» anal ela nger lieber leg ung habe ich mich dazu bereit erklärt. Die Größe und Schwierigkeit der Verantwortung schreckte mich. Nun ich mich dazu entschlossen habe, werde ich aber mit ganzem Kerzen und ganzer Kraft diesem ineincm neuen Lande au gehören. Ich hoise und crwarkc, in alle» Albaniern eitrige und trendige Mitarbeiter zu sillden, UNI diesen Staat zu begründen »nd weiter auszubancn. Bringe» Sie mir das gleiche Vertrauen entgegen so wie sch Ihnen, so wird die gemeinsame Arbeit mit Hilsc des Allmächtigen von Eriolg gekrönt sein. Gern und dankbar vernehme ich von Ihnen die Versicherung Ihrer Treue, dieser Treue, die in Albanien bon je her giftig und in !der ganzen Welt berühmt ist. Im Vertrauen aus die Unterstützung aller Albanier und in gemeinsamer treuer Arbeit wird cS uns bofsentlich gelingen. Albanien eurer glückliä)cn und glorreichen Zukunft cntgegenzusührc». Hoch Albanien! Nachdem der Prinz geendet lzaite, stellte Essad Pascha den Fürstlichleite» die Herren der Delegation vor. Einige Worte loechselte» »och der Fürst zu Wied und Prinz Viktor mit Essad Pascha und dann begaben sich die Herrschaften zum Diner nach drin Rokokoeaale de» fürstlichen Schlosses. Während de» Diners brachte Essad Pascha ein .Hach ans das Fürstenhaus zu Wied ans. Fürst Friedrich zu Wied antwortete mit einem Hock, ans Albanien. — Nach den, Diner begab sich die albanische Gesandtschaft nach Schloß Monrcpos. Abends uni 8 Uhr erfolgt die Abfahrt nach Waldenburg. Köln, 22. Febr. Tic alban i j ch e A b o r d n u n g ist heute uachniittag nach Leipzig abgcreist. Tic „Norddeutsche Allgemein c Zeitung" schreibt: Tie Abreise des Prinzen zu Wied nach Albanien, für welche die Vorbereitniigen bereits getroffen find, erfährt noch einen kurzen A u s s ch u b. Ter Prinz gedenkt, nachdem er während der letzten Woche Besuche in London und Paris abgestattet hat, zwischen dem Ltz. und 2 H. Februar in Petersburg cinzutreffcn, um sich bei Kaiser Nikolaus borzustellen und mit den russischen Staatsmännern Fühlung zu nehmen. Im Anschluß daran wird die Abreise nach Albanien angetretcn. Tie Stimniung in Albanien. Valoua. LL. Febr. Infolge der Depesche, daß der Prinz zu Wied die ihm von der albanesischen Abordnung angeboteile Herrscherwürde angenommen, herrscht in der Stadt eine festliche Stimmung. Eine große Menschenmenge durchzog mit einer albanesischen Fahne unter den« Absingen vaterlandislizer Lieder die Straßen und brachte H o ch r n fe a li f d e n König aus. Nachinittags ivurde eine Perjammlung avgehalien, in der nach mehreren patrio- ! i s ch e n Ansprachen ein an den König Albaniens was wird aus Nsrdernry? Mi Vou de, Waiierkxntc schreibt man UNS: E- ist nicht zu bestreite»: das deutsche Nordcrnep ist gegenüber den großen bcl- chiäen Mid holländüchcn Küstendädcrn euvas INS Hinrcrtrcssen geraten, und es wird Zeit, daß dagegen ctivas TurätzireisendeS geschieh Die Intel gehört den, oreußiichen ToinäiicnsiSkuS, der auS ihr immerhin ganz aiiiehnlichc Einnahme» crzietl. Aber e» iolhe »’'hr getan lo-rden Einmal sind es die Kureinrichlunqen, die in iv.eni set.rgen Zustande nicht mehr modern genannt werden können. Der Seestrg in Nordcrnep Ia»n süß. n»t dem von Tche- oemugeii nich: annähernd mejicn. Die Insel inute auch lange Fei- an ,h,em Nord und Nordwnslrande über beträchtlich.' Land veilustc z» klagen, und erst in letz,er Zeit Vak der FiskuS mit guieiii Eisolgc den Nordstrand beseitigt und Versuche zur Wieder- gcnnniunig von Stiandiiächc» unternommen Tics allein int» aber nick E» ist sa hekannt, daß der behördliche Aovaral oft ! echt schlrersällig arbeitet: daher wäre zu empiehlen, üatz der Fiskus das Bad an die Gemcindeoerwaftnng von Norderne» odrr an sonstige Interesienlen veroachtete. Moderne, großzügige Kureinrichtnngen ließen sich dann leicht schassen, nanienilrch wenn der Tragt iich an ihrer Finanzierung hilfreich bickciligie. Aber dainit nich! genug Tem Bade iehil, soll es lpiedei Wetlbad werden, eine ununlerbrockieiie Eilcnbainiverbinduilg bis auf die Iniel selbst, mircki die allerdings der insulare Cdarakier des Bade» nichr beeinträcknigt werte» dün're. Man hat iicki schon s.ühcr wie diesem Projekie beicknistigt. damals alwe ganz >m pol,bare Vorschläge gemacht: einen Schienenftrang direkt am dem Watt, eine Schwebebahn NIM. Die Eilenbahn endet heute ,n Norddeick.: für die »och Nordcniell rciicnden Badegäste, Passanicn und SomiiagSausilügler ist die Beguemiichkcit mit dem Berlasten de,-. Eiienbahnzuges zu Ende, die Einschiffung bei Sturni Mid Regen n»d n'it Handgeväck anl den nick» icltcn übervollen Daino sein ist kein Vergnügen, dabei sind die Schisse von Wind »nd 'iN-'tker und Wasserftaird mchl unabhängig, und Fahrten bei Abend und Nackt incklt man zu vermeide» Be, der Anknnst in Norder- neo ha' man noch einen erheblich«,, Weg bi» zum Ort zuruck, -uieqei, bei schlechrcm Wetter ist dies zu Fuß beinahe nnniöglich. Bei einer Turchsührung der Eisenbahn bis aus die Insel falle» olle llcincrc» und größeren Unbeguenilichkctten fort, indem man im Durchgangs und Schlaiwaqcii bis an das Endziel gelangen Auch die Eiicnbcbnoerwallungen könnten bester diSvonicren, kann als Nachtstunden lnSbc- n-cil die Eiienbahnzüge auch iväbrend der 4 an kommen und von 'Norderne» obsahrcn konnie» ,md lo der «öde naocrlehr eine zweckmäßige Erwc,lerung mit andere» be- Mdm günstigen SchneNzugSverbiodiiNgen de - Feltlandes er- iahren löiiiile. die jetzt unbenutzt bleibe» müssen lvegcn des Rühens der Tamvisebiisahrt in den Nachtstunden. Technische Sck.nntrigkeiie» bietet die lleberiührnnq der Eisenbahn hcutzntaae mchl mebr. Das zioeckmaßigstc Projekt loäre der Bau eines kräsiigen EisenbahndammS durch das -Watt, hoch genug, um bei den höchsten Flute» nicht überivült zu werden. Norderne» ist die am dichtesten an das Festland heranreichendc Insel: ihre Südostküste irird bei .Hilgenriedersiel nur durch ein 3500 Meter breites Watt voni Festlandc aetrennt, »nd das Wasser ist io seicht, daß bei Ebbe die Insel zu Fuß erreicht w'rdcn kann. Bei dem selbst bei Flu! nur wenige Meier betragenden Waiserstandc läßt iich an diclcr sttirmgeschntzten Stelle mit fcfteni Sandboden ein Eiienbabndamni sehr wohl Herstellen und gehörig bcseftigcn, ist dock auch mis Borkum zwischen Dort und Reede schon vor 25 Fohren ein ähnlicher Damm, der auch zur .Hälsic über daS Watt stiint. zur Auleguug einer Inselbahn erbaut worden. Hier ist der Weg gewiesen. Eine Verzinsung und Amvriiiation wird durch eine,'ntivrcchcnde Fahrgelo-Einnabine zu erzielen sei», selbst wenn den jetzi den Verkehr oermitielnden Danipsergesellschaiten eine Eniickuidignug zu ahlc» ioäre. Diese brauchen ihren Dienst nach Norddeich übrigens nicht cinznstellen und können auch neue lohnende Fahrten „ach Nachbarinseln eröitnen^in Verbindung mit der neuen „Eiienbahnstaiion Nordeiaien". Sogar inr .Helgoland würde Norderney als Endpunkt der Eisenbahn eine erhebliche Bedeutung gewinnen, denn Norderney liegt nicht weiter von .'.'eigolaiid als Cuzhoven. , Eine derart gedachte direkte Eisenbahnoerbindung loürdc ohne Iiveiiel den, Noie-eebate Norderney einen bedeutende» Äuiichwung bringen, nameilitlch iremi die Scholsung niodernster Eilirrckipinqelr an, der .-nie! ictbü inimir verbunden wäre. Norderne» ist ja kein» der sogenanntcn stillen Bäder, in denen man abseits des moderner, Leben» in völliger Zuriutqczogcnheri Erholung iucht, es ist Wcltbad m» alle», geicUschanlichen >md sonsttgen Zubeyvr. Loll cs ober dreien Rang behalten, dann müßte unverzüglich etwas tue die Znicl geichcbcn. H. K ----- "Pßlazzo Mcdicr als Akademicgebäudc D-e tchonen ,e,t kurzem ntzeder in altem Glanze hergeftelltrn Raume des Palazzo Medüci-Riccardi in Florenz hoben nunmehr, wie dem Eieerone berichtet wird, einen ihrer würdigen Zweck eihalicu. Ter vrachtvolte Ban wird zum Teil imeder die alt- angesehene Akademie der Erusea auinehmcii, die den Palazzo bis zum Jahre Itzöli als Residenz >nne hatte. Die Nordräumc des Erdgeickwllc» locrdcu die eigentliche,, Sitzungszimmer »er Akademie bilden, während ihr z» Rcorasenlalionszivecken der große gerichtetes Telegramm bcrtesc» wurde, in dent 'Seiner Miiscstrir Wilhelm I., dem .rtönig Albaniens, der Dank und die Verehrung des albanischen Volkes ausgesprochen und jvofteS Vertrauen zugesichert wird. Nach ciuem abermaligcu Umzüge durch die Stadt, Ivobei »eucrlicki« .Hochrufe auf den König Albaniens »nd die königliche Familie ertönten, zcr- streuie sich die Menge in Ruhe _ Heer und Flotte. S t a p c l l a u f e i n e s L > » i e »s ch i s s'e s. Kiel, 21. Febr. Auf der in festlichem Schmuck vraugcn- dcn Eiernlaniuwcrft erfolgte heule vormittag in Anivesenheil der Admirale, der dienstfreie» Lffizicre der Garnison und der Marine, der Spitzen der Militär und Zivilbchördcii, sowie unter Teilnahme von verschiedenen Abordnungen öcr 2 l a p e l l o u s des Linien fchisfes „Ersatz B r a n b et, b u r g“. Um 10 3 , , Uhr trafen Prinz u n d P r i n ze s - sin Heinrich von Preußen mit dem Prinzen Sigismund auf der Werft ein, gleich darauf auch die K r o u p r i n re ff in, deren Standarte von der Flotte salutiert wurde. Prinz Heinrich von Preußen hielt die Taufrede. — Nachdem das Kaiferboch verklungen >oar, lauste die Frau Krau Prinzessin das Schiff aus den^Namen „Kronprinz". Eine 2l u s z c i ch n u u g des S a u i t ä t s k o r p s. Die Berliner Presse erfährt zur .Halbiahrhuudcrtscicr der Militärärztlichcu Gesellschast, daß der Kaiser eine Neuerung beabsichtige, durch deren Einführung er dir honcu Verdienste unseres Sauitälskorps zu ehre» gedenke. Das Boss. Bürcau erfährt dazu folgendes: Bisher erwiesen Abteilungen, die von Unterofsiziercn oder Mannschaften geführt wurden, Militärärzten keine Ehrenbezeugungen. In Zukunft werden Sani tätsoffiziercn von dielen Abteilungen die gleichen Honneurs zuteil werden, wie den Ossizieren. Auch die Ausstattung der Chefärzte größerer Garnisonlazarettc mit Disziplinärst r a s g c w a l t über die zu den Lazarette» gehörenden und darin ailtgenommeueu Unteroffiziere und Gemeinen bcdcu tcl in Bezug au, diese Borgesetztcnbesugnis die lßleichstelluiic orr iSanitätsoffizlere mit den Offizieren. Als eine besonder, Genugtuung wird es das Sanitätskorps enipsiuden, daß sni die Beisetzung seiner verstorbenen Mitglieder besondere Festsetzungen über die dabei zu erweisenden militärischen Ehrun gen getrosten werden. Die Verleihung der F c l d d i u ü c nach einem besonderen Muster bringt für die Militärärzte ein ihre»! Offizierscharakter entsprechendes Tienstnbzeichcn. dessen Fehlen sic bis dahin schmerzlich cmpsunden babcn. Alle erwähl,ten Neuerungen cnljvrecheii lang gehegten Wün scheu des Sanitätskorps: sic wurde» daher auch bei der Be kanutgabe in der Militärärztlichen Gesellschast am Samstag mit großer Freude ausgenommen und sie werden zwei sellos in weiteren Kreisen des gesamten, Sanitätskorps und aller seiner Freunde ebenso dankbar begrüßt werden. Der Zeitpunkt ihrer Einführung ist um so besser gcioählt, als sich gerade in den letzten Tagen die überaus ucrdienstvolle Einwirkung unseres Sanitätskorps aut deu Gesundheitszustand der Armee wiederum im hellsten Lichte gezeigt hat. Aus Stadt «nd lkauK. Gießen, 23. Februar ISt4. ** Offene Stelle. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrcrstelle an der Volks schule zu Rüssels heim. ** Major Mathi c s, der frühere Komniaudeur dcS Butzvachcr Bataillons, wird, wie uns inilgctcilt ivird, nach Beendigung seines mit der l ü r t i s ch c n Mililärverwaltung eingegangencn Vertrages wieder zur deutschen Armee zurück kehren. Er ist inzwischen bei der türkischen Armee zum Oberst aufgerückt. ** TaS Gcwerbcblatt f ü r das Großderzogtum Hessen Nr. 9 von, 20. Februar hat folgenden Inhalt: Großh. Zentralstelle ihr die Gewerbe. Sitzung deck Ausschusses des Landes- gewerbevereiiik. — Richtigstellung der Postlistc. — An die Vorstände der Handwerkerichulen. — Eininhrung des schiedsrichterlickicn, Veriahrens zur Schlichmng gcwerblickier Streitigkcüen. — E l c k t r o t ech ni i cher Fachk ur s in Gießen. — Mcifterkurs für Damenschneidcrei in Fricdberg. — MeifterknrS für DeloraiionS- mglcr. — Neuwahlen •,» den BezirkSousschüiicn. — Gewerbcver - eine Bischossheim, Bürstadt, Groß-iserau, Lange,,. Reichelsheim (Wett.i, Rüsselsheim. — Geioerbliche Fortbildungsschule Reichelsheim iWcit.i. — tzandwerlskamnier zu Tarinstadi. Eine wirtschgst- liche Mgchtvrobe deS deutschen Handwerks. — Zur Frage der Schiedsgerichte. — Lehrlingsverniitilung. ** Die M a ii l u n d K l a u c u s e u ch c herrsch! noch in Nieder Wöllstadt, Kreis Fricdberg. Sic wurde scstgestclll in der Militärkonservenfabrik z u Mainz bei einen Transport Schlachtvieh vom Vichhos in Breslau. Nach Abschlachtung des ganzen Transports ist die Seuche dort wieder erloschen. Ein »euer Scuchenausbruch init den Fresken Luea Giordanos geschmückte Saal im ersten Stock dienen »oird. — Eine neue Form der R a d i u m b c h a n d l» n g. Aus Ncwyork wird berichtet: -In ärztlichen Kreisen erregt eine Mitteilung große-5 Auffehen, die von Dr. Rodert Abbe, riner der ersten medizinischen Autoritäten Amerikas auf dem Gebiete der Radiiinitbcravic. ausgcbt und in der Erklärung gipscll. da» die von den Forschern durchgesührien Versuche ihn zu der lieber zeugung gefühlt hätten, die Grundsätze der Radiumbchandlnng des Krebics seien vollkommen irrig. Im amerikanischen Radinin-Institut in Newyork führte Abbe aus, daß die von ihm und Dr. Alexis Carrcl zu Endc^gesührtci, Experimente zweiseks- irei ergehen lwben. daß die Bcia-Ttrahlen des Radiums, die bisher als gefährlich galten und von den Kranken scrngehalte» wurden, au, Krcbsgescknoüic eine größere Heilwirkung haben, als die Gamnia-Ztrohle», auf die man sich bisher stützte. Dieic Entdeckung, erklärte der Gelehrte, werde in der ganzen Welt die Radiumbehandlung des Krebses von Grund auf umwaiideln. Aei lcrr Erverimeiite sind cingeleitct, aber cs kann bereits als völlig zweifclsftct erwiesen betrachtet werden, daß die bisher geiürchlctcn oder mißachteten Brta-Ttiahlcn tatsächlich das Wachstum vou Krebsgeschivülsten auihaftcn, wahrend die bisher angewandten Gamma-Strahlen im wesentlichen unnnrksain blieben. Dr. Abbe fügte hinzu, er vermöge noch nicht abzusehcn, wohin die cingc- leftetcn neuen Versuche führen, aber in wenigen Jahren würde unsere Kenntnis von der Heilwirkung des Radiums eine sehr tie, einschneidende Bereicherung davontragen — Reue Ausgrabungen inSyrakus. Die von Vrol Crfi neuerdings nnternommenen Ausgrabungen aui dem an der Norüleite des berühmten Minerda-Temvels von Syrakus liegenden Minerva-Platze haben in diesen Tagen zu wertvollen Entd-'ckungcn geführt. Man wußte bereits trüber, daß vor dem Bau des Minerva- Tempels an dieser Stelle zahlreiche arckiäischc Bauten standen, die abgetragen wurden, als der große Tempelban begann. Bei den Ausgrabungen stieß man aui die Uebcrrcfte dieser Bauten, und nun bat Orsi einen kleinen Tempel ttcilegen können, der einen wertvollen Einblick in die frühe Baugeschichtc von Syrakus gibt und dem 6 . vorchristlichen Jahrhundert entstammt. Das Bauwerk, in dem zahlreiche lleberrestc von Asche, die aus Opscrhandlungen hindeuict, gesunden wurden, war ungewöhnlich reich mit bemalten Terrakotten ge schmückt, deren Reste jetzt geborgen wurde». Ten loichtigstcu Fund aber bildet eine entdeckte Meduscngcstalt, deren Farben ausgeMcko- net erhalten sind und die cbenialls dem <>. Jahrhundert v. Ehr. entstammt. tfl gemeldet ait-- dem Bezirk Fürch, Regterungsbezir! Mittel- Franken, rn Bayern. ** 'S t_e Klades Kaufmanns Z n r b u ch g e - Ken die Stadl Frankfurt. Zn unserer Notiz voni Freilag schreibt uns .Herr Wilhelm Zurbnch-Gießen: Durch einen Irrtum eines Gerichtsschreiders ist zur Zeit der Wert des Grundstücks fälschlich mit 106.X)0 Ml im Grundbuch eingetragen worden. Auf biefeii falschen Eintrag süßend, hat die Stadt Frankfurt a. M. das Währschaftsgeld -— städtische Abgabe (eigentlich nur bei Veräußerung von Grundstücken — aus 1060 Mk. berechnet und diesen Betrag vor etwa V«Zähren eingezogen, obgleich sür den Ansatz dieser Währschaft-sabgabe nnr ein Taxwert von 62 000Mk., höchstens aber von 68 000 Mk. herangezogen werden konnte. — Die Stadt Frankfurt a. M. niörüte aber von dein zuviel erhobenen Betrag, aber dessen unzutreffende Höhe sie belehr! ist, ein größeres Stück zurückbehalten, und daher wird in Wiesbaden darüber ein Streit geführt, ob die Stadt Frankfurt a. M. 440 Mk. oder 385 Mk. an die Beteiligten zurückzubezahlen hat. ** Zur Warnung vor e i it t m „G c n e r a l v c r - trete r". In Gie ßcn und kl in g e g end wird durch einen Gießcner „Generalvertreter" für ^eine Frankfurter Sun st anftalt ein umsangreichcr Schwindel mit S c in i - Emaillebroschen u. Berg röszerungenvon Photographien betrieben. Daß diese Gegenstände nicht nnr künstlerisch wertlos sind, solider» auch jedes Geldivertcs entbehren, geh! aus einer Verhandlung am Donnerstag vor der Arnsberger Straflainmer hervor. Es heißt in dem uns vorliegenden Berichlei „Einen Einblick in ein eigenartige-! Geschäftsgebaren gestattete eine vor der Arnsberger Strafkammer verhandelte Strafsache gegen den Kaufmann Wilhcm E l l i n g , der als Reifender der Dortmunder photographischen Knnftanstalt Wilhelm Engelbert Scmi-Emaillcbroschen und Vergrößerungen von Photographien in Arnsberg und Ilmgegend vertrieb. Ans der Verhandlung ging hervor, daß Etting an jedem Auftrag für Vergrößerung eines Bildes 2 Mark Provision verdiente, mieivohl die Vergrößerung des Bildes nur mit 3,80 Mk. berechnet wurde. Aach Aussage des Angeklagten kavi es der Firma bei der Bildervergrößernng nur auf den ipäter zu.liefernden Rahmen an, der Lurch einen besonderen Reisenden vertrieben ivurde. Einer iveikcren Aussage des An- geklagten zufolge wurden Scmi-Emaillc Broschen, die eine» Wert von 15—65 Pfg. haben, sür 1,10, 2, 4 oder 5 Mk. verkauft, je u a ch ,,O » a l i t ä t der Käufe r". Dabei hatte sich Etting eines Tricks bedient, indem er Bestellscheine mit den Rainen von ortseingesessenen Bürgen! unterschrieb, um andere Bürger durch Vorzeigung dieser fingierten Bestellscheine zu Bc- üellungcn zu bewegen. Auch mißbrauchte der Angeklagte, der diese Pertiiebsweise selbst als Schwindet bezcichnetc, den Namen einer anderen Firma. Der Angeklagte tourde ivcgen llrkundeil- fälschung in 2 Fällen (falsche Unterschreibung des Bestellscheines) zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Einer Anklage tvcgcn Be- trnges konnte nicht stattgegeben ivcrdcn. Ter Staatsanwalt bedauerte, daß die Gesetze nicht ausreichen, um einen Warcnvertricb nach dem Muster des Angeklagten zu verhindern." Houptsüchlich worden diese wertlosen Emaillebroschen den Landlenlen des Kreises Gießen angcboten. Sie besonders seien darum nachdrücklich vor dem redegewandten und aufdringlichen Schtvindker gewarni. ** Das Groß herzoglich Hessische Regie- r II n g s l> l a t t Bcitage Ar. 2' hat folgenden Inhalt: l> Bor- lesungsvcizeicknis der Großherzoglich Hessischen Lndwigs-Universi- tot zu Gießen. Solnincr-Scmcstcr 4014. — 2) Nachweis der Befähigung zur liebernahine eines Kirchenamts. ** G ü t c r r e ch t s r e gi st e r. Gütertrennung haben veiciubart: Eiscnbalmhilssarbeitcr Friedrich Avvel und Hessen Eoeirau Marie Suianne. gcb. Kalbhcnn zu Nieder-Wöllstadt, Franz T ändert zu Lollar und dessen Ehefrau-Katharine, geh. Schupo, Albert Michael Ä o ß, Schlosser, und Gertrndc, gcb. Sckiuti, beide in Mainz—Kastei, Landwirt Adam Kaspar Lösch II. i>nd dessen Ehciran Maria geb. Diebm in Hofheini, Taglöhncr Hrch. G ö t t m o n n II. in KircheBcersurth und dessen Ehefrau Etisabcth gel>. Dingcidc», Ernst Lang, Portefcuiller, und Ehefrau A. Marg. Rosalie geb. Kotirka in Offcnbach, .Heinrich Dienstbach und Eü-irau Helene aeborcne seibert in Lssenbach. — Errungen- schas tS gc m c infchaft haben vereinbart: Landwirt Georg W t x nird dessen Ehefrau Marie Karolinc geb. Menscr zu Ober- Wöllstadt. Adam Gengnagcl 4'., Landwirt, und Anna Kalb, g-b. Funk zu Crumstadt, Paul Heinr. Martin, Kauimann, und Clara Luise geb. Post in Mainz, Heinr. Spengler II. Landwirt und deiicn Ehelran Eva geb. Oehlenschläger zu Goddelau, Wagner OSp. Peter Seipel III. und dessen Ehefrau Katharina gcb. Drei- cichcr in Guudernhauieu. Grund st ü ck s » c r k e h r. Grundstücke zu Echzell, die auf den Namen des Philipp Groth und Ehefrau Marie, geb. Adam zu Echzell eingetragen waren, foilcn Dienstag, den 28. April 1044. nachmittags 2- , Uhr, auf dem Rathause zu Echzelt im Wege der Zwangsversteigerung versteigert werden. — Grundstücke 5ii Sa l z, die aus den Namen der Sibilla H osfm a nn gcb. Mnth, Ehefrau des Karl Hoismanu zu Salz eingetragen waren, sollen Freitag, den 24. April, nachniittags 2 Uhr, aui dem Bureau Großh. Ortsgerichts Satz im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert iverden. - Ein Grundstück zu H e I, f c n st a IN m , das aus den Namen der Maria Magdalena H i l l e n b r a n d , Tochter des Schuhmachers Gregor Hillcnbranü in Heusenstamm, eingetragen war, soll Mittwoch, den 15. April, nachmittags 4'- , Uhr, auf dem Ortsgericht z» Heusenstamm im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. ’* Konkurse in Hesscu. Das Konkursoerkahren über das Vermögen der Firma „Holzban-Spsteni M e! tz e r, 61. in. b. {>,* in Dariuüadt, iff amgevobe». Termin zur Porbringimg von Ein- ivendinigen gegen die Schlnvrechnnna ist ank Samstag, 7. März 1014, »ormltMnä 10 Uhr, vor Erotzh. Amtsgericht I Tarnistadt, Zin-mer Nr. 247, mibeeonmt. — Zn dem Konlnrsoersahren >4ber da« Pennögen der Firma „Ebe mische Fabrik und Näbr- nr i t l e ! >» e v f c mit beschränkter Haftung' in Mörrelden ist RechlSanwakt Tr. Aeuroth i» Groß-Gerau als Konknrsverivalker crnannt. Starkenburg und Nheinhessen. rm. D a r >n st a d t. 20. Febr. Heute vormittag gegen 10 Uhr stürzte auf dem Fliegerptatz bei Griesheim der Ftiegcrjergeant Z. ab. als er einen Glcitflug mit seiner Maschine aussnhren wollt«. Die Maschine schlug ans ziemlicher Höbe auf und Z. trug schwere innere B c r l c tz :> n g c :> davon. Er wurde bewußtlos in das Varnisonlazarelt g-Lracht. Das Flugzeug ist stark beschädigt worden. Hessen-Nass,:n. I! Marburg. 20. Febr. Ter Gewerbeverciii hat bc- sckiioficn, in einer Eingabe an die städtischen Körperschaften gegen die städtische Submissioiisordnung Protest cinzukegen, da der bei der Beratung der Ordnung vielerörterte 8 24, der auch.kaufmännische Leiter von Betrieben bei Vergebung städtischer Arbeiten berücksichtigt, nicht den Wünschen der Handwerker Rechnung trage. Dadurch ivürdcn die zur Führung des Meistertitels Berechtigten verkürzt und die ganze Verordnung sei wertlos. vermischte». * Verbastetcr Bankier. Aus Cherbourg ivird gemeldet: Bei der Landung der mit dem deutschen Postdampfer „Kai ierni Augusts Viktoria" cingetrofsenen Reifenden wurde der ehe malige Baseler Bantfer Johann Baud er, der sich „ach Bcr untre uung von mehrcien Millionen nach Chicago gefluchtet batte und daselbst ans Ansuchen der schweizerischen Regierung ocr- hafiet ivordcn wir, von der Polizei »nter Mitwirkung des Baseler Polizeidircktors Müller festgenommen. Dem von der ichweizerifchen Gesandtschaft in Paris gestellten Auslicfcrnngsansnchen wurde sofort entsprochen und Bänder unter polizeilicher Bewachung nach Basel befördert. * I n S e e » o t. Der Altonaer Fischdampfer „Schotte" der Reederei Heinrich Fock ist in der Nacht zum Donnerstag in der Nordsee vermutlich auf ein Wrack gestoßen, leck gesprungen und gefunken. Die Besatzung ivnrdc von einem schwedischen Dampfer gerettet und nach Rotterdam gebracht. — Ans Bauch e s d u R hone ivird gemeldet: Ter spanische Tamvser „Cnbo Santa Paka", der bei hochgehender Scc in der Nähe des Faraman-Leuchtiurms ansgesahren war, gab Notsignale. Da der Sturm fortdauert, ist Hilfe vorläufig unmöglich, doch besteht anscheinend keine augenblickliche Gefahr. — Der Dampscr „Forelle" der Reederei.Heinemann & llhde in Brcnien, der vor zwei Monaten zur Ausreise nach Island in See ging, ist mit der gesamten Besatzung von 13Mannge s unke n. * Die Zunahme der E i » w a n 0 c r u n g i n d c » Vereinigten St aalen. Aus Newvork ivird berichtet: Tic soeben veröffentlichte amllichc Statistik über die Einwanderung in den Vereinigten Slaalen. iväbrcnd des letzten Gejchäftsiahres zeigt eine gewaltige Zunahme des Zuflusses fremder Völkerschaften: insgesamt landeten in den Häsen Amerikas nicht weniger als 4 187 892 Einwanderer, eine Ziffer, die seit dein Jahre 1907 nicht erreicht wurde und die Zahl des Jahres 1912 um 359 720 Köpfe übertrifit. Endgültig in Amerika blieben 815 303 Personen, ebenfalls gegen die früheren Jahre eine gewaltige Zunahme. Tie Zahl der zurückgewiefcncn Eimvandercr belief sich ans 3461. Trotz des großen Bcamtenapvarates zur Ueberwachung der Einwandet-nng ergab der „Einwandererzoll" von 2 Dollar für den Kopf einen Reingewinn von über 800 000 Mk., die der Staatskasse zusließcn. Nur 15 Proz. der Einwanderer stammten aus dem nördlichen Enrova. Aus Belgien stammen 7105 Einwanderer, aus Dänemark 6178, aus Frankreich 9675, auS dcni Deutsche» Reiche 34 329. aus Holland 6902, aus Norwegen 8587, aus Schweden 17 202, aus der Schwei; 4101, ans Enaland 43 363, an- Irland 27 876, aus Schottland 14 220, aus Wales 2745. Tie übrigen Einwanderer, ihrer 896 613 Kövie oder rund 75 Proz. der Gesamtzahl, kommen aus Olt- und Südeuropa und dem westlichen Asien. Italien allein — vorwiegend Süditalien ;— sandte 265 542 Menschen, Rußland 29 1 040, Oesterreich 137 245 und Ungarn 117 580 Einwanderer. Das Anwachsen dieser Zahlen stellt die ohnehin schon so leidenschaftlich umstrittene Ein- wanderersragc in den Bereinigten Staaten noch mehr in dcw Vordergrund, und es mehren sich die Stimmen, die eine Erschioe- rung der Einwanderungsbedingungen fordern. vauvel. Handelsregister. In da- Handelsregister Abt. A wurde eingetragen die Firma „Erste -Oberbcssischc Kork-Industrie Doemli n g & Wallenfels" in Gieße». Inhaber: Ernst Tocmling, Kauimann IN Gießen, und Engen Wallenfels, Kaufmann daselbst. In dem Handelsregister wurde bei der Firma „Franz B echt old" zu Heldcnbcrgcn eingetragen: Das Handcls- aefchäft ist mit allen Aktiven und Passiven aut den Kaiismann Johann Schmidt in Heldenbergen nbcrgcgangcn, der es unter der seitherigen Firma weiterfükrt. Tic Johann Schmidt Ehefrau, Elisabcihc, geb. Bechtold in vcldcnbcrgen, erhielt Prokura. Die Prokura de- Michael Franz Bechiold zu Heldcnbergen ist erloschen. = Schotten, 21. Februar. Da- Geiamtorchestcr des Darmstädtcr HoftheatcrS unter Leitung des Herrn Hot- kapellmeifter Ottenhcimer wird am Montag, den 9. März tu Schorlen ein Konzert veranstalten, in dem 57 crslllasfigc Musiker Mcisterwcrle bcutidter und ausländischer Tonkünstler zu Gehör bringen werden. Die Mitglieder der Groß- hcrzoglichen .hoitapcllc stellen sich uneigennütziger Weise in den Dienst der guten Sache, die einer ocrsönlichcn Anregung des Großherzogs zu vcrdanlcn ist. Franks» r t a. SB1„ 21. Febr. In der heutige» Sitzung des AnsstchtSrates der Mitteldeutschen Kreditbank legte der Borktand den Abschluß kur das abgelansene GeschailSiahr vor. Es wird die Berleilnng von wiederum 614 Prozent Dividende in Lorschlag nebroch'. Ter Brutloaewin» de? Jahres 1913 betrag! ausschließlich Portrag Mk. 8819:405,07 gegen Mk. 8844278,40 im Por,ahre Die Unkosten bclrnge» Aiark 3 838 SO 1.3 7 gegen 3 455 017 , 88 . Dazu trete» Li-Beiträge zum Beamlen-Versichernngs- verein des Deutlchen Bank- und Bankieraetverbes imd zur Pensions- lasie mit Mk. 101106,01 (i. P. Mk. 95 315,64), die Ablchrcibunaen ans Jmnzobilien betragen ÄI l. 35 185,75 (gegen Alk. So 457,83 i. P-), die 'Ahschreibnngen aui Debilore» belragen Mark 467 246,70 061070 14 i L.i. 2lusick)lieblich des Vortrages ergibt sich sonach -in Reingewinn von Mk. 4 672 680,24 gegen Mk. 4 866 686,01 im Vorsahrc. Ter Rcingewitt» crscheitit um Mk, 184 000 nichtiger als im Vorjahre. _ Breefkastei» bev rrevaktio». «Ruonhmc Nnsrage» bleiben »uberückfichtigt.» rlnsrage der Zr. 2. in ih- Antwort: Ter ortsübliche Tagc- , ivird von deni städtischen Bcriichernng-amt sestgesetzt und ägt für männliche Arbeiter 3,30 Mk., für weibliche 2,40 Mk. Ledeutung dieser Festjctznng liegt im wesentlichen im Per- -rungsweien. In einer großen Anzahl von Fallen, in denen der n des Arbeiters nicht zahlenmäßig icststcht, richtet sich die ,e des Beitrages zur Krankenkasse oder Inoalidenocrüäicrung z dem ortsüblichen Tagclohn. Dagegen ist Ihre Ansjaftung, Sie vom 1. Januar 1914 ob jedem männlichen Arbeiter sür Tag 3 30 Mk. und lcdom weiblichen 2,40 Mk. zahlen müßte», -t ilitreiiend Tic Vergütung beim Dicnstocrtrage unterliegt verständlich der freien Vereinbarung der Parteien und ist vw’rirhirhri! Lingcsanvt. (ryüc Form und Inhalt aller uuter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 21. Febr. Wer d,e Verhältnisse der O b c r l, c i i > s ch c n Nebenbahnen kennt und gezwungen ist, damit z» reise», der wird mit darein üüereinslimmcii, daß eine derarttgc Reise oicliach nichts weniger als ein Vergnügen ist. Geradezu als unerhört mm; es jedoch bezeichnet iverden, ivenn ani einer Hauptstrecke, iole cs die Linie Gießen — Fulda doäi jedenfalls ist, dauernd bet dem Eilzug Fulda ab 2 Uhr 33 Min. Gießen an 1 Uhr 58 Min. von der betreiienüen Behörde lahrelani solche Zustände gednldei iverden, nne sie jetzt bei diesem Zug, herrschen. Dieser Zug, den der Unterfertigte zu seinem Bedauern schon iahcclang öfters benutzen muß, besteht fast durchweg »NI aus zivei lnerachfigen Pcifoneuwagen, einem Wagen zweiter und einem dritter Klasse, die ab Grünbcrg meistens derartig überfüllt sind, daß die Mitfahrenden nur in drangvoll fürchterlicher Enge eingekeil, ihre Fahrt znrnttlcgc» lönncn. Besonder» die Passagiere der ;wei:cu Klasse haken in der schlininisten Art und Weise unter diesen Umständen zu leiden, da alle Leute, die in de» Abteilen der dtittcn Klasse keinen Platz niebr linden können, von. Bahn- personal, ohne stk ü ck s t ch t aus die Anzahl der v o r h « n - denen Plätze, ohne Rücksicht aut Raucher oder Nichtraucherabteil, Damen usiv. rinsach in die Abteile z >o c i t c r Klasse h i n e i n g c st o v s! werden. Es Vaiftert hier fast tagtäglich, daß man dabei zwischen Marktkörbc», Fadrradteilen, Bettzeug, Eiscnteilcn eingekeilt wird, daß die Leute bei den Kurven, da ihnen jeder Halt beim Stehen fehlt, überein anderfallcn, von anderen Unzuiräglichkcitcn ganz abzniehen. Wenn die Eiienbahnverwaltung INI Fahrplan den Zug mit der 1, 2. und 3. Klasse angibt, so bat sie unseres Erachten- auch^ die Pslickü, dafür zu sorgen, daß der Reisende der betrcssendcn Klasse seine Fahrt anständig zurücklegen kann und nicht in dieser Art und Weile. Wie bckone» nochmals, daß diese Ucbersüllung und diese Zustände Nicht vereinzelt dastehcn, sondern daß die Borlommnistc fast tagtäglich sind und wir laden jeden, den cs interessiert, zur Besichtigung ein. Es ist gerade;» erstaunlich, daß hier von der Eisenbahnvcrwaltung, der diese Zustände doch durch die Station!- und BerlehrSbeamtcn brckannl fein müssen, noch leine Abhnlsc gctrvnen wird, und noch erstaunlicher, daß das Publitum sich so etwas seit langer Zeit gefallen läßt. Bis hicr Aenderung gesclnissen ist, kann man nnr jeden Reisenden vor Be Nutzung dieses Zuges und besonders der zio.-iien Klasse Ivarnen Wir hosscn, daß hier im öfscntlichen Interesse bald Wandlung geschancit loird. E Mnnkcr, Bergwerksdirektor. Jugcndvflcge auf dem Lande! Tie Jugcndvstege in den Ortschajtc» um Gießen lägt leider noch sehr viel zu wünschen übrig. Es scheint, als ob überhaupt noch iiichl einmal an diese so wichtige Frage der Zeit (Erlaß des vreußiichen Kultusministeriums vom I I. Januar 1911, gedacht worden wäre, da doch gerade die Jugendpslege im Anschluß an die Fortblldungs schulc fast eine unausbleibliche ist. Das Alter vom 15. bis zum 20. Lebensjahre ist das geiährttchftc und cs bedarf einer nnbedingc-n strengen Erziehung, und besonders der Stunden, die die junge» Leute außerhalb ihre» Elternhauses, ihrer Familie verlebe». Ticlc- nnn leider bemängeln zu müssen, habe» wir große Beranlassniig, denn ein Blick in eine Wirtschait am Sonntag ans dem Lande gibt uns leider diese traurige Ueberzeugnng. Hier sitzen sic, die dcr Jugmdvftege bedürftig, in der rauchigen dumpsen Wirtsstube beim Alkohol und Nikotin und brüsten sich noch obendrein, wer wohl die meisten Schoppen trinken und Zigarren rauchen könnte ! Es loäre doch wirklich ein dringendes Bednrtnis, hier cinzngreisen und die Jugend dem äußerst schädlichen Alkohol und Nikotin usw. zu entreißen und dieses durch andere körperliche Krästignngen und Er tüchtigungen zu ersetzen. Wie in den Städten sich der Jungdcutsch- landbnnd zur Ausgabe gemacht hat, die Jugend durch Vorträge, Kricgsipiele und Wanderungen zu ermuntern, zu belehren und zu brauchbare» Männern heranzuziehen, so lönntcn auch aus dein Lande diese gemeinnützigen Einrichtungen getroffen werden, und mir glauben unS nicht zu täuschen, daß, ivenn auch vorerst wenig, aber doch nach und nach die Jugend sich dazß einsinden würde. Vor allen Dingen bedarf die Sache einer äußerst tüchtigen und trotzenden Leitung von mindestens zwei Herren, einerlei welchen Standes. Leider ist e» die traurige Tatsache, daß die jungen Leute ihre eigene Heimat viel zu schlecht kennen, und es wäre dann vorerst die Pflicht, durch Tageswanderungen (die an Sonntagen stattsinden müßten), zunächst in die nähere Umgebung, und an Feiertagen zweitägige Touren an den Rhein, Taumis-, Pogclsberg nstv. zu unternehmen. Bemerken möchten wir noch, daß gerade auch die Kirmes zu einer größeren, Tour ausgentzt werden müßte. Daß auch die Jugend auf dem Lande in der gefährlichen Zeit von der Schulentlassung bis zum möglichen Eintritt in da» Heer ähnlichen Gesahren ansgcsetzt ist, wie in der Stadt, braucht nicht crwäbnt zu werde». Nicht, weil unsere Jugend schlechter geworden,verwilderter ist als srühcr, muß eine nmsassendetc Jugendpslege notwendig sein, sondern weil unsere Jugend weit mehr gefährdet ist, als cs in der Vergangenheit der Fall war. Unsere sozialen Verhältnisse haben sich vollständig geändert. Auch ans dem Lande reicht da- Elternhaus IN zahlreichen Fällen nicht mehr aus, NM für die Weiterbildung und Erziehung der Heranwachsenden Söhne zu sorgen, die Lehr und Dienstherren besitzen nirgends Gewalt, um erzieherisch cinwirkcn zu können. Für die mangelnde Fa- mittenerziehung. sür die meist fehlende sittliche Einwirkung der Lehr- und Dienstherren hat die Jugendpflege mit ihren vielseitigen, den örtlichen ländlichen Berbältnissen anznpaiscndcn Mitteln einzutreten. Dabei ist der Einfluß der Eltern, ivo er noch besteht, nicht ansznschalten und die Bcreiuoilligleit aller, an dem nationalen Werke mikznhclsen, dauernd anzurcgcn. In diesem Sinne fordert der bereits angksnhlte Erlaß des Kul- tnsminiftcriums zu einer tatlräsligcn Mitarbeit ani allen Gebieten der Jngendpftcgc aus. Nicht ein Stand, s o n d c r » M ä n n e r a n - alten B e r n s s k l a I s c » sollen sich ihr als Freunde der Jugend widmen, sollen die Leitung und Führung übernehme» zum Wohlc unserer Jugend und de» ganzen deutsche». Vaterlandes! Meteorolog ische veobachtungen der Sta ton Gießen. Febr. 1911 M || 5 b |s S% if i iiif Wetter 22. 22. 23. 2-r 9- rjTl 726.8 ^ 723.8 j 3,7 728,1! 4,3 6,0 6*6 92 90 SSE 8 SW 2 10 1 Bed. Himmel IO | Klarer Himmel 10 ] Regen ' Höchste Temperalur am 21. bis 22. Februar 1914 = 4- 8,2 “C. Niedrigste . . 21. , 22. . 1014 --- +• 2,8' , Niederschlag: 0,6 mm. Hur Entfernung lästiger Haare au> Livven, Kinn, Armen nnu. sei zmu Besten etwa mit diejen- entüellcndcn Schönheitsmnkel bebafteier Leserinnen nachstcbend ein Rezept veronenilichi, das den Boricii hat, einkach in der Anwen düng, von vorzllglicher, so»>> nrnchädlicher Wirkung und dabei nicht zu teuer zu sei». Schon der einmalige Gebrauch bringt iämiliche Haare ani der behandellen Stelle zum Abüerben und ei» etwaiger -Nachwtiäis wird so bceinirächiigt, Satz die ivicdcrboltc Anwcndnna seinem stärkeren Ausireien ein wirksames Paroli bietet. Lasten Eie sich in der Avotbeke 8 konzentriertes Salknvan mit 4,5 Zink orod und t,8 er geoutverier Beilchcnwnrzel am vermiiäu-n und in einer weiibaingen 30 gr Flasche neuen die gut z» verkorken ist. Daun uerlahrt man iole folgt Man mischt cm wenig Puder mit ein oaur Trovien Master zu einem stüsiigen Creme, trägt diesen vermittels eines kleinen Messers ans, belaßt idn je nach der Stinke des Haares 1—3 Minuten nitd itiiitnti ihn dann mit dem stummen Messerrücken ab: die gestorbene» Haare gehe» mit hermiler. Dan» wäscht ncan mtt etwas warniein Wa'ser nach, trocknet die Stelle ohne zu reiben und beuntzl zut» Tchlnß eine gute fettfreie Creme. 2567,- baüebfestes Mittel zur Regelunf des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung (Or Erwachsen» und Kinder. Höchster Wohlgeschmack, mild», sichere Wirkung, ärztlich gldnzand begutachtet und empfohlen. • ■ - ■ Oos» (20 FruehtkonfitUr»n) Mk. ».20. Man killt, sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrOcklich LAXIN-KONFEKT. ^ Tcv Blan über die Herstellung einer unterirdijchcn ^etegravhenliuie an der ^andstratze Giehen—Kleinlin-en tiegr bei den, Kaiserlichen Telegraphcnnmt in Gicsten von »'eure ab -1 Wochen aus. 26 R I) Darmstadt. den 2 Z. Februar 1914 . __Kais erliche Tber-Postdirektiou. _ Vergebung Srüv die <*>r»Rh. medizinische Klinik, Frauenklinik und Klinik für Hautkranke in «icste» soll für das Rechnungsjahr 1914, eut. für einzelne Acdürsnijsc ans längere Zeit, aus dem Weg des vsfcnllicheii Angebots vergeben werden: u) Die Lieferung des Bedarfs von ca. 50 Rin Tanncnfchcirholz; b) die Lieferung von: 1. Backwaren, 2. Zwieback, 3. Fleischwarc», 4. Spezerciwaren und Der brauchs-Gegenstände», 5. Kaffee, 6. Bauer, 7. Eier, 8. Milch, 9. Bier, 10. Schreibmaterialien, 11. Maschinenöls 12. Bürsten waren, 13. Scheuertücher, 14. Leise und Soda, 15. Eis, 10. Porzellan- und GlaSwarcn; c) das Reinige» des Küchenherdes und der Oese». die Abgabe der Knochen, Lumpen und leeren Selsiisscr: Wagnerholz». 18 2t- Dcrbitauaen lWagnerdeichseu: :c.), s Rn,. Rollen. 2 Mtr. l. Fichte: 8 2t. Derbstangcu 2- Klasse. Brennholz. Buche: 103 Rm. Scheit und Prügel. 54,50 vfct. Wellen imeist Durchsoritungswellens. Eiche: 18 Rm. Prügel. 17,00 Hdt. Wellen. Ziifammenkunil 10 Uhr vorm, am Grundwald. obem wo derselbe an den Bleidcnberg und die Äömgsbcrger F^eld- mark grenzt (Abt. 1>. (2576D Nntzholz-Berkanf. Donnerstag, den 26. Febrnar d. Fs, sollen in dem hiesigen Gemeindemald von vormittags 10 Nhr ab, an !2it und 2telle verkauft werden: 50 Eichcnstämmc. 1 bis 12 Mtr. tätige. 20 b,S 46 Ztn,. Durchmesser 31.30 Fstm. 100 Fichtcnstämme, 8 biS 20 Mtr. tätige, 14 bis 27 Ztuk. Durchmesser — 42 ftftm. Zusammen tunst 9'7< Uhr vorn,, im Distrikt Wackculoch. Frvnhauscn a. Lahn, au« 10. Februar 1014. Ter Walovorsiand: _ H. Gerhardt._ 2531 D Nutz- und Breunholzversteigerung der Gräflichen Lbcrförfterci Arnsburg. Mittwoch, den 25. Februar 1914. werden .aus den Distrikten Hard, Rustgartcn. Kolnhäuser Kops und Fetter städt des Reviers Arnsburg versteigert: Stämme: Eichen 2 Stück 3. Kl. 1,40 ft-ftm.; 5 Stück 4. Kl. — 250 Fstm., 1 Stück 5 Kl. — 0.69 Fsttn.: 27 Stück Gartenvsostett. Kiefern: 8 Stiick 3. Kl. = 3,57 v>itm.; 1 St. 4. Kl. 0,15 Fstm.,- 1 Stück 5K Kl. — 0,14 Fstm. Fichte: I Stück 2. Kl. -- 1.10 Fstm.; 2 Stück 3. Kl. — 2,91 Fstm.,- 8 Stück 4. Kl. - 7,43 Fstm.: 11 Stück5a Klasse —6,64 Fstm.; 40 Stück 5k Klane — 7,73 Fstm. Dcrbstangcn: Fichte: 16 Stück 1. Kl. 1.52 Fstm.; 20 Stück 2. Kl. — 1,17 Fstul.: 32 Stück 3. Kl. -- 0,04 Fstm. Rcisstangen: Fichten: 3.8Rm.. som. 330 Bohnenstangen. Sckeitcr: 40 Rni. Buchctt. Prügel: 17 Rm. Buchen. 40 Rm. Eichen. 53Rm. Radel, 17 Rm. Weichholz. Stöcke: lORni. Buchen, ORvt. Eichen, 61 Rin. Fichten. Reifer: 08Rm. Buchen, 661 Rm. Eichen, 104Rm. Radel. 120 Rm. Wcichholz. 2497V Zusammenkunst vorm. 0 Uhr in, Kloster "Arnsburg. 9,'aherc Anökunft durch Forstkvarl Stelchior-Arnsburg. Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Londorf sollen im Wege schrifllichen Angebots verkauft werden: a) Eiche» Schnittholz. 1 Stamm 1. Kl., 65 cm Dchm. = 1,99 Fstm. 1 .. 2. .. öl „ „ --- 1,27 „ 12 Stänime 3. ,> 40 — 49 „ „ = 9,48 „ Jagd - Berpachtnng. Samstag, den 28. Februar l. Fs., nachm. 3V« Uhr. soll bei Gastwirt Hörle zu Merlau die der Gemeinde Merlau und dem Grvsth. Familien Eigentum zustehende 417 Hektar grobe Wald- imö Feld jagd i» der Getnarlung Merlau (Bahnstation Mückel nochtnals verpachtet werden. Grüuberg. den 21. Februar 1014. Gtostherzvgliche Qberförstcrci Grosth. Bürgermeisterei Nieder Qbmen. Merlan. S ck ll c i d c r. __ W. Magc 1. 2631V Holzvertauf. Donnerstag, den 5. März 1914. vorm. 10 Ubr. soll das nachstehend verzeichnete Staminholz im Wege des schriftlichen Angebots verkanst werden. Die Gebote und getrennt nach Holzart. Sortiment und .Klasse vro Feilmctcr u»ld ohne Borbcbalt bis zum genannten Ter mine. an «velchem die Eröffnung auf unserem Burean erwlat. verschlossen und mit der Ausschrist „Holzsnbmission" bei uns einzureichen. Die BerkausSbedingnngen. denen ncki die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unter- »Versen, können bei uns eingcsehen werderr. Das Holz, welches auf 'Wunirl, durch den Forstwart Ziegler vorgezcigt wird, rst un't Rinde gc>nessen. Buchen Stäinme: 4 Stück 1. '»l. 7.07 Fstm.. 12Stück'2. Kl 17,76 Fstm., 38 Stück 3. Kl. 32.67 Fstm., 10 Stuck 4. Kl. 10,03 Fstm. Eichen-Stäininc: 0 Stück 3. Kl. 5,53 Fstm., 52 Stück 1 Kl. 33,78 Fstm.. 73 Stück 5. Kl. 3X81 Fstm., 273 Stück 6. Kl. 60.75 FlU, Hainbuchen-Stäinme. 0 Stück 4. Kl. 2,92 Fstm,. 18 Stück 5. Kl. 1.1*0 Fstm. !W Stuck 6. Kl. 16,37 Fstm Kiefern Stämme: 2 Stück 3. Kl. 1,94 Fstm., 7 Stück 4. Kl. 5,13 Fstm., 35 Stück 5. Kl. 0,97 Fstm. Fichten Stamme: 1 Stück 2. Kl. 1,60 Fstm.. 20 Stiick 3. KI. 28,73 Fstm., 47 Stück 4. Kl. 50.31 Fstm., 07 Stück 5a Kl. 59,03 Fstm.. 328 Stuck 5K Kl. 86,82 Fstm. dichten Dcrbftanacn: 922 Stück — 48,48 Fstm. Hnuaeu. bcn IS. Februar 1214. Grostherzoglichc Bürgermeisterei Hungen. ________ Fendt. _ 2630 Holz-Submission. Aus dcn Laldungeu der Oleinclndc Geilshausen fall nachverzcichnctcs Holz auf dem Wege drs schriftlichen Angebots vergeben werden: I. Kiefer n ft ä in in c. 8 Stiicf Klaffe 3, 30—39 Zentimeter Turcbmcjscr 7,65 Festmctcr, 15 Stiick Klaffe 4, 25—29 Zentimeter Durchmesser - 38,46 Festnicter, 1 !t Stuck Klaffe 5a, 20—24 Zentimeter Durchmesser — 61,95 Iestmeter, 2"1 Stiick Klasse 5b, 12—19 Zentimeter Durchmesser v — 58,36 Zestmetcr. II. Fichtenstäm m e 1 Stück Klasse 3, 30—39 Zentimeter Durchmesser 1,12 Jeslincter, b) Eichen-Bau- und Grubenholz 1 Stamm I. Kl. 65 ern Dchm. - - 2,32 Fstm. 16 Stäinme 3. „ 40 — 49 „ = 15,81 „ 63 4. „ 30-39 „ - 41,56 „ 20 5. „ 25-29 „ . - 9,00 „ 55 „ 6. 12—24 „ „ - = 10,15 .. c) Buche» Stämme. 1 Stamni 3. Kl. 45 cm Dchni. = 1,11 Fstm. 4 Stämme 4. „ 30—39 „ „ - 2.47 „ di Kiefern-Stämme. 2 Stänime 3. Kl. 30—39 cm Dchm. — 1,75 Fstm. 4 , 4. „ 25-29 „ .. = 2,60 .. 6 „ 5 a „ 20-24 „ „ = 2,80 .. 13 5b „ 12—19 „ „ = 2,77 „ e) Fichlen-Stämmc. 8 Stänime 5 s. Kl. 20—24 cm Dchni. — 3,88 Fstm 15 „ 5b 12—19 „ = 2,95 „ Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Holz-Submission" bis spätestens Freihig. de» 27. Februar d. Js., nachinstlags 2 Uhr. bei uns cinzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Die Berkaufsbedingungcn können bei uns cingcsehc» werden. Zuschlagsfrist 3 Tage. Londorf, den 19. Februar 1914. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Au mann. 2541 Holzversteigernug. Mittwoch, dcn 25. Februar l. Js.. vormittags von 9 Uhr an soll im hiesigen Gemeinde wald, Distrikt Dörfclsbcrg, nachverzeichnetcs Holz versteigert werde»: »»44 1 Eichen-Stanim 3. Klasse mit 0,88 Fcstineter 1 Buchen- „ 3. „ „ 0,97 „ 1 „ „ 4. „ „ 0,57 „ 456,8 Rm. Buche-Scheiter, 4 Rni. Eiche-Scheiter ^03,1 „ „ Knüppel, 14 „ „ Knüppel 111.5 „ „ Stöcke 4 „ „ Stöcke 5120 Wellen Buchen Reiser, 50 Dellen Eichen Reiser. Die Zusamnienkunft und der Anfang ist an der Dörselsbrücke. Großen-Buseck. am 20. Februar 1914. Grostherzoglichc Bürgermeisterei Grosten-Bnseck. __Schm a l b. 16 Stück Klasse I, 25—29 Zentimeter Tnrchmcjscr - 14,3t Festnicter, 61 Stück Klasse 5a, 20—24 Zentimeter Durchmesser 36,65 Fcslmetcr, 358 Stück Klasse 5b, 12—19 Zentimeter Durchmesser - 98,72 Fcstineter. Angebote sind, nach Sortiment getrennt, bis zum 28. d. Mts, nachmittags 2 Uhr, bei dem Unterzeichneten abzugeben, >vo alsbald im Beisern der Interessenten die Erossnung erfolgt. Nähere Auskunft erteilt der Forstwart Wallenfels, Geitsham«»- 2574 G c i l s h a u f e ii, den 20. Februar 1914. Großh Bürgermeisterei Geilshausen Z x : « e n z, Beigse'rdnctcr- Lebltz lirm^nbin-Lsl»,- ^Vibvlo Carl III Karwns a 30. 50 und 100 Psq lu’C bei 1 Pfund Mt, 250 »et Pnmd lote bei weniger Mt, 3.- per Pm»d 8ekv»»l», IIofL. Seitenweg Alle Plage,,- u. Tarnileidendc. .Fucker- iranlc, Bluiarmc utw. egen, mn -u nemnben. das cchic «afjelcr [filfihv B*“ Mmonshrot. m verleb, m. Streifband u. ichwarz-wcib roter Lchutzmarkc. Stete, echt u. frtlch 4U Hab. tu Gicbcn bei Karl SckiNtaab Kberbarb Mesgcr 2!aMi.. «grorg Wallcnwls, Markivl. nur 21. qcaen- übcr d-Gngclapotheke, Emil Sifchbach. l'ocies-Fn^eiZe. Samstagabend verschied nach kurzem, schwerem Leiden unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Rosa Stiefel geb. Stern im 94. Lebensjahre zu Rüddingshausen. Im Namen der Hinterbliebenen: Abraham Stiefel Ella Stiefel geb Metzger. Giessen (Steinstr. 67), den 23. Februar 1914. Die Beerdigung findet Dienstag mittag 12 Uhr vom Trauerhause in Rüddingshausen aus statt. 01120 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres teueren Verstorbenen sagen wir allen herzlichen Dhnk. Die tief trauernden Hinterbliebenen. I.d.N.: Frau Marie Steinei geh Kreiling. Giessen (,Bahnhofstrasse 62), am 23. Februar 1914- 01426 Berber’sc he c Uniü.-j 3 uehhandlung, ■änh.'f?. Koch Telephon 657 )£rOSSh. 'ffofbuehhändlei 1 SellerswesS7 ‘Ulcderner TSüchertesejirfiet Enthält die nichtigsten Neuerscheinungen a?is dem Gebiete dev Memoiren u. KomanHterafuv , Iteisebcschreibungcn, Biographien , Geschichte und Kunstgeschichte etc , Eintritt kann jederzeit- erfolgen. Abonnements auch nach auswärts. Abonncmcnlsbcdin- gutigcn und Bücherverzeichnis bitte zu verlangen. 1775 Gesichts- ausschfag, Pickel. Mitesser, Fleckiicitvei- tckiwindcn meit't