Sr. 45 Ser «letsenrr Anzeiger »schemi täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich GießeuerZamilienblctter; jlwcimal wöchentl,iireir- blattiürdenl>ee>?4ießen tSieiisiag »ndFreitaql; zmelmal inonail. rand- wirtichastliche Aeitsraqen Fenisvrech - Anichlüsie I die Redallion 112, "erlag ti. Exvedition öl Jlbrci'e iür Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme non Anzeigen tür die Tagesnnmmer bis vorinittagS 9 Uhr. Erstes Blatt 164- Jahrgang Montag. 25. Februar J9J4 General-Anzeiger für Oberhesfen Rotationsdnick «NS Verlag -er vrühl'jchen Unio.-Such- und Stein-ruckerei K. Lange, «edakttoii, Lrpedition und Druckerei: Schulftrahe 7. Äe»ue-«»rct-: ,nonatlich7»Ps., vierteljährlich Alk. 2.29; durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatlich SS PI.; durch diePost Mk.2.-viertel» jährl. ausichl. Besteüq. Zeilenpreis: lokallSPs, nusivärts 20 Mennig. Chefredakteur: A.Goetz. Verantwortlich iür de» polit. Teil: Slug. Eoetz: iür .Feuilleton", ,Vermischtes" und.GerichiS- faal" : Karl Neurath; für »Stadt und Land": Kurl Bendt; iür de» Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Tagestalcnvcr aus t>cm Aahre 1lstI4. La. Februar; Gefecht bei .Trotz eS. Napoleon leitet selbst den Angriff; General Vollmann leistet tapfer Widerstand. Das hnttenzechen-problem im Aohlenfyndttal. W. Essen, LI. Fcbr. Das rheiuisch-wcstsäiisckic Kohlensyndikat gehört zu den ältesten Kartellen im Deutschen Reich. Es besteht seit ungefähr 20 Jahren und hat für die Eiitwickelung unseres ge samten Wirtschaftslebens eine große Bedeutung erlangt, die heute auch^ von seinen früheren Gegnern anerkannt loerden muß. Seit Jahr und Tag nun bemüht man sich, nm die Grundlagen zu finden ,auf denen ein neues Kohle», synditat aufgebaut werden kann, das bekanntlich Mitte iiächstcn Jahres fein Ende erreicht. Ein besonderer Ausschuß hat schon feit t9U alt einem neuen Vertrags-Entwurf gearbeitet, zu dem Gehcimrat Kirdorf das Gerippe mit den fundamentalen Neuerungen für den Aufbau geliefert hatte. Mit Ende des verflossenen Jahres lvaren die AuSschuß- beratnngen denn auch soweit gediehen, daß man eine generelle Lösung gefunden zu haben glaubte und die Sache nun der Vollversammlung der Zcchenbesitzer überwies. Leider aber ergab schon die erste Beratung im Plenum vom 10. Januar, daß nian sich stark geirrt hatte in der Annahme, daß sich die Allgemeinheit ans den neuen Vertrags-Entwurf festlegcn würde. In der Versammlung ergaben sich derartige Meinungsverschiedenheiten selbst über die Hauptpunkte, daß sie vollständig ergebnislos verlief und der Vertrag einer erneuteir Durchsicht unterworfen wurde. Wie scharf aber die Gegensätze auch jetzt noch bleiben, ergab die zweite Vollversammlung, die am 20. d. M stattfand, in der der Vorsitzende, Gehcimrat Kirdorf, sein Amt als Leiter der Verhandlungen »icderlegte und diese vorläufig abgebrochen werden inußteu, da eine Zechengruppe erklärte, nicht mehr daran tcilnehmcu zu können. Tie ganze SyndikatS- frage ist damit vorläufig auf einem toten Punkt angelangt, über den hiiiwegzukommen nicht ganz leicht sein wird. Wer die Entwickelung der inneren Shnditalsverhältnisse in dem letzien Jahrzehnt aufmerksam verfolgt hat, der wird iich über de» Gegensatz der Metnunghn nicht wundern. Es handelt sich um das Problem der reinen und gemischten BetricbSsorni, das die Gegensätze im .üahtenjtzndilat hcrvorrust. Das Problem ist in unserem Wirtschaftsleben seit einen: Dutzend von Jahren aktuell. Es beherrscht nicht nur' den Bergbau, sondern es beherrscht noch weit mehr unsere Eisengroßtndustrie, es beherrscht alle anderen Wirtschaftsgebiete. Das Bestreben moderner Wirtschaftsweise ist intensiv daraus gerichtet, ein Fabri- kationsgebiet in seinem weitesten Umfang vom Urstoff bis »um Fertigfabrikat völlig zu umschließen. In der Eisendarstellung ist dieses Bestreben bereits vollkommen erreicht. Die großen gemischten Eisenbetricbe, wie Krupp, Dhyssen, Phönix, Gctsenlirchcn umschließen das ganze Gebiet von der Erz» und der Kohlengewinnung über das Roheisen, den Rohstahl, das Gießerei- und Walzprodukt bis zur fertigen Kanone und Maschine. T« diese großen Eisenbetricbe sich nun auch im meitgehendlsteu Mäße Zechen angegliederl haben und die Kohlen- und Kokserzeugung betreiben, so sind sie auch Mitglieder des Kohlcnsvndität^ und bilden hier eine im Laufe der Zeit ziemlich mächtig gewordene Gruppe; die vüttenzechcn. Ihnen gegenüber stehen die reinen Zechen, d. h. diejenigen Zechen, die nur die Kohlen- und Rotsgewinnung betreiben. Solange sich das rheinisch-westfälische Kohlcnsyndikat nur aus homogenen Zcchenmitglie dcrn zusammenseyte, waren Konflikte innerhalb der Stzndi- tatsschranken, wie sie heute bestehen, nicht möglich. Erst mit dein starken Amvackiseu der Hüttcnzechen und dem dadurch bedingten Zurückdrüngen der reinen Zechen begann' der Kamps um dtc Existcnz auf der einen Seite und das gute Recht auf der anderen Seite. Tie Eisenindustrie war von jeher der stärkste Abnehmer der Kohlcnindustric und ist es ebenso heute noch. Ta die Hüttenzechen aber in ihren großen gemischten Hüttenwerken die Eisendarstellung nach und nach in der Hauptsache auf sich tonzcntriert haben, so geht ihr Bestreben natürlich dahin, den gesamten Brenn stofsbcdars ihrer Eisenhütten auch ans der eigene» Kohlen gcwinnung zu decken. Wo die Kohlcncrzcngnng dafür nicht ausreichte, ging man zu ihrer Vermehrung über, und so sind die reinen Zechen allmählich von der Versorgung der Eisenindustrie mit Brcinistofs ausgeschaltet worden. Sie selbst taten ein klebriges durch eine verfehlte Preispolitik, um dieser Ausschaltung noch Vorschub zu leisten. So leiden die reinen Zechen denn heute stark unter Absatzstockung, die in schlechten Zeiten besonders drückend für sic ist. Zurzeit beispielsweise können sic nur 55 Proz. ihrer Kokscrzeugung und kann, 80 Proz. ihrer Kohlcn absctzen, während die Hüttenzechen durch ihren großen Sclbstverbrauch natürlich weit günstiger stehen. Im neuen Syndikatsvertrag nun geht das Bestreben der reinen Zechen dahin, dem Ausdehnungsdrang der Hüttcnzechen in Bezug ans den Selbstvcrbranch an Brennstoff etwas zu unterbinden. Nachdem man schon in dem früheren Vertrag die Hüttcnzechen gezwungen hatte, sich für ihren Selbstverbranch ziffernmäßig festlegen zu lassen, sucht man im neuen Vertrag natürlich ans seiten der Hüttcnzechen diese Schranken aus alle mögliche Weise zu umgehen, während natürlich die reinen Zechen diese Fesseln int Selbst- Verbrauch unter allen Umstünden ausrecht zu erhalten suchen, um im Absatz nicht noch weiter znrückgedrängt zu werden. Daraus ergibt sich die schwierige Situation für die Rcuschasfung des Kohlenshndikats, die bis zum 15. Mai d. I. in die Wege geleitet sein muß. Veutiche» Aei«h. Auslösung des R e i ch s v e r b a n d c s Deutscher Acrztc. Von zuständiger Seite erhält das Wolff-Burcau folgende Mitteilung; In der am Sonntag im Zentralhotel in Berlin abgehaltencn außerordentlichen Versammlung des Reichsverbandes Deutscher Aerzte ist die Auflösung des Verbandes beschlossen worden unter folgender Begründung: Im Verlaus der jüngsten Einigungsverhandkungcn im Reichsmat des Innern, an denen auch der Rcichsvcrband Deutscher Aerzte aus Veranlassung des Staatssekretärs des Innern beteiligt gewesen ist, ist unter dem 2.3. Dezember 1913 ein A b k o m m c n zwischen Aerzte» und Rasscnverbän- den abgeschlossen worden, wodurch die Programmfordc- rungen des Reichsverbandes erfüllt und auf zehn Jahre sestgelegt sind. Demzufolge I>at der Rcichsvcrband nunmehr sei» Ziel erreicht und kann befriedigt die Waffen riicdcr- lcgcn. Dem Ständigen Komitee für b t c von H o ch- Wasser bet rosfenen Hilfsbedürftigen sind u. a. überwiesen worden; Von der Stadt Hamburg 5000 Mk., von der Stadt Breslau 3000, der Allgemeinen Deutschen Krcdit- anstatl in Leipzig 1000, von der Baronin Mathilde Rollo schild-Franlsurt a. M. 2000, von der Continental Cavut- chouc „. Guttapercha-Eomvagiiic in Hannover 1000 Mk. Kleidungsstücke sind an den Landrat des Kreises Hehdckrug, Peters in Hcydckrug, Ostpreußen, zu senden. Tic Eisenbahn dircliionc» befördern solche »»entgeltlich. Weitere Geldspenden sind dringend erforderlich und werden euigegen- genommcn von den Provinzialkaniikecs, den bekannten Zahlstellen und vom Bureau Berlin, Alsenstr. 10. T i c Sozialdcinokratic als Schutz göttin der Sträflinge. Zu welchen Agitationsmitteln die Sozialdcinokratic bereits greifen muß, zeigt ein Antrag, den die sozialdewokratische Fraktion des preußisätz-u Abgeordnetenhauses am Sainslag gestellt hat. Er verlangt nichts weniger, als ans Mitteln der Steuerzahler die Angehörigen von Verbrechern zu versorgen und die Verbrecher der sozialen Versichern,igspflicht zu unterstellen. Im einzelnen verlangt der Antrag zur Förderung der Fürsorge für die Angehörige» der Etrasgesaiigenen l00 000Mk. in den Etat cinzusetzen, weiter die Staatsregierung zu ersuchen, die erforderlichen Schritte zu tipi, um baldigst eine ausreichende Fürsorge für die Angehörigen der Gefangenen und für die entlassenen Strafgcsangcncn zu organisieren und einen Gesetzentwurf vorznlegen. der eine hinreichende Krqnkc»-, Unfall und Invalidenversicherung der Strafgefangenen schafft. CineAmerikarciscdesKönigsvonBayern? Tie „Berliner Korrespondenz" weiß zu melden, daß der/Kiä nig von Bayern den Plan einer Amerikareise ins Auge ge saßt habe und wolle, falls nicht andere Dispositionen den. Plan durchkreuzten, einer Einladung des Generaldirektors Ball in folgend, im Juni 1914 mit dem neuen Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie „Vaterland" die Reise nach Amerika antreten. Die Rückkehr sei mit demselben Schisse vorgesehen, an deni der König als Taufpate ein vcfonderes Interesse nähme. Ans Erkundigungen an zuständiger Stelle wird den „Münchener Neuesten 'Nachrichten" dazu mitgetKlt, daß dem König tatsächlich der Vorschlag einer Amerikarclsc mit dem Dampfer „Vaterland" gemacht wurde, der .König sich scdo;ch entschlossen habe, die R eise nicht zu unternehmen. " Aurlanv. Eine türkische Eis cn bahn ko nzession an die Italiener. Aus Konstaniinovct wird gemeldet; Nach sicheren Informationen, die in diplomatischen Kreisen bestätigt ivcrden, erteilte das Ministerium für öffentliche Arbeiten endgültig die Konzession für die Eisenbahnlinie von Adalia nach Burdnr an eine Gruppe von italienischen Kapitalisten unter Führung der Baue« Eommercialc Milano, welche in Konstanlinopel eine otlomanische Gesell schast gebildet hat, die im vergangenen Sommer das Recht zum Studium ocs Baues von Eisenbahnen im Bassin von Adalia crhalicn hatte. Ter Beamte im Ministerium für öffentliche Arbeiten, Ghalib. reist mit einigen italienischeti Ingenieuren ab, uni die cndgülligc Trace fcstziistcllen, die augenblicklich nur bis zu einer Eiitfcrnung van 10 Kilometern von der englische» Linie Smyrna-Aidin reichen soll .weil die in London zwischen dem Vertreter der italie- nischcn Finanzgruvve, Nogara, und der englischen ltzc- scllschafl gcsühricn Berhandlniigen, bctrcsfcnd den B c r z i ch i der englischen G e s c t l s ch a i t aus die Klausel, wohltätigkeits-ttonzert der ttroabauerschen, chuarteltvereinr in Gießen. Gießen, 23. Febr. Ein Wohltätigkeitskonzert will immer von einer möglichst Ivotzlwollenveu Kritik besprochen werden, mit andern Worten; der Kritiker wird zwar gebeten, über das Konzert zu berichten, soll nber nicht nach seiner Ueberzeugung, sondern nur nach der Veranstalter Meinung ichreibe». Es ist diese Art von Besvrechung — Kritik dars man dies wohl nicht nennen — überall da angängig, loa taitächlich der wohltätige Zweck der Veranstaltung das einzig nnsichlaggebeuoe Moment ist. Soll aber auch derselbe Matzslab da angelegt werden, wo ein Verein, wie der Kronbanersche Quartett- verein unter einem Führer von solch musikalischen Qualitäten wie Meister Trattimann mit Znhilienabme des zurzeit ausgezeichneten Militärorchesters ein Wohltätigkeitskonzeri veranstaltet'? Ich kann mich mit dem besten Ailten nicht zu einer bloßen lobenden Besvrechmig in längst belannten Redensarten entschließen und will das gestern so grobangelegte, von künstlerischem Streben und Können beredtes Zeugnis ablegende Konzert mit demselben Ernst behandeln, mit dem es gestern im Stnbttbcatcr abgehoben wurde. Eingeleiiet wurde der Abend mit dem klanglich wie rhvtbmisch und dhnamisch vrächtig einstlidierteii Chor „die Ällmachi" von Schubert. Hieraus folgten vier ganz geniale Lieder des gleichen Kompo- nisteu mit .Rlavierbegleituug, von denen das dritte „Im Abendrot" schon deswegen hernorgehoben z» werden verdient, weil es unverdienterweise sehr ielten gesungen wird. Herr Ernst Everis. Kon- zertsönger ans Köln, hat eine sehr stimpathische. wenn auch nicht allzugroße Baßbarilonstimme und weiß sie auch sicher zu behandeln. Gute Bokalisierung und ausgeglichene Tonbildung — abgesehen »rni einigen beim Pokal „o" ip der .Höhe hie und da bemerkte» Gaumentönen, verbunden mit einem schlichten Boriragsialent, erwarben iinn raich die Gunst des Publikums. „Der Wanderer", und „Im Abendrot" lvie „Ter Musensohn" und „Wohin"' vermittelten nur günstige Eindrücke, wenngleich die beiden letzien Lieder eiwoS mehr Temverameni und Leichtigkeit im Vortrag vertragen. Ter zweite Solist des Abends,. Herr Heinrich K r u s c, König! Kammermusiker aus Hamburg, zugleich ein Gießener Kind, bestritt mit dem äußerst schwierigen Konzert in T-dur für Violineell von Haydn die dritte Num nur. Bon den fechs Cellokonzerten, die Haydn komponierte, ist dieses D-dnr das von den Cellisten bevorzugteste. Es ist aussallend, ivas m Houdn in technischer Beziehung diesem Instrument znmutcl und der Grund dieser Schwicrigkeitenhäusung ist vielleicht darin zu linden, daß Haydu sehr wenig für Cello, wohl aber sehr viel außer ver schieveneu Konzerten 175 Solostücke; für das seinerzeit sehr beliebte 6—7saitige Baryton, einem Streichinftriiment ungefähr in der t'efjr sichere linke Hand, die ihm die schwierigen Passagen, besonders m der Höhe verhältnismäßig leicht und sicher überwinden läßt und erspielte sich vor allem »ach dem wunderbaren Adagio einen großen Beitallerfolg Autsallend in diesem Konzert sind die geninl hinein- geworfenen Jnstrumeniaiioiisesfekie. „Abendsiille am Meer" für Männerchor und Drchesier von c-chwal,n als Nummer vier tvar leider der wunde Punkt des Abends. Nicht weil es nicht gut vorbereitet war, im Gegenteil setzten gerade hier Chor und Dirigent und Orchester alle ihre Vorzüge ein, doch vergeblick, — diese Komvo- sition ist eben doch nickn zu retten. Für die Singstimmen sehr un- sanglich im vierstimmigen Satz unllanglick, aesetzt. und das Orchester ungeschickt behandelt, war es vergebliche Mühe, dies Werk seinem Ewigkeiisschlnmmer entreißen zu wollen. Das Publikum hat dock, bei solchen RomposiiionSerscheinungen soiori den richtigen Instinkt — es übergeht sie mit Stillschweigen. Da tvar es eine Wohltat, Carl Lötves Balladen' ,,','lrchibald Douglas" und daS ganz geniale „Hochzeiislied" zu hören, das Herrn Everis einen rauschende» Beiiall einlrug u»o für deren auch mnemvtechnnch erstaunlichen Vortrag der Lolist nur mit einer ebeuio danlbareu Kompoiiiion von Mozart daulen konnte. Tohannisnacht am Rhein" von Rheinberger und das iür Chor und c-rchesler gleich wirlungsovll und iechniich meisterhaji gesetzte „Frühlingsnetz" van C. Goldmark vermittellen nur alte günstige Eindrücke iür Chor und Orchester. Nummer siebe,, brachte eine .Komvositian des Solisten Herrn Kruse für Cello „Meine Heimat", ein leicht ansprechendes Salonstück, das überall s«ne Liedluckier sinden wird, und ein Virmoienftückchen „Elien- lanz" non Povvee, daS dem Cellisten nochmals Gelegenheit gab, seine Technil in ein sehr günstiges Licht zu setzen; er nuittierte ben reichen Beifall mit Lchumanns „Träumerei". Teil Schluß des Konzertes bildete „Salamis. Sieaesgcsang der Griechen" iür Männerchor und Orchester von Gernsheim, ein großzügig angelegtes sein gearbeitetes Werk, das ausgezetchnel wiedergegeben wurde und das verdienten^großen Beiiall iand, iür den Pros. Ti au,manu, der glänzende Führer und Meister des Vereins, einen grofen Teil iür i,ch in Ansvrnch nelnnen kann. Ten Verein telbst kann nur der Wunsch begleiten, seinen, Führer in der hingebenden, willigen Weise zu unterstützen, wietes gestern der Fall war; dann werden sich die Erfolge auch außerhalb der intimeren Ver- einskonzerie mehren und den Verein in dem Bewußtsein erstarken lassen, daß ec nicht nur seinen Zwecken, sondern vor allem, dem leben Gießens zu dienen. Unsere Militärlapelle setzte ihr ganzes .Können ei», nm den Ersolg des Abends zu sichern und kann mit Genugtuung aus das gestrige Konzert zurückblicken. Jni Piano tragiähig, im Forte klangschön und bei reinen Begleitungsstellen, wie im Haydnkoilzert diskret zurückireiend, konnte man sich dennoch selbst hier des schönen Musizier««- restlos erfreuen. Eingestreuie Soll kamen treffend zur Geltung und bei vollem Orchester tvar ein wirklich schöner Klang erreicht. Ich möchte nicht schließen, ohne der einzelneit Begleit,II,gen der Gesänge wie der Cellisoli zu gedenken, die Pros. Trautmaiin in seiner unübertrefflich musikalischen, auss ieiniie abgetönten Weise spendete. — T ra h i l o sc F e r n s v r e ch e r. Die Jnuleuielegraplnfien der im Newvorker Hasen liegenden und an der Küste deimvienden Schiffe, die am Mittwoch an ihren Apparate» tasten, um die ein- lausenden Morscsignale einzuiangen, waren nicht wenig verblüfft, nls sie plötzlich durch die Hörer ihres Avvaraies klar und deutlich eine Stimme sprechen hörten. „Halloh, Lieb!" börte man es deutlich, „bist Tu eingeschneit? Heute morgen war es nicht io rauh als wir erwarteten. Mach etwas Gutes zum Mittag- esien, ich bin um sechs zu Hause." Woher kan, diese rätselhaste Stimme? Man hörte sie aus Schiffen, die tnehr als 30 Kilometer vom Newyorker Hasen entfernt waren, hörte sie im Hasen, hörte sie am Lande, hörte sie überall im Ilnikreis von 40 Kilo- meteru, wo immer Funke,itelegraphisten a» ihren Apparaten laßen. DaS Rätsel löste sich erst, als der amerikanische Küstendampser Rarlhland einige Stunden iväter in den Hajen cinliei. Der von der hohen See aus hieses Gesiwäch mit seiner Frau iührie, war der Funkeiiielegravhist des Dampters, Mr. Irving Vernnlna. der lächelnd zugibi, eine Erfindung gemacht zu hoben, durch die es ihm möglich sei. mittels drahtloser Telephonie aus eine Eni- iernung von 40 Rilomeieen zu ivrecheu. Tie Vorrichtung, deren ilch Vermilya dabei beoieme, — und weitere Lorsührunqeu bestätigten die Wirlsamkeit der Eriindung - ist außerordentlich einsach und würde bei der Fabrilation nur 400 Ml. losten. Tie technischen Einzelheiten halt der Erimder begreislicherweise gebemi. — R e i l i n f o f t gegen G a l l e nst e > n e. Alte volkstümliche Heilmittel scheinen doch bisweilen das zu halten, toas niau sich von ihnen verivrichi. Tenn sie tauchen von Zeit zu Zeit immer wieder in der wiffenichasilichen Medizin aus. So geht es auch dem Safte aus schwarzem Rettig. der ickw« lange gegen Gallensteine angewandt wurde. Schon der berühmte Berliner- Kliniker C. Gerhardt empfahl ihn aut das Wärmste, und neuerdings benutzen ihn mehrere Aerzte, toie aus de.,n Berichte von Dr. Hermann Engels in der Medizinischen Klinik hervorgeht, mit gutem Eriolge, ivemr unpassende Fälle streng ausqe- schiede» werbe». Turch den dauernden itzenuß des Reliigsosies sollen die Patienten, auch wenn sie sonst häutig an Gnllenstein- fotifen litte», ständig beichwerdeirei bleiben. Ein Unioenälmiliet gegen Gallensteine dürsie freilich in dem Retiigsaft nicht gefunden sein. H>tCÄc den Korr bei- Ztsenbahnlinic übe t eine Entsernung »wj 40 $Mometetn hinau- und die Verbindung der Italic nistnen Linie mit der Linie nach Aidin verbietet, noch nicht nbqcschlossen sind, und, wie bereits gemeldet, iis zu erteilen sei. 2. G c s i> ch d e s I o h S. W a ß ,n u t h z u 0) i e ß e n u m Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirt» > cba f 1 im H a u s e B a h n h o f st r a ß c 62. Gesuchstellcr de treibt ein Cafe und sucht um die Erlaubnis »ach, in diesem auch bessere Liköre aiisschcnleu zu dürscn. Stadtverordnetenversammlung wie Polizeiankt batten sich dagegeii aus ge ivrvchcn, weshalb die Akten bei der» ProvinzialauSichuß in Vorlage kamen. Tas Gesuch wurde heute kostcnsällig atzgc- wicsen 3. Klage d c s £ . 3. z u Gießen gegen G r o ß h. Krc i s a m t Gießen wegen P c r s a g » n g eines Randergewcrbescheins für 1014. TaS Kreisamt batte deshalb de» nachgriuchlen Aandergewerbeschein nicht erteilt, weil S. in der letzten Zeit dreimal »vegcn Bcttelns bestraft lvordcii ist. S. ist nahezu blind und >,at außerdem einen doppelten Lcistenbruch. Ter ProvinzialauSichuß war der Ansicht, daß in diesem Falte der Wandergeweibcstheiii wohl nur als Tcckmantel der Bcltetci diene» werde und ivics die Klage koftentällig ab. 4. Die Ztndtverordnetcnwahl zn Gießen >m Jahre lOl 0, Wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten bei der genannte» Wahl Ivar bekanntlich reklamiert worden. Ter Kreisansschuß batte die Wahl zum Teil anigoholmn und zwar bezüglich der drei, ans drei Jahre geivahlten Personen, sie aber im übrigen bestätigt, «hegen dieses Urteil >var von C. Kumpf und von Rechtsaniocckl Fischer, als Vertreter des Job. Gg Pforf, Brrniung verfolgt worden. Ter Pro vinziala „sschnß bob in soiner heutigen Sitzung die genannte Entscheidung a n s und wies die Sache zur „ o ch nialigcu Berhondtiiug an den Kreis ans schuß des Kreises Gießen zurück. Tie in der Berns»ngsi»sta n \ erivachsenen Kosten wurde» der Stadt Gießen zur 2aü ge setzt, im übrigen wurde die Entscheidung über die «losten dem weiseren Versabre» voivehalte,,. Tic von dein Vorsitzenden >n ü n d l i ch zu diesem Urteil gegebene Begründung ist etwa folgende: ES IN an«,vei»lich de, Akten scstgcstetlt, oaß der Kreisrot des Kreises Gieße» seinerzeit die Wahl wegen erheblicher Gesetzwibrlq keilen van Amts wegen generell beanstandet dal Weiler sieht ausweislich de» Protokolls über die «trcisausjchuß-Sitznng veni 10. Dezember ,013 seit, daß der Verirrter de» einen Rcllamavtcn in der mündlichen Veriiondlung daran,' hinqrwieien dal. cs seien gelegentlich der 'lßabi auw >,olb weitere Geietzioidrigkeslen insv Jr.-n »argckammen. alS das Wahlergebnis nicht in eine,,, Akt, nun Teil midi now unirr Abweirnheii der Mitglieder des Wahl varttvndkS lediglich durch Beamte der Vingermeistcrei vorgrnam. men warden fei. Ter Eniqrgnung de» Oberbürgermeisters, datz cs nichr zulässig wäre, nach Ablauf der Lstenlegungstrin noch Ein ivrndnngcn vorzubringen, ist van den, Vertreter des Piast damit begegne! wordrn, daß dies.anch nicht als Einwendung, ivuder» als eine weitere erst noch Ablauf der Lrienlegungslrrü bekannt grioordcnc erhcbtich« «Kesrtzwidriqlrit und als Matrnat mit Rücklicht aut die crkolgle Beanstanduna der Wabl durch den «lrciSral iwrgebracht werde Tiefes Vorbringen stellt „ch als weiteres AngriffSmoterial gegen die Rcchtsbcstäiidiqkeil der Wabi deshalb dar weil das Versabre» vor dem Kreisausichuß sich nicht nur a„k d,c' erhobenen RcNomolionen beschränllc, sondern auch die Bc- anstandvng der Wahl durch den Kreisrat zun, «Gegenstand haue. Ter Kreisausfchutz hätte sich mit dem Angritismittcl umiomebi befassen müssen, als die. Beanstandung der Wabl nur ganz allg: mein »nd nicht unter Hervorhebung bestimmter «Sründe erfolgt ist. Zum mindeste,I hätte er, wenn er die unter Umstanden eine erhebliche Geictzwidrigkeil in iuch ictüic- ßcndc Behauptung nicht selbst kiare» wollte, dem Krcis- rat Gelegenheit geben müssen, sich darüber zu entscheide», ob er etwa aus Grund weiterer Erhebungen die erhabene Beanstandung ouSzudebnen Vcraiüaiiung nehmen werde Jedenfalls liegt aber de-: Fall des Art. 52 des Verwallungsrechts- tülcgegcsetzeS vor, denn eS handelt sich um ein Angristsmittel, das in den vorbereitenden Erklärungen nicht enthalten war. Ter genannte Artikel bestimmt hierzu zwingend, daß, soweit es^zur Aufklärung des Sachverhalts crsorderlich ist. ein Termin zur weitere» mündlichen .Verhandlung anberaunit iverde'n mutz. Tie Vorschrift, deren Einhaltung »ach Lage der -ache geboten war, ist vom Kreisausschiiß unbeachtet gelosten worden. Der ProvinzialauSichuß kan» sich mit der Frage, ob das in der mündliche» Verhandlung vor dem Kreisaiisschuß weiter vorge- brachte Angriffs,natcriai begründet ist oder nicht, in der Berufungsinstanz erstmalig nicht belassen, da sonst für die Beteiligten in einer immerhin ivichtigcn Frage eine Instanz verloren ginge, ganz abgesehen davon, daß die Vorschrift des Artikels 52, wie bereits gesagt, eine zwingende ist und die Ansietzung der Verhandlung vorschrcibt, wenn die dort erwähnten Merkmale vorliegen. _ Aus StoSt und Land. Gießen, 23. Februar 191.1 Generalleutnant von Lindcnau r. Ter frühere Oberst des Gicßener Jnfanicrie-Regiments Kaiser Wilhelin, Gciieralleiitllaiit Exzellenz v. Linden au, lag, lvie ivir am Sainstag ineldete». seit kurzem au einer scbivercn Erkrankung in. Kranken hau sc zu Trier darnieder. Wie uns aus Trier geschrieben wird, ist er am Sainstag nachmittag seinem Leiden erlegen. Ein Telegramm meldet uns dazu: - Trier, 22. Febr. Hier ist Gencralleiitiiailt von Li »de ii an gestorben, der vor lurzein zunr Gouverneur von Metz ernannt worden war. Er litt an einer Eiterirng an- Ohr und hatte sich im Krankenhause der Barmherzigen Brüder einer Operation unterzogen. Generalleutnant Kurt von Lin den au war in den Jahren 1905 bis 1907 Oberst des Gicßener Infanterie Regi- inents Ar 116. Taraus wurde ihm die Führung der 75. Jn- santeric-Brigadc unter Ernennung zum Generalmajor übertragen. Der Verstorbene steht int Alter von ; ; 7 Jahren und entstammt einer alten thüringischen Lssizierssainilic. Reben seinen »ngcwöhiilichcn Fähigkeiten als Ljsizicr haben ihm auch militärische »nd geschichtliche Werke einen Namen gemacht. Das „Berliner Tageblatt" schreibt zu dein Ableben von Lindenaus: Wiederholt ist in diesen letzten Jahren, wenn der Posten des Kriegs mini st ers neu zu besetzen ^var, Lin- denau nutcr den Kandidaten genaiint worden. Seine uni- sosscndc Sachkenntnis, seine sstewandtheit und seine ioelt- inännische Liebenswürdigkeit, ließen ihn als geeignet für dieses Amt erscheinen, und man wußte, daß er die besondere Gunst dc§ Kaisers besaß. Er selbst wünschte sich lieber den Wirkungskreis eines Koniinandierendeil Generals, konnte aber auch in der Verleihung des G o n v c r - ■ neurvoste,ls i» der tvichtigsken Festung einen Beweis des kaiserlichen Vertrauens sehen. Er hat diesen Posten nicht mehr antrcten dürfen." Neue Berkehrsverbindungeu in Obcrhesien. Neue Perkehrsvcrbindiingen werden in mehreren Teilen unserer Provinz angestrebt. Es handelt sich dabei um die Errichtung von An to mo billin ie» be^w. elektrischen B a b n e n , da sich die Erbauung von Eisenbahnlinien nicht überall verwirklichen läßt. Ssnstelle des EisenbahnproiektS Mücke —Ulrich- stein -Schotten strebt inan die Errichtung einer Anta- liiiie an. Zwischen Beuern und Großen Buscck soll ebenfalls eine Kraftwagenverbindniig hcrgestellt werden. In Butzbach und Umgegend ivird die Errichtung einer elek- trischcn Bahn von Butzbach durch mehrere Taunusorte über Ober- und Rieder-Mörlen nach Bad-Rau Heini lebhaft erörtert. Ta die Wcttcraucr Krajlliiiic Fricdberg—Ranstadt kanin den starken Personenverkehr bewältigen kann, und die Re- gicrnng die Erbannng einer Eisenbahn Friedberg — R a » ft n b t abgclehnt hat, jo strebt man die Errichtung einer elektrischen Bahn zwischen beiden Orten an. Tiefe soll neben dem Personenverkehr auch dein «tz ü tc r v c r k e h r dienen und von dem Kraftwerk Wölfersheim gespeist iver- den. Tic Vertreter der beteiligten Oiemeindeii hielten bereits dieser Tage eine Besprechung in Rieder-Mockstadt ab und sprachen sich eirtschicdcn für die Verwirklichung dieses Projektes ans. ** Z fl ge § fff 1 c » bc c iär Montag , den 23. Februar' Gieße »er Karneval-«Äejellschast 1811: Rose»- iiioiitagsball, 8'/, Uhr in Stein» Garte». ** L a n d e s u ii i v c r s i t ä t. Oberlehrer Tr. vhil. Ail- l:clnt (6 un bei, der sich an der Landesuniversität für klassische Philvlogic zu habilitieren wünscht, wird Montag, den 23. Februar, um 5 Uhr pünktlich in der kleinen Aula seine P r o b e v o r l e s ii ii g ballen über die Frage: „Was vcr- stcben die griechischen Dichter der älteren Zeit unter Schicksal'?" ** Gewerbebank Lollar. Rach einer ainttichen Bctanntmachnng des Großhcrzoglichen A mtsgerichts Gießen, die das Konkursverfahren über das Berinögen der Gewerbebank Lollar, c. G. m. u. §>. in Lollar, betrifft, ist der Termin zur Erklärung über die von de», Koiitiirsvcrwaliei eingereichte Vorichußberechnniig aus Montag, 2. März 1914, vor»,. 0>/. llhr, Zimmer 16, anberaunit worden. Die Berechnung liegt 3 Tage vor diesem Termin zur Einsicht der Beteiligten auf der Gerichtsschresbcrei des Ainls- gcrichtS Gießen ossrn. ll n s g l l In der M üllerschcn Schreinerei zu A l p c n r od erlitt der Sohn de« Besitzers durch das ad springende Verschlußsrück eines Treibriemens eine schwere Armverletzniig, die die ilebcrsnhrnng des jungen Mannes ,n die «K i e ß e n e r Klinik er,'orderlick, machte. " Ein flüchtiger Stadtsekretär. Der seit länger als acht Tage» klüchtige Etadlsekretär Giebel ans Franken, berg. der sich amllicherVcrsehlnng-ii schuldig gemacht haben soll und von der Marburger StaatSanwaltschajt verfolgt wird, ist in Wie» verhaftet worden. .... ** Sladtthcatc v. Tic GesangSvosse „Wie ein st i m M a, , die morgen zum criten Maie zum «enesiz und 25säbrlgcn Buhne»,ubüaum von vcrrn R»do0 «Soll gegeben wird, rührt von den,eiben Lextdickilern „nd «Gniponinen her, ivle „Filmzauber" Einzelne Rümmer,« des neuen W-ries sind hereil» popnlär gewor- den. Wir nennen „Heißgeliebtes F i r l c i ä n z ch e n", ch-r gesungen und getanzt von Frl. RalhnsniS. Frl. Jüngling, Frl. Lindeck. Frl. Siettncr und .Herrn Goll. — „T as war in S ch ön c b c r g, i m M o na t M a i“, Duett gesungen und getanzt von Frl. Martini und Herrn Grosser. — „T i c Männer sind alle Verbrecher", gesungen von Frl. Martini. — „T c c M a n n >v a r a u S H a i t i", Tuett gesungen und getanzt von Frl. Jüngling und Herrn Grosser. — Kouplct-Einlagc: „R a >' o >va s", gelungen von Herrn «Krosser. — ,.«K roßmaINaträ ii m l", Lied, gesungen von Frl. MarUni. — „Liebling komm aus Somme r io o h Ii II n g", TNlclt, gesungen von Frl. Martini und Herrn Grosser und Tango, gelanzt von Frl. Martini und Herrn Grosser. — Tie vorkomm enden Tänze sind arrangiert von der BallcU- mcrNerin Lina Goll-Lldini. *’ Ter Ehrenvorsitzende btS Teutschcn Flci ichcrverbandcs, der jahrelang crsolgrcichc Vorjitzeiwc des Verbandes, Karl Marx, begebt am Dienstag in körvcriichcr und geiniger Frische in seiner Baternadt Franksnri a. M. seinen 70. Geburtstag. Marx wurde am 24. 'Februar 1844 zu Frankfurt am Main gcbore», trat nach seiner Konfirmation 1858 in bas Vater liche Geschärt, das er 1870 nbernalim und vor einigen Jahren an leine Löhne übertrug. Seit dem Jahre >886 gehört Marx dem Bor stände des Teutschcn Fleischer-Verbandes a», war inchrere Jahre zweiter Schriftjührer, ionrdc dann zweiter und schließlich erster Vor sitzender. Dieses Ami legte er infolge hohen Alters ans dem Vcr kandslagc in Kassel 1013 in die Hände des Verbandes zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. * Di e silberne Hochzeit feiern an, Dienstag Gastwirt Löb Grünewald, Mühlftraßc 33, und Ehesrail Susanne gcb. Heldenmut. '* Kleine Mitteilungen. In Butzbach hat sich ein etwa 20 Jahre alter Monn erhängt. Ter Grund zu der Tat ük unbekannl. — In Frankfurt wurde der ,':0|ährige Adolf Hossniai,n in einem- Wagen der Straßenbahn von plötzlichem llnwoblsein bciallen, so daß er aus dem Wagen entfernt lind in einen nabegelegenen Hausgang getragen werden mußte. Tic Rbt> tungswachc koniitc nur den bereits eingctreicne» Tod iiiiolgc .Herz, fchlaqs jeststetleii. — In Frankcnbacli brannte die Scheune des Landwirts Iah. «klein und ein Stall des Jobs. Bernhardt nieder. Durch das rasche Eingreiicii der Jcnerwehr konnten die an- liegenoen Wohnhäuser gerettet iverdcn. — Metzger Wind in Friedberg hot feilte Wirischail a» die Hamburger Akticii- hrauerei verpachtet. In der Rocht vom Freitaa zum Sonnabend machte im Gefängnis Gladenbach ein Einwohner ans ErdhoHiem, der am Tage vorher ivegen eines Sirrlich- keiiSocrgchcns verkästet worden ivar, seinem Leben durch Erhängen ei» Ende. Bei seiner Festnahme hatte er schon vcnncht. sich zu vergiften. — In Heusenstamm wurde in ocr Nähe der Chaussee ain Forst der 16 jährige Sohn de« «tzgstwirts imd ven- iionierien Gendarms Gustav R a ch o l s mit einer Schußwunde im Unterleib anfgesuiiden, die er sich selbst bcigcüracht hatte. —- Die Regierung hat der von der Gcineindc Hatrcrshcin bcichlojscncn Aujhebunr der W e r t z n >v a ch s st c n c r ine Gcneh- iniguiig- versagt. — Ein Großieuer zerstörte iir An me» an du Wirlschailsgehäiidc des Anbaners Philipp Klapper lind dee Gastnicts Klappe r. Landkreis Gießen. ck, A i c >' c ck , 22. Fcbr. G e m e i n d c r a t s s i tz u n g. Tic Erössnung der geplanten VerbindungSslraßc zwischen, Kirchstraße und Altenbusccker Straße wird unter dem Vorbehalt genehmigt, daß der von dem Gemcinderat genehinigte Plan cingehalten wird. Weiter wiirdc der Bürgermeister beanstragt, bezüglich des Geländecrwerbs mit de» Eigentiimern in Unterhandlung zu treten und das Ergebnis bei der nächsten «tzelcgenheit vorzuicgcn. Ter Büchervorrat der Bolksbibliothek soll je nach Bedürfnis vergrößert werde». Tie Turchnihruiig der Karlsstraßc soll so lange per- schoben werden, bis sic durch Einreichung von Baugcjnäien crsorderlich Ivird. Ter Preis snr die «tzemcindojagd betrug bei der Versteigerung 1450 Ml. Ter «isemeinderat beschloß, sie nicht unter 1800 Mk. abzugcben. Rach Mitteilung des Bürgermeisters hat lick, das Gießen er O j t i ,z i e r ko r v s bereit erklärt, den geforderten Preis zu zahlen. Daher wird den, Korps die Jagd a»j weitere 6 Jahre überlassen. kl. Lollar, 22. Febr. Zu dem Brande in den Bude ruSsckzeii Esseniverken erfahren wir noch: Es ist jetzt fest, gestellt, daß der Brand durcki Kurzschluß der elektrischen Lei tung in dem Speiscsaal (nicht in der Kcsselfcibrik) entstanden ist. An der Wand lausen Drähte, die durch eine Zwischen decke nach dem aus dem Dache angebrachte» Ständer gehen. Durch die auSschlageiidcn Funken ist das Holzwerk der Decke in Brand geraten. Ta die Fabrik- »nd LrtSseuerwehr alsbald an der Brandstelle waren, ivurde vcrhület, daß das Feuer größeren Umfang aiinahm. Ter nit den, Gebäude an gerichtete Schaden ist »»bedeutend. Glücklicherweise ist der Unfall nicht ivähreiid einer Arbeitspause geschehen, ioo sich gewöhnlich etwa 200 Arbeiter in dem Raninc anshaltcn. z. Allcndorf a. d. Lda, '22. Febr. Tic Iinterste Klasse unserer Scknilc hat in der letzten Zeit außerordentlich reichen Lehrerwechsel gehabt Seit .herbst ist jetzt der vierte Lehrer an der Stelle tätig. Bor ihm haben auch noch die Lehrer der anderen Klaiscn zur 2l,isbilie einige Tage unterrichtet. Ter häusigc Wechsel wird von Eltern der Schüler bedauert. sa, Kesselback,, 22. Febr, Heute nachmittag gegen 5 Uhr siel ein sechsjähriger Knabe des Ludwig Arnold von hier, der mit anderen «lindern am Wasser gespielt hatte, in die Lumda und ertrank. — Sil (in gen, 21. Fcbr. Bei der heutigen Jaqdver- pachtnng bliehen die hieiige» Jäger mit 2265 Mk. Minsrbie- lcnde. Bisher kostete die Jagd 1750 Mk. Povoclbaum-Frankfurt, lind Rentier Albcrs Laubach, lonrden, ivic bisher, Mitpächter. £ Grü >iberg, 22. Febr. Bedeutende Berichöncrungen ivird die BaHnhofstraße erhalten, ein baufälliges Haus ivurde abgerissen und g» seiner Stelle soll ein stattlicher Reuban er richtet werden. Auch die gcgcnnberliegcndc alte Scheuer wtrc bald verschwinden. Tic katholiichc Kirchen gemeinde denkt dort eine Kapelle zn errichten. tt. Hungen, 22. Fcbr. Gestern morgen geriet bet in der Holzschneiderei des Zimmermeisters Kart Müller be schäsiigte Ziminergcselle Möbus aus Borsdors in die Kreissäge und schnitt sich den Zcigcsinger der linken .Hand zur Hälfte ab. Kreis Büdingen. i Nidda. 22. Febr Pom 25. Februar bis 12. Mör, findet im Gastliansc „Zur Traube" ein Kursus für Säugling s p i l e g c ii n d M n t t e r s ch n tz statt Die Teilnahme ist kostenlos. Leiterin des Kursus alt die Schwester Hedwig von Below. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 22. Febr, In dein Basaltsleinbrnch bei Iiainrod wurde der Arbeiter Helsenbein von obstürzenbe» Felsblöcken gelrostcn. Es wiirdcii ihm sechs Rippen zer< schmettert: aiißerdem erlitt er schwerere innere Verletzungen, Kreis Friedberg, h. F r i c d b c r g , 22. Febr. Zu der großen Zahl der Schulen, die Fricdberg bereits beiitzl, kommt zn Ostern eine Scmiiiar- nb u n g s s ch n l e , die ihren Platz in den Räumen des alten Museums erhält. L Friedberg. 22. Fcbr. Einen, Dienstboten des Land- Ivirts Breidcnbach »erlief) der Grobherzog snr 40jährige treue Dienste eine Brillantenbroche 5. Butzbach, 22. Febr. Am Samsiag abend veranstalte- len k»e Unicrottizicre des hieiigen Bataillons in« Taunushotel einen Kappcnabend Hierzu war auch eine Anzahl der Offiziere erschienen. Ter Kricgerverein und Militärvercin waren zur Feier cingcladen Kreis Wetzlar, h Wetzlar, 22. Febr. In Anerkennung der liervorragenden Verdienste um die eoaugelliche itzemeinde der Stadt wurde der in den Ruhestand getretene Superintendent S ch o e I e r von den kirchlichen Körperschaften zum EhrciiPresbntcr ernannt. Lessrn-Nanau [] ‘fli a t b u rg , 22. 5jfbr. In heimutlid)cr Erde. neben jihrer im Tod vorousgegvngencn 3®mettcr, wurde tim Sntin- ,ttjg die in Frankfurt n. 9.*l. verstorbene Schriftstellerin Eli- ^abctb Mentzel, gvb Schippet, an- Marburg beerdigt, I! Marburg, 2?. ftcbv. kl» der dauptversninnilmig der ei m m c u t f) rt I e r Z u ck> t v er e > ll z des Reeller Marburg mürbe beichlob-n, die diesjährige Klirhejüjche Bezirls-Lierichau i» Herste!» uichl zu beichicteu, vou einer Lotaljchan in Marburg in, nackile» Jahre gleichen« abznseben. daiüe aber Vorberrilnngeu zu iiefien, das der Verein die in drei Jnlircn ln Marburg slati- bidende Kneheisifche Bezirks-Tierschau mit gutralsigcm Viel, beschicken kan», h, Frankfurt«. M,, 22, Febr^ Tas Befinden der bei bei, Ueberlebeuden ooui Exp l os i o n s u u g l ü ck im städtischen Elektrizitätswerk hat sich bis heute abend soiveit gebef- frri, hast begründete Hoff n u u g a u f Erhaltung des Lebens vorhanden ist, Tie Nrfaclio des Unglücks ist i,inner noch nicht aufgeklärt, Tie explodierte Turbine war erst fer tigniontiert und tvar erst ivetiige Zeit in Tätigkeit, als „„ ter fürchterlichem brachen die Ervivsivn erfolgte und di? Maschine samt Maschinenraum zerstörte, Ter schwer verunglückte Ingenieur Keller, der allein Auskunft geben iöniite, ist noch nicht vernehmungsfähig. Der Freispruch im Mielzynski-Prozesj, 4- Me seri tz, 22. Ts-c&r. Pi v a t Mielzvnsli ist nach zweitägiger Berhaudlmig von der AnUage der Mordes fr e i g e t'v r o che » tiitd sojort am freien Just gcjetzi worden, Ter Frestpriich hat hier graste Bcin,- digung hervorgerusen. Man hat, namentlich in polnischen Kreisen, der Verhandlung mit einer gewissen nervösen Unruhe entgegen gesehen, denn man türchtcte, daß der au iid) rein interne Bor- seit infolge fciucr Bcglcüccicheinnngen auch »ach anderer bHid) - lung anSgenätzt werden könnte, Tie Beweisansnahine ergab keine »enen Tatsachen, Geheimer Mebizinalrar Proseisoc Tr, Lebvmann (Berlin?, der den Angcklaz len in der Charite ans seinen Geisteszustand hin beobachtete, gab in seinem Gutachten der Ueberzeugiliig Ausdruck, dast die Voraussetzungen des straiausschliestendeu >? 5k §t,G,B, nicht gegeben seien, Tic anderen Saäiverständlgen Tr, v, Ianta (Posen) und Prosessar Tr, Zinn (Berlin) stellten sich aui den Standpunkt, dast der Angeklagte sich zur Zeit der Begehung der Tat in ,einer kranlhatten Erregung besundeii Hobe? es fei möglich, dast hieier Erregnugsziistaiw Trübungen des Bewußtseins hcrvorgc- !rufcn habe in aem Maste, datz Straffreiheit einlreten müsst. Nach Schlnst der Beioeisausnohme sormulierke der Vorsitzende !die Tchuldiragen, Insgesamt wurden den Geschworenen nur -vier Fragen vorgclegt, und zwar nach Tötung in zwei Jällen, gnit der entsprechenden Ilnterfrage nach mildernden Umständen. Es feinten die Plaidohers, Ter Vertreter der Anklage, Erster Staatsanwalt Böhlefaar, kam nach Würdigung der Bcweisaus» nähme ^1 dem Ergebnis, dast der Angeklagte schuldig zu sprechen sei. Es liege zweifellos Totschlag vor, wenn auch zuzugeben fei, hast die ganze Situation für den Angeklagten entlastend gewesen sei. Er stelle daher anheim, dem Angeklagten mildernde Umstände zu bewilligen. Als erster Verteidiger sprach Iusttjiat Iarecki (Posen), Er bat IN zweistündigen Ausführungen die Geschworenen, sich die Motive der Tat vor die Augen zu stellen, 'Tein Angeklagten sei zu .glauben, dast er beim Anblick des ehebrecheriichen Paares in äusterste Erregung geriet? man könne ferner mit Sichcrheri anuehmen, «c Erregung ihn völlig seiner Sinne beraubte, so dast er im Zuswnd der Strassraheu bandelte, Tie Geschworenen zogen sich hierauf in das Berarungs- zimmer zurück. Nachdem die Geschworenen wieder erschienen waren, verkündete deren Obmann als Wahrivruch „nicht sckmldig". Der Grat Nahm den Spruch ohne sichtbare Erregung entgegen. Viel bemerkt wurde es. dast der Vertreter der Anklage noch dem Jreiipruch an den Grafen herontrat und ihm die izand reichte. Graf Mielzynsli begab sich mit seinen Verteidigern ins Hotel, wo er einige Erfrischungen zu sich nahm. Tann reiste er aus die Besitzung seiner Bruders Gut Köbnix. Cristlclnnnhrt. I o h a it n i § t fj a 1, 22 t>cbr. Der Flieger Bre i tbell. der beule nachmittag \\i Et.iv£* imb ftitruenvliifleu anfgesiiegen iuar, ftiirgre bald daran' auS etwa 100 Aleter vörze ab und brach einen Arm. Er wurde iud Krankenhaus gebracht. Sei l Apparat wurde zerlrünnnert. Breitbe'l war ungefähr 10 Akinuten geflogen und batte schon mehrere Kurven »nid Gleitfliigc auSgesubrt, da wurde .er, wie er sagt, bei einem v'leitstuae von einem Schwindel dealten. verlor die Gewalt über die viaschine und stürzte fcitfrccljt zu Boden. vermischte«. - „T i e Wahrheit über Salvarsan," Im „Brest. General-Anzeiger" crgreiil der berühmte Termataloge Geh. Mcdi- tinalrat Prof. Tr. Albert N c i st c r - Brcstnn in einem längere» Artikel das Wort zur Satvarianfrage, Tie Ausführungen des Breslauer Forschers, die eine gtünzende Nectuiertigung der Ehrlich- lenen Entdeckung darstelien, haben um so grösteres Interesse, als hier zum ersten Male ein Syphitisiorschcr von Weltruf öüeutlich aus das viel erörterte Problem eingebt. Gtheimrai Neister betont bar allem, hast in dem sog. Kämme »nt das Salbarfan ans der einen Seite io ziemlich alle Kliniker und Spezialärzte der ganzen Welt stehen, während nur ein kleines ldäufche» von Aerzte» tich zur gegnerüchen .Haltung bekenne. Es bestehe kein Zweifel darüber, dast das Salbarfan von ausgezeichneter Heilkraft gegen die Syphi lis sei nnb Heilerfolge herbeilühren könne, die inan früher mit Cucttiilber allein nicht erreichen ionntr, Neister und mit ihm alte deutschen und ausländischen Kliniker würden es, >o heißt es wörtlich, int Interesse der Menschheit iür ein Unglück und für einen bedeutenden Rückschritt halten, wen» man beriuchen sollte, das Ealvarsan aus der Stzphilis-Behandlung auszuschliesten, ES sei richtig, dast das Mittel vereinzelt Todesfälle beranlastt habe, doch sei dies in erster Linie nur in der ersten Zeit vorgetommen, als man Itoch nicht >o genau wie jetzt über die Dosis und die Methodik unterrichtet toar, Neister stell! jedoch die Frage, ob man durch solche gan; vereinzelten Fälle Tausenden und Abertausende», drin ganzen Volke, die Wohltat, die dos Tatvarsan in der ShbhilisbekSmpsung niit sich bringe, entziehen solle, um eine winzige Minderheit zu schützen, * Schwere U u lv e t t e r k a t a st r o p h e. n werden aus ganz Spanien gemeldet, besonders Mittel-, Nord- und Westspauien sind schwer betroffen. Die telegraphischen tuid telephonischen Berbindimgcn sind fast überall gestört. Auch Schisssunfälle werden befürchtet. In Bilbao sind eine Anzahl Menschen während des Schlafes durch den Einsturz von Testen verwundet morden, Auch der Eisenbahnverkehr hat Störungen erlitten. QattdeL — Ha »i> elsregister. Zu das Handelsregister Abi, < ?tr, «4 wrncde heule bezüglich der Firma .21. I. Tröste r" in Butzbach solgender Eintrag vollzogen: Ter Inhaber der Firma §. Tröster» hat feinem Sohne, dem Jngeuieltr Wilhelm Tröster, Prokllra erteilt. '" Amllicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gie tz en, Wetler-ussichtei, in hefse» am Tieuslag, den ?ä, Febr, ISN. Vortviegeud , völlig, keine erheblichen Lliederschläge, etlvas kühler, westliche Winde. Letzte nad)rict)teu. Kein Rücktritt der deutschen M i l i t ä r in i s s i o n a u S K o n st a ii t i n o p e l. Berlin, 2ll. Febr. Teilt Berliner „Lokalanzeigcr" wird aus Konstautiuopel über die deutsche Militärmission telegraphiert? Ich habe soeben Gelegenheit, eine hochgestellte türkische militärische Persönlichkeit über dieMilitär- inission zu sprecstel,, Tiefe autorisiert mich, allen Gerüchten mit Enitchiedenheit zu widersprechen, tvelche von einer 2lv- bernsung der deutschen Millttirmissioil sprechen. Die türkische Persönlichkeit erklärle weiter? Was Oberst v, Strem pel anbetrifft, so sind tvir bei seiner Freundschaft für uns sicher, daß er nach Ablauf seines Urlaubs zu uns zurückkehrt, G r ü >, d ii n g einer d e u t f ch e n w e l t lv i r t - f ch a f t li che ii G e s e l l s ch a s t. Berlin, 23. Febr, Rach einem Bericht des vormaligen Präsidenten des statiftischen Amtes erfolgte gestern die Gründung der deutsche» tveltwirtschastlicheii Gesellschaft, Slt h en, 2?l, Febr, Eiu königlicher Erlast erteilt allen B u 1 -1 a reit, die an politischen Verbrechen lvährend der beiden letzten Jahre beteiligt waren, b o l l e A lll ll e st i e. Ter Strasnachlatz u-irb auch auf die Verbrechen ansgedehllt, die ans dem nationalen Gegensatz in Mazedonien entsprungen sind. )4stmol-)1srbm2-R.äuckerpulver bring, ioiortige Erleichtermin und in vielen ,'ätlen permanente» Grjolg Bon Tauienden im Gebrauch und ntten anderen Präparate» vor. zuzleben. "* Ritmol-Aitbma-Pulber «) Preic- M. 2.50, midi in Zigaretteiiforin, in Apotheken erbälttlch, Oailvl depoli Enaet 'llvotbeke, Frankinrt a. M. 2ti?LI> M ^ für LkkoiunZsdetjüi'Mr;« umi leichfere Kranke., w^n^besücht. IH ^ |s Kuranstalt Hofhalm I.T. «/«Stunde v. Frankfurt a.M. Prospekt« durch Or. Schulzs-Kahle. a* f N er renarrt. VI ^ITKA RTFN lTt J eder beliebigen Schriftart untiKnrtonsorte^ , v sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver Wüstlingen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.- Druckern» Rheumatische Hexenschuß. Schmerzen, Reißen, ln Apotheken Fl. M f,30. Prof. Dr.<9rtutlttalb4<$ut üaarnnasvulv. Dos. :0f. 1.51). 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