Nr 44. Erschein! tiqlich mi! Aufnahme de? Sonntags. 164. Jahrgang Tie ..«ietzencr Z-mi!iendlätter" werden dem .Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, da? „Knttblait fSr Un Kttts fiiejen“ zweimal wöchentlich. Die „landivirlfchistllcheii Kett- sragei!" erscheinen monatlich zweimal. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Samstag, Ä1 Jebrnar 1614 Rotationsdruck und Derlag der Drübl'ichen Unwersitäis - Buch- und Stcindruckerci. R. Lange, Gießen, Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Derlag: e^höl. Rcdaktion: ^»S I12.TeI.-!!IdrrlUnje>gerGieben. Mb. Deutscher Reichstag. 210. Sitzung. 20. Februar 1914. Olm Tische bei Bunde-rntS: Staatssekretär b. Tirpitz Präsident Dr. Keemvf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. Kleine Anfragen. Abg. Blunck (Bp.): Dre Arbeitgeber derjenigen VersicherunyLpflichtigen, die Müglreder einer zugelassenen Ersatzkassc find. haben ihren Bei- rragsanteil weiter an die Krankenkasse zu zahlen. Der Bundes- rat darf aber anordnen, daß die Krankenkassen diese Beträge zu wer fünfte ln an die bctr. Ersatzkafsen abzuführen haben, und verschiedene Ersatzkasscn haben bereits den erforderlichen Antrag gestellt. Ist der Reichskanzler in der Lage, Auskunft zu erretten, ob und welche Anordnungen der BundeSrat bereits beschlossen Hai oder zu erlassen beabsichtigt? Ministerialdirektor Caspar: Anträge sind zahlreich cingegangen. Sie wurden den zuständigen Stellen zur Aeußerung überwiesen. Diese Rückäußerungen sind erst zum Teil cingegangen. Der Bundesrat Hai noch keine Anordnungen getroffen. Abg. Baffermann (Natl.) fragt unter Bezugnahme auf Mitteilungen französischer Blätter über den angeblich schlechten Gesundheitszustand dcS deutschen .Heeres an, ob der Reichskanzler über den Krankenstand des Heeres Mitteilungen machen kann? Gcneraloberarzt Hoffmann. Der Gesundheitszustand des deutschen Heeres, einschließlich der württembergischen und sächsischen Korps, war in den letzten Wochen erheblich besser als in dem gleichen Zeitraum der beiden zurückliegenden Jahre 1912 und 1913. Im Januar 1914 war der Krankcnbestand geringer als im Januar 1913 und 1912. Dasselbe gilt von dem letzten Vierteljahr 1913. Der Krankenbestand war am 31. Januar 1914 geringer als am 31. Januar 1913. Weiter ist die Zahl, der Todesfälle im Januar 1914 erheblich hinter den beiden Vorjahren zurückgeblieben. TyphuS, Ruhr sind in epidemischer Art weder im Januar noch im Februar dieses Jahres ausgetreten. Die Krankheit, die in Hanau ausgebrochcu ist, nimmt einen leichten Verlauf. Der größte Teil der Kranken ist bereits aus dem Krankenhause entlassen. In der bayrischen Armee liegen die Verhältnisse ähnlich hinsichtlich der Erkrankungen und der Sterblichkeit. Nur in München und Neu- Ulm sind einige Erkrankungen vorgekommen. Der gesamte Krankenbestand der Armee einschließlich Bayerns beträgt nach den bisherigen Feststellungen auf 731 109 Mann 18 610 Mann, die in Lazaretbbehandlung sind. Hierin sind Unglückssälle mit inbc- griffen. Hiernach muß der Gesundheitszustand des .jeutf^c« Heeres besonders im Hinblick auf d ie beiden Vorjahre als durchaus gut bezeichnet werden. (Beifall.) Der Mrioe-Elal. (Zweiter Tag.) Abg. Bassermano Dn dem Bauvertrag, auf dem sich unsere Marine austnrut, wollen wir fcsthalten urrd keine Störung hrnettttragen. Wir er- keimen gern an, daß unsere Beziehungen zu England besser ge-- worden sind, daß man sich nicht mehr mit geballter Faust gegen» rkberstsht. In England sieht man immer mehr ein, daß unsere Flotte keinen aggressiven Charakter hat. Wir sini:- friedfertige Leute. In Frankreich macht sich freilich ein wachsender Landhunger geltend. Rußland hat allerlei neue RüstungS- rnaßnalmien ergriffen. Rußland ist schuld, wenn unsere Politik in der Frage der M i l i t ä r m i s s i o n einen Rückzug an- treteu mußte. Die englische Politik wird überall getragen von kühlen, nüchternen Erwägungen, von einem gesunden Egoismus. Sie ist nirgends von Sentimentalität getragen. Die Reden deutscher D i t1 o m a t e n, die mit dankbarem Augenausschlag jede angebliche Besserung unserer Beziehungen zu England begrüßen, sollten besser unterbleiben. Wir sollten frei sein von Illusionen miß von U wer schwang. Wir brauchen eine zielbewußtc deutsche Politik. Es wäre frevelhaft, lvollten wir auf unsere See- machtsrcllung verzichten. Das wäre eine unwürdige Schwäche. Hat nicht erst bei der Dehrvorlage der ßi cI geschmähte Reichstag in glanzender Kundgebung das Nötige für die Weltmachtsicllung Deutschlands bewilligt. Dir müssen in fremden Erdteilen unsere Flagge zeigen. Wünschenswert ist es. daß auch im Atlantischen Ozean ein deutsches Geschwader erscheint. Erfreulich ist die Bewilligung des Attaches iür Südamerika. Die Hellen Augen unserer frischen Seeoffiziere werden dort manches sehen, was für die Konstruktion unserer Schisse von Bedeutung ist. Wir begrüßen die Entwicklung des llnterseeüootswesens. Es ist dankbar zu begrüßen, daß der Staatssekretär dabei mik der nötigen Vorsicht vorgegangcu ist. Bei den Torpcdobootsunfällen ist sestgestellt. daß kein Verschulden vorliegt. Wir sind der Meinung, daß Torpedoboots- manöver incht unterbleiben dürfen. Die Untersuchung über die Unglücksfälle der beiden Luftschiffe, die wir aufs tiefste beklagen, baben hinsichtlich des Sl I ergeben, daß kein Verschulden vorliegt. Ob. bei ,.L. II" Konstruktionsfehler Vorlagen, wollen wir nicht weiter untersuchen. Wir wünschen aber, daß aus die Konstrukteure kein Druck ausgcübt wird. Wir sind überzeugt, daß unser Marine -Offiziarkorps seine,: Ausgaben voll gewachsen ist. >Bravo rechts und bei den Natl.) Dir begrüßen es, daß die Marine aus dem Kruppr-Prozeß vollkommen intakt hervor- gegangcn ist und freuen uns, daß die Verwaltung bemüht ist, die Lage der Deck o fr i ziere zu verbessern. Das Lob aus dem Munde des Leiters der englischen Marincverwaltung Churchill, tzas er jüngst den Leistungen des Staatssekretärs v. Tirvitz gespendet hat, ist ein deutlicher Beweis für die Vorzug l i ch k e i t u n s e r e r Marine. (Lebhafte Zustimmung.) Die Marine ist ein wichtiges Instrument der Auslandspolitik. Wir stellen mit Befriedigung die zielbewußte Leitung uiid stetige Entwicklung unserer deutschen Marine fest. (Beifall.) Abg. Nehbcl (Kons.): Bei etwaigen AbrüftungSoeraandlungen wird nicht viel heraus- kömmen. Es handelt sich ia auch nicht um Deutschland und England allein. Ein Bündnis mir England ist unter den augenblicklichen Verhältnissen kaum möglich. Die ruhige Entschlossenheit, unser Flottengcsetz durch?,usühren, wird am besten darin zutage treten, daß wir darauf verzichten, beim Marineetat die auswärtige Politik aufzurollen. (Seh, richtig! rechtst) Die Unfälle der Marineluftschifte sind nicht durch Menschen verschuldet. Die Verwaltung ist mit aller gebotenen Vorsicht vorgegangen. Der Opfer der Katastrophe werden wir als Helden gedenken. (Beifall rechts.) Bedauerlicherweise hat Abg Er-zberger eine Differenzierung zwischen der kaiserlich deutschen Marine und der kömglich preußischen Ylrmee gemacht. Wr ,ind in diesem Hause gewohnt, von einer deutschen Armee zu sprechen, allerdings mit verschiedenen Kontingenten. Jedenfalls aber sind Geist und Disziplin in Heer und Marine dieselben. (Beifall rechts.) Wir sind ganz damit einverstanden, daß pensionierte Marineoffiziere irr den Dienst kaufmänni- scher Werke treten, die für die Marine liefern. Die Versuche mit der Oelfeuerung müssen fortgesetzt werden und werden hoffentlich auch zu einem guten Ende führen. In der entschlossenen und zielsicheren Amtsführung des Staatssekretärs sehen wir eine der besten Garantier. für den Weltfrieden. (Lebhafter Beifall rechts.) Staatssekretär v. Tirpitz: Ich begrüße die Ausführungen der Vorredner über den AuS- landsdrenst unserer Marine. Es ist gar kein Zweifel, daß der politische und wirtschaftliche Nutzen, den das Erscheinen unserer Schisse im Ausland hat, vielfach nicht voll cingeschätzt wird. Wir brauchen darüber nur die Auslanddeutschen um Auskunft zu bitten. Diese werden das voll bestätigen. Es ist nicht nur eine wirtschaftliche und politische Notwendigkeit, daß wir uns im Auslanddienst betätigen, sondern auch eine militärische Notwendigkeit. Eine große Marine muß in steter Fühlung sein mit dem Ozean und ozeanischen Verhältnissen und auch mit den Auslandvcrhältnissen. Wenn wir in den letzten Jahren das nicht tn dem Matze getan haben, wie wir wohl gewünscht hätten, so hat das an den Verhältnissen gelegen, die ich nicht näher auseinanderzusetzen brauche. Wir brauchten eine entsprechende Konzentration in den heimischen Gewässern. Wir müssen uns aber mit unserer Flotte stärker im AuSlande betätigen. Und da liegt die Sache so, dass die Zahl der Auölandschifse, die nach dem Flottengesetz vorgesehen sind, noch nicht erreicht i st. Das hat sich in letzter Zeit sehr unangenehm bemerkbar gemacht. Wir wollten im vorigen Jahre unser ostasiatisches Geschwader nach der Südsee schicken. Wir machten auch den Versuch, mußten es aber zurückholen, weil es in China gebraucht wurde. Es war auch nicht richtig, Schiffe von der ostcrsiatischen Station nach dem Westen Amerikas zu schicken. Der Bedarf in Qstasien und der Südsee ist nur gerade eben annähernd erfüllt. Im Osten Amerikas hat der Kreuzern „Bremen" mit großer Unter st ützung der Hapag, was ich hier besonders anerkennen möchte, sehr viel getan und sich in vollem Maße den Dank aller Deutschen dort verdient. Aber er konnte schließlich nicht an allen Punkten sein, wo cs nötig war. Wir haben ferner auf Haiti Kadetten und Schiffsjungen mit Gewehren bewaffnen und zum Schutze der dortigen Deutschen bei der dortigen Revolution an Land schicken müssen. Es ist nicht richtig, darauf angewiesen zu sein, wenn auch die Schiffsjungen voll chre Schuldigkeit getan haben. Aus allem geht hervor, daß wir eine stärkere Auslandvertretung haben müssen. DaS Ziel der nächsten Jahre muß sein, innerhalb deS Rahmens des Flotten- gesetzes für den Auslanddienst baldigst da» zu erreichen, wa§ das Flottengesetz on sich vorsieht. Alle bürgerlichen Parteien haben anerkannt, daß die Durchführung unseres Fkottcngesehes notwendig ist. Wie der Abg. ZkoSke im Innern seines Herzens darüber denkt, darüber bin ich mir gar nicht zweifelhaft. (Heiterkeit.) Ich bin aber fest davon überzeugt, daß das ganze deutsche Volk durchdrungen ist von der politischen Notwendigkeit der Durchführung des besteheuben F l o t t e n g e s e tz e S. (Wiederholter lebhafter Beifall.) Abg. Dr. Heckscher (Dp.): Der Geist, der in unserer Flott" lebt, macht sie zu den größten Aufgaben würdig. Alle Ansätze, die diese Kameradschaftlichkeit stören könnten, müssen im Kc'we.erstickt werden. Unser ausgezeichnetes Jngenieurkorps muß auch die richtige soziale und wirtschaftliche Stellung haben. (Sehr richtig!) Ein freierer, staatsbürgerlicherer Geist lebt in den Marineoffizieren. Das ist wohl der erfrischenden Wirkung des Meeres und des Windes zuzuschreiben. (Heiterkeit.) Ein rein kaufmännischer Betrieb ist in den Werften nicht möglich. Für den Marineattache in BuenoS-Äires sind wir durchaus. Da das Zentrum jetzt nach der richtigen Seite umgefallen ist, wird diese Stelle wohl bewilligt werden. Dringend notwendig ist ein tüchtiger Unteroffizier st and. Wir erwarten eine Novelle zur Gehaltsaufbesserung. Die Unglücksfälle beklagen wir schmerzlich. Abg. Warmuth (Rp.): Wir begrüßen jedes nähere Zusammen rücken der beiden Nationen. Unsere Erwartungen wollen wir freilick nicht zu hock schrauben. Selbst der Abg. l'wske hat sich ja jetzt hinsichtlich des Feicrjahrcs eine gcwisie Reserve auserlegt. Der Seemannsbcrüs ist sehr schwer, infolgedessen müssen wir besonders für die Angehörigen unserer Marine sorgen. Das deutsche Volk will und muß Weltpolitik treiben. Die Marine unter der Leitung dcS Staatssekretärs gibt ihm die Gewähr dafür. Abg. Bogtherr (Soz.): Im Jahre 1909 handelte es sich um das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Wir wollten damals lediglich, datz man nicht die Meinen bängt und die Großen lausen läßt. Herr Heckscher hat das freie Wesen der Marineoffiziere auf die Wirkung des Meeres und der Winde zurückgesührt. Vielleicht könnte man daran denken, die preußischen Landräte auf das Meer zu schicken — als See- räte — dort wo es am Twssten ist. (Heiterkeit.) Auf die Frage NoSkes ob der Kruvpagent Brandt mit der Marrnevcrwaltung zu tun gehabt habe, hat der Staatssekretär ausweichend geantwortet Ich wiederhole deshalb bie Frage. Es sind doch Kornwalzer gesunden worden, die daraus hrndeuten. In der .Kommission hat der Staatssekretär eine Beschwerde von mir mit verächtlicher Handbewegung abgewiesen, eine solche Strafe gäbe cs nicht Ein Heizer vom kleinen Kreuzer „Stralsund" war im strengen Arrest 'mit bochgcbuiidenen Händen täglich zwei Stunden angebunden oder eigentlich mehr ausgehängt worden. Diese Behauptung wurde mir aber am nächsten Tage im wesentlichen durch das ReichSmarineamt bestätigt. Nur habe der Mißhandelte aus- gesagt von Aushängen könne wohl nicht die Rede sein. Derartiges nt aber kein Einzelsall. Es gibt eine solche Strafe, die den strengen Arrest ersehen fami. und manche ziehen sie sogar diesem vor. Was muß der strenge Arrest für eine Strafe sein, daß man ihm eine solche mittelalterliche Tortur vorzieht! Die Rüstungsireiüercien haben in Deutschland begonnen, und noch heute betreibt der Flottenverein sie mit derselben Skrupellosigkeit weiter. , Einer neuen „entsprechenden Marmeborlage will der Flotten- vcrein die Wege ebnen, damit «wir nicht ins Hintertreffen geraten". Auch in der glatten Ablehnung des Churchillschen Feier- jahr-Vorschlages ging der Flottenvercin mit schlechtem Beispiel voran. Die Rücksichten aus die Arbeiter, die man ja sonst nicht berücksichtigt. find nur eine faule Ausrede der Rüstungs- i n t c r c f | c n t e n. Die Arbeiter verlangen diese Rücksichten ^ar nicht. Das Pausierjahr könnte auch ein Feierjahr im Divi- dendenbczug zur Folge haben. Davor allein fürchtet man sich. Deutschland müßte die Anregung geben, angesichts der jetzt bestehenden Neigung Englands zur Aufhebung dcS See- bcuterechts diese Frage erneut einer internationalen Lösung Zuzusühren. Mit der Möglichkeit neuer Rüstungen darf nicht über die Köpfe des Volkes hinweg Fangball gespielt werden, weil das Volk sich das aus die Dauer nicht wird gefallen lassen. Die neuen Rüstungen liegen nur im Interesse der RüstungSintcrcsscnten. Wenn die Herren das nicht zugeben, so ist das ein politischer Schwindel. Vizepräsident Tovc erteilt dem Redner einen OrdnungS- ruf wegen dieses letzten Ausdrucks. Staatssekretär v. Tirpitz Ich kann versichern, daß bei ccinem Schritt, den die Marine-« Verwaltung in den langen Jahren meiner Amtstätigkeit unternommen ijat, irgendein Rüstungsintere ssent auch nur den leisesten Einfluß auf meine Entschließungen gehabt hat. (Hört! hört! rechts.) Uebcr die von uns veranlaßtc Untersuchung aus Anlaß des Krupp- PrctzcffeS habe ich m:ch deuüich genug ausgesprochen. Es ist eben dabei nichts herauSgekommcn und kein Verdacht auf irgend einen Herrn gefallen. Der Fall der Anbinduitg eines Heizers, den der Vorredner verallgeme nert hat, ist insofern richtig, als in gewissen Fällen besttmmungSgemäß für strengen Arrest zwei Stunden anbinden zulässig is. Dabei wird jede Quälerei vermieden. Die Verhältnisse zur See bedingen zuweilen andere Srafen als die Absitzung des sttengen Arrests, wenn z. B. in der Arrestkammcr eine unerträgliche Hitze herrscht. Natürlich muß die Ersatzstrase empfindlich sein, weil sie sonst keinen Zweck bätte. Wenn statt der strengen Arreststrafe eine andere gewählt wird, so muß es doch ripe Strafe sein, die der Mann auch fühlt, sonst ist cs keine Sttafe. In dem besonders erwähnten Falle handelt es sich um einen Mann, der vor dem Eintritt n die Marine schon 17 Mal wegen BettelnZ bestraft war, ferner wegen Diebstahl, wegen Unsitttich- feit, wegen Krcditbetrugs usw. Auch in der Marine Lat er eine ganze Reihe von schweren Strafen bekommen. Bei seiner letzten Bestrafung wurde über die Vorschriften nicht hinausgegangen. Herr Vogtherr hat dann den Flotten verein in hohem Maße ungerecht angegriffen. Der Flottenverein ist vollständig unabhängig. Ich habe aus den Flottenverein gar keinen Einfluß. Das liegt schon an der hoherc Persönlichkeit, die jetzt an der Spitze des FlottcnvcrcinS steht. Wie sich der Flottenverein in den letzten Jahren gezeigt hat, treffen die Vorwürfe deS Herrn Vogtherr in keiner Weise zu, sondern der Flottenverein muß durchaus in Schuh genomnren werden. (Beifall.) Daß er für die Flotte agitiert, das ist ja sein Zweck. Das ist seine Ueber- zeugung. Und er hat natürlich dasselbe Recht eiirer Ueberzeugung wie Herr Vogtherr. (Verfall.) Ich glaube nicht, daß die Aus- führurrgen des Herrn Vogtherr für fteundschaftliche Beziehungen mit anderen Nationen wirken werden. Aus der Haager Konferenz sind wir für dre Mschasfung des Kaperrechts eingetrcien. Nach den Darlegungen aller bürgerlicher Parteien steht Herr Vogtherr mit seiner Ansicht allein da. (Beifall.) Damit schließt die allgemeine Aussprache. Es folgt die Einzelberatung. Seewarte und Obscrvatorie«. Wg. Dr. Psltger (Zeatr.) fragt cm. ob die Marineverwaltung sich die wertvollen Savrm lungen. und Observatorien der Jesuiten in Weihaiwei nutzbar gemacht habe, und wie sich der Verkehr der Osftziere zu den Paters gestaltet habe. DtoaLssekrekär v. Tirpitz: Es entspricht lediglich der Gerechtigkeit, wenn ich feftstelle, daß die kaiserliche Marine zu den Jesuiten in WcrLaiwci und Manila stets die besten Beziehungen gehabt hat, uiü) daß. wir den gelehrten Herren den tiefsten Dank für die große Untcrstutzurig schulden, die sie uns seit vielen Jahren durch Uebermittelung ihrer Nachrichterr gewährt haben. Das ist auch dadurch zum Ausdruck gekommen, daß der Kaiser zwei der Herren Auszeichnungen verliehen hat, dcni einen die goldene, einem ziveiten die Chiim-Medaillc. Bekleidung. Abg. AlbrcchL (Soz.): Die Arbetter, die an die Bekleidungsämter liefern, werden so gering bezahlt, daß sie ihre Frauen und Kinder mit zur Arbeii heranziehen müssen. Leute, die jahrelang für sie gearbeitet haben, enttätzt man, wenn neue, umsonst arbeitende Ockononne- Handwerker eingestellt werden. Von eincnr neunstündigen Arbeitstag kann keine Rede sein. Die gesundheitlichen Verhält- nisse sind infolgedessen recht schlecht. Abg. Dr. Pflcger tZentr.): Die Marineverwaltung würde sich ein großes Verdienst e«. werben, wenn sic die Arbeiten, die sie in ihren eigenen Werkstätten nicht Herstellen kann, den Innungen und der Organisation der Heimarbeiterinnen übergeben würde. Die Vergebungen sollten auf kurze Zeit erfolgen. Admiral v. Gapeüa: Die Marmeverwaltung hat grundsätzlick keine BedentLn, einen Teil der Uniformen in Privatbetrieben verstellen zu lassen. Trotz gewisser Schwierigkeiten werden wir Versuche machen. Wenn man in Bayern damit gute Erfahrungen gmnacht hat, so sind wir gern bereit, aus diesem Gebiete Mittelstandspolitik zu treiben. (Beifall.) Die Marine verteilt im Gegensatz zu der Armee ibre Lieferungen gern über das ganze Reich. Auf Submissionen haben wir Offerten aus fünf und ein Jahr cingesorderi. Alle Beteiligten wünschten Vergebungen aus fünf Jahre. Nur diejenigen, die isichts bekommen hatten, wünschten solche aus ein Jahr. Wir hoben auch bei' langjährigen Vergebungen recht erhebliche Ersparnisse machen können. Die Löhne sind bemessen nach den Ortslöhnen von Kiel und Wilhelmsbcwen und werden dauernd kontrolliert. Sie silid auch fortgesetzt, fast -alle zwei Jahre, erhöht worden. Die Gesundheitsverhättnisse sind durchaus nicht schleckit. Wir sorgen nach Möglichkeit, auch für die Nähsrauen, und halten jede Kritik aus. Abg. Er^ücrgkr (Zcntr.): Nicht bloß in Bayern, sondern and) in Preußen, im 8. Armee» torps hat man geradezu vorzügliche Erfahrungen mit Lieferungen durch Handwerker gemacht. Man gebe den Handwerkern zu tun und sie werden immer. Besseres liefern. Mit der Vergebung aus fünf Jahre ist die Marineverwaltung nicht aus dem richtigen Wege. Justmrdhaltung der Flotte und der Werften. Abg. Dr. Pfleger (Zentr.) ümpfiedlt alt Bericht erstatt er die Ausschaltung des knnstufics der Werkmeister auf dtc Oualttätsprüfmig der Ware. Das Haus vertagt sich. Sonnabend 10 Uhr: Mttitörstrasgesetznovetle. Weitrrbecatung, RctchSctfcnbahuamt. #rHu:t£;cbau. Musiklehrerinncn. SBö^eitb jnr Ausübung iebcr Kunst Begabung als das drrrqenöst-e Erfordernis angesehen nnrü, hat sich die Gewohnheit ern gebürgert, die Munk als ettoas dürft, Fleiß Erlernbarer- aii;u- te^cn. Diese Ansicht ha: die praktische Folge, dag fast jedes Kind, und vor allein jedes Mädchen aus bürgerlichen Familien silwn wertig Musikunterricht, meist Klavierunterricht erhält, ganz gleich ab es Aussichten hat, auf dem Gebiet etwas zu leinen oder nicht. I» Kreisen, iu denen jede ernste, regelmäßige Berufsarbeit noch als unpassend abgelchnr wrrü, ist man geneigt, diese mnsie kalrschc Vorbildung als ausreichend Nr die Ausübung des 'Berufes der Kftufterlehrcrin zu halten, ohne zu bedenken, ob das jung« MSdchen Können und Begabung genug erworben Hot, um etioaS u leisten und sich ernähren zu können. Dadurch werden diese Lehrkräfte selbst und alle ihre Kolleginnen slizwer geschädigt. Wie ungüustig die Erwerbsverhältnisse liegen, ging ans einer Enquete des Verbandes der Teuticiien Muiiklchrerinncn hervor, die im Fahre 1910 veranstaltet wurde Ein großer Teil der Lehrerinnen ist völlig ungenügend beschäftigt, wa - bft den ungünstigen Enverbs- verhöltnissen dovl»elt srtnvcr ins Gewicht fällt. Als Durchschnitts- räfomtntn nmrde bei fast einem Drittes aller Antworten 1000 Mark angegeben, bei weiteren 20 Proz bis IbOO Mark. Diese Summen werden sehr inühsclig eriuorben, wenn man bedenkt, daß eüonorore von I bis 2 Mark keine Seltenheit sind. Um diese Zu- sände zu bessern, arbeitet der '"'„siklehrerinnenverein seit längerer Zeit daran, für die zukünftigen , rutsgenossinncn eine methodische Vorbildung durchznsctzcn Ti- Bestrebungen fanden eine wertvolle Unterstützung dadurch, daß einige Staaten für die Erteilung von Musikunterricht an Schulen die Ablegung einer städtischen Prü- Nug verlangen. In Bauern besteht s^on -ei: 1882 eine Prüfung für Lehrerinnen der Musik an Forlütlduiigs- und höheren Anhalten, sowie für den Lehrberuf im Klavicrspiek, und auch Sachsen hat seft 1918 eine Prüfung cinqcführt, »ach deren Ablegung sich die Lehrerinnen als städtisch geprüft bezeichnen dürfen. $n Treusten und Hamburg besteht nur eine staatliche Prüfung Nr Schul- gcsang als Lehrfach, während alle anderen deutschen Staaten »oft, von solche» Vorschriften abgesehen haben Freilich haben einzelne private Verbände ihrerseits Prüfungen eingerichtet, so auch der Verband der Deutschen Muiiklchrerinncn, wosür vrakcischc und theoretische Rrnntnissc nachgcwicsen werden müssen. Tie Pru- Nng kann bis jetzt in drei Fächern: in Klavier, Violine und Kunst- gesang, abgelegt werden. Bekanntlich !«t die Muiikgruppc Berlin, um eine ausreichende Vorbildung gewährleisten zu können, ein Seminar mit anacschlos- scner llebungSschulc eingerichtet, dessen starker Besuch beweist, Nr wie notwendig die Miftikintdierenden eine gute Ausbildung halten. — Hoffentlich führ-n diele Bestrebungen zu dem genninsch» ten Ziel, für gute Lehrkräfte zu sorgen und den Muiiklchrcrinncn ein auskömmliches Einkommen zu sichern. Die Frauenarbeit in Japan. Japan ist das Land, in dem es prozentualiter di» meisten arbeitenden Frauen gib' Nach einer Aeußerung des Direktor; im laoanischen Jndustriebureau, Cfa, sind in den verschiedenen Ländern der Industrie tätig: Land Männer Frauen Amerika . . . . . . 86 14 Teiitichtand . . . . . 80 20 Italien . . . , . . 78 England . . , . . . 75 25 Japan .... 66 Der Direktor der Mitsubishi-Bank, Tohokawa, schreibt in den Japan Times: „Wenigstens zwei Drittel unserer Ausfuhr sind das Arbcitsprodult unserer Frauen. Für die Gewinnung der Seide, des Tees^nnd j» der Spinnerei vcnvcndet mau stets ioeibliche Arbeit. Sic spielt eine graste Bolle in den Bergwerken, bei der Gcwinung der Meercsproduktc, in den kanftnännisän-n Bureaus, bei der Buchhaltung, Fahrkartenausgabe an den Bahnhöien ms." Das Borwicgcn der Frauenarbeit in der japanischen.Industrie must um so ausfallender erscheinen, als cs eine halbe Million mehr Männer als Frauen in Japan gibt, und die Frequenz der Heiraten eine sehr holte ist. Eine Reihe von Umständen phpssscher und sozialer Natur iind sür diese Erscheinung verantwortlich zu macken. Bor alleni ist gerade sür die Bearbeitung des wichtigsten Rohproduftes des Landes, der Seide. Frauenarbeit an, und sür sich besser geeignet als die von Männern. Die Seidenindustric oeist auch den grösttcn Prozentsatz weiblicher Arbeiter (95 v. H.- aut Frauen werden in Japan avcc auch zu Arbeiten ocrn-ndet. zu denen ihre schwache Konstitution sie von Natur nicht ,beiähigl: zum Bekohlen von Tamviern, zum Ziehen schwerer Lasten, zum Einranimen baumstarker Pfähle, zur Arbeit in Kohlengruben, in Hüttenwerken usw. Tie Fabrikanten nehmen auch lieber Frauen als Männer, 1. weil sic geringere Ansprüche stellen, 2. weil sie williger, ordnungsliebender und zuverlässiger, 3. weil sie vielfach geschickter als männliche Arbeiter sind. Noch eine Reihe anücrrr Gründe sprechen bei der stärkeren Beteiligung der Frau an der Jndustricarbeit mit, u. a. auch Ser Umstand, dast die Haushaltung in Japan sehr einfach ist, weshalb Nr die jungen Mädchen leine rech.e Verwendung im Hause besteht, wenn nicht Heimarbeit hinzukonmit. Nicht zu übersehen ist, hast der Militärdlenst >ede» Jahr etwa eine halb: Million junger Leute der Möglichkeit cnt- l>ebt, in der Industrie tätig fein zu können, was de» Ueberschutz der Männer über die Frauen mehr, als ausgleicht. Endlich mus; man wissen, dast in Java» zwar viele Ehen geschlossen. werden, aber meist nicht sehr lange dauern. T?on jeher ist das japanische Weib in der brutalsten Weise wirtschaftlich ausgcnntzt worden. Es ist nie mehr als ein ökonomisches Instrument in der Hand des Mannes gewesen. Vom rrühesten Alter her an Entsagung und Ausopscrung gewöhnt, niurmt cs sür Vater, Bruder oder Gatten die schwerste Last aut sich. Tie gcringcn Bedürft:,Isk, die eine Frau hat, ermöglichen ilw die Ausnahme der Arbeit auch unter Bedingungen, die sür den männlichen Arbeiter ungenügend sind, und w kommt es, daß jährlich Tausende von Landmadchcn aus armen Baueensamilien in die Fabrik wandern, währcnhFchie Söhne, von der Zeit, die sie unter der Fahne zu- bringcn müfsett, abgesehen, aus oem Lande bleiben. NaG ein paar Jahren Fabrikdienst, die oft genügen, um ihre Gesundst za untergraben, kehren denn auch die meisten weiblichen Arbeitskräfte wieder aut das Land zurück, um sich zu verheiraten und neuem Zuzug von, Land« Platz zu machen. — Im französischen Staats dien st werden in den letzten Jarrcn bedeutend mrbr.Frauen angcstellt. Zurzeit werden in oenftctben 128000 Frauen beschäftigt. Tavon sind 18 700 Frauen iin Postdienst. 7400 im Eisenbahndienst, 6000 Frauen am Staatsstrastenbahndiensr, 1000 Frauen stehen im Dienste des Krieg-Ministeriums. Ein groster Teil der Frauen ist auch als Dolmetscher in Spaiüen, Marokko und der Türkei beschäftigt. Im allgemeinen ist der Dienst der vom Staate beschäftigten Angestellten als güivstig zu bezeichnen und wird sehr begehrt. Berücksichtigt inerden icdoch nur solche Bewerberinnen, deren Väter sich Verdienste um den Staat erworben haben. — In England findet als neuer fsrauenberuf die Ehauifeurin großen Anklang. Dieser Beruf soll sozusagen im Nebenamt verwaltet werden. Iunae Mädchen, die auf sich selbst angewiesen sind und als Gesellschafterinnen, Erzieherinnen. Bonnen usw. Stellung suchen, lassen sich als Chauffeurin ausbilden, tm, ibrcn sonstigen Kenntnissen noch diese Befähigung hinzu- zusügen, die praktisch verwandt werden kann. — D i c Amerikanerin als ihr eigener Chäuften r. D-r Anblick einer Frau am Steuer eines Autos ist in der allen Welt noch eine Seltenheit: die elegante Amerikanerin von heute hat da bereits neue Bahnen bcschritten. Wenn es gilt, zum „Shopping" oder zu kurzen Visiten anszusahren, verzichtet sic auf die große Limousine, verzichtet daraus, sich lässig während der Fahrt ms Polster zurückzulcgen, verzichtet auf den Chauffeur: und selbst führt sie ihren eigenen Wagen. Das ist ein kleines Couvä mit elektrischem Motor, und immer häufiger sicht man diese flinken kleinen Gesährte in New Bork und in den übrigen amerikanischen Großstädten auftauchcn. Pünktlich um 9 llhr vor- mittags fährt dieses Auto vor, der Mann der Garage, der es brachte, verschließt den Schlag und geht: und wenn die Tamc, die dieses kleine Automobil besitzt oder geinietet hat. ausiahren will, öffnet sie den Schlag mit ihrem Schlüssel, nimmt am Führersitz Platz und legt die feinbehandschuhten Hände an das zierliche sauber versilberte Steuerrad. Eigenhändig führt sie ihr Auto durch den Straßenverkehr, hält vor den Läden, verschließt den Schlag, macht ihre Einkäufe und kehrt dann zum Auto zurück. Ist sic dann heimgekchrt, dann erfolgt ein kurzer telephonischer Anruf bei der Garage, lind wieder kommt der Mann, um das unten stehende Automobll heimzuNhren. Am Nachmittag toerdcn die Besuche auf die gleiche Art erlidigt. ja. es ist schon ein alltäglicher Anblick, daß in den Decstunden vor den großen Hotels 10 oder 12 solcher zierlichen Frauen automobile stehen, indeß die eleganten Autoftihrerinnen drinnen ihren Tee schlürfen und Neuigkeiten austauschen. Spielpkm oes Hiegener sraorttziulerr. Direktion: Hermann Steingoetter. Sonntag, den 22,Jebr., nachmittags wegen Konzertre-ansialtung keine Vorstellung Abends 7'|, llhr, bei kleinen 'beeisen, unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie-Regiments: »TaS Muükantenmädel." Ende 10>ä lU-v. Tienstng, den 24. Februar, abends 8 U:>r lauster 'Abonnement', l-ej neioöhnlichen Preisen! Zum Benefiz >nid 2 -jährigen Biih»c»j»bllä>un von Regisseur Rudolf G o I l (unter Mitwirkung der Kar-elte des hwftgen Jntanterie-Regi- mentSt: »Wie einst >>» 'Ra:' (Neuheit!> Posse mit Gesang in 4 Bilde » von Rndoli Beinaner und Rudolph Schanzcr, Musst von Walter Kollo und Will» Bredschnrider. Ende II Uhr Mittwoch, den 25, Februar, abends 7 Uhr <17. Mtlwoch-Abonnements-'Lor- steUuiigj: »Schneider Wibbel." Ende 8', Uhr. Donnerstag, de» 26 Februar, abends 8 Uhr (au- er 'Abonnement', bei qewö nl'chen Preise»: Luftiger A»cnd von Professor Marceil «alzer. Ende neuen >-- Uhr, Freitag den 27. Februar, abends 8 Uhr (17. Frei- tag - Abonnements - Porftellnngl: »Ter Kammersänger', „Tie Bäuerin", »Paul und Paula". (Tie Gefchwifter.» Ende nach 16', Uhr. Samstag, den 28. Februar, »achinittags 3'/, Uhr, (unter Mitwirkung der Lovelle des diesigen Jn'anterie-Regimentsh bei Polkspreisen: Schüler-Porstellung ■ »E-nnont." Sonntag, den l. März, nachniittngs 3ft, llhr, des kleinen Preisen: ,'Alt-iöe,delberg." Ende nach 6 Uhr. 'Abends 7'/, llhr, bei gewöhnlichen Preisen: „Wie «»ist im Mai." Ende 10'/, llhr. vsichertisch. — Im Lenz verwelkt und anderes von Alfted von St« denstjerna (Kürschners Büchcrschatz Nr. 935). Hermann Hill- gcr Verlag. Meteorologische Beobachtungen der 5ta Ion Siehe». jjZ r- F«br. So| 191 pif ix & .r- ZZ ei 11 tiD /> 25 if £ i ÄZ* III* si'i Wetter 20. 2”| 742,5 6.6 6,1 81 sw 2 9 Sonnenschein 20. 9 1 *! 742,2 3,3 5,4 92 s 2 5 Bew. Hitnmel 21. <“! 738,6 3,8 6,6 94 8 2 10 Regen il< II i Höchste Temperatur am IS. bis 20. Februar 1914 = 4- 7,6 °C. Niedrigste „ . IS. . 20. . 1314 = + 2,8' . Niederschlag: 0,5 ,»m. Lin überans wiivkiani'ls Mittel gegen vernltetc. Miig--«leiSen nnd verstepfnng. Tie raschen und sicheren Ersolge, welche mit Stomoxdgcn erzielt wurden, machen es weit und breit zu einem beliebten Hausmittel. Stomorpgcn ist ein vollkonimen harmloses Saucrsloss-Präparat und ist in jeder Apotheke erhältlich. Man nimmt es am besten dreimal täglich, »nd zwar je 1 bis 2 Tabletten zwilchen den Mahlzeiten. Die Erfolge bei Magenverstimmung, Vcrstopsung und den vielen Leiden, welche diese Ucbel »ach sich ziehen, sind geradem glänzend. Die Säure im Magen verschwindet, man hat kein Herzklovicn mehr. Die Schmerzen in der Leber und den Nieren, sowie im Rücken treten nicht mehr auf. Tie Nerven werden gekräftigt. Stnmorvgcn wird von vielen bedeutenden Acrzten verordnet, da der Sauerstöif, welchen cs enthält, eine Wirkung hcrvocruii, wie man iie günstiger kaum beobachten kann. Es ist aslnemcin bekannt, daß Sauerstois die Lust verbessert; cs reinigt und kräftigt aber auch den Magen und die Nieren und tötet die Keime, welche häutig die Ursache schioercr Ärantheilcn sind. Jeder Avothekcr führt Stonrorugen, oder toenn er cs nicht hat, kann er cs Ihnen beschatten. Ein Versuch wird jeden von der Vorzüglichkcft dieses Präparates überzeugen. [ 5I,, hv] (Bitte ausschncide-I Statt 0 >c$amt 3 tt«idmcbtcn. Eichen. Aufgebote: Februar 13. Hermann Grass, Glar-reinigcr, mit Anna Kaftiarina Weigel, beide in Gießen. — 16. Johannes Frdnk, Postschaffner, mit Katharina Repp, beide in Gießen. — Johannes Hermann Richard Voigt, Werkmeister in Berlin, mit Amia Marie Stier in Gießen. — 17. Kart Langohr II., Landwirt in Wettiaascn, mit Minna Tlterbcin in Rnppcrteirrod. — 18. Karl Etto Hübner» Markthclfer, mit Elia Margareta Hcnniq, beide in Dresden. — Karl Grüneberg. Koumiann in Elberfeld, mit Verla Stern in Gießen — 19. Mottlicb Fleck. Bureaugehilfe, mit Elise Katlutrinc Elisabeth keil, bride.in Gießen Eh c i ch l icßu n g c n: Februar 14. Friedrich Nazarcnns, Vurcaugehilse, mft Anna iNthanna Grün, beide in Gießen. — Johannes Pflanz, Lehrer, mit Emiiic Laut, beide in Holzheftn, Kreis Gießen. — Julius Rühl, Schreiner in Gießen, mit Elfte Schmitt in Elpenrod. — 18. Hiecniann Ferdinand Bcndrr, Chauf- feur, mit Maria Katharina Tinkrl, Herde in Gießen. — Peter Heß, Schriftsetzer, mit Martha Margarete Anira (Kunkel, beide in Gießen. — 19. Isidor Rothschild, Kaufmann in F-ricdberg Hessen', mit Siüonsc Rosenbaum in Gießen. Geborene: Februar 12. Tam itzörtncr Friedrich Zcihcr ein Sohn, Georg Wifti. — Dem Friseur Ernst Emil Schnecko eine Tochter. Luise Ernestine. — Dein Ziminerman» Christian Staftel eine Tochter, Luise Paulinr. — 13. Dem Schneider Alois Välek rine Tochter, Else Franziska. — Dem Hausverwalter Friedrich Weller eine Tochter, Eleonore — 15. Dem Fuhrmann Karl Wirth eine Tochter, Anna Elise. —- Dem Techniker Petro Endcrs rine Tochter, Anna Maria Margareta. — 19. Dem Glaser Karl Lub ein Sohn — Dem Eisendrehcr Ludwig Wilhelm Benk eine Tochter, Gertrud Wilhclminr Katharine Sterbe fälle: Februar 12. Marie Elftabetd Kruke, 4 I. alt, Pruckistraße 17. — Susanne Schlauer, gcb. Fcrbcr, 78 Jahre alt, Steinstr. 59. — 13. Marie Paul, gcb. Schäfer. 20 Jahre, oft. Schloßgasse 10. — Dorothea Zmmel, geh. Klingclhöscr. 62 Jahre all, Hammstraße 12. — 14. Johanna Le», gcb Heller, 83 Jahre alt, Lcihgrsterncr Weg 13. — Maria Barbara Charitas Roos, gcb. Döll, 31 Jahre alt, Schiftcnbcrgcr Weg 51. — Anna Katharine Käs. 64 Jahre alt, Lichcr Str. 74. — 16. Göttlich Spanier. Tuchmacher, 78 Jahre alt, Marktplatz 23. — 17. Margarete Schert, geb. Weigand, 68 Jahre alt, Bismarckstr. 22. . Aldnch. Ebeschlicßungc»: Februar 17,. Ludwig Arnold III., Landwirt, mit Anna Schäser, beide in 2llbach. Geborene: Februar 10. Dem Manrergeicllcn Heinrich ksoch eine Tochter. Pauline. Airseid. Aufgebote: Februar 5. Heinrich Weidling, Postbote in Storndori, mit Anna Dorothea Euler in Bieben. —11. Wilhelm Storno Häusler. Hilsswcschcnsteller in Recklinghausen, mit Karolink Katharina Siftanna Ploch, Schneiderin in Msscld. — 14. Jo- battnc: Merle, Toglölmer, mit Anna Elisabcth Schmidt, b-.iöe »l ^^Ebc schl i e-ß It n g r II: Februar 7. Heinrich Herrmann. Maurergchilfe in Alsfeld, mit Elisabeth- Fink in Leusel. Kreis « c b o i c u c * ^aniwr 23. Dem Mcyacrm'iucr ^otrannLä DMeim Friedrich Helftenbetn eu» Tochter. Eliiabetu - Fchruar 4. Dem Schankwirt Heinrich Wilhelm Wenzel eine Tochter, Erna Louise Katharine. — 12. Dem Fabrikanten Georg Otto Raab ein Sohn, Friedrich Ludwig Wilfried. Sterbcfälle: Februar 1. Valcnftn Wilhelm Hill, Maurer- gchilic, 20 Jahre alt. — 6. Anna Katharina Becker, gcb. Finker- nagel, Reiitnerin, 86 Jahre alt. — 12. Johannes Sippel, Schuhmachermeister, 63 Jahre alt. veuern. Eheschließungen: Febr. 8. .Heinrich Kumps II., Weißbinder, mit Elisabctha Ranft, beide in Beuern. Vutzbech. , ^ Geborene: Februar 8. Tein Streiner Franz --chulz ein Sohn, Franz ?lkbert. — 12. Dem Vizescldwebcl Hermann Paul Mehlhasc eine Tochter, Gcrtrude Anna. — 13. Dem Schreiner Ludwig Franz Gambs eine Tochter, Margarete. Sterbcfälle: Februar 13. Wilhelm Caesar. Gerber, 70 Jahre alt. — 14. Wilhelm Hölzer, Kaufmann, 67 Jahre alt. — 17. Anna Katharine Emma Becker, gcb. .Hciirz, 64 Jahre alt. Biidpigen. Aufgebote: Februar 18. Heinrich Hachenberg, Bäcker, mir Therese Christiane bars, beide in Büdingen. E h c s ch lic ßu n g en: Februar 14. Leopold Fuld, Kaufmann in FrankNrt a. M., mit Elite Stern von Büdingen. Sterbcfälle: Februar 13. Therese Schulz, geb. Hinkel, 83 Jahre alt. Zriedbez-g . ^..“1 geböte: Februar 10. Wilhelm Georg Karl Emil Fcigk, Postaiiisicnt in Schlitz, mft Marie Elise Lodia Ruvpel in Büdesheim. — 11. Karl Wilhelm Schumann. Bizcseldwebcl in Fried» bcrg, mit Luise Sophie Magdalcne Klos in Gießen. E h c s ch l ic ß u n g c n: Februar 12. »lötfti Kornrumvs, Schutzmann, mit Anna Maria Elisabctha Wrthclminc Volp, beide in Friedbcrg. Geborene: Februar 12. Dem Lackierer Johann Albrccht Karl Lang eine Tochter. Grohen-Vuseck. Eheschließungen: Februar 15. Johannes Sauer, Fri- icur in Großen -Buieck. mit Emma Barbara Bmier von Marburg. — -Heinrich Schmidt I, Maurer, mit Elisabcthc Stein, beide in Großen-Buseck. Eroßen'Lfnden Aufgebote: Februar 14. Julius Mcngcs in Großcn- Lmden, mit Louise Jung in Ostbcim. er t c r b c sä l l c: Februar 13. Elisabetho Tchuvv, geborene Mcngcs, 79 Jahre alt. Epündtd-I Ge b o r c n c: Februar 9. Dem Tagtöhner Konrad Otto Trank eine gechter, Lonne. — 14. Dem Heizer Wilhelm Skühler eine Tochter, Lina --terbcfällc: Februar 8. .Hermann Hohn, 9 Monate alt. hUNgei!. Aus geböte: Hermann Sckmidi, Ticnstftlcchr in Hungen, mit Emilic Bingel in Untcr-Schmifte». rriein-Linden. Geborene: ,rcbruor Tem Eisenbahnichafftier Heinrich May ein erobn, AuWN Wftbetm. — 9. Dem Balmarbefter Lud- wtti Fader III. ein Sohn, Hugo Lutvois- La'igxdorf. Sterbcfälle: Johannes Bender, 2luSzüglcr, 82 I. alt. Lich. Geborene: Dem Dicnstlnccht Johann Heinrich Werner ei» Sohn, Ludwig. Sterbefälkc: Februar 15. Margarete Kloß, 81 Jahre alt. — 16. Elisabeths Süßel, gab. Sommerlad, U Jahre alt. — 17. Wilhclni Volk, Taglöhncr, 37 Jahre alt. Lollar. ^ Aufgebote: Februar 13. Ludtoig Friedrich Heibertshaiiicn, Schncidcrineistcr in Lollar, mit Maria Klinkel ui Gießen — 18. Heinrich Grün, Former, mit Anna Klinkel, beide in Lollar. Geborene: Februar 18. Dem Hiftteliarbeiter i'lugust Erb eine Tochter, Margareta. Stcrbciältc Februar 11. Jda v'lttguslc Richter, geborene Schuhknccht, 53 Jahre alt. Nidda. Aufgebote: Februar 17. Gustav Bit!, Schrciuermcister, mft Marie .Runk, beide in Nidda. Geborene: Februar 10. Tcm Slrucrauftchcr Karl Becker ein Sohn, Karl Friedrich Heinrich. Schotten. Geborene: Februar 17. Dem Kaufmaiin Karl Wilhelm Müller eine Tochtpr, Gertrud. Watzendorn-Steinbcrg. Geborene: Februar 11. Dem Bergtuann Karl Sckmandt ein Sohn, Karl. — Tem Bahnarbeiter Karl Schneider eine Tochter, Emilie. Bitte, bitte Mama! Sic oft ruft es so aus Kindermund, wenn Fritzchcn oder Maricchen die Mutter mit der Scous EmulsionS-Flaschc sehen. Die Kinder fühlen unwillkürlich, wie gut Scotts Emulsion für sic ist, die ihnen so vortrefflich schmeckt und die darum in jede Kinderstube gehört. c „ Uuitbertrgfieii in seiner rasch, u. vorzüglich. Wirkung-. Ist alten Apotheken. VISITKARTEN ln l edcr beliebigen Schriftart undKartoruone, *t " t - T7~:-- == sowie mit Zirkeln aller studentischen Ver* wuzungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühTsch* Uair.-Bracken*