Nr. 44 Zweiter Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Tie „«tetzenerFamillenbläNer" werden dem .Anzeiger' viermal ivöckieiillich beigelegt, das „«retiblatt für den llrelr Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „kandwirtjchaiillchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Blatt (64. Jahrgang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Samrtag, 2 \. ßebruar (9;4 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universuäls - Buch- und Steiirdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schulstrabe 7. Expedition und Verlag: e^öol. Redaktion:^^112. Tel.-Adr.:AnzeiqerGleßen. Nu» fielen rb. TarIN stadt. 20. Febr. Die Finanzausschüsse der beiden Ständckam- mern traten heute nachmittag zu der verfassungsmäßig vorge schricbencn gemeinsamen V o r a n s ch la g s b c r a t u n g zusammen, die sich von 4 Uhr bis nach 8 Uhr ausdchntc. Auch die drei Minister und zahlreiche Regierungzkommissare wohnten der Sitzung bei. Bei der allgemeinen Erörterung des Budgets für 1914 konnten natürlich nur die wichtigsten Punkte in Betracht ge zogen werden. Bei Bcsvrechuug der Einleitung des Voranschlags wurde besonders die Verwendung der R e st e s o n d S be- svrochen. wobei der Finanzausschuß der Ersten Kammer die Verwendung des Rcstesonds ll in den Vordergrund stellte, während vom Finanzausschuß der Zweiten Kammer die Entnahme der benötigten Neider aus dem Rcstesonds I für richtig erachtet wurde, ohne daN dabei der Gedanke des Finanzausschusses der Ersten Kammer abgelehnt ivcrde. Tie Gcstaltting des Rcstesonds I aus lausenden Einnahmen begründete man durch die Steuererhöhung und die Steuerergebnisse, welche mit aller Bestimmtheit in den nächsten Satiren aus Grund der Gemeindestenerveranlagung und der Veranlagung zum Wchrbeitrna erhöhte Beträge liefern würden Der Wehrbcitrag gab, wenn er auch in seinen Ergebnissen noch nicht feststeht, doch Anlost zu einer eingehenden Aussprache, in der betont wurde, dast diese Ergebnisse nicht allein aus die Vermögenssteuer, sondern namentlich auch aus die Einkommensteuern von wesentlich günstigem Einslust sein würden. Die Eisenbahn- e i n n a h m c n wurden als steigende dauernde Einnahmen bezeichnet, wenn auch der .Herr Finanzminister daraus hinwies, hast nach den neuesten Nachrichten im Monat Januar ein R ü st. gang gegenüber dem Vorjahr cingetrcten sei. Bezüglich der Veranlagung der Steuern und besonders der Wirkung des General Pardons wurden die erheblichen Mehreinnahmen hervorgehobcn, die aus den verschiedensten Kreisen der Bevölkerung sich ergeben lstitten und zwar dadurch, dast die früheren Steuerangabcn >ctzt richtiagestellt Ivorden seien. Beim Kapitel Bauwesen wurde von der Regierung das Ersuchen gestellt, die vom.Finanzausschuß der Zweiten Kammer vorgenommenen Striche wieder aufzuhebcn, da die llnterhaltnng der Bauten jährlich gröstere Summen erforderten. Von den Vertretern der Zweiten Kammer wurde dagegen die Notwendigkeit weiterer Ersparnisse in der Staatsverwaltung betont und damit auch der bei verschiedenen Punkten erfolgte Abstrich gerechtfertigt. Bei den Ausgaben sür höhere Schulen, Gymnasien usw verteidigte der Ministerialberichterstaller die Beibehaltung der beiden Darnistädter Gvmnasien, deren Vereinigung der Finanzausschust der Zweiten Kammer der Regierung empfohlen hatte, und erklärte, dast die Räume in dem einen Gymnasium nickt ausreichten, um die Vereinigung durchzusübrcn. Jedenfalls sei ein solcher Akt zurzeit unmöglich. — Beim Kapitel h osbib lio t he k wurde von verschiedenen Ausschustmitgliedcrn die in der sgosbibliothek herrschende Raumnot beklagt und die Unmöglichkeit betont, die Bücher richtig unterzubringcn, auch aus die Unzulänglichkeit des Lcsesaales hin- gewicscn, woraus die Regierung erklärte, dast aus dem Gebiete des früheren Bahnboss unter Mitbenutzung des Empfangsgcbäudes der ehemaligen .Hessischen Ludwigsbahn ein Neubau sür die Ö o s - bibliotl, eknnddasStaatsarchioin Aussicht genommen sei. Beim Kapitel: Fonds für össentliche und gemeinnützige Zwecke erklären beide Ausschüsse sich damit einverstanden, mit der Regierung eine Vereinbarung über die Verwendung der dorthin ilicstenden Gelder zu finden, wobei ein Teil der Summen auch fernerhin der Regierung zur Verfügung verbleiben sollte. Dem Ersuchen des Finanzausschusses Zweiter Kammer, im Bundesrat für die Einführung einer Arbeitslosenversicherung zu wirken, trat der Finanzausschust der Ersten Kammer nicht bei: an diese Frage schlost sich danach noch eine längere Aussprache, in deren Verlaus die Regierung zusagte, eine Denkschrift über den Um sang der im Grostherzogtum bestehenden Arbeitslosigkeit Hera u s z u geben. Beim Oberoers ich c- rungsaml rechtfertigte die Regierung die Notwendigkeit einer akademischen Stelle und dreier neuer Stellen sür mittlere Beamte, die besonders durch die in letzter Zeit hcrvorgetretcne starke Geschäftslast, die sich als eine dauernde erweise, notwendig geworden seien. Bei den K r e i s g c o m c t e r n wurde noch nähere Auskunft über die Belastung der einzelnen Gemeinden durch die von der Regierung vorgeschlagenen, vom Finanzausschust der Zweiten Kammer aber nicht bewilligte Erhöhung der Tagegelder für die Geometer von 17 aus 21 Mk. verlangt. Erst dann soll ein endgiUtiger Beschluß darüber gefaßt werden. Die übrigen Positionen des Staatsvoran- schlags fanden bei der gemeinsamen Beratung keine Beanstandung. rb. D a r m st a d t, 20. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag noch eine bis nach 2 Uhr ausgedehnte gemeinsame Beratung über die Bcsoldungsvor- lage mit der Regierung ab, die durch die drei Minister und zahlreiche Rcgicrungskommissarc vertreten war. Es wurden mit der Regierung noch einmal diejenigen Punkte der Gesamtvorlage durchgesprochen. die bei den bisherigen Beratungen zurückgestellt worden waren. Gegen die Heraufsetzung der Kanzlcigehilsen in eine höhere Gehaltsstufe — die Zweite Kammer hatte beschlossen, sie aus der 8. in die 12. Gehaltsklasse zu versetzen, welchem Beschluß aber die Erste Kammer nicht zustimmtc —, wandte sich auch die Regierung, indem fic daraus hinwies, daß die Kanzleigehilten eine andere Stellung, als die Schreibgehilscn. nicht hätten. Eine Beschlußfassung fand hierüber noch nicht statt. Dem Beschluß der Hcraussetzung der Assistenten der Betricbskrankenkassc von Kl. 26 nach 32 wurde stattgegeben, ebenso die Deransfetzung des Rechners der Betriebskrankenkasse beschlossen. Ter Posten des Direktors des Landcszuchthanses wurde in Klasse 41 eingereiht, während die Stelle des Landeswohnungsinspek- tors der Klasse 36 eingefügt wurde. Ter Finanzausschuß beschäftigte sich danach noch mit der Frage einer Deckung der Ausgaben sür die Lehrerbesoldung, insbesondere mit der Frage, ob die Deckung zum Teil aus dem Rcstesonds II oder nur aus Restefonds I entnommen Averdcn sollte. Es fand hierüber eine längere Erörterung mit der Regierung statt, ein bestimmter Beschluß wurde jedoch auch hierüber nicht gefaßt. Tic Frage wird voraussichtlich erst in der gemeinsamen Sitzung der Finanzausschüsse beider Ständekammern zur Erledigung gebracht werden. Sieroerbrauch und Sierversteuernng. In Deutschland, und zwar sowohl im Süden wie im Norden, hat das Biertrinkcn schon seit einer Reihe von Jahren bedeutend nachgelassen. Im Durchschnitt kam im Jahre 1912/13 aus den Kops der deutschen Bevölkerung ein Verbrauch von 101 Liter: 1900 war der durchschnittliche Verbrauch bereits aus 118 Liter gestiegen, und selbst, wenn wir 20 Jahre zurückgehen, war er größer als heute. In Bayern stellte sich der Verbrauch im letzten Jahre aus 237 Liter pro Kops, 1906 hatte er 246 und 1898 248 Liter betragen. Württemberg hatte im letzten Jahre einen Verbrauch von 166 Liter pro Kops gegen 195 Lller im Jahre 1897. Am weitesten zurück steht das norddeutsche Brauftencr- gebiet, wo im Jahre 1912/13 nur 78 Liter Bier pro Kops getrunken wurden gegen 97 im Jahre 1900/01. Ta der Rückgang des Verbrauchs schon vor den Stcuererhöhungen begonnen hatte, so werden diese wohl weniger als andere Fal torcn dasür verantwortlich zu machen sein. Die ini letzten Jahre in ganz Deutschland verbrauchte Menge berechnet sich aus 67,5 Millionen Hektoliter, ivovon 67,1 Millionen Hckto liter deutsches Erzeugnis waren und nur 400 000 Hektoliter aus dcni Auslände stammle». Im Bransteuergcbicl ivurden 41,5 Millionen Hektoliter getrunken, davon entfallen 2,3 Millionen Hekioliicr aui süddeutsches und ausländisches Bier. Ter letztjährige Vcrbrauchsrückgang ist auch im Ertrag der Biersteucr zu spüren. Im ganzen Reichsgebiet wurden 227,7 Millionen Mark an Biersteuer vereinnahmt gegen 236,4 Millionen Mark im Vorjahre, Hiervon bildet bekanntlich nur die im norddeutschen Branstencrgebiet erhobene Llcucr eine direkte Einnahme sür das Reich. Im Brau steucrgebiet stellte sich der Ertrag auf 140,7 Mill, Mk. (und zwar 127,5 Mill. Mk. Vrausteuer, 8,6 Mill. Mk. lieber gangssteuer von süddeulschcm Bier und 4,6 Mill. Mk. Ein gangszoll sür ausländisches Bier), in Tastern a»s 53,4 Mill Mark, in Württemberg auf 13,7 Mill. Mk. Die Brausteuer, die iu allen fünf Stcuergcüiclcn als StasseliLner erhoben wird, ha! aus 1 Hclwliter Bier im Durchschnill'betragcn im Brausteuergcbiet 3,25 Mk., iu Bayern 3,33 Mk,, in Württemberg 3,12 Mk. Auf den Kopf der Bevölkerung kamen im fetzten Jahre an Biersteuer im Brausteuergcbiet 2,67 Mk., m Bayern 7,62 Mk., Württemberg 5,52 Mk., Baden 5,53 Mark, Elsaß Lothringen 4,10 Mk. und im ganzen Reichsgebiet durchschnittlich 3,43 Mt. Bor 10 Jahren betrug die Lleuer pro Kopf im Brausteuergcbiet nur 0,83 Mk. und ml Reich durchschnittlich 1,60 Mk. Die Gesamteinnahme an Biersteuer ist im ganzen Reich infolge der Sleuererhöhungen gestiegen von 92,7 Mill. Mk. im Jahre 1902/03 auf 227,7 Mill. Mk. im Jahre 1912/13. „Die Wastchcit fcbc $cloar{an." Von Polizciarzt Dr. D r c u w - Berlin. O Berlin, 19. Febr. Zurzeit schwebt eine wissenschlistliche Fehde zwischen Gehcimrat Prosesior Dr. Ehrlich (Frankfurt a. M.>, dem Entdecker des Syphilisheilmittcls Salvarsan, und dem Dermatologen Polizeiarzt Dr. Trcuw (Berlin). Trcuw hatte scharte Angriffe gegen das Salvarsan gerichtet, worauf Gehcimrat Ehrlich in einem Frankfurter Blatt erklärte, dast die Vorteile des Salvarsan dessen Nachteile bedeutend überwicgen, und dast cs ein anderes wirksames Mittel zur Bekämpfung der Syphilis zurzeit nicht gebe. Daraus erläßt nun Polizciarzt Dr. Trcuw in der „Deutschen Journalpost" folgende osftzielle Erklärung: Die Ehrlich-hata-Fragc ist nicht nur eine medizinische, sondern durch die Arider Einführung eine Angelegenheit der Allgemein- hcit und des Staatswohles geworden, und ihre Lösung must, nach dem sie in den Tageszeitungen begonnen hat, logrscherweise auch hier beendet werden, da die Allgemeinhen ein Recht bat, in dieser wichtigen Frage richtig orientiert zu sein. Selbstverständlich werden die rein medizinischen Beobachtungen, Nichtheilungcn und Schädigungen, den Ausschlag geben. Für die össentliche Meinung kommen zwei Fragen in Betracht: Ist die öffentliche Meiming richtig orientiert, wenn nicht, dann must diese Orienckierüng erfolgen: 2. steht der Nutzen des Salvarsan in einem Verhältnis zu dem Risiko an Gesundheitsschädigung, Todessällen, Erblindungen, Taubheiten, Lähmungen usw. oder nicht? Bcini Publikum herrscht der Glaube vor, Ehrlich-Hata beseitige die Syphilis mit einer oder mehreren Einspritzungen, es sei giftfrei und unschädlich, ja es bessere oder heile sogar Paralyse und Rückenmarkschwindsucht. Die Einführung des Präparats fand am 22. Juni 1910 in der Berliner Medizinischen Gesellschaft statt. Gehcimrat Ehrlich war selbst zu dieser Einsührung nach Berlin gekommen und wohnte ihr bei. Das Mittel war am 31. Januar 1910 zum erstenmal von Professor Alt (einem Psn- chiateri und Tr. Schreiber seinem Internisten^ bei irischer Syphilis angewandt worden. Ehrlich selbst ist nicht Syvhilidologc, ebenso- wenig wie diese beiden Herren. Es waren also bis zur Einsührung des Mittels am 22. Juni noch nicht 5 Monate verflossen, und die Versuche waren nur bei einigen hundert Fällen gemacht worden, was bei einer io tückischen Erkrankung, die jahrelang dauert, zweifellos keine Zeit ist. um die Behauptungen, die seither ans gesprochen wurden, zu rcchisertigen. Vom 22. Juni bis Mitte Dezember wurde das Salvarsan einer Anzahl von Aerzten zur Prüfting übergeben, die darüber hervorragende Heilungsreiultate berichteten, obne dast die Allgemeinheit der Aerzte imstande war, Nachprüfungen zu veranstalten. Jnsoigcdeisen stellte der bekannte Syvbilisjorscher Tr. Ivan Bloch in der Dermatologischen Ge sellschast Oktober 1910 den Antrag: „Aussetzung der Diskussion und Wiederaufnahme zu einer Zeit, wo das 608-Präparat voi, jedem in Deutschland avvrobicrtcn Arzt .geprüft werden kann Tic Zeit der Autoritäten ist längst vorbei, und unsere Geicllschasl beruht genau so wie alle anderen wisscnsckiaftlichen Gesellschaften aus dem Prinziv der wissenschaftlichen Freiheit sür jedermann" Nackideni nunmehr auf Grund dieses limitietten und der allgemeinen Kritik nicht zugänglichen Systems die össentliche Meinung der inzen Welt dahin ging, das Ehrlich-Hata 606 beseitige die I ypbiliS und sei unschädlich, ist cs heute, nachdem 3' - Jahre seil r Einsührung vergangen sind, eine Pflicht, biefe Behauptung vohl behaupten, dast die Zahl derselben aus das Zehnsachc an- lenommcn werden darf, da bei der diskrtten Art der Erkrankungen den Verüsscntlichnngcn große Schwierigkeiten gemacht werden. Tie Mitteilungen Gebeimrats Ehrlich in den „Frankfurter Nachrichten" bedürfen der Widerlegung. Erstens bin ich nicht aus eigenem Antrieb zum Rcichsgesundheitsamt hingegangcn, sondern das RcichsgesundhcftSaiill hat eine Unterredung mit mir gewünscht: und zweitens hat cs mich nicht ausgcsordert, meine Beschwerden christlich zu sormulicren, sondere ich Hab.' den Inhalt der ein- einhalbstündigcn Unterredung mit dem Präsidenten des Reichs- gesundhcitsamts und zwei seiner Gcheimrätc nachher in Form einer Denkschrift nicdcrgclcgt, da ich cs mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kannte, daß weiterhin die össentliche Meinung über ein sür die Gesundheit so gefährliches Mittel nicht richtig orientiert ist. Es ist nicht richtig, die Schuld an den Todes- und Zwischcnsällcn aus Kunstsehler zurllckzusühren, da, wie die Straßburger Universitätshautklinil nachgcwicsen hat, in der Mehrzahl der Fälle eine typische Arscnvcrqistnng vorlag. Daß kaum von -hrcn Symptomen befreite Menschen sich von neuem anstccken, ist durch nichts bewiesen. — Ta das Salvarsan als Arscnvrävarat ahrelang dem freien Verkehr überlassen war und in jeder beliebigen Dosis gegeben werden konnte, so ist cs unbedingt notwendig, daß seitens des Staates und nicht von Privatpersonen icstgcstellt wird, wie viel Arsen in Form von Salvarinn gegeben werden darf, da dies dem einzelnen Arzt unmöglich überlasten werden kann. Die Behauptung, die organischen Arsenvrävarate seien weniger giftig als die anorganischen, ist zwar richtig, aber sie sind noch giftig genug. Tenn die Wissenschaft hat bei den Vorgängen des Salvarsan, den organischen Arscnpräparaten Atorvl, Arsaecti nsw. solche Enttäuschungen bezüglich der Giftigkeit erlebt, daß man diese nach Erblindungen und Todessällen schnell zu verlassen sich gezwungen sab. Diele Tatsachen hätte» zu einer besonders vorsichtigen Beurteilung des Salvarsans mahnen müssen und zu einer besonders langen Bcobachtungszcil vor dcr Einsührung, Die Frage der Ehriich-Hata-Ersolge wird nicht durch autoritative Meinungen utrd Schlußsolgcrnngen, sondern durch die uncrbittlichcni Tatsachen entschieden werden, die bisher in dcr Literatur schon scstgeiegt sind und noch weiter sestgclegt werden. flrvwmawwewar-«.-- 1erI »re le duilc iie 9*o Imit Tdth. Privatunterricht und Nachhilfe in Griechisch, Lateinisch,Deutsch und Geschichte für alleKlass.. Entr- lisch und Französisch für Unter- n. Mittelstufe. Priv. Vorher, f. alle Schulklassen u.-Examina, speziell f.Matu- rum u-ErgÜnzungsprüf. | M4 Hr Rnoeo Oberlehreri.P. UV. rtUCbe Goethestr. 81 HyrthäusEr Techniham | Frankenhausen. Iflg.-ü.Weritni.-Abt. Gr.Masch.-Lab. | H*dt und Tiefbau Rechnen, Englisch uSw7 Prospekt kostenlos! iadiiiiliesliiiitleii in (0684 FraiixfKiscli. Englinch und anderen Fachern erteilt Elvira Jost scpviiftc Lehrerin : Scltcrsweg 22 . Privat Tanz - Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit KarlSchmidtJanilelirer Wepstcingaffe 31. litt- 'ßen 1914 ’ • cMai-cHuguft Kindei^wagen lOappwagen Reizende Neuheiten Reiche Auswahl . ganzen Syphili- dcr Einsührung , . - , . ■ nachzuprüscn da dieielbe Meinung auch heute noch IN den menten Kreiien des Publikums vorherrichcnd ist. Heute steht nach den Berichten der gesamten Medizin,>1 Literatur de-- In- und Auslandes und aus Grund meiner gro: persönlichen Eriahrungcn als Svezialarit sür Syphilis folgend, unantastbar fest: Ehrlich-Hata 606 beseitigt die Syphilis nick, s'' bauernd cs beseitigt nur die Svmptome, selbst nach 2, 3. 4, 5 und 6 Injektionen. Selbst wenn diese 2 bis 3 Jahre hindurch auch zusammen mit Quecksilber gegeben worden sind, sah ich in einer großen Anzahl dcr Fälle Rezidive. Tic srühcr so ausgezeichnete Methode dcr Syphilishcilung mit Quecksilber mußte wieder in ihr Recht treten, und man hat sich veranlaßt gesehen, aus Grund der Tatsache, daß Salvarsan allein die Svphisis nicht heilt, es mit Quecksilber zu kombinieren, bei welcher Methode jede Kontrolle über die Wirftingen des Saloarians ausgeschlossen ist. Das Sa! varian ist auch nicht unschädlich und giftfrei. Im Gegenteil: es ist ein in vielen Fällen die Nerven und die Gesundheit sch idigende-, unberechenbares Arsenvräparat. das in einer Dosis gegeben wird, die die staatliche Marimaldosis um das Zwanzig- bis Vierzigsach. übertrifft. Bis heute sind allein in der medizinischen Literatur, abgesehen von den vielen nicht vcrötsentlichten Fällen. 274 Todes sälle nach Salvarsan bei Erwachsenen s-stgestelll, meist in Gestalt einer typischen Attenvergiftung, ferner zweisellos Auqcnerkrankun gen. Ertaubungen, Lähmungen usw. Nock, in der letzten Zeit wurden mir brreslich von Kollegen mftgeteilt: 3 Todesfälle, zwei notollickc Fälle^von Erblindung^ und 5 Fülle Vvn Ertaubung. An einer irischen Svvbilis ftirbt so leicht niemand, und Professor G a u ch e r, der Ordinarius für Dermatologie in Paris, sagt daher: Das Salvarsan hat schon mehr Todesfälle verschuldet, als die Zyphilis, sich selbst überlassen, lstiUe verschulden können, denn mau stirbt nicht an frischer Syphilis, Wenn in dcr medizinischen Literatur schon so viele Todesfälle niedergelegt sind, dann kann man Groß h. Zentral st ekles ürdieLandes st als st ik. Heft Nr. 954 der MilleUungcn der Großh. Zentralstelle sür die Landesstatistik, das heute erscheint, hat iolgcndrn Inhalt: Dcr Geburtenrückgang im Großhcrzogtnm .Hessen mit besonderer Berücksichtigung dcr Katholiien 1876 bi- 1912. LcbcnSmittelpreise Janua. 1914 Genossenschaftsstatislik 1912 Tic Entwickelung der Schulstatistik im Großhcrzogtnm Hessen. *• Q t> e r l> e I s i s ch e r St it n ft u e r e i n. Er ist dem Vorstand des Kunstv-.-rcinS gelnngen. daß die Städtebau- A I! s- e 11 ii u g »och »der Sonntag hinaus ans zestevt l'lcibt. Im gute dieser Woche besuchte» die Schüler der hiesigen ideiverbe- schnle und auch einige Klaffen der l,obere» Lehranilnlten die '.’luä- stellung, auch war der Vesncki von Alilglieder» des Kunüvereins und Interessenten in de» letzte» Tagen sehr rege. Morgen Sonntag IN Uhr werden die Stadtverordneten und «m :l Uhr »ach »Maas der hieffge Techniteroerband die dliisüellinig besicht-gen. Z»n> ast- geineinen Vesncki in die 7lusstellnng ivie an jedem Sonntag von ll his 3 Uhr geöffnet. — Von ^bontag an bleibt die zstn-stel>n»g vier Tage geschloffen. Tann gelangt ». a. die KoUettion des Ervrelnoniste» Franz Marc zur Ausnellniiq. "Zur Erhaltung des Schuhwerks. Für Leute, die bei nassem Wetter viel auswärts sein müssen, hauptsächlich auch bei Schulkiiidern, ist es von großer Wichtigkeit, wasserdichte Schuhe zu haben. Dies erreicht man aber, wenn man die Sohle dcr neuen, noch nicht getragenen Schuhe mit warmem Leinöl gründlich cinrcibt, iie aus den Oien oder in die Sonne stellt und trocknen läßt. Dieses Verfahren wendet man drei- bis vierinal an, ehe man die Schuhe benützt. Zum Oberleder nimmt man etwas Salatöl: es bedars nur eines einmaligen Einrcibens, es muß aber so lange gerieben werden, bis das Leder nicht mehr ölig glänzt. Tic aut solche Art zugcrichtetcn Schuhe lassen sogar das Schneewasser nicht durchkommen, abgesehen davon halten sie auch bedeutend länger als nicht geöltes Schuluverk. ** Wic die Konstanzer Elefanten nach Mainz n b t c n. Während des Herrenabends des Karnevalocrcins .,EI c - santen" in ilvnstanz vor einigen Tagen brachte ein Bote der Ezprcßgutbesörverung ein Kistchcn aus M a i n z. Es cnthieU . W > christliche Einladung btt dortigen ..^imfen“ zu einer Trrrmbrv^ JtCunq. Als Gabe aus Main» waren zwei Stangen Mainzer vandkase bcigepackt. Der El errat bcchchw tage- daraut früh 9.1 > ui>r Noll zahle i nach Mainz zu reisen. Vor Abgang des Zuges sandte ein benachbarter Wirt einen Korb voll belegter Brötchen, damit die Elesantcn unterwegs etwa; zu essen hätten: ein anderer Wirt sandte einen Korb Wein, um dre Durstigen zu tränken: ent Wcinhändicr kam gar mit einem Kästchen Wein >ür di' Mainzer Narren: „die tollen einmal schmecken, dass am Boden- tee auch ern guter Tropfen wächst": einige Damen sandten für die Elserdamen der Mainzer „Funlen" einen groben Strauli Blumen: ebenso wurde noch Tabak und Äirlchwalser gesandt. Nach rnbrrcndem Abschied von de» blieben damvtte der Zur ab: »m direkten Wagen nach Essen sahen die Konstanzer Elier: Tücher- schwcnlcn an allen Straßen Übergängen und schon war Konstanz hinter dem Zug. — Nun hatte» die Reisenden nach Mainz aber gleich alle Backen voll zu tun. Radolfzell war die erste Station und zum »ich: geringen Erstaunen der Scha'sner stiegen hier die elf sie«len Ressenden nach Mainz schon wieder au:-. Und mit dem nächsten Zug nach Konstanz fuhren sie wieder nach der Heimat. Zn Ktonttanz an gekommen, na. »r rcder eitie Drosärkc »nd fuhr nach Hause. Da bitten die Elesantcn. wie der Krankl Gene- ralan.z. schreibt, stundcnlaw, zu tun. bis die gesandten Reiicliebes- gabrn trauernder Hinterbliebenen durch die Rüssel gezwängt waren. Ganz Konstanz aber lach.e. ** Grund stückSverlehr Grundstücke zu Gonsenheim. die auf den Namen der Eheleute August Büttner und Zoscpha geb. Schmitt in Gonsenheim eingetragen waren, sollen Mittwoch, den 15. Avril 1911, nachmittags 3> 2 llhr, aus dem Genier »behause zu Gonsenheim im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. — Grundstücke zu hcuscnstamm die aus den Namen von Joh. B : s ck o s s. Tebuhmachermstr. und Kirchendiener, und seiner Ehefrau Elisabetha geb. Fuhr eingetragen waren, sollen Mittwoch, den st. Avril Istl-t, nachmittags 1' - Uhr. am dem SrtS- gcricht in Heusenstamm versteigert werben. — Grundstücke zu T i c - bürg, die aus den Namen des Karl Bohle und dessen Ehesrau Elrsabcte geb. Wcllingcr in Dieburg im Grundbuch eingetragen waren, sollen DienSIag, den 7. Avril 1914, vormittags 9 Uhr, durch dar Amtsgericht Dieburg im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. — Ein Grundstück zu Bingen, das ans den Namen dcS Hoteliers Rudolf Frommhold und seiner Ehefrau Elisabetha geb. Dreyiuss in Bingen eingetragen ist, soll Dienstag, den 21. Avril 1911, vormittags 9 Uhr. in dein Sitzungssaal des Amtsgerichts im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. — Grundstücke zu Langen, die aus den Namen des L äw, Wilhelm, Installateur in Langen, eingetragen waren, solle» Dienstag, den /.April 1911, vormittags 9 Uhr, im Amtsgericht Langen im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. ■* Konlnrse lu 'Hesse». DnS Konkurs verfahre,, über de» Nachlaß des am 6. Zimt 1911 ,» Zornheim verstorbenen Kaul- mannes Heinrich K » cib ist gnkgehoben. Lsgtz sagt die Presst ;u diesem S!iitbau’f f ni Film?? m 9 rthi fniiffg] Lindau - Kino Premiere. Gestern O.O* »IH .“U11P iS nachmrlraq wurde im u>- T.. Fried- richsirasie, ein nrucS Kinystück von Paul Lindau ..Dir Land- slroße" mir <|rosiem Beifall vorgefübrt. „Die Landstraße" ist ivodl der beste Film, den Lludau geschrieben bat. und vielleiäu sogar der beste deutsche ftUm, den die Versuche einer Veredelung deS KinoS durch die Heranziehung anerkannter Schrülstelter .gezeitigt haben. ES ist eine echte und rechte K'rimlnalgtschichte. ! die hier erzählt wlrdl eine Geschichte, die sich zugetragen hat und nun von Lindau, dem geschickten Draniarjkcr. »n die straffe Handlung eine- ^inodramas gespannt wurde. Ohne jede Zwischenüberschcifl, ohne erklärenden Drics. bar jedes szenischen Tricks, zieht die inhaltsreiche Tragödie des unschuldig verur keilten Landstreichers vorüber. Glänzende, technisch vollendete Aufuahnien unterstützen das Sujet. Eine Gerichisverbandtung von erschütternder Wahrhaftigkeit und die mit grousem Realismus gespielte Szene der Wiederbegegnung deS unschuldig Verurteilten und deS sterbenden Mörder» sind Meisterstücke. Vor. trefflich ist auch die Darstellung der beiden Hauptrollen. Klein« Moden und Karl Goetz bieten außergewöhnlich hervorragende Leistungen, die sich über die brutale Darstellungsmanier der ninom'men ebenso hoch erheben wie Lindaus Film über den Schundroman. Lindau, der persönlich anwesend war, wurde gefeiert. $trlintr lorppajt „Die Landstraße". Ein neuer seinen ollen Tagen zum Vorkämpfer einer neuen Art dramatischer Betätigung geworden, des Filmstücke«. Der erste Streich, den er aus dem neuen Gebiet sährte, traf nicht. Tie Versttnning leines neuen Schauspiels »Ter Ander," war ein Kinostück wie Zum Nachfolger des verstorbenen Professors Dr. E. Türr aus dem Lehrstuhl der Philosophie und Pädagogik an der Universität Bern wurde der Privatdozent Dr. Paul H ä b e r l i n von derBaselcr Universität berufen Der ordentliche Professor der Anatomie an der Universität B a s e l Dr. med. et phil. Julius K o l l m a n n feiert am 21. Februar seinen 80. Geburtstag. _ vereinsnachrichten. - Der Gesellschaftsverein Giehen vlant zum DienStag einen Krevpcl-Kaiiec um 1 Uhr nacktmitlagS. dem lieft ein Kinderfest mit Polonaise anschlieizen wird. Um 8 Uhr ist K o st ü m B a l l. um 10 Uhr gem. infames Abcnd- csicn. — T i e Große Gießcner Karnevalgesclllchast 1911 hat für die Karncvaltaae folgende Veranstaltungen vorgeieben : SamStag abend im Cato Amend karnevalistischer Fantilicn- abend, Sonnlaa nachmittag in alle» Räumen der LiebigShühc aroneS tarnevalistiichcs Treiben. Tanz usw., Montag abend in Steins Gartet! Roicnmvntag. Iwll :Prinzenball DienStag vvr- Nllttag und nachmittag Frnhsclwvvcn und Schlnßselcr »II Holet Einhorn. (Näheres siche Inserat) _ Börscn-Wochcnbericht. — Franksurt a. M , 20 Febr. Das Geschäft an der Börse ist wieder etwas stiller geworden. Tie Sveknlation war wo-: zu hastig vorgegangen, und da ihr manche Störungen in den Weg traten, so fühlte sie daS Bedürfnis. sich zu entlasten Zn,-besondere wurde sie dnrcb^bie Unsicherheit über die weitere Entwickelung der Industrie in Schranken gehalten. Aber die feste Grunbstiininnng, die ihre wcientlichnc Stütze in der andauernden G e l d s l ü s i i g k c i t bot, ist dadurch doch nur wenig erschüttert worden Wenn die K'avilaltstcnkreiic auch noch geringe Neigung zeigen, in stärkerem Maße wieder als Känser nus'ntväU'ii. so ist doch auf der anderen Seite ihre Abneigung noch giwßer, bereits zu den jetzig,'» Kurien sich ihres Besitzes zu entänßern, der meist noch z» höheren Preisen erworben wurde. Tie Folge dgvvn ist. daß selbst nicht allzngroßc Käufe mangels genügenden Angebots zu einer AnfwärtSbewcgung der Kurse sübren. Gegenüber den Auslandsmärkten, die in let-.tcr Zeit vorwieaend IN lustloser und teilweise auch schwächerer Haltung verkehrten, beobachteten Lrr deutschen Börsen große Wibcr- ftandskrast Dies gilt namentXch bezüglich New Barls, wen»'sich naturgemäß auch die hch»-gehandelten amerikanischen Werte in ihrer Kürscntwicllung -Wr Bewegung von drüben anschlossen Zm allgemeinen bat siche bte Spekulation in letzter Zeit spekulativen Werken weniger-ckligewandt als den zur festen Anlage mebr gc- cigncten Papieren, wie einzelne Elektroweric und Banka Ilien. Leplcre haben sich von der unliebsamen Ueberraschung deS Divi- litndenrüchsangS der Nationalbank für Deutschland recht bald rrlwlt. Gute Kauflust zeigte sich namentlich für Diskonto Kom- landit-Anteile, zumal Gerüchte über eine Dividenden Erhöhung a llmlaus kamen. Bon zuständiger Seite wird eine solche aller- ingS als niiwabrickeinlich bezeichnet, ebenso wie das Bcvorstehcn iner Koviial-Erhöhnng, wenn auch sehr günstige Abschlußzisscrn rwartet werden. Zn bestimmter Form »nd zwar in Verbindung nit angeblichen Plänen, die Bergisch-Märkische Bank fitzt ganz n übernehmen, werden die Kapitalbeschassungsvläne der Teutichen stank erörtert, wobei bereits der Betrag von 50 Millionen neuer Klint genannt wird. Tie Finanzplänc der Banken haben über- aupt die Borte etwa-- zuversichtlich gestimmt. Etwas weniger ünftig: Beurteilung fanden in dieser Woche M o n t a n p a v i e r e, nenn auch nur kleiner? Kursrückgänge hier zu verzeichnen lind. Die euesten nionianinduslricllen Meldungen lauien sehr wider- prcchcnd. Rheinische Blätter stelle» fest, daß die Marktlage ncuer- ings reckt still geworden ist. Es wird nichts gekauft, da man -iclsach glaubt, demnächst wieder billiger ankommcn zu lännen, Lic Beschästiguniz bei den Werken enisvricht nicht dem vor- iegendcn Abschlnnbestand, und daS Bestreben tritt oslcnsichtlich uiagc, durch bciondcre Zugeständnisse die Abnehmer zur Hcr- ,abe von Spezifikationen zu veranlassen. Die Preise neigen insotge- >essen zurSchwüche. Dagegen wurde in der letztenHauvtversammlung >es Deutschen RoheiscnvcrbandcS über die Marktlage dabingehcnh >crichtct, daß das Znlaudsgcschäft lebhafter geworden ist und auch >cr Auslandsmarkt zeige infolge der günstigeren Nachrichten aus Amerika eine recht bemerkenswerte Erleichterung. Znlolgc dieser oidersprechcnden Raairichren zeigte sich auch für andere In - ' u st r i c p a v i c r c nur geringes Znteresse. Etwas sefter lagen Karlsruher Maschine» und Tainiler, während Klchcr infolge deS Dividendcnrückgangs einigem Angebot nnterlagsn. Bon Bahnen varen nur Tchantung begünstigt. TchiliahrtSaktien leicht rbgeichtvää»:. auch heimisch« und iremde Fonds teilweise nie- zrigcr. PrivatdiSlont -lmndert andere, nicht besser und nicht schlechter, mit allen Feblern, die dieser .Kuvstgallnnq" bisher anbasleten. Tie geflern im N, T.-Tbeater in der Friedrichstrahr »orqetührte neue F,I,n- lampobtion Lindaus ist aber rin großer Schritt nach vorwärts.— Em Ereignis, das sich vor langen Zadren im Tbnringer Wald zuqetragen bat,zgab dem Autor den Stost zu seinem neuen Filntsiück „Tic Landsirane". Die Tragödie eines arinen Land- streichers, her für die Schitld einer andern büßen muß. Nur N'kil er arm „nd elend »nd unsäbig ist, seine Unschntd zu be. iveisen. Tie Szene» waren nicht ansgebont, um abne logische Konsegnenz nur dazu z» dienen, daß der Zuschauer einen stellen, titzel beim Bekrachten dieser Bilder ans einer Welt, die nichs die seine ist, enivsinde. Diese billigen Enetke. die tonst der Handlnng obne innere Klotwrndigteis ailsgevtropfs sind, waren bicr innig n,i> ihr verknüpft,-Die Leistung der Echanspieler war t-nrchai:« uarzüglich, Karl Goetz besonders, der Landstreicher schul eine wund,rvollrFigur, die mit ibrerstummen Gestallung der Elends und der Derzweiftung an die Herzm der Zuschauer griff, «morooruKL K'lst, kein«-., Autorcufilm, der eine der ariige das' in all,'.' Kürze Schrille zur Erbauung'? ihri's '.Kb nie" k e n ha u s es in Schotten unternommen werden Er beaui- tlagt die Bürgermeisterei, bei dem Kreisami die Errichtung eines Ä>ei>- oder Bezirk«lranlcnba»ics in Anregung zu bringen, und bittet das Großb. Kreisami, die Verhandlungen bald cinzuleitcn. Sollt? die Errichtung eines Kreit- oder Bezirkskrankenhanses in der Kreisstadt ickiei'kr». dann wird die Stad! Schotten der Errichtung eines eigenen Krankenhauses näher tretet?. Kreis Friedbcrg. = Griedel, 20. stebr. Dieser Tage hielt Herr kkrämer- Bntzoach aus Einladung des Kricaervereins im ?aale des »Daunus- eine» Bortraq über die Fremdenlegion Er sckilvß mit einer Warnuna vor der Frenidenlegio». — Am Mittwoch sand abends im .Grüne» Banm- «in F a »> > l i e » a b en d statt, Ivobki der Sv'l dicht besetzt war. Das abwcchslnngsvolle Programm wurde flott aesvlelt. ttuivcrfitäti'üiKbriditcn. Der LrdinariuS her Tcrniatologic an der Untvetsität Rostock Tr. M. Wolters ist aus seinen Antrag auch noch für das Somincrsciuester 1911 krankheitshalber beurlaubt worden; mit seiner Vertretung in der Leitung der dermatologischen Klinik und Poliklinik unter Abhaltung von Vorlesungen wurde wieder der Bonner Privatdozent und Oberarzt an der dortigen Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten Dr. Waüer Frieda es betraut. _ Märkte. Gieße», 2l. Fl'br, BI v rltberi chk. A«k kie»tlq«m Wochen- waik!« lostet?: ü iilter das Psimb <,90 —1.00 Mk„ Hühnereier I Stück «-0 Plg., 2 etnef 0 f.ffl., Kä'le da« Stück 6—f» ! ig„ Käsematte 2 Stück 5—0 Psg., Tanben da« Paar P,ll0-l.no B-'k„ Hühner per Stück 1,00—1,00 Mk., Hahnen er. Stück IchO— 2,50 wtk„ Enten nr. St. Schü—0,50 Alt., dänse da« Pld. 75—05 Bsa„ Schsenstitsch vr. PId, S2-100 -! !»,, )’lnbfleifr(i pr. Pstmd "—91 kg., Knhfieisch 80 Plg, Schwei,>e» keisch pr. Pl»»h V —00—95 P'g., Kalbfleisch vr. Pld. 91-90 big., äammelNeisch vr. Pld. 70—96 Big., Kartoffel» vr. 100 Kg, 8.00 >l« «.'0 Blk„ Weißkraut da« Stück 10 bi» 20 Pfg> Zwiebeln per ltr. 12,00 —15,00 Blk.. Milch da« Liter 22 P!g» Rüst« 100 ötück 50— 0 Psq„ ver Ztr. 0—00 Alk, Birne» das Mund lO bi» 0 Pkq., Aepsel der Zentner 20 bi« 25 Alk. Markizeit von 8 bi« : II hr. »piilplan der vereinigten 5rankfurter Ztadtttzeater. Gpernhaur. Sonntaq, den 22. Februar, nachniittags 7,1 Uhr! .Orvbeu« in der Unlerweli" Abends 7 Ubr : .Tannbäuser/ Montag, den 25. Febr., aesdl-'ssen. Dienstag, den 24. Febr., 7 Uhr : „Die Fledermaus." Mitlwoch de» 25. Febr,, abends 7,8 Uhr: .Polenblut." Donnerstag den 26. Februar, abends )S8llhr: Znm ersten "Mlale: .Der Eorregidor." Over tu 8 Allen von Hugo Woll. Fr«,- tag, den 27, Februar, abends > ,0 Uhr i „Nalhan der Weil«.' Sam?- tag. den 20. Februar, abends 1*8 Uhr: .Aida,' Sonntag, de» I, März, nochmillaas 7,1 Uhr: „Ein Walzeitraum.' 'Abends 7 11,t: .Ter Eorregidor." Montag, den 2. März, nachmitlaa« 1 Ubr: .Parsnal.' Dienstag, de» 3, März, abends 7,8 Uhr: .B-ioletla" 'L» TriTiat*). Mitlwoch, den 1. März, abends 7,8 Uhr: „Polenblttk." ’ v «chauspielhaur. Sonntag, den 22. Februar, nachmittag« 8 llhrt „Wilhelm Dell.' tzlbends 7 Uhr: .Wie einst im Mal' Montag, den 28. Febriiae, abends 0 Uhr: Franklnrter Dialekt-Abeud: .Der alte Bsirger- capitain.' Hieraul: .Dodgeschotle.' Dien-ltag, de» 21. Februar, abend« 8 llhri Zum ersten Male: .Die Tau,opri», eistu.' Posie mit Gesang „nd Tan, in 3 Akten von Z. Kren und Eur, Kraatz Musik von Zean löilbert. Mittwoch, den 25. Febr,, abends 8 Uhr: Frankiurler Dialekt-Abend: .Der alte Bürgercavllain.' Hieraus: „Dodgelchosie.' Donnerslaa, den 26. Febr,, abends 8 Uhr l .Tie Tanaoormzeisiu.' Freitag, di» 27, Februar, abends 8 11 hr: „Tie Tanaov,msi» ' Samstag, den 20. Febr., abends 8 Uhr: Erstes Eniemdle-wall'mel de« Großh. vosthcaiers zu Darmstodl: Zum ersten Plale: .Das Pliantom.' Komödie in 3 Akt I, von Hermann Bahr. Sonntag, den 1. Märo nachm. 7,4 llhr: .Akt-beidelberg.' Llbeuds 7 Uhr: .Tie Tauaovriuzesstn ' Montag, de» 2. 'Marz, abends 8 Uhr: .Tle Tangovrinzelst»." DienStag, den 8. Plärz, abends 0 llhri Zweites Eusemdle-Gnst'viel de« Gioßh Hostheaters zu Darmstadt: .Das Phantom.' Blitlwoch, den 1. März, abend« 0 Uhr: .Die qotdeue» Palme».' Nie »»cd- «...Iq «iud am Sonntag, 22. l'ebr. 1814, «tehenden Avl .t;IC toi , 12 Uli, - mittags l>,^ 12 (jiir nacht«, nur für dringende Fälle »lehen anzn(,eff--n: D n ;, I>r. ICiehter. Franktnrter .?tras«c 4. _ Dr. Oioliäfter, Oeitorswe» 1 Für dringende Fälle ist am tionntag, den 22. Fehr.. sicher amatreffen: D n /, 7nfto-„»i Werthein«, Seltersweg 70. £iaU)U7ai4il Ferusprccher 787. Aircliliche Nachrichten. Lvailgeiische Gemeindr. Sonntag, den 22. Februar, E st o »> i l> i: Kollelte für die arme evangelische Gemeinde zu Dieaer b. Ofienbach. Sotterdienst. 3n der Ztadtkirche, Dormlltags 0", llhr: Plärrer Schwabe. PormiltagS 11 llhr: MilitärgolteSdienst. 2 karre,' Schwabe. Nachmittags 2 Uhr! Kinderkirche kür d,e Marknsqemeinde. Planer Schwabe, dlbends 5 Uhr: Plärrer !>. Schlosser. Montag, den 23. Februar, abend« H llhr: Bereinigung der konfirmierte» weiblichen Z„ge„d der Plattbänsgemeinde. Zn der Zohannerkirche. Vormittag» 97, llhr: Pia>rer Au »> eld. Pormiltags lll llhr: Kinderkirche siic die Zoliannesgemeinde. Plärrer 'A » s s e ! d. Olbends 5 llhr: Plarrassistent Hossma»», tzlbend« 77, Uhr: Ae,ei:ngung der konfirmierten weiblichen Zngc>,o der L»ka gemeinde 'Abends 7 »hr: Teeabend des kirchliche» Blaukreuzvereins, Tiezstraß« 15 I. Mittwoch, den 25. Februar, abends 8 Uhr: I. Passiousandacht. Pfarrer B c ch t o l s h e i IN c r. Freitag, den 27, Februar, abends 0 g Usir: Bereinigung der fonfitmicite» weiblichen Zngend der Johannesgenieinde, „Wartburg", evangelischer Znaglingr- und Männer-verei lDwzstraße 15 ) Dienstag, abends 87, llhr, Bibelsttittde, Mittwoch, abends 8 Uhr. Turnstunde, DonnerStaa, abends sto^ 11 hr. Lese- und Svlelabcud, Samstag, abends 87, Uhr: Bersammfimg der älteren 'Abteilung. Sonnlaa, nbe,'ds 8 Uhr: 2>orlrag»nbend. Gäste stets tvillkonntien. 8ibelkrünzd>en für Schüler HSHerer Lehranstalten. Jüngere Ahletlnng ,ede» Mittwoch von 6—7 .Ihr. Acltcre Adteilimg jcaen Samstag von 6—7 Ubr in, Zohannessaal. Vibelkeänzchen für Mädchen an; der Ishanncrgemeitide. Jede» Dienstag von 6-7 Ubr im Zohannessaal. Svingküschsr Sotics-icilst. Maluzlar: Sonntag, den 22. Februar, nachm. 'A'2 llbt. Dekan G u b in n n it. lsafholische Gemrinde. «oiterdiensi. Samstag, den 21. Februar: Nachmittags >m> ö Uhr und abends »m 8 Uhc: Gelegenlieit zur l eil. Beichte. Sonntag, den 22. Febr., D o n n t a g Q u i n gu a g c s i m a. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. . um 7 llhr: Tic erste hl. Messe. um 8 Ubr: Llusteilung der bl, Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Hl. Melle mit Predigt. Nachniittags um 57, Uhr: Ehristenlehre: daraus Andacht für die Abgestorbene». 'Am Mittlvoch wird vor der hl. Messe UNI 77 , Uhr dt« gi- Iveibte 'Asche ansgeteilt. Freitag abend um 67, llhr ist Andacht. Viaspsra-Gotterbiciisi. Sonntag, de» 22. Februar: I» Grnnbcrg «IN 97, Uhr. In Huugcii um «7, Uhr. r.ic Hessische Handclslehranstalt zu Darmsladt ftal sich unter der umsichtigen Leitung des Herrn Tiplomftaiidess- lehrcr Wilh. Siederslcben in den 10 Fahren ihres Bestehens zu der bestorganisierlen Privatschule Hessens entwickeit, so daß der Besuch von Behörden und Privaien allgemein emp- sohlcn wird. Das Sominersemestcr beginnt Donnerstag, den ist. Avril, varin. 8 Uhr. Prospekte und Ausnaftmebeding- ungeii werden aus Wunsch bereitwilligst übersandt D-' , Saxlehner's Bitterquelle HUNYADIJÄNOS Gegen Verstopfung, gestörte Verdauung, Fettleibigkeit, Blutandrang, etC. Qewöhnl. Dosis: 1 Wasserglas ooll. Spöhrer’ sche Höhere Handelsschule Calw. Pensionat. Rp^l3h4pillinn- vermitte,t den Zöglingen eine „ ncdlduiciiung Bildung nnd führt ie - it herr..rra C eDdeni Krtoljc ?n ein*“ 1 -- 1 ----—..... * * (Im wiirttbg;. Schwarzwald.) ediegene wissenschaftliche «rragei Anfnahme finden junge Lente rum Fxanien für den ein jährigen Jlilit&rdiensit mit Vo]k89chul- und Mittelschulbildung. H~inr|plQ^lh^pillinn _ verschafft den Besuchern vielseitige thcoret. nnd na A, 0 . IBU ™ P rhkt Bildung Velkswchüler. Real flchuler, Gymnasiasten finden ihrer Vorbildung; entsprechende Klassen. — Kanfleute, die ihre Kenntnisse erweitern und vertiefen wollen, erreichen ihr Ziel. 2530 hv fl |r gsrfg*UUH jpif ■■ W% C; fJahresklft^Be Merhnmonatl.Handelnknrse,^In.nter- . kontor, Unterricht und Erziehung; gründlich nud gewissenhaft; > erköstigung sehr gilt. Bitte genaue Adresse. Prospekte durch Direktor Wobor. yenaufnahmo: 15. April 1014. Anmelduneen nencr Schüler werden schriftlich jederzeit, mündlich jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 12—1 Uhr, sowie Samntagr, 18. April, vormittag« von 10—12 Uhr, entgegengenommen. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule. Aufnahmeprüfung: Montag, 30. April, vormitt. 8 Uhr. 2252hv Uanbach, 12. Februar 1914. Orofih. Direktion de« Gymnaalnms. Dr. Müller. ttzchhttWlichc Reil- miD L«ni>n>irtsWsslhiile Groß tlmstabt. Die LandwirtichaslSichulc iRcalichuIe mit einer Fremdsprache: F>an«öiiscbi aewabrl eine bbbcre. allncmeme und landwirlschailliche Fachbildung. Berechtigungen dieselben wie die einer deulichcn isieglsckule. Anfang des Lchui iadre» 20. Avril lftl l Anmeldungen und Ansragen erbetenem_ 122Sissi _ Die Direktion. PraHJ ufheordh Uni erricht in der Hand-und laschinen-Weberei ✓ Beginn Aprilupd Oktober' ._nhoibe5 Jahr furKaußeule und WerKmet^er / jjEin Jahr für Fabrihanien /AbgangSpruIuni^ ' " ' : der GcSeüenp rufun g--'^ : ^> Die gesetzliche Gtscllc«-Mi!N 8 dcr 2 tfjmidie= 3 nnun(i für den Kreis Gießen findet im April d. I. stall. Die Anmeldung l>al bis spälestens am 8. März d. I. bei dem Unterzeichneten zu erfolgen. E« find 5 Mk. Prüfnngsgebühr zu entrichte». Gießen, den 14. Februar 1914. Der Borsttzcnde des Gcsellcnprüfungs-Ausschusses Joh. Heß. N»v Giessener Fröbel-Seminar Kindergärtnerinnen - Seminar mit staatlichen Abschlutzprüfnngen. n ■ A* JWudbtlhunfi zur Kindergärtnerin für Familie» tlctne Kindergärten nnd Svielfreise. Borbildung: Ab- solmerie 10 flüssige höhere Mädchenschule oder absolvierte Mttlelschule. bei andersartiger Ausbildung: «Mitlclschnl- Prüfung'. Aller 16 Jahre. Dauer des Kursus IV, Jahr. B. Ausbildung zur Fräbel scheu Kinderpflegerin iKinder- gartnerin II. ftL). Borbildung: Bolk-schule. — Aller 14 Jahre. — Dauer 1 Jahr. 1430 D Beginn des neuen Semesters den 20. Avril 1014. Browekle, Auskunft, Anmeldungen Gartenstrahe 30. In dem Seminarkindergarten werden Kinder zu jeder Zeit aufgenoinmen. _ Mocicr. HessHaiidelslehranstall - Wilh. Siedersleben I Diplomhandelsichrer und gerichH.j beeidigter Bücherrevisor. Bürgerkindergarten Schifienberger Weg 15 Gevssnet täglich vorm, von 9—12 Uhr, nachm, nuüer Mitt- »voch und Samstag von 2—4 Uhr. 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