Hr. 44 2« «letzen« 3W5«4« erichtint täglich, «uf»»eubIatt»r; zweimal wöcherill.8relr- vlatl für de» 8reir Kietzen ,-r.ienslag »ndKreiiagi; zivettnal msnatl. kaub- »ntlchafUicheStirfiag«, Feeiiivrech - Auschlütis; !>5r die Redaktion 112, r-ertag ii. Expedition Bl Adrest« «it Depeschen: «ojel«tr «ieheu. aiaa^iM van Anzeigen lür die Tagesnunmier bis oormülago 9 Uhr. Erster Blatt 164. Jahrgang GiehenerAnzei General-Anzeiger für Oberhessen Zamrtag. 21. Zebruar 1914 Beznaövecttz: monatlich 75 ©„tnetiel* jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich So Pi.; durch die Post AL. 2.— viertel« jahrl. ausschl. Besteüg. ZeilenvrciS; lokal löPs, auswärts 20 Piennia. Chesredakteur: A Goey. Berautwortlich lür öei« polit. Teil: Aug. Goetz; lür .Feuilleton", .Vermischtes" »nd.Gcrichts- iaal": Karl Neurath; lür .Stadt und Laad": Hotntieits&ratf nnö Verlag &tr vrSHI'schr« Univ.-Vilch- nnö Stenrtraderei B. fange. Rfiaftion, «Zrpcbition nnb Drutferci: Schnlftratze 7. anjetgnueii:’ &!'»** Die heutige Nummer umfaßt 2V Seilen. Tageskalender au» dem Fahre 1814. 81. Februar; Tic Berbiindetcn ziehen ihre sämtlichen Truppen bei Trohes zusammen. politische wochenscha». Gießen, 21. Febr. In wenigen Tagen soll cs sich entscheiden, ob all die | Mi he und Arbeit unserer hessischen parlamentarischen .Körperschaften, die Gehälter der Beamten und Lehrer zeit gemäß zu regeln, umsonst gewesen ist, oder ob der Gegensatz zwischen erster und zweiter Kammer ausgeglichen werden kann. Wir haben gestern berichtet, daß der Finanzausschuß der zweiten Kainmer in seiner Sitzung am Ton- ncrstag rntjt den früheren Beschlüssen der Kainmer, die | bekanntlich im Dezember v. I gesagt worden sind, b e lharrt hat. Die ztveite Kammer hat angesichts der günstigeren Gestaltung der Staatsfinanzen den unteren und mittleren Beamten gegenüber eine etwas osfenerc Band -gezeigt als die Regierung, manchen Beamten kleine Er lHöhungen ihrer in der Regierungsvorlage festgesetzten Bezüge zugebilligt, besonders aber die Boltsjchullchrer besser bedacht, so daß für diese nach den Beschlüssen der zweiten uKanimer ini ganzen etwa 190 000 Mark mehr aufgc,„endet I llvcrden sollen, als die Vorlage angesetzt hatte. Tie erste ^Kammer, deren gedruckten Dusschußbericht wir »or einigen Tagen seinem hauptsächlichen Inhalt nach wiedergegebcn haben, hat die erhöhten Zuwendungen gestrichen und den Grundsatz der Sparsamkeit den anderen Erwägunge» voran ; gestellt. Ueber die ersten Schwierigkeiten, die das Gesctzes- iverk bedroht hatten, nämlich die Einigung über die Unterschiede von Stadt und Land, die Frage des Wohnnngs-- geldea usw., sind wir glücklich hinaus; gegen das Ende geht es nun noch an ein unerquickliches Feilschen und Bandeln. Wir glauben, daß der Ausschuß der zweiten Kammer aus dem rechten Wege sich befand, als er die Einwendungen des anderen Bauscs im wesentlichen abivies. Rach unverbürgten Privatnachrichtcn sollen übrigens maßgebende Mit- ! glieder der ersten Kammer ihren Standpunkt geändert haben i innd zum Entgegenkommen bereit sein. Daß die Finanzlage ! lgünstigcr geivvrden ist, hat Finanzminister Braun kürzlich ! -eingehend dürgelegt; cs ist also billig, daß auch die Beamten und Lehrer cttvas davon profitieren. Ter all gemeine Wunsch des Landes ist es, daß nun endlich cininol <>was Ganzes und Fertiges gesckzassen, und daß künftigen Klagen die Berechtigung abgeschnitten werde. Es ist wahr, "die erste Kammer hat gerade in Finanzfragen am Ende der Aera Gnauth Weitblick und eine geschickte Führung gezeigt; sie hat die Stcuetkräfte des Volkes mit Erfolg zu jcbouen gesucht. Beute, beim Besoldungsgesetz aber, zeigt I die erste Kammer wohl einen nicht völlig' berechtigten Pessimismus. Ter Reiorveionds I aus den lleberschüssen der ! Boranjchläge ist auf 9'/» Millionen Mark augewachseu, ei» iveitcrcr Reservefonds, der Ucberschüsse aus den Eficn-- bahneinnahmen faßt, zählt ebenjalls 3 Millionen Mark. Eine Möglichkeit, die Beamten und Lehrer in der von der zweiten Kammer geforderten Weise zu besolden, ist also vorhanden. Es fragt sich nur, ob denn die zweite Kammer wirklich unbegründete Mehrsordcrnngcn erhoben Hai. Aus dem gestrigen Bericht des Finanzausschusses der zivcitcn Kammer war nochmals das Vorgehen der ersten Kammer zu überblicken. Sie hatte die Mehrzuwendungen an die unteren und mittleren Beamten gestrichen, für einzelne Klassen der höheren Bcamicn Kibehrbeträgc eingesetzt. Schwerwiegende und großzügige Entschließungen waren das nicht geivesen, denn cs handelte sich um kleine Beträge. Sv Hai denn auch der Ausschuß der zweiten Kämmet beispielsweise ohne weiteres seine Zustimmung dazu gegeben, daß die außerordentlichen Professoren in ihrem Endgchalt 150 Mark mehr erhalten als noch den Beschlüssen der zweiten Kammer. Tic Bauptcrörtrrungcn drelzen sich ui» die Gehälter der Lolksschullehrcr. In solchen Fragen hat die erste Kammer de» Vorzug einer größeren Unabhängigkeit; sic bclundet mit einer rücksichtslosen Entschiedenheit ihren Standpunkt, wahrend die Parteicrkorcnen der zweiten Kammer nach den Dahierwünsche,, fragen müssen. Mit ihre» statistischen Beweisen und Vergleichungen gegenüber anderen Bundesstaaten ist indessen die erste Kammer nicht ganz gerecht vorgegangen. Tie Lehrer haben in ihren Agitationsschriften Gegenbeweise angetreten. Tic Frage der Schulleitung sei in Preußen ganz anders geregelt ivic in Hessen» mit den Funkiions- und Ortszulagen sei cs in Preußen besser bestellt als bei uns, und die Gegenüberstellung der Gesamtbezüge eines hessische» und eines preußischen Lehrers bis zum 60. Lebensjahre gebe ei» falsches Bild der latsächlichcn Verhältnisse. Außerdem werde in Preußen, im Hinblick aus die Besserstellung der Assistenten, mit einer Besotduiigo reform sür die Lehrer gerechnet. ES ist uns natürlich nicht möglich, vollständig in die Materie cinzudringen, sonst würden ivir, wie die neueste Nummer des „Sclnilboien", viele Spalten fiillen müssen. Ein charakteristisches Beweismittel der ersten Kammer aber wollen wir doch hcraus- greifcn. In ihrem Ausschußbericht heißt es; „Vergleicht man die Gehalte der Bolksschullchrcr mit denen der Staatsbeamten seit dem Jahre 1896, so ergibt sich, daß die PollSschuUehrcr in ihren Bezügen seit t896 bis zur Regierung L v o r l a g t um 72 Prozent verbessert wurden, während die Regierungsvorlage sür die Ansscher und Diener nur eine Verbesserung von 30,69 Prozent, sür die mittleren Beamten eine solche von 22 Prozent, sür die akademischen Lolalbeamten 20,50, sür die Vortragenden Räte, Ober-Landesgerichts röte usw. 13,89 Prozent und sür die Ministerialräte nur 15,20 Prozent gegenüber dem Gesetze von 1898 Vorsicht; nach den Beschlüssen der Z tv e i t c n Kammer in Truchache Nr. 4(i.'> würden diese Verbesserungen betragen sür die 'Autseher, Diener lind Wärter 35 Prozent, für die mittleren Bcanite» 22,57 Prozent, sür die akademischen Lolalbeamten 2.5,83 Prozent, für die Vortragenden Räte, Ober-Landes gericknscäte 21,53 Prozent und für die Ministerialräte 15,78 Prot., während die Gehaltssteigerung der Polksschulle,hrer, wie sie von der Zweite» Kammer peschloncn worden ist -1:300 vis 38t,0 Ml. . eine Ausbesserung von 95,45 Prozent bedeuten würde." Hiergegen kann inan zweifellos mit bestem Rechte geltend machen, daß gerade die Ansprüche an Schule und Volksbildung in den letzten 20 Jahren gestiegen find und- auch in Znlnnit noch gesteigert werden sollen. Wir wollen doch die Zustände nicht mehr zurückwünschen, wo der Landlehrer ans !reiivilligc Spenden und Zuwendungen der Bauern ange wiesen war. Ma» trage den Lchrcrwünschcn Rechnung und gehe sonach daran, die Aniorderungeil in Bezug ans Vorbildung, die an diesen für das ganze Volk bedeutungsvollen Berns gestellt werden müssen, zeitgemäß ailszugestalten. Ende der kommenden Woche soll die Entscheidung falten. Wir glauben, daß die beiden Kammern sich einigen werden, denn es muß ja aucl, in Ansatz gebracht werden, daß die Regic- rnngsvorlagc fiir die Lehrer eine.Böchstpcnsion von 100 Prozent vorsah, während die zweite und die erste Kammer diesen Satz aus 85 Prozent hcrabgemindcrt haben. Ter R c i ch s t a g hat dem Justiztwranschlag vier Tage ge- lvidmct, zahlreiche Prozesse der letztet, Zeit bcsprockp-n und lritijiert und lventg ist dabei hcrausgckvmmcn. Am inter- ejsantestcn ivar, was aus dem »ationallibcrale» 'Antrag auf Beschleunigung und Vcrcinhcittichung der Rechtspflege werden würde. Er fiel sang- und klanglos unter den Tisch, da, wie Staatssekretär Tr. Lisco erklärte, „das wirklich geeignete Mittel nocki nicht gefunden sei". Tann wurde viel von Schmutz und Schund ,n Literatur und Kunst geredet, und die beiden Antipoden auf der künstlerischen Weltkugel, Tr. Oertel und Tr. Müller Meiningen, hielten ihre charakteristischen 'Ansprachen. Durch den neuen Gesetzentwurf zum Schutze der Jugend gegen sittliche Gefährdung, habe» diese zum Teil gegensätzliche» Auffassungen ivieder ein lautes Echo bekommen. Tic Klagen über zunehmende »nsittlichkeit haben' ja zu gleicher Zeit auch das preußische Abgeordnetenhaus sehr lebhaft bewegt. Wir hossen, daß durch den neuen Entwirrf, der gestern an dieser Stelle besprochen ivordcn ist, einiges gute erreicht werden kann. Freilich würde Tr. Lisco auch hier lagen können, das wirklich geeignete Mittel sei noch nicht gesunden, um „die Menschen zu bessern ioid zu belehren". Indessen. so überzeugend uns ein Rückblick in die Geschichte belehrt, daß frühere Zeitalter in gleichem Maße, vielfach noch abscheulicher, durch Unsittlichlcit verunziert waren, sv notwendig und selbstverständlich ist cs, daß in unserer Zeit der Bücher und Trucksachen altes literarische Unkraut aubgesätet werde, was die Jugend vergistcn könnte. Mit grotzein 'Aach druck muß aber vor polizeilichem Banausciituni gewarnt iverdcn. Das beste Mittel, auf die Jngend veredelnd cin- zuwirkc», ist, sic Positiv zu bilden, in dem reichen und vielfarbigen Getriebe des Lebens ihr die hohen und unvergänglichen Güter erkciintiich zu machen, das Jola» schc laisser passer la bßtise ihr zu erleichtern, nicht durch Scheuklappen, sondern durch Bildung des Geschmacks. TaS ist erst rechtes sittliches Verdienst, wenn man durch die Lockungen der Untugend ungefährdet seine Bahn wandelt. Ter Staat hat freilich die Pflicht, diese Lockungen der Untugend in den crsorderlichen Grenzen zu halten, daß sie unsere Wege nicht Überschwemmen. Er darf dabei nicht kletnlirü versahrcn und z. B. i»i Kampfe gegen die Nacktheit nicht die Menschenwürde und die Ziele der Kunst verstümmeln. Sonst wird weit mehr Schaden als Nutzen Mi» gerichtet. Die Rrichstagsfiichvahl in Zerichow. Magdeburg, 20. Fcbr. >Amtlich.) In der Reichstags Stichwahl erhielten von 31884 Wahlberechtigten Schiele (Kons.) 16 625«, Haupt Soz.s 15251) Stimmen. Bei der Bauptwahl am 10. Februar halte Schiele 12089, Kobelt (Fortschrittler) 6909, .Haupt 12 667 Stimmen erhallen. Ter konservative siegreiche Kandidat hat 4536 Stimmen mehr als bei dcr, ersten Wahl, der Sozialdemokrat nur ein Mehr von 2592 Stimmen erhalten. Trotzdem die Fortschrittliche Volksvartei darauf hingewiescn hatte, daß durch einen konservativen Sieg die Mehrhcitsverhältnisse im Reichstag zu ungunsteil der Linken verändert würden, hat der größte Teil der liberalen Wähler, nicht nur den Sozialdemokraten nicht gewählt, sondern für den Konservativen gestimmt. Dentsclies Reick. Ter Kaiser ist Freitag abend um 10.4.5 Uhr, von Kärlchmhc kommend, auf dem Potsdamer Bahnhos in Berlin cingetroffcn. Die zwei übersah r c n c n Z c n t r umsnbge - ordneten. Tie „B. Z." meldet aus Berlin; Ter Rcichs- tagsabgeordncte Puetz wurde ans den, Krankenhausc ent lassen. Das Befinden des Abg. .Bebel I>ai sich derart gc- bcssert, daß seine baldige Genesung in Aussicht steht. Gictzener Stadttheater. Gießen, 20. Fcbr. Schneider Wibbel. „Schneider Wibbel" hat in der letzten Spielzeit überall viel von na, reden gemacht. Eine ganze Reihe von vorbildlich.'!! Bühnen führt ihn ständig aut dem Spielvlan, da sich die Komödie einen Erjolg errungen hat, wie wenige ihres Schlages. Auch die benNgc Erstauiinbrung m Gießen bedeutete einen vollen Eriolg. Es ist keine mit tiefgründigen Tendenzen gespickte und von ichweiwiegendcn El>araktcrcn dm'chgeisügtc Komödie, die tick» da adrollt: nur ein harinloscr Scherz gibt den Vorwurt, ein rechter Fastnachtsscherz, der noch nicht einmal den Stempel der Wahrscheinlichkeit in iick« trägt. Und dock bat .Bans M ü I l c r - Schlösicr sein an sich bescheidenes^Werkchen durch die künstlerische, technische Behandlung des Stoffes außerordentlich »mrk- iam gemacht, indem er die Spannung während der iüm Bilder iininer wieder durch lustige Einsülle zu beleben weiß. Ter Jnbalt ist in ivenigen Worten wiedcr'gcgcbcn; Schneidermeister Wibbel Ign sich in der Trimkenhcht eine Maiestätsbclei- digung .zu schulden komme» lassen und soll dasür vier Wochen ins GesÄignis. Ihn »ein Gcsä»äii nicht zu schädigen, schickt er mit seinen Papieren an seiner Stelle einen der Gesellen in den 'Arrest. Während er sich selbst derweil Tag und Nacht in einem Kämmerlein verbirgt, stirbt der Gesell und mit vielen Ehren trägt nian den vermeintlichen Schneidermeister zu Grabe. Wibbel vcrän dert sein Aeußercs Ultd gibt sich, als matl iltt» erwischt, ols sein eigener Bruder und — Bräutigam seiner Frau aus. Tab sich das Publikum so treitlich bei der Komödie amti tieric. das ist tiicht dem Stuck allein, sondern auch zum guten Teil der vorzüglickten Ausführung zuzusckrciben. Ter Schneider Meister AMon Wibbel, die furchtsame, spindeldürre Schneider seele der guten alten Zeit, wurde von Ludwig (grosser prachtvoll wiedergegebcn. 'Als Großmaul hinter dein Schovven, ivic als Baicnherz in der Geiahr war er naMrgetren und hüstle sich vor Uebertrcibuirgen. die gar leicht aus der Komödie eine Posse gemacht hätten. Rein menschlich Ivar sein Spiel in dem Augenblick, als er sein eigenes Leichenbegängnis sah. Fm. seine Frau, wurde von Else Jüngling dargcstcllt, die sich dem Osteßener Publikum als alte Bekannte, aber », einem neuen, älteren Fache vorstclltc. Sic svieltc als Gast, um m dcr^kom- menden Spielzeit wieder als Mitglied in de» Verband des -tadl tbeater« ein,»treten. Das Bild, dos iic von der Frau e-ckne'der- meister Wibbel entlvari, zeugte von einer gerelste» Künstler- schast Sic war eine kernige Meisterin, die allen Lebenslagen geivachsen ijt, auch vor Listen nicht zurkickschreckt und „ebenem sti'cnges Regiment im Hause führt. Nach der lnutigcn istung wird die Künstlerin in ihrem neiicn Fache für das cater nur eiiicn Gewinn bedeuten. Tie übrigen Rollen ioaren weniger brmerkcnSwert an Gest und Größe' doch auch iic wurden zumteil recht gut gegeben, sonders zeichnete ii» Haus Grosser-Braun als verliebter d eßl,listiger Schneidergesellr. Walter Tworkowskl als ge- :»ger Polizist. Karl Volck als ehrsamer Knivverlmg lind idoll Goll als schnapskundiger Hausierer aus. 5"ie Reaie (Herr T w v r k o w s k i> hatte sür ein slottes Tempo oral io daß sich das Ganze leicht und flüssig, dem Smn des rwilrsö entsprechend, abspielte. Tic Bühnenbilder waren ge- lig und wirkungsvoll. Das Theater war gut bc,ucht. das P»- kum sehr beifallsfreudig. v K. B. — Dcutick» c O ri» o ko s o r s ch u n g S rc ise. Wohl keine Itsche Forschungsreise dürste so sehr die volle Billigung der ,en Gelehrten und erster Perlonlichkeitcii des oistntlichcn Leis in ganz Teutschland gefunden haben, wie cs Mit dem deuten Orinoko Forschungsuniernebmcn der Fall „t, denen ous- irlicher und sachuiäuniich durchgearbcltetcr Plan uns vorliegt: bandelt sich sowohl lim die wirtichastlichc als auch winenichott- ie Eriorschuna ii, oeulsch-untioualem «inne des zukunslSreickwN iczolaniichen Guayana, südlich des Ormoco, ,m chemalige» Ilschen Wclfcrla„d"-Ve»k,ucla. äer Leiter ,»> der Siidamerika- rickicr Tr. Siegiricd Benignus (Berlin!,, der besonders durch ue Werke „In Ehile. Patagonien und aus Fciicrland" bekannt oorden ist," und der sich bereits unbesttcilbare Pcrdienstc um > Teutschtum uiid die südamerikanüchc Forschung erworben i Tie wissenschostlichcii Begleiter — Geologe, Botaniker, Gco- mli^ Zoologe - werden von ersten Fachleuten ausgcwöhlt und -bürgen ein hannonischcs Zusammenarbeiten mit dem Leiter, ist zu betonen, daß seil Jahre» alle Möglichkeiten des Ge- a-n» der Fofichungsreise icislichsl durck^cvrust worden sind, c venezolanische Regierung sowie auch die brasilianische bringen Beonignus und seiner Forichungsrcise besonderes Wohlwollen d Vertrauen entgegen und ivcrden jedivedc moralisck» Untcr- tzung gewähre». Für die 2- bis 2fi.,ährige Tauer des Untcr- miens ist von Sachverständigen ein Kostenanschlag von 500000 ark ausgearbeilet. Das dari nicht zu hoch erscheinen, wenn ,ii bede'nlt. daß die letzte, 1>5 Jahre dauernde Teutsch-Neu- luea-Erpcdilion. auch mit 5 Europäern und materiell sehr ch von den deutschen Behörden unterstützt, über .500 000 Mk. ilichte. Lorützendcr des Komitees: Geh. Reg.-Rat Prot. Tr. »ische. l. Vizepräsident des Reichstages; stellvertretender Vorsitzender Geh. Bcrgrat Prof. Tr. Beyschlag, Tirektor der.königl. geologischen Landesanstalt; Schatznieiitrc Julius Bcllmanu, Tirektor der.Kolonialbank (Berlin). — Wertvolle Funde a u s der Karolingcrzcit und kürzlich, wie aus Montpellier berichtet wird, bei der Abtragung der Markthalle der Stadt gemacht worden. Man stieß in einer Tiefe von 0 Metern auf die Fundanientc der srühgoiischeir und romanische» Kirchenbautcn, die sich früher an dieser Stätte erhoben und fand iin weiteren Verlause der Ausgrabungen eiip' ganze Reihe interessanter Skulpturen des 10. Jahrhunderts, die in ihrem Stil »ehr deutlich ausgeprägt alle Eigentümlichkeiten der karolingischen Kinistepochc ausweiscn. Tie entdeckten Ornamente und 2lrchitckturtcile stimmen in der Art ihres Schmuckes mit den Verzierungen des Grabmales des heiligen Ouintin von Saint-Guilhem du-Descrt überein. Es handelt rich im wesentlichen um Uebcrrestc aus der alten Magdolenenttrche und der Kirche von Notre Tame des Tables. die 1216 die Glätte eines Konzilcs war. Tie von der archäologischen Gesellschaft von Montpellier geführten Ausgrabungen werden fortgesetzt: es besteht der Plan, die Fundamente und Altertümer an ihrer Stelle zu erhalten und gleichsam ein „u utcrirdi sches Musenm" zu schassen, das in seinen Gewölben auch die Taminluugen altrömi- schcr Kunstgegcnstände ausninimt. , — Dic Stimmgabel im Dienste der ärztlichen Tiagnostil. Ein englischer 'Arzt Tr. James Eantlic l»at. wie im Athenäum berichtet wird, eine Methode auöjtjebttbct, durch die die Stimmgabel im Zusammenhang »nt dem -tethosloo sür die Untersuchung tieser liegender Organe des Körpers verwendet werde» kann. Tie Gabel wird IN Schwingungen versetzt und dann mit dem Fuß auf den Körper geßcllt und über die Baut iortbr- wegt. wodurch ein To» cntlstebt. Ticier Ton, der ani das Stethoskop übcrttagen Ivird, ist verschieden nach der Dichtigkeit der Organe, über die die Stimmgabel geführt wird. So können nicht nur die genauen Grenze» eines Organis aus das eraktest» bestimmt Iverden, sondern die sonst so,»chlnierige Untersuchung gewisser Organe und die genaue Feststellung bestimmter Krankheiten Ivird überhaupt erleichtert. Tie Lage von Verletzungen läßt »ich nach den Tonverschiedenheiten der Stimmgabel angcbcu und ebenso die Veränderung mancher der Organe. So läßt sich z. B. beweisen, daß die Töne, die durch ein» Fcttleber hervor. gerufen Iverden, ganz verschieden von denen sind, die bei einer normalen Leber anklingen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wisscn-- » ch a i t Tie Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik in Leipzig 1914 wird bestimmt am 6. Mai eröffnet. Gin Entwurs zur Förderung der- Baues von K l e i rt mo fj n u n g c u fürArb« iter u u d gering besoldete Beamte ist vom Bundesrak verabschiedet morden und ivird dem Reichstage demnächst zugehcn. In der Vorlage wird der Diskus ermächtigt, Hupothc/cii- darleheu bis zur frölte von 25 Millionen Mark zu über- nehmen zur Unterstützung des staatlichen Meinwohnungsbaues, Tie frvvothek soll für lO Jahre unkündbar belieben werden. Jur Förderung der Verstellung von Kleinwoh- nuiigen sind bisher aus Etatsmittelu bereits 49 AliUtonen Mark bewilligt ivorden, durch den neuen Entwurf soll das Reich Bürgschaften übernehmen, die sich auf die zweiten Hypotheken erslrecien, tun diese» Hypotheken Mündclsicher- heik zu verleihen Durch diesen Entwurf wird einem Wunsche des Reichstags entgcgengekommen Tie Ileber- nahmc der Bürgschaft durch das Reich bezieht sich aber nur ans Kleinwohnungen für Staatsarbeiter und gering besoldete Beamte, Tie weitere Fürsorge in gröberem Umsange überläßt das Reich den einzelnen Regierungen und den Kommunen, Tie geplante Hilfeleistung des Reichs wird den Baugenossenschaften in Zukunft die Flüssigmachung von (Geldmitteln »ür ihre weiteren Ausgaben erleichtern. Der G e n e r a l v a r d o n in Bauern, In der Sitzung des Finanzausschusses der bayerischen Abgeordneten- lammcr teilte der Finanzminister mit, daß nach seiner Meinung die Wehrbeitragserklärnng in Bayern nicht die günstige Wir kling habe wie in Preußen. In Preußen sei die Steuerveranlagung bisher nicht io scharf gewesen lote in Bayern, Bor allem aber seien bei der ersten Veranlagung der neuen Steuern in Bayer» ohnehin schon durch den dortigen Generolpardon für 1912: 79 Millionen Mark an .Kapitalrenten mehr angegeben ivorden als 1911 nacki dem alten Gesetz, 79 Millionen entsprechen bei 4 ».fr. Verzinsung nahezu einem Vermögen von 2 Milliarden Mark, Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Graf v, Wedel, ist am Freitag morgen ans Straßburg 'Elsaß' auf dem Bahnhof Friedrichstraße ciiigctrossen, Ter schlesische F r a » e n v e r b a n d hat im prcuß, Abgcordiietenhaujc eine Bittschrift übersandt, in der er die Bitte aussprickst, die selbständig erwerbende Ehefrau als selbständig sleuerpstichlig zu betrachten und der Ehefrau daS Recht zu geben, ihr Vorbehaltsgut und eigenes Kapitalvermögen allein versteuern zu dürfen. Nach der bisherigen Praxis müssen die Eheleute ihr Einkommen zusaminen- rcchnen und gemeinsam versteuern, Turch diese Praxis wird die Steucrlcistung in manchen Fällen außerordentlich in die frohe getrieben und somit indirekt die Eheschließung in stcucrtcchnijcher Hinsicht einer Extrastcuer unterworfen. Auslanv. Ta« Deutsch! >i m in Ungarn, Im ungarischen Abgeordiietenhanse äußerte Ministerpräsident Tisza sich über die pan germanische Agitation, die teilweise durty ausländische Otelder unterstützt werde, ES werde versucht. für die Bewegung solvohl in Deutschland wie in deutsch-österreichischen Kreisen Interesse zu erwecke». Bei der vatriotische» deutsmsprechentdeu Bevölkerung lliigarus, welche dem ungarischen Staat treu ergeben sei, finde die Agitation keinen Anklayg, Nachdem jedoch die Agitation den Hebel bei der Muttersprache angesept yabe und tendenziös verbreitet werde, die deutsche Muttersprache sei gefährdet, müßte den Agitatoren dieser Vorwand genommen und die Praxis des Schulunterrichts verbessert wer den , indem in den Siaaisschulcn, welche in den Ortschaften dciitschspreck>ender Bevölkerung errichtet würde», für die P s l e g e d e r d c u t s ch e „ S p r a ch c g e s o r g t u n d e n t - sprechende Lehrkräfte he r a » g c bi l d c t würden, I Zustimmnng,) Der s r a ii z ö > i s ch c Kammer-Ausschuß für Stcuersachen beschloß, bei der Beratung der gevlantcn Kapilalsteuer auch eine besondere K a » i t a l z » w a ch S-- st euer cinzuführen, die die lOOOO Franks übersteigenden Kopitalzunahincn treffe» soll. Tie Steuer, die ein für allemal zur Zeit der Feststellung des Zuwachses bezahlt werden würde, soll l Prozent für die Zunahme bis zu 100 000 Mk, betrage» und bis zu 5 Prozent für die Zu- nahmen für mehr als eine Million Franks betragen. Eine Rede des neuen russischen Finanz- m, n i st e r s. Der Verweser des russischen Finanzministeriums Bark hielt am Donnerstag beim Empfange des Personals des Ministeriums eine Rede, Er wies auf die s o > i d c F i ii a n z läge hin, die aus einem festen Goldsyskem und dem größten freie» BaWestande baiiert und erklärte, die allernächste Ausgabe des'Finauzminisleriums sei die E r n ü ch t e- rung des BolkcS mit alle» Mitteln, sowie die frebung der produktiven Arbeitskräfte vermittels eines richtig organisierten zugängliche» Kredits, Rußlands Ziel fei die frebung des aus der Arbeit gegründeten Wohlstandes des Volkes, Ta »eben düric das Ministerium jedoch nicht vergessen, daß eS für das Gleichgewicht des Staatsbudgets verantwortlich ist. Bei der Wahrung des Gleichgewichtes des Budgets dürfe man aber nicht vor einer noch so großen Ausgabe zurück ichrecken, sie werde sich hundertfach bezahlt machen, Ruß laud durchlebe gegenwärtig eine kl m g e st a l l » n g und e i n c st a r k c E » l w i ck I u » g i n d e r L a n d w i r t s ch a f t, einen außerordentliche» Aufschwung der Industrie lind eine stetige Steigerung der frandelsbilanz. Bark erklärte: Wir find uns dabei bewußt, welche riesigen, noch unberührten Reichtümer in Rußland der frebung durch unsere Arbeit und unsere Kavitalicn harre», Russische T o ku m e n t e. Das russische Ministerium veröffentlicht eine Sammlung divlomatischer Dokumente über die Balkankrtse Aus der Sammlung geht, so wird amtlich versichert, der unparteiische Eltarakter und das „Des interefjrment" des russischen Borgehens yervor und beioeift lerncr „unwidcrleglicy" Rußlands sreundjchaitlickie frallniig gegen alle Balkanstaatcn chaivic gegen Rumänien. Da die russifchc Regierung doch ioohl nickt alle auf die Balkan- Irijis bezüglicken Akten veröffentlickt hat und andere Schritte nebenhergegangen sind, lfaben die Veröfsentlich,,,,- gen keine volle Beweiskraft Mit dem „Desinteressement" ist cs sicher nicht weit her gewesen. Dcutickte l(e(«tiien. Ermordung zweier Tcutschcn aus Samoa, Berlin. 20. Febr Tic Pflanzer Trcviranus und Sch litt (Schmidt?) sind nach einevi hier eingetroiienen Tele gramnk des Gouverneurs von 2 mit o o nm 9 Februar von vier entlauseneu Fita-Fita (Angehörigen der Polizrltruppc) aus der Lcsca-Ptlanzung, etwa 15 Kilometer von Apio, ermordet worden, Bei der sofort cingeleitetcn Verfolgung hat anscheinend ein schwerer Kamps mit den Verfolgten statigefundcn. denn drei der Täter lind am 11, Februar bei Molie erschossen worden, und nur der vierte konnte nach erfolgter Verwundung gcsairgen ge- nonimcn werden, Ter Polizeimeister Mohkns erhielt bei dem An ,,M am die Mörder einen Schuß in den Oberschenkel, der Pslan uings-Ausseher frelligs von der Samoa-Kantschuk Kompagnie wurde hicrbci getötet, Aic der Gonvenicur weiter berichtet, erinnert der Poriall an die einige Jahre zurückliegenden 'Ausschreitungen des Samoancrs Sitivi, der tidi gleichfalls in den Busch flüchtete und von dort ans mehrfach sinnlose Angriffe aut ihm gänzlich unbekannte Personen nnteriiabm, wobei er den Pflanzer Hirsch erschoß. Hanp, .frauvtvcriaminlnng sich mit Statutenänderungen besaßt hatte. Das erst: Thema betraf die Frage der automatischen F ü t t e tu n g Sc in r i ch t u n g c n, Ter Vortragende st recke rr v. L e v c I (Freistatt bei Barel'^erklärte, daß bereits eine große Anzahl von auiomatislyen Füt- terungscinrichtungku vorhanden feien. Sie lind so beschaffen, daß aus den, stuttcrreservoir vo» Zeit zu Zeit ein bestimmtes Onaaium Inner entleert ivird, das in die Krivve fallt. Zu starke Freister werden dadurch gezwungen, ihre Nahrung in be- stimmren Portionen zu sich zu nehmen, schlechte Fresser werden durch kleine Portionen an das Fressen gewöhnt, Tic Einrichtungen siir Schweine sind so deschosicn, daß das Schwein, wei», c-. Hunger bekomint, eine Oefsnnng einstoßen muß, hinter der istch die Krivve beiinoek. Dadurch wird ein bestimmtes Quant, IM stuttcr in die Krippe entleert. Eine notwendige Ergänzimg der aniomatiiche» Fülterungseinrichtnng bildet die automatisch« Tränke, die aber auch ichon eingesiihrt ist. fsjute-gutsbesitzer v. Pernulh Hcinzendorf bei Krasärcn, Schlei, 1 ergänzte die Aussührungcit des Vorredners, und zivar au der daich von Lichtbildern, Fm allgemeinen stellten seine Mitteilungen nicht ein so günstiges Ergebnis fest. Das zweite T>»ema betrat den „Einfluß der jelveiligen wirt- schastliche» Verhältnisse ans die zweckmäßigen Methoden der Ackcr- beftcllung". Aus Stcrvt «nv Sanft, Gießen, 21. Februar 1914. ** Tagest a len der fiir Samslag, den 21. Februar, und Somilag, de» 22. Februar : Etadttheater: .Das Mnlikanlen- mädel". Abends 70, Nbr, Kran bauerscher Q n a r t e tt v e r e i »: Wohltätigkeits- konzert im Stadttheater Sonntag nachmittag i'A Uhr. G i eßen e r Turnverein von 1846: Karnevalistisches Konzert, Sonntag nachmittag 4 Uhr in der Turnhalle. Große stiießener K a r n e v a l - G e I e l l i ch a ! t l 91 1, Samstag abend 9 Uhr im Eala Amend : Karnevalistischer Familien- abend. Sonnlaa nachmittag 4 Uhr in der Licbigshöhe: Karneval, L i ch t j p i e I h a u L: Täglich Vorstellung. II» i on-T h e ater: Täglich Vorstcllmig. (Dienstags u»L Samstag? neues Programm.) O d e r b e i s I s ch e z Museum » » d G a ! I' i ch e S a NI IN. lniiaen. Geöffnet Sonntag vormittags II—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Bölkcrknnde. Geöffnet an Sonntagen, vormittags von 11 —1 Uhr unentgeltlich. O b e r h c i s i i ch e r K n n n v e r e i n. Die Gemälde-Ausstellung ist täglich von II—I Uhr. Mittwochs von 2 bis 5 Uhr, und an Sonntagen vo» 11—3 Uhr geöffnet. ** Stadtverordnetenwahl. Der Provinzinlausschutz hat die Eukscheiduiig des KreiSausschnsseS über die Gießenei Stadtverordnete»»»«!,! wegen eines Formfehlers ausgchove» nnd zur nochntaligen Verhandlung au den Krcisansschutz vcrwiescn, ** Herzog Fried r ich von Anhalt suhr in der Nack» aus Samstag im I1-Zug 12.31 Uhr durch den Bahnhof Gießen, Er lvar auf der Rückreise von Karlsruhe nach Dessau, ** Berändcrunge n im Eisen bah «dienst e, Bahnhofsvorsteher Petri, früher in Gießen, ist von Helden- bergen-Aindecken nach Frankfurt versetzt worden. An seine Stelle tritt Bahnhofsvorsteher fr a i n e r von Stockheim, Nach Stockhcim ivurdc Bahnhofsvorsteher Fessel, ebenfalls früher in Gießen, versetzt. *• Offene Stelle. Erledigt ist die Stelle eines Dammwärter? zu Kornfand. ** Schwere Erkrankung d e s G'c n c r a l s von 8 in den au. Ter hier bekannte und beliebte frühere Oberst des hiesigen Regiments, Generalleutnant Excllcnz v. Lindenau liegt schwer krank im -Krankeiihaüse in Trier. Er leidet an einer Fnruv kulos c mit hol>em Fieber. Sein Instand gibt zu Besorgnissen Anlaß. Herr von Lindenau ist vekauutlich vor kurzem zum Gouverneur von Metz ernannt Ivorden, konnte aber wegen seiner Erkran kung den hohen Posten noch nicht antreren ** Veränderungen im Beur laubtenstaifd d c r 25. D i u ii io». Zu Oberleutnants befördert, die Leutnants der Reserve: Andreae des Leib Tragoncr-RegtS. {2. Großh. .fr eff.) Nr. 24 (II Frankfurt a. M.): B lum ers des Großh. Artillerie-Korps, (1. Großh. fress. Fcldartilleric- Rcgts. Nr. 25 (Gießenl. — Zu Leutnants der Reserve befördert: die Vizefeldwebel oder Vizewachtmeister: Kellner (I Darmstadt), des Lcibgarde-Jnf.-Regts. (1. Großh. Hess.) Nr. 115: Kemps -Mainz) des Jns.-Leib-Regts. Großhcr zogin (3. Großh. fress.) Nr. 117): M o u f a n g (I Darmstadt) des 5. Großh. freist. Jni.-Reqts. Nr. 168, Zu Leutnants der Landwehr-Infanterie 1, Aufgebots befördert: O lbe r t, Vizeseldivcbcl (I Darmstadt), Versetzt: die Leutnants ö, R,: Tara» des Jnf.-Regts, Prinz Karl 1. Großh, fress.) Nr. 118 -I Frankfurt a. M.), zu den Reserve-Ossi,zieren des Krafliahi Bataillons: Liebt des 8, Westpr, Jnf.-Regts. Nr. 175 (I Frankfurt a. M.>, zu den Reserve-Ossijicrcn des Großh. fress. Train-Bataillons Nr. 18. ** Tie Krankenkassenwah leu. ?lm 3l. März l I. finden die Wahlen zum Ausschuß der Allgemeinen Ortskrankenkasse für die Stadt Gießen statt, statt. Durch die Reichsversicherungsordnung ist kür die Krankenkasscn- ivahlen die Verhältniswahl vorgesehen und dadurch allen Organisationcu die Möglichkeit geboten, sich mit Erfolg an den Wahlen zu beteiligen. ?lus dieser Erwägung heraus halten sich bereits vor längerer Zeit Vertreter von hiesigen Vereinen und Verbänden aus allen Berufsgruppe» zu- sammengesundcii, um zur Krankenkasienivahl Stellung zu nehmen. Nachdem der Versuch, gemcinschailltch mit dein hiesigen Gewerkschastskartell eine Liste auszustellcn, an deni ablehnenden Verhalten der Gewerkschaften gescheitert ivar, wurde beschlossen, eine besondere Liste aufzustellen, in der allen beteiligten Berufsgenossen Rechnung getragen ivird. Da auch die hiesigen F r.a u e >i v e r ei ne in dem „Ausschuß für die Krankenkassen Wahlen" vertreten sind, ivird die auszustellende Liste zueinemDrittelausweib- Iilye» Versicherten bestehen. 'Außer den Frauen- vereiuen sind in dem Ausschuß vertreten: Evang. z'Irbeiter verein, Kathol. ozesetlenverei», Liberaler Arbeiter- und An gestelltenverein, Straßcnbabnerverein, Werkincisterverein Anwaltsbureaubeamtenverein, Kausin. Verein, Kath. xvus- männtscher Verein, d,e Ortsgruppe des Leipziger Verbandes der Kaufleuie und die Ortsgruppe des Teutschnalionaleu Handlungsgehilfcnvcrbandes. ** D i e A n läge n n: u > i k fäll! morgen wegen Verhinderung der Begimenismusik aus. ** B o Nt S t a d t t h ca t e r wird uns gcfchrieven: Nochmals sei aus das Benefiz und Bühnenjubiläum von .freist» Rndolj Gffll am kommende» Tiem-tag hingewicjeu, das in jeder Bczichung verspricht, ein Ereignis zu werden, — Zum einmaligen Vortragsabend von Professor Marzell Salzer am Donnerstag, den 26. Februar, dürfte noch iolgcnde Änsle.sjung der Wiener „Neuen Fr, Presse" interessieren: „So oft man diejen originellen Meiner plastischer, dabei -chanwiclerisch unendlich sorgsam abgetönter Rede auch vcr nommen haben mag: man ist immer von neuem über diese un- crfchövslrch wrudclnde Laune, bieic B,n902 ans derielbeit Är beitsftätte gewirkt Nach Mjähriqer Tätigkeit ans dem Gießener Brannsieinliergwcrk schied ce als Obersteiger und VerirauenSmanii der Werksleitnng »o» der ihm lieb geipordenen 'Ilrbeitsfielle, *'■' Kleine Mitteilungen Nach de»! Schmelzen des Schnees tonnten jetzt nach siebeinvöchiqer Ilnicrbrechung znm erstenmal wieder die .frolzhaucr in den Tonnniai Waldungen zu fr c r ch e » h a i n ihre Arbeiten fortsetzen Fn eine», »»beivachten Augenblick überschüttete sich ani Freitag morgen zu T i r l a m m e » ein l> »iäbe, Kind mit heißer Milch, Tie Verbrennungen on Gepchr nnd Händen sind schwer, jedoch nicht lebensgefährlich Fn Flensungen glitt ein ,ungcr Mann ain der vereisten Tori- straffe aus nnd siet zu Bode» Dysoci erlitt er eznen Schädrl druck', dem er »ach wenigen Stunden erlag. Der 37,ährige verheiratete Bereiter Peter Arndt ans Köln stürzte in Osienbach von einem Pjerdc io unglücklich, daß er sich eine» ichwere» Schädcl- bruck zuzog, an dessen Folgen er i»i Krankenhaus starb. Landkreis Gießen. — Lollar, 21. Febr, Heute morgen gegen 7 Uhr brach in der Kesselfabrik der Buderusschen Eisenwerke Fe uer aus, Tie Fabrik- und Ortsseuerwehr lvar totort an der Brandstelle. Das Feuer soll durch Kurzschluß der elektrischen Leitung cntstnnden sein. Nach einer Stunde war der Brand soweit abgelüscht, daß die Orlssenermchr abrücken konnte. 4 Li ck , 20. Febr Tie fr vlzv e r ste igcrungen in den städtischen und fürstlickfen Waldungen haben gegen die Vorjahre bis jetzt eine nicht unwesentliche Erhöhung der Holzpreise zu verzeichnen gehabt, besonders in de» Walddiftrikten, die an verschiedene tvaldarmc tffemar- kungen der Wetterau heraureichen. In diesen Bezirken war die Nachfrage naturgemäß bedeutend größer als in den nach Osten nnd Norden sich hinziehenden Waldgebietcn. Tre hiesigen frolzversteigernnge» ivurden i» diesem Winter selbst von entlegenen Ortschaften der Wetterau besucht. L, Holzheim, 20 Febr, Landwirt Wetz ist für den hiesigen Bezirk z»m Kreistagsabgeordueten gewähltwordrn, Kreis Büdingen, r> Nicder-Mockstadt, 20 Febr Im Wagnerschen Saale fand eine ös i en tl ichc Bo l ks v ers a m ni lu ng statt, ivelche zahlreich besucht war, Gcmeinüerat Lux- Nieder-Florsladt sprach über den Bau einer elektrischen Bahn F r i e d b e r g — R a n st a d t (mit Gütervcrkelir). Zum Schlüsse der lebhaften 'Aussprache wurde eine Entschließung gefaßt, die dahin ging, das; sämtliche beteiligten Gemeinden die Mittel für die nöligen ^Vorarbeiten der erwünscht«» Bahnverbindung bewilligen möchten. Nach den Aussührungen des Redners sollen >ich die Baukosten (inkl, Staatsxuschnß) auf 850000 Mk. belausen. Kreis Alsfeld. M a u l b a ch , 20. Febr. Am 19 Februar wnrde der seit dem 5. Jan. hier veranstaltete Kursus der K r c i s h a n s h g l l I! II g.s - > ch u l e in feierlicher Weist geschlossen. Fn der Schule iand vor den cingrladcnen Körperschaften der Gemeinde und den Angehörigen der Schülerinnen eine öffentliche Prüfung statt, die den Beweis erbrachte, daß mit Elfer nnd Gründlichkeit gearbeitet worden war. Tie ausgestellten frandarbeiten landen allgemeine Anerk^smiig. An die Prüiung schloß iich im Gasthaus von Fahrt eine tzcklchseier. Ansvrachcn wurden gehalten von dem Äreisamtmann Blumers. dem Mitglied des Krcisausichuists Gntsvächtcr fresse und den, Ortspsarrer. B. Ruhlkirchen, 20, Febr, Au einer T res chm a- i ch i n r riß beim Anziehen der Pferde eine Zugkctte und das Sielscheit flog mit großer Wucht einem Fuhrmann aus Se> belsdors gegen den Leib, Ter schnell hinzugezogenr Arzt stellte schwere innere Verletzungen fest. Kreis Lauterbach, , Schlitz, 20. Febr. freute mittag ‘ -1 Uhr überflog zum cr'.ennml ein Flugzeug imscr Slädtckicn. Der Tovpeldecker kam >n aedeutcnder frohe von Süden her nnd flog ziemlich schnell in der Richtung nach Kassel. Kreis Schottcu. V Gedern, 19 Febr. Eine scchzigjährige Frau hatte in einem Ansall das Haus verlassen und de» Wen ins Fest» (ftmumncn^ ®d»ttfl5itber fatibctt sie heute mittag aus einem A^er nu Schlämme sbedend t o t aus. Kreis Frievberg. Ir Butzbach, 20. Febr. Der 21jährige Schuhmacher Hans Werner, geboren am 11. April 1893 zu Butzbach, wurde heute uachniittag gegen I Uhr im Felde an einem Baume erhängt aufgesunden. Nach der gerichtlichen Feststellung liegt S c l b st ni o r d vor. seinen Stock batte er in der Nähe des Baumes sest i» die Erde gedruckt und seinen Hut daraus gehängt. Lein Borlebcn war nicht ein wandirei, und er hatte seinen hier wohnhaften ehrbaren Astern schon viel Kummer und sorgen bereitet. Hessen-Nassau. H Marburg, 20. Febr. Ter außerordentliche Professor der Medizinischen Fakultät der hiesigen Universität. Kreisarzt Dr. mcd. H i l d e b r a n d, wurde zum ordentlichen Professor ernannt. \ — Fra nkfurt a. M., 20. Febr. In dem städti scheu Elektrizitätswerk in der speicherstrastc u>ar heute nacl,mittag der Ingenieur Nölle von der Maschinen- jabrik Braun, Bowert u. Eo.-Mannheim mit der Untersuchung einer grasten Maschine beschäftigt. Kurz naiv l Uhr explodierte diese Maschine. Der Ingenieur erlitt einen Untcrsckenkelbruch und innere Verletzungen. Weiter wurden drei Obermaschintsteu, von ihnen zwei aus Niederrad, schwer verletzt. Alle vier Verunglückten wurden in das Krankenhaus gebracht. Der Kurzschluß, der die Explosion verursachte, machte sich auch in einem gröfteren Teil der Stadt bemerkbar, da die elektrischen Lampen tu den Wohnungen erloschen und der Trambahnverkehr eine längere Unterbrechung erfuhr. __ veretnsnachrichten. — Ter E»ang. Arbeiterverein Kiesten hält morgen sonntag einen Vortragsabend ab, bei deni Privatdozent Tr. Klccbergcr, hier, über rationelle Karten pflege | ivreche» wird. ;(u dem Vortrag, der für Gartenbesitzer und Natur freunde besonderes Interesse haben dürfte, habcn auch Nicht- luitgliedcr Zutritt. -- G r o st c n - B u s c rk , 20. Febr. Dem Gesangverein Heiterkeit, dem erst vor kurzem zwei Gaben von 20 Mk. und .41 Mk. gespendet worden find, har jetzt Ivicder ein Gönner des i Vereins eine Spende von 30 Mk. in Aussicht gestellt, welche er dem Verein in den nächsten Tagen übergeben wird. Vas Drama von vafowymokre vor Gericht. tVorberichl.) Meferrtz, 20. Febr. I« dem Prozeß gegen de» Grasen Mielznnski ist auf Antrag des Ersten Staalsaiiwalles und im Einverständnis mit der Verteidigung die Oeisentlichkeil für die ganze 'Dauer des Prozesses in vollem Umsangc ausgcschlossc» ilwrden. Gericht»saak. 38*. Frankfurt a. M., 20. Febr. Tie sozialdemokiatische Führer»! Vota L » x c NI b » r g hatte sich beute wegen Aitifordc- rnug zum Widerstand gegen die Staatsgewalt vor der Franlsurtcr Straftamnicr zu verantworten. Frau Luxemburg soll die Straftaten in zwei Bersammliingen begangen habcn. die am 2b. und 26. September v. I. in Feäienheim und in Bocsenbcim nbgctzalten wurden und in denen Frau ttuxenibnrg über das Tbcma „Die politische und wirtschaftliche Situation und die Aufgaben der Arbeiterschaft" ivrach. Hierbei soll die Rednerln, als sic von einem drohenden Krieg ivroch. geäustert baben: „Wenn uns zugemutet worden sollte, die Mordwaffe gegen unsere französische» oder andere ausländische Brüder zu erheben, dann rllsen Wirt Wir tun das nicht!" Darin licht die Anklage ei» Vergehen gegen die 110 uud Hl, weil die Angeklagte die önenuiche Amiorderung ergeben liest, die Soldaten tollten im Falle eines Krieges dem Befehl ihrer Vorgesetzte,I. a„i den Feind *,u schiesten, nicht Folge leisten. Das Urteil der stras- lammcr lautete ans c i it Jahr Gefängnis. Cuftfcbiffafyrt. T u r in st n d t, 20. Febr. Heute vormittag 10 Uhr ist aus dem hiesige» Flugplatz der Flieger Sergeant Z i m », c v m a » ii bei der Landung n b g e st Ü r z l. Er erlitt innere Verletzungen nud wurde i» das Garnisoiilazarett gebracht. I o h a IIII is t h g l, '20. Febr. Heute morgen .8 »>,r startete Ponartcr aus einem Agoaovveldccker zu einem Probeilug. In der Nähe der Ilntallslatlon setzte der Motor i» .10 Meiern .Höhe aus. Ponarter muhte zur Landung schreiten uud landete in einer Kurve, wobei die Moildine völlig zerlrüminerr und Ponarter leicht vcrlslij wurde. Der Flieger lvurdc in das Krcislranlenhans gebracht. vermii^te». * Dyn a »i i t c x pl v s i o n bei Glasgow. Ans Glasgow, 20. Febr., wird gemeldet: Eiilh Tynamitexplo- ooii, die bald naä, 10 lltzr vormittags im Mischraum der Fabrik Nobel in Ardecr stattgesundcn bat, richtete beträchtlichen Schaden an allen Gebäuden der Fabrik mi. Unmittelbar nach der Explosion ging ein kleines Mnstermagazin in die Lust. In der Umgebung des Werkes ist eine schreckliche Verwüstung angerichlet worden. Der Knall mutz vierzig Meilen loeit gehört ivorden sein. Tie Verletzte» wurden in einem Sonderzug in da- Krankenhaus geschasst. — Bei der Explosion sind sieben Personen getötet und zlvei verletzt worden. * D Le bstah l i ui b r it ische» M nse u ui. In dem b ri tischen Museum wurden vor einiger Zeit mehrere wertvotzke Kunstwerke gestohlen. Ter Diebstahl ist bisher geheim gehalten worden, um die Untersuchung zu erleichtern. Gestern wurde in Paris ein Mann verhaftet, bei dem die gestohlene» schätze gesunden lvnrden. Kleine Tagrschronik. Bei uiisrcundlichem Wetter fand in K a r l s r u h c am Freitag mittag l Uhr von dcm Palais Prinz Wilhelm aus die Ileber- sührnng der Leiche der verstorbenen Prinzessin Wilhelm von Baden nach dem Äauvtbahnhof und von da mittels Sonderzuges nach Baden-Baden statt. Ter frühere fürstlich Stolbergschc Forslkassenrendant Wols aus I l s c l d , der iin Sommer nach Uulerichlaguug von 500 000 Mark flüchtete, ist in Dortmund verhaftet worden. Im Beisein des Prinzen und der Prinzessin Heinrich wurde in Kiel das erweiterte Institut für Seeverkehr und Weltwirtsclwst eröffnet. Aus der Gottessegeiigrubc „Antoiüenbütte" in Obcrschlesieii sind vier Bergleute von herabstürzcndcn Kohlcnmasscn erschlagen worden. Amtlicher Wetterbericht. Welkeraiizsichlcn in Hesse» nm Sonnt,ia, den 22. Febr. 1914: Meist lrüö und wollig, Regensäste, jüdivesllichc Winde. Letzte Uacvrichten. Preststimmen zur Wahl in Jericho»', Berlin, 21. Febr. Der „Lokalanzeiger schreibt: Mit dem »cukil Ahg. Schiele erhalten»nun die Parteien der Rechten genau so viele Stimmen w i c die der Linken, nämlich 180, Ivcim wie der Rechten schon die bisher von ihr tiincgchablcil zurzeit crtedigten Mandate in Schwetz- Braimsbcrg und samter-Birnbaum dcm sicheren Besitzstand ltzn- zurcchucil. Dieses Gleichgeiviclit der Stimmen im Reichstage wird sich erst tvikder verschieben, tvcnn die aus den 17, März anbeianmie Riichsiagscrsatzwahl in Pegau über das Mandat des frühere» Reichsvartcilers Liebert entschieden hat. Die „Bossischc Zeitung" sagt: Für die Linke bedeutet dieser Sieg eine Schtvächung Nachdem sic Kchl-Osscnburg au das Zentruui verloren Hai und ferner der bisherige nationallibcralc Abg. He st er mann zur Rechten übergegaugcn ist, hat die Linke drei Mandate verloren, denen vier Gewinne gezenübcrstehen, nämlich Hagcnow-Greves Mühlen, Waldcct, Zanch-Vetzig und Salzwedkl Gardelcgen. Sic ist also noch iiumcr um ein Mandat stärker als bei der Präicdeuteu- wahl nnd eine ivcnii auch nur schnmchc Mehrheit der Linken erhalten geblieben Von einer Beseitigung dieser Mehrheit kann auch zetzl noch keine Rede sein. T i e G a r n i s o n in Z a b e r n. Berlin, 21. Febr. Wie neuerdings naäi dem „Lokal* anzcigcr" in Strastbnrg verlautet, fokl die Militärverwaltung iiunnlehr beabsichtigen, das 00. I n so nterse-Rc g i* m e n t lv i c d e r n a cd Zaber n z n v e r i e g e n. Die Stadt- verwalkniig von Zaber» soll jedoch, tvic dem genau,ileu Blatt ein Trahtbericht meldet, dagegen Bedenken gellend gemacht itnd den Wunsch anSgcsprochcn habcn, daS !kll. Jnsantertc-Regiinent durch ein anderes Regiment zu ersetzen, da nur dadurch die nötige Garantie für ein gedeihliches Verhältnis zwischen Militär und Zivilverwaktmig gegeben wäre. Die Fürsorge für die Arbeitslosen in Berlin. Berlin, 21. Febr. Tic Grundsätze für die Vcrl c i- lnng von Darlehen an Arbeitslose sind jetzt vom Magistrat seilgestellt lvorden. Bedingung für die Gewährung von Darlehen ist, daß der vorliegende Notstand in der gegenwärtigen »„günstigen Wirtschasislag- nnd dem sich daraus ergehenden Mangel an Beschäftigung seine lkrsaäie hat. Das Darlehen kann in Raten oder im ganzen bis zur Gesamthöhr von 40 Mt. gewährt werden. I n g e n d l i ch c r M ü r d e r. Worms, 21. Febr. In Hosheiin erstach der 13jährige Schüler Hermann M c tz g e r den gleichalterigcn Adam H e ä- man ii, iiidcni er ihm sein Taschenmesser in die Brust stieß Wie magere Leute »olle Körperforme» erlangen können. Den zahllosen Präparaten nnd Behandlungen nacl, zu schlichen, welche fortwährend gegen Magerkeit, zur Entwicklung der Birne, sorvie iin allgemeinen zur Urnwandlung trägerer, eckiger .formen ui die normale Fülle blühender Gesundheit und Schönheit annonciert werden, existieren augenscheinlich eine Menge Leute beiderlei Geschlechts. denen ihr magerek-, überschlankes Aussehen sehr naheaeln. Für diese dürfte die nachstehende Borschrift für ein fleischbildendes yicibY- nnd Kräfti rnngsunttel zweifellos von Fntereffc fein, mit dem in solchen Fällerr Abhilfe geichassen werden kann. Bei einigermaßen regelmagigsr Anwendung erzielt man ncimltch meist schon in kurzer Zeit eine ganz erfreuliche Gewichtszunahme. Mit dieser gebt eine Hebung des Allgvnwinbenndens Hand in Hand, nnd das Auftreten von großer Schwäche, Ncrtivütäl und anderer lästiger Begleiterscheinungen übergroßer Magerkeit wird verhindert, trübe Augen werden hell, und frische, rosige Wangen zeugen von guter Gesundbeil. Das absolut harmlose Mittel kann mau sich in jeder Apotheke nach folgendem Rezept zusammemtcllen lassen: Ir» gr Cardamomm- tinktur, 00 irr einfacher Zuckersirup, M gr Salrado comp. Man mische bic Bestandteile in einer Flasche von 250 gr Inhalt gut durcheinander und fülle dann mit best. Wasser vollständig aus. Man nehme davon 1—2 Ehlössel etiva 20 Minuten vor jeder Mahlzeit nnd vergesse beim Essen nicht, alles tüchtig zu kauen. 2568ss Jur Beachtung! Obwohl das obige Rezept sich auch bei körperlicher Entkräftung »sw. vorzüglich bewährt hat. sollte es wegen seiner fleischbildenden Eigenschaften doch nur von solchen angewandt werden, welche an Körpergewicht zunehmen möchten. |H Erstes Hausbesitzer 2ö°L Rabatt Erstes u. größtes ringfreies Tapeten-Geschiift Frankfurts Kein Ramsch! Keine Serienverkänfe! Nur neue reelle, aber billige Tapeten Vielfach lichtbe*tändige Druckfarben. Tapeten ...........ä Rolle von 9 Pfg. an Netto Echte I.inkrnsta ......ü Meter von 37 Pfg. an Netto Bnntglascrsatz, z. SelUTftflTfkleb. ä Mir. von 30 Pfg. an Netto W Vertreter tiberall gesucht! -Ml Ringfreie Tapeten-Industrie C. Kupsch, Frankfurt a. M. 1 Bahnhofstr. 54 neben Hotel Schütz find, der Restausverkau f meines Warenlagers statt, und gewähre ich auf alle Artikel ansser txliihlampen 1111 40% Rabatt Karl Schunck fj Ut nur Bahnhofstrasse 54. bchweineversicherungsoereinGiehen , Generalversammlung -v»»taz, beu 23. Februar 1914, »achmittass -1 Ulir, >. bei Miinlied Raujch, Neustadl. * If^bnunB: 1. gabresberilbl: 2 Rcibminasablage , 5 tu| u«n derselbe» und Emlniiunn öes Vorstandes! ->,u-, -'"«lnrag zu den 5$ 29 und 33 der Sotzimgen. Ü m Für den Vorstandi Earl Valenli«. »«»üietches Erscheinen der Mitglieder w. dring, gebet. r’i Tauicnde. , Raacher cmp'ehl. mein, qaranl. unge- sitiwefeff.. cc5- fcelb sehr behö.nral. c. gesunden Tabak. I Tabakspleileurc- Ionllzu8Pfd.mclner beröiunien Tabake f-aoka gegen naifcn. Bitte onzugriai, ob iwbenllehende Ge- lundbeüspfeift oder eine re digcIdiDibie Bclzp.'dfo oder eine lange Pf. crjQBfd)!. ____ ».Ps. 8 „ tfatoreutgtai „ 5.— 8 „ -»nb-Äanafter .. 6.50 3 .. ysll. Manaßee 7 SO 8 Jltamßfr „ 10 . |s .. AatlertläUer .. 13S0 E. Röiier.firiiebsal V-Ftbrili.WeltrirfiBUB^ Wem MM Mer-seseWst. Die Aktionäre rocrdcn hiermit cingcladen zur Teilnahme an der ordentlichen Generalversammlung Freitag, den 13. März b. Js„ nachmittags 3 Ubr, in, Litznngssaale der Bürgermeisterei in Gicsten, Tagesordnung: RechnnngS Ablage und Entlastung des Borslandeö. Wabl von Mitgliedern des Vorstandes und AnsstchtSratc- Nebertragiing von Aktien Lit. B. . Deilchiedeucs. Bilanz pro 31. Dezember 1913 nnd Gcschäitsbericht liegen av Samstag, den 21. Februar d. Fs., 14 Tage lang a»! der Bürgermeistcrc! — Zimmer Nr. 13 — zur Einstcht der Aktionäre osscn. Ter Vorstand: 2399 v E i ch c n a n c r. M c c u m. Cafe Leib Wolliorsfrosao 3ß-3S Fastnacät-Bienstag, abends 8" Uhr Grosser Masken-ßall mit vielen Uebei*raschunqen. Jofircurortcn a d KasteMk. 1.20, im Vorverkauf Mk l —. ^amenkarten a. d. Kaste tz» Big., im Vorverkauf 5« Pig. ctzaleric 20 Via. Vorverkaui bei Herrn S.Löb.Zigarren- Itttiidlung. Bubiiboistraiie und Filiale Tellerdweg. Herrn Scharinnnn. Lindenplab, sowie Herrn Friseur Zlcnker, Zciicrswcg und Herrn Friseur Witts. Asterweg. 191391 Restauration Henkel Montag, 23. Februar, abends 8** Uhr große Kappensitzung Vereidigung des Sdinicro und SaubiriS unter Mi!- mirtnng der Hoikavelle Weller nud Auitrctcn des Solo vläiers Bin, Van, aus »irchvers. 12994 Es ladet ergebenst ein TaS »ärriichc ttomiiec. § CZKLe»Äl U Sonntag, de» 22. Februar von nachm. 4 Uhr bis morgens oisra jM Lstend (Kaiser-Allee). Eintritt frei. ! snzmusik z ° r »«nenn 1 rh. Ilofmann. Das Mililiir »»d die Marine Putzt Schuhe nnd Leder mit B22stv Qiamanthie äbt'ikant: Nnd. Starckc in Melle. Hotei Schütz Nonnlat abend von C Uhr a I» SoupersäM.1.60 Kraft-Bi ühc mit Einlage Ostender Steinbutto init Sauce Colbert und Kartoffeln oder Zungen-Kagout Rehbraten in Sahnen- Saucc Salat — Kompott Eis 2602 Gleichzeitig empfehle 1 mein. Sille f. Hochzeiten, | Vereine und Privatfest- | lichkeiten. L. Küxglcr. MM N MWHI Gesangverein Sonntag. 2S. Febr.. abends 8 tthr, im Vereinslokal „zumLtöwen“ ZnsammeQkQDft mit Familie llw zahlreiches Erscheine» bittet. l ! “ , l Der Vars,and. [MehluSchrotl gleichzeitiq liefert 9 Schrdmuhlel ^Yeraklit' Äug. Gruse Schneidemühl 51 Ttx Verein Krenniiisntk jvnger Nadlhen litbctnarHtüizen.Iiadoii-u. Kimlcrfränlcin 51 t ein. Tee-Abend auf Sonntag, 22. Febr. abends 7 Uhr. freundlichft ein, Verein--immer: Kaiierbof, Sonncnstratze, 1 . Stock _ Eingang tnirrij den Hof. _ H1-OD Karnevalistisches Konzert am Sonntag, 22. Febr. 1914, nachmittags 4 Uhr, in der Turnhalle a. Oswaldsgarten Konzert, turnerische Vorliilrap, lut- treten erstklassiger Bumorsl;n u, and Lintriit HO ITonnig Äacli !Lr Ktcfa'mltoliedar. 23011) DER VORSTAND Licht-5piel-haur Bahubofftrafie 34 Mustergültiges und gröktes Lichtbild Unternehmen in Hessen !! Anerkannt grösfttc Leieitangfliähigkcit!! Ab heute Samstag das gröhte Meisterwerk des weltbekannten Königs aller Schriitstellcr Dr. Paul Lindau ? * ? Die Landstrasse Os'inc Irnoiidjc Mcidiidile nuö bcm Tburinaer Wal» in r> ülfteu acilb rieben van Paul Lindau »ad, einer Er- zablnna dco '?er Ernst von €oburg>(>oth:t Gas fant dic Prcffc ;u dicstm Lindau'!*cu Film?? 41 Q am Mist,» Lindau - Kino - Premiere. ©eflem x)* 0* «W*1*"U* nachmütaq wurde im U.- T.. Fried- richstraste, ein neues Kinostück von Paul Lindau „Die Landstraße" mit großem Beifall vorgefübrk. „Die Landstraße" ist wohl der beste Film, den Lmdau geschrieben bat. und vielleicht sogar der beste deutsche Film, den die Versuche einer Veredelung de- KinoS durch die Heranziehung anerkannter Schriftsteller .gezeitigt baden. ES ist eine echte und rechte Kriminalgeschichte. die bier erzählt wird, 'eine Geschichte, die sich zugetragen hat und nun von Lindau, dem geschickten Dramatiker, tn die straffe Handlung cineS KinodramaS gespannt wurde. Ohne jede Zwischenüberschrisl. ohne erklärenden Brief, bar jedes szenischen Tricks, zieht dic inhaltsreiche Tragödie der nnfchuldig verurteilten Landstreichers vorüber. Glänzende, technisch vollendete Ausnahmen nnterstiitzen daS Sutet. Eine Gerichtsverhandlung von erschütternder Wahrhaftigkeit und die mit gcausem Realismus gespielte Szene der Wiederbegegnung des unschuldig Verurteilten und deS sterbenden Mörder- sind Meisterstücke. Bor- iresflich ist auch die Darstellung der beiden Hauptrollen. Klein« Moden und Karl Goeh bieten außergewöhnlich hervorragende Leistungen, die sich über dic brutale Darstellungsmanier der «*r Vorstand. Sonntag, 22. Febr., Anfang abends 7 Nhr SS Min. V, Lek. in jämtlichc» Räumen »cv (inj« 1 Leib Union -Theafei« 2551a Uhr nnd um 2 Uhr (»rohartigeUeberraschiingen aller Art. Eintrittsvreiic: Herrenkarlen in, Vorverkanl 1.— i'if., NN der »affe 1.W Damenkarten „ „ und „ „ „ o.liO Gcbcimkaricn „ „ „ „ „ „ o.50 Karlen im Varverkaus sind baden bei Friseur Dich». Setler-dwca, Wahl. Vteniiadl. IMnecka. Ludwiailraffe. Pieil, WaNlarslraffc. Decherl. Kaiser-Allee, Zinarren mnd luna Tvinilaa. Dlbntslraiie und lNaiiwirl Arnold Icuiv kaoaff. Bei Lalomon, Schulitraffe sind »nr Danien karten erbätllich. l^cdcimkarlen nur sür Mitaticdcr autlia sind abjnhalen bei Mitglied Arnold, Schivkavaff. Ruder-Klub HassialSOB Sonntag, den 22. Februar, nachmittags 4 Uhr. große Kappensitzung im Felsenkeller, wozu treundlichst einladet Gäste willkommen! 25:,T DER VORSTAND. 81 Selters weg 81 Spielzeit: Fiir Samstag, 2 i„ Sonntag, 22 ., Monlap, 23 . Februar i 9 M Anf'sehenerregeiules Programm Wochcnlibersirht de« l'nion-Theatcr« Neuestes aus aller Welt! Mode, Sport etc. Weiblichen Fühlen Amerikan. Drama in 1 Akt. Sehr spannend. Eleioe Fran hat Hat. Hochkom.Szene. Z.Lachen. Mer Schlager! Der Attache Drama in 3 Akten. Nur die besten Kräfte spielen hier die Hauptrollen und sowohl die Inszenierung wie überhaupt alles in diesem Drama Gebotene gehen bei weitem über dos Alltägliche hinaus. Es ist daher kein Wunder, wenn man io Berlin mit diesem Stücke fortwährend ausverkaufte Häuser erzielte. Eine Neuigkeit! Sehr vlehtig für Jsdormannl Die Metallurgie des Eisens Hochinteressante wissenschaftliche Aufnahme.. Ncn*aifonM-I>raitiA in 2 Akten! Den Wellen preisgegeben Der berühmte, gern gesell. Künstler „Navarre“ und eilt kleines 5-jährlges Kln£ spielen hier die Haaptmllec. Bemerkenswert ist die, Szene, wie, das Kind htllles von dea stürmischen, wild ar.f- gepettschten Recreswellec hia- and hergeverfen wird, bis cs endlich von dem reuigen Täter mit Todesverachtung und Aufbietung aller seiner Kräfte halbtot wieder gerettet wird. Auch die anderen dramatischen Auftritte sind nnfsehen- L erregend u. kolossal spannend. Die Direktion. Cafe Htnend. Großer Karnevalsrninincl. Montag und Dienstag Auftreten ulkiger Peftbrüder und Humoristen. Lpeiiilltklikrbiich Ncitksic 3 dilai;cr Berftarkked Orchester. 2578 Achtung! Achtung! LattdsUinn-Verein Gießen Samstag, 21. Februar 1914 '^Grosser Maskenball CAFE EBEL . ^ fJ-a in den herrlich dekorierten 2486j Räumen des ---- -Uiifana8.U Uhr. Otroffe Uebcrraichunnen. 12.01 Anmibrung des (Ecking Tanzes. — 1.02 Ubr "m;uaamtlicher Gelinge. - Tckoricruna der drei kurwielten Masken. für Herren im Barverkauf 0.80 Mt. bei Stammwirt Wtlb. Ullrich, Restauration »um ^cbieien Balken". Schloßgasie 7, Ariseur Hermann Kuy l, Schloßgasse und p.igarrengeichäft Bel er se n. Markt vlav An der Kaue Herrenkarte 1 Mk.. Damen freien Zutritt. — Die Äavelle wirkt unter veriönlicher Leitung des LanduurmkaveUmeiners. Tao <«clina flommando. Sonntag, den 22. Februar abends 8 Uhu Karnevalistische Abendunterhaltung im Vereinsl. Frank». Hoi 23. Sclu". rttiitibc* i> Ubr 26890 .Singstunde. Der Vorstand. LaniltNb nach den, Maske» »»» aroiic M a s k e n r e v u c sä,ult. iffnrrcn u. Siärrinnen mit ufhi. Vräniiicruna und 'Urcnncttcilmin Tanaä, Ball wozu «intritt frei. 12013 k Iler- \00, Uhr. s2007k' I