Nr. 42 Ter Slrtzener Hnjeijft erscheint töqticfi, aitiei Sonntd««. - Beilagen: viermal wöckientlsch »letze» e rLami »enblälter; zweimal i»öct>eml.Kleis* dlatt für öcn Kreis Gietzea ,Lienslag »nd Freitag)," zweiinal N'.anail. Land, wirtschaftliche äeilfragen Fernsprcch - Anschlühe: für die Redaktco» IIS. Seriag u. Expedition bl Adresse für Deveschen: Anzeiger «ießeu. Annahme »an Anzeigen für die Lagesiiilnimer bis vormittags 3 Uhr. Erstes Blatt 164. Jahrgang Donnerstag. 19. Zebruar 1914 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. Tagcskalcndcr aus dem Jahre 1814. 19. Februar: Tie Franzosen räumen Tanzig, das von den Preußen besetzt wird. Der Krankenstand der deutschen und des französischen Heeres. Jin Reichstage ist von nationalliberaler Seite eine Anfrage an den Reichskanzler gerichtet worden, worin unter Bezugnahme aus Mitteilungen französischer Blätter über den angeblich schlechten Gesundheitszustand im deutschen Heere um Auskunft über den^Ktankenstand des Heeres gebeten wird. Die Ansrage bezieht sich aus unlängst veröffentlichte sensationelle Meldungen des Pariser „Journal", worin der Gesundheitszustand der deutschen Armee unter Angabe ganz positiver Ziffern grau in grau gemalt wurde. Jene Meldungen und Ziffern sind unterdessen bereits von offiziöser Seite als durchaus un- zutrejfend zezeichnet worden, und cs wurde sestgestellt. daß der Ärankenzustand in der preußischen Armee sowie im sächsischen und württembcrgischen Kontingent für Januar dieses Jahres 58,7 vom Tausend der Iststärke gegen 55,9 im Januar v. I. betrug und daß der Gesundheitszustand zurzeit besser sei als je zuvor. Tic Scnsationsmachc des Pariser Blattes versolgtc offensichtlich den Zweck, die Franzosen über die ganz un- gewöhnlizl) schlechten Gesundheitszustände im eigenen Heere zu trösten, worüber ja in den letzten Wochen mehrfache Alarmmeldungen in die Oeffentlichkeit gedrungen sind. Daß es sich hierbei aber nicht etwa um sensationelle Erfindungen handelt, hat sich bereits einwandfrei auS den Verhandlungen in der französischen Dcpntiertenkammer ergeben, in der so positive Angaben über die massenhaft austrctcndeu Erkrankungen im Heere gemacht wurden, daß sie füglich nicht zu bezweifeln sind und auch von der französischen Regierung nicht ernstlich bestritten lvurden. Stellte doch der Berichterstatter, der Arzt Dr. Lacherud, seft, daß im Januar in 76 Garnisonen die Masern und in 60 Garnisonen das scharlachsicber geherrscht hatten, und die in twn letzten Tagen aus Frankreich gekommenen Rachrichten lassen erkennen, daß die Verhältnisse sich seitdem noch wesentlich verschlimmert haben. Geradezu erschreckend war die von Tr. Lachaud ausgemachte Statistik .wonach man im Januar bei einem Männschastsbestande von 717 415 Mann 194 053 Revierkrankr, 44 191 Lazarcttkranke, 21570 Hospitalkranke, ferner 280 Todesfälle und 1489 zeitweilig wegen Dienste untauglichkeit Entlassene verzeichnet habe. Das würde also besagen, daß zu dieser Zeit rund 38 Prozent des gesamten Mannschaftsbestandes dienstuntauglich waren, ein geradezu abenteuerlich hoher Prozentsatz! In erfreulichem Gegensatz hierzu steht eine unlängst veröffentlichte Statistik, wonach die Zahl der Erkrankungen im deutschen Heere in den letzten 20 Jahren annähernd um ein Viertel, die Zahl der T o d e s s ä l l c aber von 3 pro Tausend der Kovfstärke im Jahre 1893 auf 1,9 im Jahre 1913 zurückgegangen ist. Mit lvclchen Sorgen man diese ungeheuren Unterschiede im Gesundheitszustand des deutschen und des französischen Heeres in Frankreich verfolgt, geht aus einer soeben ags Paris übermittelten telegraphischen Meldung hervor, ^wonach die „Humaniis" ^ine am 15. August v. I. von der Sanitätsabteilung des Kriegsministeriums an den Gc- neralstab gerichtete Note veröfsentlicht, in der erklärt wird, daß die Zahl der Krankheits- und Stcrbefällc in der srank- zösischcn Armee weitaus größer sei als in der deutschen und vielleicht sogar größer als in allen Armeen der Welt. Diese sehr wider den Wunsch und Willen der französischen Regierung veröffentlichte Note stützt sich offenbar aus das seinerzeit von Dr. B i n c t, einem hervorragenden sranzösifchen Militärarzt, sehr sorgsältig zusammengetragene Material, aus dem hcrvorging, daß von allen Heeren der größeren' europäischen Staaten die französische Armee den nngün- stigstcn, die deutsche den günstigsten Gesundheitszustand habe. In dem Urteil über die Ursachen dieser Erscheinung stimmen Binet und Lachaud freilich nicht überein; jener führt sic aus die schlechteren hygienischen Zustände in Frankreich, dieser aus die plötzliche Heeresvcrmchrung zurück, durch die man gezwungen gewesen sei, die Rekruten in unzureichenden und hygienisch unzulänglichen Käsernenräumcn unter- zubringcn. Gegen die Theorie Binets ist einzuwendcn, daß der Prozentsatz der Sterbcsälle in der Bevölkerung Frankreichs nur unwesentlich größer ist als in der Deutschlands. Die Erklärung Dr. Lachauds aber bedeutet eine schwere An klage gegen die französische Militärverwaltung, deren mangelnde^ Vor- und Fürsorge allerdings seil dem Kriege von 1870,71, wo sie zur Katastrophe sührtc, dieselbe geblieben zu sein scheint. Im übrigen ist aber die Hauptursache der trostlosen Zustände im französischen Heere noch aus einem ganz anderen Gebiete zu suchen. Durch die letzte Heeresverstärkung ist man gezwungen, die Rekrutierung bis zum äußersten zu treiben, denn Frankreich, das ja an Bevölkerung weit hinter Deutschland zurückgeblieben ist, muß einen viel stärkeren Prozentsatz in das Heer ein- stellen, also zum nicht geringen Teil untaugliches Material, welches den Anstrengungen des Dienstes nicht gewachsen ist und nur zu leicht die Beute von Krankheiten, von Epidemien wird. Woraus sich ergibt, daß ein Teil der französischen Armee sich nur auf dem Papier, in den Listen der Krankenhäuser befindet und Jaurtzs sich noch als ein Optimist von reinstem Wasser erweist, wenn er sorgenvoll ausruft: „Wenn jetzt eine internationale Krisis ausbrächc, so wäre e i n A ch - tel unserer Truppen durchaus unbrauchbar". Die Krifls in Schweden. Das neue schwedische Ministerium hat eine vermittelnde Tätigkeit aufgenommeu, nur über die heikle Lage hinwegzukommeu. Das Endergebnis wird sein, daß die Zweite Kammer früher ausgelöst wird, als vorgesehen war und daß di: Heercsrcjorm dann in dem Rahmen sich vollzieht, wie der König und seine Getreuen es wollen. Wir erhalten sollenden Bericht: Stockholm, 18. Febr Vor gut besetztem Hause gab die Regierung in beiden Kammern des Reichstags eine Erklärung betreffend ihre Politik ab; in der Ersten Kammer durch den Minister des Aeußern Wallenberg, in der Z >v e i t e n durch den Ministerpräsidenten H a m m a r - s k j o e l d. Nach einer historischen Darlegung der Ministerkrise führt die Erklärung aus: Der Konflikt, der zwischen dem König ülnd seinen früheren Ratgebern entstanden ist, sei nach Ansicht der Regierung nicht derart, daß die Lösung der Verteidigungsfrage deswegen zu verschieben sei. Tie Regierung wolle deshalb dem König Vorschlägen, daß die Vorlage betr. bii neue Verteidigungsordnung dem Reichstage erst dann vorzulcgen sei, wenn die Wähler durch die Auflösung der 2. Kammer Gelegenheit gehabr hätten, mit Rücksicht aus diese Fra^e ihre Stimmen abzugeben. Tie Regierung beabsichtige, die Anhänger der Berteidigungsvor- lagcn aus den verschiedenen Parteien zu Vereinen, um diese große Frage unter Beiseitesctzung der Mcinungsverschieden heilen in anderen Punkten, die bei der gewöhnlichen Wahl im Herbste zu ihrem Rechte koinmen könnten, zu lösen. Der Zeitpunkt de r Auflösung werde b a l d m ö g l i ch st b e st i m m t und kurz daraus werde der H a u p t i n h a l t d e r Verteidig nngs rcfo rm veröfsentlicht 'werden. Die Reform werde berücksichtigen, daß die für die Verteidigung notwendigen Mittel durch eine Wehrst euer oder auf andere Art aufgebracht würden unter Rücksichtnahme der wirklichen Steuerfähigkeit. Die Regierung Halle die Lösung der Verteidigungsfrage sßdreinbar mit der kräftigen Entwicklung der sozialen Resormarbcit. Im Zusammenhang mit den Reformen der Wehrkraft stehe nach der Meinung der Regierung eine Reform des Mililär- st r a f g e s e y e s. In den Fragen, die nicht mit der Ver- teidigungssrage zusammenhängen. wolle die Regierung Zurückhaltung beobachten. Endlich betont die Erklärung, daß die militärische Stärkung Schwedens ausschließlich zum Zwecke der Verteidigung des Landes erfolge unter Berücksichtigung des Grundsatzes der neutralen Stellung des Landes. Die preußische vesoldungsnooelle. Berlin, 18. Febr. Der dem Abgeordnetenhaus!: zu- gcgangcne Gesetzentwurf zur Abänderung der Besoldungsordnung bewirkt eine Anpassung der Gehälter der prcußi scheu E i s c n b a h n a s s i st c n t c n und der ihnen gleich stehenden Beamten in Klasse 13 an die der RcichSpostassi ftenlcn. Soweit dadurch Ucberholungen von Beamten der Klassen 14 bis 16 erfolgen, oder die erforderlichen Oiehaltsabstände verschoben würden, ist auch eine entsprechende Um gcstaltung in den letzteren Klassen vorgesehen, wobei jedoch an dem .Höchstgehalt von 3600 Mk. scftgchalten wird. Wo darüber hinausgegangen werden mußte, geschieht dies durch Gewährung pensionssähiger Zulagen. Entsprechend der Ausbesserung der Unterbeamten der Oberpostdircktionen müssen ferner die Gehälter der Un- tcrbeamtcn der preußischen Gehaltsklassc 4 eine Ausbesserung erfahren. Die Vorlage geht indes weiter und sicht bei sämtlichen vier ersten Unterbeamtenklassen ebenso bei den mit Einzelgehältern unter 1700 Mk. au^a"' 'Orten Unterbcam- ten eine Gehaltserhöhung von je 100 Mk. vor. Ferner ist eine Aufbesserung der Klasse 5 auf 1300 bis 1800 Mk. in Aussicht genommen. Von Klasse 6 ab ist grundsätzlich von. einer Ausbesserung abgesehen worden. Die Mehrausgaben für das kommende Etatsjahr sind auf insgesamt 15,5 Mill. Mark bei der Eisenbahnverwaltung und 3,8 Millionen bei den übrigen Verwaltungen ermittelt. Die Mehrausgaben an Pensionen und Hintcrbliebenenbezügen werden im Beharrungszustand auf 4,3 Mill. Mk. geschätzt. Tie in dem Ge sctzcntwurs noch vorgesehene Neuregelung der Gehälter der gesandtschastlichen Beamten bedeutet keine Besoldung-Verbesserung. Das Gesetz soll mit dem Ersten des auf die Verkündung folgenden Vierteljahres in Kraft treten. _ Dcnttdi» Heid?, Jni preußischen Abgeordnetenhaus stand am Mittwoch im Mütelvunkt der Erörterung zuncichsih ein Antrag des Abg. Tr. ». Camve (Ntl.), der die Regierung ersucht, in erhöhtem Maße und schleuniger als bisher eine Verstaatlichung der Bureaus der L a n d r a t s ä m t c r vorzunehmen. Rach lebhaften Auseinandersetzungen über die Tätigkeit der Landratsämter wurde der Antrag dem Budgetausschuß überwiesen. Tann wandte man sich dem Kapitel „Polizeivcrwaltung von Berlin und Umgegend" zu. Zur Reichstags st ichwahl in Jerichow zwi- schen dem bisherigen sozialdemokratischen Abg. Haupt und dem Konservativen Gutsbesitzer Schiele wird in der/der Parteileitung der Fortschrittlichen Volkspartei nahestehenden „Freisinnigen Zeitung" folgende Stich Wahlparole ausgegeben: - FnmReichstagswahlkreis Jerichow I und II haben «IN kommenden Freitag die Wähler darüber zu cntscihndc», ob der künl tige Verirelcr des Wahlkreises der Rechten oder der Linken des Reichstag« angchörcn soll. Bei den allgemeinen Wahlen im Jahre 1912 galt die Stichwahlparole: Keine Stimme einem Kandidaten der Rechtsparteien! Seither hat sich die Gegncr- schast gegen die Konservativen nicht vermindert. Die veziehungen des Komponisten des „Zre schütz" zu Siehen. Bevor Karl Maria v. Weber die Sonne des Ruhms beichten, Ivar er gezwungen, sich durch Konzerte den Unterhalt zu verschaste». Es war im Jahre 181 l, als das junge, nur von wenigen erkannte Talent auf einer Gastspielreise durch Tcntschland die hessische llni- versiiätsstadt berührte. Um sich einen gulen Konzertbesuch zu sichern, vstegte er den kunstsinnigen Familien der Städte, die er mit seinen Konzerten beglückte, seine Auiwartung zu machen. Als er die Besuchsliste sür Gießen scststcllen wollte, wurde er auch an den Buch bändler Hcvcr gewiesen, dessen äußerst musikalische Familie mit ibren .Konzertabenden den Mittelpunkt der Gicßenci Mnsikireunde bildete. Ter Komponist wurde von der Familie des Buchhändlers mit oisenen Armen ausgenommen. Er wurde als Gast der Familie eingcladen und wohnte bei ihr, bis er sich wieder von Gießen verabschiedete. Zwilchen ihm und ihr entstand sehr schnell ein inniges Freundschaftsverhältnis. Weber saß mit der 15jährigen talentvollen Tochter des Buchhändlers, der er Klavierunterricht erteilte, zu den meisten Stunden des Tages am Klavier, spielte mit der Schülerin leine Werke zweihändig und nahm von der feinsinnigen Familie so viel Anregungen aus, daß er oft Nächte hindurch aus seinem Zimmer verbrachte, um die Fülle der Gedanken und Einfälle niedcr- zuschrciben. Schließlich tvcrr der Konzcrtabcnü gekommen. Es Ivar ihm ^gelungen, die als Sängerin damals schon berühmie Tochter des Staatsrats Emmerling zur Mitwirkung zu gewinnen, aber aüch ohne sie wäre der Erfolg, den er an diesem Äbenld errang, nicht ausgchiiebcn. Man hatte den Künstler in der Fanlilie des Buchhändlers .Hetzer kennen gelernt, und wäre auch dann zu seinem Konzert gegangen, wenn cs der Takt nicht geboten hätte. Dar Abend schloß mit einer für damalige Zeiten nicht nur außerordentlich hohen Einnahme ab, sondern brachte dem Kvmvonistcn auch Ovationen, wie er sic in den anderen Städtenl, die er aut seiner Gastspielreise berührt hatte, nicht erleben durste. Außer einer Sftmplwnie und einer Ouvertüre von Mozart und einem Rondo von Schenk brachte das Programm ein Klavier-Konzert von Eberl »nd italienische Kan- zoncttcn, die Weber selbst sang. Tas Äönzert schloß mit freien Phantasie-Variationen. die der Komponist imvrovierte. —• Tie Tage, die Weber in Gießen verlebte und die freundliche Aufnahme und Beachtung, die er in der Universitätsstadt gefunden hatte, machten ihm die Abreise schwer. Gleich nach seiner Ankunst in Würz- bnrg schrieb er denn auch an einen Freund: , Tas Hetzcriche und das Emmerlingsche Haus batten sich ganz"in mich geteilt, und war ich nicht bei einem, so konnte man mich gewiß beim andern finden. Mein Konzert (wovon ich Ihnen hier eine» Zettel betilcgel siel äußerst brisant aus, sodaft sich niemand erinnert, ein so volles Konzern gesehen zu haben, ich »ahn, 82 fl. ein, wovon die Unkosten ea. 20 sl. betrugen. Ich rechne es unter Miracnlosa. nun 2 Konzerte gegeben zu laben, und bei keinem Cabalcn gehabt zu haben, sondern auss bereitwilligste und tbätigste unterstützt worden zu sein. Ein einziges kleines Rckontrc hatte ich mit Herrn Regierungsrat Schwabe den ich um die poiizcilichc Erlaubnis ersuchen mußte. Ter gute Mann fragte mich nach den gehörigen Attestaten über meine zulängliche Geschicklichkeit. — auch ob ich einen Paß hätte und dergleichen Tinge mehr, kurz, behandelte mich wie einen Va,aluntcn: ich sagte ihm die Meinung etwas derb, vcr- sichctrc ihm daß ich keine Hunde tanzen ließ die der Attestaten allenfalls l-cdüritcn, und brachte den guten Mann zuletzt in die größte Verlegenheit. Tic Erlaubnis erhielt ich übrigens au, der Stelle durch den Gouverneur Herrn General von Wittgenstein, abei ich muß gestehen, daß ich doch nicht übel erbittert war,' besonders mar der Kontrast so auisallend. daß in dem Augenblick, wo man mich mit Ehren überhäufte und sich so sehr freute, daß ich nach Gießen gctvmmen war, ich mich cbcn- ialls schnell, als ein sich, zum aus der Stadt transportieren ge- cignetcr - - anstragen lassen sollte. Dieser kleine Ilebcrgang aber wurde mir herrlich dnrät den allgemeinen Bcviall, der wirklich enthusiastisch Ivar, versüßt, den ich am Abend meines Konzertes- ärndtete." Der „Freischütz" hatte bereits die Unsterblichkeit des Kam vonistcn gciichcrt, als er immer noch in regem Brieswccbset mit der Familie des Buchhändlers Hetzer stand, durch die und durch den großen Ävnzcrtcrsolg ihm Gießen ans ,hcrz gewachsen ivar. » ’M- — Ein Vorkämpfer gegen dieSchundliteratur. In unser» Tagen, in denen die Bemühungen, die schlechten Bücher zu unterdrücken, so lebhait sind, ziemt cs sich, eines Mannes zu gedenken, der sein Leben daran setzte, der Jugend eine gute Lektüre zu verschossen. Es ist Alerandcr Friedrich Franz Hossmann, der vor hundert Jahren am 21. Februar in Bernburg geboren wurde. Anfangs Buchhändler, widncete er fid) nach einem kurzen Universitälsstudium in .Halle ganz der schriftstellerischen Tätigkeit. Er lebte IN Zürich, Oioslar, Ballenstedt, Stuttgart und Dessau, übcrsicdcltc 1856 nach Dresden, wo cO auch am 11. Juli 1882 starb. Er war dreimal verheiratet »nd hinterlicß außer drei Töchtern die stattliche Zahl von 250 Erzählungen. Seine erste Arbeit lvar eine Bearbeitung der Märchen aus „Tausend lind eine Nacht" für die Jugend, die derartig cinschlug, daß er sich ganz der Jugcudschrislstellerci widmete. Welcher Art seine ungemein ninsangrcickcc Produktion war, beweisen am besten die Titel einiger seiner Erzählungen: „Wer Sünde tut, ist der Sünde Knecht", „Ter Tugenden Vergeltung", „Reue versöhnt", „Tic Kinder sollen dankbar sein den Eltern", „Wohltun trägt Zinsen" n. a. »i. Alle zeigen stark moralisierenden Charakter: sie verherrlichen die Tugend und einen sittlichen Wandel und malen das Laster und die Siitenlosigkeit mit den schwärzesten Farben, hier ist Hossmann oft von einer starken Pedanterie, Gcschmack- lvsigkeit und Umoahrschcinlichkcit. Ein wcienllichcr Teil seiner Tätigkeit bestand darin, spannende Geschichten des Auslandes zu bearbeiten. — Seinen größten Einfluß aus die deutsche Jugend bat Hossmann durch seine Sammelwerke ausgcübt: das Taschenbuch für die deutsche Jugend, den Teutschen Jugendsreund, die lange Zeit zuni eisernen Bestand jedes Weibnachtstischcs gehörten. Auch crnf die Erwachsene» blieb seine Tätigkeit nicht ohne Ein- sluß. Wen» auch sein Bioqravh, Viktor Hantzsch, jagt, daß Hoss« mann nichts von dauerndem Wert gcichasscn habe und seine Schriitcn als „Lcscsulter" zu charakterisieren seien, so muß man tu unserer Zeit doch dankbar des Mannes gedenken, der Positives für die Jugendliteratur geleistet hat. — Die Toilcttcniragc im Parsifal. Im neuen Wiener Journal vom 14. Januar 1914 liest man: „Die Dauer der Ausführung vom Nachmittag bis in die ersten Nachtstunden bot die Erwägung der Toilettenfrage notwendig gemacht. Die Gesellschaft wird oie einstündige Pause nach dem zweiten Akt voraussichtlich dazu benutzen, um Toilcttenwechsel vorzunehmen. Die Damen, die zum Beginn der Vorstellung in Nachmittagstoilctte kommen dürsten — die Logenbclucherinnen also mit Hüten — erscheinen vermutlich Min dritten Akt schon in Abendtoilette. Tic Herren vertauschen das Jackett vom Nachmittag mit dem Frack." Dia-Süd deutschen Monatshefte bemerken dazu: In Monte Carlo ist den Besuchern des teuersten Platzes gestattet, ans die am Schluß des Werkes hcrabschwcbcndc Gralstaubc zu schießen. Kwbfnt wrf» »ctfäiärit Okrabe im Sahlfrei» 3eri(ftom nonni fcir #ijnfer»ofi»m ben fftmtbf qntcn bot Sibcvali^mu-i m äberan-s hasilicheu mit SJmmqlitmtfunqrn UN» Uli Mahr heilen qewtzrl. Ensscheidend für tue liberalen Wähler mutz ixe Rücksjch die Mehrheitsbilduugim Reichstag feilt. Sie Üjnf4n«ljrrij(it mutz erhalten uirfc gefMtft twrbe.i. tiith die» imt w mrhr, als Ke Linke eben erst das Mandat des bisherigen natstmalliberaleu Ab». Köl,ch im Wahlkreise Kedl Ottenburg verloren hat. Wir halten es daher für chingend ge boten, bnfi die liberalen Wähler am kommenden Freüag dem onserval w,'„ Kaneidaien jegliche Untertlützung versagen. aubime. Ein Erfolg der deutschen Industrie in England. Wir die Londoner Zeitungen melden, hat die South (rattern and Chalam Eisenbahn kürstich bei der Firma Borsig in ->egel lehn starke Lokomotiven bestellt. Es ist dies der erite Auftrag von Lokomotiven, der von hier nach Deutschland gegeben wird mit A^»- nähme bon einigen Maschinen ihr schmalspurige Plivatbetnebe. u>e Meldung besagt weiter, baß bie britischen Lotamotivdam-r intolge der günstigen GeichastSlage keine trSbtritiqe Lieiernng garantieren thnnen und das; ferner der Preis des deutschen Angebots günsttger (vor. . Prinz fr u Wied iw London. Ter König von Tn-land verlieh dem Prinzen zu Wied da» Ritterkreuz des Königin- Viktoriaordens. Ter Prinz erklärte sich von dem Empfange denn König und der Unterredung mit Sir Edward Grev äußerst befriedigt Am Mittwoch abend nahm der Prinz an einem uiner in der deutschen Botschaft teil. Nene türkische Steuern Die türkische Regierung ver- öisenilicht ein außerordentlickics vorlänstqe» Gesetz. durch Ivelches besondere Steuern zur Testung des Fehtvetrgges des mit dem 14. März beginnenden neuen Rech u untrsiabres eiiiqeiübrt werden, und zwar eine ErhöbungderGewerbelteue^r UNI 26 Prot., eine gleiche Erhöhung für die .Steuer auf HSlinnel. Schweine, Büffel und Kamele, lind eine 100or o ze n t i g e Erhöhung aller G e r i ch t» g e l> ü b re n und Taren, für die Ausstellung von Zivilstgndsurkunden und Pässen sowie der Konzleigebühren. Wie verlautet, dürsten die erwähnten Ge'-Übrenerböhungen als Bürg schass für eine Anleihe dienen, da die .iollerhöhung arm t Prozent, die Einführung vo» Monopoten. und die Erfchliestung anderer neuer Einkünfte, die von der Zustumuimg der Mächte abhäua-'N. sich verzögern. _____ An« fwffe«. Ta 5 Genieiuden mlagcngesetz. Tie Abg. Brauer, Tr. Weher uns Genossen beantragen in der Zweiten Kammer: .,Tie Kammer w-^lc beschließen, Großh. Regierang zu ersuchen, mit Rücksicht daraur, hast der Mittelwert bis jetzt aus dem Grundbesitz Vorteile gebracht hat, mit dem demnächst vorzulegenden Ergebnis der ersten Veranlagungen nach deur neuen Gesetz, auch dasjenige Material vorzulegen, das erforderlich ist. um bei der demnächst oorzunebmendru Gesetzesänderung an Stelle des ge lucinen Werte» und Mittelwenes den Ertraqswert setzen zu können." Kirche **n6 Sch«le. Eine unerhörte 8 1 j dt im t> f u n ft Luthers. Nach einer Dralitmeldung der »Täglichen Ruud- schatstl erregt in Italien der Hirteuhries des Er-z« l> - s ch o f s M i st r a n g e l a von Florenz, der Luther und den Protestantismus in unerhörter Weise beschimpft, großes Aufsehen Ter ErMschos behauptet, Luther habe Könige, Fürsten und Barone gewonnen infolge seines eigenen Evangeliums, Meiches ihnen gesdattete, zu stehlen und zu morden, und so viel« Frauen zu nehmen, als ihnen beliebte. Te» weiteren gewann dann Luther die Jugend dadurch, daß er ihr die freie Liebe predigte und Krieg jedwedem (Kewijseiishedeuken erklärte. Tie Bauern gewann Luther durch di« Vorspiegelung, daß sie nach dem Sturz dcsdPapftintns Weder Steuern, noch Abgaben zu zahlen brauchten. Tic Folgen der Resarmarion untren, daß die Häresie wie der Lavastroni eines Vulkans alles Leben in jenen Ländern ausdorrte. — Wenn inst zu Luthers Todestag ein Erzbischof wieder in den Stil der Borvomaus-, enzhklika zurüetfallt, so beweist das einmal, wie unversöhnlich Rom nach wie vor dem Protestantismus gegenüber- steht, dann aber auch, wie verderblich die Parteien und Politiker ani oeittschen Volk handeln, die heimlich und offen dw^Mtramoutani^nus^ie^Degc^G^TeiiEch^itd^ebtten^ Au» Stadt und CanOh Gießen, 19. Februar 1914. Aus AltGiesten Ein Mitarbeiter hat in einem uralten „über drci- buiidertjahrigen" Bache, wie er schreibt, eine amüsante Schilderung von den Zuständen A l t - G i e ß e it s gesunden, die wir unseren Lesern nicht vorenihalten wollen: Giessen ist vorzeiten ein klein Nest oder Torfs gewesen, Tewnngen ernannt, in einem Schlampst oder Sumvfs gelege. Nach mals von. Regenwvfser. i» bausfenweiß daselbst bin- geslvssen lommen, (Greifen confluenti» pluvialis, genannt worden ES ist ein Heinqrahe nntbhero. und wie man sagt, mm dem Markt so tiess gewesen, bgst die Wagen biß an die Aren fejn eingange. Man weiß aber nit, wennS zu bawen fei angetangen worben. — Anno Ebristi, 1560 bat Sanhgraff MbiIibS der Elter liöchseliqer gedöchtnuß, an etlichen Orten die Heingraben zu hülss genommen, und die Festung damit zu baitwen angesangen. An 1647, ist geichleiist worden. An 1666, ists zu bau wen wider angesangeu, und das bamven hat fünst halb Jahr ge- loebret. Anno 1671, hat Lanbgrasf Ludwig die Streichwehr, und Anno 1696, das schöne Zeughauß gebauwet, und glücklich vollendet. Te Jeremias Vielvr S. Theologi» Tocktor predigt ihn das Euangelium lauter und rein. Unter Einsender macht dazu folgende Bemerkungen: In Wirklichkeit scheint die Benennung Gießen von „6t o i i ft a“ herzurühren. „Oio" ist gleichbedeutend mit der Benennung Lang- wehe gnzunestmen. Tiefe Bezeichnung kommt oftmals vor, mir J B. Pohl- und Langgöns, Kalboch, Gelnhausen, Gemünden, das heißl „der 6to am Main". Außer den Ortsbenennungen sind auch noch viele Flurdeneimungen ähnlickiee Art anS der vorhistorischen Zeit erhalten Ebenfalls kommen in dem Bereiche der Langwehr die Benennungen H«lauen, Lohr und Beimdg ostmals vor Tie Beunden. „Bänneen". waren non Dornenzäunen umringle Fläclten, worin die Zelte der Hermen iWachtmannschailen) lagen. An vielen Stellen lind die Svnren der Langwehr noch deutlich zn erkennen. In dem Mockftädier Markwald, in dem Leustädter und Glaudergei Walde ist^noch manches von den Anlagen vorhanden, „so auch läng? der Straße Golbbach Hößhach und Lansach in llntersranken". Taß auch Gießen in den Bereich der Langwehr eingeschloisen war, daran ist lärim zu zwerselu Verleihung des Fahnkiiichmncks an Kiiegervereiue Nachdem die Grundsätze über die Verleihung des Kaiserlichen Fahnenschmucks au Kriegervereine durch den Kaiser neu geregelt worden sind, hat der Großherzig bestimmt, daß den Kriegervereinei, des hessischen Landeskrie- gerverbandeS bei Erfüllung der hierfür gegebeiren Voraussetzungen Fahnen schleife II in den hessischen Landesfarben nach 23jährlgem Bestehen verliehen tverden können. Tagegen wird der Deutsche Kaiser hessischen Krieqervereinen erst nach ,'Khährigeni Besteist» einen kaiserlichen Fahneuschimitk verleihen, wenn die Voraussetzungen dazu voriiegen. " Ta g es kal e nde r kür Donnkrtztag. den lg, Februar: Verein iür Lnstlahrt Gießen: Aula der lluiuerfitfit, Uhr: Vortrag d«4 Tr. Äugo Eck e u e r- Friedrichshateu. O d e r l> e s s i! ch e r D id Teutscher Handln ngSgeliille». 9 Uhr > 1 N öotel Itzroßherzog: Oestentlicher Vortrag des Herrn A, G e ß n e r- Franksiirt: .SonmagSriihe." ^ " Bon der Landekuttiversttäk. Ter Groß- herjog hat den ordentlichen Proseffoc in der evangelisch- lheokogtscheii Fnkuliät, Geheimen Kircheurai D. Samuel Eck, "zuu, Rektor der Landesuniversität für die Zeit vom 1. April bis 30. September 1914 ernannt. ** Befördern« gen t nt hiesigen Regiment, um Generalmajor beiarbert wurde der Oberst von rotta gen, Trenden unter Benetzung zu d. Osfizieren von d, Armee mit Beibehalt seines Wohnsitzes in Gießen. An seine Stelle tritt unter Beförderung zum O b e r st der Oberstleutnant Schimmclfennig beim Stabe des 7. Rhein. Ins. Regts. Nr. 69. Zum Oberstleutnant befördert der Masor und Bataillouskommaudeur Freiherr v. Bibra. Als Äompagnieches versetzt: F i r m e n i dt itt das Inf. Regt, v. Grolman H. Pos.) Nr. 18. Zum Stabshauptmaun ernannt der überzählige Haupt mann v. Weltzieu im Jirs.- Regl. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (1. Maqdeb.) Nr. 26, unter Versetzung in das Jnß-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Gr, Hess.) Nr. 116. — Außerdem meldet das „Militär-Wochenblatt: v. Francois, Generalleutnant, beauftragt mit der Führung des I. Armeekorps, v. P lüs kow. Generalleutnant, beauftragt mit der Führung des 11. Armeekorps, zu kommandierenden Generalen der betr. Armeekorps ernannt. Mit der gesetzüchen Pension zur Tisposition gestellt und zur Dienstleistung mit der Maßgabe kommandiert, daß das Kommando einer Versetzung gleich ist der Major Krause im 2. Oberrhein. Ins.-Regt. Nr. 99 zum Kommando des Landwehrbezirks l D a r m st a d t. Versetzt der Leutnant von Svdow an der Ilnteroitizierschulc in Wctßensels, in das Lcibgardc-Ins.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115. P r i n z I o a ch i m v o it P r e u ß c n ist am Tieustag früh mit dem Luxuszug von Straßburg kommend in Frankfurt cingeirofseu und hat dem Priuzenpaar Friedrich .Karl von Hessen einen Besuch abgestatret. Am Abend fuhr Prinz Joachim über Gießen nach Kassel weiter. ** Ter Groß Herzog empfing am 18. Februar den Pfarrer Anthes von Geiß-Nidda. ** Aus b c nt Finanzdicnst c. Ter Grohherzog hat die unterm 7. Februar d. I. erfolgte Ernennung des Vorstandes des Finanzamts Fciedberg, Finanzrats Georg 5)oos zu Zriedberg, zum Vorstand des Finanzamts Reinheim aus dessen Nachsuchen zurückgenommen und den Vorstand des Friianzamts Beerfelden, Finanzrat Karl Klinge l h ö s f e r zu Beerseldeu, vom l. April 1914 ab in gleicher Tiensteigenschaft an das Finauzami Reinheim versetzt. ** i {feite Stellen. Erledigt: Eine Lehrerstelle au der laiholischeu Volksschule zu F rei-Laub e r she i m mit Organistentienst. — Tie Stelle des Vorstands des Großh. Finanzamts Beerseldeu. Meldeschluß: Mittwoch, den 26. Februar d I. Tie Stelle eines Buchhalters (bei dlroßh. H aupt fta ais kaffe. Meldeschluß: Mittiooch, den 26. Februar d. I. ** Kreisamtspersonalien Ter im Te.zembcr vorigen Jahres begiirnenden Prüfling für die Stellen im mittleren Verwaltungsfach, zu welchem die mündliche Prüfung am Tienstag in Darmftadt stattfand, haben sich die Berwaltungsaspiranten Fr. Khritz und Fr. Röder von Gießen mit Erfolg unterzogen. ** Der Hess. Landesvereiu für Krcbsiorschiing schreibt uns: Am Samstag fand die eiste Hauplversanim- l i, n g des Hess. LandesoercinS für Krebsforschung in Tarmstadt statt Aus dem Bericht des Voriitzcnben über die bisherige Tätigkeit sei hcrvorgehobeu, daß er dem Verein durch eine Snilung ermöglicht wurde, zunächst 200 Milligramm Radium zu beschasien sowie einen neuen Röntgenappara k aufzustellen und eine S t r a h - l en - 6 e iI ft ä 11 e zu eröffnen, die der Fra u en f 1 i ti i f in Gießen ungegliedert ist und Ende Januar ihre Tätigkeit ausgenommen hat. ES stebt schon eine größere Anzahl von Patienten in Behandlung. Für den Ausbau der Strahlenheilstätte fehlen noch große Mittel, für die oie Hilfe der Gemeinden, des Staates und wohltätiger Private erbeten wird: denn es sollen unbemittelte Kranke unentgeltlich behandelt werden. Sehr bald ist die Notwendigkeit zu erwarten, die Strahlenbeilstätte zu vergrößern: denn obwohl bisher keine Bekanntmachungen erfolgt sind, ist die Zahl der hiltesuchenden Kranken schon jetzt recht groß. Ueber eigene Enahrun- gen konnte nicht mehr berichtet werden, als baß ftch auch stier — wie schon längere Zeit an anderen Stellen — unter dem Einfluß der Beftrablung günstige Peranderungen und wenigstens scheinbare Heilung selbst bei Iiossnungslosen Krebskranken manchmal haben erzielen lassen. Die Strahlenheilstälte ist natürlich in erster Linie sür Einwohner des Großherzogtums Hessen bestimmt Hilfsbedürftige — sowohl Frauen wie Männer — müssen sich an den Leiter der Strahlenheilstätte in der U ni b e r s it ä t s- Frauenklinik in Gießen wenden. ** 2 i e hessische H a n d w e r k s k a ut m e r schrecht uns: Tie durch Erfindungen der Technik und der Industrie hervvr- gcrusene Umgestaltung im Handwerksbetrieb ist in der breitesten Oesjentlichkeit noch nicht genügend bekannt. Von dem neuzeitlichen Handwerlsbetrieb hat man vielfach salsche Vorstellungen, wie man auch verlernt hat, den Wert einer guten Qualitätsarbeit ein- zuschätzeu. Zur Ansklärung und gleichzeitigen Vermeidung der Zersplitterung der eigenen Strmt bebart es des Zusammenschlusses des ganzen deutschen Handwerks. Dieser Grundgedanke war bestimmend für den Beschluß, in einer Uniber salaus st ellung „Das deutsche Handwerk Tresben 1916" zu zeigen, was das heutige Handwerk zu leisten vermag. Die Vorarbeiten ,'inb in vollem löavge: sie werden zu einem glänzenden Rbichluß kommen, wenn die Hiandwerker in allen Teilen des Reiches in richtiger Schätzung des wirtschaftlichen Wertes eines geschlossenen Vorgehens zusammenhalten. Dos Handwerk wurde bisher aut allen möglichen Ausstellungen als Unlergruppe eingerciht. jetzt soll es in Dresden 1915 einmal jclbft Hanptgruvve und Kern einer große» Ausstellung sein. Eine ausgedehnte historische Abteil,mg wird interessante Stücke aus allen Ebochen des Handiverkerstaude» zusammrntragen. Werkstätten von ehedem werden neben dem neuzeitlichen Musterbetrieb stehen und einen nackihaltigen Eindruck von der Entimcklung der deutt'ckien Handwerkskunst im Zeitalter der Techtiik und Maschinen auslösen. ** 3 nt natioitalliberaleti Verein sprach gestern «bend. Herr Max Fleischer. Redakteur der „Köln. Ztg." in Iiranttizrt e M„ über Nc»-Aegypten von den Stromschnellen bis zum z. el In Ter Redner gab zuerst einen knappen lieberblick über die tvetcknchte und Kultur des Landes, den er durch eine große Zahl Lickitdilder nach^eigenen Ausnahmen wirksam unterstützte. Taran schlotz.iub eine Darstellung von Land und Leuten in Aeghpten, wo- bei oeionderS die wirtschailticbe Hauvtsrage des Lande», die land- wirtsätatttiche Kultur und die Bewässerung, namentlich seit der Erhöhung des Ctaudammes von Assuan zur Sprache kam. Der Redner telvit war kurz nach der Staudammerhöhung im Lande und konnte sich bei maßgebende» Stellen bavv» überzeugen, baß im großen und ganzen die Erwarmngen erfüllt worden sind, die man in den Ausbau die,er gewaltigen Talsperre setzte Freilich b-zeicknete er es als eine eründe emer Kulturnation, durch ungünstige Platzwahl die Insel Philae, das Klemvd des al'en Aegnmens der Zerstörung preisge- geben zu daben, Tiefen Ans ihr m-en folg e eine 5 eibe bot i ich bil den:, die den Beschauer eine Reise durch das moderne Aeghpten von den Sevomjchnelleii lös binuiiler in da» Teliagebiet mache» ließen, der dam, eene Schilderung Kairos, sowie der politischen Verhältnisse und des Deutschtums folgte. Den Schluß bildeten Bilder aus Kairo und der Umgebung, sowie die Projektion einer eigens zn dem Vortrag gezeichneten Karte, die die Liniensübrung der Kap—Kairo- Bahn zeigte und zugleich die Mächteverteilung im atrikansschei: Kontmem seit der letzten tripolilaniieben und zemralairikamschen Beptzveränderung vorsührte. Hieran schloß der Redner einige Bemerkungen über die schioebende zentralasrikmiitche Frage. Der Varirag. der über zwei Stunden in Anspruch nahm und durch eine Fülle schöner und charakteinstijcher Üidttbtlbar vorzüglich unterstug! wurde, fand treudige Anerkennung und starken Beifall. — Im weiteren Verlauf de» Abends gedachte der Vorssgenbe, Herr Kommerzienrat A. K l i n g i b o r , des von Gießen scheidenden seitherigen Vprsitzenden, des Herrn Prof. Dr. Körte, dem es vor züglich gelungen sei. sein Amt so auszusühren, wie es dem Betzen der Partei entsprochen habe, ohne sich vom richrigen Wege ab drängen zu lassen. Seine guten Wünsche begleiteten ihn und seine Frau auch in die neue Heimat. Prot. Tr. Körte dankte in herz lichn, Worten und wie» daraus hin, daß der in der Partei herr- >diente Pessimismus durchaus ungetnnd sei. Nur ein zuversicht ticher, muliger Optiniismu» könne eiwas erreichen und diesen Wünsche er der Partei herzlichst, ** lieber Notwendigkeit und Nutzen der Organisation in den einzelnen Berufen im Handwerk sprach am Mittwoch adiaid in Bad-Nauheim Malet meifter Grat «IIick in einer öffentlichen Handwerkerversamm lung. Ter Redner, der sür die gerechien Forderungen de» Handwerk» eintrat, empsahl auss wärmste den Zusammenschluß der einzeliien Berussgruvven zu Pflichtinnungen: es sei nicht au gängig, diese al» mittelalterliche Emrichtuugea, die überwunden und überlebt sind, zu bezeichnen Wirtschaftliche Fragen müßten in diesen Ptlichtinnungen erörtert werden, es müsse ihnen u.a. beispielsweise das Recht zustehe», die Mindestpreise testzusetzen Diese Innungen müßten aucki den BesähtgungSnachwei» und die Beseitigung des ß tOOg der Gewerbeordnung erstreben. Tie Ge- werbevereine, so sührte der Redner aus, seien erst dann eine rechte Organisation, wen» sich vorder die einzelnen Berufe zu Gruppen zusammengeschlossen hätten, so daß deren Vorsitzende dann den Gesamtoorstand des Gewerbevereins bilden könnten. Dem Gewcrbeverein tolle dami die Ausgabe zu, zwischen den Berisssgruppev und der Handwerkskammer als Bindeglied zu vermiltcln. Eine kleine Handwerkeigrupve kü»»e aber nicht viel erreichen: es müßten sich daher die .Handwerker aller Beruse im ganzen Reiche zuiammenschließen, um bei Landtags- und Reichstagswahlen aus die Kandidaten einwirken zn können. Nur aut diese Weise kann der Handwerkerstand aus die Gesetzgebung, ine ihm bis jetzt manches versagt habe, Einfluß gewinnen. Der Redner emptahl daher den Anschluß an beit „Bund der Handwerker", der sür das Handwerk das gleiche bedeute wie der Bund der Landwirte für den Bauernstand. Ter Handwerkerbuud sei eine wirtschaftlich-politische Orgaisssation voir über 60 000 Mitgliedern, die immer mehr an Ausbreitung zunehme. Tas Haupt- bcstreben des Bundes fei, für das Handwerk eine bessere (Gesetzgebung herbeizuführen. — Tie AuSjührungen fanden Beifall. In der Aussprache wurde nur bedauert, daß der Handwerkerbund politisch ein reaktionäres Fahrwasser eiiigeschlagen habe: die Reichstagscriatzwahl in Friedberq-Büdingen von 1910 habe das wenigstens gezeigt. Tarans erwiderte der Bortragende, daß der Bund der Handwerker izch politisch auf kein bestimmtes Partei Programm sestgelegt habe, daß er vielmehr, die Sozialdemokratie ausgenommen, jedem Kandidaten seine Unterstützung leihen würde, sobald er sich aut das Programm des Bundes verpflichte. Reich» togs und Landtagsabgevrdnete der verschiedensten bürgerlichen Parteien seien fetzt schon Mitglieder des Bundes der Handwerker ** Revolverschüsse int Postwagen. Aut der Fahrt von Wiesbaden nach Frankfurt trug sich in einem Eisen bahn-Postwagen ein eigenartiger Unfall zu. Als ein Beamter ein Pater in die Hand nahm, entlud sich darin ein R e b o I b c r. Ta» Geschoß ging dem Beamten unmittelbar am Kopse vorbei Bei dkl Lejsnung des Paketes sand man jn der Slbußwasse noch weitere scharfe Patronen. " Eine grauenhaste Tat. Aus einem Eisenbahn« zng der Strecke Frankfurt—Kassel wurde bei Schlierbach ein sechs Monate altes Kind mit durchschnittener Kehle aus dem Fenster geivorsen. Der Täter ist noch nicht ermittelt. ** B o m S t a b 11 b c a l c r wird uns geschrieben: Auf mehrere Anträgen sei an dieser Stelle mitgeteilt, daß sür da» Büh< nenrudiläum und Benesiz des Herrn G o l l aus zwingenden Gründen wie Rücksicht aut 7lbonnement»vorstellungen und Spielvla» der kommende Dienstag als günstigster der verfügbare» Tag: ausgewähll werden mußte. Der Faschings-Tienstag war übrigen- stet» ein guter Theatertag und die ungemein zahlreichen Vorbestellungen für den 24. Februar verbürgen ein volles Haus. Taß die Direktion alles ausbietel, dem Ehrenabenü des bewährten und beliebten Künstlers guten Besuch zu sichern, geht schon daraus hervor, daß sie in der reizenden (Keiangsvosse „Wie einst im Mm" eine zugkrästige Neuheit mit hübscher neuer Ausstattung augesetzt hat. — Tie ergötzliche Komödie „Schneider Wibdel" von Müller-Schlösser, bie Freitag gegeben wird, bat am Düssel- dorser Schauspielhaus bereits 50 Aussührungcn erlebt, auch in Bonn, Bremen, Köln, Königsberg und andern Städten wurde sie in letzter Zeit mit großem Erfolg gegeben. Sicher wird das Werk mit seinem köstlichen Humor den Weg über die deutschen Bühnen machen. Die Faschingszeit ist zudem der richtige Hinter grund sür diese Komödie. ** Der Stellenwechsel im Kontor und Laden stobt vor der Tür. Wie alljährlich, jo werben auch am 1. Ilpril dieses Jahres zahlreiche Handlungsgehilseu ihre Plätze wechselt,. Ta heißt es sür den Ches rechtzeitig sür guten Enatz, sür den Gehilfen sür eine neue gute Stellung besorgt zu sein. Nicht dringend genug kann deshalb bei dieser Gelegenheit wiederum vor den gewerbsmäßigen Stellenvermittlern gewarnt werben. Empfohlen seien dagegen die Stellenvermittlungen der großen kaufmännische,' Verbände. Ter größte von ihnen, der Deutsch nationale bandliings- aehilsen-Verband (Sitz Hamburg), Mteilung sür Süddeutschland: Frankfurt a. M., Reiueckttraße 27, der allein 150 000 Mitglieder zählt, hat eine bei Prinzipalen und Gehilfen im besten Ansehen stehende Stellenvermittlung, die auch im verilossene» Jahre wieder mit steigendem Erfolg arbeitete. Hand in Hand mit dieser Ein richiung arbeitet die Versicherung gegen Stellenlossakeit, die von 1,903 bis 1913 911 222.21 Mark Renten an Stellenlose ous- zahlte, im vergangenen Jahre allein 202 836.14 Mark. ** Klein e M itteiIu n g e n Tie 29jährige Frau eine? Buchhändlers ttt Frankfurt ist mit ihrem Flurnachbarn, einem verhetratetfn Tapezierer, durchgebrannt, nachdem sie vorher etwa 6000 Mark ersparter Weiber flüssig gemacht hatte. — Aus dem Franksurter Hanptbabnhos stießen Mittwoch früh zwei Rangier- ahieilungen zusammen, wöbe, mehrere Wagen entgleisten. Durch die gesperrten Glesse erlitt der Verkehr nach Bebra, Basel und Mannheim erhebliche Störungen. Personen kamen' Nicht zu Schaden. — Zur Vermehrung der Schausammlungen desSencken- lergischen Museums zu Frankfurt stsstele Tr Earl Ger- lach einen Betrag von 10000 Mark: eine andere ungenannte Pertönlichleit einen solchen von 20 000 Mark. — Als der Land- wirt Krug aus Lirenteld seinen OrtSpsarrer zu einer Amts Handlung nach dem Nachdardorte nihr. zerdracki plötzlich der Wagen. Beide Männer stürzten ab. Während der Pfarrer leichte Haut- abschürtunge» erlitt, trug der Wagensllbrer Krug scknvere Verletzungen davon, die seinen Tod »ach einigen Augenblicken her- teirübrten. — Die am letzten Sonntag bei Rückgang des Eises am Mainuier zu Ofsenbach aufgesundene Frauenletche wurde als die 41jährige Ehesrau des Alois St enger in A schassen bürg erkannt. Die Frau, die nervenleidend war. war bereits am 2. Dezember in den Main gesprungen. Landkreis Giegen. a. Steinheim b. Hungen, 19. Fedr. Zu dem Selbstmordversuch Fleischers inicht Pfeiffers) ersghrcit mir noch folgendes: Vor mehr als 30 Jahren wurde Fleisckter mit einem Wellenprügel mehrtnals über den Kopf gehauen, sv daß das fdjfimmftc zu befürchten war, Lon einem Selbstmordversuch konnte also damal? noch keine Rede sein. Tie Hstmndk, die ihn setzt zu dem Bersiuche. ftrti dos Leben zu nehmen, brachten, sind in Geschästsverbindurigen mit einem Hungener Handelsmann zu suchen, Tw noch zu leistenden Zahlungen an diesen, die der Ungtütkliche nicht erfüllen konnte, trieben den jetzt geistig Umnachlcten zu der Tat, -- Allertshausen, 17, Febr. Tie hiesige Feld- » n d Aaldjagd würde NM Montag aus neun Jahre an Oberst von Röder für 400Mk, vergeben. Die Gemeinde erzielte für das Zahl einen Mindercrtös von 455 Mk, Ter bisherige Pachtpreis betrug 855 Mk, Kreis Frirdberg L. Friedberg, 17, Febr. Heut- saud in der Aula de? e» >>m»asl>,»is die 91 e i i c p r ü s» ng statt. 23 blbiiurieuleu bestauben die Drusung; 18 waren von der mündlichen Prüfung befreit. h. Friedberg, 18, Febr. Rach Unterschlagung von 1500 Mart Äundcngctdern ging kürzlich der Kaufmann Wilhelm La» - teil schlag er aus Fricdbcrg flüchtig und trieb sich mit seiner um 20 Jahre jüngeren ..Braut" in Frankfurter Gasthösen herum. Gestern imirde das Paar verhaftet. Starkenburg und Rhein Hessen. m Ofsenbach a. M., 19. Febr. Ter Hausbursche Karl Bernhard, der in einer hiesigen Großwäscherei beschäftigt und nach Abhebung eines Scheckbetrags in Höhe von 300 Mk. flüchtig gegangen tvar, wurde am Mittwoch festqcnvmnwn und dem Gericht zugeführt Bernhard hatte das Geld in Franksnrier Animierkneipen bis auf den letzten Pfennig verjubelt, jo dag er iroch schlief,lich seinen Mantel für 2 Ndk. versetzte, um wieder nach Ofsenbach zu kommen, wo ihn jedoch bald das Gejchiet erreichte rm. Dieburg, 18. Febr. In Dieburg ist gestern in einer Wirtschaft ein bei einem dortigen Bäckermeister be- jchäftigwr Geselle erhängt toorden, ihm wurde gleich- ,zeitig ein Schuß mit einem Revolver in den unpf be>gebracht, so daß nach kurzer Zeit sein Tod erfolgte, lieber die Beweg- grüirde zu der Tat ist man im untlaren. Tags zuvor tvar er noch auf einem Maskenball. 4 23 a i t\ j. 18.Febr, I» der heutigen Stadtverordneten- litznng wurde» kür die Erbauung e!„es B«rwatt»»gS,ebä»de» für das Elektrizitälsamt in der Rdeinallec 187 000 Mk und lür die Errichtung eines WohliahrtSgebäudeS für die Arbeiter de? Gaswerkes 55 000 Mk. bewilligt. Hcsicn-Nassau. = Hanau, 18.Febr. Zu den Massencrkranknngen im Eijenbahnregiment Nr. 3 in Hanau erfahren wir von zu. sländiger SteNe: Beim 1. und 2. Bataillon de? Eisenbahn- rcgiments Nr. 3 in Hanau find ErkälinngSkrankhcilen in größerer Zahl ausgetreten. Der Verlaus der Erkrankungen war bisher durchaus zufriedenstellend. Die meisten der Erkrankten sind bereits wieder dienstfähig. Die bakteriologischrn Untersuchungen ans TijphuSbazillen sind negativ ausgefallen ---Hanau, 13. Febr. In einem Weinrestaurant hat sich der dort beschästigie 22 Jahre alte Kellner Gebhardt ans Hettenhausen in der Rhön erschossen. Der Grund zur Tat ist Eifersucht. tftaricfetofaol. Benthe». 18. Febr. (Privat-Telegramm.) In einem Prozeß wegen M ü d ch c n h a n del s wurde der Hauvta,»geklagte Samuel Lnbelsk, wegen Vergehens gegen den jj 45 de«, Reichsauswanderungsqcsctzes und wegen Mädchenhandels zu nenn Jahren Zuchthaus, 12 000 M a r k Geldstrafe oder für je 15 Mark einen weiteren Tag Zuchthaus bis zu dein Höchstmaß von einem Jahr und vier Monaten, zu 10 Jahren Ehrverlust und Tragung der Kosten verurteilt. Das Urteil geht weit über den Antrag des Staatsanwaltes hinaus, der 6>/z Jahre Ge- iängnis, 12000 Mark Geldstrafe, 5 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht beantragte. kuskickiffabrt. Johannisthal, 18 Febr. Heute vormittag 10.17 Uhr stieg der Rumvlerpilot Lmnekogel mit einen, Paisagier auf einem Rumpler-Eindecker zu einem Höhenflüge aus. Er erreichte eine Höhe von 4300 Metern, womit er den bisherigen deutschen Höhenrckorü übcrbot. Er landete kurz vor 12 Uhr mittags. Um 12 Uhr Dt den Offizieren der Start aut dem Flugplätze wieder jrcigcgebcii tvordeu. Paris, 19. Febr. Am Eiselturiu lvurden gestern Vcrfulbe mit brennenden Pfeilen vorgeuomuren, die den Flugzeugen als ZerstöruugSwassc gegen feindliche Lenkballons diene» tollen Die Pfeile sind 40 Zentimeter lang und 8 Zentimeter breit, bestehen aus Stahl und sind mit einer Art von Schraubeuslügeln ausgerüstet. Im Innern befindet sich ein Bchöslcr mit 20 Zentiliter Benzin. Tic Versuche gelangen. Ter Ersindcr heißt Guerrc. Vermischte». * Um bic Siebe. Aus Döbeln in Sachjen wirb gemeldet, Ter 19jährige Hausdiener Roethig gab aus die 20jährige Fabritarbcitcrin Uno er, die die Beziehungen zu ihn, lösen wollte, i» deren Wohnung mehrere' Schüße ab. Er verletzte das Mädchen schwer und erschoß sich dann selbst. — In den. Orte Schasshansen, Kreis Saarlonjs, durchschnitt der etwa 35 Jahre alle Hüttenarbeiter Huppert ans Schassdausrn seiner Frau den Hals und versuchte daraus, sich selbst de» Hals ebenialls zu durchschncidcn. ivobe, er sich schwer verletzte. Ohnmächtig wurde er j» das Schasshausencr Krankenhaus cin- geliescrt. Tic Frau war sofort tot. Wie cs hcjßt, batten die beiden Eheleute Streit mit einander gehabt. * Ei» G r o ß fe u 1 r i it Danzig, das in der letzten Rächt auf der Speicherinsel wütete, hat die zwei größten und massivsten Speicher, die seit über 100 Jahren bestehen und der Firma Speiser u. Eo. gehören, in Asche gelegt. Das Feuer brach um 2 klhr aus und fand in den vletreldc- und Futtervorräten reiche Nahrung. Die gesamte Berussscuer wehr-von Danzig und Langfuhr arbeitete bis heute vormit tag an der Belämpsung des Feuers. Der Sturm gefährdete die den Speichern gegenüberliegende,, Straßcnzüge durch FUlgfencr. Ein Eckhaus der Braudgasse geriet iu Flammen; die Feilerwehr griff jedoch schnell ein, so daß nur mehrere Vordcrwohniingcn und Kontore ausbraunten. Die Arbeit der Feuerwehr'wurde durch herbeicilende Dampfer unterstützt. Tie besonders gefährdeten Rebeuspeichcr konnten gerettet werden, litten allerdings erheblich. Einige Feuerivehr- leutc tvnrden verletzt. Der Schaden ist bedeutend, fcdoch durch Versicherungen gedeckt. , * Eist c Liebestragödie. In Elberfeld hat sich eine Liebestragödie abgespielt. Ter in der Mirkestraßc wohneiwe 31 Jahre alte Gerichtsaifeffor Oskar Reltelbed „ntrrhielt Bezieh,„igcn zu einer Dame der Düiseldocser Gefellschast namrns Brunbilde Wilden, die im 23. Lebensjahre steht und einer rciäwn Tüifeldorfer Faniilie angebört. Wie vertanlel, hat der Asiefsor die Bcziehnnge» löse» tvoitcn uno die junge Dame darüber nicht in, unklaren gelaisen. Sie schrieb ihm einen Brief, daß sie ohne ihn nicht leben könne, und erschien gestern nachmittag in der Wohnung des Assessors. Rach ein,» kurzen »ntmrednng gab sic plötzlich einen Schuß au! ihren Geliebten ab. Der Assessor wurde in den Unterleib getroffen und konnte sich noch in ein Nebenzimmer lchlepve»; dort brach er zusammen und starb »ach wenigen Minuten. Tie Täterin i|t geflüchtet und seither nicht bei ihren Angehörigen in Tnfsetdors eingetrostcn. Man nimnit an, daß sic Selbst,nvrd verübt hat. * Bei einer Film» usnahine in Wien ivurdc der Regisseur von einer T i g e r s ch l a n g e in die Hände ebissen. ES gelang, die Schlange von ihrem Opfer abzn- ringcn. * Neue Untat der v e r h e tz i c n Wahlwciber. Aus London, 18. Febr., tvird gemeldet: Während 200 Hochzeitsgäste auf dein Bahnhöfe in Burlo» versammelt waren, um sich zur Hochzeit der Lady Adelide Spencer mit Sidncp Peel zu begeben, näherte sich eine Frau, anscheinend eine Stimmrechtlerin, Lord W e a r d a l e , dem hervorragenden. 67 Jahre ollen Führer der Friedensbewegungen, und schlug ihn mit einer Hundepeitsche, so daß Weardale zu Boden siel. Eisenbahnbcamte halsen ihm wieder aus, während die Frau von Polizeibeainten sestgenommen wurde. Man glaubt, die Frau hielt Weardale irrtümlich für ein Mit glicd der Regierung. Dazu wird toeitcr gemeldet: Tie wegen des Angriüs auf Weardale verhaftete Suffragette ließ heute durch ihren Rechlsamvatl erklären, sie habe den Lord irrtümlicherweise für den Premierminister Asanith gehalten. Der Rechtsanwalt beantragte die Freilassung, die sedoch der Präsident des Polizeigerichts ablehnte mit der Erklärung, der Angriff sei die Tal einer Wahnsuinigen. Er habe daher die Untersuchung ihres Geisteszustandes angeordnet. Aniocr-itätseNachrichle,^ Dem Lberlonsistorialrat a. D., ordentliche» Professor der praktischen Theologie an der Berliner Universität Tr. theot. et phil. Paul Kleinert ist der Charakter als Wirklicher Ge heimer Obcrkoniistorialrat mit dem Range der Räte erster Klasse verliehen worden. Markt«. Limburg «. ». Lahn, 1*. Febr. Fr» cht ma rkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen sRasiauischcrl 18,00 Mk« weißer Weizen sangebante Freivdsortens 15,50 »it, Korn 11,80 Mk., Gerste ,S,,l!er) 8,00 Mk.. Braugerste 10,70 Mk» Daser 8,00—0,09 Stk. Erbse» 0,00 Mk, Kartoffel» 50 Kilo 3,10—0,00 Mk, Butter das Pfimd Mk. 1,00-0,80, vier das Stück 8 Mg. Amtli«lj«r Wetterbericht. OeiienlIscher Wetterdienst, Gießen. Weileraussichten in Hesse» »>» Freitag, den 20. Febr. 1914! Veränderlich, wechlelnde Bervölkimg, zeitweise Regelfälle, Tempe ratnr wenig geändert, westliche Winde. Schneebericht »er Lchsktnbr Kietzen. Ho herodSkops: Neuschnee , 3 Grad Kälte. Schi- bahn gut. Letzte Nachrichten. Ter Kaiser in Karlsruhe. Karlsruhe, 19. Febr. Der Kaiser ist heute vorniittog 9,4l Uhr aut dem Zentratbabuhvi cingctroise». Z» seiner Br grüßnng war Groß Herzog Friedrich von Bade» er schienen. Vom Bahiilio, ans brqab sich der Kaiser in geschlossenem Wagen nach den> Rendcnzschlosse. Das Wetter tvar unfreundlich Strasantrag gegen einen Romanschriftsteller. Hamburg, 19. Febr. In der Redaktion des „Hamburger E ch o" fand heute eine Honst,Ichung statt, um den sich Nikolaus Weiter nennenden Veriaiser des jüngst im „Echo" erschienenen und bereits in Buchform vorliegenden Romans „Franz Brrgg, Eil, Prolctarierlcben" ZN ermitteln. Anhaltspunltc über die Abreise des Veriaifere wurden nicht eihniktell. Ter preußisäie Kriegsminister hat Anklage gegen den Verfasser nnd verantwortlichen Redakteur des „Echo" erhoben wegen Beleidig ungdeSOffizie, k o r p s und V e r ä ch I l i ch m a ch u n g von Staatsernrich- lungen aus Grnnd von Schilderungen über 25 Jahre znrücklie gendcr Vorgänge in einer preußischen Kaserne. Ein n e»c8 russisches H ee re S pr r> g r a in Petersburg, k9. Febr. Die russische Regierung bringt in den nächsten Tagen in der Duma ein großes H e e r c s v r » • gramin ein, indem der Kriegsminifter außerordentliche Kredite verlangen wird. G c r e n, k» >t bemüht sich, hierfür die Dnmamehr heit zr, geivinnc», Ivos Kokowzotv Nläzt gelang. Goreiiikyn konic rierte bereits mit angesehenen Oktohristc». — In amtlichen Kreisen tauchen Stimmen ans, die dem neuen Ministerium nur eine kurze Dauer prophezeien. Ein Deutscher in Frankreich vergiftet. Paris, 19. Febr. In einem Hanse wurde die Leiche eines 31 Jahre alten Deutschen namens Otto Grob aus Mülhausen ansgksundeu. Es scheint, daß Grob einer Vergiftung erlegen ist, doch steht noch nicht fest, ob er Selbstmord begangen hat, oder ob die Tot von einem okt hei ihm gesehenen Mädchen verübt worden ist. Danksagung lür die. »ns so zahlreich bewiesene Teilnahme bei (lern Hin scheiden meines lieben Gatten, unseres nuten Vaters. Bruders, Sch wienern, ters, Grossvaters, Schwagers »nd Onkels sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Groll» für die trostreich,■» Worte, dem Kirchen- und Ortsvorstand. dem Mannergesangverein, sowie für die dargcbrachten Kranzspenden unseren aufrichtiirsten Dank. ■ Iisnhciliu Schnall, -6b. Schüfe, Familie Schwalb Familie Balßcr. Rödgen, den 17. Februar 1914. „1318 11 ! tili Vortrag il V R des Herrn Tr. Hugo Eckcner, AriedrichHhasen über BIsLeislunyga ilerZeipeÜB-liWiiio in JaiirelS13 milbe- sonderep BßriicksiGSiüqüng der llniälie der Marine-Loltsctiiiie (mit Lichlbildernl am Donnerstag, de» 10, Februar 1814, nm 8'/, Uhr, in der groben Aula der Univrrntät. Karlen in. Boroerkau! zu Mk, 0.50 in den GeschoftSIoknlen vo» Ernst Baiser, Mäusburgll, Eberb. Metzger Nächst, SelterSweg 70 Buchhandlung Schnitzter. Wetzlar. Karten an der Abendkasse Mk. 0.75. 2034 D MWW 9 W 9 9 W M«» Sonntag, den *22. Februar, abend« 7 50 Uhr, In* C a f 6 Übel grosser Maskenball Herrenkarten Älk. 1.00. Im "Vorverkauf Mk. 0.80 bei den Herren Petersen, Marktplatz, und Friseur Pfeil, Wnlltorstrassc. Damenkarte Mk. 0.25. 1060D Damenkarte Mk. 0.25. iStrohhüte • zum Fassonieren \rer- | den schon jetzt ancre- J noinmen. Die neuesten i 51a*i ; crforaen sind i ciiifretroffen. (2447 i Mathilde Nachmann Grosse Giessener Karnevalgesellschaii 1911 Sonntag, 22. Februar 1914, nachmittags 8 Uhr 57 Tlinnten: Grober Karneoal in sämtlichen Räumen der Liebigshähe Eintritt einschl. Kappe 45 Pfg., Mitglieder nebst 1 Dame freien Eintritt Die Herren-Mode -1914 Der gute Ruf ci» HasMijiins die in weitesten Kreisen bekannt ist, bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung . . Große Auswahl bester MsctauglJaMale J. Pfeffer 1794 a stets zu deu billigsten Preisen auf Lager. Selbst das kleinste Quantum w. abgegeben. Buchdrnckerei Nitschkowski Lildnlralt 4 SIESSEff 2453 Telephon 724 ,Tf i« i 11 tm — Hm. » - S-. .»t vWi’^ jJ i Im Färberei Gebr. Rover chimTihTwa^hanSen Chemiaebes Reinigea n. Färben tä» Hamen., Herren« ». Klnder^arderobr,Vorhänge», Decken, Teppichen, Portieren, Felleo, ftpUzeo, Feiern, Reihero, kindermtri/eiu Handschuhen etc. _ 1000 AwgfteHte. Elnrichtunfr und Oraronisation unserer Werke sind in «er gresamfen Fachwelt als mustorirülUfc: iiusterßrültiti: anerkannt. Danksagung. &ür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigttng unserer lieben Enrschla»enen Johanna Ley sowie für die zahlreiche» Blumenspende» jage ich herzlichen Dank. In, Rainen der Hinterbliebenen, LSilli. Leu, Werkmeister. Giehe» sLeihgestorner Weg 13t, «.«I den 19. Februar 1814. KukciptMl Gusltatilt. OfaMi i. n assÄiMiassKss m.^entraly., el.Licht. N»os. pe^Nonsprets Prospekte -l. ct. Direktion _ 1801 hv] TETRÖ Einziger Stopf- und Nähfuß Unübertroffen üilzftpin! II Vorführung dieses schon andernorts rühmt, bekannten, unübertroffenen, prakf. und einfachen Apparates findet in den Geschäftsräumen der unterz. Firma Donnerstag und Freitag v. inorg. 8VaUhrbis zum Geschäftsschlusse statt. Der Fuß kostet nur den geringen Preis von 1.00 IVIark das Stück für die gängigsten Nühmaschinen- Systemc. Wir haben uns entschlossen, einige Preise für die mit dem Apparat „Tctro* angefertigten besten Arbeiten auszusetzen und zwar Mark 20.00 als ersten Mark 10.00 als zweiten Mark 5.00 als dritten 2ß0a Besichtigung ohne irgendwelchen Kaufzwang. J. Heilbrunner Marktstraße 17 Rittergasse 8 I» »»lerer Zentrale irlich ciiiactrosscn:' xiiße »panische Orangen 2l»tf 1, 5, 6, 7 Z, wtiirf t .>, 4 .> , •) H, (>.> z, Grölte intime Zitronen 2 Statt «.> Pfg. IS" Nudeln . i;jnnb | Ä -vkusiii. «djnitt « tanb Makkaroni, Bruch Pfund lÄr™,pnjt Stangen m I Makkaroni in Paketen I Piund IO, 7.O. 57 Ringäpfel PflNttMeN ir»»wche Vermietungen 6 Zimmer hillielniHtranKe Herr mit Bad und Zubehör sowie Ghrtenanteil sogleich oder zum 1. Avril zu vermieten. Näheres fc. Altboff und Licbigttr. 83 im Laden. 1130 5 Zimmer 31 g-W«tt-K»hM im 2. Stock (Mans.1 mit allem Zubehör v. 1. Avril an ruhige Leute z. vermieten. Näheres Weitzbindermitr. 8eht»5en. Bleichstrahe 6. N6 4 Zimmer Echöne 4°Z. Wohn.. II. St., gegenüber d. Botan. Garten, m.Kabinett (Badczim.l preis; würdig per bald oder sväter zu vermieten. Tb. Brück, Honnöbeliabr.. Brandpl. 4- Sdiinenbcrg. Weg 68 z. verm. Näheres Löberttraire 3 v. I 3 Zimmer ~ Z:i-Zirnnitt-Wal|iiiing un 2. Stock mit gr. Gartenanteil an ruhige Leute zu ver- mieten. Schöne Aussicht. 013241 3. Stock 3 Zimmer- wobn. an ruhige Leute zu »erm.Näh.Babnbofttr.76v. I Verschiedene | (kliic Parterre-Lvohnung in dem Hause Ecke Ost-Anlage undLandgraienttrahe. besteh, aus 6—7 Zimmern nebst allem Zubehör, per sofort od. 1. April zu vermieten. <183 Abcrmann k ftlina. 23171 Schöne freundliche 5—6 - Zimmer - Wohnung, Sonnenseite, per 1. Mat od. später Ln vermieten. Kaiser-Allee 1. Walltoritr. 36 !ai cuil. midi srllh. »iit oder ohne Wohnung zu vcrniicl. 12310 Fr.Hannlngs. Seltcrsm. 14 II. Groller Plcrdcltall mit veuhode» zu vermielen. 2087. Striustrabc 73. i Herren mii ladelloler Bcrganarnheit erd Anstellung aus Wochen- coil. Monatsgehalt. Ollert. W. R. 84 »oitla«. Wetzlar. Leben, »alill, WM Tüchtiger Vertreter unter besten Bedingungen, evtl, festes Gehalt u. Reife- fpefen. von grober, gut ein- gelührter deutscher Lebens verncherungs- Aktien-Gesell- schaft alsbald für dauernde Stellung gesucht. Gröberes Inkasso ist vorhanden. Gefl. Offerten unter I». v. 94 an Tande k («o.. Frankfurt a. M., erbeten. _ 2095 b Lkbensoersichkning! Gr. alle Tcutjche Lebens- versicbernng sucht tüchtigen Bersichcrunas - Tinlvektor gegen boben leiten Gehalt. Reiiesveien re. Auch Nichl- lachleule linde» lohnende Be schäitigung unler günstiacn Bedingungen. Angebote unl. V 224 an Haaienitci» & -Bögler A. G.. gaffd.'^hv Wir suchen füi unser ked.it. Deckiiigelwirk l.lahrcsvro- duklion 40 Miltw»c»> einen rührigen. lüchnge» 12421 Kv Vertreter. Herren, welche m. d. Branche gm vertraut und bei der einschlägigen Kundschaft und Behörden bestens eingcfübrt sind, wollen ihre Adresse, sow. Bedingungen unt. H. 6. 633 an Eaaseasteln k Tvgier A.- Q., Manchen betaumgeben. und mehr verdient jeder, der unsere weltb. Artikel »'.Allein bezirk übernimmt, gar. stündl. Mk. 2.— und mehr. Zeder ist Käufer. Näheres umsonst. Poctiers dt Schäfer, G. in. ü. £\, Barmen6. -^hy Maurer und Handlanger werden eingestellt Baustelle fjilauhrcchtMtr. [2369 Wst.Sansbiii'sibkiiksM 2442 -Jlliccilraitc 24 3»h|. öausbnridic Ä! 01320 Gebrüder Stamm. jüngerer Hausburschr gesucht. Baünbofstr. 51 jüngerer 12488 HauNburache gesucht. 3. 'üieffer, Marktplatz Lanfmädchen für den ganz. Nachmill. gei .ilberi Behrend Ww (1 01294 Putzgciidäst. Lehrmädchen mit guter Vorbildung suchen gegen Vergütung 2409 A. HoltcrhofT Söhne, Kur;- ii. Modcwarengcjchäi't. uoiitnAnniKX aus achtbarer Familie für Ostern oder später gegen sofortige Vergütung gesucht. Robert Haas \achf. 012S5 Modewaren. Junger Kommis (Hum Weih», Wollw.l sucht zum l. Slvril cr. Stelle Schriitl. Angeb. „nt. <11278 a. d. Giesicnee Anzeiger erb. .Innere, Kaufmann m» nuten Zeugnissen und flotter, sauberer Handschrill lucht ver sosorl od. 1. Avril Stellung nls Buchhalter od. Korrespondent. Sfliristliche Angeboie unter 01317 an den Gieflener Anzeiger erbeten. Raulmann, 35 zsnbre all. mil orim« Zeugniisen, in der zioionialwar.-Branche durchaus bewauderl. welcher ganz Oberhesse» ».Nassau mil gul. Erlolge bereiil dal. levles ,sabr ioeziell in Aassec, sucht ander,veilig Stellung gleifli od.später. Schrilll.Angebote nnl. 01319 n. d. Gieh.Anz.erb. Besseres Mädchen sucht soiorl od. svll«. Stellung nls Kindermädchen. Schrtsll. Slngebote unl. 0100V an den Gtehen. Anzeta. erb. Bauplätze im Villen-Quartier in der Nähe der Augen- und Ohrcnklinik, unweit d. Bahnhöfe, an ausgebaut. Straken, warme, sonnige Lage, sind preiswert nbzugeben. Näh. in der Geschäftsstelle des Giehener Anzeigers. ,'1940 Acker a. d. Sand, zu2Gärt.ge ei g.. z. verf. A »t«rv, s1». |" 13y7 Ein nur einige Male gelrag. ^rack-Attzng für mittlere Figur zu verk. Näher, in der Geschäftsstelle des Gietzener Anzeig. 12342 Hausburs « e ßksllliit. 2457! Steins Garten. sür Oller» gesucht. Grund lichste iachmänn. -Ausbildung. Buchdruckcrc, Nitschkowski Gtehen. 12432 Gesucht per sosorl. soätcslens 1 . Äoril Haus mit 8 artril oder 7 Zimmcr-Wobnnng, Stall für 3 Pferde u. Wagen- rcmise. Schrii'tl. Angebote umer 01330 an den Gietzener Anzeiger erbeten. ttki». inöbliertfö ^innrer in freundlich sonniger Lage von Herrn gesucht. Schriitl. Angebote inner 2481 an den Giehener Anzeiger erbeten. Berseüungsh. zum 1 . oder 18. r'lvril bess. 4-Zimmcrw. mit Balkon oder Loggia in hübsch. Lage v. jg. Leinen ges. ES werden and) 8Zimm. gen. Schriitl Angebote unter 2422 an den Giefiener Anzeig, erb. Stellenangeliete äit. Stud. zur Annichl. Mnlb. od. 21eu- obil. Morgens Zell s.Ä ollegs. Angeboie a» das Jusliiut Hnncrau lHolslcinl. 2444 sur? Kontor gegen Bernntung zu Oflern gelucht. Schrill!. Angebote unter 2287 an de» Giehcner Iflnzeiger-. 24381 Wir nehmen jungeLeute die das Sortieren erlernen ivollen, linier günstigen Bedingung. an. Rinn * Eioos. Henchelbei» ILehrlin«! nuS achtbarer Familie mit guter Schulbildung zu Ostern gesuckit. 4tarl Schmierer, Kolonialwar., Eisen- u. Holz hand!..Grünbcrg(Oberliess.1. IdEJI R Ii S \ G mit guterSchulbildunggegen steigende Vergütung gesucht. Lcdcrbdlg. (Gustav Sichel, Friedderg tHeneni. , ^r«u et). 'JiÄDffirn "Vnm: ges. »linikitraiie 32 I. [2454 «auffrou fa VS c " 9 0l3g> Wilbclmstraüe 43. Ein er«, zuverl. Hausmädchen mit nur gut. Zeugnissen ivird zum 1. März von einer älteren Dame gesucht. Pcr- svnliäie Vorstellung von 10 bis 1 Uhr, nadmnktags von 6-9Uhr.7yried r ichttr.35. ' " Für sofort 2431 tüchtig. Ä)iädchcu das felhständ. kochen kann u. alle Hausarbeit versteht, ges. F ricd ri chttr. 10. Unterhaus Per 1. 2Närz sauberes, ehrliches Mädchen gesucht. Frau F uuk cr. M«irkti'tr. 21. Ordentliches Mädchen welches schon gedlcm hat. bei gutem Lohn gesucht. 2297 avnu Fobanna Nullniunn. Büdingen, Brunoitrahe 8. ^^Ein nicht zu junges Mädchen nui sofort gesucht. Schrift!. Anneboie unter 2401 an den Gienener Anzeiger erbeten . __F ungcS, iaubcrcs - ,r Mädchen vom Lande aclucht, Kondiiorci Auauil »ranz, Wclilar, tachmiedgaffc 43, Billig zu verkaufen eine Anzahl verzinnter Wannen Waschtöpfe : Eimer emaill. Kochtöpfe eine gebrauchte Waschmaschine Volldampf Ludwig Kröll 2258) Plockstraßc 24271 Sehr gut erhaltener Kinderwagen zu verk. SöltcrSweg 61. erhabenes Zwetvad gegen bar zu lausen gesucht. Schrisll. Slnnebolc unl. 2280 an den Gtehen. -Anzeta- erb. Santc gclr. Klctder.Skbnbc „sw. Alldandlung 7»rau Deikman>i,Sonneiiktr.32l-"'' llnterferticjtc bittet um baldige Einlieferung der ausstehendeii Rechnungen ihres C. C. 2429V Die Ferienkasss derSlarkenburgia Wallei)ie!$^>/'xxx-x >0 51 p . Cnftden 10894 ENGLISH TEACHER Lndwigsplat/; 14 II. Sctanler od. Kant», f. gutePcn- fion i. Beamtcmam. Sehr. An- geb. ». 2432 a. d. Gien. Anzeig. Mufikkavellc <8—10 Piann» für Fastnacht-Dienstag noch frei. Zu erfrag. i.d.GeschäNS- stclle des Gien. Anzeig. 12426 V«r richtet firebs.Schuhmack i. Gienen o.Nmg. ein o. überg. s. Geschäft b.kl.Anz.? Brok«l, Franklart a. Zeit 201. 01 Garten am ?rabrungsberg zu ver- vachten m. GartenH.u. Wasserleitung. dläh. Kaiscr-Allcc l un d Bismarckttr. 20 aus der Schönen Aussicht, 5154 qm, Acker am Wihmarer Weg, N29qm. zu vervachten. s0132l Hinter d. Wett-Anlagc 9 p. KASSENSCHRANK allerbestes Fabrikat, aussergewöhnlich. billig za verkaufen Gefl. Anfragen unter 3096D an die Geschäftsstelle des Giessener Anzeiger erbetet. * 446 Trinker-Fürsorgestelle n sür Stadt und Landkreis Gictzen. :: Gieiicn, Aklcrwcg 9. unterer Stock. — Sprechstunde: jeden Donnerstag 6—7'U Uhr abends. — Unenigelllichc ärztliche Untersuchung vo»4llkobolkrankc». Rat und Bristand sär sie und ibre Angehörige», auch btnsichtlich der Heilung. Auch schristlichc Slnsragen werden von der Trinker- _ sürsorgcnellc beantwortet. _ 24190 Oefen! Oefen! Räumungsausverkauf Mehrere 100 Oefen und Herde gebe wegen Verlegung meines Lagers Kpotthilllg ab. Aeusserst günstige Gelegenheit fürLandieale, Baaherrea and Wlederverklaltr. W. Dürbeck Nachf. Albert HÖH» Telephon 283 _ Pleastraswe 6 _ Telephon 283 + Bruchleidende + Eine grobe Wohltat ist mein g»I»lt»»»d»», ne »»» I,»d«r. ol>i«r«d«e, berget, cllIeS„4IXIV41I4>d^4,"-4I,neI»«»»ns. Es ist leicht »»d beguem. bei Tag u»d Nacht zu trage». s>ür gutes -Lassen übcrncbme Garantie. TicdeS Band wird »ach Mast augeieriigl. Mein Vertreter wird an, SwiU|,21. Fekr. toi 9 12 üir j» Blotoo.Bikokolkotol Lodz Mutier vorzcigcn und Bestellungen enigcgenuehmen. 124V» Ilni-I I-nvei-Lnxl, prall. Bandagist, I.Urrach I. 44 WnUbrunnsirabc S _ Tclevbo» 477i Perlaren Montag nachmill. Brosche mit Perlen >Halb mondiorn» v. DeiierSior bis Wilbclmilr. Geg.Bel. abzug. VI32S Sellcrsweg K4 II. Perftcigernng. Freitag, den'26. d. MtS., nachmittags 3 Uhr, werden im Psandlokal SelterSweg 11 versteigert: 1 Kassenschrank. 1 Sekretär. Sofas, Kommoden, Schränke, 1 Schreibtisch. 1 Schreibmaschine, 1 Wanduhr. Tische u. a. m. 12292 Fohann. Gr. Pfandmeister. Versteigerung. Freitag, den 20. d. MtS., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich vor der neuen Schule in Lollar 2408 1 Zugpferd gegen Barzahlung. Bersteigcrnng bestimmt. Born, Gerichtsvollzieher in Giehen. Versteigerung. Mittwoch, den 2.5. Fcbr. d. F., nachm. 3 Uhr. sollen im uädt. Pfandlokale, Seltersweg 11 dahier, die wegen rückständiger (Gemeindesteuer und Kanalgebühren gepfändeten Gegenstände wie Sdireibrischc, Schränke, . Kommoden. Sofas. Sekretäre. Vertikos, 3 BüsettS, 1 Handwagen, 1 Nähmasch., 1 Fahrrad, 4 Teppichkehrmaschinen, 2 Klaviere, drei Kassensdirünkc, 2 Pferde u.n.a. versteigert werden. 24,7 Kessel. Psandmeitter. Versteigerung. Montag, bcn H3. Sehr. 1. 7>s., »nflim.it Ubr. sollen im itädi. Psnndlokalr, Scl- lcrSwcg 11 dnbier, rinc Anzahl riibcnc Stämnic, acichnitlen zu BobIcn,ci»ePar>icbufli. Boblcn, l Kakseniclirank. verschied. Mobiiiargegcn- siände n. v. a. veriteiger! werden. >2430 1. SiBStag, des 31. Febroor 1314: Lumpen- Kneipe Ter Vorstand. v. h. c; Zweig-Verein Glessen Sreitag, den 27. Februar, abends 9 Ubr, im „Aaiicr- boi" 11. Stock» »24480 Anßrrordkntlichc Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Punkt 6 der Wanderordn. 2. Erhöhung des Beitrages. Cafe Ael Inhaber: Karl Ohm. Täglich grosses [ 1TW0 Aniani 7V. Ukr. Eatree Iral. Union Theater Für Bienslag, Hlltvech, Donner afaq, Freitag, den 17., 18., 19., 80. Febr. ela aasor- les. Seasatiens-Pregramm! Sevilla. HcitI. Aufn.; die alten aa* der IBaaren- zoit stammenden Baaiea sind für die Wissenschaft von gi'oßem Wert. Ohne Gewissen. Rührendes Drama. Spannend von Anfang bis Ende. Julinn hat ein V>ncll. Humoristisch-Szene. Zum Lachen IDiesesStück wird bei jed. d. rechteKameval- stivnmung hervorrufen. Wochen -reberslchl des Union - Theatern ist eine leb. Zeitaag; bringt das Neue«tc aus allen Weltteil., wie Mode, Sport n.afi wicht. Begebenheiten. Der Erfolg«1.Fliegers Köstliche Komödie. Zum Lachen I Zurückerobert! Drama in 2 Akten. Dieses Draina ist eis Kaastfllai ersten Raagne. Die hier vorkommend. teufl.Pläne. sowie die and. verwickelt. Szenen sind aufsehenerregend u. finden überall den größten BeifalL ZumLachenrZumLachenJ Angnwtln und der Sänglinar. Jede Beweg, dieses droll.Komikers ruft Lachstürme hervor. Des Lebens Herbst Drama in 2 Akten. Noch nie gesell, ergreif. Sze en kommen in diesem über- ans gelungenen Bransa vor; die besten Kräfte spielen hier die Hauptrollen, wodurch dieses Stück einen erhöhten Reiz bekommt und mit groß. Spannung erwartet man das Ende dieses Dra >>as. 2383a Die Birekliea. Dir- Herwann Steingoetter. Freitag, b. 20. Febr. 1914. abends 8 Uhr: 16. Freitag-Abonnements- Vorstellung. — Gewöhnliche Preise! — Neuheit! r Neuheit: Lchlikidtt Wibbel Komödie in 5 Bildern von Hans Müller-Schlösser. Ende gegeti 10'/.. Uhr. (24590