Nr. 88 Erschein! tiigüch mit 9IuSnatjme be-5 Sonntag?. Tie $amtlienbIiSttaltung aufgebaut. Da können wir nicht eingreifen. Das gilt auck für die Anlage der Kapitalien. Die (sirundsähc für die Kapitals- anlagc sind mit dem Verwaltungsrat cingehclid beraten worden. Beleihungen von Gruben. Bergwerken usw. sind unzulässig. Einzelne Beschwerden gehören vor den Verwal- tungsrat. Jeder Angestellte soll jährlich einen Kontenauszug erhalten. Auf Anfrage der Angestellten, ob der Beitrag deS Arbeitgebers cingegangcn ist, mutz Antwort gegeben werden. Nack» dem Gesetz soll ein Drittel der Beamten Militäranwärter sein. Tüchtige Leute soll man aber nicht abwei'en, wenn daS Drittel schon besetzt ist. Abg. Wallenborn (Zentr.): Die Unterstellung jener öffentlich rechtlichen Versicherungs- Unternehmungen, deren Geschäftsbetrieb sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt, unter die Aufsicht des Aufsichtsamt ist unbedingt erforderlich. Private Versicherungen, die das gemeinnützige Unternehmen der Volksversicherung in die Hand genommen haben, sollen nicht schlechter gestellt sein, als die öffcnllicken Versicherungen. Tie Monopolstellung, die Gencrallandschaftsdircktor Kapp für die letzteren anstrebt, können wir nicht begünstigen. Abg. v. Wiuterfcld-Menk (Kons.): Selbstverständlich wehrt man sich, wenn ein »rderer sich in einen alten befestigten Besitzstand cindrängen dagegen und wird zornig. Wie es im Sprichwort heißt: Der alte Kater beißt den jungen. Die öffentlichen Bersichermigen haben in eine ge wisse Notwehr gegenüber den privaten gchairdelt. Die Versicherung der crstcren weißt in noch kui^er Zeit reckt erhebliche Zahlen auf. -sie können sehr wohl zu einer Ausgestaltung der Lel'ens- vcrsickeruna beitragen. In der Beziehung kann, wie England und Amerika zeigen, bei uns noch sehr viel geschehen. Wir wollen auch einen Platz an der Sonne. Die Lebensversicherung ist d i e beste Gelegenheit zum sparen. Die Ausdehnung dsr öffentlichen Versicherungen auf die westlichen Provinzen ist durchaus natürlich. Wir werden aber in Zulunft alles ausschalten. was diese Zwistigkeiten unterhalten kann. Tic Arbeit einer einzigen Persönlichkeit, des Dr. Kapp, hat die öffentliche Anstalten in ungeahnter Weise entwickelt. Man wird sich einzelnen Ausstellungen dieser Tätigkeit Bewunderung nicht versagen kömien.- (Beifall rechts.) Abg. Dr. Doormann (Vp.): Auch wir bedauern den Streit zwischen den pri- baten und öffentlichen Gesellschaften, und geben zu, daß er zu mancheii Angriffen auf die letzteren geführt bat, die nicht schön tvarcn. (Hört! Hört!) Es ist sehr unangenehm, zu untersuchen, wer diese Streitigkeiten veranlaßt lntt. Wir tönnen nur wünschen, daß sobald als möglick eine Einigung hcrbeigcführt wird. Wir sind nicht Gegner der öffentlichen Versicherungen. Wir glauben aber die Sacke zu fördern, wenn wir beide, dre privaten und die öffentlichen, fördern. Für einen friedlichen Wettbewerb ist Raum genug. Abg. Dr. Junck (Natl.): Wir verlangen nur, daß öie Waffen gut ulid gleick sind. Der Streck zwischen den üsscntUchcn urst) privaten Gesellschaften soll nicht auf das Niveau eines gewerblichen .Konkurrenzkampfes kommen. Die crstcren haben die Unterstützung der staatlichen und Gemeindebehörden in Preußen. Eigentümlich berührte der Gegensatz bei der Volksversicherung. Die öffentlichen Versicherungen hoben durch ihr Verhalten die Sozialdeuwkratie unterstützt. Auch unser Wunsch ist cs, daß der Streit aufhörc. Stoaissekretär Dr. Delbrück: Bei dem Konkurrenz st reit zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Versicherungsgesellschaften ist eS zu Ausschreitungen gekommen, die die -Aufsichtsbehörden häufig gimug mit aller Schärfe zarückgewiefen haben. Nun hat sich aus per Tatsache, daß die Aufsicht über den c^nen Tc^ der Unternehmungen das Aufsichiöamt der Privat- vcrsicherungen führt, über den arideren Teil das preußische Ministerium des Innern, mit Recht oder Uiireckt die Vorstelluirg entwickelt, als ob die verschiedenen Aufsichtsbehörden die eine oder andere Partei begünstigen. Das ist ein Irrtum, den ich mit aller Entschiedenheit zurückwcise. Die Angelegenheit ist von Anbeginn in engster Fühlung zwischmr dem preußischen Minister 'des Innern und mir beh-r e'ne» oder anderen Partei noch den gleichen Grundsätzen und mit gleicher Sckärse geahndet werden müssen. Der preußische Minister des Innern und ich haben die erforderlichen AnardniWbn -getroffen. Abg. Rupp-Marburg (Wirtsch. Vgg.): Die Flugblätter, in dem der Streit ziviscken den Versicker'ungs- gescllichoften veröffenjlicht wurde, beweisen, daß Behörden in ganz unzulässiger Weise für die öffentlichen Anstalten tätig gewesen sind. Abg. Hildenbrand (Soz.): Die Reichsregierung hat jahrzehntelang gleichgültig zugesebeM, wie auf dem Gebiet der Versicherung der Kapitalismus sozialen Mißbrauch trieb. Die Volkssürsorge war den pruvakerl Gesellschaften unbequem, deshalb hat nian' versucht, das Aufsichtsamt zur Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere liebe, gute Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Tante u. Großmutter Frau Susanne Schlosser Wwe. geb. Ferber im Alter von 78 Jahren Donnerstag abend l f 9 ll Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Martin Schlosser, Kgl. Lokomotivführer familie Gröninger. Gießen (Steinstr. 59), den 14. Februar 1914. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. ,,,. Todes-Anzeige. Heute früh 3 Uhr entschlief nach kurzem, aber schweremLeiden meine liebe, ante Gattin, meine tt eufontenbe Mutter, untere liebe Tochter. Schwester. Schwiegertochter und Schwägerin Zrau Marie Paul, geb. Zchäser IM Alter von 22 Jabren. Dies geigen Verwandten. Freunden und Bekannten schmerzertullt an Die tiestrauernden Hinterbliebenen: I. d. N.: Ferdinand Paul nebst Tochter. Sieben lSchlobgasse 10), Steinbach. 13. Febr. 1914. Tie Beerdigung findet Sonntag, 15. d. Mts, nachmittags 4*» Nbr, von der Kapelle des nc»ett Friedhofes aus statt. I,,,,,. Todes-Anzeige. Heute nacht 3 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Gross- mutter, Urgrossmutter Johanna Ley im Alter von 84 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Wilh. Ley, Werkmeister. Giessen, Frankfurt a. M., 14. Februar 1914. Leihfrestemer Weg 13 2278 Die Beerdigung findet am Dienstag, 17 Februar, nachmittags 4 Utir, vonderKape.le des neuen Friedhofs aus statt. Jw J Todes-Anzeilze. Gebern abend entschlief sanft nadi langem Leiden nufer innigstgeliebtes Töchlerchc» und Schwesterchen Mariechen im 5. Lebensjahre. Die lrauernden Hinterbliebenen. F. d. 9t.: Cito Kruse. Sieben (Bruchstr. 171, den 13. Februar 1914. Tie Beerdigung findet Sonntag nachm. 3 Uhr aus dein neuen Friedhof stall. [01175 Achtung! Krenzplatz 6M Billig! Frisch ciugctrosf««! Billig! Apfelsinen! Valencia, süße, 3 Stück 10 Psg. Dtzd. 35 Pfg. Stück 5 Psg., Dtzd. 55, 65, 75 bis 110 Pfg. Valencia- und Murcia - Blut - Apfelsine» Stück 5 Psg., Dutzend 55 bis 110 Psg. Toppclblut. . Stück 8 Pfg., Dutzend 00 Pfg. Zitronen, Stück 4 Psg., Dtzd. 45 bis 85 Psg. 6 . Magnani, nur Krenzpi. 6 Bin Samstag* n. d. Kanzleibcrg Wiederverkäufen billigst! 01202 l Totalausverkauf Holzversteigerung. Donnerstag, den 19. Februar 1914, von vor- mitlags 9V, Uhr an, soll in dem Annerödei Gemeindewald in den Abteilungen 17—27 folgendes Holz versleigerl werden: A. Nutzholz. 143 Slück Fichten-Derbstangen 1. Kl. = 11,82 Fest metcr hallend. 61 Slück Fichten-Derbstangen 2. Kl. — 2,04 Fest. Meter haltend. ff Brennholz. Knüppel 94 Raummeter Kiefern, 29 Raummet Fichten knüppel, Reisig 330 Buchen-, 2960 Kiefern- und 1300 Fichten-Wellen, Stöcke 55 Raummeter Hie, fern- und 22 Raummeter Fichten-Stöcke. Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger Straße beim Hochbehälter. Annerod, den 12. Februar 1914. Großh Bürgermeisterei Annerod. .Horn. 2280 Todes-Anzeige. Gestern abend 8 */, Uhr verschied na h langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Frau Elisabetha Schupp geb. Menges im Alter von 80 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Volk Familie Schupp Grossen-Linden, den 14. Februar 1914. Dio Beerdigung findet Montag, den 16. Februar 1914, nachmittags 3 1 /, Uhr, statt. 0945 BeSeucMaaTi'j'skas’per für Elektrisch und Gas Bade-Einprc^tungen für Gas- und Kohlenheizung Gasherde Gaskocher Tech 31 äse Sie ÄB'tikei feiere für Gleich- und Wechselstrom in allen Grölien 0936 usw. 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