nt. 3b Zweites Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. f _ Tie „chietze«r LamiliendläNer" werde» dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigeleg!. das „Krtiskiatt für den Kreis Wietzen" zweimal Ivöchemlich. Tie „randwietlchastllchen Srit- sratzen" erscheinen monatlich jweima!. Blatt Zahrgang General-Anzeiger für Gberhesjen Donnerstag. \2. Februar 19$ RolalionSLruck mib Verlag der Är üblich:» UnivcrsilätS - Buch- und Sicindrnckerei. R. Lange, Gieße». Redaktion, Expedition »nd Druckerei: Tchul» ltrabc 7. Expedition und Perlag: ^^öl. Redaktion:c3 BundeSratS: Dr. Dcl.br ü ck. Den Platz des Aby. Groeber (Zentr.), der heute seinen 6l'. Geburrrtay feiert, schmückt ein Blumenstrauß. Präsident Tr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 13 Min. Das Neichsmnt des Zmrern. lTicbzehnlcr Tag.) Dir Biolo-,ische2i»ftalt für Land- u.Zorstwirtschnft. Abg. Baiiinanii (Zentr.) enipnehlt eine Resolution, im nächsten Etat eine Prämie ous- zusetzcn ftir den Erfind-er eines zuverlässigen, gut anwcnd^ baren Mittels, mit dem der Heu - und Sauerwurm erfolgreich bekämpft werden kann. Fast alle bürgerlichen Abgeordneten aus den Weingegenden stehen hinter dieser Resolution. Abg. Dr. Paasche (Natl.) befürwortet ciiic Resolution, die größere Mittel zur Förderung der wissenschaftlichen Erforschung ^ und Bekämpfung tierischer Schädlinge der land- und forstwirtschaftlichen Kulturpflanzen, insbesondere der den Ob st - und 23 c i n b a u gefährdenden Insekten, fordert. Auch hinter diesem Anträge stehen Vertreter aller bürgerlichen Parteien. In der ganzen preußischen Ver- u»ol1ung gibt cs keinen einzigen wisicnschasUicheu Fachmann aus diesem Gebiete. Auch die anderen Einzelstaaten leisten in dieser Frage so gut wie nichts. Es müssen einige Entomologen angestellt werden. Ministerialdirektor v. Jonquiüres Beide Resolutionen b r i n g c n nichts Neues. Denn wir uns von einem Mittel gegcu den Heu- und Saucrwurm einen Erfolg versprechen würden, so würden wir gern eine erhebliche Summe dafür ausgcben. In sachverständigen Kreisen erwartet ni a n aber von der Aussetzung eines solchen Preises nichts mir haben da die Erfahrungen in anderen Staaten. Der alte französische Preis von 100000 Mark aus dem Jahre 1878 ist inimer hoch nicht verteilt. Der preußische Land'oirt- schflftsminister hat ebenfalls 1008 einen Preis von 2500 M. ausgesetzt. 40 Bewerbungen gingen ein; aber auch dieser Preis konnte nicht verteilt werden. So ist es bei allen derartigen Preisausschreiben. Es gibt eine Legion von Erfindern, die sich auf jede, solche Frage stürzen. Sic warten nicht erst, bis die Regierung einen Pre's aussetzt. Denn sic hoffen von der praktischen Verwertbarkeit ihrer Erfindungen ?inen viel größeren finanziellen Erfolg, als ihnen der Prcio bieten kann. Auch der Ausschuß des deutschen Wcinüauvereins hat sich mit der Frage beschäftigt, und die Sachverständigen haben sich einmütig dahin ausgesprochen, daß sich von der Aussetzung eines Preises ein Erfolg nicht versprechen läßt. Ein solches Preisausschreiben macht nur hohe Kosten und viä Mühe und Arbeit für die Sachverständigeu, und das Ergebnis ist doch negativ. Auch das Thema der Resolution D r. Paasche ist 'chon im Jahre 1910 ausführlich erörtert werden. Damals erklärte der Staatssekretär, daß für das, was das Reich tun könne, «ausreichende Mittel zur Verfügung stehen, aber daß grundsätzlich den Landesregierungen die Arbeiten auf diesem Gebiet überlassen bleiben müssen, weil auch die Landesregierungen die dazu erforderlichen Territorien halben. Dem Reich steht nur das Bersuchsgelände in Dahlem zur Verfügung und das ieblauSverseuchte Metzer Gebiet. Von Reichs wogen sind ausreichende Versuche gemacht worden, um die Bekämpfung der Reblaus wirksam durchzuführeu. Die anderen Versuche sind den Organisationen in den Weinbaugegendcn überlasten. Dr. Paasche klagte darüber, daß wenig für die cnto- mologi'che Forschu n g geschieht. Die Vcrhältniste in der preußischen Forstv-rwaltung entziehen sich unserer Kritik. Solche Anregungen muffen dort vorgcbrackt werden. Wir haben von Reichs n'vtzen vnS bemüht, auf diesem Gebiete Nützliches zu schafsiTu. '.Inf diesen' Gebiete kann aber noch organisatorisch und auch gesetzgeberisch viel geschehen. Wir Ijaben beit Anfang gemacht und emc gemeinsame Organisation in den Sammel- und Beobachtungsstellen geschaffen. Das ist alles, lvas wir bei der gegen- »ärt^en Lage der (Gesetzgebung tun können. Dir haben bisher kein Gesetz. das ins wertere Kompetenzen gibt. Wir erkennen «n. daß die Amerikaner auf diesem Gebiete Gewaltiges und Vor- brldtches leiste». Das Reichsamt des Jnneru tut auch in dieser Hnisicht alles, was geschehen kann. In diesem Monat wird der m Rom tagende internationale Kongreß von »ins beschickt werden, der einen internationalen Pflanzen schutzdicnsi erstrebt. An unserem guten Willen fehlt es nicht. (Beifall.) Abg. Astor (Zentr.); Dir rönne» uns mit den Erklärungen der Regierung nicht ganz zufrieden geberu Es ist nötig, nach einem Mittel gegen den Heuwurni zu suchen, der in diesenr Jahre fast die Hälfte der ganzen Ernte zerstört hat. Die Arbeit der Winzer allein ist ohnmächtig. Preußen sollte eine Domäne zur Verfügung stellen, mn den Leuten den Schutzoienst praktisch vor Augen zu führen. Der Weinbau geht trotz seiner hervorragenden volkswirtschaftlicher, Bedeutung ständig zurück. Dbg. He-p (Natl.)? Mit dem Antrag Paasche lsaden wir zuerst die Reb schadringe im Auge. Auch bei uns im nastauischen Rheingau ist die Not der Winzer sehr groß. Wir stimmen daher auch dem Anträge deS Zentrums zu. Wünschenswert sind auch Gesetze zur Bekämpfung der Bienenkrankheiten, der Faulbrut und Ruhr. In dieser Beziehung ist oie Einfuhr lebender Bienen scharf im Auge zu behalten. Die Bienenzucht, diese Poesie der Landwirtschaft, muß erhalten bleiben, um der Menschheit das Leben honigsüß zu machen. (Beifall und Heiterkeit.) Mmisterialdirektrrr d. IonquitzreS: Der beabsicbtigte Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Faulbrut der Bienen soll erweitert werden zu einem Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Bienenkrankheiten. Er unterliegt jetzt komminarischer Beratung.^ Wann er an den Reichstag kommen wird, läßt sich noch nicht sagen. Abg. De. Dahlem (Zentr.): Die Einzelstaaten verweisen uns an das^Reich, und das Reich verweist uns wieder an oie Einzelstaaten. So kann es nicht wei ter gehen! Wo soll das arme Weinbauernvolk binkommen? ES 'st jetzt schon in seinem Wohlstand nahezu vernichtet. Abg. Dr. Paasche (Natl.): Dir erkennen den guten Willen der Regierung^ vollauf an. Aber auf diese Weise kommen wir nicht weiter. (Sehr richtig!) Wohin kommen wir mit diesen ewigen Kompetenz« konfiikten? Das Reich soll hier die Initiative ergreifen und seinerseits die Einzelstaaten anbalten. daß sie ihre Schuldigkeit tun! (Sehr gut.) Wir haben dos Biologische Institut geschaffen, damit eS eine Zentrale bildet, die die anderen vorwärts treibt, um unserer Volkswirtschaft zu nützen. Für den Weinbau besteht eine dringende Notlage. Wir wollen Reichshilfe für ihn haben. Man soll großzügig Vorgehen, dann wird mau auch etwas erreichen. (Lebhafter Beifall.) Die beiden Resolutionen werckc» angenommes. " ■ " "■ TO 1 " Das Patentamt. Abg. Giebel (Soz.): Wir muffen die mittellosen Erfinder bei der Verwertung ihrer Gedanken unterstützen. Die Angestellten großer Werke haben bisher ihre Ersindungen den Unternehmern überlaffen müssen. Sie wurden sozusagen zwangsweise enteignet. Ter Borentwurf des neuen Patentgesetzes macht nur das schwächliche Zugeständnis, daß der Angestellte für eine solche Erfindung eine Vergütung zu beanspruchen hat. Diese Regelung würde im wesentlichen alles beim alten lassen und damit unsere technische Entivicklung hindern. Der Eingestellte wird einfach seine Erfindung ^zurückhalten. Hier zeigt sich wie überall der Einfluß der Scharfmacher auf die Regierung. Die Aufsichr über die Patcntantvälte ist zu verschärfen^ Abg. Dr. Bell (Zentr.): Nach gründlichen Vorarbeiten ist der längst ertvartcte Vor- cntivurf eiitcr Abänderung des Patent- und Gebrauchsmustcr- recbts sowie des DarcnzeichengesctzeS eingegangen. Tic neuen Bestimmungen sind sehr bedeutungsvoll. A n t i k o n z e p t i o n s- mittel werden schlechthin vom Patent s ch u tz ausgeschlossen. Das ist lebhaft zu begrüßen. (Sehr richtig! im Zentrum ) Die Hauptsache ist, daß derartige Mittel nicht rn den Verkehr kommen und vor allem nicht öffentlich angepriescn , werden. ^ Das Patentamt muß entlastet werden. Tic Vorschläge, eine Zweiteilung in ein Patentanit und in ciu ^arcnamt vorznuehmen, sind erneut zu prüfen. Erfreulicher- weise ist das System der Vorprüfung beibehalten worden. Zu begrüßen ist auch, daß im Falle der Versäumung von Notfristen durch höhere Gewalt jetzt eine Wiedereinsetzung in den vorigen ^tano gegeben werden soll. Eine tiefgreifende Aenderung ist dadurch herbcigeführt worden, daß an die Stelle des Anmelders des Patents der Erfinder tritt. Ter bisherige Standpunkt, durch den der Erfinder als Aschenbrödel behandelt wurde, konnte nicht mehr aufrcchterhaltcn werden. (Sehr richtig!) Hurf) jetzt bleibt der Grundgedanke unangetastet, daß durch <^en Schutz von Erf'ndungcn technische Fortschritte gefördert und eine fruchtbare Wechselwirkung zwischen Erfindung und Wissenschaft. zwischen technischer Praxis und Wirtschaftsbedürfnissen erzeugt werde. Dem Patentamt gegenüber gilt der Anmelder als Erfinder. Ter Streit darüber, ob ein anderer als der Anmelder einen materiellen Anspruch auf den Erfindungsschutz hat. ist dem Vatentprüfungsbcrfahrcn entzogen und den ordentlichen Gerichten überwiesen. Die vorgesehene erhebliche Herabsetzung der P a t e n t g e b ü h r e n befriedigt die Wünsche der Allgemeinheit. Ein Fortschritt liegt auch darin, daß der Patentinbaber gegen Verletzung seines Patentes in Zukunft wirksamer geschützt oird. Tie Frage der Patent lizenzerteilungen muß noch gesetzlich geregelt werden. Die heißumstrittendste Frage betrifft die materiellen Erfinderrechte der A n g c si e l l t e n. In dieser Hinsicht scheint leider zwischen der Großindustrie und den Verbänden der Angestellten eine fast unüberbrückbare Kluft zu bestehen. Leider bewegen sich die Forderungen beider Gruppen auf sehr radikalem Gebiete. Der Entwurf sucht einen Ausgleich herbeizuführen. Grundsätzlich weist er die Erfindung dem An- gestellten $u. Aber eine außerordentlich weittragende Ausnahme ist dadurch gegeben, daß die Erfindung dann dem Unternehmer zufällt, iveuu sie ihrer Art nach im Bereiche der Aufgaben des Unternehmens liegt, und wenn die Tätigkeit, die zu der Erfindung geführt hat, zu den Obliegenheiten des Angestellten gehört. Die Ausnahme sollte korrekter formuliert werden. Jedenfalls bestehen hier schwerwiegende Bedenken. Berechtigte Interessen der Unternehmer werden verletzt, aber auch die Angestellteu kommen zu kurz. Dem Unternehmer sollte die Erfindung des Angestellteu ohne Vergütung zustehen, wenn der Angestellte in einer Erfinderabteilnng angestellt ist. wenn er in einer Konstrnk- tionsabteilung als Ebef vcrtragsinäßig Konstruktionövcrbesserun- qen herbeizuführen hat und wenn ihm die Lösung einer bestimmten Aufgabe zugewiesen ist und die Erfindung in den Kreis der gestellten Aufgabe fällt. Im übrigen bringt der Entwurf wesentliche Verbesserungen zu G u n ft e n der A n g e st e l l - ten. Die Bestimmungen über die Vergütung müssen umgestalket werden. Es ist bedenklich, sie ausschließlich in das Ermessen des Unternehmers zu stellen. Wenn der Entwurf erheblich verbessert Uürd, daun wird er hoffentlich dem erfinderischen Fortschritt die Wege bahnen und der ehrlichen Arbeit zu ihrem gerechten Lohn verhelfen. (Beifall.) Vizepräsident Tvvc: In dieser Zeit des Stenographen st reikeS bitte ich hie Herren, sich wesentlich kürzer zu fassen. (Beifall und Heiter» leit.) Abg. Dr. Böttger (Natl.): Der Vorcntwurf zur Neuregelung des Patentrechtes tbringt zweifellos manche technische Verbesserungen, die wir alle begrüßen. Wir wollen hoffen, daß sie nicht aus der Vorlage her- ausgenommen, sondern mit sozialen Vorschlägen zusammen beraten und beschlossen werden. Die sozialen Angelegenheiten könnten sonst leicht auf die schlechte Seite fallen. Das Prinzip unserer sozialen Gesetzgebung ist ja die Besserung der Rechts- stellung der Angestellten und Arbeiter. Aber^ die Sozialpolitik kann nur gedeihen auf der Grundlage der Prosperität der Unternehmungen. Anzuerkennen ist. daß der Vorentwurf nach der sozialen Seite viel Befriedigendes enthält. Vielfach schießen die Wünsche der Angestellten über das Ziel hinaus, und die Industrie klagt, daß in die ganz unpolitische Frage des gewerblichen Rechtsschutzes der G e g e n s a tz z w i - f schen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hrnein- getragen worden ist. Tie sozialen Gesichtspunkte des Vorentwurfs . können manchen dieser Gegensätze mildern. Die Erfindungen, die in den großen Werken gemacht weroen, kann die Industrie in ihrer Gesamtheit nicht entbehren. Durch Verbesscrüng des Betriebes hat die Zuckerindustrie rund eine Viertel Milliarde Kosten ersparen können, die Hochosen gegen 36 Millionen. Die Verwendung der Ueberhitze ersparte etwa 8 Millionciu Das Patentamt ist überlastet. Auch das Publikum könnte zu seiner Entlastung beitragen. Das Verfahren des Patentamtes wäre zu vereinfachen. Im ganzen aber können wir dem Patentamt nur Tank für feine Arbeit aliS;prechen und zugleich den Wunsch, daß die sozialen Bestrebungen, die in dem Vorcntwurf zutage treten, zur Klärung beitragen und Sie verdiente Anerkennung finden. (Beifalk.) Ministerialdirektor v. JonquiöreS: Die scharfen Gegensätze, die sich in beteiligten Erwerbskreisen, der Großindustrie und den in ihr angestellteu Ingenieuren, gezeigt haben, lasten es sehr schätzenswert erscheinen, daß außer von diesen beiden gegenüberstehendcn Gruppen von dritter Seite in vermittelnder Weise die Angelegenheit be- sprachen wird. Ohne auf die Einzelheiten einzugehen, halte ich cs d«h für jedenfalls sehr dankenswert, daß die Stellung des Reichstags zu dieser wichtigen Frage auf diese Weise bekannt geworden ist. Wir werden die vor» gebrachten Einzelheiten bei der weiteren Behandlung der An. Gelegenheit beachten, und hoffen, daß die sehr scharfen Gegensätze sich ausgleichen werden. Im nächsten Winter denken wir dann den Entwurf endgültig einzubringcn. Die Denkschrift über die Pateutagenten sollte die Behörden in die Lage setzen gegen das Unwesen, das sich anf tldcm Gebiete breit macht, vorzuHehen, und andererieirs^i^ de- teiligten Kreisen die nötigen Belehrungen vor drohenden Gefahren geben. Leider muß gesagt werden, daß in diesen Kreisen ein großes Maß v o n U u z u v e r l ä s s i g k c i t zu finden ist. ES handelt sich dabei um die Patentanwälte. Der Vorwurf, daß der Präsident dcS Patentamtes feine Befugnis, solche Personen, die ohne Patentanwalt zu sein, di? Vertretung von Patenten sgewerbS- mäßig ausüben, von der Vertretung zurückzuweisen, mißbraucht habe, muß ich zurückweisen. Ein Fall, daß der Präsident ohne Angabe von Gründen eine solche Zurückweisung verfügt habe, kann nicht vorgckommen sein. Feste Grundsätze sind dafür ^uicht gegeben. die Vollmachten deS Präsidenten sind unbeschränkt. In keinem Falle wird er aber ohne genügende P r ü f u n g und Veranlass u n g von dieser Befugnis Gebrauch machen und eine solche Zurückweisung verfügen. Das Rcichsvcrsicheruns;samt. Zur Beratung steht zugleich die Denkschrift über die Rücklagen bei den Berufs genossen schäften. Abg. Bauer (Soz.): Wir haben kein Interesse daran, in den Streit um die Rücklagen der B c r u f s g e n o s s e n s ch a f t c n einzugrci. fen und an den bestehenden Verhältnissen etivas zu ändern. Air bedauern die schwankende Haltung des ReichSversicherungaUrtS bei Entscheidung der Frage, ob alle Unfälle im Betrieb entschädigungs- berechtigt sind. Hitzschläge oder Vergiftung durch Insektenstich während des Betriebes wurden als Unfälle des täglichen Lebens bezeichnet und als nickt entschädigungspflichtig erachtet. DaS widerspricht aber dem Sinne des Gesetzes. Die Konservativen benutzen jede Gelegenheit, um die Mißstimmung der Bevölkerung gegen die sozialen Versicherungsgesetze zu schüren. Nur so erklären sich die Beschwerden der konservativen Redner im preußischen Abgeordnetenhaus. Dabei haben aber gerade diese Herren, die sich immer als Mittelstandsretter gebärden. die ReichSvcrsichcrnngsordnung zu Ungunstcn des Mittelstandes gestaltet, indem sie den Großbetrieben erhöhten Einfluß in den Krankenkassen einräumtcn. Die Dienstmädchen sind froh, daß sie dank der freien Acrztewahl sich einen anderen Arzt wählen können als den der Dienstherrschaft. Atzenn der Handclsminister Shdoiv das Gegenteil behauptet, so kennt er die Veryältniffe nicht. Tie preußische Regierung geht darauf aus. das Selb st verwaltungs recht der .Kranke n k a s s e n zu schmälern und den Kassenbeamtcn die Kommu- nalbcamten-Oualitat zu geben, worauf diese gar keinen Wert legen. Der Redner spricht von Gesctzcsvcrietzungcn und ungesetzlichen Anordnungen ver preußisch.n Regierung und wird zur Ordnung gerufen. Die preußischen Landräte, die bekanntlich c.ne kolossale Abneigung gegen das Wählen haben, erschweren die Wahle» zu den Krankenkassen auf jede Weise. Sie verekeln den Arbeitern das Wählen; das ist der Ziveck der Hebung. Die alte kleinliche preußische Derwaltungspraxis! Der Landrat von Niederoarnim geht mit Leichtigkeit über gesetzliche Bestimmungen und Ministerialerlaffe hinweg. Derselbe Terrorismus herrscht bei den Wahlen zu den Bctriebskranken- kaffen. Damit ist die Politisierung der Kaffen erreicht. Jetzt geht der Kamps erst loS! Donnerstag 1 Uhr: Weiterbcratung. Schluß nach 7 Uhr. Der Geburtenüberschuß im Grohhrrzogtum lsessen. Trotz des erschreckenden Rückganges der Geburten ist ihr Ucberschnh über dic^Todessüllc doch immer noch recht bedeutend. Er ist 1!H2 in Deutschland sogar grötzer gelvorden als im Jahre vorher und auch noch grösjcr als 1872, wo auf 1.000 Einwohner 41,09 Geburten kamen, während diese Zahl für 1912 nur 29,12 lautet. Das neueste Vicrtcljahrheft der Statistik des Deutschen Reichs gibt darüber wertvolle Aufschlüsse. Die Geburtenziffer erreichte 1870 mit 12,01 ans 1000 Einwohner ihren Höhepunkt. Bon da an ist sie init einigen Schwankungen ständig herunter gegangen, bis sic 1912 mit 20,12 ihren tiefsten Htand erreichte. Wird sie in den kommenden Jahren noch weiter sinken? Dahingegen ist^did Zahl der Gestorbenen ebenfalls ständig gesunken. Sie^hatie 1872 mit 80,62 ani 1000 Einwohner ihren höchsten Stand und ist dann ebenfalls mit kleinen Schwankungen gesunken bis aus 16,42 im Jahre 1012. In der Hauptsache ist das Sinken dieser Zahl aus die verminderte Kindersterblichkeit zu- rückzusühren. Aber auch die Totgeb urteil haben eine starke Verminderung ersahrcli. 187b kamen ans 100 Geburten noch 4,12 Totgeburten. 2lucki di«- Zahl ist mit einigen Schloankungen ständig gesunken Ms “c 1912 nur noch 2,92 auf 100 Geburten betrug. Der Geburten über schuß ivar am stärksten 1902 niit 10,63 aus 1000 Einwohner. Am niedrigsten war er 1872 mit 10,47 und betrug 1912 noch 12,70. Die Zahl der unche lichen Geburten ist sich in dem Zcitranni von 1872 bis 1912 so ziemlich gleich geblieben. Allerdings weist 1912 mit 9,55 aus 100 Geburten die hbchstzahl aus. Aber sic ist doch von der niedrigsten Zahl 8,33 ine Jahre 1903 nicht lveit entfernt. 1884 betrug sic schon 9,51. Tic Zahl der E h c s ch l i c- Hungen ist nicht. loic vielfach behauptet wird, znrückgcgan- gcn. Sie beträgt seit 1876 mit einigen Schwankungen rund 8 auf 1000 Einwohner. Nur die Jahre 1872—1875 weisen 10,29 — 9,10 auf 1000 Einwohner anf. Das waren aber noch Folgen des Krieges. Nach Kricgsjahrcn vslcgcn die Ehc- schllehungcn stets häufiger zu werden. Im Jahre 1912 kamen aus 1000 Einwohner 7,91 Eheschließungen. . Jni Jahre 1912 wurden Ehen geschlossen in S t a r - k enb u rg 4647, in Oberhessen 224k, in Rheinhe i - s e n 2897, zusammen in Dessen 9785. Geboren wurden in Starke n bürg 8571 Knaben und 7975 Mädchen, zusam men 16528 Kinder, in Oberhessen 3989 Knaben und 3677 Mädchen zusammen 7666 Kinder, in Rhein Hessen 4691 Knaben und 4467 Mädchen zusammen 9158 Kinder, im ganzen Grohherzogtnm 17 251 Knaben und 16101 Mädchen, zusammen 33 352 Kinder. Uebcrall im ganzen deutschen Reiche wurden mehr Knaben geboren, wie Mädchen. Es gibt keinen einzigen Bezirk, in dem mehr Mädchen, wie Knaben geboren wären. Im ganzen deutschen Reiche wurden 60 411 Knaben mehr geboren wie Mädchen. Stuf 100 Knaben kommen 94 Mädchen. Gestorben sind in Starkenburg 8583 Personep, in Oberhessen 4559, in Rhein- Hessen 5581, im Grvhherzogtum 18 723. Der Geburtenüberschuß beträgt demnach in Starken bürg 7945 -- 13,11, in C b e r f) e )f e n 3107 — 9,92, in Rhein he s sen 3577 = 9,36 mid im ^lroßherzogtuni 14 629 — 11.21 aus 1000 Einwohner. \ __ ^ r \ ■ au§ fKftcit. Ans dem Finanzausschuß d* Da r m nodt , n. Febr Ter F i n a II Z a u » i d) tt B »er Zweiten lammet hielt Ijeitrr vormittag fine längere Sitzung oft, die tienmifetmnKfH eine Nachlese 511 den Budzetde- ratungen itertüdltr. Es mürben vunnehit die verschiedenen Be eichte der RiiSschnßbrrichierstatter lerti igeftelü und die noch and- stehenden Algnmututtgeit nacktgelwtt. Weiter wurde dann dte tm Sioatsvoronschlag beantragte neue Stelle eines uortragen- 5cit Rat es für die Schulabteil nng bewilligt, des- -Reichen die von der Regierung migeforderte Erhöbttng des Postens für die Jngendvflege von 15 000 auf 30000 Mark, Dagegen wurde abqelehnt für das Elatsjabr 11)14 die gewi,Nichte tjinitclIunQ eines Sekretärs und Bureaitaisistenten beim Ober- v e I s i (1) rru n 9 5 a n»t, weil man der Meinung war, daß ;»• nächst noch die ErbebVitgen des Im,senden Jahres hinsichtlich des Umiangs der Getchäsic adgewartet werden sollten. Beim Mnmte, 3 1 c i i 1 c » nt c t e r wurde nochmals die Borlage eines Orqa iniationsvlanes verlangt und bis dahin die Absetzung von tiins Krrisgeattteterstelleii beschlossen und die Reufchasiung von zwei Steilen abgelehnt. Ebenso wurde abgelehnt, die Gebühren der Geometer tn>n 17 Ml. ans 21 Mk. zu erhöhen, der hierdurch aussallende Betrag von etwa 4,0 000 Mk. wird als Staatszn- ichuß zu leisten sein. Beim Kapitel Landw ir t ickak tskam- m e 1 wurde im Hinblick aut die Darlegungen der Regierung und besonders nach Borlegung des Voranschlags der Laitdwirl- ichasiskammer die l-eantragie Erhöhung des LtaatSzinckiusies um 00 1000 Mk. vom Finanzansickmß abgelehnt. Rach Hinsicht des Ausschusses kann der angesvrderte Mehrbetrag auch durch leicht mögliche Ersparniife und durch die gesteigerten Erträgnisse aus den Umlagen gedeckt werden. Ter Antrag Ulrich, für Zwecke einer Arbettsloienversicherun 1 eine Summe von 00000 Mark zu bewilligen, wurk- vom Ausschuß abgelebnt mit Rück sscht daraut. Latz tschher keinerlei Unterla teil sür eine solche V.'r siche tun, gegeben worden feien: ebensowenig ein Maststab sür eine Verteilung der angeforderten Summe. Der Ausschuß gibt aber der Regierung anheim, dieser Frage eine erhöhte Aui- merkiamkeit zu widmen. Die drei angesorderien Stellen sür dir indirekte Steuererhebung für die Reichsverwaltnng Zölle! hat der Ausschuß zu bewilligen beschlossen, dagegen aut Grund der Darlegungen der Regierung den Antrag au» Schaffung neuer Um t s g e r i ch t sst eil c II für das Etatsjahr 1H1 + mit Siimmenmehrheit ahgelehnt. Die Stelle des MinistetialratS im Ministerium der Finanzen, die schon seit mehreren Fahren nicht, brsetzt war, soll auch tm EtatSsahr 101! nach unbesetzt bleiben, bis die Frage der anderweiten Organiiaiion der Bauüehördrn endgültig entschieden .ist. Deutscher Laudwirtsckastsrat -- Berlin, 1l. Februar. Am heutigen zweiten Tage der diesiährigen Plenarveriämiu lung des Deutschen Laudwirtschastsrats wurden zunächst geschäftliche Angelegenheiten erledigt. Bei den Wahlen wurde der bisherige Vorstand: Gras v. Schwerin Löwttz, Freiherr v. Cello (ReinhertS- hausen) und Geheimral Mahnert tDresden. wiedergewählt. Es sprach dam, der brlannte Forscher Geh. Obermedtrinalrat Professor Dr. L ö s 1 1 e t Berlin, über die Verbreitung der M a u l und K l a»n e n i e u ch e ,»>d idrr Belämpsnng. Ter Redner ging daoon aus, das: di- Maul und Klauenieitckie, die im Fahre 1W3 erloschen war, im Fahre 1011 wieder einen Höhepunkt erreich! Hai. Es waren nldit weniger als 50000 Gehöfte verseucht. Ans einer kleinen Insel bet iüreitswald wurde eine Station eingerichtet und dort ist es gelungen, ein Serum gegen die Krankheit herzttstelten. mit dem gute Erfolge erzielt worden iind. Ta Serum aber allein zu teuer ist, verwendet man eine Mischung von Serum und Lvmphe. Geh. Medststnalrat Professor Dr. Br reger und sein Mitarbeiter Prot. Krause mochten Mitteilungen über das von ihnen geiundene. Mitte! Trypoiaphron, das bereits an !85 Tieren mit Erfolg erprobt worden sei. Die Versammlung „ahnt iolgenden Antrag an: „Der Deutsche LaudwirtschasiSrat empfiehlt die Bereilitellnng reicher Mittel zur meileren encrfliidien wissenschaftlichen Erforschung der Seuche." Ueber „D eu 11 dt i a ttds B a it m w 0 l l » er s 0 r g u n g » » d kolonialen Baumwvllbau "sprach Schanz iChemnitzl. Er wie» darans hin, daß wir gegenwärlig bezüglidt des Bezuges der Rohbaumwolle uod) von Amerika avhängrg seien, da» die Bersudte mit dem Anbau von Baumwolle in Togo und Ostasrika a-wr schöne Ergebnisse erbracht hältrn, so da» mvtt.bri zirlbewusjter Arbeit und mit den nötigen Mitteln mit der Zeit das gesteckte Ziel erreichen .„erde. Staatssekretär Dr. Sols, der in drr Aussprache das Wort ergriff, erklärte, zunächst tri es nötig. einmal testjustelleit, welche Sorten von Baumwolle tick für unsere Kolonien eigneten, dann werde die Koloniaiverwaltung bezw. die Regierung mit einer Bo, läge um Unlerihitznng an den Reichstag Herantreteil, damit weitert Versuche augestellt werden könnten. Tie Bersammtuna nahm sol- anide Entschliestnng an: „Bet der hervorragenden Volkswirtschaft sichen Bedeutung eines Baumwollbaus auf eigener Sdtolle und bei der Aussicht, die Baumwolle ZI! einer der Hanptkutluren unserer .Kolonien zu entwickeln, empfiehlt der Deutsche b„itdwtrisck,ai>stat dem Herrn Reichskanzler, alte geeigne! erscheinenden Matznahmen zur Förderung dieser Kullurausgobe zu ergreifen. Fnsbefondere empfiehlt er. die im Voranschlag des ReickiSkolottmlamtes 1014 ZUM erstenmal ringestellteit 150000 Mk. für Förderung der Baimt- ivollkultur in den dentickten Tdmtzgebielett im Pvranfchlaq 191.5 aut 20000t) Mk. uttb für die weiteren Fahre auf die gleickte Summe zu erhöhen!" Zu dem Thema „S d> n ftt dt t und Sckafw 0 lle P r 0 duk! i 0 u fit Det, Ifdt Südwesta rik a" berichtete Dr. Behnfen lDresden, der Geschäftsführer des Vereins deutscher Wollkämmer und Kammgarnspinner. Er gab rin Bild von dem Stand der Sdtaizucht, namentlich an der Hand der einschlägigen Verhöllnisse au> der Schliere, Romlias in Südwestairila Für die Rentabilität der füdwestafrikaitifdien Bollichaizuchl feien erster Linie maßgebend der Preis von Grund und Boden, die Be- itockungSgrenze, die Betriebsuntosten, die Zuchtrichtmiq, die P- kämpfung der Krankheiten und die Tätigkeit des FarmleiierS. Als Juchtrichtung fei der kleine Merinolpp zu empfehlen. Der Landwirtschaftsrat nahm eine Entschließung an. in welckier die Bereitstellung grötzerer Mittel zur Förderung der Wollsckiafzncht verlangt wird. , Rach einem Vortrag von Freiherrn v. Lrdebni Erollage >vurde eine Entschlietzung angenommen, in her die Arbeit tosenversicheriing 0011 t Standpunkt der Landwirtschaft ans abgelebnt wird. ' Tie Berhandtungen werden morgen fortgesetzt. Ifolettiett. Eine Denkschrift über die Kol 0 ntalverwal tunq der enropätscheu Staaten ist vom Rrichskolontal amt dem Reichstage vorgeleqt worden. Die Denkschrift geht ielw eingehend auf die Kblomalveiwalkungen der Riederlande, Bor Ingal», Frankreichs, Englands, Belgiens, Spaniens, Italiens, Dättemtncks ein. Die Kolomalstaaten Japans und der Bereinigte,I Staaten von Amerika sind nicht berücksichtigt worden, wett ihre politischen Verhältnisse stark vmi otiherrn Kolonien abweicktett. Die Untersuchung beschränkt sich ans die reine Zivilverwaltung. Das ErgebntS der Denkschrift lässt sick kurz wie folgt zuiammensaffen: Tie Ausgaben Deutschlands sind im Verlfält inS zu delt anderen europäischen Staaten ans den ersten Blick 'I»ar hoch, doch sind die Unterschiede bet writent nickn io erheblich. une behauptet wurde Davon, patz Dcntsckiland dos Mchr- iache iär seine Zeutralverwaltrmg attsgebe als England oder Frankreich, ist gar keine Rede. Au» Stadt «ud Cant» ©teilen, 12. Februar 1314. ■'* Dekanats shnvde 11 . 7fiir die diesjährigen TekanatS- ignosett sind solqende Verhandlunasqegenstäni»- vom Grotzh Ober Koniastorman vorgeschlagen: Die Bedeutung der evangelischen Ar- beitervereiuc tue das Gemetudeleben: Die Bedeuruug der Frauen vereine für das Gemeindeleben. Fm Dekanat Worms hat man lich sür das erstgenannte Thema entschieden und will dasür den Vorsitzenden des Mitteirheinischen Berbandes evangelischer Ar- beticrveretne, Pfarrer Schmidt-Höchst, als Berichterstatter gewinnen. ** D i e E i s e 11 b a h 11 b c a in I e u haben feit Jnkrast- treten der neuen Eisenbahn»rdimng einen Teil der Rechte und Pflichten der Zollbeamten librrnomnieu. Aus Ber- anlaisune, des Eisenbahnministers mutzten die Direktionen ihren Beamten bekannt geben, datz sie ihren Pflichten als Zollbeamte mit besonderem Eifer nachkoinmen müssen. Sollten Eiseiibahiibeamte, anstatt Zollbintcrziehungcii zu verhüten, sich soweit vergessen, datz sic selbst solche b«-> gehen, so madilcn sie sich einer grotzcn Pilichtvcrgesseiiheit schuldig, datz evenl. Kündigung oder Einleitung deS Tiszi- vlinarversabrens mit dem Ziel aus Dienstentlassung für sie l ie Folge ist. Tie Eisenbalfnbeainten löimcn also der der Verzollung kein Auge zudrückeii, sondern müssen ebenso sdmrf Vorgehen, wie die Zollbeamten, so sehr auch manche Reisende sich dagegen sträuben. ' Bahn Hossbriese, Während die ankommenden Post - seiidungen von der Bahnvost zunächst Nädi der Ortspostanstalt befördert und von dort aus durch die Brieslräger I.testellt oder dem Publikum zur Auholunq zur Verfügung gestellt werden, ge- tnngen die BabnliosSbrtese ohne diesen llniweg und insotgedessen ohne Zeitverluste direkt in die frönt»' der Adressaten. Die Bahn hossbriese werden nämlich vom Empfänger untniftelvar nach Eingang eines vereinbarten Zuge» am Bahnhöfe direkt oder net dem dort befindlichen Postamte in Empfang genommen. Wünscht ein Empfänger i-ott dieser Einrichtung Gebrauch zu machen, so mutz er dies drr Postanil alt seines Wohnortes Milt eilen. Bahnhofs briefe dürsen weder unter Einschreivung befördert werden, nvcki das Gewicht von 250 Gramm überschreiten. Aus der Rücksette ist der Absender anzttgezien. Autzei dem üblichen Potto, das stets der Absender zu tragen bat, ist sür Bahnhosstiriefe eine besondere Gebühr zu entrichten, die vom Empfänger sin voraus zu zahlen ist. Tie beträgt 12 Mark für den Kalende,monat Meldet sich der Abholer »tckN rechtzeitig, >0 werden die Briese ans Kosten des Empfängers durch Eilboten »efteUt. Dahnhofsbriefe sind atidt im Verkehr mit Bayern intf, Württemberg ugetassen. Rene Güterwagen, tströtzere und mit erhöhtem Ladegewicht versehene Güterwagen lassen setz! die Preustisch-Hessische nno die nocki zur Güterwagengemeinichast gehörenden Tiienbalm Verwaltungen in Betrieb stellen. Die 15 Meter laugen vicradtiigen Etsenbahttwagen mit riurm Ladegewicht von 30—35 Tonnen werden setzt durch solch- von 13 Meter Länge ttnd 33 bis 10 Toititeit Ladegewicht überhott. Von den vothandetieit offenen Kohlen und Ilokswagen mit einem Ladegewicht von 15 Tonnen Iverden eine grotze Änzahl in den Hauvtwertstälten zu 20 Tonie-n Wagen umgebaut. Bei gevecklen Wagen ist ein Bedürfnis für rin höheres Ladegewicht als 15 Tonnen nicht »orbanden, weshalb uch hier die Verbessernng nur aui Vergrötzerung der Bodeniläche und des Rauminhaltes erstreckt. Die gröhlen gedeckten Wögen haben eine Bodeniläche von 28 Ouadraimeter. Auch der Rauminbal! ist de, dieier Wogengatning durch höher gewölbte Wagendäther erheblich vergrötzert. " * N a t i 0 II a l l ibc re> l c r Verein. Am kommenden M 1 t t w 0 ch (18.) veranstaltet der Nationalliberalc Verein im .Botel (strotzderzog einen Familicnabcnd, bei dem Redaklrnr Fleischer aus Frankfurt einen Bortrag über „Alt und Reiitigiivten, niladwärts von den Stromschnellcn bis z n nt Dc! ta" (mit über 100 Lichtbildern eigner Aufnahme) halten wird. " lim neuer 111 i> 1 cr t ricf wird gegenwärtig Ni den Dönern Cbeil«|ten5 uerftttht. Ein junger Manu, der sich alS Softt, irneiiö eines Mannten 5?iehfleimelf!ev3 ansgibt, kantl bei den Batiern Schweine an! nud Uiftt fiel, für den.Schweinehirten des One» gleich ein gutes Ttitkkgeld gebe». Die Leute warten ie- bocli vergeblich nur dg» Ablioten der Tiere., bi» sie einletien, datz man i,e georelll Int. Eo wird »„»ans Friedberg gelckirieben, datz dort von einem Schwindler Sinei Wagen voll Schweine qe- kanli wurden Ter Mann liest sich eine Mark Trinkaeld geben, kan, aber nickt wieder. °* 3 5 Prozent W a s! e rx >, s a ». Bei den in den letzten Tagen von dev W armier Polizei vargenoinmenen Prünntgen wurden vers liiedene Milchkaniieit begnstaitdet. Die Mikchslammte ans Kenendeim, Durcki die weiteren einaelteiidett llnlersitckiNttaeit durch das ckreintsche NnlerlttchnngsamI winde feslaeitellt, datz die Vetlmtf-;. milch oft drei verschiedenen Tagen dutch Znsah vcn Waher in »»engen l"s zn 35 Prozent verfälscht worden war. Au» dein Vettmd der gewässerten Milch »titstle ansterdeitt geschlossen werden, datz sehr schlechte-: Wasser den Falsdiniigen beitutzt worden tvltr. t-: wurden des alb a» h Waiservroben ans Strimr.ett des üehöües, an» den, die Milch bezogen wurde, untersucht, wobei sestgeNelll wurde, datz das Wasser anster sotistigeit schädlichen Slossen auch Fä t, ln i» v rod ttk t e enthält, und das! eine mit solchem Wasser versetzte Milch gesnndheüsschttdlich- erscheint. Das Slrasversabren ist eingeleitet. Kreis Büdingen, ü H i m h a ch» I I. nebv. Einen bedeiileuden 2,>lebretlöö erzielte innere Gemeinde diesmal lei der Verpachtung der Jagd, indem die Pachtsnmnie t>a:> 1140 VN, aus ib05 ?Ak, flieg, Kreis Alsfeld. ^ st u p p c r t e n r 0 b, 11. Fgor, Gestern abend faitd 1 » der Gaftwirtickiast „Zum Reichsadler" eine stark bcsndue Versammlung statt, die der Molkereibesitzer Dörr von Üi- richstmn eiiiberntcn patte, törggnstand der Verkandliing war die 07ü 1 , d ii n g ein e r ?)i 0 11 e v e t. Obwokl die meisten Glieder der Gemeinde der Frankfuncr Milchliescrung dis zum Dezcmber d-,-. F-s . verpflichtet sind, herrschte allgemeine Sympathie zur Gründung einer Srlsmoikerci. Kreis Schotte», /. S 1 di: n b o u i < 11. l» Rtbr. Die er Tag« wurde II» l e- nacht'ncien rierdienliam ein Veteran zn Grat-e getragen nnd heute in Sichenhausen Veteran Eeinrich daak. i'ga» erreichte eilt Allee von 75 Falnen Et mar Te lnelmtet et: Heiden Feldzügen von I»trz n-id 187U. Fn t31n no-id ei tot 1. nud 137U tm 2, üeiitid en Fwänterie-Reatmen', Von des: e:w tk über!Kt> Seelen tählenden Kirchipiels, wovon !»7 ' N an 50 Mauif- int Felde standen, l'hrs ygste nur voll . dar-' III f-erchenhatn 2 und Lickteiiinütset 3. KrriS FriedberA. Fried Herst, 10, Friw. Heute nacht entleibte sick) der Landwirt Wilhelm B ln in ans istelbach in dem yie- iiegei, Vürgerhosvital, iitdcm er siai mit einem Messer tcu .Hals durchschnitt. Er wuede 10 I im Bett attsge- fitudeii. Als Grund wird K r t st k sg est ö r l h c i l angegeben, Starkenbnrg »n ü Rhein Hessen. D a r m ft abt, II. Fcbr, Gestern wurde hier ein Z w e ck- verband zur Errichtung villiger Eigen Häuser in Tarmstapt he- aründei. Ter Verband will in erster Linie dir Wohnungsnot Tür kinderreiche Familien beseitigen Dsieiibadi, 10, Fcbr. Der Banausschlltz yal in seiner gestrigen^Sitzung I 20 7 700 Mgrk sür Kaiial- b g 11 1 c it der Stadtverordnetenversammlung zur Bewilligung empfohlen, = Ossenbach, II gebt. Als der Hamburger v-Zug sich am Tienslchf nachmif tog um V,4 Uhr Osseubach tfähei te, wurden, anscheinend durch einen überragenden Teil drr Ladung eines vorbeisahrendeu Güterzuges, ein großes Fenster des Spetsewageus und da« Fenster der ersvcn Tür des nachfolgenden Wagens zertrümmert. Der Speisewagen war nnr schwach besetzt, durch die nniherfliegendci, Splitter wmBe niemand verletzt, doch war dic Gewalt des St»tzes io starr, datz eine Sdfeibe an der gsgeiiiibcrltegeitdeit Seite des Speisewagens sprang, Hessen-Nassau. Franksiirt a M,. II. Febr Fit euteut Saale des „Goldenen PilttgS" fand eine von etwa 50 Personen besuchte Versammlung statt Radi einiger Zeit rotttorn tau sämtliche Anwesende non Kopfschmerzen, Uebeikett vesallen, einige erlitten sp ickiwerc Lhnmaditsansälle, daß sie bewttstlloS ins Freie getragen werden mußten. Die Veranlaiiting dieser ntasscnbaite.n .KrankbettSerschet- nuttgen soll, soweit sie bis jetzt festgeslellt ist, durch Gasvergiftung entstanden sein. B a d ,h 0 m b ur g , 11. Febr, Die K ai s c r i n trifft am 28, März zu nichrtägigem Kuraufenthalt in Bad Homburg ein Heber einen Besucki dos Kaisers verlautet nocki nichts bestimmtes. Dagegen scheint es nach hier verbreiteten Gerüchten nicht ansgeschlosfen zu sein, das; der Kaiser die beabsichtigte Korsner Reise ansgibt find ebenfalls frühzeitig in Bad .Homburg cintreffen wird, Kreis Wetzlar. Zz Lützellinden, 10. Febr. Turth die Feldbetemigung erltäll die Gemarkung Liiyellmdett ein weit, sa vielleicht zu stvkit verzweigte» Wegenetz, So inandtem ickönett Ob fl bau in ivirb dadurch jetzt die Art an die Wurzel gelegt. Viele Landwirte sind gezwungen, neue Odtlbäume zn pflanzen und die eilten bester als bisher zn pflegen. Anleitung dazu erhalten sie durcki den Obstbau- lehrer kltlv ans Wetzlar, der in der Zeit vom 0. bi» 12, Febrnae einen Obflbankurstts abhält, X Dorlar, fl. Febr. Tie im Wicieutal nackt Bubenrod oiiaekattile Quelle kann wegen der nahen Grube .Morgeiiiteru" für linier Tori nicht mehr i» Frage kommen. Da die Schürfungen jenieüs der Laim erlolglo» waren, so kann Triukwaster nur an» dem Atzbacher Wald« zngetübrl werden. Viglleickit wird siir Atzbach, Dickenlioien und Dorlar die Wasfcrirage durch eine Gruppcu- veriorgung gelost. veretnsnachrichtr«. Großen-Buieck, 0, Febr, Am Samstag abend veranstaltete der Radiahier-Verei» „Edelweitz" Irin diesjähriges Wtnletvergiiügen in Form einer karnevalistiidfeit Sitzung, Der Saat des Gastwirts Wagner war bis auf den letzten Platz besetzt, Ter Präses des Abends, Herr Berlin, begrüßte die Anwesenden IN einer buniottstiich-saririichen Slnivrackie, Vorträge der Hetrrn Betlin, Hothstetter, Horny u, a, fanden großen Betsall, G, Lang-ttzöiis, 3, Febr. Gestern abend feierte der Gesangverein Fi 0 h s i IIII feilt 50sähriges Stistungssest in seinem Atereinstofal. Ter Orisvorstand und sämtlickie Vorstände der hiesigen Vereine hatten der Einladung Folge geleistet Vorsttzender Wilhelm begrüßte die Aiiweienden. Das Konzert der Musikschule Friedberg erregte viel Beiiall. Ten Leistungen des Gesangg Vereins unter Leitung seines Dirigenten Schlot NN wurde eben- ialls Betsall gezoilt. Ganz vortresslickte Quartette wurden borge- tragen durch Herrn Gebrüder Fader und Herrn Schäfer, einstudiert von Hern, W. Müller, Hoboist beim Infanterie - Regiment Kaiser Wilhelm. M Bobenhausen. L. Febr. Gestern abend feierte der hiesige Kirdiengeiangveretn seinen Famtlienabend int Saale des Gastwirts Karl Baer. Der Saal war bis ans den letzten Platz besetzt. Der Dirigent des Gesangvereins, Pfarrer Bühler, hieß die Erichieiienen willkommen lind wies aus die Bedeutung der Feier hin. To» Theaterstück sowie die Lieder des ttzciangveretns landen großen Beifall. Nidda, 0. Febr. Tie Vorbereitungen zu unserem ltze- sanoswettftrett sind in vollem Gange Ter Groß Herzog Hot einen Ehrenpreis sitr daS Ehreniingen gestisiet. Durch die Frei gebtgkett der Bürgerschast und der Vereine ist man in die Lage versetzt, tedem tetliiehmetideit Verein eilten wertvollen Ktmstgegen- staitd als Preis zitzuerkenne». r. B a d - R att he t m, 0. Fobr. Gestern abend hielt der Turnverein seine .Hauptvetiammlung ab. Der Betritt Umfaßt 528 Mitglieder. Geturnt wurde ln 0 1 Turustuitdcti mit. eine, Beteiligung von 3317 Turnern Tie Eitinahmcu des Vereins belieseit sich auf 13 801,07 Mk., die Ausgaben auf 13.->yt>,'J2 Mark Das Bereiitsvermögen beträgt nackt Abzug afler 'Schulden 31 002,34 Mk. 10 Mtlgltedern wurde in der Versammlung te ein Divtom für 25iährige Mifgttedsdtaft überrcidft. Ter erste Potsitzende G. Weiß, der l. Tuntwart Fritz Hartmann und der Kassenwart Franke wurden in der Ersatzwahl des Votiiandes Iviedergewähll. Vom Ebrettvorsttzetiden des Gaues Hesse», Turner Helm-Gießen, der Ehrenmitglied des hiesigen Beieins ist, war ein Begrüßlmgsschreibe» eingegangen. Beschlossen wurde, sick, IM Interesse der Zöglinge und snngen Turner mehr als bisher der Tnrnspsele anzunehmcn und einen sür diesen Teil de» Turnens geeigneten Spielplatz zu suckieu. k. Butz, backt. 0. Febr. Der Zwetgverrin bei Evange - ftjdten Bundes hielt gestern abend tu» großen Saale des bessischen Loses leine Faimtienseier ab. Der Saal war dicht besetzt Pfarrer Lie, D. P reu scheu aus Vtrschhvrn hielt einen Vortrag über ..Deutsche Frauen vor 100 Jahren". Deklamationen und der (ftefang gemrinsamer Lieder und des Evangelischen Kiichengesangoereins versckstiMen die Feier. Gonterskirchen. 8. Febr. Ter hiesige Jungdeutsckt- landverriit „Germania" feierte heute in dem Saale von 2l. Erat Kaisers Geburtstag. Der Leiter des Vereins Lesfrer Jakob begrüßte die Versammtung. Gemischte Ehöre, humoristische Ge sgngsvvriräge. drei sehr flott gesvielte Theaterstücke wechselten miteinander ab. Durch eine kernige Rede aut S. Majestät beit Kaiser wat von Pfarrer H 0 h g I a e f e das Feit ringeleüet worden. Lim Schliisie sprack- Lehrer Drbus aus Ruppertsburg, der mit dem dortigen Juiigdentschlandveretii erschienen war. Daraut feierte Herr Eemrindcrettmcr Knopf den Fugendverem tsermania Rodheim, 8. Febr. Ter lüesangverein Liederkran» dielt aw Samstag abend bei Gastwirt K, Schlierbach unter starkem Aubrang sein oiesjähriges Winiervergnügen in Derinndttng mit seinem 24, Stistungssest ab, Lehrer Höhn, welcher irit Grün tung an der Spitze des Vereins steht, begrüßte dic erschienenen Ehrengäste. - CitfHcftlfiaffrl. Tie Luftschiffe der ttußerdeuticheii Staaten, A. u. M. Bei den vielen Nachrichten, die sortwährend über den Stand der Lnitsdntsahrt ln den außerdeutschen Ländern verbreitet mürben und die sick, häusig widersprecktni, ist es sehr schwierig, sich ein richtiges Bild von dem Stand der Lusischifsohrt zu machen. Es durste deshalb eine auf zuverlässigen Angaben beruhende Zniaiiimenslellung übet die in deu einzelnen Staaten wirllick« vorbandenen und kriegsbrauchharen Lustschtsfe von Interesse sein. Daraus läßt sickt daun tm Vergteicki mit unteren Lustschissen ohne weiteres erkennen, ob mir tatsächlich nocki an der Spitze marscktteren, tote das irüher der Fall war, vdrr ob Ivir infolge der Anstreugtingen, die die anderen Mächte gemacht haben, unsere hetvorragende Siellgmg verloren haben. Franlrrich besitzt zur Zeit nur 12 kriegsbraiichiiare Lust' scküsie, die in ihrer Größe mm 2400 -12 800 Ktmtr. Rauminhalt schwanken und eine Eigengesdnosudigkeit van 12,5 ins 17 Mir Sek, besitzen, ^Tie meisten haben 0000 Kbtittr. Fnhalt mit 15 bis Zi> Mit-Sek, Sie stehen also sowohl an lströße wie Ge- schwtndtgkrit belräthttich hinter den tinsrigen zurück, Rur eines von ibnett, der „Spieß", der neuerdings wieder enttge Prot!,' fahrte» imterrtahm. ist nackt dem starren System erbaut. Die übitgen entsprechem dem unstarren oder halbstarren Lvstem. Es sind die „Lieutenant Ehmtrs", „Enoiseur Tratisaärtenne", „Fleu- r«»"> „Dupub de Lhöme", „Adjutant Pineenot", „Element- Bayard V und XD", „Lt. Selle de Beauchamps", ,,Lc Temps", „Eavitatne Ferber^, „Eommondaut Voutetl". Fm Ban bcsinden sich zur Zelt 10 Schtsie. bet denen die Größenperhältntsse bis 17 000. bet einem sogar aus 20 000 Kbmtr. gesteigert sind. Sie sollen eine Eigengeickimntdigketi von 18 Mir.-Sek erlfatlen. Ob sie diese tarsächlich erreichen, sieht noch nicht seit England bat vier Schisie, vmi denen zwe, („Beta", „Detta"> der Heeresverwuttttug, zwe, F.Astra Totres 3" und Parsival 443« 18"' dcr !tSatine#er»altiiii i anj.'Oörni. „ i 9tta" unhj 'TVTt*" sind flfine '2000 und :! 4 <>) »»mir imh haben Hut .itri.iac Geschwindigkeit (12 int!) H Mir. bei ,.31itra JorrcS ;5" nrmiwt&Cf bc t*r SroVwhn isnb ir»;rr mtj: iimarbaut. 2pnact» nrriüat (TiHilonf. tatiäestltch nur iip-r ein imrtiid» brautbbnrM da« l>ntli*nt aßfrflMnen tmilommt. «hiijonb hat zwar dt üuftfdnifc, dir iiifilini „vifen aleer eilte ui iirrinar gstkcknnnditzkeik am <12 ,14.5» Mir. Lek. und iiud , ehr klein 12140 0900 »hour . so dost, >ir nsctn als triri: i+ui+bat betroch/et wcrdr» können N»r Parievalschitt mttvieehen Aniorderimgen, die wir zu itelten p,legen. Dir nwiüc» Sckni'e sind in Frankreich oder am iranzSsiichen Wernen IN Nntzland IKxgcltclli. 2!m ein irfHir in am rniiitchen Sjnüfn flli, über dessen Leistung-n licqru liorti leine iicherr» 'Kndi ifefrten t»'- Dir Namen der Lnitieinsse sind sollende: „Levedt,". Llemrnl-Äanaid I", ,,;)oSinc VIII", „Par'eool 7", .7«fhrb’ , "iftol oV‘. Jtnthit", „Lokal", „itreichet", „Paricval I I". . go ü«nko". TLisicrdcni sind Zwei jranzSsische Luslsetniie vorhai/den »str» TorreS 13" und „Elemeni-Batzard VI"'. dir zur ;lcit iiree Probesavrten ailege«. Oesterreich Icidrc an Mangel au Mitteln. Ir-, dal nur zwei »Mcktkse. „M. 1" ist rin Parieval Schiit (9h I , 2200 «Imin M'j Mett-L-k. „Staget Mansbanh" 8200 «bmtr., 17 Mir. 2 ek gchön der österreichischen LustvrrkehrsgeseUichiit und den, ,n photograinnn irischen Aiiinatline». Tie übrigen srSher vor tzgndenen Schisse sind ab montiert oder werden gänzlich iimqe bunt Idee Hütten sind zerschnitten. Italien twt bedeutende Mittel am den Ausban seiner Lus, ilotte oerwendei »nd I'cnfet setzt 11 Schisse, non denen eins aur Deutschland bezogen ist /„Parsevat 17" um 9000 «bmtr. .Mi halt unb 19 Mir -Le! Geichwindigleit rille anderen i»,d in "Italien selbst in italienischen Werkstätten hrrgestcttt. L/e inerden in drei Grössen hcrgestettt Dir klrrncrri, ipirrolo. klem: mit ^gg0—4700 .»mtr., dir mittleren ;M.) mit 12 000, die grame» G s mit 20000 »mtr. Bon den letzten ist noch lei,IS ferne, qestellt. Nach den Planen soll der Tv,' eine Geichwrndiglsit von 2b Mtt -Sek. erhalte,,. Die setzt vortzandenen. Schisse lind; ,,P l" lib ,P V", „M. 1" »nd „M II", „Pariivat". „EittL in Mil lano"'. „Atnionia II", „Nsnklli Berialino". Dir „P/'-Lchisic haben eine Geickmnndiqkeit von durchschnittlich 10,7, Mtr. Lek., die ..SK Schiss- eine solche von 19,5 Mtr. Lek. 1« sind öic-S nlio In fntng-löHaf, -inte 'Schssie. Der weilrrc ckluskau ist derart ge „lant, das; Heeres und Marineverwaltung je 5 „P."- »nd ir „M." Schinr erhalten sollen. I Bon kleineren Unarten verfügt Belgien über zwei Lnmir; Belgiqne III". 1100 «chntr, 11.5 Rtr.-Sek.,« und „Bille de Brnreiirr", 8300 «bmti., 11 Mrr.-Sek. Bcrgleicht man die i» de» angesührtrn Staaien vorhandenen Schifte niii de« druischen, so ergibt sich sowohl, was d>- Zad! der kriegSbrauchbaren Luitichliie, als lvas ihre Grütze und Geschwlil digkrir anbetangr, noch immer eine Ucbcrlcgenheit am »inierer 'Serie. ES ist ater nicht zu »erkennen, daß unsrer Nachbarn ge wollige Änstrcngungcn machen, unt uns einzuholen. Wir Haren deshalb alle Beianlaiiinig, auch serucrlnn noch dedrulcndc Mittel aut den Ausbau unserer Luftflotte zu verwenden, um unseren Loriprung zu bewahren w Berlril, li ncbr. Ta- iluratorium der Naticnal- slugspendr Hane stir die MIN,ittelbare irörderung der Fluglkislungcn rund I 000 000 Mart auc-zesetzt, hiervon je die wollte als Prämie» fnt Dauer»»'.: und zur tlulrrstützung arotzer Gipsrlletttunae», ioivic heianderer lechnischcr Weiche,»erbe. Da NU» durch d,e auner ordentlichen Leistungen der deutschen nlicger, die Summe von 800 000 Mart überraschend schnell rrschovil 0t. tonnen weitere »lüge im Nahmen der diesssihrigei, Ausschreibung nicht mehr vrimiiert loerdeu. (snsolge der sördcrlicheu Giutlntie der -noe -'scherte» Prämiierung haben sich die Leistunge,, so gesteigert, da« der Porivrung 7srantr-ichs heute soivohl ltinsichtiich der oernslüge snn-rhaib 2l Stunden als auch der ununtervrochencn Dauernüge weit Übervoten ist- stkaclident Deutschland in den Besitz der losch' tiqstcn Weltrekord, durch die Leistungen Stöfslers, Längere nnv (rngolds gekanimen ist. ist das deutsche irlugwesen Nit die crttc Stelle gerückt ... JobanniSthal. 11. Jebr. L»eute vormittag >0.40 Uhr stariet' der Ditztaminqcnieur T Helen mit seinem Albatros Pteih dol'veldkckcr neneften Tvt-S mit der Absichr, einen Höhenrekord ni i I vier Fahrgästen anfzustcUen. These» landete NM 12.25 Uhr, nachdem er eine Höhe von 2850 Metern erreichte hatte. Er Hai damit de» Höhcniocltrrtord, den der Jranzosc Garair mit 2750 Metern aniiteUtc. geschlagen. Paris, I l Febr. Wie aus Wem tclegravhicrt wird, soll der Jlreger P a r IN c l i n , nachdem er in einer Höhe von 5000 Metern den ?K o n t Sinn: überilogen hatte, im Tale von 91 oft« gelandet sein. w. Paris, 12. Jebruar Gestern wurden ;»»> crstcnmale S ck> i e tz v e r i u che mit einem Maschinengewehre vom Tslugavvarat aus gemacht. Der Aviailtcr Prevot stieg mit einem Paiiaaier ans einem Eindecker g»s, aus dent eine Mitrailleuse von 20 Kilogramm Gewicht beiestigt Ivar. Es wurden inehrere blinde Schüsse abgegeben. Die Persuche ergäbe», dgst die Stabilität des Flugzeugs nicht beeinträchtigt wird. _ Sport. Peidanv MitleldtUtichrr Schiveieiue Tie Ergebnisse des 2. Pervauds Wcttlauss vom 7.-8. FeblNir 1911 hei Gers selb sind min srftgestellli La» gl ans, 1. «lasse, 12 Km., 450 Meter Steigung, 500 Meter Falt, 10 am 2iatt: 1. E BöHm-Hennes, Gelnhausen, 73 Mi». 23 Lek ; 2. F. «übler, Bad-Homburg, 80 Mi». 30 Sek. i 3. « P i a n n in ü l I e r, D a r m st a d t (Scktiklnb lstikstech, 83 Mi». 20 Sek.: P. ’illmcr, Franknirt a. M, 84 Min. 29 Set.: 5. W Engel, Frantiutt a. M., 85 Min. 52 Set.; 0. H. Düring, Franksurt a M .. 87 Min 82 Sek. Langlans. 2. Klasse, 12 Km., 150 Meter Steigung, .500 Meter Fall. 18 am skart:^!. F. Ehr. Picit, Frankiurt a. M., 73 Min. 58 Set.; 2 W Lchmidl, Fränkinn a. M , 75 Min. 22 Sek.: 3. A. Kitzinger, Franknirt a. M.. 80 Min. 7 Sek.; I P Fischer. Franknirt a. M , 80 Mi». 23 Sek ' 5. H. Etiie». Franknirt a. M . 80 Min. 38 Sri.: 0. G. viihii, Franlstirt a. M., 81 Mi». 30 Tel. - Auster Konkurrenz: Einard Tkni. Tarmftadt, 08 Mi». 37 Sek. Mililär-Lanataiis, gleiche Strccke'wie I und 2. Klasse, 19 am Start; t. Musk. Sveirschneider, 3 /32 Meiningen, 77 Min. 7,0 v^el.; 2. Musk Näsier. II'94 Weimar, 8-i Minuten II Sek.; 3 Must Weigel«. 8./167 Kassel. 83 Mi». IG Sek.; l. Bizcieldw. Häuser. 3. 91 Weimar. 81 Mi». 17 Lek.; 5. Eins Freiw. Gcir. Post. 11.94 Weimar, 84 Mi». 54 Sek.; 0. 91!iiok. Kätsch. 5. 71 ßvnirt, 85 Min 17 Set. Patrouilleniaui, iirta 2,5 Km., 7 Patrouillen; t. Ins Neg. 32 Meininge» Führer Gesr Lcklcnnner. 3 St. !8 Min. 48 Set.: 2. Ins. Rea. 94 Mcimar. Jni.-Neg. 32 Meiningen, Feld-Art.-Neg II «astet, Führer Bizeseldw. Hauser 91 Weimar, 1 LI. 1 Min. 20 Skt.: 3. Jnf.-Nrg 94 Weimar. Führer Eins. Freiw. Gcir. Post; 1. 9. Bahr. Jnf.-Ncg. Wrcde Würzburg, Führer Leutnant Hock Svrunglaui, >. «laste; l. K Jacobsen, Darniftadt, 3gc standei» Sprünge, 17- , 18’2<> , Meter: 2. t. Böhnl-Hennee. Gelnhausen, 2 gestandene Sprünge. 14' „ I5> Meter. Tvrungta » i. 2. Klasse; 1. Dr. Fischer, Ossenbach a. M., 3 gestandene Sprünge. 1-5«/,. 18«5. 49 Meter; 2. Ein, Freiw. iüötze, Feld. Art. Neg tl^.staiiet. t gestandener Sprung, 19',. Meter; 3. H. «ranlinger, Franknirt a. M. 2 gestandene Sprünge, 15, 10-5 Meter: Jacobs«« und SIm allster «o»r»rien, 25 Meier. Sonderpreise. Lckönster Sprung <1. Kl.); «. Jacovicii, Tarmstadt; Schönster Sprung (2. «!.): Eins.-Freiw. Götze, Kassel; Weitester Sprung (1. u. 2. SEI.): «. Jacobsen, Darmstadr; Beste Gikamtleistunq 41.): E Böbm-Heunes, Gelnhanien; Beste Gesamtleistung (2. «l.); H. Kraulinger, Franknirt a. M. — I NI P c r b a n d S w e t t 1 a u i M i 1 1 c 1 d c u t s ch S ch I - bk reine errang Herr stud. K. P s a n n NI ü 11 c r-Darmnao, '«chiklnb Greste n) im Langtaui über 12 .Kilometer mir 83 Minuten 26 Sek. den dritten Preis. Uiiiucriüät*.tfäd>rid»tCH. — Eruauni nnirde der ordentliche Honorarproiehor n»t : ieikior des -oologischen Mn eniur an de- Berliner Universität Tr. Anglist Brauer ;«« ordenll che» Pivressor. Pros. Brauer, der erst kürzlich rinn, 9i,ii noch Bonn >'!» Aachiaige» von Geh. Rat Pro'. Ludwin abgcletmt hat, Ivor srüher in Marburg tätig. 6cri(i)t»|aaL Wiesbaden, II Febr. Nach 25stündi>t«r Bcrbaiidlung verurieillc heule nacht l llkr die Slraikammer WieslniKen den Äpoihekci Wilhelm Aising aus Berlin wegen sorigesetzten Betruges ;» neun Monaik» Geiängnis. Eliing hatte als Reise »der der Ehemischen Fabrik Heinz n Es. in Saarbrücken in einer Unzahl w»t Fällen in LÜdwestdeutschl-ttid kleineren «auilrnien Drvgenschränkc mir Inhal,, über den jüni Lachversiändige ein PcrnichtcndcS Urieil al,abcn, »nrer schioindrih-isie» Beriprechnnge» zu sehr hohen Preisen verkmiii. und dadurch, dast seine Per- ivreckinilgeu nicht gehalten wurden, eine ganze Neid: Ezifteuzen vernich.et Der 91-iiaa,evagte Fritz Bruch ans Aaehe», der als Eescl'äiis'ül.rer der Firma Heinz II. Es. von den Lcknvindeleien des. Eliin. «eunmis hatte, ivurde wegen Bcttugcs zu 2500 Mk. Geldsttaie vernrieitr. n- Ulm, I! Febr. I» dem Clralveriahre», da? aus Antrag des TlieologikprosesiortzTr. WilKelni «ach van Sfibiuaeu gegen den ehemaliger, Regens de? Nolteiiburger Priester - Eenrinars, iestigen Pralalen Ricg wegen nnerlanbten 9'achdrncke? leiner 'Manuskiivte angestrengt ivurde. beaiitragic der SlaolSanivail aester» vor der hiesigen Liraskainmer >00 Mk üleldslraic. DaS Urteil lautete an' 50 Alk. Geldsira'e, Einsianzpiung der Trncklwgen und Bcrnichiung der Platten, loivle der vorhandenen Ereinplare. Es wurde dein RegcnS zugntc gehalten, dast er i» Wahruug der Juleresje» als Regen? des Leniinar? acbaiidclt habe. ^ 9JcloDorf, 11. Febr. Der Mörder Schmidt ist zum Tode durch den elektilscheu Stuhl ve'rurlcill worden. Tie hinriüstung ist ans die mit dem 23. Mörz beginnende Woche angeietzt. Vsrmischtes. ' Heidelberger Etikette. Den „Hdlb. Nil. Nachr." schreibi ein Einsender; „Am Samstag abend wurde eine ganze Neihe von Herren, die zum städttscheii O/askenbatl in Lmoking und ichtvarzer «roivatie, wie es wob! mlgemein als üblich bc- kann! ist, erscknenc» waren, schon aus der Treppe sehr eindringlich zurückgewiesen; nicht ctiva wegen des Smokings, sondern Ivegen der schivarze» Krawatte. Den Herren ivurde iredeutet, dast man mit weister Krawatte zu erscheinen habe. Den Bclrcisenden, zuni Teil Oitiziere der hiesigen und umliegenden l'Iarnisonen, halt es nichts, hast sie itwcr Vcrwundcrun 1 über die ihnen »nbekamite Zujnmmeiistelliing von Smoking mit weister Ärawaite Ausdruck gaben, «ein Sträuben hatte Eriolg. und als selbst ein Herr der BaMonitniisivn i» sehr nachdrücklichen Worten aut der weisten Krawatte bestand, trotz oller Gegenvorstellungen, iügte man sich ickliestlich und tnuste Werste «raioattcn. Ob an dickem Abend der Fiich mit de», Meiier gegessen werden musttc, war nichr in Erfahrung zu bringen." * Zu a I, tg c r c g i e n Szenen kam es gestern noend in cineni Hanse der Berliner Slraste z» Tempel hoi. Ein vor! wohnender Schlosser erlitt einen Wutanfall. Er ivars sämtliche Gcgeiiständc seiner Wohnung, n. o. eine brennende Lampc. ans den Hot. Der Hauswirt benachrichiigte die Polizei. Als die Beamcn kanten, verbarrtikadierle sich der Tvbsüchttge IN seiner Wohnung Mid drohte iedc», der ihn zu nahe konimmr sollte, mit cineni Beit zu erschlagen. Schiiesttich ries dir Polizei die Feuerwehr zu Hitsc, die niit einem Schlanck, gegen ven Tobeichen vorging und seine Fesselung ermöglichte ' ' Iieutrös cke l'nitckoutnoks Bierstube. Man schreibt dcr „Köln. Ztg."; Ei» ivohlivollcndcs Geschick hatte mich wieder für einige Tage in dos liebliche Lahninl gesührt; ich ivar durch die stillen, Ivinkligen Slrastc» der ehemals ireien Reichsstadt 'Wetzlar gc- schlciidert, der Stadt der Leiden des jungen Werthcr, und trat gegen adciid über Wcilburg in dcr Dischoisstadt Limburg ei». Ich Iieuntzie die Zeit der Dämmerung zu einem Spaziergang durch die ehrwürdige Stadt und gab nrich ganz der heimeligen Stimmung hiu, die mich beim Anblick dieser allen, ioinkligcn Häuser mit vor springenden Erlern und Türinchcn und srommen Honsinichiislen schon immer geiangen nahm. Da gewahrte ich an einer Laterne, die ein langer, schmiedeeiserner Arni über die Sr raste hicli. die Aui schritt „Altdeutsche Bierstube". Ausgezeichnet, dachte ich, in dieic Umgebung gehört eine altdentsche Bierstube mit ihrer lrauten Bc- haglichlei! und destigcn Derbheit, wo deutsche Männer bei gutem deutschen Trunk und guten, denlschen Wort gern ein vaar Stunden weile». Aber, tvas loar das? An dcn beiden Flügeln der Eingangs lür stand mit etwa 10 Zentimeter grasten Buchstaben; ..Ottlroo! Entree!" . . . Ich bin eilenden Schrittes muh meinen, Hotel ge gaiigei, und habe nnbcrn tags de,! ersten Frühzug zur Weiterreise benutzt. ' Eine L a st e i hö l) l e in Lodz Zn Lodz >p»rde eine Lasterhöhle entdeckt, in die deutsche Bonnen und Goudernanten gelockt und dann, nachdem man ihnen Gewalt angetan, in das Ansland berkanst wurden. Ter Besitzer des Hanics nnirde verhaslet, ebenso der mehrfache M i 11 i o n ä t Weich m a n n aus einem Borort von Mdslo- tvitz, der dcn ganzen Mädchenhandel leitete. Das Gericht lehnte es ab, Weichniann gegen eine «aulioi, von einer Million Mcktk aus freiem Frist' zulasten, weil man seine Fl ucht befiirchkcte. Lingesandt. /Für Form und Inhalt aller unter dikier Nubrik st-ä-iid-i, Artile. übernimmt die Ncdallion dem Tublikiim gegenüber leinerlel Leranttvortuna) G ic steil, I>. Februar. -je Stadl Gicste» scheint das Eldorado iür Emaille Wandr'r taqcr^zii sein, «awn ist das eine vorüber, tonimt bereits ein anderes. Im Reichstage unb Landtage will man diese als nnzeitaemün bc schränken und von der Bedtlrinissrage abdanalg machen. Liegt denn iür Giesten eine io graste Bcdürsnisiraqc vor, dast gerade in dcr Zeit wo diese Artikel aeknnii werden, der Platz von diesen fremden Händlern ansgeschlachiel lvird. Man iolllc doch glanben. daß auch Hier genügend leistungsiäbige Ge,ä,alle onlänig nnv. welche den Abnehmern qetvist bcisere Waren und zu billrgcrcn Piri-cu lieier,, Wurden von diese» Geschäften solch markttch.reieriickie Anzn.nn in den Blättern gemacht, dam, liefen die Hitler des Gesetzes für NI,' lanreren Wettbciverb zum «ndi, um den Perbrechcr zu einer emp- iindliä-en Glidstraie zu verknacken, während fremde Händler solch-' Schreierei ungestraft sich leisten dürsen. Zn vielen anderen Städten Iwt nin» durch Selbsthilfe hierin Wandel geichassen, was leider in Giesten aussichtslos ist, ein früherer derartiger Berinch hat das bewiesen. So bleibt aber den hiesigen Händlern nichts anderes übrig, n|-- eine Faust in der Taiche ;» machen Mögen sie doch scheu, ihre grosten Warenvorräte los zn werden, »nd dafür Sarge tragen, die grasten Gewerbeilenern »sw. pünttlich z» de iahten -u,. Hungen, 10. Febr. Seil Woche!, sind die P«,I« iür Schlachtvieh erheblich qestniten und allemliglhen liest inan von einem Preisabschlag des Fleische s. Hier sind die Preise l-doch nach wie vor die gleich In>ben. ES :väre sehr zn >oünstl>en „nd jedenlallS eint gerechte Forderung, dast die hittigen Metzger dem Beiiviel ihrer Kockea-i, vuS der Umgegend kolge.i „nd einen PreiSabichlag des Fleisches und dcr Wnritware» eintrrten liehe». Sobald eine Sleigermig der Biebvreile einlrilt. ist mei» doch auch gleich bei der Sand, die Fieisch- >,»h Wurftpreiie zu itergern, ivarnm zögert man io lange :,» »mgekelirle» Falze? -- Ober-Ohme». II. Febr Recht bie'mütterli» ivird schon seit Jahrzehnten unser Ort derdurch vo» drr Poftvettvaltung behandelt, dast die F a h r v o il M ü ck k— LI I r i ch st ei» chvermal täglich an unserem Orte vorber'ähtt, ohne in der Poslhilssstellc anzu halten. Man ist gezwungen, sämtliche Pakete nach dein etwa eine halbe Sttmde enttcrnt gelegenen Nuppertenrad z» bringen, was besonders in dreiern Winter recht bsichwerlsch lvar. Es wäre zn wün- scheu, dast die FaHrpost an unicieni Ort. öet 80U IHJU '-iNivoHner hat, nicht vorbeiiäbrl BiellereHt genügen diese iveniqen Zeilen, dast von seiten dcr Poswerwallnng Wandlnng ;eick>o>ien ivird. tiaubcl. •' Ter Kasiceve > braiie!> in Teli! s eh la»d m in den leinen Zähren stark zurnekgegaugen. Seine» Höhepunkt hatte er erreicht im Zaine I90S. », tvclchem 2134 084 Doppelzentner Kapee tm Werte von 188 M'.lliot e>! '."tark eiitge'üdrt ti'urdeir gegeii >827908 Toppeizentner 'II;! 7'iiUlonen Blarti im Zabrr vorher. Seitdem hat er betragen 1910: 1 708550 Tavpelzentner, 1911 r I "3l 802 Tovvetzenlner, Ibis: l 7t>H 071 Svpt'elzentuer, I "Id 1913: «Sj2 50I Doppelzentner im Werte vo» 249 Millionen Ätark. ES wäre oder verkehrt, der im Jahre laoo emgelretrucn Erhöhung des dentichen «ojicezolle: die Schuld g» den, Nüekgange bei- zunieslen. Ter Zoll Ivurde dn'nalö von 40 PU. an' CO Mk. km l Doppelzentner, nllo mir in» 0> Pig. vro Piimd, erhöht, was bei ee» grasten PreiSschivankungen, denen der Kaiiee >>» Welthandel lmteriiegl, aewip keine Bolle tfielt. Zn dem Rückgänge dürtien vielmehr die inzwischen enigktr.tcne» Er. -Hungen der «opeevreties in'olge der «äsieevaloni'lion »nd der erhöhten elnriuhrzrlle ni Lrasilien »ud anderenFnsieelündern beiqelragen linben. Zm Zahle 19/-8 z. D. stellle sich der Tiirchschmttk-preis Iür l T opvelzenttier ohne Zoll sür den nach Denllchland «iiiqesührtcn tkajsee ans 84 bis 85 Alk-, im Zähre 1811 dagegen aut 137 Blk. lind tm Jahre ^1813 au! annähernd 150 Mk. An der letztjährigc» Eininhr war Brasilien n'it beinal.e 70 Prozent, nämlich mit 1 159641 Doppelzentner (1912 mit 1 272993 Doppelzentner) beteiligt. Märll«. 4/'. isie»babcu. V le h h ot-M a rkt b c r i ch t »am II. Febr 'Austrieb: Binder 8t (Ock'ien 12, Bntlen 10, Kühe lind Fällen 85», Kälber 3 9. Ediet'e 3 \ Schweine 448. Geschäft mittel Ochsen PoNskeilck'lge, anSqemäftele, höchsten Schlacht» ir-etteS 4m -'Iller von 4—7 Jahren . .... Jung«, kleilcknqe, nicht auSgemästete nnd ältere antzgemästete............ Mäßig genährte junge und gut ge- ft«»ät)Ttc ältere........... Bulle n. Boklileischie^, ausgew^ höchsten Schlacht,«. . . Dollfteischige. süngere.......... Fö rI«n. Rtihe. CVfliiritefnae miSgemäftcte Färsen Höchsten Sck'laedtivetteS.......... 49 -53 Tollileticküge mtSflemä'tet» KüH: höchsten Schtack'livertes bös zn 7 Jahren ..... ?' eitere ansgemästete «ritze und ivenig gut cnl- ivickelte süngere Kühe......... Mastig genährte Kühe »nd Kirien ..... Gering genährte Kühe nnd Färsen . . . . Kälber. Feinste Masttälber...........64—08 Dtittlere Plast-- und beste Sarrgkälb«: . . - . Eterlngere Ptast- nnd gute Saugkätber - . . Erringe Sangkälber .......... Schafe. Deideinastscha'e Mastlänimer »nd Mafthanrmel . . . 17,0/ Schweine. Pollsteisehrge Schweine von 80—100 tg Lebendgewicht . ........ Boltsteischige Schwein« unter "0 trz Lebendgewicht Vollfleischige Schweine von 100— 120 Icx Lebendgewicht ............. DoUsleiledige Schiveine von 120— lb0 kg Lebendgewicht .............. 52-035. Frtticknvrme über 100 kr Lebendgewicht . . 49 1 ', —ö! Liurtznrg a. i. Lahn, 71. Febr. Fr» cht inarkt. schnfttsprets pro Platter. Roter Wetzen (vtassanijcher) 15,90 MH. weister Weizen tangebame Freurdiortenl 10,40 "tk. Korn 11,70 Mt., Gerste /Futter) 9,00 MI., Braugerste 10,70 Mk-,'ixiler 8,00—0,00 Mk. Erbsen 0,00 Btt. Jtnrtoffdn 2,10-0,00 21». Butter das Pst/n» Mk. 1,00—0,00, Eier das Stück 9 Pig. Vreike iür 100 Pid. Lebend- Schlacht- gewicht Mk. Mk. 5>'s-54 89-85 49—53 87—44 80-8« 4-;-49 78—8» 42-45 69-78 49-53 86—94 39—43 70-76 43—47 76—84 34-38 04—8» 24-33 53-62 64—(>Ö J 107—110 07—02 2)5-103 52-50 88 —9 b 4‘>—5 f «8—86 1 -'».00 98—00 52-08 02-00 87-88 87—00 58'/. -04 67 —68 60—67 62—64 Durch- Airchlichc Nachrichten. Zrraelitische keliaidnzgemeinde. rstotlerdienft in der Synagoge 'Süd Anlnges. S a mZ lr g. den 14 ebruar 1914; Porebentz: 5.30 llyr. Morgens; 0.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Schrrsterktärnng. S a b b a t a u s g a n g: 6.25 llhr. Jzraciilische sttliaionrgeiel!schüft. Letter-ieijt. Sabbat ieier am 14. Februar 19 14- tfteüoa abend 5.10 Ubc. BomStrta vormittag 8,:{0 Uijc. (£amfitaa nachnnttaer 'L.-iO ll^c. Cabbat-'Zlubaana 0.25 Nbc, Wochengottesdienst: Aiorqens 7.00, abelloä Mrtrorologische viobachtuikgeil der Station Siehe«. Sein. 1914 1 = 1 | 5 » li ä* 5 = °'£> lf. •§« SO C es lf - I tm s l i-s|l II 2“/ 749,3 11. 747,6 12. 7" 745,1 + 8,0 + 4,5 + 5,2 4,9’ 4,4 4,9 61 70 : I NW ' 2 2 Somiensche.n WNW 2 * I NW 2 t 10 ^ochste Teinperalur ai» lb. bis 1.1 Februar 1914 -- -i- 8,4^'. Niedrigste „ . 1v . 11. . 1914=3— 02' . Niederschlag: 0,9, mm. Todes-Anzeige. Heute mittag 12 Uhr verschied sauft nach längerem Leiden mein lieber Gatte, unser guter Tater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herr Jakob Stein II. Grossherzoglicher Bürgermeister und Kirchenrechner im 65. Lebensjahre, welches wir Verwandten, Freunden und Bekannten schmerz- eriiillt anzeigen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Kath. Stein geb. Inderthal Heinrich Stein und Familie Wilhelm Stein Elisa Lang geb. Stein Karl Lang. Bödgen und Wieseck, den 11. Februar 1914. Die Beerdigung Ludet Samstag, den 14. Februar, l 1 /, Uhr nachmittags, vom Trauerhause aus statt. 2100 Neustadt $ Teleph. 403 Illustrierter Hauptkatalog- über sortcnechte hochkeimfahigo Saaten für Gartenbau und Landwirtschaft ist erschienen und steht Interessenten franko zu Diensten. 1029. Ferner empfehle: Sämtliche Sorten. Vogelfutter. Inmitten brr 3tubt schön nelencne Wohnung, ca. io $inimcr, »»er 1. Avril ober später au vermieten. Schrift!. 21riaehole unter 203 a. b. Gietzener Anzeiger evh. Sch. hcrrjdwiti. Woknung Bern skr. 5, ist durch Wegzug des Herrn Rektor, Pros. Dr. Kürte. per 1. April 1914 zu vermieten. Die Wohnung enthält 10 Zimmer, Winter garten mit reichlich. Zubeb., hat gut. Warmwasserheizung, Gas- u. eiektr. Lichtanl.. sow. schön. Garten. 2!. H. Win». Hofmannnrahe 14. 204 0 Zimmer WilhelmstraKse Herr- u& ft HiiniHtr=$öjniiit8 mit Bad und Zubehör sowie Gartenanteil sogleich oder zum 1. Avril zu vermieten. Näheres 2. 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