Nr. 36 ©et «ie&eort Anzeiger erscheint täglich, anßer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich fKetzrnee,f«milienbIäNer; z>oeimat wöchenil.lireiS! bIaN>ürd«n»r,iLtbiehen «Ltenstag imd Freiinal; zweimal monoll. landwirtschaftliche zeitsragen Fernsveech - Äiijchlttsse: <«r die Redaktion 112, Serlaq ». Sirebuicn 61 Adresse h'it Depeschen: «»zeiger (Biesen. Annad»e Don Anzeigen *iir die Tagesnlnnmer bis vormittags S Uhr. Erster Bloft 164. Jahrgang Donnerstag. 12. Avmar 1914 Ve,ugs»eet»-. monatlich75Vt.,vleneI- jährlich Mk. 2.20; durch Abhote- ii. Zweigstelle!» monatlich 66 Pi.; durch diePolt 2)it.2.—viertel- jährl. auSichl. Bestellg. Zeilenvreis: lokal 16Ps. auswärts 20 Plenniq. k hesredakteur: A Goetz. Lerantwortlich sür den volit. Teil: Aug. Goelz; sür .Feuilleton', ,Ler- inischles' und.Gerichts- saal": Karl Neurath; sür .Stadt und Land": Rotationsbrud und Verlag 6er vnths'schen Univ.-Vuch- an6 Sttinöruderci R. Lange. Redaktion, lkrpcöition und vruckerci: Schulstraße 7. Anzeigenteil:' H?Beck General-Anzeiger für Oberhessen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die Srohh. hessische Regierung und die hessische Landwirtschaft. Bon der Landwirtschaftskamin er sür das Grotzkerzogluin Hessen erhallen wir folgende Zuschrift: ^ In der gemeinsamen Sitzung des Finanzausschusses der 2 . Kammer mit der Größt«, Regierung vom 5. Febr. bs. Js, mürbe über Kapitel 75 a: den Zuschuß zur Landivirtschasls- kammer verhandelt und »ach dem Bericht der „Darmjiädlcr Zeitung" vam 6. Februar führten die Vertreter der Regierung den Antragstellern — auf eine Erhöhung des Slaats- zuschusses für die Landwirtschaftskammer - - gegenüber an der Hand der Rechnung der Landwirlschastsknmmcr sür 1912 aus. ..daß cs angesichts dieses Rechnungsergebnisses richtig ivärc, wenn die Landwirtschastskammer in ihre» Ausgaben etwas zurückhalten der Vorgehen würde. Für das Rechnungsjahr 1911 ständen der Landwirtschaftskammer aus Umlage» 53 000 M k. mehr zur Verfügung wie 1913 und es sei daherttm Hinblick aus die Möglichkeit von weiteren Ersharnissen nicht gereckniertiat, der jetzigen Mehransorderung von 53199 Mk. zuzustiinmen," Wir stellen zunächst fest, daß es nicht richtig ist, daß der Landwirtschaftskammer in 191-1 33 900 Mark an Umlagen »lehr zur Verfügung stehen, wie >913. Die Umlagen sind in 1913 um zirka 31000 Mark aegen 1912 in Folge der neuen Einschätzungsbestimmungen nach dem Kommunalum- lagegesetz — gestiegen. Für 1914 glauben wir nicht, daß eine weitere Steigerung staltsinde» lvird. Am cmvsindlichsten trifft aber die Landwirtschaslskam- mer der Rat, in den Ausgaben zurückhaltender und sparsamer z» sein, der doch den Vorwurf in sich schließt, daß dies sl-'ither nicht der Fall gewesen sei. Die Landwirlschasiskammer muß dies aus das entsctiiedenstc zurückweisen. Da die Behauptung aber immer und immer wicderkehrt, so erscheint es zwechrnäßig, das Verhältnis der Gstoßh, Regierung zur Landwirtschaft bezw. zur Landwirtschaftskammer einmal etwas eingehender zu untersuchen und fcstzustcllen, wer denn eigentlich die Schuld sür die steigenden Ausgaben der Land- wirtschairslammer zn tragen hat. Mit der Errichtung der landwirtschastlichen Vereine im Äroßhcrzogmni Hessen in. Fahre 1333 hatte die Äroßh. Regierung die Maßnahmen zur Förderung und Pflege der Landwirtschaft aus ihr Programm geschrieben und sic vcr- ivilligtc auch der Hauptsache »ach die sür die Durchführung der beircssenden Maßnahinen nötigen Mittel. Die Spitze der landwirtschaftlichen Vereine: Die Zentralstelle sür die Landwirtschaft war ja ein staatliches Organ. Erst in den 90er .zahren des letzten Jahrhunderts wurden die landwirtschaft- ltchen Vereine ganz selbständig und die Vertretung der Landwirtschaft im lüroßb. Ministerium übernabm die Obere land- wirtschaftliche Behörde. Auch noch in dieicr Zeit bestanden enge Beziehungen zwischen den landwirtschaftlichen Vereinen und der genannten Behörde: während derselben, in den Jahren 1897 98, wurden die Staatsziischüssc auf über 200000 Mark erhöht, die Grundlagen fiir die Fördcrnngsmaßnahmcn zur Hebung der Viehzucht wurden gemeinsam geschaffen etc. eie. Air hatten ähnliche Verhältnisse wie sie z. Zt. noch in Württemberg und Bauern und zum Teil aitch noch in Baden bestehen. Tic Mittel zur Förderung der Landklstnschaft wurden zum Teil von der Regierung selbst, zum anderen Teil gemeinsam mit den betreffenden Organen verwandt. Erhöhten sich die Ansorderungen oder traten neue Arbeitsgebiete auf, so wurden die Mehrsorderungen in den Staatsvoran- schlag eingesetzt und dann entsprechend verwandt. Maßgebend allein war selbstverständlich nur das Bedürfnis. Anfang die- Es Jahrhunderts schlug aber der Wind bei uns in Hessen um. Während in dem Jahre 1898 99 zur Förderung der Land Wirtschaft den sandivirlschastlichen Vereinen nock 207 931 Mark überwiesen wnrden, gingen die Zuschüsse von Jahr zu >cahr zurück, und als die Landwirtschaftskammer im Jahre 1907 errichtet wurde, erhielt diese sür die fraglichen Zwecke nur noch 144 190 Mark also 63 644 Mark weniger. Dazu kamen noch 72090 Mark sür Vcrwattuiigskoftcn, die der ^rtaat seit Errichtung der Landwirtschaftskammer jährlich spart, da diese die Kosten selbst zu tragen hat. Also gegen 1 35 000^M ark gibt der Staat heute gegen vor 12 b i s 14 I a h r e n j ä h r l i ch w e n i g c r w i c d a m a l s. Dabei kommt aber für die Landwirtschaftskammer noch crschwc- «nd in Betracht, daß heute alle Maßnahmen, die irgend eine Förderung der landwirtschaftlichen Technik bezwecke», aus die Landwirtschaftskammer abgeladen werden. Wenn die Land wirtschastskammerausschüsse Erweiterungen oder Rcueinsüh rung von Maßnahmen ani dem Gebiete der Viehzucht. wenn Ausschüsse solche aus dem Gek ietc des Ackerbaues, des Obst- und Weinbaues, der Buchführung, des Betriebes, neue uolwendige Maßnahmen beschließen, die Landwirt- schaftskammer soll und muß das Geld dafür beschaffen. Daß bei eincni in so gewaltigem Maße steigende» Geschäftsverkehr die Gehälter, Diäten »sw. und damit auch die Geschäftsunkosten steigen, ist begreislich. Tic G-roßh. Regierung hat mit dazu beigetragen, daß alte Arbeiten zur Förderung der landw. Technik auf die Landwirtschastskammer abgewälzt worden sind und nock werden. Bekanntlich haben tvir in .Hessen ckn nenn landw. Winterschulen, einer Obst- nno Weinbauschnse und einer Obstbauschule über 29 LandwirtschastSlehrer beschäscigt. Deren Tätigkeit ent fällt, abgesebcn von den Lehrern an den beiden letzteren Anstalten, der Hauptsache nach ans de» Winter, in 7 Monaten haben sie verhältnismäßig wenig zu tu». In fast allen süddeutschen Staaten und auch bei den Landlvirt- schastskaminern in Rorddcntjchland werden diese Landwirt- schastslehrer zu Arbeiten aus de» verschiedensten Gebieten so, z. B. zur Abhaltung von Bnchführiingskursen, zum Pftanzciischichdienst, bei der Durchführung von Feldbereini glmgc», zur Mitwirkung bei der HeiMuchsührung und Kö- rung, zur Abhaltung von Vorträgen, zur Durchführung von Sorten- und Tüngungsvcrsucheii usw. hcrangezogim. Es wäre auch bei unS in Hessen sehr gut möglich gewesen, diese Arbeiten auf deck verschiedensten Gebieten zu organisieren lind unter Mitwirkung der Landwirtschaftslehrer durchzuführen, Das hat man nicht getan, weil die Großh. Regierung die Mittel sür die Bezahlung der Diäten usw. sparen wollte und keine Borairschlagsposten zur Berfügiuig hatte. Statt dessen stellte man sic für Ärbeiten ans Einzelgebieten wie für das Bortragswcsen, für den Pslanzenschutzdienst und sür Sorten- und Düngungsversuche der Landwirtschaftskammer zur Verfügung, und diese mußte daun selbstverständlich auch die Diäten und Transportkosten übernehmen. Aber immerhin besteht die Tatsache, daß die Beamten der Landwirtschaftskammer ziiin Teil überlastet sind, während die staatlichen Land-- Wirtschaftslehrer im Sommer keine volle Beschäftigung haben. Tie fortgesetzt steigenden Beträge für Diäten und Transportkosten werden dadurch erklärlich, denn wo gearbeitet wird, wo dienstliche Geschäfte außerhalb deS WohnsitzeS erledigt locrdcn müssen, da vermehren sich die Unkosten: hält man diese nicht für nötig, dann kann man auch letztere sparen und schließlich auch die Beamten. Ueberall iu der Landwirtschaft kann mau im Deutschen Reiche einen erfreulichen Fortschritt verzeichnen. Die Erträge unserer Felder, Wiesen, Gärten sind seit eineni Mcn- sckiciialter fast verdoppelt worden, nnscrc Viehstände sind wertvoller geworden und leisten das Mehrfache gegen früher. Auch wir in Hessen sind in gleichem Maße an dieser Entwickelung beteiligt, trotzdem 95 Prozent unserer Landwirte Bauern und Kleinbesitzer sind. Dieser Fortschritt ist aber bei uns zweifellos auf die Anregung von außen, durch die Vereine, Schulen, die Landwirtschastslamincr usw., zurückzufüh ren. In Preußen nimmt sich die Regierung in vcrstärl- tem Maße der Landwirtschast an, der preußische Landwirl- schaftsmiiiister hat beiden letzten Verhandlungen des prenßi- scheu Landtags gezeigt, welches Interesse er allen Bestrebungen seines Rcst'ortS cutgegeiibringt. Millionen sind in den letzten Jahren, besonders in 1913, mehr für Forderung» inaßnalimen ans allen Gebieten der landw. Technik verwil ligt worden. Aehnlich geschieht cs in Süddcutschland. Wollen wir in Hessen nicht Zurückbleiben, so müssen auch unserer Landwirtschast mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden. Und das; der .Hessische Staat bei seiner jetzigen Finanzlage, wo er fast 3 Millionen Mark mehr sür die Erhöhung der Bcanitcngeltältcr verwilligcn will, dazu in der Lage ist, unterliegt wohl keincni Zweifel. Dem Rate der Regierung an die Landwirtschaftskammer, in de» Ausgaben zurückhaltender und sparsamer zu sein, entspricht die Lnndwirtschafts- kammer in weitgehendstem Maße; über eine gewisse Grenze aber hiiiansgehc», besonders aber jede Anregung, jede neue Maßnahme abzulehnen, geht aus die Dauer nicht, cs würde das Stillstand bedeuten, Slillstand ist aber bekanntlich Rückgang. __ Line ttanzlerrede beim deutschen Landwirtschastsrat Berlin, l l Febr. Heule abend 8 Uhr ia»d im Holet Adlon das Festessen des Deutsche» Laiidwirlschastsrates statt. ES nahmen u. a. daran teil; Hprzog Jobanw Albrecht von Mecklen bura, der trübere Regent von Braunschweig, Reichskanzler Tr. v. Bethmann-Hollweg, Staatssekretär des Reichsaigts des Innern Tr. Delbrück. .Händetsminister Dr. Sydow, Fiilailzminister Tr. Lentze, Landwirtschaslsminister Freiherr v. Schorlenirr-Liesel, Staatssekerlär des ReichslolonialamtS Tr. Toll. Ter erste Redner war der Vorsitzende des Deutsche» Laitdwtil schaftsrats, Präsident des Abgeordnetenhauses Graf von Z rb w e r i n L ö >v i tz , der zum sünszehnte» Mal den, Festinahs präsidiert. Er gab in seiner Rede eine» Rückblick aus die land- wirtschaitliche Entwickelung im vergangene» Jahre und zugleich einen riirzen lieberblick auf die Lage und.Entwickelung des ge samten Erwerbslebens. Zunk Schluß betonte Graf v. Schwerin Läwitz, tiidenl er die innervolitischen Vorgänge der letzten Zeit streifte, daß die deutsche ländliche Bevölkerung des ganzen Reiches reichstreu, staatserhaltend und könrgstreu bis aus die Knochen sei. Hierauf schloß er mit einem Hoch aus den deutschen Kaiser, die deutschen Fürstenhäuser und die Freien Städte. Freiherr von Cetto hielt einen Trinkspruch ans die Gäste. Sodann ergriff Reichskanzler v. BctI, niann-Holl- weg das Wort zu einer Ansprache, in der er saate; Die Besserung der Zeiten tan» die deutsche Landwirtschaft umso ossener anerkennen, als sie dabei gewiß sein darf, daß darum die Regierung in ihrer Fürsorge für die Landwirtschaft nicht nach lassen wird. In, Gegenteil der Erfolg der Maßregeln zur Förde rung und zum Gedeihen der landmirtschastliche» 'Arbeit bestärlr sie nur in dem Vorsatz, ans dem bewävrlen Weg weiterzuschreiten, lLebhaster Beifall.) Ich will nicht die Schwierigkeiten unserer inneren Zustände geringer darstellen als sie sind. In diesem, in H«nst, nnd (eben. (hbl Eine t a ü s e n d j ab r i g e d e u t s ch e B ro II z e s chal e. Au» Halle wird uns geschrieben; Ein seltenes Kunstwerk des srühe» Mittelalters ist jüngst als Gescheut in das Museum der Stadt Halle gekommen. Vor etwa einem Jahre wurde in Halle gelegentlich eines llnrtaues eine altenünilich: Bronzeschale' gesunden. die mit eigentümliche» Verziernngc» geschmückt war. Tie Schüssel trägt innen an der Wandung kreuzweise geordnet vier mit Reliesornanient bedeckte Silberblecktstreiien und in den Zwischen, ounien bandartig eingesetzte Ornamente. Tie Bodenniitle ist ausgezeichnet durch ein Rundbild, das einen gekrönte» bänigen Mann darstellt. Tiefer gekrönte Mann trägt in den erhobenen Händen eigentümlich geformte Gefäße in der Art von Insignien lind ist durch eine Nanirnbeischrift als Otto gekennzeichnet. Tr. Sanerlandt, der verdienstvolle Leiter des ballische» Museums, nimmt an, daß, nach Are der Figurendarsteltung und nach dem Ornamcntstil nur einer der deutschen Kaiser mit deni genannten Otto gemeint sein kann. Bei seinen btacksvrschungeii stellte sich heraus.: daß es noch eine zweite gleichgesorntte Bronzeschale gibt, die der in Halle aufgesundenen auss engste verwandt ist. Tiesd zweite Bronzesckrale, die 1888 in Livland von einem Bauern beim Pklügen ans Tageslicht gebracht wurde, befindet sich letzt im Dommuseun! der Gesellick»ast sür Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Rußlands in Riga. Beide Schalen zeigen die gleiche Schtnnckaiwrdttung und vielfach übereinstimmende'Ornamentiernng. Vor allem aber trägt auch das Rigaer Becken in seiner Miete das Rundbild mit der Darstellung Ottos und der Umschrift: Hierusalem Vision vaeis ^Jerusalem. Bild des Friedens. Ta die Ornamentik hier noch deutlicher,al- in Halle ihr irühmittelallerlickiec- Stilgeoräge erkennen läßt, io kommt Tr. Sanerlandt im Hallischen Kalender 191t I» dem Schlüsse: solange nicht ein strikter Beweis iür die Entstehung in einer späteren Evvckie des frühen Mittelalters erbracht ist, darf man die beiden Becken in Riga und Halle als Dokumente vtlonischer Kunst betrachten Wahrscheinlich bandelt cs sich uni Otto den Großen. Und damit wäre daun diese fast lau'cndjäbrige Bronze- schale die „älteste Sachurkunde tür die Geschichte Halles." — Preise sür alte Meister. Ter endgültige Verkauf der vielumstrittenen Cowverschen Madonna von Rasfael a» den bekannten amerikan,scheu Sammler und „Elektrizitätskönig" von Philadelphia Mr. A, P. Widendr bereichert die Liste der in den letzten Jahren gezahlten Rieseupreise für alte Meister um einen neuen Rekord. Tie Londoner Kunsihändlrr Tuvcen erwarben das berübnite Bildnis, das in Sammle.ckrehen auch als der „Panshanger Rasfael" bekannt ist, für 2 Millionen Mark, und seitdem bemühte man sich i» England, eine Summe an>;»bri»gen, durch die das Kloistwee' kür die Nationalgalerie hätte gesichert werden tonnen, Tiefe Be mühunge» fiub gescheitert: Widener erwarb d,e v>elumstr,ttene Madonna für einen Preis, der über 149 099 Plund. alto über 2 899990 Mark binan-geben soll. Ter „Panshanger Raitael" war die kleinere der beiden Rassaelickien Madonnen, die der dritte Earl Eowper im 18. Jahrbundltt kaufte. Tas Blld ding über ein Jahrhundert lang auf deiit Familiensitze der Eowvers'und ging ent im vergangenen Jahre durch den Tvd der letzten Ladt, Cowper ,n den Benk ihrer Nichte Lad» Tesborvngb über. Cm Angebot uaer > 409999 Mk., das damals sofort der Lahn Tesborough zng'ng. wurde abgelehnt. Ter Käufer Mr. Widener ist der Besitzer einer der bervorragetidüen Sammlungen alter Meister in Amerika; er war es auch der 1911 die berübmic „Mühle" Rembrandts tar 2 Millionen Mark kautte Auch damals war in EuKland vergeblich veriucht tvorden, das Geld zusammenzubrincr^n. um diesen Rembrandt dem englnchen Kunst- betitz zu erkalten, aber Amerika blieb ->eger. W>e gewaltig d.e Summen, die in den letzten Jahren tue hervorragende Werke alter aimelcat wurden, qestii'qcn und. zeigt nachfolgende r^isteer- Er «preise. Rembrandts „Mühle" erzielte i19l1) 2 Millionen Iran; .Hals Selbstvorträt mit 'einer .ramckte A9I9) zwe, M ttonen. Vel'asanez; Philipp IV. (19101 l EGhl: Holknüns Heiioain" ll999 1 420 090; Rembrandts „Belhleba" (19131 889999- Romnen: Anna van Polen >913: 839«X>0: der Preis, den Pierpont Morgan sür die vietumnrittene „Madonna nnt dem Kinde" von Raisael bezahlte, ist mckl bekannt geworden. Einge- aeben ilm mit 2 Millionen Mark an^ Widder e i n d e n t s ch s e i nl> t i ch e s Stück. Tas Benne das „Elsässische Tageblatt" schreibt, das schlimmste deutsch feindliche 'Tendenz,rück, das nian bisher kennt. Es ivnrde noch nirgends ausgesührt. . ' — Eine E r p e d I t > o n >l a ckt einem P a r a I, t e n. Eine interessante Expedition nackt dem Norden Ehinas verläßt in diesen Tagen London, um dort das Wesen eines winzige» Parasiten näher zn untersuchen, der eine gefährliche KLanklieit Hervorrust. An dieser Studienreise beteiligen sich einige Mitglieder 0er jüngsten antark tischen Expeditionen: ihr.Führer ist der Arzt E. L. Atkinson, der der Parasitologe der Seottichen Expedition war. Man nimmt an. daß dieser unbeimlickv' itranlbettserreger, über den bisher nichts Genaues bekannt geworden ist, aus den Schale», und Muscheltieren im Banglse Kiang und anderen Flüssen haust; jedensalls iindet er sich im Wasser, und die unheilvolle Wirkung, die von diesem Parasiten ausgeht, haben alle die zu spüren, die aus devl Wasser oder in der Näbe des Wassers leben. Ter Parasit dringt dann in die Haut ein, und die Krankheit, die er hervorrnsi, ist manchmal so schwer, daß sie zum Tode führt. Ein genaues Studium der Lebens- bedinaungcn dieses gesährlichen Gesellen dürfte anckt zugleich zu einer Entdeckung der besten .Heilmethode der von ihm hervorgernse- nen Krankheit führen, — Ueberall dasselbe. Aus Erfurt wird uns geschrieben ; In einer Versammlung der Stadtverordneten, in der über ein Gesuch des T l> e a I e r d i r e t I o r s M. Schirmer um Erlaß der Pacht verhandelt und u. a. auch der Spielplan des Theaters ciner Kritik unterzogen wurde, sagte Oberbürgermeister S ch midt u. a.: „Tie Novitäten sind auch nicht nach meinem Geschmack; alier der Tirektor besindet sich in einer schwierigen Lage, Er bat die ausgezeichnetsten 2lusiübrnngen gebracht von „Maria Stliart" und von den „Karlsschülern", aber das Haus lvar leer, Ter Tirektor muß verdienen. Um den heutigen Geschmack sieht es sehr bedauerlich aus, bei „Puppchen" und anderem elenden Zeug, da sind die Leute da, da lvird hineingelausen. Der Tircltvr wäre selber srob, wen» er klassische Stücke geben könnte; die alten Klassiker losten ihn keine Tantiemen, während das andere Zeug sehr hohe kostet. Die neuen Operetten sind schlechtes, jammervolles Zeug, aber es werden leider keine besseren Sachen auf dieseiir Gebiete geschrieben, und das Publilnm will das elende Zeug sehen, während bei sehr guten 'Auifübrungen älterer Ovcretten, wie wir sie auch hatten, das Theater leer ist." — C i ii Dichter, der fürs T i ch t e II nichts haben will . . . Unsere Tichier haben eine neue Konkurrenz betommen, die ihnen schtver zu schassen machen wird. Von der Leitung des Zittauer Stadtthealers wird salzender humorvoller Brief der Pressü übergeben: „Sebr geberter^Herr Tirektor! Erlaube mir Ihnen einige Zeilen zu schreiben. Ich möchte Ihnen bitten, meine Bnta ior,»tragen, Ta ich einige Tbeaterftückeit sersaßt habe, und möchte ger Ihnen böilich bitten, es Ihnen einznsende». UNI es zu prüfen. Dieses möchte ich Ihnen ganz höslichst, anszuschreiben. >:. die Stüken lauten Folgendermaßen, l, „Durch Kreuz zur Krone!" Schachspiel in 5 Ackien. 2) „Wenn einst die Glocke» läuten!" Traucriviel in 4 Ackten, aus dem Bergmannsleben. 3) „Tic Fahrt gen Himmel!" Weihnachtsmärchen in 8 Ackten. Tie Noten schicke ich Ihnen dann mit ein — wenn Sie. sehr gcherter Herr Tirektor, es annebmen, um jujjiüien. Tießes wären die Stücken, die ich verr- sast habe. Wen» Sie^ die Güte haben, geherter Herr Tirektor, es mir mal^ zu prüfe,i. so wäre es mir sehr herzlich lieb. Wenn Sie wollen, sehr^geherter Herr, ein Stück hercaussuckien, irgend eins, so bitte ich Tie »in baldige Nachricht. Für das Tichlcn, will ich nichts dafür baben,^ nicht das geringste, sondern es ist nur mein Verlangen, es zu spielen....." — Gin Man», den wir auss wärmste allen nollcidenden Theaterleitern empfehlen können .... hra Öawxmutft und nur irbaiiaU« »Ur einig : das in der durch große Wableriolge gefteFerte X) o ifi m n t einer Partei, tiecen ©efirebunnni oorrail hinan»gehen, die Fundamente des Reiches und unserer Manaitäne zu unleidöhlen Ta gibt es lein ^taktieren, ionvert, den Kampf, > Beifall) Ich nehme die entschiedenen, mutigen und iiegoebewußten Worte des Graten Schloc inn rum Psande dann, dag die deutt'chen Landwirte in diesem Campte immer in vorteriter Reihe stehen, und er bat recht, meine Serien, denn mit Mißmut, mit Verdrossenheit tonnen wir in diesem Kampie nicht siegen, Wir leben in einer lest der Unlust an dem Gange der innervolitischen Geschäfte, Ich loiil mich iit Ihrem «reife und als ritt gern und dankbar gekommener Gatt nicht schärfer ausdrücken, Draußen im Lande sind mir ja auch andere Tone entgegengeschlagem. In solchen Zeitläusten vslege» wir Deutsche uns leider besonders liebevoll in unsere eigenen Schwächen zu vertiefen und es hat sich auch seht loieder, ebenso wie es bei schlechtem Weiter alte Leibesschäden und auch schon vernarbte Wunden tun, die alte deutsche National- sünde des PairiktilarismuS neu gemeldet. In diesem ftreiie wird es dann auch richtig verstandeti werden, wenn ich trage: Sollen wir gegen eine Ausartung demokratischer Einrich tungen. die die ischöpser des Reiches in der ausgesprochenen Absicht geschaffen haben, die vartikularistische Neigung der deutschen Stämme iiiederziitolten, solten wir da Hisse und Abwehr suchen in der Neubelebung ebensolcher »atrikularistischer Tendenzen? Erinnern wir uns doch a» das, das uns in den letzten Jahr zehnten auch über die volitischen Gegensätze hinaus einig und stakt gemacht liat und uns anal in der Gegenwart einig und stark erhalt und erhellten muß, Das ist die Arbeit, in der die Gesamtheit der wirtschaftlichen und volitischen «raste der Nation frei geworden ist. und im Dienste sedes heintischen Fleißes von weltumspannender Unternehmung rastlos nach immer neuer Betätigung drängt, Dabei ist, manlpes alte, manches gute, manches liebgewordene zerstört worben in der Hast und Intensität unserer Entwickelung, Ich entsinne mich, es mag ein Jahrzehnt her sein, von einem märkischen Landwirt gehört zu haben: Zuckerrüben baue ich nicht, denn es ist mit der alten Freude, mit dem alte» Behage» des ländliche» Lebens vorbei. Wie viele neue Ausgaben jeder neue Tag sedem Berufe stellt, darüber brauche ich Ihnen nicht zu sprechen, Tie gewaltigen Fortschritte der deutschen Landlvirtschast sind ein beredtes Zeugnis dafür. Mit neuen Erfindungen, mit neuen Entwicklungen und mit neue» Zustände» nicht zu spielen, sondern sie anszunutzcn, sie zu meistern, das ist »liiere täglich neue, ernstliche Ausgabe. Und der Geist solcher Arbeit, der aus allrn Gebieten des Wirtschaft lichen und kulturellen Lebens schäftend und neuerbauend wirkt, der wird im Zuiäinmenschlnß aller voni Staalsbewußtsein ge tragenen Elemente im ganze» Reiche stark genug sein, um die Stätte niederzuballen, die in der nährenden Entwicklung unserer Zeit das Gesüge unseres staatlichen Baues nickit sestigen und bessern, sondern lockern und »iederreißen w'llen. President Gras v, Schwerin-Läwitz bat gut getan, zu erinnern, daß der deutsche Reichstag im versloslenen Jahre ln starker Entschlußkrasr die größte aller Wehr- No klagen zum Schutze des Deutschen Reiches bewilligt bat. Und meine Herren, wenn Sie sich dem Ergebnis Ihrer eignen Täligkeit zuwenden: Ein gut Teil bleibt Jahr für Jahr den höhere,i Gewalten Vorbehalten, Was als Ihre eigenste Leistung verbleibt, kann auch Sie mit stolzer Befriedigung erfüllen. Auch hierbei ist deulickur Fleiß, deutsches Wissen, auch hierbei die ebenso irische Tüchtigkeit unseres Volkes. Tau das immer kv bleiben möge, dos ist unser aller Wunsch, Ich bitte Sie, er • beben Sie Ihre Gläser und stimmen Sie mit mir ein in den Rns: Tie deutsche Landlvirischost und ihre Vertretung, der Deutsche Landwirtschoftsverein, sie leben hoch! hoch! hoch' . T i e Folgen d e r I n n d h o l z st e u e r. Tie Anfrage des Mitglieds des Reichstags Mumm wurde wie folgt beantwortet: Es ist richtig, daß die im lausenden Betriebsjahre »tote Steuer« zuschlag herstellbare Menge von Zündhölzern ist vom Hundert des Pollkontingents bitträgt und daß der Verein deutscher Züild- tolzsabriiaruen eine weitere Herabsetzung aus -10 vom Hundert leantragt hat. Mit einem aewissen Rückgang des Züiidbolzoer- brauchs war bet Erlaß des Zündwarensteuerqeietzes- gerechnet worden und »war war er aus 25 vom Hundert geschätzt Einen' loei- teren starken Aussill! erlitt der Absatz der Zündlwlzsabriken nach Inkrafttreten der Steuer durch die unerwartet große Borvrr- iorgung mit inländischen imd ausländischen Zündhölzern, Mit dem Ausbrauch dieser Vorräte ist der Absatz »ach den Erqebnissen des Steueraufkommens und den Angaben der Industrie loieder gestiegen. Seit dem Betriebsiahr 1912/13 ist in einer Reihe von Monaten bei der Versteuerung von Zündhölzern ein erneuter, wenn auch mäßiger Rückgang beobachtet nwrden, Entiprechend der Herstellung und dem Absatz der Fabriken ist die Zahl der beschaiti ften Arbeiter, nachdem sie im Reckmnngssabr 1910 aul durchschnittlich 3920 herahgcgangeit war, allmählich ll9ll: 3935, >912: 106« wieder gestiegen, lieber etwaige Maßnahmen der onbündeie» Regierungen kann zurzeit eine Airskunst nicht erteilt werden, Ter R e i ck, s t a g s n u s s ch u ß für Hausierhandel und Wandcrläger nahm mit 19 gegen 8 Stimmen wen § 1 der Bestimmungen betreffend die Mittel zur Verhütung der Empfängnis, unter Abänderung des vom Zentrum vvrgeleaten Gesetze,Itwurses nach einem nationalliberalen Anträge an. Hiernach kann der Bundesrat den Verkehr mit Mitteln zur Besei tiguua der Sckiwangerschast beschränken oder untersagen: ebenso ^en Verkehr mir Mitteln zur Verhütung der Empfängnis, soweit nicht Bedürsnisse des gesundheitlichen Schutzes entgegensteton, Tie Bundesratsverorduungeu sind dem Reichstage sofort bekaniil zu inache», Tie Einfuhr der verbotenen Gegenstände ist ebenfalls untersagt, Tie £8 2 und 3 (Strafbestimmungen' werden nach Mm Zentruinsenrwuri augenoinmen. Tie Besprechung wendete sich dann dem Bernsteinhandel zn. Zur Bekämpfung der Unsittlichkcit haben die kanservatioe Fraktion, das Zentrum, die Nationatliberalen und kir Frcikonfervativen zur zweiren Beratung des Voranschlags des Ministeriums des Innern den Antrag gestellt, die Staats- resiernng zu ersnche», die „acktzieordneten Behörden anzuweisen, mit allen gesetzlichen Mitteln die zunehmende »niittlichkeil hauptsächlich in den Großstädten zu bekämpfen und so der Gesahr vorzubeugen, welckter die Jugend körperlich und seelisch ausgk- ietzl ist, Tann ist Iveiter ersorderlich: Bei dem Bundesrat darauf hinzuwirken, daß durch Aendermia der lesteheudeu Gesetze, in erster Linie der 88 33, 33a und 33b der Reichsgewerdeoickinung den Verwalt»,Igshebörden geeignetere Unterlagen zur Unterdrückung der Animierkneiven, Bar», Cabarets, B u m m e l p l ä tz e und ähnlicher Schankstätten und Schaustellungen gegeven werden, ftiioiveit sie der Unsitt sichkeil Vorschub' leiste», daß von der Staatsregierung baldigst ein besonderes st r li e »i a t og l a phen g eic v vorgelegt werde: injlviicheu von den lesteheuden Bestimmungen insbesondere durch Verkürzung der Polizeistunden nachdrücklicher als bisher Gebrauch gemacht werde. Der Abgeordnete Tr, Werner-Gießen tot i Reichstag folgende Anfragen gestellt: „Die Talsack»- daß i» 200 Mitgliedern des Vereins Breslauer Tetaillisleu nur 7 < der Veranstaltung von billigen Sonderverkäusen billige,, Woche Ausnabmetagen „iw ein Imeresse toben, toi allgemein übe raicht, Ter Vvrsckstag der „Tenticku-n Handel« «orceiponoeuz eine Erhebniig bei säuilllchen Kleinhandels und Mittelstand ocqaniiaitonen onzustellen, NN, zu erkunden, inwieweit d Gei chästswel t ein Interesse an der Veransta lung von Ausnahmeangeboteii hat. verZent das 'Beachtung, — Beabstchtigt der Herr Reichskanzlei dieiem P. schlag zu entsprechen ,-' Mir genügt ein« schriftliche Antwort, St«-t und Cdttfe* Gießen, 12. Februar 1814, Zur TsenfthuteRuenichenlu«, Wir erhalte» s tilgen de Inschrift : Die niftic Krankanversirbernug ist mit dem l, Januar in «rast getreten. Sie umsatzt bekanntlich die Versicherung der Dienstboten, Dadurch ist es gekommen, daß sehr zah l reiche Personen, näniliai alle Diemstlierrschasten, in ein ganz neues Verhältnis zur Ortskraukeirkasse getreten sind. Die Art, loic dieses Verhältnis von feiten der Ortskrankcnkosse zu Gießen eröffnet worden ist, gibt min aver zu mamiig- snche» Bedenken Anlaß, Es ist iveiter nichts geschehen, als daß den Dienstherrschaften eil, Annieldezettel überreicht wurde, der nach geschehener Ausfüllung tvieder abgeholt worden ist, daß ihnen ferner ein Heft mit den Satzungen der Kasse zugestellt wurde und daß — Anfang Februar — die erste Rechnung für die Jamlarbeiträgc präsentiert wurde. Es fehlte mindestens ein Zweifaches: Erstens nämlich die Lieferung der genauen Grundlagen, aus denen sich die Berechnung der Beiträge anfbaut. Außer deul löehali lommcn die Naturalbezüge (freie Station ufro.) sehr erh.-b sich in Frage, Je nach der Ansetzilng ihres Wertes verschieben ftdt" btc Beträge. lieber diese Ansetzung orientierte früher dankenswerterweise das Gießener Adreßbiick>, Jin Jahrgang 1911 fehlen die betr, Angaben Aus jede» Fall aber lvar die Ortskrankei,lasse verpflichtet, die dafür gelten ken Zahlen als die llnterlage für ihre Klassenberechnung den Interessenten mitzuteilen. Aber wenn diese Unterlassung nicht non großer Bedeutung ist, so ist eine zlvcitc um so ärgerlicher, Tie Dienstherrschaste» und die Dienst boten haben noch k e i n e r l e i 9» t11 c i l u n fl darüber erhalten, a n welche A e r z t e s i dt die T ienft bv ten im Krankheitsfälle zu wenden haben. Nach 8 31 bestimmt die Kasse, welche Arrzte i» Frage kommen. Seit I, Januar besteht die Versicherung: von diesem Tage an sind die Beiträge zu bezahlen, die gegenüber der früheren Klinilvcrsichrrung so außerordentlich viel höher sind: aber an welchen Arzt der Dienstbote gehen darf, ist ihm nicht gesagt. Vielleicht hat es irgendwo in einer amtlichen Belau,itmachung gestanden: das ist loohl möglich. Derartige Beknuutmamiingeu übersieht inan leicht. Aber dann wäre es doch Pflicht der Kasse geioeseu, in ihren Satzungen oder ans den Qiiittungsformnlaren oder sonslnsie daraus hin znwcisen. Nichts davon ist geschehen Keine der Drucksachen gibt Auskunft, Soll denn, wenn ein Dienstbote erkrankt, der .Hausherr oder die Hausfrau jedesmal erst auf dem Bureau uachsragcu? Und wenn dies geschlossen ist? Es ist erstaunlich, daß diese Unterlassung, obwohl die Versicherung seit 5 Wochen besteht, noch nicht zu ernsten Beschweroeu gesührl hat, Vielleicht ist das ein Zeugnis dafür, daß der 0 esundheitsstand der Dieustbateutlasse als einer Klasse t nrchschnittlich jungen Alters so gut ist, wie der keiner anderen Klasse der Versicherten, Dam, wäre es freilich zugleich ei» Beweis dafür, daß diese Klasse sehr zil Unrecht mit mechanischer Glricksetzung in die neue Versicherung eingegliedert lvorden ist: ja, nicht Usos; mit mechanffcher Gleichsetzung, sondern mit besonders starirr Belastung: denn die Dienstboten zahlen wegen der Sonntagsbeschästignng sogar erhöhte Beträge! — Aus alle Fälle ist, zu wünschen, daß die Lrtskraukenkgssc diese Niiterlassiiiig ganz rasch gnt- macht, Tie Versicherten woslen und müssen doch wissen, tvelche Aerzte ihnen geivährt sind! S, Wir haben dieser Zuschrift, die in alle» loesentlichen Punkten durchaus zu Recht Klage führt, gern Aitfilahmc ge- f nährt, lveil wir dadurch vielleicht Al'hissr veranlassen können. Wir selbst hatten zn Ende des alten Jahres die Ortskrankenkasse um einen belehrenden Aussatz über die Dienstboteu-- versicherikng gebeten, nuch eine Zusage erhalten, aber trotz mehrmaliger Erinnerung keinen Artikel, Auswärtige Orts- kraukenkasscn, zum Beispiel die Frankfurter Kasse, auf deren zweckmäßige Veröffentlichung wir den hiesigen Vorstand aitfmcrksam gemacht hatten, haben mehr fiir Aufklärung getan. Was die Verpflegungssätze im Gießener Adreßbuch an- belangt, so sei daraus hingeluiesen, daß der sdädtischc Ausschuß, der fic zu bemessen hat, erst noch Drucklegung des, Lldreßbuches zusnmmengctretcn ist, uni, wie wir s, Zt, mit- getcilr haben, den Satz aus 1.15 Mark zu verringern. " Der Groß Herzog empsing am ll. Februar u. a. den Medizinalrat Dr. Wagner von Gießen. "Aus de »i Eiscnba h» di eii str. Der Großl>erzog hat deni Weichensteller l. Klasse Valentin Schorn zu Biblis und deni Bahnwärter Jakob Hill z» Bickenbach, beide in der Hessisch-Preußischen Eisenbahiigknicinschast, a»S Anlaß ihrer an> 1. Februar d. I. erfolgte» Dccsetznng in den Ruhestand daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treile Dienste" verliehe». " Schulangelegenhei ten. Erledigt: Eine mst einen, evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Gräse»- hansen. Eine Schulstelle an der evang. Volksschule zu Hos- h e i m, Kreis BenSheini; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle in Fürfeld; mit der Stelle ist Orgaiiisteudienst verbunden. Eine mit eine», evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Maar, Kr. Lauierbach; der Inhaber der Stelle hat den Organisten im Verhinderungsfälle zu vertreten. ** Während des diesjährigen Kaiscrma- nöDctä wird sich das Kaiserliche Hauptquartier aus Schloß Homburg v, d, Höhe befinde». Der Groß Herzog von Hessen wird aus Schloß Fricdberg ivährend der Manövertage Aufenthalt nehmen, ** Ober ft Lehmann, der Kc»n»iandaut des Tr»p- pemibungsplatzes vom ll, Armeekorps zu Bad Ort starb am Montag in der Universitätsklinik zu Gießen an den Fol gen eines schweren Mägenleidens, Er war srüher Komnian- deur des >59, lothringische,i Jusaiiierie Regiments in Mühlheim a, d, Ruhr und wurde am 22. Mai 1912 Kommandant des Truppenübung-Platzes Bad Orb zugleich mit seiner Stel lung zur Disposition, Die Gießener Klinik mußte er ivegen eines Magengeschwürs aussucheu und suii dort einer Opr ratro» unterziehen. Er starb an, Luiigeuscküage Heute mvr geu fand unter Borautritt der Militärkapelle die Ileberfüh- ruug der Leiche nach dem Bahnhöfe statt, ""Die F le is ckibe s ck, a u in Hesse», Im vierten Vierteljahr 1913 ivurdeu der Fleisckfdeschau unterzogen: Vierde und andere Einhuser 5>6l (gegen 214 im dritten Vierteljahr 1913), Ochsen 4852 (4123), Bullen 476 (570). Küde 32-13 >9171), Jungrinder (über 3 Monate alte) 8335 (9171), Kälber (bis zu 3 Monaten alte) 15 141 (17 618), Schweine 98644 95068', Schafe 3278 >17871, Ziegen 4528 (2096), Hunde wurden nicht der Fleischbeschau unterzogen, ' Allaeinein er Verbund der Deutschen Baul- be amteil (Ortsgrupoc Gießen). Man schreibt „ns: .Dieser »och verhältnisniäßig junge Verbund bat es vc,siauaeu, m kurzer Zeit eine vollständige Umwälzung in der Oraaiipation der Aanl- beamteu dcrvorzuruse», Uni auch tu (isießen die organischeu Grundsätze und Verbauds-Bestretiungeu uälfcr bckaunt zu geben, hielt dieser Tage Herr 6, E'inonts aus Berlin im Hotel Schütz hier vor einer zablr.-icheu Versammlung der hiesige» Bankbeamten einen Vortrag über: „Die EI, t w l ci l I, n g v I c n d e II; e n in d e II B a » k b c » IN l c Ii O r g a >! i t o t i » n e ii". Ter Redner Bei stand es, durch seine sachgemäße Vortragsweise die Ausmerksamkei! seiner Zuhörer dis zu», letzte» Augenvlick zu scsselii, Herr E'monts wies u, a, insbesoudere daraus diu, daß sich der Allg, Berti, d, B,-B aus einer gclverkschastlichcii und nicht aus einer varitäti scheu törundlage ausbaul. Irgendivetche volitiick^u und religiösen Momente scheiden vullständih aus. Als ein in dieser .Hinsicht bereits ausgebauter Verein, wurde aus den Oesterreich, Bansp.-V, hin gewieicn, Rack, iveitercu allgemeine» Aussorachcn, auch durch Herrn M a r x, welcher noch in letzter Stunde öingetroifeii ivar, Ivurde dem Redner ei» guter Erfolg iusvscrn zutell, als_lt> Herren neuer* Vings I ihre Beitrittserklärungen abgavc». Am SckUusse der Bci- snmmlung konnte noch zur Gründung einer hiesigen Ort,s- grupvc des Allg, V, d, D, B.--B. geschrftten lverden, da dem Allg, V, nunmehr 30 Mitglieder angehöre». In der Zioischenzcil ist die Mitglicdcrzahl aus etwa 40 gestiegen," ** Stadttheater, Die nächste Dienslag-Abonnetnents- vorstellung bringt in einem modernen Einakter-Abend drei interessante Werke, die Neutoiteu für Gießen sind. Zunächst Frank Wedelinds „K a UI UI e r s ä » g e r", da»» Clara Virbigs Drania „Dir Bäuerin" und zum Schluß Herbert Enlenvergs „P au l II ll d Paula" lDie Geschwister» aus dem Zyklus „Ernste Schwänke". Tie Werte sind bezeichueud für die Eigenart der drei viclgenattiitcn und auch viel angeseindeteu Autoren, ** Hermann Bakoss lustiger Abend, Herr B a ko s veranslaltete gestern aveud iu Sleins (Karten einen sehr gut besuckften Vortragsabend, zn deni der bcliebte «ünstlcr ein abwechselungSvolles und reichhaltiges Programm ausgestellt halte, das sehr dankbare Zuhörer fand. Herr Bakos, der bei seinem Erscheiueu lebhaft begrüßt wurde, erwies sich auch am Dortragspukt als ein geschmackvoller. vielseitiger Künstler, der über eine ausgezeichnete Sprachtechnik versügt und mit. seinen reichen «Aitteln ebcnsv- wohl der ernstrn als auch der heiteren Muse zn dienen bc rnfeit ist. Eingeleitet wurde der Abend durch den lvnndei vollen Monolog Wallensteins vor dem Austritt des schw, bischen Hauptmaiins, dem daK Selbstgespräch .Hamlets und das Richards des Dritten folgte, die er alle zu eindring sicher Wirkung brachte. Eure der lvuchtigen Balladen Theodor Fontanes erntete ebenso starken Beifall wie Buschc- berühmtes Poem von den. Dichter, das Bakof außerordentlich sein wiedergab. Es solgteu daun Gedichte von Lilien- eron, Moslowski, Börries Freiherr von Münchhausen. Arno Holz, «orrif Towska, Mia Holm n. v, a. Als ei» Meiste« des Platldeulfcheu erwies sich Herr Bakos mit der köstlichen Geschichte, in der Unkel Bräsig fton seiner Kaltwasserkur' berichtet, Herr Bakos, der ein geborener Hamburger ist, verstand es hier ausgezeichnet, die Feinheiten der Reuter- schen Art und den geniütvolleu Humor des Dichters zur Geltung zn bringen. Das Ende des Abends bildete, von einigen niedlichen Kleinigkeiten abgesehen, der treffliche Anssatz Karlchen Micsnicks über Goethe, der stiirinische Hetterkeit hervorries. Zum Seiiluß wurde Herrn Bnkos von seinen zahlreichen Fremrden eine lebhafte Ehrung bereitet. ** Die Sch öp s u n gs g eseh icht e i m ,K a nzleistil. Einer unserer Leser hat seinem lliimut über den bekannten Kanzlesstiel Lust gemacht, indem er sich daran inachte, die Schöpsnilgsgesehickrte in solchem Stil wiederzugeben. Wir geben die Geschichte frneder, in der Hoffnung, daß oielleiart manchem die bisher schluminernden Äugen dadurch geöffnet werden. Er schreibt: „Am Anfang ivurde seitens Gottes aus eigener Machtvollkomnienheit der Himmel bezw, die Erde ge- fchassen und zfoar derart, daß diese eine wüste und leere war, während zugleich aus ihr völlige Finsternis Iferrschte In der Folge ergab es sich, dich besagter Gott das Licht von der Finsternis schied, und zivar verfuhr er bei dieser Scheidung derart, daß er demzufolge in der Lage war, das Licht Tag imd die Finsternis Rächt zu benennen, womit der erste Tag zum 'Abschluß kam, n»oraus lvohl derselbe sich der fernen Aus gäbe untcrzolk, in betreff der- Meere, um nicht zn sagen, der betreffenden Flüssigkeiten, die durch Niedersckflag der Atrnv- spliäre entstanden tvaren, eine zweckdienliche Anordnung dergestalt zu treffen, daß er hinsichtlich dieser vermittelst einer sogenannten Feste, Zu ihrer Untersckieidung Himmel bc» nannl, seither die Gdwäsfcr aus der Erde von den Gewässern, rcsp, loasserhaltigeu Gasbildungen am vorbenmrnten Himmel, zu einer durchgreifenden Trennung brachte, u»r- auf am andern Morgen ft> gleicher Weife der zn>eiie Tag zum zweckdienliche» Abschluß gelaugte und damit ein ersprießliches Stadium de? Weilerausbaus der sckföpferischeii Angelegenheiten im Weltalle herbeigesichrt wurde , , usw" " Der Llnschlag aus den Zug Gieße» — Gelnhausen hat jetzt seine teilweise Aufklärung gesunden. Am Mittivoch ivurden vom Gendarmeriewachtmeister Kessel aus Hungen zwei Bergleute von WiddcrSheim verhaftet, die verdächtig sind, den Slnschlag verübt zn haben. Wie verlautet, soll einer der Festgenomnienen die Tat bereits cingeständen haben. Llns die Erniittelung der Täter waren von der Eisenbahndirektion Frankfurt a, M. 300 Mt. Belohnung auS- gesetzt worden. " Ein gelneiner Schurkenstreich wurde dem Kaninchenzüchter Fr. B. in der oberen Frankfurter Straße zugefügt. Bei der Morgensüttcrung fand er seine wertvolle belgische Riesenhäsin tot in, Stall vor. Die in der hiesigen Veterinärklinik norgenommene Untersuchung ergab, daß dem Tier Gift in fester Form bcigcbracht lvorden war. Am Schlund fanden sich blutunterlausenc Stellen, tvelche durch da? Htnunlerivürgcn des scharfen Giftes hervorgerujen sind. Im Magen selbst bat sich die Dlassc ausgelöst und eine geradezu sürchterlichc Wirlnng hervorgerujen. Die Magcn- ,va»d war an einer Stelle vollständig zerstört, so daß der Mageninhalt heranSgetretcn war. ** E i n gefährliches Vergnügen leisteten sich gestern abend zivischen 10 und l l Ilhr einige junge Burscheu, Trotzdem täglich neue llngliicksnachrichtcu cinlaufeu und immer loieder vo, dem Betreten des Lahncifcs gewarnt ivurde, machten sie in i 11 c n auf btm Eise e i n Feuer an und vollführten dazu einen Heidenlärm. Als iliucu endlich die Gefahr ihrer Lage zum Bewiißtsciu kam, tiefen sie davon. " Silberne Hochzeit, Die Eheleute Herr Gustai, B a I l n, a u u und Frau, Plockttraße U, feiern morgen, am 13. Febr,, das siesl der sitderueii Hochzeit, ** Fr e m de Lot terirl o sMil ineldi unlauteren Mitteln austäiiüische Geiverbelreioeude dem Publikum durch Zusendung von Lotterieloien das Geld ans der Tasche zu ivieleu versuchen, bewetst nachstehender Borsall: Ein Gastwirt aus Bermuthshain erhielt vor einigen Wochen von einer Amsterdamer Firma 2 ältere wertlose Meininger- Prämienlose und ein Einladungsschreiben, sich au he, Lotterie zu beteiligen Tie Einladung vlied jedoch vo» dem Wirt »»beantwortet, Ende Januar t.'ilie Ihu, die Firma i» einen, weiteren Schrechen mit, daß die veid.-ii Lose gezogen Irmröen mit einem (tzewiiii, von 624 ?Aart, >^ie steUie die lleder- sendung eines o,rd. So »mrd die Pflanzung, die Sortenirage, die Pflege Ktebgürteianlagen, schnitt, Spritzen nstv.i gemeinichastlich er- olgen Zum Schluß Ivncde ein Bvrtrag vom Vorsitzenden, Lehrer Hoi mann, gehalten: „Die Düngung der Obstbüume" - Bellersheim, 12. Fe»,-. Am Sonntag hielt der Ge- laugverein im Angermütlerichen Saul eine Abendunter Haltung mi: uachiolgendcm Tanzvergnügen ab. Nach einer Begrüßung durch be» Präsidenten wlgleu abwechstttio Theaterstücke >uü Ge. »angsvsrträgev. Der Dirigent Karl Müller vaste kne Vorträge crngeübt. — Bieber, 11, Febr. Am Dienstag veranstattete die Ortsgruppe „Bieber" vom Deu i sche n F l a t: c n »e re i n in der Gastwirtschaft „Zur lÄerinania" einen recht g>>t besuchten Flotten- abend. Äoi-vettculavitäii Freiherr v. Beltheim hielt einen Bor,rag über: „Dir Bedentnng «nserer Kriegsflotte stir unsere überiecisthen Jnlereistn". I« Anschluß an d-.-n Portrag zeigte der Redner eine Reihe von Lichtbildern, an denen er die einzelnen ^chitisthpen der drnlichen und ausländiichen Flotten erklärte. Amtlicher Wetterbericht. Weile raasnape» in Hessen am Freitag, den 13. Febr. 1814 - Vorwiegend triib nnd rvolk^a. mild. Reqeninlle. vrretffrsachrichtt«. — Der K-anstiiännischc Verein Gießen stiert am Samstag iu der Turnhalle sein Winteriest IN llttsrolt eines Ma--.- keuballes Nach den vorbereiteten Aufführungen wird das Fes, viel Ililleihakttmg bieten. — Der Kriegerverein Gießen hielt am 10. d. Mts eine gut besuchte MonatSversammlung im Veiernslokal ab, in der Kamerad Postschafsner I. F. Mohr von 0'iesten aus Grund seiner eigenen Erlebnisse einen Vortrag üb« „die Kämpfe der Südab- reülnng im Hottentostenseldzug 1004—07" hielt. Kam. M » rgols berichtete sodann über seinen Besuch des Schlachsteldcs von Wörth und über Erlebnisse im Krieg 1870/71. an. St ei» buch, 0. Febr. Im Saale des „Ritter" iand gestern bk, vollbesetztem Sause die diesjährige ?lbenchinterhal- tung des Gesangvereins Germania stau. Präsident Renich- lrnq eröisnctc sie mit einer Ansprache Daraus rollte sich das reichdalttge. gut zusatimrengefteltte, aus Choren, Theaterspiel, so- wie Konzkrtilüchen der Kapelle Harnisch bestehende Proqramut it, ilotter Weise ab Der folgende Tanz hielt den Verein nnd leine Freunde noch etliche Stunden zusammen. Lang-Göns, 12. Febr. Durch die freieri- Organisation des O b e r h e i i i i ib c n O b st b a n v e r e i n s nnd .KreisvereinS Gießen ist die -O r t s g r u p p c L a » g - G ö n s , welche sich in einen Obst- und Gartenbanverein nmgcwandeit hast ins Ausblüheii gekommen. In der Sitzung lourde festgesrellt, daß der Verein von etwa 30 Mitgliedern ans 83 -sestiegrn ist. ' In der erwähnten ^rsamm ln»g tvurde eingehend üb« die graße gcmeinichairliche Pilanznng, z» welcher sich schon 110 Landbesitzer gemeldet haben, »erhandelt. Es soll eine Genossenschaft gegründet werden, damil die große r^ei'miiehtes. ' ll n i a i l eines kaiserlichen Kr a stw a g c ns. -Aus Berlin, N. Febr., ivird gemeldet: Als der Kaiser beute nachmittag zwisastn 2 nnd 3 Uhr ans der Fahrt narii Potsdam Wan» fee »aiistrte, stieß das Begleitantomobit, in dem sich der diensttuende Flttgeladimaiit Korvettenlavitan Freiherr ». Palkske und der Flügeladjtttant Obern Grai v. d. Goltz beiansen, mit einem Privatkrastwagen der Firma Adolf Schmidt zusammen. Beide Krastwage» wurde» crhedlich beschädigt. Der larierliche Mitiahrer R c r NI a N il svurde erheblich, der Lenker leidst verletzt. Tie Ad- intanten blieben unversehrt. * L e » ch t g a s v e r g r st» n g. In t a u l S d o r s bei Berlin wurde in seiner Avbuung der 4li Jahre alte Tafeldecker Nigiich mit seinen beiden Döchtenr tot aufgeiundeir Ter Beiuud ergab, daß alle drei eurer Leuchtgasvergistung erlegen Ivaren. Man neigt » der Annahme, daß Nigisch mit seinen Kindern dar Opstr einer Unvorsichtigkeit geworden ist. '' Bom Dach gestürzt. Der Gisührigc Rentner «onz, der auf seinem Hausdach in der Kreuzberqstraße in Berlin einige Llusinessungeu vornahni, verlor das Gleichgewicht und stürzte herab. Er starb kurz darauf. Bl u t t a t. Aus Altona wird gemeldet: Ter Arbeiter K lo lisch in sk i ermordete sei nc d re i K i ndc r, Mädchen n» Alter von vier, sechs und sieben Jahren, mit einem Beil und beging dann Selbstmord. Tic Frau hatte sich aus Furcht vor Mißhandlungen aus dem Fenster gestürzt u»l> schwere Berletzungen erlitten. ^ Der Hund als Lebensretter. Auf eigenartige Weise ist der Privatsekrctär des Lords Morley und dessen Familie in C u n n i n g h a m vom sicheren Tode des Ber- brennens.gerettet worden. Während der Nacht brach in sti nein Hause ein Feuer aus, das von der in licsem Tchlas liegenden Familie nicht beniertt wurde. Durch das anhaltende Gebell eines Lieblingshnndes des Privalsckrctärs erwachte jedoch ein elsjühkiger Sohn, der sosort Alarm schlug. Alle ^jinimer waren bereits mit dichienl Rauch angesüllt, doch gelang es Emmingham, siw und seine Familie im letzten Augenblick in Siwerheit zu bringen. Der Brandschaden beträgt über eine halbe Million Mark. * Ein N utzni e scr des G e u e r a l p a r d o n s. Ein Ein wodner von R c ni scheid, der äußerlich in den einiachsten Verhältnissen lebte und bisher zwei Millionen Mark Vermögen versteuerte, dellariertc zum Wehr heit rag auf Grund des Gene ralpardons ein Vermögen von n e n n z e h n M i l l i o n c n M a r k. * F ü n s Mensche n verbräun t. Aus H c l s i n q - fors wird gemeldet: Bei einem Brande des Armenhauses im.Kirchspiele H i t om a n t sr im Bezirk Kn o p r o sind siins Personen umgekomnien. Eine Person ist verschwunden, viele erlitten Brandwunden. * Elne in tc i e j in it t e Ehe scheitlnng s kl ag e. Frau Daniela Thode, die Tochter von Frau Eosima Wagner Mts der ersten Ehe mit Hans v. Bülow, ljat gegen ihren Garten, den .Kunsthistoriker und früheren Heidelberger Nmversitätsprofessor Dr. HenrN Tvode, beim Landgericht lli Heidelberg Klage ans Ehescheidung erleben. - Brennende r Kr a f t w ag cn. Ans Wien. 11. Februar, wird gemeldet: itzeftern geriet in der Reichs-Straße in Möllerdorf, nahe Baden bet Wien, stu Antomohil in Brand. Ter Benzinbehäller erplodierte. Vierzig Personen, die das Automobit unißanden. wurden verletzt, filnfzehn von ihnen schwer. * Gestrandet. Der aus der Fahrt nach Eardtfs bcsindliche Tamvjer „S i l v e r w i u g »" ist an den Scillb- inseln gestrandet. Rettungsboote versuchen die Besetzung zu bergen. * D i c u it t c r b r o ch c n e L e o n o r e » - O u v e r t ü r e. Von der Konzert-Tournee eines berühmten sranzösischen Dirigenten in England erzählt ein Pariser Blatt eine amü'ante Geschichte. Man spielte in einer mittleren britisäien Stadt die Leonoren- Onvertüre von Beethom-n, in der bekannllich eine Trompete ans be, Ferne ertönen muß. Da man zu einer richtigen Probe keine Zeit hatte, be.mügl iicv der Drrrge»:. dem Trompeter zu sagen, er solle sich irgend einen Ort in der Nabe des Saales Nlchen, UNI im gegebenen Moment mit seine», Par! einsallen zu können. Der ?lugenbl,ä kommt heran, man Hort den Ton einer Trompete in der Ferne aber plötzlich wird er swwäcber und bört dann ganz auf. Wütend verläßt de, Tiriaent, nachdrn, da- Werk mühiam :u Enbe gebra»! ist, den Saal nnd begibt sich ans die Luche muh »einet« Musiker Ec findet ihn in dem „ahegetegenrn Hott, tvie er sich vergeblich den kräftigen Fäusten einiger bochgewachsirnr Pol, zu entwinden suchi. die ieinc iranzöütchen Beschwörungen kvviicküttelnd ai,hören. Eritannt sragt der Kavelimeister auf Eng- fifdj' welwes Vergeben der Musiker sub habe zu Samlde« kommen lassen, daß sie ihn arretiert liötten, und erhält die Antwort: Wir'haben diesen Manu oerhaslet, weil er Ihr .Konzert stören wollte, indem er liier- ansing, die Trompcle blasen, »vährenb Tie im Saal drinnen Jbre Musik nussührten." _ vnchektisch. Der Panama kanal. Seine Entstehung und Bedeu- titii -4 Von John Fostcr Fraser. Auiarijierrc Ueberictznng. Mii 2 Karien und 4<> Bollbildern nach Originalausnatmten. Dem ,'ches Verlagsdaus Bona u. Ev„ Berlin, Preis 3 Mk. l-roichicrt. 4 Mk. gebunden. Eicrad: jetzt, wo die neue ,md alte Wett mit storler Spannung die Eröiinimg des Ponamakanals erwarten, erscheint kn- Werk Johl, Joster Frasers zu rechter Stunde. Wie kmini ein anderer, ist dieser l.'kaiinte englische Selmitsttllcr, der lange teil zu Stiidienzweckcii ,» der Kanalzone nnd in Panama geledr tu-, dazu berufen, vor dem Leser die eürzettren Phasen dev qcioalligin Baues ans- anschaulichste erstehen zu lasse» Ta- Wich deiicn -,ahlrciä»>- Illustralioum Anichauhchttit und Per ständnis erhöhen, wird jedem Gebildeten, der mit seiner -}ti, lebt, willkommen sein. Aua'» der Arbeiter »vird daraus erleben, nv-iilns gigantische Werk seine Intfvait I-ai »ordern Wien. B Letzte Nacyrictzten. Ans rage im Reichstage. Berlin, 12.Febr. Laut „Lolatanttiger" lnrbe« die Ab- grordneten E o l s h o r II »Ich Freiherr v. S ch e e I e im Reichstage eine Anträge eingebr.tcht, ivonach die Klagen allgemern sind, Hatz in Ausinhrilng der Reich-vcrstcheriingvordnung auch Eltern, dir sich in durchaus gciichcrien Bermögrusorrl»älmllien besinüen. gezwungen werden sollen, ihre in ihren eigenen Betrieben sowie her Ibnen »oobnenden Kinder in den Landkranlenkasien zu versichern. Ter Reich-lanzler wird um Antwort ersucht, vb er eine solche Auslegung des Gesetzes stir richtig hält. Das Kleinwo h n nngs >oesen in Berlin. Berlin, 12. Febr. Unter Teilnahme zahlreicher- Vertreter slaalliche- nnd Kommunalbebörden Iiielt gesterm der Groß-Ber- l i n e r Verein für K l e i n w o h »tu ngswesen im Rathmis eine Sitznng ab. Tec vormalige Staatssekretär Dernburg ging in längeren Ausiühcimgcn ans die Ziele des -Vereins ein. Sein Arbeitsgebiet eistreäle »ich ans die Wohnnngsiveiie sür Minderbeatittelte von der Rietslajerne bis z» der Form des Kleimoohnuugshauies. Ter Verein lmbe nut besonderer Freude die Schassniig eines Wohnung-nnnes begrüßt. Wenn man bedenk,-, das» es ln Berlin etwa 100 000 Schlafburschen nnd stimmermieter gebe. »o »oerde man die Größe des vom Viwein zu lösenden Problems erkennen. ‘ Großfener in M a n it [»e i in A, annhcim, 12. Febr. Heute nacht »sill Uhr brach in de: Mannheimer I i o l i e vlo c v t e n und ä! o ks° und K oh l e n f a b r i k e n ein Feuer ans, dem der größte Teil des F-abrik- anwesenS zun» Lpier siel. Ter Schaden beträqr 163000 Mk Unter dem Verdachte der B r a n d st I ft II n g nmedr ein Arbeiter ans Maudach verhaftet. * Der Prinz) » Wied. W ien . l2. Fetr. Der Prinz znWied irisit am J-reitag irül» hier ein nnd kehrt am Samstag nach Berlin zurück. Füi Freitag mittag ist Aiidreni beim Grasen Berchwld. am nachmittag, eine Audienz beim Kaiser Franz Joses. Eine Amerika reise des Königs von Bulgarien. Soiia, 12. Febr. Wie die amtlich,-» Blätter übereinstimmend melden, veriprast» der König dez- amerikaniickien Abordnung, welche er vorgestern rinpiing, sicher, demnächst Amerika zu be- suchen. Die Reise soll im koinmcnoen April in Aussicht genom-- meu sein. Tie Begleitun-I des Königs, würden mehrere ix-rvor- razcnde Politiker, Industrielle nnd Kanstente bilden. K i r ch e n d i e b e. BoIIrgos, 12. Febr. In der vergangenen Nacht drangen bisher unbekannte Miiieläter iit_bie aus dein 14. Jahrhundert stammende St. Ontrillliicke ein. Sie richteten dort die ärgsten Verwüstungen an und raubten die goldene Krone von zwei Heiligen- statncn. E vd b c b e n. tz a v a » n a , 12. -Febr. In S a n t t a g o wurde heute ein starker Erdstoß verspürt, der unter bet Bevölkerung lebhaste Be - unruhigutig I»cr»orriei. Sachschaden ist bisher nickt gemeldet worden. E s m c r a 1 b a i »> Flamme n. Washington, 12. Febr. Amtliche Depeschen melden, datz die dasensdadt Esmeralda (Ecuador) in Flammen steht. Wie verlautet, werden die dortigen Rebellen von RegittNUg»- lrooken beschosien. Ein treuer Freund isi Golde» weri. To auch Scott- Emulsion ffit die Äteiiwu trab Heranwachsender^, genommen ha!', sie die tzUutt rva». unterMtzt die Bildung der cotis Emulsion yhmin und.Knochen, fmz. sie wrr?t vorteib-ust aut die gai7,e l^ntroirNuLg ein. Count rft Gcötrs Emulsion für die Z^qend wr drsien Sinne ern Freund und Helfer. co.: Gthzerin 80 /). -ut»ervt«l»'i»phori'.v Statt ■utetpl;o«- Vhorigl Natron SJ>. .iTB^ant tft, atnb Guuimi 2 . 0 . «baflei 1 », 0 . Plöabrt NF. Zim'-.MaaLe1.».»iu,r!dKriaSlstr tr»b^o » Pnigodin Äerztliche Gutachten rühmen die vorzügliche schleimlösende Wirkung, schnelle Minderung der Husten Unfälle, Nachlassen der Brechreiz-Erscheinungen bei Keuchhusten. Pasfral- Jogzirfc- I Frei von Alkohol und tunst- tichen BeruntgimIsmittek« kein garim- tiert nnschädlstch. SmShn* dernrr.Eäuglingrn gern genommen. Peer« Mt. 2.25 in den Avolstekeu, Iiwkenspeise TaMetten •Enifclfun 0 8-Tabtelten 5po?>a»at>l-- -tzKN H«y r»rpvk»n? a z CUrdWoi» urtq v Caneatrtq&u*m VacluOQ « 5m ftr §le***a: Reformhaus Giessen, Paul Scholz. Färberei Oebr.Röver mSmS, Chemisch«» Keini^ea «. PSrhen rem Damen-. Herren- u. Kiinler^ÄrWerohe.yerhänffci. Deeken. TepjiicheB, Pertieren. Felle», ^piixe», Feder», Reiberu. Ki»dermtttieu, HaMdv*k(ilien etc. Zirka lOOO Kinrichtun^ und Organisation ungerer Werke sind n» der g&sArnt-eii Facliwelt als nitislerffülti;; anerkannt. Giessener Konzert-Verein 9. Konzert. Sonntag;, 15. Februar, nachm. 51', Uhr, in der neuen Aula III. Kammermusikabend Streichquintett Klavierquintett Ton Franz Schubert, op. 163 von Kob. Schumann, op. 44 Streichquartett von W. A. Mozart, B-dnr. Ausführende: Das UaUsson-Quartett: W. Davisson, L. Keiper, L. Nattern-. H. Keiper aus Frankfurt a. M., sorvie Joh. Hegar aus München und Professor G. Trautmann. Finti-IttcL-*»rt»n ' /n Mk. 3.—. 2.—, 150, Studentonkarten Mk. I — sind bei KUNST i-i CHALUER, Musikalienhandlung (Telephon 671), für Studierende auch i>o.i Ban-verwalter Ki 1 ,-t <■ > und abends an der Kasse /.u haben. 1K14D *382 M — !■»««■■«>• w « « • e Kaufmännischer Verein. Samstag, den 14. Februar ds. Js„ abends 8 ’/, Uhr, in der Turnhalle (Steinstrasse) Großer Maskenball mit prächtigen Aufführungen Sonntag nachmittag von 4 Uhr ab {dopUfainn im grossen Saale der Liebigshöhe ncU/lllCiül Besondere Einladungen an unsere Mitglieder nebst werten Angehörigen ergehen nicht. — Geheimkarten sind bei Herrn Erle. West- Anlage 5 u. Herrn Franz, Seltersweg 34. in Empfang zu nehmen. Der Vorstand. 2tOSD ■ G gedeihen jirächtig, wenn sic regelmäßig den echten und Medicinal-Lebertran oder Uebertran - Emulsion trinken, frische Sendungen erhalten Sie in der :: :: :: :: Krenaplatz 9 Femspr. 70h Ständig Medfcinal-Drogerie zum Kreuzplatz 2103a Die Herren-Mode 1914 Der gute Ruf die in weitesten Kreisen bekannt ist,bringeich hiermit in empfehlende Erinnerung Große Auswahl bester 1704 a in erste Waggon „ümmibit" KillftcriP( 10 |CI 1 SUappnmgrn n. «porfnwp ciugctroffcu. Reizende Neuheiten: 2067 August Kilbinger Lclterswc» 70 «cltcivruc« 70 Tie fciHiicii b»ÜH»diichcn Schellfische Kabliaa and Schollen sind lebendfriicb cingetrofsen bet Marktvl. 21 (»°"| Tel. 46 flggettiiber d. Engel Armdicke Schellfische n. Kablian i. EiSvackung. tadellos lebend irische seinite Nordseeware, soeben cingetrofsen u. billigst bet 400 August Wallenfels, Gicircn, Marktvlab 17. Telephon 202. WohltLtigkeits - Konzert des Ivi'oiiI)3.uer^^^^Ou9,rtettveFeili8 am Sonntag, den 22. Februar, nachmittags 4V« Uhr pünktlich im Stadttheater. Leitung: Professor Trautmann. Mitwirkende: Ernst Everfcs, Konzortsänger aus Cöln (Bari on), Heinrich Kruse, Kgl. Kammermusiker aus Hamburg (Violoncell) die Kapelle des Inf.-Regts. Nr. 116 „Kaiser Wilhelm“. PROGRAMM: Chöre von Fr. Schubert, R. Schwalm, J. ßheinberge. Fr Gernsheim, C. Goldmark. Cellovorträge mit Orchester von J. Haydn, H. Kruse, D. Popper. Gesänge von Fr. Schubert und Haydn. Fintriftskiripn• l of.cn und 1. Rang (Vordoireihc) Mk. 3.—. Parkett Mk. Lötl. unmiun.mcn. RanjrMlc.2.-. Studentenkaften Mk. 1. Schülerkarten Mk.0> hei Ernst ijhällter (Rudolphs Nachfolger! und am Kouzerttago im Theater. Die Inter!m.knrtcn müssen bei Krnst Challier, nicht im Theater umgetntischt werden. 2037 Zar Konfirmation § nad Kommunion empfehle eine große Auswahl fertiger _______ji ^ schwarz, weiß und farbig, Wv//. in «len modernsten Aus- fiihrungeu von Mk. 13.25 bis zu den feinsten. 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Februar 1814, nachmittags nm 2 Uhr, soll auf bieffgem Rathaus die der Gemeinde Kesselbach zuftehende Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Kesselbach, den 9. Februar 1914. Großh. Bürgermeisterei Kesselbach. Schwalb. 1997 Prima irüchr Snitb butter solange Borrat, in Ballen, Pfund I Mark. 12073 Ttafob Maternus MtlallbktltnL'LN. Holzrahmenmai., Kinderbett. LiraawüheHadrtk Suhl i. Tkftr. _ lG18hvl _ Fruchtzucker wie Honig auf Brot zu essen, empfiehlt [2084 Konditorei Bettler. lut TälnMoJ ito» “ teil« *k.1 , - Her 1 i An ÄV vcl " i jttman" „'„hnbofetr. i). «• Of. A. Sektion Giessen Tonntag, den lo.Äcbiunv: Welzlar—Stoppelberg— Bolvenöhausen-Cleeberg— Nubbgch. — Abfahrt nach Wevlar 10 Uhr vormittags. (Ltnnden. _ 2081 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Im Hotel z. Rappen I.Kt beule abend Mummt alle »olllreirti der. (fs wird sidel bei v'öbr l»»» Hoornnm« Für Donnerstag and Freitag, den 12.n.l3.Febr.ein anfier- gewfihal.Sehlagerprograam Julias hat Hüftweh! Heiliger Abend F.rgreifendcs Drama in 1 Akt! Wochen - l'eherdrht de* Union - Theatern Neuestes aus aller Welt! Mode, Sport usw. Aufsehenerregendes Drama in 3 Akten. Die Wett fahrt Spann. Drama in 1 Akt Lachei! Lacheal Grosser Schlager! Franaöaiaehaa LsatapiaJ ia 2 Aktant Wer viel lachen will, muß sich dies. Stück an sehen; es ist. roll sprüh. Witzes und lach. Humors. Der Aushilfskellner: Herr Jacques de Ferandy, erzielte ln Frankfurt den grössten Lacherf/dg. 2(»89a 1 DI« Birektlan. QlUJ^S. ¥.1. gl.i.».«. yiiäif Dir.: Hermann SDiagoetter. Freitag, d. la.Febr. IVI4. abends 8 Ubr: 15. Freitag - Abonnements- Vorstellung. — Gewöhnliche Preise: — Die ScMlerllpciclit Komödie in i Akten von Hermann Sudermann. Ende 10-/. Uhr. 211^