Nr. 35 Zweiter Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Eie „Eietzener Zainilienblättkr" werden dem .Anzeiger" viermal wöcheullich de,gelegt, da« „kkreirdla» für de« Krris ®itj|»n" zweiinal wöchentlich. Tic „landwirtschaltllcheii Seil fragen" erscheinen monatlich zweimal. Blött |64. Zahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Obechejsen Mittwoch, Zebruar M4 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'scheu Unwersiläts - Buch- und Steindrucke«:. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e^pol. Redaktion: e-E 112. Tel^2ldr.:AnzeigerGießen» hessische Erste Kammer. Darmstadt, 1«. Febr. Die Erste Lämmer trat heute vormittag zur Beratung der Bcamten-Bcsoldungs-Vorlagc zusammen. Bor Beginn der'Der- Handlungen gab • Staatsminifttr Tr. u. Grcalti. seinem Tanke an den Ausschutz für die geleistete umfangreiche Arbeit Ausdruck Sic laiie erkennen, das, auch der Ausschuß von der Notwcndigkcil der organischen Neuordnung und Ausbesserung der Gehälter der Beamten überzeugt sei. und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Borlage nunmehr zur endgültigen Perabschieduni gelangen werde. Im einzelnen sagte Staatsminister v. Ewald zu den Beschlüsse» des Finanzausschusses, daß die Regierung dem Beschlüsse der Zweiten Kammer,idas WohnmigSgelb »I die Gehaltssätze cinzureihen und ein besonderes WobnnngSgcld zu beseitigen. sich nicht mehr entgegensetzen werde, wenn beide Kammern einen dahingebenden Beichlutz lassen würden. Ferner habe der Ausschuß der Erste» Kannncr beschlossen, dem Anträge der Zweiten Kammer bezüglich der Polksschullchrer nicht beizutrctcii, sondern die Regierungsvorlage wieder derzustelleu. Tic Regierung er- kenne hieraus, daß ihr Sraudpunki zu dieser Frage aus sinaii zieilcn uud sachlichen Rückiichtcil und aus Rücksichten aut die übrigen TiaaiSbcamte» richtig sei. Nachdem sich der StaatS- nrinistcr sodann noch über die Deckung der Mehrkosten ausgesprochen hatte und einen von der Ersten Kammer eilig- brachlcn, inzwischen aber zurückgeftciltcn Antrag bctreiscnd der Beschränkung der Zuständigkeit der Notare in den Provinzen Starkcnburg und Oberhessen sür unannchinbar erklärt hatte, gab er zum Schlug der Anlicht Ausdruck, daß die Meinungsverschiedenheiten der drei gesetzgebenden Körperschaften nicht so wesen t lich seien, daß sic sich nicht beseitige» ließen, und daß er cs sehr bedauern würde, wenn die Vorlage in letzter Stunde daran scheitern sollte. Auch die Lehrerschaft — ein für die Kultur und die Bolkscniwickclnng so sehr wichtiger Stand — würde das auch im eigenen Interesse bedauern müssen: er hasse jedoch zuversichtlich von der Einsicht der Lehrerschaft, daß sic gleich den andern Beamten Wünsche, die nicht eriültbar seien, znrückgcstellt würden. Schließlich gab der Minister der Erwartung Ausdruck, daß nunmehr das Werk endlich zustande kommen werde. Als Berichterstatter des Ausschusses sührtc Fürst Bsenburg-Birstei» aus: Tie Erste Kammer verabschiedet heute ein wickstiges Gesetz, mit dem die Besoldung der Beamten und Lehrer in Einklang mit den gesteigerten Lebcnsbedürsnissen ge>- brachr werden sott Die Vorlage wird dauernd über 3 Millionen Mark in Anspruch nehmen. Ter Redner tvars nun einen kurzen Rückblick aus die Ent zvicklnng der Bewldittigstehorm und hob dann die von der Zweiten Kammer vvrgcnommenen Veränderungen hervor. Für die Ab ichassnng des Wohnungsgctdes konnte sich aniangs der Ausschuß ebenslNvenig erwärmen Ivie die Regierung, er habe aber angesichts des seiten Wunsches, die Vorlage jetzt zum endgültigen Abschluß zu bringen, schließlich dock, zugcstimmt. Er. betone namens des Ausschusses ausdrücklich, daß er in der Veränderung des Woh- uungsgeldes eine ganz bedeutende Erhöhung der Vorlage erblicke, die setzt 3 022 000 Mark und 1320 3 360 000 Mark erwidern werde, nach den Beschlüssen der Zweiten Kammcr im Jahre 132! sogar 3 702 000 Mark Zn bedauern sei, daß in der Deckung» frage die Zlvcite Kammer den von den Landgemeinden verlangten Zuschuß vo» 277 000 Mark ablehnte und auch die sür die Kosten der höheren Schulen angewrdertc Summe von 230 000 Marl nicht ganz bewilligte. Damit werde die Besoldung der Volksschul- lcl-rcr eigentlich aus den Kaps gestellt, denn es sollten nun nicht mehr^dic Gemeinden sür ihre Bollsschullehrer anskommen, sondern der Staat. Ta Mc-_ Tten,»kleinnahmen dem Staat durch das Reich größtenteils wieder genommen werden, so habe der Aus- : ichuß mit hem Stempet aus Privatvcrträge eine neue Einnahme- gucllc vorgcschlagcn. Sehr dantbar fct et der Zweiten Kammer dafür, daß sie von vornherein eine Sleucrerhöhung abgclchnt dave. Wenn die Regierung aus dem natürlichen 'Anwachsen der Steuer» um 300 000 Marl sür das Etatssahr 1311 eine Tecknngs- möglichkeit crivarie, so sei das doch wohl etwas optimistisch gedacht. Mit der Ersparnis von 70 000 Mark durch Bercinsachuugcn in der Staatsverwaltung sei der Ausschuß einverstanden, cs müßten aber »och bedeutend größere Mittel ilüssig gemacht werden, um auch die übertrieben hohen Steuern wieder allmählich ab- 1>anen zu löiinen. Mit den zahlreichen Vorschlägen ZN Erspar Nissen habe man aber bei der: Zweiten Kämmer wenig Svmpathic geftinden. Ter Redner bespricht dann eingehend den Vorschlag bezüglich der Heranziehung des Rcslesonds ll. Das Anschwellei, der Fonds sei durch die Sleucrerhöhung 1310 erfolgt. Frhr. von 55 e 0 I und Bankdirektvr ParcuS hätten damals eine l Oprozcntige Erhöhung der Steuer sür ausreichend gehalten, aus Drängen der Regierung seien aber 16 Proz. bewilligt worden und setzt hätten die Tatsachen bewicscu, daß diese Steuerer Höhung überhaupt nickst notwendig gewesen wäre. Bctrcsss der Lchrcrgehalte hatte die Regierung eine Ausbesserung von ll Proz. vorgcschlagcn, und diesem Vorschlag stimme auch die Erste Kammer zu, die damit ibr früher abgegebenes Versprechen bezüglich der Skala Henrich Bcber einhalke. Diese Erhöhung bedeute seit dem Jahre 1836 eine Gchaltsverbcsserung um 72 Proz., während die der Tienergchalte nur 30 Proz., der mittleren Beamtenklasse 22 Proz. und die der Akademiker nur 20 Proz. betrage. Ten Lehrern eine Ausbesserung von 33 Proz. zu bewillige», wie die Zweite Kammer dies verlange, kömie sich der Ausschuß nicht entschließen und er sc, sich seiner Verantwortung voll bewußt. ES müsse auch das Int er eis« der Sieucrzadlcr int 'Auge behalten werden, ebenso wie eine objektive Prüfung der Wünsche der Bcanitciischist. Wen» die Tar- stelliing in der Presse, als ivenn wir nur so im Geld schwämmen, iral r wäre, io würde Redner der erste sein, der einen alten Wunsch crsüllcn und die veraiitworillcho» Akademiker bedeutend besser stellen würde. Von den angeblichen 20 .Millionen Ucberichust ieien 8 Millionen seftgclegt und diese hätten alio sckzon auszuicheiden. Redner bofft, daß auch im Volke Verständnis sür die Beichlüsse des 'Ausschusses vorhandcii sei lind bittet, de» Ausschußanträgcn zuzustimmen. Als Korrcscrent bcschäitigt sich 0>eh. jkom. Ra! Tr. Strecker ausführlich mit de» Ausschußbcichlüisen zur Lebrcrbcsoldiingsvor- läge. ES sei z» dieser Vorlage eine Unzahl von Vorstellungen und Wünschen cingelanse». Aber die Unmöglichkeit, allen diesen gerecht zu werden, lag aus der Hand und cs war Pilicht des Aus schusscs, alle Wünsche aus ihre Bcrcchtchung uud besonders auch auf ihre Wirkung zu prüfen. Es sei Nicht zutresscnd, einfach Vergleiche zwischen den Gehalten der Lehrer »nd Beamten mit denen der andcreii Bundesstaaten anzustellen. Tie Vorlage bewirke sür alle Staalsangeftellten eine wes itliche Aufbesserung, ganz besonders aber sür die Lchrerschast. ES könne zugegeben werden, daß -viele berechtigte Wünsche durch die Vorlage nicht voll befriedigt ioürden. aber der Finanzausschuß dürfe doch das Vertrauen für sich in Anspruch nehmen, daß er nach Möglichkeit bestrebt gewesen sei, Gerechtigkeit zu üben und daß er in der Besriedigung der Wünsche nur deshalb nicht noch iveitcr gehen konnte, weil eben die dauernde Deckung daiür fehlte. Ter Redner stellt dann verschiedene Jrrtümcr und Berichtigungen im Besoldungstarif fest und bemerkt, daß der Finanzausschuß gegenüber der Regierungsvorlage Nachgaben gemacht habe, die 11 780 Alk. Mehr erforderten, denen nur ein Minderbedari von nahezu .7000 Mk. gcgenübcrstehc. Zum Schluß ersucht der Reserent, den vom Finanzausschuß ab- geänderten GchaltStaris en bloc anzunchmen. Geh. Rat Koch -Vertreter der Technische» Hochschule- hat Vier große graphische Tabellen anscrtigen lasse» unb erläutert mit Öilfc derselben die seit 1878 cingctrcteneii Gchaltsverbesscriingcn sür die Beamten und die Lchrerschast, sowie die Steigerung der Eisciibahnüberschüsic seit dem Jahre 1836. Flnanzminister Tr. Brau» hält cs sür notwendig, die Be- banpliiilg des Fürsten Isenburg Birstci» nicht umvtdcrsproche» zu lassen, daß die hohen Steuer» eine Abwanderung der kavital- kräitigen Steuerzahler aus Hessen veranläßt hätten. Ei».' 'Angabe von Tatsachen hierüber wäre umso notwendiger gewesen, als der Regierung ein bcstinrmtes Material dafür nicht vorliege. Er criiiche den Redner, seine Behanvtiing mit Beweisen zu belegen. Fürst Jscnburg-Birstcin iührt als Beispiel a», dast in den letzten Jahren zirka 600 lapilalkrästig.' Steuerzahler aus Tarnistaöt weggczoge» seien, auch aus Mainz z. B. eine große Ebampagncriirma Er sei auch bereit, dem Finanz minister cvcnt. weiteres Material zur Versügung ZU stillen. Finanzminister Dr. Braun entgegnet, dast trotz der 'Ab Wanderungen in Tarmstadl die Steuercrträgc gestiegen seien. Gras Wilhelm zu S o l m S - L a » b a ch begründet hieraus einen Aulrag, der daraus hinzielt, an Stelle des gemeinen Wertes bei der Veranlagung zur Grundsteuer den Ertrogswert heranzn ziehen. Es sei umsomehr notwendig, Pom gemeinen Wert zur Berechnung nach dem Ertragswert in Hessen überzugchcn, als auch die Reichsgcsetzgcbung bei der Reichsbesitz- und der Reichswehrsteuer den EriragSwcrl zu Grunde lege. Ter Ertragswerl passe sich leich ter de» Konjunkturen an und man komme damit auch dem Hausund Grundbesitzer im ganzen Lande entgegen. Nicht nur die agrarischen Kreise, sondern auch HandclSkrc»c hätten diese Abänderung verlangt, z. B. die Handelskammer in Duisburg. Fürst Lciningcn bezeichnet diesen Antrag als von großer -rragweite und beantragt dessen sofortige Ilcvcrweisung an den Finanzausschuß. Aus Vorschlag des Grafen Erbach-Für st enau beschließt das Haus, c!»c längere Pause eintrcten zu lassen, damit der Ausschuß gleich darüber beraten kann. 'Nach Wiederausnahme der Sitzung um >_2 Uhr teilte der Reserent Gras Kuno Stolbcrg-Roßla mit, daß der Ausschuß bei der Wichtigkeit des Antrags Vorschläge, heute nicht weiter daraus einzugehen, sondern die Beratung für später vorzubchalten. Das Haus beschließt dementsprechend. Bei Fortsetzung der H a u v t d e b a t t c bemerkt Prälat D. Fl ö r i I> g, er bedauere, dem Antrag des Finanzausschusses bezüglich der Lehrergehalte nicht zustimmen zu können und legt eingehend die Gründe dafür dar. Die Anfbesscrung der Lchrer- gkhalte, wie sie vo» der Zweiten Kammer vorgesehen wurde, sei in der Presse und anderwärts vielfach als eine Ungerechtigkeit den Beamten gegenüber hingestrllt worden. Dies Argument gebe aber doch zu weit und könnte auch mit demselben Recht aus die mittleren und kleineren Beamten angewendct werben, die überall genügend auigcbessert wurden, während dies bei den höheren Beamten nicht der Fall sei. Man müsse bedenken, daß der .Höchstgehalt der Lehrer erst mit dem 35. Ticnstsahre erreicht locrde, und daß mir etwa 10 Prozent, also nur etwa 200 Lehrer, diesen .Höchstgehalt überhaupt erreichen. Der Redner wendet sich weiter gegen die Behauptung, daß Hessvn bezüglich der Lehrcrgehalte mit 'Ausnahme von Oldenburg und den Städtestaatcn an der Spitze in Deutschland stände. Man dürfe doch nicht den End- gcbalt allein berücksichtigen. Bei dem Durchschnitt der mittleren Gehalte sei die Besserstellung den anderen Bundesstaaten gegenüber sicher nicht der Fall. Das preußische Gesetz sei vom Jahre 1308 und man könne sich doch 1311 nicht mehr darnach richten, da seitdem eine bedeutende Teuerung cingetreien sei. Ter Redner weist an Hand verschiedener Zahlen nach, daß Lehrer ini mittlere» Lebensalter in Preußen, Oldenvurg üsw. besser ständen, als in Hessen lind bemängelt weiter die Bei-eck'NllNg, daß die Lchrev- gchalte »ach den Beschlüssen der Zweiten Kammcr „m 35 Prozent aufgcbesscrt werden müßten. Ter Lehrerstand sei einer der wichtigsten im Lande zur Erfüllung unserer uationalen und kulturelle» Ausgaben: nian sollte des ha ln den Lehrer nicht unter dem Gefühl leiden lassen, daß er vielleicht von »ns nicht gerecht behandelt worden sei. > . Damit schließt die Hauprdebattc. Bel der Emzclveratung werden zunächst die einzelnen Artikel des Mantclgrsctzcs »ach den Aiisschiißanträgcn einstimmig angenommen. Weiter werden angenommen die einzelnen Artikel des Gesctzcniwnrss, bete, die Bcsoldiiiigcn., Rnheachaite und .HinterblievenenVersorgung der Staatsbeamten, desgleichen die Ausiührungcn und Vorschläge des Ausschusses in Betreis Verbilligung der Staatsverwaltung, Besetzung von Stellen mit nnttleren Beamten, die Nebenbeschäftigung der Staatsbeamten usw. Bei der Beratung über den Besoldungstarif hat der Ausschuß verschiedene neue Slbäichcrungsvorschlägc cin- aebrackit Beim Besoldungsgesetz hat bic Zweite lammet die Ortszulagen sür die Gclwltskl-i,cn II -23 aus 75 Mark und sür die Klanen 21-36 au, 100 Niark ,c»gc,etzt. Ter' Finanzausschuß der Ersten Kammer beantragt nun eine Ortszulage von 80 Mark mr. alle Klaftern von 11-36, wodurch ein Minderbedari von N von Mark erzielt wird. Das Haus stimm! diesem Antrag zu. D,c Abanderungsvorwilagc des Ausschusses zum Besoldung starr, sind> von uns bmerts früher im einzelnen angeführt worden. ä,er Aus,chutz berechnet hn« durch die Abänderungen ein Mindcrbedarf von insgewmt 55000 Mark lind ein Mehrbedarf von 6000 Mark herbe,geführt ltrirb^ «Abstimmung darüber stellt Laiidgrrichtsvräiidcnt Hanqcn.Main» de» Antrag, die Oberamtstichler,teilen mit den Endae,allen der Realichuldircklorc» gle.chzu,,eilen uiwdasur die Stellenzulagen in Wegfall zu bringen und ferner die Oberlandes- ^ericklsräte Landgerichtsdirektoren, Obcrüaaisanwalie usw lil derselben Weise ausrücken zu lassen, mic die Vortragenden Räte im ltzinauzmiiiistenum. Zur Begründung tuhrt der Redner aus, da«, die Ldeiämlsrichter srübcr den Realschu direktoren ,m Gehalt voraus waren uud es liege ein begründeter >Anla« nicht vor, »e,!-yt vor ^^^Slaatstäi^Tr Becke?bittet, den beiden Anträgen nicht ftatt- -uaebcn Sowohl im Finanzausschuß, wie IM Plennm der Zweiten Kammer habe sich der allcrichäriite Wlderivruch dagegen erhoben i,nd nur im Wege dcS Kompromisses sei cs endlich gelungen, die ictiiacn Abmachungen zu erreichen »nd Mir die die Tie»schliss,cht führenden ,Richter eine Kleinigkeit mehr herauSznbringcii. Ini allgemeinen wurde abivlulc Gleichstellung mit den alademischen Lvlal- beamtcn durchgeiührt und die Beamten selber legten den größten Wert nicht daraui. Gehaltserhöhungen ,II erzielen, sondern gleichwertig mit den Richtern behandelt zu werden. Auch den zweiten Antraa bezüglich der .Klassen 13 »nd 15 bittet der Redner abzu- lchncn- er hotse aber, daß sväler die Bcsürdcrungsiristen abgcänbcrt werden konnten. ....... . . , Es erfolgt daraui die e t n ll I m m l g c in bloc - Anlla hmc beb BcsoldungStariis nach den Abänderungsanträgen des Finanzausschusses: die dazu vorliegenden Anträge und Vorstellungen werden sür erledigt erklärt. Die beiden Anträge sdangen wurden gegen die Stimme des Antragstellers abgelchnt. Bei der Einzelbeintung über den Gcsetzcntwurs, bctr. Acndc- rung des Gesetzes über die Gehalle der Volksschullehrer geht der Ausschußantrag aus Annahme der Regierungsvorlage und Mlchnung der Abändcrungsbetchlüsse der Zweiten Kammer. Ter »> ' ™ 11 Asnsschuß berechnet, daß durch die Ablehnung der erhöhten ('schalte der Volksschullchrcr und der Volksschnllchrcrinncn, sowie Ablch- nnng der Erhöhung der veilsionssähigen Mietsentschädigung eine Ersparnis von 178000 Ml und durch 'Ablehnung der Erhöhung sür die Schulverwalter und Tchulvcrivaltcrinnen eine Ersvarnis von 8500 Mk., mithin eine Es c sa m t cr s v a r n i s von 186 500 Mark erzielt werden wird. In der Einzelberatiing erklärt Tomkäpitular Dr. Bend ix, daß er sich heute mit den Anträgen des Ausschusses zur Lclirer- besoldungsvorlagc cinverstandc» erkläre und zwar aus dem Grunde, weil bei dieser mm zum Abschluß kommenden Verhandlung einheitlich gehandelt werden müsse. Es handle sich um ein großes Geictz- gebungswerk, das auch mit einer gewisien Einbeitlichkeit durchge» führt werden Mtüsssc.. Man könne nur bedauern, daß bei dieser wichtigen Sache in der Zweiten Kammer Partcirücksichtcn obgcwaltet haben. Tic jetzige Abstimmung über die Vorlage bedeute durchaus nicht eine Svmpathic für die Beamten und eine Belnndung dcS Gegcnleils gegen die Lebeeeschall. Ter unterste und der höchste Be amle, wie die Polksschullchrer, müßten UN» bei der Beurteilung ihrer Gchallsansvrück,c einander oöllig glcichstcllcn. Er brauche nick» näher dar.zutun, daß er eine außerordentliche Hochachtung vor dem Lcbrerstand habe. Er bedauere aber, daß die Lebrcrschait zum große» Teil einen derartige» Einfluß aus die Kirche augeübt habe, wie dies bei de» viclsachen Agitationen in den letzten Jahren geschehen sei. Er wünsche dem Lehrerstand ein zusriedener Auskommen. Aber die Festsetzung der Gehalte sür die Beamte» »nd die Lehrer solle sich im sozialen Einklang mit den übrigen Kreisen der Bevötterung bcsinden. Gerade die kleineren und mittleren GeschastSleute hätten in unserer Zeit bitter zu leiden. Er dankr der Ersten Kammer, dast sic so fest und gerecht zusammenhält. Bei einem großen Teil de, Lchrerschast gebe die 3kichtui,g bei Festsetzung der erhöhten töchalt! dahin, den Lehrer zum Staatsbeamten zu stempeln. Dagegen müsse er namens seiner kirchlichen Behörde entschieden Einspruch erhebe». Ter Lehrer gehöre zur Gemeinde und cs sei vollständig salsch, ihn von dieser trennen zu wollen. Tic Abstimmung. Ter Ausschußantrag aus Wiederherstellung der Regierungsvorlage wird darauf mit allen gegen die Stimme des Prälaten Tr. Flöring angenommen. Zusammen mit den beiden vorerwähnten summe» an Minderbedgr, stellt sich das Gesamtergebnis der Ersparnisse bei der Bcsol dungsvorlagc nach den Ausschußanträgcn aus 2 5 5 0 5 5 M a r k. denen ein Mchrauswand von 6000 Mk. gegen- übersteht. Tie Nachgaben zur Besoldungsordnung gegenüber den Beschlüssen der Zweiten Kammer sin Besoldungstaris betragen nach der Berechnung des Ausschusses insgesamt 11 780 Mk., der Minderbedari 1380 Mark Die nun noch vorliegende» Gcicbentwünc zur 'Besoldungs- Vorlage: F. bete, die Abänderung des tKesetzcS über die Pensio- nicrung der Polksschullchrer, G. berr. die Abänderung des Gesetzes über die Witwen- und Waisenkaise der Bolksschnllehrer vom 17. Jult 1312 Iti'iimt die Kammcr nach den Beschlüssen des 'Ausschusses dcbattcloS au. Den Gesetzeniwurt betr. den WohnungS geldzuschuß und den Wegsall der Entichädignng sür die Dienst- tvohiiungcn der Staatsbeamten lehnt die Kammcr ab: ebenso lat sie auch dem Ausschußantrag cnnprechcnd' die von der Zweiten Kammer mit 25 gegen l3 Stimmen beschlossene Entschlre- ß»»g Henrich, betr. die Entrichtung einer allgemeinen Sck>ul- kasse, abgclchnt. Betreffs der Regierungsvorlage über die Erhöhung der Zivil liste des Großherzogs und des Nachtrags hierzu bean- tragt der Aussckmß, dem Beschluß der Zweiten Kammer beizn- trctcn und das Haus beschließt denigemäst. Der letzte (Kcietzentwur, ist die Rcgierungsvarlage über die Kosten der höheren schulen. Das Haus beschließt, den Rcgicrungsvorschlägcn mit den von der Zweiten Kammer gctrosfenc» 'Ahänderungen zuzustimmen und die von der Zweite» Kammer beschlossene Enlschlicstung Stephan ebenfalls anzuneh- men: die Anträge .Henrich und die Borstellungen der Bürgermeister von Fliedbcrg und Büdingen und des Oberbllrgcrnieiiters von Tarmstadt werden durch diese Beschlüsse sür erledigt erklärt. Die Tagesordnung ist damit crschövil mrd Vizepräsident^ Fürst Solms-Lich schließt die Sitzung nach 1 -3 Uhr. Tic nächste Sitzung wird ani 27. Februar statliindcu. vcr Kronprinz im Deutschen Landwirtsch.strrcit. Berlin, 10. Februar. In Anwesenheit des Kronvrinzcn als Vertreters des Kaisers sowie zahlreicher Mitglieder der sticichs- und Staatsregierungen begannen heute vormittag im Sitzungssaal des Herrenhauses die Beratungen der 12. Plenarversammlimg des Deutschen Landwirt schastsrats, zu der die Mitglieder dieser ossiziellen Bcrussorgani salion der deutschen Landwirtschasi ans alle» Teilen des Reiches säst vollzählig erschienen sind. Ter Kronprinz l» der Unisornl seines Leibhusarcn-Rcgiments erschien vünktlich zu Begiini der Sitzung' und wurde im Vestibül von, Präsidenten des Deutsche» Landwirt-' ichastsraks Grasen v. Schwerin-Läwitz, dem staalssekrelär des Jnncril Tr. Delbrück und dem preußischen Landwirlschattsministcr ll. Schorlemcr-Licscr cmviaiigen. Er nahm am Ministeriische Platz, und zwar neben dein früheren Herzog-Regenten von Braunschweig Herzog Johann-Albrecht zu Mecklenburg. Ter Präsident begrüßte den Thronsolger und brachte ein .hoch aus den Kaiser, die deutschen Fürsten »nd ote freien Städte aus. Staatssekretär Delbrück übcrbrachtc die Grüße des Reichs k a n z l e r s , der leider am Erscheine» verhindert fei und betonte, daß das ihn, anvertrautc Ressort die Verhandlungen des Deutschen Laiidwirtschastsrats mit hohem Jnlereitc versolgc. Tic Versammlung trat dann in die Tagesordnung ein und nahm zunächst Vorträge über das Thema „Tic a l l n> ä h l i ch e Abstoßung der ausländischen Wanderarbeiter" enlgegcii. Ueber das Uirterthema „Vermehrung der einheimischen Landarbeitcrichast" sprachen Pros. Tr. Gerl ach Königsberg! und Reichsrat Freiherr v. Thüngcn (Thüngeni. Tic Redner legten eine Entschließung vor, in der cs u. a. beißt: „Tie zuncbmcndc Abhängigkeit der deutschen Landiviitichait von ausländischen Wandeiarbeitern muß tvegcn der mit ibr ■ verbundenen nationalen und ivirtschaitlichcn Gefahren herab geminderl »nd ollmäblicki beseitigt iverdcn. Tic Handelsvolitik hat Landwirtschait und Industrie gleichzeuig zu berücksichtigen: die Landwirtschait must auf dem ArbciiSmarlt konkurrenzsähig bleiben. Es ist eine den Bedüriniilen der Landwirtschait in den einzelnen Gebieten entsprechende G r » n d b e s i tz v e r t c i l u n g zu erstreben. Tie ländliche Wohlsabrtsvslcge int weitesten Sinne des Wortes ist auszubauen. Tic elterliche Autori- t a t ist zu stärke», besonders auch gegenüber der mißbräuchlichen Anwendung der Freizügigkeit aus sugeudlichc Personen. Ter Geburtenrückgang in z» bekämpfen. Für d,c wisscnschasl lüfte Erforschung der Landwirischast uud der wirtick-anlichc!' Verhältnisse der Landarbeiter und Klc>nstcllenbcsitzcr sind Mittel berert zu stellen." Als zweites Hilssmittel bezeichnen die Vortragenden Pros. Tr. Fischer lTablcm! und S ch u r i g lStedtcn) die „Verbreitung des maschinellen Landwirlschastsbctricbcs", indeni sic folgende Ent schließung vorlegten: „Tic Ausbildung der landlvirtichastlichen M a s ch i n e n ist bereits jetzt zu einer solchen Höhe gediehen, daß die Maschinen- bcnutzung sehr viel zum Ersatz der Handarbeit, besonders der Saisonarbeiter, beitragen kann. Eine iwch erheblich^ weitere Verstärkung der Maschinenarbeit ist aber notwendig. Sic muß Hnctfeit* durch tertju.idx aifiabuiiijfn und Verbesserungen seitens der- Inonniie ermöglicki :»erden, anbererseils dnüsien die Land- irtrte und ihre Anqesteftten die Wirtschostlichkest der Maschinen Verwendung durch richtige Auswahl beim Lauf und sachgemäße Behandlung verbessern, Die Anleitung dazu iollen sie in ibrcr Ausbildung und durch besondere Umrrricii*>fnrie erbnlteit." Bei der Erwähnung den G e b u r I e » l ii ck g a n g e S belonle Freiherr v, D b ü u g e n . daß ein gewissenloser Handel. unterstützt von einer skruvellosen Lebensphiloiophie. die Den Mammon hoher schätzt als den Kindersegen, sein lichtscheues Wesen bis in die kleinste Banernhntte dinein treibe In der AuGpraehe »abmen n, a, »aniinerherr v, CliH’n» bnrg i Ianuschaul und Freiherr v, Wangen beim Kt, Spie- gel das Wort, bei deren Ausführungen Ser Kronprinz justim- mrnd mir dein Kovsk nickte, worauf er die Versammlung verließ, __ Naeb einer tur;»n Lause sprach der Präsident Gras non Sch m e r i»»L ö w i tz über die Irrige der landwirtschaftlichen Vorbereitung an, deii Nt,lauf unserer Handelsverträge Der Redner knüpfte an die Aeußerung der Staatssekretärs des Innern an, daß die lepigen Handelsverträge im groben und ganzen onsrechterballen bleibe» müßte» und erklärte, das; diese Stellung, nabme mas,gebend fe; snr die Stellung der deulichen Landwirtschaft ,u den neuen Handel,-Verträgen, Es in, io rührte Gral Schweri I weiter ans, heute tatsächlich nicht mit absoluter Sicherheit tu überleben, ot> ein? .Kündigung der gewillten ictzigcn Handels, oertrage im Interesse der Landwirtschaft lieg, oder nicht, Es ist inchi zu nerkeniien, da»; bei einer vollen Neuregelung der Handelsverträge eine Gsoährdnng unseres Pefitzikandes i» größerem Maße eriolgen kann, als wenn die Hauoelsverträge nicht von Grund aus ueu geregelt werden müssen. Im großen und ganzen werden mir ja zur Kündigi'Ng oder Nichtküudiguiig der Handelverträge durch das Perballen unserer Gegenlontrahenten bestimmt, und di" Auiliabnie der Erklärung de» Jtaatssekrrtärs in Oestei reich und Rußland scheint. allerdings auf eine Kündigung zu deuten. Wir muifcH uns also ;u einer Neuregelung lüften, und da wird uns die Forsckningsitelle des Deutschen Lanowirtschaftsrats gu!e Dicnsle leisten, Hanptsächlich muß aber das Berhandlungs »ersabren mit de» anderen Jiaaten gründlich geändert werden Die Handelsverträge wurde» bisher verässentlicht, bevor ije ab geichloiien waren, Wenn dann im Reichslage die verickiedensten lvirlichasnichkn Anichauvngen zur Sprache kanieu „nd vor allem der bi-rübmke Koninmenienslandtniiikt tu Doge trat, der sich ja aewähnltäi mit den Interessen des Auslandes deckt. io wurde nnsereil klnterbändlern die Arbeit außerordentlich enchivert Ich ichlogr vor, daß die Peebanolnligcn unserer Uulerbändlee g, 'iatd.nl werdeii dnrcö eine» Verzicht des Reichstages aus die ihm durch Artikel l l der Reichsversassung gewährten Rechte, wonactz ein Handelsvertrag ;>vae nvin Bnndesra abgeschlossen werden kann, zu Einer Gültigkeit aber die Genehmigung des Reichstages erforderlich in. I» de» Bereinigten Stag'en von Nordamerika ü» dieser Modus bereit» eingesührt, Jedenfalls müssen wir uns e.ui wirischasllichcili Gebiete zu einem scharfen Kamvse rüsten. Wir brauchen den Kamos ai.ec nicht zu scheuen, dazi, iß die Lauf killst unicres inneren Marktes zu stark oeivorden. Durch keinerlei Trobiingcn dürfen wir uns abhallen laiie». de» Grundsätzen treu zu bleiben, die uns zu nationalem Wohlstand geführt haben. ^Lebhafter Beisali. In seine; E.U'chließ» l g v'. i,»ig:e der R'dner voll" s(,ir stellun« unserer «eoenmäriiaen Produktionsverhältnisse in allen B, tricbszwcigen. i>, natiüiiche» Nachiveis der in de» einzelne» Be iriebszwkige» ans dem Tpies „eheude Weile, o Prüfung iiied Nachweis ie, unter den jetzig,;:, Bertragsbestimniullgen hcivorgetreteneii Uebelftänte, Koirvi Trieda iLeivzig behandelte sodann die Zcntia lisalion dc- landivieiichitillichk» und geiverblichen 'Arbeit,' Nachweises zu»! gegenirittgen Ausgleich der Arbeitskräfte, Er Welt öisevtlilbc gemeinnützige Arbeitsnaclhveise für erforderlich und ^rach.e eine» enisprechenben Antrag rill. Sein Eegcnherich.ersta !,'r war Frdr von Dettau Tolks Kzavhauien, An letzte, S.elle behandelte Lekononiierat Sau berlich Gröbzir die Frage; Anl welche Weise iß eine wirt- kthälllich zweckmäßige B e r io e ll d ll n g der st e i g e n D o u >t a r* 1 1 * 1 t ([ e r nt e n sieberzustellen? Er empfahl den Beitritt ;i> der ..Gesellschaft Sur Förderung des Baues und der iviriscl'.iitlichen und zweckmäßigen Beriveiidung der Lariosseln". ^Sämtliche vorgeteglcn Entschließungen wurde» angenommen, — Die Beratungen werden »wrgeu fortgesetzt. Die Thronrede öes Hönios von England. London, 10. Febr, Das Parla nie nt wurde heute von dem König mit einer Thronrede crössnc!, in der er sagte; Meine Beziehungen zu den freiudeu Mächten sind gn- daucrnd sreundsichaitlich Es gereicht ,nir zu große»! Per- gnügeu, i u ii aber Z u k u » f t imstande zu sein, mit der Königin den Präsidenten von Frankreich zu besuchen und aus diese Weise Gelegenheit ' i erhalten, für die herzliche» Beziehungen, die zwiiktw» Heide» Ländern bestehen, Zeugnis abzulegen. Die Thronrede luudigte fodau» ein Geste an, das auf Grund von Beratschlagungen mit bei! Regierungen und den sich selbs! regierenden Toininions entworfen ist, sich aus die britische T t aa t S a u g e h ö r i g - seit bezieht und eine R e i ch s n a t u r ali s i e r u n g vorsieht, Das iseiest ivird die Wirkung haben, daß die Nalu ralisjerung in irgend einem Teilendes Reiches, im ganzen Reiche giittig ist, Ter König erklärte weiterhin; Meine Regierung beratschlagte liev mit den anderen Mächten bezüglich der Verständigung über Albanien und die Sgaischcn Inseln mit der Absicht, die Beschlüsse in die" Tai nniziljetzcn, inelelw 1913 von den Mächten während der Botschasler- ke'jiserenz augeiionimen wurden, -Ich hvsse, daß die Beratungen zur Erhaltung des Friedens im Südosten Europas beitragen, Bon der internationalen Kvntrollkoiniiiilsio» iur Albanien jind Maßnahmen getroffen, um die Srdnung und Sicherheit hei zustellen Ich hege das Vertrauen, daß nach der Ankunft des neuen Herrschers ei» Fortschritt zur Errichtung einer wirksamen und festen Regierung jenes Landes gemacht wird. Ich freue mich, sage,, zu können, daß meine Perhaiidlungeu mit der oen t jrfieii und der türkischen Regierung über die Angeleacnheilen in Mesopotamien, welche für die kommerziellen und industriellen Interesse» unseres Landes von Wichtigkeit find, sich schnell einem befriedigenden Abschluß nähern, während die Regierung in der Frage bezüglicl, der an de» P erst scheu Golf grenzenden liegende,>, die bereits lange mit der Türlet schwebt, >;ch aus einem guten Wege in der Richtung einer sreundschastlichen Ver>Iändigu»i befindet, Ter König drurtie seine große Besricdignng darüber aus, daß die internationale Konferenz für die Sicherheit des Lebens auf dem Meere, die in London tagte, zur Nnter- zeichnnng einer lvlchtigen Konvention führte, von kuw er glaube, daß sie zun, Schutze des Lebens, besonders auf den Dzeonpasjagierdiimpseri,, wesentlich beitragen werbe Ein Gesetz, welrlws die in der Konvenlion übernoininenen Ber pslichlungen zur Ausführung bringe, werde dem Parlament zugedeu. Er bedauere, daß in Indien das frühzeitige Aufhörcn der Regenzeit im Herbst die Aussichten für den Akterban aus dem Areal in erheblichem llmsange verfchlech lert habe; die Trockendeit sei glücklicherweise begrenzt. Es seien rechtzeitig Maßnahmen getrosfr», uni die notleidende Bevölkerung zu unterstützen. Sodann kündigte der^Mnig a», daß die Gesetzentwürse, über irelchr in der letzten Session zwischen beiden Häusern des Parlaments Meinnngsver- jchicoenhcitrn bestanden hatten, von »rucin eingebrachl würden, Ter König bedauerte, daß die Bestrebungen, für dir mit der Regierung Irlands znsanimcnhängenden Pro- bicme eine Lösung durch ein Uebcreinkommen zu erreichen, bisher erfolglos gewesen seien, Tie Thronrede lündigl sodann verschiedene Bor lagen an. Aus tzen Neichstcigsansjchüssen. ; Berlin, 10. ^rdr, Tcn> Rrühstagsausfchüs; für dir Regelung der S o n n- tagsruhe lag heute ein nattonalliberaler Antrag vor, der für Städte mit mehr als 60000 Einwohnern vollkommene Sonntagsruhe einführt und auch die zweiten Feiertage und den Himmelfahrtstag den Sonntagen gleichstellt. Für kleinere Gemeinde» wird eine zweistündige Arbeitszeit vorgrschlagrn, die von der BerlvaltnngSbehörde ans ! Stunden erweitert werden kann. Eine weitere Einschrän- lnng ober Aushebung der Sonnlagsarveit soll nicht nur für alle, sondern auch für einzelne Gewerbe möglich sein, wenn ans de» Antrag von einem Drittel der iseschäftsinhaber zwei Drittel zustimmen. Für die beiden letzten Sonntage vor Weihnachten soll eine GeschäftSdemer bis 8 Stunden gestartet sein. Weitere Ansnahinc» werden für soläg,' Städte getroffen, in deren näherer Umgebung abweichende Bestim- »itiligen gelten. Das Z e n t r n m lmt einen vollständig neuen Gesetzentwurf vorgelegl. Er sieht in Städten von mehr als 5,0 000 Einwohnern vollständige Sonntagsruhe vor, in Städ- kcn von mehr als 20- .'>0000 Einwohnern eine dreistündige Arbcitszeit, in kleineren Gemeinden eine fünfstündige. Der Entwurf enthält bezüglich der jüdischen ,Geschäfte, die am Sabbath und den anderen jüdischen Festtagen schließen, die Bestiiiiiilung, daß sie ihre Gehilse» und Lehrlinge jüdischen Glaubens an den christlichen Soun und Festtagen mit Aus- nahme der hohen Feiertage bis zu ."> Stunden beschäftigen können. Weiter dicket der Entwurf sehr ausführliche Be- stimmungen über bas Ansnahnierecht, über die Ausführung des (tzefetzes n„o Strafdorschrifte», Ilm den Milglicdrrn Jett zum Slubium der Vorlage zu geben, venagte sich der Ansschilß nach kurzer Eleschäfls- ordnungsauSsprachc, An» flcffcit, B e t e i ii s a ch u ii g im st a a t l i cl> e n Geschäfts- verkehr. Wie bereits in einer Reihe von Fällen Beresnsachliii- gen im staatlichen Betriebe durchgcsührt sind, so ha! auch setz! die löroßh, Zentralstelle für die L ä n de r st a t i ft i k damit begonnen, in ihren ttntiüiftften Ermittelungen Bcrcin- iachungen cinireten zu lassen. Bisher wurden die Erhebuw- gen in den Gemeinden des Großherzogtums säst durchiveg durch Berniiltrlnng der ltzroßh, Kreisäinter geführt, was nicht allein umständlich und zeitraubend, sondern auch mit dov Velten Portokosten verkiiüpsl war. Bei der Biehzählung vom l, Dezember 1913 »nd auch schon bei der großen Erhebung der landwlrtschastlicheu Bodeaidenutzung ini letzten Sommer hat nun die Zentralstelle sich direkt an die Großh, Bürger- mciftereirn gewandt und ihnen die ersorderliche Anzahl Formulare zugcheii lasse», die auch von diesen »»mittelbar an die Zentralstelle cingeschickt lvurden. Dieses Pcrsahrcn hat sicli bewährt »nd den besonderen Borseil, daß das Zähl- malcrial früher als sonst an die Zentralstelle gelangte »nd von dieser bearbeitet lverdcu konnte. Für die Folge sollcu auch die Eihcbungcn über landivirtschastliche» Anbau ans direktem Wege mit den Bürgermeistereien crsolo-n. Nur die Statistik dev Wein und Obstvertrags wird, wie bisher durch Vermittelung der Kreisämtcr stattsinden, weil die Erhebung, durch Vertrauensmänucr ersolgl. gelöst von allein, was Zwang und 'Arbeit heißt, verlebten wir dort eine Reihe unvergetzlicher Tage, Mit dem Rodel oder auf Schiern durchstreiften wir die reizende Umgebung und genossen in vollen Zügen den Zauber des verschneiten Waldes und die Winterpracht des Gvbirgcs, Erfrischt an Leib »nd Seele lehrten wir in unser Heim, das Kurba rs, zurück. In einer Reihe von Vorträgen, welche die religiöse und die soziale Veranttvortniig der Studentin, die Frauenfrage, die Ethik des Alltagslebens, Weltvsfenheit und Christentum behandelten, vergingen die letzten Stunden des Tages. Hier erbieltcn mir eine Fülle von Anregungen, und hatten Gelegenheit, unsere Meinungen auszutnuschen.- Wir alle iiahme» die dankbarste Erinnerung an köstliche Stunden mit hinaus in unser Leben. * lieber ein gestörtes ü u ft ii m s e ft, bei dem bas Strafgesetzbuch eine Rolle spielte, spricht mau iu Dnisvurg. Dort tzatlk» sich, wie mau der „Täglichea Ruuoschau" berichtet, am Samstag abrnb c t m a 10 0 teils als Dame» verkleid c t c Männer in einem Saale zu eine;» Kostümsest vereinigt, als plötzlich 15, Kriminalbeamte unter Fülirung eines Köinnckssars ein. griss, II und dem Gelage ein Ende machten. Bei der Feststellung der Namen ergab sich, daß Mitqssrder der verschiedensten Stände, Aerzie, Apotheker, Kauslente anweseno waren. Auch Kellner und Damen Imitatoren spielten eine Rolle. Tie Leute stammten ans den verschiedensten Gegeudeu des Reiches, aus Münster. Solingen, Dortmund, Essen, Berlin, .Hamburg »sw. Der Kriminalpolizei war ;« bereits feit längerer Feit «lekannt, daß derartige „Feste" in Duisburg geseierl wurden. Als von der Düsseldorfer Polizei gemeldet wurde, daß am Säluslag ei» Mänuernine-keuball statt- kinden sollte, stellten sich Kriminalbeamte am Balmhos aus und versolgken gewisse maskierte Reisende, Aus eilt bestimmtes Klooszeichen öffnete sich den bekannten Gästen die Türe zuin Saale, in welchem die Festlichkeit ftatlsanü. Als die Krimnrallwamten iu den Saal eindrangen, oersuchlen eine Anzahl Personen durch die Fenster zu entsliehen, lonrdeu aber non den vor dem Hanie ftehenden Beamten verhaslek. * I m S ch r c ck e n. Ans Berlin wird gemeldet; T«i Landmesser Zimmer mann, der IN einer am Walde gelegenen Villa nwhnt, glaubte in der Nacht Einbrecher zu hören und gab aut einen Man», den er im! Hofe sah, einen Schuß ab, nachdem er den Mann angerusen hatir, ohne eine Antwort zu erhalten. Der Mann stürzte schwerversrok zu Boden, Es hat nch heraus gestellt, daß Zimmermann feinen Mieter, den Mechaniker Thie- m e , angeschossen hatte, *JbreeiserneHochzeltin Neuhardenberg in der Mark feierten die Eheleute Butke», Beide werden 00 Jahre all, * In Woldenberg in, der Mark starb der Bäckermeister B r u n e ck im Alter von 102 Jahren, ^EinrätselhasterMord, Aus ,K i e >o , 10, Febr,, lvird gemeldet: Im Zusammenhaiig,- mit dem rätselhasten Mord in Feftow, wo man den iüüisckn-n Knaben Fessel Peschkow mit drelzchn Stichwunden am Halse ausgesunden hatte, ist heute der Vater des Ermordeten und dessen Kommis verhaftet Ivorden, Ter Leichnam des Knaben lourde ausgegraben »nd zwecks gerichtsärzilicher Untersuchung nach Kiew gebracht, * Jungenstreiche a n der Grenze, Aus Esch a. d, Atzette wiro gemeldet; Bei Roslort a» der deutsch-luremburgischrn Grenze bonniardiertkn junge Leute vom deutschen User Gendarmen, die grqen sie wegen Lärmens einschreiten wollten, mit Steinen., Ein G-Nharm wurde am Kopse verletzt, von oen jungen Leuten lmiror einer verhasket, aber gegen eine Kaution no» äOO Mark sreigelassrn, weil er die Stütze seiner alten Mutter ist, Tie anderen entslohe» über die Brücke, Carnegie hat seine Frieoeilsstistuug non 10 Millionen durch eine Stiftung von 2 Millionen Dollar ergänzt, um die Sache des Friedens durch die Kirche» der verlchiiedeneii Bekennlnille zu sürdeen. Ein Teil der Zinsen soll Per Fiiedens- liga drn^ deüisch englische» Geistlichen zugeweudet werden, ' F ü r K 0 0 kl 0 0 Mark stk a d i ti m für e l I! e n K ra n k e n. T er Tod eines Mannes wird aeiueldet, zu denen Qeilniig die gröstte bisher kür einen einzigen Mens,Heu verwendete Menge Radiui» ausgebokeu wurde. Das ainerilaiiische Kongreß-Mitglied Robert iö. Breuiiier litt an Krebs in einen, so»tgesebriiteilen Stadium, und so versnchte man als letzte- HillSmittcl vor vier Woclien, ihm dnrcki Radim» zu lieveu. Für Ivauvo Dollar, also für mehr als 400 0 Mk,, wurde von der lwilkrältiaen Subslauz gekaitzl, aber auch Vieler gioste Auswand war vergeblich. Eine S t n t i fl i f der französischen Patente, Daß die Zahl der Erfinder sicilg iiniinunt, beweist die neueste Staiistik über die m Fra»kreir!> angeiueldeten Patente, Dauaeh lvurden im Jahre 1012 lä 787 Patente angeuieldet gegen iöö93 im Jahre 1811. Bon dieser Zahl tanre» 7507 ans Frankreich und den Iranzöstledeil Kolonie», 2000 slaniniteii ans Denllchland, Ivtztz aus de» Pereinigle» Slaaten, 1 ISS aus Grvpbrilannien, 45s aus der Sckwci;, ",77 ans Belgien, 257 aus Destcrreich, 24K aus Italien und 120 aus Rußlaud, verernsnachrichtrq. ist, Ode» ha »sc n Fliabenau-, 0, Feh,, Am Sonnlag hielt der L u m d a t a l s an g e r b u n d in Rüddingshauscn bei Gastwirt Müßig leinen diesiähtigk» Sängertag ad, Tic »leisten Vereine waren vollzählig erschienen. Der erste Vorsitzende, Lehrer Z regele r von Kesselbach, leitete die Verhandlungen, Nachdem Rechiningr-ablage, Vorstandswadl usw, erledigt ivar, wurde be- schlossen, haß das diesjährige Bundessängersest von dem Gesang verein Conevrdia in Rüddingshausen in Verbindung mit dessen övjähllgem Bestehen am 28, Juni gefeiert wird. Dir Vorarbeiten sind im Gange Im gemütlichen Teil sangen die anwesenden Sänger ein Volkslied gemeinsam, die Vereine Rüddingshausen und Loenhausen trugen einige Einzelchöre vor, Ter Sohn des Veretns- wirts Hermann Müßig erfreute die Sänger durch einige gut vorgetragene Kouplets, -m, Hungen, 9, Febr. Ter Radsahrcrverei» „Ger mail i a" veranstaltete gestern abend im Saale des „Darmstädter .Hofes", der sich bis ans den letzten Platz gefüllt hatte, eine theatralische 2l b e n h u n ; c r h a l t u n g mit harmiftolgen dem Tanz, Zur Ausfühning kamen das sünsaktige »aterlöndisch; Schaulvir! „Leonore, die Olrabcsdrant" und das D'nstshiel „Ein Glücksiall" oder „All Heil", In beide» Stücken wiirden die Dar- steller ihren Rollen vollkomiiien geeeäu n»d »anientlich das elftere erzielte tiroßen Beisait, In den Zwischenpausen kon^rtlertr die üaoelle Tanies,___ ruMchiffasttt. B n e ll os 2lires . 10. Febr, Der argentinische Flieger N e w- b,. r » hat ans einem Eindecker mit 6275 Meter Höhe einen M'iicn @eri(biitaal. Münster i. Westfalen, 10. Febr. Die Straft,»unter vernr- sftiu.den Gulsverwaiter Ni nhoss Langen ho r st an der hol- ■Ü r '' u n' irfiin Grenze wegen irmsangreichen Biehschmnqgels ;u 20 400 Mk, Geidstraje, Verinischt«». U e v e r eine Freizeit für S t u d e n t i n it e n luirö uns von einer Teilueftmerii! geschrieben; Im Januar laud in Tomdach iu Thüringen zum ersten -Male in Deutschland eine reizest für Stüde»linnen statt, Los» *■ Der moderne Kolumbus, „Johnny," jagt der Lehrer, „kaniist du mir etwas vom Kolumbus sagen?" — „Er entdeckte Amerika," „Gut; was tat er dann?" — „Ich nehme an, ei fuhr nach Hause und hielt Borträge," Kirdfiicbc Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Heute Mittwoch, den 11. Februar, abends 8 Uhr; Bihelft u ii d e im JohaimrSiaale. Piarrer AuSseId. lBkisfionsstiiiide Mit Liihtbildern.) Donnerstag, de» 12. Februar, nbcnds 8 Uhr, im Markussaal: Bibel st »»de lJakobusbriek,» Piarrer Schwabe. Freitna, de» 13, Februar, nachmittag? 5 Uhr, NN Markusiaal: Lersaininliiuq der Frauenvereine der Matthäi,s- »nd Markus- geineinde: Porlraq über BersicheruiigSwesen. 2. Teil. Markit. .00 Mk., vollfleischige Schweins unter HO kg CcbenbqetiricOt oi.50—'5^0 Mk^ Särlachtqewicht C'i.00-67/0 Mk.: voll^eischiqe Schweine von 100—120 Lebeudqewichi 53.50—55.00 Mk., Schlachchervicht 67.00—68 Mk.: vollf!eischiqe Sck^veii'.e von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 53ü>0—5 ö.(j 0 Mk., Cchlachtgeivicht 67—08.00 Mk. (^eichöit initkelnläöio, Uederstand. i*- Frankfurt a. M.» 11. Febrr'.or. (Oriq.-Telear. des „Gietz. Anz»"» Amtliche Notienmeen der beut-g"n Fruchtrnarktpreise. Weizen (fjlcfiiicv) Mk 19.60—19.70, Kur. epischer Mk. 19.50—19.60, Wetterauer Mk. 00.00-00.60, (hiesiger) Mk. 16.00—16.10, Gerste (Wetterauerl Mk. 16.25-1^.00. (6crite. Franken, Pkälzer, Nied Mk. 16.50—17 50, Haler Ml. 16.50-17.50, Mais Mk. 14.80-15.00. Weizenmehl 0 Mk. 00.00 — oO.OO, Weizenmehl I Mk. 60.00—00.00, Weizenmehl III Mk. 00 00-00 0», Noqaemnebk 0 Mk. 00.00—00.00, Noqqen»nehl O’l Mk. 0--.00—00.00, Noqqemnehl I Mk. 00.00—00.«10, Weizenklere M. 0.00 - 0.00, Wei.zenfchalcn Ml. 0.00 - 0.00, No. gen- kleie Alk. 00.00-00.00. Atalzlenne Ml. 00.00—00.60, Biertreber 00.00 - 00.00, ^utterqerste Mk. 00 00 - 00.00. Alles per 100 kg ab hier. fc. Frankfurt a. M., 11. Februar. (Obia -Tele^r. des „Grebener Anzeiaers".) Kartoffelnrarkl. Man notierte: Kartoffeln in Watl- qons Mk. 4.75-5.00, im Kleinhandel Atk. 6.00-0 00 für je 100 kg. Jchrm oM mvnev am/ du In$*Jkrtj t „ Utiirwü erhältlfeJr, AuayrntUiriaft, Brrlin 0. 17. 708D 7 - bis 8 -Zimmcrwobuuug „lil allem Zubebörverl. Avril 1914 5 ii vermieten. [138 gticcffrnüe 23 . K. Dauster. In meinem Haufe Süd Anlage 7 wird ver 1 . Avril b«c II. «itoflc, 8 3 iramer, Badezimmer. 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Mts.. km^lUhrnachmiktags: die Beerdigungam Donnerstag.den 12.ds.Mts., tim 2 Uhr nachmittags, auf dem neuen Friedhof in Giessen statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 2062 Oefdtmfts - empfehlung einem Hfchrten Publikum non öießtn u Umgebung bicrdurcti die ergebene Mitteilung, daß ich das von meinem verstorbenen Manne, dem Photographen Wilhelm vecker nÄ cn PtKJtogr. Atelier in unveränderter weise meiterfübren werde. Cs wird mein Bestreben sein, andi westerbin meine geehrte «nndsKast bei gesdiabien anstrdgen durch beste Arbeit ?u soliden Preifen lufrtcden tu ftcllcn f rau Wilhelm Betfter Mttwc vahnhokstraße ?5V.o 1910 Bahnhofttraße 35 ' " < 10 M Der ferne, prickelnde und aromatische Geschmack und die ausserordentliche Bekömrnlichk it meiner Flaschenbiere Marke Mainzer Marke Sandler Aktienbier Culmbach steht einzig und unerreicht da. JeHfr Versuch führt zur dauernden Kundschaft. Fuhrwerke jeden Tag nach allen Stadtteilen. Von 6 /i oder w /* Fl. Lieferung frei ins Haus. 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Weber's Cartshaammenk»»it oarmittags > 40 llhr auf der Kreis (leaste tstöbelnrad — Beltershain tm Distrikl Breuelvh. Bcnintt hei Eichcn-.irniinvcl Nr. 48. Nähere Auokunil durch Forftwart Höre?, Rcinhardshain. «rttnhera. am 5. Februar >914. 20291) _ Elrostherrogliche Oheriörstcrci Grnnhcrg. Holzverfteigerung im «raftichcn Revier Feldtzeim bei lbungei Mittwoch, den 18. Februar l!»I 4. werden and dt Dtlirlklen Dannengarien, Tisch, Scheibet und Himerwa vertieiaert: Stämme: Eichen 2 St. 2. Kl. ^ 2 Fstm.. 2t St. 3. Kl. 2203 ,,„,t,.. 16 St. 4. Kl. - 1392 Fstm., lO St. 5. KI. 6.77 Ftlnl, ,6 St. 6. Kl. — 7,55 Fstm.. Birken 9 Sl. 3,17 Fftm.: Kirichhaum 1 St. 0.61 Fstm. ------ .. ®ti____ __________ _. wv „ „ .... Nadel 45 Nm. Seiict: Buchen 188 Nm . Eichen 757 N Busammenkunil Ist'. Uhr vormittags heim Psta, aarten Das Nutzhoi; kommt zuerst zum Andgeh Nadelretter stachcnweiie. Naher- Auskunst durch d Grast. Forfttvart T,cht n Nonncnrolh. 2037 Stadt. Setfisch-Markt Donnerstag, den 12.Februar 1V14, nachmittag» 2'/. Uhr beginnend, in den Marttlauben. Zu», Bcrkaui kommt nur beste, sriicheste Norbseeware zn billigen, lediglich die Selbstkosten der Stadt deckende» Preisen. Die Vertänsspreisc sind an den Lierlaussnänden angeschlagen. 2M6U Diese Woche grostcr Vorrat an Lchellnich. Kablian, Seelachs. Backstjch, Schollen, Leezander und grünen crinacn. Holzversteigernng im Gietzener Lladtwalv (Forsttvnrlei Giestcn II, Forsiwarl 2l r(t. Giestent. Montan, lO. Februar 1011, vormittags 9' . Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Giebcu in den Distrikten Fcrncwald und stlnnaherg (Abt. L 3, 6—11, 15, 21, 27, 33, 122, 124—128) versteigert: 13 FichtcN'Derhilangen mit 1,31 Fcstmeter, 39 Nauinmeler Buchen Scheitbol,. l Birken Nundfckeithvl», 7 Kiefern * All,5 Birchen-Knüppclüvl,;. 2, pichen- „ 1.5 Birken „ 3 Erlen- 64.0 Kiefern 6.1 Buchen- Slockhvl,v 1.3 Iichten 14.5 Kiefern- „ 5050 Wellen Buchen-Reisig, 480 „ Elchen „ Die Zusammenkunsl ist aui der istchcr Strafte au der 9. Schl,eise. Das Brennholz aus dem Fernemald. im ganzen 6l Rn,., kommt während der MittagSoause zur Bernciaerung. Gieste». ll. Februar lstll. Der Qherhürgcrincister. _ X V: Grüne waid _ 2068b HolzversteLgerung. Montag, den ist. Februar l. F., von vormittags Iv Uhr an, soll im Gcmeindewaid zu Bersrod, in den Distrikte» Drossel. Lehmgrube und Mittckschlag, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: r») Ltamm- und Stangenholz 3 Stück Eichenstämme 4. Klasse — 2,06 Fftm. 19 „ „ 5. , . --- 6,04 „ 17 tt »» 1 , = 4,21 „ 1 „ Buchenstamm 2. , = 1,23 „ 7 „ Buchenstämme -- 8,81 „ 2 „ Eichcn-Terbstangen ruit 0,15 Fstni. 2 „ Fichten-Derbstangen mit 0,16 Fftm. b) Brennholz Scheiter: 347 Rm. Buche, i Rni. Erle Knüppel: 4ö6 Rm. Buche, 16 Rm. Eiche, 1 Rm. Kiefer, 5 Rm. Fichic Reiser: 158 Rm. Buche Stöcke: 174 Rm. Buche, 5 Rm. Fichic. Zusammenkunft im Ort. Bersrod, den 9. Februar 1914. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. _ Rcuschling. _ 1988 Holz-Sribmissrorr. Aus den Waldungen der Mark Grüningen und Tors-Gill soll nachverzeichnetes Holz aus dem Wege schriftlichen Angebots verlaust werden: b Kiefernstämmc 4. KI. (25—29 cm Durchni.) — 1,99 Fstm. 34 Kiefernstämme 5. Kl. (unter - 25 cm Durchm.) = 8.44 Fstm. 12 Fichtcnstämme 5a Kl. (20 — 24 cm Durchm.) — 6,86 Fstm. 409 Fichienstämmc 5b Kl. (unter 20 cm Durchmesser) in 3 Losen: Los I. 126 Stück, Nr. 227—366 33.58 Fstm. .. 2. 163 „ „ 367—586 36,44 „ 3. 120 „ „ 587—720 31.99 .. 151 Fichten-Derbstangen — 15,88 9 Rm. Kicfern-Nutzscheit — 6,30 „ Angebote sind nach Sortiment und Klassen mit entsprechender Aufschrist bis zum 16. Februar If. I., nachmittags 2 Uhr, bei dem Unlerzcichneteu einzu> reichen, wo alsdann die Eröftnnng der Angebote erfolgt. Nähere Auskunst erteilt Forftwart Schäfer zu Dors-Gill. Grüningen, den 9. Februar 1914. 1999 _ Marsteller, Markmeisler. _ Bilanz am 31. Dez. 1913 Aktiva. M An Kassenvorrat 935.12 j „ Warenvorrat 3926.28 „ Gcschäfts- inobiliar 48.40 10% Abschr. 4.84 43.56 j „ Debitor, nach Angaben des Lagerhalters 1598.62 , Emballage 45.60 6549.18 Passiva. Per Geschästsgnt. haben der Mitglieder 330.— „ Kreditoren 2973.88 „ Reservefonds 1270.— „ Betriebs- rücklagc 677.88 „ Reingewinn 1297.42 6549.18 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1912 66 Während 1913 gingen zu 3 Während 1913 gingen ab 3 Daher Stand der Mitglieder Ende 1913 . 66 Oppenrod, am 24. Jannar 1914. ^ubimrttöiitnditt 8o»|u»i-Pcnill k. 8.». u. tz. Der Direktor: Der Lagerhalter: Ludwig Balscr II. ^7 Ludwig Kci«