Nr. 35 Ter Gieße»,r Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich OießnierZamiliendiätier: zweimal wöchenll.liieir- di-NIürdenllreir Gießen «^.tenStag »ndFreilagi; zweimal monatl. Lang- wirifchaftlich« Seitfra^e» lerrriivrech - Anschlüße: lür lue Redaktion 112, "-erlog ». Exvedilio» öl Adresie inr Tepeichen: Anzeiger «ie«en. Anm-Hme von Anzeige» kür die Tagesnmnmer bis vormittags 9 Uhr. Erster Blatt m. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Mittwoch, 11. Zebruar 1914 Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Tagcskalendcr au» dem Jahre 1814. Ii. Febrnar: (Kriecht bei Nogcnt, iwrd westlich von Trohes. Tie Generale Pahlen und Hardegg schlagen die Franzosen in die Flucht. — V'n demselben Tage erobert der Kronprnn von Württemberg das hartnäckig verteidigte Sens, südwestlich von Troyes. Russische Unfreundlichkeiten. Eine merkwürdige Rede hat Rußlands Außenminister, Herr Sasonow, im Budgckaussckiuß der Rcichsduma gehalten. Man verhandelte über den neuen deutsch-russischen Handelsvertrag, der allerdings erst in 4 Jahren aktuell wird. Ein Abgeordneter sprach die Besürchtung ans, Deutschland könne Rußland bis zum Jahre 1917, also bis zu den Zchlußverhandinngen über den neuen Vertrag, irgend welche äußere Verwicklungen wie im Jahre 1904 (?) bereiten, um sich besonders günstige Bedingungen zu sichern.. Und daraus crioiderte der Minister Sasonow, daß diese Befürchtungen der Begründung nicht entbehren. Bei dieser Gelegenheit teilte .Herr Sasonow außerdem noch mit. daß er seinerzeit gegen die Ernennung des Generals Lima» v. Lau - ders zum Kommandeur des ersten türkischen Armeekorps in Konstanliiwpcl prolesliert habe. Vielleicht wird man versuchen, die Wirkung dieser ministeriellen Erklärung nach außen hin abzuschwächen, aber doch nur, wenn dem kaum trüglichcn parlamentarischen Stcno- grainm Gewalt angetan wird. .Herr Sasonow hat ganz einfach doch so gesprochen, und wir haben es uns zu merken. Dunkel ist nur, was mit den „äußeren Verwicklungen" ge uicint fei» soll, die Deutschland 1904 dem russischen Nachbar bereitet habe. Sind etwa die guten Dienste Deutschlands während des russisch japanischen Krieges gemeint? Das wäre eine unglaubliche Verdrehung, der Gipfel aller russischen Vorurteile, gegen die wir schon seit Gortschäkofss Zeit anzu kämpfen haben. Von jenem Staatsmannc ging ja auch z. B. die Darstellung aus, als habe Deutschland 1875 den Krieg gegen Frankreich gewollt, der Kaiser von Rußland aber habe ihn verhindert. Gortschakosf war cs auch, der dem Fürsten Bismarck vorwarf, Rußland ans dem Berliner Kongresse verraten und bei der Bckäinpfung der österreichischen Ansprüche auf Bosnien und die Herzegowina im Stiche gelassen zu haben. lind das, obwohl Rußland diese Ansprüche längst vertragsmäßig anerkannt halle. Weiß man noch, wie das ruf fische Ansinnen an Deutschland, damals der habsburgischen Monarchie in -den'Arm zu fallen, sich bis zu förmlichen Kriegsdrohungen aus Petersburg steigerte? Wie manchesnial schien der Krieg nur zu nahe. Das Wetter verzog sich bis»- hcr imnier wieder; der zerrissene Draht nach Petersburg wurde wieder hcrgestcllt, und man blies wieder auf der Freundschastsslöte. Es ist noch nicht sehr lange her, da cr- Ilärte Herr Sasonow in der Reichsduma, Rußland halte an der alten traditionellen Freundschaft und guten Nachbarschast mit Deutschland fest; er schätze diese Freundschaft aufrichtig und sei überzeugt, daß Deutschland dasselbe tue. llud nun aus einmal befürchtet Herr Sasonow deutsche Intrigen, gegen die man sich wappnen müsse? Uuniillkürlich denkt man a>l das vor wenigen Monaten durch die Presse gcgant- genc Sasonow Interview des Pariser Vertreters der ,,Ro- wojc Wreiiija"kurz vor der Abreise des Ministers von Paris nach Berlin. In dem Interview fand sich die „friedliche" Kunst, wisscuschast und Leben. Tr. Wolf T o b r n , der Leiter und Gründer der Bildungsanstalt Jaegues-Talcroze und Mitbegründer der Gartenstadt tzelleran ist, wie wir schon milgeteilt haben, aus einer Schitour, die er allein unternomnien hat, in Trient-Valais abgcstürzt. Es ist um so tragischer, als es ihn, gelungen war, in den letzten Wochen die finanzielle Grundlage für beide llnternehmungen zu sichern, und er die feste Zuversicht hege» konnte, das, die Fortführung seines Lebenswertes nach mancher Gesährdnng endlich in ruhige „tid sichere Bahnen gleichmäßiger Entwickelung gelentt war. Glücklicherweise wird es aber, wie man »ns mitteilt, doch möglich sein, aus der von ihm geschaiienen Basis weiter zu arbeiten und loen» auch sein Verlust unersetzlich ist für alle, die ihm menschlich naheslanden, so haben sie doch die Genugtuung, daß das von ihm begonnene Werk nch anch ohne sein tätiges Mitwirken kraftvoll behaiwten wird. Wolf Tobrn ist geboren am 1*5. Aiwil 1878 in Neapel als zweiter Sohn des verstorbenen Professors Anton Tohrn, des Gründers der Zoologischen Station. — E i n n e n g e s u n d e n e r a r a ni ä i sch e r R o in a n. In einer ägyptischen Trümmerstatte wurden, wie man dem „B. T." mitteslt. unter juristischen Schriftstücken die Fragmente eines aramäischen Romans gesunden. Er erzählt die Geschichte des reichen Ächigua, des Ratgebers und Ministers des Königs San- herib, den ieiit PslegesoHn des Hochverrats beschuldigt. Es gelingt Achigua. seine Unschuld zu beweisen, und der König setz! ihn wieder in seine Aemter ein. Ter vom Tode Errettete hält nun seinem undankbaren PslegesoHn eine gesalzene Straivredigt, die cr inst Schlagen und Weisheitsivrischen begleitet. Man kannte in den verschiedenen iemittichen Sprachen diese Erzählung, auch im Alten Testament wird sie gestresst. Pros. Tr. Karl Marti, der bekannte Orientalist an der Berner Hochschule, »imnit an, daß diese neugeinndene Geschichte Achiauas die älteste Fassung, vielleicht das Original darstellt. Ter aramäiiche Roman ist knapper als alle-übrigen Achiaua^rrzäblnngen, obwohl auch er nur als Rahmen zu einer reichen Sammlung von Tiersabeln, Sprüchen und Rätseln gedacht ist. — Di e Ausgrabung eines altrö mischen Hanfes in Spoleto, das unter dem Palazzo Comniunale lag und der Veivaiia Polla gehörte, hat Pros. Giuseppe Sordini, der Jnt'vel tor der Kunstdenkmäler der Stadt, nahezu zu Ende geführt. Tabes lourden neuerdings, Ivie der Eieerone berichtet, auf dem linken Flügel des Hauses drei Räume mit prachtvollem Mosaiksnß» b n d e n und ein Periitpl sreigelegt. das sich entgegen den Pauae- lvohnheiten der alten Römer aus der linken Zeile des .Hauses befindet. Ferner wurden Hausgeräte verschiedenster Art und Stelle: „Sollte cimnal in Petersburg Trommelwirbel er* tönen, so steht gewiß Frankreich an Rußlands Seite" Mau hat diesen Trommelwirbel bisher für Pariser Mache gehalten. Aber seit den neuesten Erklärungen Sasonows vor einer parlamentarischen Körperschaft tauchen doch Zweifel und Bedenken aus, ob .Herr Sasonow wirklich.zum Dreibund eine weniger feindselige Haltung beobachtet, als sein Vorgänger Jswolski, und überhanpl, was denn eigentlich die wahre Meinung des Ministers ist. Er hat uns so oft versichert, daß er crnithafl um de» Frieden und die Freundschaft zwischen Petersburg und Berlin bemüht ist, aber man entdeckt hie und da, wie cs hinter diesem Vertreter der russischen Außenvoli- lik ein inoffizielles Rußland gibt, das in die verschiedensten Kulissen versteckt ganz andere Gesinnungen pflegt, die manchmal wie unbewußt und ungewollt auch in ministeriellen Erklärungen zu Worte kommen. Mag Herr Sasonow dann immer wieder Bcruhignngsdeveschen durch die Petersburger Te- lcgraphcnagentur verbreiten lassen, so ist doch klar und nicht mehr zu leugnen, daß die russische Kriegsparlci immer sehnlicher die Verflechtung Rußlands in einen Zukunftskrieg herbeisehnt. Das beweisen gewisse Veröffentlichungen sehr maßgebender Kundgebungen in der russischen Ocsseittlichkcit. Die Kriegsparlei bal neuerdings in den Kreisen der hohen russischen Militärs und ganz besonders bei dem Großfürsten Nikolai Nikolajcwitsch starken Anhang und Unterstützung gefunden. Kein Zweisel mehr: An der Newa machen heule zwei verschiedene Richtungen Politik, und cs besteht die Gefahr. daß nicht nur der Zar, sondern anch die Regierung in ein deutsch-feindliches Fahrwasser hineingctrieben wird. Das wäre gerade im Hinblick auf die schon jetzt einsetzenden Vorverhandlungen sür den neuen deutsch-russischen Handelsvertrag überaus bedauerlich. Denn ans deutscher Seite ist man mehr, als jene deutich-seindlichen Kreise in Petersburg ahnen, zu sinanzwirlschafllichem Entgegenkommen bereit. Die finanzielle und wirtschaftliche Lage Rußlands, die Industrie, der Produktionswcrt der Landwirtschaft, die Weizcnkullur, der Baumwollbau (in Turkestan) bat sich derart gehoben, daß man 1917 auf einer viel glücklicheren und beide Teile zufriedenstellenderen Basis abkommcn könnte. Deutschland hat gar leine Lust, wegen des Handelsvertrags Jntrignenpolitik zu treiben. Also warum die Feindseligkeit? Petersburg, 10. Febr. In der R e i ch S d u ni a brachten die Nätionallisten eine Ansrage an den Kriegsminister und den Ma rincminister ein, in der sie ansragen, ob die Meldungen der Presse Ivahr sind, daß sich unter den Angestellten der P u t i l o w » id c r t c eine große Anzahl von Deutschen bestnde. Die Aenderung des m litärftrasgesetzbuches. „Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht den Entwurf des Gesetzes bctrcssend die Aenderung verschiedener Paragraphen des Militärstrafgesetzbuches. Danach kann in npndcrschwercn Fällen einer unerlaubten Entfernung, sür welche nach Paragraph 66 des Militärstrasgc- setzbuches bisher Gefängnis oder Festungshaft bis zu zwei Jahren cintral, die Slrase, wenn die Tat nicht im Felde begangen worden ist, bis auf vierzehn Tage mittleren oder strengen Arrest ermäßigt werden. In minderschwercn Fällen der F a h n e ii f l u ch t, für die nach Paragraph 70, Absatz I bisher Gefängnis von sechs Monaten bis zu zwei Jahren vorgesehen war, kann, wenn kein Rückfall llorlicgt, die Gefängnisstrafe bis auf 3 Monate ermäßigt werden. Bei min- dcrschwcren Fällen einer vorsätzlichen Verleitung zur Fahnenflucht oder einer vorsätzlichen Beförderung derselben, die bisher nach § 78 mit Gefängnis von sechs Monaten bis zu zwei Ja hren bestraft worden sind, kam, die Gefängnisstrafe. Stuckdekorationen entdeckt. Tie Gegenstände sollen an ihrer Fundstätte bleiben und bald allgemein zugänglich gemacht werden. — Di e d c ut schc Sp r a ch c in » n garlschen M itt c l - schulen. Der derzeitige ungarische Kultusminister ^cankowich hat einen Gesetzentwurf über eine Reform der ungarischen 'Mittelschule einqehracht. In diesem wird ähnlich wie im Lehrplan unserer deutschen Resormschulen der lateinische Unterricht ^a»s der untersten »lasse des Gymnasiums in eine höhere verlegt.^, ainr lall als erste Fremdsprache von der untersten Klasse an das ä-eutlche im Pilichl- unterricht gelehrt werden. Man wird, so schreiben d,e Mitteilungen des Vereins für das Teuttchtnm im Ausland, gespannt daraus sern dürfen ob dieser Gesetzenlwurs eine Melirbeit im magyarischen Parlamente finden wird. Zunächst ist der Landesunterrichtsrat beant- tragt worden, die Frage zu prüfen und ein Gutachten abzugeben. Immerhin ist es von hohem Interesse, daß cm Nachfolger des Grafen Apvonyi eine derartige Förderung der deuitchen Sprache in Ungarn filr notwendig hält. Das wird man ohne weiteres lagen bürten, daß dieser Gesetzentwurf Nicht ein Aus, luß besonders dentickiireundfiiüer Gefinnung oder der Bewunderung inr deutsche Kiiltnr ist sondern aus der Rot heraus geboren, l» die dex magyarische Handel und die maqnattsche Industrie durch die sinnlose Unterdrückung der deutschen Sprache in magnarischen Landen geraten sind Es gebt eben in den Tonanlänbern nicht ohne Deutsch, und es ist gewiß kein Zufall, daß es z»er,t die magyattschen Han- delsschulen gewesen find, die die Wiedereinführung des deutschen Schulunterrichtes energisch beiürworteten. Die Beobachtung dieser Entwicklung iß iür »ns Deulsche gewiß ersreuliw. dock, darf die Tatsache, daß der magyarischen Jugend bessere Möglichkeiten zur Erlernung der dentsche» Fremdsprache erschlonen werden, solange nicht überschätzt werden, als die allgemeine Schulgesctzgebung den Kindern der deutschen Bürger deS ungarischen Staates das Recht aui die Erlernung und Pstegc ihrer Muttersprache im öfientlichen Schnlunterttcht verkümmert. — Merkwürdige Bäume, llnter den interessantesten Bäumen nimmt der „Sofar"- oder singend« Baum in Nubien eine hervorragende Stelle ein. sobald der Wind über seine Wipfel streicht, erklingen sremdarttge, seltsame Melodien, die von einer Flöte herzurühren ickytinen, und die oft stnndenlanq anholten. Die Eingeborenen erzählen dann, daß der Geist ihrer .Toten, unter den Blättern des Baumes versteckt, sich also singend vernehmen lasse: wogegen die loeißcn Gelehrten behauchen. die Töne seien ans Millionen winziger kleiner Löchelchen zurückzusnhren, durch die der W,nd streicht, und die von Insekten in das Geäst des Baumes gebohrt wurden. ^Eine andere .Kuriosität unter den Bäumen ist der sogenannte Tränenbaum auf den Kanarischen Inseln. Dieies Naturwunder schüttelt, selbst bei der größten Dürre, Regen wenn die Tat nicht im Felde begangen worden ist, bis auf drei Monate ermäßigt werden. Dem Absatz zu 8 95 belrcsscnd Gchorsamsvcrwc i g cr ii n g vor versammelter Mannschaft etc. (vorgesehene Strafen, Gefängnis oder Festungshaft bis fünf Jahren) wird folgender Satz angefügt: In inindcrschwcren Fällen kann die Strafe bis aus vierzehn Tage strengen Arrest ermäßigt werden. Im ß 96 (Versuch, einen Vorgesetzten mittels Gewalt oder Drohung an der Ausführung eines Dienstbeichls zu hindern etc.), wofür bisher eine Freiheitsstrafe von 6 Mo natcn bis 10 Jahren vorgesehen war, wird cingcsügl: In minderschwercn Fällen eine Freiheitsstrafe nicht unter drei Monaten. Die Strafe für minderschwcre Fälle bei tätlichem Vergreifen an einem Vorgesetzten oder tällichem Angriff ge gen denselben (nach 8 97 bisher vorgesehene Strafe nicht un lcr einem Jahre) kann auf sechs Monate herabgesetzt werden und auf ein Jahr, falls die Tat unter Gewehr oder sonst im Dienst usw. ausgcsührt worden ist (bisherige Strafe bei minderschwercn Fällen nicht unter zwei Jahren.) Dem 'Absatz 2 des § 97, der Zuchthausstrafe vorfah, falls ein Angriff ans einen Vorgesetzten schwere Körperverletzung oder der Tod desselben verursachte, wird der Zu satz angefügt, daß in minderschwercn Fällen eine ZnchthauS- odcr Freiheitsstrafe nicht, unter einem Jahre eintritt. In den Fällen der Paragraphen 106, 107 ». 110 (militärischer Aufruhr, Anstiftung hierzu etc.) ist neben der erkannten Gefängnisstrafe Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandcs zulässig. — Im 8 138 (D i c b st a h l bei Ausübung eines Dienstes etc.), wofür bisher mittlerer oder strenger Arrest nicht unter 14 Tagen oder Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren vorgesehen war, wurden die Worte „nicht unter 14 Tagen" gestrichen. In 8 164 wird folgender Satz gestrichen: „Ms im Kriegszustände befindlich ist jedes Schiss der Marine zu betrachten, welches außerhalb der heimischen Gewässer allein fährt. Der Entwurf ist heute dem Reichstag zngegangcn, nachdem der Bundesrat seine Zusttmmtmg gegeben hatte. Rücktritt ö $ schwedischen Kabinetts. Nach einem eigenartigen Vorgehen hat das schwedische Kabinett seinen Rücktritt angezcigt. Es hat sich vorher uttl allerhand dringenden Anfragen an den König gewandt, ob er in der Frage der Verlbessernng der Landesverteidigung sich vom Standpunkte des Ministeriums zu entfernen gedacht habe, imd nachdem diese Fragen ..unbefriedigend" beantwortet sind, zeigt das Ministerium Staaf nickst nur seinen Rücktritt an, sondern es veröffentlicht die mit dem König .gepflogenen peinlichen Ansein an de rsetzun gen! Wir erhalten folgenden Bericht: , Stockholm, 10. Febr. Am Tage nach dem Bauern- znge überreichte das Ministerium dem König eine Darstellung, in der es heißt: Turck, die Einsetzung der VertcidigungSkommission am l. Dezember 1911 faßten Eure Majestät die Forderungen sür die Ergebnisse der bevorstehenden Erwägunge» dahin zusammen. daß Eure Majestät die Erwartung aussvrachen, daß die Vorschläge, die aus diese» Erwägungen hervorgehen würden, im ganzen geiwm- inen, geeignet sein würden, die Wehrmacht in ihrer damaligerr Essektivitäl zu bewahren. In der Ansprache, mit der Eure Majestät am 6. d. Mts. die Huldigung des sog. Bauernzuges beantwortete», kommt indessen bei der Erwähnung deS zu erwartenden Vorschlages zur Verbesserung der Landesverteidigung solgender Passus vor: „Von den Forderungen zur Tchlagsertigkeit und Kriegsbereitschaft der Armee, die von den Sachverständigen meines Heeres als unschauer von seinen Blättern herab. Sorgsam sanrmeln die Eingeborenen diesen Schatz auf und finden dos Wasser stets rein und lübl. Es wirb angenommen, daß der Bauni die Feuchtigkeit aus zahllosen Poren aus der Rüch'eite feiner.Blätter ausschwitzl. — Vom Siegeszug der bunten Perücken. Tie Leidenschaft sür grüne, blaue, rosa und vurvurne Perücken, die gegenwärtig in Paris unter den modernsten Modedamen herrscht, beginnt sich nun auch in London und Neu (York zu verbreiten. In der britischen Hauptstadt hat eine Tchauivielerin dieser seltsamen Mode die Bahn gebrochen, Madge McMointosh, die als Heldin in dem »eneii Einakter „Tie Musikkur" von Sbaw mit einer grasgrünen Perücke anftrat und mit großem Beisall die Lust zur Nachahmung erweckte. Tic Dame erzählt, daß sic die Bühnenanweisung de-s Dichters, der eine grüne Perücke vorschrcibl, zunächst mit nicht geringen! Entsetzen erfüllte. Aber Sbaw bestand ans seiner Anordnung, und als er sie in dem grünen Haarschmnck erblickte, sagte er: „Ausgezeichnet!" Und das Publikum war seiner Ansicht. Seitdem mehren sich, wie die „Köln. Zig." meldet, die großen Bestellungen, die in Paris aui bunte Perücken gemacht werden, und am meisten werden lichtblaue und blaßrote Werke der Friseurknnft verlangt, da sie zur Blondheit der englischen Miß am besten vassen. Dunkle Schönen ziehen ein tiefes Purpur vor, und man ist entzückt von den seltsamen Lichtspielen. die die clek tttschcn Lampen des Abends in diesen sarbigen Wundern em- sesscln. Jnrmerbin sind die Aussichten, daß sich diese Mode der sarbigen Perücken in weite Kreise ausbrcitcl, nur sehr gering. Tie Perücken find nämlich recht teuer: sie losten gegen 200 Mark und mehr, und außerdem muß die Tome im bunten Lockenschmuck natürlich eine in den Farben sein abbestimntte Toilette haben, die zu den Farbcntönen des Haares paßt, und eigentlich müßte sie auch ihre Räume damtt in Einklang bringen. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wrssen- schast. Robert Käthe, dem bekannten Münchener Lauten, sönger, wurde vom Herzog von Mteichurg sür seine Verdienste um un, das deutsche Volkslied die Große Goldene Mcdastlc sür Kunst und Wissenschaft verliehen. — General m ns,kdirektor Max Reger soll nach einer Meldung der Rheinischen Mufik- und Theater,eüung die Absicht haben, um seine Entlassung aus meiving,scheu Diensten zu bitten. — Die 28. Versammlung der Anatomischen Gesellschaft wird vom 18. bis 16. Avttl 1914 in Innsbruck, unter dem Ilorsitze von Prof. v. Ebner itattfinden. — In Berlin ist im 88. Lebensjahre der frühere Perlagsbuchhändler und Begründer der bekannten Reisebiuher Theobald Grieben verstorben. uwgäugtia, bezeichne: wird, gebt ich nicht ab." (i* ist Eurer Majestät detanul, dost der Vorschlag, dergetzl auf der Basis der Arbeiten der P«rtri»ign»q»kammM«n »»rberkittt wird, weit iibrr bi: Bti- behallung ixr jcBincn Esstktivität biimiibqdit, imb in Diflcu Punk len riiic weioiiltibc Berhessrriing der Wehrmacht enthält, Aber bei der Kennmis der Forderungen der militärische» Auloiiläl in vcrichiebentlicher Hinsicht ist ganz sicher oorgn-zuichen, da» der Vorschlag, den bar- MinisiertUM rrure, Majestät zur Vorlegung im Rcicvsiag unrerbrette» wird, fcbuK’rfid> olle diese Forderungen wird eriiUlen können, Es kann anck: binuige-nat werden, das; er ^»iit Sicherheit keine Aussicht ans Annahme bätte, inenn dies der Fall wäre. Unter diesen Umständen ist es dem Ministerium ftir rat iam erschienen, lein rer Majestät untertänigst anbeimznstellcn, tot »ende Fragen ZU beantworten! Ist es Eurer Majestät Absicht, mit den oben -stierten Worten ini voraus zu erklären, dast Euer Maiestät bei der Prüiung des Vorschlages zur Verbesserung d:S BerteidigungswesenS, der sich in Ausarbeitung befindet, den Vor schlag nicht gut heißen zu Ivollen, lvcnn er nickst in allen Punkten die Forderungen erfüllt, die die militärischen Sachverständigen iür unumgänglich erklärt haben, selbst wenn der Vorschlag als Ganzes eine loeitere Eihobnng der Effektivität der Lanbesvcrtei- digung mit sich führen würde? Mit Bezug aus einzelne andere Ausdrücke in der erwähnten An- ivrawc erlaube» wir uns ebenso untertänigst um die Beantwortung der folgenden Fragen zu ersuchen! Haben Eure Majestät in irgendeiner Weise rm voraus einen Tlaudpunkt bezüglich des kommenden Verteidigiingsoonchlaoes getastt, ehe die konstitutionelle» Malgeber Eurer Maiestät Gelegenheit gehabt staben, ibre untertänigsten Vorschläge in dieser Angelcgeiibeit zu inacheii und diese ;n begründen? ^ Aus die erste Frage gab der König iwär an demselben Tage solgende Antwort! Ta ich bi« ictzl noch nicht de» Vorschlag der Regierung in der LandeSbericidiguiigSjrage und »och weniger die (Ürltoiungen meiner Sachverständigen darüber gesehen habe, ist es »arr unmöglich. diese Frage zu beantworten, bevor die Angelegen Mil zur. (stnn'cheidnng vorliegt, Daraus geht also stcrvor, dast ich nicht im voraus in irgendeiner Frage einen entscheidenden Entschluß gesoßt habe, oder stabe mite» iäniten, ohne erst die Erklärungen meiner konstitutionellen Ratgeber oder die Vorschläge des Staatsrares zu stören. Das Ministerium hat dem König auch noch ivcitcre Zumutung gemacht, die er ablcstntc, iichenr er bcnrerkte: ,,Jc» will mich Ntcht des Reckstes berauben lassen, zum schwedischen Volk: mich irei ansrnsprechen," Stockholm. lO, Febr, Der König bcauslragle den ge- inästigr-libcralen Senawr und Gouocrnenr von Kristianstod, Frei- sterrn von der Geer, mit der Bildung dcä neuen Sn« btnettS. Kundgebmigen vor dem Köisigl, Schlot;, Stockholm, 1l, Febr, Eine nach Tan senden zäb- sende M e n s ch c n in e n a e biachic heute nachmittag dem König vor dem Schlost uitier Adiingung vgtcrländiicher wieder eine Huldigung, Ter König grüstte von einem Scktzoßienster aus, Atrs den Reihen »es Janhagels erschollen angesichts der imvro- visicrten königsireuen Kundgebung wiederholt Ruse: Bieder mli de in König! ES lebe die Republik! Während die Königstreuen sich entscruten, smirmelte sich eine Menge vor dem Reühsiagsgebände, wo demokratische Reden gestalten wurden. Sine Reichslairsersatzwahl. Burg, 10. Festr, Bei der heutigen Reichstagsersatz lnaht int Wahlkreise Magdeburg 8 iJerichow I «nd Jerichow 2) erhielt der Rittergutsbesitzer Schiele lKons.) >1999, der Expedient .Haupt (So.;,) 12600 Stimmen, der Fleilchcrmeister,, Kobelt (Fortschr, Vpt.) 6893 Stimmen, Aus drei Orten stehen die Ergebnisse noch aus, Es findet somit Stichwahl zwischen Schiele und Liaupk statt, Ter „Vorwärts" schreibt der Sozialdemokratie schon setzt, trotzdem noch einige Orte ausstehen, eine Zunahme von über 600 Stimme» zu und meint, nrit einein solchen Erfolg habe wohl kaum jemand gerechnet, — Die „Deutsche Tageszcittmg" sagt, es trete wieder auss deutlichste hervor, dast die Bewegung nach Links im Zurüctflute» begrisfen sei. Das den Konservative» günstige Wahlergebnis belohne die tüchtige Kahlarbeit gut, Mau könne hassen, dast der Kon servativc diesmal als Sieger aus dem Wahlkampf hcrvor- gchen werde. Freisinnige Führer ltzitten bereits erklärt, in der Stichwahl für ihn eintreten zu wollen, politische Tagcsscha»«« Die Kundgebung der Zentrumspartei hat auch den uneingeschränkten Beifall der „Germania" ge fundcn, die bisher auf der Seite der „Berliner Richtung" gestanden hatte. Das Blatt ist nunmehr bekehrt worden und cs beruhigt die Leute um stopp damit, dast fast alle Wühler und Abgeordneten zur katholischen stirche gehören, und dast sich in religiösen Fragen jeder -Abgeordnete nach den Grundsätzen seines Glaubcnsbckenntnmes zu richten habe. Dann fährt das Blatt fort: „Hieiin ist eine so starke Ga ca ntie enthalten, daß sic von jedem Katholiken als ausreichend, betrachtet werden la»n, und die „Doltorstaic" über die „Definition" des Zentrums als ü b e r r l ü > i i q erscheinen läßt Was will man denn mehr, als tan jeder katdoliiche Abgeordnete in denienigcn Fragen, welche das religiöse Gebiet berühren, sich nach den Grundsätzen seines katholischen Glaub cn: bekenn,nit'scs, wozu selbstverständlich auch das Gebiet der tirchtichen Aiuvrität gehört, zu richten vervilichtei ist ? Die Zeiten lind zu ernst, die Angriffe gegen die katholische Kirche und gegen die christliche Tioaksordnnng sind ZN viclgcstallig und gewabtig, als dost man sich den Luxus von Streitigkeiten um tstcorclilche Tinge qcstalten könnte, Ivobei die Hauvtiache gor >u leickn aus den Augen gelassen loird Grnndiäne müssen freilich unverrückbar ausrccht erhalten werden, politiick« ,onwbl wie kirchliche Grundsätze, und es darl nicht dastin koininen. dast eine dem Wechicl unlernuricnc Taktik zur autoritären Macht eines Grundsatzes gelangt und in das Fastrwasicr des liberalen Opportunismus überleitet, In dieser Hü,sicht lieg! aber beim Zentrum keine Gefahr vor," Ccutidtjs Reich, Anfrage» i m Reichstag, Der 'Abgeordnete Schulz-Erfurt (Soz.) hat an den Reichskanzler ivlgeude Anfrage gerichtet: „An einer Bersammliiitg des Berliner Phtlologenvercins im Dezember 1013 teilte der preußische Minssterialdircklor von Bremen mit, dast bald ein P ä d a - gogrsches Zentralinstirut errichtet werden solle, stann der Reichskanzler darüber Auskunft geben, ob es fick bei dem Plane um eine Zentralstelle für Preußen oder um ein pädagogisches Zentralinstitut sür das deutsche Reich handelt ? Abgeordnete Schul tz- Bromberg tRpk.) und Graf W e st a rv (stousrrv, - und Genosscu haben im Reichstag iolgenden Ab- änderiingsaiitrag eingebracht! Ter Reichstag wolle bejchlic sten, entgegen dem Anträge der stominisiion für den Reichs- baushaltsetat das Kapitel 85 Titel 38f der fortdauernden Ausgaben: außerordentliche und umoiderrnfsiche Zulagen, für die in der Provinz Posen und den gemischksprachigeit Kreisen der Provinz Äestpreusten anacftellten mittleren Kanzlei- und Unterbcamtcn (1 200 000 Biark) nach der Regierungsvorlage wieder hcrzustcllc», I mPrcußischeklAbgcordn etc n Haus wurden am gestrigen Dienstag die bedauerliltten Autoinobil- Unfälle bcivrocheu, von derien tüngst die Heiden dem Zentrum altgehörenden Reichstavar aber auch darin einig, daß der Berlehr nun einmal mit Gefahren verbunden sei und daß das 'Automobit als Vcr- tehrsmittel nicht mehr oiisgeschaltct werden könne. Neue Pv- lizcimatzregrln »vurdcn mchrsarl) nicht für nötig gehalten, es ist aber wohl aiizunchtncn, daß dos Ergebnis der Verhandlung eine schärfere Kontrolle schon auf Grund der bereits bestehenden Bestimmungen sein wird. Sollte diese, wie ausdrücklich gelvlinlcht wurde, auch die Wagen Holter und höchster Herrschaften kressen, so löniitc das auch uicksts schade«, — Hiernach wandte sich das Haus wieder dem Voranschlag des Ministeriums des Flincrn zu, Ter Zcukrumsabgcorduetc Gröber begeht heute, Mittwoch, seinen 70. Geburtstag, A«»lanv. P r i ii z ; u W i ed i n R o m. Dem „Messaggero" zufolge begab sich der Prinz ;» Wied am Tieitstag vormittag zur Confulta und hatte dort die erste Zujnmmentunst mit dem Minister des Aeußern di San Giuliono Er besuchte daraus den Ministerpräsidenten Grolitti und den österreichisch ungarischen Botschafter, Ter „Messagers" versichert, daß der Batilan herzliche Peziehnngen zu dem neuen Fürsten von Albanien itmnjdic, da er dort zahlreiche Fntcrefscii habe, »m den Besuch beim Pavft ohne Schwierigkeit auszuführen, ist der Prinz, obgleich er Gast des Königs ist, nicht im Qnirinal abgesticgcn, v 3 ii der Antwort des Dreibundes o u s die letzte Note Sir Edward Greys erfährt das Reurer- Biircau, daß neben der Festsetzung, daß die Räumung Siid- olbanirns durch Griechenland am l, März beginnen solle und am 3! März beendet sein müsse, die drei Mächte ihre Bcreitwilligreit erklärt hätten, eine leichte Abänderung der alhaiirsischen Grenze, die vom griechischen Ministerpräsi dciite» V.nizelos oorgcschlogen worden sei, in ivohllvollende Erwägung z» ziehen. Was die Notifizierung an die Türkei betreffe, so Hütten die Mächte den britischen Vorschlag in den allgemeinen Wendungen angenonimen. Bezüglich cven- tnxllcr Maßnahmen zur ginvaitsainen Tiirchsetzuiig der Ent- schcidungen der Mächte seien sie der 'Ansicht, daß zuvor die Antwoiten Griechenlands an die Türkei abzmv.irten seien. Ein englisches Geschlv aber ist auf der Reede von Cherbourg eiiigctrosfen. Der Kommandant machte auf dem Lande die üblichen Besuche. Erkr an k u n g c » in französische» Truppeu- teileu. In der .Teumoiiite" wendet sich Faurss in sehr scharscil Worten gegen die ossiziöse Behauptung, daß die unter den Truppen ausgcbrochcneii epidemischen Erkrankungen durch die vom Neusahrsurlaub zurückgekehrten Soldaten ciugeschlrppt worden seien und schreibt u. a,: Wenn es Garnisonen gibt, wo sich 30 von 100 Mann krank melden, wo die Krankenhäuser überfüllt sind und die verschiedene» Epidemien in manchen ltzarnijonen bcimruhigen- »den Umfang annchmen, dann liegt die Scknild daran, oaß in senchten und gegen die Kälte ungenügend gelchützteu Kasernen die Soldaten ohne jede Vorsichtsmaßnahmen zu- sammengepscrcht wurden, iveil die Lagerstätten, die Ernährung und die .Heizung unzureichend, das Schuhzeug schlecht war, »veil alle diese Krankheitsursachen bei den massenhaft in gewissenloser und nnvernünstiger Weise ein-1 gestellten jungen Leuten unheilvoll einwirken mußten, Tie Urheber des TreijahrSgesetzeS haben dciisellicn Zynismus und die Nachlässigkeit, welche sie bei der .Herstellung des Gesetzes au den Tag gelegt baben, auch bei dessen Antven- dung bewiesen. Denksche Aolonken. F r h r, v, Rechend e r g, der frühere Gouverneur von Deutsch-Ostasrika, der seit fast zwei Jahren im einstweiligen Ruhestand lebte, ist jetzt, wie lchou berichtet wurde, unter gleichzeitiger Verleihung des Charakters als Wirkt, Geh, Rat mit deni Prädikat Exzellenz in den dauernden Richcstand versetzt worden, Frhr, Alfred v, Rcchenberg hat von 1906 bis 1912 die Leitung des Schutzgebiets Deulich-Ostnsrika gehabt. Unter ziem- lictt schwierigen Verhälttiiisen übernalnii er seine Auiaade, und es gelang ihm, größere Aiintändc in seinem Schutzgebiet zu oer- nieiden, Tie Entwicklung, die Tentsch-Ostasiika waInend der Zeit >eines Gouvernements nahm, war infolgedessen ini großen und ganzen günstig, Ter Handel wuchs nickst unbeträchtlich, und die Einnalnneii ans den, Scknitzgcbiet waren stets im Steigen begriiscii. Nicht gut gestaltete sich in den letzten Zähren seiner Tätigkeit in Ostairika sein Verhältnis zur Schutztruvpe, deren damaliger- Kommandeur, Oberstlt, Frhr, von Schleinitz, übrigens vor kurzem oerabichiedet ivurde, Frhr, von Rechenberg steht, jetzt im Alter von 54 Fahren, Er trat 186!» in den Dienst des Auswärtigen Amts und loar erstmalig von 1X93 bi& 1895 als Beiirksamtmann und Bezirkärichtcr in Deutsch-Ostasrika tätig, 1896 wurde er Konsul in Zanzibar, kanr dam, als Aonsul nach 'Moskau und war späterhin Generalkonsul in Wort,Nun, bis er 1906 .Gouverneur von Teutsch- Onairita wurde Die „Nordd Aslg, Ztg," hebt ans Anlaß seiner Pensionicrimg und der ihm dabei verliehenen RuSzeichirnng hervor: „Hiermit sinder die erfolgreiche Täsigkcit eines der licrvor- raaendtten Männer, die an der EnNrncklnng unleicr Schutzgebiete mitgcarbcilet baben, eine wohlverdiente 'Anerkennung," Au» Stadt «ttd Land» Gießen, 1l. Februar 1914. ** Tageskalcnder lür Mittwoch, den 11.Febr,: Stadt- tb-ater: „Die Journalisten,» Anlang 7 Ubr, Lustiger B a k o s - A b c n d i Steins Garten, Aniang 87, Ubr . . . i n k e r i ll r! o r g « st e I l e stir Stadt und Landkreis Gienen, Gießen, Asterweg s. Sprechstunde: Jeden Tonnerslag abend von 6—77, Uhr. ** Lan des un i verfität. Der ordentliche Prosessor an der Universstät Basel Dr. Rudolf Herzog bat einkn Rus an unsere Universität als Nachfolger des Profeflor Dr. Körte erhalten: ferner erhielt der außerordentliche Proscsior der Photochemie Dr. Karl Schaum in Leipzig einen Ruf als ordentlicher Profesior für Chemie (vhynkaliichx, theoretische und anorganische Chemie). *• Das Groß herzogliche Piinisieri n m des Innern veröffentlicht einen Erlaß an die Großherzoglichcn streisämtcr, worin cs heißt: Wegen der starken Verseuchung der preußischen Provinzen Ost- und Wcstprenßen ordnen wie die Quarantäne sür sämtliches aus den genannten ganzen Provinzen eingeführte» rllauenvieh (auch Schlachtvieh) an. Für da? ans den genannten Provinzen znm Zwecke sofortiger Abschlachiung in öffentliche Schlachthäuser eingesnhrte oder ans einem Schlachtoiehmarkt ausgetriebenc Klauciivich tritt eine Quarantäne nicht ein, doch darf diese? Vieh von den Schlachtviehmärkten nur zur Schlachtung in öffentliche Schlach! Häuser oder zuni Auftrieb auf andere Schlachtviehmärkte abgetrieben werden. " Schloß Arnsburg, Zu dem alten .Herrensitz riud tpütereu Zisterzienser-Kloster, jetzigem Schloß Arnsburg in der Wcttcrau fand bie Verlobung der Gräfin Luttga r de; n Sol ms - Laubach in it bera Staat:- sc kr c tar d c s A e ußern, v, I a gow, statt. Seit einige» Tagen iveilt Staatssekretär v, Iägow auf dem Laubachschen Schlosse, Er hat seine jetzige Braut während seines Aufenl Halts in Rom kennen gelernt, Tie Braut ist eine Tochter des iin Fahre 1000 verstorbenen Grafen Friedrich zu Solms-Lau- back, aus seiner Ehe mit der verstorbenen Gräsiu Marianne zu Stolbcrg-Wernigerode, und eine Kusine der Grostherzogin Eleonore von Hessen uni> bei Rhein, Bei den gestrigen K r c i s ta g s loa hie n tour- den gewählt: im Wahlbezirk Stadt Gießern: Bürger- nicister Keller, Geh, Medizinalrat Prof, Dr, Sommer, Geh, Medizinalrat Tr, Haberkvrn und Falirikant Ei chcii a u cr, sämtlich aus Gießen; im Wahlbezirk Wicseck ,H eu ch e lhe rm: Kraulenlaisentontrvlleur Georg B eck- m an ii aus Gießen, ** Auslosunß der Geschworenen, Behufs Bildung der Spruchliüe für dre am 2. März 1914 beginnende Sitzung- Periode des Schwurgerichts des t, Quartals 1914 wurden nach stelwndc Geschworene auZgclost: 1 Paul Scbmolbach, Bürgermeister in Bannerod! 2, Joses Anton Wiegand, Landwirt in Herbster»! 3. Jakob Schuchard, Landwirt in Windhausen! 4, Ludwig Becker V , Landwirt in Ruttershausen: 5. Pbil Hcinr. Mank, Landlvirt in Wieseck: 6, Joh, Friedr, Mültxr, Tclegrapbensekretär i, P. in Fried berg! 7, Phil, .Karl Moschcrosch, Landwirt in Rodlieim v, d, ,H ! 8. Mar Krämer, Kauimann in Friedberg: 9, Wilh, Becker II. Landwirt in lbcsselbach: 10, Franz Holterhaii. Kaufmann in Gießen: tt, Phil, Löbcr, Landwirt in Heuchelheim b. Gießen. 12. Wilh. Ncrn, Landwirt in Pohl-Göns: 13, Phil, Keller 1V„ Landwirt in Melbach; 14, Richard Fischer, Landwirt in Kaichen: 15, Heinrich Lenz Ill„ Landlvirt in Atzenhain: 16, Jakob August Wiegand, Landwirt in Bönstadt: 17. August Kranz, Gemeinde - rechnet in Seibelsdorf: 18. Peter Rau VI., Landwirt und Rechner in Lumda: 19, Job. Gg, Martini III,, Landwirt in Leihgestern: 20, Otto Rieß, Landwirt in Weckest,cim: 21, Tr. Wild. Sievers. UnioersitälS-Prosetior in (»ließen: 22. Heinrich Rühl VIII., Bür germeister in Ulrichstcin: 2o. Ehristian Jndcrthal, Kaufmann in Gießen: 24. Friedrich Wilhelm Roßbach, Fabrikant in Fricdberg: 25 ,Adol> Bocher, Kaufmann rn Bad Nauheim: 26, Alexander Ringel, Kauimann in Gießen : 27. Adolf Fischer, Kausmann in Gießen: 28, Karl Henkel, Landwirt in Hörgenau: 29, Ludw, Schudi, Rentner in Niedcr-Ohmen: 30, Wilh, Heinr, Jost kl,, Kaufmann in Vilbel, ” LandivirtschastSklimmer für das ®rofe- h c r g o g t n m Helien, Ein landwirtschgitlicher Vortrag findet am Sonntag, den 1b, Februar, nachmittags 4 Ubr, in Rödaen (Kreis Gießen) im Gasthause von Heinrich Wagner statt. Ueber: „Durch welche Maßnahmen können in der Landwirtichast die Reinerträge erhöbt werden ?* soricht Oekonomierat Weitzel- Lick:, ** Mittelr hei ii (scher Fabrkanten-Verein. Am Donnerstag, nachmittags 314 Uhr, findet in Mainz, Kastno „doi zum Gntenberg' eine Dcrsaninilnng des Miltelrheinischen Fabrikanten-Vereins statt, in welcher Profesior W, Franz von der technischen dochichnle in Charlottenburg einen durch Lichtbilder erläuterlen Vortrag über Industriebauten halten wird. •* Konzerlvercin. Seinem Reger-Konzert und der Aul- iührung der MatlhänS-Palsion, die einen allseitig anerkannten glänzenden Verlaus genommen haben, läßt der Konzertvereiu am Sonntag, den 1 5. Februar (bH Uhr in der Aula) den letzten K a m in e r m ii i i k » A b e n d und damit das vorletzte Konzert in diesem Winter überbaupt solgen. Das Prograinm dieser Kaminerniustk wetchl inlolern von dem fetti cc üblichen ab und bedeute! eine Bereiweriing, als cS außer einem Quartette zwei Quintette zugleich bringt. Es vereinigen sich zu diesen, Zwecke als Aussührende das aus den Herren W. Davis Ion, L Keiper, L Natterer und d. Keiver bsslehende neue Davision- Quartett aus Franknirt mit Herrn Proi, Traut- »i a n n lKlavierl, sowie Herrn (9. Heger ans München. Tie sehr inlerefsanle Vortragsiolqe lautet: Streichquartett von Mozart (Köchel Nr. 458t in B-dnr; das selten aulgeinhrle Streichgnartett von Schubert und das einzig schöne Klavierguintett von R o b. S ch u m a n n , ox, 44, Das nächste, zehnte und zugleich letzte Konzert (das Händelickic Ora orium Jepbtal ffndct erst nach langer Pause, NM 19. Mai, statt. ** Gautag der Telegraph« nlcitungsaufseher. Am Sonntag fand in Frankfurt ein Gautag des Verbandes der Telegravhenleitnngsaiisscher statt, der von den Bczirksorreinen der Obcrpostdirektionen Frankfurt (Main), Tarmstadt, Kassel, Koblenz und Karlsruhe zahlreich beiuckit ivar. Es wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der die Versammlung ihr Bedauern über die noch immer nicht erfolgte Reiorm der Bnoldungsverliältnisse aussl>richt. Es beißt dann weiter am Schlnsse: Wir erblicken die Beseitigmig der Härten nur darin, daß die Telegravbenvorarbeiter ^ls etatsmäßige Beamte in der Bcsoldiingsklasse 7 nngestellt, die TelegraphcnleitnngSaussebcc 1, und 2, Klasse als eine Klasic in die Klasse 10 und dieOber- leitungSaufseher in die Klasse 14 der Besoldnngsordnung versetzt werden, ** Ei n geheimnisvoller Schuß, Ein glücklich abgelanfencr „Mordversuch" ist in einem Dörfchen an der Nahe vorgckonnneu. Eine Frau wollt« in einer Holz- l earbeitungswerkstätte Holz kaufen, als plötzlich «in Schuß kracht« und die Frcm nach üücktväwts fiel mit beit Worten: „I ch bin geschossen, ich bin geschossen!" Alles war sprachlos. Wo steckt der Mörder? Der Wagner .zeigt nach einem Schalter an der Wand: „Hier Imn der Schuß herz hier ist noch Rcruch,' 'Wer der Mörder war verschwunden. Nach längerem Suchen kam man ihm, lvlie die Fomikfiirt. Nachrichten schreiben, auf die Spur, Und zwar war dem Wagner ein Schlauch im Rad geplatzt, was eine Staubwolke verursacht hatte, ** 3 u dem verhüteten Unfall eines dreijährigen Mädchens^von dem wir gestern berichteten, ivird uns mitgeteill, dast der Strastenbabnwagen sehr langsam gefahren sei und im Augenblick hätte gehalten werden können. Zwischen dem gesähr dclen Mädchen und der Straßenbahn sei ein Aostand von etwa sechs Metern gewesen. Eine direkte Lehensgesahr habe daher für das Kind nicht bestanden, — Daß dieses richtig ist, untcrliegl keinem Zweitel, ,vnMierhüi ist die dadurckt geminderte gefährliche Lage, IN der das Mädchen schwellte, incht imstande, auch die Gciftcv aegenwart und den Opsermnt des Herrn Walldors herabzu- sctzcn, der das Kind auf den Fußsteig rettete, ** Das Lahneis, Daß das Betreten des Fluß- erses bei diesem anhaltenden T-auwetter mit größter Lebensgefahr verbunden ist, geht dcrrcms hervor, daß täglich von nah und fern Unfälle, teilweise mit tödlichem Ausgange, berichtet werden. Trotzdem kann man täglick: beobachten, wie an der Lahnstraße 8—12jährige Jungen sich auf dem Lahneise tummeln, Ter Rcvicrschutzmann, der durch sein Einschreiten irur der Kinder und deren Angehörigen Beste? in, Auge hcrt, wird von den Bengeln sogar noch verhöhnt. Ls wäre zu wünschen, ivenn seitens der Elter» energischer vorgegangen würde Auch wiederholte Ermahnungen der Lehrer sind angebracht. ** @icgc » er Städttheater. „33 ahrhei t". ein neues Seboutoirt von Earl Aböls Metz, ist soeben vom Stadl- thrater Giesten zur Uraufführung angenommen worden. Die Aui- sührung wird noch in diesem Winter stattsinde». »»Zu dem L e i ch e n s u n d i n der Lahn, von dem wir vor einigen Tagen berichteten, teilen wir mit, das; es sich um die seit 1l Wochen vermißte Marie Leineweber aus Gießen handelt. ** Kleine M it teil» »gen. In der Offeuba chcr Zementfabrik stürzte der 26jährige Paleiitiii Gärtner, der bei der Firma Förster u. Söhne in Arbeit steht, von einem Dach herunter und zog sich einen Bruck des linlen Unters,txnkcls zu. - Ter Lehrling eines Frankfurter Bankgeickastes ist nach Unterschlagung von 1100 Mark flüchtig gegangen. — In Lorchhausen a. Rh. sind 6 Wohnhäuser niedergebrannt. *''■ fiottfuvic iu Hessen. Das Konkursveriahren über das Vermögen des Handelsmanns Michael Kirlck » er in L > n d » beim ist au'gebobe». — Das Konkurs»»!»,»'«» über das Lernt öaen des Karl K i vp «r II. von Ob er« Seemen ist eingestellt worden. — In dem Konkurs»«rlahren Über das Permoae» des Karl Hartock. Konsmann in Mainz, ist Vergleichslerinin ans Samslaa. 2tz. Febrimr 1914. vormittags 10 Uhr, vor dem Eroßherzagl. Amtsgericht in Mainz, Zimnier Nr. 349, anberamnt. Landkreis Giesten. A G r o st e n »L i n d e n, 10. Kebr. Sein 3 0 jcihriges Amts j n b U äum begeht der Bürgermeister und Landtags- abgeordnete Len II. r. L e i h a c st e r n , 10. Febr. Ein günstiges Eracbnis weist die Bilanz des L g n d w i r t I ch a l t l i ch e n Konsumvereins 7. im gbgelauienen Geschäftsjahre aul. Ter Gcsamlnnilatz betrug 3-038 Ml., der Reingewinn 4354 Alk. ?!ach 3Ibmg oller linkoste - konnte eine Dividende von II Prozent nnter die Mitglieder verteilt ixerden. Der Rcserveionds beträgt 3231 Mk.. die BeiriebSrnrklgge 1571 Alk. und das Milgliedergnthaben 1035 Mark. Kreis Laiitrrbach. R. Maar, 10. Febr. Für die Hinterbliebenen des im strömmelbeinschen Tampssägcwerk zu Lauterbacki verunglück 1 cit Borarbciters H. Martin von hier, der unter groster Beteiligung von Leidtragenden beerdigt ivurd«, hat eine Sammlung begonnen, um der zahlreichen Familie, die ihres Ernährers in den besten Kräften beraubt wurde, hilfreiche Hand zu bieten. KreiS Friedberg. I, Fried der g, 10. Febr. Heute nacht ivurdc in die Restauration , Kaiser hos' eingeb rochen. In einem BereinSzimmer wurde der Schrank erbrochen und das vor- bandene Geld mitgenonimen. Die Diebe nabnien auch noch Eßwaren und Zigarren mit. — Bei den gestrigen Sch arisch icßnbungen stürzte ein Soldat und erlitt einen Beinbruch. Starkcnburg und Rheinliessen. rm. D a r m st a d t, 11. Febr. Einen T c l b st m o r d v e r s u ch machte am Montag abend gegen 7 Uhr in einem hiesigen Hotel der rustische ^Student Stephan Lew in ans Lodz, der erst seil dem letzten Semester hier immatrilniiert ist. Er brachte sich zwei Schüsse an der linken Seite des Kopfes nahe dem Kinn bei. die zwar sürrkc Blutungen hervorriehn, aber wahrscheinlüti nicht tödlich lind. L. imirdc bewußtlos in das städtische Krankcnliaiis gebracht. Es verlautet, daß Ezistenzsorgen den Grmid zur'Tat bilden. - Offcnbach, 10. Febr. In Abwesenheit des Milch liäudlcrs Winter von Obertshausen wurde dessen M i i ch wagen nebst Pferd gestohlen. Ter Tieb hatte in rasender Eile das Weite gesucht, konnte aber in der Mühl heimcr Straße ermittelt sind scstgenommen ivcrden. Es ist der iiselegenheitsarbeiter Wendlin Braun, der in Hast genommen wurde. --- Mainz, 10. Febr. Ani Montag morgen gegen 4 Uhr erschien an der Haustür der Herberge „Zur Heimat" ein unbekannter Obdachloser, der um Einlaß bat Ter .Hausbursche Heinrich Rom öffnete die Haustür und geleitete den Fremden nach dem Schiassaal. Unterwegs überfiel dabef der Fremde plötzlich seinen Begleiter, schlug ihn nieder und würgte ihn derartig, daß er die Besinnung verlor und am Boden liegen blieb. Seine Verletzungen sind glücklicherweise nur geringfügig, so daß er heute schon wieder aus dem Heiliggeisthospitats wo man ihn untergcbracht hatte, entlassen werden konnte. Ter unbekannte Täter aber drang in das Büfett, plniidcrtcdie Ka s s e, die — sage und schreibe — 6 0 Psennige enthielt. Außerdem entwendete er aus der i-chnblade Papiere, die auf den 'Jiomeii Wilhelm Riehufcn, geboren am 23. April 1833 iu Erievtp, ausgestellt find. Der Tater entkam un- erlannt. Hesseu-Nafjau. ff B i c d e n k o p f, 10. Febr. Die Ruhlsche Apotheke hier wurde an den Apotheker Krüll aus Neresheim (Württemberg) vertäust. X. Hau an, tl. Febr. Im Hanauer Geschichtsvereiu berichtete Oberlehrer Prosestor Otto Ahtens über das Ergebnis der totueitm Ausgrabungen aus Hanauer Stadtgebiet. 'Seit Ende November 1913 bat der betannte Limesfvrfcher Proiesjor tög. Wolis aus Frankfurt a. M. unler Mitwirkung des Hanauer Ge fchichtsvcreins neue Ausgrabungen aus dem allen Römergebiet von M wlftatt bei Hanau vornehmen lasten. Tic Mittel dazu ha! der im Ollober v. I. IN Marburg a d. L. tagende allgemeine deutsch österreichische Philologenlag auf Vorschlag des Kgl. Gvmuasiatdirek tors Pro'. Tr. Fuhr Marburg, gegeben. Kesielstadt ist das größte aller bisher geiunteiieu rechtSrlieinstchen Kastelle, har die iünstachr Größe der Saalburg >uud erstreckt sich als Mauer auadrat mit abgerundeten Ecken durch Schloß und Part Philtpvs- rube, über den „Rettrnplatz" und weiter als Grundmauer der Gasthäuser „Mainluft" und ,,'Anker", daun an der westlichen Seite der „Hintcrzasse" bin, gurr über die .Hauptstrage lwo die Porta vraetoria (afi und Nord und westwärts über den Ort hinaus, die Kastanien- und Burgallce kreuzend bis wieder zum uördlüi-en Parktor von Philippsruhe. h. Fraukiurt n. M., 10. Febr. In der Person der Emma st raufe verhaftete die Hriiuinalpolizei eine abgefeimte Schwindlerin, die zusammen mit einem gewissen Hartwig die Konsulate von Frankiun, Tarmstadi, Karlsruhe usw. braud- ichatzäe. Das Paar ließ sich allerorten aut zahlreiche gefälschi: Papicre Rrisevorichüife geben, um dann von de» Geldern ein gutes Leben zu führen. Hartwig hat iich jetzt iu eiurni nuswär- iigen Gefängnis erhängt. Tie Krause betrieb lsier auch unter dem Namen Frau „Tr. El im er" einen fchwmighailen Hau del imt Pnpierivareu. — Wiesbaden, kl. Februar. Beim Rodeln am Teufelsgraben vermiglückte gestern nachmittag der 15 jährige Rrtur MnlinowSki ans Wiesbaden schwer. Er verlor die Herrschaft über seinen Schlitten auf der stark bereisten Bahn und rannte gegen einen Baum, wobei er einen Schädel- bruch davontrng. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, ivo sein Befinden bis heute früh mivrrändcrl sehr bedenklich ist. Gictzcncr Strafkammer. Gießen, 10. Februar. Ein Faürraddicb stand in der Person des 17jährigen 31. F. von Werningsliausen vor Gericht Er mar ans dem Erziehungsheim in Aordbaiüen n,lunchen, in der Slbstcht, nach Holland zu geben, um dort als Schisssjuuge sich amverbeu zu lasse». Au! der Fluch! war er am 17. Dez. 1913 völlig mittellos hier angekcnnmenz gegen 0 Uhr abends hatte er sich in den Kellerramu des Alemaiineubanses ein- gelchlichen und das dort siebende neue Falnrad des Aleinanuen- dieners gestohlen. Es mar ihm gelungen, unler Benutzung des Rades bis nach Wiesbaden zu komme:!. Dort wurde er lestge nomine». Er erhielt eine Ge'cüigmsstraie vo» 4 Aiouate», auf die ein Mono! llmersiichniigr-halt anigerechxcl wurde. Ein unverbesserlicher Dieb ist dee bejahkle Gärtner G. G. von Teilheim. Er mar von Frank- surl hierher gekommen, weil er gehört hatte, hier fei die Gelegenheit zn Tiebereien besonders günstig. Er ging in das erste beste Haus, gelaunte durch die nielit verschlossene Korridortüre in den Flur und stahl ein Paar Lackschuhe; als das Dienstmädchen tam, ließ er die Schuhe satte» und siammelto unter allen möglichen Beleucrungen Etttsthuidigmigen. Weiler juchte er das Hans Fraui- inrtsr Straße 45 heim; er wurde von der Tochter des HauieS getrosten, ivio er gerade die Treppe uon> I. Stock Uernnterkan,; ergab an Hills bedürftig und aus der Suche mich Arbeit zn lei». Erst als er fort Ivar, entdeckte mau den Verlust einer Tamcnnhr mit Kette im Werte von 40-45 Alk. Dem latträstigen Eingreiien der Zeugin F. M., die den Angeklagten später ans der Straße wieder erkannte »ud ihm ani den stop: sagte, er habe ihr die Nhr gesiohlen, ist es zu danken, daß man des alten routinierte» Gauners habhaft wurde. Er erhielt 2 Jahre Zuchthaus. 'Wege» eines weitere» Diebstadlr und wegen Bettelns nnitzte mangels ausreichenden Beweises Freisprechnng ersolgen. - Zu nenn Monalcit GeiängniS und zum Verlust der bürgerliche» Ehrenrechte aus die Dauer vo» iüni-Jahren wurde der Gelegenheitsarbeiter PH. L. vo» Nieder Mörlen verurleitt. Er halte dem Gärtnereibeiitzer L. in Bad Nauheinr iür 7.70 Mt. Zinkblech gestohlen, das er von einem nicht uinzäunten Teil der Gärtnerei in die Nähe der Gradierwerke ge schleppt hatte; hier wurde er ertappt. ES wurde» ihm niitdernde Uinstände znertämit. Wegen SittlichkeitsverbrechenS in acht verschiedenen Fällen wurde der verwitwete Taglöhner W Sch. aus Dorheim zu einer Gesamtzuchlhausfirate vo» drei Jahre» Mid zu Verlust der bürgerliche» Ehrenrechte aut die Dauer van fünf Jahre» verurteilt. Er hatte mit ichulvstichtige» Knaben in den Jahren 1912/13 iorigesetzt unzüchtige Handlungen vorg-nomme» Eine rätielhaite Persönlichkeit ^ ist die LIlährige Eheiran 33. B. aut Levern bei Bubbeke. Sie ivill in England geheiratet, sich aber bald au? ungenanntem Grunde von ihrem Mann wieder getrenni haben; sie sei Gesellschasteri» bei einer verheirateten Daine gewesen, die ein Verhältnis mil einem anderen Manne unterhalten habe; deren Kind habe sie adoptiert; von der Tanie erhalte sie monatlich 100 Mk. Den Namen der Tame verschivieg sie, :vie sie auch sonst jede iveitece Aus- kunjt hartnäckig verweigerte. Sie war vor einiger Zeit in deni' hiesigen Hotel K. unter dem Namen Frau v>. aus Fraukiurt abaesuegen und dort mehrere Tage, ahne zn zahlen, geblieben. 3lls festgeuellt Ivurde, daß Herr H. überhaupt nick» verheiratet sei, machte sie anssälligerweije eine» „Spaziergang", Ivurde aber später verhaitei und ins hiesige Llrreittzan'- einaelieieri; hier machte sie wieder»:» ialiche 2lnqaben über ihre Person. Tas blerichi glaubte eS mit einer Hochstaplerin zu tun z» hallen und verurteilte sie wegen Betrugs und mittelbarer li: kundeiikälschmig zn 2 Monaten Geiänguis. GerrcHtrsaal. Leipzig, 10. Febr. TaS Landgericht Berlin 1 hatte am 18. September 191M die Einziehung und ilnbrauchbarmachung von 4 3 A n s i ch t sv o st ka r i e n veriüql, deren grotzer Teil Wiede: gaben von Kuustwerleu waren, die ösientlich auf Leu Straßen und Plätzen ausgestellt worden waren. Dieses llrteil tvurde durch Repi lio» augeiochtc». In der heutigen Berpandtmiq des ReichSaerichl- erkannte der Reichsauwalt an, das; das Landgericht in Berlin de» Begriff llnzüchiigkeit verkannt hgp da die Tarstellniig nackte: Personen nicht ohne weiteres als unzüchtig auzufrstm se, und d-r Ur stand, das; die stkachbildungen der Knnftwerka ösientlich :u Geschäs-.n ausgestellt und der Jugend zugänglich gemacht werden, insosenl nick» geeignet iei. diese» Nack:biidünge» den Ebarakle, einer Unzüchtigkeit zu verleihen, als sie ossenbar nicht anders mi: fen töunlen als die iu der Oesjentlichleit ausgeslcllleu Originale Tcr Reicksanwnll beantragte daher dir An thebu ng des II r teils. Tas Reichsgeriätt bat dementivrechend das Urteil aus gehoben und die Tacke au das Landgericht 2 verwiesen. Uirkversitntr»Nachri«hte»». Ernannt tmirte der a o. Professor Tr. Georg Simmel in Berlin zum ordentlichen Professor der Philosophie an de Iliiiversitäl Ttraßburg i. E. als Nachfolger von Pros. G. Störing. Im Alter oo» 57 Jahren starb in T res den der Bibliothekar an der dortigen Königlichen öffentlichen Bibliothek Prvsei - sor Tr. vhil. Arthur L i e. r. Kleine Tagezchronik Gilt Jäger des Klosters Admont erlegte den sogenannten „Bauernschreck". der die Gegcick der Koralp seit zwei Jahren nnsichcr machte. Es toll sich um ciueu Puma handeln . Amtlicher Wetterbericht. O e i f e u t l i ch e r Wetterdienst, Gieße n. WetterauSiichien in Heuen am Donner-Stoa, den II. Febr. 1914 Trübung und Erwärmung, Tamvetler, einzelne Niederschläge, au-- iriickende iveill-che 33>nde. Lctztc T^ac!/>richtcii. Eine ;!i eise de s F > u a n z a u s j ch u f se S der Zweite u K a m m e r »ach Rhein Hesse n. rm. Dar m stadt, 10. Febr. Eine B e s i ch t i g u n g S r e i i e desFi n anzaus s ch ii ssesder Zweite »Kammer in Ge tueiiiichaft mit einigen Regierungsvertretern nach R h e i II h e f t e » Hand heute statt. Es wurden hauptsächlich diejenigen Gebäude einer Eimichtnahmc unterzogen, iür welche i:u neuen Hauptvormiichläg 1914 besondere Summen angesordert sind. Tic Herren fuhren heute 'früh 8.12 Ilbr nach Mainz und besuchten zunächst das Regseruugs gebände. in welchem eine Zentralheizung sowie elektrische Beleuck: lung eingerichtet werden sollen. Ilm 11.50. Uhr ging die Fahrt »am Sk l z e l) , wo man die Landesheil- und Pilcacanstalt besichtigte. Um 4 Uhr erfolgte die Abfahrt nach W o r ni S rcsp. zum Besuch dcS dortigen Kreisamtsgebäudes, in welchem cbensalls Zentralheizung viorgeschen ist. Tie Rückfahrt eriolgie wieder über Mainz, wo gegen t> Uhr ein geinernsaines 'Abendessen eingenommen Ivurde. Wie toir erfahren, konnte sich der Ausschuß von der Notwendigkeit der vor- geschlagenen Umänderungen überzeugen. Tie Aekiderung des Militärstrafgesctzhuches. Berlin, 1l. Fell. Ter „Vorwärts" schreibt über die Beiötieiitlichung des bleieh. uiwuris belr. Aeiiderung des Militär stiasgesepbucheSL Alle Abänderungsvorschläge stellen eine M i! derun g der" lestrhenteil Besttnnnnngen dar. Es ist ein, wenn mir kleiner -schritt, aut dem Wege der 'Militärstrasgeietzreiori». Ihle Amvendung in der Praxis wird ater von dem Ermessen der Kriegsgerichte abhängen. Ter Reiwstag wird hierzu gewisse Garantien verlangen müssen, tstötia wäre aber vor allen Dingen eine die Soldaienmißhaichlimgen - ->• , ntarfjen&c -Reform des Militärstrosgesetzbiiches 2par= onD PsrsAß-Pettill zu Wieseck E. G. ut. u. H. Bilanz m 31. Deztvlber 1913. Aktiv». Ji Kassenbestand 16014.16 Borschuhkvnlo 556122. — Güterkaufkonto 3582.33 Gerichtskosten- Konto 1.70 Effcklcn-Konto 200.50 Iininobilienkonto 236.07 Jstodilien-Konto 70. — Konto der au§- stch. Zinsen 10197.08 586423.84 Passiva. ./(, Aulehenkonto 497833.70 Stammanteil- Konto Reservefonds Konto der uner hobenen Dar lchuszinsen Reingewinn 37742.30 27702.01 19267.26 3878.48 586423.84 Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage bei Rechner Weller aus. , Mitgliederbestand Ende 1912 336 Zugang in 1913 .... 11 Abgang in 1913 .... II Mitgliederbestand Ende 1913 336 Der Borstaud. Dorfeld. Weller. Hildcbrand. Die Geschaftsstuilden werden wegen Beurlau- lmiig des Rechners bis auf weiteres auf Dienstag und Donnerstag, mittags von 2 bis 5 Uhr, fcstgelcgt. Generalversammlung Donnerstag, den 19. Februar, abend» >/,.S Uhr, bei Oiastwirt B:erau. Tagesordnung: Rcchnuiigsablage pro 1913, Beichlns; iibcx die zu verteilende Dividende, Ent- Iaj!.:;;g dc» Borstandes, Lcrschicdciies. Für den Ausfichtsrat: Schäfer. 3071 Philosophenwald lieben Dienstag »»d Ürcitaa: ^ Frislhe Wsffclii, anerfannt fluten finiter, Itt, -A!«- Iflbf, Kakao, flute Milch. Safreegebaff, krischt (Sier bringe in cinvtehlendc gfinncvitna. die deutsche SchneH- Schreib-Mascbine v. Kan je u. Klasse. Vorführungen ohne Verbindlic h!;, durch S Ü fermes Sclu-cibwaren - Handlnns B«hii!iof»tra»»e 45. Verlangen Sie Katalog. Freibank Wieseck. Heute nachm, vo» 5 lUir ab das Pfund zu Pfg- z. haben. <0967> __ Mein Weil Nirhr nach Gebrauch v. Dr. Buftebs Huttentrovicn. S>L . ap Ptg. Ccnfraf-Troaeric.Schutstr. Beste Abseifbürsten. Schrubber Ausklopfer. Uaud-Besen Ware Tcppichbes-Schrankbesen Teppich - Kehrmascbinfn zu billigstem Kebrgaraitnreu.Portieren- feger, Fedenrcdel, Pinsel Preise Bf Obel-und Kleiderbürsten Lin Icniu-Bohiier, Wachs finden Sie Spül bürst. SpiUtöch. Leder Schwämme. Scheuertücher stets bei Ludw. Krill, Pioekstr. Hans- and Küchenartikel Gießen,r Fischbaus Walltorstraße l;r Fluß-und See-Fische irisch v. Jang. Bestell, werd. zur Zusriedenh. ausges. 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Februar, ab in Giessen bei Herrn Gastwirt Peter Berg, Kaplansgasse, Ecke Bahnhofstrafle 0908 aller Art stattfinden. Mete Waqgonladnnqen sollen, solange der Vorral reiclil. zu jedem annehmbaren Preis abgegeben werden. Niemand versäume diese günstige Gelegenheit! Hochachtungsvoll ans Allendorf Mein Aussehen wird jeden Tag bessei < Morgens 7 Uhr und nachmittags 4 Uhr nehme ich Quieta-Kaffeeersatz. Er schmeckt wie Bohnenkaffee, regt nicht auf und kräftigt. Um 10 Uhr als Frühstück und abends zum Nachtessen nehme ich eine Tasse Quieta-Krafttrunk. Ich kenne kein angenehmeres und nahrhafteres Gct. änfc. Zur Abwechslung nehme ich auch Quieta-Xährsalzlee. Er schmeckt wie chinesischer Tee und wirkt äußerst wohltätig auf die Gesundheit. Viermal täglich aber nehme ich einen Eßlöffel voll Quietamalz. Meinem Beispiele folgt meine ganze Familie und seitdem ist mein Mann nicht . ich blühe wieder auf wie eine Rose. Die Quieta-Nahrsalzpräparate enthalten die wichtigsten Xährsalze, Kalk, Eisen, Phosphor, in löslicher, leicht assimilierbarer Form. Sic sind ärztlich warm empfohlen. Man fordere stets ausdrücklich die ges. gesch. Marke Quieta von den Qaietawerken Bad Dürkheim. Zu einer Eespreclnmg iii Erklänin) des neuen rädert wir Arbeiterinnen, Dienstmädchen, Wasch», -vuv- und Lausfrauen ui tu. auf Sonntag, 15.Fetiriiar,nachni. 5 Uhr im Rolei Eintioni irenndlichst ein. Eintritt frei. Die Giessener Frauenvereine. Wir bitten die Hausfrauen, ihre Dienstmädchen auf diese Besprechung atnmerksain äu macken. 1950D Vortrag »cs Herr« Tr. Hugo Eckener, Friedrichshaiei« über DieLeislungen der Zegpolin-LDltscbilie im Jahre 1913 mit be- soDtieper Berücksichtigung dor ünlälle der Marine-Lullsohiiie n«t Tncrhin h einem Toten Aufsehenerregendes Drama in 8 Akten. Die rvetllnbet. Spannendes Drama in 1 Akt. LachenI Cirosscr Schlager! Lachen! Der Aushilfs-Kellner! Franstsiaehes Listspiel in 2 Akten! Wer viel lac hen will, muß sich dieses Stück an* sehen; es ist voll sprüh. Witzes u. lach. Humors. Verfasser: Herr Pierre Vcber. Der Aushilfskellner: Herr Jacques de Ferandy, erzielte in Frankfurt den grössten Lacherfolg. k 2048a Die Direktion. Heute er Bakol -Abeid io Steins Me Orchester-Verein Giessen Direktion; Musiklehrer Gemhardt Donnerstag, den 12. Februar, abends 8 1 /. Uhr, in Steins Saalbau: »»»- KONZERT unter Mitwirkung des Rinn schen Männerchors. Wetzlar. Anfang 8 V, Uör. Kassenöffnong 77* Öhr. Ende IO 1 /.- Uhr. Erstklassiges Unternehmen Bahnhofstr. 34 Aufsehenerregendes Programm Grosser russischerKunstfilm. Schauspiel in3 Akten. In den Hauptrollen: Olga Mitkewiz und Wladimir Dawidoff Hofsehauspieler vom Kaiserlichen Alexandrinon- Theater in Petersburg. Johanns Vermögen Is^allvlltta Interessante Naturaufnahme. köstliche Komödie. Ein an spannenden Momenten reiches Drama in 3 Akten. In der Hauptrolle: WinTPr f,er berühmte Privat-Detektiv. vvirnci Dieses äusserst spannende Detektiv-Drama ist einer der besten und interessantesten Films, welche je gebracht wurden. Die hierbei vorkommende.n herrlichen Szenerien und Naturaufnahmen vervollkommnen diesen Film zu einem ganz bedeutenden Schlager. Das neueste Pathd-Journal ift und bleibt die beste aller Wochenberichte, Ferner ein amerikanischer Komüdien-Schlagcr!! Glänzende fcinsinniije Komödie aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Erstklassige Musik. 2052 a Humor! Witz! Satirel General Versammlung Montag, I«. Februar Tages -Ordnung: Rechnungsablage, Wahl des Vorstandes. — Uni vollzähliges Erscheinen wird gebeten. 20är>I> Ter Vorstand. [ö]00[ä][ä][ä]0(ä][ä]g[ä][5][Q][n][5][5][5][5] Sonntag, den 15. Februar, 5 U Uhr, in Stein» Garten i«azv GlOIlkOeiiMm mit nachfolgendem Bohnen-Ball. Krossartiges Programm, u. a. die beliebten Larneval- Nedner Mundo-Mainz, Berlm-Gr.-Baseck, ferner I. Debüt 2 Kölner Volks-Typen im Zwiegespräch nnd anderes mehr. Lachsalven en gros, en detail. (Eintrittspreise einschlienlich Tar.A im Barverkauf an den bekannten Stetten 89 Ps?,., an der Kasse Mk. I.—. Mitalieder nebst I Dame freien Eintritt. Mein Wein^wang. Sängerkranz Samstag, den 14. Februar, abends 8 1 /, Uhr, in Steins Saalbau Wintersport-Fest Grosse Dekoration. Gruppenaufführungen Anzug: Sportkostüm oder Strassenanzug. 2046 D Gesangverein Gutenberg Sonntag, den 15. Hedruar 19(4, abend; 8 Uhr U Minuten: Großer Msken-Vall mit Gruppenaussührung in fämtl. Räumen öes Gietzener Zeftsaales Lafö Leib trintriteenroiko- Borverlaus: Herrenkarte» 1 Mk.. Damen- tLIMllllS^ltetsV. karten äb Psa. Rn der Kasse: Herrenkarien 1.20Mk.Damenkarten60'Via. tzlcbcimkartcuäOPsji.nur 1-Borverkaus. narnorkaxi- I» denFriseurnetchäsien der Herren J.Tanv. Bab» Vvl vrl lUU>. tzosstr., H. ttzötz. Rüerweg er»i.Kubl. «irdtenol.ll. P. Müller, Wngengasse: indenRigarrengeschäsien derHerren K.ttzrcd, Babnbosslr.. M. Krna. Stbulitr.. ttz. 2 oiintn.i, Lchulür- und Seliers» weg, Zigarren-GenassenichastS Fabrik. WaUtoritr. 24. Tarnen karten nur bei den Herren A. Lalomon & Eie., Schutstr. .'!u diesem Grand-Maskenball ladet böllichst ein Der Borstand. Lamtags.ICFcbruar l»14 r^IUllJ. abends8Uhr 11 Mm. 7°/, Sek. ^^NNg. der Gesangvereins „Harmonie“ in sämtlichen Räumen des Cafe Leib, Walllorstraßc verbunden mit den erst neu eridiicnciicn Gruppen-dtiifsiihrnngcn. IO 60 Uljr Einzug des Prinzen Karneval mi! Gefolge. Rach dem Einzug grobarttge Neberraichunae» der Reu »eil. welche bis jetzt inttzicben noch nicht gezeigt wurden. Um geneigte» Zuivruch bittet Der Vorstand. Borverkaiissktelleu für verrenkarten bei Friseur Mobl. Lonnenstr.ü. V. -Bede». Ebausseebans. FrankfurterLtr-82. Fricdr. Kleinichmidt, Friseur, >lnpia„Sgasse 12, 211. Krua. Rigarrengeschäsi. Lchulür. 5, F. SchwcinSder«, Gastwirt, Renilndl 58. — Borverka»se>stellen iiir Tamenkartrn bei A.Salomo» & Ho., Lchulür.4.21.Goldiibmidt.Lchulür. Gebeimkartc» siir Milnlieder nur im -Bcrcinslokal Lchweinobcrn erbälllich. Giutrittovreiic: Herrenknricn im Borverkaui 1 Mk., an der.Vniie 1,20Mk.: Damenkancti im Borverkaui ÖVPig.. an der »affe 75 "Bin.; Gebeimkarlen. nur Biiltii) bis zur J-e Maskierung, CO Pfg.: Galerie 20 Psg. (1891D Morgen Tonncrsta^ Lchlachtscst Hotel Prinz Carl ?dilv 80 pdenwalü 0779 borgen Donnerstag: Schlachtfest Morseuo Wcllfleiich mit Kraut Aben ds v. 6 Uhr a b: Metzelsuppe. Zchweine-Versicherungsverein Gießen Generalversammlung Lonutag. de» SS. Februar IS14, nachmit'taaet 1 Ubr bei Mitglied Nauicb, Reustadl DageSordnung: 1. Oabresbericht: 2 RechntingSnblaae 3. Prüfung derielben und Gnllasitit,,, des Poriinndes 4. Rachtrag zu den tztz 20 und 3ö der Latztlnaen 204S Ü-ür den Burstand: Carl Baientin Um zahlreiches Cricheinen der Riiglieder w. dring, gebet Die felntten bollandischen Schellfische Kablian und Schollen sindlcbendsrislb eingelrossen bei Marktvk. S1 ' Del. 41 gegenüber d. Cngel Apuibeke Ättch!vki;enmehl Buchweizengrütze frisch cingelrosscn. •I !?I.Schiilhof Marktsir 4. ['» r Del. 11». V. LG. Zweig-Verein Giessen Tic für heute abend an beraumte Linpitundc fiitbct mnüdiibebnlbcv im I306T> Sifildümnt ,t»flbcrffl*lfn" d.Si.i Ginn. Braugassc stall Liebigshöhe. ? ü'onncrstflfl, 4 (i tlbc: Kaffee-Konzert (iti Otl Inhaber: Karl Ohm. Tätlich grosses l 17 ** Anfang 7 r Ohr. Entree frei. Dir.: Hermann Steingoetter. Mittwoch, 11. 3rcbr. 1911, abends 7 Ubr: 15. Äiritttooch - Aboltnenteutk" 2iorsteüuna. — Gewöhnliche Preise. — Die Journalisten Lustspiel in 4 Akten von l^nstao LZrentaq. Ende 9»/« Uhr. |2074l,