Nr. 32 Drittes Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Giedenee Himrliendlättei" werden dem „Ariieiger" »erinal wöchentlich beigeiegl, das „Ilrri>»IatI sär den Krris Siehen" zweinia! wöchentlich. Die „landwirtschaftlichen Seit sengen" erscheinen inonatlich zweimal. Blatt Zahrqang Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Cberhesfen Zamstag. 7. Zebruar Rotationsdnick „nd Perlag der Brühl'lchcn UniversitätL - Bach- und Sieindruckerei. R. Lange, (Sieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrabe 7. Expedition und Vertag: ^^'>1, Redaktion: e-jK I12. Tel.-Adr.:Anzeigcr (Sieben. Au- £>cifen. Aus dem Fiuauzausichutz der Zweiten Kammer. irb> Tarmftadt, (V Jvebv. . In der heutigen gemeinsamer Sitzung des Fi n a n z a u s ich u i i e ü der Zweiten Kammer ini der Regierung wurden die Beratungen über den Tlaatsvoran tchlaq für 1914 zum Abschluß gebracht. Bei Fortsetzung der Er ürterungen über den Justizvoran s ch l a g wurden zunächst »ock einmal die An stell» ngsverhältnissc der Hilss geeichtst'chrciber besprochen. Die Negierung hatie die Ab sicht, den trüberen Wünschen der Kammer entsprechend 30 neu, Stellen ;u schassen, die Anstellungen aber aus die nächsten 3 Iabri zu verteilen: denientsprcchcnd waren auch im neuen Budget zehn weitere Stellen angesordcrt worden. Bei der Ausschutzberatune wollte nun ein Antrag Tr. Osann die Einstellung von 20 neuer Stellen, ein Antrag Henrich 30 neue Stellen und ein Antrag Ulrich gar 38 neue Stellen geschaffen wissen. Es wurde in der Debatte dar über betont, dab dos richtige Verhältnis zwischen den angcstellten und den provisorischen Hiljsgerichtsschreibern auch im Hinblick aut die Angestellten der anderen Ressorts in Betracht gezogen werden müsse und die Regierung legte darüber genauere Vergleiche vor. Schließlich einigten sich Regierung und Finanzausschuß dahin. daN oie 30 neu zu icktaisenden Stellen nicht aus 3, sondern nur aut 2 Jahre verterlt werden, io daß also im lautenden und im nächsten Jahr je 15 neue Stellen im Budget erscheinen werden. Mit diesem Beschlub gelten alle anderen Anträge als erledigt. Beim Kapitel Landeszuchtbaus M a r i e n s chl o ß ist seil3 Jahren die Stelle eines Ockonumen nicht besetzt. Die Negierung boiit, diese Steile ganz eingcben lasstn zu läunen. Eine Entscheidung darüber soll ofer erst erfolgen, nachdem der neue Direktor dort eingesührt ist und sich über die Verhältnisse näher insoriniert hat. Eine Engere Aussprache entsvanit sich dann noch über die Frage der Angestellte n- Versicherung. Tie Regierung crll rie, das, alle Staatsdienstanwärter nicht veriichcrungsvslichlig seien, insbesondere alle diejenigen Personen nicht, die später aut Anstrl- 'ung rechnen können. Nicht unter diese (Kruppe fällt icdoch ein Teil der Techniker, Geometer 2. Klaffe und denenigen Schreib gchilscn, bei deiicn nicht fcstfteht, ob sre später im Staatsdienst Anstelluiig finde» iveroeu itnd naiuentlich auch diejenigen, bei denen schon von vornderein feststcht, dab sie nicht in den Staats dienst cintreten wcrdiNt. Tie Regierung sagte zu, über diese Angctegenbcit noch nähere schriftliche Mitteilungen zu mach.m, damit diese dem Ausschubbericht beigefügt werden können. Beim Kap, 116, SBerhältniS jum Reich, fand noch eine Aussprache über die Zollvergütungen durch das Reich statt. Es wurde aut die Tatsache hiugcwiesen, dab die Bundesstaaten, euch Hessen, wesentlich höhere Ausgaben für die Erhebung der Zölle z» maip7n hätten, als ihnen vom Reich dafür zurück» rglltct wird und die Regierung stellte sich aus den Ltaudvnutt, dost das Reich onch die vollxn Vergütungen zu tragen liabe Leider habe sich der Reichstag bisher diesem berechtigten Verlangen gegenüber ablehnend verhalten und z. B. auch bei dem Wcbrstcuergesetz den Beschluß gesabt, dab die Lasten dafür von drn einzelnen BirndeSstaalen getragen werden sollen, Ter Ausschuß brachte einstimmig feine Entschließung dahin zum Ausdruck. Sab das Reich an die Dundesstaoien die volle Entschädigung für die Lunmten zu zahlen habe, die wirklich für das Reick ausgewendet ioorden find, und dab deshalb eine Aenderung der Bestimmiibgcn über die Beitragsleistungen des Reiches äugestrebt socrdeu urülfe. Tic Etalsbcratungen im Finanzausschuß sind damit zu Emde, In den nächsten Tagen habe» nun die verschiedenen Ausschuß- resereuten sobald als möglich ihre schriftlichen Berichte fertigzu- Nellen. damit alsbald deren Truckleguiig vorbereitet werden kann. Sobald dies geschehen ist, dürfte Mitte übernächster Woche die gesetzlich vorgejchriebene gemeinsame Beratung der Fi n an; an s i ch ii s s e beider Ständekammern über das Budget erfolgen und dann wird der Ausschußbericht in Truck fertiggestellt und den .nammermftglfcdcrn, sowie Regierung und Preise übergeben. Mit der Plcnarberatung des Etats für 1014 kann demnach Ende Februar begonnen werden. Beschränkung -er Zulässigkeit der Notare? rb. D a r m st a d t. 6. Fcbr. Der Antrag des Finanzausschuss e s der Ersten Lanimer aus Beschränkung der Zuständig- kei t d e r N v t a r c in den Provinzen Ttarkenburg und Obcrhessen ist in der Fvrm eines Initiativ-Gesetzcnt wurss dcni Bericht des Ftnanzausschusses über die Besoldungsvorlagc bcigesügt und mit einer längeren Begründung versehen worden. Es wird darin näher dargelegt. daN bei den Bcnrlundungcn von Grundstücksver kaufen, «vvotbekenerrichtung und anderen Geschäften des Immo- bilienverkchrs das Anscinandcrhalten der Tätigkeit des Grundbuch- richtcrs und des Urkundenbeamten eine wirtschaftliche Lrästcver» geudun^bedeutk, weil säst die gleiche Arbeit zweimal geleistet werden ifiiit. ricr Grundbuchrichter, der über die Eintragung jedes Eigen tuniLwechscls, jeder Belastung und jeder Lösung zu befinden Hai, müsse die iachenrechtlichc Sette aller Jnimobtliengeschäfte unter suchen. Zu diesem Zweck habe er die Geiwastsiähiglett der Parteien, ihre Peräuberungsbesugnis, ihre Vertrctungsmacht und das in Betracht kommende Güterrecht sorgfältig zu prüfen. Die gleiche Prüfung bilde deshalb auch die wesentliche Arbeit der Urkundenbeamten Tie hierin liegende Krästcvergeudung könne auch nicht dadurch vermieden werden, daß sich der Grundbuchrichter aus die Prüfung des ''eotars verläßt. Und wenn der Richter aus Grund seiner Prüsungs- pslicht eine Beurkundung des 'Notars beanstandet und der notarielle Vertrag zur Berichtigung »der Ergänzung zurückgehen müsse, dann hätten nicht nur die Parteien dovpelte Gänge und ver mehrte Losten, sondern es erwachte auck dctv Richter mehr Arbeit, als wenn er den Vertrag selbst beurkundet hätte. Deshalb erscheine es einmal vom Standpunkt der Vereiniachung der Staatsverwaltung und auch^mii Rücksicht auf die hierdurch zu erwartende Einnahme für die Staatskasse gerechtfertigt, die Zuständigkeit der Notare in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen hinsichtlich der Berurkundung ans dem tiiedieie des Grundbuchvcrkehrs auszu schließen und chic ausschließliche Zuständigkeit der Amtsgerichte hierftir gesetzlich zu konstruieren. Den jetzigen Zeitpunkt der Einbringung dieses Antrags rcchtjertigc der Hin weis, daß in T a r m >1 a d t und O f i e II b a ch die Anlegung des Grundbuchs überbauvi nicht und in Gießen erst vor kurzem beendet ist. Das Notariat in Grnndbuchiachen sei also dort noch nicht zur Entwickelung gekommen Werde also die beantragte Beschränkung jetzt nicht durchgciübrt, io seien erheblickie Rück gänge -an Stempel zu erwarten Die künftigen Einnahmen des Staates daraus würden sich auf etwa 60000 Mar! jähr- l i ck bclausen, Beihilsc zur besseren praktischen Ausbildung van Juristen, Tie Aba Dr. Osann, Wünzer und Dr, Stephan beantragen zu Kap, 89 Titel 2 Nr, 25: Beihilfe zur besseren vraktischcn Ausbildung von Juristen, insbesondere auch auf dem Gebiete der Gefängniskitnde, sowie zur Teilnahme an Kursen. Vcrsainmlitngen usw., die gerichllickm Psychologie und Psnchialrie und sonstige für ihren Berus wichtige Ma terien zuin Gegenstand traben — den dort eingesetzten Be trag um 2000 Mk. zu erhöhen, also mit 4000 Mk. einzustellen. Aus den keichstagsausschüffen. :: Berlin, 6. Febr. Der Bu d g c t a ussch u ß setzte heute die Beratung >cS Marincetats fort. Ein sozialdemokratischer Antrag >us Streichungen in den Forderungen zur Vermehrung 'es Küstenschutzpersonals wurde abgelebut. Der im vorigen labre abgelehnte Posten eines Uarineattachös in Buenos lircs finbet sich wieder im Etat. Der Berichterstatter be- intragte Streichung, Ter Staatssekretär lutes ans die drin senden Wünsche der Ausländsdeutschen und der Industrie sin. Daraufhin wurde der Posten vorläusig abgesetzt. Es oll ein Vertreter des Auswärtigen Amts befragt werden. Zrim Kapitel zur Jnstandhaltuna der Flotte und der Wers en wurde vom Berichterstatter erneut darüber geklagt, daß die süddeutsche Industrie bei Lieferungen nicht ge lügend berücksichtigt iverde. Der Staatssekretär betonte, daß cs keine preußische oder norddeutsche Marine gebe, tondein nitr eine deutsche. Daraus folge ihr Verhalten gegenüber der Industrie. Cs feien übrigens besondere Werstexperten itach Süddeutschland gesandt, um direkte Verbindungen anziiknüpsen. Wette Entfernungen äußerten aber einen ungünstigen Einfluß. Nach Möglichkeit sollen jedoch die Wünsche tu noch loeiterem Umsange berücksiclftigt werden. Am Sonnabend wird der Staatssekretär des Auswärtigen Auskünfte über die Petroleumlonzessivnen geben. Der Ausschuß für daS Leuchtölgesctz trat heute nach drcivierteliährrger Pause wieder zu einer Sitzung zusammen. Bor dcni Eintritt in die dritte Lesung des Ent wurss eines Leuchtölmonopols äußerte sich der Reichs- schatzsekretär zustimmend zu eiitem Teile der Ausschußbeschlüsse, wäbrcnd ihm andere als unannehmbar erschienen. Besonders wichtig ist die Form der atesellschaft Nach dem Wunsche der Regierungen sollte sie eine möglichst freie kaufmännische Betätigung haben, lvährend ihr der Ausschuß einen bureaukratischen Charakter verleiht. Ter Ausschuß schlage eine Altiengesellschast vor, die gar keine Attiengesell - schast sei. Im Ausschuß für das Gesetz, bctr. die Wiederaufnahme von Disziplinarverfahren, wilrde nach einem Anträge der Polkdparteiler und N a t i o n a l l i b e ralcn die Bestimmung gestrichen, wonach die Wicderaus- nahnte unzulässig sein soll, wenn der Verurleilte inzwischen eine den Verlust des Amtes von selbst nach sich ziehende strasrechtliche Verurteilung erlitten hat. Der Ausschuß für .Hausierhandel und Satt» der läger setzte die Aussvrache über das Verbot von Mitteln zur Verhinderung der Empfängnis heute fort. Ein Na- lionalltberaler warnte vor zu schneller Gesetzmachcrei und forderte klare Bestimmungen für die Einschränkung des An noiicenwcsens. Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Der Ausschuß für das S v i o n a g e g es e tz bestimmte heute unter Ablehnung der einschlägigen Vorschrift der Regierungsvorlage sie, näß einem Zentrumsantrage folgendes: „Als militärische Geheimnisse im Sinne dieses Gesetzes gelten nicht: 1. Gegenstände, soweit sie össentlich wahrnehmbar sind oder deren Besichtigung gewohnheitsmäßig gestaltet wird; 2. Gegenstände, soweit sie bereits in Schriften oder Zeitungen veröffentlicht worden sind." Au» Stadt und Land. Gießen, 7. Februar 1914. ** Verufuii g. Als Nachfolger von Prosessor Dr. R O, Neu man n wurde der a. o. Prosessor Dr. med. Paul Schmidt in Leipzig zum ordentlichen Prosesior und Di rektor des hygienischen Instituts an der Universität Gießen berufen. Karl Paul Schmidt ist 1872 zu Neustadt (Sachsen) geboren. Seine hauptlchrer im Spezialfach waren F. hos- mann (Leipzig), h. Büchner (München) und Schottclius (Freiburg:. 1897 vromoviertc er in München, bestand 1898 in Frciburg das Staatsexamen und war als Volontärassi- ftettt an der Frauenklinik in München bei Prosessor von Winäel, später Schisssarzt bei der Hamburg-Amerika-Linic, dann als Assistent am Institut sür Schiffs- und Tropen krankhciten in Hamburg bei Proiekior Nocht und als Assistent an der Kgl. Bauer. Tnphusstation in Landau tätiq. Später kam er als erster Assistent an das Hygienische Jn- stilut in Leipzig, wo er sich im Juli 1907 sür das Fach der Hygiene habilitierte mit einer Schrift: „Ucber Bleivergis- tungen und ihre Erkennung." Im Herbst 1912 wurde Schmidt nichtetatsmäßiacr a. o, Professor. Außer zahlreichen Arbeiten in Fachzeitschriften verfaßte er: „lieber hitzschlag an Bord von Dampfern der Handelsttoltc, seine Ursachen und seine Abwehr" (1901), „Experimentelle Beiträge zur Pathologie des Blutes" (1902), ^ ^ ** Aus dem Schuldienste. Erle d i g t r,t eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Eberstadt Kreis Darmstadt: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrcrstefle zu Monsheim, Kreis Worms; eine mit einem evang, Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Westhofen. «» Preisabschlag im Schiveineslei,ch, sicherem Vernehmen nach findet ein Preisabschlaa des Schweinefleisches von Ansang nächster Woche an statt. Der Dienstag ist dazu vorgesehen. Auch sür einzelne Wurstwaren sind Preisermäßigungen in Aussicht genommen. Die Preise, di- nach unseren, gestrigen Berichte jetzt m Offcnbach von den Schwcine- metzqern genommen werden, sind in Gießen schon am 18. November eingesührt worden. '* Die „Tatterich" -Aufführung, zu der am .Deittschen Abend" vom 4. d. Mts. Hunderte keinen Einlaß mehr erhalten konnten, ivird nun am Montag den 9. d. M. zum Besten des Deutschtums in, Auslande wiederholt. Nicht nur di- Dielen, denen am vergangenen Mittwoch keine Eintrittskarten mehr zuteil wurden, sondern auch alle Freunde der guten Sache tverden cs den Darstellern von Herzen Dank wissen, daß sie sich ein zweite? Mal in den Dienst der (leiteten Mus- gestellt haben. Ein ausoerkausteS Haus ist für die Veranstaltung umsomehr zu wünschen, alz das Rein- -rträgnis des Deutschen Abends infolge der großen unvernieid. tchcti Sloften leider doch nur ein recht bescheidenes gewesen ist. Und aller Orten strecken sich uns aus den Kreisen der AuSlandSdetilschen, besonders aus der Ostmark, bittende Hände entgegen. Hoffentlich ermöglicht cs die eine „Datterich"- Vorstcllnng den dculschen Schutzvereinen unserer Sladt, un'ere VolkSgeiiosscu im AuSlandc in ihrem Kampfe um deutsche Svrache und deutsche Art recht ausgiebig zu unterstützen. Da während der Voritellnng kein Wirlschaslsbelrieb statlsindel und die Stühle durch den ganzen Saal gestellt sind, werden eL oie Zuschauer dieSniol iveit bequemer haben als in der großen Enge, die mit der ersten Aufführung leider verbunden war. Gcwerbeverein jiir das Äroßh. Hessen. Ter Vorstano des Verbandes T e u t s ch e r Gewerbe- vereine und Handwerkervcreinigungen lmt joeben einen Bericht über die Tätigkeit des 22. Bcrbands- jahres (1913, verössentlicht. Daraus geht ein Anwachsen seiner Mitglieder aus rund 1515,00 hervor; es gehören dem Verbände 17 Landesverbände und 9 Einzelvcreine an. Ter Vorort des Verbandes ist seit ll Jahren der Ge- wcrbeverein sür das G r o ß h e r z o g t u m Hessen mit dem Sitze in Tarmstadt. Ter Vorstand des Vororts war bemüht, auch im abgelausencn Jahre durch Besuch der Londcsversantnilungen bei den Uutervcrbänden die persönlichen und sreundschaftlichen Beziehungen mit diesen aufrecht zu erhalten. Obcrhcsiische Ges - llschast fiir Natur- und ÜctKuttbc. Am Montag, iu,r abends, hält Proleffor Tr. Garten einen Loilraa über: „Tie Vetcitideruugen der Netzhaut durch Licht" int Physiologiicbeu Institut, Scukcobergitr. 1ö. ** 3 utvcndu n g. Wie bisher, so hat der hiesige Verein der Gastwirte auch tu diesem Jahre aus den Erträgnissen der Plakatgebtthr, die er fiir den AuSkiang in den Lokalen seiner Mitglieder erhebt, den beiden hiesigen Schwesternhäusern, dem Fonds für warmes Frühstück für arme Künder und endlich feiner eigenen Unterstützungskasse einen Betrag zugewiesen. ** Gustav Baist s. Kaum drei Wachen, nachdem er ant 10. Januar d. I. noch seinen 90. Geburistag gefeiert batte, verstarb in Wcstheim in Franken, plötzlich der evangelische Pfarrer G u st an B a i st , der sich für die Ausbreitung des ländlichen Ge nosscnichaitswescns in Bayern und um die Bienenzucht mtvergäng- tiche Verdienste erworben hat. Pfarrer Batst, eine weit über die Grenzen Frankens bekannte Persönlichkeit, war im Jahre 1824 in G r ü n b e r g bei Gießen als Sohn des dortigen Krcisrats geboren, besuchte das Gymnasium in B ü d i n g c n, studierte in G i e° ß c n und war jahrelang cvangetisliier Piarrcr in Ulsa IM Kreise Büdingen, Hier betätigte »r sich schon als B o l ks i ch ri i t ft e l- ler, indem er die Verhältnisse seiner basischen Heimat den Erzählungen zu Grunde legte, Ter Verstorbene war ein Bruder des vor zwei Jahren in Gießen verschiedenen Seniors der hesitscheu Rechtsanwälte, Geheimer Justizrat Batst, ** Bauccschcr Gesangverein, Man schreibt uns. Zu dem am 8, März ds, IS, in der neuen Aula der Universität staltiindenden Festkonzert deS Bauerfchen Gesangvereins, der, wie schon berichtet, sein 50jährigeS Jubiläum feiert, ist die bs- lannte Soprantstin Frau Anna K a e IN p i e r t aus Frankfurt am Main herangezogen worden. Der Verein hat keine Kosten gescheut, diese Mrvorragendc Künstlerin mr seine Veranstaltung zu gewinnen. In einer seiner letzten Sitzungen hat der Verein 11. a. beschlossen, einen Ebrenausschuß für das Jubiläum auszu- stellen. Es haben sich bereits mehrere Iiervorraqende Persönlichkeiten der hiesigen Gesellschaft bereit erllärt, dem EhrenauSschuß beizutretcn. Tie einzelnen Namen der Herren werden in der zur Ausgabe gelangenden Festschrift, mit deren Drucklegung bereits begonnen wurde, und die die Geschichte des Bauerschen Gesangvereins enthält, veröffentlicht werden. Das uinfangreichc Festprogramm für die Jubelfeier ist schon sorgsältig vorbereitet, und dürste ein gutes Gelingen des Festes versprechen, Kreis Büdingen. □ Blcichenbach, 6. Febr. Gestern sand im hiesigen Ge .ineindewald die Versteigerung von Stamm- und Stangenholz statt. Eine stattliche Anzahl von Kausliebhabern von fern und nah war erschienen. Zum Verlaus kamen Eichen Stämme, Bllchen-Stämmr, auch Lärchen-Stammlwlz: außerdem waren zu Grubenholz größere Mengen auS der Hand abgegeben. Das Eichenstaminbolz kam sür den Kubikmeter aus 24 Mk., Buchcustanimhotz aus 20—25 Mk,. Lärchenstammholz auf 25 Mk, Fichtcnstammholz sand zu 22 bis 23 Mk. pro Kubikmeter rasch Käuscr. Für zirka 133 Festmeter abgegebenes gemilchtes .Holz wurden etwa 2000 Mk. erlöst. — Die Brcnnhvlzversleigermtgen wiesen hohe Preise aus, der Meter Aüchen-Scheithvlz 1. Klasse erreichte 12 Mk, Gut angelegte Wege und schönes Holz bringen den Gemeinden im Umkreis zu den Versteigerungen iederzeit viele Säufer. Kreis Alsfeld, A Ober-Ohmen, 6. Febr. Tie heutige Drennholz- v e r n e i g e r II >1 q in den Freiherrl. Rtedeselichen Waldungen der Kemeiude Ruppertenrod zeitigte ungewöhnliche Preise sür das Brennholz. Man bezabtte kür 4 Rin. Buchenrundscheit über 49 Mk., für dal. Bnchenorügel bis zu 39 M„ kür den Rm. Buctienrcisia '»29 M. Ter hatte Winter hat viel.Bren»bolz verleblungen, dcShatv die starke Nachfrage bei den erben Halzvertteigerunge». Hessen-Nassau. X. H a n a u, 6. Febr. Wie fast überall, ist auch in der Stadt Hanau ein steter Geburtenrückgang zu per», zeichnen. Es sind im Jahre 1913 in der Stadt .Hanau 742 Kinder lebend geboren gegen 810 im Jahre 1912. Auf 10000 Einwohner kommen nur 191 Geburten, so daß die Stadt Hanau weit unter der Durchschnittszahl der Geburten im Deutschen Reiche steht. h. Bad Homburg v. d. H., 6. Febr. Der Prozeß der Gemeinde Gonzenheim gegen die Frankfurter Lokalbabtt-Aktien gescllschast wegen des Nichthaltens einiger Züge an der Station Gonzenheim mußte vertagt werden, weil der als Zeuge vorge- schlagene Dr, Fan aus Darmstadt vom Großherzoglichen Mini, stcrium keine Genehmigung zu einer Aussage erhielt. Die Ausgrabungen öer Königin Elena. Mehrfach in den letzten Jahren kamen Nachrichten über die Ersolge von Ausgrabungen, die die Königin Elena von Italien in der Nachbarschaft ihres Landgutes von Castcl Porziano veranstallet hat: män glaubte an zufällige Funde und an ans Liebhaberei be irtebeue gelegentliche Freilegungen , Erst jetzt wird bctannt, daß die>e Ausgrabungen aus dem königlichen Landgut seit zehn Jahren von der Königin Elena in sehr großem Ilmsange systematisch und nach streng archäologischen Grundsätzen geleitet werden: znm ersten Male gibt Amon Grulto Bragaglia in der Lettura einen zu sammensassenden Ucberblick über die bisher erzielten Ergebnisse und über die Richtlimen, die bei der ununterbrochen betriebenen Fortführung der Arbeiten maßgebend sind. Nur wenigen Forschern wurde bisher die Möglichkeit gewährt die Ausgrabungen zu besichtigen, denn das KönigSpaar wünscht nicht, .datz >ich die Oessenstichkeit allzusehr mit seinen Privatstudien beschäftige; allein Lanciairi und Pigorini, die als Archäologen der Königin mft ihrem iachmännischen Rate zur Seite stehen, kennen •** g»»äct> ILiWim her hihbrr triielten (Svgrbniift; utib ouBcr htttit bat btsfttr rarr HSrof Italic 'SagUrni. Der fnS vor fiirtcm Jif Ausgrabunge» Bon Ost«! leitete, hie aus hem fhnifllicben Land- lute ausqegrabenc» ^nrhhäif und altrömückirn üanhbauier besich >gt 'Saglicrt «Httem sich in Dorten her höchsten Äv- erlennvnq über hie An und Weise, wie hie Königin ihre Ausgrabungen leitet: „Die Arbeite» wcrhcn mit strengster Methodik geführt unh folgen he» lungiten Erkenntnissen her Wissenschaft: hie königliche Archäologin studiert selbst alle Einzelheiten, ordnet hie Materialien, inttamuml, hie Terrainabmessungen unh sührtz ein AuSgrabnngetagehnch. haS in seiner sachlichen Knappheit unh Voll- stanheqkeit als vorhilhlich gelten hart. Ein eigenes Ausgrabungs- burrau ist eingerichtet, lunhige Restauratoren arbeiten an her Wiederherstellung her auigefunhcncn Kunstschätzc und Fragmente, erst kürzlich erbat her König meine Meinung über einen Restaurator lür alte Fresken, unh wir tarnen überein, hast mein Restaurator von Cftia «us hie eriorherlichen Arbeite» für has Ansgrabnngsburcau hon Eastel Porz>»»o mit übernebmen könnte," Die lstrheite» aut hcw koniglicheti Gute oersolgen ein doppeltes Ziel; sie wollen in erster Linie hie in diesem Landstrich vorhandenen lleberrefte her Borröniische» latinischen Kultur erforschen, sodann aber hie im Verlause her Arbeiten in immer reicherem Maste der vortretenden Zeugnisse ans her römische» Kiaiierzcit ireilrgen unh iicherstcllen. Die aus hie launische PräHistonc gerichteten Arbeite» gipselten bisher iu der Turchiorichung der zahlreich vorhaiidenen Gräbcrstätten unh 'ührien dnrch die Avistndung hon W a > l e >i aus herEisenze, tw»ch bereits zu Ergebnissen, hie Heute den Mittel - vunlt einer archäologischen Streitfrage bilden: Lanciani betrachtet hie Funde als hie erste grciibarc Bestätigung lür hie alte Legende der Gründung Laviniums durch Fremdlinge, hie aus hem Aegäl- schen Meer kamen. Reichere Maienalien ergaben hie am hie lieber reste her römischen Kalserzeil gerichteten Forschungen her Künigi», die bekanntlich mit der Auffindung und Aushebung des ollen La n r e It t i u m belohnt wurden Mit dem Aufblühen Roms vcrsie! die Ztadi und wurde schließlich eine Brt kaiserliche Sommcrlolonie. Die lleberrefte des mächtigen kaiserlichen Laiidhauses wurden ge iunden und ircigelegt, ein groster Hauptbau, mit gnschlicstenden Rebcnbanten, gntoninischen Tempeln und prächtigen Therme», Die Thermen zeigten bei der Ausgrabung die lleberrefte einer ungc- wohnlich kostbaren Ausschmückung: aus den nunmehr hergestcllte» Moioikiußböden imh Aiosailbekleidungen her Wände Herrschen hie Ticrharstcllungeu vor, sic zeigen eine überraschende realistische Voll kommenheit her Zeichnung, eine weitgehende Beherrschung der Be wegnng, Dor allem aber überrasche» bei diesen Mosaikarbeiten, die sehr zielbcwustt einer starken Bewegungsillusivn zustrcbcn. einige Anzeichen einer gleichsam i t» p r e ss i o n i st i s ch e n Technik: kn der- Tat arbeitete der Künstler mit Hellen Streifen, die die Vorstellung von Lichiwirkunge» vermitteln sollen und dieses Ziel auch i» weitgehendem Maste erreichen, :Dist Fortsetzung der Arbeiten führte sodann in der Gegend des trüberen Mceresstrandcs z» der Aussindung einer Reibe alirömi scher Billen, die im Verlause der Forschung bestimmt werde» konnten. Die erste von ihnen wurde von de NI K'ünigsvaar als das La II d haus'Pliniusdcs Füngcren bestimmt, eine Zuschreibung, Sie Prot Laneigni »ach ctngehendec Nachprüsung bestätigte, Erft kürzlich würben in diese»! Hause auch die von unten gebeizten Bade ztnimer und die alten Heijvorrichlll Ilgen sreigelegt, Rebe» der Billa des Plinius sand man die B i t l a d e S b e r ü b »> t c n H o r t c u i i u S, die in Anlage, Bau und Umgebung genau mit der all römischen Schilderung Überei,isrimmte: dieser Entdeckung solgie hgnn die von der Königin geleitete Freilegung des Bien- Äugufta NUS. der auf den, Rücken eines Hügels erbaut ist: hier war es auch, too die Königin bei der Ausgrabung der Gartenanlagen die Ivundervollc gitk Rgchbiidung des Tiskusweriers von Mtiron ent deckte. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt der Ausgrgbungsarbciten in der Gegeich von Trcmiina, wo inmitten rechteckig geschnittener ts>rotten die Billa des M u c i u s , des Schwagers des Marius, ausgesunden wurde. Edelsteine und Aberglauben, Die Sage vom heiiigen Gral ist in diesen Wochen, da der Par- ss'al seine» Sicgcszug durch die ganze Welt hält, der Gegenstand üicliachcr Beachtung geweien: ma» hat sich mit bem Rainen und der Bedeutung des Gral b.ichästigt und allerlei Erklärungen dieser Legende versuch!. Der tiesstc Gniud sür die mittelalterliche GratS- berehrung düritc jedoch in dem zu allen Zeiten ludt verbreiteten Glauben zu suchen sein, der an die Edelsteine geknüpft ist. Auch />eute noch legen ja besonders die Damen den köstlichen Zuweicn, die sic tragen, einen gcheimnisvoilen Zauber und besondere Kräfte bei, wühlen edle Steine zu Amuletten und meine», hast sür sic mit dem einen Schmuck Glück, mit dem andern Unglück verbunden sei. Aus diesen engen Zusammenhang von Edelsteinen und Aberglaube» wird in einem Aussatz der „Dame" hingewicscn. Die der heilige Gral noch in Wolframs Parsisol als ein zu Zeiten in übernatürlichen! Feuer leuchtender Edelstein erscheint, dessen bäusigcr Anblick dem guten und reinen Menschen ewige Zugend verleiht, so glaubten schon die alten Völker des Lrients, hast eine stärkende und verklärende Macht von den Edelstrillen ausgehe, Ware» dann »och von geirbickte» .Händen in die köstlichen Steine Worte und Zeichen eingegraben, io worden diese zu Talismanen im mahnten Sinne des Wortes, Zm Pdaraonenreich gab man bereits vor mehr als 3000 Fahre» den Toten ans die Reise ins Zenseits Edelsteine mit, aus denen die Form des heilige» Slarabäus ein- geschnitten war. Am Euphrat und Tigris wurden diese Gemme» mit den fromm verehrten Käsern noch früher getragen, Ei» solches mit Zgubcrkrait begabtes Kleinod war der berühmte Ring des Postikrates, in dessen Stein »gck, Herodvl der Künstler Thevdoros diu magisches Wunder eingezeickinet. Dieser Tdcodoros soll der Erstnder der griechische» Sleinlchneidekuiift gcweie» lein: die älteste europäische Edclfteinkunde tvurde von dem griechischen^ Priester Onomakritos versgstt und berichtet über die den edlen Slcingrtcn innewohnende Kraft die merkwürdigsten Dinge, To wird erzählt da» der „srühlingsiarbige" Zaspis den sruchtbringcuden Regen vom Himmel herablocke und man nur einen solche» Stein anzulcgen brauche, um niemals vergebens die Götter um das tziininelsnast anzuileben, Zm Mittelalter wird dann diese Edelfteinmaaie in den log „Stkinbüchern" gu'oeicichnet, unter denen die Werle des >m Zähre 636 gestorbenen Bischofs Isidoras von Sevitla, des 1123 gestorbenen Bischofs Morbod von Rennes und das in, >3, Znhr- hundert vcriastte Rezevtbuäi des Nikolaus Präpoiitus besonders berühmr waren Die Heitkräite, die man beit Zuwclcn zuichrieb. Täbtten zu der Erftnpung der grotzten Panacee des Mrtremlters. icnes Allbeilmfttels, dem ler» anderes an Ru, glerchkbnr Die,es kostbare Medikament ist das Edelstnnrtincr des zu Damaskus lebenden Arztes Mesue, das aus einem Pulver von -aniur -maragd, Hp-zintd. Granat. L»hz, Perlen, Elienbein, Ehrl ko,allen Gen'ürznelke, Zitronenschale, Pselter, Eurhainum und 16 andere» pflanzlichen und tierische,> Ltoften bestand unh mit Wasser und Honig angerührt wurde, Auch andere sotckK Ebel,lern- Medizinen mit arabischen und gnostischen Zeichen ivaren sehr si.'nc'bi't. Börsen-Wochenbericht. = Frankfurt n. M, , 6. Februar, an der Binse hat sich die A » i tv ä r t S b e >v e g u n g in den leiten acht Sagen in beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Diesmal waic» es besonders die Körne des Pudltkums, die den Ausschlag gaben, dem, die berufliche Spekulation nahm verschiedentlich die Gelegenheit wahr, Newiimabgabcn vorzniiehine», ivodurch zeitweise auch einige Unregelmäßigkeit ii, di- Kursbewegimg hinein- gciragcii wurde, Rachden, sich das Pudlikuur wieder inehr Inr die Börse intereinert, ii! der Markt auch für anregende Faktorei, ivieder empiöugUcher geworden, Di« iiilernationale Geld- Il ü ssig kei t, die wieder i» treileveu 2'i9fo»l«nnäfeigiuigen, aurfi m eurer solchen leitens der Reichsbank, ihren Ausdruck tauö, hol Md) auch diesmal wieder als stark slimultereude? Momeiil erwiesen, Besonbere Gennglmmg criveckten aber auch die Mel- diiiigen, ivoirach der transatlantische Frachtenpool brck Ende Februar verlärigeit sei, ii», Zeit sür ireuc A»Sglelck>Sverkai,d. liinae'i zrt gewinne». Hainburoer u»h Bremer Reedereikreise sandten grvstc Kmisausträge sür Schisi a hrl sa kt>cn und da in diesen Werten noch graste Barsseverpilichrringen bestanden, so schnellten dre Kurse rasch um ö bis 6 Prozent in die Höhe, was auch der Allgemeinheit zustatten kgm. Aus wirtschaftlichem E obre re rvurdcn die Erhöhung der schlesischen Händlcrlagcr- prcise. die Belebung am »merikanischen Eisenmarki und am bel- gjjchcn Sladeisenmarft als Zeichen dailrr angesehen, das, die Bes serung i» der Schwerindustrie sich zu behaupten vermag. Die Röhrenprersuntrrbieiungn, traten demgegenüber in de» Hinter- g,und »nd aucki dir Erhöhung der sördercinichränkungszistern seitens des KohIcnsbndikatS machte keinen Eindruck, weil man an die in naher Auslick» stehenden Algchlustverhandlungen der Zechen beiitzec wegen Erneuerung des Avndikaisvertrages Opftmistischc Kombinationen knüpste. Unter den Montau werte» standen Deutsch Luxemburger und Earo-Hegenscheid a» der Spitze, Aul erstcrc dürslen Glattsteftungeii vou Blanko-Emgagemrnls, au, letztere die Aussicht am Abdeckung der Bankichulden den An swtz zu der straumicn Hausse gegeben haben. Auch Oberbedars la-rrn fest, ivotzdem verwaltuugsseittg an der nur t Pro», eriiiätzigten kdividendentaxe nuch nach Besseiuug der vterschleftscheu Marlilage seügchallen wird. Eine Kursbesserung >>on 21 Proz, erzielten Eoncordia Bergbau aus Berliner Gerüchte, wonach angeblich der daverische Staat Kauiabsichten haben soll. Dem Auiiichtsrat der Geicllsckwit ist von diesem augcblichen Interesse ittdes nichts bekannt »nd cs diiriic sich anscheinend wieder nur um die Auswärmung alter Versionen Imndeln, Besonderer Gunst crtzreuien sich auch Kaliwertc, von denen Aschersleien mid Westercgcln ,e H'/-j Proz, gewannen, Bon anderen I n du ft ri epapi c rcn waren einzelne Maschinorisabrikaktien, wie Karlsruher, MornuS und Klencr lebhaft -gefragt und höher, letztere stiegen 25>v» Proz,, ohne hast besondere Gründe dafür Vorgelege» hätten. Reges Interesse zeigrc sich auch sür Aktien ck>emisch,'r Fabriken, von denen Albert 6 Proz,, Rütgcrsivcrke 6>/? Proz,, >x>echsler st Proz, nnd Ba bische Anilin sogar 3f> Proz. anziehen toimten; sür lewere stimulierten Gerüchte übet eine Erhöhung der Dividende, Bau und Terrainakticsi waren cbensalis lebhafter gefragt und höher, Bankaktien erzielten .fkUrsbesierungeu von 2 bis 3 Proz. Bahnen lagen ziemlich fest, namentlich österreichische Werke, Durch recht teste Haltung zeichnete» sich auch wieder Anlage- werte aus, namentlich die l»ümi>chcn Slnlcihen, Mit der neuen preustil'chcn Anleihe ist eine um so gröbere Anregung Verbünde,,, als die aus ihr hereinkmumeudeu Mittel ausschliestlich zu werbcndest Zwecken Verwendung iiudcir werden, Pribardiskonto 3'hc Proz, Die Jubelfeier der Dresdener Akademie. Dresden, 6, Fcbr, Heute mittag snud in Gegenwart des Königs, der Mitglieder des Königliche» Hauses, der Minister, der Spitzen der staallicken und slödtisckwn Behörden und zahlreicher Bertrelcr der hiesigen Künstlerschaft die Feier des IftOjäh- rrgcn Bestehens der Küniglicheu 'Akademie der dUdcndcn Künstc in Dresden statt. Die 'Akadestiieii in Wie», Berlin, München, Stuttgart. Düsseldorf und Köiitgsberg hatten Abordnungen entsandt, Die Festrede hielt lveheimer Hosrat Professor T r c». Ter Kurator drc 2lkadcmic Prinz Johann Georg überreichte sodann dem König aiilätzlich des Zubiläums eine von Professor Wrba entworscne, einzige in tKold geprägte Plakette, Hreruus wurden durch den Staatsminister Grasen Vitzthum zu Cckstädt die vom König anlätztich des Znhiläums verliehenen Auszeichnungen bekannt gegeben. ; Die Opfer der Millionenstadt. Aus Ren> Bork wird berichtet: Die foebesl erschienene amtliche Unialistaiistik gibt ein charakteristisches Bild von der unverhältnismätzig grobe» Zahl von Mensche», die loährend des vergangenen Zahres in 'Rew cklork auf gewaltsame Weise ihr Leben verloren Tic 'Auto mobile verursachten 176 Tvdesiälle, die Laftauwmobile uild äb» ltche Fahrzeuge lllst, oie Strabenvabuen 'ist, die Untrrgrsindbahnen 16. die Hochbahn 10 und die von Pierden gczvgenesi Gefährte 114 Todesfälle Dazu treten hie Lifts und hie Aufzüge mit 16 Tohesopier». Durch Feuer Narbe» 2t!> Menschen eines gemalt tarne» Todes, durch zufällige Selbstvergiftung 21 Menschen, hurlb zufälliges Ersticke» 372. durch Stürze nicht weniger als 700, „nd durch Mord 101 Personen. Bon den 176 Todesopiern her New Horkcr Automobile waren 82 kleine Kinder; bei den Brände» belief sich hie Zahl der gelötete» Kinder auf 110. Die zufälligen Telbstvcrgistungen gehen säst ausnahmslos aus eine Verwechftung mit Schlaivulvern zurück. Tic Gesamtzahl der Menschen, die im Lause des Zahres in der Tladt New Bork geivaltsam umkamen, beträgt nicht iveniger als 2100 Personen. Der Vergleich mit den entsvrccheudcss Zister» anderer Groststädle zeigt, das, tue amerikanische Metropole die Großstädte Europas in drr Zahl ihrer Lpjcr bei weitem übertrisft vüchettisch. Der Militärdienst Ratgeber in militärische» Angelegenheiten, hauptsächlich sür die Zeit Ins zntn Ernlritt in den aktiven Dienst und von der Entlaisnng ans dem ak!ib.m Dienst bis zue Beendigung der MUitärpslicht. Slaatsbürge, Bibliolli-k Heit 12.) 8" .»t» M -tblabbach 1014, Volksvereins Verlag G. in b. H. Postfrei 15 Pf — Moderne kau sm ä n n sche Bibltoiftek. Eine Auswahl der besten Werke zur Ansvildung und Forlbildnng des .Kaniinanns, aut Grund der neuesten Gesetzgebung ngeb einhenltck-ml Gtunhsätzcn gemcinverstänhlich vo» erfahrenen Fachmännern dar gestellt. Preis pro Band — vornehin gebunden Mt. 2.75. Verlag der modernen kauftnäimischen Bibliothek »orm. Tr, snr, L. Huberts) G^NI, b, H„ Leipziz R,, Eilenburger Straße 10 s I Unter^diesem ^ammeltiiel erscheint seit eini,e» Zahreu ,n Leipzig eine Sammlung läuimäniirichcr Lehr-, Rechte- und Sprachbück:-, Sic umfaßt in schönster Ausstattung das gesamte Gebiet d ■ Handelswisskiischaiicii und kann um io eher als das gediegenste und reichhaltigste Werk dieser 2lrt gelten, als z» der guten und sorgsälttgen Bearbeitung des Stoiics ein rcicktz's Material au Karlen, Tabellen und F-vrinularcn pp. binzutritt. Bis jetzt liegen 110 Bänd« vor. 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Spielplan der vereinigten Zrankfurter Stadttheater. Mperohaur. Soulltaa. den 8. Februar. nacdmiUaa-' A IU«: . Cavallcrij rusticana.” hiermit: »Ter Bajazzo." ‘^Ibeuby 7 Ulir: »Baleublut' Montaq, den 9. Februar, abends 6 Nbr: .Barsikal a Dienstag, dei' 10. Ju'bntm, abeirds '/,8 Ubr: „Falstaff * Mittwocb. den 11 ivebi., aeschiosiei«. Donnerötag. de-l 12. Februar, abends '-',8 Uhr: blut." Freitag. Den 13. Februar, abends 8 Nbr: ??ll^llo." (Lchan- iviel.) SamStaa. den 1-1. Februar, abends 7 Uhr: »Tlnnon * Counlaa. den 15. Februar, uachmittaas 3'7 Uhr: „Der liebe Augustin." Abends 7 U'i: ^Ter fließende Holländer." Aiontaa. den 16. Februar, geschlosseu. Dieustaq, den 17. Februar, abends ' 8 Uhr: »Carincu.E Aiitstvoch» den 18. Febrrrar, abeud>^ 6 Uhr: »Parsisal/ Zchaufpielhaur. den 8. Februar, uachnnttags 3 Uhr: »Fudrmauu HeukLÜeU* "Abends 7 Uhr: einst im Mai." Moutaa, den 9. Februar, abends 8 Uhr: „Nora." Dleasiaq. den 10. Februar, abends 7 Uhr: „Die Kronvrätendenten." Mittwoch, detr 11. Febniar. nachinstlaaS 3 Uhr: „Wrlhelm Tell.^ '?lbendS 8 Uhr: Donnerstaa, den 12. Februar, abends 8 Uhr: „Wie einst im Mai/ Freitaa. den 13. Februar, abends 8 Uhr: »Wie cinfi int Atar" Tatnstag, derr 1-1. Februar, abends 7 Uhr: „Tic Krottvräterkdeiitetl." Sonntag, den 15. Febrtiar, ttachntittags 3Uhr: „Puvvcheit.- Abends 7 Uhr: Zum ersten Male: „Tie qoldenen Pannen." Lustspiel i:i 4 Alten von N. de Flers und (5aitlavet. Montag, den 16. Februar, abends 7 Uhr: »Die Kronpräterrdenten." Dienstag, den 17. Fe bi., abetrds 8 Uhr: „D,e goldcuert l almeit.^ Mittwoch, den 18. Februar, abends 7 Uhr: „Die Kronpräterrdentett." Eingesanvt. ,Füc Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stcheudci, Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung,) W c t t e r i e l d , 6, Febr, Au» das „Eingesandt" vom :)0, Zan sc, folgendes erwidert: Wettert,Id hat eigentlich keine Veranlassung zur Beschwerde tiber die hieslge» Babnpcchältnisse, Es !ö»s>le alles ganz anders sein, wenn »uv Wrtterield gewollt Hütte. Bei Erbauung der Balm lehnte der damalige Bürgermeister und tziemeindera, diese vollstätidig ab, obwohl sich der Direktor der früheren Lher» hessischcn Eisenhahv alle erdenkliche IRliHc gab, eine Einiaung zu erzielen. Man erklärte, daß man vorher ohne Bähst aiisgelonim II sei und auch setzt keine brauche. Die Gemeinde lehnte alle Kosten ab, llm den Bahnbau nicht zu vereiteln, zahlte die Stadt Laubach auch die «tzeläudekoste» für Wetterfeld, so daß Wetterseld keinen Pseunig Unkosten batte Zum Babiiba» würbe» die Steine aus dem Wettcrsekder Ttcinbruch geliefert und eilt ivewinn vo» etwa .»Ott Merk erzielt, nnd trotzdem verlangte die Gemeinde auch noch von der Bahnverwaitung sür Lagerung der Steine aus einer Wüstung einen Hoden IMietpreis, Als die Bahn gebaut tvar, wünschte ma» in einer Eingabe eine Bedürsnisauftalt, Der- damalige Direktor soll, erzürnt über die trübere llnNachgiebigkeit, darunter geschrieben habe»: „Wenn die Wetterielker sch wollen, sollen sie in den Wald gehen," Der Einsender muß beim Zählen der Passagiere den amilicheu Ausgaben etwas auigebotieu haben, 10 000 Personen, d, ls, oro Tag rund >10 Personen, Kenn Wctter- seld setzt Verbesseruuaeu wünscht, so muß es eben Herzhaft in die Tasche greisen, svas sin Zntcresse des Verkehrs berechtigt ist Ter Etienbahnverwallung die Schuld geben, ist nach der historischen Entwickeln»« des Wetterseld ei Bahn Haies völlig unberechtigt. Tdcr kann Einsender diese Tatsachen ans der Well schallen? Es ivird ihm schwer fallen: Orn» die Schuld liegt aus der Wctterselder Seite, kein Wunder, wenn die Bahnverwaitung nun ein hohes Löiegelh fordert, dg von Leite der (R'ineinde nocki keine Lvfer für die Bahn gebracht wurden. Lebensfrische und blühendes Aussehen bis ins hohe Aller hinein ist nur denkbar bei vernünftiger Lebenssübrunq. zweckmägiqer Trnabrunq und viel Bewegung ,n reiner Lust. Ganz besonders kommt es auf die Ernährung an. „Der volle Segen der Gesundkei, kann nickst durch Heilmittel und Wunderkünste, erhält und täglich verjüngt." sondern nur burch eine richtige Ernährung gewönne» werden, die de» Körper Das stnd die Wort« emcs bekannte» deutschen Arztes und Proseiiors. In einer zweckmäßigen Ernährung gehört das allbekannte Biomalz. Das ist ein wohlschmeckendes, billiges Nährmittel, weit und breit geschah, und beliebt Er brhi.m, h... fc.mw ungemein. Schlaffe, welkegüqe verschwinden, die Besichtsfarbe wird frischer ,md rosiger der Tein^reiner Bei b utarme,. blassen, mageren ,n der Ernährung heruntergekommenen Personen macht sich eine Hebung des Avvctits des Gewichts und eine mastige Rundung der Formen bemerkbar, ohne dast lästiger Fettansatz die Schönheit der Formen beeinträchtigt Biomalz ist auch aU«n durch Ueberardeitung. Krankheit. Nervosität heruntergekommenen Personen zu empfehlen. Don Professoren und 2kerzten glänzend begutachtet und im ständigen Gebrauch '^ or Nachahmungen wird aewarnt. U " b I- 90 ™ Ode nebst Broschüre Kostenlos durch die Chem. Fabrik Gebr. Pa 1ermami, Teltow-Berlin !^6. Jur Vermeidung von Verwechselungen jlbb«ft«ntrag oon Vnrnieluoqo- Anzügen oder dql. »'rd dringend um Ang,de der^N-«r. »körte, ver 1. Avril 1014 Z» veruiieieir Die Wohnung enthält kV eit,nutcr. Wimer- uarien mit reiiiiliili. Zudeh.. Hai aut. Warmwasserheizung, tstas u. elekir. stichtanl» tom schön. Garteir SJ. Ö. Win«. Hotniannttrabe 14. 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Aus hen Waldungen der Gemeinde und Mark- wald Garbe u tcich soll nachverzeiclinctes Holz auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. 1. Kiesern-Ttamme: 12 Stuck 3. Kl. 30— 39 Ztm Durchm. = 9,64 Mm . 55 St. I. Kl. 25 — 29 Ztm Turchm. — 35,34 Fstm., 238 St. fi. Kl. unter 25 Ztm Turchm. - - 85,49Fstm 2. Fichten-Stamme: l Stück ,3. Kl. 30 Ztm. Turchm.,— 0,71 Fstm.. 3 Stück 4. Kl. 25—29 Ztm. Turchm. — 1,97 Fstm., 56 Stück 5. Kl. unter 25 Ztm. Turchm. -- 14,36 Fm. Im Markwald Kiefern-Stämme: l Stück 2. Kl. 40 Ztm. Turcknu -- 0,63 Fstm., 10 Stück 3. Kl. 30—39 Ztm Turckm. — 11,61 Fm, 28 Stück 4. Kl. 25—29 Ztm. Durchm ---24,44 Fm.. ,60 Stück 5. Kl. unter 25 Ztni. Turchm. ---23,74 Fm. Das Holz wird auf Wunsch von Gemcindefdrst- ioart K u l l b a ch vorgezctgt. "Angebote sind nach Sortiment getreimt bis zun» 10. Februar d. F., uachniittchV 2 Ilhr, bei der uuterzeichncteu Bürgermcistci-ei abzugcbcu, wo alsdann die Erössniing der Angebote erfolgt. Garbenteich, den 6. Febr. 1914. Großh. Bürgermeisterei Garbcntcich. Kissel. 1920 Holz-Submission. In den Waldungen der Gemeinde Rödgen soll nachverzeichnetes Holz auf dem Submisfionswege vergeben werden. F i ch t c n st ä in m c: 1 St. 2. Kl. 40 — 49 Ztm Turchm. — 1,76 Fstm, 3 St. 3. Kl. 30 — 39 Ztm. Turchm. --- 2,79 Fstm.. 10 St. 4. Kl. 25—29 Ztm. Durch in. — 8^7 Fstm.. 30 St. 5a. Kl. 20—25 Ztm. Turchm. -- 14,12 Fstm , 139 St. 5b. Kl. 12—19 Ztm. Turchm. = 33,00 Fstm. Kiefern st am m e: 1 St. 3. Kl. 30—39 Ztm. Turchm. = 0,85 Fstm., I St. 4. Kl. 25—29 Ztm. Turchm. = 0,39 Fstm, 373 Fichtcudcrbstg. 1. u. 2. Kl. — 11,87 Fstm. Gebote können bis zum 12. Febr. auf hiesiger Bürgermeisterei abgegeben werden, wo deren Er« ösfnung nachmittags 1 Uhr stattsindct. Das Holz wird auf vorherige Anmeldung durch Förster Brück dahier vorgczeigt. Rötlyen, am 6. Febr. 1914. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Stein. 1919 l liefert in jener gewBneelrtH Ausstattung etilrein u.preiswert um BrbU'uke IWv-OnMUni IkartoRßli ' als: [1915 Odenwald. Blaue, Vater Rhein s:: Geheimrat Haas, hoben 5» verkaufen: SliheiiicUSctiiiiir. Frankfurter Straße 29 Brennholz der Zentner Mk. 1.15 frei Hans empffehlt i165 I Happel. Koche mit Kommt Montag: vlrnrtag: Mittwoch: donnerstag: Lreitag: Samstag: Sonntag: ttnorr-lveibertreusuppe „ Rumsordsuppe ttnorrE ierslernchensuppc „ rapiokasuppc Iknorr Geflügelsuppe „ Lomalensuppc Iknorr-Piljsuppe -13 Lorten knorr-L uppen. \ Würfel 3 Teller sO pfg. 4