Nr. 32 Der «ui«« fridjfint täglich. oufeec Sonntags. - Beilagen: viermal roödiemlitfi »ietzeaerLemiliendlaiNs -wnmalivöchenil.lireir- bl«tl tOrbcn Kreis fiic^cn ,Ltenslag>,ndFreilagt: -melmal monatl. Laad' »ittschafUtch« Seiqrageir r-«rn!prech - Anschlüsle: iir dl« Redaktion 112, Serlaq u. Expedition bl Adrrsie (ür Depeschen: «»zciger «ießen. Auuahme »an Dizeige» >«r d>e Tagesnumnier 3:1 vormittags 9 Uhr. Erster Blatt 164. Jahrgang Samstag. 7. Zebruar 1914 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Noianond-nick unö Verlag Ser vrühl'schrn Unio.-Such, und Steinfcruderti R. Lange. Redaktion. Lrpedition und vrnckerei: 5chulftrahe 7. An^,^!e>i: Beck! Snn U‘5»r;il: monatlich 76'E(„ ot« rtel« jährlich Mk. 2.20: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Kü Ps.; durch diePost Alk. 2.—viertel« jährl. auslchl. «Bcslellq. ZellenpreiS: lokal ISA!., auslvärts 20 lifcnniq. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich lür den volit. Teil: Aug. Goetz: für .Feuilleton', .Vermischtes' und.lSerichts- saal": Karl Neurath: lür .Stadt und Land": Die heutige Nummer umfaht 18 Seiten. Tagcökalcnvcr au» -cm Jahre 1814. fi. Februar: Einzug der «Verbündeten IN Brüssel. Arbeitslosigkeit Landflucht und Innenkolonisation. Arbeitermangcl auf dem Lande - Nrbcitslosigkeil in den Städten: mit diesem Widerspruch wird das alle Problem der Landflucht und Ttädteüberfüllung von neuem zur Diskussion gestellt. Politische Kurzsichtigkeit will den Zwie ipalt mit einer Beschränkung der Freizügigkeit, der freien Berufswahl und anderer staatsbürgerlicher Freiheiten lösen, während alle praktischen Erfahrungen darauf Hinweisen, paß hier nur eins wirkliche und dauerhafte Hilfe zu bringen vcr mag, nämlich die endliche Durchführung einer gründlichen ehrlichen I n n c n k o l o n i f a t i o n. Die bisherige Boden politil hat den Landarbeiter und Kleinbauern von der heimatlichen Scholle losgeriffen. Sie sind in Massen land flüchtig gctvorden und verschlechtern zusehends den städtischen Arbeusmarki. Nun gehört die Erörterung über die Land flucht zu den unfruchtbarsten Arbeiten des politischen Lebens. Sic muß ober von neuem angcsacht werden, nachdem der kürzlich erschienene Schlußband des großen Berufs und Be triebszählungswerlcs vom Jahre 1907 in feinen zusammen fassenden Ucbersichten viel neues Material gebracht hat. Es erscheint sehr nottvcndig, das Problem der Jnncnkolonifation auf Grund der neuen statistischen Tatsachen tveitcr zu er örtern. Zunächst einige allgemeine, das ganze Reich belreffendc Zahlen. Bon der deutschen Bernssbevölkernng inohnlen da mals über 10 Millionen auf dem Lande Geborene in den Städten: sie waren also allesamt landslüchtig geworden, und machen nicht weniger als ein volles Drittel der Landgebür ligen aus. Auf den ländlichen Nachwuchs, den man gewöhn sich als den großen Reservebrunnen für die sortwährcnde Er gänzung der Stadtbevölkernng ansicht, wirkt diese Landitncht recht verhängnisvoll ein, denn von 1895 bis 11(07 hat sich der Kindcrbestand in der Landwirtschaft um fast eine halbe Million vermindert. Die der Landwirtschaft verlorenen Be russmassen betreffen zumeist die jüngeren und leistungsfähigsten Altersklassen: aber auch die landflüchtigen Per heirateten, an denen eine große Armee von Angehörigen hängt, gehen in die yunderltausende, und hier, wo man sich doch nicht so leicht zur Abwanderung in ein fremdes Lava entschließt, zeigt es sich so recht, daß gewaltige Ursachen im Sviel sein müssen, und daß die Behauptung, es handele sich bei dem Zug in die Stadt nur um Launen: Genußsucht und Arbeitsscheu, nicht zutrcsfen kann. Daß vielmehr rein öko nomische Gründe ausschlaggebend sind, und daß diese vor allem in dem Besitz oder Nichtbcsitz von Grund und Boden tonrzeln, dos soll i» den folgenden Ausführungen, unsere engere üetmat betreffend, nachgewicscn werden. Gegenüber der starken Zunahme der industriell-kommerziellen Beschäftigten im Großherzoglum .Hessen sank seit 1882 die landwirtschaftliche Bevölkerung von 386000 aus 342000 zurück, das heißt von 42 auf 28 Prozent. Wenn mau darauf Hinweisen will, daß doch die Zahl der bauptberuflich in der pandwirtschasl Tätigen laut Statistik sich um 6000 vermehrt hob-, so muß cs dahin korrigiert werden, daß cs sich dabei nur um ei» Zahlenspiel handelt, da früher die wcib- Gietzener Stadtthcater. Egmont, Trauerspiel von Goethe. kl. Gießen, 7. Februar. Es iii eine ichänc und rühmenswerte Gepflogenheit unserer Bühne, alljährlich in einer ganz besonderen, aufs svrgsäliigste ausgeglichenen Ausführung eines klassischen Werkes ihre Fähigkeiten an großen Ausgaben zn messen und den Theatersrenndrn einen erlesene,, Genuß zu bereite». Es mag gewagt erscheinen, in diesen Zeitläuften sich so ganz der hoben klassischen Kunst zu «vidme», daß eine Mustervorstellung berauskommt, und es ge hört zweisellos ein großes Maß künstlerischer Gewissenhaftigkeit dazu, die einschneidenden materiellen Fragen hinter die ideellen zurückzustellen. Wir baden diesen Zeilen schaudernd erlebt, daß große, bedeutende Bühnen klassische Werke vor leeren Bänke» «vielten, derioeil Puppchen vor brechend vollen Häusern lmns- wursteltc. Um io höher ist cs linserer Thcaterlcitung deshalb anzurechnen, daß sie uns in diese», Winter den äußerst schwierigen Egmont beschert bat und gar noch nlitcr Auswand einer stärken Kapelle. UNI einmal etwas ganz Ungewöhnliches zu biete». Ilnb ein schöner Eriotg krönte das mühevoll: Wert. Herr Tirettor S t c i „ g o c t t e r , der in der Leitung Ilas- iiidicr Stücke eine besonders glückliche Hand zeigt, hatte alles getan, um dem mit Politik und endlosen Gespräche» vollge- viropiten Drama eine würdige und ehrenvolle Wiedergabe ange- dcihcn zu lassen Mit gutem Geschmack hatte er einen schöne», reizvollen Radmen UN, die einzelnen Bilder grivannt, die nicht nur das Lebe» in Alt-Brüssel sorgsam^ und klugbewegt vorspiegcl- tc», sondern auch in den intimen Szenen Krafl und Klarheit gewonnen. Dazu kam noch, daß die Zuschauer willig mitgingen und der Anregung der Thealerleituna. nicht nach >rdem Bild tu ktatsche». insgesamt und ahne ,ede Ausnahme iolgten, so daß die anaeschtagenen Stimmungen leite und ungestört verklingen konnten Entivrcchend dem tüesamteindruck waren auch die Einzelleistun- mn: ,'ast zeder der Darsteller bemühte sich mit Ersolg. einen be «anders geprägten Charakter zu zeichNim und als Individualität zu wirken. Fräulein Frenze! gab der Fürstin von Parma königliche Halruug und weiblich .zartes Mitgesühl. Als Nachfolger des Herrn «Bruchwitz, der «ich zum Heldentcnor ausbildet, stellte «ich Herr Oskar H ö ck c r in der Rolle des Graien Egmont vor und iand raich den Bciialt der Zuschauer. Eine schöne, gut aus- tekauie Hünengestalt und eine vrachrvollc, kräftige Stimme empfehlen den Künstler, brr ossenbar noch recht jung ist, nach- ltchen ?lrbeiiskräfte, die 1907 als „hauptberuflich" angelten wurden, nicht als solche ausgesaßt, sondern nur als „Familienangehörige" gezählt worden sind . In der Tat cni- tällt auch diese ganz scheinbare Steigerung auf die weiblichen Kräfte, die sich allein in den zwö.s Jahren seil 1895 um 6000 üövte vermehrten. An männlichen -trbeitcrn hnl also die hessische Landwirtschaft unleugbar einen großen Verlust er litten, der in der Not zum Teil mit ausländischen Arbeitern zu decken gesucht wurde. Schon >907 bildeten diese im Groß Herzogtum ein ganzes Regiment von fast 2000 Mann, und seitdem sind es noch viel mehr geworden. Mit Rücksicht aus den Kulturzufland und die landwirtschaftliche Qualifikation dieses russischen, rutdenischen und galizischen Ersatzes wird man kaum sagen können, daß nnscre Landwirkschatt dadurch bczdnders gewonnen habe. Tie Sorgfalt und Intelligenz des deutschen Landarbeiters ist durch'keinen ausländischen Zuzug zu ersetzen. So steht unsere Landwirtschaft gerade tvegcn der Ar- bcitersrage vor einer sehr schweren Krisis, die jeden ölugcn- bl«ck, wenn Rußland mit seine» Drohungen, seine Grenzen zu sperren. Ernst macht, zu einem Verhängnis für die meinen größeren Grundbesitzer werden lann. Um einen Einblick in die Ursachen und die Aussichten dieser unseligen Entwicklung zu bekommen, müssen wir ans die landnürt- scbaskltche Betriebsstatistik, die heute ebenfalls voll ständig vorliegt, zurückgreisen. Hier erscheint als das erste auffällige Merkmal der Rückgang der Selbständige»' in der hessischen Lond- wirischaii um 774. Ist dieser Verlust auch nicht so schwer wie z.V. ii« Schlesien oder Brnndenb«trg, so ist er gewiß ein trauriges Zeichen der Zeit. Besonders hat die Entwicklung unseres .Kleinbauer,linms nachgelassen. Die Kleinbauern werden immer weniger. 1882 waren es im Großherzogtum Hessen noch 28678, lüge, „och 28 511 und 1907 nur iiiufl 27 920. Und wenn sich die Zahl der Zwergwirtsckmstcn (unter zwei Hektar) in der kehlen Periode angeblich auch um-14000 vermehrt haben soll was aber in dieser Höhe bezweifelt werden muß, weil hier wohl ebenfalls formale Zählnngsursachen in Frage kommen —■ so ist dock« deren Bodenskächc nicht mehr, sondern noch um 1700 Hektar weniger geworden. Aus die einzelne Ztvcrgwirtschast koninii also noch weniger Land wie früher. Auf der einen Seite also eit, ganz offenbarer Landhunger in weitesten Kreisen, ans der anderen eine Abnahme des verfügbaren Bodens. Roch mein- aber wist es Hc.kagen, wenn ein schwerer Landverlust auch bei denen zu verzeichnen ist, denen das Stückchen eigen bewirtschafteten Ackers die einzige feste Brücke zur Heimat ist, bei den landwirtschafi lichen Lohnarbeitern. I» Hessen gab cs noch 1895 über 12000 Landarbeiter Mit eigenem oder gepachtetem Land, 11(07 nur noch 8086. Auch die Arbeiter mit sog. Teputai- land beliefen sich nur ans 107. Die übergroße Mehrzahl der männlichen Landarbeiter ist ohne jedes Fleckchen Acker in eigener Bewirtschaftung. Alle agrarischen Autoritäten be zeugen aber, daß im Volke ein großer Hunger nafÄy Land bestellt. Eine eleiiientarc günstige Anlage, die am ehesten geeignet erscheint, der Landflucht entgegenzuarbeiten, Hai man demnrzö verkümmern lasse». Gewiß ist bekannt, daß man z. B. in Ostpreußen Experimente gemacht hat, die gründlich fehkschlugen. Das darf aber nicht maßgebend sein. Solche Versuche werden immer scheitern müssen, wenn sie auf einer Basis gemacht werden, die den Landarbeiter von vornherein mit Mißtrauen erfüllt. Mit unsozialen Hinter drücklick, wenn er auch die hohen Anforderungen, die man an eine» Egmont stellt, noch »ich, völlig eriüllte. Das Lcichtlebige, Spielcriickie, das Sonnenfrolie und Sieghafte gelang iftm irfjr gut, nur in der Leidenschaft geric, er manchmal zu-sehr ins Schreie» und vergaß dann die weise Gliederung und Abstuiung der Sprache. Ader da-, ist rin Fehler, der sich wobt lcickit ablcgcn läßt, «o da«: man sicher annehmen kann. Herr Höcker werde ein tüchtiges Mitglied unserer Bühne. Den Oranieil gab Herr «chubert mit qcmessciicr. kühler Tivlomatie: ein eriadrener Hoiniann. der «sch zu zügein «reiß. Ein üahlharter. großzügiger Alba «imi Lrrr T woüko wski, in je'« Bewegung der „üch,er«,e EK n-alimensch und kaltblütige Egoist. Es «vor eine Musterlelstnng schlichter Menschendarstellung. Seinen natiirliMn saohn (Dielte Herr Grosser Braun mit jugendlich schwarniernchcr «ege, steruna Eine bedeutende, ausgcreistc Leistung bot Fräulein Alice Dagnv als Klärchen. Sie war Io voll inniglüncr Liebe io voll verzückter, icelenzitterndcr .vingabe, und so voll keuscher Mädchendastigkeit. daß selbst der alte, viklcriabrcne Herr von Goethe seine reinste Freude gehabt hätte. a.er Kranz, der der jungen, strebsamen Künstlerin zum Lchluve gereicht wurde, mag ihr- ein Zeichen dafür sein, daß man „e in, nächsten Wiiiter ungeru vermissen «oirt. Als ihre Mutter cnlialtcte Fraulem R a t h u > i „ s viel behaglich-wrqlicken Euer. Herr Stein- hoser spielte den armen Brackenbnrg Mit be,eel!er ^nncrlickt- kcit lieb und treu, und mit Freude» folgt inan den Fortschriltcn, die der junge .Künstler seit «cinrn, «stcn Alistrcteil ge««racht hat. Ein rortre,fl,cher Kramer zpocjt war Herr Bolck, ein solider, brsifistolzer Bürgersmann. Köstlich und in icb.r Beziehung aufs feinste ergründet spielte Herr Grosser feinen Schneider Zettrr. per Soldat des Herrn R olteck imirde durch seine Unpäßlichkeit Nicht unwesentlich bk- cinträchtigt, da hier die sprachliche Leistung ausschlaggebend ist. Als Sehr,über Bansen bewies Herr Galt aufs neue seine hohe Künstlerschast im Charakterisieren. Zu erwähnen sind außerdeni noch die Herren Ulrich «Mackiiavelll. Köhler «Richard:, Stichel (Zimmermann«, Bochum (Seifensieder) und Conradi (Ruhsumü «Run noch ein Bort über den musikalischen Teil: Die „Egmont"-stRusik von Beethoven trägt die Lvuszahl 84, ist im' Jahre 1810 geschrieben und fällt also in di- Kompo- iitlonszcit .zwischen der „Pastoralen" und der 7. Symphonie. Beethoven bekam von der Theatcrdircktion den «luirrog, eine vasiendc Musik zum „EgmonU' zu komponieren und an, 2k. August 1810 schreibt er an Breitkovt und Härtel: „ich habe ihn kEgmont- bloß aus Liebe zum Dichter geschrieben und auch, um dieses zu zeigen, nichts dafür von der Thcaterdirektwn genommen" . . . izedanlen oder schlecht verhüllten politischen Endzwecken wird inan diesen Teil der Agrarfrage eben niemals lö.cn können. Gebt dem Landmann Land zur S et b st b cw irt- schastnng! Darin steckt eins der großen iKehcimnissc, den Landgebürtigcn landtreu zu machen. Woher das Land nehmen? Bon Oed- und Unland muß hier ganz abgesehen werden: das ist ein Kapitel für sich, das hier nicht hcr- gchört. Der Boden lann gar nicht anderwärts bergenom men werden, als vom größeren Grundbesitz, dem staatlichen wie privaten. Man soll sich dock, nicht länger darüber täuschen, daß wegen der Arbeiterfrage der gegenwärtige Großgrundbesitz aus tönernen Füßen ruht. Ihm kann man gar nicht besser enlgegenkommen, als indem man in Verbindung mit ihm das Werk einer energischen Jnnenloloni- sation in «Angriff nimmt. «Rur so wird das Land wieder bevölkert, seine «Produktioiiäi gesteigert und die «tädtischc «Arbeitslosigkeit gemildert iverden. Solange aber ein Land- wirtschaftsminister v. Schorlemer-Lieser für «Preußen aus seinem merkwürdigen Standpunkt beharrt, daß nicht zu denlen sei an eine „Jnncnkolonisaiion, die den Großgrundbesitz in «Anspruch nimmt", solange werden wir weiter an dem «Problem Arbeitslosigkeit-Landflucht Herumkurieren, ohne zu einem Ersolg zu kommen. ver schwedis iP vauernzug. Stockholm, 6. Febr. Ungesähr 30000 schwedische Bauern vom höchsten Norden bis zur «Provinz Scheuen iind in der «Art einer vatriotrschcn Wallfahrt eingctroflcn, um dem König uud dem Mi- nistcrvräsidcntcn ihre Geneigtheit zur Ucbcrnahmc der Lasten der Rüstungsvermchrung auszusprechen und die sofortige Einleiiun-r der entsprechenden Maßnahmen ZU erbitten. In einem gewaltigen Zuge, dem die «Banner der 24 «Provinzen Schwedens voransgetra- ge» wurden, begaben sich die «Bauern, nachdem sic den in ocrschic- dciicn Kirchen veranstalteten Gottesdiensten beigewohut halten, nach dem töniglichen Schloß. Hier hielt der Führer des Zuges eine An- ivrnche an den, König, in der er der «Bedeutung dieser einzigartigen .Kundgebung der «Vaterlandsliebe und Lonalität gegen den König «Worte verlieh. «Nachdem der König den 30000 «Bauern vor dem Schlosse gedankt hatte, dafür, daß «ie «ick« bei ihm eingcfundcn hätten, und nachdem er einen historischen Rückblick aus die «Beziehungen znüi'chen den «ckivedischm Königen und ihren llntcriancn ge«vorl'en hatte, fuhr er fort: Es fehlt «»ahrlich Nicht an Männern in unserem Lande, die der «Meinung sind, daß die Frage über die llcbungszcii der Znian- terie nicht jetzt gelöst werden dürfte. Ich teile kcinesivcgs diese Aui- sasjung und bin im Gegcmeil der Metlmnitz, die Ihr soeben när gegenüber ausgcsprochc» habt, daß die «Berleidigungstragc als ein Ganzes bibandelr und jevt entschieden werden müsse, ohne Verzögerung und im Zusammenhänge von den Forderungen für die Schhagseriigkeit und der Kricgsbcreitschasi der Feldarmee, die unerschütterlich i«'t und von den Sachverständigen innerhalb mriner Armee aulgestetkt «vordcn sind, und gehe nicht davon ab. Ihr «vißt alle, das; dies eine erweiterte Dienstzeit für die Wchr- vslichtigen bedeutet, auch in «Bezug nur die Notwendigkeit der «Win- teransbildnng. Um ihre großen «Ausgaben lösen zu können, muß ich sernei meine Marine nicht allein stark erhalten, sondcnr sic muß auch in bedeutendem Maße verstärkt werden. Laßt Nils in (üemein- fdjaft für die «Wehrmacht des Reiches arbeiten, dann wird cs auch gelingen, die für das Reich so wichtigen entscheidenden «Fragen zu einem qtücklichen Ende zu sührcn. In Er«vidcru»g der «Worte des Königs wurde die «Rational- hvmne gesungen und stürniische Hurraruic ausaedrackn. Dann zogen alle «Bauern ins Schloß ein, wo sie i» den Prunkgemächern vor dem Königspaar, die von den Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses umgeben waren, vorüberzogen. Ter Zug dauerte stundenlang. Eine «Abordnung der «Bauern bcgab sich dann zum Ainistervräsidenirn, um >b» von dem «Besuch bei dem König und den dabei ausgeiprochenen Wünsche» Kenntnis zu geben. Für den Es gebührt unserer .Theaterdireltion ei» besonderer Tank dafür, daß sie ihren Abonnenten die Möglichkeit gab, diese herrliche «Musik in einer ganz vorzüglichen Ausführung zu hören. Es freut uns, hervorhebcn zu können, daß unsere «Militäv- kapctle trotz der unausbörlichen «Arbeit der letzten Tage, den ganzen «Abend, von dem Borivicl dis zur Sieges Snmvbonie, gau» herrlich musizierte. «Wie sein klang das «Lianissinw der Streicher in der Zwischenaktmusik und wie präzis und sauber waren die Einsätze der «Blech- und .Holzinstrumente in den fs-Stellen. Ter Theatcr-Tirigrnt Fr. «Adam, (der die ganze Musik answendig dirigierte:, scheute keine Müde, um die Jntentioium des genialen Komvonisten in Tat umzusetzen, und er tänn auf die gestrige^ Aufführung stolz sein. Er mußte nackig Schluß der Vorstellung neben den Dirckwr und den Hanvtdnrstcllern aus der Bühne erscheinen. Ivo ihm eine Beethoven-Maske mir Kranz und Schleifen überreicht wurde. — Di c bakicrientütciidc Wirkung des Li»o- k e u m s ist ieit Tr. «Bitters Nntersuchungr» im hngieniichen Zn- stitut zu Kiel bekannt, doch werden die außerordentlichen Vorteile, die diese Eigenschaii bei der Verwenduna des Linoleums als Fußboden für Kraiikenbäuser, Schulräumc. Kirchen, Wohnräume, Eisenbahnwagen, Schisse usw. bietet, noch nicht genügend ansgenüpt. Hieraus weis, Tivlom-Jngenieur F. Fritz .'Triest) in der Zeitschrift „Kunststosse" hin. Tie Ursachen der keimiötenden «Wirtnng des Linoleums suchte Tr. «Bitter in dem Leinöl. Fritz crweiterlh diese «Ansicht dahin, daß es das oxydierte Leinöl, das Linoxnn is>. das sich reichlich mit Sauerstoff brladcn lann und hierdurch drn Bakterien die «Weiterbildung unmöglich macht. Lehr wahrscheinlich können nur trocknende Oele die bakteriziden Wirkungen auslösen. — Das größte Fernrohr der Welt. Das größte Fernrohr, das bisher gebaut worden ist, geht setz! in Kanada ieiner Bollendung entgegen. Es wird 360 000 Mark kosten, und sein Svieacl. drr aus dem vollkommensten Glas besteht, da- menschlichr Geschicklichkeit anfcrtigen kann, lmt 6 Fuß Durchmesser. «Bisher durfte de» Ruhm, der unerreichte Riese unter den Teleikoven zu sein, das große Fernrohr in Anspruch Iiehmc», das zuerst aus dev «Pariser Ausstellung von 1899 gezeigt wurde. Es hat Linsen, die einen .Durchmesser von, 49 Zoll aufweisen, und das «Rohr ist 197 Fuß lang. Doch ist dieses Fernrohr nicht in eine» >t uppelle au eingebaut und steht überhaupt an Vollkommenheit weit gegen das Aerkes-Teleskop zurück, das bisher als das ausgezeichnetste Fernrohr gcktcn konnte: es ist 74 Fuß lang und wieg! über. 7 Tonnen. Das neue Fernrohr in Kanada wird jedoch seine Rivalen an Größe und Vollendung der «Ansführung weit in den Schatten stellen. W>cnb üuii'i-K .lüpcuimc >v fuiitnfltr* bic sozialdemokratisch, ‘i' q r i c! urj> < Anzahl rabiater Bereinigungen t^egcuversamm luuAen ur S-ocklxtm und anderen Städten an, um gegen die P e r nir d r u u <1 d c r R u ü n n g s a u s q a b c n. die sie als eben sa^nnnÜÄ^oezeici'v"" wie die Verlängerung des Heeresdienstes. Pro leü cm-inlcgen ^ni königlichen Schlosse findet abends ein ^estnraki statt, wozu - »I U ivrn Gmviangsiomitee ausgewählte Teilnehmer des großen .luges goladim sind. Der Banernzng machte einen großartigen. unvergeßlichen Eiu- drucf. Die Rede des .»t'änigG ivurde vom Kronprinzen und dem Her von Westgotland Jact« außerhalb des Schlosses den Bauern vor Ulkten, die im inner.i Hoi keinn Plap gesunden hatten "Alle in Stockholm und der Uml/iebung stehenden Regimentern gewähren der Bauer:: in den .'kasrrr-.n Quartiere. ?>in ganzen beteiligten nd ‘•1 300 Bauern an dem. Buge. Ücker 40000 Bauerif, die nicht davor t^rln .hm ni konnten, gab^'r ihre Zustimmung lund. Als wichtigste Ltetle her iu den ait den at'övig mtb den M iniüerpräsidenten gerichteten Red ei: wird die- G.klä.'ung betrachtet, das; die Bauern bereit und. die crforderlicher! Ql^er zu bringen, aber auch forderten, daß vre ganze wichtige Dertridigungsfrage schon in diesem Bahre gelb *'t werde. DcuNcKe» rreicv. "ur i n c i t c it i.' et« >i 4 des P 0 r a » s cli l a g t & c -3 Mcich -damts De- I pn c r n bcaiitrnat öir Äirksckiastlichc Berniti^ung bei Ri ickistugs Kum Vapitol „lßcsundheitsamt" beit Reiü»'ka»zlcr ;n erfnd)f:i, eine Untersuchung vrrüber aitjuiiUlUu, ob und 111 Molche, u llnttauge eine ge su >l d he i l f t d> e 3 ib ei b i g u it 9 Der im 3 S c i u b a u beschüstig t e n P . : i 0 u e u , insbcwuderl' Der Jugendlichen. Durch Das Reivrip, u und Sfhiueielu Der Weinberge mit Mupfcrtalf» brübe. Schlacket und anderen 3 a n i c ist ioigenser Anti ag von Tr. Kiauie Käniqsberq und Genossen zugegongeni Tos Ab-ieordiieteuhou 1 molte deilhliesten: Erstens über die von dem Minister des Inner» IN der Sitzung vom 14 . Januar ermähnte Amveiiu», an de» Sberpräiidenten — wegen des Erlöstes von Toliseuietorciiuiweit ;um Schutze der östentlichon Sicherheit, lo- inic Ruhe und Lrdliung, der Personen MW des Eigentums — io wie um üustmnr darüber eriuetien. in welcher Art mW in ivelcheni »mianu der Anweisung entsprochen worden ist: zweitens die Scaaisregicruna zu ersuchen, die örtlichen Polizeibehörden und Erekutivbeanneu anzuhaiten. sobald bej_ Ausbruch einer ArbeiiS- üieiligteii Storung der ötsentlicken Sickterheit. der Ruhe .und Lrftnun.. insbeioe.drrc durch Belästigung Arbeitswilliger iestge» stellt wird Oder zu bewrgen ist, in Anwendung und Gemäßheil des lest,-enteil Rechts und der aui Grund dieses Rechts erlassenen Polrnioeiordmm »e» unter sorgfältiger Wahrung der Koalitions- i'.eideil einem Mistbrauck dieser Freiheit in der Richtung ins rboatitionstwanres unverzüglich unb nachdrücklich entgegen,«treten, dairrcne, die Staaisregrerung zu ersuchen, auch ihrerseits im Buntcccaie aut heichieuniice Porlrguna die inr Reichstag geior» teilen, von dem Rerchstauzter in Aussicht gestellten Tenlschrist zur Vorbereiruni der reichsgeietztichen Regelung des Schutzes der veriönlicheu Freiheit lünzuwirken. Tas drei, v. L a n ^ es ö k 0 n 0 m r,e-Kol l e gi u 11, »'gstie „ach längerer E ürtcrung -olgendeir Bcschlust: Ter LandwirtschgstS- minister Ivird »l grundiätzlicher llehereinstiinmung mit den gärt- nerijchen Fachoerbäuden gebeten, für einen ausreichenden Zoll- iärutz der Gärtnerei Sorge tragen zu wollen. Tie aus der Wehrsteuer eingehenden Mehrbetrag e. Rach der oberitachlichen Berechnung der bisher fü r die Wehrsteuer ein gegangene» Einschätzungen stellten die Derer» neilte» der Berliner Steuerveranlagungstommistioii fest, dast mindestens 4 Millionen Mark Steuern mehr Eingehen werden, als nach der vvriährigcN Beranlagung zur Ttaatseinkomiuensteuer ru erwar'en war. Tie Eegänzungssteuer ergibk vermutlich einen noch erheblich höberen Betrag. To» Be linden des verunglückten Reichstags- a b t e 0 r n e t e n Sj c b e 1 lässt sehe zu wünsche» übrig. Er hat nicht gut geichlaien und ivird ickstver »0» Hustenreiz gequält. Ta- gegeu bostndet >>ch der Abg. Puetz andauernd bester, io dast keine Aesahr mehr besteht. Aurlanv. D-S belgische Schulgesetz. Tie belgische Kammer har die erste l.'esnng des neuen Schulgesetzes beendet -und die Abstimmung aus nächste Woche vertagt. Ter Sieg Der Regierung ist gcwitz. Tas Snste», der Simultai,-- ichulc wird durch Das Gesetz zugunsten der geistliche» Schule bcieiligt. Zur i 1 n 11 i ö i i i di e u Steuerreform. Aus Paris, li. szehr. wird gemeldet 1 JJci der Beratung des Eutwiiries über die äarnalsteuer Hai der Steuecgiwichutz bei- Kammer deichloste». Patz es dem Steuerträger.freiqefteNt werde» soll, die „Tel'aratwn" abzugebe» und das: die Steuer durch die Stenivelsteuerbchörde ab- geroben leerte» soll. Außerdem sagte der Ausicoutz den grund. sätzlichev B:^^^^t„n. das, dis Vermögen von Eheleuten des Abzuges de, neuerireien Miudeitiumme teillmiiig werden soll. Rach rem Vorschlag der Regierung beträgt diele Mindestiumme :>0 0 vg Feank». II eber griffe gegen einen T e u t s ch c n 1» ü 0 u - stantinvvel. Ter Korreivondent der ..Reue» Freien Presse" >1 re na 1t. iourde gestern au> der Ttranc verhastel und »ut ünem franzästscheii Pakeidovt erngeichstst. das nachmittags nach Smiiina. Marseille und dem Piräus geht. Fniolge der Schritte es ölerreichifch-un.iari chen Bvt'cha'ie s ver'v ach der Grostwckir, den stvrresvvndentel, im ersten Hajen aussteigen und nach jk-nr» stamiiwvel zurückkedren zu lasten. Fürstenzusammenlunfk in den finnischen Schären Ter König und die Königin von England werden in Begleitung des Prinzen von Wales zu einen, dreitägigen Besuch am ü Fuli auf ihrer Facht in den sinnischen ^ckiären bei Biorke eintresfen, wo sic der Zar mit seiner Faniilir an Bord seiner Jocht erioarten wird. Ein großer Teil der Baltischen Flotte wird ebenfalls dort sein. Mexikanische Bundestrnvven schlugen die . Aebcllcn am Kadrnasluß »ahe Torrsons in die Flucht. Gc- nernl Biilar wird Die Bundestrupven mit allen modernen liriegsmitreli! bekänivsen. Er sucht u. a. Militärslugzenge zu .amen. Merikanische Banditen beniächtiglcii sich eines inrai den Eiinibre- Tuüne! fahrenden Zuges, sprengten den Ansgang des Tunnetichachtes und nahmen sieben amerika- nsche Fahrgäste gefangen. _ v«r Prozess der Lan-iagrabgeordnefen Sriknewiilö-winfler. Gießen, st. Fehl. Tie Pr,votllage de» Abg. Rechtsanwalt Fnstizrat G r Ü n e » wotd Gießen gegen den Abg. Rechtsanwalt Tr. ^Winkler- Tvoenheim und gegen vier Redakteure verschiedener Tarmstädter, Mainzer „Iw Tvvi'nbeünec Zeitungen fand heute vor dem hie- iaev. Silwstezgerichl ihren Aus,rag. Dem Privatkläqer stand Redetson»>«it Schneioer zur Seite: zwei Redakteure wurden dvlch Rechtsanwalt Tr. Spobr vertreten. Wir können die Bor» gällge, die zn dem Prozeß geführt haben, als allgemein bekannt voraussetzen. „ oBr Beginn oer Verhandlung versuchte der Vorsitzende Amts» geriausra, Müller Geh Rat Gebhardt und AmtsgerichtSrat Wachtel I,alten iicl, betau,itlich für befangen erklärt, bezw. waren von Tr. Winkler abgelehnl worden) eine Einigung zwilchen den Streitieileu berbeizuiühren, jedoch oer-n'blich. Be>„> Auiruf der Zeugen und Sachverständigen ergab sich, dan der Beklagte eine ganze Reihe von Penonen als -achver- ständige besonders aucl, über frühere Ehrenangelegenheitei, bei Privatklägers geladen hatte. Ter Privatkläger widersprach der Bernelniuillg der geladenen Sachverständige», nicht etwa des- ,regen, weil er de>e» Urteil über die früheren Borfiille scheue, - im Gegenteil, ein iiitenrtirfir Klarstellung könne ihm nur anaeilehn, sein . sonder» deswegen, weil seines Erachtens diele Fälle nichls mit der Verhandlung zu tun hätten. Heute handle es iici, nur darum, ob er eilte ihm von Wickler gestellte Forderung abgelehnt habe oder nicht, lieber die Frage, ob jemand salis- saktionsiädig sei tzder mcb,. l,ü weder eine Beweisauinahme nötig, noeh sei sie einer lotchen iah»,. Sollte das Gericht trotzdem di» Per- nehvlUllg der Sachverständigen zulasten, so werde er jedensalls um Vertagung bitten müssen, um seinerseits ebenfalls Sachverständige zu laden Rach kurzer Beratung lehnte das Gericht die B e r- » e I) IN 111, g der vom Angeklagten Winkler be,umrten 2 a ch - verständige» ah. Hieraus verlas der Beklagte seine W i d e r k l a g e , die er wegen einiger Ausdrücke in Perötieicklichungen des Privatklägers im Gieß. Anzeiger und in einer Eingabe an die Anwaltskammer erhoben habe. Ter Privatkläger erklärte, daß er nickt die geringste Absicht gebäht bare, Tr Winkler dabei zu beleihigen. im üdriaen werde ja wcstl das Gericht schon von Amts wegen die Erönnung der Verhandlung hierüber ablehnen müssen, da die Angelegenheiten verjährt seien. TaS tüericht liest dementsvrechend auch nur die Widerklage wegen der angeblichen Beleidtgungeii in der Eingabe an die Anwaltskammer zu. Ter Beklagte, Tr. Wintler, schstderte sodann die Bor gange in der Kammerverbandlung vom 12. Dezember 1912 und gab zu, da,»als auch davon gesprocklen zu haben, dast der Freistil» der Sozialdemokratie Borlvanndieuste leiste. Taraujhin habe ihm bei Privatkläger scharf erwidert und u. a. erklärt, dast er ja nicht ernst zu nehmen sei und feiner, dast er, Grünewald. zwar als Anwalt und Politiker ausgebildet sei. aber nicht als Kabarelttüustler. Er. Winkler. habe darauf erklärt, dast er eine» solchen Airgrilt unter dem schütze der Immunität für einen Alt der Feigheit halte. Er hätte damals schon erwarlet. dast stui Grünewald deswegen zur Rechen scha't ziehe, sei aber ehr er'amit ge e en. n'o er 3 In t irrste in der Zeimng gelejen habe, daß ihm Grünewald »chon in der Sitzung mit Tätlichkeiten gedroht hade, wenn er diesen Vorwurf der Feigheit ailßerbalb des Hauses nstzSerhole. Er habe dann Amtsrichter Tr. Schncider-Bad-Rauheim gebeten, als Kartellträger zu Grünewald zu gehen: Schneider sei zwar dort gewesen, habe aber mit Rücklicht aus seine Stellung es abgelehnt, eine Forderung zu überbringen. Ta l>abe er schließlich Herrn eand. vhil. Fanden hierum gebeten. Grünewald hätte eS aber abgelehnt, dieicir Herrn zn emptangen: das bedeute in seinen Augen auch eine Ablehnung der Forderung. Er hätte daher seine Zusluckt zur Cefieiitlidlfeit durch Die Presse genommen und dort den Vorwurf der Feigheit wiederholt, deshalb lei er verklagt worden Grünewald habe ihn dann noch in der An- waltskammer in einer ihn beleidigenden Form angezeiqt. Tie a n g eklagten Redakteure erklärten, dast sie lveder das Bewußtsein, noch die Absicht der Beleidiaung des Privatklägers gehabt hätten. Sie hätten lediglich die Zuschrift Tr. Winklers ausgenommen. Ter Privaltläger G r ü ll e wa l d erwiderte daraus, daß die Klage gegen die Redakteure aus formellen Gründen ihren Gang gehen Müsse. Was Herr» Tr. Winkler anbelailge, so sei s e i II e Rede zur Abwehr Winklers gehalien worden. Bezeichnend sei, daß Winkler selbst am selben^ Tage außerhalb des Parlaments stehend,' Personen unter dem Schutze der Immunität beleidigt habe, wie aus oem rechtskrästigen Urteil des Landgerichts Mainz hervorgehe. Tr. Schneider habe ihm eine Forderung nicht überbracht, sondern sei lediglich als Vermittler tätig gewesen, habe ihm jedoch ans wiederholte 'Anträge erklären müssen, daß er noch ohne Weisung von Winkler wegen einer Einigung sei. Ta habe sich aut einmal ein eand. vhrl. Fandr» schriftlich als Kartell- träger Winklers angemeldet. Er habe später dem .Herrn geschrieben, er könne ihn nicht emptangen und zwar habe er dies ans zwei Gründen abkebnen müssen: l. sei ihm Fandrn wegen seiner Jugend bei einer derartigen Streitfrage nicht als geeigneter Vermittler erscknene» und 2. habe er doch auch immer noch Tr. Schneider als Vertreter Tr Winklers angesehen: mit diesem habe er fortgesetzt iwch verhandelt und sein Bl,rndat sei ihm aegenüber nicht als erloschen bezeichm-k worden. Er habe dann seinerseits Gebeimeii Regierungs-Rat Tr. Wallau niit seiner Vertretung, insbesondere zu einer eventuellen Annahme einer Forderung bes auitragt. Alle seine Schritte seien sowohl von Geh. Reg.-Rat Wallau wie auch von Iustrzrat Reh und ReckKsaiuvalt Tr. Bopp als durchaus korrelt »>id anständig bezeichnet worden. Als dann die Beröfsentlichungen Tr. Winklers erschienen seien, da habe man sich gesaat, mit einem iolchen Mann, der eine Ehrenangelegenhest vor die Oeiientlichkeit ziehe, ntüsle man sich am Gericht sprechen, nur dort könne Aujllärimg erfolgen. Er habe deshalb Tr. Winkler verklagt. Wenn bieser seinen Vvrwuri der Feigheit darauf stütze, dast er. Grünewald. eine Foriviung abgelehni habe io müsse er sagen. Ulan könne doch nur ablehneu, Mas einem überschickt sei und davon könne doch hier keine Rede sein, dast er eine Forderung erhalten hätte. Rach kurzer Entgegnung Tr. Winklers begann nach einstündiger Panse die Be Meisaus »ahm e. Nachdem Chefredakteur W o etj als Zeuge bestätigt hat, dast die „Iller Anklage stehende Beröfscntlickuiig Winklers, in der bekanntlich der Borivurf der Feigheit auirechl erhalten wird, auch dem Giestener Anzeiger zugegangen lei, der »ur eine iuhalt- licbe Wiedergabe unter Vermeidung der Beleidigung vorgeuom- meu balle, wurde ats erster Haupt zeug, Amtsrichter Schneider vernommen lfr bekundet, dast Tr. Winkler ihm zuerst augeiouneil habe, Ginnewald eine Forüerimg zu überbringe», daß er. Schneider, tedvch mit Rücklicht auf seine Skellung sich nur dazu bereit erklärt haste, eine vermittelnde Tätiakeit nir Winkler anjzunehmeu. Er babk aber, seiner Zulage Tr. Winkler gegenüber entsorechend, oultizrat Grünewald daran, hkngeuüeieu, daß ibm znezfl ein anderer Auftrag erteilt worden >ef, womit er .Herrn Grünewald über die erne^Abiicht Tr. Winklers habe unterrichten wollen. Amtsrichter Schneider hat Tr. Wintler dann von der Erktärung Grünewalds m Kenn:»,. gesetzt, daß dieser zu gleich- zeitiger Rücknahme aller beleidigenden Aeußerungen »ch bereit erklärt habe. Tr. Winkler hat das abgelehnl. und er berichtet als Zeuge, daß er sodan» Herrn Tr. Winkler brietlich von neuen Voricklageu berichtet habe, in denen Grüneniatd die An- riiiung eines Lchiedsgerichts angeregl habe Aus Bemerkungen des Angeklagten ir. Winkler ergibt sich, dast er einen Kartenbries Schnewersl nicht erhalten habe und eine weitere briefliche Be nachrichtigung seines Vertreters etlvas veriväkek erhalten liabe, da er über Weihnachten ^ivei Tag,' zu feiner Familie verreist fei. Bekanntlich hat danach xr. Winkler Schritte getan, um feinem Gegner durch eine» anderen Kartellträger eine Helauskvrdernng zum Zweikampf zu überbringen, wobei wir gleich hinzusügen wollen, caß Tie Winkler erklärt, >ich bemüht zu haben, ältere Herren zu vielem Dienst >11 Anspruch zu nehmen, l»as ihm aber zu seinem eigenen großen Bedanern nicht geglücki sei Amtsrichter Schnei der beanlworiei eine Anfrage Winklers über de» Eindruck, den seine Verhandlungen mit Grünewald aut ihn, Scklnelfter. gemacht habe», dahin, daß er nur gefühlsmäßig in dieser' Beziehung jagen könne, er habe den Eindruck gehabt, dast ltzrünewald gern über einen ernsten Austrag bu»iusgelommen wäre. Aui Betrage.i durck, den Kläger erklärt der Zeuge, mit keinen bestimmten Aeußerungen lürüneuwlds dieie,> nur gefühlsmäßigen Eindruck stützen zu können. Rechtsanwalt Tr. Vopv sagt als Zeuge ane, aast er Herrn Grünewald in der enlscheidenden Zeit aui desten Anfrage und nach Ein.ziebiing anderer Angaben erklärt bade, sein Vorgehen enl Mreckie allen kvmmentmäßigen Regeln und er habe lick Nichts vor zuiveifen, wenn er .kandry abgelehni liabe. Er habe die Ueberzeu gung gewonnen, daß Grünewald korrekt gebandelt habe und nidir von langreilbaren Motiven geleitet worben jet. Ter Zeuge gtbi ichließlich zu. daß, tveun er Weiler als sachverständiger Zeuge ver nvmmen werden würde, er zugeben müsse. Tr. Winkler qegenübe, besangen zu sei», weil er aui gelvailnteui Fuß mil ihm lebe. Pros. Tr. Povpert sagt aus, sein Freund Grünewald hob ihm in den ersten Famiartagen von seiner Angelegenheit Mittet lung gemacht und erklärt, er werde eine Forderung arinehmen, wenn sie gestellt werde und ihn gebeten, ihm dann eine ärztliche Hilfe zu stellen. Er sei der Ansicht, dast Grünewalds Angabe durchaus vertrauenswürdig UNO glaubhait gewesen sei. Prof Povpert erklärt serncr, dast Grünewald nach seiner Ersahrung nicht der Mann sei. der etwas ans sich sitzen lasse. Tas veranlaßt den Angeklagten zu eine», lebhaften Widerspruch: er habe zahlreiche Zeugen, Die das Gegenteil ausiagen könnten. Geh. Regierungsrat Tr. W a l l a u bestätigt als Zeuge alle An gaben, die Grünewald über seine Verhandlungen mit ihm gemacht habe. Er habe Grünewald beraten und ihm schließlich auch gesckirie den, er könne ganz beruhigt sei», denn er. Wallai,, trage alle Ver antwortung für die eingeschlagenen Schritte, und Tr. Wallau lügt hinzu, daß es für ihn eine weitere Beruhigung gewi'ien sei. von dem als etwas jüngeren Mann mit den i» Frage stehenden Regeln noib cnras besser vertraute» Tr. Bovp damals die Bestätigung erteilen zu sehen, daß mit der «eite Grünewalds korrekt oorgegangen war den sei. Rechtsauwalt Tr. Hill bestätigt, daß Tr. Winkler dev Versuch genigcht habe, vor der Entsendung .lanürps ältere Herren als Kartellträger zu entsenden. Er habe die Urberzengung gehabi. daß »ach Fandrvs Ablehnung durckl Herr» Grünewald auch dl Fordenmg abgelehnt worden sei. denn das Alter dos auSzuer sehenden Kartellträgers sei wohl zu berücksichtigen, aber nick: eiltscheideild gewesen Fanden sei. da Tr. Winkler im Auge» blick keinen andern Kartellträger habe tiliden können, als solcher fraglos annehmbar geivesen. Iuftizrat Reh erklärt, er sei von Grünewald ebenfalls in den kritischen Tagen in Kenntnis gesetzt worden und habe alle dessen Schritte nur durchaus gutheißen können. Aus eine Zwi schenirage Tr. Winklers crllärl Reh sich ähnlich, wie schon Tr Wallan es geian hatte, Tr. Winkler liabe die Möglichleit gehabt, brieflich das fugendliche Alter Fandrys als Kärtellträger zu entschuldigen. Tie Vernehmung Xandrys ergibt nichts als die bekannten Tatsachen. Es wird dazu noch jeftgestellt. daß Fändrp Herrn Grünewald später ebenfalls einen Kartellträger gesandt habe, da er sich durch die Bezeichnung „junger Tludeut" getroffen gefühlt habe. Iustizrat Grünewald. habe diesen Herrn, der auch erst >m zehnten Semester stand, III kurzer Unterredung aufgeklärt, dast ihm jede Beleidigung fern gelegen habe. Tie weitere» Zeugen Tr. T i e r g a r i und Beramerksdirrkior Wen» er liabe» Iiicklts Wesentliches von vsjentticklem Fntereste br kündet. Iuftizrat Mktz-Ridda. von Tr. Winkler als Zeuge geladen, will anfangs wegen Bejaiigenhett dem Äugellagten gegen über nichts auSfagcn, tut eS aber aut Bestätigung des Vorsitzende», daß die Zwischensrage Tr. Winklers zulässig sei, und erklärt, er liabe sich über die Begründung GrünelvaldS in hohem gewnuderl. Fandr» als zu jungen Kartellträger' abgelelntt zu gaben. Teuu Grünewald habe ihm Nor acht Jahren cbenjallS einen sehr junge,, Herrn als Kartellträger geschickt. Es wird i», Anschluß daran aus geklärt, dast auch Herr Grüneivald damals sich aniangs dagegen gesträubt hatte, diesen jungen Herrn zu entsenden, dast er eS dann aber in seiner damaligen Verlegenheit gutgeheißen habe. Tie Auslagen der Rechtsanwälte Beck und Thurn als Zeugen lind »o» keiner wesentlichen Bedeutung. Tie P t ä d 0 g e r s. begänne» um etwa H> Uhr abends, nach einer Papse von mir sünt Minuten. Auch mittags um 2 Uhr war nur eine Unterbrechung von ; 4 Stunde aiigeordnet worden. T ie Plädogers baue, ton b i s heute früh gegen 4 Uhr! Tie. Geister gerieten öfters hart aueruander. Ter Boriitzeude bewahrte beiden Parteien gegenüber große Duldung und Rübe und lies' ibren AuSsührungeil breite» Svielrmim. Zuerst plädierte Reckilsonwalt Schneider für den Kläger: er iat es in rubiger. uurstvoller Form, abgleick er nur eine Gefängnisstraie als ausreichend,' Sühne erachtete. Justiz rat Grünewald ,-rgänzte diese Aussührunge» in sehr nussühi ltchcr Rede, woraus Tr. Winkler ebenso nussührlich. trotz der sehr vorgerückten Zeit, höchst temperamentvoll erwiderte. Während Grüneivald sließend sprach »nd llielsach UN das Verständnis d>'s Gerichts für feine Handlungen apvcltierte, liebte Tr. Winkler die Kontraste und lwb, oftmals lehr schart, hervor, dast im vorliegen den Falle cS fick, um die Prüfutig der Taten von Akademikeiiz handele, die auf deni Slandounkte onbedingter SatiSiaktion stehe» wollen. Es folgte eine Replik des Klägers und des Angeklagten, wobei eS fick vielfach auch um die militärische Vorgeschichte im Leben des Iusttzrats iKrünewalü handelte, und endlich, gegen 4 »br früh, vertündele der Porfitzende nach kurzer Beratung, daß das Urteil Freitag, Den 13. d. M., vormittags 9 Uhr verkündet werde. Bis zum Schlüsse hatte das Publikum ausge harrt. Tie angeklaate» Redakteure, lür die Tr. Tpohr als Bei tetdiger gesmocde» hatte, hatten nur nrit kurzen Bemerkungen ihr Vorgehen entt'ckiuiotgl. Tabei müsse» wir es nachdrücklich zu rückweiien, daß Redakteur Behrc aus Tarmstadt erNrrte, de. Gieß. An«, habe Partei für Iustizrat Grünewald ergriffen. Herr Beer hat unser Blatt sicherlich nur stüchtig gelesen, ioust wäre er zu dem Ergebnis qctomine». daß sein Eindruck ganz unhalt bar ist. Tie beiden Schössen waren den Vorgängen bis zum Schlüsse mit lickilbare», Interesse gefolgt. Ter eine Ivar der frühere Photograph Privatmann Christian Zimmer, der andere Schuhmachermcifter Binz aus Leihgestern. Au» Stadt und Land. Gießen. 7. Februar 1914. ** Tageskalendcr nir Samstaq, den 7. nebruar. und Sonntag, 8 . Februar: C r a d t t li e a t e i: Nachnrittoas lU)i: „I ä a e r b l u t # ; abends 7 1 /., Uhr: as Mnsikanteu - müde l". Lichtspielhaus: Täqlich Borstellnnq. Union-Theater: Täglich Vorstellung. (Dienstags und Samstags neues Programm.) O b e r b e s s i s ch e s Museum und G a i l ' s ch e S a m m kunaen. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr nnefitgeltlicl, Museum für Völkerkunde. Geüsinet an Sonntagen vormittags von 11—l Uhr unentgeltlich. O b er h e s s i sch er K n n ft v e r ein. Die Gemalde-Ansstellung ist täglich von 1!—I Uhr. Dlitlivochs von 3 bis 5 Uhr, tttiö a« Sonntagen von 11—3 Uhr geöffnet. Deutscher und O e st e r r e i ch i s ch e r A l p e n v e r e i n Vortrag im Gesellichaitsoerein. Samslag 85S Uhr. Eva u ge 1 ische r B und: Sonntag abend Familrenabend in Lteins Garten: „Wie sich das Urteil über Luther im Lause der Zeiten gewandelt hat." Eis verein: Sonntag nachmittag ans der Eisbahn bei günstiger Witterung Konzert Tie Anlagemusik findet am Sonntag, 8 . Februar, vor« mittag um ll}4 Uhr (nur bei gutem Wetter ttx der Süd-Anlage flaiL Spielplan: I. Liwerlure zur Tverelte „Tie Frrsahrt »,»S Glück', von Suppe. -. Kind ich schlale Io schlechtz Tuen mi der 'Boffc -Filmzanber'. von 35?. Kollo. 3. Wenn die Fützchen sie dedeu. Walzer von Z. Gilde«. 3. Wir präsentteren! I. Br-ts- ^'arsch ,ai>s der Woche', von H. Llilboick. ** P r i lii ü ach im non Preußen reiste mit Freä taa von Berlin »ach Slraßbnrg und passierte den Gießencr Bahnbos nacht-) 2.47 Uhr »> Aus den, Eis en b a h n d i en >l c Koniin. Eisen liahn-Ässistciit Kühn zn «Ziesten wurde zum Eisenbahn- Assistenten ernannt. " T i e B e e r d i g u ii a d c r i ii d c r D o n ii e r s t a g „acht ize mordeten Familie des M i l ch k u t s ch e r s ucli man ii fand heute »vrmittag 10 Uhr auf dem neuen Friedlins statt. Dadurch, daß die Feit der Beerdigung nicht dekaiiut war, war der Zudrang zum Friedhof nicht so urofi, mic sonst bei einem derartigen Anlaß zu erwarten gewesen wäre. In der FriedhofSkapellc war der Larg der Mutter aus dem Katasalt ausgebahrt, während die Large der Kinder zu beiden Leiten standen. Herzzerreißend war das Weh Nagen der Familienangehörigen, besonders der Mutter und > »roßmutter der so jäh nmsLcben tKekoiirmcucii, und es w.ihrt.- gcraume Zeit, bis diese soweit beruhigt waren, daß Herr Pfarrer Schwa be seines Amtes walten konnte. Die Worte, ; ,-criu di 5rauerversMumlungrichtete,machten einen tiefe» Eindruck und wirkten in ihrer Schlichtheit doch erhebend. Die Siäre. an der die unglückliche Familie ihre legte Ruhe fand. Ui» in der Nähe der Kapelle, die Mutter ruht in der Mitte wischen je zwei Särgen ihrer Kinder. Eine kurze Altsprachler- Herrn Pfarrers und ein Vaterunser bildete den Abschluß m ei schulternden Trauerfeicr. Die Beerdigung des Vaters iindct am Montag statt. " 2 I a 0 111 ) t a I e r. ütach der gestrigen «rsvlgreilben trgiiw'it-Aufjührlliig ist von verichiedcneii Interessenten, namentlich , 111-3 ilbonneilienkreise», der Wunsch qeänhert worden, die tolgcn- d.-n Antfuliningeii von .Eginont' etwas lrüber beginnen in tzüsen, da das Werk mi: der Aeetziovenfchen Musik mich bei guter tiiilichtmia und tloilen Verioandlimgen eine Soieldmier von nn- geüilir in Stunden «riorderl. Sie Direktion bat darauihiii den -.'Inlang der EgmoiN-Attlflihrung am nächsten Tienstag ansiialnns- neiie au! In Uhr a»aesetzt. — Tie Nolle de» Tor-lbaderg „.janaerl" in .Füg er bl III' bei der morgigen Nachniliiaas- voriiellung spielt diesmal Herr Groller, der ja über alle Eigen- i halten lür diese Gastrolle verlngt. " Wenn »I a II c I» e R r i | e tut. Alls unsere» Bericht unter obigem Titel brachten wir «in Eingesandt, dem wir Ausnahme gewäbrten, weit um.- das Gebaliren der beiden Knaben recht verioerllich vorkam. obwohl das Eingesandt eine ziemlich scharie Sprache redete. Ter Vater eines der Knaben schreibt „ns dazu: ,;iu Ihrem Artikel .Wen» mau eine Reise Im' in Nr. 3g ,'chres geschätzten -Blattes dars ich Ihnen als Bater des »inen Jungen zur Berichtigung wohl Mitteilen, dag der Schreiber weit übertrieben hat. (iS wäre sedenlalls viel richtiger von dem Herrn gen esen, wenn er schon io lauge um das Treiben der Jungen wuüle, den Ellern beizeiten Mitteilung zu machen, dann liäite manches ucrn-.ieden werden können, (Sehr richtig! Tie Redaktion.) .in beurteilen, ob die .Jungen wegen ihrer Streiche schon jetzt reil ■ iic das Zuchthaus sind, scheint mir der Schreiber Ihres Arlikcts nicht der richliae Herr zu sein.' ** 2 i e B i la n z d c r H q PO t h e keII b a n k i n H a NI - bürg wird in unserem heutigen Inseratenteil veröffentlicht, woraus hiermit htugewiescn sei. Kreis Lautet dach Z Lauter bach, 6 . Febr. Aus eigentümliche Weise iain heule nachmillag der 85 Fahre alte verheiratete Vor arbeiter Martin ans Maar in dem Gg. Krömmelbeinfcheit Dampssägewert am Züobahnhof hier um sein Leben. Das Säge me hl wird durch ein Gebläse von dem Sägewerk in einen großen trichtcrsörmigcn Kasten besördert, an dessen unterem Teil sich eine Klappe befindet, wo die Wagen beim Abholen des Sägemedls untergesahicu und bequem verladen werden können . AIS nun heule mittag ein Wagen Sägemehl verladen ionrde, hatte sich dieses in dem Trichter festgesetzt. Um hier nachzutielfen. stieß Martin mit einer Stange in den Trichter, wobei er selbst hinein fiel, von dem iiachriirschendcn Sagemehl verschültct wurde und erstickte. Erst nachdem die Beine an der imkere» Trichteröffnung zum Vorschein kamen, wurde man das Unglück gewahr, der Tod war aber bereits cingetretcn. Martin hinterläßt Frau und fünf Kinder. KrciS Friedberg. I). Bad-Nauheim, (>. Febr. Tie Wiutcrkiirzcit bat recht rege eingesetzt I infolgedessen sind die Privathäuscr und Hospize gilt beiuchl. Das neue Militärkurhaus bietet nunmehr Raum für siebzig Gäste. Gegenwärtig weilen meistens Südwestairilaner zur Erholung hier. h. Ockstadt, 6 .Febr. Altbürgermeister Ewald starb liier nach langem Leiden im liti. Lebensjahre Um die Ein Wicklung der Gemeinde erwarb er sich während seiner lang- iäbrigen Dienstzeit als Bürgermeister große Verdienste. Starkenburg und Nhrinhcfsen. ch. Bingen, 6. Febr. Infolge plötzlich eintrelendcii Nebels ereignete sich bei Bingen ein schweres L ch i s s s u n g l ü cf. Als der Lchleppüampß'r „Nicderrbcin II." aui der Bergfahrt mit den in seinem 31 tihange sich bcsinüeiiden Kähnen das Burger Loch vaRert hatte mrd bereits in der Nähe des i'ogenanMen Fittcl-Fel lens gclommen war. geriet der Dampfer ans der Fahrtrichtung. .Hierbei kam der Dampfer dem N a d e g r n n d e zu nahe und fu h tu ii f dem Grunde f e st. Ter sich im Anhänge des Dampfers besin- dende Kahn .„Homberg Nr. I", Zchissrr Borgerts aus Homberg, konnte etwa 200 Meter oberhalb des MäuicturrnS gelandet locrdeii. Di-r zweite Anhäugekahn „Lopbie", Lchirier Wesels, rannte cbcuialis aut und legte sich quer vor dem Mänscturm. Der Dampfer „ÜUederrhein . 11 " wurde vom Danipser „Nicderrheiu I." aus seiner gcsährlichi-ii Lage abgcschlepvt und nach Bingen gebracht. Der Kahn .pHomberg" muß, che er au» seiner sehr gefährlichen Lagr- 'leigcturnt werden kann, geleichtert werden. Auch der vor dem Mäuseturm liegende Kahn muß geleichtert werden. Ehe der Kahn „Topdie" nicht abgeichieppt in. Ibnnen die Lchrste nicht durch das neue Fahrwaiicr iadren. Die Lchiiiahn durch das Bmqer Loch wird daher sehr verzögere. Hesseil-Naisau, B a d H o m b u r g, 7. Febr. Rangiermeister Balzer sprang beim Rangieren eines Zugparks auf einen Wagen, rutschte von dem glatten Trittbrett aus und verletzte sich am linken Beine erheblich. Glücklicherweise geriet der Mann nicht unter die Räder. Frankfurt a.M.. 0 Febr Als heute morgen um 7*-.- Uhr im .Hauptbahnhoj der Lurnszng >0, der von Benli- miglia über Frankfurt no.ai Berlin verkehrt, hier rangiert ivlirdc, fuhren die beiden Abteilungen des LuruSznges auf einander. Drei Reifende wurden leicht verletzt und mehrere Wagen schwer beschädigt, so daß der Zug feine Fahrt nicht weiter sortietzen tonnte. Die Reisenden mußten den 0 Zug, der um ^23 IIhr Fransjurl verläßt, zu ihrer Weiterreise benutzen. verewsnachrichtm. G v a n.g e l i s che r Bund. Aus den nwrgen abend in (Karten statu'inenden Familien-Abend, lmilcken der Zmci^ Vereiu des evanqel. Bunde» aemernsain mit der Ortsgruppe des a kade m. W a r r b»u r g l»n udes veranstaltet, seien Freunde und Gönner der Bnndrssacke nochmals hingewiesen, zumal der Alrend iebr interessant zu iverden verspricht. Privatdozenr ^!ic. M u lerl Berlin wird, wie schon angekündigt, das Thema behandeln i ,.Wie sich das Urteil über Luther im Lause der Zeiten g.e wandelt hat." Bei der Vertrautheit des Nedners als Professor der ^lirchengeschichte mit der Materie, dan nran au, eiur gründliche ilnd anregende Darstellung rechnen und den Be- sllch der Veranstaltung den Evangelischen von Giehen und Um gebnng dringend empfehlen. Der Bortrag wird, wie üblich, von Gesangsdarbietnngen riniradnir werden, welche der Maschinen l a ner Gesang verci n srerindlichst fibmummtfu l>at. D aubrin^gen, 7. Febr. Der Turnverein Daubringen non 189.» hält anr Sonntag, den 8 . Februar, nachmittags Uhr, )ciiu’ >?anptversammlnng bei Turner W. Lepper ab. ■M l, 1 1 e r s h a u s e n , 7. Febr. Ani Sonntag, den l.7. Febr. begehr der lpesangvercin ..Eoncordia" in Nuttershausen im -^aale der Wirtschast^zum Alten Fritz sein lOjähriges Stistungs- fest, verbunden mir Theaterausmhrungen, Konzert und Tanz. G r o p e n B u s e ck , 6 . Febr. Der Gesangverein „Heiterkeit", bisher der kleinste unter den vier hiesigen Ge- sangvereinen, hat im Lause dieses Winter» seine aktive Sängerzahl aus 4.) länger gebracht. Auch hat der Verein setzt 100 passive Mit glieder. Aus diesem Anlas; hat ein unbekannter Gönner de» Vereins diesem zur Pflege des Gesänge» 5-0 Mk. übersandt, mit der gleichzeitigen Mitteilung, das; er Verein später nochmals einen größeren Betrag für Pflege des Gesänge» stiften werde. - Der Säug e rkra n z wird am Sani»tag, den 14. Febr., i»l den Räumen von Steins Saalbau ein grotze» „Winter sportfcst" abbalten. Der „Süngertranz" versammelt au diesem Tage seine Mitglieder zu einem fröh 1 icl>en Treiben in Schnee und Ei». Die Vorbereirungen dazu sind in voltein Gange und die Ver-, anstaltung verspricht einen glanzvollen Verlauf. Die Dekorationen find von Malermeister .Holl m a n n ausgeführt, während die Tier- gruppen von Hagenbeck in Stellingen geliefert werden. Univerritcits-Nach richten. —i Tee bekannte Botaniker Geh. Regiert!ngsrat Tr. Phil, ct med. Zimon Schivendcle r, ord. Profeffor an der Unrverfität Berlin und Mitglied der prcuß. Akademie der Wissenschaften, vollendet am 10. Februar das 85. Lebensjahr. vücherlisch. - T as Leben in Snd -W eh -A fr i ka, der Dornbusch und die Öde Lteppe als Kamplolatz lür die wilden und blutigen Kämpfe zwischen Teutichen und HoNentotlen mit Hereros, sind Las bewegte Milieu, in das Walker KilchtlNg den Helden feines neneftei, Romans stcllii „Hans Wentig" lretitelt. Tiefer Roman ist soeben in Kürschners Bücherschatz Nr. 933 (Hermann Hillgcr Verlag Berlin W 9 II Leipzig erschienen. _ Lingcsauvt. (Für Form und Inhalt aller unter dieier Rubrik sleöeudcn Artike übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.! Gießen, 7. Februar. Herrn Direktor E t e i n g o c t t c r sei Tank gesagt für die gestrige wohlgelungenc Egmont-Vorstcllnng: dabei möge aber der Meinung Aitsdruck gegeben werden, daß eS woh richtiger fei, am tommenden Dienstag eine halbe (Stunde früher, um 7> » Uhr, zu beginnen. Es muß anerkannt iverdci, daß die vielen szenischen Vcrwandluiigei, außerordeiitlil rasch gcschabcii. und daß es eben unmöglich ist, ohne die prachtvolle Beethove,ische Musik zu entbehren, die Börstel- lung früher zu beendigen. Das Einsachste ist früherer Be. ginn, der ja ancki anderwärts bei langer Dauer einer 3luf- rührung üblich ist. _ Märkte. tz'iei k», 7. Febr. Marktbericht. ?luk beuligem '.".'ochea- lovfte leitete: 3'ntter das Ptzmd ', 40 — 1.00 Mk, Hühnereier Stile! 10—l> Pkg, 2 Stück v Pig, Kaie bas Stuck 6—3 rq., Sliifemntte 2 Stück 5—6 Mg.. Tauben das Paar , 80 — ] rm 8'f„ Hühner per Stück 1 , 00 — 1,66 Mk, Hahnen -. Stück j,50—2,50 *;r, Eliten nt. Tt. 2,50 — 3,50 Mt, änse das T-id. 75—85 Tia, Ochsenfleisch pr. kK>. 02—100 Big.. inüNeück, vr. Piiind so—94 T sg, Kulisteilch 80 Big, Schweine- lisch vr. T tznid 80— 100 P!g, Kalbsleilch vr. B'd. v«-08 -big, ainiiielilersch or. Pkd. 70—08 Big, KaUoneln vr. 100 Ka. 5.00 z 5 .Z .0 Alk, Weißkraut bas Stück 10 bl« 20 Big, Zwiebeln vir ^ i -Mio — 1 5,00 -Mk.. Sliilcä das blter 22 Pili, Nasse 100 tn.-f an— n sita . ,«c Rtc. 0—00 Alt, Birnen das Wund 18 bis 20 Psg, 3tepsel der Zentner 20 bis 25 Alk. Marktzeil vor» 8 bi« 2 Uhr. FC. rsiesbaben. Niehhoi-Marktbericht vom 6. Febr. Austrieb: Rinder 68 (Cdifen 8 , Bullen 5, Kühe und Färsen 55 > Kälber 71, Schale 18, Schweine 237. Deschäst mittelmäßig. C (fiten. Dollsteüchige, ausqemästeie, böchsten Schlachtwertes im Alter von 4—7 Fahren . . . . Fimae. fleischige, nicht misgemästete und ältere ouSgemäslete............49—55 Mäbia genährte junge und gut ge- genährte ältere ........... 45—48 B iik I e u. Bollfleischige, ausgew, höchsten Schlacht:». . . Vollfleischige, jüngere........ . Färsen. K ü h e. Pollslelsckige auSgeinästete Färsen höchsten Srblachtmertes .......... Tollsteischige misgeniästet- Kühe höchsten Schlackrioertes bl« rn 7 Jahren..... ?l eitere ousaeinästete Kühe und wenig gut entwickelte iüimere Külie ......... 44—47 Mäßig genährte Kühe und Färsen ... Gering genährte Kühe und Färsen . . . Kälber..' Feinste Alaslkälber........... 66—68 Mittlere Mail- und beste Sanakäll'er. Geringere Blast- und gute Saugkälber Geringe Saugkälber........ Schafe. Weideuiastlchai« Dlaslläiumer mid Alasthanunel .... 47,00—00.00 Schweine. Lollflejschige Schweine von 80—100 pebens- gewicht......... • . . . . Pollsleischige Schweine unter 80 irx Lebendgewicht Lollsteiichige Schwetne von IW—120 lc-,'Lebendgewicht ............. Vollfleischige Schweine von I'20—150 hg Lebendgewicht .............. Fettsckiiveine über 150 kg Lebendgewicht Preise tür loo Pib. Lebenb» Schlachtgewicht Mk. Alk. 50—54 89-05 4 9-Ev ö 87—95 45)—48 80—86 ti 76—8o 68—75 48 —53 65-94 39—42 70—76 44-47 34—38 29—33 76—8.! 58—62 59—62 46—51 110—Zi:; 97-103 87—9.» 78—86 53-54 96—00 68 - 6 '.. 67—6-> 54 55 68 — 60 52' -53'tz 68-67 49',—52 62-65 Meteorologische veodachtungen Ser 5ta ion Siehen. F-b>. 1914 r: |I|I F * I 5 Ea «8 1 S 5 Ü X-c 85 = if 1 fit Wetter 6 2" 751,7 ' 2,9 3,6 64 2 0 Sonnenschein 6. 9" 751,0 — 3,6 3,3 92 w Bew. Himmel 7. 7* 750,5 — 5,0 2,9 91 still still Nebel Höchste Temperatur am bis 0 . Februar 1914 --- 3,1'.'. Vliedriqstc r NiederschlagOl), mm. , 6. 1914 — — °. Amtlicher Wetterbericht. 2 e f f e n t l i ck t- r W c t.t e r d i e »st. Gieß e n. Wettermrssichten in kessen um Sonntag, den 8 . Februar 1914 Nebelig, uonrieacnb tvub mib milb, »roch meist trocken, südliche Winde, Nachtfrost. Letzte Hacbrichten. Der Prinz 31 t Wied. Berlin, 7. Febr Nach den letzten Oiamrichte,, reist der Prinz zu Wied morgen von Berlin nach Rom, Wien und zurück nach Neuwied. Nach Emvsang der albanesischcn Abordnung fährt er ans einem österreichischen KriegSfchisf von Triest nach Brindisi und von dort aus einem italicm scheu nach Turazzo, wo ec am 24. Februar eintrifst. Die Kriegsschissc beider Machte geben ihm da-Z Geleit. RücktrittKokotzow? Petersburg, 7. Febr. Dem Vernehmen nach hat Ko kotzow heule fein Entlassungsgesuch eiligereichl, das der Zar angenommen haben soll. < 5 "in Zlrisictzne-Sen Ei« ausgezeichnetes Rezevt für einen Hnttenfirnv, mit dem man sich <^cld sparen kann. Anaencht» der zurzeit herrschenden reaelrechre» Erkältunas- und Fnstuenza-Evidemie dürfte nachstehende» Rezem vielen willkommen sein. Beilhasfen Sie ücl» in der nächsten Avothete 60 *rr dreifach toruentvievten Anja. ni»ea Sie da» zuhanie zu einem viertel Liter heißem Wasser und 2TH) c aeüvßenen 3ncfev; mnrübren. bi» alles aut anmelöst und vermifchk ist. Davon nimmt man ein bi» zwei Teelöffel voll viermal de» Taae eilt: das verschafft ioiorriae Linderuna nild vertreib! r»'ci?r schon innerhalb 24 Stunden den harmärtiauen Huüeu. Dieser Dunen- nruv iü sehr angenehm ernzunohmen, in vvr.uialick aeaen Heiser keil, leichte Erkältungen und zur Berbindernna der sich daran» bnufifl ennvicketnden schlimmeren Erkranknuacn der Almunn»- weae. Da er auch aeiviffe nährende und träniaende Eiaenschaften benpt, eigner er sich aucli bestens in der NekonvoleSzenz. Wenn Sie nietn selbst zur Apotheke aehen, schärfen S»e den! Boten nn, daß er dreifach konzentrierten Ansy verlangen mnn. Da» Rezept ist schon öfter» empfahlen worden, die 2,'achfraac in den lvkal' ii Avvlhcken ist daher eine sehr starke. 192/ Wie ioll die Nabruua de» lindes «ein? l. ^kährkrastia! 2. Unbedingl verdaulicl,'! ü. Wohlschmeckend! E'.ne Verein,gunn und Verwirkliäiuna dieser drei Vorzüae i>t Nestle s .^indermehl. 'Lrhal:- lich in allen 2lpathekcn. Drogerien u,w. zu M. 1.40 ' , Dose uuö M. 0-7.~> 1 , Doie. t9ransvrvbe dnrü' ^«'esile-^eseUiklrai! Berlin ^V. .47 Kopfschmerz, * Be^ |__ • gHof«oorh*k«o Oti^s. | • » aorNieb 1 JfPOV £8 S"B S S 1© bevorzuqtj (160 D; k ValldeTlrsN'?'' \ «*r uulich.“ 1 pothekcii. Neuheiten: üerren-Hflziise KinHer-Anzüge Herren-Palelols Samen-Kostüms Anzahl an g a.— an per Woche 1.— an J. Jttmann Bahnhofstr. 29. (is^a Tapeten! Vataren-Ta^eten v. 10 Mp. an, Bold-Tapetea von 20 Bia. an in d. schönst, u. neuest. Must. verl. kosten sr.Musteib.78 Vsdr. Ziegler. Ltzaedar,. ^ 1 ) Fch liefere iragi.Parkettbolz 1,20 l u. 28 mm starkin (Lichen 2. S orte, das bei dem Neubau des Mannschasishauses der Maschinenaewehr >komvaa- nie verwendet werden soll, deu qm unverl. franko Bahnhof Giesten zu ML 7. nr und »eriia verkegl zu Mk. 8 . (9888 Gießrcu. H. F. Rausch. Tlt A I E R IltT K A. Salomon & (’le. ! -iwr-- 1 Hyffhäusep-TecbniRum rankenhause Inf.'U.Werkm.-Abt. Gr.Masch.-l«t>. Hoch und Tiefbau. fl labJl BonMmöbcit bi»z 24.Vebcn» an d. Beinen, Armen u. im Ge sicht behast. u. durch Gebrauch v.^bcrmcvcr'sMedizinal- Herba Seife nunmehr ae- heill, bestälial W. Tost in ^berlunawip. Hcrda-Lcisc ä Stück .70 Bi., 30* vcr stärktes Präparat Mk. 1 . Bur Nachbehandla. Herba- i^reme U Tube Pf., Glas- doie Mk. 1.70. ,'^h. i. d.Gnacl und Hirsch Avotkekc u. i. d. Troacricn D. Sckaai, W. ttilbingcr,b'.5larn.A.Noll u. r. d. Ä^arfümerien. 6f56hv üeursener l Cognac aus französischen Wein Iandaueri&IMacholl ^ HEiLBRONN 0. l. MlS.» abends fl Hör, im Per- xinslokal ,,/nni Ijfiwcn", eleuenweg. [1877D Tagesordnung: 1. Bortraa des Kameraden Postschanuer Mohr über: Tic Kämme d Süd-Abicilungi.Hoiienwiien »vclbiua 1!1!ttgiicdcr cingeiiihrt werden. Der Vorstand. 8unai Samtags, 14.Februar 191t “ItHlJ: abends 8Nhr 11 Min. 7 '/. Sek. Grosser Gesangvereins ,.Harmonie'‘ tu sämtlichen Räumen des Cat'£ I.eib, Walltorstraße Um geneiaten Zuspruch bittet Ter Vorstand. Vorverkauisktcllc» für Herrenkarien bei Friseur Möbl. ■Sonnenitt ü. 2. Vetter, EbauiieedauS, Franksnrter Ztr.X2, Fricdr, ftlenilchmidl. Jrisenr, Knniansaassc 12. M. Krna. Ziaarrenaeschast, Schulnr, ü. F. Schweinsberg. Gastwirt. Vcuitadt 5V. VorverkauisstcUc» iür Tamcnkartcn bei 21. Salomo» & (Io., Schulstr.4,21. Goldschmidt, Schulitr. Geben»karten für Mitglieder nur im Vercinslokal Schwcinsbcrg erhältlich. Giutrittsvrciic: Hcrrcnkarten im Boroerkaus 1 Akk., an der Nasse 12>t Mk.: Tamcnkarlen ii» Vorocrkau! 30Psg„ an der Kasse 75 Via.: Gebeinikarien, nur aitttia bis zur De- maskier»,ich lü> Via.: Galerie 20 Psg. Ü8S1O Vseil, Walllorslr.: Friseur, Selterswcg. 1571N 8>>nu! KJ im~ San«: Kutscher Verein Gießen SoBBtag, den S. Februar im Ca!6 Leib Anfang 7 Uhr 61 Blinnten 11 Seknnden Prämiierung d. 10 ftchttuMten Herren- und Damen-Hafiken Eintrittspreise int Vorverkauf: Oieheimkarten 50 Bfs,.. Dauerkarten für Herren 1 Mk.. inr Damen 50 Psq. In der Kaffe: Oieheimkarten 60Psa.. Dauerkarten für -Herren 1.20 Pik., für Damen 60 Psg.. («alerte 20 Pfa. Karten sind im Vorverkauf s;u üabetl bei den.Herren: Bene. ?Nans- bura: .HeUbronner. Markt,rranc; Ockel. Nemtadt: Wahl, Neustadt. Langsdorf, Stcinstratze: Tichn^ Her Vorstitml Tanzvergnügen im Ostend Kaincr Allccl7, t^’J Sonntag, den 8. Februar. EIS - VEREIN iMmii. i uu iiii i i iiim iiii mm ii mi i miM i ii i mi i nmiiMiMiM i m i minu iii mmm iTr m Sonntag, den 8. Februar: 1895D Grosses Konzert von 4-6Hin auf der Eisbahn. Nur bei günstiger Witterung. Bienenzüchterverein Gießen u. Umgegend. Tonnt««, 8. Februar, nachm. 3 Ubr Versammlung in Äiebcn bei Miigticd Krall. Jranksurler Strotze 8l. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Heidt, t'eusel bei Atsscld „Ltcnenrecht in alter und neuer Zeit" Er Hebung der Beiträge. «Unser Rechner Herr Bölstng wohnt Kcolerstratze 9, Gietzen.i VollzäbiigeS Erscheinen ist erwünscht. Gäste sind willkommen. 1832 Bus>. Sonntnc, 8. Februar 1911, nnf derl-iiIveriiiOlile: Grosses Maskenkränzchen Anfang 3 Uhr 16 Minuten. Von 4 Uhr ab Tanz. Ende: Wenn wir nach Hause gehen. Grosse Ueberraschungen. Jedermann herzlich willkommen. ^ Oer Vorstand. Erstklassiges und grösstes Lichtbild-Unternehmen am Platze Immer gleichmässig schöne Programme Ab heute Samstag: Die Fi I m - Primadonna Mimisches Schauspiel in 4 Akten von Urban Gad. In den Hauptrollen Asta Nielsen uni Paul Otto vom Deutschen Schauspielhaus Berlin. Ferner: Eine Mama gesucht Tolle Humoreske. Die Bretagne Das neueste Pathe-Journal Sport, Mode, Verschiedenes. Die Liebe wacht Grosser Sensations-Kunstfilm der Fa. Pathe-Frörcs in 3 Akten. Christians Brautwerbung Köstliche Komödie in 1 Akt. 1883a ir Samstag, öen 21. Fcbi. 1914, abends 8 Uhr, in der Turnhalle am LswaldSgarten Grosser Mett-Ball. Gebet»,karten rat Mitglieder find zu haben beim l. Bc „izenden Herrn M. Törr, NortnAnlagc 18. Karten iür Nichtmitalicder s. Herren IMk., Damen 7«Psg 12 & t" BorverkamSstellen: E. Bonracois. Markloiatzl Gerd. »lamp. Lcltersweg 4«: Hrch. Heb. Frankfurie, t^ulcr. Nord-Anlage 3: Jean »übler Lchulitr.: Gustav r-nichinger. Wildeimstr.: Friseur Go« Ancrweg: Friseur Rubl, Wcttcrgasse, 19011 _ Der Vorstand. Cafe Ebel iiaij, den 8. Srvtzer Maskenball Herren-Sarten Mk. 1.—. im Vorverkauf 8t» Psg. Horgren 8<>nnla s Znr neuen Welt Pb. Ilofmunn. Giessener Konzert-Verein 9 . Konzert. Sonntag, 15 . Februar, nachm. 51 /,Uhr, in der neuen Aula III. Kammermusikabend Streichquintett Klavierquintett von Franz Schubert, op. 163 von ttob. Schumann, op. 44 Streichquartett von W. A. Mozart, B-dur. Ausführende: Das Davisgon-Quartett: W. Davisson, L. Keiper, L. Katterer. H. Keiper aus Frankfurt a. M., sowie Job. Hegar aus München und Professor Gr. Trautmann Rintriftsknrtpn m Mk. 3—, 2.—, 1.30, Studentenkarten Mk. I - sind hoi ERNST iiisK.il U.n , HALL1ER, Musikalienhandlung (Telephon«71k für Studierende _ auch hei Hansve.rwaller Kitter und abends an der Kasse zu haben. 18441 » Gesangverein Gutenberg Sonntag, den \ 5 . Februar 190, abend; 8 Uhr 0 Minuten: Großer lNarken-vall mit Gruppenaufsührung in sämtl. Räumen des Siehener Zestsaales Cafe Leib 1857 trinfritfrnroik»' 2m Vorvcrkaus: Herrenkarien IMk., Damen- »Lllltl II ldpl 1 lst.. karien ül, P|g. — 21 u der Kasse: Herrenkarien 1.20 Süt., Tarnen falten tivPsg. GebcimkartenöOPignur i. Vorvcrkaus. Uitrnürs.llli» du dcu Frileurgclchäsicn der Herren J.Tanv, Bahn. IUU|. tjofitv., H.Gö«.2liierwe,i.Herrn.Kubl, Kirchcnvl.il, P. 'Müller, Waacnaasse: in de» Zigarrcngcschäsien dcrHcrrcn K. Grrb. Bahnbosstr.. M. Krug, Schulitr., G. Sonntag, Schulstr. und Selters- weg. Damcukartc» nur bei den Herren 21. Salomo» & Cie., Schulstr. Z» diesem Grand-Maskenball ladet böslichst ein Der Tloritand. l 1 2 2 % 1 2 1 O 2 2 2 2 2 2 2 2 öefthäfts # empfefilung \ einem geehrten l’ublifeum von öießcn n Umgebung incrdurrti die ergebene mitteUung, daft uh das von meinem verstorbenen manne, dem Photographen Wilhelm BecUer ft U 6 Ä ra Photogr. BteUcr in unveränderter Weste wetteeMhren werde, cs wird mein bestreben sein, auch wetterbin meine geehrte stnndtdiast bei geschähien Rustrdgen dnrdi beste Nrbeik -n soliden Preisen lusrieden zu Helten f rau Wilhelm Becker Witwe Sabnbofftraße ;, 0 1910 Bahnhuißraßc ? 5 Vio Z z z z z a z z z z z z z z Union-Theater « genannt das Schmuckkästchen von Gießen A4 SELTERSWEG Ql Schlager-Prcgramm von Samstag, den 7.Fekmar ak SeHene MIfcrcHftsche Hocldnteressantc lehrreiche Naturaufnahmen. Bubi naMclit Kirschen Entzückende komische. Szene. Zum Lachen! Toai Sylva! Großer Schlager Toni Sylval Die Wasser schweigen Sensations-Drama in 3 Akten. 1866a, In der Hauptrolle die beliebte Künstlerin vom kiesigen Stadttheater, Frl. Toni tHylva. — In diesem Drama spielt Toni Sylva die Rolle als Modell eines Malers, der durch dieses Bild berühmt wurde. Die Beiden verlieben sich. Der Künstler verspricht der sf erb. Mutter sein Modell nicht zu heiraten, u. so zieht seine Geliebte mit ihrem Kinde dem Elend preisgegeben von dannen, bis sich beide nach lang. Kummer wieder finden. Wochen-Ueb^rsicht des Union-Theaters Neuestes aus aller Welt! Mode, Sport etc. Fü r st i n Lorenzo. Spannendes Dram a i.l Ak t. Als Xnnke «las erste Luftschiff sah Hnehkomischc Szene. Zum Lachen! s^üomAsta Nielsen die berühmteste u. beliebteste Kine-Schanspielerin Inimtciischmiph'iDieFilrn-Primadonna Es ist dies das hervorragendste Stück, welches bis jetzt herausgegeben wurde. Das bezaubernde Spiel der Künstlerin, sowie die Inszenierung sind einzig dastehend. Die Direktion. 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