Nr. 50 Ter Siebener Anzeiger ericheini täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich OietzenerLamIUendiättrr; pvennal wöcheiilt.Kieir- dlaNsürtenitreir Siehen ttkienSIag und Vvreiiaa); zweimal nionati. rantz- »irilchaslliche Zeiffragen Herniprech - Anichliisie: ine bie Redaktion 112, rleriaq ». Expeditwn bl 21b« effe iür Depeschen: «nzeiger Wieneu. Annahme non Anzeigen iür die Tagesnununer bis vornnliagS 9 llhr. Erster Blatt m. Jahrgang Donnerstag. 5. zebruar 19*4 General-Anzeiger für Oberhessen Notationz-rmk mb 6 Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei N. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei! Zchulstratze 7. Ve;nvar. Angesichts dessen tritt der Erfolg der Nationalliberalen Am so dcutiichcr in Erscheinung. Ihr Kandidat, der bis-l hcrigc Abg .Stadtrat Kölsch (Karlsruhe), hat seine Slim-] mcnzahl von 1912 nm über 650 Stimmen gesteigert. Das^ ist zweisellos die Frucht einer energischen und unermüdlichen] Wahlagitation, die die Nationalliberalen und vor allem Herr Kölsch selbst im Kreise entfaltet haben. (Segen die Hanpt- wahl 1912 sind rund 500 Stimmen mehr abgegeben worden; da die Zahl der Wahlberechtigten kaum nennenswert zugcnommrn baden dürste (von 1907 bis 1912 stiegen die Wahlberechtigten von 25 926 aus 26 877, also in fünf Jahren nur nm 950), so kann kein Zweifel bestehen, dast die Wahlbeteiligung noch stärker war als 1912 (wo sic bereits 90,9 vom Hundert betrug, und dast diese Steigerung dem natio nallibcrulen Kandidaten zugute gekommen ist. Bedenkt man dazu noch, dast cs sich nin einen Wahlkreis handelt, dessen Bevölkerung nahezu 70 v. H. katholisch ist, in dem also die geborenen Wahlhelfer der Zentrums, die Pfarrer und Kapläne, recht zahlreich vertreten sind, dann darf man den, nationallibcralen Kandidaten zu diesem Ergebnis wohl be- glückwünschen, umso mehr, als cs die Gegenpartei an persönlicher Verunglimpfung des Kandidalen nicht hat fehlen lassen. Der e n dg ü l t ig e A u s g a n g der Wahl steht natürlich dahin. Treten die rund 3000 Sozialdemokraten geschlossen für Kölsch ein, dann dürste der bisherige Vertreter nach dem Reichstag zurückkehren, denn nach den Ziffern der Haupt- wahl stehen den 12259 Zcnlrumsstimmcn 12 651 von Nichl- zentrumSwählcrn gegenüber. Voraussetzung bleibt freilich, dast auch der letzte Mann zur Urne gebracht wird. Denn zweisellos wird das Zentrum alle Kraft ausbietcn, itm womöglich noch Reserven herauszuholen, was ihm ja auch im Jahre 1912 ganz ausfallend gelungen ist, wo cs von 11615 Stimmen in der Hauptwahl aus 12 704 in der Stichwahl stieg. Das ist ein deutlicher Fingerzeig für die Liberalen. Nur wenn auch sie noch Reserven heranholcn, kann der Sitz bc- hauplct werden. Der erweiterte Finanzausschuß der Erste» Kammer hat soeben seinen vollständigen Bericht über die Beamten- und ^ehrer-BesoldungSvorlage herausgegebcn, aus welchem als Reserent tsurst I Mn b u r g - B i r st c i n und als Korrescrcnt Geh. ikom.- jjf"! 4-r. S treckcr verzeichnet ist. Es ist ein sehr umiangrciches Aktenstück von 12 Truckscitcn unv besteht aus elf verschiedenen .Teilen, die nach Buchstaben von A bis L geordnet sind. lieber den sütcn biejer Berichte, Einleitung und Teckungsvor- > ä> l a g e habe» wir bereits ausführliche Mitteilungen gemacht. Tietem Bericht ist zur Erläuterung der Tcckungsvorschlägc auch ein nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer ausgestellter Plan Uber den Bedari zu einer Ausbesserung der Beamten- und Lehrcr- u>w. Bezüge beiqegcben. In dem solgenden zweiten Bericht über das Mantclgesetz stimmte der Ausschuß den Art. l, 2 und 4 nach den Beschlüssen "kr Zweiten Kammer zu. Im Art. 3 hatte die letztere bestimmt, daß der aus den lausenden Einnahmen nicht gedeckte Ttsscrenz- oetrag dem Rcstesonds I entnommen werden sollte. Ter Ausschuß der Ersten Kammer beantragt dagegen, hierfür den Rcstesonds II heranzuziehen und zwar sür das Jahr 1914 bis 300000Ml , sür ldlo bis 4000003)11., für 1916 bis 500000m, sür 1917 bis G00 000 Mk., für 1918 bis 700 000 Mk. und vom Jahre 1918 ab Mo v>ahr bis 8000002111 Insofern ans diesem Fonds eine Deckung nicht möglich ist. soll der Restesonds I hcrangezogcn werden. Zur Bewilligung des Tisvositionssonds von 125 000 Mark zwecks Besserstellung der Altvensionärc, der pensionierten Volksschullehrer und der Witwen von Beamten und Lehrern hatte die Zweite Kammer eine Resolution Tr. Osann-Henrich angenommen, die Regierung um alsbaldige Einbringung einer Vorlage zu er- luchen. worin allen vor dem 1. April 1912 in den Ruhestand getretenen Beamten und Witwen der vor diesem Termin gestorbenen Beamten eine allgemeine vrozentualc Ausbesserung zuteil werden soll. Ter Ausschuß beantragt, diese Resolution abzulehnen. Ter dritte Bericht behandelt den Gesetzentwurs über die Besoldungen, Ruhegehaltc und die Hinterbliebcnenversor- qung der Stoatsbeamten. Ter Ausschuß schlägt hicr vor, der Regelung der Gehalte, wie sic von der Zweiten Kammer beschlossen wurde, im Prinzip zuzustimmcn. Das geschehe in der Ueberzeugung, „hierdurch in einem überaus wesentlichen Punkte der Vorlage der Zweiten Kammer entgegenzulommen". Ties Entgegenkommen müsse um so höher bewertet werden, als sich der Ausichuß von der Begründetheit der Ausführungen der Regierung über den W o h - nungsgeldzuschuh überzeugt habe und lieber ein differenziertes Wohnungsgeld angenonrmcn hätte, als der Regelung nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer zuzustimmen. Jni 'Anschluß an diesen Bericht werden auch die schon in unserem srühereil Bericht erwähnten Vorschläge aus Vereinsachung der Staatsverwaltung näher dargelcgt und dabei besonders die Besetzung zahlreicher Stellen-mir-Mittleren Beamten verlangt, desgleichen eine Beseitigung der 21ebenbezüge der Staatsbeamten usw. Tein Bericht ist auch eine Gegenüberstellung des Besoldungsgesetzes vom Jahre 1898 und der Beschlüsse der Zweiten Kammer und derjenigen des Finanzausschusses der Ersten Kamnrer beigegeben. Das Hauviinteresse wird sich jedenialls dem Bericht O über die Besoldungsordnung zuwenden. Hier hat der Ausschuß eine Reihe wesentlicher Abänderungen vorgenommen, die sich im Prinziv dahin zusammensasscn lassen: 1. Ablehnung der garantierten Neben- einkommen in allen Steilen: 2. Ablehnung der erhöhten Bekleidungszulagen und 3. Anerkennung der gehobenen Stellen nur insofern, als erhebungssähige Stellen in Betracht kommen. Diesen Gesichtspunkten entsprechend sind in den unteren Klassen des Gchalts- tariss die Beklcidungszulagcn wieder aus 70 Stück reduziert und bei Brückcnwörterii und Landg e stütsdiencrn die garantierten Vergütungen von 300 Mk. sür Nebenbczügc gestrichen worden. In Klasse 6 ist der Ausschuß nicht mit der „unveran- laßten Erhöhung" aus 2250 Mk. Endgehalt einverstanden und beantragt solgendc Gehaltssätzc mit 12jährigcr Ausrücknngssrist 1750 bis 1850—1950—2050 und 2150 Mk. In »lasse 7 Ivird die sür die F o r st w a r t e nach 21 Dicnstiahren beschlossene Zulage von 2 X) Mark gestrichen, nachdem ihr Ansangsgehall von 1200 aus 1600 Mk. erhöht worden ist. Weiter sollen nicht alle Steuerausseher, sondern nur diejenigen bei den Hauplsteueränttcrn und iM Be- zirksaussichisdienst nach 15 Tienstjodren eine vensionssahige Zulage von 200 9Jlt erhalten. Die Piandmerster sollen aus Klasse 22 (Höchstgehalt 2700 Mk. unter Ausrechnung euies ven siönssähigeil Gcbühreiianschlags von 900 Mk > in die Gehaltsllasse 16 versetzt und ihnen 1100 Mk. Gedührcnanschlag angerechnct werden. Für die Real! eh rer an den höheren Schulen war der Gehaltssatz (Klasse 311 von der Zweiten Kammer in der vorletzten Stute nach oben um 100 Mk und in der höchsten Stuse um 200 Mark erhöbt worden in Rücksicht aus die wesentliche Erhöhung der Gehalte der Volksschullehrer. Da aber der Aussckiuß die Erhöhungen dieser über die Regierungsvorlage hinaus abaelehnt hat, sollen auch die beiden letzten Stufen wieder aus 4300 und 4500 Mk. sestgcsetzt werden. In den Gehaltsklassen 32 und 36 hatte die Regierung als neue gehobene Stellen für die mittleren Beämten die Stellen der Sekretariatsassisteiiten vorgcichen und die Zwecke Kammer hatte den Wünschen der Interessenten folgend die gehobenen Stellen noch vermehrt. Ter Ausschuß ^dcr Ersten Kammer erachtet aber die Schaffung von gehobenen Stellen nur insoweit sür begründet, „als es sich um Stellen handelt, die in sich eine solche Hebung verdienen". Es sei durchaus unberechtigt, lediglilb »ach der Zahl der Beamten einer Behörde auch eine entsprechende Anzahl gehobener Stellen zu sckiassen, denn nicht die Zahl der bei einer Behörde tätigen Beamten müsse bei einer solchen prinzipiellen Frage maßgebend sein, sondern die Tatsache, ob eine Bcamten- stclle selbst hcbunqssühig sei. Bei den Gerichtsschreibern lehnt der dlusschnß grundsätzlich eine Garantie der Stcmpelvrovisionen ab, er glaubt aber bei allen Kategorien von Beamten eine gleichmäßige Regelung dahin Vorschlägen zu sollen, daß den betressenden Beamten an den größeren Acmtern eine pensionsfähige Zulage von 300 Mark gewährt werde, aus die ein etwaiges Ncbeneinkommen aus öffentlichen Fonds aufzurechnen ist. Zu diesen Beamten gehören außer den Aktuaren die Kreisamts-Bureauvorsteher und die Bezirlskassicrer der größeren Aemter, der Sekretär der Technischen Hochsckmle, der Uiiiversitätsrentamtmann und der Bureau- vorsteher bei der Badcdirektion in Bad-Nauhcim. Bei dcrOberrechnungskammcr hatte die Zweite Kammer sür die Gehaltsllaffe 32 nur 36 Stellen der Oberrevisorrir vorgesehen und 7 gehobene Stellen für Klasse 36 geschossen. Der 'Ausschuß hat dies nicht für sachlich berechtigt erachtet und sämtliche 45 Stellen wieder der Klasse 32 zugettt't: er beantragt ater, den fünf ältesten Revisoren nach 24jähriger Dienstzeit pensionssähigc Zulagen von 300 Mark zu bewilligen. — Den Kreisamisbirrenuvorstelierii, den Gerichtsschreibern und den Be zirkslassierern der großen Städte sollen aut die pcnsionssäbigeo Zulagen von 300 Mark etwaige Ncbeneinkommen ausgerechnet werden. Ter Ausschuß beantragt Wecker verschiedene Veränderungen lei Sekretariatsstellcn uiw. Da der Hauprsteueramtsrendant «n Mainz eine pcnsionssähige persönliche Zulage von 200 Marr erhält, soll auch der Hauptstcucramtsrevisor daselbst eine solche erhalten. Tie Stelle deS Landcswoknimgsinspcktors soll aus Klasse 38 in Klasse 36 versetzt werden, dagegen einer Anregung der Regierung eutsprechend der Direktor des Landeszuchtbauscs aus Klasse 40 in Klasse 46 eingereiht werden, wenn er iuristisch vor gebildet ist. Endlich beantragt der Älnsschuß noch, die Einreihung der Stelle des K'oinmandcurs des (tzendarmeriekorps au§ der 41. in die 44. Gchaltsstusc und anstatt der 4 Ratsstellen und 7 Vortragenden Räten im Ministerium des Innern den Unterschied zu bescittgcn und sür Klasse 45 11 Stellen zu bcwckligcn. Im ?lusschußbericht folgt nun der Bericht über den Gesetzentwurf, betr. die Gehalte der Volksschullchrer. Wir habcn bereits mitgeteitt, daß der 'Ausschuß beschlossen hat, statt der von der Ztveitcn Kammer aiigcnommcnen höheren Gehaltssätze die Vorschläge der Regierung anznnehmcn. Auch die von der Zweite» Kammer mit 25 gegen 19 Stimmen angenommene Ent- ichlicßung Henrich, worin die Kammer die Berechtigung der Forderung der Volksschullehrer aus G l c i ch st c l l u n g in ihren Gesamtbezügen mit den mittleren Beamten anerkannt rmd um eine diesbezügliche Vorlage ersucht, beantragt der Ausschuß ab- zulchnen. — Diesem Ausschußbericht ist auch eine besondere Ueber- sicht über die Lchrerbcsoldungen in den deutschen Bundesstaaten und ihr Verhältnis zu den Gehalten der mittleren Beamten beigegeben. Die solgenden Berichte des Slusschusses: Gesetz über die 2lb- ändcrung des Gesetzes betr. die Pensionierung der Volks- schullehrcr, Gesetz über die Slbänderung des Gesetzes, betr. die Witwen und W a i s e n k a s s c der Volksschullehrer, Gesetz, betr. den Wohnungsgcldzuschub, Gesetz, betr. Erhöhung der Z i v i l l i st e des Großhcrzogs, sowie Nachtrag hierzu, Gesetz Zum Zubelsest der ttgl. Kunstakademie in Dresden. Tie Kgl. Akademie der Künste in Dresden feiert am 6 Februar das Fest ihres Hundertsünszigfährigen Bestehens. Sic ist ln'ivorgegangcn aus einer 1697 unrer August dem Starken begründete» Malerakademie, deren Borläuserin eine vom Dresdener Hosmaler und Galerieinsvektor Samuel Botschild unter Kurfürst Johann Georg IV. geleitete Privatakadcnnc gewesen ist. Die Direktion der Malcrakademie erhielt der Hosmaler Christovh Fehling, ein Schüler und Vetter. Botjchilds, der ebenso wie dieser aus Sangerhausen stammte. 21ach Bot- schllds Tode im Jahre 1707 erhielt Fehling auch das 2lmt eines Galcrieinsvcktars. Beide Künstler ivaren zwar leine hervorragenden Meister, nwhl aber tüchtige Kräfte, die sich um das damalige Äunstlelen in Elbslorcnz sehr verdient gemacht bähen. Botschild stach auch ein Kupserwerk, das er >693 unter dem Titel: „Ovcra Varia historica, voetica et iconologiea" herausgab. Bon Fehling rühren einige Deckengemälde im Palais des Oiroßen Gartens und im Zwinger her. Ec starb 1725. Sein Nachfolger im Diiektoriat der Malcrakademie wurde der damals viel gefeierte Hofmaler Louis Silvestre. Mit Ehren überlstiusi und 1741 von August III. gcadeli, kehrte er nach dreißigjähriger 'Amts- sührung nach Paris zurück. Im Jahre 1764 wurde die Malcrakademie von dem ?ld- ministrator Prinzen skaver nach den Intentionen des: verstorbenen Kurfürsten Friedriä» Christian und dem Plane des Radierers und Kunstschriitstellers Christian Ludwig von Hagedorn, Bruders des Dschiers Friedrich von Hagedorn, in die Akademie der bildenden Künste umqewandeli. Sic erhielt 1833 eine neue Organi- satton und späterhin eine den modernen Bedürfnissen entsprechende Ausgestaltung. Tos valastartige Heim, das sür sie nach den Plänen des inzwischen verstorbenen Baurats^ Llpsius aus der Brühischen Terrasse erbaut wurde, hat in jüngster Zeit ihre Blüte mächtig gefördert. Hervorragende Künstler, wie die 2Naler Bendcmann, Hübner, Ehrhardt, Ludwig Richter, Pohle und Preller, die Bild Hauer Nietichcl, Hähnel und Schilling, die Architekten Thürmcr, Semper und Wallot, sind an ihr tättg gewesen, wie denn auch zum jetzt bestehenden Lehrkörper hervorragende K'räste gehören. Dem ersten Direktor der neu gestistetcn Akademie, Ludwig von Hagedorn, der zugleich Generaldirektor der Kgl. Kunstiamm lungcn war, gebührt das Verdienst, die Anstalt gut sundiktt zu batwn. Seine Radierungen, meist Landschaitcn. sind bcdcuiungs- lvs. Mehr interessieren seine Tchristen, insbesondere die 1755 gnonvm erichienenen „Lettres ü UN amateur de la peinture lind die 1762 in zwei Bänden lzerausgegebrnen „Betrachtungen über die Malerei". Äe sind bezeichnend für die pedantische und hohle Ausfassung, die damals üb'er das Wesen und die Be>cimmung der Kunst noch vorherrschten. Es mar die Zeit, da sich die ilaneniichen Manieristen und Eklektiker noch breit machen konnten die ,oge. nannte „schöne Natur", ein schwer zu denmerrnder Begrist, als Ideal galt, der Schwerpunkt in der Kabinettsmalerrr lag und der Herr Amateur sich an ihren Werken ergötzte, wahrend die große Monumentalkunst und das Volk leer ausgingen Die Hagedorn, Fueßlin, Leser und Salzer, alle d.eie Kunstlckeraten und Aestheten stehen samt dem stolzen Mengs vor dem modernen Rich erstM als trockene Schemalikcr. die von der irnchen Natur nnberuhtt geblieben sind. Immerhin hat die Dresdf»cr Kunitakademie genügenden Grund, ihres ersten Direktors Chmttan Ludw, gvon HgL-- dorn in Danlbarkeit zu gedenken. Er war geboren am 14. Februar 1713 zu Hamburg und starb z» Dresden am „4. Januar 1780. f — Henriette Fcucrbach über „Parsisal". In unfern Tagen, da durch das Freimerdm^rWaqncrsä)en Werke die Auseinandersedung üd^r den ,,Parnsal 5eiondcr^ lebhaft ist lind die Aeußerungcn einer Frau, die ttcher ein olienes Herz ür alle Kunst batte, über den „Pariisal" höchst intercssant, umso mehr, als sie viel Zustimmung finden werden. Hcnttettc Feuerloch, wie imr in ihren von Uhdc-Bernasts herausaeaebenen Briefen sinden, war zunächst vom „Pariisal" tar^rübr. Am 25. August 1882 schreibt sie an Emma Ribbeck: Parsiial" ist ein merkwürdiger Abschluß: wenn Wagner nock'rine Oper schreibt, so wird, sie abwärts gehe» Es ist eine religiöse Thal, eine 'sündererloning, tue er sur sich selber gebraucht Hat, und sie ist so crn stgcmeint, daß man nicht an Theater und Entweihung denkt." .. Einige Zeit später aber ichreibt fic: Der „Parsiial" ist, nachdem ich den Klavierauszug in die Hand bckmnmen. seines sinnlichen Zaubers beraubt, vor meinen Äugen in einen Abgrund versunken, aus dem ich ihn nicht herausziehen will sür mich, sondern ich gebe ihm eine Grabschrist, die lwißt: „imisikaltsche Armuth", und so wird es recht sein. Wie man die Einleitung als Konzertstück spielen kann, ist kaum zu begrciscn, denn sie ist eben nichts. Dret „Leitmolive" und dazwischen gebrochene Akkorde in derselben Tonart aut und ab. Das einzig interessante alte Rottv ist aus einer alten Meste, die man in Dresden beim LIbcndmahl in der Kirche singt. Wagner ist alt und solllc nicht mehr schreiben." Auch ihre sonsttgen Acußcrungen über Wagner verdienen an- gesührt zu werden. Sie schreibt: > An Sophie Kayscr, 10. Octob. 76. „Wir haben zu glcick>cr Zeit gewagnett, ich nämlich den Siegfried, und ich habe ihn mit tiefer Bctrübniß aus der Hand gelegt. Wenn das Kunst ist, d. h. die Kunst des 19. Jahrhunderts, dann sollte unsere Welt das 20. nickst erleben. Sinnliche Nachahmung sinnlicher Gegenstände mit technischem Geschick und vollkommener Geschmacklosigkeit und mit besonderer Vorliebe sür das Ungeheuerlich-Häßliche, das ist Alles." An Herrmann Levi, Nürnberg, 4. 11. 76. „Ich wäre recht begierig, einmal ein vernünstiges Wort über die Wagnerei zu hören. Meine Natur tteibt mich aut die Anti- Seite, aber ich möchte nicht Unrecht thun, und doch muß ich mir immer denken, es sei eine pathologische Kunst, die mehr die Nerven als den Geist trifft. So ist ja überhaupt alle moderne Kunst, wie sie auch heißen mag." — Vom Feste der Gclehrsam kert. Anfang Februar feiert man in Indien das Fest der Sarasvati, der Göttin der Wissenschaft. Wer zu ihr Beziehungen unterhält, der huldigt ihr dann in seinem Hause aus sinnige Weise. So werden dem Bilde dieser Gottheit, die meistens als weiße, vierarmige, sitzende Frauen- gcstali dargestellt wird, nicht allein Blumen dargebracht, sondern man häust und türmt vor ihre Statue auch eine Nlenge Bücher und Manusknpte. Ter Jndiensorschcr Richard Garbe, der Gelegenheit hatte, das Fest der Sarasvati in verschiedenen Häusern feiern zu Helsen, fand unter den aufgcstapcllcn Schätzen auch europäische Trucke, so beispielsweise 2Nar Müllers lleine Ausgabe des Rigvcda. Wer nun aber etwa meint, daß an diesem Tage der indischen Athene zu Ehren auch ordentlich „gebüffelt" werden müsse, der irrt sich. Es gilt im Gegenteil als Frevel, am Feste der Gelehrsamkeit zu lesen oder zu schreiben. Sarasvati. vor deren Bild man am Festabend auch noch zur Huldigung Lampen schwingt, würde sich schwer beleidigt fühlen, wenn man an ihrem Ehrentage ein Buch benutzen oder eine Feder anrühren wollte. Uebngens soll die Götnn der Wiffcnschast mit einer anderen indischen Gottheit aus dem Kriegssnß stehen. Sie sei, so sagt man ihr nach, verseindet mit der Glücksgöttin Lakschml. Man kann daraus leicht erkennen, daß auch im Wunderlandc Indien die Gelehrsamkeit sich oft nicht recht zu „lohnen" ichcuit. Sbf i die St oft eit Sfr I) n t) e t c u schule» und endlich der Antrag. brtr die Beschränkung der Zuständigkeit der Ro- t «re in den Provinzen Siarkenbnrg und Rheirihcsscn enthalten zu- »rei|i nur Ausiubrnngeit zu bekannten Dingen und bieten vorerst \u besonderen Erörterungen keine Veranlassung. CaitiAc» Heicb. Kleine Anfragen im Reichstage. Im Reichs' tage sind von sozialdemokratischer Leite zwei Anfragen gestellt worden über »nstiinmigkeiten bezüglich der Invaliden- versicherungspslicht der in Grenzbezirken wohnenden Arbeiter und über die Versagung der Erteilung von Arbeiterlegitimationskarlen an ausländische gewerbliche Arbeiter. — Ter Abg Behrens Wirlschaftl. Bereinigung) erkundigt sich nach dem Stande der Vorarbeiten zur gesetzlichen Regelung des Arbeitsrechts der in der Gärtnerei Beschäftigten. Im preußischen Ab g e o rd » etc » ha u s e wurde zuin Fiistizhaushalt am Mittwoch ein Antrag A r o n - s o h n (Bolkspi) angenommen, in dem die Regierung ersucht wird, dein Hause eine Denkschrift vorzulcgen, die über den fetzigen Stand der Aefängnisarbeit, insbesondere über Umfang und Art der Beschäftigung von Gefangenen, über die dafür gezahlten Löhne und über die Tätigkeit der für die^cinzelnen Provinzen cingesetzien Beiräte Aufschlust gibt. Die Iv ü r r I e IN b c r g i f ch e Zweite Kg IN »I er nalnn au, Mirüvoch einen Antrag an. in dem die Regierung ersuch! wird, im Bunvesrar für eine möglichst baldige BeftebungderFabr kartcnsteucr einzulretcn unter der Voraussetzung, da» der dadurch entstehende Ausfall ohne Erböhung der Malrikularbeiträge gedeckt wird. Ministervräiidcnt Tr. v. Weizsäcker erklärte, dast er mit diesen« Antrag einverstanden sei, da er der Regiernirg ,m BundeSrat eine stütze bieten^werde, Ivcnn dort wieder einmal die Frage der Aushebung zur Sprache komme. Vielleicht werde die Steuer noch einmal abgeichafst werde». Einer Erhöhung der Ma lrikularbciträge würde sich die Regierung mit aller Entschiedenheit widersetzen. an»lür die deutschen OfkizierSflieger. Tee KriegSminifler gab daraus- I>in bezüglich der Abreise einen günstigen Bescheid. Ter ab- i,«alliierte Apparat wird mit der Bahn zuriickgeschaifr. Zwei Reichstagsabgeordnete nberfakren und schwer verletzt. Fn Berlin wurden am gestrigen Mittwoch vormittag & i Uhr die beiden Vertreter der ZentruinSfraktion des Reichstages, Benedir Hebel, Vertreter des st reifes Schwaben 4, und der geistliche Rat Tetan und stadtpfcrrrer Johann Puetz, Vertreter des Kreises Schwaben 2, an der Kreuzung der Blücher- und Mitlemvalder Straße von eineni Trofchkenaiitomobil um gef ähren und zur Seite ge|chlcudert. sie wurden beide schwerverletzt und nach dem st. HedwtgS-Krankenhause geschafft, lov sie zurzeit noch bewußtlos und nicht vernehmungsfähig darnieder! iegen. Der Deutsche Abend. (stießen, 5. Febr. Ter deutsche Abend zur Unterstützung des Dcurfch- tnms im Auslände, den die völkischen Vereine der Stadt gestern abend in Steins Warten veranstalteten, hatte sich eines so autzerordenttich starken Besuches zu erfreuen, dast schon lange vor Beginn kein Plätzchen mehr zu haben war und eine ganze Menge von Besuchern stehend den G?- nüsfcn des Abends folgen mustte Ter Saal, der mit den Landes- und Reichsfarben sowie mit Tannengewinden aus geschmückt war, bot durch die festlichen Gewänder der Damen und die farbigen Mützen det Studenten ein an mutiges, abwcchfekungsreicheS Bild, in dem die jungen schönen natürlich im Vordergrund stände». Rach dem Erösfnuugsniarsch hielt Herr (steh. Rat Haupt, der Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe des Vereins für das Tcutfchtuni im Ansla>,de. die Begrüßungsansprache, in der er folgendes ausführte. Hochverebrlicke Festveriammlung' Im Rainen uns Auftrag des Festausichniies danke ich Ihm» allen für Fhr Erscheine» in unser», Deutschen Abend und beiste sie aufs herzlich»« wilkkomme». Das heutige Fest soll dazu dienen, dos Deutschtum im Ausland zu fördern und zu stärken, indem es alle deurickgeiinnten strecke unterer Trabt, Männer und Frauen, in gleicher treuer Liebe zu unierm Volkstum, im gleichen warn, herzigen Anteil an den Geschicken und Nöten »nicrer i» iernem Lande bedrängten und känipienden Volksgenossen zu enger gei. Niger tstemeinioiart in diesem Saale zuiammcMührl Und wahrlich, tzn solches Beimnen auf innere Pflichlen gegenüber unserem dem scheu Volkstum, ein solches schärfen unseres nationalen Gewlsstns tut jedem von uns inmitten der .Hast und Bielgeschäftigkeit deS Tages. iumilien politiicher und sozialer Zerklüftung dringend not All,»leicht und alizndit wird vergessen. Satz es außerhalb der deutschen (strenzbiähle ein größeres Teutichlanb gibt, politisch ans einanderitiehend und vom nniichtbar zuiamniengehalten durch das Band der Polrsgemeimchast Gegrm IC Mill. Tenifche wohnen in Oestereeich-Ungarn. der Schwerz, Belgien und Luremburg, zwei Mcklionen in Rußland, ,»euere Hundertlanienbe in sonstigen slaa >en unseres Erdieils. Dazu komme» nicht weniger als i.'l—14 Millionen in außereuropäischen Ländern, die Blut von unseren, Blme. lind, die gleiche Sprache und Sitte mit uns eint. Und wenn doch etwa einer die Betonung jener einigenden geistigen Bande als etivaS Ueberichwängliches und sentimentales kaltsinnig und philisterhait von sich abweisen loollte. so »rüßre ihn schon die nüchternste egoistische Berechnung eines Beiieren bekebrtm. Mi/ der Förderung des Teulschtums ienieitS unserer Grenzen, jo NN menttich in Oesterreich, dienen wie zugleich der Stärkung der politischen Macht und Widerstandskraft nnieres Reiches, das für den stanwf gegen die uns von Osten mrd Westen her bedrotanden Grane der Bundesgenoiienichast eines starke» Oesterreichs und zwar eine in deutschem Geiste genitalen Oesterreichs „ickn enlraier, kan», link Nicht minder in das Auge springend sind die Früchte, dir UNS ander Pflege deutschen Wesens bei alle» den Volksgenosse» erwachsen dir als Pioniere deutschen Handels und Uvlernebm„ngsge,ste-. in feine Weilen hinausgezogen und dort die Borlämpser und Bahnbrecher für unsere wirtschaslticheu Kräfte und .Bestrebungen geworden sind. Indem wir die Schulen, Kindergärten, Büchereien und Wohliabrtseineichtungen ,ener Ausländsdeutschen unternutzen, für die Ausbreitung unserer Sprache und für die Wertschätzung unserer Botksart in den Balkanländern, in Asien, Amerika und bis in die fernen Südseeland« hinaus uns einietzen. starken wrr iugleich die wirtschaitliche jSraft und damit wieder die paliulme Machtstellung unseres deutschen Vaterlandes. Hat doch sie Erfahrung der letzten Jahrzehnte gelehrt, daß Handel und .zndustrie mehr als der staatliiben Flagge, der Sprache und den« Botkslui» lölgen, daß ausgeprägtes nationales Selbstgefühl am Ilchersteii auch zu wirtschaillichen Erfolge» führt. So wird denn auch kume lleberjegung und nüchterne Rechnung und den gleichen Weg nie den richtigen erkennen lassen, den zu beichreiten unter warmes vaterländisches Empfinden uns autrecht. Immer wieder wird sich uns das Herz empören, wenn wir sehen, wie unsere Volksgenolien in der Ostmark, deren iabrhunderllangen unermüdlichen treuen Arbeit jene Landschallen ihre ganze blühende Kultur verdanken, wie diese osrmärkischen T.aitsckicn heute einen verziveiielre» Kamps mit deutsches Wesen und deutsche Sprache führen müssen, unter Herz erfüllt es aber auch mit freudigem Stolze, daß unsere deutschen Bruder von Fahr zu Fahr mit immer irilcherein Mute, mit immer leidenschaitlickierem Berscrkerzorn sich gegen jene Angriffe zur Wehr setzen, und daß ihr tapferer Widerstand den Meter Orten schon verloren gegebenen Enckcheidungskamps gegen vielfache slavitche Uebermacht wieder zum Stehen gebracht hat. Wer von uns möchte diesem gewaltigen Ringen, besten Ausgang für die ganze Zukunft deurl'cher Geschichte entscheidend lern wird, teilnahmslos zuschanen und von der beispiellosen Ovferwillig- keit der romanischen Völker, vor allem ober der slavischen Stämme sich länger beschänien lassen? Tie deutschen Sckmtzvereine »n'erer Stadl, die den ersten Anstoß zur Abhallring dieses Festes gegeben haben, der Verein für das Teurichtnm ün Anslande, der Alldeutsche Vertan'', der Bund der Teursche» in Böhmen und^ der Sütmarkvercin, sie alle e-äisnen einem ,eden von Ihnen der sich ihre» Bestrebungen amchkseßen lvill, ein ^ ungemein danlb'rcs Arbeitsfeld. Soll das heutige^ Fest auch im weienrlichen deni Dienste der hei'eren Mustn gew-ihk sein, so dürfen wir doch honen bah Tie alle durch unseren Deutschen Abend in dem Entschluß bestärkt werden, an der veranckvorNings- vollen Arbeit der deutschen Schntzvereine tatkräftigen Anteil zu nehmen. Lassen Sie „ns in gemeinsamer feuriger Hingabe an »liier geliebtes deutsches Vaterland dazu helfen, daß dir Dämme, die deutsche Volksart auf fremder Schalle gegen die wild andringende Sturmflut feindlicher Angriise ichirrnen und schützen sollen, daß diese Dä>nme stärker und stärker werden, und dast durch unsere brüderliche Hilfe unsere» Volksgenossen ,m Auslände deutsche Sprache, Sitte und Art i» alle Zukunft erhalten bleibt. Zn solcher frohen Zuversicht bitte ich Sie. der uns beseelenden Liebe zu unserem Bold- und unserer Ehriuechl vor dem erhabenen Schirmberrn des Deutschen Reiches, cki dem sich uns unsere nationale Einheit verkörpert, Ausdruck zu geben, indem Sie mit mir ein- ü.rmmen in den Ruf: linier deutsches Volkstum, soweit die deutsche Zunge klingt, und Tetne Majestät, Kaiser Wilhelm II., sie leben doch! Nach dem Hoch aus Kaiser und Volk, das von der festlichen Versamittlunq begeistert ausgenommen wurde, durchbrauste die erste Strophe des Liedes Deutschland, Deutschland über alles machtvoll den Saal, der sich inzwischen bis zum allerletzten Plätzchen gefüllt horte. Frau Laudgerickitsrat s-ch u d t, die über eine lveich« und sehr ausdrurkssähige Stimme verfügt, sang mit inniger Beseelung zunächst vier liebe deutsche Lieder und zwar Heimweh von Hugo Wol>, Auf dem Rhein von Nob. schu- niann. Schwäbisches Volkslied von C. Reinecke imd Alldeutsches Tanzlied von Eugen Hildach. Zur großen Freude der Zuhörer, die lebhaften Beifall spendeten, entschloß sicki Frau Landgerichtsrat Schudt zu einer Zugabe, die ebenfalls außerordentlichen Antlang fand. Herr Weh. Rat Haupt überreichte ihr ein Btnmengebinde. Sehr schön und farbenprächtig war der von acht Paaren in Kostüm vorgefiihrte Biedermeierlanz, der so außerordentlichen Anklang fand, daß er wiederholt werden mußte. Den HauPtanziehungspnnkt des Abends bildete die Aufführung des tüiklicheu Tatterich, der seit Fahren hier nicht niehr öffentlich gegeben worden war. Der biedere Darmstädker Humor, der durch die gute Darstellung rechi wirkungsvoll zum Ausdruck kam, zwang auch die Z-uhörer in ihren Bann, die der Mimdart nicht immer genau folgen fomtten, und so kam eS denn, daß während der zweistiin-, digen Aufführung beständig lautes Entzücken herrschte. Leider war das stück nicht unwesentlich gestrichen worden; neben der Äandwerlerszene vermißte inan vor allem den Austritt der Musikanten in Traisa und die köstliche Geschichte von dem Feuer in Tuurmbachs Haus, das einige Nachbarn schon ivahrgenommcn haben wollen. Tie Rücksichten auf die Zeit und vielleicht auch der Mangel an geeigneten Darstellern mögen die Kürzungen veranlaßt staben, die allerdings so glücklich vorgenommcn worden lvaren, daß der Eharakter des Stückes nicht beeiutrachiigt wurde. Auch die Darstellung bemühte sich mit redlichem Eifer um den Erfolg, und wenn auch Begabung und Sprechvcrmögen bei den einzelnen Mitwirkenden sehr verschieden ivar, so kam doch ein treffliches Ziisammenspiel hcrailS. Rur langsameres Sprechen und die bessere Wahrung uon Lacki- pansen lväre zu wünschen gewesen, Schwächen allerdings, die bei Liebhaberaufführangen nnverineidlich find. Auch die einzelnen Leistungen waren recht wacker, allen voran die des Herrn Kraus als Tatterich, der dem mit allen Hunde» gehetzten, liebenswürdigen Trunkenbold eine äußerst glückliche Eharakteristik verliest. Eilte sehr schöne Figur machte Herr Schmäht als Trcchflergefelle Schmidt. Glänzend lvar die Familie Tummdach dargestellt durch Herrn Lotz sowie die Damen Kutsch und Behaghel. Einen famosen Schneider gab Herr Keßler, einen tüchtigen Metzgermeister Herr Herbst. Das Kleeblatt der Freunde lvurde von den Herren Koch, Re in eck und Lanz, sas Lifettchen voir Frl. Haubach eindrucksvoll verkörpert. Einen Teufelskerl von einem Schuster bildete Herr Schüler sehr natürlich. Herr Kr ü h l e als Polizci- diener und Herr Kittncr als Wirtsjunge fügten sich ebenfalls gut in das (tzesamtspiel rin. Ter Beifall war über die Matzen stark. Nach der Aufiühruug bcgaiiu der Tanz, der durch di: Tarbietuugc» einer Zigeuncrtruppe abwechselungsreich unterbrochen wurde und die Fügend lange aufs beste unterhielt. 2lns Stadt und Land. Gießen, 5. Februar 1914. Massenmord in (stießen. Einen entsetzlichen Mord an seiner Frau und se i n e n v i e r K > n d c r n hat heute nacht der Milch- kutscher Wilhelm Lehmann verübt, und hat sich dann s e 1 b st auf den Eisenbahnschienen vom Zuge überfahren lassen. Heute morgen um 4 Uhr hörten Postbeamte am Ersen- bahiiviadukt an Ser Westanlage ein stöhnen, das von den Eiienbahnschienen her kam. sie forschten nach, konnten aber jei der »och herrschenden Tunkelheit von der löammftcaße ins nichts entdecken, sic erstaricten ioivrt istren Vorgesetzten Meldung, die die Eiienbiihnverwaltiing vcrmilaßte, Nachforschungen anstellen zu lassen. Man fand den schwer verletzten Milchkulscher Wilhelm L e h in a n n aus den Schienen; es waren ihm beide Beine abgefahren worden. Er wurde nach der Klinik geschafft und ist dort um 6';', Uhr seinen Verletzungen erlegen. Um die Ursachen zu dem Selbstmord scstzustctlcn, begaben sich die Schutzleute Schniidtll. und Tier lamm iu die Wohnung des Lehmann, die sich .Hammstraße 15, zwei Treppen, im Eulerichen Hause befindet. Als istnen dort die Tür nicht geöffnet lvurde, verschafften sic sich selbst mit dem vor der Tür liegenden Schlüssel Einlaß und gingen zusammcli mit dem Metzger Heinrich Bensel in die Wohnung. In beiden Z i m ,n c r it bot s i ch ihnen ein furchtbarer Anblick. Zn dem einen lag der Leichn a in bet Stau, in dem andern die Leichen der vier Kinder. Sie alle schwammen im Blute in ihren Betten. Neben dem Bette der Frau stand die blutige Holzaxt, mit der Leb mann seine Angehörigen betäubt hatte, auf deni Boden lag ein großes Messer, mit dein er ihnen die Kehlen durch schnitten hatte. Ein acht Seiten langer, mit Bleistift geschriebener, ebenfalls mit Blut bespritzter Brief gab vol, der grausigen Tat Zeugnis. Mit ruhiger Hand hatte darin der Mörder niedcrgeschrieben, daß er wegen seiner Unglück- lichcn Ehe sich und seine Familie aus der Welt schaffen wolle: zunächst sprach er davon, er ivürde seine Kinder schonen, dann aber meinte er wiederum, daß sie auch nicht am Leben bleiben sollten. Weiter teilte er mit, daß er f i ch vom Eiscnbahnzuge überfahren las s e n wolle Lehmann ist 1881 geboren, war früher Bierkulschcr beini Bierhändler T rechsler und ging später beim Milch- Händler Karasch als Milchkulscher in Stellung. Tie Frau, eine geborene Graulich aus Wies eck, ist ebenfalls etwa 50Jahre alt, )ie war schon einmal verheiratet und hatte zwei Kinder aus erster Ehe mitgcbracht. Ihre Vermählung mit Lehmann sand im Mai 1013 statt. Bon Lehmann stammten ebenfalls zwei außereheliche Mnder her. Das älteste der vier Kinder war >4 Fahre alt, die übrigen standen im 12., 11. und 4. Lebensjahre. Die Kinder aus erster Ehe waren der Grund zu ehelichen Z w i st i g ketten, die den Mann dermaßen verbitterten, daß er die entsetzliche Tat bei vollem Beloußtsein und kalter Ueber legung vollführte. Er hatte schon vor einiger Zeit nacli einem Streite sich mit dem Messer aus seine Frau stürzen wollen, lvurde jedoch rechtzeitig von seinem Flur- nachbar daran gehindert. Vorgestern abend erzählte er Bewohnern des Hauses von seiner unglücklichen Ehe und warf seiner Frau vor, sie zöge die beiden Kinder, die nicht von ihm stammten, den anderen vor, er selbst habe die Frau ausgesteuert und habe chr 500 Mark mit in die Ehe gebracht. Gestern abend um > ,12 Uhr ließ er sich in der Wirtschaft Euler einen Krug Bier geben; man merkte ihm nicht die geringste Erregung an. Darauf verließ er das Haus, um nach einiger Zeit wieder seine Wohnung auszusuchen. Zn dieser Zeit ivird er die Tat ausgeführt haben. Von den Nacki barir, die auf demselben Flur wohnen, hat niemand etwas gehört, oblvobl zwischen dem M a n n e und der Frau wie auch dem ältesten Kinde ein Kampf statt- aefunden haben muß, da ihre Hände Verletzungen aufwiesen. Auch wann der Mann das'HculS wieder verlassen hat, konnte kein Hausbewohner angcbcn. Nach den bisherigen Feststellungen handelt c-s sich also nicht um die Tat eines Wahnsinnigen oder Trunkenen, viel mehr steht es fest, daß selbst ein so grauenhafter Massen mord an den nächsten Angehörigen von einem Menschen bei normalen Sinnen ausgcführl werden kann. In dem bekannten Falle Wagner, der ja auch nach seinen blutigen Taten anscheinend klare Eröffnungen über seinen Seetenzustand gc macht hatte, war man trotzdem sofort geneigt. Wahnsinnsvor stellungen als vorliegend anzunchmcn, denn es ist furchtbar schwer und ernst, sich auszudcukcn, daß der letzte Rest von Menschlichkeit auch bei den unglücklichsten Umständen aus einem Manne ausgelöscht lverden könne. Aber der vorliegende Gicßencr Fall zeigt uns doch klar, zu welchen schrecklichen Folgen ein verbittertes Familienleben stihren kann. Lehmann lvar nicht vorbestraft, und da er sich selbst das Leben nahm, fehlten alle Motive etwaiger Selbstsucht. Es ist schwer auszudcnkcn, was nun aus dem Manne lverden müßte, falls er nicht selbst sein Schicksal sich schon gegeben hätte. Dunkel würde den Gerichten wohl auch stier das seelenkeben des Mörders zur Beurteilung vorlicgcn, und vielleicht würden sich auch hier, wie >eyt gerade im Falle Wagner. Sachverständige gesunden haben, die sich für Geistesvei'- wirrung als Ursache der Mordtaten ausgesprochen hätten. Lehmann würde ciitlvcder dem Schafott oder dem Irren Haus überliefert worden sein. Es ist kein allzu großer Unterschied, ob ein Mörder seine Dorsgenossen mit der Schußwasse niederknallt, oder mit ähnlicher kalter Ueber- legung seine gesamte Familie mit Beilschlügen ins Jenseits befördert, um ihnen dann noch die Kehle zu durch-, schneiden »>,d gleichzeitig in einem acht Seiten laugen Briefe eine Art von Rechtfertigung vorznvringen. Auch der Lehrer Wagner hatte ja das Bedürfnis gehabt, in Briese» seine Taten und ihre Beweggründe zu erklären. Ob der hiesige Fall, der wahrlich zu den ichrecklichsten gehört, von denen seit langer Zeit die :Rede gewesen ist, de? gcrichtlick)- medtzinischen Wissenschaft ebenfalls ergiebiges Material zu bieten vermag? Bon der Straßenbahn. Das Verkehrsbild der städtischen Straßenbahn im 4. Vierteljahr l!113 stellt sich wie folgt (bic in Klammern gestellten Zahlen sind die beförderten Personen des gleichen Zeitraumes im Vorjahre): Rote Cime grüne Linie beide Linie» zus. Personen ISIS <177 9011128 374 ,129397) 303614 ,407 2231 Zilnakmie 2339 Fahrten , venia. 943 Fahrt. Niel, r 1338 Fahrt. Die Einnahme aus dein Personenverkehr betrug: Rote Linie grüne Lniie t e>ee Linien zu!, ’f. 17 624 17 '44) Mk. 12 528 <12 60:11 Alk. 40 152 ,29 944 , '-Etoi» mau, was unzweifelhaft durch die Ersachruug ieitgestellt zu erachten ist, die Zunahme oder Abnahme des Verkehrs der Elektrischen als Maßstav für den Handel und s.andcl in unserer Stadt betrachtet, so bestätigen die Zab» len, was wir bereits im Dezember wiederholt berichten s"Een, d»tz der Geschäftsverkehr im Weihnachtsviertel- w G'gen das Vorjahr erheblich nachgelassen hatte. Brachte doch die Elektrische im Vorjahr gegen das Weih- nachtsviertellahr IOU ein Mehr von 8200 beförderten Per- jomm auf, wobei der grünen Linie mit 7300 Fahrten der Loweuantett zuficl, die in 1913 leider einen Ausfall von rund^ ltlliO Personen zu verzeichnen Hai. Wenn man bei rer Straßenbahn mit der natürlichen Vermehrung deS Vcr « rechnet, den dieses Bcrkehrsmiiiel erfahrungsgemäß schafft und den man rin Durchschnitt jährlich auf 5 Proz. öccdai'ijjiuflt. )„ ist unser Sftaöenbuljituiitcnic^meit int letzten Quartal gegenüber den, gleichen Zeitraum des Vorjahres in seinen Ergebnissen zurückgeqangen. denn unter Abzug dieses Prozentsatzes baden mir gegenüber den Ergebnissen für 1912 einen Ausfall von rund 14 000 iveniger beförderten Personen, mit einer geringeren Einnahm.' von 1400 Mk. Zwar jiiiü im letzten Jahre große Vereinsfesr l ich leiten u. dgl. gefeiert ,norden, der Mehrer, rag, den die Straßenbahn daraus zog, kommt dem Ri-chniingsiahr 1913 14 zugute und schafft einen zahlen,„ästigen Ausgleich des Ausfalls. Ties darf aber über die Tatsache nicht hin wegtäuschen, das; die erhoffte Ennvicklung der Elektrischen in 1913/14, was die Zahl der beförderten Personen anlangt, nicht cingetroffen ist. Es dürfte sich vielleicht empfehle», die schon längst in Aussicht gestellte Einführung vvti Aboiinementskarien vorznnehmen Wer den Berkehr der doch meistens leer rollenden Wagen beobachtet, bemerkt, daß eigentlich die Gicßener Slra- stcnbahn in derHanplsachc nur den, Fremdenverkehr dient. Die Gicßener gehen zu Fuß. sic benutzen die Bahn selten, »veil dies mit der Zeit doch recht teuer wird. Die Elektrische ist ein M assc n v c r k eh r s in i tt e l und kann nur etwas einbringen, wenn der Unternehmer es versteht, Massenver kehr hcranzuziehen, und dies ist in Gießen nur möglich durch ein billiges Abonnement, Der Verkehr von und zu den Babn- hösen allein kann die alle Vf, Minuten laufenden zwei Wagen nicht füllen, dazu gehört noch ein starker gleichmäßiger Stadtverkehr, der vorhanden sein würde, wenn man diese,, Verkehr erheblich billiger gestaltet, als er setzt ist, " Tageskale»der für Tonnerstaa, 5. getir. Klaut» s sh o » i n seiner b e » t i g e n E n t w i ck l» >> g, Vor,rag des Herrn banvimann a, D. von Amclnuren, Abends 8', Uhr I» der neue» Aula, * ** von Lindcnan Gouverneur von Meg. Zum Gouverneur von Metz an Stelle des Generalleutnants v o» Oven ist der bisherige Koniniandeur der 16. Division in Trier, Generalleutnant von Lin denn», früher Oberst des Jnf.-Reg. Nr. 116, ernannt worden. ** P e r s o n al n a ch r ich le n der Ober Post Sirckt io n. Verliehen: aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Postickretär K ä m », c r e r in Darmstadt: das Preußische Allgemeine Ehrenzeichen (in Silber) dem Oberbriefträger Pfeiffer in Ortenberg, Versetzt: Oberpostassistenl Werner von Ercseld nach Eberstadt, — Angenommen: als Postagent Landwirt Seinzinger in Klein-Auheim und Schuhmacher stüster in Grebenau, — Freiwillig ausgeschicdcn: Tele- zraphengehilsin Schül in Heppenheim; die Postagenlen Ebel in Grebenau und Kemmer^r in Klein-Auheim, ist e st o r b e n: Tclegraphengchilsin S o in in e r in Osfenbach, ** Selfildje VolkSkn „ de, Man schreib, »ns: Wir möchten nochmals aus den nrestag abend 8lllie im grobe» Äör» saale der Univerütät statlündende» 'Bortraq des Proi, Tr, Folg, Meier auS oreiburg hiuweile». Seil den, vor etwa 6 Jahre» aekolienen Vorträge des Psarrcrs O, Schulte- Grotzen-Liiideu, über das Dolksl i cd i „ Oherhe i Icn, der ja als besonderes veitckien in unseren, Vertage crlchiene» ist. hat lich bei >,„S das Juiercste für das Volkslied nicht abgcschwächt, sondern eher verstärkt. Taher ln»n man gewitz ieiit, da» Prol. Meier, der ». n. uiirt, in der Cwamhrtion der Sammkunq aller de»,scheu Volkslieder an allererster Stelle steht, eine dankbar« und zahlreiche Z„- höeerscha't staden wird. " Stadtthcater. Man schreibk ,»,S: Tie Regie hat alle« ansgehote», „IN die nwrgige Ausiührunq von „E q m o n ," »» einer würdigen zu gestalte,,. Die szenischen Einrichlungeu sind so gelrossen, doft die zahlreichen Vermaudlungen ralch vor sich gehen könne». ES stade, mir eine gröszere Paule, „äinltch nachdem -■ 'ilftc ,5. Pst ei flott; mährend der anderen Verwandlunaen lstest't der Jnlckouerraurn verdimkelt. Ten Ueber-aag zwischen ei»« Reibe von Bildern vernnnelt die Beeihovcnschc Munk, die meist »nmittelbar mit stallen des VorhauaeS emsegt, io dast ein Wiederau«,stehen des Vorhanges nach envaigen LeisallskunLaebunge, nur nach den, k>. Bilde ul,d a,n Schl»» möglich ist Es wird auch iw,stich gebeicn, beim Ende de« LlückeS die Pläge erst mit Schlaft der Si'aeSInmvhonie zn verlallen. Die Regle wird, um „ich, orieniierie Juschauer von, verlrühien Anlbrnch zurlilkzuhatten, den Vorhang erst mit Ausllingen der Musik ialle» lagen. *' Kleine Mitteilungen. Ju Wetzlar vcrgistcle i,ch in einem Hanse der Sosieustratze eine 27jährige Frau durch Gas. Als die Hausbrioobucr, durch starlcn Gasgeruch auinierksgm giniacht, die Wohnnngslür gemaltsan, öffneten sauden sie die Frau als Leiche vor. — Die Fernsvrechleitting Milchen E i'che r s- beim und BonamcS (Balznho,) wur)e in der vergangenen Nacht gut eine Strecke von 60 Metern abgc schnitten und gestohlen. — In Neu-Isenburg wurde di: 6jährige Tochter des Metzger« AIrth von rinem Frankfurter Auto ü b er - fahren und gelötet. — Für 60 Mark Kuildcnqelder unterschlug ein in Butzbach bedienstcter Bäckersunge aus Fricdbi-rg. Er ist 'lüchtig, — Eine neue fortschrittliche Tageszeitung für Hessen soll den,nächst in Tarmstadt gegründet iverdeii, ** Dt u, Oe, AB. Wir machen an dieser Stelle noch einmal auimerkiam aut den von der Sektion Gießen im Annoncenteil an gekündigien Vortrag, Herr Geh, Rat Arnold, Begründer und Vorsitzender der Sektion Hannover, gehört zu den Veteranen und Pionieren des Alvinismiw, Seit Erbauung der HaniioverhüNe an, Ankogel, die zu den ältesten llntrrkunstshstrten der Alpen gebürt, liegt ein großer Teil feiner reichen alpinen Tätigkeit ,n Wort in,d Tat im schönen Kärnlnrrlanv, und er hat eine ganze Anzahl deutscher Sektionen veranlaßt, ihr Arbeitsgebiet in diese», schönen Land .zu suchen. Auch die Setiion Gießen schuldet ihm manchen Tank, Nicht nur, da» er während des Enistedens der Gießener Hütte stets zu Ra! u»d Tat bereit war: auch jetzt noch sucht er durch Vorträge in verschiedenen Städten für die Gietzcner Hütte zu wirken. Mögen die Gießener einen Teil des Tankes avtrageu. indem sie recht zahlreich stt seinem Vortrag crscdetneu: sür eine» genußreichen Abend bürgen die reichen alvmen Erfahrungen des Redners, " Auf de» Vortrag „Kiantschou in seiner hciitigen Entwicklung" sei nochmals hingewiesen. Herr Hauptmann a, D. v. Amelunxen hat uiehrcre Jahre in China seinen Standort gehabt und ist daher ein genancr Kenner des Landes. ** Verbotene L o s e. Eine vo» der Polizei bei einem bekaiinieil strankfurter Kolll'ktllir vorgenomniene Haussuchung för- dcrle eine große Anzadt Hamburger und sächsischer Lose nebst Ziehungslisten und Svieleiverzeichnincn zutage. Gegen die Spieler Mid den Kollekteur wurde Anzeige Ivegcn Spielens in srcinden verbotenen Lotterien erstattet. Wen» man eine Reise lut. i'iaii schreib! »ns: Zu den, Artikel: Wenn man eine Reise tut: Tie beiden Buben iind im Alter von 13 Jahren und als Rowdies schlimmster Sorte bekannt Revolver, Browning und Tolch iuid schon jetzt ihre stän digki, Begleiter, ivas auch den Kinder» der Nachdarichafl Mid der Umgegend sei, tangerer Zeit belannt ist. Auch mancher Singvogel ist ihren Wasfen schon zun, Opfer gefallen. Daß die Burschen bis jetzt »och lein größeres Unheil angcftistet habe», ist ein großes Wunder, Sic sind setzt schon der Schrecken der hiesige» Umgegend, Ta wäre es doch an der Zeit, ivenu die Polizei für eine bessere Erzieht,»q dieser beide» Biirschcii sorgte, ivclche jetzt schon reis für das Zuchthaus sind, '* P o st s ch e ck v e r ke h r T.-r zwischen den Postscheckäintcru IN Berlin, Breslau, Kolli, Frankfurt a M.. Hamburg, Hannover, Karlsruhe i. B, und Leipzig und den Abrechnungsstellen der Reicksbauk bestehende bargeldlose Zahlungsausgleich weist sür das Jahr 1913 recht erfreuliche Ergebnisse aus. Tie Einlicserungeii ,11 de» Abrechnuiigsvertebr umfaßten über 5,36 000 Schecks im Be krage von rund 4,7 Milliarden Marl. Int geiamteu Posti'checkvcr kehr find im Jahre 1913 rein buchmäßig, also uameiillich durch Ueberivcisung von Konto zu Konto, rund 21,3 Milliarden Mark beglichen worden, d. s. über 59 v. H, des Gesamtnnisatzks, Landkreis Gießen. 8. L a n a - 6> ö n?, 5. üebr. Kister» abend hielt l'crc Fr, Krämer, Butzbach, emeu Voltrnq über die stanzösilchc Fremdcu- legiou. Ter Vortrag sa»d groben Bella!!. Kreis Schotten, tz Schotten, 4. Febr. Die Sch >v eine preise lind in den letzten Tagen sehr gesunken. Während die hiengcn Mctzaec vor etwa vier Wochen noch 70 Plg. llir dos 'tzlund Sch achlgewicht bezahl,en, bezahlen sie setzt nur »och »2 Psewng. Ein iveitereS Sinken ans 00 Psg. steht bevor. ^ tz Michelbach, 4. Febr. Die Verpachlnng imsercr Feld» und Waldjagd ergab gegen die letzte Verpachlnng einen Mlndercrlös von 70 Mark. Tle letzige Vachlsiminic beträgt 230 Mark, Starkenbnr- und stiheinhessru. ^ Mainz, 5>, Febr, Wie wir erfahren, iß jetzt auch die Stadt Mainz in die Reihe der Städte getreten, in welchen Kranke mit Radium behandelt werden können. Das «Ka- stcllsche Hospiz (Privatkrankenhaus) in Mainz-Mombach hat durch Verniittlung des Veifa-Radium-Jmritnts in Franksurr a, M, ein Radiunipiäparal von 50 Milligramm er worben, welches vor wenigen Tagen zur Ablieierung ge langt ist. Hessen-stkassau, h. Frankfurt a. M„ 4, Febr, Wie schleppend der G c s ch ä f l s g a II g in der Metallindustrie seit Monaten ist, zeigt eine statistische Darstellung über die Zeit vom 1, Oktober bis Ende Dezember 4943, In 45 Franlsurier Werken arbeiteten 4000 Arbeiter mit einer Arbeitskürzung von insgesamt 400 000 Arbeitsstunden und hatten dadurch einen Lohnaussalt von mehr als '200 000 Mart, Ten feiernden Arbeiicrn wurden Nnter- stützungcn von 45 626 Mk, zuteil. X. Fulda,!, Febr, In der von, Landesansichu» gegebenen llebersichk über den BermögenSstand des Be>irksverba>,d,'s Kassel, seiner Anstalten und Institute im EtoiSsohr 1912 wird beim La» d e S h o s v i t a 1 fo 5. Lebensjahre. , — Ter frühere Tirektor des Llainincheu Amt« IN L Ii b e ck Tr jur Gustav P a b ft ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Ter Acltcste der deutschen Ä c r z t e s ch a st, Geh. SaniläiSral Körte in Berlin ist inr Alter von ,9 Jahren an AltcrSschiväche g c stv r l c u. _ Gericvtsiaal. Hauptlchrer Wagner. H e i l b r o II n , 4 Febr Der Beschluß der Strarlammer, den Haupt lehre r Wagner in eine Jrreminstalt zu verbringe,,, stützt sich aus die ps»chiatr,sche„ Gutachtcu von Prosettor Gauvv Tübingen lind Professor W v l l e i, b c r g - -traßbnrg. Beide (*,„> achten knnuicn überein stimmend zu den, Ergebnis, da» der Ange- jchuldigte zurzeit der Begehung der Lira,taten ohne alle,, Zweifel au chronischem Beriolgungswahn gelitten hat. piescr 'Au,sasiu„g ist das itzerlchi beigeireten, indem es die volle Ueberzengung er- lang'e da» der Augigchuldigte leine Slrail-Ien umer dem Zwange einer die frei - Willensbestimmung ausstbiietzendei, lrauNianen -,s- ru»., der Gersteslaligteir begangen habe, «ß er also strafrecknnch nichs oerantivorilich gemacht Iverden tonne Eine abschließend Hauviverhandlung hätte unmöglich zu einem anderen Ergebnis führen können. Deshalb soll von einem Hanptversahrkii abgesehen und der 'Angeklagte dem Antrag per Ttaalsanwaltschast gemäl: außer Verfolgung gesetzt werde». Ta der Angeschuldigte als gc meingssährlich erscheint, so ist gleichzeitig seine dauernde sicher, Verwabrung >» einer Irrenanstalt veranlaßt worden, Tie tzlnstati selbst ist bis jetzt noch nicht bekannt gegeben. Ctiftichiffabrt. Friedrichshasen, 4. Febr. Tie Probefahrten mit de», MUitärliistschiss „Z. 1" sind jetzt abgeschlossen. Tie neuen Abzugs vorrichtmlgeu sür die ausströmendeu Gase habe» sich bewährt. Tie Nebersuürung nach Dresden wird demnächst ersolgeu. Helgoland, 4. Febr. Das Lujtschisf „Sachsen" überflog heute mittag die Haieuaulage», umkreiste die Insel, ilog über ftn Düne zu dem hinter der Düne liegende» Geschwader und vcrschwaud dann ln dlchlcni Nebel. Das Schifz führte die Rclchsdicnstilagge Ganbel. Berlin, S F br Ter Reich-,b nkdiskont ist von 4>/,Pr»z auf 4 Pro.z,. öcr Lombnrv vo» 5'/- Proz. auf 5 Proz. er mäßigt worden. Märkte. FC. Wiesbaden. Niel, hoi-Marktbericht vom 4, Febr, Austrieb' Rinder 0t iOchlen I!, Bulle» 1, Kühe und Färsen: Prelle >ur 100 Plh, ebeiid- Schlacht aewicht Mk. -lllk. Kälber 2 7. Eckaie !7, Schweine 422. Geschäsl luittelinäftlg. Ochsen. Vollslellckv'qe, nnSgemästele, höchsten Schlacht- werte« int Atter von 4—7 Jahren . . . . Jnnoe, fleischige, nicht anSgeniästete und ältere anSgeinästete .......... Mäftia genährte junge »nd gut ge- genährle ältere .......... Bulle ». Pollkleischlge, anSgew., höchsten Schlachtw, Pollsietschigez lungere .........41—43 Färsen, K ä h e. r'ollsieischige anSgeniästete Färsen höchsten SchlarhtiverteS......... . Polllleiscknge anSgeniästete Kühe höchsten SchlaebtiverteS bi» zu 7 Jahren..... 2 kliere ouSaemästete Kühe mih ivenig gut ent- n'Ickelie jüngere Kühe . ........ Mäßig genährte fliihe und Färsen..... Gering genährte Kühe »»a Färse»..... Kälber. Feinste Maklkälber...........66—68 Mittlere Plast» und belle Sanqkätäec.... vleringere 'Plast- nnd gute Saugkälber . . , beringe Saugkälber .......... Schale. Weideniastlcknlle, Maslläinmcr und Alasthainmel . . . 47,i Schwein e. Lollstcischige Schweine von 80—100 litz Lebend- gewicht. ........• . . . . Pollfleischige Schweina unter 80'kg Lebendgewicht PoUltelschige Schivetne von 400—120 tz; Lebendgewicht ............. Vollfteischige Schweine von 120—150 hg- Lebend- geivicht .............. Fetischwema über 150 kg Lebendgewicht . . Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher W c t t c r b i c n ft, Gießen. Wertcranssichten in Hessen am grettna, den C. Februar 1914 Keine wesentliche 2lenderiurg, vieliach Tnnst und Nebel, tagsüber nnld, nachts Frost. 50-04 89—05 49—53 87—95 80-8« 44—48 41-43 76—80 68—75 t 48 -53 85—94 39—12 70—7« Hl fff 86—68 59—62 52—57 40—51 110—11 97-10. 87-95 78-86 0-00.00 98—00 53-54 52-53 68-09 67— 63 54-55 68-69 49*',-52 , 66-67 62—65 Letzte Nackrictzten. Tie Aendcrung des preußischen Komm,, nal- abgabcngesetzes. • Berlin, 5. Febr. In dem gestern dem 'Abgeordnetenhaus ziigegangenen, in den Hauvtzügcn bekannten itzesetzcnlwurf zur A b änderung des K o m »I u n a l a b g a b c n g e f c tz e s ist eine Erweiterung der Stcuerzuschlagsrechtc bis zu 450 Prozent für bi- Gcincindcn vorgesehen. Der neue Oberst i u Zaberu. Straßbu rg, 5. Febr. Zum Koniniandeur des Jnfanterir Regiments Nr. 99, anstelle des nach Frankfurt a. d. O. versetzten Obersten v. Reuter, ist der Kommandeur der Danziger Kriegs schule, Oberstleutnant Güudell ernannt worden. Tie Nachklänge a n 4 Zabern. § traßburg, 5. Febr. Tie Militärbehörde hat die Beleioi guiigsklagen gegen verschiedene Zeitungen, die bebauvtet haben, daß Leutnant Freiherr v Forst» er die französische Fahne be leivigt habe, Blättermeldungcu zusolge zurückgezogen, da 22 Sol baten erllärten, daß der Leutnant beleidigende 'Aeiißcrungen über die französische Fahne getan habe und vier »ur nichts gehört haben wollen. Eine neue Schandtat der Wahl Weiber. London, 5. Febr. In S a i N t F i l l a u s, Grafschaft Perlh. sind wertvolle M Übel in den dem Präsidenten der Antisussra gcttcnliga gehörenden Häusern verbrannt. Ties ist der d r i 11 e Anschlag von Anhängern des Frauenstimmrechts in Schottland. Krupp und die türkische Regien, ii g. Pari s, 5. Febr. Der „Tcmps" berichlei, daß zwischen dci Firma Krupp und dem iürkischcn Finanz und Kriegsministcrium Verhandlungen im Gauge seien, die daraus hinzielen, d a ft ,K r u p p der Türkei mehrere Millionen v o r s ch i c ß t, während die Türkei sich verpflichtet, neue Bestellungen bei Krupp zu macken und eiM'n Akkord sür die Bezahlung alter Forderungen abschließt RI o de Janeiro, 5. Febr. Nach eiueni Bericht des Gouverneurs >>»d bei dem Sturm im Staate Bahia mehr als 1000 Manschen innqckvnimen Sonntags den 8. d. Mts., nachmittags 3'/, Nhr, findet im Saale des „Gasthaus zuni Löwen", Gießen, Reuenweg. Versammlung der .streistagswähler der Landgemciitdeu »cs öireises Gieße» statt. Tagesordnung: * 73 , Eeping iiber die Kreislapli Degen Wichtigkeit der Sache tvird st: i,m zahlreiches Erscheinen e-'iucht. m -ttil?„sih icn zahl Otto M ill>r,Ma !-'Arbeit- Teil. -...... „ - -u-Jtartv-c : burn.Vmicüu ; rr.ln.l -» bv Scktv mmiteinfabrif, all., lief- vilt. In.Steine 11. ?,emc»l- eicicn. ^».(*1.««. «cMmitb. i7.tn »vj "ScMI t Wieclnaaan" Frankfurt a. W. liefern prima »''/s Gummischläuche Sua«: ~m Sun«! liutscher-vereinGießen S.oufa» riss ». F.brau in Dal« I-ett :: Grosser Maskeobaü:: Aalans 7 Dkr CI ■liatam 11 Sakuda" t*r«inilcriiMIS <1. l» aehCratea girrmi' uh 4 »amen-Sa-1 eil EinlriirSvreise im Korvrrtaui: (ifebeimfavten 50 Pm.> Dauerlarien für Herren l M4, llir Damen 50 Piq. -An der Kaste: Geheimkarlen 80 Pfg„ Dauerkarten llir -Herren 1.31 Mk, llir Damcn 80 Big., ktzaierie 20 Psg. Karlen iind im Borverkaus zu habe» be, de» Herten: Bette, Man« - —rr—- Nur»: Heiibronner, Markistrafte: Ockcl, tkeustadk: Wahl. Neuiiadl: l. Wnillarstr.: Langodors, Sic,Miras,c. Tichn, ->ir, Sriterswrg. I»‘r V»-^*tnnd. zv Mk. 1.60 p. Ffd. bekommen Sie. einen wirklich vorzüglichen sck,' br. KftfTcc. Billigrere Sorten: Mk. 1.40 n. 1.50 Feinste Sorten: Mk. 1.70, 1>0, Heinrich Driesch Selterswcg 70 t 17 *' Cafi Ibel Inhalier: Karl Ohm. 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M., vormittags 87 s Uhr, vom hiesigen Garnisonlazarett nach Harbach statt. Die Beerdigung daselbst zwischen 2 u. 3 Uhr nachm. Unser geliebter Vater der Geh. Sanitätsrat Dr. Friedrich Körte ist gestern abend im 97. Lebensjahre sanft entschlafen. Professor Dr. Alfred Körte Frieda Körte ged. Gropius. Danksagung. ftiir dic zahlreichen Beweise herzlicher S'ciO »ahme bei dem schweren Bcrlusie, der uns io plötzlich betroffen. sagen wir aiien Berwnndien, Freunden und Bekannten, iowie Herrn Psarrer Brockelmann für die trostreichen Worte und der ilrankenschwesier sur dic liebevolle Megc unteren innigsten Tank. Die trauernden Hinlerbitebenen: Familie Friedrich Schimmel. Klein-Linden, den 4. Februar 1914. 1744 Hiermit die schmerzliclie Mitteilung, dass nach schwerem Leiden mein inniüstgeliebter Mann, unser guter Vater, Grossvater, Sohn, Bruder und Schwager Herr Jakob Stiefel im 60. Lebensjahre gestern abend sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. lieiskii’cben. 5. Februar 1914. 0860 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 1 Uhr vom Sterbehause aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Urgrossmutter Katharine Pirr geb. Weigand sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Familie Schättler Familie Leun Familie Walter Familie Kessler. Grossen-Linden, den 5 . Februar 1914 . 1782 Alittwoch nackmiinaa .7 . U(jv verschied iaust »ach kurzem, ichwereni Leide» unser iiintgngeitebico Kind und Bruder ICrnst tut 6. Lebenc-iahrc. _ Dic trauernden Hinterbliebenen: >7.. Familie Mombcrgcr. | Micfectt (Wolke,igassc 12 II.t, den 5. Februar 11114. Einladung zu dem am Donnerstag, den 5. Februar 11)14, abends 8*/< Uhr. in der neuen Aula der Universität stattfindenden Vortrag mit Ficht - Bildern des Herrn Hauptmaun a. D. v. Amelunxen über (ianl Der Vortrag ist für Mitglieder gegen Vorzeigeu der Einladungskarten frei. — Von Nicütmitgliedern wird ein Eintrittsgeld von 50 Pfg. erhoben. Schüler zahlen die Hälfte [1435 DJ Der Voratand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für d e zahlreichen Kranzspenden bet dem Heimgänge meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwester, Schwägerin und Schwiegertochter Fran Emma Müller sagt herzlichen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Philipp Müller, Gr. Kr.-Kommissar. Giessen, den 5. Februar 1914. Evangelischer Band and Akadem. Wartburg-Band Sonntag, 8 . Februar, 8 V 4 Uhr Famä35en end in Steins ftarten Vortrag des Hin. Privatdoze iten Lic. Mul erb-Berlin: , „Wie sich das Urteil über Lnther im Laufe der Zeiten gewandelt hat". Unter gäiigrr Mitwirknug des ESaschiueBfeaner-GesaagTerelns Alie Evangelischen sind herzlich eingeladen. Eintritt frei. 1(595 D Eintritt frei. «WM lerasipi lur im\\m Lrtsgruppc Gicften ■ Freitag, den «. Februar 1914, abds. 87 , Uhr» im graste» Höriaai der Nniversität, Gicstcn des Herra Üniv.-Fpfllessop Br. J. Meier, Freihnrg (Batlen) Uom frbrn des Jolkslitifts Die den Vortrag erläuternden Volkslieder wird Fräulein diretel Leist zur Laufe singen. Gäste willkommen. i 76lr> Der Vorstand. Evangelischer Kirchengesangverein Zur Teilnahme an demPiens f ag, den 10. Februar, abends 7‘/ s Uhr, in Stans Garten, stattfindenden Familien-Abend laden wir unsere inaktiven Mitg'ieder' hier durch herzlich ein. Um der Festst, llungder Z hl der Teilnehmer am Al endessen (Gede k 1.50) willen, erlitten wir die AnmeldungandenUnterz. ich letenbisspätestens Samstag, den 7. d. Mts., vormittags 12 Uhr. Der Yorntaml. I. V.: Prof. Dr. Weimar. 1730 D NnniKlHg. den 7. l'cbniar, abend» SH- I hr. im Saale des GcsellschaftsvcrelnN (SnnnrnHlr.) QVC 4.„. lü.Fcbr. verleat. V. H. C. Zweig-Verein Giessen Sonntag, den 8. Februar XI. Vereins-Nan-crung: Gietzen—Foritb. Hochtvarl— Groben-Buseck — Alten- Buseck — Wieieik — Giene». 5 Stunden. Abmarsch 10 Ubr von der Ilniv. - Bibliotbek. Fiibrcr: Cbr. Georg und li. Hmbach. Nach der Wanderung acicU. Zniaminen ieiu b. Mitgited staskowskn. Hatci Einhorn. Die Sektion Gietze» de« Deutschen u. Oesterr. Alven- ucreins bat unsere Aliiatie der zu einem I'ichibilder- Poneaa des Herrn Geb. ReaiernnaSrat Arnotd aus Hannover Ober »Ankoael- u. Hochalmgrnvvc (Wichener Hjittel" aus Samsiag, den 7. d. Mts., abends 8'/Uhr, im Saale des Gclellschaits Vereins eingeladen. Wir bitten dieser Einladung rechl iahlietch Fotne zu neben >7620 _ Der Vorstand. Mli.ll.7.SI)i:ö!. Sfäifn. !>- SriB. Dir.: Hermann Sldngottter. Freitag, d.o.Febrnar 1914 abends 8 Uhr: 14. Freitao Abonnement- Borste >,u»a. — Gewübiiliche Preise — IInterMitwtrkuna d. Kavelle des bickige» Fns.-Reaiments ..Kaiser Wilhelm- Ar. 11H. Esrmont Trauerspiel in 5 Akten von W. von Goethe. Musik von L. van Beethoven. Ende 11 Uhr. 1760C