Nr. 20 Drittes «rscheinl täglich mit Ausnahme dis Sonntags. Die „«itSmr >smnlle»blätl«k" werden den, .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt. das „lkreiiblatt für den Kreis Hießen" zweimal wöchenltich. Tie „candwirlschastllchen Zcit- sragen" erscheinen monatlich zweimal. Blatt l54. Zaycgang Ketzener AKzeiger General-Anzeiger für Oderhrssen Samstag. Z\. )anuar 19^ Rstationsdruc? und Verlag der Brübl'scherr Universität- - Buch- und Sreiudntckerei. R. Lauge, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strahe 7. Expcduioil und Vertag: Redaktion:e^ll2. Tel.-Adr.:AnzergerG,eßen. Ans ftcjic«. Aus dem Finanzausschuß der Zweiten Kammer. rb. D a r m st g d t, 30. Jan. Ter Finanzausschuß der Zwei t c n Ka IN I» e r setzte heute unter Vorsitz des stellvertretenden Präsidenten. Abg. Molthan, die gemeinsamen Besprechungen mit der Regierung über den Staatsvoranschlag sür 1014 Tort. Ta der Finanzausschuß der Ersten Kammer heute vormittag ohne Rcgicrungsvcrircter verhandelte, waren sowohl die Herren Staatsministcr Tr. v. Ewald, Finanzminister Tr. Braun und Minister des Innern v. H o m b c i g f, wie die Herren Staatsräte Tr. Becker, Süsse r t, Lorbachcr, Ministerialräte H ö l - zinger, Dr. Kratz, 2 ch l i c p l, a k c, Tr. Weber und Geb. Legationsrat Dr. Ncidhart zugegen. Bei Bcsorcchung des Kapitels Kameral- und Forstdoinänen wurde bezüglich der erhöhten Anforderung sür Ordens kosten daraus hingewiesen, daß die ser Posten sowohl im Voranschlag, wie in dem Gesetz über die Bcsoldungsresorm enthalten sei. Tie Regierung legte dar, vast die angesordertc höhere Summe von I I 000 Ml. notwendig sei und sic diese Position mit Rücksicht auf die Beschlüsse des Landtags eingestellt habe. Wenn cs gewünscht werde, könne ja in einer Anmerkung ausdrücklich erklärt werden, daß im Falle der Bewilligung die Position in dem anderen Gesetz in Wegfall komme. Beim Kap. 13, Landständc, wurde angesragt, ob die Regierung nicht nach im gegenwärtigen Landtag eine Vorlage über die anderweitige Regelung der Diäten frage für die Abgeordneten machen werde. Tic Regierung entgcgnete, daß sie dies noch »nt jetzigen Landtag zu tim beabsichtige .vorausgesetzt, daß jetzt auch die Besoldungs- Vorlage zur Verabschiedung gelange. Beim Voranschlag des Finanzministeriums wurde die ,trage gestellt, ob die vierte Ministerialratsstclle im Finanzministerium notwendig sei. Finanzminister Tr. Braun erklärte, daß eine Minitterialratsstelle seither schon nicht iest besetzt war, sondern durch einen Vortragenden Rat versehen wurde. Dieser Zustand habe aber zu Mißlichkeiten geführt. Man sollte daher entweder die vierte Abteilung mit einem Ministerialrat besetzen oder man könnte auch den Versuch machen, die Abteilung auizutcilen und ne probeweise durch die anderen Abteilungen mitvcrsehcn zu lassen. Beim Voranschlag des Minifteriumsdes Innern legte Minister v. H o m ü c r g k die absolute Notwendiglcit der Anstellung eines vierten Vortragenden Rats in der Schulabteilung dar. Unter der jetzige» Uebcrlast der Geschäfte leide besonders oie Inspektion der Volksschulen. Die erforderlichen Visitationen bei den Volksschulen könnten seither nicht mehr ausgeführt werden, weil der Referent sür das Volksschulwesen mit anderen Arbeiten überlastet war. Wie ^iark die Arbeit gewachsen sei, beweise der Umstand, daß seit dem Jahre 1000 I3L0 neue Volksschullehrerstellcu geschassen wurden. Beim Kap. Obcrrechnungskammcr bemerkte Staats- Minister Dr. v. E w a l d daß mit dem Rücktritt eines Obcrrech- nungsrats eine der vier Stellen frei geworden sei und nicht wieder besetzt werden würde. Es wurde datnit ein Grbalr von 7776 Mk. gespart und damit ein früherer Wunsch der Kammer erfüllt. Eine längere Aussprache entspann sich dann über die Frage einer anderweitigen Regelung des Kap. 63, F o n d s t ü r ö f fc n t- l i ch e und g e in c i » n ü tz i g c Zwecke., Der Ausschuß will, daß auch die Mittel dieses Fonds im Beträge von 167 270 Mark der landständischcn Kontrolle unterstellt werden. Demgegenüber beruft sich die Regierung aus die Vereinbarungen vom Jahre 1873 und auf das Gesetz vont 21. Dezember 1901, welches die Abgabe der Feuerveruchcrungsgcsellichasien mit 4 Prozent der Brutto- prämreneinnahmc diesem Fonds zuweist. Diese Prämieneinnahme ist sür 1914 auf 128 000 Mark berechnet. Eine Aendcrung dieser Bestimmungen könne nur durch Gesetz ersolgcu, .wogegen aber die Regierung Verwahrung ciiilegen müßte. Wenn dieser Fonds wirklich kingezogen werden sollte, so müßte sich die Regierung aus Stcuermiiteln einen Fonds bewilligen lassen, da ,edc Regierung einen bestimmten Fonds für besondere Fälle, namentlich für rasche Hilfe, notwendig habe. Der Fonds betrug Ende 1.913 rund l 100 000 Mark. Aus diesem Fonds solle auch für 1014 den Provinziatsicchcnnnstalten wieder der Betrag von 40 000 Mk. überwiesen werden. Ta früher die Anstalt in Starkenburg sich nicht dazu bereit erklärte, auch ruhige Geisteskranke auszuiichmen, so wurde ihr ein Beitrag aus diesem Fonds nicht gewährt. Jetzt habe sich das aber geänderte die Anstatt nehme nun eben'alls solche .Kranke aus, und die Regierung sei daher der Ansicht, daß nun auch ihr ein Beitrag geioährt werden müsse. Tie Abg. Mol- than und Brauer erhoben dagegen Widerspruch, da die in Frage kommende Summe de» beiden Anstalten in Rhein- und Obcrhessen bestimmt zugesichert nwrdcn sei. In der weiteren Aussprache erörterten die Abgg. Henrich und M o l i h a n die bndgetrcchtliche Seite der Frage. Tie Beiträge der Fcuerver- sicherungsgesellichasten seien als regelmäßige Einnahmen zu betrachten, gewissermaßen als dem Lande zuslicßende Steuern, und sie dürsten darum auch nicht dauernd dem Kontrollrecht her Stände entzogen werden. Im Anschluß daran gab Minister von Hombergk nähere Mitteilungen über die Verwendung der Mittel dieser Fonds im Jahre 1912. darunter die 40 000 Mk. für die Sicchcnanstalten und weitere Mittel für andere wohltätige Zwecke. Beim Kap. 38, Höhere Schulen, brachte Abg. Mol-, than wieder den schon tu der Kanrnier geäußerten Wunsch ans Verschmelzung der beiden Tarmstädter Gpmnasien zur Sprache. Tie Regierung ertlärt dagegen, daß dies nicht möglich sei in Rücksicht aus die fehlenden Räume, auch würde eine Anzahl Klassen einen zu großen Ilmiang in der Schülerzahl annchmcn. Nachträglich erbat die Regierung dann noch Indemnität sür notwendige schleunige Arbeiten in den Gpmnasien zu L a u b a ch und Gießen, Ivo elektrisch Licht cingcführt wurde. Beim .Kap. 60, Unterdrückung von Viehseuchen, entspann sich noch eine längere Aussprache über einen staatlichen 9"sck",st 3000 Mark zu einer vom Kreis Bübingen zu leistenden Abfindungssumme an eine Unternchmcrftrma, damit diese die von ihr geplante Abdeckerei bei Ttockstadr nicht errichte. Tic Verhandlungen hierüber wurden noch nicht ,u Ende geführt. Tie Fortsetzung der Beratung erfolgt nächsten Dienstag. Der Finanzausschuß der Ersten Kammer und die Besoldungsvorlage. rb. Darmstadt, 30. Jan. Der Fiüa n ; a usschu ß der Ersten Kammer hielt heute vormittag und nachmittag zunächst ohne Regierung wieder eingehende Beratungen über die Besoldungs-Vorlage ab, wobei sehr ausführlich nanicnllich der Be- soldungstarif und die von der Zweiten Kammer beschlossene Erhöhung der Lchrei-besoldung über die Regierungsvorlage hinaus erörtert wurden. Bon nachmittags 2 Uhr ab wurde dann die Verhandlung mit den drei Ministern, Staatsrat Tr. Becker u. a fortgesetzt. Die Beratungen wurden jedoch auch heute noch nicht zu Ende geführt und werden morgen fortgesetzt. Aus den Reichstagsausichüssen. Berlin, 30, Jan. Ter Budgctausschuß begann heute die Beratung des Voranschlags des RcichSciscnbahnamts und der Verwaltung der Rcichseiscnbahncn. Ter preußische Eiscnbahnminister teilte mit, daß sich die Verwaltung endgültig entschlossen habe, die Hauptbahn Straßburg — Basel viergieisig auszu- baucn. Ein Vertreter des General st abes legte in vertraulichen Mitteilungen die Haltung _bcr Militärverwaltung dar, Tic Forderung wurde gegen wenige Stimmen angenommen, die Einsetzung von 30 000 Mark zu Vorarbeiten inr eine Mzedbahn ein stimmig beschlossen. Ein Rationalliberaler verbreiiNe sich über die Entwicklung des Betriebskoesiizienten der" Rcichseisenbahnen und forderte die möglichst allgemeine rasche Einführung der 15- Tonncnwagen aus wirtichastlichen Gründen. Ucbeidtes hielt er eine Reform der Fahrkartcnstcuer sür notwendig. Ter Minister erwiderte, er werde nicht die Initiative zu einer solchen Reform ergreisen. Es könne sich ja dabet nur nni eine Ermäßigung der Sätze für die oberen Klassen handeln, um dadurch ihre Benutzung zu heben. Ter Verkehr in der ersten Klasse sei jetzt noch geringer als vor der Einsübrung der Steuer, er sei löst nur noch Auslands- verlchr. Ein Zentrumsmitglied hielt die Veränderung der Fahr- kartcnftcuer sür undurchführbar und auch für unnötig, da das Publikum sich vollständig mit ihr abgesunden habe. Ter W o b n u n g S a u s s ch u ß beschäftigte sich beute mit zwei sozialdemokratische» Anträgen. Ter eine verlangte Mittel tut eine W o b n u n g s ft a t i st i k, er wurde aber nach einer Erklärung, daß im Statistischen Amt bereits in der Sache gearbeitet werde, und Mittel für dieses Jahr nicht erforderlich seien, zurück gezogen. Tic Beratung über den zweiten Antrag, der den Aus- Han des Erbbaurechts betrisst, wurde aufgeschoben mit Rücksicht aus den angetündigtcu Gesetzentwurs über die bnpotbclaruche Beleihung von Grundstücken der Bangenossenschaiten. Tic Einbringung dieses Enlimiries soll erst abgewartet werden. Tic heutige Sitzung des G e w c r b c o r d II u n g s a n s s ch u s - scs kant bezüglich der Bestimmungen über'den Hausierhandel und die Wandcrlagcr zu keinen neuen B Schlüssen, da sie sich in .der Hauvtsache mii einem Initiativanträge des Zentrums beschäftigte, der einen vollständigen Gesetzentwurf, be- tressend den Verkehr mit Mitteln zur Verhütung der Empfängnis oder zur Beseitigung der Schwangerschaft enthält. Ter Bundesrat soll die Ermächtigung erhalten, den Verkehr mit diesen Mitteln zu beschränken oder zu untersagen. In der Besprechung wurden lebhafte Klagen über den Geburtenrückgang laut. Gegen die beaniragte gesetzliche Regelung erklärten sich nur die Sozialdemokraten, weil sic einen Einzrisi in das- private Leben darstelle. Ter Präsident de» Rcickügesundheitsamts legte die Notwendigkeit und Pflicht gesetzlichen Borgehens dar. Es wäre geradezu eine Sünde, wollte man länger untätig zuschcn. Ein Vertreter des Ministeriums des Innern stellte sich aut den gleichen Standpunkt. Das Zweilindersystem sei der Selbstmord einer Nation.' D-rrrticb-, E i ii D a n k c r l a ß des Kaisers. Ter „Rcichsauzeigcr" verösscntlicht folgenden an den Reichskanzler aerichteten kaiserlichen Erlaßt Es ist mir esu herzliches Bedürfnis, allen denen, welche mich au meinem Geburtstage durch freundliche Glück- und Segenswünsche erfreuten, meinen wärmsten Dank zu sagen. Mit großer Befriedigung habe ich bei dieser Gelegenheit wiederum erfahren dürfen, wie Ivarme Gefühle und treue Anhänglichkeit mir aus Stadt und Land entgegcngebracht werden. In den Kundgebungen ist vielfach auch des vergangenen Jahres mit seinen mannigfachen Gedenktagen und Jubelfeiern Erwähnung geschehen, Zn meiner Freude habe ich persönlich Zeuge der nationalen Begeisterung sein düricn, mit denen an jenen Tagen die .Heldentaten der Väter und die glücklich errungene Einigung der deutschen Stämme von alt und jung in Nord und SD des Vaterlandes gepriesen wurden. Das deutsche Volk ließ es aber dabei nicht bewenden. In Einniütigkeit mit den Fürsten zeugte es zugleich, daß es entschlossen ist, gleich seinen Vätern zum Schutze des Vaterlandes und zur Erhaltung seiner Wehrkraft >»b-s erforderliche Ovier darzubringen, um die schwererkämpstc Stellung unter den Kulturvölkern der Erde auch zu behaupten!. Ii den Vertrauen, daß diese patriotische Gesinnung als ein unveräußerliches Erbe aus großer Zeit in den deutschen Herzen allezeit gehütet und gepflegt werden wird, gebe ich int Ausblick ans die Zukunft gern der Hossnung Ausdruck, daß Gott der Herr die deutschen Lande auch ferner aus friedlicher Bahn zu ersprießlicher Entwicklung führen werde." Tie Thronrede de? Herzogs vou Braun- s ch Werg. Der braunschweigische 32. ordentliche Landtag ist am Freitag mittag im Thronsaale des Schlosses durch den Herzog mit einer Thronrede erösfuct worden, in der es heißt: Zum ersten Male ist es mir vergönnt, Sic hier beim Beginn des Landtages ivillkommen zu heißen. Schon in den wenigen Monaten, die seit dem Reqierungsatitritt verflossen sind, habe ich mich überzeugen dürfen, daß die mir und der Herzogin, meiner Gemahlin, bei dem Entzug in wärmster Weise entgegengcbrachtcn Gesinnungen der Liebe und des Vertrauens nicht mit dem sichtlichen Empfange verklungen sind, daß sie vielmehr dauernd in den Herzen des Brann- schwetger Volkes wurzeln. Die in die Verhältnisse de? Herzogtums und insbesondere in die Regierung des Landes tief» eingreifenden politischen Ereignisse des letzten Jahres haben in Verbindung mit den durch langwierige Krankheit des vormaligen hochverdienten Staatsministers beeinträchtigten Pcrsonalverhältnissen des StaatsinintstcriumS die Entwick- lung und Durchführung wichtiger Ausgaben der Landesregierung, wie die endgültige Stellungnahme zu bedeutsamen Wünschen der Landesvcrsammluna erheblich gehemmt. Ich vertraue, daß Sie darnach die Sachlage gerecht zu würdigen wissen. Die Landesregierung wird bemüht sein, wegen aller in Betracht kommenden Ausgaben baldmöglichst zu einer abschließenden Stellungnahme zu gelangen. Unter diesen Umständen wird die wesentliche Ufrbeit des 32. ordentlichen Landtages vorerst in der Prüfung der Voranschläge zu den Einnahmen und Ausgaben des Staates sowie in der Prüfung einiger größere Ausgaben bedingenden Sondervorlagen bestehen. Zur Frage des ArbeitSwilligcnschutzes. Der Abg. Bassermann hat mit Unterstützung der National- liberalen Rcichslagssraktion zur Frage des Arbeitswilligen- schutzcs zur zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern folgende Entschließung eingebrachl: Ten Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die von ihin in seiner Rede zuck ersten Lesung des Etats in Aussicht gestellte Denkschrift baldigst vorzulegen und in derselben folgende Fragen zu behandeln, bezw. Stellung zu denselben zu nehmen: l. welche Auswüchse des Koalitionsrechis sind in Deutschland zutage getreten? 2. haben sich die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen als ausreichend erwiesen, um diese Auswüchse, einerlei, ob solche bei Arbeitgebern oder Arbeitnehmern zutage getreten sind, zu bekämpfen? 3, war die Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen in den deutschen Bundesstaaten eine einheitliche, und wenn dies nicht der Fall war, welche Maßregeln cmviehlen sich, um eine einheitliche Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Koa- lttionsfreiheit und zur Abwehr des Koo-l-t-auszwanges her- bcizuführcn? t. empfiehlt es sich, eine zivilrechtliche Haftung der Koalitionen für Schaden, den dieselben im Widerspruch mit den Gesetzen und guten Sitten durch Beauftragte herbcisühren, einzusübrcn? ä. welche Erfahrungen liegen bezüglich des wirtschafllichen und politischen Botzkotts vor? 6, wie ist die Lage der .ausländischen Gesetzgebung, un* welche Erfahrungen sind im Auslande bezüglich der unter Ziffer l bis 5 ausgeführtcn Materien gemacht worden? Tie polnische Fraktion des Reichstags hat im Reichstage beantragt, dem Reichstage alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegon, durcb welchen sin R c i ch s v c r e i ns- gesetz die 88 12, 17, 18 Ziffern 5 und 6, sowie 19 Ziffern aufgehoben werden. Hinter 8 >9 soll sorgender Paragraph eingeschaltet werden: Jnsotocit in einem Bundesstaat auf Grund des 8 9 des Einsührungsgesetzes zutu Gcrtchtsvcr- fasfungsgesetz ein oberstes Laudesgericht besteht, ist dieses iit allen SlaatSsachcn wegen Zuwiderhandlungen gegen die 88 18 und 19 fiir die Verhandlung und Entscheidung der den Oberlandes Gerichten zugmotesenen Revisionen und Beschwerden ausschließlich zuständig. Heilmittel gegen die M a u l - und Klauenseuche. Von fortschrittlicher Seite ist im Reichstage folgende kurze Anfrage gestellt lvordcn: Zeitungsnachrichten zufolge haben die Herren Professor Dr. Bricgcr und Chemiker Tr. Krause ein wirksames Heilmittel gegen die Maul- und .Klauenseuche entdeckt. Hat der Reichskanzler dessen Prüfung veranlaßt und ist er — falls diese den behaupteten Heilwert bestätigt — bereit, das Mittel für das Reich.zu erwerben und cs den deutschen Viehhaltcru gegen Erstattung der Selbstkosten überall zur Verfügung zu stellen? Ter württembergischc Landtag und die Abgrenzung der militärischen Machtbefugnisse. Tic Fraktionen der Bolkspartei, der Nitionalsiberalen, des Zentrums und der Sozialdcmotratie baden im württembergischcn Landtag einen Antrag eingebracht, die Rcgiernng zu ersuchen, sür den Falt, daß die Bestimmungen über das Aufgebot der bewassnctcn Macht bet inneren sin ruhen nicht einheitlich und zwcisels- srei sein sollten, im Bundcsratc dahin zu wirken, daß eine einheitliche und zweifelsfreie Erklärung, wonach ein solches Aufgebot ein Ersuchen durch die zuständigen Zivilbehörden voraussctzt, mit bindender Kraft sür das gesamte Reichsgebiet erlassen wird. _ D r e Angelegenheit der Putilo loschen Werke. Ter Obmann des französischen KUmincr Ausschusses der auswärtigen Angelegenheiten, Rozet, hat au> Ersuchen mehrerer Mitglieder eine Sitzung einberuscn, um über die Angelegenheit der Putilowichcu Werke zu beraten. Ter,,Gaulois" gibt der Hoss- nunq Ausdruck, daß die Kammer bei der Erörterung dieses heiklen Gegenstandes der höheren Interessen Frankreichs eingedenk sein werde, um alle Kundgebungen und Acußcningen zu vermeiden, welche Rußland verletzen und von den Gegnern des sranzösisch- russilcheu Bündnisses ausgebeutet werden könnten, — Sautet- schreibt in der „Humanite": Für UNS, die wir das Land nn- aushvrlich vor dem Topvelspiet des Zarismus gewarnt haben, lildcn die Enthüllungen über die Angelegenheit der Putilowschcn Werke keinerlei Ueberraschung. Das >ranzösisck>e Bol! aber weiß jetzt, daß in dentsclben Augenblicke, wo die Patrioten im Interesse . des sranzösisch-russtschen Bündnisses das DreijahrSgesetz erlangt haben, Rußland der deutschen Arntee das Geheimnis der vcrvollkoinmncten Geschütze ausliesektc. Tie russische E i s c n b a b n a n l c i h e. Aus dem russischen Finanzministerium wurde von den Delegierten der Grnppr französischer Finanzleutc die 4>-.prozentige unistzierte Anleihe für die Prioateisenbahncn mit Garantie der Regierung unterzeichnet. Ter 2l n l e i h e n o m r n a l w c r t von 66.3 Millionen Franks ist in 81 Jahren amortisicrbar. Ter Einis- sianSkurs ist noch nicht endgültig festgesetzt und wird zwischen 93 nn*- 94 'Eiert werden, wahrscheinlich zu 9343 je nach Kon- iunktur des Finanzmarktes. Die Subikrivtion wird am 1,3. Februar cröisnct. Ter sich aus der Suhskrivsion ergebende B-trag wird aut neun Esienbahugesellschaiten verteilt und zwar Atschinsh Minussinsk, Buchara. Olonctz, Ferghan, Moskau-Kasan, Rsac- san-Ural, Moskau-Kiew und Woroncsch. Bulgarien und die Türkei. Aus Sofia wird iol- gcndc amtliche Notiz verbreitet: Tie in gewissen europäischen Zeitungen crichicncncn Nachrichten, daß ang-blicktc Besprechungen im Gange seien, um T e d e a g a t s ch der Türkei zurück- zuerstatten, beruhen vollstän ig aus Erfindung, Um sich davon zu überzeugen, genügt es, sich zu erinnern, dast die bul- garische Verwaltung im Tistrikt von Dcdeagatich endgültig eingerichtet ist, wo außerdem ein Ausschuß die bulgarischen Flüchtlinge untcrbringt. Tie bulgarische Rcaierung wird dort auch die Wahlen zu den gesetzgebenden Körperschastcn sta'tsindcn lassen, die auch in anderen Teilen der neucrwarbencn Gebiete vor sich gehen. u e b c r t a l l einer M i s s i v n s ft a t i o n d ll r ch ch i - n e s i s ch e Räuber. Ans Schanghai wird berichtet: Bei dem Angriff aus die Missionsstation 'Liuanchow töteten die Räuber von der Bande des „Weißen Woli" einen Jcsuitenmisiionar und nahmen zwei andere gefangen. Letztere behielten sic zurück, um ein Löscgeld zu erpressen. Einem anderen Missionar ist es gelungen, zu entkommen. Ein französisches Kanonenboot erhielt den Beseht, sich bereit zu halten, um nach Anhui zu gehen. _ Au» Stadt und LanD» Gießen, 31. Januar 1914. " Dien st b ote n vcrsi cheru n g. Nach den Vorschriften der Neichsversichernngsordnnng und der Satzung der Allgemeinen Ortskrankenkaßc sind alle Versicherten, nn« somit auch die Hausangestellten, spätestens am 3. Tage noch dem Austritte abzumelden. Geschieht dies nicht, dann »lüsten die Beiträge io lange gezahlt toerden, bis die vorschrifts- niäßigc Abmeldung erfolgt ist. Z. B. tritt ein Dienstbole am 31. Januar aus, dann muß die tzlbmeldung spätestens Mittwoch, den 4, Februar, bei der Kaste einqeliefert sein. Läuft die Abmeldung später ein, dann muß der ganze Wochenbettrag gezahlt werden, weil hier nach den Borschrtften deS Gesetze? eine verspätete Abmeldung vorlicgl. ES lann sonach sehr leicht Vorkommen, daß sür eine Reihe von Wochen Beiträge gezahlt werden müssen, obwohl der Dienstbole schon längst fort ist, nur weil die Abmeldung vergessen worden war. ** Museum für SSölferfntifae. Int hiesigen Museum für Völkerkunde gelangt vvn nächsten Sonntag (11 bis 1 Uhr) ab als neueste Erwerbung eine Sammlung f a m o , v 9 raphi c a zur Ausstellung, Br- ^ sonders zatzlreicki verlietrn lind die charakteristischen (Ke flechte (Matten, Körbe, Köcher ctc.) und bie Baumrindeaiftossr („Tava"), die an Stelle brr fehlenden Elcwebc den Samo ancrn als Kleidungsstücke dienen. Interessant sind ferner die Gegenstände zur Bereitung der „Kawa", eines in Bol» »esie» sehr beliebte» berauschenden Getränkes, das durch Kauen oder Beiden der Kawawurzel gewonnen wird, Ruch de', charalteristische, allerdings etwas modern anmulciide Tau, Vou,Kopfschmuck ist neben anderem Zierrat vertreten. Iw großen ganzen gibt die Sammlung einen recht guten lieber blick und wird, zumal cs sich um Erzeugnisse einer dcutschei Kolonie handelt, allgemeines Interesse erwecken, ** O b c r h c s s i s ch er K n n st » erei n, Do die Bilder ao, Freien Vereinigung Darmstäbter Künstler mir noch morgen Sonntag ausgestellt bleiben, ist die Ausstellung von Montag ab ge - ichlosscn und wird dann die Deutsche W a n d e r a u » » r t lung für künstlerischen Städtebau im .Kunstverein ihren Einzug batten. Ruch die Berliner „Ltiirin"-AiiSUelIun.i wird mit einem der belanntrsten Künstler, Franz Marc, aus der dtriivpr der Ervressionistc» die hiesige Auöl'kllung bcickuckcn, Drei beiden, reich hinlcreinLNbcrsolgcnde Ausstellungen, dürsten wohl auch hier, wie in den Städten, wo diese zuvor ausgestellt waren, allgemeines Interesse hrrvorrusen, ** Hessische Bereinigui, g für Volks kl, Ilde, Wilma» uns schreibt, gedenkt die Hessische Vereinigung iür Volkskunde am Freitag, 6. Februar, in den, grasten Hörfagl: der Universität einen inlerenanten Abend iür ihre Mitglieder und Freunde zu veraustalteu Pros, Lr John Meier (Freiburg-, der Bor fistende des Verbandes fter dentichen Vereine iür Volkslundc, eine Autorität aus dem itzebiete des Volksliedes, wird über bas Leben des Volksliedes reden. Sei» Vortrag wird durch eine Reihe von Vollslieder» erläutert tverdcn, die Fräulein. Gretcl Lcitt zur kaute singt, " Falsche Z w a u z i g m a r k st ü ck e. Falschmünzer haben Iviedcr einmal in ganz Hessen sglsche Zwanzigmarkstücke an den Mann gebracht, ohne das; es bis jetzt gelungen wäre, ihrer Hab bas, zu werde». Das Neueste an ialichem Geld iind ialiche Zwau,' uginarkstückc. Sie tragen das Bildnis Kaiser Wilhelms II., da» Münrzeichen A und die Jahreszahl 1S1A« Sie süylcii sich fettin an, sind dünner als-echte Tovvclkronen und haben ei» Mindergewicht von 2 Gramm. Der Klang der Münze ist gut. Die Bild leite hat das Aussehen, als wenn iie mit Säure geätzt worden sei, obwohl.die Prägung des Bildnisses selbst äusterst schart und gut gklungeu ist. Die Inschrift auf der Bildicitc dagegen, cbeiiso ivie das Münzzeicheu A sind sehr unventlich geprägt, wir, auch die Adlerieite ein oen'chwommencS Ausichen hat. Tie Kennzeichen der ialschen Goldstücke sind bei einiger Aufmerksamkeit leicht zu bemerken, so daß cs nicht schwer sein dürste, 'sich vor Verlust z» schützen ** Konkurse in giesse», lieber den Nachlast der »erstorbenen Priv'ti» Christiane Schuch in a»» «u D n r »i - sl n d t ist am 23. Januar das Koukiirsvcr-fghrei, erossuet, Reckns- amvatt Dr. V r ü ch e r zu Tarnistadt ist zu," iloutusverivailer er- nauus. Konkurs'orderuugeii sind dis zuin 1 1 . Februar 1914 bel de,» Amtsgerichte l D ruista't a»zu,nelde». — In de,,, Konkurs- »ersalircn üb-r den Nachlast de? verslorbeneu Ka»i»iaii»s Leorold Paul von -Mainz nt Schlußtermin aus -Mootoa, 23. Febrnar 1014, vormittags !I Il!>r, vor dc,n Anitsgericki: -Mainz, Zinnner Udg. bestimmt ivorden. — In dem Fonkur-sveriobren über den Nachlast des Phitivv Held II, vo» He vv e nheim wir» aui Antrag des stonknrsverivolters eine GIä,,I'tge>versai»ml,u,g au- bernumt aui Donnerstag, 12. Februar 1914, vormittags 9 Uhr. Landkreis Gießen, Y Klein-Linden, 29. Jan, Nachdem unser neuer BSi aermeifter Philipp I u n q 18. vom Kreisamt Gie ßen bestätigt worden ist, fand heute im Beisein des Ge mcinderakes die Pervilichtiing durch den Bcrtrcler des Kreis ainlS Gießen statt. — !st ü d d i » g s b a u i e » , 3V. Ja». Dieser Tage leiert« l,i> stiasthauS .zur Linde' der 5l r > e q e r v e r e i u KailerS Geburtstag. Nachdem der Vorsitzende Müssig daS Kaisertzoch auSgebrachl Halle, iviirden an mehrere Kameraden lLlirenabzkiche» für 25>älirige treue kkameradichait verlieben, auch «Mige vaistve Mitglieder des Vereins ivurde» mit (ihren-, l zeicheu bedach«. Durch 6-«ja„gs- »orträ-«, Kuvlkts und Tanz verlies ote Feier tu mnrdiger -weise. i, W c i I e r s h a i >l, 30. Jan. Aist Anreanng des PiarrerS B a » i ch - Lonoo.s ist ge eiiivärlin im Saale der D h e i s - s ch c » Wirtickmst cu,e blusiiellimg künstlerisch«,, W a n d s ch ,» „ ck s untei gebracht. Es Ist die» jebr z» begrüne,i, ist doch dadurch auch den Leute» abgelegener Dorer Dclegeuheil geboten, iür wenig itzeld schönen »ud soliden Bilderschmnck zu crwc>be>,. Möge auch hier durch die künstlerisckieii Eteiuzeichnnuge» manche» uiindcr- wcrtige Bild in den Häuser» verdrängt u-erden, - Ein jmiger (äheiuaun vo» hier wurde von seiner .bestcren Hüllte' und deren btuaebörigen derartig .bearbeitet', datz er ärztliche „ud votizkiliche Hllic i» Anspruch »eh, ne» „instie. » R ob heim a, d. Horloff, 29. Jan. Dieser Tage wurde das iieiierbaule Schiilhai, s eingeweiht. Zuerst war nur ein Umbau geplant, doch rtS stellte sich heraus, daß die Fu»da»ie»tma»er» nicht für den ncnen Bau geeignet waren, und so ivnrdc ein „ciieS Haus ans den, alte» Platze errichtet. Ein kleiner vorgarlen. der von der Gemeinde mit größeren Mitteln hergcrichtet wurde, ,sl dem neuen Gebäude noch cm besonderer Schniuck, — In letzter Zeit ist hier die Feld, bereinig ii»g diirchgeslihrt worden; das elektrische Licht hat man hier eingesührt und, ivaS nicht zu vergessen ist, eine Wasserleitung haben ivir hier seit Iahrcsirisl, und zwar habcn ivir ein eigenes Wert gebaut. Eni Eleltromviar pninvt das Wasser. .Kreis Schotten. — Weitertet», 31. Jan. Wie Ivlr berichtete», verunglüi au, der retraste noch Weilerseld dag Äctzihri cmcL -dern, a Franlstirt. Dieier Herr teilt nuS mit, das, der U»ialt° nicht v eruslcu oolgen begleitet gemeleu »ud mchl aus .gebotz« Stimmung', loudcm aui die üttatte der Ttraste zurückzuiübrcn Kreis Lauterbach. X Schlitz, 30. Ja» Die hiesige kleine, in ihrer üb wregeuden Mehrzahl an? Beamten beslelionde katholische ist m c i n d c hat die Zcil her ihre Äattesoienstc in einem grüße, Raum der Schlachtcnbnrq abgehaltcn. Nunmehr aber hat m sich zum Bau einer Kapelle entschlossen und zu diesem Zn von »er Gräflichen Bi-rgguterverwalrung Oreländc au der ist»de" in der Nähe des Bahnhofs käuflich erworben, Kreis Frievbcrg. 9 Butzbach, 30. Ja». Heute vormittag bcüchtiate Archivdircklor Dr. Dietrich aus Tarmstadt das Stadtarchiv , überlieferte cs der Stadtverwaltung, Er gab seiner Freude A> druck, dast die Urkunden noch so vollständig vorhanden ivar Kämmcidirektor Müller halle die Ordnung der Urkunden sc gcmost vorgenommcu. Die Rechnungen au» den Jahren I? bis 1820 wurden unter »rkunbenichuu -Denkmalschutz) gestellt. Hejsen-Rassau, X. Salmünster, 8i). Ja». Ter 17jährige Schn Wolf von hier, Lberterlianer des Gymnasium« F„l der in der Sylvesternacht tuit einem Revolver o leine Angehörigen cindrang „nd seine Rlutterv Tante, sowie seinen Bruder durch mehrere Schi schwer verletzte, ist nicht, ivie in einigen Blättern leien ivar, zur Beobachtung seines Geisteszustandes in Marburger Heilamlalt, sondern als Untersuchung ae sang euer in das LandgerichtsgesänginZ z» Hana» < bracht ivorden. Gegen den überspannten» aber ivohl fein. ur.vö geistrslranlen Schüler ist die Voruntersuchung ivegc» einer verbrecherischen Tat cingeleilet ivorden. Ob er »ach .'tbjchliiß derselben dem w.itlc Februar i» Hann» knsamme». tretenden Schivurgerichl zur Aburteilung überwiesen werden wird, ist »och nicht entschieden. Vermischte». Eisenbahnunsall. Aus Stettin, 3st Jan., wird umtlich gemeldei! Heute früh 3,32 Ubr fuhr der vom Haupt z ü t c r > B a h n h o > aiiSiahrenoe Guterzug 7S7b aus de» Zug s,-32 aus. Beide Hauptgleise waren aus 4>-» Twiidcn gesperrt; -an» nmrde der Verkehr eingleisig wieder auigenomme». 4,1. Lotomotive und cli Wngen iind entgleist. 10 Personen wurde» leicht verletzt. Die Ursach.- ist noch nicht sestqestellt. ^ ' U ech e r s ch u> e m m u » g e n. Tclegranimr aus dem Liiaat. B a b i -> melden, dost die Städte Eannavienar-, San Felix, Eachocira und viele andere OrtsÄmst-u «iberlchwemnit sind, da die Flüsse Hochwasser führen. Die Häuser sind unterwühlt und die Verbindungen unterbrochen; 2000 Mensche» werden vermißt. Ter Sachichaden ist überaus groß. Ans verschiedenen Orten Pc rn a in du ros konimen Meldungen vv» Ucbcrichwcmmungen. In die gcsäbrdelcil Gebiete sind Hilssexpeditionen gesandt worden. " Erdbeben. Aus Hohenheim, 30. Jan., wird gemeldet; Heute früh ivurde von den Instrumenten der Erdbebenwarte ein sehr starke» Fernbcbcn ausgezeichnet. Der Hauptgusichlag erfolgte um 5,10 Uhr. Wegen gleichzeitig herrschender milro- seismischer Unruhe konnte her crstc Vorläufer nicht bestinimt werden. Jedenfalls liegt der Herd des Erdbebens außerhalb Europas * Entführ« ii g eines Bankiers. Aus London wird gemeldet; Der seit acht Tagen vermißte Bankier Cläre aus S p v > a n ö im Staate Wasdington ist, wie sich jetzt beraus- stel». von einer Bande entführt worden, die ein Lüsegeld von 300 000 Mark verlangt Falls dieses Geld innerhalb zwei Wochen nickt bezahlt ist. würde Cläre getötet werden. Seine Frau ist bereit, de» Betrag z» zahlen. ' F e u e r a u f T e e. „Daily Ehroniele" meldet aus-O u c e n s-- i o w n -Neuseeland) vom 29. Jan.: Die Liverhooler Borke „Ba > t l c A b b e y" -ist aus der Fahrt von Newcastle in Neu Südwales nach Bancouver durch Feuer vernichtet worden. Der Kapilän. seine Frau und »wri Kinder und die 14 Mann starke Mann-chai: wurde durch die deutsche Barke ..Eilbeck" gerettet und uacki Astoria -Oregon- gebracht Nach der Auslage de» Kapitäns war das Feuer, als er das Tchin vertieß, bereits io loeit norga- schritte», daß manche Eisenteile losgelöst wurden. Tie Nils Kohle» bestehende Fracht entwickelte Gase, so daß mau eine Erplosirm beiürchtcn mußte Ziv.-i Rettungsboote wurden beim Herablassen zertrümmert und in dem einzig übrig gebliebenen .Boote gelang die Rettung. Drei Tage und zwei Nächte war das Boot aus hoher Tee schweren Stürmen ausgesetzt, die es zu begraben drohte». Als „Battle Abbe»" »»letzt gesehen ivurde, ivar sie vom Bug bis zum Heck in Rauch geh»!!! und Flammen stiege» emvor. Märkte. Mieten. 31. Ja». 9« g rttt-eri ck,t. Ant beuHgeiik Wochen- n-a>tte (tii'ck: Butter dos Vlund ,95—l.no Mt., ln'!t,„ereier 1 »tuet 10-It «o, ? kstick 0 ststg, Jlfife das Stück e—R -Viel., Ktiseuiatte 2 Stück 5—6 !(>., Tanbeu das Paar 0 ,o 0 — 1 ,on ?'t„ Hühner vec Stück 1,00—1,00 'Mi?.. Hahnen i-r. Stück i/iO— ?,50 M' 1 ?„ Eiste-i re. St 9,50—3,00 MJIf„ Gänse daS Aid. 75—85 Psa« Ock sensteisäi ve. Pid. 92—100 st'g., b indsleisch vr. Ptnud Wi —94 h tg., Ilnbsleilch 80 Psg, Schweine» heisch vr, At»»d 80—ino Pia« Kalb heisch vr. Pid. 94—98 tstq., Hannnetiieisch i-r. WS. 70—96 Psg., klartosiel» vr. 160 kliu 5.00 dis 5/0 küik., Reisttrau! das Stiick 10 dis 20 Vsg.. Ziviedel" »er Ztr. iL.00—i',00 Mt.. Aiilch das Liter 22 Psg. Nüst- 100 Stück 50— 0 Pi,«, vec Ile, 0—00 Mt» Birne» das Psund 18 bi« -0 Pt,,.. Aepscl der Zeiiluer 20 bis 25 Nit. Markt,eit von 8 dis 2 Uhr. R0. WiesbaSc». A >edst ai-Ma rk t b - ri ch ! vom 30. Jan. Aiistrieb; Rinder 5>> iOck>l«" >-), Bulle» 4, klüde »->d Fürs«,-. 88> Kälbee »8. Sckia!« 12, Lchiveme 190, Preiie tue- liXIPtd. Geschält i»itt«l"-ästii Lebend. Schlacht- Ochsen. aewicht Vollfleiichige, ousqeiiiästete. döchsten Schlacht- Mi, Mt. n-ertes tm Älter von 4—7 Jadreu .... 50—54 89—5G Juno«, steilchige, nicht ansgemästet: lind älter- ausgemästet-............49—65 87—95 Mastig genährte junge und gut ge- geuährte ältere...........46—48 80—86 Bulle ». Vollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtio. . . 44—4«; 76—80 Bostfteischige, sünaere.......... 41 — 43 68—75 F n rIen. !k ü h e. Vostsleischlge aiisgrniäsirli Färse-i höchst-» SchlnckstiverleS........... 48 -53 85—94 Voll fleischige anSaeiiiäitct- Kühr höchsten Schlachtu crtes b,S z» 7 Jahren.....39—42 70—76 2'eitere aylaemäsieie stütz- und wenig gut ciit- wickelie jünger- stütze......... 44—47 77—84 Mastig genährie stütze nutz Forjea.....34—83 63—81) Eertng genätzrte stütze ti:iO Färse».....23—83 68— 62 Kälber. Feinste Mastkälber........... 68—70 113—117 Mittlere Mast- und beste Saugtäl^ee .... 59—62 98 -103 töeiingere -Mail- und gute Saugkätdre , . . 52—56 87—94 Ecring« Saugkälber.......... 48—52 81—88 E dj at'e. Weide»iastlcha>e Mastloinwer »nd Aiasthauuiiel .... 47,00-» 1.00 96-00 E ch >v e > n e. Vc-Üsleisch-.g: Echwetne von 80-100 kg Lrb-nd- gewicht.........- ; . . . 7,3-64", 68-70 Boltiteischige Sckuvetii« unter Ai lig Ledriidgewicht 53-54 64—69 Pcltflelschize Schiveine von 100 - >20 de Lebend» gewtcv, , ^............ 54 58 68-70 Voltsieislhige Schiveinc von 120—150 hg Lebeud- grivichl..............52'/,-54 68-69 Fetisch,»«,"-, über 150 7» Lebendgewicht . . 4»'',—52 02—65 §»>e>p!ai, drr vtreinigten Zrarttsorter Ztodtthrater. v-per»ha»s. den \. rtfln-unr, uartjui. ,4 Ulju: »Wiener Wut.* «Uifu:* i Hu .- „Ulanen.* '^lontan, Len 2. f'vtbntai, G.Vnbö '/,6 Uhr: ö f i , . l, V nI,q ^ ^ SlaiiunetfäuöcrS l^iuar F o rch h a m m e r: Ci:icn^tao, de»l 3. Hedrnar nbeirds l , 8 UOr: Zmn ersten Male: Boienblln.' L?eerette in »Akten von Leo Stem: 'Jluiit von ^f,n ‘}ler>bal.' '1'littwoch. den 4 7>ebr.. ahfub-3 0 tltjc: Lonnerstaa, den o. Februar, abends '/,» Ubr: „t rwi fan tntte.‘‘ »rcilnq. 00116 . Februar, abends 8 Utzr: .Die Zauberslöle." Sams, ag. den . ,v»br»ar, abends Uhr; ..Der Troubadour.-' Sonn- iag. reu 8 . ,-eoruar, »ach-„i,,ug, lUn.-; ,, 0 »raUerra rn„io»n» - Hiera,;'; „rer Baiazzo,- Abends 7 Uhr; .Poteudlut' Montag od" v" s'n.'- i ,bt - - Dienstag, den 10.Febr^ abends .,8 Uhr, Mttiwoch II Fed,„ geschtoyeu schaufprel^auz. conntag, den I. Febrnnr, unchminaa« ' ,4 Uhr: .Der aeftieielie Abends 7 Uhr: .19,- einst Mas.' Montaä d«. 2 F dr l''», 1 " l,< "’ der Weis-.- Dienstag, bei, 3. F-druar .Edr,,,,»„«.» Vorher; .Der verivandette stvinädiant.' Mtt ivoch den 4. „ebrliar. abends 148 llhr: .Wie eins, im Ma, --i.nerSiag, den ,>cor, abends 8 Uhr; Borliekluna d-r streio» kch-uww,'' “ !ntc ' .Dtestronvrät.ndou.en ' vr iarisches Lchauimel m -> Akten von Henrik Fb'en," Freitaq den >. Febrnae. abends 8 Utzr: „«He einst im Mai.' SaniSlaq, d!n 7. o-brnnr, nachm.ilags i Utzr; .Wilhelm I t u." w, n,,tzr" .'.-amot tomitag, den 8. Februar, nachmittags 3 Uhr: „Futzr- v""ä'et,- Abends- 7 Uhr; .Wie -ins, im Mat.' M-,tt°g. . "^,^">1!' abends 8 Uhr; .tzi.ora." TieuSiag, den 10 . Februar, abends /,8Uhr: »Diestrouvraiendenten.' Mittwoch den II Febr uachi», 3 Uhr; „Wtthelm Dell.' Abends 8 Uhrl .Heimat"' * Uirclilidi; Evangelische Semeinde. Sonntag, d e» 1. Je b r >, a r, 4, Sonntag nach Ep iphaniatt Gottesdienst. 3a der rtadttirche, Vormittaas IR/, Uhr; Plärrer l«. Schlosser. Vormittags II Uhr: stinderkirche tür die -MalthänSgemeinde. Plärrer I). S ch l 0 I l c r. Ltbends 5 Uhr: Plarralüsteut ball mann. 2'eietzte und heiliges Lldendmahl Iür die Matthäus, und I -MarkuSaemeiude, Aiiineldiing vorher bei dein Psarrcr jeder Cüc* 1 aieiudc erdete». : hlbends 8 Uhr: Vereinig»»-! der konfirmierten inäniilichi» I Jugend der -vlatzhäusgemetud- . DieuSIag, de» 8. Februar, uächiuiltags 4 Uhr im Matthäussaal: FraiieumisstonSvercui. -Mittivoch, den 4, Februar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten meiblicheu Jugend der Markusqemeiude. Tounerstag, de» 5, Februar, abends 8 Utzr, j», Matthäussaal: Bi de ist« „de. <1. Blas, 16 und 4 Rias. 12.) Plärrer I). Schlosser. Tn der Johannerkirche. Voeniittaas 9'/, Uhr: Plärrer B e ch I 0 ls h e i mer. ■ Porwiuags 11 Uhr; Kuiücriirche >ür die Lnkasacineind«. Plärrer B e ch t 0 l s h c > m e r. 2ibcnds 5 Uhr: Plorrcr 81 us leid. Adenb« Utzr: Vereiniaung der konfirmierten männlichen Iugeud der Lukas- »»d Jotzannesgemeinde Dieusiag. den 3. Fet-ruar, avcudS 6 Uhr: Dersainmluug des FraueuvereiuS der Lnkasgemciude im Lukassaale, Mittwoch, de» 4, Februar, abends 8 Utzr: Bibel st „ » d c i»> Lukassaate. <1. Brie« Petri.) Plärrer B e ch 1 0 l s h e i »1 c v. Freitag, den 0 Februar, nachmittags 4 Uhr : Fraueumijsivus- verei» der Lukasgemeiude. „Wartburg", chrlMIcher Zü-igUgg; und Männer-Verein. Dienstag, abends 8'/., Uhr, -Bibelitunde, Miilwock), abends 8 lktzr. Turnstunde, Tonuerstag, abends 8 Ubr, Uitterhaliungsabend, Eonntau, abei-ds 8 Uhr, Boriragsabend. Tie Persaminliingcu finden ie,ls in dem KemeindehauS, Kirch- straste 9, ieils in den, neuen .Wartburq-Heim", Tiezstraste 15, statt: ttzäste. besonders auch die Neukonfirmiertc», sind jederzeit herzlich n-istko-nuen. vidclkräiizche» für Schüler höherer Lehranstalten. Jüngere 2lbie>lnng jeden -Mittivoch von 6—7 Uhr. Aeltere Ableitnna jeden Lanistag von 6—7 Uhr im Jokannessaal. Vldeltränzchen für Mädchen aus der öshannesgemeinde. Jede» Dienstag vo» 6-7 Ubr im Iohannessaal. Katholische Gemeinde. Oattesdienst. Samstag, den 31. Januar: Nacknnittnas um 5 Uhr und obeudS um 8 Uhr: Gelegenheit zur bell. st'e>st-te. Sonntag, de» I, » e I> r. , 4, S 0 n » t a g »ach E v i p h a n i e, Vormittag« von 6'/, Uhr an: 6'etegenheit zur hl. Beichte. , »I» 7 llhr: Die erste hl. Messe. „ „IN 8 Ubr: Ansleiliing der bl. Kominunio», , um 0 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ »IN 11 Uhr: Hl. Blcüe init Predigt. Nachmittags um 57, Uhr: Christenlehre; daraus 'Andacht, Nackimittags »n> i'A Ubr: Jungs«.aueu-Kongregation. -Montag vormittag um 717 Uhr WackiSmeihe, An> Dienstag wird der St. Blastnslegeu erteilt um 7 »nd Ubr vormittags »nd um 5 Uhr nachmittag;. Freitag um 7 7, Uhr ist Scgcnsmesse. vlajpora-Gotterdienst. Sonntag, de» 1. Februar: In Laubach um >0 Uhr, In kich »m 9' , Uhr. ""Lerrte am Sonnta». 1. Febr. 1914. strhfmlen HCl LIU von 12 Uhr initta?» bis 12 Uhr nachts, nur fflr dringende Fälle sicher anzntreffen: D 81 /, Ilr. Kley erhoff. Shd Anlage (ucbcu der Jobanneskirche). Dr. Ploch, Astcnveg 34. Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 1 . Febr.. sicher anzotreffen : v *" Dr. Koch. West-Anlage 1. Zahnarzt ■v, Meteorologische Beobachtungen der Station Siehcn. Jan. ffcl It 5g IS *§*? A f s-b s §1-5 fl S.E 1914 g°c l* ** W c g 30.- 2°» 752,3 1,9 4,9 93 SSE 2 7 30, 9^ 753.1 1,7 4,8 03 SSE 2 10 31. i" 753,9 1.2 4,6 92 8 2 10 Sonnenschei-i, Dunst Regen Bed. Himmel Höchste Temperatur am 29. bis 30, Januar 1914 — 4- 2,0 'c. Niedrigste . . 29, . 30. . 1914 — + 0,2 *, Niederschlag: 0,4 mm. Wetter ;rist den hartnäckigsten Husten. Man drancht also mch, im Bett zu bleiben und kann seiner beruflichen Tätigkeit nach« gehen. Der Hustensirup schmeckt dabei angenehm, ist vorzüglich gegen Heiserkeit. Erkältung und zu Borbeugung der daraus ent stehenden schlimmeren Erkrankungen der AtnrungSwege. Er wirkt übrigens appetitanregend und besitzt auch einen leidneu tonischen und stuhlregclndcn Einflust — alles Zachen, die bei Erkältung und gegen drohende Influenza sehr zuita len kommen. DaS Asezevt kann tn solchen Hätten nur märmflcns emp»oblen werden und ist aus 1 ,e»cn ,vall einen Bersuch wert. ES gib, kann, etwas Besseres. Jur Vermeidung von Verwechselungen b'4 Hbbcrtellun« ocn 'JkrmirtviMi» *n»«iaen «der Ml. wird dringend um Angabe der^nrel^ennunimer qebtt Verlag des L tch.Aiizeigers ^»mitten der Ttridl schön gelegene Wohnung, ca. 10 Zimmer, per 1 . Avril oder s'iä'er 411 vermieten. Schrritl. Angebote unter 203 a. d. Gie ffener Anzeiger erb. Srb. bcrrjchaftl. Wobnung Bergstr. 5». ist durch Wegzug des Herrn Rektor. Pros Or. Kürte. per 1. Avril 1014 *u vermic cu. Die Wobnnna e» hält 10 Zimmer. Wintergarten mit reichlich. Zubeh.. üat gut.Wariinvaüerbeizung. Gas- n. clektr. Lick aul. sow schön^Garen. N. H. Wiuu. 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