Nr. 25 Ter ®l«(j«rtcr Snztiger erscheint täglich, außer Sonntag«, — Beilagen: viermal wäckieiiilich »ittzener.^aniiliendlötler; zioennat wöchenll.itteit- dlau für 6en Kreit 41: (jtn iKteiislagiindFreiiaa); jictlnwil monall. Sank" wirtschaftliche Zeilsragen ftemlpred) - SInschlüAe: i‘~!'°ll: tz^B-ch Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. 5tatthalter-Bekenntnisse. Eftic in Itraßburg lebende und in, öffentlichen Leben stehende Persönlichkeit, die Gelegenheit hatte, mit dem Statthalter Grafen Wedel über die Lage von Clsasz Lothrin- qcn zu sprechen, übergibt unserem Berliner Mitarbeiter folgende Mitteilungen mit der ausdrücklichen Erlaubnis öffentlich Gebrauch davon zu machen: Ms die Regierungskrise im Reichsland bekannt wurde, wies man von politischer Seite sofort daraus hin, das, diese Krise noch nicht identisch sei mit dem Rücktritt des Statthalters, der im versassimgsmäßigcn Zinne nicht zur Regierung gehört, sondern über ihr steht, Das ist zutreffend M>er ebenso richtig ist, dag Gras Wedel ivöhrcnd seines letzten Aufenthaltes in Berlin immer wieder erklärt hat, 1913/14 sei sein letzter Straßburger Winter, Also auch der Statthalter bereitet sich ans seine Abdan- ^kimg vor, er wartet nur noch so lange, bis der Kaiser die Wahl seines Nachfolgers getroffen hat, Graf Wedel geht in dem Bewußtsein, seine Pflicht getan zu haben sowie sich, ferner Ucberzeugung und dem Lande nicht eine Stunde untreu geworden zu sein. Er hat die Reichslandc stets als urdeutsches Land angesehen, und gerade deshalb empfand er den langsamen Fortschritt der Germanisierung so ost als ebenso ungenügend und ivcnig befriedigend wie alle anderen Teulschcn, Er erklärt rückhaltlos, das, ans preußischdeutscher Seite immer noch nicht die richtige P s - chologie gefunden worden ist, mit der man die'Bevölkerung des Reichslandes gewinnt und in ihr moralische Eroberungen macht. Aber auch die in Straßburg eingesetzte Regierung^ hatte während des Wedelschen Regimes, das gibt der Statthalter osseu zu, schwer zu kämpfen und oft nicht den erwarteten Erfolg, Ein Volk, das unter einer guten Regierung gestanden hat — die französische Regierung lastete nicht schwer auf Elsaß-Lothringen — kann nicht, auch in vier Jahrzehnten nicht, seine Vergangenheit vergessen und sich einer neuen Regierung rückhaltlos anvcrtrauen. Darüber muß inimcr noch Zeit vergehen, Ter Hinweis aus die Polen (wir geben inimcr noch Gedanken des Statthalters wiederi treffe im Elsaß nicht zu, Zn den polnischen Landesteilen hat nie ein: "reguläre Regierung von langer Tauer gesessen, und die Bevölkerung war nie reis zu einer Teil- iiahinc an der Regierung, Im Reichslandc dagegen lmt man cs mit einer politisch kulturell hochstehenden Bevölkerung zu turi, und die größte Schwierigkeit besteht darin, die verschiedenen Schichten individuell zu behandeln, Tie reichen Fabrikantcnkreisc der elsäsfischen Industrie- g egend, die zum Teil Schweizer sind, stehen vollständig unter französischem Einfluß, Tie unteren Schichten scheiden sich in die Sozialdeniokratie und in jene Be- völkermig, die unter dem Einfluß einer wiederum nach Frankreich tendierenden Geistlichkeit stehen. Angepaßt hat sich nur der Mittelstand; er fühlt säst durchweg deutsch, Tazii gehört auch die Beamtenschaft, die, wenn auch zum Teil clsässischcr oder lothringischer Abstam- minlg, doch cingcschcn hat, welch feste Stütze sic an Deutschland besitzt. Ans diesen Mittelstand hat sich Graf Wedel während seiner ganzen Statthalterschaft verlassen, und dieser hat auch iu der letzten Zabernkrise treu zu ihm gestanden, Gras Wedel gibt sich der festen Zuversicht hin, daß infolge des politischen Schwergewichts dieses Mittelstandes nun Ruhe und Frieden im Lande eintritt, Tas Ziel ist allerdings, daß das Land nicht nur Ruhe hat, sondern sich in Ruhe entwickeln kann und sein eigenes Leben zu führen vermag. Um dieses Ziel zu erreichen, über das die Bevölkerung mit der kommenden Regierung zweifellos einig ist, erscheint cs dem scheidenden Statthalter wünschenswert, daß endlich auch die oberen Schichten der Reichslandc mehr Beteiligung am politischen Leben zeigen und an der Wohlfahrt ihrer Heimat freudig Mitarbeiten, Gras Wedel ist der Ansicht, daß Zabern eine Sondcrerschei- nung war, wie er sie noch nie in den Reichslanden erlebte. Er hat dem Kaiser über jede Wendung der Zabernkrise stets sofort Bericht erstattet, auch mit dem Kanzler in ständiger Fühlung gestanden. Wenn sich zuletzt eine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit mit Herrn v, Belhmann Hollweg herausstellte, so tröstet sich Gras Wedel damit, daß schon Bismarck mit keinem Statthalter ganz zufrieden mar. Schon in Hohenlohes Tenlwürdigkeitcn liest man, wie heftig Miguel für die Ausnahmegesetze sprach, während Chlodwig sie nickt mehr für nötig fand und erklärte: „Auch der Paßzwang wird anfhören und andere Maßregeln werden folgen, um Elsaß-Lothringen uns naher zu bringen; unsere Aufgabe ist,' dem Land und dem Bolk zu beweisen, daß es unter deuG scher Herrschaft gedeihen kann," Und bei dieser Gelegenheit noch ein Statthaltcrwort, Edwin Mantcusfel, der Marschall, bekannte; „Der Kaiser hat mich ins Land gesandt, Wunden zu heilen, nicht, Wunden zu schlagen, Rur subalterne Auffassung meint, Elsaß-Lothringen müsse als ein erobertes Land behandelt werden. Ich kenne den gesunden Kern der Bevölkerung, weiß, daß sie mich versteht, und die Zukunft wird mir recht geben," Graf Wedel hat während seiner.Herrschaft nicht anders gedacht als diese seine Vorgänger, und er ist überzeugt, daß die Znkunst ihm recht geben wird, Berlin, 29. Jan, Tic „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Ter Statthalter in Elsaß-Lothringen, Graf Wedel, hat sein schon im Dezember angebotenes Abschiedsgesuch erneuert. Wie wir weiter hören, haben auch der Staatssekretär Freiherr Zorn von Bulach und die Untcr- staatssekrctärc Tr, Petri, Mandel und K o e h l e r erneut um ihre Entlassung gebeten, Tic kaiserliche Entscheidung erfolgt voraussichtlich nächstens, Straß bürg i. Elf,, 29. Jan, In der heutigen Sitzung des Budgetavsschusses der Zweiten Kammer erklärte der „Straßburger Post" zufolge llntcrstaatssckrctär Mandel, daß die gegenwärtigen Mitglieder der Regierung ihre weitere Tätigkeit bis zu der aus Berlin erwarteten Entscheidung nur als die eines Ge sch äs ts- mini ft criums aufsassen könnten. Der Budgttaussckmß begann die Voranschläge der Verwaltung des Innern »nd schloß mit dem Etatsgesetz die Ausschußberatung des Budgets ab. Für den Verband für Jugendpflege waren 10 00!) Mark gefordert, welche der Budgcl- ausschuß einmütig gestrichen hat, Man könne sich nach Zaber n von der Tätigkeit eines Verbandes, der Nlit der Zivilvcrwaltnng z u s a m men arbeiten solle, nichts versprechen. Aus fortschrittlicher Seite wurde dann betont, daß nian drn unter deni Proteftorate des Grasen Wedel stehenden Verbänden wohl^einen gewissen Beitrag zur Verfügung stellen könne, da aber der Statthalter seinen Platz verlassen müsse, wolle man zunächst abwarten, wer sein Nachfolger werden würde. Zur Verpreußung der elsaß-lothringischen Jugend seien keine Lan- dcsmittcl verfügbar. Auch grundsätzliche Bedenken gegen den Geist der staatlichen Jugendoflege wurde» erhoben, Dienstag beginnt die zweite Lesung des Voranschlags im Plenum, Dcutldic» Heid*. Ein Telegramm Wechsel zwischen d c m Kaiser und dem Präsidenten Wilson, Aut ein in Tuckcrton «New Persel,) von der Station Eilvese — Hannover cingc- tioiioncä direktes drahtloses Telegramm des deutschen Kaiscls an den Präsidenten Wilson, in welchem der Kaiser die Hossnnng ausdlückt, daß die dradtlosc Verbindung ein neues Band zwischen Teutschlanb I,»b den Vereinigten Staaten bilden werde, sandte Wilson solgenbeS AnNv-rttelegiamm an den Kaiser: Ich bin rrfreut. Eurer Majeslät huldvolle Grüße zu empfangen, die durch die neue transatlantische Fiinkcnstation Eilvese mir übersandt worden sind. Ich beglückwünsche Eure Majestät zu diesem neuen Glicdc der engeren Verbindung zwischen den Vereinigten Slaatc» und Teutschland, Im preußischen A b g c o r d n e t c n h a u s c ist die Verlegung der Graditzcr Gestüte nach Altcnscld (Regierungsbezirk Kassel) beschlossen worden, Tie Nationallibcrale Fraktion des Deutschen Reichstags hat durch einstimmigen Beschluß das Hosvi- ta n t cn v er häl t nis zu dem Reichstagsabg, Ö estc rin a n n im Hinblick aut dessen Tonncrstag im Reichstag gehaltene Rede gelöst, ; T i e sächsische Zweite Kammer beschästigle sich am Donnerstag init zwei Anfragen und einem Anträge, betreftend den .Schutz der Arbeitswilligen und Sicherung des Ko- aliiionsrcchtes usw, Abg, Kaiser, der die nationallibcrale Anfrage begründete, erkannte an, daß vielfach Terrorismus gegen Arbeitswillige ausgeübt wird. Seine Freunde seien jedoch gegen jede Ausnahmegesetzgebung, gegen die Beseitigung des Streik- rechtes »nd gegen dos Verbot des Streikpostenstehens, Zur De känipiung der zweisellos bestehenden Mißstände genüaten die strai- gesetzlickten Bestimmungen, wenn sie nur in der Praxis richtig angewaitdt würden, Abg, Held vertrat in der Begründung der sozialdemokratischen Anfrage die Forderung der absoluten Ko- alikionssleiheit Ter Redner kam auch ans die Teilnahme des Königs von Sachsen an der Leipziger Versammlung des Zentral- verbandes deulsckter Industrieller zu sprechen und behauvtete, der König habe sich auch sür das Verbot des Streikpostenslehrns ausgesprochen, Staaisminister Vitzthum von Eckstädt iühtti ans: Das Koalitionsrecht sei eine notwendige Masse, die beiden Parteien mit voller Parität gewährt werden müsse. Es dürfe jedoch kein Koalitionszwang daraus werden, die Willensfreiheit des einzelnen müsse gewahrt werden, Tie Regierung erachte es als ihre Pilicht, mit allen Mitteln dasür zu sorgen, daß sich die wirtichaitlichen Äänrpse im Rahmen der Rechtsordnung bewegte» und daß Gewalttäftgkeiten unter allen Umständen vermieden würden, Bis jetzt hätten die Machtmittel im allgemeinen ausgereicht, um Vergehen gegen die ösfentliche Ordnung zu unterdrücken und zu ahnden, Tie bestehende Gesetzgebung reiche aber nickt allenthalben aus, um den Terrorismus gegen die persönlich: Willensfreiheit zu unterdrücken. Es bedürse einer Aenderung des Strafgesetzbuches, Er sei bereit, im Bundesrat dafür einzutreten, daß bei der Revifion des Strafgesetzbuches dieses berücksichtigt ivürde. Er stimme in dieser Hinsicht mit den Aus- iühiungen des Reichskanzlers überein. Zur Schäftung einer besonderen Landesstreikpolizei liege kein ausreichendes Bedürfnis vor, Tie gewünschten Jnstrukftonen sür die Polizeiorgane würden geschaffen werden. AurlanS. Der ungarische Landesindustrieverein lehnte es ab, sich dem zu bildenden deutsch-ö st erreichisch-u II gart s ch e n W i r t s ch a f ts b u n b anzuschließen. Pi-epräsident von II l l m a ii n begründete den Entschluß damit, daß Teutschland Ungarn gegenüber eine Wirtschaftspolitik befolge, die kaum als freundschaftlich bezeichnet werden könne, Tas Silstein der Ein- stihrscheine richte sich geqen den ungarischen Getreideimport, Tie Praxis der Gerslenverzollung werde so gehandhobt, daß man für ungarische Gerste iinmer vier Mark Zoll bezahle, während Rußland seine verschiedenen Gerstensorten mit 1,30 Mark verzollt. Es sei daher nicht im ungarischen Interesse gelegen, sich durch den Anschluß an den Wirtschaftsbund gegenüber Teutschland die Hände zu binden. Vas Rätsel von Meyerling. Zn»i 25. Jahrestage der österreichischen Kronpftnzentragödie, <30, Januar, > Ans Wien wird uns geschfteben: Jetzt also wäre er 55 Jahre, stände mit dem gedämpften Temperament dieses Alters' im Rücken aller leidenichastlichen Hingerissenheit: eines Kaisers Sohn UN» dereinst selber ein Kaiser, der Kronprinz Rudvls, Es hat nicht sollen sein. An jenem 30, Januar 1889, der uns allen ttotz einem Viertel Jahrhundert wie ein ängstigender Alpdruck schiver und dumm im Gedächtnis liegt, wehten Winternebel in die Straße, mitte Licht der Sonne war verhangen, der Himmel wie mit Warte verstopft. Selbst die Kinder von dmnals, die ganz Kleinen, die Iwck' nicht einmal der Kunst des Einmaleins mächtig waren und i'nnst wie Blumen in den unbesorgten Tag hineinblühten, selbst die fühlten sich bedrängt »nd herabgesftmmt und spürten nur daß etwas »nbegreifbares gescheben >r>ar, etwas, das ihrem andringenden Verstehen entglitt: das Rätsel von Meyerling, Fünfundzwanzig Jahre sind darüber hingegangen. Ein Viertel Jahlbundert' Unzähliges bat sich uns derweil erschlossen, ist uns geläufig und verständlich geworden, Ties eine aber blieb siemd und weit von uns abgerückt, wie am ersten Tage: das Rätsel von Meverling, Es Iwt seeilich. hier wie überall und stets Leichtserftge gegeben. Vielredner und Nichtssager, die nie um eine' Deutung in Verleaenheit waren. Man braucht nur die sren,Hündischen Blätter aus zenen Januar und Februartagen nachzujchlagen. und NM» sinket es da ichwarz aut weiß, ime das Rätselvolle geichehen war, findet es klipv und klar und von imor- mierler und bestinsornuerter und ,on,t gut unterrichteter Seite ausgesprochen. und ein Blatt konnte sich sogar rühmen, die . . authentische" Tarstellung zu bringen. Es gibt auch »I nnierer Wiener Mitte ein Schock Leute,.die cs „cher, ganz„cher wrven. - nd solche, aus deren Berrckü ,,-ge Gut nebnien können-; Aber kn, mü, es mir doch noch ein wenig überlegen, Tenn die H>- üvnen der' Leute die einen, die Wahrheit zugleich mit dem Schier- ingsbecher kredenzen, gehen ein wemg gar zu wert, auseniander widersprechen einander zu ,chr und au, die „Authentischen-- ist schön gar kein Verlaß, ^ 'fil es nicht merkwürdig, daß in unseren au,geklarten Tagen. », denen Hunderte Fäden von ganz unten nach ganz oben ständige Beriebunacn knüvGn, ein weltbekanntes Gelcheben m,t einer Mauer der^ Undurchdringlichkeit geacu Jedermanns Kenntmsnahme ver- , Hcfcr'J Es wax-n in auch ganz erwache Leute dabei: Loichek, ÄAwwcr des Prinzen, und sein Leibs,aker ^r Brati.sch Ab »r aiitb die haben geichwiegem Und weck „e geichwiegen und weil sie den Schlüssel von deui Ratlel von McyerliNg be, sich be- hatten haben, sind sie selbst nur rapclvollc Ehisirrn IN der Gcheimgcschichie dieses Ueinen Jagdschlösscls, Nicht der geringste Tomestikenklatsch kam über ihre Lippen, Und Nein war die Versuchung nicht, Hunderte drängten sich an sie heran, Ta war einer unter den Vielen, ein flotter Journalist, der einmal von dem Caruso-Honorar für eine» Originalbericht geträumt, der den Biatsiich ein halb Dutzend Mal an den s^errentisch beim Heurigen gelockt, der ihn mit dem süsiigste» Tokaucr bis zur Trunkenheit traksiert und ihn bei den, einen Wort: „Ter Kronprinz Rudolf , , ," iminer völlig nüchtern sich 'ihn, gegenüber gesehen hatte. Nüchtern und mit einer drohenden Teniill, die gleichsam das Ehrbewußtiein in dem Anderen anftef: „Gnä Herr, Sic wer'n doch nicht. Mich kricgenS nicht dran," Keinen hat man „darangekriegt", Turch ein Viertel Jahrhundert und bis aus den heutigen Tag keinen Einzigen, Vielerlei erst Verborgenes und ängstlich Vertuschtes ist uns niittlerweile enthüllt. Wir kcnneck jedes Tctail aus der Tragödie des Kaisers Max von Mciito, wissen Bescheid in den, Leben Leopold Wölslings. Aber alle Bücher tasten nur inst vagen Vermutungen an den Kronvnnzcn- tod, zeige» da einen Sprung in der Darstellung und geben höchstens Vorspiel »nd Epilog, Ich denke, wir sollten uns beugen. Es ist ein seiner und Ehrfurcht gcbictendcr Takt darin, wie hier rin Vater das Letzte und Gemcinmenschlichc seines Sohnes allen mcnschlickten Fragen entzieht, Tas Leben solcher 'Hochgeborener und Gotterkorener gekört nicht ihnen allein. Tausenderlei Interessen der Tynasttc, der Politik, der Volkswohlsahrt und der Parteiung haben daran Teil, lind da hat cs eineil wuitderbar tiefen und crgreisenden Simi, wie sei» Sterben als Privaiangelegenbeit behüttt worden ist: Ter Tote gehört der Familie allein. Und es hat eine io rührende Schlichtheit, wie dieser Kronprinz im Sterben aui einmal ein Mensch wurde, nichts als Mensch, daß man das Rätsel von Meverling wirklich sür immer unberührt in den Geschichtsbüchern steten lassen sollte, wie das Leben der Kaiserin Theodora von Lpzanz, wie das selsiainc Schicksal des Nürnberger Findlings Caspar Hauser und wie Vieles andere noch, das einen fernen und dunklen Sinn hat, gleich dem ganz Nahen und Alltäglichen: Leben imd Tvd. Hans Wantoch. va; schwarze Zieber. In der französischen Gesellschaft sür fremdländische Krankheiten, die ihren Sitz im Pasteur-Jnstitut h>it, wurde in bitten Tagen mit berechtigter Zorge sestgtttellt, daß die Hunde von Marseille Träger einer Infektionskrankheit sind, die aus Kinder übergeht und wst immer zu einem tödlichen Ausgange führt. Es handelt sich um den sogenannten „kala-a,zar", um jenes schwarze Fieber, mit dem sich bereits der letzte große Internationale Aerztckongreß in London auf Grund der Berichte der Professorcu Laveran und Nicolle eingehend beschäftigen mußte. Zum ersten Mal wird jetzt diese Krankheit auch in Frankreich sestgcstellt, sowohl bei den Hunden wie beim Menschen, Tas Leiden wurde zum eftlc» Mal 1869 in Indien durch Angehörige der ttiglischen Okkuvations-Armce beobachtet, zehn Jahre später war es bereits endemisch gcwr-rdcu, ioies Ttcrbezisieru von 70 bis 98 Prozent auf, aber erst viel später gelang es der Forschung, den Erreger dieser seltsamen Krankheit zu entdecken. Tas geschah im Jahre 1903 durch Lcishman: seitdem führt der kala-azar auch den Name» „Leishmaniose--. Ter Krankheitserreger ist den Trvpano- svmen verwandt, die die Schlaskrankhcit hcrvorruien; man findet ihn in den Zellen der Leber und der Milz, Lange Zcil glaubte man, daß der kala-azar nur'in Indien, China, Turkesta», Trans-Kaukasien, in Sudan und Acgvptc» vorkomine. Aber im März 1904 fand, wie der Mali» aussührt, Prof, Laveran die Krankheit in Tunis, Piancse enldecktc sic in Neaocl, und heute weiß man, da'tz das Leiden von dem ganzen Miitclmeerbeckcn Besitz ergrisscn hat, ja selbst in Rom „»» im inneren Spanien wurde» bereits vereinzelte Fälle scstgeslcllt. Im Gegensatz zu der indischen KrankhestSsorm befällt der kala-azar des Mittclmecrbcckcns die Kinder und fast nie Erwachsene, Tas Lebensalter von sechs Monaten bis zu drei Jahren bietet die meiste Gefahr, Tas Kind verliert zunächst seine gcfundc Farbe, wird blaß, ermattet: dann beginnt das Fieber, der Körper erscheint aiiige- blasen, die Glieder schwellen an, Abmagerung beginnt, die Milz vergrößert sich und imch Eintritt verschiedener Verwickelungen tritt gewöhnlich in einer Frist von sechs bis achtzehn Monaten der Tod ein, Tic Heilungen erfolgen nur zu 2 Proz, Die Diagnose kann nur durch Punktierung der Leber oder der Milz gestellt werden. Nun ist sestgcstellt, daß diese furchtbare Kindcrseuche, Indien ausgenommen, nur dort austritt, wo die Hunde an dieser Krankheit leiden. Sie widerstehen dem kala-a,ar ungleich besser als die Kinder, Untersucht man die .Hunde, vor allem im Mai, Juni und Juli, so sinket man unter ihnen 10, 15 und steigend bis -zu 80 Prozent Krantheitsträger, Nur ganz selten konnte bisher in Häusern, in denen kein kranker Hand war. die Seuche bei Mndcrn feftgestcllt werden. In Rom, Turin und Algier entdeckte man die Erreger sogar eher bei den Hunden als bei den Menschen Prof Nicolle vom Institut Pasteur erbringt jetzt den Nachweis daß die Hunde sich gegenseitig durch ihr Ungeziefer, insbesondere die Flöhe anstecken: und daß die Uebettragung aus die Kinder aus gleichem Wege erfolgt, Ter Augenblick scheint gekommen, um Maßnahmen zu tresien, die cs »crhlnderu. daß diese Sttiche sich in Eurova endgültig sestsctzt, Tie ersten schritte zur .Eroberung Europas hat diese Kinder Veit bereits getan. Z u der A n fl e I o n c it I) c i t der Putilow Werke schreibt der „Temps": Geradezu unsaßbar ist e-.-. das Rußland >u dein 2I,,genbi,ck. w>i es vom sranzZjiichen Marltc 600 Millionen Franke» fiir sein wirtscstasllickies und militärisches Rüstzena er hält. leinen iranzäiischen Bundesgenossen weder in amtlicher Weise nach durch Vermittelung der Banken daaon verständigt hat, das; die Piitilow-Werke 50 Millionen Franken zur Erhöbung ihres Kapitals brauchen Terarlige Zwischeniälle sind, ielkst wenn sie in besriedigender Wei,e geregelt werden sollten, fiir den guten Bus des sranröiisch-ruisischen Bündnisses bedauerlich, — Die nationali üijche „Libertö" benagt die Angelegenheit zu einem Angriit gegen das Ministerium Ton m eigne, indem lic behauptet, da» das Kabinett Bart ho» bereits vor vier Monaten non der Lache Kenntnis gehabt und sich bemüht habe, die Anstrengungen der dcutichen Gruppe zum Scheitern zu briligen, Toumerg» ' und seine Kollegen ieien von idren Borgängern rechtzeitig verständigt ivvr- t de» and es werde sestgestellr werden müssen, durch wessen Rach- läiiigkcit oder Schwäche die Sache soweit gedeihen konnte._ An» Siavt nnö Lanö. Gießen, 30. Januar 1^914. ** Tage Skalen der inr Freitag, 30. Jan. Stadtthea t - r: .Die I o » r i, a l i st - »*. Aniang 8 Uhr, * ** Ausden, Eisenbahndienst e. Ernannt: Bahn- niciftcr Dein incl in Darmstadl zum Materialverwal tcr: Aushelscr Bcrlau in Mainz -üd zum Weichensteller; Hilissahrtartcndrilckcr Emrich in Mainz zum Fahrkarten drucker. - Versetzt: die Oberbahnassistentcn Körner von Biebrich. Vau» von Tarmstadt nach Mainz, Link von Bischoisheim nach Darmstadl: Eiscnbahnassistent Z i n, in c r- in a ii ii von Tarinstadt nach Mainz, Thein von Heppen- heim »ach Bischoisheim ** AusdemSchuldien ft e. Ueb ertrage ii wurde den Schulamtsaspiranten Johann Baptist Acker aus Bo denheim, Kreis Oppenheim, und Andreas Mergler aus Gernsheim, Kreis Groß-Gerau, je eine Lehrerstelle an der katholischen Volksschule zu d erbst ein, Kreis Laulerbach, Erledigt ist Die mit einem evangelischen Lehrer zu be setzende Lehrerstelle zu Erzbach, Kreis Erbach, Das Prä- scnlationsrechl steht dem Grasen zu Erbach-Erbach zu, ** Zusammenkunft von Schulverwalter n. Dieser Tage sand in Gießen unter Borsitz des .Kreisschul-, inst ektors Pros, Tr, Ä l l c s eine Zusammsnkunst der Schul- verwallcr und Schulvcrwalterinnen des Kreises Gießen statt In der Unterklasse der Stadtknabenschule wurde die Behandlung eines Unkcrrichtsstosfes im Rechnen, Lesen und biblischer Geschichte praktisch vorgcnonimen. Daran schloß sich eine eingehende Besprechung, ** Der Landesverband städtischer Beamten fü das Großherzogtum Hessen hat den hessischen Stadt Verwaltungen ein Gesuch »in Befreiung der Städtebeamten von der noch üblichen K a n t i o n s p f l i ch l unterbreitet, Das Verlangen der Städlebeamlcn nach Kautionsbc- freiung dürste nicht unbillig erscheinen, nachdem die Kau- tionspslicht der Rcichsbeamlcn und der preußischen Stadt- beamten bereits im Jahre 1898 und die der hessischen Slaats- beamten im Jahre 1904 ausgehoben worden ist, auch eine große Anzahl preußischer Städte und sonstiger Verwaltungen diesem Beispiele gefolgt ist Rechtliche Hindernisse stehen der Stattgabe des Gesuches in Hesse,, nicht mehr im Wege, nachdem die neue StädtcordNung oer Siadtverordnetcnversamm- lu.g das Recht eingeräumt hat, von der Kauiionsleistung abznschcn. " Ober hessischer Kunstverein, Die Ausstellung der Freien Bereinigung Tarmstödler Künstler ist nur noch am kommenden Sonntag anSgeftellt. An diesen! Tage Nudel ein Volks tag statt, inr den nur 10 Pig. Eintrittsgeld erbobeu werben, Tie Ausstellung ist von 11 bis 3 Uhr imunteebrochen geöffnet, " F ii r den „Deutschen Abend', der am 4. Februar zur Unterstütz» na d e S D e u t s ch t» in s i in A » s l a » b c in Steins Garten staitstndct, liegt das gedruckte Programm „un- inehr vor. Wir enivehmen ihn«, daß unsere Gießener Sängerin, Fra» Landgercsttsrat Schndt, die bei Ähnliche» Veranstalt»,i gen in Dar,»stabt bereits ov'erwillig nud erlolgrcictz mitivirkte, sich auch liier in de» Tienft der dentschen Snriie gcilelll hat. Lieder von vnao Wolst Reinecke, Hildach und Rodert Schmnaiin werde» z»m Vortrag kommen. Rebe» dein »Tatterich- iverden die vo» nct't Paare» in Bieder,neierlracht vorgestihrten Kunsttänze eine besondere Anziclimigstrast niiSüden, Für Liebhaber des Schieh- fvoricS ii in einem Rebenraume die Veranstaltung eines Pre iS- ichienens in Aussicht genommen. Nach de,, Eriitrntskartc» besieht schon jetzt sehr lebhaste Nachkrage, so da» cs geraten ist, bei einer der drei groben Burhhirudlmigc,,, die den Borverkaus übe,- noinmen habe», ftd) möglichst zeitig mit Eintrittskarten und Programmen. die a>,ct> die Liederlerte enthalten, zn versehe», ** B a m Konzertverein wird uns geichrieb>i>: In der Auiiührung der Matthäus-Passion gm Montag, den 2. Februar, in der Stadr-Kilibe, sowie in der anr Samstag, abends 7 Uhr, am selben Orte vorausgestenben össent- lichen Probe wird der Chor von dem Akademischen Gesangverein in einer Stärke von 15,9 Siimmen gestellt, Ten Cantus sirmus des mächtigen Einleitungs-Chores sühren die ingendlicheii Sänger der eva ngelischen S ad.knabenschiüe aus. Sie sind vom Organisten Görlach vorbereitet, der auch die Oigelpartie übernehmen ioird, Al» Solisten sind gewonnen worden: Frau Eva Bruhn aus Essen, eine Schülerin des berühmten Gesangs Meisters Fergusson, Ihre jugendsrische und doch lraitvolle Sovranstimme und ihre künstlerische Durchdringung des Stosses Halen ihr den Rui einer idealen Oratorien-Sängerin eingetragen, Ihre Partnerin ist die bekannte Altistin Fräulein Tilly Koenen aus Berlin, Sie zählt zu den beliebtesleu Erscheinungen des Äonzer'.iäales, Uebcr einen ihrer Berliner Lieder Abende sagt der Kritiker der Bossischen Zeitung, da» sie durch die elementare Schönheit und üppige Fülle ihrer Stimme allein schon die Herzen gcsangen nimmt. Mit der ungemein schwierigen und umiangreichen, Höhe, Ausdauer und eine besondere Gabe für Gesangs-Deklamation crsorderiiche» Tenorpartie des Evangelisten ist Henri, Wormsbächcr aus Hamburg betraut, Ban seiner Mitwirkung in der Missa von Beethoven in« vorige» Fahre steht er noch in bester Erinnerung, Auch der hier so beliebte Franksurter Baritonist Adoli Müller ist längst lein »nbelannler mehr Zum eilten Male in Gießen singt der Bassist Gustav Schlutter a»S Heidelberg, der als ausgezeichneter Bach Sänger anerkannt und im Besitze einer ebenso umiangreickicn wie webliuenden Stinime ist. Als Orchester fungiert wie im vorigen Jahre bei der Missa die Meininger Hoika pelle, Die gründlichen Porbereitunqcn de- Werkes durch Pros, Trautmann und die trcssliche Akustik in dee Ltadtkirchc lasse,-, auch dieses Mas einen großen musikalischen -Erfolg erhosscn. '' D , c T r > „ k e rk ii r s o r g t fl e I ( e wird in Zukunst ihre wurechsUnide» uichk, wie seither, am Tienstaa Abend, sondern jeden Donnerstag, abends vo» 0 bis 7J4 Uhr, im Allerweg fl, Zimmer Nr. 2, abhgltcn. Es sei auch bei diese, Gelegenheit daranl anktnerksgin gemacht, dost sie beuveckt, Trinkern und ihren Angehöriaen »»eulgelllich Rat „nd Beistand z„ ivahren und. wenn erlorderli b, die Heilung der Alkoholkranke,, „I d,c Wege zu lenen „nd Dame die erkorderlichc» Mittel flüllia ,» machen Alle der Fürsorge,stelle anverlraute» Angelegenheile,, »verden selbnverslcindlich durchaus verschwiegen und aeqebonenialls „wer Anwendung aller j» Gebote stehende» geietzlick'e» Mittel de- handelt und es wäre n»r zu wünschen, da» du- Sinrickitung, die ,cbo„ vielen zu», Segen war, noch mehr als bisher benutzt vürte. ** Beim Böllerschießcn zu Kaisers Gehn r t s l a g sch w c r v« r l e tz l. In tz ,i s g c r sind zivci Personen beim Böllerschießen am Kaisers-Geburtstag durch vorzeitiges Losgehen des Böllers schwer verletzt worden. Der eine der Verletzten ist in die Klinik nach Gießen über- ssihrt lvorden, Scin Zustand gibt zn ernsten Bedenken Anlast, ** P o st I sti c rk v PC k e b r. Das amtliche Verzeichnis der Kontoinhaber bei den Ponicherkämtern im Reichs-Postgebiet wird IN den nächste» Tagen irach dein Stande vom l. Januar lvl l neu erscheinen, 86 400 AoiUoinbabcr sind darin auigetührt. Das Per- zeichnis ist bei allen Postanstalte» für 2 Mk, täullirfi. K onto,udaber erhalten cs aus Verlangen von ihre.» Paltschertain, unter Lastsairnt des Preises: auch könuen sic siäi den regelmäßigen Bezug des Verzeichnisses sowie der im Laube des Jahres crlchcinenden beiden Nachträge durch einmalige Bestellung bei ihrem Poilsaieckamt slniern. Kleine Mitteilungen, Tie zu Frankfurt für Frau Wall» 5, o p s beraustaltete S a ni in l u u g hatte bis jetzt eruen Ertrag von 1599.95, Mark — Der Land- und Gastwirt Karl £> eniel aus Dortelweil schlaäikete einen Eber von 8o0 Piund Lebendgewicht Die Kriminalpolizei verhaftete zu Frankmrt die 22jährige Näherin Christine Koppa, dir am Riederwald ivohnte und in cincnl Nachbargebäude, wv sie eine krairke Feau pssegte, mehrere Gegenstände gestohlen hatte. Um ^deu ästebilahl zu verdecken, legi, die it Feuer au, das von der ereucrwehc gelöscht wurde, ' Bon einem Manne, der nicht genannt sein will, ist dem Tombanverein zu Wetzlar ei» Betrag von 2000 Mark iür seine Zwecke gestiftet loorden. — Bei Oberweidbach fuhr ein fremdes Automobil in einen Straßengraben, wobei es durch Exploiiv» des Benzinbrhältcrs in Branb geriet, und völlig vernichtet wurde, — In A s ch a sf e n b u r g ergab die Stadt- rechnung sür 19t3 einen Ausiail von 21000 Mark, der durch Mindereinnahmen aus der mit 30 000 Mark angesctzten Bcsitz- vcränderungsabgabe cutstandeu ist. -- Au der ist e r n s h e i m e r Fähre am Rhein scheuten die Pferde eines HolzioagcnS aus E, ch, rasten mit dem Wagen indcn Rhein und rissen den^Fnhrmann, der die Tiere vergeblich zu halten suchte, mit in de.» Tttom, Den vereinten Bemühungen des Brückenversonals gelang es endlich, den Man» und die Tiere aus ihrer gesährlichen Lage zu befreien, — In den Gemeinden Hahnstätten, Lohrheim und Katzenelnbogen iUnkerlabukreis) hat man bei einer Tiefe von nur 12 Metern ein mächtiges Barvtlager angeschlagen. Zur fllusbeutung hat sich in Ticz eine Gcivcrkschast „istoethe II." gebildet, die den Betrieb am l, Februar ausniinnit, — Beim Auftauen von Aui- bereitungsapraratcn im W c i ck a r t s h a i n e r Bergwerk erlitt der Bergmann K n ö ß durch eine Explosion der Lampe schwere B r a ii d w » » d c n, denen er nach aualvoliem Leiden erlag, Landkreis Gießen, e, I »Heiden, 29. Jan. Z» dem von hier geincldcteii Unfall ans der Eisbahn, wobei der Landwirt Weil schwer verletzt ivurdc, ist nachzutragcn, daß sich der Dcrb'tzte auf dem Wege der Besserung bcsindet. K, Dorf-Gill, 29, Inn Gestern abend hielt Landwlrt- schastslehrcr H c v p, Leiter des jikalkstickstosiburcaus zu Fronksurt a, M,. hier i» der Gastwirtschasl zum „Löwen" einen Bortrag über t ii n st licke Düngung. Ausgehend von dem Grundsätze. das, sich Höchsterträge nur durch gleichzeitige Anwendung der drei Düngemittel. Kali, Phospharsäure »nd Stickstvss, erzielen lassen, und daß sich diese nur nach dem Stosse. der in der geringsten Menge im Boten vorhanden ist, richren tonnen, verbreitete er sich sodann über die einzelnen Düngemittel, ihre stlnivendung uno Mengen bei Getreide, Hacksrüchte» und aus Wiesen. Natürlich trat, was den Stickstoss anlangte, der Äalkstickäoss in de» Vordergrund, Dem Vortrage sollten Lichtbilder, io- che di? ei ze neu Kalk ick::oss- wcrke und ihre Einrichtungen, sowie eine Reihe von Düngungs- rüld Hederichvertilgungsversnchen darftelltcn. — Bei der gestern iin Grüninger- und Dvrs-Giller Markwaldc stattgesundenen Hoiz- verstcigcrung wurden bis zn 12 Mark sür den Raummeter buchenes 'Scheitholz erzielt. Jeder möchte gerne in der Nähe kausen. das vorhandene Hol, genügt aber nicht, um den Bedarf der umliegenden Törser zn decken, weshalb dann diese hohen Preise gezahil werden, i, H u n g c n, 29, Jan, Im benachbarten Langd ist die elektrische Anlage soweit fertig gestellt, daß bereits in den meisten Häusern das netze Lrchl erstrahlt. Bon den dortigen Einwohnern wird dieses mit Freuden begrüßt. — Heute verschied hier im Alter von 66 Jahren der Gendarmerie- Wachtmeister i. P, Knvk a. Der Verschiedene war viele Jahre in Echzell und zuletzt in Hungen tätig. Vor etwa zwei Jahren trat er in den Ruhestand. Kupka war als Beamter allgemein geliebt und geehrt. Kreis Alsfeld, l, Alsfeld. 29, Jan. Die Arbeite» am B a l> n b a u in der Geniarckiing Alsicld rulien zurzeit. Durch die Einwirkung des Frostes mußte man sie vor ungefähr drei Wochen cinstclien, da die Waiier- lcitunqen eingciroren waren. Die der Firma K, Zindel Wwc, nbcr- iragenen Bauwerke sind iertig, über der Schwalm. Altenburger Straße und dem Krebsbackr erbeben sich die klassischen, ans Beton bcrgcstellten Brücken. Tie von der Firma Bedrcnd in Dortmund konstruierte Eisenbrstcke an der Grünberger Straße ist cbcniatls iertig und wartet aus ihre Benutzung, Die Firma Zindel, der cbcn- salls die ErweitcriingSanlagen des Babnliois Lllsscld übertragen sind, hat bereits die nötigen Vorbereitungen getroffen, um bei dem Eintritt milderer Witterung mit alter Energie an die Arbeiten heranzugchcn und auch die Straßensührung über die neue Brücke heizustcllen. In der Stadl stlsseld selber ist man auch einen tlcincn Schritt weiter gekommen: das „alte Brauhaus" ist bereits von der Bildslächc verschwunden und man kann sich einigermaßen schon das Bild über die neu: Straß« und den Blick aus das neue Bahnbossgebäude enisalten. Hier muß eingeschaltet werden, daß sür die Stadt, wie bei allen Unlernehniunge», beziiglich^der Höbcnlage der neu z» erbauenden Straßen Schwierigkeiten in Form von Prozessen in Sicht sind, bezüglich derer, wie man hofft, noch Einigungen erzicit werden, — Auch die Bahnbauarbeitcn im Felde nordöstlich von Alsseld sind geräumig vorgeschritten, bereits die Kreisstraßc nach Erm ist dnrchgcbrochen lind soweit eine Neberiührung hergestellt. man wartet nur aus besseres Wetter, um dann wieder rüstig vorwärts zu gehen, Kreis Lautcrüach, I!, Q u c ck, 20. Jan. Gröbst Bürgermeister H e i l von stier legte lein 2l,»t aus 6>el,»,dstcilsriicksicstten nach 40jährlqer Dienst zeit nieder. Tie lieber icicrmig oer Akte» an d n Beiaeordnele» 6)at>wirt Krast eriolgte stenle unter Aiuvesenstcit des Kreisrals v. Werner. Zugleich ivurdc mit dem Gemeinderat der Termin Iür die Bürger in e i st e r m a li 1 besprochen »nd an> de» 16, Dlarz tetlgeietzt, ivobei noch ausdrücklich dem Oiemeinderat einplo'>len wurde, dee Ilnsttte des F r e i h i e e s p e n d e n s vor der Wahl entgegenznwirken, da sonst die Wahl in allen solchen Fällen von Anitsmege» nicht vellätigt wird. Diese Plabnahrne wurde von dem Orisvoriiand mit Freude» begrübt nud wird auch selbst von den betreffenden Kandidaten mit Genngtiuing aulgeiioniinen, werden sie doch in de» niciftcn Fällen zu solche» Biergelage» un- sreiwillig herangezogen. Kreis Friedberg. k. B ad »Na » h e i u,, 29. Jan. Tie heutige E ta dt- p er o rd » et en - B e r I a ui,» I » „ g beschastiale sich iviederum mit der ickwu zweimal van derTagesordnimg abgesetzten Jlanal- gebühre » - Ord n » ng In der Zwischenzeit haben Verhandlungen mit dem Bahuiisk»s stattgestinden und der FisknS hat die Erllärm,g abgegebeu. daß er' sich seinen Ber- ostickiluiigeu. die durch Ortssatznng >estz»lege» feien, genau wie jebtr Ortsbürger unterziehen würde Wie iveit der Staat außer den aeletzlicheu Gebühren bereit sei, „och andere Veilräge zn leiste», müsse durch eiuzuleileiide Verhaudkuuae» sestgeleal werde». Nach 2 '/„stündiger vlubsprache wurde die Darlage der Bürgernieislerei mit 8 aeqe» 8 Stirn,neu abgelehut, Ta es »ichl geliiiqe« ivird. bis zur Auviellmig des Voransckckags eine neue Vorlage aus- ,„arbeite,,, la must der Plelirbedart a» au'zubriugeude» Abgabe» voraiisiichllich aut die allgeinemen Sieuer» ausgeschlaqen werden. Ter Wunsch der Dersainniliing und ernes großen Teiles der Bürger- ichalt geht dadi». erst zu erfahre», was der Staat zahlen wist, »nd am, an die Belastung der Steuerzahler zu denken. Starkenburst mrd Rheinhcsscn. rb. T a r in st a b t, 29. Jan, Die Stadtverordnete n v e r s n m m lung genehmigte heute Nachmittag ein stimmig »ach längerer Debatte den Eullours einer vom Ober bürgernikijkr Dr, G l ä s s i n g vorgelegtcn Ortssatznng, i» welcher ans Grund des Art, 59, Abs, 2 und 3 des (% ineindeumlagengcsetzes eine Steuerbefreiung für alle diejenigen bestimmt wird, di« ein Einkonimen von weniger als 500 Mart haben. Es kommen dabei im ganzen etwa 2000 Personen in Betracht Weiter ivurde heute endgültig die Erbauung einer elektrischen Straßenbahnlinie nach) dem M a r t i n s v i c r t e I beschlossen, eilte Angelegen heit, die seil Jahren die Ge mH er erregt und dadurch verzögert wurde, weil die Technische Hochschule Protest gegen die Li niensührung durch die Hochschulstraße erhob. Jetzt ist eine Verständigung insofern erfolgt, als sich bic A, E, G, zur Zahlung von 19 000 Mark verpflichtet har, um Vorkehrnngrn zu treffen, daß im Phm'ikalischen Institut alle Störnngen durch die elektrischen Drähte ferngehalten werden, m, Os send ach, 30, Ja», In der gestrigen S t a d t v c r» ordnetensitzung iom es außerhalb der Tagesordnung ai,i Veranlassung des Stadt», L a b b e zu einer Teuerung c d e b a t t c , wobei namentlich gerügt ivurde, daß trotz des erheb lieben Sinkens der Viehmarktpreise die hiesigen Metzger bisher keine Preisermäßigung haben einlreten lassen. Nach Lage der angciiblicklichcn Preisnotierungen könnten die Metzger für die mittleren Fleischsorten einen Abschlag von tO Psg, sür das Pfund einlreten lassen, ohne daß sie unter Zugrundelegung regulärer Preise einen Schaden erleiden würden, Falls die Metzger den Wünschen der fllllgemeinhelt nicht entsprechen würden, sähe sich die Stadl genötigt, entsprecheiwe Gegenmaßnahmen zu ergreifen, Sladtv, Br uhns führte hierzu weiter aus, daß der Fleischkonsum III feiner Stadt so gesunken sei. ivie gerade in Offenbach, Dar Fleischkonsum der mittleren Städte betrage sür das Jabr und Kovi etwas über 60 Kilogramm, In Ossenbach betrug er 1900 noch 62,63 Kilogramm und ist in 12 Jahren ans 43,14 Kilogramm gesunken Taß pich auch die Qualität des Fleisches verringert habe .gehe dar aus hervor, daß die Zahl der geschlac^eten Kühe in der gleichen Zeit von 756 aus 2235 im Jahre 1912 angewachsen ist, — M a i n z, 30, Jan, Pioniere begannen gestern mit der Sprengung des bis zu zwei Meter dicken Main e i s e s bei K o st h e i in. Die Rheinschisfahrt talabwärts ist nach einer 14tägigen Sperrung wieder eröffnet. Hessen-Nassau. n. K i r ck> h a i n , 29. Ja», Gestern nachmittag hielt das Fuhrwerk des Mühlenbesitzers Klingelhöser von der Anmühle bei Wetter in Kirchhain, um Mehl abzuladen Plötzlich g i ii g e „ die Pferde durch und rasten mit d«n, Wagen durch verschiedene Straße», wobei ein Hydrant der Wasserleitung umgerissen wurde, dann prallte der Wagen gegen ein 5) aus, der Hinterwagen ging in Trümmer und mit dem Vorderwagen ivurde dann noch ein neuer Gartenzaiin mit Pfeiler stark beschädigt. Beherzten Männern, die die Pferde einfingen, ist es zu verdanken, daß nicht noch größeres Unheil angerichtet wurde. Der das Fuhrwerk begleitende Knecht wurde zu Boden geschleudert und erlitt außer einem Armbruche so schwere Verletzungen, daß er nach Anlegung von Notverbänden sofort in die Klinik nach Marburg überführt werden mußte. veresnsnachrlchten. — G r o « e n - L i n d c i,. 27, Jan. Wir werden gebeten, dem Bericht von der Festlichkeit des Turnvereins Großen Linden noch hinzuzufügen: Ter vom Ehrenturnwart Klingel böser vorgesührtc Tanz- uild Freiübungsrergen fand großen Beisall. — Lich, 28. Jan, Sonntag, den l, .Februar, inittags 3 Uhr, läßt der Bezirks-Verband Gießen durch sliechtsanwalt K » b e i t s t o s e, der anfangs November: 1913 Aussehen machte, dürste jetzt mifgeklärt sein, Tie -Berliner Krtminalpolizei machte allen Polizeibehörden durch Tagesbericht die Per. sonenbeschreibung und Handschrist des Schwindlers zugänglich, Tiese Anhaltspunkte erißgglichten es, den Unternehmer des Masseuschwindess in der Person des 33jährigen Mechanikers Friedrich Deiner in München Tcft-inftcLteu imb zu verhaften, Deiner batte im Miltelpunll der Stadt eine ftioße Wochuing, angeblich als Geschäftsrauin fiic die;(m:i 3 - ftelle der deutschen Zentrale sür Arbeite und G-fangeneii mrsorge mit dem Sitze in Leipzig, gemietet, Möbel bestellt und cm Dutzend Schreibmaschinen-Fräulein gegen hoheS Grhalt angestellt, Cr gab an, die Genehmigung der sticqie- rimg von Oberbaycrn zu haben. Schon ln»7 versuchte er einen ähnlichen Schwindel wr? den letzten in Berlin, er wurde aber nach Anwerbung von 150 Arbeitern entlarvt and verhaftet. Er bejahte sich in der letzten Zell mit dem Heiratsschwindel imd erschwindelte unter dem Namen „Ingenieur Blcsin von der Eisenbahndircktion München" mehrfach Geld, * 100 00 0 Mark unterschlage». Aus Köln wird gemeldet: Ter Kasscnbvte Mierlow aus Breda war »ach Unter tchlagung von über 100 000 Mark flüchtig geworden »nd datte einen Reisegciwsscii mitgenommen. Dieser Freund kehrte gelter» Nachmittag hierher zurüri und übergab den Behörden 22 000 Mark, Cr erklärte, daß er mit dem Flüchtling zuerst nach Antwerpen und dann nach Paris gereist sei, Tort habe er sich von Mierlow getrennt, der beabsichtigt habe, über Paris nach Venezuela zu fahren, * Hochwasserschaden, Ans vielen Gegenden des Stettiner Hafss treffen Gesuche um Hilsc eint z. B, sind arme Fischer iamilicn in dem Dorfe Altwarv von der Flut schwer betrosscn worden, Tic Kartoffel» sind ans den Mieten gespült morde», d,c andern erfroren und unbrauchbar. Im Frühiahr müssen Saatkartosselir gekauft werden. Die Wiesen und Gärten sind von der Brandung ansgcspült, Obftbänme entwurzelt und Scheunen iortgcrisscn worden. Es bedarf vieler Arbeit und vor alle» Dingen grober Summen, um die Not der armen Fischer zu lindern, Weitere Gaben sind dringend erwünscht und nehmen tue selben die Zahlstellen und das Bureau des Komitees in Berlin, Alsenstraßc 10, entgegen, * Feuer in einem G a st h o s. In dem Hotel „B r i st o l" in Warschau brach infolge eines Schadens an der Heizung Feuer aus, das schnell um sich griff und unter de» teilweise schlafenden Hotelgästen entsetzliche Austritte verursachte. Das Feuer konnte erst nach längerer Zeit gelöscht werde», * Selb st Mordversuch im Gerichts!'aal, AiiS AI». bcrg wird gemeldet: Während einer Schiviirgcrichlssitznng versuchte die als Zengin geladene Kassiererin beim Verlesen ihrer Bvrstraicn sich durch Oessnen der Pulsader» zu töten: sic wurde »ach einem Krankenhaus gebracht. * E i s e „ b a h ,i u n s a l l. Ans dem Bahnhvi H o l> e » b r u d Böhmen) fuhr ein Personeiizug der Nordwestbahn einen ans iahrendcil Gütcrzng an, 25 Reisende und Zngbramtc wurden leicht verletzt. Kleine Tageschrouik. In Bi!> erach wurde der 93 Jahre alle Antiquitätenhändler Bauer von dem Bildhauer Herbst, der ihm vergebens zwei after- iümliche Bilder zum Kaufe bot. durch drei Schüsse und I? Messerstiche getötet. Der Mörder tötete sich dann selbst durch einen Schuß in den Kops, Die Arbeiten für die im August in D a r cs Salam sialt- sindcndc deutsch-ostailikaniichc Landesausstellung »ehmen eine» gtt- icn Fortgang Aiis dem »räch ig gelegenen Ansstcllnnasplatz herrscht eine rege Bautätigkeit. Die Beteiligung ans dem Schutzgebiet selbst, ivic aus den Nachbarkolonien, der Heimat lind Bel gikil verivricht einen vollen Eriolg. OattdcL Paris, 29. Jan, Die Bank v o u Frankreich hat ihren Diskont voll 4 aiil 3^, Prozent crinäßigl, AmIIicher Wetterbericht. Leffentlicher Wetterdicnst, Gicstc„, Woleranssichten in Heften aili EaiilStaa, den 31. Jan. 1914: Unbeständig, meist trüb, weitere Zunahme der Temperatur, Sieg-N» lälle, südwestliche Winde. _ Letzte Nachrichten. ir i n türkisch-bulgarisches Schutz u n d T r u d v ü N d n i s. Köln, 30, Jan, Aus guter Quelle erfährt der Athener Korrespoiidcul der Köln. Jtg„ daß ein t ii r k i s ch - b » l g a - risches Schutz- und Trutzbündnis am 25, Januar abgeschlossen worden sei, das die Bestimmung enthaften soll, daß Bulgarien an die Türkei ganz Thrazien abtritt, während Bulgarien alle von Griechen und Serben crobcrtcu Gebiete zurückerhSlt, mit Ansnahmc von Ochrida, Kreisren, Prischtina, svwic aller von Albaniern bewohnten Landschaften, Verbrechen gegen das keimende Leben. I Io e i b r ü ck c u, 30, Jan, Das psälziiche Schwurgericht vcr- iirteilte gestern nacknuitrag die ftühcre Hebamme Marg, Bicklcr aus Kaiserslautern ivegen Bcrbrcchens^gegcn das reimende Leben und fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Zuchthaus n»d zehn Jahren Ehrverlust, Sic war wegen eines ähnlichen Falles schon vorbestraft. Sozialdemokratische Kundgebungen in Br aii » I chivci g, Brauiischweig, 30, Ja» Gestern nachmitiag hielten die Sozialdemokraten in den braunschweigischen Städten Versammlungen ab, um gegen das T l c i r l a s, c II w a hl I cch t zu pro- tcsticrcn. Nach Schluß der Versammlungen zog eine „ach tan- ienden zählende Menge bin cf» die Straßen »nd auch an dem herzoglichen Nesidenzschloß vorbei, wo sie auch versuchte, unter Hochrufe» ans das allgemeine Wahlrecht in den Schloßhof c r ir z n di i » g c». Dieser war aber abgesperrt, J3n dem Stein weg kam es zu einem Zusammenstoß mit der Schutzmannschast, Die Polizei säuberte den Slcinwcg: zahlreiche Verhastungen wurden vorgcnvmmcn, EineReiscdesciiglischenKönigspaarcs »ach Paris, P a r i s, 30. Jan, Der „Figaro" erfährt, daß das e n g- lische Königspaar voraussichtlich in der zweiten Hälfte deS Avril nach Paris lominen werde. Aus Albanien, Athen, 30, Ja», Zweihundert Albanesen sind von Lalle na nach Chimara abgcgangen, um das Land zu besetzen, sobald es von den Griechen geränint wird, und die Lrdrrung auftcchi zu erhalten. Eine griechische Kompagnie, die in dem griechischen Toric Odrichinm nordwestlich von Kremete, stationiert ist, haue bei dem Dviic Sevrani ein Gefecht mit einer al banclischen Bande, 20 Zigeuner vergiftet, Madrid, 30, Jan, Tie Bewohner von Bucerra lzatten, um sich der ihr Tvri bedrohenden Wülse zu entledigen, eine K„b vergiftet und sie als Köder aus dem Felde liegen lassen. Ein- Tnippe von Zigeunern sand die KUH und aß das Fleisch auf, 20 Zigc,Iller starbrn au de» Folgen der Vergiftung, 20 andere sind lebensgefährlich erkrankt, Rußland und die französischen Klagen, Petersbnrg, 29, Jan, Der Ministerpräsident hat in einer Ansschußsitzung erklärt, der Duma werde demnächst ein Gesetz cntimirs bctrcsseiid die notlvendigcn Kredite sür die Landes Verteidigung zugehen, wobei beträchtliche Summen qeiorderi werde» würden, Einem Artikel des „Temps" gegenüber crllätl die „Pelcrsbnrger Telegraphen-Agentur", die Piitilou werke hätten »or längerer Zeit Schritte zur einer Vergrößerung ihre» Grundlapitals unternommen und zwar a»f dem sran z ö s i s ch c n Markte, lieber schwemm nn gen in Brasilien, Rio de Janeiro. 30, Jan, Aus mehreren Städten im Staate Bahia werden große Ileberschwemm, ingen gemeldet: Tie Städte stehen vollständig unter Wasser, und der Verkehr ist Iinlcibrochcii. Ter Scksadeil ist bedeutend, — Auch ans P e >r» sylvanicit werden Ucbcrschwemmungen gemeldet, SdniiliB( ▼erleibf ein zartes reines Gesicht, rosiges jugendfrisches Aussehen und ein blendend schöner Teint. — Alles dies erzeugt die echte S teckervpferd Seife (die beste Lillenxnilchseile), von Bergmann L Co., Radebeul, ä Stuck 50 Pfg. Ferner macht der Cream „Dada“ (Lilienmilch- Cream) rote und spröde Haut weiß und sammetweich. Tube 50 Pfg. Junmer 3d)ui*e HT^lm.-Wohuuug ei nicht. Badezim. ev. mit Gin- i idnung, fom. all. Komfort der "Neuzeit entspr. lelekir. Licht) vor 1. Avril ev. früh. z. verm. 9irtf).Nord-Anlage 11T. [654 3 Zimmer 7 r.*i * .Itm.UNobn. in. Mücfoc '.i.-;nbeh. ,'»um 1.Avril ob. früh, erm Wes: Anlage 7 l. 2 Zimmer | 2-Zilnuitt-Mhnllila l^eseriiranei ver 1. oder 1'». Februar zu vermieten. '> 321 N i ii n. Ost-A n tagc 12. 4SI Schöne 2 ^Zimmerw. Srtuffcnb. Wen sos.zu verm. 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