Nr. 25 Der «etzener anj«i#er «Meinl KigUch, ander S»nntrl»«r, zivermn« a>öbei »I,N skr «letze» li'tensloji »ndFre«>»gt: ituelmol mono«. £ 1912 noch um ein halbes Prevent übcrtrifft. Fertig- gestellt wurden 1913 1039 Schisse mit 566 000 Brutto- Reg.-Tons. Darunter befanden sich 1017 Handelsschisfe mit 510140 Tons »nd 22 Kriegsschiffe mit 55 860 Tons Dagegen befanden sich im Dezember noch im Bau 502 Schisse mit 1 OG! 234 Tons, darunter 470 Handelsschiffe mit 900314 Tons und 32 Kriegsschissc mit 105 920 Tons.' Was die Zahl der im Auslande für deutsche Rechnung fertiggestellten Schisse betrifft, so ist eine sehr erfreuliche Mnahme festzustellen, nur soweit Motor- und Segelschiffe über 100 TonS in Frage kommen, ist eine Zunahme zu verzeichnen. ihnen Rückgang von mehr als 50 Prozent haben die im Dezember im Ausland im Bau befindlichen Schisse gegen 1912 erfahren; während es im Dezember 1912 noch 55 Schisse mit >4147 Tons waren, bettng INI Dezember 1913 die Zahl der cm Ausland bestellten Schisse mir noch 29 mit 6537 Tons, wobei cs sich außerdem nur um kleine Küstenschiffe und Flußschisse handelt. Dcutfdit» Reich. Der Bundesrat wird, wie verlautet, sich im Lause des Februar mit dem Anträge des Reichstags auf Aufhebung des Jesuitengesetzes beschäftigen, nachdem in den letzten Wochen innerhalb der Bundesregierungen über diese Frage Besprechungen stattgefunden hatten. Rach de,n Arbeitsplan despreuß. Abgeordnetenhauses ist beabsichtigt, am Mittwoch And Donnerstag die Voranschläge für die landwirtschaftliche Verwaltung, Gestüt und Tvmäncnverwaltnnq zum Abschluß zu bringen und am Freitag mit dem Justizvoranschlag zu Gietzener Stadtthcater. Krieg im Frieden. Gießen, 28. Jan. Zur Feier von Kaisers Geburtstag wurde gestern abend vor ausverkauffem Hause Mosers und SchönthanS Lustspiel Krieg r m F r i c d c n autgrstihrl. das l. Z. überall mit außergewöhnlichem Erfolg gegeben wurde. Auch heute hat das liebenswürdige Stück noch nichts von seiner heiteren Wirkung cingebüßt, wofür das herzliche Lachen, das den ganzen Abend über das Haus durchklang, den besten Beweis erbrachte. Tie Darstellung, die von .Herrn G o l l geleitet wurde, holte alle Möglichkeiten aus deni Werke heraus und war nicht unwesentlich an dem starken Hcitcrkcttsersolg beteiligt. Zwar blieben einige Fehlgriffe, wie sic bei Aufführungen in Uniformen leider immer wieder Vorkommen, auch gestern nicht aus, aber das ist nicht ausschlaggebend, wenn cs auch dem Kundigen unangenehm auffällt, wenn ein Adtutant in Schärpe und Feldbinde austritt und was- dergleichen mehr war. .Herr B o l ck gab cincn licbens- würdigcn, ängstlich besorgten Sicindors in der fernen subtllcn Art. die wir so sehr an ihm schätzen, Frl. Frcnzel stand ihm als Gattin macker zur Seite. Eine kavriziösc, wilde Ungarin schul Frl. L i n d c ck mit warmer Leidcnschast und sprudelndem Temperament. Entzückend wie stets, war Fron Sonntag-Blume als liebesgtückliche Agnes. Ten übereifrigen, etwas beschränkten Stadtrat Henket svielie Herr Gott mir so viel seiner Komik, daß er bei ostrner ^zene lebhaiten Beifall erntete. Ms seine Tochter Ellse zeigte sich Frl. D g g n v wieder von ihrer vorteilhaftesten Seite. Ein prächtiger General war Herr Schubert. Seinen Adjutanten gab Herr S t c i n h o s e r forsch und frisch. Doll sieghaften Glücksgefübls war der Stabsarzt des Herrn Bruäl witz. An sich vortrefflich, aber durch Unpäßlichkeit stimmlich leider stark bchindrtt, war Herr Rotteck als Reif-Reislingen Emen mächtigen Apotheker bildete Herr Grosser, voll schücch- : Nationalhymne. N. London ohne Hohlen! London, Ende Januar. Eine triviale Sache, — und doch: welch eine iatale Ge- sckßchte ! London ohne Kohlen, und noch dazu in der schneidendsten Kälte! Sonst ist der englische Winter fast stets regnerisch und warm, diesmal aber hat er sich vorgcnommen, sttcng zu sein Ivie schon seit Jahren nicht. Tic Londoner sind jedoch daraus st> wenig eingenchtct wie auf einen heißen Sommer. Und die Ironie der Tinge will cs. daß mehr als l00l>0 Kohlcnfuhr- leute der Themscstadt inst im sroglichen Augenblick ZN streiken beginnen, NM cincn Pcnnh mehr Fnhrlohn per Tonne zu erhallen ! Wir gönnen ihnen den Pcmu> gern, sogar zwei! Wer hätte auch ahnen sollen, daß diese 10 000 Srbwarzea so unentbehrlich sind, daß ohnr sie hier aller außer Rand und Band gerät? Denn Furchtbares machen wir letzt durch. Ei» ;eder .Haushalt ist desorganisiert. Die Keller sind hier zumeist so klein, daß sie nur wenig Fencrungsmatcrial zn fassen vermögen. Daher trifft dieser Schlag fast cincn jeden unvorbereitet. Und da Großbritannien mit allen Fasenr so am Alten hängt und cs sich erst jahrelang überlegen muß, che cs eine Neuerung ans dcni vcrvönten stlnsland rinsührt, sind wir hier noch immer gut das offene Kaminscucr mit all seiner Schönheit, aber auch mit all seinen Launen und Tücken angewiesen. Wenn es gut aufgelegt ist, kann cs ja recht traulich und poensch sein, aber wenn ihm das Londoner Klima nickt ganz bebagt, ivill cs einen nicht warm werden lassen, sängt ganz infernalisch zu rauchen an und bedroht uns mit Ersticknngsansällcn. Bis aus die unerschwinglich teuren Gasösen hoben jedoch alle sonstigen Heizungen mehr oder weniger traurig Schiffvruch gelitten, denn die guten Londoner können und wollen nun einmal nicht ohne die „dear old sircside", ohne das Tickens-Kannnseuei existieren. Und da must dieje Ko lamität eimretkn und der Kohlcniuhrmann ausblcibcn! Ein wahrer Run wird auf alle Kohlcnläden untcrnonnnen. Scharenweise strö- nien die Leute und laden Kohlen in alle möglichen und unmöglichen Vehikel, sogar in Kinderwagen! ÄUI den Stationen schau- seln die .Kvntorteamtcn der Händler Kohlen! Aber was nutzt das alles? Teo lgrößtc Teil bleibt unbesördert liegen. Und in unserer Vcrzweiilung greifen wir zum Holz. Heute morgen haben wir den ersten .holz „Run" mitgemacht. Eine ganze Reihe von Cityherren in tadellosem Schwär,rock und Zylinder eilt mit verängstigten Gesichtern und verfrorenen Nasen herbei. Ein jeder kauft so viel Holz auf, wir er nur ichlcvocn kann, denn es find ja leine Träger und Fuhrleute da. Eine icll- famc Prozession hebt an: die eleganten Herren'tragen ein jeder riesciihaltc Holzblöckc unter beiden Armen ihren Wohnungen zu. Ganze Familien mit den Dienstboten, mit Kind und Kegel rücken aus, um möglichst große Holzvorrätc heimzufchleppen — wer weiß, ob man in den nächsten Tagen auch nocki Lol; bekommen kann! Und die Aussicht zu erfrieren ist gerade keine tröstliche und bringt alles aut die Beine. Ja, cs ist einsgch nicht auszudenkrn, was noch geschehen kann, wenn die Kohlcntnindlcr ihren Fuhrleuten nicht diesen einen dummen verwünschten Penny bewilligen wollen! Wie die ganze S.iebenmillioncnstadt nicht nur zulwiise, sondern auch in den Kontors, Lädrn, Rcstaurants. die säst alle dem Kamin- scuersport lwldigcn, unsäglich leiden muß! Von diesen trüben (bedanken erfüllt und vom Frost geschüttelt, verbringen wir bange, bitterböse Stunden, während wir out die bestellten Kohlen warten, die jetzt weder Geld noch gute Worte herbeischaffen können. Unser erster Blick aus die zahlreichen Zei- tungsausgobcn gilt den Nachrichten vom „Tlrcikichauplatz". Doch der verwünschte Pennp ltzilt die hadernden Parteien auseinander, und die ersrenliche Aussicht aus cincn Sonntag ohne Kohlen eröffnet sich uns. Da pocht cs Unten an die Tür. Wir eilen ans Fenster. Tie Kohlen sind's! Allerdings nur ein ganz bescheiden Säcklein, aber dennoch — Kohlen! Noch nie zuvor hat das Gepolter dcr in den Keller rollenden schwarzen Brocken so lieblich an unser Ohr gedröhnt. Noch nie zuvor haben wir für unseren Kohlenlicscranten so lies empfunden, seine Unenlbehrliaffeit io zu würdigen verstanden! Zwar beginnt dos Elend in ein vaar Stunden wieder, denn das kleine winzige Säcklein hält nickt lange an. Inzwischen aber können wir uns dcr angenehmen Illusion hingeben, den Streik — „besiegt" zu hoben! Karl Wichmann. — Kurze N a ch ri cht cn aus Kunst und Wissenschaft. Ter a. o. Professor der deutschen Svrachc und Literatur an der Universttät Königsberg i. Pr. Dr. Georg Bacseckc ist zum ordentlichen Proscffor ernannt worden. Jc^niru'it Nach Ueendtguiiq des JustizvoraujchlcigS soll der Voranschlag de-:. Mrnisteriiiins de-) Jfmtcnt auf die Tluies- ordmrnfl gesetzt wert»'». Voraussichtlich werden die Not standscinsraqen schon in der ersten Februarwoche zur Beratung gestellt werden, also noch vor dem Beginn der Beratung >ür den Voranschlag de) Ministeriums des Innern. Au»la«iv. Deutsche Mißerfolge in der Türkei. Wie ge- titeldet wird, sind durch ein englisch türkisches Ucbereinkom-- mcn aus jüngster Zeit alle Petroleum quellen in Mesopotamien und Syrien cnzlischen Ilnterne' mcrn vor! chatten. DaS llebereinkominen gelte, so luiib der Meldung hinzuge- sügt, nicht bloß für die Quellen, deren Betrieb noch nicht vergeben ist, sondern auch >ür diejenigen, die von Privatund lernehmern bereits betrieben werden. Tic betr. Privatunternehmer seien benachrichtigt worden, daß sic ihre Konzessionen nur an Engländer verkaufen dürften. Wenn sich die Nachricht bestätigt, so wird dadurch aufs neue bewiesen, daß unser Einfluß in der Türkei schivindet. Deutschland hätte, schon im Hinblick aus die beabsichtigte Einführung eines deutschen Petroleumhandclsmonopols, alles daran setzen sollen, sich den Bezug von Petroleum namentlich aus Mcsopola- micn durch den Erwerb dortiger Quellen zu sichern, Italiens Außenhandel, Nach den vorläufigen Feststellungen betrug der Einfuhrwert Italiens im Jahre 1913: Aus Dcutfn, land 612,5 Millionen Lire, Großbritannien 601,l Millionen, Bereinigten Staaten von Amerika • r >0f>,6 Millionen, Frankreich 280,9, Oesterreich Ungarn 264,1, Argentinien 173,9, der Schweiz 88,5. Tic A u s f u h r nach Deutschland bezisserte sich a»s 336^7 Millionen Lire, Großbritannien 261,1, den Bereinigten Staaten 257,7, der Schweiz 248,6, Frankreich 230,9 Oesterreich Ungarn 218,8, Argentinien 190,3. — Die Einfuhr aus Deutschland zeigte gegenüber den definitiven Zahlen des Jahres 1912 eine Zunahme um 13,8 Millionen, die Ausfuhr nach Deutschland eine Zunahnie um 8,4 Millionen Lire. Agitation für d i e s ch w e d i s ch e F l o t t e. In beiden Kammer» Schwedens wurde am gestrigen Dienstag von den Mitgliedern eine Borlagc zu dem neuen Banpro-- gramin für die Küstenslotte cingebrachl. Bon 1915 bis 1919 sieht die Vorlage den Bau dreier Panzerschiffe, dreier Unter-- secbole und zweier Torpedojägcr vor. Tie Kosten betragen außer den früher bereitgestcllten 7 430000Kronen noch 7s» Millionen jährlich. D i c ch i n e s i s ch e B c r f a s s u n g. Aus Peking ivird gemeldet: Ein Edikt des Präsidenten bestätigt die vom Ber- waltungsrat onsgearbcitete Ordnung für die Bildung eines Ausschusses zur Abänderung der Verfassung. Ter- Ausschuß soll sich aus vier von der Residenz, zwei von jeder Provinz, acht von der Mongolei, Tibet und Kukunor und vier von der allgemeinen chinesischen Handelsliga gewählten Mitgliedern zusommensetzen. Znr Teilnahme an der Wahl sind nur die intelligenten und ivohlhabendeu .Klassen zugelassen. Ter erste und zweite Vorsitzende des Ausschusses werden aus Mitgliedern des Ausschusses gewühlt. Tic Beschlüsse des Ausschusses unterliegen der Bestätigung durch den Präsidenten. Arbeiterbewegung. & ndoII, 27. Jan Als Antwort aus die Ausspcrrung von 3 7 000 Arbeitern im Baugewerbe, die das Versprechen nicht imlerjeichnen wollten, mit Nichtorganisierten Arbeitern zusammcnznarbklten und im llebertretuirgssallc 20 Schilling Geldbuße zu zahlen, hat die Gcwerlschojt der Verwaltung der Ar bener im Baugewerbe gestern abend beschlossen, einen A n s - sta n d zu organisieren, dem 18 Verwaltungen a n- gehören. Es soll -nicht nur in London gestreikt werde», sondern der Ausstand^sci auch in der Provinz zu emvfchlen. Durch ihn imirden die Schmiede, Monteure. Elektromontcnre, Anstreicher, Schnitzer und Banschreiner betrossen werden, und die Zahl der im Baugewerbe feiernden Arbeiter würde sich auf 100 000 belaufen. Ter R a t i n » a I r n t des französischen Kohlen - arbeiterVerbandes hat sich für l-in Programm ausgesprochen, das die Forderung eine« Ruhr-Gehalte« von 2 Franks in,' 50. Lcbeiis-jnhre nach einer Arbeitszeit von 25 Jahren ent hält. Er erhob Protest gegen die langen Schichten, die die Ge- 'cllschasien Mieder cinsührcn wollen. Ferner iourde beschlossen, den Nationalrat von neuem emzubcruscn, sobald über das ttzefetz betr. das Ruhegehalt der Mincnarbeitcr im Senat abgestimml worden sei, und gemäß dem Ausfall der Abstimmung Maßnahmen zu trciscii. Au» Stadt und Land. Gießen, 28. Jg»uar 1914. Das q-werbliche Untrrrichtswesen in Hesse» crsordcri im Etalsjalr 1914 einen Gesamtaufwand von 266 471 Mark, dem eine Ein,,ahme an Schulgeldern usw. von 25 000 Mark gegenüberstchl. Es sind im Großhcrzvgttnn im ganzen 16 verschiedene gewerbliche Schulen vorhanden, deren Aufwand vvni Staat bestritten wird. An erster Stelle steht die Gcosch. L a n d cs b a u g c w e r I - schule in Dari»stadt. sür die erst türzlich ei» stattlicher Neubau in der Ncckarslraßc erlichtet wurde. Das Lchrpersonal dieser An- stalr umfaßt neben dem Direktor acht .Hauptlehrcr, darunter drei mit akademischer Bildung, einen Fachlehrer und mehrere Hillslehrer. Die versüiilichc» Ausgaben für die Schule stellen sich aus 17 958 Mk. die sachlichen Ausgaben am' 8492 Mk., in Summa 56 450 Mk., denen eine Einnahme an Schulgeld von 24 000 Mk. gegennberstebt. Gewerbeschulen besitzt die Provinz S t a r ! e n b u r g 3, nämlich in Darmstadl. Benuhcim und Michclstadt Die Provinz Ober- Hesse» besitzt 5 Geweibeschnlen und zwar je eine in Alsfeld, Büdingen, F r i c d b e r g . Gießen und Nidda. Die Provinz Rheiiihclscii hat 2 Gewerbeschulen, sc eine in Alzci, und Worins. Daneben kämmen mehrere 'besondere Schulen in Betracht. Zunächst die .K n » stg e w e rbe und Handwerke rschulc in Mainz, dcic» Lehrkörper ans dem Direktor und 6 Lehrern besteht und deren Besoldung einen Aniwaiid von 34188 Mar! erfordert, wozu »och ein Aufwand von 35 510 Mark für Vergütungen a» Hilfslehrer kommen. Tie Gesamtausgabe» der Schulen Nelle» sich aus 96 626 Mark. Zur Deckung trägt »eben einer Einnahme a»S Schulgelder» ustv. von 28 768 Mark die Stadt Mainz 27 400 Mark, die Kreiskaise 1500 Mark, die Krcisspar- kaisc 1250 Mark und der OrtSgcwcrbcvcrein 824 Mark bei: den Fehlbetrag von 33 183 Mark deckt der Staat. Tic für da« cr- weiteile Schuigedände insgesamt vom Lrtsgewerbcverci» ansgc- mcndeicn Kosten stellen sich aus rund 470 000 Mark, so daß die jährliche Leistung de« Ortsgcwcrbevereins zu rund 21 150 Mart Prozent der summe zu veianichlagcn ist. Die Technischen L c h r a n st a l t c » in Osse » bach besitzen neben dem Direktor 6 Lehrer, darunter 2 mit akademischer Bildung, und eriordcrn einen persönlichen Aufwand von 36 472 Mark, dazu sür Vergütungen an Hilfslehrer 66 724 Mark. Tie Gci'amiausgabc» stelle» sich aui 139 016 Mark. Zur Deckung dieser Summe werden a» Schulgeld 46 850 20«arf vereinnahmt. Der Beitrag der Stadt Osienbach beträgt 46 356 Mark. Neben einige» sonstigen Einnahine» im Betrag von 4660 Mark hat der Staat als Zuschuß 41150 Mark zu leinen. Tic Baugewcrk- und Gewerbeschule zu Bingen besitzt neben dem Direktor 4 Hauvtlchrer und l Gewerbelehrer, wofür an Gkbalt und Wohnungsgeld 21928 Mark verausgabt werden, für Vergütung an Hilfslehrer außerdem 16 400 Mark. Die Gesamtausgaben stellen sich aui 58 480 Mark. Zur Deckung dient neben der Einnahme für Schulgeld von 31900 Mark ein Beitrag der Stadl von 7000 Mark, der Kreisiparkaisc 1500 Mark und aus Mitteln de« LmideSgewerbevcrein« 950 .Mark. Ten Rest !mit 16 470 Mark deckt ein Staatszuschnß in dieser Höhe. Die 'Ausgaben der F a ch I ch u l c s ü r E l f e n b c i n s ch n i tz c - rei »iid verwandte Gewerbe in Erbach i. O. sind aut 16882 Mark veranschlagt, zu deren Deckung ein Staats,zuschnß von 12 862 Mark gewährt wird. Tic Ausgaben der W e b > ch ll l e in L a u t e r b a ch Nellen sich aus 14 022 Mark, zu de»,'» der Staar einen Zuschuß von 96:1 Mark leistet. ^ Für die El e w c r b c s chu l c n beträgt der von, Ltaat z» deckende Fehlbetrag sür Bensheim 10 212 Mark, sür darmstadl >5 298 Mark, sür Michelsladt 6876 Mark, sür Alsfeld 8546 Mark, für Büdingen .5661 Mark, für Fricdbcrg 6766 Mark, sür Gieße II 9278 Marl, sür Nidda 7981 Mark, sür Alzen 4981 Mark und für Worms 13011 Marl, zusammen also 88610 Mark. Zu den vorstehend auigeführtcn Schulen konimrn noch die Übei das ganze Land verbreiteten Fortbildungsschulen, nämliche einige 40 gciveibliche Fortbildungsschulen Mit elivas über 100 Lehrern und enva 2600 Schülern und 120 Hcurdwcrkerii, Sonnkags-Zeichenschuten mit nahezu 300 Lehrern und 8500 Schülern. Auch die l I landnnrtiäiaitliche» Winterschule» »l 4.ari»iladl, Heppenheim, Langen, Michelstadl, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lich, Mainz, Alzey und Worms und die Wein- und Obstbau- schule zu Ovoeiil/eikii, sowie die Obstbau ich» I-' zu .rriedlierg mit Kurien sür Baum- und Siraßenwärrer mögen im Zusammenhang hiermit erwähnt sein. »» T a g c s k a l e i, d c r sür Mittwoch, de» 28. Ja».: Stadt- l he ater: „Filnizaubec." Ankang 7 Uhr. . T r i n k e r s ü r s o r g e st e l l e sür Stadt und ^andkreis Gienen, Gienen, Aüerweg 9. Sr'rcchstnnde: T o II n e r « t n g abeud von 6*/,—8 Uhr. " Ordensverleihungen. Der Kaiser verlieh die Rote Krcuziiiedoiste driltec Klasse dein Landrat Büchting- Limblirg, die Rate Kreuzniedaistc zweiter Klane dein Leibarzt Ha v v e l - Darinstadt. " Ans dein Militärivochenblalt. Busse, Haliptm. z. D. im Landiv.-Bez. Waren, zuletzt Komp.-Ehes im Ins. - R. Kaiser Wilhelm (2. Großherzig!. Hess) Ne. 116, mit einem Dienstalter vom 28. Jan. 1909 znm Bez.-Offiz. b. Landiv.-Bez. Wetzlar ernannt, " Die L a II d Iv i r t s ch a s t s k a IN IN c r sür das Grob- herzogtu IN Hellen lullet Nils mitjiltcile», daß am Sonntag, den 1. Februar, nachmittags 4 llhr. tu Grün Ingen im Gast- bgiisc von Jakob Fei) ein laudwirtschaktkicher Vortrag über: „Was hat der Landwirt wabrend des Keldbe reinig nn qSver- labrenS zu beachten?" statlfindet. Der Vortrag wird von Ockonomiernl Weitzel- Lich gehalten werde». ** Von den Schweinefleisch- und Wurst- Warenpreisen in Gießen. Seit dem November vor Jahres sind die Preise für schlachtreife Schweine um mehr als 20Prozent gefalle», ohne daß es den Gießener Metzgern eingefallen wäre,, ihre dem gegenüber sehr hohen Lcrden- vrcise sür Wurst und Schweinefleisch zu ändern. Man nimmt heute dafür in Gießen durchschnittlkcki außerordentlich hohe Beträge, Gewiß soll jeder Gewerbetreibende für seine Arbeir einen Nützen haben, daß inan aber ein bciin Einkauf so ge- sunkenes Nahrungsmittel, wie Fleisch und Wurstwcire, nicht dementsprechend wohlfeiler i» unserer Stadt in den Verbrauch bringt, liegt an dem bekannten Zusammenhalten der Metzger. Dann ivundert man sich, meint die Konsumenten sich ziijanimcnsckließen, um ihren Bedarf billiger zu decken. Genau so ivar es früher in Gießen mit den B r o t p r c i s c n der Bäcker, bis diese durch die Genossenschastsbäckerei .Konkurrenz bekommen hatten, wodurch in Gießen das Brot so wohlseil geworden ist, daß man die Gießener in anderen! hessischen, Städten um den billigen Brotpreis beneidet. Nach diesem Beispiel soll, luic verlautet, auch für die Flcisch- versorgung aus genossenschaftlicher Grundlage in unserer Stadt Stimmung gemacht werden. ** Die Weinernte ini Großh erzogt um H essen im Jab re 1913. Die im Ertrag stehende Reb- fiäckie betrug 13 222 Hektar (für Rhcinhessen allein 12 757 Hektar) und lieferte einen Mostertrag von 205598 .Hektoliter gegen 279 000 Hektoliter iin Tnrcbschnitt der letzten 10 Fahre. Der Wert des Moshes wurde auf 91/5 Millionen, Mark geschätzt gegen 12 Millionen Mark ini zehnjährigen Durchschnitt.' Tie Weinernte ist also in Hessen wesentlich gün stiger ausgefallen als in vielen anderen Weinbau- gcbieteii, die im allgemeinen Über eine schlechte Ernte zn klagen hatten. ** D i e Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung hat im Großherzogtuin Hessen in den letzten fünf Jahren 1295 Dolksbibliothekcn mit 23 504 Bänden errichtet und unterstützt. Bücherznwendungen erhielten im Jahre 1909 310 Bibliotheken 6085 Bande, 1910 263 Bibliotheken 8265 Bände, 1911 245 Bibliolheken 5174 Bände, 1912 221 Bibliotheken >616 Bände, in 1913 256 Bibliotheken 6164 Bände. TiesGesellsckiaft gibt auchlgegen mäßige Jahresbeiträge Wanderbibliotheken und Ei gen büch c- reien ini Werte von 60 bis 200 Mk. ab, die Wanderbibliotheken können alljährlich bei völlig freier Wahl neuer Bestände aus dem Katalog der Gesellschaft nmgetauscht werden, die Eigenbüchereien, die von den betr. Körperschaften völlig frei zusammengestellt werden können, werden in vier Jahren freies Eigentum der Gemeinden. Tie 1'lesell- schast hat neben ihren regelmäßigen Leistungen im letzten Jahre als Kaiser-Wilhelms-Jubilänmsgabe an 1500 weniger bemittelte Bückiereirn 18000 Bände im Werte von 37 000 Mk. unentgeltlich abgegeben. ‘ " D a S d i e »j ä hr i g e 5t i r ch e 11 q e s a n g s e st in r Hess eil wird am Sonntag, den 28. Juni, in Butzbach abgehattcii werden, wohin der Evangelische Kirchenaeiaiiqverein kür Hessen non dem dortigen krisch «mporblühenden Kirchengesangverein, komie von dem likrchenvorsland und Psarramt bereits INI vorigen Jahre eingcladen worden ist. ** Stadttheater. Für die heutige Vorstellung von .Filmzauber' erhalten die Mitlwoch-Avonuentcu, die das Stück vielleicht schon in einer Soinilags-Vorsteltung gesehen haben, auk Wunsch kostenlos Gutscheine. — In Borhereitinig liehen kür die nächnenjWochen: .Lchmetleilsiigsschiachi', .Egmont", „Prozessor Bcrnhardtz' und .Schneider Wibdet'. ** Ä 0 11 z e r t - V e r c i 11. Man schreibt uns : Der zweite O r ch e st c r A b c n d am Sonntag, den 1. Februar, im -Ltadtt brate r wird von der Meininger Hoskapctte utztcr Proi. Reger« Leitung bestritte». Das Programni bringt einige wohlbelanntc und beliebte Lrchcsternuminrrn, nämlich das Vollviet zu den M c i st c r s i n g e r 11 , sowie da« licblickui, intime L I e g l I ich- I d »11 von Richard Wagner, ferner ein n c u c « R e g c r sch e s Werl, vier Tvndichiungen nach Böcklin und als Lchlußnuinincr die grandiose 1. S y in v h 0 n i e in E Atoll von B r a h ni s Die^Bralnirs'sche Svmvhonie, op. 68, darf nach den Beethoven ichcn «umvbonien imbcdingt an alleererstcr Stelle genannt werden. Brahms hat sich schon in der Frühzcit seines sckianens^ in slimvhonischcn Kompositionen versucht. In seiner strengen selbstlritik »slegte er aber iolche Entwürfe in die Sludicn- mavpe zuruckzutegcn, und so kam es, daß das Wer! erst 1877 er- Kbint, obgleich der erste Entwurf in da« J-Hr 1855 zurückreichl. ü.cr lungc Meister war damals in einer vcrzweifeltcii Gcmüts- versanung. 4.ie ichwcrc Erkrankung und der tragische Tod seines Freundes Robert Schumann und die Neigung zu dessen Frau verursachte» ihm schwere seelische Kämpfe. Alle diese Momente und die Anregung, welche chm Schumanns Mansred-Musik bot. er klären die licstragischc Stimmung der Stzmvhonie. Do) C-Moll Ktaoicr-Konzcrt wie auch dos C-Moll Streichguartett laiien die gleiche Stinmrimg erkennen. Hans v. Bülow, der die Größe dieses shmvhonischeii Meisterwerke« erkannt, bezeichnet es als „Beethovens Zehnte" und deutete daniit an, daß sie sich in der Größe der Aussassnng an diesen ttzipsclvunkt der Snnivhonien onschließe. Ihrer ersten Ausführung IN Karlsruhe 1876 unter Desosf folgten weitere Ln Mannheim, München, Wien und schließlich rm Leiv ziger Gewandhaus INI Fahre 1877. Wie zu erwarten, wurde sie bei diesen ersten Ausführungen mit geteilten Gefühlen ansgenon, men. Das war nicht verwunderlich, denn sür die damalige Zeit bedeutete sic in der Tai etwas ganz Neues. Hentzutagc — iii Gießen wurde sic vor nenn Fahren von Pros. Trnutmann mit dem Hamburger Kurorchester außlihührt — steht dg« Publikum der Brahmsh'chcn KomvositionSart nicht mehr fremd oder gar schroü gegenüber, wie c« damals der Fall war. Freilich fanden sich auch schon bei diesen ersten Ausführungen begeisterte Kenner wie Bin rolh und der Wiener Kritiker Hanslick, der seine Besprechung mit den Worten beschloß: „Die neue Snmphonie von Brahms ist ein unausgeschüpster Born ernsten Genusses und sruchtbarcii Stn dinins." Das herrliche Andante und der von Billroth besonders gerühmte letzte Satz sind reich an herrlicher Melodik und, wie immer bei Brahms, frei von Sentimentalität und gewöhnlichen Effekten. Bon besonderem Interesse ist e«, die Svmvhonie unter Reger gerade von den Meiningern zu hören, nicht nur weil bei ihnen die Tradition aus den Zeiten Bülows und Steinbachs fort lebt, sondern weil Mar Reger, wie wir ei vor zwei Fahren in der E-Dur-Syinvdonie erlebten, ein warmer Verehrer Brahms'scher Kunst ist. — Reger« Böcklinsuitc gilt nach den bisherigen Ausiühriingcn als ein ebenso originelles wie bedcutiames Orchester werk des schasiensfreudigen Meisters. ES ist eine Art Emvsindunas musik, um nicht zu sagen Tonmalerei, in welcher Reger den tiefen Eindruck, den die aus dem Programm genannten Böcklin'schen Ge mälde aus ihn gemacht haben, wicdergibt: eine kurze Episode, in welcher, wie H c h e IN a n n in der Besprechung der Essener Auitührnng sagt. Reger uns einmal „nippen" läßt an seinen sprühenden Geistcswitzen. Einen Kommentar zu dem leichtvcrständ lichen Werke zu geben ist aus munkalischen Gründen überflüssig " F a d r h u n de r ta u s st e l l 11 n g. Tic von der Uni v c r.s i l ä t s b i b l io t h c k veranstaltete Ausstellung zur Erinnc rung an die Zeii vor hundert Fahren ist durch ihren anschaulichen lleberblick vortresjlich geeignet, unmittelbar in die damaligen Ereig Nisse und in den Geist der Zeit einzutühren. Man schreibt IINS Tic folgende kurze Fnbaltsangabe kann das Ganze selbstvcrständ lich in keiner Weise erschöpfen, sie will nur auf die sehr interessante und lehrreiche Ausstellung Hinweisen und ihren Besuch empschlen. Wir sehen zunächst die Bildnistc zeitgenössischer Fürsten, Staats männcr und Feldherren in Kupscrsticheu der Zeit, dann Prokla inationen, Flugschriften und össentliche Kundgebungen aller Art in Urdruck oder Nachbildung, auch zitcichzeitige Kricgskartcn. Einen besonderen Reiz der Ausstellung bietet die wertvolle Sammlung von O r i g i 11 a l b r i c s c n der Generäle B'ücher Scharnhorst, Bork, Kleist von Rollendorf, dann des Freiherr» »vm Stein, de« Ministers Hardenberg, Nctielbecks: von r.i-,,.era und Bolksmännern sind mit Briescn vertreten: Arndt. Jahn, Mar von Schenkendors, Christian Gottfried Körner, Heinrich von Kleist. Ticke Briese, in denen aus die Heldentaten der Befreiungskriege vielfach Bezug genommen wird, sind gerichtet an die Prinzessin Marianne von Preußen, geborene Prinzessin voll Heisen-domburq, und ihren Gemahl, den Prinzen Wilhelm von Preußen. Tie Prinzessin Ma rianne, die Tochter des patriotischen Landgrafen Friedrich V. ist die Gründerin des „Frauenvercins zum Wähle des BaterlandiS" und neben der Königin Luise die edelste Frauengestatk am vreuß, i'chen Hose in den Fahren der Not und der Erliebnng: „die tcutscheste Frau jener unvergeßlichen Zeit" hat sic König Ludwig von Bahern genannt. Fu dcni ausgelcgteii Briese des Frcilzcrrn vom Stein beißt cs bczcichnciid am Schluß: „Nicht in meinen Händen, ,'vndeni i» der einer leitenden, waltenden und die Herzen lenkenden Vorsehung liegt die zukünftige deutsche Verfassung." '.'lWgcstellt sind wcitcr cinc .Handzcichmnig und ein Bricsbruchstück der Königin Luise, die wichtigsten Schriften von Fichte, Arndt II. n. IN ersten Ausgaben, volitii'che Broschüren, Zeitungsberichte über die Schlacht bei Leipzig Durch reichhaltiges und gut ausgewähltes Material wird dann die Rheinbuntlszeit in Hessen und der Ucbergang zu den Verbündeten in Truckschritlcn, Zeitungen und Abbildungen veranschaulicht, beson derS die Erlebnisse und Zustände in der Stadt Gießen selbst, wo wir in die erregte Zeit der „Huniboidtianer" versetzt iverden durch die Schriften und Bildnisse der Gießener Proscssoren Welckrr und Crome, der Vertreter der damals sich bekänipienden politischen An sichten. Weiter wird die Bildung de« freiwilligen Jägerkorps in Gießen 1814 uns vorgesührt durch Aktenstücke, Stammbuchblättcr nnd Bilder. Daran schließt sich eine Sammlung farbiger Blätter aus der Großherzoglichen .Kabincttsbibliothek mit vorzüglichen Tar stelliingen hessischer Trnvven, der preußischen Landwehr und der „Großen Armee" (nach Bildern des Maler« Viktor Adam). Hin weisen wolien wir zum Schluß iwch ans das prächtige Original- agnarell der- Stadt Gießen ans der Zeit nach der Schlcistmg der FestiingSwällc 11805—10) von F. C. Rcinerniann, das für das hiesige städtische Archiv vor kurzeni erworben worden ist und als Ivillkommciie Leihgabe eine Zierde der Ausstellung bildet. Diese Fm Erdgeschoß links) ist geöffnet Montags von ll bis 1 und Donnerstags von 3 bi« 5 Uhr. "Das Lichtspielhaus bringt in dieser Woche lieben einer Anzahl sehenswerter Bilder ci» Kinolustspiel „Wir lassen nnS scheiden' in drei Akten, Es ist schon deS österen an dieser Stelle betont worden, wie aut gerade das Lustsplei geeignet ist, im Bilde sestgehallen und vorgesührt zu werden, da die Möglichkeiten an Szenenwechsel und Vollbringung von ini gewöbw' lichen Leben inst unmöglichen, aber äußerst komischen Handlungen weit größer sind als au! der Buhne. Das vorliegende Lustspiel erfüllt seinen Zweck vollkommen. Es zählt zu der bekannten Treu mann Larsen- Serie und läßt die beiden sonst nur im Drama erscheinenden Künstler in recht heiteren Situationen anstreten. Das Spiel, besonders von Viggo Larsen, ist ganz vorzüglich. " Ter letzte W a s e n 11 t e i ft c r. Zn unseren gestrigen Mitteilmigen über den letzten W a s e n m c t ft e v in Gießen wird uns mitgeteilt, daß Bender ans der Ttadtkasse ein Geholt von jährlich 438 Alk. bezog und sich somit wohl zu den städtischen Beamten recknie» koimle. In dem alljährlich dem slädtilchen Voranschlag beigehefteten Besoldimgsverzeichnis ist auch sein Name verzeichnet. " N! ä n s e i r a ß in E r d g r n b e 11 , Nachdem die strenge Frostperiode gewichen, gilt es, die Erdgruben auszudecken, in welchen Gemüse- und Gartengewächse auibewahrt wurden. Tie schädlichen Nager sanden in solchen Erdgruben ei» schützendes Obdach und werden in den Koblköpsen, Möbre» und Sellerieknollen grobe Ber» herungen anrichten, wenn nicht ernste Vorkehrungen getroffen werden. ** Kleine Mitteilungen. Das Oberkonsistoriuni zu Fricdbcrg hat genehmigt, daß ein Gottesdienst für Ta 11 bst um me cingciichtcl wird, der von Pros. v. Tiehl ab gehalten werden soll. — Eine bisher nicht bckmintc junge Frau aus Frankfurt warf sich aut'derNicdcrräder Eisen bahnbrückc vor c i n c 11 Z n g e; sic war ans der Stelle tot.. In einer Gastwirlschost in Bad Hvniburg v. d. H. stahl ein Fremder der Kellnerin 140 Mark. Als ec ver hastet wurde und man ihn einer llulersuchung unterzog, land die Polizei ein Sparkassenbuch über 1375 Mark und weitere 170 Mark in bar. — Zu Hachenburg gab bei einem Streit ein Lchrciner seinem Kollegen eine so kräftige Ohrfeige, daß der Ge trvsscne zu Boden stürzte und ein Bein brach. — Ein Brand äscherte in der Nacht aus Montag zu K a i ch e n die Wirtichasts gebmide des Wagnermeistcrs Reis ein, wobei große Vorräte von fertigen und halbsertigew Wagen vernicklet wurden. Ter Schaden ist sehr bedeutend, da nur wenig versichert war. — I» Dahlheim brannte das Wohnhaus der Witwe Graß nieder. Tie Frau konnte im letzten Augenblick aus den Flammen gerettet werden. a f* Konkurse in Hesse», lieber das Vermögen de« Martin S t e g m a n n 1. in H e v p e n h e i m, Schuhmachers und Inhabers eines Schnhladens, ist am 23. Januar das Konkurs- versahren erössnet. RecbtSanwall und Notar Tr. Metz in Lepven- heini ist zuni Konkursverwalter ernannt. Konknrssorderungeii sind di« zum 20. ftebninr 1914 bei dem Amtraericht gepuenheim au- zuincldcn- — In bem Kouknrsveriahrcn über den Nachlaß de« Jakob W a n n e r II., Weinhcindlcr i» M a i n $ • R o ft c [, ist Schlußtermin a»i Tonnerstaa. 19. Februar 1314, vor>„itlaa» 11 Mir. vor den, Großh. Amtsgericht Mainz. Zimmer 309, bk- stiinmt. - I" den, Kanknrsvcrsabren über das Vermögen dc- offenen Haiidelsgeicllsckioft in Firina H. Degen & F r a » z gm e a e r i ch in M ü n st e r und deren fflt [cflirfmitev iniflo Degei! und Franz Eduard Giegcrich dalelbst ist Schlußtermin air Tienstaa. 17 Februar 1914, vormittags 9 Uhr, vor den itzroßbcrzogl Aintsaevicht Dieburg. Zimmer Rr. 4, benimm!. — In dem Konkursverfahren über den Nachlaß der Leonb. D i e l, l 11 lrheleute in Lorsch ist zur Abnahme der Schlußrechnung ocs Ncrwaliers, ,„r Erhebung von Eiivendungen gegen das Schluß. Verzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichligenden Fordertttiget, der Schlußtertni» aus Freitag, den 13. Februar 1914, vormittag« lü Uhr, vor dem Großh. ?lmtSgericht Lorsch benimmt. — Da? stoukurSverlabren über das Permöge>> der Mainzer Versieh e r u» g S g e1 e 111 d) a ft, e. t>. 91t. 8 in Liquidation in Mainz, ist nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins an>. gehoben. Landkreis Gietzen. = Albach, 27. Ja». Heinrich Stumps und Frau, geb chöbel, ieierten ihre silberne Hochzeit. Utphe, 27. Jan. Die Wiesen der Braiin- selssche» StandeSherrschast mit einem Flächeninhalte von 8840 Quadratmetern wurden vor einigen Tagen verlaust. Da hier der Landhunger sehr grob ist, hatten sich viele Kau,', liebhaber eingesunden. Das Höchstgebot betrug 5000 Ml., also 73 Psg. für den Quadratmeter (1825 Mk. für den Morgen). Kreis Büdingen. c>. Bad Salz hausen, 27. Jan. Der älteste Sah» des Försters Keminbach, ein Finanzamtsgehilfe in Friedberg, hatte sich in Friedberg ohne Wissen der Eltern eine, Bruchoperation unterzogen, an deren Folgen ev j„ der nächsten Nacht zum Sonntag verschied. Heute wurde de, junge Mann, der kürzlich erst die Prüfungen zum Einjährigen imd FinanzamtSgehüsen bestanden hatte, aus dem Friedhose zu Kohden bestattet. Kreis Alsfeld. AI S s cl d. 26. Jan (S t a d t v o r st a II d s s itzuu g.i Ter Vouitzcridc verliest zunächst eine Eingabe mehrerer Arbeitsloser, die bei der Stadt um Errichtung von Notst a n d§arbcitcn uachsucheii mit der Begründung, datz durch das anhaltende Frost- roetter sämtliche Bahnbauunlcrnchiiier die Arbeit eingestellt hätten und an eine andere Arbeitsgelegenheit vorläusig nicht zu denken sei. Ter Vorsitzende lenierkt hierzu, es müsse anerkauni werden, rast viele Arbeiter durch die ■ Arbeitseinstellung der verschiedenen Bausiime» arbeitslos geworden seien. Er sei in der Lage, sosort 10 Leuten Arbeit zu gewähren und zwar Erdbcwegunas- und Räumungsatbeiteii am alten Brauhaus. Gern.-Rat Jakob urünscht, vor allen Dingen bei Vergebung von Notstandsarbeite» die verheirateten Arbeiter zu berücksichtige». ES sollen dem Vorschlag des Vorsitzenden enisvrechend eine Anzahl Arbeitsloser sofort eingestellt werden. — Enteignung von G e - J-ö 11 d/ z u r A »läge von Fußsteigen am R o ß m a r k t. Tie Stadt Alssetd benötigt zur Anlage von Fußsteigen am Rost- marlt von Äürl'chnermeister Ferd. »ick ctwa^ 4 Quadratmeier tstelände. Nackidem Herr Kick bas Angebot der Stadt — 10 Mark tül den Quadratmeter — nach eingehender Verhandlung nickst ailgeiminmen, vielmehr auf seiner Forderung — 20 Mark — de harrte, hatte die Stadt die Einleitung des EnteigminaSver- iahrens beantragt. Nach nochmaliger Verhandlung vom Großh. Klcisautt mit Kick in» dieser nun das Angebot der Stadl angenommen und weiter 15 Mark als eine besondere Entschädigung verlaugi. Hiermit erklärt sich null heute der Stadtvorstand einverstanden imd übernimmt ferner Kauf- und Vermeffungc-kosteil aui'die Stadt. — Dkl vorgelegte mit dem landw. Ausschuß ausgc- arbeitete Vertrag mit dem neuen Wasenmeister G. Euler von Hopsgarten wird genehmigt. — Die Vergebung der im öffentlichen Wettbewerb ausgeschriebenen Arbeiten sür die Wagenhalle ersvlgt an die Wenigstnebinende» mit Ausnahme der Schreinerarbeit. sür tvelchc mit Rücksicht auf die große Differenz zwischen den Angebote» eine neue Ausschreibung eriolgen soll. Bezüglich der Tckiioffcrarbkiien entsvinnt sich eine lebhaite Aussprache, da auch ein Schmiedemeister ein Angebot au! die Arbeiten abgegeben hat und iwar kommt dieser als Wenigstnehmeuder in Betracht. Tie Schloffcrmcistrr haben bereits Protest erhoben gegen eine eventuelle Vergebung von Schlosserarbeiien on einen Schniicdcnreister, Ivas der Vorsitzende miiteilt. Nachdem erörtert worden war, daß in ähnlichen Fällen schon Glaseearbeite» an Sckireineemeister vergeben worden seien, wurde nach ringehcnder Aussprache, an welcher sich insbes. die Herren Jakob. Eder ffür) und Lenti, wider) beteiligten, unter der Voraussetzung, daß der Schmiedemeister zur iachgemästei! Ausjührung der Arbeiten in der Lage ist, bejchtosscn, die Schlofferarbeite» dem Schmiedemeister Karl Heiser zu seinem Angebot von 244 Mk. zu übertragen (gegen die Stimme Leuth). - Eine Versicherung der Stadt und Qber-Realschule gegen Wasserschäden soll vorerst nickst stattsinden. - Um die P r a m i e n- n> g r kt l o t r e r i e mehr zu heben, bat der Marktaussckmß bc- schloffen, als Reklamegewinn einen Luxuswagen im Werte von 1090 Mk. zur Verlosung zu bringen, die Anzahl der lebenden 0>e- lüinuc zu verringern, aber wertvolleres Material anzutansen. Gemeinderat P l a n z ist gegen den Luxuswagen als Zugpreis und möchte höhere Beträge sür die lebenden Gewinne eingestellt wissen. Ter Vorschlag des Marktausichusics wird schließlich gegen die Stimmen Arnold. Ludwig, Plauz, Bastian und Müller angenommen, eine Erhöhung des Lospreises soll Nicht stattsinden. Weiter wird noch beschlossen, die Bestimmungen de« Q r t S - b a u st a I u t s über die offene Bebaunngsweise einer Nensasinng Ui nnterwerscn unter Zugrundelegung des neuen Entwurfs und unter Aushebung It/ce einschlägigen Bestimmungen des Qrtsban- statuts. Kreis Schotte». — Herchenhatn, 27. Jan. Bei der B ü r g e r m e i ft c v - wähl, von der wir berichtete», ist ein Truckfehlcr »nterlansen. Der Bürg-emeisler schreibt sich nicht Roinps, sonder» Komp. KrciS Friedberg. L, Bad-Nauheim, 27. Jan. Im Laufe des Frühjahres iverde» auf de», Johonnisberge 9luSgrabu»gen stattsinden »nd zwar am AuSffchtSturni, da man bestimmte Aussicht hat, daß hier eine Kirche a»S der Zeit des BonifaziuS gestände» hat. ? Bad-Nauheim, 28. Jap. Das M i l i 1 ä v t » r h a » 6, das nach (einem im letzte» Jahr ersotgleu und alten ueuzestticheu Forderuuge» eutivrecheuden >ln>- u»d Eriveiterungsba» jetzt neben 9 Komniandicrten au Kurgästen 53 Unteroisiziere und Mnnn- iliasteu inid 19 Offiziere faifen kann, bleibt auch im Winter ge- bauet. Es bat gegenwärtig sogar 26 Kurgäste, die den ver- sckiiedcnsteii Trupventeile» des Heeres und der Schutziruvve an- gehören Zbre Bäder mühen die Militärkurgäste »ach Schluß der staatlichen'Badehäuser üu städtischen Konitzkystist nehme». Hrssen-Nassan. — Bieber, 27. Jan. Gestern abend kurz nach 7 Uhr geriet in de», zur Gastwirtschast Paul gehörigen ver,nieteten Hause die Scheune in Brand, die an Las Haus angebant ist. Das dort lagernde Heu und der Dachstuhl wurden em Raub der Flammen, ehe die Feuerwehr zur Stelle war. Mil einer Schlanchleitung ivurde der Brandherd unter Wasset gesetzt und so ein Umsichgreifen des FepeiS verhindert. E? gelang, das Wohnbans zn retten, ivelcheS schon ganz o.e- läinnt war. Der Brandschaden ist nicht groß,, zuinai das HauS versichert ist. .. b Vom Untejrmain, 27. Jan. Das Tau,vetter bat i»> Alnsserttande des Mains bei Eddersheiin und iveiter talwärts bpch keine Peränderunaeii hervorgerusen. Nach Mitteilungen er- ilhteiier Männer glaubt man, daß das Ho ch io ass e r nicht so schlimm wird, als »>a» allgeniein betürchtel. Trotzdem ist, uni seder Gesahr sofort beqegnen z» können, bereits em „»iiangreickiee Sicherheitsdienst von Koflheim bis Hanau organisiert warben. N»iversität»»Nacvrictften. Erich S ch ,n i d l s L e h r st u h i. Wie die „Hock,sch» 1- lorr." erfährt, tvirb die bisher vom verstorbenen lffehnmia! Professor Erich Schmidt bekleidele Professur der neueren deutsche,t Sprache und Literatur an der B e 1 1 i ne r Iliuvei io«k vorerst noch u» besetzt bleiben. I» die Lücke wird bvrstbergehend und zum Teil der Geheime Regiernngsral Professor Tr. Roethe einspringen, der in jedem Semester 'ine grüstere Vorlesung aus dem Gebiete der neueren deutschen Literalurgeschichte halten und zu dieser auch die studierenden Frauen zulassen wird. Ergänzend wird, wie im per gangenen Semester, auch weiterhin der Privatdozent Tr. Her- mann Schneider (Bonn) über neuere deutsche Sprache und Literatur Pvrlesungen und Hebungen hallen. Ter zum »rdenUichen Professor ernannte und zum Mitdirektor des ßermanischen Seminars bestellte Pros. Dr. Heusler wird in Zukunst neben der nordischen auch die germanische Philo legte vertreten. Tr. Heusler ist 186) zu Basel als Sohn des Rechtslehrers Universitätsprosessor Tr. Andreas Heusler geboren. Er studierte an der Universität seiner Vaterstadt, in Freiburg i. Br. und Berlin, und promovierte 1887 in Frei bürg. Im Sommersemester 1800 habililierle sich Heusler in Berlin für germanische Philologie »nd wurde im Januar 1804 zum n. o. Professor sür allgermanische, insbesondere nordische Philologie und Phonelik in der Berliner vhilosvvhi scheu Fakultät als Nachfolger I. Hofforns ernannt, 1007 wurde Pros. Heusler Mitglied der prcutz. Akademie der Wis- senschasten. Qstern 1918 ernannte ihn die Universität Leipzig zum Tr. jue. hon. eousa. Seine zablreichen Beröfsentlrchun- »en betresst» verschiedene Fragen der älteren germanischen Lüeralurgeschichre, der deutschen Verslehre und Mundarten künde. Von seinen Werken nennen wirk „Zur Geschichte der altdeutschen Bcrskunsl" (1891), „Goethe »nd die italienische Kunst" lI89l), „Urväterhort, die Heldensagen der Germanen" (1904), „Lied und Epos in germanischer Sagendichtung" (1905), „Die gelehrte Urgeschichte im altisländischen Schriitlum" lbO^h „Das Strafrecht der JsländersogaS" (1911). Ferner gib er heraus Jae. Grimms „Deutsche Rechts- altertünter" i mit 9?. Hübner). — Tie Kaiser W , l b c l m » G e s e 11 s ch a s t zur Förderung der Wisseiisckiasten benl'nckNigt, nach Ferliastellmig der i,n Ban begriffenen Institute für Biologie »nd Arbeiterernälirung zwei weitere z» errichten, emä für Vhi>stologie, da« andere int ttzehiri>iorich»»g Man vofft. als Lener des ersten Instituts de» Professor Abderhalden-Halle zn aewiinien. fie einen Llntraq an! Erhöhung der Taxe seiner Immobilien gestellt habe. Diese Aussage des Hern, Phil. Woli ivirü »nS durch das Ortsgericht Treis a. d. Lda. bestätig!. !o daß offenbar eine bedauerliche PerivechselnnH deS Darmstädter Mitarbeiters vorliegen inuß. Saarbrücken, 27. Jan. Das Schwurgericht verurteilte den 22jährige» Devotarbeiter Nikolaus Immanuel, der im September 1913 seine Geliebte erdrosselte, wegen Totschlags z» 12 Jahre» Zuchthaus. vermischte«. * Für 1 .5 0 0 0 0 Franken Schmucksachcn ge st o h » len In Nizza raubten in der vergangenen Nacht mehrere Einbrecher aus einem Juweliertaden Schmnckgegenstände im Werte von 150 000 Franken und fuhren dann im Auto davon. * Sturmflut. Tie Stadt Santa Barbaxa an der Südffiste von Kalisornien wurde durch eine schwere Stnrmslu! adgeichniilen- sie ist ernstlich gefährdet. ■ Die Millionärin Josefine A m e it h in N e io Bork stürzte sich in eineni Ansalle von Geistesstörung ans den, 12. Stockwerk ibres Hanfes ans die Straße hinab mid fand dabei den Tod. * Ein P e r s o n c nzug verloren gegangen. Wie der Berliner Lokalanzeiaer meldet ging ein Pcisoncn- zug ans Ehirago mit 100 Passagieren in dem überschivemm- ten Distrikte von Suma Bnrbaru verloren. Das Schicksal der Fahrgäste ist noch nicht bekannt. * 8 Mark für jeden Mord Aus New Port wird gemeldet. Ein 23 Jahre alter Mensch erklärte vor dem Polizetgericht, ein: italienische Bande habe ihn unter Todesdrvhungen gezwungen, für sic 80 Bomben herzu- stellen. Für jeden Mord sei ihm eine Prämie von 8 Mark ausgesetzt worden. * Jagd auf einen Räuber. Aus Titlis wird gemeldet: In deni entlegenen Stadtteil Nachelowl« umstellte die Polizei das Haus, in dem sich der berüchtigte Räuber Jmercli Schaili verbarg, während eine Sapeurkompagnic die bcnachbarlcn Tlraßen besetzte. Der Räuber lies in den Hof hinaus und gab mehrere Schüsse ab. Nachdem er seine Pa lronen verschossen hatte, sprang er über den Zaun in die anliegende Slraste, wo er durch verschiedene nachgesaiidlc Kugeln gelötet wurde. Bei dem Feuergcfecht wurden sieben Polizeibeamte, zwei Schutzleute, eine Frau und ein Kind vcr- wundet. In dem Hause wurden zwei fertige Bomben gesunden. ** V o n einem Löwen zerfleischt. Aus Nei- robi (Qstafrika ivird gemeldet: Der Deutsche Fritz Schindler, Mitglied der von Paul Ra in ah veranstalteten kincmalo- graphischen Expedition, ivurde am Samstag, ivährend er einen Löwen aiifznnehmcn versuchte, von den, Tiere ange>- sallen und ist am Dienstag den dabei erlittenen Bcrletzuiigen erlegen. * 75 Menschen untgefontnien. Aus Tokio wird gemeldet: Be, einer Brandkalaslrovbe in einem javanischest Kino- lheater sind im ganzen 58 Kinder, 16 Frauen und ein Mann um - gekommen. Zehn Personen wurden verletzt. Kleine Tagerchronik. Unweit M e k k a wurde eine Karawane von ^ahlreülien beivassneten Arabern nbcrsallen: 60 Pilger sollen ge» tötet worden sein. Märkte. Ie. Frautsnrt M. Schwei new arktbe ri cht vom 28. Ja». Lliilaetrieben waren 1719 Schweine. Vollsteffchige Schweine von 89 bis 100 iz Ledendge,nicht 52.50—55.00 Pik.. Schlachtgewicht 66.00— »8.00 Mk.. vostfleisebige Schweine unter 80 kg- Lebendgewiiht 52.00— >4.0v Mk., Schlachlqewicht 65.M—67.<0 Mk.! vollsteffchige Schiveine von 100—120 kg Lebendgeivicht 52.00—55.00 Mk., Schlackitaeivicht 65.00 —68 Pik.: vollsteffchige Schweine »on 120 bis 150 kg Lebendgewicht 52.60—55.00 Mk, Schlachtgewicht 65—67.00 Mk. Geschäft langsam, bleibt Ueberstand. s«. Fra»ts«rt ». M„ 28. Jan. kOrto.-Takeqr. das .Gieß 9!lta.*) Simtliche Notierungen der tienligen Frucht markt v «ü^e Weizen (Hiesigerl Mk. 19.25—19.50, Kurhesüscher Pik. 19.25 — 19.50, Wetterauer Pik. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 16.00 bis 16.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 16.50—17.25, Gerste, Franken, Psälzee, Ried Mk. 18.25-17.50, Hafer Mk. 16.00—18.25. Mais Ptt. >4.75 kts vthoch Weijeninehl o Mk. oo.00—00.0th Wetzenm-Hl i Rk. 00/ 0—00.00, Weizenmehl NI Mk. 60.00—00.00. biogg-n- mehl 0 Mk. OO.'iO—oo.oo- »ioggenmehl 0 I Mk. 00.00—00.60, Aoggemnehl I Mk. 00.00-W.00, Weij-nklei- Mk. 0.60—0.00. Weizenschalen Pik. 0.00—o.vth ffivggenkleie Mk. 00.00—00.06 Malzketine Mk. 00.00—904XH Biertreber 00.00—00.0 m Kleinhandel Pik. 5.00—5.25 für ji 100 Kg. r«. Frankfurt a. M.. 27. Jan. Heu- »nb St robmar! I. Angekrhre» waren 5 Wagen Heu, l' Wagen Stroh. Man notierte veu .8,1—3,00 Mk. Stroh 0.00— .o» Mk.. Wir» ftroh 0,00—0,00 Pik. Silles je 50 Kilo. — Die Zufuhren waren ins den Kreise» Lberlatziins, Hanau >i»0 Dieburg. Amtlicher Wetterbericht. O e (s c n t l i ch c r Wetterdienst, Gießen. Welterausiichten in Hessen am To»»erstag, .den 29. Jan. 1914 : Zunächst kalt und trocken, später Erwärmung. Niederschläge, icm- iche Winde. schneebeeicht »er Schiklubr Sieben. Hoberodskovl. 2, Zentimeter Neulchnee. Uebcrall »o> züglichc Schibahn bis in die Täler. Letzte Ilrtchttd'tcit. Bulgarisch-türkische Verhandlungen. Köln, 28. Jan. Einer 5!iinstantinovclcr Devcschc zufolge giaubt man dort mit Bestimmtheit a» das Gerücht, die bch l a a r i s ch - t ü r k i s ch e n V e r h a n d 1 n n g e n beträfen die Rück gäbe von Dedcagatsch an die Türkei. Petersburg, 28. Jan. Die hiesige und die Moskauer Presse ist beunruhigt über den jetzigen Zustauü au! dem Balkan Ans bester Quelle erfährt ein Blatt, daß zwischen Bulgarien nnddcrTürlci ein Osscnsiv-Düiiönls gegen G r i e - chcnland abgeschlossen worden sei. T ü r k i s ch - g r i c eh ! s ch e Besprechungen. Kon st a n tinovc l, 28. Jan. Wie in türkischen Kreisen verlautet, soffen hier türkisch-griechische B c s p r e ch u » ge n in der Jnsejfraqe stattfinden, an denen Benizetos und bei stalienischc Botschafter teilnebmen werden. Griecheniand ist offen bar, wie aus unterrichteter Quelle »iitgeteilt wird, zur Gewähr»»., de, Autonomie sür Ehios und Mytilenc bei entsprechender Ent schädigung bereit. Diese Entschädigung wird um so größer sein, je größer die Autonomie ist. Gegenwärtig ist ein bescheidener Qt> timismuS in der Jnselsrage jedensaffs berechffgt. Unruhen in B rit i sch - O stas r i ka. London, 28. Jan. Wie das Reutersckic Bureau eriährt, bc stätigt ein Telegramm deck Gouverneurs voll BritffckxOstasrika die Meldung von eineni Ges echt mit Eingeborenen in de-r Nordostecke des Patronats. Ein Offizier und einige Soldaten ivurden verwundet. Eine Verschwörung in Mexiko. Pc c x i k o, 28. Jan. Hier ist eine Verschwörung gegen Huerta entdeckt worden. Für den Monat Februar war ein Staatsstreich aepiont. Tie ganze Nacht waren Geheimagenten nnterivegs. Tie Fäden des »ompioits soffen sich in den Hände» des Generals Gonzales und des früheren Potizeichess ‘ Ober» Kilo befinden. 42 Verschwörer, darunter 22 Abgeordnete, sollen verhaftet und teilweise ansgewiesen, U-illwife erschossen worden lein. Tie Polizei soll in die angeblich von dem Expräs, deuten Tiaz unterstützte Verschmorung mitverwickclt teilt. Bei hastet ivurden auch General R a s e o n, Senator E n v i q u c s und der Anwalt R e q u c n e. Ferner soll eine Militärverschwörung gegen Huerta im Gange gewesen sein. Zum Erdbeben in Tokio Tokio, 28. Jan. Tic Polizei von Kagoschina Hai sest- gestellt, daß bei dem Erdbeben 33 Personen I, m g e k o m IN e » sind, während 18 Personen vermißt werde». Eine neue Bahnlinie in China. Peking, 28. Jan. Ter Berkchrsminifter und die Banane Industrielle haben am 21. d. MtS. einen der Bestätigung durch das Hanptburenu der Bank in Paris nnterlie^cnden oorläusigen Vertrag zum Ban einer 4M englische Meilen langen Eisen- bahn von Jünnanfn nach Tschnngking imterzcichnet. Tie Bahn bildet ein höchst wichtiges strategisches Bcrbinduugsglicd der sranziffiichen Linie von Haiphong sowie der sranzosisch-bclgischeie Linie von Fatung mit Lanischau, Haimönting imd der Haiwtlinie Peling—Hankau. Tic französischen, rnffischen und belgischen Interessen gelangen damit in den Besitz eines ungeheuren Bahnnetzes in einer Länge von 4M0 Meilen. schon fenge darüber nach, wie ich es Ihnen beibringen soll, dass Sie gegen Erkältungen nicht erst dann etwas tun, wenn es zu spät ist Halten Sie doch ständig Eu toi - Bonbons Im Hausei Früh genug genommen, können Sie manchen lästigen Katarrh dadurch verhüten. „Eutol-Bonbons“ sind jetzt in Blechdosen verpackt und kosten nur Stt J*f«. Achten Sie auf die geschützte Marke „Eutol“, denn oft genug wird man Ihnen minderwert. Bonbons dafür anbeeten. Seifte grimmigste Sonne zeigt er znmeist im fjanuai’/ der Wmter nämlich. Dann muh man besondere 'Sorcifalt auf die Gesundheit verwenden, und die zweck« mänige Kleidung allein reicht da nrct'l ans. Eine der beiten SBaffen gegen die Gefahren deo Winters sind Favü iman achte auf den Namen!» ächte Sodener Mineral-Pastillen. 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Asehaffenbarg Licht-Spiel-Haus Nur 3 Tage! Nur 3 Tage! Der schwarze Diamant Ein in Lnropa und Afrika spielender Detektiv-Schlager in 3 Akten. Prachtvoll koloriert! Außer diesem aufsehenerregenden Film noch ein bedeutendes und hochinteressantes Riesenprogramm Prachtvoll koloriert! Sonntag, den 1. Fcbrnar, »hends 7 Uhr .'>!) Min« im C n f c Ebel !. S>amen*itintig mit anschüeStndem Maskenball TTorrmknrten Mk. 0.80. Im Vorverkauf Mk. 0.60 bei den Herren Petersen, Marktplatz, und Friseur Pfeil, AVnlltorstrasse. Da lOßöÜ Damen frei! Achtung! Achtung! Morgen Doniicrslag. den 28. d. M., von morgens 10 llbr ab «rohrt biilincr Hcrtaiii am Hotel rtclicn Icllcr ui uneben ,v!»>. idjnccrocihcn Plumenkobl. Stück 255 bic- 35 Pi«.: bitter Weil,kohl. Stück 20 bis 30 Pi«.: dicker lioikolil. Stück rS» bin 35 Pi«.: seinstcr nrüncr litiritna- fohl. Stück 10Pick: dicke Meerrctlichiiangen. Stück20 Pi«.: criraieine vctc Svciicmöbrcn, 10 Pfund 40 Pf«., Zentner 3.50 9it.; vrimck :Koieriibcu tBcienI, 5 Pid. 30 Pf«.! sowie Noicnkobl, Uirünfobl l.KraiiSkohll. Felbialat, Svinal. Petersilie, dicke Sellerieknollen. dicke PorreiBreiilauch» itanae» und icim'tc iiine. initinc Avicliincn. Zitronen niw uiw, alles ansnabniswcio lullioo "Ild "ld"Ilo>e llivirr, 13S:4 0111.111, MIOO, öoiintag, 1. Februar, 8» Ubr, in Steins Garten Snt Zeichen des Tanao! 1314V tteberraschungen. Per«nügunae» all.2lrt Eintrittskarten im Borverkaui Mk. 1.25, 'ur Damen MI. I.- tan d. .Oaile Mk. 1.50 ve.;w. JJlt 1.25) zu haben in d. (.Geschäften - Piockür. u. Plarktvl. ' oeb. Babnhoiitr., 2. Scharmann, Oin- dcnotav.^ Gcrniania Drogerie iSeibelf. « 1 ^ Tchulstr., 'reit, Krokodil". Kaucr-'AUee. Eintritt ^mr n n .Naskenkost. od. ^iefetlschaft^anz. — ^ uu. yiLnentmatwar ^a^d-Verpachtnnq. Mittwoch, den 4. Februar l J„ Tiachi „ •. nachm. “ J° n der Wirtschaft der Johannes Gontrum Witwe dahier die hiesige Gemeindejaqd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen werden bei der Verpachtung bekannt gemacht. Röthges, au, 17. Januar 1914. Großherzogliche Bürgermeisterei. Meckel. Maschinenbauer-Gesangverein. Sonntag, den t. Febr. im Cafe Leib s: Grosser :: Mhen-W Hierzu erscheint „Prinz Karneval" und bringt in einem groben Kasten 10 ^rfiK fiir üic fdfönjtcn aRfläfcn. Anfang: 8 Ubr 3l Minuten Ende: wann mer bam «cd. EintrittSvreiie. Torverkaal: Geheimkarten iür Herren 50 Psg. für Damen 40 Pf«.: Dauerkarten für Herren l Mk. für Damen 50 Psg. Ldenckkaaa«: Gebeimkarte» für Herren 00 Psg. sür Damen 50 Psg. Dauerkarte» iür Herren 1.20 Mk., iür Tainen 00 Psg. Galerie 20 Psg. »arten »n baden in den Geichaiten: Salanwn, Schul- slrafte: Sonntag, Schulitraiie und SelierSweg: Ockel, Neu- „adt: Taiarmann. Lindenvlav: Schon. Friseur. Franko iurter Stratze, Felgen,van. Friseur, Bteichstrape. ttWV ____ Der Vorstand. Jagdverpachtung. Die der Genieinde Allendors a. Lumda zu- stehende Wald- und Feldjagd — 582 ha Wald und 839 ha Feld usw. wird in zwei Abteilungen Donnerstag, den 5. Fcbr. l. Js., vorm. IO 1 /, Uhr aus hiesiger Bürgermeisterei aus 8 Jahre verpachtet. Allendors a. Lumda ist Bahnstation der Nebenbahn Gicßen-Lollar-Grünberg. Allendors a. d. Lumda, den 27. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda. Rein. 1380 Bullenverkanf. Die Gemeinde Großen-Linden hat einen 4 Jahre alten Bulle» Simmentaler Rasse zum Schlachten zu verkaufen. Schriftliche Angebote, pro Zentner Lebendgewicht bei 3°/o Abzug für Fütterung, werden hier bis zum 30. ds. Mts. vormittags 11 Uhr entgegen genommen. Großen-Linden, den 27. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun, 11350 6 C I WIND ifiizi man fleiv Hu/toMrkö. i W/terFldbltt and teöen fchAtd man am bäten Katarrh durch ,______ ten e irtelllich in allen Apa Iheten und DröQeiienPids der OnQuialfchactiMd lMdXk Niederlage, in Giessen: Pelikan-Apotheke, Hirsch- Apotheke, Löwen-Droger; Central-Drog.: in Großen- Linden: Apotheke von W. Schlich: in Li ein Drogerie Zimmer. 6 ss Liebigshöhe. s ?ünncrstligri liUhr: Kaffee-Konzert MtalcrCi Dir.: Hermann Steingoetter. Mittwoch, 28. Jan. lOi t, abends 7 Ubr: — Gewöhnliche Preise! — 13. Miltwoch-AbonncnieulS- Barstellung. NnierMilniirkung d. Kapelle des bieiigcn Jni.-Regimcni» „Kaiser Wilhelm- dir. 116. Zum 11. Mate: Neuheit! Neuheit! Iil'mMtber! Posse mit Gesang ln vier Bildern von Rudolf Bernauci und Nndolvti Sckian,er. MusikvonWattcr Kollo u. Willy Bredlchncidcr. llnde 9-/. Uhr. [I402C