Nr. 22 Ttx «ItR«"« HnjrfS« erschein! läglich, anfetr ßonntoo«. - Beilagen: üiermnl ivöchenlljch kießener^amilienbiztier: zweimal wöchenil.Kieik- »I»NsSrbenrlrei,«jeh«n I Dienstag und Frei lagt: zweimal monall. 2»nb- wirlschastliche Seilsragcn Feriiiprech - Anschlüße: >"e die Redaktion Iir, Serlaq n. Erveditzon dl Ad, eile iür Teoeichen: Anzeiger «irße». Annahme von Aozeigen iiir die Tagesniimiiier bis vormittags S Uhr. Erster Blatt M- Jahrgang Dienstag. 27. Januar 19H General-Anzeiger für Oberheffen Rstationrdrvck tust Verlag »er Srühl scheii Unio. Such- und SteisdrnSerei 8. Lauge. Redaktion, Lkpeditisn und Druckerei: Schulftrahe 7. Dezu g 4 » ret»: monatlich7öPftmenel- jährlich Mk. 2.26; durch Adhole- u. Zweigstellen monatlich 8S PI.i durch die Post Mk.2.— oiertel» jährl. ausschl. Bektellg. Zeilcnpreis: lokal l5Pi„ auswärts 20 Mennig. Lheiredakteur: A Goetz. Verantwortlich sür den volit. Teil: A»g. Goetz: inr .Feuillelo»', .Vermischtes" und.Gerichis- saai": Karl Nenrnih; iür .Stadt und Land": Kurt Bendt; iiir den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Zum Geburtstag des Aaijers. Wieder begeht das treuliche Volk festlich t>en Geburtstag des Kaisers, der am Dienstag sein 55. Lebensjahr vollendet. Im bnntcn Schmuck der Fahnen prangen die Straften der Städte, in den Schulen feiert die Jugend, und in unzähligen festlichen Veranstaltungen bekunden die Erwachsenen, daft sie. mag sie auch sonst »och so vieles voneinander trennen, einig sind in der Feier des nationalen Festtages, den uns der Geburtstag unseres Kaisers bedeutet. Diese Mitfeier durch eine ganze Ration ist ein schöner Brauch, ist ein Zeichen gesunden, kräftigen Volkstums, das, unbeirrt durch die Forderungen des Tages und die Kämpfe der Gegenwart, festhält an dem. worin alle guten Deutschen sich eins fühlen dürfen und eins fühlen sollen. Tenn die Verehr»nq imd ine treue Gesinnung, die dem Herrscher cnt- grgcngebracht werden und die sich an diesem festlichen Tage mit besonderer Stärke geltend machen, sind — mit Ausnahme derer, die sich in wirklich bewußten Gegensatz zu der heutigen Welt- und Staatsordnung stellen — ein Gemeingut der deutschen Nation. Diese ist monarchisch, nicht lveil der Monarch diese oder jene Politik vertritt, nicht weil die Maßnahmen der Regierung eine bestimmte Richtung verfolgen, sondern weil das Hohcnzollcrnhaus in Jahrhunderten schwerer Arbeit seinen Berus erwiesen hat, den deutschen Stämmen das Banner voranzutragen, und weil auch Kaiser Wilhelm II. getreu den Ucberliescrungen der Besten seiner Vorfahren in seinen Handlungen gezeigt hat, daß die Richtschnur für diese das Heil des Staates ist. Für uns Deutsche ist der Kaiser nicht nur das lebenskräftige Symbol, sondern die Verkörperung der nationalen Einheit Kaiser und Reich, diese Begrifft lmt in Deutschland die Geschichte zusammcngeschmiedet. In dem Kaiftr- trim sehen wir die Verwirklichung dessen, wofür unsere Väter gestritten und gelitten, sehen wir die Beendigung jeues trostlosen Zustandes, den ein deutscher Dichter einst mit der wehmütigen Frage gekennzeichnet hat: Was habt ibr denn noch Großes, Allgemeines, welch Band, das euch als Volk znsairnnenschließet, seit ihr das Kaiserszeptcr brechen ließet? Freilich haben lvir in den inehr als vier Jahrzehnten deutscher Rcichsgeschichte ost genug die Wahrheit des Wortes empfunden, daß ..nicht jeder Dag kann glühn im Sonnenlichte, ein Wölkchen und ein schauer kommt zur Zeit". Und gerade in den letzten Tagen hatte es den Anschein, als ob durch eine aus dem „Prcußentage" grsallcne und nicht mit »allem Ersolq -dementierte Rede^ die an dem Verhalten der bayerischen Truppinr in der Schlacht bei Orleans eine durch nichts berechtig!!- Kritik geübt haben sollte, die partiku- laristische Strömung diesseits wie jenseits des Mains wieder an Kraft gewinnen könnte. Als un Juli vorigen Jahres in Alldeutschland das Rc- gierungsjubiläuin unseres Kaisers festlich begangen wurde, hielt der damalige Prinzrcgent und jetzige König Ludwig von 'Rayern jene vielbcmerkte Ansprache, in der er die (Einigkeit der deutschen Fürsten, der Freien und Hansastädtc, des qan zen deutschen Volkes pries, jene „unerschütterliche Einigkeit, die des deutschen Volkes Macht und stftanz nach außen und im Innern für immer verbürgt". Und aus die 'Ansprache des Königs von Sachsen erwiderte Wilhelm II. mit den Worten, die wir alle in unser Gedächtnis schreiben sollten: „Diese G cmei »sch a s t in einem unauflöslichen Bunde, der das Eigenleben seiner Glieder nicht beeinträchtigt, ist uns allen in Fleisch und Blut übergegangcn. . . Das Bekenntnis deutscher Bundestreuc, das mir aus Eurer Mascstät beredten Worten so warni entgegcnklong, findet in meinem Herzen starken und freudige» Widerhall. Ich nehme cs als Bestätigung Datterich.'' Der Deutsche Abend, der zur Unterstützung des Deutschtums im Ausland am 4. Fcbruarin Steins Garten veranstaltet wird, bringt als Hauvinummer des Programms die Aus iübrung des „Datterich". Bis heute hat dieses Lustsviel ini Darm siädter Dialelt seine »»geschwächte Lebenslrasi bewahrt und wird »ach immer als wirksames Bühnenstück und echtes Prodult sprudelnden Volkehumors mit jubelndem Ersolgc zur Darstellung gebrächt. Die Dichtung selbst wird wobl vielen unserer Leser bclannt sei», dennoch möchten einige Notizen über den Dichter und sein bedeutendstes Stück angezeigt erscheinen. lErnst Elias Nicbergall — vulgo E. Stress — ist geboren den 13. Januar 1815 als Sohn eines Großherzogjichen Kammermusikers in Darmstadt. Aus dem Gvmnasium seiner Valerstadt war er ein äußerst talentvoller, tüchtiger Schüler und der Liebling seines Direktors Diltheb. Im Herbst 1832 bezog er die Landesuniversität Gießen, irm evangelische Theologie zu studieren: er wurde Mitglied der Burschenschaft und trat nach deren Auslösung in das von den zersprengten Burschenschaftern gegründete Korvs Palafia. Georg Büchner und Karl Vogl studierten zu derselben Zeit in Gießen, als die Temaasgeuhetze und mit ihr die revolutionäre Bewegung i» der Studentenschaft vier ihren Höhepunkt erreicht hatte. Niebergall mußte sich als Student lünttnerlich behelsen, und um die Resorm- imb Revolutionsunlernebmungen seiner Kommilitonen tümmcrtc er iich nicht weiter; er saß. aus einer langen Pfeift gualmend, im „Looft-.hceschc" und ließ stillvergnügt einen Schoppen nach den, andern durch seine ewig durstige Kehle rinnen. Stets munter und guter Tinge war er bei seinen Vcrbindungsbrüdern sehr beliebt und galt iür eine» gewaltigen Schläger aus der Mensur. Als Student schrieb er in dieser Umgebung und Stimmung sein erstes Lust- spiel „Des Burschen Hcimkebr oder der tolle Hund" und zeigte schon in diesem Jugendwcrk eine bewundernswerte Kunst der dramatisch bewegten Charakterzeichnung: die einzelnen Szenen wurden „unter iabelbailem Avvlauie" aui der Kneivc vorgelcsen. Nachdcni er das kializltätseramcn 1835 bestanden hatte, verzichtete er aus die theo- *) Ein vorzüglicher, genau nach der ersten Ausgabe hergo- stcllter Neudruck des Wertes aus der Ernst--Lndwig-Prcsft ist kürzlich im Jnsclverlag zu Leipzig erschienen. Emil Prectorius, der geniale Zeichner, hat dos vornehm ausgeslattclc Buch mit einigen köstlichen Steindrucken geschmückt und ihm auch einen tvirkungs- »ollen Einband gegeben. dafür, wie mächtig bei den Fürsten, den Regierungen „nd den Stämmen unseres Volkes der Wille ,u der nationalen Einheit lebt, in der nur das Heil für alle Zukunst erblicken." In diesem Willen zur nationalen Einheit, in dieser gemeinsamen Liebe znm deutschen Baterlande, in dieser gemeinsamen Arbeit fiir das Reich, in der >oir „das Heil für alle Zukunft erblicken", liegt das starke, unzerreißbare Band, welches bei uns Volk und Herrscher verbindet, liegt unsere Starte und unsere Hoffnung. Berlin, 26. Jan. Bei den Majestäten faich im Elisabethen, saalc, aus der Elisabcthgalettc des Königlichen Schlosses, Tafel statt, au der zur Feier des Geburtstages des Kaisers die hier cin- gttrosscncn deutschen Biindessürstcn un.d Prinzen, die Königin von Griechenland, der Kronprinz von Griechenland, der ruuiänische Thronsolgcr und Prinz Carol von Rumänien teil- nahmen. Geladen ivarcn ferner u. a. der Reichskanzler, die Gesandten der deutschen Bundesstaaten, Minssierpräsident Peui- zelos, Staatssekretär v. Jagow, die Kabinettschess, die Hofstaaten und das Gcsolgc. Berlin, 27. Ja». Dem „Berliner Lokalaiizeiaer" zufolge sind aus Anlaß des Geburtstages des Kaisers die Geil erali ns pekteurc-v. Heeringcn und v. K l u ck und Generalstabschef v. Mo l t kc zu Ge n c r a lv b e r st e n befördert worden. Tie amtliche „Norddeutsche Allgeincinc Zeitung" bringt zum Geburtstage des Kaisers einen Artikel, in welchem es heißt: „Gleich seinem großen Ahnherrn sühlt sich der Kaiser »nd König als erster Diener des Staates. Für jede seiner Entschließungen ist das Bewußtsein maßgebend, daß sie der Na- fivn fromme. Bon der Ucberzcugung persönlich st er Verantwortung vor der Vorsehung Ivird die unverbrüchliche Pslichteisüllung getragen, die zu jeder Stunde das Wohl des Ganzen im Auge hglt. Nur der außerordentlichen Willens- krast und nnennüdlichen Wirksamkeit konnte es gelingen, nach allen Seilen eine srnchtbringcnde Tätigkeit zu entsalicn, deren Eriolge jedermann jichthar sind. Seine Majestät betrachtete cs von Beginn an nicht als Ausgabe, das von seinen Vätern übernommene Erbe lediglich zu verwalten. Dieses Erbe wurde in der Weise gemehrt, wie es niemand vorahnen konnte. Ob cs sich unc Sicherung des Reiches durch die Wkhrmacbt aui dem Lande oder zur See, um die Fortbildung des Rechts, den Ansbau der sozialen Gesetzgebung, die Förderung der ioirischaitl. Wohlsabrt, die Entwicklung des BLduiigsivcftns aller Stufen, die Unterstützung der Wissenschaft, skiinst und Technik und die Anregung zur allgemeine» Körperpflege handelt, immer iviedcr begegnen wir der regste» Anteilnahme und dem versönlichen Eingrcisen unseres Herrschers, dies alles in einer Zeit, die die angttoannise Auimerksamkeil des Monarchen für die Steuerung des Reichs- schifss durch vielerlei Fährnisse in Anspruch nahm. Eine solche Fülle von Pstichten vermochte nur eine Herrscherpersönlichkeit zu tragen, die von den höch^en Anssassungen über den Sinn des irdischen Daseins für den Einzelnen wie sür das Volk beseelt ist. Aus den Ereignissen vor 100 Jahren entnahm der Kaiser die dringliche Mahnung, daß nicht kriegerische Lorbeeren, nicht Wohlstand, Macht und Ansehen letzten Endes das Schicksal und die Zukunft des Volkes sichern, sondern allein die sittliche Kraft, die ihm inncwohnt. In diesen Worten liegt eine tiesgreisende Erläuterung zu den Bemühungen des Monarchen, allen wettvollen Lcbensäußerungcn der Nation die Bahn zu ebnen. Berlin, 26. Jan. Der griechische Ministerpräsident V e » i- zelos stattete heute vormittag dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts v. I a g o w einen längeren Besuch ab, sobann nahm Bcnizelos das Frühstück auf der rumänischen Gesandtschaft ein. Nach dem Frühstück besuchte der Minsserpräsidciit den Reichskanzler. Hieraus wurde er von der Königin der Hellenen emp- sangen und stattete mehreren Botichostcni Besuche ab. Abends war der Ministerpräsident zum Galadiner bei dem Kaiser geladen. Scsttfcb?» Ucicfe. DerReichskanzler » ndGrafH erkling. Tie Korrespondenz Hosfinann meldet: Aus ein von dem Ministerpräsidenten an den.Reichskanzler gerichtetes Telegramm, in dem dieser den Dank der bayerischen Regierung dafür aussprach, daß der Reichs- logilsche Laufbahn und nahm eine Hauslchrerstelle in Dieburg an. Im Jahre 1840 übernahm er eine Lehrerstclle am Schmitzschcn Änabeninstilul in Darmstadt. Hier entstand noch in demselben Jahre sein zweites Lustspiel in 6 Bildern in Darmstädter Mundart, der .„Tatlerich", das bei seinem Erscheinen (1841, 9. Ausl. 1907) von der Zensur arg verstümmrll wurde: dursten doch die in der Drei- brunnenszcne des sechsten Bildes vorkommenden Polizeidiener, als mit ihrer Würde nicht vereinbar, nicht in Darmstädter Mundatt sprechen, sondern die betrcsscnden Stellen mußten in Schriftdeutsch umgcändcrt werden. Der 'Name „Tatterich" bezeichnet im Polks- urnnde den zittcttgcn Zustand der Gewohnheitssäuser: ein heruntcr- gelommcner Subaltcrnbcamtcr in Darmstadt sührte diesen Spitznamen. Auch aus dem Gebiete der Novellistik hat sich Nicbergall versucht: er starb, nachdem die Folgen des Trunkes und die Zerrüttung des Geistes und Gemütes seinen Körper bereits gebrochen und widerstündsnnsähig gemacht hatten, am' 19. April 1843. Ter „D a t t c r i ch" ist nicht nur das behcutcndstc Stück des Dichters, sondern auch eines der besten Lustspiele der deutschen Literatur überhaupt. Es ist „eine lebensechte Tragikomödie von genialem Huuiol, von so tieser, sicherer Schövskrast und Er- sassung der menschlichen Seele, von so starker Realistik, daß cs aus dem poetischen Kreise seiner Zeit wie ein Wunder her austtttt". Ter Siimmungsgchatt läßt sich nicht wiedcrgcben, auch die Handlung nicht skizzieren, so daß eine Inhaltsangabe imr ein sehr mattes Bild bieten kann. Georg Fuckis in seiner Ausgabe der dramatischen Werke Nicbergalls erzählt die „Fabel" so: Ter Partikulier Datterich ist ein Mann, der zwar nienials Geld in der Tasche, aber um so viel mehr Durst in der Kehle und Grütze im Kops hat. Er lebt von einem rasfinicrten Borg- und Prellshstem, wobei ec ebensoviel Verwegenheit, Schlauheit und Witz auibietet wie weiland Rcinccke Fuchs. Er sesselt in einer Kneipe de» guien, herzlich dummen Dreher Schmidt dadurch an sich, daß er ihni auibindct, er sei durch seine hohen Verbindungen imstande, ihm die Rezipierung als Trehermeistcr bei dem Gemcindcrat zu verichassen. Das ist dem armen Kerl natür» [idi sehr wertvoll, denn er möchte Aernc heiraten. So läßt er sich von Tatterich in den Wittshäuiern hernmschleppcn und bezahlt ihm überall die Zeche. Aber Freund Tatterich spürt, daß er ihn mit dieser Flunkerei licht lange iesthalten werde und ruft die tiescruxrkcnd« AnzichungSkrast des Weibes zu Hilfe. Er versucht eS, Sebmidt von seiner Braut obzubttngen und lenkt deshalb dessen Anfinerkscrmkeit aus Eva, sein (Tatterichs) BäS- kanzler in der Sitzung des Reichstages in der Sitzung vom 23. Jan. so entschieden die Ehre der bohcrischcii Armee wahttc, lies folgen- . des Antworttclcgramm ein: „Eurer Erzcllcnz danke ich vttbind- lichst für Ihr gestriges Telegramm. Es ist mir eine Freude gewesen, sür die Ehre der bayerischen Armee ein zu- treten und ich hasse, daß nunmehr die so bedauerlichen Folgtti der mißverständlichen Acußcrung des Generals von Kracht beseitigt sind. Bcthmann Hollwcg. Xfi D a hl p r ü fu n g sa u s s chu ß des Reichstags hat seinen zweiten Benchi über die Prüfung der Wahl des Abg. Grasen v. Lppcrsdorss IN Fraustadt-Lissa ausgcgeben. Bei den Neuwahlen znm Neschttagc war Gras Oppcrsdorfi^ in der Stichwahl mit 6684 Sfimmen gegen 6407 gegnerische Stimmen gewählt worden. Aut Grund der zahlreichen Wah'vrotestc hat der Ausschuß eine genaue Prüfung vorgcnommcn. Das Ergebnis ist folgendes: Für den (yrascn p. Oppersdorss sind 6603 Stimmen, sür den ibegenkandidaien 6447 Stimmen ungerechnet worden. Aus Grund der neuesten Bewciserbebungen mußten dttir Grasen Oppersdorss noch 46 Sfimmen abgezogen wttden, so daß für ihn nur noch 6557 verblieben. Dem Grasen Oppers- dott's verbleibt mithin eine Mehrheit von 110 Stimmen. Ta einige Punkte noch nickt klargestcllr sind, beschloß der 'Ausschuß, wesieir Beweiserhebungen zu veranstalten, so daß die verbliebene Melaheit vvn 110 Stimmen evll noch verloren gehen kann. Voraussichtlich dürste die Wahl sür gültig erklätt werden, da Gras Oppersdorss trotz der neuen Beweiserhebungen einige Stim men über die Mehrheit behalten dürste, sofern die Benrcrserhcbnn- gcn sür ihn ungünstig nussallc». Die sortschrittliche Bolkspartci de? Reichstags hat den Antrag gestellt, de» iozialdemokratischcn Antrag aui Abschassung der Militärgerichtsbarkeit in der Form anznnchme», daß die aktive» Militärpcrsonen der bürgerlichen Straigettchtsbarkeil bei strasbaren Handlungen unterstellt werden lallen, we'ckre keine militänscGn Verbrechen oder Vergeben sind. Für rnilitättsch strafbare Handlungen soll die Militär- gcirchtsbarkeit erhalten bleiben. Aus die Anfrage des Abg. Dr. Werner (Gießen), die im Dezember v. I. im Reichstag gestellt worden war »nd die sich gegen das Versagen des a m t l i ck> e u 3! a ch r i ch t c n 6 i c n - st e s bei den Vorgängen in Zabern richtete, hat die Regierung geantwortet, daß die etwas unbestimmte Fassung der Ansragc nickt ersehen lasse, aus welche Tatsachen sich die in der 'Ansrage enthaltene Kritik beziehe. Die Reichsleitung sei dauernd bemüht, durch Fühlungnahme dnit der Presse einer Beunruhigung der Volksstimmung durck falsche oder irresührcnde 2llattie»achrichtcn vorzubcugen. — Diese Antwort der Regierung dürste im Reichstage kaum besttc- digen, da der Regierung sehr gut bekannt sein muß, aus welche Ereignisse in der Auslage Bezug genommen worden war. Im Zusammenhang mit den Vorkommnissen irr Zabern waren durch die Presse aufregende Mirteilungen gegangen, ohne daß die amtlichen Stellen diesen Nachrichten cntgegengetreten waren. Die Ostmarkcnzutagen. Die Blätter melden aus Berlin: Weiyrerrd das Zentrum den Ostmarkenzulaqen in jeder Form grundsätzlich abgeneigt ist, wird von der konservativen, der nationalliberalen und der fortschrittlichen Bolkspartei ein ?lntrag auf Be- wiftiqung der Ostmarkenzulaqen vorbereitet zu dem Zweck, der Regierung Gelegenheit zur Vetteilung dieser Zulagen zu geben. EiiicBesserstelluirgderUntcrofsiziere wird bekanntlich dadurch erreicht werden, daß vom l. April b. I. ab die Tienstvrämie nach zwölfiährigcr Dienstzeit von 1000 aus 1500 Mk. erhöht wird und im Falle dis Weitcrdienens diese Tienstvrämie mil 4 Prozent verzinst wird. Um den Wünschen der Untcrosfiziere noch weiter cntgegenzukommrn, wird zurzeit erwogen, ob cs mög- lick sei, diese Dienstprämic in Höhe von 1000 Mark bereits nach vollendeter 9jädriger Dienstzeit gewähren zu können und den Zivil- vcrsorgungsschein in beschränktem Maße bereits nack lOsähriger Dienstzeit erteilen zu könne». Ein Abschluß dieser Erwägungen ist vorläufig noch nicht zu erwarten. Eine Stistung zum Ausbau der Sec IN acht. Wie der „Hamburgischc Correspondent" aus Lübeck meldet, ha! der vetttorbene Kunstmaler Vahldick-Eutin dem Kaiser eine halbe Million Mark zum Ausbau der Seemacht vcr- rnacht. Das Großherzogspaar von Baden ist am Montag vormittag aus dem Anhalter Bahnhof in Berlin che». 'Aber durch das Tozwischentrklcii der schlagsertigeu Braut wird dieser Plan vereitelt. Es kommt zu einem heftigen Wortwechsel zwilchen beiden „Freunden", der mit einer Pistolenior dcrung endigr. Doch diese konrmt nicht zum Austragc, indem infolge eines psisfigen Manövers Dattettch in Polizeigetvahr- sanc abgksühlt wird. Aus diesem wieder entlassen, versuchte er es noch einmal, sich mit seinem wertvollen „Frcimdc" Schmidt zu versöhnen. Er wisst ihn gerade bei seiner Bcrlobungsseier im Hause der- Schwiegereltern und Ivird vvn ihm, unter Mit- loirkung aller Anwesenden — hinausgeworicn. Einen weit über- das lokale Interesse hinausgchcndcn Wert behauptet der „Dattettch" durch die unübtttresslichc Schilderung des damaligen fittnbürgerlichcn Lebens, durch die geniale Zeichnung der Hauptfigur, dieses in Lumps mit Grazie, durch die komische Krast der einzelnen Srwaiioncn, den alle Szenen belebenden volkslümlichen. urwüchsigen Humor und durchschlagen - den Witz. Für- die hiesige Aufführung sind die Vorbereitungen ttsrig betttebcn und alle Voraussetzungen gegeben, daß das Stück zu voller Wirkung kommen wird. - Tic Neuordnung der KuIIstich ätze im Windsor-Schlosse. Tie bei dem Rcgierungsanttttt König Georgs von England cingeleitetcii Arbttten und Umbauten, die durch der Plan einer Neuordnung der reichen Kunstschätzc des Windsor- Schlosses iwttoendig geworden waren, sind nun vollendet. Tic Kosten der Arbeiten und Umbauten waren ursprünglich aus ttne Vielte! Million geschätzr, aber diese Summe ist I>ei der 'Aus- iühtting erheblich überschtttten worden. Man entdeckte ttne ganze Rtthe lostbaier Kunstwerke, insbesondere Mttstettliickk des Kunsi- gewcibrs srühcrtt Ztttcn — fast durchweg Werke, die bisher unbeachtet oder vergessen in den Nebcnräumcn und Magazinen des Schlosses lagerten. Alle^ diese Gegenstände find nun zum ersten Male ordnungsgemäß katalogisiert worden und haben bei der Neuordmmg ttne AussteUung gesunden, die ihrem Wette entspricht Das Windsor-Schloß i>t dadurch zu einer der reichhalttgsteu Sammlungen Englands geworden. Ter Geldwert der hier im Lause von Generationen ausgehäuften Kunstschätzc läßt iich nickt «b- schätzen, aber wie reich die Sammlung ist. spiegelt fick in per Tattache, daß 60 große Bände mit der Katalogisierung gesüllt wurden. — Ein Fricdhofaus der Steinzcitin Italien. Eine Begräbnisstätte des Stcinztttalters ist von Prof. Dall Ode, ftugetrojjeii uub tvird im Königs schloß in beit Sfonigä- katnmeru molrnni Da* mü r 11 f mb c r g t frftf 3ttttan,tm in iftcr iuttt l»at die F-rist jur Abgabe der Bermögenserkläriing öim Dehrbcitrag bis jiun 15. Februar verlängert Die Württemberg is che Finanz Verwaltung Iwt mit der Stuttgarter LebenSvcrstcherungsbank tAlte Stuttgarter) einen iür beide Teile aut 10 (fahre unkündbaren DarlcheiiÄvertrag über 0 Millionen abgeschlossen. Sic ist da durch, wie das „Neue Tagblatt" meldet, in der Lage, aut die Ausgabe einer Anleihe, der sich seinerreit erhebliche Schwierigkeiten in den Weg stellten, vorderhand zu verzichten. D! c f r ü b e r e E r z i e h e r i n d e r d e t> t s ch e n Ä a i s e r i n, Johanna Lebküchner, ist in, 70. Lebensjahre int Diakonisscn- hatrse zu Schtoäbisch Hall, wo sie ihren Lebensabend verbrachte, gestorben. Tie schuldigen Z i »i 1 e c v i o tt c tt i n Zaberu Bon zuständiger Seite tvird dem W. TB. mitgcteilt: Tie in der heutigen „Welt NM Momag" unter der Marke „Tie abgebtitzte Militärgewalt" verötietttlichtc Angabe, die Staatsanwalt- ichait in Zaber n habe bei 12 vor der Militärbehörde anlässlich der bekannten Bortänge in Zabcrn stngercichten Sl rasanzeigen gegen Zivilpersonen die Einstellung des B e! sa hre n s betchlviten, ist unrichtit. Zn den aut Grund der tnilitärtschen Stratanzei ten aegen Ziviloerloneti cingekeiteten Strasvcrtahrcn sind bisher Einstellungen nicht erfolgt, Tiefe Ber- iahrett lind bisher noch nicht erlediit worden, weil die zur Tnrchsührung eriorde-lichen und von der Militärbehörde erbelenen ttnd erwarteten Unterlagen bei der StaatSanwoltschait noch nicht eingeqangen sind. Es bandelt sich dabei ini ganzen um 05 Strafanzeigen aus Anlag der Skraßenunruhen. Zn weiteren 27 Ttrasunteriuchnngen lncgcn der Straßenunruhen, die aut An zeige der Polizei eingcleitet worden sind, ist Bestraning ein getreten in 20 Fällen, in drei Fällen stcbt die B'straüing noch ans und in t Trällert ist Einstellung erfolgt, tveil eine strasbarc Handlung sich nicht hat nachtveiieti lassen. Aurlanv. Frankreichals Geldgeber. Nach einer Meldung aus Börsenkretsen würde der Vertrag über den ersten Teil der russischen Eisenbahnanlothe im Nominalbeträge von 050 Millionen unterzeichnet. Ter EmrssionskurS der 4".pro- zentigcn Anleihe soll mit ÄSProj. festgesetzt tvordcn sein. — Tie „Libertä" will wissen, daß der erste Teil der griechischen 500-Millionen-Anleihe. über welche Miuistervräsi- dcnt D e n i; e I o s mit der sranzvsiichen Regierung und den grossctt Bankinstituten verhandelt hat, kaum vor der zweiten «älfte des Monats März zur Ausgabe gelangen wird. Tie türkische 600 Mtilioiten 'Anleihe'werde bis l.Mai vertagt tvcrden. 2lus Stadt und LanH. Giessen, 27. Januar 1914. blaisers Geburtstag. Tie Stadt trägt das übliche Fcstgewand, und gestern abend lockscn die flotten .vrtättge des Zapfenstreiches unseres Regiments Gros; und Klein aus die Straßen. In der Süd- Anlage vor dem Hause des Obersten von Trotta gen. Trehden spielte sich das mititärische Schauspiel ab, das imNier aitch zu einer Volksseier wird, heute früh um sieben »hr wurden die Einwohner durch das Wecken der Militärkapelle an die Fenster gelockt, was um so leichter gelingen Tonnte, als die Kälte ganz erheblich nachgelassen hatte. Tie Zpicllcutc hatten bei dem angehenden Glatteise ans dem Pflaster zwar kleine Schwierigkeiten zu überwinden, aber die Märsche batten doch ihren gewohnten Schneid und ihre mitreißende Wirkung. Ilm 10 Uhr erfolgte der Kirchgang, wieder mit klingendem Spiel, und die Parade um ''212 Uhr auf Oswaldsgarten lockte zahlreickze Zuschauer herbei. Tie Feierstimmung ist auch in Gießen die allerbeste; die Geister der Politik sind infolge der kaiserlichen Schritte nach den letzten Erörterungen über Zabern in friedliche Bahnen ein- gricnkt und der kaiserliche Inhaber der 110er hat ja gerade in Gießen, wo er so manchmal geweilt hat, sich die Herzen tgewonncn. Tas kam auch zum Ausdruck bei bem üblichen Festesscn im Äcscllschaflshauie, wo die Vertreter der Behörden und der Bürgerschaft in vaterländischer Gesinnnng sich zusammensanden. Während des Mahles brachte der Rek tor in der hergebrachten Wehe das hoch auf den Kaiser aus wie aus Rom gemeldet wird, im Bibratatal entdeckt loorden. Tic Körver sind nicht begraben, sondern liegen alle IN kleinen Hütten, von denen jede zwei bis acht Leichen enthält. Hier sind sie aus einer Seite der Hütten aus niedrigen Babren angeordnet, die nach der Mitte zu geneigt sind. Mit einer einzigen Ausnahme baben die Körper alle die Knie hochgezogen: wahrscheinlich sollte ihnen damit die Stellung de^ Gebetes gegeben werden, die sie auch noch in der Totcnkntnmcr etnncbmen. Es ist ja icstgcstrllt, daß der Brauch, die Ante beim Gebet ,tt beugen, schon rat Stcinzettalter in Aegbrnea geübt wurde. Zn einer der Hütten säst in der Mitte der ganzen Antage, sind keine Leichen, sondern ein kreisrunder Herd, um den, nach der Menge von Tierknockten und Scherben von Toniövien zit schließen. der Leichenschmaus gehalten wurde. Tie Gegenstände, die man in dieser Begräbnisstätte gesunden hat, sind von großer Wich tigkeit iür die vorgeschichtliche Archäologie, denn sie beweisen das Borhandeniein eines Grades von Zivilisation, besonders in den Oie- säßen und anderen Werkzeugen, wie er bisher in der neolithiichcn Periode noch nicht beobachtet wurde. — WasRcklamemarken anrichtcn können. Eine trngilomtsche Geschichte, die sich dieser Tage zutrug, wird nnS aus Halle a. S. lrrichtct; Zn einer angesehenen Fannlie int. feiet Stadt toor vtötzlich aus dem Schmuckkasten die wertvolle goldene Nbr der Hausirau verschwunden. TaS Tlenstverionnl geriet in Verdacht und schließlich verständigte die Familie die Kriminalpolizei. Eine für alle Teile sehr peinliche Untersuchung begann. Zeder Wohngenossc wurde in ein scharfes Kreuzverhör gezogen; ohne jeden Erfolg. Da siel einem der Beamten das aussallend verschüchterte und gedrückte Wesen deS Oiährigen söhn chenS deS Hauses aus. Er nahm das kleine Büricknhen ins Per- liör und hatte einen absonderlichen Erfolg Nach langem Zögern gestand der Zunge ein, die Uhr entwendet zu Koben, nm dafür drei „iedr seltene" Reklmnemarken zu erholten! Es gelang schließlich, das seltene „Tauichgeschäst" wieder rückgängig zu mo chen, der andere „Kontrahent" war ein Zange des gleiche» Alters, der sehr energisch daraus bestand, die drei wertvollen Reklame marken erst zurückzuerhalten, ehe er die Uhr wieder verausgab. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- ichait. Ter Histologe Professor Tr. mrd. Eamillo Golgi in Pavia ist zum auswärtigen Ritter des Ordens pour ie me nie für Wisienichaiten und Künste ernannt worden — Zm Aller von 60 Jahren starb dm ordentliche Professor iür germanistische insbeiondcre sür niederländische und niederdeutsche Sprache und Literatur an der Bonner Universität Geh. Rc- merungsrat Dr. Johann Franck — Der Direktor der Kgl. Ungarischen Mcisterichule iür Malerei in Budapest. Historien- und Pvrträttnaler Julius von Bcneczur, einer der hervorragendsten Dcrttetcr der ungarischen Kunst, begeht am 28, Za nuar seinen 70, Geburtstag, Dlelkrieger7ametul.su, uliGicße n feiert« Sonntag adend den Geburtstag des Kaisers, wozu sich die Kameraden mit Familien zahlreich eingesunden hatten. Gleichfalls war eine Abordnung ehemaliger 110er und aktive Kameraden zugegen. Nach Begrüßung der Teilnahmcr.durch den Borsitzenden, Kamerad Müller, sckiüderte dieser den Werdegang des Deutschen Reiches und die segensreiche Regierung des Kaisers. Tie Zeter nahm einen echt lameradschoitlichen Berlaui, und erst in früher Morgenstunde, nackt flottem Tänzchen der alten, wie jungen Kameraden, nahm sic ihr Ende. ^ t. B u r k h a r d s i e l d e tt, 27. Jan Krieger verein und Turn- derein feierten um Sonntag abend gemeinsam Kaisers Geburtstag. Nach einer kurzen Ansprache criolgten turnerische Ausführungen am Reck und Barren. Tann wechselten Theater und Geiangs- stückchen tnitcinander ab. An die Feier schleiß sich ein Tanz an. Tie Tanzpauscn wurden ansgciiült durch Freiübungen der Zöglinge des Turnvereins. A Lick>, 25. Zan, Zur Feier des Geburtstages des Kaiiers bot der K ri eg e rv c rei n heute nachmittag tviebcr ein Mi- litärkonzert, das die Gicßencr RcgimentSkaprUe unter Leitung ihres Tiriaenten, Obermusikmeister« Löber, missührte, und das zahlreich besucht ivar. Abends wurde vom Lrieqerverein in Steins Saalbau ein Ball veranstaltet, den der Präsident Bizcicldwebel d. Res. L. Häuser mit einer kernigen Festansprache eröisnctc. kl. Oden kaufen iRalenau', 26. Zan. Gestern leierte der Eisenbahn-Verein Londorf hier Kaisers Geburtstag. Ter Sohn des Badnhoisauiseders Henrich von Treis trug ein vaterländisches Gedickt vor. Tie Festrede hielt der Vorsitzende L. h. Acker. Gesang und Tanz sowie ein guter Tropseir hielten die Mitglieder zusammen. o. B c u c r » . 26. Zan. Gestern iand im .Holländischen Hoi" die K a i s c r g c b u r t s t a g s j e i e r des Kriegeruereinsin tstestalt eines Familienfestes statt. Ter Präsident Schwalb begrüßte die Erschienenen und gedachte des Kaisers. Den Festvortrag batte Mitglied Pfarrer Wagner übernommen, der ein getreues Bild vom Feldmaricktall Blücher gab. Verschönt wurde die Feier durch Darbietungen des Posaunenchors Beuertt. ll. Ettingshausen, 25. Jan. Gestern abend feierte der evangelische Bund mit dem Krieger und Gesang verein und den übrigen Gemeindeg'.iedern ini vollbesetzten Saale des Gastwirts Sommer Kaisers Geburtstag. Pfarrer Nies crössncte di' Feier mit einer Ansprache, in der er den Tag als Gedenttag der Gründung des Deutschen Reiches und als EKbnrtstag des Kaisers feierte. Sodann, führte Seminar lehrer Lore» tz aus Lich mit dem vom Licher Volksbil- dititgsvereiit betrtebcncn Kinematographen das Leben des Heldeiijünglings Theodor Körner von der Wiege bis zum Grabe in 3 Akten vor, verbunden mit erläuterndem Bortrag, Deklamation und Harmoniumspiel. Ter zweit: Teil bestand in Borfiihrttng der deutschen Hochseeflotte, Automobilkaiser preisrenncii und humoristischer Kinoausnahmen. Zum Schluß, hielt Herr Loren tz einen belehrenden Vortrags über die Herstellung des Films. wk St ein he im b. Hungen, 25. Zan. Am Samstag feierte der K r i c g c r v c I e i n Steinheini seinen Jahrcsschluß, vcr bundcn mit der Geburtstagsfeier des Kaisers. Ter Boriitzendc H o i m g n n erösinetc die Versammlung. Lehrer Kreiling hielt die Festrede. — Sonntag morgen 10 Uhr sand Kirchenscier zu Rvdheim statt, au der die 3 Vereine Rodheim, Rabertshauicti und Ttcinheim leilnalimen. Pfarrer Schlosser hielt die Fest rede, in der er die 25 Rcgierungsiahre des Kaisers als Jahre de« Friedens Frvorhob. R Alsfeld, 26. Zan. Heule feierte unter zahlreicher Be teiligung die Ober Realschule Kaisers Geburtstag. Tie Festrede über das Thema „Kaiser Wilhelm und sein Heer" hielt Assessor Scheeler. Außer zahlreichen Teklamotione» und den von Lehrer T o t t e r eingctibten Gesongstticken brachte das Schülcrorchcstcr einige Musikstücke zum Vortrag. X Schlitz, 26. Jan. Tie vom Betermien- und Militärverein veranstaltete KaiteiS-lhedititstagieter erfreute sich eines außerordentlich starken Betuche«. Nach einem einleitenden Musik- oortrag der Kapelle Wagner sprach Fräulein K a l b s l ei s ch einen Prolog. Tanach hielt Stadtpiarrcr Bocckncr die^ sehr bei- sällit auigenvmmenc Festrede. Bei baraussoigender Konzerttnusik, Aussiihrung venchiedener Theaterstücke und schließlich einem Ball, nahm die Veranstaltung einen vorzüglichen Veriaui. L. Jriedberg, 20. Jan. Heute wurde Kaisers Ge burlstag in verschiedenen Lehranstalten gefeiert. Das Gpm- nasium und die Realschule begingen die Feier gemeinsam. Lrchestcrvorträge des Schulorchesters, Gesänge des Sängrr- ckwr» wechselten mit Teliamativnen ab. Eine Ansprache mit der Kaiierhvmne beschlossen die Feier. Ebenso fand in der Schillerschule lhöheren Mädchenschule) ein Festakt statt. Tas Lehrerseminar kam in der Turnhalle zusammen. Ehor- geiänge, turnerische Borsührungen, ein Vortrag mit Kaiser- hoch bildeten hier die Feier. Nachlier fand gemütliches Zn sanimensein der Letzter und Seminaristen statt. Z Kinzenbach, 26, Ja». Ter K ri eg e r v c r e i n, gegründet am hundertsten Geburtstag Kaiser Wilhelms I. (22. Mörz 1897) feierte am Sonntag abend unter großer Beteiligung Kaisers Geburtstag als Fginilienabend. Ter Verein zählt 50 Mitglieder, darunter noch 4 Veteranen. ** Ter Großherzog tvird wegen Erkraittung des Prinzen Ludwig in diesen, Jahre nicht zur Feier des Geburtstages des Kaisers n a ch Be rl in re isc n und wird am Dienstag vormittag die Parade über die Darmstädter Truppen auf dem Exerzierplätze abnehmen ** Verleihung. Der Großherzog Hai dem Postfekrc lär ot'D. Karl M aper in Gießen, anläßlich de« vierzigjährigen Jubiläums des .Kriegervereins Gießen, die Krone zum Ritterkreuz 2. Klajje des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** In b en R tt h e sta n d v e r s r tz t tvurde am 24. Jan. der Vorstand des Finanzamts Reinheim, Finanzrat Heinr. Kricgk zu Reinheim, ans sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. April 1014 an; ebenfalls am 24. Januar der Hilfskassierer bei der Hauptstantskassc Rechnilttgsrat August B a l d a u s ans sein Nackijuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom l. Februar d. I. an, aus welchem Anlaß ihm die Krone znm Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Olrvftmütigen verliehen wurde. ** Aus dem Steuerbienfte. Erledigt ist die Stelle des Bv r ft an b cs des Großh Finanzamts Reinheim. ^ " Provinzial-Ausschuß. Zu der Sitzung am Samstag morgen ",9IIHr ist folgende Tagesordnung antgesteut worden; l. Reklamation des Ludwig Heß zu Münster gegen die OKmeindcralswahI daselbst. 2. Gesuch des Earl Reuß zu Fricdberg um Genehmigung von Anlagen ge maß KL, lKL. 3. Klage des Heinrich Seng'll. zu Schadenbach gegen Großh. KretSami Alsfeld n»egcn Zuziehung zu den Kosten der Fafelltattung. — In einer Sitzung am Mittwoch, den 4. Februar, vormittags -/,9 Uhr, wird verhandelt über; I Klage des Wilhelm Langsdorf von Nockenberg gegen die Otemeinde Rockenberg aus OKwähriing einer Der- aütung sür Versetzung der Polizeidienerstelle. 2. Klage der Feldbcreinigungsgescllschast Eberstadt gegen den Kreisaus- schitß, des Kreises Gießen wegen Anlage von Abfahrten. 3. Tesgl. der Feldbcrcmigungsgesellschaft OKilshausen. " Landwirtschastl. Lokalverein Gießen. Für eine Sitzung am Donnerstag, 29. Januar, um 3'/, Uhr nachmittags ,m Hotel Lelfenketter ch folgende Tagesortnrtin g ausgestellt worden. 1. Referat b:s Herrn Sekretär Sckpvar, über die Fragen; Welche Zuchtrichtung ist zurzeit bei un» am Platze? 2. Besprechung über die Veranlagung zur Wehr- steuer. 3, Bericht über Resolutionen, 4. Anträge und Wünsche. " Bereit! a b sl i n c u l e r Lehrer und Lehrerinnen iin Großherzoatiim Hessen, Am Eonntaq tagte int .Slädttlckten genbaitze" zu Worms der Verein abniuettter Lehrer und Lehrerinnen im Grohherzogtum Hessen, ivode, Lehrer Schövv- Mainz einen Vortrag liier: .Der Kamps der Schule gegen den A l k o ti o 1 i 4 nt tt hielt. ** Nene F e r n sp r c ch a n s ch l ü s sc. Zm Interesse möglichst frühzeitiger Jnangrisstiahme^der Arbeiten zum tocitrecn Ausbau der Fernsprechanlogen l iV c», wie in an uns schreibt, cr> sordcrlich, daß die Anmeldungen neuer Fetnsvrecktonichlülsc spa. teste nS bi» zum 4. März den Kaiserttchen Telegraplten» anstallen norliegen. Verspätet a »gemeldete Anschlüsse, die infolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehrauswen- dungcn iz. B. durch besondere Entsendung einer Baukolvnnc usw.) hcrzustellen sind, werden in dem iausenoeti Bauabschnitt nur dann ausgesührt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mcbr- kniien einen Zuschuß von 15 Mark leisten oder wenn diese Mehr- kasten den Betrag von 30 Mark übersteigen, den wirklich ausg»- Ivendeten Kostenbetrag erstatten. ** T i e Hol; preise haben sich bei den letzten Holzver. steigcrungcn aus, ihrer srühercn Höhe gehalten, sind sogar unter dem Einfluß der herrschenden Kälte noch etwas gestiegen. In solch strengen Wintern wird meist auch der sogenannte eiserne Bestand ouigezehrt. Voraussichtlich wird durch da« heute eingettetene Tauwetter darin eine starke Wendung eintrcten, ** T c r l c tz t e W a s e n m c i sl c r in der Stadt Gießen, Johannes Bender, wurde im 79. Lebensjahre in der Nacht zum Montag au» dem Leben abbernfen. Mit ihin ist ein Gießener Original dahingegangcn, dessen Schnurren und Mätzcheu srüher in allen Kreisen l>ekannt waren und viel belacht wurden. Bender ist wohl der einzige Mann in Gießen, der bis an sein Lebensende die Hinterländer Nationaltracht, die blaue Bluse, trug. Bender ist am 5. April 4835 bei Gladenbach geboren, er war, ehe er nach Gießen kam, lange Jahre das Faktotum auf dem Bahnhof in Dillcnburg und mancher von den dort Eittkehrendcit konnte vpn seinen Schwänken erzählen. Wegen eine« allerdiitgs etwas kräftigen Scherzes, den sich ein Reisender nicht gesallen ließ, mußte Dcndcr seinen Posten aus- geben und kam 1863 nach Gießen, wo er bei dem dartaligcn Äasenmeister 2 t e i n m e p c r in der Wolkengasse Stellung als Ge- bikic fanb. Er hatte sich die Hörner abgelausen, .zeigte sich in seinem Werk geschickt, war brav und sparsam und batte sich schließ lich in die Tochter seines Brotherrn verliebt, die er dann auch 1865 heiratete, nachdem der Schwiegervater sich hatte bereit finden lassen, das Geschäft an Bender zu übertragen. So hatte der Mann in Gießen sein? zweite Heimat gesunden. Kindersegen blieb den Ehe lenten Bender versagt. Sic nahmen daher fremde Kinder artner Eltern ins Haus und erzogen diese. Johannes Bender war noch bis vor 10 Jahren ein gern gesehener Mann im Hotel Prinz Karl. Bender übte als Abdecker ein ircies löcwcrbc aus, er war von der Stadt uicht angestellt, betrachtete sich aber doch als städtischer Beamter und die Bürgermeisterei als seine Vorgesetzte Behörde. — Einst fom er Stirn Sladtickretär D e mutt aus die Bürgermeisterei und wünschte den Oberbürgermeister G n a tt t h zu sprechen. Dev alte Tgmith wollte Bender nicht vorlasscn. Ter städtische Waienmeister aber warf sich in die Brust und meinte, er müsse »orgclassen werden, denn er gehöre zn den wichtigsten Beamten der Stadt, zu den Meistern. De' muü) wollte nun wissen, wie Bender das meinte. Ta erklärte dieser; „Der O b e r b ü r g c r m e i st c r der Wasen IN e i st e r und der 2 t r ll b c n IN c i st e r , tote drei Meister der Stadt sind die ober ften Beanitcn, die anderen sind doch blost nur die Gesellen." Ter Erfolg blieb aus diese Worte hin nicht au«. Bor etwa 8 Jahren, at» die Kreisabdeckcrei bei Garbcnleich rröffnrt wurde, legte Bender sein Amt nieder, das er 42 Jahre gewiiienhait verwaltet hatte. Er stattete damals dein Oberbürgermeister M e c tt m seinen Besuch ab und fragte, ob er nicht Anspruch aus Pension habe. Ms dies verneint wurde, tncintc er, er habe es ja gerade nicht sv nötig, aber cs sei dvcki wohl recht und billig, daß man ihm iür sein Alter von der Stabt einen kleinen Zuschuß leiste, damit er wenigstens feine Pieifc Tabak rauchen könne, denn dazu lange cs nicht ganz. Ter Oberbürger- meister erklärte, er glaube hier telber, baß die Stadtvervrbneten ihm als dem allezeit getreuen Bürger der Stadt einen keinen Betrag als Ruhegehalt bewilligen würden, es bedürie aber hierzu einer Eingabe an die städtische Verwaltung. Bender aber konnte sich zu dieser Eingabe nicht cntickuießcn, er meinte er vergebe sich etwas, wenn er als kbcmaliger Meister eine Bitttchriit an die Stadtväter richte, — Bender hatte in den letzten Jahren vielen seiner 'Nachbarn t>no sprachen, er werde sie in seinem Testament bedenken. Mit der ehrlichsten Miene von der Well bat er, man möge nicht darüber reden, sonst komme Hinz und Kunz und wolle auch bedacht sein. Wer den alten Bender kannte, der wußte, was er von dessen Zusage 5 it halten hatte. Dieser freute sich nämlich bn Lebzeiten noch über vre Enttäuschung, die seine Nachbarn nach seinem Tode cr- let-cit würben. — Tas alte Häuschen in der Wslkengaisc, welches Bender erheiratet hatte, fällt zum größten Teil der Straßenverbreiterung zum Opfer. Bender wollte es vor cinigen Jahren an dir Stadt verkaufen, um, wie er erklärte, „in die Anlage eine seine Billa zn beziehen". Seine Ehefrau, die in dem Häuschen geboren ist, und glückliche Jahre darin verlebt hat, lvar mit dem Berkau! nicht einverstanden. Bender, der wrgen der Abttetuwg de« Hauses schon mit der Stadt einig war, bestimmtr, daß die Stadt erst das .Hmts bekommen solle, wenn die Frau das Zeitliche gesegnet habe. Nun bat man ihn zuerst aus drm alten Hänschen getragen. ** Terdeutschc Abend, der ani Mitttvoch, den 4. Febr., zur Unterstützung de» Deutschtums im Auslande in Steins Garten at zehollen ttrir\ verspricht nach der Festordntmg c!wt» ganz be jonderes zu werden. Zm Mittelpunkt der Tarbielungen steht eine Anssührung des Tatterich, jenes köstiickten Vvlksstückcs in Tarmstädlcr Mundart, das feil Fabren hier nicht mehr am- gciühtt wurde und deshalb iedensolls lehr starken Zuspruch er iahte» wird. In dem Feuilleton unseres heutigen Mattes bringen wir eine miSsithrtiche Würdigung des urwüchsigen Stückes, mr die mir besonders glliinerksant machen. Auch die übrige Spiel ordnung, aus die wir noch zurückkommen werden, ist sehr abwcch- ieknngSteich und unterhaltend gestaltet. ** T i e Große Gießener K a r n c v a l s c l l s ch a s t I9I l veranstaltet am Sonntag, den 1. Februar, in Steins Garten einen Bürgerin askenball. Hi erbst soll tt. a. der Taitgotanz aus. gcsührt werden. "lieber das Parks in men des E iS o o ae (5 fauit inilgeleill werden, baß er auch nae!> M II! ch en ll e! m lein Quarticr vcrlegt hol. Seither konnte man ihn täglich beobachten und zwar ivar es ein ganz hehi,nmter Baum in der Nähe der Welterhrücke ganz nahe am Torte, den er sich zn keinetn Sitzvlaize erioäblt hatte, l-eranlaßt durch die strenge Kälte, fommen jetzt auch andere Walser- oögel ganz in die Nähe des Tores, so das Master- oder BläßHuhn, sowie auch das grünlüßige Teichhtt'tt. Kleine Mitteilungen. Zn Vilbel lockte ein un- bekanittcr 'Mann ein . w ö l i j ä b r i g c s Mädchen an eine ent- lcgene Stelle an der Nidda und verübte dort an ihm ein ichwcres 2 i t I l i ch ! e I t s v e r b r e ch e n — Im Saale der „Liederhallc" zu Frankfurt löste sich während einer Festlichkstt ein etwa sieben stNctcr langes Stück des Decken st ucks ab und itürzte auf die Gäste, die glücklicherlostsc nur leichte Verletzungen davontriigen. Ein junges Mädchen erlitt jedoch eine Nervenerschütterung. — Beim Eislauien aus der Nahe brach bei Kreuznach ein Schüler ein, der seboch gerettet werden konnte. — Ter siebrnsährig« Sohn des Goldschmieds S ch g v pc r t der beim Eislaus aus der Nahe bei Lberstcin c i n b r a ch, wurde von der starken Strömung ersaßt und unter die Eisdecke getrieben. Trotzdem totort Hilse zur Stelle war, konnte die Leiche erst nach mehrstündigem Suchen geborgen werden. Landkreis Gießen, tt. L a ti^g s d o r l. Sä, Jan. ffieftevu abend hielt hier im Gast. hmt§ . S»v erftiihe" Proießor ll r ft a b t ans Gießen einen Dar» trnfl nb« bie Entwicklung ver Laudwirlschast im Teutsckten Reiche, stach Echlnß des Bortrnges entsvann sich noch eine lebhgste Au*- iprwSe. — Tte © ol j 6 a it c r a r 1 c! t e n im Eemembewald sind bt? o«i jw*i kleine Nnlölle alftcilirt) beend«!, (ftu tzolchaner wurde »° der Spitze eines stürzenden Baumes tzeiroffen. und der andere hieb sieb mit der Axt in das Bei». Beide sind bis jetzt nach arbeitsniMtziz. .m. La »ob, 25. Jan. Tie Monteure der Allgemeinen Elektlizriatsaesellschgsi veronstalieten gestern abend im Saale van Tito San» einen Ball mit Lainpenverloiimg. I» verichiedencn Farben erslrasttle das elektrische Lickst im Saal und der Ball nahm 'inen schönen Verlaus. (i.) In Herde ii bei .Hungen, 26. Jan Ein schwerer Unfall erergnete sich am Sonnstag auf einer hiesigen Eisbahn. Mehrere Schlrltsnfastrer und Schlittscstutzläuscr halten in der Mitte der Eisbahn einei, Pflock eingeschlagen, an welchem ein Strick besestigt war. Ln diesem Strick hielten sich die Schlittensahrer fest und fuhren im Krei-^ um den Pflock lsiermn. Plötzlich zerriß der Strick und ein Schlitten fuhr in eine Gruppe dastehender Zuschauer. Tabci siel der Bandwirt Weil von Inheiden aus den Schlittschuh eines Läufers urid erlitt eine schwere Verletzung. Der Zustand des Verletz- len ist äußerst bedenllich. Ein Weißbindermeislcr aus Trais- hiorlvff stürzte dermaßen hin, daß er bewußtlos liegen blieb, erholte sich jedoch später nneder. Ein Dritter wurde ebenfalls schwer verletzt. Kreis Büdingen. — Geiß-Nidda, 25. Jan. Die noch schulpflichtige Tochter des Spezereihändlers Heutzenrüder dahier zog sich durch einen Fall aus dem Eise eine Gehirnerschütterung zu, an deren Folgen sie heistc starb. 8 Bisses, 26. Ion. Gestern abend fand hier ein Lichtbilder-Dortrag durch einen Missionar der Baseler Mission statt. Mittags hielt der Missionar in der Fstialgememde Blofeld einen MissionSgottesdienst. Kreis Lautcrbach. z. Gr cb en h ain, 26. Ja». Die durch den Tod des bisherigen Bürgermeisters Jost iwtwendig gewordene B ü r - ge r m eiste rwahl ist auf Donnerstag, den 26. Februar festgesetzt worden. Wie verlautet, wollen sich drei Kandidaten um dresen Posten bewerben. Kreis Fricdberg. h. ®tofe-S(U'ben, 26. Jan. '£ie Meldung ua» diu, schweren Uniall, von dem ei» Soldat des 82 . Ariillerle-Regitnenls m stranksuri-Bockensteim betroffen worden sein soll, bestätigt sieb giückltcherwciie »lebt. Ter Kanonier wnrde nnr von der Kartusche gestreist. Außer einem arg verlcugten Mantel trug er nur einige derbe Schranime» davon. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 27. Jan. Gegen den B i z e w a ch t in e i st e r eines hiesigen Regiments, dessen Frau vor einigen Tagen plötzlich starb, ist Untersuchung wegen M o r d e s ein- geleitet. Die Leiche wurde seziert, idie Kleider, welche die Frau zuletzt getragen, lvurden mi den Gerichtschcmitcr Dr. Popp nach Frankfurt gesandt. vertimnschrkttt«. — Nidda, 26. Jan. Der R a d ia str e rv e r e in N i d d a stielt getzern abend in Kraüs Saalbau sein Winkervergnügcn ab, das sehr gut von hier und auswärts besticht war. Gm Konzert der Miluarkavelle des 26. Traaotter-Regimcnis, dos BegrüsiungS- >ahreti von acht Mitgliedern de? Vereins, die Leiminge» der Kunst sgstrer wöbet utid M eurer a»S Wetzlar, sowie ein Radballspiel crnloteii großen Beisall. hieraus vergnügte sich die Jugend beim Tanze. — Nieder-Rvsbach, 95. Jan. Ter Volksbildungsverein von Nieder- und Ober-Rosdach hielt gestern abend einen Nnterhalrim^rsabend ab. Als Redner war Lehrer S o I m a n „ Lang-Gönst gewonnen ivvrdeir. Im Anschluß an Lichtbilder er'chhllc er über seine Reise-Erlebnisse m Spanien. Nach einigen Tankcsworten lns Vorsitzenden schloß ein loohl- gciungenes Schattenspiel den Abend. — A » l e n - T i e b a ch, 26 . Zan. Ter Gesangverein Eintracht 'eierte am Samstag feinen Jastresschinß mit der Vor- standswahl. ES wurden iviebergewählt zuiti Vorsitzenden Landtvirl Karl Har di, zit Borstandsmilgliedern: l. Heinrich Zinn, Landwirt, 2. Friedrich Kenchler, ®>aftu>iti. 3. Heinrich Jüngling, Landwirt Z»»t Vereintzecchner tvurbe gewählt Karl Heck, Weibbinder, z>t»> VereinSbiener öeiiirich Willig, Ö Rodhcim ü. d, Bieber, 26. Jan. D^r Lastn - Dnns - berg-Tiirncrbnnd hielt ani gestrigen sonnlag nachmittag eine gut besiichtc Borluriierstunde ab. Das diesjährige Bundesfest tourbe dem Turnverein Hausen übertragen, welcher auf ein 5t) jähriges Bestehen zurückbiicki. _ Cnfticbinalm. — Wettbewerb für eine Plakette der Na» t i o n a l - Flu g fp eii d c. Der Verein zur Beförderung des Gcwerbcflcißes schreibt auf Ersuchen der Nalional-Flug- spende einen Wettbeiverb für deuische Künstler aus zur Erlangung eines künstlerischen Modells für eine in Gold, Silber und Bronze herzuftellenbe Plakette. An Preisen sind 5000 Mk. ausgesetzt. Das Preisrichtcramt haben die Herren Professor Mauzcl, Berlin, Professor Dr. Menadier, Berlin, Professor Bosselt. Magdeburg, Bildhauer Tplieth, Berlin, und Sofgoldschnned Kommerzienrat Aisred Sy, Berlin, übernommen. Die Modelle müssen bis zum lö. Mai 1914, abends 7 Uhr, in dem Bureau des Vereins zur Beförderung des (Seiverbesleißes, Chariotienburg. Berliner Straße 171 172 (Technische .Hochschule! cingcreicht sein. Vermischte». * Unterschlagungen. Tie Morgenblätter melden aus Luxemburg: Nachdem er Gift getninkeu hatte, e r schoß sich in einem hiesigen Hotel der Telegrapheninspektor Thiele» aus M c tz. Beträchtliche Unterschlagungen im Amte sollen die Ursachen des Selbstmordes sei». — In Paris ist der Bankier Richard Germain wegen großer Unterschlagungen, die sich auf mehrere MiUio.ncu belaufen sollen, verhaftet worden. Amtlicher Wetterbericht. Wklicraitssichtc» in .Hesse» am Mitlivockt, den 23. Ja». 1914: Weckisilttde Betvilluna, zetttvetse geringe Nieoerjchläg«, Temperatur iveiirg geulldert, iveuli-.tze bis nordwestliche Winde. Letzte Nac!)rict?tcn. GroßcBrändc bei Pforzheiin. P f o r z h e i in, 27. Jan. Der Brand in der P a p i c r f a b r'i k von B o h n c n b c r g c r u. Cv. in N i e f e r n verursachte einen Schaden von über einer Million M a r k. Ter Betrieb, in dem über 17b Arbeiter beschäftigt und, durfte vor sunaur von 6—8 Monaten kaum wieder ausgenommen werden können. — In derselben Gemeinde brannte in der ^Nacht auf Montag das Zicgclweik der Psorzheimer Firma Söhnle und Lützcl- b e r g e r bis aus die Grundmauern nieder. Der Schaden wird 80M0 bis IMOM Mark betragen. Es wird B ra n d st i s t » n g verblutet. Statthalter.Wechsel iu Elsaß-L»thriugcii7 Berlin, 27. Jan. Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Straßburg: Tis Meldung, daß der preußische L a u d w i r t s ch a s t s m i» i ft e t Freiherr v. stp ch oi - leme r-Lieser diemnächst den (ffrascu Wedel als Stat i- Halter der Rcichslaude abiöscn werde, dürfte in dieser Form ntcht zulressen. Nach Insormationen ist zwar die Berufung des Freiherrn v. Schorlenier zuni Statthalter von Elsaß-Lothringen in beslinnntc Aussicht genommen, aber die BcrwirNtckmng dieser Tatsache dürfte noch einige Zeit beanspruchen. Albanien. Petersburg, 27. Jan. Wie von zuständiger Stelle perlautet, soll die Entscheidung darüber, wenn Schiss.- laudnugcu der Tripleeuleute au der Küste Lllbanien e ei - folgen sollen, der internationaleil Kommission in Albanien überlassen werden. D ä in p s e r u n g l ü cf Liverpool, 27. Jan. Ter Eunard-Dampser „M a u r e- t ania" ist bei Liverpool ausgelaufen. Dabei hat sich eine Erplosion des Saiierstosfzplinders ereignet. Drei Arb ei ter tvurden sosori getötet uuö achr Mann verletzt Ein durch die Explosion angerichtetes Feuer ivurde sofort gelöscht. Wie die Branchen der Euuard-Geseltschaft versichern, ist der angerichtctc Schaden gering. Fett schwimmt oben. Eine alte Wahrheit, die auch im Wettbewerb des Handels sich immer wieder bestätigt. Troß aller Neider und Nachahmer hat Scotts Emulsion immer größere Verbreitung, eine stets zunehmende Nu- crkeunung gefunden. Man weiß, das; man sich ans ihre Zusamiiieusctznng, aus die Güte der ein- zelucn Rohstoffe und aus ihre ganze Herstellung vcrlaffen kann: eine Flasche ist wie die andere. Tic Marke „Scott" ist seit über 38 Jahren im Verkehr und steht heute wie früher unerreicht da. Was man auch als Ersatz dafür anbot oder nach- ahmte, Scoits Emulsion — Schutzmarke der Fischer mit dem Dorsch — hat dadurch nur gewonnen, denn das Gute bricht sich immer Bahn! 291 I> gesucht für Giehen und weitere» Umtrcid für einen zum | Patent angemeldeten Masseukonium-Artikel, der eine UmronUmtn »n einer nronen Industrie bcrouinubriuneu I berufen ist. Leichteste Einführung! Nur durchaus seriöse Herren oder Firmen belieben sich unter Attgabe von ! Referenzen und bisheriger Tätigkeit zu melden unter l KT.l.5519 durch Nudols Moffc, Frankfurt a. M. i nnä iiIaIm >chönci* Handschrift zur Führung T rin R fl ^ or Bücher und zur Untprstützunff der 1 1 (SUiüin Kassiererin zum sofort- Eintritt gesucht. Angebote mit Schriftproben an A.SALOMON&CIE. sofort aesucht. Lobn 8—li Mk ^nmittkn der Stobt schön aeleaene Wohnung, ca. 10 Zimmer, per 1. Avril oder svä»er »u vermielen. Zchrtsll. Angebote unter n. b. (^ietzener Anizei aer erb. Zrb. berrsd»«M. 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