Nr. 21 Der »teftener Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SießenerZamilienbiLNer; jwennat wöchenil.Xreiz- dlatt litt den Kreis Sietzen ,Dienstag itnbRvciina); zweimal monntl. Landwirtschaftliche Zeitsrogen Ueniiprtrf) - Anschtnste: die Redaktion lIL, Verlag u. Expedition öl Adresse für Tepeichen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen iür die Tagesninniner bis vorniittags S Uhr. Erster Blatt 164. Zahrgang Montag, 26. Zamiar (9(4 General-Anzeiger für Oberhessen Rotationrdntck und Verlag der vrühl'schrn Uuiv.-Such- und 8teiudr» r ■ t#i monatlich 7L Vi^ vieriel- lährlich Alk. 2.2f); durch Abhole- u. Zweigstelle» monatlich 65 4Sf.; durch dieBosl 'M.2.— uiertel« jährl. auslchl. Beiteilg Zeilenvreist lokal 15 l!f„ ausivärls 20 B'ennig. Eheiredakteur: A Goetz. Verantivortlich iü> btti polit. Zeit: Aug. Goetz, für .Feuilleton", ,Ber- ,»lichtes'und.Geiichls- faal": Karl illenratb; iür .Stadt und Land": Kurt Bendt; für de» Anzeigenteil: H. Beck, Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. venizelor und Enver Pascha. In dieser Woche wird der griechische Ministerpräsident Eleutherios K. Benizelos in Berlin iveilcn. In ihm begrüßt man den erfolgreichen Staatsmann, der das kleine bedeutungslose Hellas zu einem neuen großen Griechenland gemacht hat, Bon Kreta, seiner Heimat, die er mit unbeirrter Zähigkeit dem Mutterlande zuführte, bis hinaus nach Thrazien hat Benizelos die griechische Flagge getragen, Die Bcvölkerungszifser Griechenland? ist von 2 1 /* auf nahezu 5 Millionen gestiegen. Dieselbe Nation, deren führende Politiker noch vor wenigen Jahren nur einige tausend Mann zum Schutze der Grenzen und eine gute Gendarmerie für das Innere für ausreichend hielten, ist heute ohne Mühe imstande, rund 500 000 Mann ins Feld zu stellen und eine Kriegsflotte zu entsenden, die wie einst in der Antike auf dem Aegäischcn Meere Achtung gebieten kann. Da wäre es leicht zu verstehen, wenn der Vertreter dieser neuen Macht (als Zivil- und ,Kricgs- minister,!) im Bewußtsein der Unbesiegbarkeit den Fehdehandschuh aushebt, den ihm der türkische „Jmmcr-mchr- Napoleon" Enver Pascha mit seinen Truppcnzusammen- ziehungcn an der klcinasiatischen Küste hinwirft. Enver hat als türkischer Kriegsminister die schon früher aus- gegebene Parole wiederholt, daß Griechenland die Inseln Chios und Mytilene unbedingt zurückgebcn muß, Aehn- lich wie die den Dardanellen unmittelbar vorgelagerten Inseln Samothrakc, Jmbros, Lemnos und Tencdos den Zugang zu Konstantinopel beherrschen, so bewachen Lesbos (Mytiline) und Chios jenen zu der in der neuesten Türkei mehr und mehr an Bedeutung gewinnenden Stadt Smyrna, Mytilene auf Lebos ivar im Altertum ein mächtiges Gemeinwesen, um dessen Besitz manch harter Strauß ausgefochten wurde. Heute hat es geringe Bedeutung, Das kann aber den militärischen Wert der Insel, die über ausgezeichnete Häsen verfügt, nicht schmälern, Aus sie allein gestützt kann 'eine Flotte mit Leichtigkeit jeden Verkehr nach und von Smyrna zur Sec unterbinden, Das gleiche ist auch von Chios aus möglich, lvo sich ebenfalls geschützte Ankerplätze sinden. Selbst wenn diche Inseln als Eigentum Griechenlands durch Spruch der Diplomatie jeder Kriegsbcfestigung entbehren sollen, um nicht Stützpunkte für türnsch-seinolichc Angriffe zu bieten, so liegt gerade in dieser platonischen Bedingung der Keim zu immer neuem Konfliktsstosf, Während die Welt die Ariedenspakte von 1913 vergißt, wird Griechenland wahrscheinlich doch die Inseln in aller Stille und Heimlichkeit befestigen und einen höchst gefährlichen Panzerring vor das neue türkische Reich legen. Wer selbst wenn es keine Jnsel- sorts baut und keine Geschütze aufstellt, kann es doch für die künftige Türkei ein höchst unbequemer Nachbar werden. Man darf nicht vergessen, daß nicht nur auf den Inseln an der kleinasiatischen Küste, sondern auch drüben auf den: Festlande Klcinasiens Hunderttausende von Griechen leben. deren Zukunstshosfnung Brücken baut hinüber nach den Inseln und weiter über das ägäische Meer zum alten Later- land. Im Berliner Auswärtigen Amt liegt noch das Rund- zirkular des .„Komitees der Union der Inseln des griechischen Archipels", dessen politische Forderungen sich auf die Tatsache gründen, daß von den 300 000 Bewohnern des Archipels mehr als fünf Sechstel Griechen und kaum ein Sechstel Türken sind. In diesem Zablcnverhältnis liegt mehr Gewalt und Schicksal, als ein Enver Pascha ahnt, und wahrscheinlich wird sich die endgültige Machtverteilung nach diesen Zahlen einrichtcn müssen. Wahrscheinlich wird sich der natürlich-geographische Begriff des alten Hellas, als Zusammenfassung der griechischen Halbinsel mit der gesamten Inselwelt schließlich doch durchsetzen: wie ein Magnet zieht dieser Begriff unter der niodcrncn blauwcißcn F.agge alle Landesteilc an, die im Wirrwarr der Jahrhunderte abgesprengt wurden. Aber die schwere Schicksalsfrage ist die, ob sich diese Entwicklung nicht ohne einen neuen türkisch-griechischen Krieg hcrbeiführcn ließe, Tic Frage wird voraussichtlich gerade jetzt an Herrn Benizelos während seines Berliner Aufenthaltes herantreten, Tie Mächte verfolgen die türkischen Truppenbewegungen in Kleinasien mit wachsender Aufmerksamkeit und Besorgnis, Das Spiel der Türkei erscheint den Kabinetten als lehr gewagt. Wer weiß, ob es nicht der Anfang vom Ende der europäischen Türkei werden könnte! Was gedenken die Mächte zu tun, um die neue Kriegsgefahr zu beschwören? In Paris nennt man bereits ein sehr wirksames Mittel: die Krcditverweigcrung gegenüber der Türkei, Der „Temps", offenbar beeinflußt von seiner Regierung, schreibt, Frankreich edenso wie England und Rußland wolle das nahe Morgenland um keinen Preis von neuem zerrütten lassen, die französische Regierung könne also eine Anleihe nicht zu- lajsen und das französische Publikum dürfe eine solche nicht zeichnen, die mittelbar oder unmittelbar zur Vorbereitung eines neuen Krieges bestimint wäre. Eine Acußcrung von Dreibundseilc liegt noch nicht vor. In Wien ist man lediglich darüber informiert, daß Bulgarien sich keinesfalls an einem neuen Kriege beteiligen würde, Tie Erklärungen unseres Staatssekretärs v, Jagow vor etwa einem Jahre über die Jnselfrage sind von den Ereignissen überholt. Jetzt wäre für die deutsche Regierung wieder einmal der Augenblick zu einem Machtwort gekommen, Herr Benizelos ist jedenfalls ein Mann, der mit sich reden läßt! Paris, 25, Jan, Ministerpräsident Benizelos ist mit dem Nord-Expreß nach Berlin abgereist, Paris, 25. Jan, Tic q r i c ch i s ch c G c s a n d t s ch 0 i I veröffentlicht folgende Note: Heute wurde in Gegenwart des Ministerpräsidenten Benizelos und des Gesandten Romanos mit der Socidtd de Eonstruction de Bati gnolles ein Beitrag unterzeichnet, durch welchen sich diese Gesellschaft vcrvslichict, zwischen der Eisenbahnlinie Epirus-Athen-Larissa und den Orientbahnlinien eine Verbindungsbahn herzustellen, durch welche Griechenland in direkte Verbindung mit Westeuropa gebracht werden wird. Im Dinbllck auf eine möglichst baldige Fertigstellung dieser Linie wurden besondere Be'immungen und Vergünstigungen icstgesetzt. In jedem Falle soll die Linie in spätestens achtzehn Monaten in Betrieb gestellt werden. Diese Bahnlinie, welche sür Griechenland und den internationalen Verkehr von größter Wichtigkeit ist, wird 05 Kilometer lang und normalspurig sein, Paris wird nach ihrer Vollendung direkt mit Athen verbunden sein und die Fahrtdaucr ungefähr 60 Stunden betragen, Tic „Norddeutsche Wlgcmeine Zeitung" schreibt in ihrer Wvchenrundschau: Tic Beschlüsse der Großmächte zur Regierung der Insel- fr a g c und der Ordnung der Verhältnisse in Südalbanien sollen in Athen und Konstantinvvcl amtlich zur Kenntnis gebracht werden. Eine Bcrdändtgung über die Form dieser Mitteilung wird vorbereitet. Schon vor der amtlichen Zudelluna/dcr Beschlüsse aber sind die Wünsche der Großmächie hinsichtlich der Aegäischcn Inseln und Südalbaniens der griechischen Regierung und der Pforte im wesentlichen besannt geworden. Es liegen auch bereits Anzeigen vor, daß Griechenland der Ersüllung dieser Wünsche keine grundsächlichen Tchwierigk iten bereitet, Tie Freigabe der zu Südalbanien gehörenden Grenzgebiete durch die grtcchisclpm Truvpen scheint gesichert. Inzwischen hat die internationale Kommission in Lalona ihre Bcrwallungsbcsugnisse aut ganz Albanien ausgedehnt Diese Acnderung ist von dem bishctigen Oberhaupt der Provisor! chcn Regierung in Balona, I s m a e l K c m a l, ancrlannt worden. Er hat seine Vollmachten ausdrücklich in die Hände der internationalen Kommission gelegt. In einer gleichlautenden Mitteilung an die Regierungen der Großmächte dankte Jsmael Kcmal sür das Albanien bewiesene Wohlwollen, Es ist anzunchmen, dieses von Jsmael Kemal gegebene Bei'vicl werde auch ans die Haltnng E s s a d P a s ch a s nicht olne günstigen Einfluß bleiben, Ter Uebergang der Regiernngs- gewalt von der internationalen Kommission gut den künftigen Fürsten könnte sich dann beim Eintrcsscn de» Prinzen Wied ohne Schwierigkeiten vollziehen, Ter grttchischc Mi'ttstervräfident Benizelos, der aut seiner Rundreise h:i den europäischen Negierungen Rom, Paris und London besucht hat, gedenkt in den nächsten Tagen in Bulin cinzutreisen, Ter umsichtige Staatsmann, der in der Führung der auswärtigen Politik seinem Lande schon wertvolle Dienste geleistet hat, darf in Trulschland eines guten Empfangs sicher sein, Bal 0 na, 26, Jan, (Aqenzict Stefan!,) Der frühere Präsident der proviwrischen Regierung Ismail Keniat Ben begibt sich nach Brindi'i, Er m-rd einige Tage in Italien bleiben und sich daraus nachBer.in begeben, um mit dem Prinzen zu Wied z u s a m m e n zu treffen. Neue Balkanbünduisfe? Belgrad, 26, Jan. Tic Reise des serbischen Minister- Präsidenten P a s i t s ch nach Petersburg wird in Zusammenhang gebracht mit dem dort erwarteten Eintressen des griechischen Ministerpräsidenten Benizelos, und es soll die Bildung eines n c u e n S e r,b i c n, Montenegro, Griechenland und Rumänien u nt f a s i e tt b c n Balka nb'locks angestebt werden. Zwischen den Jungtürkcu und der maceünnsch-bulganfchen revolutionären Organisation sollen Abmachungen bestehen, nach denen in kurzenr eine Revolution in Mazedonien in Szene gesetzt werden soll. Auch ans der Reise des türkischen Gesandten in Sofia nach Könstantinoycl und der des bulgarischen in Kon- stänlinopel nach Sofia schließt man, daß wichtige Tinge im Zuge seien, daß beide Staaten gemeinsam Vorgehen und Europa vor eine vollendete Tatsache stellen iuollen, Saloniki, 26, Jan, Tic Konzentrierung bulgarischer Banden bet Gtimüldschina und die s u II g t ü r k 11 ch e Agitation in Thrazien dauern fort, Tic türkische Bcoöl- kerting wird überall bewaffnet, bindung von Mäzen und Künstler lebte. Sind doch König Ludwigs teiffte Werke, die die genialen Ideen des Volksbeglückers mit der Würde des fürstlichen Bauherrn vereinigten, von lenze aus- gcchhrt worden, war doch d-s Baumeisters charakterfester Glauben an das Wunder der h llenifchen Kunst der ruhende Pol in der schnell wechselnden Liebhabereien Flucht, die de» unruhig tcuriani Monarchen beseelten! Auch Klcnze- Glauben an die allein selig inachendc Schönheit der Antike war norddeutschen Ursprunges, stammte ans der Schule der Berliner Klafsiziftcn, eines Gilly und Schinkel, her, „Es gi't nur eine Kunst, und das ist die hellenische," >0 lautete sein Bekenntnis, und ooti seinen Reisen nach Griechenland brachte er eine nnbcdintic schwärmerische Verehrung der , Architektur an iich" mil. Seine großartigsten Werke, loie die Glyptothek, die Pinakothek, der Festsaalbau der Residenz, die städtebaulichen Entwürfe sür München und Athen zeigen aber nicht nur diese Nachahmung antiker Baukunst, sondern die Kraft einer eigenen kräftigen Raitmgestaltung itnd imponierenden Größe, Gebietend und bedeutend wie seine Kunst war auch seine Periönlich- kcit, „ein großer Herr in feiern Sinne, wozu sich auch seine hohe schlanke Figur mit dem rotblonden Haar, den hellb'aucn durchdringend blickenden Augen, der weltmännisch sichern Haltung, dem klugen, gemef'cncn Wesen vortrefflich eignete. Er bewohnte ein palastailiges Haus, das er sich selbst gebaut, ohne indes; seine überaus einfachen Lebensgcwohnheiten iraend aufzrigebcn, die ihn im Verein mit der strengen Ordnung allein zur Bewältigung so ungeheurer Aufgaben in Stand setzten," Ten schwer zu lenkenden Käni, »mißte er iit seiner Weise für seine Ideen zu gewinnen und auch die haushälterische Sparsamkeit, die diesem großartigen Mäzen doch eigen war. zu überwinden, Charakteristisch sür das V-rhältms dieser beiden seltenen Mcnichen und die Art ihres Verkehrs ist eine Episode aus der Vorgeschichte der Walhalla, Klcnzc hatte den mächtigen Bat! in einem trotzen Oelbild dargcstclli, die Prächtige Trepvenanlage aber vorsichtig wcggelasscn, Ter Monarch erschien und erfreute sich an dem Bild — ohne Treppe, Nun aber klebte Klcnzc den herrlichen Trepvcnbau, den er aut ein besonderes Stück Papier komponiert hatte, unten an, und dadurch gewann die Wirkung außetordentlich, Ludwig ahnte gleich, woraut cs abgesehen war. blickte entzückt aus den Entwurf, meinte aber bedenklich' „Damit ist'» nichts, Älenzc, das kostet mir zu viel Geld," „Aber Majestät würden dadurch Ihrer Schöpfung einen neuen Ruhmestitel znsügcn," „Na, was kostet denn die Treppe?" „80 000 Fl," .Sind Sic toll geworden, Klcnzc! Fältt inir gar nicht ein. Kommen Sic mir damit nie wieder," „Wer Majestät könnten das ja ans Pier Jahresraten verteilen, „Ktcnze, Tic sind schon wieder mal so eigensinnig wie ein , , ." sprach- und rannte höchst gcteizt mit großen Schritten davon. Ein paar Stunden später icurV der Herr (KeHeime Rat zum König beru en, „Aha " riet er triumphierend ans, „jetzt habe ich meine Treppe!" Und >0 twu’S: Ludwig halte inzwischen in seinem Etat noch einmal Gietzcner Stadtthcatcr. Jägerblut. Gastspiel K 0 n r a d Dreher, Gießen, 25. Januar, Das Stück, das sich der batzerische Hoffchanspteler K 0 nrad Dreher zu seinem einmaligen Gastspiel gewählt hatte, zeigte den beliebten Komiker in seinem ureigensten Element: als waschechte obcrbahcrischc Bauerntype, wie sie überall vertreten ist und doch immer wieder besondere psychologische Reize ausübt, „Jäger- b l u t“ heißt das vieraktige Bollsstück von Benno R suchen- cggcr — ein an sich herzlich unbedeutendes Werk, Wie ein gc- ivrochencr Roman mutet jichs an. In recht abenteuerlicher Weise rindet ein Förster seine einstige Geliebte als Bettelweib wieder und trifft seinen Sohn, von dessen Dasein er bisher keine Ahnung hatte, als Wildschützen an, Hinzukommt ein Liebesverhältnis, Und der Borwurs zur Boltsiragödie ist fertig. Damit ist dem Publikum jedoch nicht gedient, es soll ja ein lustiges Volksstück sein, Taber läßt der Dichter seine Gestalten sämtlich zu braven, biederen Charakteren werden, macht aus Tragik Sentimentalität, tut ein gut Teil Humor hinzu und vereinigt das Ganze zu einem Gemenge, das ziemlich kalt ließe, wenn nicht — die Schauspieler wären. Von ihren Leistungen hängt bei diesem Stück das Wohl und Wehe ab, Tie gestrige Aussührnng rettete das Stück nicht nur, sie brachte ihm sogar einen guten äußeren Eriolg, Allen voran war cs, wie zu erwarten, der Gast, KonradDreher, der mit seinem Torf-» Hader Zangerl der Vorstellung einen ganz besonderen Charakter verlieh. Allemal, wenn das Interesse zu erlöschen drohte, dann kam der „Mann der medizinischen Wissenschaft" im rechten Arigen- blick mit seinem breiten, behaglichen Lächeln und seinen ärztlichen Raritäten, die einen die Haut schaudern machten, und beherrschte die Situation! Und wie er mit diesen Geräten umzugehen weiß, das scheint er den Torivadern selbst abgcguckt zu haben, das macht ihm so leicht keiner nackt. Wie denn die ganze Darstellung allein auf das Natürliche beschränkt war und vor jedem Uebermaß sorgsam zurücktrat. Es war das tzauvtvcrdicnst des Künstlers, eine rein menschliche Figur mit derbem Humor aut die Bühne gestellt zu haben Wenn doch fast jedes Wort von einer Lachsalve begleitet war, so war das ein Zeichen von der hohen Künstlcrschast Trehcrs, die mit Wenigem Vieles erreicht. Durch dieses Betrprcl angcseuert, luchten die Mitglieder unserer Bühne ihm nach Möglichkeit nahe zu tomnien. Am besten gelang dies Karl V 0 l ck, dessen Förster eine wohldurchdachte und fein abgetönte Figur nmr: eine rauhe Haut mit cinech Ktnderherzen. wie sie nur der Wald erzeugen kamt. Auch der ungewohnte Tialekt schien Herrn Bolck wenig Schwierigkeiten zu inachcn. Vorzüglich tvar Anna S t e 11 n e r als Bettelwetb, Als sic dem kaum wieder- aesitndenen Glück entsagte, erregte sie mit ihrem Partner zusammen Beisall aus osscner Szene, Reizend war Alice T a g n y als Tächicr- chen des Bcttclweibes — a,n besten wirkte ihr Gebet —, Hans Grosfer-Braun war ihr feuriger, wagemutiger Liebhaber, Wenn Auguste Frcnzcl aus der Förstcrsfrau nicht viel heraus- holcn konnte, so war cs nicht ihre Schuld, sondern die des Dichters, der aus der deutschen Försterin ein dummes, lächerliches Waschweib gemacht hatte. Besonders kan, dies zum Ausdruck, als sie von dem Vorleben ihres Mannes crsuhr, Heinrich Bruch Witz konnte der Rolle des Wilddiebes wenig Geschmack abgewinnen, in der Charakteristik seiner Rollen leistet er sonst Besseres, Franz B 0 ch u m hatte sich als Wärt in der Maske vergrissen, sie sollte komisch sein, ipirkte jedoch abstoßend, Tie Regie, sür die Ludwig Grosser zeichnete, hatte int allgemeinen sür gute Bühnenbilder gcwrgt, besonders das Bild der. letzten Szene war tvirknugsvoll. Ein Fehler darf aber nicht unerwähnt bleiben: Während nämlich iui Försterhause dauernd von Dunkelheit und „0 Uhr abends" die Rede war, schien draußen die Sonne, daß cs eine Lust war. Das gut besuchte Haus svcudete reichlichen Beifall, von dem der Gast den Löwenanteil beanspruchen konnte, K. B. Der Banmtifter I. lZuin Todestage Klenzcs, 27, Januar,) Am 27, Januar vor 50 Jahren ist einer der großartigsten Baumeister des 19, Jahrhunderts, Leo von Klcnzc, der mit seinem löniglicheti Hekrn zusainmen die Sckwnheit von „Isar- Athen" geschassen, dahingcgangen. Wenige Monate vorher hatte der 80jährigc sein letztes großes Werk vollendet, die Besreinngs- hallc von Kehlheim, die erst vor turzcm der Schauplatz jener denkwürdigen Erinnerungsseicr der deutschen Fürsten gewesen ist. So ist der Name deS begeisterten Verehrers der Antike auch mit der Erinnerung an die eiserne Zeit vor l00 Jahren verknüpft, und wie sein letzter Bau „ein Denkmal sür die teutschen Be- sreiungskämvser" war, so stellte sein erster großer Entwurf ein gewaltiges Liegesmonumcnt sür die Völkerschlacht dar, sür das er auf dem Wiener Kongreß die Herrscher vergeblich zu interessieren versuchte. Ter Hvsbaudirektor des Königs Jöröme hatte sein deutsches Herz nicht verloren, uttd er behielt cs auch, da er als Freund lind Alchitett des damaligen Kronvrinzen Ludwig nach Münckwn kam. Freilich ist der narddentsche Batimcistcr, der aus .Hildcs- heim stammte, in der südlicheren Shäre der bayrischen Hauptstadt nie ganz heitnisch geworden. Er war eine vornehme und verschlossene Nattir, die sich in ihrem hochkultivierten Lebens- kieiie von der Außenwelt streng abschloß, Pecht erzählt, wie völlig ihm die Münchener Künstler entiremdet tvaren: „beging er doch das unverzeihliche Verbrechen, weder übec- battpt zu trinken, noch auch nur Bier zu trinken, — Grund genug, um ihn von seinen Kunstgcnossen valltommen zu isolieren und seinen Charakter schwer zu verdächttgcnDazu kam ritt ungewöhnlich enges Verhältnis zu dem Dir'rscher, besten Gunst er sich durch eine seltene Menschenklugbcit ein langes Leben hindurch zu bewahren wußte und mit dem er in eincr idealen Vcr- An» licffen. 3 »’ f d» lirbauungeinec E ij c n b a I) n M ii rf e - Ul vt di ft ein- Rixfeld cötl. Bewilligung eines Staats zujchusses ju einer Llittomobilverbindung auf derselben strecke mit «Abzweigung nach Sdjottni batte Stbfl. Meiski fleit Antrag eingebracht. die Kammer wolle Itfrofji). Regierung ersuchen i „1. die Aufnahme de» Ncbenbahnprojekts Mücke—Uf- richsteiii—Rixfeld in die Finanzgemeinschaft mit Preußen in Anregung zu bringen oder: 2. wenn dieses augenblicklich von der Wrofeb Regierung nicht für angängig oder erfolgversprechend gehalten werden tollte und nur die Erbauung als Privatbahn möglich ift: die Bewilligung eines Staatszuschusses von mindestens öO°/o der Bau losten bei der Mainmcr zu beantragen aber: 3. die Beteiligung des Hessischen -Staates als Aktionär bei dein privaten Bahnbauunternehmen mit llcbernahme von Aktien in der Hohe eines 50prozentigen -Staatszuschusses in alsbaldige Erwägung zu ziehen-und entsprechende Gesetzesvorlage vorzulegen und -I- falls wegen der ungünstigen allgemeinen finanziellen Verhältnisse die Gewährung eines ötlprozentigen Staatszuschusses zum Bahnbau augenblicklich nicht möglich erscheint, zur sofortigen Abstellung der f cf) 1 i nt in st e n M > ß - tt ä ii b e in dem Personenperlehr, zur Errichtung einer Auto- inobilverbindung von Mücke über Ulrichstein nach Rixfeld und Schotten einen säbrlichen Staatszuschuß von 15 000 Mk. zu bewilligen ." Zur Begründung seines Antrags wies der Antragsteller ans die überaus traurigen Verlehrsverhäldnisse im nordwestlichen Vogelsberg hin,'die schon wiederholt in Eingaben au die Regierung' und Landstände geschildert worden sind. Die Regierung hat in ihrem Antwortschreiben die Gründe für die Undurchsührbarleit eines der vorstehenden Anträge dargelegt und sich daraus beschränlt, die Unterstützung eines etwa ins Leben tretenden Automobilunternehniens nach Maßgabe des Gesetzes, das demnächst an die Stände gelangen soll, für den Fall der Verabschiedung dieses Gesetzes ins Äuge zu fassen. Ter Ausschußreserent, Abg. M o l t h a n, bemerkt hierzu: Ter Ausschuß kann der Stellungnahme der Regierung nur beipslichben. Nachdem die Preußisch-Hessische Eisenbahnaemeinschast cs ablehnt, den Bau und Betrieb der Bahn zu übernehmen und die Staatsbeihilfe in der von dein Antragsteller gewünschten Höbe von 50 Proz. als ausgeschlossen zu betrachten ist, dürste es sich empsehlen, der Einrichtung einer Äutomobilverbindung näuer zu treten, die ja auch in dem Antrag als letzter Ausweg in Aussicht ge- notnmen ist. Tie dem Landtag zugegangene Gesetzesvoriage über die staatliche Unterstützung bestehender oder neuzugründender Automobilverbindnngen gibt die Unterlage aucki für die von dem Abg. Meiski verlangte neue Linie mit einer Abzweigung nach Schotten. Ta die Verabschiedung der erwähnten Gesenesvorlage demnächst erwartet werden darf, wird der Verwirklichung dieses Wunsches der Bevo.kerung des Vogelskergs nichts ini Lege stehen. In diesem Sinne beantrag der Ausschuß! Ten Antrag des Abg. Meiski für erledigt zu erklären. Aushebung des Klavier st empelS. Ter Abg Tr. SB * s Gonsenheim hat in der Zweiten Kammer die Aushebung des Klavierstempels beantragt. Ter Antrag ist von den Abg. Heerdt, .Henrich, Korell-Jngelheim, Reh und Urftabt mitunterzeichnel. Seine Begründung lautet! Tcr Klavientkinvel ist eine einseitige ungerechte Belastung der Wirte. Tie Klaviere in den Wirtschaften werden nicht allein sür die Gäste gelralten. sondern auch von den Familien der Wirte teils zum Unterricht, teils zur Erheiterung der Familiengliedcr genau so benutzt wie die .Klaviere in den Privathäusern, Findet in einem Wirtschastslotale musikalische Unterhaltung mit Eintrittsgeld statt, so hat der Wirt außer dem Klavierstemvel auch eine Lustbarkeitssteuer zu bezahlen und wird demnach doppelt belastet, abgesehen davon, daß er mit einem erheblichen Konzessionsstempel betastet ist. Erteilung von W i r t s ch a f t s k o n z e s s i o n e n tu juristische Personen. Ter Abg. Tr. Wolf- Gonsenheim hat in der Zweiten Kammer folgende Anfrage gestellt! „Ist es der Großh. Regierung bekannt, daß in letzter Zeit an juristische Personen Wirtschastskvnzessionen erteilt worden lind?" nachgerechnet, und die erste Rate von 20 0110 Fl. doch noch herauSbelvmmen. K«nts Grabstätte. Tas Ende der „Stoa Kantiana" Aus .Königsberg wird uns geschrieben! Fminannel Kants Grablapelle, die „Stoa Kantiana". ist dem Abbruch Versalien! Tie Kvnigsbeeger Stadtverordneien haben beschlossen, die jkant- kapelle abzubrecheii! die Gebeine Kants sollen i» der Gruslkirche des Tomes mit Anbringung eines würdigen Epitaphs eine neue Ruhestätte finden. Der unschöne Ban, der sich über Kants Grab erhebt, ist zugleich die Geschichte von dem Schicksal der Gebeine Kants. Tee große Philowoh wurde 1804 in dem damaligen Proieiiorengewvlbe an der Nordseite des Domes bestattet. Fünf Fahre später brachte inan den Sarg.mit Kants Gebeinen von der ersten Beerdigungsslätle an eine andere, die sich ebenfalls im Professoren gewölbe befand Aus dieser zweiten Grabstätte erhebt sich heute die Kapelle. Aber 18011 gab es uoch keine Kapelle, es bestand auch das Pro- sesiorengewölbe eigentlich nicht mehr, denn cs war bauiättia geworden und blieb unbenutzt. In demselben Fahre ließ Kants Freund, der Kriegsrat Scheffner, das Gebäude restaurieren und in einen Wandeigang verwandeln, an dessen einem Ende Kants Sarg ausgestellt wurde. Bor der durch ein Hatzgitter von dem Wandetgang abgetrennten Grabstätte stellte man die Büste Kants aus, die Hagedorn noch zu Lebzeiten des Philosophen modellierte uns die angeblich Schadow, tvoht aber auch .Hagedorn, in larra- rischem Marmor meißelte. An, 22. Avril 1810 wurde die neue Grabstätte Kants eingeweiht. Tie Büste ging später in de» Besitz der Universität über. Tie allzu össentlich gelegene Grabstätte ver- i'iel bald zu einem unansehnlichen Winkel, bis man sich in den siebziger Fahren ihrer erinnerte und sie wieder Herstellen ließ. Es entstand die .Kapelle, die nach dem alten Wandetgang Stoa und zwar Stoa Kantiana genannt wurde. F», üemniet 1880 grub man Kants Gebeine aus und fand dabei statt eines zwei Gerivvc nebeneinander liegen Man itettie nach einer bei dem eilten Skelett gefundenen Meiallkasel, sowie nach genauer anatomischer llnterinchung des Schädels desielden Sletetts fest, daß diese Gebeine einst den Körper des Philosophen bildeten Fm Herbst desselben Fohres hatte man Kants Ueberreite wieder in die inzwischen ausgemauerte Gruit, mobci eine Aktensanimlung über die Ausgrabung, die aut Psion-,eniaservapier geschrieben >var, mitnersenkt wurde. Tie Kapelle sollte nun würdig ausgeschmückt werden Tie »agedornsche Büste gab die Universität nichi her Teshatb ließ man durch den Bildhauer 2,cmer,ng eine Kopie ansertigen, die in dee Kapelle ausgestellt wurde. Tie Hintenvand der Kapelle wurde mit der Neideschcn Kopie von Rasaels „Schule von Athen" geschmückt. Gegenüber diesem Gemälde liest man die in die Wand gehauenen bekannten Worte aus per Kritik der praktischen Bernunst, die wegen ihrer Bolkstümtichkeit auch sür die Kanttascl am Schloß benutzt wurde»! „Zwei Dinge erfülle» das Otemüt mit immer neuer und zunehmender Beivunderung. je Örter und anhaltender sich das Nachdenken mit ihnen beschäftigt, — der bestirnte Himmel über mir lind dos moralische Gesetz m mit." 3o sieht es seitdem i» der Grabkapette Kants aus. Sie war bis aut zwei Tage im Fahre für bar Publilnm geschtoiien. An Ans Stadt und Land. * ©icücn, 2V. Haimar 1914. ** T n r ch Anlegung d e r ll in g e h u n g s b o h n Gießen —Wetzlar mußte die alle Wetzlarcr Kreis- st r a ß e v e r l e g t werden. Dazu sanfte die Bahnverwaltung von der hiesigen Gemeinde Gelände im Betrage von 4217 Mark. ** T i e Benutzung des Volksbades im letzten Vierteljahr 1013 stellt wie folgt! Schwimmbäder 10^31 (gegen 10034), darunter Votksbader zu 10 Pfg. 3174 i32r.>>, Wannenbäder 4067 (46.56-, darunter dah erste Mat^nen eingeführte Wannenbäder 3. Klasse sür Frauen 210 -stück (für Männer erst seit l. Januar 1011 eröffnet), Brausebäder 7051 (6903), Heißluft und Dampfbäder 575 1474), Massage und Tusche 36 >2)- Fm Ganzen Ivlirdc» abgegeben 32 460 Bäder (20 069), so daß hener während des Zeitraums 3308 Bäder mehr abgegeben wurden als im Vorjahr. Tie in Klammern gestellten Zahlen sind die Ergebnisse desselben Zeitraums im kVorjahr. Ter T r c b e r k r i e g endgültig verhütet. Nachdem das „Frantsurter Brauhaus" erklärt hat, daß es den vereinigten Landwirten Hessens ebenfalls den Preis sür die Treber aus I ,60 Mark für den Zentner vom l. Januar d. I. ab ermäßigt und sich damit dem Verbände der Brauereien anschließi, ist der „Trcberkrieg" verhütet worden. •• S tob t theat er. Es fei betraut auiiitcifl'im gemacht, da,, feine der Verstell,mgen de« morgigen Togo«, iveder „Tie st> um boldtianer" noch „Krieg in, Frieden" im Abom e »ent iviedcihott Iverten. Auch könne» belondere Sidüternorstettungen der „Hnnibotdiianer" in den Spietptan Nicht eingereiht iverden. »» I», Wett lauf um den akademischen Stafetten preis im Schiläufen siegte, wie wir am Samstag schon durch Aushang bekannt gaben, T ärmst a b t mit 44 Min. 31 Vs Sek., an zweiter Stelle kam Gießen mit 47 Min. 17 ! , Sek., an dritter Marburg mit 47 Min. 18', , Sei. Bobllei,, fnemieit. Be, dem am Sonnteg vom Bobs telg t,-Kt u d .Taunus" anSgetragene» zweiten dies- winterlichen Bobileigb-Pre,stahlen trug auch ein WießenerSpotts- mann eine» Sieg davon. Jäger-Gießen errana als Biemser aut den, Bo > „Sch w a r z e r P clcr" ans Gießen mit Ilm. den tnnlten Preis. ** Ter Deutsche Frone »verein vom Rote» Kreuz sür die Kolonien hat sich, wie man uns schreibt, die Auigabe gestellt, durch Professor Tr. E o I m e r S , Direktor des Landkrankenhauses in Coburg, weitere Kreise aus die Be- deuiung des Roten Kreuzes im Kriege aufmerksam zu machen, und zwar gestützt aus die Erfahrungen ans dem russisch- j a p a n i s ch e n K r i e g e 1004 05 und dem Balkankriege 1013. Tie freiwillige Hilfe zur Linderung der Kriegs vunden ist, allgemein gesprochen, wohl schon so alt wie der Krieg selbst. Als organisierte Hilfsbereitschaft eines Volkes ist die Bewegung aber zum ersten Mate vor hundert Jahren hei den Befreiungskriegen in die Erschein,mg getreten. Es ist also gewissermaßen auch eine Art Gedenkfeier, die der hiesige Deutsche Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien für die veranstaltet, die damals die Idee, die freiwillige Hilfeleistung in eine b e ft i m m t c Organisation zu bringen, zum ersten Male in die Tai nmsetzten. Damals machte sich aber, da geeignete Verkehrsmittel tehttkn, der Mangel der Ein- heitlichteit, der Mangel einer geeigneten Friedensvorbereitung und die iehlende Eintügung in den Heeres-Sanitätsdienst geltend. Erst im Jahre 1864, also genau vor ,50 Fahren, wurde das „Zeniral- lomitee des preußischen Vereins zur Pflege im Felde verivundeter und erkrankter Krieger" gebildet und bannt der erste Versuch gemacht, dieie Art der Hilsstätigkeit in feste Bahnen zu lenken. Bekanntlich siüd sowohl im russisch-japanischen Kriege, als auch im Baitankriege von deutscher Seite Abteilungen des Roten Kreuzes tätig gewesen, und sie haben nach dem übereinstimmenden Urteil alter ganz Außerordentliches geleistet. Es dürste deshalb interessant und lehrreich sein, aus dem Munde eines Teilnehmers über die Tätigkeit unterrichtet zu werden. Tie Lehren, die hieraus gezogen werden können, sind von größter Bedeutung auch sür die Ausgestaltung unserer eigenen Einrichtungen. ** Feuer. Am Sonntag morgen gegen 3 /<7 Uhr ertönte in Gießen Feuerlärm. Die Trommel- und Horn- figitalc weckten die schlafenden Bürger, und dabei ertönte die Sturmglocke vom Stadtturm. Kaum 25 Minuten später fuhr auch schon die Feuerwehr über den Seltersweg nach der B l ei ch st r a ß e hin, wo im Hause Nr. 32, das dem Herrn Salomon Oppenheimer gehört, ein gewaltiger diesen beiden Tagen, dem Geburis- und dem Todestage Kants, war sie mit Blnnren und Bäumchen geschmückt. Aber es waren immer wenige, die das Bedürsnis hatten, an diesem Tage Kants Ruhestätte auszusuchen. Vielleicht wird man sich Kants sterblicher Ueberreste int Tom mehr rriitnern. Karl O z e ch. Ter neue W ed e ki n d. Aus Berlin, 85. Jan., wird uns geschrieben! Unter den Geschichten des Alien Testamentes hat naive Dramatiker das Schicksal Simsons besonders ungezogen Tie Dichter des 16. und 17. Jahrhunderts, wie Hans Sachs und Christian Weise, ianden hier einen Stoff, reich »n Gegensätzen und Spannungen, feststehende wirksame Ebarakterc, wie den gutmütige» Riesen Simion. die oernihrerische Schlange Delila. Feiner denkende und tiefer suhlende Poeten aber haben den Simsois-Stofs, tvenn sie wie Grabbe und Otto Ludwig die Möglichkeit einer Gestaltung erwogen, wieder beiseite geschoben, loohl weil sie die Schwierigkeit der Motivierung, die realistische Glaubharmachnng dieser Märchenerzählung stlrchieten. An dieser Klippe, bic die alt- jüdische Sage sür den modernen Dichter darlnetet, ist denn o»ch Frank W^e d e t i n b in seinem neuesten Werke, der dreiakiigen Tragödie „Tims an", die am Lessing-Theaier ihre Erst- aussührung erlebte, gescheiten. Ihn, den unübertrefflichen Dar- vetler perverser Verführerinnen, inockite cs reizen, das ewige Symbol der Männerkrast überwinbenden Frauenschlauheit mit neuem Leben zu erfüllen, unb zugleich hat er in bee (Gestalt des Simion, die einst Rembrandt in izzoßartigen Bildern zu einem Bekenntnis seines innersten Fülilens verwendet hatte, viel eigenes Erleben geboten. Wedekinds Simson ist das Genie, das zunächst im dumvten Siiinentaumel dahintebt, seiner Größe unbewußt, bis ihm der Verrat des geliebten Weibes die Augen über die Schtechiigteii der Welt öffnet und er nun geblendet erst lebend ivirp. Die Simsongeschichte wird zu einer „Tragödie der Scham." Simion ist schwach, weil er sich schämt, und ebenso gewinnt König Og erst seine Kraft, da er die Scham überwindet Tie Mächtigste aber ist Delila, die Dirne, die Sckiamlose. Ti-s Motiv spielt auch >n die Eharakteristik de« Philistersürsten hinein ,n denen in grotesker Farn, modernste Begriffe dnrgestellt sind. Tie .luirfmuct waren wohl dank der mten Darstellung, an d--' Friedrich K a » ß l e r als Simson und Tilta T u r i e II r als Te lila hauvtsächlich beteilig! waren, über die Verirrung des Dichters mit ln'ik'enem «ttttichw-igen hinweggegange». wenn nicht die llngeschicktichten der Direktion einen ilein,-n Theaterisandat ent° ieiielt batte. Als ein Herr für den großen Beifall und dir überaus irenndtiche Aumobme dankte, regte sich heftiger Wider ivruch, dem ivgar dir Pieübegleitung Mit denr Hansschlüsicl nick« iehtte. Tr P. L. -j. “ v » c 91°
ü r s o r g e lt e 11 e. Tie nächste Sprechstunde finbrt lueiien Kaisers Geburtstag nicht am Dienstag, sondern Donnerst g 6 bis 7Uhr nbends, Astermeq 0, unterer Elocf, flott Auch schriftliche Aiiftggen werden beantwortet, Ivoraui hiermit niitmertsam gemacht wird. ** Ein Zusammenstoß zwischen einem Wagen der Straßenbahn und einem Kutschivagen fand am Sonntag mittag aus der Frankfurter Straße statt. Der Kutscher des Wagnis war dem entgegeiikommendeu Straßeiibahnwrgeii salsäi ausgcwichcn. Glücklicherweise war der entstandene Schaden nur gering. ** W.aitderphotographen haben in verschiedenen Orten der Umgebung, besonders in Schotten, zahlreickn' Eltern von Schiitkindern betrogen. Sie machten mit Erlaub nid der Lehrer die bekannten Schulanfnahnien, ließen sick> von den Kindern, die Bilder bestellten, im voraus die Konter sets bezahlen und verschwanden dann auf Nimmerwieder sehen. Da in manchen Dörfern seit Jahren kein Schulphoto graph gewesen irar, ivar das Interesse an den Bildern bc sonders groß. Infolgedessen heimste» die Schwindler ans diesen Ortschaften hohe Summen ein. ** Horridoh! D i e Jagd ist aus. Ende des Mongts heißt es ftir den Nimrod! Hahn in Ruh! Tie Jagd auf Haien hat für die Saison ihr Ende erreicht. Die zu Aniniig der Saiion- behauplele schlechte Hiasenjogd hat sich nicht bewahrheitet, denn die Jagd aut Meister Lampe hat überall ein duechichnittlich milt- lerer- Ergebnis gezeitigt. Bei den letzten Treibjagden in unserer Gegend waren die erlegten Hasen recht feiste Gesellen. Der Tisch scheint für sie trotz der- großen Kälte noch gut gedeckt geivesen zu sein. Ter Monat Februar bietet dem Jäger Gelegenheit, schon hinter dem Raubzeug her zu sei», da brr Fuchs und seine ganze verwandte Sippe schon jetzt in der Liebeszeft steht. Ebenso sind jetzt die Wildenten zärtlich zu ihren Damen und vergessen die Vorsicht vor dem Jäger. ** Eigenartige „SB itzliotd c". Aus Grüningen hatte einer unserer ständigen Mitarbeiter uns die Nachricht von dem Selbstmord eines dortigen Einwohners zngeiragcn, gleiäi l.interhee aber, und glücklicherweise rcchizcirig, die Nachricht wider mfen Sie war ihm von zwei Bürgern aus Grüningen über miitclt worden! der angebliche Selbstmörder sollte die Tat aut dem Rückwege von einem Nachbarort nach Grüningen ausgesührt l-aben. Die Verbreiter des unwahren Gerüchtes batten sich wohl eingebilder, damit einen guten „Witz" sich geleistet zu hoben. Tie würde» ater erstaunte Gesichter machen, wenn wir nun ihre uns belannicn Namen der Oeffcntlichkeit übergeben würden, io daß ihnen der Loh» tür ihre Leistungen zuteil würde, der nickt nur in allgemeiner scharfer Beurteilung ihres Handelns bestehe», sondern ihnen auch noch eine genchiliche Klage aus den Hals bringen würde. Wir wollen diesmal davon abiehen, sie zur Rechenschaft zu ziehen, hoffen aber, daß die Herren sich dieses zur Warnung dienen lassen. ** Kleine Mitteilungen. Ter o b e r b c i j i f d) e Bauernverein plant in Friedderg die Errichtung eines Lagerhauses. - Die Tochter eines Mühlenbrsitzers zu Gricd et zog tick beim Eisläufen in Butzbach eine» Beinbruch zu Am Sonntag sang in S ch w i cka r ts hg n s c n die Einwrihmig einer V e t e r an e n t a s e l in der Kirchc- statt. Die Tafel ent hält die Namen non 48 Teilnehmern aus 4 Kirchspielen. Kreis Lantcrbitch. F6. Irischbor», 25. Ja». Einer der Thüringer Fichl en za vsen brechcr, die in unseren Wäldern ihrem gefährliche» Geivcrbe »gchgehen, siel am Samstag atcnd von eineni Baiiinc und wurde tot in dos hiesige Leichen- hans gebracht. Ter Biann ist verheiratet und hinterläßt Kinder. 1- ii^riedberg, 25. Jan. Gestern abend iond im Feitiagle des Holet Traoo der A b f c6 1 1 b 6 t o in in e r ä mit daraus iolgendem Ralle der -Abiturienten des Lehrerseminars statt. Der ae- somte Lehrkörper, viele aeladene Gä'ie, die -Aiigeböriieir der Ab» aebenden loaren erickienen. Noch einem Festmaricki der Gießener ReaimeiitSiniisik t'egriißie Seminarist Born die Ersebieneiien. Tie nestred«i hielt Abiimient RI nller, der iiir das LchrgehänSe ein graues Bild. .Fvhigenie", iibmeiehtr. Seminar-RInstttehrer Höcker bnnrtc in bewegt „ Woiten. 8 B a d - N a u h e i m , 2.5. Jan. Ter Berzirksverbmid bcr Ge werbevereine des Kreises Friedbcrg hatte heute nachmittag ins Restaurant Burk zu einem Boiftrag ein» geladen, der leider iiur schtvach besucht tvar. Reckilsanwalr K a >i s m a nn-Gießen sprach über „Was muß ein Handwerker über seine Pflichten und Rechte als Mit- ß '-V' ■■ c ,' n C r l Genossenschaft mit unbeschrankter oder • < Haftung wissen?" Ter auskläre nbc, durch viele Beispiele aus der Praxis trefflich erläuterte. Vortrag befaßte sich eingehend mit der Geschichte der für» nossenschasken, mit dem Genosseuschastsgeseti »nd mit dim Genossenschaften. Die rieseren Oiründc der Krisis un he,suchen Genossenschaftswesen fanden eine anscktanliche Erklärung Austnhriich behandelte der Redner auch bir Piiichten des Vorstandes und des Lluisichtsrats, sowi-e,di - ^ ^ Genossenschaften mit unbeschränkter . °'we mit beschrankter Haftung. Aus beachtenswerten runden warnt Rechtsanwalt Kausmann vor diesen Umwandlungen und auch vor Austritten gerade in der Zeit der Krisis, die uberitaiiden werde» müsse. Die Handwerker soltten gerade jetzt nicht skeptisch sein und die Genossen- schäften, die auch schon viel Gutes geschaffen hätten, Hoch- Halten, Tie schweren Stunden, die da» hessische Genossen schastswesen durchgemacht habe, seien eine ftranlheirsersche:- nung, die aber läuternd wirten »nd eine neue Basis schaffen werde für eine gesunde Weiterentnncklnng Dem Redner wurde reicher Beifall zuteil; der Versammlungsleiter, Stadtverordneter Knipp, sprach den Tank für die lehrreichen Ausführungen aus In der Aussprache betonte Handelslammcrmitglred Hartmans, S i o I l, der erste Rechner des hiesige» Spar- und Vorschns;vcreins, daß die Krisis in Hessen nur das landwirtschaftliche Geiwfsenschast-->w-s,-n betroffen habe; wir hatten in Hessen auch vorzügliche Genossenschaften. lieber eine Reihe von Fragen, die aus der Bersanrmluiig gestellt wurden, erteilte Rechtsanwalt ftans- niairn noch die gewünschte Auslunsi. -- Bad - Na » h - im. 2S. Jan, Ti- G c s a in t i r c g » - „ - des Bades in, Jahre ISI3 betniq 3 4 -51 K „ rgSIIe. wovon 25 147 T-Iitsche IMS 9804 Ausländer waren. Bäder wurden in», iicsamt 410 520 abgeaeben, und zwar wurden ne'etliM: 441672 , den staatli he» Badedänler», 2 289 in, BadedanS dcS ftonitzknsii-Is und IsööO im Elilal' ldlnnis. Nach Bäderarten verteilt sied tieie Lninnie iolaenderniaben: 53S Brnnnenl'äSer, 27-21 Solbäder, IL3II4 Tderinalbäder, lZ7L2I Tlirrniallvriidell'ädce, 17,83.77 Svrndelbäber, 189 Tnseliebäder, 2816 Snhwalserdäder, 36! -I„oor- bndcr. Die büän'le Tngcsbäderznhl ain 21. Juli betrug 3352, „nd zwar 271 Solbäder, 105 Thermalbäder, ligj Thermallvrndel- bäder, 1262 Sprudelbädcr, 18 Sübwasscrbädtr Nild 3 Moorbäder. Starkenburg und Rdeinhcsfcii. rm, Darmstadt, 2», Januar, Am Samstag mittag war zn einer inililärischen Uebung bei Groß-Karbeu und Rodheim eine kombinicrlc D'viston' aus den Truppenteile» der Garnisonen Franksurt, Offcnbach, Hanau und Fricü- bcrg, bestehend aus Jnsantctic, Arlillcrie, Ulanen, zusammengezoge», auch eine Feldproviantkolonne war au« gerückt. Der kommandierende General des 18, Armeekorps Exz, v. Schenk, wohnte der Ucbilng ebenfalls bei. Kurz oor Beendigung trat die 63, Artillerie aus Frankfurt noch- inals in Täligkcit, wobei ei» Kanonier die große Unvor- sichligkeil beging, vor einem Geschütz in Entfernung von zwei Metern von der Mündung vortiberzulausen, al« gerade eine Kartusche abgeprotzl wurde. Der Manu wurde von einem Teil der Ladung in die Seite und in den Oberschenkel gelroffen und schwer verletzt. Er wurde bewußtlos nach dem Lazarett gebracht. rm. Bcnsheim, 26. Jan. In Bensheim au der Bergstraße ist heute nacht gegen zwei Uhr in dem Toppclhansc der Baugenossenschaft an der Lorscher Straße ein Großseucr «msgebrochen, das sich auch über das Treppenhaus ausdehnte, so daß die Bewohner nur mit Mühe durch die Fenster gerettet werden konnten. Ein 20 Jahre altes Mädchen verfehlte die Rcttungslcitcr und siel ans die Straße. An den erlittenen Verletzungen starb es. Ter Schaden ist bedeutend, Kreis Dkhlar, — Wetzlar, 25 Jan. Heute früh 5>/< Uhr wurden in Wetzlar wie i» den Nachhargenieinden Erschütterungen, v:rbl»idcn mit donnerartigeni Geräusch wahrgcnommen, Die Erschütterungen und das Geräusch waren so stark, daß die Leute besoigt die Bette verließ, n. Wie es sich später hcraiis- stelltc, handelte cs sich um eine Explosion auf der den Budcruswerken gehörigen Sofienhütte, die dadurch cnt- standeu ivar, daß glühendes Eisen in das Kühlwasser gelaufen war, ein nicht seltener Borgang, der diesmal mit besonderer Heftigkeit austrat, sodaß die Explosion stundenweit gehört und verspürt wurde. Lcrunglückl ist niemand; auch ist kein Schaden angerichtet worden. Hessen-Nassau. = Marb»rg a. L„ 2b. Jan. Heute nacht verschied der Seniorchcs und Begründer des Frankfurter und Mar- burgcr Bankhauses gleichen Namens Baruch Strauß im Aller von 72 Jahren, ss Marburg, 25. Januar. Unter einem eig-nartigen Mißgeschick hatte der gestern abend von den vereinigten hiesigen Kricgcrvereinen in den Stadlsälen vcranstaltckc Kommers zur Feier des Geburtstages unseres Kaisers zu leiden. Der Saal ivar vollzählig besetzt und an der Tafel des Präsidiums fanden sich nach und nach die Spitzen der Zivil- »nd Militärbehörden, darunter auch der Kommandeur des hiesigen Jägcrbatailloiis nebst einer Anzahl Ossizierc, ein. Allgemein tvnnderte man sich schon darüber, daß der Kommers trotz der vorgeschrittenel, Zeit nicht begonnen wurde, bis der Leiter der Veranstaltung die überraschciidc Mitteilung machte, daß infolge eines Mißverständnisses die vor zwei Monaten für den Abend bestellte Jägcr- kapcllc ausgcblicben und eine andere Musik nicht aufzulrcibe» sei, ES blieb weiter nichts übrig, als sich ohne Musik zu behelfen. ss LaaSphe, 24. Jan. Hier ivurde ans einer Eisenbahn- nbcrsahrt ein Gciährt de? Landwirts Birkelbach aus Leimstruth. der EiS nach der Bierbrauerei Bosch brinaen ivolltc. von. Frühzug der Baku Marburg—Kreuzlhal überrannt. Ein Pferd wurde getötet und der Wage,i- snhrer schiver verletzt. — In der Gießerei der Charlotten- hütte zu Niederscheld leate sich in der vorletzten Nach« cin junger Arbeiter namens D-buS zum Ansrnhen in eine» außer Betrieb gesetzten GaSoken, Jedenfalls sind jedocb dort noch gistige Gase vorhanden gewesen, denn der jung, Man» wurde gelter» morgen als Leiche oniaefunden. — Front! »rt, 28 . Inn. Ter Billetverkaus i ü r die Zirkus Carrs-Festlvi-'lc IN sira-iksiiri >tt in bei Zigarreiigt ctiätieu von Hol, eiiioer'rinel worden, Tiickior Earre hat das aro-'-e Maquis »iNer»o»»»e», ieiu Rie'enproarainm von 80 Atiraktione» in icder Borstellnng z» drinqcn. In München, Berlin „nd Brüh» wurde das Gailspiet des Erlolges halber in» zioei Tage verlä»q«>t. _ — Ter ordentliche Professor Geh, Rat Tr. Eduard S ch w a r tz von der Universität F r c i b u r g i B r, und der außerordentliche Professor Tr. Otto Oesterle von der Universität B e r n sind zu ordentlichen Professoren an der Universität S t r a ß b u r g i, E. ernannt worden. T ic Sclireckeiistatrn des Lehrers Wagner vor Gericht, - Heilbronn, 26. Jan. Tic Schreckens» tcn des Lehrers Wagner aus Teqerloch, dir Aniang September v I. iveit über die engere Heimat binans allgemeines Entsetzen hervor rirrrn, werden nunmehr, nachdem die Voruntcrsuchttng abge schlossen ill, der Aburteilung durch bas zuständige hiesige Schwurgericht unterliegen, Var dem bereits Termin -,ur Hauvtverhand lung angcsetzt ist. Die A n I l a g e lautet aui fünf vollendete Morde in Degerloch, zrtm vollendete Morde in Mühidauien, zehn versuchte Morde in Mühlhaisicn und neu» Pcrbrechci, der vorsätzlichen Brandsliitung, vermischte». ' Gcldverkaufe an der Grenze, Das „Berliner Tageblatt" meidet ans Brüssel: Seit langem kaufen Leute in Belgien Fülisfrankcnstnckc ans, lauschen sie an der srn», lösischen Grenze um und erhalten für ihr Silbcrgeld Papier geld, das einen sehr beträchtlichen Aufschlag habe. Diese Scheine müssen von Jedermailii gegen bares Geld eingc lauscht werden und io verdiriten die Leu'c an 1000 Franken Silbcrgeld 65 Franken. Diese Berdiciistqiiclle hat cin Heer von Händlern angelockl, Jni belgischen Staate geht das gemünzte Geld imßicr mehr aus und Belgien muh zu erhöhtem Satz von Frankreich Geld zurückkause». Die Grenzpolizei ist deshalb ans die Lcnlc aufmerksam ge macht worden. Vorläufig erleidet der belgische Staat durch diese Verkäufer in jeder Woche eine» Verlust vop 12 000 Franken. Nordscel> ad Aittdün aui A in r » »i. Tie Aussiih- rung der llierschutzmauer am Wittdüner Süditrand Ivurde der Firma F, E, Rcincke & So., stiel, übertragen. Dieses für den Schub de« Ortes io außerordentlich wichtige Bauwerk wird mit einem Kosten ausivand von 255 000 Mar! errichtet. Aach See zu ivird der Mcercs- schutz begrenzt durch eine besonders starke Mauer, deren Tadle 2,20 Meter breit, deren Krane 0,50 Meter mißt und iidi 4,50 Meter über der »orniale» Fluthöhe erhebt. Durch Hinterfüllung »ach de» Tüncu zu wird eine Plattiorm von sechs Meter Breite gebildet, Tieie wird mit Bctvnplattcil belegt und mit cineni selten Holzgeländer be grenzt; während aui der anderen Seite eine kleinere Mauer >0,75 Meter Höhe- an die Düne anschließt, um bei dem imwadrschriu licht» Fall der llcberslulung der großen Mauer einen zweiten Schutz der Düne» zu bilden. Ta die Mauer sich »UN in 000 Meter Länge an dem «traud entlang zieht, wird diese Plattiorm mrt ihrer sechs Meter Breite eine so ideale Wanbelbahn bieten, wie sie bisher keinem Bade zur Verfügung »trist Ter hier promenierende Gast wird nicht nur »i geringer Höhe über dem Meere die zerstäubende» Satzteile der Sec einaturen löiiiien, solider» wird durch die Düne vor Nord- und Oslwinden geschützt, selbst bei stärkstem Winde sich stundenlang der am Südstrande so besonders günstigen Wirtunq »an Teeluit und Sanncnlichi aussetzen können. Es ist daher sicher, daß die Mauer nicht nur Wittdün im Winter in de» Unbilden der Witterung schützt, sondern auch sin Sommer den Verehrern unsere« Bades neue hinzujührt, * Eine flute Tat, Eine in liefe Trauer gekleidete alte Dame geht langsam, aus den Arm ciiics Begleiters gestützt, in den Ehamp>> Elhsecs spazieren. Ein alter, düritig gekleideter Man», dem man die Kälte und den Hi-iiig-r a-i? den hohlen Augen und den zitlcriide» Gliedern abliest, schleppt sich mühsam an ihr vorbei. Obwohl er mit keinem Wort und keiner Gebärde um ei» 'Almoicn bittet, öisnci die Tome in Trauer ihre Börse und ivitt ihm eben ein Geldstück in die Hand drücken, als plötzlich ein Polizist ans taucht. „Ich habe Sie beobachtet," sagt er barich uird legt die schwere Hand lest aui die Schulter des fast :uia»,inenbrrcheiide>l Alten. „Ich veihastc Tie wegen Bettelei." Lcbhri, ivendei sich die Dame in Trauer dagegen. „Sie irren sich wirklich, mein Herr," sagt sie eitrig zu dcm Polizisten, „wir beide aui den Allen deutend hatten NUS eine alte Rechnung zu begleiche-»." Dann ssimim sie eine Hundestiranlnote aus dem Por.emonnaie und drückt sie dem Alten in die Hand. „Nicht wahr, jetzt ist alle« richtig, nun sind wir quitt?" sagt sic mit einem freundlichen Lächeln. Ter alte Main, bleibt in seiner Freude stehen und murmelt Segcnsivünscktz- für seine Wohltäterin i der Polizist geht kopsschüttelnb weiter, und die ft’ atscrin Eugc » i c setzt ihren Spaziergang fort. * R eichtü III c r aus Feder n. Daß man aus Federn recht stattliche Einnahme» erzielen kann, beweisen die jüngsten Erfolge der Straußenfedern »i Tüdasrila, über die ein Ausiatz des „East Asrican Standard" Ausführliches mitteilt, Tie neue Industrie hat einen ungeahnten Ausschwung genommen und verspricht, de» Eigentümer» dieser Zuchtfarmen geradezu Reichtum.-, in den Schoß zu werfen, Fil 12 Monaten wurde» 547 700 Pfund Straußenfedern aus Südafrika epvvrtiert, die einen Wert von rund 30 Millionen darstellcn, uns diese Zahlen Ivcrbcn stäridig steigen, da die straußenzucht sich immer mehr ausdehnt. Bereits heute sind in der Ttraiißenfederninduslric Tausciidc von Personen bcichältigt, die ihr gutes 'Auskommen diesem Erwerbsziveige ver- danlen. Ta die Strauße aui dem gewöhnlichen „Vcldt", bas für die Rindviehzucht völlig ungenügend iväre, gezüchtet werden tönnen. io ist cs möglich, dabei ionst gar Nicht oder wenig brauchbares Land zu verwerten, Ter Handel mit Stranßcnsedern vollzieht sich auch in viel beguemeren Formen als der mit Vieh. Statt des beschwerlichen Transportes der Tiere über Berge und Felder, kann man eine Fahresernte von Fcdeni aui einem einzige» Karren begucm jortbringen Tie Zucht ist aui Gnind der Erfahrungen, die mau nun erworben hat, außerordentlich verbessert morden. Tie Erträgnisse sind sehr bedeutend. Bei einem normal entwickelten Strauß, der Mit Luzernen genährt wird, taun mail aui drei Fever ernten innerhalb von zwei Jahren rechnen, und da ein mit Luzernen besäter 2Icre drei Tiere gilt ernährt, so dort man den itzewinn bei jeder Ernte pro Vogel ani 100—110 Mark durchschnittlich ansctzc», Tie Straußen -,lichter von Südasiika verstehen es letzt, die Tiere so vortresslich auszinoädle» und auizuziedcii, daß sie ivcnig Schaden haben und vorzügliche^ Federn erzielen. Tie ge iündcstcn Tiere, die die stärksten und besten Federn haben, sind die, die während der Zucht dem Einstuß verschiedenartiger Lebens- bedingungcn und verschiedenartiger Kkahruug ausgesctzt Iverdc». ’ Ter gewiss c n hast e P r- ä f e k t. Folgendes hübsche Gcschichtchen vom niohlbckaniiteu französischen Bureaukratismus wird in einem englischen Blatte erzählt. Eines schönen Tages uivtängt der Minister für Landwirtichalt eine Trahimig mit dem Bcrmerle „Tringcnd", Das Telegramm enthielt das Ersuchen ines Präfekten, ihni einen Kredit von — 10 Centimes cinzu raumen und zwar zum Zwecke der Rückzahlung gedachter Summe sür beschtagnahmtes Fleisch, Weitere Erklärungen waren nicht bcigesügt, sondern der Präsekt bezog sich mir aui Kapitel 13 der Ticnstvoriibritten, Ter Minister, durch das ivuudcrliche Eriuchc» befremdet, schlug die Tienstvorschriilen aus und ia»d in ftavitel 43 die Bestimmung, daß alle Rückzahlungen der kveziellcn Genehmigung des Herrn Ministers zu unterbreiten feien, Tic Sache war richtig — der Präickt hatte den Buchstabe» des Gesetzes getreu lich befolgt, Ter Minister abinte denn dies löbliche Beispiel nach, aber im Zntcresie der Erhaliung des Glcichgcwichtes des Staats baushaltcs erteilte er ibu> die Olnlworl uickn aui dem Trahiwege, sondern in einem gewöhnlichen Briese, der 10 Eentimcs Porto kostete. Das Porto bezahlte er überdies aus seiner Prioatlaiche. So ivar der gesetzlichen Form Genüge gckersttt Nild zugleich ein schönes Beispiel von -Svarsamkcit gegeben. * S o in 1 n ft i n c n Onkel oam. Nachdrückliches Verbot. ,Nnn, warst Di, nicht sehr böse, wie er Dich küßte?" fragte Atand, ,0!a, und ob!" antivortclc ibre hübsche Skbivcner. .Und hast D» cs iln» nicht verboten?" ,2lber »alnrlich, ich hat« es ihn» iogar sechSnial verboten." — Ballgeipräch, „Fa, die großen Männer sind alle tot," lagt« sie mlt letrtstem Bedauern. „Aber die schönen Frauen nicht," antivorletc er ienrig, „lNatlirlicks sind die 'Anwesenden aus,s«n»»nn«n," fuhr sie »ach einigen, Nachdenken lort. „Selbstverständlich," kliminte er ein. Ta sah sie >ln> grob an »»d ließ sich ans ihren Plast zurücksiihren, — Fleh e n l- I i cl> c Bitte. Wegelagerer, den Spazier,länger mit seiner Wassi- edroheud: „Blöchlen Sie nicht einem armen Menlcksen Hellen, der nichts aui der Well besitzt als diesen geladene» Revolver?" — lijobltätigkeitSpreise. „Ich ,verde bei dem Wohltätig- keltsbazar Küise verkauien. 'Meinen Sie, daß 1 Dollar der Kiiß NI lener ist ?" „L, gcivib nicht, die Leine willen sa, daß sic bei so etivn« hochaenoiiiinen ivccdcn." — Ihr Maß st ab. „Sag mal, sindcst Du Ton, nellci wie Harri, ?“ „Aber gensiß, »in drei 'Anto- mobile iiiid eine Luxusjacht." — Untrüglicher Bcwei s. .Woher wissen Sie denn so genau, daß Broivn schlauer ist als Sic ?" „Ja, s he» Tie, er hätte auch meine. Fra» heiraten können — »nd tot'» nicht." viichtktijch. T i e P e r k e l rskar» c d er Rh c i » l a » de, die bereits in weite» Kreiie-Ii ln-kount ist zMnßitab I Hioomo, Preis 40 Psg.1, cncheint sacbei, in, Vertage E. Zchajinitz-Düsselisori. Diele Karte ist bis zur Otegenwart sorgfältig ergänzt. Sie reicht im Norden »on Bochoti bis Güter-slob, im Süden bis Landau und Metz, int Osten bis Paderborn, Marburg und Oilcnback,, gm Westiu bis Lüttich und Arlan, Sie enthält die kleinsten Orte, teilweise sogar die Gehöfte „nd ist in Vicriarbrndruck ftergestellt norden, „Unterwegs" von Earl Hedingcr. Wie cui „roter Faden" zieht sich durch die deutiche Lürik trotz aller Entireio duug vo» de» Goethesche» Ziele», die talimlvolle Oiade bei allen „Wellcrschütlcrnwollen" das Streben weniger Auserlesener, nach Klarhkii und Eiiiiachheil IN der Form zu ringen. Unter dr'n siiii.s sie» diese! Talente ist hier Earl Hedingcr zu lieiinkii. Eiiscaden, artig rausche» seine dick»eriich>-n Ergüsse von ihn, ab. Ec- lieg etwas wuchtige«, sa tilanr-ndasies in der Anhäusiing feiner lll,-» dantensülle. .Koiiiiiiissionevertag Maier Leipzig, Preis t Mk.- Bmtlichkk Wetterbericht. O c s s c ii l I i ch e r W c t t e r d i c n st, Gießen. Weltcraussichtc» in Hessen am Diensta » den 27. Jan. 1914: Lorirncgcnd leolfffl, wänner-, einzelne Echneesälle, lcdhastc westliche Winde. Letzte rinctzriclrten. B c n i z c l o s in Berlin. Berlin, 26. Ja» Ter griechische Ministervräsideut Pc » i- z e l v ist heute morgen 6,10 Uhr »nt dcm Nordez-preß aui Babndoi Frtedrichstraßc cingetrofsen. Er zmirde vo» dem griechiickseu Gesandten empsange». ft i r ch l i ch e B e >v c g u » g i » Berti n. Berlin, 26. Fan Tie evangelischen Berbandsvereiuc hatlcii gestern eine össentliche Versammluna nach dcnr Zirkus Busch ein berusrn, die sich zu einer Kundgebung der positiv r i r ch l i ch e n E l e m e n t r- B c r l i» s gegciiübcr der 'Austiittsbewi-gnug nur der Landeskirche gestaltete, B c r u r t e r l u u z eines A r b e i t e r s c k r c t ä ri in Johannesburg, Fohan >icsbur i. 26. Fan. Ter Sekretär der Ort» gruvvc der Arbeiterpartei i» Sprina ist zu einem Monat Zwangsarbeit und ii 500 Mark Geldbuße verurteilt ivviden, weil er die Eiiigeborenen in den Bergnierken Spring z n in A » s st a n d e a u f g e > c > z t hattr. A n s b a n d c s F a m n » d c r Sec«. Köslin, 26. Jan. Oirmeinfam nitt bei» Magistrat habe» die von der jüngsten Sturniflut an der Ostsee besonders schwer Heini gesuchten Orte des Famunder Sees eine Bittschrift an das Ah gcordnetcnhaus gerichtet »nd darin um bic_ Errichtung einer Fischereihafens durch Ausbau des Famunder Sees grbcten. Mord aus Eifersucht. H c r s i 1 1 b j 26. Ja» Ter Arbeiter T a c » z e l drang geireru abend aus Eifersucht -in die Wobnung des Ehepaares Roth ein und verletzte die Ehefrau durch Mesierfttckic schwer. Die Frau ist aui dem Transport nack, dein Krankcnhmiie gestorben. 'Nach vollbrachter Tat wart fiel» der Täter vor einen nach Bebra a b i a h r e II d e II P e r j o n e n j u fl, wodurch ihm das rechte Bein vom Runipic getrennt ivurde. A u s „N pii Serbie n". Belgrad, 26. Kan. Landwirtfchastsniinifter Janko- witfch äußerte, die von ihm zur Prüfung der Lirtfchaflc- krrhältuiffe 'Neu-Serbiens entf,o,dlen Sachverständigen, in erster Reihe Deutsche, hätten das Land als so verwahrlost und rstckständig geschildert,- daß der Ent- schlns' schwer falte, wo zuerst mit Hilfe des Staates ein» gegriffen werden fotte. Eisenbahnunglück. Madrid, 26. Jan. Auf der Linie Ta» Sebastian — P a m v l o n a stieß cin Zug mit mehreren Wagen zusammen. E i» Arbeiter wurde getötet, mehrere Arbeiter wurden s ch w e r verletzt. ^ 7 ? m, o/aucen lOeriei Würfel a 10 Pfg. Pas neue.prakfisclicKochhilfsmittel! Im Moment ohne jede Zutaten . delikate Saucen beliebiger Art! Famose Gerichte auch ohne Flei sch! Wo nötig, Verkanfsntellen-Nachwcis durch die I dleinig. 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Colniers, Direktor des Landkranken- hanses i» Coburg, über 1318O vis Aufgaben des Roten Kreuzes im Kriege Erfahrungen aus dem russisch-japanischen u.dem Balkan-Krieg hin und empfehlen dessen Besuch. Der Borstaud. Erklärung. Ilm allen salscheit Gerüchten, die über mich verbreitet werden sollten, emaeaenzutreien, teile ich hierdurch mir. dab der über mich und meine ,>ra„ verhänaie Konkurs nicht von mir, sondern von der Getverbebank Kollar, bei der ich Miialied war und jetzt in Konkurs aeraien ist, anaenieldei wurde. Trotz einer beilimmlen Sunime, die ich zabien wollte, und hierfür eine Sicherheils-Önvolhek hinierlea e. die nach orisaerichiiicher Tare weil über meine 2(erinöaenSverhaiinisse hinausaina, bat man hieran! keine Rücknchi aenoiiiineii und verlanaie eine zweile Huvoihek eiinraaen zu lassen, die ich aber adlehnie. da es mir nie müaiich sei. dieselbe bezahien zu können. Dies iii der Grund, weshalb man mich einem.Konkurie »nlerworien bat. Ich bitte alle freunde und Bekannte, meine werte Knndlchaii und v'ieierainen. meiner ilrau, weiche das Ge ichäil weiter sühren wird, dasselbe Perirauen und Wobl wolle» eniaeaenzubrinaen, wie dies auch mir stets zu Teil aeworden ist. 8682 Konrad Nürnberger, Metzgermeister, Lollar. ! Eiotriit frei! Eintritt frei! Wichtig für Damen! Oeffentlicher Vortrag mit praktischer Anlcitnng über die ! Hontag, den 26. Januar. 3—5 Uhr nachmittags iiti Hotel «,Mehütz kk . Durch eine sachkundige Lehrerin wird gelehrt, [ wie jede Hausfrau auf ganz einfache Weise und J mit wenig Kosten ihre ganze Garderobe aus zar- i testen Stoffen und Farben, Plüsch, Samt, kurz alles, i was sonst in die ehern. Wäscherei gegeben wird, selbst chemisch reinigen ) kann. Jede Besucherin wird ersucht, irgend einen » zu reinigenden Gegenstand nebst einem sauberen ' Tuch zum Einschlagen mitzudringen. Reinigung [ kostenlos. , Zu zahlreichem Besuch des äusserst lehrreichen i und nützlichen Vortrages wird die Damenwelt vnn i Giessen und Umgegend hoff, eingeladen. |1294hv Bilanz Dfö lMsliiil-Pttcilis Jmifirinp (1 m. 0. ß. am 31. Dezember 1913. Aktiva. Jt An Warenvorrat 4298,65 „ ansstehenden Forderungen 5540,13 ,, Mobiliar 409,47 Passiva M Geschäftsguthab. der Mitglieder 1695,21 Warenschuldcu 6422,10 Vcrwaltuugskost. 292,22 Reservesonds 386,70 Reingewinn 1452,02 Zumuia 10248,25 Suninia 10248,25 Die Zahl der Mitglieder Ende 1912 ... 82 Es gingen zu im Jahre 1913..... 11 Es gingen ab...........3 Stand der Mitglieder 1913 90 Die Haftsumme beträgt 2700 Mk. und hak sich im Jahre 1913 vermehrt um 240 Mk. Direktor Lagerhalter Rechner Wilh. Wageubach. Jost Schlienbecker. Lud. Grölz. Generalversammlnn^ findet Samstag, den 31. Januar, abends 8 Uhr, im Saale des Wirts Emil Schäfer statt Tagesordnung: Rcchnungsvorlagc vom Jahre 1913. Vorstandswahl. _ Verschiedenes. 5-^7 CONTINENTAL Die bevorzugte Schreibmaschine Allein-Vertreter: Ernst Baiser, Mäusbnrg Sonntag, 1. ftcbrunr, 8 a Uhr, in Steins Garten 71m Zeichen des Tanao! 13141) Ilcberraschunnen. Veranüaunnen all.Ari Eintrittskarten im Vorverkaui Mk. 1.23, >ür Tarnen Mk. 1.— (an d. Kasse Mk. 1.38 bciiu. älff. 1.23) zu haben in d Geschallen Der Herr.: (8a. Todi, Plocksir.u.Mark,vI.. S 9oeb, Balmhosstr., 9. Scharmaiin, 9in- denvlatz. Germania-Droaerie lSeibeil, Franks. Sir.. Salomon L Cie., Schulstr., Rest. „Krokodil", Kaiser-Allee. Einirii) nur im Maskenkost. od. Geleüschas!-anz. Ziegenzucht-Bereitt Giesie». Sonntag, den I. Febrngr. nachm. 37- Uhr. Stadt Kassel Gencral-Pcrsaiinnliing. Ta gcs- Ordnung: Rechnungöablage, Bcridnersinttung. Herabsetzung der Prämien, Borstandswahb Verschiedenes. >1310 Da sehr wichtige Besprechungen vvrliegen, wird uni recht zahlreiches Erscheinen dringend gebeten. ___ Der Vorstand. Die langjährige ÜOpp an ^ er erste. 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