Nr. ly Erstes Blatt 164. Jahrgang Der Snzetger »schein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich «ietzeiierZamIIieitbleNer, zweimal wöchentlAiels: dloNkürdenKreirSiehen «Dienstag und Freitaa); zweimal inonatl. Land- »irlschastliche Aeitsragen Feruiprech - Anschliisse: >>'»- die Redaktion 112. Verlag it. Expedition öl Adresse Iür Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen iür d>e Tagesnninnier „ , ^ ^ - bis vormttiagz 9 Uhr. «oialionröruck ANS Verlag Ser vrühl'schen llniv.Such- UNS Steindruckerei «. Langt. General-Anzeiger sür Oberhessen Zreitag. 2Z. Zanuar t9H Beeng» > r-l#: monatlich 75 VI„ vienil» iährlich Mk. 2.20: durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bi.: durch dieBost Aik.2.—viertel- jädrl. ausschl. Beiiellg. Zeilenpreis: lokal I5tz!„ auSivärts 20 Bienniq. Lheiredaktenr: A (Soetz. Berauiwortlich iür den potit. Teil: Aug. Goetz; sür .Feuilleton", »Ver- mtjckiles" unS.Gerichts- snai": Karl Neurath; iür .Stadl nnd Land": „ . _ . _ . Kurt Bendt: iür den NeSaktion, Lrpedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Anz-igeni-ü: H. Beck. nzeiger Die heutige Nummer umfaht 14 Seiten. Tageskalendcr aus Äcm Jahre 1814. 23. Januar: Blücher erstürmt Ligny. Der Zeldzug gegen den Tabak-Geheimbund. Das Vorgehen der Dresdener Polizei gegen 23 Firmen der Tabake und Zigaretlcnbranche ist eine Folge der Anzeigen des in Dresden bestehenden Verbands zur Abwehr *cs TabaltrusteS, der in der Firma Georg A. I asm atz i den Mittelpunkt des amerikanischen Trusts in Deutschland erblickt und bekämpft. Der Generaldirektor di«ser Firma, Gütschow, halt, so lautet die Anschuldigung. die Fäden des Trustes in der Hand, er ist der Vertrauensmann der Amerikaner. Der amerikanische Tabaktrust ist schon ein ziemlich alter^Knabc, er besteht schon über 23 Jahre. James B. Duke, der Cohn eines Tabakfabritantcn. gründete ihn im Jahre 1890 zusammen mit mehreren Millionären New Parks. Der Trust nannte sich American Tobacco lio. und trat mit einem Kapital von 25 Millionen Dollar aus den Kampfplan. Er srast eine Konlurrenzfirma nach der andern auf. Tie Zigaretten-- und Pfeifen-Tabalfcrbrikcn, die Schnnpstabak-Fabriken (American Snuss Co.) und die Zi- garrensabriken (American Cigar Co.) wurden in dir Consolidated Tobacco Co. cingesangeu. Der Detailhandel wurde >902 als llnitcd Cigar Stores Co. vom Tabaktrust auf die Beine gestellt: diese „Abteilung" beherrscht in den Großstädten Nord Amerikas Tausende von Zigarrcnläden. Und damit der Ring lückenlos geschlossen sei,, gründete man 1905 noch die National Cigar Stands Co., die sich mit unzähligen Verkaufsstellen in den Apotheken und Gasthäusern einnistcte. Bereits im Jahre 1907 beherrschte der Trust 80 Proz. der ganzen Produktion an Rauch- und Kautabak, 93 Proz. des Schnupftabaks, 80 Proz. der Zigaretten, 75 Proz. der kleinen Zigarren nnd 13 Proz. der Zigarren und Stvgies. Ter Tabaktrust fühlt sich ans dem Wege nach einem Wclt- monopol zur schrankenlosen Ausbeutung nicht nur der Konsumenten. sondern auch der Arbeiter. Gelingt es dem Tabaktrust mit allen seinen geschlichen und ungesetzlichen Mitteln, mit dem brutalen Ausschallen jeder »onlurrcnz, mit der zeitweiligeil Preisschleuderci und raffiniertesten Unterbietung, zu seinem Ziele zu kommen, so wird er keinen Augenblick anftehen, Preise zu diktieren, die den Konsu- menteu die .Haare zu Berg treiben. Ten Arbeitern ist es bereits air de» Kragen gegangen. Zuerst lockte der Trust die Leute durch ausfallend hohe Löhne au sich, um ihnen heute l0 bis 13 Proz. weniger zu zahlen, als der Tarifvertrag bestimmt. Ter Trust hat auäi die Pächter der Tabatsirme.tr proletarisiert. Ter Trust zahlte eines Tages den Pächtern, die auf ihn angewiesen sind, nur noch ein Zehntel Prozent über den Herstclluugswert, so daß die Pächter nur noch 7,3 Cents bis 1 Dollar pro Tag verdienen und davon noch die Hälfte an den Bodeneigentümer zu zahlen haben, ein wirtschaftliches Kunststück, das einfach nicht gelingen konnte nnd die Tabatbanern zur Verzweiflung treibt. Präsident Wilson hat sich auf den Kampf gegen den Tabaktrnst bereits eingerichtet. Er geht von dem staatswirtschaftlichen Standpunkt aus,, daß durch den Zusamnienschlust der großen Zigarrenindustrien sür alle Tabalfavrikatc nicht Nur ein Beharrungsvermögen auf dem Markte erzwungen, sondern daß vor allem die Verbesserung nnd die Güte der Fabrikate künstlich an einem gewissen Punkte festgehalten wird Wilson bekämpft vor allein den Trust als Kapital- probfem. Um die Zinsen für das zu den Riesenankäusen geliehene Kapital, für dir Aktien und Obligationen zu beschaffen, nruß das Volk durch immer höher getriebene Tabakpreise außerordentliche Extrasteuern entrichten. Ter Tabaktrnst sei also, so ist der Gedankeiigang, dir vcrschwende- rischste und unölonomischste Art der Jndustriesührung. Wilson steht auf dem Standpunkt, ein privates Tabakmonopol NM feinen Preis zu dulden nnd aus diesem Standpunti will c» seinen Kampf durchfechten. Er hat sich über die unzulässigen Mittel, die bisher zur Ausbreitung des Trustes angewandt wurden, genau informiert nnd stützt sich in seinem Vorgehen auf das Sherman-Gesetz, das schon seil 1890 in Kraft ist und seitdem durch verschiedentlich« Verschärfungen ergänzt ivnrde. Wilsons Kampsprogramm lautet: Ter Anfänger in der Tabalindustrie darf nicht erdrosselt nnv erdrückt werden: man darf seinen Kredit nicht verkümmern; es darf keine Drohungen gegen Verbände geben, die einem Konkurrenten Rohmaterial verkauscn: es darf keine Entziehung von Rohniaierial geben und keine geheimen Abmachungen gegen den kleineren Wettbewerb. Tie deutschen Behörden wollen ihren Feldzug, wie cs iK'ifit, aus Grund der SS 128 und 129 des Reichsstrafgesetz' buches gegen den Tabaktrnst einleiten. Tb man mir Anklagen wegen „G c h e i m b ü n d e l e i" wirklich durchkommen wird, ist noch sehr die Frage. Wohl kein deutscher Richter betrachtet den Tabattrust als „staatsgcsährlrche Organrsa- tion", nnd nur gegen solche geheimen und widersetzlichen Berbiuduuqcu wurden die gcuaunteu Ltrasdrohuugeu bis- bcr angewandt. Die strafbare Handlung der deulschcu Trust- sirmen soll darin gesucht werden, daß sie sich weigerten, der Regierung das Material zu der geplanten Enquete über ihre Beziehungen zum Trust herauszugeben. Ist das aber iKcheimbündelei? Sollten die deutschen Strafgesetze wirklich keine andere Handhabe bieten? Vielleicht gibt das Kampf- Programm Wilsons auch für uns kriminalistische Anhaltspunkte. Der hessische Staatsha tshal svoranschlag im Zinanzausschutz. rb. D a r m st a d t, 22. Jan. Der Finanzausschuß der Zweite» Kammer hat in seiner heutigen Sitzung den Rest vom Voranschlag des Ministeriums des Innern, den I u st i z v o r a n s ch l a g und den Voranschlag des Finanzministeriums erledigt, io daß vom allgemeinen Verwallungsvoranschlag nur noch die sechs Sckilußkapiiel übrig bleiben. Cs handelt sich aber hier, wohl gemerkt, zunächst nur um eine vorläusige Cr'cdigung, eine erste Leimig des Voranschlags, der sich darnach noch eine gcmeiniamc Be ralung mcl der Regier«:» »nichließen wird, sür weiche schon eine Anzahl Fragen und Dstsense zurückgestellt worden sind. Heute wurde zuerst Kap. 6.3, der Fonds sür viientiiche und gemeinnützige Zwecke, behandelt. Der Ausschuß beanstandeic hierbei, wie schon in früheren Jahren wiederholt, daß über diesen Fonds in Höhe von 167 270 Mk. keinerlei Nachweis bezüglich seiner Verwendung gegeben wird, jcdenialls aber ohne Einfluß der Landstände aus die Verwendung öiscntlichcr Gelder der Regierung zur Verfügung stand. Nachdem die Einnahme dieses Fonds durch die Abgaben der Feuervcrsicherungsgesellschasicn in Höhe von 128 000 Mk. sestgelcgi worden sind, sei es auch notwendig, daß an der Verwendung dieser Beträge die Kammern nmzumirken hätten. Tie gleiche Meinung wurde tut Ausschuß bezüglich des Jnoalidcn- sonds, Ausgabe 29 1.30 Mt., ausgesprochen: hi'rüber soll nochmals mit der Regierung in Verhandlungen cingetreien werden. Die Beratung wandte sich dann dem Kau. l0, Lehrerseminare usio., 'Ausgabe 393 69t Mk. (i. B. 389 716 Mk.), zu. Gegen dieses, wie gegen das folgende Kap., Volksschulen, 'Ausgabe 3 012 570 Mk., d. s. 7'2 700Mk. mehr als im Vorjahr und Kap. Turn- u. Zeichenunterricht 18100 M., criolglcn keine Einwendutzgen. Beim Kap. 42a Jugendpflege, wurde von einer Seite gegen die Verwilligung der von 15000 aut 30 000 Mark erhöhten Stimme überhaupt, prinzipiell aber auch gegen die Erhöhung um 13000 Mark für das Jahr 1914 Widerspruch erhoben. Kap. 43, L a n d e s - W a i s e n - anstatt. 175837 Mark. Taubstummen und Blinücn-Anstaltcn 130 336 Mark, landen Annahnie. Beim Kap. 4.3, Privat-Er- ziehungst und Besscrnngsanstaiien, 6000 Mark, wurde von einem Ausschußmitglied angeregt, diesen wohltätig wirkenden '.Anstalten eine», größeren Zuschuß zu gewähren. Kav. 69, Kreisgcvnicter, gab Beraniassung, die Lage des Geometerwesens in Hessen über haupt zu erörtern, besonders auch die schlechten Anstcllungsver- bältnisse der Geometer zweiter Klasse, sowohl in diesem Kapitel, wie auch im Kapitel Fcldbereinigung. Weiter wurden die Ber- hältnissc der Kataftcrgeoinetcr besprochen, die zurzeit lediglich auf Gebühren angewiesen sind. Nach eingehender Auseinandersetzung wurde eine nähere Rücksprache hierüber mit der Regierung in Aussicht genommen, in welcher der bisher ziemlich planlose Zustand organisatorisch behandelt werden soll. Tie Kapitel Landcs- kreditkasse, Landwirtschajtlicher Dispositionsfonds, Landwirtschaftliches Unterrichts- und Versuchswesen, Landwirischaitlichcs Vereins- und Genossenschaftswesen, Bodenmcliorations- und Wasser- versorgungswescii . und Förderung einzelner Zweige der Land- wirtschast, 336 806 Mark (gegen 350 821 Mark i. B.) wurden genehmigt. Beim Kapitel 75 a, Landwirtschastskammer, Slaais- beitrag 144 190 Mark, wurde von verschiedenen Seiten eine Er- hötiuna des seitherjaeii Zuschusses um 53100 Mark verlangt, welch letzteren die Regierung abgclehnt hat, weil die eigenen Mittel der Landwirtskt'attsfemmer sich io steigern würden, daß eine Er> höbnna des Staarsdei rags nicht crsordcrlich sei. Tie Beratung über dies Kamlel wurde schließlich noch zurückgcstelli, bis weitere Unterlagen iür die Bcnriciluna der Sache gegeben sind. Im Kapitel Eichwcscn wurde die Mehreinnahme von 40 000 Mark an Erträgnis'»», ans Grund der Reichsgescygcbnna bernhend als erferderlich b-zeichnct. Tie übrsaen Kaniicl des Ministeriums des Innern wurden ohne lveitere Aussprache angenommen. Bei Beratnna des B o r a n s ch l » g s d c s A n st i z m > n i st e - rittms. der insgesamt eine Ausgabe von 3 627 429 Mk. ii. B 3 597 433 Mk i und eine Einnahme von 1 965 660 Mk. (i. V. 1 942 960 MI.) ausweist, ivurde u. a. auf die ungünstigen Verhältnisse der Gerichtsaiscssore» binaewieicii. die ais-..lanae a-s An- stellnng zu Watten hätten, wiewohl eine ganze Reihe von Stellen, die prorisori^ch von Asse'soren verwaltet werden, sich als dauernd notwendia herausaestell« liätte. Tie Verwaltung von Richterstellen durch nichianqesteltte Assessoren habe auch in den Augen des Pn- biitnms graste Schäden. Ebenso wurde die^Lage der 'Akinariats- o'stüenten, iür we'-st- im Budget 10 neue Stelleu uaraeseb-u ii"d.. bespioche», und hierbei auck der Umstand eröttert, da» besonders durch die Einrichtung der Grundbücher und deren Fort- sübrnng eine ganze Seihe von Stellen sich als notwendig hcraus- qestellt hätten, die nie mehr entbehrt werden könnten. Tic 'Äivi- ranlcn a»i die Hil>sqcrichlsickreiber- nnd Gericknsschreiberftellc». sollten fürderhin nicht unter die Schrcibqchilsen beim Amtsgericht gestellt werden, weil sie die -tuwarlschaft aus höhere Stellen durch abgelegte Prüfungen erlangt hätten: deshalb dürsten sie auch nichg in die Reihe der Tchreibaebilsen auszunchmen sein. Diese Beanstandungen werden demnächst noch mit der Regierung behandelt werde». Die Kapitel: Zellenürusanstalt Butzbach, Landeszuchthaus Mgrienichloß und Kriminalkassen erqaben leine Beanüandunacn. Beim Kapitel Zentralbauwcsen wurde beschlossen, die Prüsuna der angeiorderten Neubauten und größeren Herstellungen: Letzte Ban- -a’c für Herstellungen im Provinzialarresthaus zu Darmstadt 7850 Mk. n»d sür Berstärkung der Anßeninaucrn 8730 MI., sür -für Zentralheizung im Amtsaerichtsaebäude zu O'ienbach 185"0 Mark, iür tie Herstellnng der Tberamts-ichiettn'hnung uiw. im Pfälzer Sch'oß zu Groß-Umstadt 61.30 Mk.. sür eine» Anbau am Amtsgerichtsgebäude zn Höchst i. O. 23000 Mk., sür Mobiliarbeickiasjuiig im Amtsgettchtsgcbände zu Bad 'Ir a»- heim 38iX1 Mk., sür Einiührung einer Zentralbeiznng im Amts« gerichtsaebäudc zu Fricdberq 9700 Mk. »na iür Einiübruna der elrkiri'ckicn Beleuchtung im Lgnde«z'"st"'—'- "" a r > c » s ch l o ß 400lX) Mk.. soweit als er'ord-r'ich durch Besichtignnacn vorm- nehmen. Im Kavitel: Allacmeiner Fonds für Bertretungs- und Aushiliekostcn uiw. 20.3000 Mk., wurde das geinrdertc Mehr von 3000 Mk. gestrichen, ähnlich wie eine diesbemgliche Mehrsordernng im Voranschlag des Ministettums des Innern. — Die gesamten Kavitel des Ministeriums der Finanzen (Kav. 98 bis 1131. das Einnahme uou 41-3 9°9 Mk und eine Ausaabe pan l 649 916 Mk. animeift, boten mit Ausnahme der Frage über die Tcaanisatron des Geometerweieus. die noch m.tt der Regierung de» bandelt werden soll, zu Beanstandungen keinen Anlaß nnd wurde endaültia durchaeivrochen. Tie Fortsetzung der Beratung erfolgt am nächsten Mittwoch. Aus den Aeichstagsans^düsk-'n. :: Berlin, 22. Jan. Ter Budgctausschuß setzte die Beratung des Post- Voranschlags fort. Ein Konservativer ist gegen die übermäßige Verwendung weiblicher Hilfskrüslc. Tie Postvcrwal- tung kehre dabei zn sehr den finanziellen Standpunkt hervor." Der Staatssekretär bestreitet das. Eine weitgehende Ersetzung von männlichen Beamten durch weibliche sindet nichl statt. Im Fernsprechverkehr sind die weiblichen zweifellos vorzuziehen. Ein Sozialdemokrat spricht für die Frauen im Posldienst, aber ihre Bezüge müßten verbessert werden. Ein Zentruinsmitglied warnt vor einem Zurück, weil sonst der Andrang zu den mittleren Stellen wieder wüchse. Natio- nallibcrale und Bolksparteiler beantragen eine Entschließung, die um Erhöhung der Tagegelder der nicht etats-- mäßigcn Post- nnd Telegrapheitassisfenlen ersucht. Das Zcn- trum crgünzl sie durch die Forderung aus Erhöhung der Gchilsimieugchältcr. Tie so ergänzte Entschließung wird angenommen. vcutkcbe» Ucick». Tie A n s r a q e n ii b c r Z a b c r n werden nach dem Beschluß des 'AelteheuraiS des Reichstags mn Freitag und Sonn abend verhandelt werden. Gleichzeittg mit de» 2ln- sragcn werden die, den gleichen Gegenstand behaudelndeu Anträge der Forlschrirlsicheu Bolkspartci, der Elsässer, des Zentrums und der Natioualliberalin aus die Tagesordnung gesetzt werde». Der Antrag der uatioualliberalcu Fraktion lautet: „Der Rcickislag wolle beschließen: Der Reichstag nimmt davon Kenntnis, daß eine Nachprüfung der Dienstvorschrift über den Wasfciigebrauch vom Jahre 1899 angeordnet worden ist, nachdem sich bei den jüngsten Ereignissen in Zobern Zweifel daran ^ergeben haben, ob diese Vorschrift die Befugnisse der Zivil- und Militärbehörden richtig abgrcnzt. Der Reichstag ersucht den Herrn Reichskanzlei:, das ErgebfuiS dieser Nachprüfung baldigst dem Reichstag bekam,t zu geben." Während der" Antrag der Fortschrittspartei in Form eines Gcsctzcntumrfs eine reickisgcsetzliche Regelung des Eingreifens der Militärgewalt bringt, über- lassen es die Anträge des Zentrums und der Naliouallibe- ralen der Regierung, die Zweiscl von sich aus zu beheben, wobei allerdings der Zentrumsantrag bereits eine gewisse Direktive gibt, indem er Bestimmungen zur Sicherung der Besiignisse der Zivilgewalt fordert. D i c c l s ä s s i s ch e n A b g c o r d n c t e n haben mit Unterstützung der Polen den Antrag gestelll, in Anbetracht: 1. des durch das Vorgehen des Obersten v. Reuter in Zaber,' entstandcuc» KousliktS zwischen der Militärbehörde und der Zivitverwaliung: 2. der Meinungsverschiedenheit zwischen der Militärbehörde »nd der Mikitärjustiz einerseits und den, Unterstaatssekretär des Innern im Ministerium sür Elsaß- Lolhringen andererseits über die Gültigkeit der preußischen Kabincttsorder von 1820 in Elsaß-Lothringen: 3. der Gc- sahrcn, welche sür die öffentliche Sicherheit nnd Rechtsordnung, für die persönliche bürgerliche Freiheit aus dieser Rechtsungewißhcit sich ergeben, die um so größer ist, als sür die in Elsaß-Lothringen stehenden baßcrischcn Truppcu- tcilc andere Vorschriften gelten: den Reichskanzler zu ersuche», baldigst einen beschleunigten Gesetzentwurf cinzu- bringen, welcher die Befugnis der bewaffneten Macht zur Ausübung der staalsichcu Jwangsgcwalt für das Reich nn- heitlich regelt „nd der Rechtsaufsassung Geltung verschafft, daß das Militär nur auf Requisition der Zivilbchördc zu polizeilichen Zwecken verwendet werden darf. Tic W i r t s ch a f t l i ch e B c r c i n i g u u g hat zur zweiten Lesung des Voranschlags für das Reichsantt des Jiineru beantragt, den Rcichslänz'er zu ersuchen, eine Vereinbarung, unter den verbündeten Regierungen dergestalt anzuregen, daß bei Anträgen auf Namensänderung zairück- haltcnd verfahren ivcrde, jedensalls bestehende ' deutsche Namen nichl verliehen, sondern ini besonderen Falle, z. B. bei Schändung des Namens durch Verbrechen, dem Antrag steiler die Erlaubnis gegeben werde, in Zukunft den mütterlichen Namen zu führen. — Die Wirtschastlichc Vereinigung bat ferner zur zweiten Lesung des Voranschlags für das Reichsamt des Innern den Antrag gestellt, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage den Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung der R ei ch s v c r s i ch e« riingsordnung vorzulegcn, der folgende neue Paragraphen enthalten soll: § 572a: Ist die Rente ganz oder teilweise nach dem Arbeitslohn berechnet, so tritt mit der Erhöhung des Ortslohns auch eine entsprechende Erhöhung der Rente ein, auch der Hinterbliebenenrente. Maßgebeui, ist der Ortslohn desjenigen Bezirks, dessen Ortslohn sür die erste Rentenfestsetzung galt. § 941a: Ist die Rente nach dem durchschnittlichen Jahresarbeitsverdienst berechnet, so tritt ebenfalls eine entsprechende Erhöhung der Rente ein. Das gleiche ist der Fall bei der Berechnung der Rente nach dem monatlichen Durchschnitt. Tie B c r s ch i e d c n h c i l der O r t s l ö h n e De» höchsten Ortslohn hat die Insel Helgoland mit 5 Mk.. der jedoch wegen der dort herrschenden außergewöhnlichen Verhältnisse außer Vergleich bleiben darf. In allen übrigen Orlen des Reichs schwankt der Ortslohn sür Arbeiter über 21 Jahre zwischen 4,30 Mk. und 1.50 Mk. Der höchste Satz findet sich in Wilhelmsburg im Bereiche des Obcrversichc- rungsamts Lüneburg, cs folgt München mit 4,30 Ml. und Geestemünde mit 4,20 Mk. Der niedrigste Satz für ganz Deutschland, 1,50 Mk., sindet sich in der Stadt Königsberg N.-M. im Bereich des Obervcrsicherungsamts Frankfurt lOder). Tie Reichshauptstadt mit ihren Bororren Hai einen Ortslohn von 4 Mk., der sich aber auch in einer Reihe anderer Städte sindet, nämlich in Emden, Wilhelmshaven, Buer (Westfalen), 'Arnsberg, Stuttgart-Rüstringen und Wangerooge in Oldenburg, Lübeck, Bremen, Bremerhaven und Metz. Lrtslöhne unter 2 Mk. finden sich lediglich in einigen östlichen Provinzen Preußens, nämlich in Ostvreußen, West- preußcn, Brandenburg und Schlesien. Alle übrigen preußischen Provinzen und die anderen Bundesstaaten haben einen Ortslohn sür erwachsene Arbeiter unter 2 Mk. überhaupt nicht. Welche Unterschiede sich stellenweise innerhalb desselben Gebietes finden, dafür liefert das Oberversicherungsamt Frankfurt (Oder) ein Beispiel. Finstcrwaldc ha! einen Orts- lohn oott 3,75 Ät., .«uwiitsbeti} R, M einen solchen von 1LV Mk,. und dabei hondclt es sich uni 2 Orte, die gleiche wirtschgstlkbe Verhältnisse haben Die Höhe der OrtSlöhnc ist vor' Bedeut»«« für die Bemessung der Leistungen der Lemdkrtrukerttafsen, der Berechnung der Unsalkrrntoii und der Prämien und Beiträge jm Invaliden- »nd Hmterbliebc nenversicherung Der tiirkrsche Bstschaster in Berlin, Das „Amtsblatt" in Konstancknidpeä teilt mit. daß der pensionierte Brigapezzeneral Mahmud Milchtar ans seinei» Bosten als Borschaster rn Berlin belassen wird. A«»lanS. Im österreichischen Äbgrordnetenhaus brachte der Abg, I r o eine Anttayr betreffend den Verkauf von Bazillen und Rernlulttieen an den Giftmörder Hops durch da; Wiener Katmufenm ein, § e ch s neue g r i e ch i s ch c T o r p e d o b o o t e, Tic aus der Vulkanwerst in Stettin sür die griechische Marine erbauten sechs Torpedoboote traten am Donnerstag vormittag nach einem mehrtägigen Aufenthalt in deni Kieler Hasen die Ausreise nach den griechischen Gewässern durch den Kaiser Wilhelm-Kanal an. A u s M e t i t o gibt der dortige Kriegs,ninister bekannt, daß die Re bellen bei dem Versuche, Cuernavaca zu nehmen, vo» den Regier ungslruppen geschlagen worden seien und 2000 Mann verloren hätten. Hdttidic Dlolsnken. Der Außenhandel D c u t s ch - O st a s r i k a 3 hat nach vorläufiger Feststellung trotz der Kautschukkrisis im Kalenderjahr 1913 um säst sieben Millionen Mark zugenom m e ». Davon entfallen vier Millionen Mark ans die Äussiihr. obwohl der Wert der Kautschukaussuhr um 1,5 Millionen hinter dem Vorjahre zurückgeblieben ist, Ter Gc- sainthandel beträgt rund 8,5 Millionen Mark, 1908 betrug er 36,t>, 190!) 47,Ö, 1910 59,4, 1911 68,3 und 1912 81,7 Millionen Mark, Arbeiterbewegung. Petersburg, 22, Jan, Bis heute mittag traten von 350 000 Fabrikarbeitern der Hauptstadt 70000 in den Ausstand. In einigen Fabriken versuchten die Arbeiter beim Verlassen der Werkstätten revolutionäre Lieder zu singen und Kundgebungen zu veranstalten, was jedoch durch die Polizei vereilclt wurde, Achnlichc Vorgänge spiel, len sich an zwei Punkten am RewSky Prospekt und in der Sadowastraßc ab. Aus dcnl Newsky Prospekt mußte die Polizei die blanke Äassc gebrauchen, uni die Menge zu zerstreue», Sechs Personen wurden verhastet. Provinzial-Blvyschutz der Provinz Lberheffcn. Gießen, 21, Jan, Anwesend, Gchcimerat Tr, U sing er als Vorsitzender und sechs Mitglieder, Beginn 9 Uhr, Ende l Uhr, 1, Klage des August S ch ä i e r zu Hungen .gegen den Kreisausschuß des Kreises Gießen wegen Anlage von Abfahrten, In dieser Sache hatte bereits ani 6, Dezember v, I, Verhandlungstermin stottgestinden und war die Einnahme eines Augenscheins bc ichlostcn worden. Bei diesem ergab sich .daß der Zusx*7 der Schäierschen Abfahrt dringend einer Besserung beda.s, I» dem heutigen Termin bestritt der Vertreter des Schäfer nach »vic vor eine Verpflichtung zur Pslasterung der Abfahrt, wie sie ihm von dem .Kreisausschuß angesonnen worden war, obwohl die Abfahrt nur unter der Bedingung ordnungsmäßiger Unterhaltung die Genehmigung erhalten halte. Der ProvinzinlauSfchuß wies jedoch die Klage k o st e n f ä l - lig ab, 2, Gesuch des Wilhelm S ch m i d zu Gießen um Erlaubnis z u in Betrieb einer 2 ch a n k w i r t ; ch a f t iii d c m v a u s e O sta n l a q c l 9, Gesuchsteller will die Wirtschaft „Zuin Vater Jahn", die seit längerer Zeit still liegt, wieder betreiben. Sein Gesuch wurde weder von der Stadtverordnetenversammlung, »och von dem Großh, Polizeiamt beiiirwortel, weil ein Bedürfnis nicht vorliege. Der letzte Inhaber habe die Wirtschaft bei einem Kaufpreis von 90000 Mk, nur dadurch halten können. Laß er Damen- bedienung einführte, was schließlich ein Verfuhren wegen Kuppelei verursacht habe. Das Kreisamt Gießen trug deshalb Bedenken, die Erlaubnis zu erteilen und legte die Akten dem Provinzialausschuß zur Entscheidung vor. Dieser versagte die G----»-migung unter Belastung des Gesuch- ftel.'er3 mi den Kosten des Verfahre ls. 3, Klage o e 6 Bäckers H. Neun zo, U sc n b o r n gegen G r v ß li, K r e i S a m t Büdingen w e g e n A u i - nähme in die B ä ck e r-Z >v a n g s i n n u n g Auch diese Angelegenheit stand schon einmal zur Perhaiidluug, Sie wurde jedoch auSgcseyl. weil noch Erhebungen erforderlich waren. Inzwischen wurde durch die Großh, Gewerbcinspek tion icltgestellt, daß Neun als Bäcker gewerbsmäßig tülig ist. Der Provinzialausschuß entschied deshalb gegen bei, Klageantrag, daß die Zuziehung des Klägers zu der genannlen Innung zu Recht erfolgt ist, 4, Tie beiden K l a g e n d c s O r l s a r m e n v c r b a n - des Friedberg gegen den Landarnienverbund F r i c bj> e t« wegen Unter st ützung des St, M, und dcS E. S, wurden vor der Verhandlung zurürkgenommcn, Werl der Klageanspruch anerkannt worden ist. Stadt r«nd LanH. Giene», 28. Januar 1914. Tie gestrige Ltüdtvcrardnelenvcrsammlung, die erste i», neuen Jahre, dehnte sich bis foät zum Abend aus obwobl die Tagesordnung recht harmlos aussah, Tie erste längere Auslvrachc entstand, als Sladtv, Höbet einen Dringlich, kcitsantrag stellte, der die Vertagung des Preisausschreibens zoni Ilmban der ablen Klinik bezweckte, Man schien »vor im allgemeine» zu der Ueberzengung gckonimen zu sein, daß die Verlegung der städtischen Aemter in die alle stlinik niemals bc- ichlosse» würbe »nd schien auch geneigi, die 2000 Mark jür das Preisausschreiben zu waren, da; nach der »lugen stlärung der ganzen Angelegenheri sehr überslüstiq ist. Da die Finanzen der »ladt aber doch nicht so schlecht z» sein scheinen, ivic manrinnal behauvtet wird, bewog man Herr» Löber, seinen Antrag zurück- zuzicbc», oiienbar, weil befürchtet wurde, daß es dem Ansehen der Stadtverordnetenversammlung schaden tönne, ivenn dicsma' ein anderer Beschluß geiaßt würde, Al« ob es eine Schande sei, wen» man einsäbe, daß die Meinungen von Sachverständigen wie sie in, Gießener Anzeiger geäußert wurden, und aus die sich ein Zwischenrus dam Magistratstisch bczoq, und der fast einhellige Wille der Bürgerschaft nicht so ohne weiteres beiseite zu schieben seien. Dieser Meinung gaben denn auch die Herren Heichelheim Faun, Petri u. a. munnbasten Ausdruck, während Herr Winn sich iffr das Preisausstlireiben ausiprgch, ohnr damii allerdings einen besondere» Eindruck zu machen - - lieber die elektruche Ueberlandzentralk war man ebcnsalls sehr geteilter Meinung, wem man auch ziemlich allgemein die dom Oberbürgermeister vorgelegtr IliUIl KlltbU ^lllllllll) vllklOlNLIil vll l'vlll V4.lvui.f4' > . ' . .,.......*■*;•*■ T . Vr Rentabilitätsrechnung nachgepruit wissen wollte schließlich n-rbm Zeichnet llt ^e Le;mtzung der ^Welten Ächrttr. An >>and einer' zahl man den Vorschlag des Ausschusses an, der die Hinzuziehung eine' Sachverständigen sür später vorsieht, da jetzt doch niäus geändert werde» könne, Herr Professor Sommer, der sehr zutrclsenr bemerkt.', daß man doch eine genaue Abrechnung verlangen könne wurde mit dem Bescheid vertröstet, daß das n i ch t ni ö g l i ch lei, odschon doch icdcr einigermaßen tautmänilischc Betrieb das tonnen muß. Herr Winn lvar sogar der allerdings vereinzelten Mernung, daß leder sich die Rentabilitätsbcrechnnng selbst mache» könne, so- lern er nur die Grundzahl habe. Dieser Meinung widersprach Herr Schaststödt mit gewichtigen Gründen, ivährcird cs Herrn Mecum nicht gelang, die Bedenken des Herrn Winn über die Untadclhaitig- lcit der Anlage zu zerstreuen, — Ebenso ausführlich unterhielt man sich dann über die von Prot, Dr, Opitz angeregte Beschattung v-o n Radium Ans der Besprechung ging vor altern das Wohlwollen gegen die Universitöl hervor, aber man scheute oiienbar die Ausgabe der vom Ausschuß voi geschlagene» 10000 Ml. weil man der Sicherheit der Heilwirkung nicht traute und noch eine abwartende Stellung einnehmen will. Am Schluß luurdc ein Vermittlungs-Vorschlag des Bürgermeisters Keller angenommen, wonach die Stadt mit einem Jahresbeitrag von 400 Mk, dem Verein zur Erforschung der Krebskranlhcilcn beitritt. Die übrige» Punkte der Tagesordnung wurden rasch und leicht erledigt. Sehr lustig war es, als sich die Versammlung bei Beschlußfassung zur Errichtung einer challnmnd über ihren eigenen Lärm bentnoerlc. Ein Unlrrhaikuniisabenv über die Zaberner Vorfälle. Was der fortschrittliche Gutsbesitzer A. Wols aus vunsbach im Elsaß in der gestrigen ölfentlichen Versamnilung der svrtschritt- lichen Bolkspartei im „Einhorn" über „Elsaß-Lothringen und das Reich" austührtc, war im wesentlichen eine ausgiebige Erörterung der legten belannecn Vorgänge, mrd wenn wir von einem „Unter- baltungsabend" sprechen, so soll damit der sriedlrchc. ungetrübte Verlaus der 'Verhandlungen gekennzeichnet werden. Man war sich „einig" über die Sache, sogar ein Anhänger der rechtsstehenden Parteien, Pros. A l t c » d o r l.konnte seine Besriedigung über das Gehörte ausiorrchen. Tenn Herr Wols hat sich mit einer herzhafte» Erklärung als echter Deutscher bekannt und- die Uedcrzcugung ver treten, daß die cliaß-lothringcr Bevölkerung sich mehr und mehr ins Rcichsganzc einiügcn werde, lvcmi man sie ihrer Eigenart gemäß behandle, Rur. so meinte Herr Altendors mit Recht, wäre es wünschensivert, daß man so entschiedene Bekennt Nisse öfter aus diesem Grenzlande zu höre» bekäme: es gebe aber doch ZU denken, daß die Zaberner Bevvllcrung nicht das ihrige getan habe, um den gegen die Ofsi- ziere Ilnternoninicnc» Gassenbubettstreichen wirliam Einhalt zu tun und damii zu »eigen, daß sie für eine Haupistüße des Reiches, unser Heer, das richtige Verständnis habe, Tie llnicrhaltung, im Anschluß an den Vortrag, bcwegie sich aber im übrigen mehr in int-res'aii'en Auseinandersetzungen innerhalb der iort- schrittlichcn Bollsvartci. Herr Tr, Taocriip (früher an der hiesigen Ilnioeriitlkksbibliothet tätigt meinte, aus den Zaberner Geschehnissen müßten die Fonschririlcr die Lehre ziehen, daß sic mit ihrer militärfvommen Richtung aus dem Holzwege seien: auch an der Palenvolitik dieser Partei übte der Redner lcharse Kritik, was ihm aber von verschiedenen Seilen a«»sührlick»e Belehrungen cintrug. So entgcgiiete ihn, Pros, Dr. Vogt, die Wehrrwrlage habe angenornnen lvcrdcn müsse», ohne den Versuch, innerpvtitilcksc Versprcchun icn dasür einzuhan dein: denn in der Stunde bedrohlicher Lage düric mail nicht kleinlich feilschen. Tic gorijchritllichc Votkspartei habe sich überzeugt, daß Deutschland ein lraftrwlies Heer brauche und eilte von den Anschauungen Tavcruys ständen in der Partei vereinzelt da. Pros, u k st a d t gab eine entiprcckiende Erklärung über die sorlschrittlickc Polciipolitik ab, die er rechtfertigte. Ter Theorcliter und Fdealist Tavcrnv hatte nur die Genugtuung, daß ein anwesender Pole Ul gebrochenem Deutsch ihn, seinen Tank zollte und daß Herr Kruninr mrr eiwas kröttigcrem 2ticnr in ein ähnliches .Horn stieß. Tic Erörterungen aucr biiebcn ohne Schärfe und bewegten sich sämtlich in angenehnien. versöhnlichen Formen. Wir werden ans die Aussührungcn Wolfs morgen näher zurück- komaien. ** Tage Skale n der b-r Freila«. de» 23. Jan. l h c a I e r: .Lohengrin." Anlang 6 Uhr. Stadt- ** In der Lohengrin-Aufsührunst heute abend wird, lvie man uns initzuleilcn bittet, die Titelrolle von Herrn Globergcr g-sungen — nicht von Herrn Becker, wie auf dein Theaterzettel steht, 1 ** Stadttheater Es sei darauf hingewiesen, daß die Wiederholung der „H u m b o l d t i a n c r", des historischen Schauspiels an Gießens Erlebnisse vor >09 Jahren, oon Tr, Reinhard Strecker' (Bäd-Nankieim > am nächsten Dienstag nachmittag (Kaisers Geburtstag) um 3', , Uhr statt- findet und bei kleinen Preisen gegeben wird, um weiter» Kreisen den Besuch zu ermöglichen. Das sehenswerte Werk, das bei seiner Erstausführung einen starken, ehrlichen Erfolg errungen hat, bietet so interessante Bilder von ausgesprochen lokalhistorischer Färbung und toird so ilott gegeben, daß jedem Gießener der Besuch warm cmpsoh- lcn werden kann. Gedenket der hungernden Vögel! Reicktspostdanipser auch im internanoualeli Reiscverkhr bou gro^r Wichtigkeit Eine Fahrt von Bremen liadi Tsingtau kostet in der Illen Kajüte >400 Mk: billiger »nd doch in jeder Weise ausge- ** Aus der Eisbahn fand gestern nachmittag ein Kunstlaufen statt, das ein schönes Zeugnis von dom Eifer gab, mit dem der Eislauf in Gießen betrieben lvird, Sieger wurden folgende: I, Herren lausen: l, Preis: Herr Lahr, 2. Herr sind, Sievcrs, Herr find, Schmidt, 3. Herr sind. Heiz, - II, Damenla u s cn: l, Preis: Fräulein G u n d e l, 2. Fräulein Giseviu S, III, P a a r - laut: l, Preis: Herr Lahr-Frl, Fiebig, S. Pr,: Herr Schmidt-Frl, Gnndcl, Schüler über l 4 Jahre- >, Preis: Gujl, Scheut: 2. W, Schenk: 3. K, Gcitz: Tr» Bauer; 5. v. Jhering. Schüler unter 14 wahren: I. Preis: E. Leute rt: 2, K, Rust: 3 Mari: Hahn: !. Marie Krüger: .». O, Großmann: 6, Edith a. e u n i n g h o f j: i. Käthe R ndnnz; 8, Annaliesc R a - ck - 9, Arniils M e i, c r. !^ 0(, . r 1 c 11 5.3- ätinf f it bc «')i0rbbcuI = scheu Ll oud l »I lernen Olten und der Südiee hielt Herr To, Ki.nzirn, O>, ler d:s Rorddeutslben Lloild, gestern al.md IN de^ gronen Ilmverlitölsaula vor einer zahlreichen Bersommluna einen anrcgcnteil i.lwlt,ider„or,rag. Et »lei lene erinnerte me^nei an die lephaNen varlameniariichen Auseinander- legnngeii ,ni Reichslag den oMlzigcr Iahten, als cs »ch darun, bandellc, eine staatlich unterstützte Tamvscrlinie nach dem fernen Osten zu ichaslen, Bon den rn Wettbewerb stehenden großen Rccde- reic» »et die Wahl aut den Rorddeuischen Llovd. und seine gtön zendc wrrtlchantiche Entwicklung hat auch die lühnften Ermarniiigen "nd auch andere Recderercn qeiolgl, die doilla„, Rlckmcrs-, Hamb rg-Amerika-Linte, doch har sich der Lloyd, maiicherlc,, zum Teil schmerzliche Erfahrungen gewitzigt, die uhrendc Ltellanq bewahrt, und seine Schisse genießen selbst der engtischcii und traiizAsischeii Konkurrenz gegenüber einen ausgezeichneten Rul,. Sr' Ist er denn nicht bloß der Träger des deutschen loulmaniiiich-lpekulativen Einflusses, sondern auch hoher nationaler Au,gaben ^eine Hauptbcdeutniig dernh« freilich ,n der Vermittlung ftp* ^"»»'»unkten des ostasiatilchen Insel- Wirts Karl »lös in Rockender-,. jetzi in .Hungen "ein älanpelr mit dim Festlandk, doch sind leine modernen großen getiagen waren, sollen Freitag, — - ß reicher, prächtigen BUdersammlting führte Vortragender at'Klann die Schönheiten einer solche» Fahrt vor Auge». Alle lv,cht,gercir angelauiene» Hajenplätze in drei Erdteilen und an ebensvdrel Ozeane» erstanden vor den entzückten Augen der Ziihörerlchask, und auch die Bequemlichkeit und Sicherheit der Passagiere gewährleistenden Einrichtungen der Ozeanriesen kamen :u gebührender Tarstelluiig Zum Schlüsse betonte Herr Kränzlin die Rotwcndig- keit des Interesses weitester Kreise an dem auch hier in die Erscheinung tretenden deulschen Ausschstuctlg, der nicht bloß dem Handel, sondern auch der Religion zugute loniaiil, uud endete unter lebhasteur Beisoll mit de»! Wunsche, daß die kominenden'dreißig Jahre eine ebenso glänzende Entlvicklung Iichmen möchten wie die seit 1885 verstoßene». Land >v. Lokalverc!» Gieße», In einer stark besuchte» Vc>Ia»»,,l»»a sprach geller» Herr Kraisveterlnärzt Tr, K »eil über S e » ch e »s ch n tz. Einleitend beinerki« er. daß e,c iveuiger den Schulz des Landivirts durch iiicdiziiiische oder gelen- l'chc Präventivmaßnahme», als vielniehr die Maßnahmen, dueel» di« der Landivirt selber leine» Pichnand vor Jniellio» ichütze, b»» bandeln ivolle Taß dieler Schutz nolwendiq lei, zeiale der por- lraaende an einer Rei e von stntr'ltschcn Zahlen, ans denen liervor», aelst, daß der durch Seneben »i denlschen Blehbekländen entnalidene Schade» in den> Tecentn», Iststi—ltzü? durchschnitilich rund eme Piilliarde Mark betraaen bat Daß aber ein solcher Schutz nur »nler gewissen Boraiisletzung n ivirksam se!, zeigten Icmc lolaende» AiiStülirnnae» : Tie erste diel r Voraussetznnge» ist die stlnerkeninma der ivillenschatiltch teststeheiide« Tatsachen, uud deiouders der Tatsache, daß Seuchen als übertragbare Krantbeilen z» gelten habe», 'lthe olt lind in welcher dknsdeburitig gegen diesen Leitsatz verstoßen lvird, zeigten Bersviele aus der Praris des llte'eiettle». Tie zioeile Voraussetz »»,1 in die vlinkillche lieber,vachnna des Viehstande!, des Pstcieverionals und der ganzen Birlschait, beionders deS Vce 'chrs aus dem Wirtscha'isbol und tut £ tolle. Hochinteressante Bei- fiiiele ans der Vrarit belegte» hier die Wichtlakc» des Punkiss, Tie drille Voransletzmiq ist endlich die Kcunluis der Kranlhei's- symvtöme, I» vräanander Kürze, aber rar scden Laie» und Landwirt leit't verstäudlitz, e läute,te Herr ttnelt die Krankdeitsbilder de^ verschiedenen Seuchen, so von Milzbrand, biinaeiisenche. Tubctkuloi». Maul- ,,,,d Nlaneiiscilche, Blnschenausschlaq, Sch-ide- katarrb bei Rindvieh, Schweinerotlaui. Schweinepest und Backslei,,- blatten, der», Schivein, Tollwut denn Hund, sowie Druse bei,» Vierde und Räude bei,,, Sck'ai. Der Eutstebnna »nd llcbertraaung dreier Kraukbeite» galten seine weitere» AuSlührungeii, die eben- talls noch durch verschieden« hochmteressantc Bc,iv,elc mi5 der Ppar,S trefflich illustriert wurde», Rist eine,,, tzlveil an die Land- wirte von ihrer Leite alles aiözubieten, was nur »täglich sei, um der Seuchengestihr Herr zu werde» ,,„d ihre Verbreit»»» zu verhindern nnd sich nrcht anl geletziichen Schutz inid veleriuär- polizeiliche Maßnahmen zu verlasse», schloß der Vortragende. — An der Vusivrackie bcleiligte» sich die Herren Weil, Kamnrerral E i e n> in, H e » i e l nnd der Poesttzendc. Es wurde hier deiou- ders noch sengest- llt, daß die seit Jahre» in Lang-Göns aeiibte Lchutzinivstina acgen Rotlaus der Sehivcine sehr qiiirslig wirke »nd daß irgend,velchc »achleitiarn E nwirkniige» aus die Futter- verwert,»ig. ,r»e ste vo» einer Seile geltend ge,nacht ,norden seien nicht beständen. Des weiteren wurde die Bedeutung der Tube, k». iole stir die Viehzucht, beionders auch kür die Rindviebzucht ge- streut „nd 'estgestcllt, daß die Kraulkeit trir die Schweine in der Reael Nicht so rasche mib bedentlichc Folaeir habe lvie !>sr das Ruidvieh Ganz besonderer Wert ivurd? daran! gelegt, daß d,e Regierinrq die Einrichtinig sooen. ienchenircier, d. b. unter ömten,- der veterinärpoli,etlicher Aussicht stel-ender Schwei»ezucht-Wirt- i,tia>te„ unterstützt Da diese Emrich'uua. die bis jetzt noch wenig bekannt ist, atigemein groben Beiwll tand. so soll die Bitte n„ die Landivinlchgitslammer gerieblct iverdeii. Näheres über Einrichtnug solcher Schiveinczuchlivirtschaileii guck, >„> Kleiubelriede bekannt zu geben. — Die P,ulte 2 und 3 der TggeSordnnng brachte» iroch l iiie erregte AuSIvr iche über die Höbe des Reiiiertraaeü kür den Morgen zwecks Veranlaaiiiig zur Wehrstener. Hier wurde tiinäch iestaeslellt, daß die Finanzämter einen aeichätzteu Reinertrag nichi ohne weiteres zurnckweiscn könnten, Iveil keine Buchsührrutg vorhanden sei. Das Gesetz spreche anSdrückiich von dein .schatznligs- w e > i e' erniitteiten Reinerlraa. Außerdem nnirdc allseitig betont, daß die Hodc.der Eintelvack» !>» Brandstücke mit den, Re,»erirag ver Flächeneinheit nichts zu tun habe.dabeiderEiiizeloacht o>tandereMo- incutc als der Reiiicrtrag au-Sschtagacbeild se>e,>. Tie Höbe des Reinertrags verFlächcneinKcil endlich iveedeienachLaqc Boden:ea„>3Kbis 2b Alt pro A orge» lürpers» iedcne Ortichaiteiiscslgestllt. Dadie schon lehr 'orlaeschiiltene Zeit weitere Verhandlnnaen nnmöglich inachte, so schloß der Vorützcade, Herr Dr. Klcberger, mit verbind ttri'ci» Tniik an Herrn Kreisvetcrinärarzt Tr, Knell und die Teilnehmer >»» 7 Uhr die Sitznng. Tie »>t>t erledigten Punkte der Taaerordnnna sollen i» der am 29. l. M. staltstndcnden Sitzung zur BerKaudlniig komliren. ** Der Naturhcilvcreiii Gießen feiert am Samstag, den 24. Januar, abends 8‘5 Uhr, im Katholische,i Vereinshause sein S t i st u ii g s fe st. Reben musikalische» und gelanglichen Tarbietuilgc» komnien zwei Theaterstücke „Ein uupraktilwer Arzt" und „Tie 'Ratiirheilnietdode" zur Aufführung. Zu Gunsten des BuudcskrankenhauseS findet eine Verlosung statt. Freunde und Gönner dcS Vereins sind willkonimen. ** las Beschneiden lebender H ecken und der B o g c l s ch u tz, Ern für alle Landwirte und Gartenbesitzer loich.- tigcS Rundschreiben hat der Landrat dos Kreises Limburg, Büch- tiiifl. an die Bürgermeister seines Kreises gerichtet. Das Schreiben cmpiiehlt, alle lebende» Hecken in, Lause des Winters beichnetden zu lassen, Ter Sommer ist hierzu an« verschiedenen Gründen nngccignet, sowohl i» Rücksicht aut die .Heckenptlanzkii als in Rücksicht ans den Vogelschutz, Im Winter, loo die Pflanze» entblättert iino, lönnen Lücken in den Hecken leicht gesunden und durch Rachpslanztmg rechtzeitig ausgebcssert lverdcn. Bei dem .Hecken- schnitt im Lomnicr aber werden zadlreiche Nester nützlichrr Vögel vernichtet vder doch durch Freistcltung gestört. Hierdurch werden die Vögel veranlaßt, ihre Gelege zu verlassen, oder die jungen Vögel lallen, soweit sic nicht sonst zu Grunde gehen, jeglicher 'Nachsteilnng anheim, Ter Sommerschnitt der Hecken ist nur Gl'ioohnheit, sachlich aber in keiner Weise gcreckilfettigt, Ausukdem stehen im Win'-r „lehr Arbeitskräfte zur Vertilgung, im Sommer fehlt e-,- an chschen ub-rall. Es ist vor allem aber auch »» Interesse des Vogelschutzes diese Anregung zu bcsolgcii. Der Eisvogel, Im vorigen Wint-r »,„ßle man kgst omiclunc», der Eisvoaei zäule bald z» de» enlsebwundcnen Vöaeln, denn er war in aanz Ober'-even »ii,t z» bemerken. Wer gegen „'äili, an den ve'schn-it »User» der Bäche »nd Flüsse des Voaels- beraeö entlang gebt »nd beobachtet sckiari di- Echneeüberhänae, der ,o,rd durchaus nicht selten den trovlsch gelärbte» Vogel über das Wancr schwirre» Iche». Ebenso bcincrkt man dabei jciiicn Kameraden, die W a s s e r a in s c i. Tas Großh, Hes s, H a II v i st c u e r a »I t teilt uns mit. daß am Tienstga. den 27, l, M aus Anlaß de« Geburtstages des Deutschen Kaisers die Gcjchätlsräume geschloffen bleiben, G rnndftücksverkch r. stlrundstuckc zu Gänsen beim, die ans de» Rainen von l, Schreiber, Ptzkiipv und chrribc-r, Eliiabetd Rosa geb, Dodn, dessen Ebe'rau, 2, Schrei b c r, Elisabeth geb. Wohn. Ehefrau von Philipp Schreiber rn 1 p " e t 111 - eingetragen waren, sollen Montag, den 9 März -> nachmittags 3,,z Ilhr, im Gcmeindchoiisc in Gonsenheim im Wege der Zwangsovllstrecknng versteigert werden, — ksteuiid Itucte zu -v i l te lshc, , die aut den Namen der Anna Maria ■ ' Gflc L t . au des Wagners Georg Phstiv» Wol, in Titlclshern,, INI Grundbuch eingetragen waren, sollen 'Dienstag, l,91t, nachmittags 2 Uhr, auf dem Gemeindchäusc L-ittelsherm >m Wege der Zivangsovltstr.-ckung versteigert wer- ^Grundstücke zu F r l c d bc r 1 , die auf den Namen des Gaffst. März 1914, voriinltags tl Hbf, im SibuU 9 »ioaIe bcS Amtsgerichts zu tfcit'bbcia im Wege dcr Zwangsvollstreckun« versteigert Iverdcn, »« AlllcrrcchlSregisierv G ü Ic r I r c u n u n c, hal-ev vereinbart' Gu», Marz, Milch- uub Zigarre,,kdl„ uni» Irfnirau Marie geb Wieland, beide zu S p r e n d l i n g e n , xr. Liienboch Brand, iiarf, Kaufmann zu Gau-Ode rn h-i in , und Anna Clara fld». »appetzcr. Franz Ludwig Rupv, Parier, und Emilie Lnctte Aniia gcv, Mahr in Mainz. Tic Ehclenle Nil lielin Becker. Landwirt, und Philippinc ged. Löblich m Plc, terdbei in baden die Erru n g en scha s tdg e in ei n s cha s, vereinbart. » - Konkurse in Hessen. Ueber das Vermögen des Heinrich Ar^irold Ni Lollar ist am -0. Januar das KonklirSverf,ihren -rannet. Rechtsamnalt Raab In Mieden Hl zmn Honfureuer iraltcr ernannt ktonknrSwrderungcii sind bis „mi 21. Februar 1914 bei dem AmiSaerichl Mieden anunnelde». — lieber das Per inöaen des Metzaernieisters llonrad N » rnberqer in !> o l l a , Hi am 20, Januar das KonturSveriabren eräiinei. RcchlSanwali maab in Gienen ist zum üonkurSvcrivalier ernamu. Konkurs iordcnmac» lind bis zum 12. Februar 1914 bei dem Amtsgericht, in Mieden NI,z>,melden. - Heber den Nachlatz des zu Öbborn- 1> 0 1 e » verstorbene» Landwirts Ferdinand i r i tz ist NM 14 . Januar das KonkiirSver'nbieii eröffnet. Ferdinand Pbilivvi in Od- bornboie» ist zmn KrmknrSvcrwalier ernannt. »»nkurSiordernngelr sind bi« z,m> 2V. Februar 1914 bei dem AniiSaerichi» in v»»aen NN,»melden. — Tas .RoiilurSverlakren über das Vermögen de- 7 - AHred Möglich, VerlagSdrnckcrei M a i » ,. ist e in q eil ei 11 worden, da sich ergeben bat, das, eine dei, Kosten des VerlabrenS cmivrechendc Konturiinaiie »ikbl vorbanden ist. — Tas Roiiliir-- ver'abre» über dar Vermögen des öbristia» ünuim a»n Kanstnan» in Offen ba cf) n. 2)1., ist anigchobcn u-orden. Landkreis Gießen. ' -r f toKen-Lindeii, 22. Ja». Montag. 26. Jan., abends 8 Uhr, rindet eine ösfentlichc Sitzung dcr G c - m-rndevertretung init folgender Tagesordiinng statt: 1. Auffüllung des Gemcindegeländes links und rechts der Eisenbahn. 2. Gesuch des Ziegcnzuchtvercins um Abgabe von löotbcu und Stangen. 3. Tic Bürgermeisterei-Gebühren. > Prüfung dcr Gcmcindercchnuna für Illl.2. , f^cht, Dollar, 22. Jan. Dein Kgl Lberbahnasjist. V e 1 lerin Lollar wurde aus Anlaß des Ärönungs- und Or- dcnsfestes vom Kaffer das Königlich Preußische Perdiciist- kreuz in Gold verliehen. —cht. M a i ii z l a r, 22. Jan. Auf Beranlassung des Kricgcrvereins hicll Rechtsanwalt Schee r aus Lautcrbnch >m Gasthaus zur Traube einen Bortrag über „Eheliches Guter recht"", der gut auch von Frauen besucht war Kreis Lautcrbach. x Berns Hausen, 22. Jan. Gestern feierte Bürgermeister Ritz unter Beteiligung der ganzen Gemeinde und zahlreicher Gaste sein 25jähriges T i e n st i » b i l ä u in. Am Abend bewegte sich unter Borautritt dcr hiesigen Musikkapelle ein stattlicher Fcstzug nach der Bürgermeisterei. Gesangverein und Schulkinder sangen dein Jubilar zu Ehren verschiedene Lieder. Eine 'Ansprache, die der Bcdcntnng des Tages gerecht wurde, hielt sodann Lehrer Sommer; zahlreiche Geschenke ivurden überreich!. Kreisrat v. Werner aus Lauterbach überreichte dem Gefeierte» das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste". Eine Nachfeier, wozu der Jubilar einlud, hielt die Einheimischen und die Gäste noch lange beieinander. Kreis Schölten, z Ö a i1 Ist a uit shaiu . 21. Jan. Ueber den crwähiitcii Bvriall des Bäckermeisters I o st II. aus Lierchenhain. dem auf der Abfahrt der Straße nach BolkartShaiu dcr Schlitten verunglückle, während das Pferd geduldig stehen blieb. schreibt inan uns »och: Einige 100 Meter von der Unfall stellc entfernt wurde bas Wcrd icdoch scheu und rannte ist wildem Galovv davon. Ter Schlitten schlug wieder um, verlor hixrbei seinen Insassen und fuhr immer weiter. Ein Glück, daß sich der Gcbäckkastc» nicht öffnete, sonst hätte die Straße ein avvetilerrcgciid mit irischen Brätchen belegtes Bild geben können. Jost klagt über heftige Schmerzen. Kreis Friedberg < Bad -Ranhetm. 22. Jan. Tie Frage. „Wie die I w e i ME liouen -x ofteu der „ r u e „ x a n a I i s a tion zu decken sind'?" sielst setzt ii» Vordergrund des Inter- 'sscs. Nachdem sic sevou zweiinal die Stadtverordiieie» Versammlung bcsafäsligte und iedesiiial vertagt wurde. >var sie heute abend Gegenstand einer öffentlichen Per samvilniig, die der Bürger und Stadtverkelfrsverein eiiiberusen halte. Rechlsanwalf Tr. Brücher sprach über die Frage, daran schloß sich eine lebhafte Aussprache, an der sich u. a auch Bürgermeister Tr. Kav sr r und einige Ztadtoerordneic beteiligten. Das Ergebnis des Abends war die Annahme folgender E n t s ch l i e ß u » g: Tie heule zahl reich versainmclten Einwohner von Bad Nauheim danken der Stadtverordneienversaninilung, daß sie dcr breitesten Ocsscntlichkeit Gelegenheit gegeben hat. das vorgelegre Mll- lioucnf rojeft cingchend zu besprechen : sie unterstützt den Vorschlag, mit dem Staat wegen einer geeigneten Lasten Verteilung in Verbindung zu treten: sie hat zu der Staats regierung da» Vertraue», daß sie einer gerechten, auch den Staat betastenden Kanalkoftciiverteiiuiig zustimmt und be auftragt den geschästosührende» Porstanv des Bürger- und Verkehrsvereins lfierbci ans geeignete Weise mitznwirken. Hkssen-Nassau. ko Wiesbaden, 22. Jan. Klage gegen den König von P r e u ß e u hat der Regisse u r a in W i c s- b a d c n c r Ö o s t h e a t c r, L i»s c m a n n , angestrengt, weil er als Regisseur nicht so wie es ihm zustchc beschäftigt werde. vermischter. * Ter Niedergang des Tangos. Ter siegreiche Tango scheint seinem Ende entgegenzugehen, gerade i» dem Auge»' blick, da er die grössten Triumphe vcrzcichuetc. Par kaum einem Monat feiert» er seine größte» Siege, — er wurde von Richevin, dem Mitglied der Alademie, besungen und stand als Eauptstück am dem Um e irnimn der grasten Maskentänze in Loiidan. Sein ichneilei Ausstieg war verblüffend, aber kaum so verblühend wie sei» Niedergang. Er wurde vor einem Jahre am die Variete bühnen Londons gebracht und verbreitete sich, unter heftiger Gegen rede, üler ganz Englaiid. Bis Weihnachten blühte er in allen Wcftendtheatcin und Restaurants, veme kann mau durch alle Siraßen ivondcru und findet ihn. init Ausnahme des Oneeiis- Theaterk. nirgends. Tie Gewiiienssrage ob er anständig sei oder nicht, peinigt uns nicht mehr da er selbst iiichlS mehr ist. Man wundert sich schon, daß eine Anzahl fürstlicher Däuser, der Papst, Bischöfe und hervorragende englische hostesse» cs der 'Mühe friert sanben, sich darüber zu errege». „Tie tindiiche» Lehrittc eines Greises" bat ihn neulich jemand genannl. Sic transit . . . Gefährlicher Realismus. Ter berühmte Mime, zmn Regisseur: „Jaivdhl, Derr Regisseur, ich muß darauf be stehen, daß bei der Bankeltszeuc wirkliches Essen lerviert Ivird." - Ter Regisseur: „Sehr schön, wenn Sie daram beste den. werden wir Ihnen aber auch in der Slerbeszen,- w>rklick>cs Gilt geben." * Verringerte Gefahr. Tie beiden Herren find i» spannender Betrachtung versunken. „Tind Sie für ein langes Bcrlobtsein?" fragt der eine, worauf der andere erklärt: „Aber gewiß, je längere Zeit ein Manu verlobt ist, um so Ivriliger Zeit bleibt ihm, verheiratet zu sein." Amtlicher Wetterbericht. O e f f e» 1 lrcher Wetterdienst, Gießen. Welteraussichte» in Heilen an, Lain ta , den 24. Jan. 1914: Fortdauer der bestehenden Äiilciung. meist beiter lind trocken, keine Zunahme des Frvstes, östliche Winde. Letzte 2 ?acftri(bt«n. A » ssta » b der Londoner Transport» nrbeiter. London, 23. In». Der Aus stand der Arbeiter in, Londoner K oh l c n t r a n s p o r t hat gestern sine Ausdehnimg erfahren Es haben sich 1000Mann dem Ausstande angesckilosf'en, so daß jetzt e lwaOOOOMann feiern. Man besorgl, daß aacki die Arbeiter de» n l lgemcine » Dransportgelverbe S einen 2 v m P a t h i e st r c i t beginnen werden In dem Konslilt zwischen Arbeitgeber» und Arbeitern des Bootgewerbes machte Sir George A sqni t h gestern einen Bc rin i t tlungs v v rschl ag , der aber keinenErsolg hatte. M an erwartet,, daß lfenke die Au s sperr» n g von 7 .»0 000 Arb c i t e rn erfolgt. Neues vou dcu preußischen Kouservativen Stettin, 23. Jan. Aus dem Parteitage der Po turn erschenKonscrvati ne u wnrde gestern eine Entschlie ßnng angenommen zu dem Thema .„Kaisergewalt oder Par lamentarismus" , in der daS während der letzten Reickfs lagsveiHandlungen (Zabcrn) hcrvorgetreiene Streben der de moklalischcn Parteien, die lonstitulionellen Grundlagen im Sinne uc varliimcntari"-* zu verschieben und in die oberste Komnwndvgewali einzugreisen, als die zur Zeit > ch w c r st e Gesa h r für d e n R c i ch s b c st and bezcich net wird und alle Volksklassen und Parteien, die »och ans dem Boden n»serer Reichsversassung sieben, zu gemeinsamer Arbeit ausgesordert tverdcii. De Regierung wird serncr' U» tcrstütziing zugcsagt nt der Abwehr der eingangs gekennzcicki neteii Bcstretningeii. Ein Redner, General' v Vielinghof, erklärte, daß das Zentrum und dre Nationalliberalen sich zu einem gemeinsamen Vorgehen igege» die Teinokratic bcrei finden lassen würde» Ter Reichskanzler sei aus einenr falschen ästege und müsse der Sozialdemokiatic mit scharfen Mitteln entgegentreken. Die Zeit dcr Defensive sei vorüber »ich die der Offensive grkoinmcn. Dreist«iidigerFlugei»esFranzosen. Paris. 23. Ja». Wie gemeldet wird, ist der sranzöipch Flieger P o n r p e gestern früh bei dcr Eisciibahnstation Mob au, gestiegen und nach drei Stnndcn in Jadi Haifa ani Entziel seines Fluges gelandet. lb o ch v c r r a t s p r o z e ß. Kalkutta, 23. Jan. In dein B e r i s a l» K o ch d c r - r a t s v r o z c ß veruncilic das Gericht die zwölf A n g c k l a g t e n zu zwei bis zwölf Jahren T c p o r t a t i o ii. (^in um das Wohl seiner <»äste besorgter Hausherr lässt nach dem Diner nnr Sassec 'öag servieren. Dieser eosseinsrei« und veredelte Bohnenkassee schmeckt nnd bekommt am beste«. Vermietungen 1 0 Zi mmer ‘ <2d)önc 6-3intWoknung teinsciil. Badezim. ev. mit Ein- richiunN' soiv. all. Äoinsln t der Neuzeit entspr. lelekir. ^icht« vor I. Avril cu. triib. >• vcrm. Nuh.Nord-Attlaac 1 11. [B54 ^-Zim.-Wtibnunn m. Warten» ’ Ttevhanstr. I.St., ca. Mk. 880 i zu vermieten durch JvdcM'. Wrinef, Lelte rswegls-tl. !'W8 f 5 Zimmer | fSl^^Huöhcimciürahe ^rfe Schüvenstraftc 2. Stock ist ! die seither von Herrn .^linael- höfferinneaehabteWoknuiia j von 5 Zimmer mit Badezimmer cic. per 1. Avril zu vermie'eu. Zu erfragen Baknbvsstrane G3 I. | 3 Zimmer“ Freund! 4 Zinimcc-fkvob». iim 2. Stock au' dem Seliers- weg zum I. Avril billig in Aftermiete.», vergeben. Schr. Angebote unter 0.571 an den « <9iefc fnet Anzeig er erbet en. 7191 3-Zim.Wobl«. in. >ruche .-tt.Zubeh.zvm t. Avril od. früh, verm. Well Anlage 7 l. I 2 Zimmer | 4SI Schöne 2 eiimmcrw. Lckiistcnb. Wca ioi.z» vcrui. tzlä b iiorb 4tnl . IX. Bureau 2 - 3 iii»»tr-Wi>hn«li tWeserstratzc) per l. oder 4ü Februar zu veruueie». W21 Rin». Oil Aiiiaac IS. \ Verschiedene Lfalliina für X Bierde Rodveimcr 2tr.43w. lorovt. aroster ftcUcrrnuin Rodbci,»er-lr.43v. »otert, ».Zfmmei-Woliniiua Rodhcim.2 r.«v. v. Avril, ö-Zimnicr Wobnuua Rooniir. 22 II ocr April zu uermicic». Nabcres 4>rn Frantt urk.-,r.2!« B»i> an l Möbl. Zimmer] West- 2 lnlagciiO großes möbl. Parterre,im. mit scvarntem (Eingang, auch für Bureau geeignet, sofort zu vermieten. Zu erfragen tm 1. ^toct Ml. « 5 M. jJiro.lÄ“ Neue n Bäuc 27 f. _[40 (jiniadj iiisbl. Trainer rßaticrrci an iolide» Herrn oder Dame zu vermieieu. Zu erirageu in b. GeichäiiS- stelle des Gictz. z'Inzcig. [153 03Uti] Frdl.möbl.Zimmer zu verm . _ Liebiastr. !»."> 11 1 ; '" l Gut möbl. Zimmer mit Zeutralb. ,u vcrm. Tct.ii» Haufe. Marktstrafic 27 . Sch. möbl. Zimmer ,u vermieten. Aiterwea.50 v. [Lftden u. dp- 1 . <^cr. Ladens',.. Nebenzimm. billigst z. verm. 451 _ Neu e n Bäne 17 1. GÄäLeWctslars ist ein ;»» jedem (Äeschäslsbe- trieb geeigneter »irofjcr, hrllrr Öobfit cüentucü mit Lagerraum — preiswert zu vermieten. Schrift!. Angebote um. 1073 an den Gien. Anzeiger erbet. Dünn cinflcriffitctrc Kleina Den mit Wobultttg ist in meinem Ne.lbau '.Oiartlftrahe p. Zum oder 3ult zu vermieten. | U "' J Lchuiiliaiis L Tiisj Mäiisburu 2. Wäscherei sucht Wohnung Mär; oder April, Zimmer n. SUirfie, am liebsten mit klein. Werkstatt für Schlosserei, etw. Hos. Schrift!. Angebote um. (X'i2l an den Giehen. Anzeig, erb. fötriinfligc ÜÖofjnnna Bahuhontr. oder deren Nahe per 1. Avril gesucht. Schriktl. Angebote mit Preis uilt. tKW an den Gienener Anzeig. erb. © VerlüUJioher Tlaiin® aleicki tvelcheu Standes, zur Leitung ein.Engros-Bersand- stelle gei. Mouatl.bis 400 Mk. Einkoinm. Äavital u. .;rettnt- rnsse nicht erfordert. Ansrag. uitter 1'. 2038 bes. Taube Sc go., ftölw. _ 11711) Schiffsjunge, Kapitän Lchinsoifizier Karriere d. vaubclsmarinc. Jll. Bro< ickiürc m. Beilaae.Ter Wahr- ßeiidieikhre" uericnd. koücnl. -deine. Zabel. AltonaiEibe», Br eiicara e 40. _ 904-1 idtiil JiofarlifitcrinntB ioioet gciiicht. 1181a Gebe. Jmbeuier. Kür Lcitimft ^ des Bureaus tErvedition, Inseraten Akguisition) in Wiesbaden, Mainz, Darmitadt, Dassel, (dicircn einer illustrierten Wockielischrtsk routinierter Herr sofort gesucht. Provision ultd Tantieme, bei erfolgreicher Arbeit schnell wachsendes Entkommen. Genaue Angaben bisheriger Tätigkeit. Photographie. M. 500.— erforderlich. Offerten unter 710 an die Geschäftsstelle des Giegelier Anzeigers. I1103hv Alte bochangeselreue deutsche Bersicherungs - Aktien Gesellschaft beabsichtigt in Gienen ein Äjsckiirliiis-Kfftililt für olir ^friifirrnfliisjitifnf ,» errichten und sucht ,» dieicm Zwecke einen iüchiigcn Heer» als (tZencral-Vertreter. Tie Bertretuug kann auch neben anderen Berufc'- geschäfteu aesührl werden und rll besonders vorteilhaft für fhithaber vott Bank- und ^mmobilienreschäfteti. Tie Gesellschaft besitzt wertvolle Berträge mit Ossizier-, Sport-, Gutsbesitzer- und Industriekreisen. Hohes Einkoknineu und vornehme Selblläudigkeit. >lau>ion nicht unbedingt erforderlich. Geil. Offertetl unter 7v. M. U. 405 au Rudolf Mone. ^V-raufiurt a. M. erbeten. S.iOs-; föiöHfrf idjii&ifltirif sucht einen aus Nähmaschinen geübten Mechaniker Offerten m. Zeuatlis-Ab- schr'fteu un'er I,. 54 an Tan'e L Eo., Frank surt a. M. 1170b 10P" (»emicht 182 für eine vornehme vovuläre .Slunft;citfct)riff ttidn. Abon- neutensamniler. Hohe Provision und erkra Prämien, ^^erlag für Volkskunst. Ltutrgart. _ 1185 (d Wegen Erkrankung unseres Tienstmädcheue. sofort kräftiges Mädchen gesucht. 0502 Kreuzblatt 14. lüOOJ Ein besseres flnilehen per iaivii ob. ioäter neiucki. Fra» A. Bamel, Bieichstr. 7 Nrcist. Mädchen vom Hände, weiches elwas Hausarbeit verlieb', aeiuchl. Näheres i. b. Geichäilssteltc de» Gießener An,eia. IllL tvläbchcn , Milchkraaen aei. ^ Näh. Walltorstr. ix. Ntllt PttßlflNllllllSllirill. Näheres Chiffre^ v. IL. 51 an Taube & ($ 0 ., Frank furt nm Main. (1143b Suche für einen Jungen mit gut. Schulkcnnnnsscn Lehrlingsstelle i. ein Schlosserei. Offert, mit Bcdinst. au Bürgerin cistcr BZcbcr, Ndcii- haiiicn (Kr. Alsseld). Mäbchc» für.fiüche u. Paus >mi »nie» Zeunniffcn, iowie «wlisbältcri» inchen Tielle. Lslbsrive Sebmlät. aeiveebs- mästiac Siellenvcrmiilleri», Walli orstraifb 18. _ a~i4n cvfänionn, Xniiiererin u. Hnuob. f. Si. iücwerbs mniimr Stellenvermiillerin sopbic Tiilftr, RcustabtSV. ___»WKII ____ Berkäuicrin i.ünlb.SicU«. i. biefin «efdinit a. I. Sckwhbr. Lchriiil Anacö.unl.wc,?a.d. Gießener Anzeiaer erbric». Meine Hofecite besieh, a. ar. Koduh., 9x4-Zf„i. Scheuer. Slall.. vcrb. mli Schreinerei nedn Möbcliaacr a. b. H. Ws. wea. Wea>.,. oerk. od., ocrm. Giinii. Geieg. fürLekon. iow. Geichäiisbeirieb. Näheres iScrmaun Lrtb, Nidda. 1 ^ Nähmaschine § wegen Abreise btll. abzugeb. Näheres 51aiicr Zlllec 7 p. Jülsdhundk 3.1, duttkelbrantt. 7 Wochetl alt, eintragungsberecht., voll sehr gut. Eltern hat abzugeb. Rüde 30 Mk., Hündin 20 Mk. Bb. Knivv, ^agdverwalter. Üirch Güns. _ 0483 (sin ptrr Dli-^st!! wegen Zentral Heizung für 20 abzugebeik. Schristl. Angebote unter 1142 an den Gienen er Anze ig er erbete n. Bndelvannc faft neue, sowie ttüchciischrank und ver- schiedenec' aridere zu verkauf. 0405) Wett-Anlage 30 I. Freitag. 20. Marz 1911, vorn.ittags lo Nhr, sollen auf hiesigem Amtsgericht, .iim mer Nr. 18, die dein Augull Schevvclmgnn zu Gieffen 'mgefchrlebenert Grundstücke: Flur 30 9!r. 4t — 17;v2 qm Acker am Wismarer Weg Flur 30 Nr. 4-3 — 3337 qm Acker daselbst Flur 30 Nr. 44 -4011 qm Acker da'elbll Flur 31 Nr. W — 1565 qm Acker daselbs» Flur 31 9kr. 7« 1815 qm Acker daselbst Flirr 32 Nr 5 - 2772 qm Acker am «rofborfer Weg Flur 30 Nr. 45 - 5800 qm Acker am Wismarer Weg zwangsweise versteigert werden. Die amtvgerichtliche Ber- fügllug ill irn Orts rerichtc'- ziwmer össernlicb girsgehängt Gienen, den 7. Fan. 1014. 0)roffh. ^rtsgericht. K. 01 13. 1147 B Freitag. 13. März 1911, vormittags 9 1 ;,. Uhr. sollen mir hiesigem Amtsgericht, Zimmer Nr. 18, die dem Marl Nöding zm'chriebeiten Parzellen: Flur 5 Nr. 121 — 256 qm Grabgarten lBauvlatzl am untersten Riegelpfad zwischen den Wegen Flur 5 Nr. 121- ,.. - 239 qm Grabaarten bafelbft Flur 5 Nr. 121-/, 0 -- 514 qm Ho frei :c daselbst lRiegel- vsad 2(»s Flur 5 Nr. 122 — 324 qm Hokreite daselbst lRiegel- psgd M zwangsweise versteigert werden. Die amtsgerichtliche Verfügung ist im Ortsgerlchts- ziinmer öffentlich ausgehängt Gienen, den 29. Dez. 1913. Grohb. Ortsgericht. Simon. Pnigodin i Acrztliche Gutachtcu rühme» das schnelle Nach, lassen der Ausällc und der Reiz-Erscheinungen und die große Erleichterung des Auswurfes bei Nachen- nn dttehlkops-Ka- tarrh,Bronchial-'Lsthma, Bronchial-Katarrh usw. Frei von Alkohol Ntld künstlichen Beruh!' girngömitteln, kein Oeheim mittel, garantiert unschädlich. Von Kindern und Säuglingen gern genommen Preis Mk. 2.25 in den Apotheken. Extr. SelagincII. saccharat comp. Per Herbst ivird ein großes, modernes Laden-Lokal evtl, mit I. Eiaac, oder ganzes Haus in der beiten Lage von Gieße» für ein arotzes Teiaii-Gcickiaii ans .1 oder X Jahre zu mieten gesucht Ausführliche, fchriiiiichc Auaeboic mit Mietpreis, Grötzc und vage uuicr NXili au de» Gieß, A»z. 's»>linßs-Pkrittil!crii»st. K 101/1:« 1145 B Tas im Gruubbuch uon Gießen. Band 4 Blail I?.!, nur den Namen der a> Horn, Phiiivv, G Horn, Margarethe acb, Lcuerzavi, denen Ede- ira», Geiamigui der Er» r nnaenichaiis - Gemcinichail, emgei > riedene iärnndiiücki Flur I fifr. . -- 4l9 cwr Hoireiie, 2üaUaärie» >Gr, Müblaaffe die geschäi» ans 5090V m toll Freilag, »> MärzI»I4, oormiiiaas »> , Uhr, au» dem Großli, AmiSaerichl Gieße», Zim, 'Nr, 18, „oango- weite veriteiaen iverdc»- AmisacrichiUchc Veriüa- u»g ii, aui dem Bureau Großh, OrlSaerichis öffcnl- iich ansaehängt, Gießen, den 19 Jan, 1914, Großh, LrlSaerichi, I Leo, Visitknrten liillicst BrUhr«rhe llruekeroi. Versteigerung. Mittwoch, f IH. Fan. l FS.. nachmittags 3 Uhr. sollen im städt. Psandlokale Seltersweg 11 dahier die weg. rückll. Schulgeld gepfänd. Gegenstände : Möbel aller Art, Sekretäre. Schreibtische, Ber- tikoo. Svsaö rr. Svtegel versteigert werden. 11521) Gemmecker, Pfandmeister 2 Bestes Kosmetikum o. w eit./.Pflege d.Füße. Kein Wundlaufen, kein Geruch mehr. Von ärztl.Autorititsehr rmpfohl. Zu haben in all Droz.u.Apoth-Preisml.- omcht erhiltl.erfjfee. hmsdc.v.M l.l5Fr8nko- Versand direkt v-Pabrik Hans Fecher. rr» -ranklurt a.M. 28 Mittwoch, 28. Januar beginnt unser Räumungs-Ausverkauf A. Salomon & Cie. 1187 a mit IO 0 /,, Rabatt. Hamburger Engros-Lager Schulstr. 4 Licht-Spiel-Haus* Heute letzter Tag! Oie Herrin des Nils. Vorführung : 4 Uhr, G > ] / 2 Uhr und 9 Uhr. Ab morgen Samstag: Die grösste aller Sensationen! Die Landstrasse“ Historisch. Film- Meisterwerk aus der Cä>arenzeit ln sieben Akten. 1141a 11 Ein Justiz- Drama aus dem Thüringer Lande in tüni Akten von Paul Lindau. Mittwoch, 4.Febr 4914abds.8Uhrpünktl.inSteins aalban DeutscherAbend zur Unterstützung des Deutschtums • im Auslande. Reihenfolge der Vorträge. I . t E 1 1 ' 1. llriilTnanssmarsrh. L. Ansprache von Herrn Geh. Rat Haupt. :i. Ueäangsvorlrttge von Frau l.andgerichtsrat Schndt. 4. Riedermeiertojix. ». Anfltihrnng des Datterich. II. TEIL Taiu und festliches Treiben in allen Räumen von Steins Saalban. Allo Kreise der Bevölkerung sind herzlich eingeladen. Khreö-Ansgcbn»«: Geh. Rat. Güngerich, Landgerichts-1 Präsident. S. Exzellenz Generalleutnant KlingelhÖfter Oberstltn. v. Knobclsdoiff, Bezirkskornmandeur. stud. König. Vorsitzender des Stüd.-Ausschusscs. 8. Magn. Prof. Dr. Körte, Rektor der Lamdesuniversität. Oberbürgermeister Mecum. Geheimerat Dr. Usinger, Provinzialdirektor. Fest-Anssehnss: Ortsgruppe Giessen des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Ortsgruppe Giessen des 1 Alldeutschen Verbandes. Ortsgruppe Giessen desVer« ins Südmark. Ortsgruppe Giessen des Bundes der Deutschen in Böhmen. Deutsch-österr. Äipenverein.Sektion Giessen. Deutsch-österr. Alpenverein, Sektion Oberhessen. Ortsgruppe Giessen des Deutschen Flottenvereins. Frauen- Orfsgruppe Giessen der Deutschen Kolonialgesellschaft. Ortsgruppe Giessen der Deutschen Koloniaigesellschaft. Ortsgruppe Giessen des Landesvereins Hessen des Roten Kreuzes für die Kolonien. Ortsgruppe Giessen des Deutschen Sprachvereins. Ortsgruppe Giessen des Deutschen Wehrvereins. 1104 Rintritt 1 JI. Eintrittskarten im Vorverkauf erhältlich iud.Frecsschen,Ferborschen 11 . Rickersehen Ruch bändig. Heier des Allerhöchsten Geburtstages Tr. Majestät des Ztaiscrs verbunden mit dem 4Y.Stistungs-Feste Lamstag, den 24. Januar l. Js.. abends 8>/, Uhr. im Saale des Steins warten. Rur Mitglieder mit ihre» eigne» Janittienangehürigen und »mn Vorstand cingelndcne Gäste habe» Zutritt. Kür luettcr einzuladcndc Personen iind Einiastkorlen bei Herr» Kaufmann A. Welz. Seltersweg 8. zu haben, ^rdeu und Ehrenzeichen. sowie Haista und Bereins- nbzeichc» bittet ma» nnznlcgen. — Sonntag nachmittag ÄllSjlWIlchbmPhilllDhtWllli! Giesten. den LI. Januar 11H4. iOBÜv Der Vorstand. ir DK Konnlas, den 23. Januar, abends P J Ehr, im Cafe Fibel grosser Maskenball Herrenkarten Mk. 0 80. Im Vorverkauf Mk.O.öübei den Herren Petcrsen. Marktplatz, und Friseur Pfeil, Walltorstrasse. Damen frei? _ 10G0D Damen frei! Achtung! Hammstratze 15 Achtung! bei Bäniel« Heinrich (früher Euters Samstag, den 21 . Januar I»,4. abends 8 Ubr Große Kappenfitz,mg mit karneval. Vorträgen und Konzert, ' wozu ergebenst cttiladct ,828 Tas narrnchc K-mitcc. Baptistcnftcmcindc Lonbstraste 2. Tonntag. den Lv. Januar, abends 8> - Uhr in »»icre», Tna>c GefTcntlichcr V.rtru^ von Herrn Preb. f nkr' '„SrauArn wir eine önfitre rclijiöie ’JlMtar.Li'. Eintritt frei. _ |(V)411 _Eintritt frei. die einzige derariige Beranstaltung in dieser Saison seitens unserer Gesellschaft stndei Sonntag den 1. Februar, abends 8”, in Garten statt. Eintritt nur in Maske oder GcscllschastS- _ anziig. _ 1182D Bayrischer Hof Inh.: Peter Eaub. Bahnhosstr. ,3 Morgen SaniStag stk42 ^ Meyelsuppe ^ Morgens Wellstciich mit ttvaut. Lais Ebel Inh. Karl Ohin 1100 morgen Samstag, Grosser Masken-Ball in sämtlichen unteren Räumen Herren-Äarten Mk. 1. —, im Vorverkauf 80 Pfg. bei den Herren Sonntag Peter,en. Marktilay. Schluss meines Inventur-Ausverkaufs Samstag,24Januar Besonders günstige Kaufgelegenheit erstklassiger Schuhwaren auch für späteren Bedarf! E» W. Herbert Marktplatz 2 neben der Eogelapotbeke Ein gut sitzendes Korsett A. Salomon & Cie. Sclnüstrasse 4. 11176a ist die Vorbedingung für ein gutsitzendes Kleid. Wir bringen ca. 40 verschiedene Korsetten in all. Weiten u. Längen Korsetten fürextra starke Damen kur junge Mädchen in lang 4^-Oi ScLlCrl und halbhoch Korsetten in weiss und farbig Korsett Ersatz • Hüftformer Korsett-Schoner Donnerstag;. 29. Januar. 8 ! ' a Uhr Im großen Saale de» Hotel ftehlltx: j Vortrag its Herrn Archivilireklor Dr. J. R, Dieterich, Darmstadt: Der Fall Canitz, ein diplomatischer Konflikt zwischen Hessen- Darmstadt und Preußen im Jahre 1853|54. Obste sind willkommen! Hfö K» wird gebeten, währenddes Vortrages nicht zu rauchen.! P. P. Hierdurch beehre ich mich meiner gcehrlc» Kund- : ichait von Lollar und Umgebung ergebenst anznzcigen, : dast ich meine seit 32 Jahre» betriebene Bau- u. Möbelschreinerei - vom !. Juli 4843 ab meinem Sohne übergeben habe. { Indem ich für das mit in so reichem Mähe entgegen- r gebrachic Vertrauen bestens danke. bitte ich. dasselbe : auch meinem Sohne zu teil werden zu lusscn. Hochachtungsvoll Heinrich Henkelmann I. : _ 2 Unter böslicher Bezugnahme aus Vorstehendes : bitte ich eine geehrte Kundschaft, das meinem Vaier ; gcichenkie Bcriraue» ans „uch übertragen zu wolle». : Mein eifrigstes Bestreben wird cs sein, den guten : 3tu>, dessen sich das Geschäft meines Vaters zu ersrcucn r haue, zu erhalten. r Mich Ihrem gcneigicii Wohlwollen bestens emv- ! schlcnd, zeichne i bochachlungsvollst , H. Henkelmann III. ! Lollar, den 24. Januar 1844. tos | Ja^d-Verpachtnna. Dienstag, den :t. Februar d. I.,' nachmittags 2 Uhr. soll in dem Rathaus dahier die hiesige Ä-meindciabd aus weilerc 6 Jahre ver- pachiet werden Die Bedingungen werden bei der Verpachtung bekannt gemacht werden. Die Gemarkung hält mit Wald über 700 ha und ist von. Bahnhol yungen in 20 Minuten und vom Bahnhof Vrais.Horlost in 10 Minuten zu erreichen 9 Langd, den 21. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Langd __ Meyer. n?,8 Schnupfen CREME DEHNE bestf 50V in *£S2££? vN Vorlesungsverzeichnis Der Universität Roslock für das Somwer-Scm. 1911 ist kostenfrei zu beziehen d.d. Sekretariat. ( 1573 Id I? \ Ci \j A A D E K ert. *^ englischen Unterricht. Schr ftl. Angebote unt. 067 an den Giessener Anzeiger. Qrür eine iunnc Frau wird ^funa banöaufenifialt aus einem fleinen Gut, Hof ob. auch in einem ev. Psarr- danS aus dem Lande gesucht. Anaebole mit Angabe der Pensionskosten sind an Redakteur W chrum, Essen Ruhr, An richten. 1053 DominoS u. Kostüme bill. \. ucrL Vubmtaflr. 16 11. [0533 i fiüofnifoiiiiinc zu verleiben. 05301 Schlongassc !> l. I I y"0M. ' 7«^".ck evll. mit Bürgschaft unt. 45^/ 0 der Taxe sofort nefitebt für Neubau. Schristl. Angeb. unt. 0530 a. d. Gienen. Angela-erb. (Geschäftsmann sucht neuen Sicherheit Hk..» 00 .—. Rück ?,ablunn in halbj. Raten von je Mk. 125.—. Schriftl.Anneb. n. 0534 an d. Gietz. Anz. erb. Cafe Ebel Inhaber: Karl Ohm. % Täglich Künstlerkouzerte Aniana 7V, Uhr. Samstag Großer Masken-Ball ohne Deniaskicrungszwang. Herren Karten Mt. I.nn. Dame» frei! 1287 Vorr»rd»iil >» rien Zlgirren- qcsehllleii »ob Sonntag and Fotoraen an ormaai. Preisen. Samiliche Rguuttiitikeiicu lind vornehm dekoriert. erküllt alle bViinscke. dllacken Sie deshalb keine Versuche mehr mit Schuhputjmitteln zweifelhafter Güte, deren es so viele gibt. Pilo ift überall zu haben I 3ss il. Samstag, den 2 4. Januar, abends 0 Ubr Ordenl.Ceneralversainnilung im Bercinslokal. 44491) Tagesordnung: 4. RechnuiigSablagc. 2. Bcrichiedencs. Ter Vorstand. samstna. de» 24. Januar, abends U Uhr, in der istcsinu- raiioi, Herbert [ 1 454 14 WcncroL’Jlfriflminlunji .Tagesordnung: Bericht, !stech„u»govorlage. Borttandswabl, verschieden. _ Ter Vorstand. Sonntag, de» 25. Januar: ttollar—Ruttcrsbauscii— Gieiberger fhorlthaus — TiinSberg—Bieber—Rod- hcim. — Ablahr! 48" 4>hr. 2V> ----- " - -..... u 7 iamstag, Zl.Zan. rJ\, abends 8 1 Udr Maskenball in Ttcins Worten Wege» Einladungskarten >. Einsuhruna von Gästen und wegen Geiicimkarien wende man ilch an den Borsivenden. Löberstr. 48. zwischen 8 und 7 Ubr abends. _ 4179D vir.: Hermann Steingoetter. Sonntag, d. 25. Jan. 1811. nachmittags lt> i Ubr: Kleine Preise! Kleine Preise: Neuheit! Neuheit! Die Zarin. Schausvicl in 3Akien v.Mr> chiorLcngyel u. ttudwigBiio. Ende 8 Uhr. -Abends 7V. Ubr: — Mot,lg erhöhte Pr»se. - Auster Slbonneinent! Aboiuienie» zahle» gegen Boriocis d. ä ErmnstigungS kuvonS gewöhnliche Preise. Einmaliges Eastivicl des König!. Bnverischeu Hoi- schauspiclers Avaraä vrsder. Jägerblnt. Bolksstücl in 4 Ak^en von Benno Rauchenenger. Ende 10»/ 4 Uhr. [ lia > C r»r rt *?sn^<>^ amtau il afle beutiner Nummer ist ein Flug' ander,en 4- Std. UtÜD»^^Ä&ÄSTÄi