Nr. 18 Ter ««ebener Anzeiger erscheini läglich, anher Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich «ietzener Zamilienblöller. zweimal ipöcheiiil.NielS! »I-tt>Srd«n8r«ir Kietzen (rienslagimdFreiioai: zweimal nionail. ka»d- »Irlichaslliche Seitsragt» Ferulvrech - Anlchlüffe: «ür die Redaktion N3, Berlaq n. Exveditton 51 Ad,ehe «ür Teveichen: «»jeiger «ietzru. Annadm« van Anzeige» «ür die Tageenrnnnier bis vorniitlags 9 Uhr. Erstes Blatt 164. Zahrgang Gietzener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Gberhessen Donnerstag, 22. Zanuar 19^ Die heutige Nummer umfaßt IO Seiten. ragcskalender aus dem Jahre 1814. 22. Januar: Treffen westlich von Na,ich. unweit Toul, zwischen L i g n >, und St. Aubry, in dem die Russen die Franzosen scltlagen. Der mexikanische Ztaatsbankerott. Tie teils durch die Tiktatur HuertaS, teils durch die Einmischung der Union chronisch gewordenen Wirren in Mexiko Ixabcn die wirtschaftlichen Zustände des an Naturschätzen so reichen Landes derart zerrüttet, daß der Diktator nach der in den süd- und inittelaiuerikauischen Republiken nicht ganz unbekannten Taktik die Einstellung der Zin«enzahliing aus die Bonds der inneren und äußeren Schuld für die ersten sechs Monate des Jahres an gckundigt hat. Tiefe Maßnahme bedeutet, wenn nicht den offiziellen, so doch den offiziösen Staatsbankerott, der vervollständigt wird durch die Verlängerung der sogenannten Bankseiertoge bis zum Bl. März, worunter die Verord uung eines weiteren Zahlungsausschubs zu verstehen ist, den fitt) natürlich auch alle privaten Schuldner in Mexiko zunutze machen werden. Die angekündigte Einstellung der Zinsenzahlung hat bereits eine wahre Teroute aus dem Markt der mexikanischen Staatsanleihen hervorgerufeu. Tie sünfprozentige Anleihe von 1909, die mit 102,75 ausgcgeben wurde und die int Jahre 1912 einen niedrigsten Stand von 97,60 auswics, während sic am 31. Dezember v. I. bereits aus 88,50 zurückgegangen ivar, vcrzeichnete ain Sonnabend den 17. Januar einen Tiessiand von 75,10. Die vierprozentige Anleihe van 1904, deren höchster Kurs im Fahre 1912 91,40 und der niedrigste 86,50 betrug, wahrend sic am 31. Dezember 1913 72,75 notierte, ist jetzt glücklich aus 64,25 zurückgegangen. Tie Mehrzahl der trauernden Giäiihiger befindet sich natürlich in der Nordamcrilanischen Union, wo der größte Teil der rund 317 Millionen Dollars betragenden auswärtigen Staatsschulden Mexikos iintergebracht ist. Aber auch in den Händen der englischen, französischen und leider auch der deutschen Kapitalisten befindet sich eine ganz erhebliche Anzahl mexikaiiiicmr Werte. In «velcheni Umfang das der Fall ist, läßt sich natürlich auch nütir schätzungsweisc scsi- slellen Hoch mag es sich, die Eiscnbahnanleihc mitgercckmct, wohl um mehrere Hundert von Millionen Mark handeln. Es liegt in der Natur der Sache, daß nicht nur in den .Kreisen der Staatsglüubigcr Mexikos, sondern auch sonst die Frage ausgcivorscn wird, was zu tun sei, um diese Bankerott- erklärung, oder wenigstens ihre Folgen, abzuwendcn. Ein Berliner Blatt wußte dieser Tage zu melden, daß zwischen den Regierungen Tcuischlands, Großbritanniens, Frankreichs und den Bereinigten Staaten von Amerika Perhandlungen über gemeinsame Schritte gegen Mexiko schweben, aber jene Nachricht ist unzutressend, und es haben bisher keinerlei Erörterungen über diese Frage stattgefunden. Tie deutsche Regierung steht aus dem Standpunkt, daß sic als nicht iii erster Reihe beteiligt nicht die Initiative in dieser Sache ergreifen wolle, wenn sie auch bereit sei, sich, falls das von anderer Seite angeregt iverde, an einem solchen Meinungsaustausch zu beteiligen. Nicht nur die den« fchc, sondern auch die englische und die französische Regierung stehen anscheinend aus dem Standpunkt, daß die Initiative hier der Union zukommt. Diese aber läßt nach einer Meldung aus New Port bereits jede 'Absicht eines gemein samen Borgehens gegen Mexiko dementieren. Die Gründe Der neue Supermann. Aus Ham bürg. 20. Jan., schreibt unser Korresponde»!: Es war das erstemal, daß sich die Erstaufführung eines SiidPr maimschcn Werkes nicht in der Rcichshailvtstadt begab. Wollt: Hermann Suderniaiiii, der viel und sicherlich vit zu Unrecht ge- lästertc. sein neues Werk einmal einem anderen, unbefangeneren und einer anderen, weniger bissigen Kritik vorsetzen? Es mochte so scheinen. 'Aber nun man das neue Stück kennt, bitte iiini- aktigen „Lvbgcsängc des C lande an", die das duldsame Hamburger Publikum im D c u t s ch c n S ch a u s p i c l h a u I e von acht bis Miiiernachl erleben duriie, wird man wohl annehmen müssen, daß sich in Berlin keine Bühne von Rang gesunden hat, die bereit geweien wäre, das Wagnis einer Uraufführung dieser weitschweifigen, redseligen und nronown dramatisierten Historie aus dank verfallenden römischen Reich zu untcrnchnicn. Hernian» Sudermann hat mit diesem historischen Traueripict gewiß seine besonderen künstlerischen und liicrarisckien 'Absichten gehabt. Ihm mag als Ziel seines Ehrgeizes eine von modernem Geist erfüllte geschichtliche Tragödie vorgeschwcbi hob"N. Unser modernes Drama seit Hebbel, Ibsen und Hauvtmailn begnügt sich nicht mehr mit dem Gegenständliche»; cs zerlegt die Tinge und Geichcbniffe in ihre seinstcn, inneren Bestandteile, es ist ganz und gar Analvsc geworden, mag cs sich nun um materielle, geistige oder ieclischc Borgänge handeln. Hermann Tudcr- niann wird nun vielleicht geglaubt haben, das historische Drama von allen niaieiiellen Geschehnissen zu befreien, und an ilrre Stelle die dciaillicrie Analnie von Scclenstiminiingen historischer Persönlichkeiten setzen zu müssen, um modern im icinstcn Sinne zu sein So kommt er fünf Akte lang viychologffch, immer nur vjychologisch. Und da durchaus keine Taten gcichchcn, io müisen die Personen reden, immer nur reden. Und sie hören nicht eher aus, bis s>c mehr oder minder plötzlich in rin besseres Jcn- seiis befördert werden. r v biefent Drama wird keine Diner,e dargestcllt, sondern Historie erklärt. Es Fl a! o gar fein Drama, sondern ein in fünf Kapitel zerlegtes Kompendium der Meinungen Hermann Sudermanns über die unterschiedlichen Scclenstimmungcn der Herren St! l! cho, Verweser des weströmischen Reiches, A l a r i ch, König der Weüaoien. und des Dichters C l a I, d i n s Claudia- n u sj nach dessen Lobgesängen mti Seine Majestät den dekadenten und verrückten Kaiser Honorius das Stück unbcrcchiigtcrweise seinen Namen hat. Das sich zwischen diesen Personen und einer großen Fülle anderer Römlinge vollzieht, bleibt so ziemlich das Geheimnis des. Dichters. Dir hören allerlei von den .Heldentaten des großen für diese Haltung liegen auf der Hand. Angesichts der neuerdings beliebten Auslegung der Monroe-Doktrin will man einmal jede Einmischung europäischer Mächte in die Angelegenheiten amerilanischer Staaten vernicidcn, und ztveitens rechnet man anscheinend daraus, daß ei» bankerottes Mexiko eine noch leichtere Beute für den anicrikanischcii Imperialismus werden könnte, dessen Triebfeder i» diesem Falle der Petroleumtrust ist, während Wilson und Bryan nur die Geschobenen darstellcn. Im übrigen wäre die Frage auch nicht leicht zu beant- ivorten .welche Maßnahme» die Mächte gegen den mexikanischen Staalsbeintcrotleiir ergreifen sollten. Beispiele eines derartigen Vorgehens sind freilich schon vorhanden, so gegenüber Aegypten und der Türkei, ivelche beide Staaten cs der von de» (Großmächten eingesetzten Finanzkoutrolle zu verdauten haben, daß sie wieder zu geordnete» Verhältnissen gelaugt sind. Ein solches Vorgehen ist jedoch bisher nur mit der. wenn auch durch diplomatischen Druck hcrbeigc- sührtcn Zustimmung der betreffenden Staaten erfolgt, und es dürste bei den Regierungen schwerlich Ncigckng bestehen, wegen der Interessen privater Gläubiger kriegerische Gewalt anzuwenden. Es ist ja wiederholt eine Ergänzung des Völkerrechts dahin gefordert ivorden, daß ein internationaler Gerichtshof eingesetzt werde, der banterotten Staaten gegenüber zuständig sein und auch mit den nötigen Machtmitteln ausgerüstet «verden soll, um seine Urteilssprüchc nötigenfalls mit Waffengewalt zu Vollstrecker,. Aber das ist bis auf weiteres eine Utopie und so wird man bis zu dieser völkerrechtlichen Zulunstsmusik nur an das zahlungsfähige Pn- blilüni die Warnung richten können, auch in bezug auf sein Kapital den Spruch zu beherzigen: Bleibe im Lande und nähre dich redlich! Ein bekannter Bankier gab einmal einem ihn um Rat fragenden Kunden die Auskunft; Wenn Sie gern gut essen, kaufen Sie hochverzinsliche Papiere, und wenn Sie gern gut schlafen, begnügen Sie sich mit dem landesüblichen Zinsfuß! Tie Hoffnung auf das gute Essen ist den mexikanischen Staatsgläubigern — und nicht nur diesen — zu Schanden geworden, ober mit dem schlechten Schlaf, das wird schon stimmen. Die Lntftehllngsgeschickite ?er kritischen Militärmisfion in öcr Türkei. In der „Köln. Ztg." werden auf Grund amtlicher Ouel- le,i Mitteilungen gemacht über die Entstehungsgeschichte der deutschen Militärmission in Konstantinopel, wonach anzunehmen ist, daß Enver Pascha im besten Einvernehmen mit dem dentschen General steht. Einleitend wird betont, daß die Miffion nicht eincin Gedanken der deutschen Politik, sondern denr Wunsche -der Pforte entsprungen war. Im Mai 1913 ersuchte der Großwesir Mahmud Scheskct Pascha den deutschen Botschafter Frhrn. v. Wangenheim, der deutschen Regierung die Bitte um Entsendung eines deutschen Generals nach der Türkei zu unterbreiten. Nach Prüfung di-ses Wunsches kam man zu den, Schlüsse, daß inan ihn nicht ablehncn tonne, in erster Linie deshalb nicht, weil er sonst sofort von anderer Seite crngeiiommen würde, und bezeichnet!: dem Nachfolger des inzwischen ermordeten Großivesirs Mahmud Scheskct Pascha, Said Halim, den General Lima» von Sanders als für die von der Türkei gestellte Aufgabe besonders geeignet. Bon Berlin aus ist die Frage der Komniandogeivalt des Generals Liman von Anfang an nicht als eine solche unseres Prestiges oder unserer politischen Geltung behandelt ivorden, sondern nach Gesichtspunkten der iniliiärisch-technischen Zweckmäßigkeit Maßgebend war der Oledankc, daß der deutsche General Befugnisse haben müsse, die eine wirk- Vandalenabköminlings Siilickio. der das in allen Fugen krachende irestrümische Reich Oünstes Jahrhundert n. Ehr? durch die sliggc «live Macht seiner Persönlichkeit zusammcnhäli, und seinen irennd- schaitlichen Bczichnngen zu dem iemverainentvollc» Dichter Claudius Elcmdianus, der alle Tugenden Homers und Virgils in seiner Person vereint. Diese Beziehungen erhalten durch einen Gewalt- strich des Dichters, der seinem erhabenen Gönner den wackeren Wcftgoienkönig Alaricki in die Hand ivieli, eine schwere Erschütterung. die in ihrer Konseaucn; mit dem tödlichen Eritus der beiden Hauptpersonen endet. Mehr Materielles läßt sich beim besten Willen nicht aus der Verworrenheit des Stückes herausnnden. Alles andere ist Grrcde, oder nach des Dichters Meinung. Pin- chvlozic. Aber da die redenden Personen niemals menschliche Töne anschlagen, sondern immer mir vom Dichter am Schreibtisch klüglich und ohne Wärme ersonnene Aussprachen über sich selbst halten, so wirkt das Ganze in seiner harrende» Monotonie grenzenlos langweilig, und nur ein paar schöne Bühnenbilder und eine sehr hübsch vorbereitete Szene des zweiten Aktes, die in der Sensation der Helligen Erscheinung des gchirnkranken Kaisers Honorius gipfelt, wericn spärliche Farben in die trostlose Oede dieses grausamen Spieles. Das Publikum, unter dem sich zahlreiche Berliner bcsanden, war von rührender Geduld. Obwohl man durchweg der Ansicht war, eine herzlich wenig aufregende Sache zu erleben, harrte man Iren aus, um am Schluffe des Stückes den Dichter aus der Bühne zu sehen, der sich dann auch etliche Male verneigen konnte. Aber diese Tatsache wird ihn nicht darüber hinwegiäuschen können, daß die deutsche Bühne mit diesem kalten und blutleeren Römerstück nichts gewonnen hat. Daran konnte auch die wackere Arbeit des Schausvielcs unter der Regie von Alex Otto nichts ändern. Kurt Küchlcr. — Jules Claretie und das ewige Drama. Eine hübsche Geschichte von dem jüngst verstorbenen Jules Claretie weiß die „Comödia" zu erzählen: Eines Tages kommt ein junger Trmnaiikcr zu Claretie und ivill ihm sein Manuskript überreichen. Claretie fragt nach dem Titel, der junge Dichter nennt ihn. und hieraus greift Clarette in seinen Schreibtisch, sieht ein Ma- niiskrivt hervor und sagt: „Ein Stück mit diesem Titel habe ich schon." Weiter erknnKgt er sich nach dem Störte der neuen Dichtung Der junge Dichter ietzk den Inhalt seines Stückes kurz auseinander. Claretie sagt nichts darüber, grciit oielmelxr wieder ins Pult, zieht ein anderes Manuskrivt herovr und sagt; „Ein Stück, das diesen Swff behandelt, habe ich auch schon." Ter junge Dichter weiß nicht, was er sogen soll, macht eine» recht same Durchführung seiner Resormarbeit verbürgten. Jnr Lause des September wurde für die Tätigkeit der dentschen Mission der Plan ausgestellt. Ter Vertrag sollte für fünf Jahre gelten. Von türkischer Seite ging auch später der Gedanke ans, das Konstantinopclcr Armeekorps dem General v. Lima» zu unterstellen, ein (Ycdanlc, für den inan deutscherseits aus gewichtigen Gesichtspunkten nicht besonders eingenommen gewesen ivar. Bei der Anivesenhcit des ru s j i- f rfictt Ministerpräsidenten in Berlin im November, fährt das Blalc sort, wurde die Frage der Militärmis- sion zwischen ihm und den deutschen Staatsmännern eingehend erörtert und eine eingehende Prüfung der russischen Wünsche nach dem Fallcnla scn der Kommandogcwalt oder der Wcgverlegung des Amtssitzes des Generals von Kon- stantinopel zugesagt. Im Lause dieser Besprechungen wurde der Petersburger Regierung initgeteilt, die Verhandlungen mit der Pforte seien soweit abgeschlossen, daß eine Acnde- ruiig der Bedingungen für die Tätigkeit der Mission zurzeit nicht mehr möglich sei; jedoch loerdc der Missionschef nochmals an Ort und Stelle prüfen, ob sich die Verlegung des Missionssitzcs nach Adrianopcl oder Smyrna ermöglichen lasse. Durch die Verjüngung der oberen KominandostcUen «vurde der Alters- und Rangunterschicd zu erheblich, um gegen Limans Verbleiben in seiner Stellung als Korpskom mandeur nicht starke Bedenken zu wecken. Tic R a n g s r a g e fand mit der Erucnnung Limans zum General der Kava« ierie und seiner Beförderung zu der ranghöheren Stufe eines Marschalls der türkischen Armee ihren 'Abschluß. Gteichzei tig Ivurden ihm Jiispcktioiisbcfugnisse übertragen, nicht nur wegen der Rangerhöhung, sondern «veil man es für zweckmäßig hielt, ihm freie Jnspeltionsbesugnisse zu geben. Der Artikel schließt: „Es geht daraus hervor, daß es durchaus unrichtig ist, wenn sich einige deutsche Blätter jetzt auch «vic- der durch die Haltung der französischen Presse beeinflussen lassen, von einem Fiasko der deutschen Politik zu sprechen. politische Tagcssctta«. Steigende Eheschen ergibt sich aus fotgeicher Tabelle, die wir in dem rcich- halfigeu Werke von Professor Julius Wolfs über den Geburtenrückgang finden. Es ivurdcii Eheschließungen aus tausend der Bevölkerung gezählt: 1 900 l Slv Teutscbland 8,5 7,7 Oesterreich 8,. 7,G Ungarn 8,9 8.6 Frankreich 7.7 7,0 England 7,6 7,2 Ecbweiz 7,7 7,5 Italien 7,2 7,7 Rutzland 8,8 7,8 Belgien 8,6 7,7 Rolland 7.6 7,2 Dänemark 7,7 7,3 Also außer Italien und Frankreich zeigen alle europäischen Kulturländer ein deutliches Sinlen der Ehezisfer. In Preußen ist die Ehezisfer vvii 8,5 aus 7,8, in Bayern von 8,2 auf 7,2, .im Königreich Sachsen von 9,1 aus 8,1 zuriickj- gegangen. Es ist schwer zu sagen, ob dieser Rückgang ein dauernder sein wird. Würde er cs, dann wäre das Bild, das der ständige Gcburtenrückgmcg gibt, der sich übrigens nicht allein aus dem Sinken der Ehezisfer erklärt, noch trüber. Tenn nicht wachsende Not haben wir int deutschen Vatertandc zu verzeichnen, sondern ständig ivachsendeiz Wohlstand. Es ist also dieselbe Ursache hier wie beim Geburtenrückgang, die Scheu, Opfer aus sich zu nehmen. geknickte» Eindruck uitb dreht sein Manuskript in de» Händen. Ela- retie aber klopit ihm ermunternd aui die Schulter »nd sagt: „Geben Sie Ihr Manuskripi nur her und lassen Sic sich nichr entmutige«. Beim Theater temmi cs nicht darauf an, was man schreibt, sondern wie man schreibt." — Der Bau eines Dozenten hau «cs und die Beschaffung eines z» seinem Betrieb efiorderlichen Vermögens ioird in Berlin angcftrebt. Zur Verwirklichung des Plans ist, wie die Voffiichc Zeitung mitteilt, ein Ausschuß zuiammengetretc», dem als Mitglieder die Proicsioren Anschütz, Teißmann, Tiels, Lenz, Nernst, Riehl. Rubens, v. Schmollcr, Seckei, Struve, v. Willa- nwwitz- Moellendorss und Vürgermciilcr Dr. Reicke angeboren. Das Tvzcnienhaus ist bestimmt zur Vorbereitung küniiigcr Dozenten für ihren Lehrberuf, zur Ausführung wiffenschasilicher Arbeiten und zur Abhaltung von Vorträgen: vor allem aber sol« damit ein Miitelvnnki geschaffen wcrdcii iur die Anregung und Ei Haltung eines lebendigen Verkcbrs und Gednnkenausiauick>s unter jungen Gelehrten verschiedener Tiszivliiien. Durch die Berleibuno von Jahiesgehältern an inngc Gelehrte, die «ich der alädcmffchen Kanibahn znwendcn wollen und durch Begabung und Charakter eigenschaiten dafür besonders berusen sind, ioll verhindert werde», daß fernerhin wertvolle Ärästc bloß aus Mangel an Mitteln der Wiffenschait verloren gehen oder, von der Sorge um den Lcbens- nnlerhalt getrieben, zu vcrslachenden Nebcnbeichästigungen genötigt wcrdsii. — Eine Statistik der Totqeborencn in Frankreich. Nach der durch das iranzösischc Arbeiisniiniftcrium veröffentlichten Slatrsttl belrägl die Zahl der Tolgeborencn in Frankreich jährlich im Durchschnitt mehr als 30000. Aut 22 tür lebend eiflärte Kinder kommt also immer ein Tolgeborcncs. Das ist ein Verhältnis von 45:1000. Eine inicrcffaiitc Beobachtung hat nun der iranzösischc Statistiker Chambrclant gemacht, indem er die Verteilung der einzelnen Ziffern auf die verjchiedencn Gebiete Frankreichs vornahm. Danach beträgt das Verhältnis in Paris 62:1600 und in den andern Städten 55:1090, während cs am dem Lande geringer ist. Während die Zahl der Tot geboienen in den Departements der Mitte und des Südwesten? verhältnismäßig gering ist, ist sie in denen des Nordens und Süd- ostcns belröchilich viel höher. Diese Verteilung stimmt auffallend mit dem Alkobolismus der einzelnen Gegenden überein. Ter Alloholkonium ist im Norden Frankreichs «ehr groß und erreicht rm Sudoften «'ein Maximum; er dürile aui die hohe Zahl der Toigcborcncu von nicht geringem Cinlluß sein. litte keichLlagserjatzwahI. Seunuit (39efty>tcu&en), 21. Jan. (Vorläufiges amtliches Wahlergednis.) Bei der duirv den Tod des Reichstags- abgcordneten Zürn (Rvt.) im Wahlkreis« Marientverdcr2 notwendig gewordenen Retckistagsersatzwahl erhielten Land- rat v. Brünneck-Rosenberg (Stylt.) 11334, Gutsbesitzer Rasqkowskt- ikrzeniniewo (Pole) 8116 Stimmen. Zersplittert waren 28 Stimnien. v. Brünncck ist somit gewählt. r«nt{, 11. Sachsen : Boi na legte sein Mandat nieder. Ue der das Kanalprojelt Berlin-Leipzig haben in den letzten Tagen wiederum Besprechungen stattgesundcn. In einer Bvrstandssitzung des Kanalvcreins in Leipzig wurde die Traccnsührung des Kanals eingehend besprochcii. Ter Kanal, soll bautechnisch in vier Teile, betriebstechnisch in drei Teile, zcr fallen. Ter Kanal wird von Leipzig über Etlenburg und die kanalisierte Mulde getührt, erreicht bei Torgau die Elbe und iührt weiter über LuckenwaGe-Jüterbo, nach Potsdam, wo er Auschliiß an den GroßsÄijsahrtsweg Berlin-Stettin findet. Tic Aussichten für das Zustaiidrknnme» des Kanalmosektes sind trotz des große» Interesses der beteiligten Städte und .greise keine sehr guten. Ter preußische Staat dürste sich vorläufig kaum ei» vcrsiandcn erklären, den Krnalbau aus Rechnung des Staates zu bauen »dki namdaste Zuichüsie zu leinen. Aus sächsischer Seite begegnen dem Kanalvroiekt Schwierigkeiten, tocil man eine Konkurrenz für den Elster-Saale-Kanal bejürchtet, der bekanntlich non einer Privatgescllschajt gebaut wird. Errichtung eines st a a t l i ch c n P o l l b l u t g e st ü t s in A lt e n fcld e. Ter Budgrtaustchnß des vrcußiichen Abgeoro- netenhauics bewilligte mit den Stimmen der Teutichkonicrvatioen, der Freikoniervatioen und dar Foriichriitlichen Poltspartei gegen die des Zentrums und der Nationalliberalen die in den Borgnfchlag der Gestütsverwaltung eingesetzten 350000 Mark zum Ankauf von Grundstücken zur Errichtung eines staatlichen DollbluIgestütS in Altenfeldc im Regierungsbezirk Kassel. MissionsauSstellung, Noch in diesem Monat wird im Rcichstagsgedäude zu Berlin eine Missionsausstellung, vornehmlich für Rcichstagsabgeordnete, stattsinden. Sic will das Interesse für die deutschen Missionen in unseren Kolonien »nd iti der Südlcc wecken. Tie Vorderes tungcn zn ihr liegen in den Händen berufener Fachmänner. HaiwtsächlKh gelangt Material aus dem deutschen Missions- ichulwcjen unserer Kolonien zur Ausstellung. Tic evangelische und latbolische Kirche beteiligen sich gemeinsam an der Ausstellung. Ausland. T a § ö st c r r e i ch, j 84?:! Personen betragen, die übernachtet haben Diese Gäste babcn sich gegenüber den, Borjahr uni rund 6000 vermehrt, sind aber gegenüber den Zahlen für die Jahre 1800 „ich, 1010 um noch 0000 bezw 4500 Logiergäste zurückgeblieben. Tic alljäbrliche» Zusommensteilungei, von Logiergäslen werden von, Pvlizeiamt jetzt seit 5 Jahren vorgenommcn, und zwar unter Zugruiidelegung der Fremdenbücher, die je der Wirt, der Gäste zum Wohnen ausnimmt, z» sä hren ver pflichtet ist. Nach dieser Zuianimensteklung ergaben die ersten fünf Jahre der Statistik des Fremdenverkehrs in Gießen für 11*09 77042, 1910 72986, 1011 63319, 1012 62513, 1913 68473 Gäste Unter Abzug der Gäste der Herberge zur Heimat 59 981. 57 193, 19 793, 48 7,53, 53 786 Gäste. ' Wenn inan die Zahlen der Fremden, die in den fünf Jahre» unsere Stadt besuchten und über Nacht blieben, vom gcschäitllchc» Standpunkt wägen will, so muß man selbstverständlich die (»äste der Herberge dabei außer Betracht lassen, die zwar als Konsumenten für die Nahrungsmitiel- branchc von Wert sind, aber sonst nichts einbringen. Ist zwar im letzten Jahre gegenüber den beiden Borjahren und besonders gegenüber 1912 die Fremdenzahl gestiegen, so ist doch immer noch ein erheblicher Ausfall gegenüber de» Jahren ,1909 und 1910 zu beklagen, der auch auf den Geschäftsverkehr und somit auf die Erwerbstätigkeit unserer Bevöl- tcrung seinen Einsluß geltend macht. Hoffentlich wird das Jahr 1914 wieder den Fr ein der, zu sin ß für Gießen in der früheren Höhe bringen. Tie Statistik zeigt auch, daß die Zahl der Gastwirtschaf ten, die sich inil der Uebernachtnng von Gästen befassen, in den Jahren 1909 und 1910, von 45 im Jahre 1911 infolge des 'Ausfalls der Biehmärkle auf 33 herobgingc», ini Jahre 1913 sich aber tvieder bis auf 10 vermehrt haben Es beweisen auch die Einzelpvjitionen der Statistik, daß diese Ber mehrniig der Logiergclegcnheil lediglich durch die Bieh- märktc berbeiqesüdrt wurde. Wir brachten jüngst eine Ausstellung, wonach die Be nuhnng der Herberge zur .Heimat in den letzten 5 Jahre» zurückgegangen ist. Dieser Fall trifft in den letzten 5 Jahren auch für das G e w r r ks ch a f t s h a u s zu. Dari» logierten 1909 3791, 1910 4197, 1911 3022, 1912 1957, 1913 2509 Gäste. Es ist sehr ausfällig, daß hier cl>eiifalls das Jahr 1912 schlecht abschnetvet und dagegen 1913 eine Besserung brachte, ohne aber die Benutzungszahl wieder wie in den Jahren 1909—1911 zu erreiche». ** Tagest alc» der inr Tonnerstag. 22. Ja», itanf* inäii niscbcr Ser ein: „Fahrten und Tätigtest der Nord- rficn Lloyd im fernen Olten und der Sudsee" mit Lichtlnloern. Kränzlin. Unioerätätsaula, &‘A llhr. Fortickirittlickie Bolksvarlei: .Elsatz-Lothringe» und dock Reich*. Wolf. Hotel Einhorn KU llhr. Eisvcrein: PreiSknnülauie», 3 Uhr ** P rinz Fr iedrich Wilhelm von Hessen, Fähnrich im 6. illancn-Regiment, laut Patent vom 22. 'April 1912, ist zum Leutnant befördert worden. •• Ans de in Schn Idienst. lieber tragen ivurde dem Lehrer Johannes Pflanz in Holz heim, Kr. Gießen die erledigte Lchrcrnelle an der Volksschule zu Atzenhain, Kr. Alsfeld: de,» Schiilamtsaspiranten Ernst Bernhardt ans Rodheim a. d. Bieber die erledigte Lehrerstelle an der BolkSschiile zu BcrnSseld, Kr. Alsfeld; dem Schnlamts- aspiranten Georg Treu sch a»S Brandau, Kreis Dieburg, eine Lehrerßelle an der Volksschule z» Nieder-Erlenbach, Kreis Friedberg. — Erledigt ist die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle z» Lauter; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. ^ * * Ausdem Militär-Wochenblatt. Versetzt: 'Müller im 5. Größt, Hess. Ini -Regt. Nr 168, in das 1. Lothr Ins - Siegt. 'Nr. 130. Vom 1. Februar >914 ab aus ein Jahr zur Dienst- leistung kommandiert: Niezoldi des Ini.-Regt? Prinz Earl (4. Großb Heist) Nr. 118 iMainz), irüher in dicicm Regst, b 3. Unterelsäsf. Ins Regt. Nr. 138: mährend dieser Dienstleistung ist sein Paicnt als vom 3. August 1910 datiert anzusehen. Mit ihrer Pension und der iErlaubnishum serneren Tragen der Uniform des betr. Regts. zur Disp. gestellt: Bu > se , .Honvlmann a. D. im Landw. Bez. Waren, zuletzt Komp-Ehei im Jiis.-RegtX Kais« Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr 116. Im Benrlaubtenftande. Der Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen der Landwehr-Armee- Uniiorm bewilligt: Felsing d. Rei. d. Kurhei!. Train Bals. Nr ll iII Tarmstadtj, Slulcr (II Darmstadt) d. Landw Kav. 2. Auigeb.. Pseiffcr (I Darmstado d. Landw.-Fcldart. 1. Ausgeb. Ter Abschied mit der Erlaubnis zum Tragen ihrer bisherigen Uniform bewilligt: dem Stabsarzt d. R. De. Büchner kGtcßcn), dcpl Oberarzt d. R. Tr. Klein (Gießen). ** Der Stand ber Maul- und Klauenseuche im G r o ß h e r z v g t u m Hessen. Die Maul - und Kllruen- scuchc besteht „och nach der letzten amtlichen Veröffentlichung im Reichsanzeiger in Obe r h esse n in einem Kreise, einer Gemeinde und sieben Gehöften: neu hinzu- gekommen sind vier Gehöfte. In Starkenburg ist die Seuche nur noch in eincin Kreise, einer Gemeinde und einem CWefjöft, während kein Fall hinzugekommen ist In Rheinhes- scn fcfjtt die Seuche tzanz. — Die Schweineseuche und S ch w c i n e P c st ist in O b e r h e s s e n in zwei Kreisen, zwei Gemeinden mib zwei Gehüsten, davon neu: ein Gehöft: in Starkenbnrg in drei Kreisen, fünf Gemeinden, sieben Gehös tcn; in Rbeinhcsscn in einem Kreise, zwei ISemcinden und zwei Gehöften. ** Gemeinschaftlicher Ei n kau s non Ländereien. Um einer Verzettelung des verkäuflichen Privat» grundbesihes an auswärtige Spekülanlen vorzubeugen, kau- sen neuerdings die Gemeindeverwaltungen selbst oder die örtlichen Bauer »vereinig ungen die Län dereien gemeinsani an. Ebenso sind diese Körpcrschaiten bemüht, wo es angängig ist, die in ihren Gemarkungen liegenden Güter von Großgrundbesitzern zu erwerben und sie in kleinere Parzellen für Kleinbauern umzuwaiidelii. Diese Maßnahme ist im Interesse der Seßhastmachung eines guten Bauernstandes sehr zu begrüßen ** Wahlen der Versicherten z u in A u s s ch u ß der 'Allgemeinen Ortskrankenkassc des Landkreises Gießen. Wie >oir erfahren, soll das Stimmergebnis bei der am 15. l Mts. erfolgten Wahl sich ziemlich gleichmäßig aus beide Wahlvorschläge verteilen. Wenn auch aus den Wahlvorschlag Skr. 2, der von dem sozialocmokratischen Gewcrkschastskartell ausgestellt worden ist, etwas mehr Stimmen entfallen sein sollen, so ist doch der Unterschied zwischen de» für Wählbar schlag Nr. l, der vom Versichern» gsaiiil für den Kas- jcnvorstand ausgestelli ist, so gering, daß von beiden Wahl- Vorschlägen die gleiche Zahl Ausschußmilglieder als gewählt anzusehen seien. Tie Wahlbeteiligung soll im allgemeinen gut, in manchen Orten sogar sehr stark geivesen sein. ** Dom Städttheater wird uns mitgeteilt: Der Kgl. Payr. Hosschanivieler Kvnrad Dreher, der am Sonntag in der Bouenipostc „Jägerblut" hier ein einmaliges Gastspiel als „Jangerl" abjolvieri, iit bekanntlich dev Bater de? Schlierseer Bauernlheaters, dem er zu Welirui verlwlien hat. Die natürliche Komik Drehers hat ihn zu einem Liebling der Münchener gemacht: er gehört zu den^ seltenen Ebaraklerkomiker», deren bloßes Erscheinen au» der Szene beim Zuschauer Heilerkeil auslöft. Sicher wird der bekannte Künstler, der mm ersten 'Skale hier im neuen Hauie auslritt, eine große Gemeinde um sich versamrneln; es sei daher nochmals darani hingcwicsen, daß die 'Abonnenten bei diesem Gastspiel Preisermäßigimg genießen. * AllbcntIchcr Verband. Der für Samstag anqcietztc Vortrag mit Lichtbildern des Herrn Tr. O e h 1 c r über (öroßgrund beiitzauüeilung und Bauernansiebluiiq in Bosnien mußte aui rann tag. 25 Januar, verlegt ioerdeu und firtbet im Hotel Groß!,erzog Natt. ** Die schitoettläufe auf dem Hohervüs- kopf, die am Samstag und Sonntag ftattsinden, versprechen den einlerusenden SAeih„ngcn zufolge sehr abwechselungsreich zu werden. Zu dem von der Universllät Gießen gestisteten Wanderpreis für de» akademischen Stafette »lauf der Hochschulen Gießen, Darmstadt, Marburg und Heidelberg haben die drei ersten gut geschulte Manu schasten gemeldet Auch jiu die übrigen Läuse liegen viele Anineldungen vor; u. a haben sich vier' Norweger angesagt, so daß es jedenfalls sehr scharfe Rennen geben wird. ** Die Leiden der Vogelwelt. Der langandauernde Frost — heute morgen waren - 11 Grad — richtet unter der Bogelweli von Tag zu Tag größere Verheerungen an. Uehcratl lindet man im Freien unter den Hecken, in de» Straßen- grähen die Leichen ber kleinen und großen Sänger, Vor allem sin» es F in k c u, Ammer n und Amseln, dre den Lrtre rungsunlnldcn zun, Opscr sielen; aber auch die sonst so zählebigen Spatzen und selbst die ivetterharten Krähen erlagen der Kälte und den, Hunger. Zu allem Ueberiluß sind sell etlichen Togen auch schon größere Scharen von Staren in ihre srvftstarrcnde Heimat zurückgekehrt: von der Slot getrieben, bettet» sie vor den Fenstern ihrer Gastgelwr. Ersreulickierweise wird setzt in zad! reichen Ortsckiaftcn und Elemorknnge» ein hilssdienst sür die Vogelwelt eingerichtet, der den kleinen Sängern wenigstens Futter in reickum Mengen zur Verfügung stellt. ** KleineMitteilungen. In Windhausen stürzic ein Landwirt, »er in seiner Scheuer Stroh vom Gerüst derab- wersen ivolltc, durch 'Ausgleiten in die Tenne und erlitt schwere Verletzungen, — In 2 vlms Ilsdori arbängte sich ein junger Bursche anjangs der 20cr Lebensjahre in seiner 'Scklai stube. Tic Folgen eines Verhältnisses Hallen den ,ungen Men scheu in den Tod getrieben. — Ter 'Ackerknecht Stöbert Mauen genet io Ki rtor, unter einen abstürzcndcn Rußbirum. Er erlllt einen Beinbruch. — In de, Grimmschen Wirtschajt zn Villmar überfielen drei Burschen den Wirtssohn, als dieie, ihnen das Lokal verbot, und verletzten ihn durch Messerstiche an Kopi und Brust in schwerer Weise. Die Rohlinge wurden verhaltet. — In der 'Maschiuensabrik Johannisberg zu Geisenheim geriet der Schlosser Job. Weber mit der linken Hand in die H o h c l m a ßch l II e. Bevor die Maschine abqc- steilt werden tonnic, war die Hand s ö r m l i ch a bg e d r ü ck i Sie mußte sosort nacki seiner Ueberbringiwg in das 'St. Joseis Krankenhaus in Wiesbaden abgenommcn werden. — Bei einen, Einbruch in die Skeu-Jfenburgcr Filiale der Fvankkurtei Firma '2ck>adc u. Füllgrade erbeuteten die Einbrecher Waren im Werte von mehreren hundcrr SNork. Landkreis Gieße». — Ruttershausen, 22. Jan. Wir werden gebeten, unsere gestrige Skotiz über die Gemcinderatssitzung dahin zu vervollständigen, daß die Beteiligung der alten Mitglieder, die ihr Amt niederlegen wollten, lediglich der gesetzlichen Form entsprach. Starkenburg und Rheinhessen. ob. Bingen, 21. Jan, Der Schauplatz emeS Ranban falls war der Platz beim Draisbrnnnen an der Mainzer Straße. Dort wurde ein 38jährigeS Fräulein von hier von einem Unbekannten überfallen und zu Boden gedrückt. Als auf die Hilferufe der Ucbcrsallenen Passanten hcrbeieilten, floh der Räuber unter Mitnabnie der Handtasche in die nahe gelegenen Weinberge. Der Räuber wurde von dem Fräulein als jmiger, etwa 20jähriger Mann von mittlerer Größe beschrieben. Die sofort von der Polizei an- gestellte Untersuchung ist bis jetzt ergebnislos verlausen. — Da vor kurzer Zeit an der gleichen Stelle ein Notzncht- versnch an einer älteren Frau verübt worden ist, hat die Polizeivkrivallnng innsangreiche SichernngSmaßnahmen getrosten. Hessen-Nassau, - Höchst a. M., 22 .Fan. Tie Stadtverordnetenversammlung genehmigte in ihrer gestrigen Sitzung die Aufnahme einer 'Anleihe von 200000 Ml zur Freilassung von Straßcngclände. Tie Arbeiten sollen als Rotstandsarbciten vergeben werden. Weiter beschäftigte sich das Kollegium mit einer Äkagistratsvorlgge betr. Bildung eines Grundstücksfonds, zu welchem Zweck der Magi strat die Aufnahme einer Anleihe von 500 000 Ml. in Bor schlag bringt. Schließlich genehmigte das Kollegium 300 stlkarl als Unterstützung der durch das Hochwasser geschädigten Fischer an der Ostsee. — W i c s b a d c n, 22. Jan Slkan schrcibtsllis: Ein Verein ehemaliger Schüler des Kgl. Humanistischen Gymnasiums ist gegründet worden. Ei verfolgt den doppelten Zweck, feinen Mil gliedern durch Studien-ErinnerungSicste Gelegenheit mm Wiedersehen zu bieten und die Interessen der Schule zu fördern. Der Jahresbeitrag ist aui mindestens l Mt. scstgesetzl worden: Zad- lung von 25 Mk. gilt als lebenslänglicher Beitrag. Zu Vorstands mitglicdeni sind gewählt worden: Justtirol Siebert, Adolfs- Allee 5; Tr. med. 'Althaußc, Emfcr Straße 13; Dr. Sülle r - Gastell, Eltville, > _ vkrelKrnachrlchten. — Hattenrod, 19. Jan. Die hiesige Burschenschaft „Hb i l c r f c i t" begeht am Sonntag, den 25, Jannar, ihr Winter- vergnügen, verblinde» mit Theatcrauiiühriingen, Konzert und Tani. ^ Osfenbacki, 20. Jan. Der Otienbacher Lehrerver e i n hielt gestern alend im Hotel „Kaiser Friedrich" bei guter Beteiligung seine Hauptversammlung ah. 'Nach dem Jahresberichte ist die Mitgliederzahl von 206 ans 215 gestiegen. Die Rcchnungs- abiaze wies recht günstige Kaiienverhältnilse aus. Ter örtliche Jahresbeitrag irnnCc aus 1,50 SNark sestgesetzt. -- Elimbach, 20. Ja». 'Am Sonntag abend hielt hier im Lokale des Gastivirts Schnevv der hiesige, diesen Herbst neutze- glündcte Bursche» Klub sein Winlervergnügen ad Einige Theaterstücke ivnrden von den Mitwirkenden flott gespielt. Nach Prvgrmnmschluß fand Tanz statt. Bieber, 20. Jan. 'Am Sonntag tagte in Wils bach die Jakresokiiammlung des D » n sbcrg-Säng er bund cs. Gewählt wurde»: Lchier L ö > l - Bieber zum VoNltzendcn bt's Bundes, Lehrer Z u n g - Frankenbach als Schristiührer, Lehrer T c s ch - Königsberg als Kassierer, Ferner wurde beschlossen, am 10/'Mai eine Sängerfahrt gut den Tünsbcrg zu uitter nehmen. Das diesjährige Bundcsicft jindet im Juli in Wilsbach statt. 0 Rod h c i m a. d. Birber, 2. Jan. Am Sonntag hielt der hief. Bauernverein bei Gastwirt Karl Schlierbach seine gut be suchte Hauptversammlung ab. Der Verein wurde im Jahre 1891 gegründet und konnte diesmal 7 Prozent l gegen 6 rm Vorjahre verteilen. Das Barvcrmögen des Vereins ist ans nahezu 3000 s.lkk angctvachic». Lan-wirtichaft. sc, Tarmstadt, 21. Jan. Am 19. Januar fand im hie ligen Ministerium eine Besprechung statt, die sich mit den Qua ra n I ä » em a ßi> a h m en ini Grohhcrzoqtum Hessen beiaßte. 'Nach zweistündiger Beratung ivurde zngciagt, daß die Größt Kieisämter gleichmäßige Bestimmnngen über die Quarantäne bei ausbt'echcmder Maul und Klauenseuche zn erlassen, die Beschwerden der Bickhändlcr zu prüsen lmb.m, lmß die Viehhändler letzt oon den noch lestedcnden .Härten, die die Quarantänebesttmmungkii sitt Händlervieh verursachen, der Regierung durch die Hondcls- kommern berichten lassen. Dar Urteil im dritten Untpp-Pro;etz. Berlin, 21, Jan. Im Tilianprozcß begonnen gegen 12' , llhr die Plädoyers. Der Anllagcvertrcter bemerkte, cs liege zwcifel los erichwerter militärischer Ungehoriam vor. wodurch das Ansehen der Heeresverwaltung ichwer gelitten hat, auch liege eine Benaw teiligung des Reiches vor. weil ein, Erhöhuüg des Preises von der Firnia Krupp hätte vorqeiionuncn werden können. Eine Bestechung liege weder bei Tilian. »och bei Hoge vor. Militärisches Geheimnis liege überhaupt nicht vor. Er beaillrage also in bezug aus die Anklage wegen Vergehens ipngen das Spionagegesetz bezüglich aller Angeklagten Fretsvrechuirg. dagegen hätttn üch die An- geklagten Schleuder, Linst. Schmiüt und Pseiiier der väsiiven Bestechung schuldig gemacht. Pseiiscr könne wegen Verrats von Amts- gchetmnissen jedoch nur aus Grund des Diszivlinargesctzcs bestraii werden Kriegsgerichtsrat T c ch i c r! ch k c beantragte gegen T i - lian wegen erschwerten militärischen Ungehorsams sechs Wochen Stubenarrest und wegen Bestechung Frciivrcchung, im übrigen Ber- weriung der Bcrusung des Gciichlshcrrn, gegen Schleuder wegen erschwerten müilärischcn llngchorsgyvs und v-Ullver Hestvch- ihm brri Monats WfKiBflm« und Tisnllenilaoung, qsqsu V i n fl wcgcu dsssctbsu Acrgchen« die gkichr «träte, gcgsn g da m i b t lotsen erschwerte» militärischen Uugeborianis und vqisivcr Bcstsck, IMS rwei Monate Gcsäncknis unter Abstanbnabme non bem Antrag aut Tsgradaliou, gegen -H^o g e wegen erschwerten militärischen sin gehorsams sechs Wochen ^tubenarrelt nnb gegen P t e i f f e r wegen vassiver Bestechung drei Monate Gefängnis und außerdem Ader kennung ber Bekleidung ütsentlicher Aeinter »us die Tauer eines iahresf Bezüglich aller übrigen Angeklagten beantragte er Verwerfung der Berufung des Gcrichlsherrn, Das Oberlriegsgericht verurteilte die ZeuqleutuantS Schleuder und »ittft iwgen erschn-erten tnrlrtärischen Ungehorsams und vastwcr Bestechung zu je 6 Wochen verschärsrem Stubenarrest, den Feuerwerker Schmidt ivcgen erschwerten militärischen Nn gehorsams und Bestechung zu -l Wochen geltnbe,» Arrest, den tseugleutnant Soge ivegen erschnwrten militärischen Ungehorsams zu 3 Wochen verjchärstem Stubenarrest. Bei Schleuber, tzinst und Schmidt sind je 14 Tage, bei Soge sieben Tage aut die UntersuchungShast angerechnet worden. Wegen des Angeklagten Jcugkcutnant Tiltan wurde das Verjähren wegen Verjährung eingestellt, wegen der Befischung aus I r e i f vr c cki u n g erkannt. Bezüglich des Angeklagten Tberintendantursekretär Pfeiffer Hai es das Gericht nicht mit Sicherheit für nach- gewiesen erachtet, batz er Nachrichten den, Brandt gegeben bade und sich habe bestechen lassen; er wurde deshalb irriges pro-- ch e n. (Das Urteil vom 5. August hatte folgendermaßen gelautet; Gegen Tilian aut 2 Monate Gefängnis und Tienstent lassung; gegen Schleuder und Sinst aus 4 Monate Gejängnis und Tienftentlasiung; gegen Schmidt aus 2>3 Monate Geiängni- nnd Degradation; gegen Tröse auf .3 Wotiten gelinden Arrest; gegen Soge aut 43 Tage Festungshaft: gegen Pfeiffer aus 6 Monate Gefängnis und Unfähigkeit zur Bekleidung eines öffentlichen Amtes ans die Tauet- von einem Jahre.) I» dar Begründung wurde ausgeführt; Etz handelt sich NN, außerordentlich schwere Verfehlungen der AngeNagten, Sie haben ihnen nnvertraute Dienstgeheimnisse dem Vertreter einer Privatfirma preisgegebrn Das Gericht „t aber Loch trotz alledem dazu qetommen, hier einen minderschweren Fall anzunehmen und den Angeklagten mstdernde Umstande znzubtlligen Tie AngeNagten sind zur Feit ihrer Derfehlunqen noch sehr jung gewesen und luidrn nicht geglaubt nch durch die Preisgabe der Tienngeheimnstse irgenb einer Verfehlung schuldig zu mache». Sie haben gemeint, vor der Firma >truvv -der deren Vertreter gäbe es keine Geheimnisse. Tie Bot teile, die den AngeNagten q««hr! sind, waren austerordenilich germg, so daß das Gericht m Anbetracht der ganzen Sachlage nur aus geringe Strafen erkannt hat. Scrmilcbte». * 'S chneeftücine. Aus Paris, 22. Jan, ,oi,d gemeldet; Infolge der Schneestürme sind mehrere Dörfer bei Beciers !Südfrankieich) seit säst einer Woche von der Außenwelt abgeschnit ten. Die Bürgermeister teilten dem Präsetten telegraphisch mit, daß die L e h e n S III i 11 e l v o r r ä I e der Bevölkerung e r s ch ö v f t seien und die Dörfer um jeden Preis aus ihrer bedrohlichen Lage befreit werden müßten. * In der staatlichen Pnlverntühle von Ripault bei Tours wurden durch eine Efplosron von 500 Kilogramm Ge- tvehrpulver zahlreiche Arbeiter verwundet, darunter fünf sehr schwer. Man glaubt, daß die Efplosron durch Kurzschluß verursacht worden ist. Kleine Tatzerchronik. Am Mitrnroch mittag ist die Liegestelte des gejunke- >: e n » » t e r s e e d o o t e s A aufgefunden. Handel. T c r Z c >t t ra l aus ich» ß der R e i chsba n k ist auf Tvu- ircrsiag vormittag einberufen worden Ec- handelt sich um eine Diskontherabsetzung. Amtlicher Wetterbericht. Oefjentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausjichtet! in Sejsen am Irena, , den 23. Jan, 1814: Keilte Ivelentltche Slenbcntng, uortviegenb trocken, Froh, nordöstliche Winde. Schneebetichi he» LchiNub? «trieften. 3iu Vogelsberg bei klaren, Wetter vorzügliche Tchneeverhält- „jffe in> Wald; in den Tälern nicht besonders günstig. Letzte Nachrichten. Serabsetzitng von Diskont und Lombard. Berlin, 22. Jan Die Reichs bankhat den Diskont boiil 5 auf 4 1 ,nnb den Lombard-Zinsfuß von 6 ans 5>/,. her abgesept, Bcrurtctlung eines- Unholdes Z w o i b r st JE e it, 22. Jan. Das pfälzische S ä> io n r- gericht verurteilte beit 25 Jahre Men Schlosser Mariin Keßler aus Schiffer st adt, der am 23. September vorigen Jahres aus der Distriktstraße Mutterstadt-Schiffer- stadt. eine 39jährige Frau unter zahlreichen Kindernüber- s allen und sie in den Wald geschleppt hatte, unt an der ohntnächtiq gewordenen Frau ein Berb r g,ch c n zu verüben, zu fünf Jahren Znchthaus und l (sI ahren Eh r- v c r t u fr. Haussuchungen bei Dresdener Zigarettenfabriken. Dresden, 22. Jan. Die aus Veranlassung der Reichsregierung erfolgten «Haussuchungen bei Zigarettenfabriken soll die Einleitung einer gesetzgeberischen Aktion bedeuten, die auf ein R e i cb S z i g a r e 11 c n nt o n p o l hinausläuft. Verhaftung eines zwei ja che» Mörders. Saarbrücken, 22. Ja». Ein zweifacher Mord scheint setzt seine Ausklärung gesunden zu haben. Am 13. Januar taub mau im Walde bei Friedrich stal die Leiche der Frau P s a s s aus F-ricbrickslal-Elversberg. Ter Mau» der Er m o r b c t e it, der 31 Jahre alte Grubenarbeiter Pfasf, ist vor drei Jatren mit seiner Familie nach 'Aachen übergcsiebeli. Tie Fa NI i l i e wurde aber, da Pfasf sich nicht um sic kümmerte, der Gemeinde Alten,valü in Armenpflege überwiesen. Am 2l. Dezember v. I. traf Psass mit seiner Frau in Friedrichstal wieder zusammen und ging am 22. Dezember mit ihr nach Elversberg, um dort eine Wohnung zu mieten. Aus dem Heimivege soll er die Fran ermordet und die Leiche im Walde versteckt haben, wo sie am 18. Januar gesunden wurde. Seit birfer Zeit war Psass verschwunden. Wie sich heeausstellte, Hatte er sich svsorr nach der Mordtat wieder nach A a ch e n begeben. Tori ermordete er am 13. Jan seine Logisirau und ging nach Westsalen, Ivo er wegen des Mordes in -lache» Verba stet iuurde. Inzwischen wurde auch die Mordtat in Friedrichs- tal bekannt und aus einen, Brfste soll die Behörde Kenntnis er Hallen haben, daß Psass auch in diesem Falle als Mörder in Frage kommt. Gestern hat die Gegenüberstelluiig und die Zeugenverueh munq stailgesuicheu Wie weiter ans Aachen gemeldet wird, ha! der Vorarbeiter Psass gestände», daß er seine Fron in Elversberg g e tötet hat, aber erleugnetbziiMordanseinerLogts f r a u in Aachen. Deutsche Offiziere in der Türket. A rolsen, 22. Jan Lberstleutriaiit Frccherr v. 2v denstern, Kommandeur des 3. 'Bataillons des Jnsanteit, Regiineuts Nr. 83, Hai eine türkische Anfrage, ob er aus mch rece Jahre in türkische Dienste treten wolle, ziistimmend beantwortet. Ein italienisch-türkisches Uebereinkvmine»? Ko n st an tinopel, 22. Jan. In diplomatischen Kreisen, die der Triple-Entente nahesiehe», wird erklärt, daß nach Regelung der Jnseljrage dielBerössentlichnng eines italienisch-türkischen lieber einkommens bevorstehe bete. Abtretung der Insel 21 a m v o l i a an Italien, woiilr der Türket von Italien vierTorvedo bootszerstörer und drei Avisos überlassen würden Türkische R ii st u » gc n. K o n II a n l i n ope l, 22. Jan. Die Türkei macht umstissende Ankäufe sür Heereszioecke in verschiedenen Ländern, ll. a. wird mit Frankreich über den Ankaut von Patronentaschen. Riemenzeug und sonstigen Ausriimiitgsgegenständeit verhandelt Entgleisung eines Expreß; u ges, Toledo, 22. Jan. Der a n d a l u s i s ch e Expreßzug in infolge eines Erdrutsches entgleist. Sieden Personen wur den verletzt. 1 ■!'2*Z>3*BBrfBGrfE>S#Sf2rfBSrfBS#Be ächte Scdcnet dlineral-PaslUlni sind seit last 3 3abrzebnten desäätl bei Büsten, Belserhell, Katarrh der bulloege elc. ächte Sodenet (DtDeral-PostiDen — und nur diese I - weiden aus den hekannlen. von alters .« ber zur Kur vetotdnelen Gemeinde-Bellquellen Ne. Zu.I« des Bades Soden o.Taunus gewonnen. || echle Sodenet (lUneial-PastiHen müssen Sie 8 uerlangen, trenn Sie die wirksamen Salze der E genannten Beilquellen buben wollen, jjj^ BebeilB San Pllfse r- f 85 ' , 0 Stickt«! «B bitte V Fays Fogs | Fays Fritz Howack Grosser koste» Damen-Wäsche 35 Prozent : W , Vermietiionen Inmitten ber Stabt idiän gelegene Wohnung, ca. 10 Zimmer, per 1. Avril ober iwrer au uennieteu. Sdartftl. Anabole unter 203 a. d. Gietzener Anzetger erb. 5 7 = «di. bcrridMrtt. Wvlinuug 'Beraitr. 5, ift durch Wegzug des Herrn Rektor, Pro,. De. K3ne, per 1. JlnrH 1814 zu uermtettn. 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Januar 1914. ^,0 DerVereinderfortschtittl.Polkspartei _ Metz, Geh. Jusiizrat. Sonntag, 25. Januar, fi' 4 Uhr, Sott! KrOttM Herr vr. Lid. Oedler: ,.?kl>!slhk VaiittniiiislrPIiniükll in Posiiirn" Eintritt 30 Psg. 11230 Mitglieder 10 Pfg. __Alldeutscher Verband, Gießen. Jugendgnjppe de« Allgemeinen Deutschen Frauen-Berein« und Gemeiudesrauen-Vercins, Gießen. 3 Porträte über Blirirrrknmle, nebnlteil von Proieiior Dr. Vogt. Montag 5 Uhr Nachmittage. 1. Portraü Moiitsß Stil 28. ZiiiM. Karte» ,» :i Mark, 1113D sowie olles Nähere in der Mnütotirnliandluna t u-rliter. Kr'!8g6N-!pc Moraens von 9 Uhr an: Wellfleisch mit ftrnut. Abends von « Ubr an ■>» Letztes Schlachtfest im alten Einhorn Cafe Leih Sonntag, 25. Januar, abends 8 Öhr 11 Min.: Großer Ulaskenball ohne Dciiiaskit'riingMzwangr. Ball-Mnsik von» Bießener Orchester, Kapellmeister Weller. Herrenkarten i. Borvcrk. 1.00 M, a. d. Kasse 1.20 \ inkl. Damenkarten i. „ 0.50 „ a. d. 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