Nr. \Z Set Sithkller Jliijtigtt erschein! läßlich, miücr Sonnlni,?. — Beilagen: Diermnl wöckwullich «ießenerZamIIienblittee, jiucminl iröclienU.Ktcis= dlattsürtzenllreir Sichen (iitnälnfl mib (Jreiinn); jiueimnl monntl. £nnt= wittschoslliche öcitfraaen fferuivrech - Anschlüße: sür die Rcdaklion 112, Verlag u. Eppedilion 51 Adresse lür Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen sür die Tagesnuinmer bis voriniUagS 9 Uhr. Erster Blatt Jahrgang Mittwoch» 2'. Januar TO General-Anzeiger für Oberheffen Rotationsdruck und Verlag Ser vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange. RedaMon, Expedition und vruckerei: Schulftrahe 7. Be zu a s o reis; monatlich75PI.,vienel- jährlich '91t. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 durch die Post Mk. 2.—Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pi, auswärts 20 Plenniq. Lheiredakleur: A Goetz. Perautwortlich lür den rolit. Teil: Aug. Goetz: für »Feuilleton", ,Ver- niischieL" und.Gerichts- sanl": Karl Renralh; iür »Stadl und Land": Kurt Bendt; sür den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. Eine 5lottenentsendung sür den Prinzen Wied. Unser B c r l i n e r M i t a r b e i t c r schreibt uns: Tie deutsche Regierung ist, ivie ich störe, soeben davon verständigt worden, das; die Einführung des Prinzen zn Wied in Albanien ohne die Entsendung von K r i e g S s ch i f s c n an die albanische Küste wohl kaum ^u bewerkstelligen sei. Oesterreich und Italien halten zurzeit ie ein Kriegsschiff unter Dampf, um sofort eingreisen zu können. Zn Entlarv wartet der Kreuzer „Admiral Tpaun", in Brindisi der „Francesco Aevruccio" aus den Beseht zur Ausfahrt nach Albanien. Bor Balona befinden sich bereits brr italienische geschützte Kreuzer „Jride" und der österreichische Ilcine Kreuzer „Panther"': letzterer wird setzt durch den modernen Torpcdobootszcrstörcr „Escprl" ab- gclöst. Tic Pariser und Londoner Presse wird natürlich nun von einer österreichisch-italienischen Eigenmächtigkeit oder von der Sondcraltion des Treibundes reden. Tatsächlich liegt aber weder vorn Dreibund noch im einzelnen Lester reich, Italien oder uns etwas daran, den Prinzen Wied als unseren Schützling gegen die Triple.Entente auSzuspielrn. Tatsächlich handelt es.sich doch um die letzten Konsequenzen der Londoner Konfercnzbeschlnssc, an denen alle Großmächte beteiligt sind, ersolgreich beteiligt, wenn die Durchführung gelingt, und wieder einmal blamiert, wenn ein kleines Länd- chen dem uneinigen Konzert der großen Rationen ein Schnippchen schlä,gt. Niemand wäre froher als Oesterreich, loenn ihm die Triple-Entente durch Anschluß, an sein durch die Londoner gemeinsamen Beschlüsse gerechtfertigtes Perlangen ein ..sechsseitiges" Einschreiten mit Aussicht auf recht rasche Wirkung ermöglichen ivürde. Und selbst ivenn Oesterreich und Italien nun einseitig Vorgehen, wer lann es ihnen im Ernst verübeln? Sind doch so viele Beschlüsse und Direktiven der Londoner Konferenz durch einseitige Taten über den Haufen geworfen worden, daß mau nur dankbar sein kann, wenn endlich einmal etwas durch einseitiges Borgehen konscrenzgeniäß ausgeführt wird. Nicht ganz leicht ist ja allerdings die Rolle, die Prinz Wied als kommender Fürst von Albanien bei dieser Aktion zu spielen hat. Soll er ruhig in Potsdani abwarten, bis das Bett in Durazzo aemachr ist, oder hat er auf cineni der Kriegsschiffe, um von vornherein zu imponieren, einen „siegreichen" Einzug zn halten. Schon machen ihm Pariser Zeitungen den Borschlag, sich dadurch aus die wirksamste Art zn schützen und den Beginn seiner Rcgententätigkeit zu ermöglichen, daß er S k u l a r i als vorläufige Residenz wählt. "Dort, unter dem Schutze des internationalen Kontrollaus- fchusses, könne er viel besser den Verlauf einer Flottenkundgebung vor Durazzo und Balona abwarten. Dieser schlan- genkluge Rat ist natürlich nicht gut gemeint. Begäbe sich Prinz Wied nach Skuiari, so fänie er allzu sehr unter die Pvrinundschaft des Kontrollansschiisses und würde seine Gegner und die Anarchie an der Küste nur ermutigen. Mit anderen Worten, er muß seinem Schicksal, ob es nun günstig oder ungünstig verläuft, von Anfang an mutig- und männlich die Stirn bieten. Das erwartet man von einem deut- fchcn Offizier und Adelssproß, und das ist auch sicher seine Meinung und Absicht. Im übrigen ist cs auch das polilisch klügste. __ Ter Anlunst des Prinzen Wied sehen die Küstcnbewoh- ner Albaniens mit den ireiiiidlichst.'ii Gefühle» entgegen. Dagegen herrscht lunter der Landbevötternng im Innern, insbesondere in den Bergen des Lckndes, 'die alte türkische Apathie: die dort lebenden Bauern, die durchweg A,mlpl>a- betcn sind, haben nicht die leiseste Ahnung von dem Wert und der Notwendiglcit einer albanischen Zcntralregiernng, ihnen ist es gleichgültig, wer die Krone Albaniens tragt, und sie haben noch nicht das mindeste Berstündnis dafür, daß dieser Fürst der alleinige Herrscher des Landes werden soll und nicht ein Basalt des Padischah. Prinz Wied muß also unbedingt mit der Flottenallion und möglichst in persönlicher Wirkung an der Küste Albaniens Einsetzen, und zwar in Durazzo. Tort bcstebt jetzt als eine der acht „Regierungen" das Kommando Essad Paschas. Bon Essad und seiner Stellungnahme gur Thronlandidatur des.Prinzen Wied hängt für die nächste Zeit alles üb. Män nimmr an, daß, Essad nunmehr entschlossen ist, seinen Einfluß im Lande nicht mehr gegen den Prinzen gellend zn machen. Essad ist energisch, geschickt, ehrgeizig und sehr tatkräftig. Gelingt es, diesen Mann durch sichere Aussicht aus einen führenden Posten des tünftigen Albaniens an den Thron des Prinzen Wied zu fesseln, so kann man ihm ruhig die Reinigung von den türkischen Einflüssen anvertrauen, auch die Reinigung von den griechischen Einflüssen. Das übrige müssen die drohenden Rohrlnündnngen der österreichischen und italienischen Schissskauoncn besorgen. Der abgelehnte Reichrzuichutz für die olympischen Spiele. B e r l i ii, 20. Jan. Nach dem Bckannttoerdcn des ablehnenden Beschlusses des Budgctausschusscs des Reichstages, betreuend den Reichszuschuß für die olympischen Spiele 1916 gingen dem Präsidenten des deutschen Reichsausschusscs und dem Gcneralsekretariat aus allen Teilen Deutschlands Zuschriften zu, die die H o s f- n ii n g aurdrückcn, daß der Deutsche Reichstag den Beschluß des B u d g c t a u s s ch u s s c s n i ch I z u seinem eigenen machen wird. Ein bekannter Berliner Kommerzienrat sandte an Exzellenz v. Podbiclsti 200 Mark mit dem Bemerken, daß in deu weitesten Kreisen die unsaßliche und Iliivcii- sländtiche Ablelmung des Reichsznschusses für die kommende Olvm viade wohl viele säumige Bürger aus den Plan rufen wird, damit die so überaus wichtige Olpmviasache nicht scheitert. (Einzahlungen sind zu leisten ans das Poslicheck-Koiito des deutschen Reichsans- fchusses Nr. 12 890 bei deni Postscheckamt Berlin NW. 7 oder aus das Konto: Deutscher Reichsaussckmß an die Kasse des Union-Klub, Sche.aowitraßc !i>. Eine ciiigelau>e»c Postanweisung über 1000 Mark ist von den Worten begleitet: „Antwort einer deutschen Frau aus den bedauerlichen Beschluß der Bubgellommiision des Reichstages." Ter Senat in Bremen gewäyrtc eine Beihilfe von 3000 Mark. Der Senat in Lübeck beschloß, zur Förderung der Bestrebungen des Reichsausscbuncs aus fünf Jahre eine jährliche Beihilse von 200 Mark zu bewilligen. Dcutscbe» Reick». Der Widerhall d e s „P r e u ß e n t a g c s". Wie wir aus Berlin hören, wird der Abg. Erzbergcr sich in den nächsten Tagen im Rahmen der Etatsdcbatte mit den A e u ß e ru ng « n des P r e a ßen t a ge S am 18. Januar bcschästigeii und namens des Zentrums eine scharfe Erklärung zu den Bestrebungen des Preußentages abgcben. Bon naiioiiallibcraler Seite wird ebenfalls eine Kundgebung veranstaltet werden. Generalleutnant v. K r acht, der bekannte Redner aus dem „Preußentag", hat an den Kriegsminister ein Schreiben gerichtet, in dem er zuin Ausdruck bringt, baß er sür die bayerischen Waifengesäbrtcii die größte Hochachtung habe, und seine Worte müßten entstellt miede,gegeben worden sein. An dem Mißverständnis ist der General aber sicher nicht ganz schuldlos: seine Aus- iühruugen waren an der Stelle, wo ec sic machte, unnötig und in ihrer Wirkung doch wobt etwas zweideutig. Tic „Nordd. Allgcm. Zig."', die den Brief vcrössentlicht, fügt hinzu, die i» vielen Schlachten erprobte Tapferkeit der Bayer» brauche leinen Vergleich zu scheuen, und so ivird der fatale Zwischenfall hoffentlich ickmell vrv- gesscil werden! Auch die bayerische Kammer hat sich am gestrigen Dienstag mit der Sache besaßt, und einige Abgeordnete zogen in scharien Ausdrücken gegen den yreußisärcu Redner los. Der b a y c r i s ch c K r i c g s m i n i st e r crllärtc, die Worte Krachts anüßtcn ihm als tendenziös entstellt erscheinen, sonst könnte er eine, so unerhörte Aeußcrung nicht scharf genug brandmarken. Tie Befugnisse der Militärgewalt in W ü r t t e „i b c r g. lieber die neuerdings viel erörterte Frage, unter welchen Voraussetzungen die militärischen Bcschlshaber zur Unterdrückung innerer Unruhe» einzuschrciten befugt sind, ist der württembcrgischc „Slaatsanzeiger" Nachstehendes milzuteilcn in der Lage: Die Bestimmungen über die Bcrtvcnduiig des Militärs bei inneren Unruhen sijid im Reiche keine einheitlichen. In Württemberg darf ein Eingreisen des Militärs nur nach vo rang eg an- neue r Aiifforde r u n g d c r z u st ä n d i g e n B e h ü r d e erfolgen. Diese Vorschrift, die sick, auf bas württembcrgische Gesetz vom 28. August 1840, betreffend das Aufgebot der be wasfnclcn Macht gegen Zusammenrottungen und Aufruhr gründet, ist für alle in Württemberg dienenden Offiziere — also auch sür die hierher kommandierten Offiziere anderer Kontingente — ausschließlich maßgebend. D ie fortschrittliche Fraktion des würt - tembergischen Landtages hat in Beziehung auf den Fall Zaber» eine Anfrage au die Staatsrcgierung gerichtet, in der auf die Möglichkeit hingcwicscii wird, daß auch in Württemberg die Ausübung der bürgerlichen Polizeigc- walt von dem Militär an sich gerissen werden könnte. Tie Zobern er Garnison. Die „Straßburger Post" läßt sich aus Zaber» melden, es fei den Offizieren des Infanterie-Regiments Nr. 00 mitgeteilt worden, daß das erste und zweite Bataillon ans den Truppenübungsplätzen Oberhofen bczw. Bitsch bis zum l. Oktober d. I. verbleiben, und daß nach diesem Termin das Regimen! nach cineni neuen Garnisonort verlegt wird. Wie man höre, sw Slraßbnrg in Aussicht genommen. Einige Offiziers familicit hätten bereits ihren Haushalt ausgelöst und seien vorläufig abgereist. Eine amlliche Bestätigung liegt nicht vor. Franzosen i n D e u t s ch l a n d und Elsaß-Lothringen. Nach der Volkszählung von 1010 lebten im Deutschen Reiche 10 110 französische Staatsangehörige. In der Hauptsache haben sie ihre Wohnsitze in Elsaß-Lothringen, wo rund 12 000 französische Staatsangehörige gezählt wurden. Nur 7000 Franzosen sind in den anderen Teilen des Deutsche» Reiches aiiziitreffen. Die Zahl der Franzosen in Elsaß-Lothringen fleht zu der in den übrigen Teilen Deutschlands in einem auffälligen Mißverhältnis. Eine Schwarzburg-Rudolstädtcr Landtagswahl. Lei der Ersatzwahl ftir den Schwarzburg- Riidolstädter Landtag im Wahlkreise Frankenhausen-Land er hielt am Montag der bürgerliche Kandidat Kämmerer 560, der sozialdemokratische Kandidat Kratz 112 Stimmen. Kämmerer ist somit gewählt. Ter Wahlkreis war bisher durch einen 2 o z i a l d c in o k ra t e n vertreten. Dem Rudolstädter Landtag gehören nunmehr iicilii bürgerliche und neun sozialdemokratische Abgeordnete an. Rudolf Senee y. Einer der Patriarchen deutschen Schrifttums ist in Rudolf IMeiiee dahiitgegangeit. Holzschneider und Redakteur, Dramen- und Pvssendichicr, Shakespeare-Forscher und Vorleser — all das war 'atte. Von Hülsen gestand seinen Irrtum sreimütig-licbenswürdig ein, das Stück wurde bis zum Beginne der Sainmericrien allwöchentlich drei- oder viermal vor ausvcrkauitcm Hause ausgesührt und in, Jnlandc wie im AuSlandc, selbst in "Amerika, lourde die „Hcrmannschlacht" seitdem in Genöes Bearbeitung gespielt. wo liegt die Gralsbvrg? Tie Aufführungen des Wagnerschen Pariisal, durch die die «cr die größere Wahrickulnlichteik iür sich haben. Man hat »nn den Monrialvat im Gebirge von Ääntabiicn, bei einer kleinen Stadl Salvaiierra finden wollen, die zwischen Alsasna und Viiroria liegt. Das heilige Schloß hätte sich hier wirklich in einer Umgebung erhoben, die durchaus den« Schilderungen der Legende entspricht. Aber die wmigcn Mauer- r-ste. die noch von einer alten Burg zeugen, stammen höchstens ans dem 12. Jahrhundert, während doch die Gralsburg in einer früheren Zeit entstanden sein muß. Deshalb hat man noch ein anderes Salvaiierra misnndig gemacht im südlichen Galizien, an der portugiesiichcn Elrcnze. Diese Gegend voll enger Bergschlünde. malerischer Engpäffe »nd herniederbrauiender Bergströmc weist die Ruinen eines Schlosses aus dem 1t. Jahrhundert aus, und in einigen Lolalsagcn der Gegend ffirden sich auch Spuren, die aut die Sage Hinweisen. Alle diese Hvpothcien müssen aber gegen die zurücktrcten, die in dem' altberühuitcn Henediktin er» 11 öfter v o n Montscrrat in der Provinz Barcelona das wahre Montsalrat erblickt. Gaubcrt weiß zwingende Gründe daiür anzuiülnen, daß hier der Ort der Gralsburg zu suchen ist. Tic Abtei, die zwischen Monfftool und Manrrsa liegt, erhebt iich aut dem „Mvntserrat", dem „gesägten Berge", der sich nach der Legende in zwei Stücke teilte am Karsreitag zu der Stunde, da der Herr sein Leben allshauchte: sic liegt in diesen Bergen der Westgoten in Nordipanien. voa denen Wagner irrt ersten Akt des Parsisal spricht. Alle die Landichastcn findet man hier, die im Parsiial geschildert werden: die EinsiK>elei, die Quelle, den See, die großen Gegensätze der Natur, die weiten Fernblicke. Tie brtalonischen Sagcn erzählen zudem, daß^hier die Gralsritter ein Asyl sandeu. Ein Gras von Barcelona, Disredb cl Belloso, fand hier ein wundertätiges Marienbild, das von dem lreiligen Lukas selbst geschaffen sein soll, und ließ 880 ein Kloster bauen, das einer der berühmtesten Balliahrtsortc Spaniens wurde. Das alte Kloster wurde 1808 von den Franzosen zerstört und 1812 wieder miigebaut; cs hat eine wundervolle Lage über den weiten Ebenen von Katalonie», ciiigcnistet zwisckwn den zer- riffcueu Bergwände» in einer Höhe von 1237 Mlr. Heute führt eine kühn angelegte Zahnradbabn von Monistroi heraus, von der aus sich die wundervollsten Fernblicke ciithüllcii. Mau begrcfft, wie dicier uralte Bau, aui steilem Fels wie in die Wolken gebaut, in den Vorstellungen der Tieslandbewohncr zu dem Sckklöß der Seele werden mußte, einem Tempel der Erlösung und de- Geistes. Ter Verband der Kunstfreunde in den Landern am Rhein, dcffcn Schirmöerr der Großhcrzog ist. wird in der Zeit vom 24. Mae, bis 15. Ollobcr dieses Jabres in Stuttgart eine große Sun st ausstcllu » g veramtal - reu, die vier Gruvpen umfasscn soll: Eine württembccgiiche Sou- dcrcusstcllung unter eigener Jury der Stuttgarter Kunst konnniffio», eine Ausstellung der übrige» Verbandsgcbicie, nach Landsmannst.,asten geordnet, eine gemeiuiame Ausstellung hervorragender Werke aus allen Vcrbandsgcbietcn und endlich eine Son- deransstellung der sog, Erprcssionisten des Vcrbandsgebietes. Die Ausstellungen loerden Gemälde, Plastiken und gravluiche Arbeiten umsaffen. Tic zwcitgenanntc Gruppe umfaßt die Landsmannschai- trn in je einem Saal, die Schweiz, Eliaß-Loibringe», Baden, H c ssc n -D a r m ft a d t, die Pfalz, Hessen-Nassau, die Rbcin Provinz und Westfalen. Mit der Ausstellung wird ein Privativelt- bewcrb vereinigt. Nähere Auskunst erteilt Bürgermeister Müller i» Tarmstadt, der kürzlich a» Stelle des wegen Llrbeilsübertastung zurückgetrctcnen Tr. Billy Merck zum Vorsitzenden der Kunstkoin- mission Tannstadt gewählt worden ist. — Henry Bataillcs „K i n d d e r L ie b c". Aus M üu- cheu, 19. Jan. wird uns geschrieben: Henry Batailles Stück „D as Kind der Liebe" erlebte heute ferne ktrauffüh- rung in den K a m m e r s p i e l c n. Es ist ein Theaterstück von robustem Bau und geschickter, aber zuweilen brutaler Mache. Liane Lrlaud, eine galante Frau von vierzig Jahren, wird von ihrem langjährigen Liebhaber Rantz verabschiedet, als dieser Minister wird. Der zum Selbstmord cntschloffciien hysterffchen Frau crstebt jcdocki der RLttcr in der OVcfthlt ihres zwanzigjährigen Sohnes Maurice. In einer Austoallung kindlicher Liebe benützt er einen alten zweffelhaftcu Rcnncouv von Rantz und den llmstand, daß Nelly Rantz ihn liebt, dazu, Rantz zur Heirat mit seiner Mutter zu zwingen. Nachdem er sein Ziel erreicht hat, wird er von Rantz mit großem Gehalt nach Amerika abgeschoben, Tie Ausnahme war zuerst abwartcnd kühl, nach der großen Thcaterszcne im dritten Akt begann jedoch starker Beffall, während der Schluß wieder abiicl. — E l n neuer Su der manu. Im Teulschen Tckau- spiclyaus in Hmniburg fand gestern abend die llrauitührung des neuen groben Dramas Hermann Sudermanns „Die Lobge- s ä n g c d c S C l a » d i a n" statt. Nach anfänglich kühler Aufnahme 2lM*laiie. "tot Prinz-Thronfolger Ferdinand vor Rumänien ist mit dem Prinzen Karl nach Ber lin ab gereist Ter d c »tj che B o k > ch a s l e r Frhr. v. Schön und Oeemahlin gaben am gestrigen Dienstag in Paris zu Ehre» des Präsidenten der französischen Republik »nt dessen Gemahlin pin Diner, welchem berwoftnten) Der M > ni ü e rp rä s i de u t und Minister des Aeußern D on-> mcrgue, die Botschoster Oesterreich Ungarns und Jta lienS. die Senatoren Ribvt und Pichon mit ihren Gemahlinnen, der Abgeordnete Jules Rachel, der Giss-lcinzlei der Ehrenlegion General Florentin mit Gemahlin und Tochter, der „enernannte französische Botschafter in Petersburg Pa leologue, stleneral Beondenonti» mit Gemahlin, Fürst Ülm ir und Tochter, der deutsche Botschafter in K o" - stanii nobel Frhr. v. Wangenhciui, der gimzleichef des Ministeriums des Äeustern Margeois mit Gemahlin, Frau tv Mntius, der Tireltor des Protokolls William Martin. Marineattachö Frhr v. Bibra, Legationsrat Gras Br ib und Legationssekretär Prinz zn Lettingen An das Tiner schloß sich ein Empfang an, zu wclcheni die Mitglieder des diplomatischen Korps sowie zahlreiche hoh- Beamte, Senatoren und Abgeordnete, Mitglieder der Akademie Franyaise, der ttzesellschast, der deutschen Kolonie und Bertreter der Presse geladen waren. Aus der Schlußsitzung der Konterenz i ü r die Sicherheit des Lebens aut dem Meere, die am geür>- gen Dienstag in London Nattland, wird mitgetcilt, daß der Ürwrl- laut der ron Großbritannien. Tcutichland, Frankreich, den^ Bereinigten Staaten, Oestcricich-IIngarn, Italien, Spanien, -Schweden, Norwegen, Holland. Belgien und Dänemark unterzeichnetm Konvention 7 4 Artikel enr halte lind vor dem 15. Februar nicht verösientiicht werden würde, »m den Abordnungen der die Konvention ovichlicßeiideii Staaten Zeit zu geben, den Wortlaut ihren Regierungen iniizuteilen. Er ist vorgesehen, einen intcr- naiionatcn Dienst zu schasieii, ui» den Eisgang im n o r da t l a w - tifdielt Ozean zu beobachten und dort treibende Wracks zu zerstören. Es sei beabjichtigt, diesen Dienst der R u i sicht dcr Vereinigte» Staate» zu unterstellen. Rustland hat die Konvention nicht >I II t e r i c i di n e t. Dem Vernehmen nach cimorreii seine Delegierten Instruktionen von Petersburg. Zwei Erlasse E n v e r Pasch a s. Tie Konstanti navelcr Zeitungen veröttcnllichen zwei Erlasse des Kriegs- ministers. Ter erste Erlast legt den mazedonischen und christ lichen Truppen strenge Erfüllung der religiösen Pflichten auf, denn eine Armee ohne Religion bade keinen Wert; der zweite Erlast untersagt den Ossizieren bei Strafe der Entlassung oder der Stellung zur Disposition, an ösfentlichc» Orten z u t r i n f c 11 . E i n R e v o l v c r a » s ch l a g i » K a lkutta. Am M 111 - tag abend ereignete sich in Kalkutta ein neues politisch.,» Attentat. Ter llnieri ns petto» der Kriniinatpoli- zer ivurde ans offener Straße durch Revolverschüsse gelötet und zwar in Ge ge n wa r t v o n H u n d e r t e n v o » P a s - sauten. Niemand versuchte den Mörder zu ergreifen. Rach langer Jagd, aus welcher der Mörder mehrere Schüsse ab gab und zwei Personen verwundete, tonnte er von einem Ordonnanzoffizier festgenommen tverden. Aus Stadt und Land. Gießen, 21. Januar 1814. Bevölkerungsstatistik in der Stadt Gießen für das Jahr 1913. Die Eheschließungen des Jahre- 191", belaufen sich „tras der llnglückszay! 13" aut 208 (212 in 1912 . Die Heiraten i-RMnien sich aut die einzetmnl Monate wie iotgt) Januar >2 (7), Februar ft (15), Marz 20 (17), Avril 18 (15), Mai 32 '30 . Jnui 13 (13>, Juli 15 <17/, August 2l >21), September 18 (27i, Oktober 27 (22), November 17 (11), Dezember 9 17). Es cntiallcn in Gießen bei 31 000 Eiwuohncrn nui 1000 Bewohner <>,60 Eben gegenüber 7,7 im Deutschen Reich nnd 7,(5 im Großherzogtum Hessen (nach der Reickisstatisfik für 1910 . Die Gesamtzahl der Geburten i» Gießen beläuft iich aus 1148 (gegen 1043 in 1912 und 1116 in 1911) und entfallen davon aus Knaben 600 (505, 565), auf Mädchen 548 (538, 541). Unter der Zahl der Kinder, welche 1913 das Licht der Welt in unserer Stadt erblickten, sind 844 ehelich geboren (760, 793), darunter Knaben 442 (370, 3911 nnd Mädchen 402 (309, 402). Die Gesamtzahl ber unehelichen Geburten betrogt 304 (283, 323), unter diese» sind 158 Knaben (135, 174) und 146 Mädchen 148, 149). Aus die ortsansässige Bevölkerung der Stadt entfallen allein 598 Geburten, 310 Knaben und 228 Mädchen (1912 578, 277, 301). Durch ortsfremde Mütter, die in Kliniken und Anstalten Unterkunst fanden, enttallen 550 Geburten mit 290 Knaben und 260 Mädchen i 1912 443, 228, 237). SSoit 304 unehelichen Geburten des Jahres 1913 (283) enifallcu 64 aut einheimische Gicßeiicr Mutter (52) nnd 240 Kinder auf ortsfremde Mädchen (231 . Für die vrtsange- lcsscne Bevölkerung unserer Stadt Gießen betragen die uilehclichen Kinder aut je 100 Geburten 6.65, für daS Großherzogtum Hessen 7,60 und für dar Deutsche Reich 9,10. Ter Tod bat im leisten Jahre im ganzen 584 Menschen (072) in unserer Stadt dahingerafft, zu denen 84 Totgeburten kommen, erwärinte sich das Publiknin und bereitete dem Sind eine beifällige Auinabme. Die Auiiühlung zog iicki bis Mitternacht bin. - Ein unbekanntes Jngcndwcrk Flauberts. Die Geiellschait ehemaliger Schüler des Lyzeums van Rouen ver ösientlicht soeben ein bisher unbekanntes Jugendwerk Flauoer,s, das von groß enr biographischen Interesse ist. Es tioiidcit sich um einen historische» Äin'sar aus dem Jahi-e 1837. Der „künftige Beriaiser von Talammbo tvar danialS erst 13 Jahre alt, was umsomehr in Erstaune» seht, als sein Aussatz vo» umsassende», Wissen zeugt. Der Titel der autqesiiiidencn Werkes ist „Der alt gemeine Charakter der ersten und zweiten Periode des Mittelalters ivwie ihre wesentlichen Beziehungen und Unterschiede" ES wäre allerdings verfehlt, in dieser frühen Arbeit FlauberiS schon Spuren des kommenden Meisters geschichtlicher Romane ausz-igen zu wolle». Immerhin hat Flankiert in dieser Handschrijt keineswegs nur eine gedächtnismäßige Anhäuhiirg von Tatiachcn angestrebt, sondern eine ivahrhiit lebendige nnd selbständige Llnsiasiung des in der Schule gebotenen StoiseS. Daß,sogar diese aeschichttickic stlrbeit eines Treizehnsährigen durchaus persönliche und originelle lüge aiinvcist. zeigt klar ein Vergleich mir den schon tauge »er- oiienttichten Geschichtsvorleiungeii seines Lehrers Ehöruet. Man kan allerdings nicht erwarten, in dieser J„ge„dard>nt 'Anzeichci, lur Flauberts späteren literarischen Ruhm zu finden Höchstens zeugt mellcicht die gemeißelte, rhythmische Prosa, die der Autsat, au einigen stellen answeist, von der kommenden Svrachqewntt des küniti,eu Romanichnititellers. Kavilä» Scotts Tagebücher im Britischen Museum. Am 27. Januar, genau 2 Jabre nach dem Tage au dem Kavila, , sevit d>-„ Südvol erreich, j«,. \i n b im 'Sriti-' iche» Museum seine Tagclmcher öffentlich ausqeleat worden <^ie liegen m einem einfachen .Hol, kästen unter Gl-s Im ganzen sind es neun große Bückier „nd sechs kleine Notizheste Don diesen >>'""§ an de r Stelle aut geschlagen, wo Seoti am 17. Januar 1912 die Ankunit am Sudvol kinqetoagei, hat Ein anderes die scr kleinen Bücher, das letzte ist auf der letzten beschriebenen Seite ausgeichlagen, Scott hat die letzte Eintragung mit Bleistist gc >nack> die Schriitzüge sin» zu entziffern, aber man siebt ai ihnen, wie Scott unter Kälte und Schwäche litt. Diele Reliquicr iind übrigens noch nicht in den Besitz des Museums »berge,langen (andern liegen einstweilen dort, bis der Sohn ScottS 2ljäbrie ist und dann entscheidet, »b sie dauernd im Besitze des Museums bleiben sollen oder nicht. welche bei der Zterbfichkeitszincr, aber auch bei der Geburlsziffer, >ußer Berechnung blieben. Bo» den 1913 Verstorbenen entfallen iui die Gießencr ansässige Bevölkerung 141 männliche und l >8 veibliche, im ganzen 279 Perioncn (166, 198 364). I» Kliniken iiid Anstalten verftarben in, ganzen 315 ortSircinde Menschen und iwar 183 mnnnliche und 132 weibliche Personen (308, 163, 14o). linier bei, Verstorbenen bcianden sich 54 ehelich geborene Kinder und 18 nneyelich geborene Kinder unter 1 Jahr alt. Hilter dielen 3<> ortsfremde Kinder .„ Bel rächtet man die Iahten der Geburten und ^tcrbetälle, die aut die ortsansässige Bevölkerung in den letzten beiden Zähren entfallen, io ist bei de» Gcburlen eine geringe Vcrniehruiig von Al oder rund 4 Prozent gegen das Vorfahr festzustellen. Ertreulich aber ist, daß der Tod im Jahre 1913 eine so geringe Ernte ttt Gießen gehalten hat, wie dies in de» letzten 10 Jahre» niemals der^,vatl gc- gcwesen ist. Wir lüge» deshalb jür diesen Zeitraum die ^terblich- keltsziiieru au. Es starben) 1904 342, 1905 359, 1906 364, 1907 388, 1908 341, 1909 320, 1910 309, 1911 30,, 1912 364, 1913 279 Personen, Infolge der günstige» Strrbezisicr für l913 und der nin t Prozent erhöhten Zahl der Geburten stellt sich dm lieber- schuß der Geburten verglichen mit dem allerdings sehr ungünstig abschließenden Dvrsabr außerordeililich a ü » st > g , aber auch mit den beiden Jnhren 1910 und 191 > verglichen recht ersren- lich dar: Der u e b e r s ch u ß an Geburten über die Verstarbeuen uin'crcc heimsichen ansässigen Bevölkerung stellt sich >908/ 330, 1909) .339, 1910) 323, 1911) 299, 1912) 214, 1913) 319. — Vergliche» mit den Durchschnittsergebnissen im Deutschen Reich und im Großherzog t»ni He)ien »ach der vorliegenden letzten Reichsstatistik tür das Jahr I91<4 lind die Ergednisie der Gebnrtcn^der Sierbeiälte und des Gebnrtsüberichusies für >913 in unserer Stadl bei 31 000 Einwohnern aus ic 100O Einn>ohncr) Gießen Deulsckies Reich Heile» Geburt ei, 19.39 (18,67) 30,70 L«,00 Lterbe'äb - 9,00 (11.08) 17,16 15.00 lleberschichd.Geburte» 10,30 47,00) 13,06 13,10 Bei diesem Vcralciche komiiit inan zu dem Schluß, daß der G es u n dhe i ts z » st a u d der Bevölkerung in Gießen besser sein muß, als der im Reich und im Großherzoglum Hessen. Tic Sterblichkeit ist zablenmäßig uni rund 50 Proz, niedriger in Gießen als im Reich und Ulli 35 Prozent geringer als in Hesse» Die Gründe hierfür mögen auch woki in den hygienischen Cinrick.lungk» Gießens zu suchen sein Unsere Stadt mit ihrcr lakcllcs a>leitenden Ka»o>i)aiion. ihrem Volk» und ihren Lahn- tädern, ibrei, Kliniken, ihren Waldungen sowie ihrer qescbützten giiilnden Lage ist almc Bedenken als gesunde Stadt zu bezeichnen. Auch diesv ünltiao Sterbtickile.itSzisier ist es, die einen einigermaßen guten Abschluß des Uebertchussc» der Geburten für Gießen herbeisüyri. Tenn aus die natürlich: Vermchrung unserer Be- völlkriing können Ivir nicht stolz sein, darin bleiben wir hinter den, Durchschnitt in, Reich nnd in Hessen weil zurück, «isießen hatte im Jahre 1878 mit seinen rund 14 000 Einwohnern für feine einheimische Bevölkerung 370 Geburten Würde man diese Zavl für heule ans unsere 3l 000 Einwohner annehmen, so müßte» statt 600 mehr wie 750 Gießencr Kinder jährlich zur Weit kommen. ** Tageskale Uder Hie Mittwoch, de» 31. Ja».: Stadt- lhenter: ,Eine Fron otz»e Bedeutung.^ A» i o » S z e n t r a l e d e r h e i s i s ch e » H a n d e t s- kniiiniern, Inder Sitzung der Großli. H a n d c l s t a »I NI c r Mainz ivurde ei» Mitglied lür die Berivnltnng der kürzlich neu geichofsene» LubmisilonszeiNrale der hetsllche» HnndelSkaiinner» geiväblt, siir die eme fiommiifio» beuedt werden toll und zu ivetcher jede vandelSkaniiiier ei» Mitglied ii»d enien Stellvertreter eriiennt. T e Kaninier ivädtlc als ibi Mitglied >» der Koiiani stou 5ioni- ineiziciirot Schmäht imb n[3 Lessen Stellveilrelcr Koinnierzienrat S t r o I e », e i> e >. e st e l l u ii g v o n 04 ü l e r a> a g c n. In den Monaten Februar nnd März pflegt alljälirlich ein gesteigerter Güterverkehr cinzutrcten, der besonders die bedeckten Güterwagen stark in Anspruch nimmt. In der Hauptsache kommen Düngemittel lind landwirtschastlichr Erzeugnisse in Frage. Damit den Anforderungen an bedeckten Wagen auch in diesen Monaten möglichst rechtzeitig entsprochen werden kann, erscheint cs dringend erwünscht, daß mit dem Bezug der Masscnsendungen für das Frühjahr tr ü h z e i t i g, d. h. schon im Januar begonnen wird Durch volle Ausli utzung des Ladegewichts der ltzüter- ltallen ivurde die Bedarsszahl an Wagen wesentlich einae- ichränki werden können: seener würde die s ch l c » n i g st e Be- n n d E n t l a d n n g der Wagen den Wagenumlaus verbessern. Es wird noch darauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des Ladegewichts der Giilerwagen von 15 und inchr Tonnen Ladegewicht in gewissen Fällen ein Fracht Nachlaß gewährt tvird. Glcße „ er S ta t t h e ate r T ie Jo ur IIal i ft c n. GuNav Freyiogs ichon eiwns ältlich gewordenes Lustspiel von den ^vnriialisten ging gettern abend nach jahrelanger Paule wieder einmal über unsere Bühne und man muß gestehen, daß cs Herr R o t t - eck prächtig ver,landen hat, das Stück mit »cucni Leben zu er- ülten. Heutzutage, ivv >edcr glaubt, daß gerade seine Angelegeii- hcilcii die wichtignen leien, wenn schon cs sich nur um eiste ganz gewöhnliche Vereins,Itzung handelt, gebt cs ja nicht mehr so ge- muUick, au, den ZeitiingSredaktionen zu. aber dennoch siebt man .ias liebenswürdige Stucklein wieder einmal gerne »nd freut sich /" dem 'ich ne,G- verwegenen Kanrad Bolz, den, Typ des Liist- Ivielhelden. r.>c .lunuhrnng, die von Herrn Rottcck geleitet wurde, *.°J t n1 . 1 ? ledendig.^Hrrr Rotteck tvielte trotz einer Ilnpäß- ianelt den schneidige» Schwerenöter mit hi»r,-ißcnder Liebeuswür- ),gleit .Als Guts Herrin zeigte ,ich Frau Sonntag-Blume wieder von ihrer liebenswürdig,ten, herzlichsten Seite und zusnu,- iiie» mit Bi'lz errang sic sich einen starten Grsola. Ein ioenig zu ungelenk gab sich Herr S ch u b e r t als Oberst. Sehr ertreulich war Herr Bruchtvitz als biederer Proieilor. Hepr Dworkowskr gestaltete den Schmock mit crschütteruder Krait. Einen prächtigen «picßbürger schul Herr Gott als Wcinhändlcr. Ein lieber, kleiner Bcllmaus war Herr G r o i f f r. Herr SB old charalterisicrte den Blumenberg mit gulcm Erfolg und Herr Grosser Braun fand sich niiit den, Baron v Senden, einet Rölle, die ihm wenig »„ liegen scheint, ebenfalls recht gut ab. Zu eirwnhireil iväre noch Frl. -sundcck als Irma und Herr B o ch u ni als Korb. ** 5 tobt tbrattr. Es sei daran erinnert, daß die heutige Aussühruilg vo» Oskar Wildes Schauipiel „Eine Frau ohne B c d c u t ii n g" die überhaupt letzte des interessanten Werkes ist. — Au Kaisers Geburtstag u/ech »> i t t a g s 3‘ . Ehr findet eine Wiederholuug der „Humboldtia n c r" des Streckerschen Schauspiels aus Gießens Bcrgaiigcnhcii statt und zwar zu Neineu Preisen. Zur Festvorstellung z» Kaisers Geburtstag an, Dienstag abend nächster Woche ist djesniat ei» heiteres Werl aewählt worden und zwar Moser nnd Schönthans Lustspiel „Krieg i in Friede n", das als Lieblingsstück des alten Kaisers Wilhelm und des fetzigen Kaisers gilt lind schon oster an den kaiserliche» Theatern bei offiziellen Gelegenheiten gegeben Ivurde. Es sei dabei auch daran erinnert, dnß der Mitversafier des Werkes, Franz v. Schönthan, der der deutschen Bühne so viele ticbene-würdige Werke gcschciilt bat, vor kurzem gestorben ist. — Ausdrücklich sic auch aus das Gastspiel des Königl. Bavcr. Hosichauivielers Konrad Dreher in der Bauernvoffe „I ä g c r b l u t" am nächsten Sonntag obend hin - geivieieil. Konrad Drehers urwüchsige Komik findet in der Rolle des Toribarbiers „Zangerl" vrachtootje Gelegenheit, sich zu ciit- ftrlte» ,uch sicher >oird ein volles Haus den berühmten Gast begrüßen, zumal die Abonnenten ermäßigte Eintrittspreise genießen. ** Postdien st nn Kaisers Ge burtstag. Wie UNS das Postamt niittcilt, findet am 27. Januar nur eine einmalige Brief , Paket- und Oleldbestellung statt. Die Poft- schaltcr sind von 8—9 Uhr vormtttagS und von 11 Uhr vormittags bis Vf. Uhr nachmittags geöffnet " E i ii I i« > c r n » g s b c i ck> e i >i i g n n g e » bei Posi- a g c II t Ii re u. Tie Postligknte,, rönnen fortan nach eigenem Ct- inefieit, jedoch unter ihrer Berantwortlichkeit, einen oder mehrere ihrer von der Postvermaltung zugelastenen ständigen Vertreter er- »iächliqeii, Posteintieferinigsickieine jelbständig z» vollziehen, sowie n PosteiiilieseriiNgSbucher» zu guitlieren. "" Große Heiterkeit erregte gestern nachmittag ein mit den, 5-Uhr Zng aiigekommcner Hausierer, der ant sein einfaches Zweirad seine bessere Hälfte auslud. Sie vorne und er hintim iitzend, giiigs vom Bahnboi in flottem Tenevo bergab durch die. Bahnftosstraße in die Stadt. Ter ichallende Beifall der Borübergehe, idcn sckstcn den Fahrern zu gefallen, denn sie sfimotten, rechts und links schauend, lächelnd zu. ** Kleine Mitteilungen. In Butzbach kam gestern nackmisttog aus der Eisbahn Frl. Martda Christ aus Griedel zu Fall, wobei sie sich einen Beinbruch zuzog. — In L a n g ende r g h e i m schlachtete der Laiwwirt Heinrich Euler ein R i c s e n< schwciu »ou 6 5 / s Zentnern. — Beim Landwirt Schneider in Büdingen entstand dadurch ein Feuer, daß Kleider, die dicht am Ofen hingen, in Brand gerieten. — Am Bau der neuen Rtzeinikite siel dem von dertFirinaoHolzinanii beschäsiigteir Zimmer Rhcinseite fiel den, von der Firma Holzmann beschästiqtc Zimmerpolier C o II r a d'von einer Höbe von 3 Metern eine schwcre Kette von eiiicnl Kran ans den Koos. Landkreis Gieße». -chi. Nutte rshansen, 20. Jan. Testern abend fand G ein ein d c r a tSsi tzn n st statt, in der die beiden neue,- Äemcinderatsiniigliedcr vereidigt ivurde». Auch die alten Gcmeinderatsniitglieder, die ihr Amt niedcrlcgcn, ivoNte», waren vollzählig erichienen. 8 Lang-Güns, 20. Jan. Die Feldbereini- g u n g in unserer Gemarkung, die schon seit 1907 im Gange ist, ist bald beendet. Die Wunschzettel sind bereits im No vcmber v. I. übergeben, und wic man hört, wird die Ucbcr- gabe der neuen Grundstücke wahrscheiniich diesen Herbst cr- solgen. Es sind nur noch einige Kulturarbeiten zu vollenden die Schleisnng einiger kleiner .Hohlwege, AuSheben von Gräben nstv.'Die Berfchleisnng deS Hohlweges Verbindungsweg nach Dorilholzhausen ist ungciähr in zwei Monatey vom .Hoch und Ticsbauunrernedmer Karl K. Schäfer fertig gestellt worden, wobei 14 530 Kubikmeter Erde und 34135 Kubikmeter Muttererde bewegt wurden. Das gewonnene Land beträgt 12 680 Quadratmeter. Kreis Alsseld. f. Kirtorf, 20. Jan. Bei der heutigen Bei. geordnetenwahl ivurde Molkereibesitzcr .Hch. Trieb mit 137 Stimnien gewählt. Kreis Schotten. □ Herchenhain, 20. Jan. Die hiesige Spar- » » d Darlehenskasse hielt gestern eine Hauptversammlung ab, in welcher ein neuer Rechner ernannt werden sollte. Der bisherige Rechner Heinrich Jost II., Bäckermeister, ivclcher nahe 5 Jahre die Kasse verwaltete, legte sein Rechneramt nieder. Der Vorstand verlangt sedoch laut Satzung eine halbjährige Kündigung. Kreis Fricdberg, L F r i e d b e r g . 20. Jan. Heute fand unter dem Vorsitz des Geb. Oberichulrats Scheu ermann von Darmstadt die mündliche Entlassungsvrüfung der Abiturienten der Klasse In des hiesigen Lehrerseminars statt. Dieselbe dauert drei Tage. 33 Abiturienten uiiterzichcii sich derselben. Drei wurden vom Mündlichen beireit. Am Donnerstag werden sie entlassen, um da ine Verwendung im hessischen Schuldienste zu erhalten. 8 Bad-Ra nhe im, 20 . Jan. Beim Schlittschuhlaufen auf den, großen Teich trug sich heute ein UnglückSsall zu. Ein hiesiger Buchhändler, der an den seitwärts gerichteten Schrauben seiner Schlittschuhe hängen blieb, stürzte so unglücklich, daß er sich dabei einen schweren doppelten Beinbruch znzog. Aerztlichc Hilfe mußte sofort herangezogen werden. t B i l b e 1, 21. Jan. In der Nacht aus Montag ivurde ,n einem in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Berkersheim gelegenen, dem Mechaniker Bocher gehörigen An- wcsen e ingebroche n. Das Gehöft ist mit einem etwa 1,50 Meter^hohen Drahtzaun umgeben. Ter Drahtzann war an einer Stelle mittels Drahtschere durchschnitten. Die Türen zum Hühner- und Entenstall toaren erbrochen und Hühner nnd Enten im nngesähren Werte von 300 Ml. ge stöhlen. Die Täter sind noch nicht ermttteli. Ein an Ort nnd Stelle geschasster Polizeihund nahm die Spur auf nnd verfolgte sie bis lnrz vor Harheim. t Okarben, 21. Jan. Dieser Tage ivurden die hie sigen Einwohner durch Feuerrnsc erschreckt. In dem Freiherr v on Leo n ha rd i schen Anwesen, welch.es an den Guts- pächter Wendel verpachtet ist, stiegen Flammen ans den, Schornsteine emvor. Zum Glück ivurde nur ein Kamin- brand scstgestcllt, der bald wieder gelöscht werden koimte. — Wohnbach, 20. Jan Gestern abend hielt Jngcnieur Ncumann ans Dapinstadt im Austragc des Flottenvereins einen mteretsanlen Lschtb ilder-B o rtra g über) 1. Linicn- schisi-, Panzerkicuzer-Artilleine, 2. Torpedowaffen und Mine,,. ”^ IC Kriegsschiff und seine Bewaffnung entsteht. Der Dor- j,sende des ^lottenvereins eröffnete bcu Vortrag durch eine grüwing der zahlrerch erschienenen Zuhörer. Starken imry itn» Rhrinhcften. un. Tarmttadt 20. Ja». (Sin Ueberfnll würbe am HKontoa afctnb Stflcti , Uhr auf tut au? Wiesbaden -mueriiftt« Xicn«mäb*cn bwangtn. G-i war aut'tov Sudtc itadi rinrr Stelle uuß nad, Seit yauiercien int Begrüß iidt in timtr Wirr schalt in der UlrranbcrftraRe etwa» ju stärken. Sie tniitte vorher nochmals den ohoi, ihrer Barsdrtil aut der Stell he, ehe sie in das Lokal eintrelen walkte und hatte gerade ein Tviuiimarfftiicf in der Hand. als ihr von einem Unbekannten das ( 6 e!bftüd au? ten Fingern gerüscn tvnrde und, ehe das verblüffte Mädchen zu sich kam und dem nach der Altstadt lausenden Tieb nachlauten konnte, war der freche Räuber in den engen (hassen vcrfchnmnden sie kantt über den Töter keinerlei Angaben machen, glaubt aber daß es ein älterer Mann in Rtcheiterkleidern war Hessen-Nassau. [lüliaiierg, 20. (km. Nachdem in einer der leRtcit Stabt »erartnctensitzungen ein Ru trag, den Wroftabnehntrrn twn Eie! trizttät billigere Preise zu bewilligen, adgelebnl worden war, hatten btelc der gestrigen S t a d t o er o r d „ e t e II s > tz I, n g eine Eingabe unterbreitet, in der sie Ihren Wunsch wiederholen und zugleich daraus Hinweisen, dag ablebnendensalls der Erzeugung eigener Elektrizität in den einzelnen Betrieben näher getreten würde. Tie Erngabe war auch von Vorstehern hiesiger Univer iitätsinjHtutc und dem Kurator der Universität unterzeichnet bezw. lielüiwortet. Tee M a g i ft r n t gab die Erklärung ab, da» kein Prorisorium geschaffen werden könne, nach Anschluß an die Edertalzentrale würde jedoch eine Regelung der Eick trizitätsoreife ebent. Berbilligung erfolgen. Weiter wurde die etwa 30 Paragraphen umfasfende neue S u b in i f f i v tt i o r b nung ju Ende beraten. ff. (S Wiesbaden, 21. Jan. Tie Polizei entfaltet in der Aufklärung des Raub mores eine fieberhafte Tätigkeit, um den Aftermieter „Müller", der der Täter fein muh, feBjui,eilen. In feiner Begleitung fall sich ein 22—23fähriges Frauenzimmer von etwa 1,67—1,70 Meter Glühe befinden, mit fchmalem blassem Gesicht, vorstehenden Zähnest im Oberkiefer und ausfallend grasten Plattfüßen Sie trägt ein graubraunes Jackenkoftnm, eine» Mantel von derselben Farbe, ferner einen braunen Toone mit Bandver- zierungen an der Vorderseite. Nach Aeusternngen de? Mörder? der Familie 2 ch w e i tz e r gegenüber toll diese Person eine Nähert n fein, die vorher in Mannheim gewohnt habe. An der Mordstelle find weder Stemmeiien gefunden, noch Schränke erbrochen Ivorden. Fra» Schweitzer wurde allem Anschein nach, wie wir schon gestern mal beten, erdrosselt. Wie au» Worms berichtet wird, ver haftete man heute dort eine F r a u e n s v e r f v u . deren Be fchreibnng auf die in Begleitung des Mörders befindliche Näherin ot>nt. Der Mörder wird von den Leuten, die ihn gesehen haben, ats ein Mann im Atter von etwa 25 Fahren geschildert und »on der selben Graste wre die Frauensverson, bat ein schnmles knochige? Gesicht, blondes Haar, dunkelblonden Scknurrbartanftug. Einige Leute, die ihn gesehen haben, meinen, er habe früher auf der „G e r > ui a n i a - B r a u e r e i" in Wiesbaden gearbeitet. Sport. Berlin, 20. Jan. Der Magistrat hat beschlossen, für die Veranstaltung der olyinvischen Spiele im Fahre 1916 in Berlin einen Zuschuß von '>0000 Mk. zu bewilligen. Die Beilragsleistung ist nicht von der Voraussetzung abhängig gemocht, dost das Reich und die Vororte Berlins Beiträge bewilligen. Der Magistrat hat lediglich der bestimmten Er- tvartung Ausdruck gegeben, daß alle anderen beteiligten Fak tornt ebenfalls die Veranstaltung der Olympiade in Berlin unterstützen werden. AttidlifldaL i’Jnm Hops Prozeß. Jtanffurt a. ül!., 20 . Ja». Wie setzt bekannt ivird, baden die (Geschworenen i in ^ o u f • ^ r o e b für die cimize Toner der Berhandlunqen aus ihre Diäten zu Gunsten von Ho v iS dritter Frau verzichtet, die sich in sehr imqüristigen Ber- hätttttffeit befindet und deren Gesundheit durch die Ärsenvergiitung gebrochen ist. Lin deutscher Afrikajubilar. M. Kairo, im Jairuar 1914. Allwintrrlich, wenn der europäische Kontinent in Schnee und Eis zu erstarren beginnt, rüstet sich Georg Schweinsnrth, der Nestor Per deutschen Asrikasorschcr, zitr Reise nach dem afrikanischen Erdteil, dessen Ersvrschnirg sitr immer mit seinem Namen rühm votl verlnüvit ist. Auch in diesem Jahre ist unser berühmter Landsmann wieder Gast des Nillande? und ieicrt diesmal die Wiederkehr dr? Tages, an dem er vor gerade einem halben Jahr tmndert zum ersten Male die dm,ml? noch so unbekannte afrikanische Erde betrat. Weiche Summe intensiver Arbeit, gesährftcher Reisen und glücklicher Entdeckungen diese 50 Jahre für den Jubilar bergen, braucht nicht erst wiederholt zu werden; dir SiificnidKtit der ganzen Welt schuldet flM wie selten einem zweiten woblvcrdientcit Tank. Abc, cs rnnst hcrvorgehobeir werden, dost die gelehrten Untersucht», ,en Schweins,>rt HS sich nicht ans ein Spezialgebiet 1>e schränken, tondern hast er ebensosehr als Geograph wie als Historiker, als Äviainkcr wie als Zoologe, als Sprachforscher' tote als Ethnologe, als Arcbäoloqe wie als Kartograph Hervorragendes geleistet'hat und noch heurr leistet. E? ist dabei erstaunlich, mit welcher törvcrlichen Rüstigkeit und geistigen Frische der nun 77jährige er feierte diese» Geburtstag am 29. Dezember oergan genen Iatues — noch fetzt alle wifsenschasttich-n Entdeckungen oer- solgt und selbst di» ch sein umfassende? Wissen zu fördern sich bestrebt. Mit geradezu fugendlidiem Eifer macht audi der greise Schwein- surth täglich wcrtoolke Beobadftnngen »nd wissenschastlichc Ervcri- rnente. Bald iindel er im Delta irgendeine unbekannte Pflanze oder er analüsiert eine neue Bogelgrt. bald erregt ein ictkcnes arabisches Sprichwort, ein prähistorischer Fund oder eine merkwürdige GesteinSbildona sein forschendes Interesse. Seine ganze Umgebung scheint ihm sozusagen ein grostes Museum, in de», er genau Bescheid loeist und das er stündlid, zu bereidtern sndit. Er ist ein Mann, der auch im hohen Alter nur der Wissenschaft lebt, und es ist für uns Junge fast beschämend zu sehen, mit wcldier Lebhaftigkeit und Warmherzigkeit er nodt feine Tagcbucheinträge umchlt, in jene schwarzlcdernen Hefte, von denen er schon über ein Hundert besitzt, und die späteren Zeiten eine wisfensä,ältliche Fund- qnlbe sein werden. Bei alledem ist Georg Schweininrlb äusterlich durchaus vom Tno des iveltiremden Stubengelehrten weit entfernt. Seiner hohen ungebeugten Erscheinung mit den sicheren Bewegungen und bur gedankenvollen klaren Auge nach toürde man den Forscher che für eine» allen Diplomaten oder Offizier halten. Tie schlichte Eleganz seiner Kleidung, seine weltmännisdie Liebenswürdigkeit lassen nebenher aus einen 'ein enlwickeften Formensinn schtietzen Und die Letdstbernä»dlid>keil, mit der Schweinsnrlli wohl ein Dsttzend Sprachen gclänsig sprich,, geben ihm ein so kosmopolitisches Relief, dast man die Anhänglichkeit und Lee elrnng wohl perstchen kan», die er von seilen der Innvorragendstcn Vertreter der internationalen intellektuellen Welt besonders Aeghp- tens genießt. So wurde ihm neulich anlästlich seines Aivkasubi- läuiiis von der vizeköniglichen geographisdien GrscUschast ei» Ehren diplom überreiiht. So ragt Georg Schwcinsnrth, der älteste »och lebende Pionier der Wissenschaft in Airita, wie ein Stück Geschichte in unsere Zeit hinein Biele von denen, mit denen er vor einem Menschen- altcr zur Erforschung des schwarzen Erdteils ansgezogen war, deckt langst der Wüstensand. Name» wie Baeth, Rohtsr, Nachtigat, Marchand scheinen uns weit zurückzntiegen. Nur Sdiweinsurth hat ein glückliches Geschick gestattet, die Weiterentwicklung seine» Lebenswerke? verfolgen zu dürfe», eine Gunst, deren er sick, würdig zeigi. indem er „immer strebend tick, bnniibt". vermischte». * Madrid im Frost. Zufolge der anhallenden W i n lc rst rengt macht die Stadl den Eindruck einer be lagerten Festung. Allenthalben sieht man verlassene Fuhrwerke, deren Zugtiere nach einem Fall oder .Knochenbruch getötet werden mußten Tic Lebensmittel werden immer spärlicher. Die Preise steigen riesig. Tic Theater sind ge ichlosien. • * Frische Luit in den SchnIzi »> >» er n. De: von vv» der Stadlverwnklmig Philadelphias cmg.ftevle Arzt, der als .medizinischer Jniveklor" die kwgiene in den Schulen Philadelphia? überwacht, Hai vor kurzem eine» neuen Perbich »»teruomnie», der sich so »»aewödntich gut bewährt Hobe» soll, dost er auch auber» halb Amerikas Aulnierksamkeil verdient. Ter medtzinisclie Ju» fveklor Inm m» den Gedanken, eine Anzahl Schüler eine längere Zeit ausschliehtich i» Klaffe,izimmera unterrichte» zu lasse», deren Fenster iii'ansgeietzt aeösnict gehalten werden, Sommers wie Winters. Er wandte fiel, a» die EIte> >i der Schüler, stellte ihnen die voraiiSüchtlich günstigen getmidbeittichen Folgen des Etveri» mews dar, »nid erhielt auch von einer grosten Anzahl vo» Elten, die Geiiehi»,a»»g. die Kinder dem neuen Regime z» »nlerwerken. Die Sraeviiine, die der Versuch zeitigte, wnren niigewöhnttdi gimstg Die Fenster des KtaisenzimmerS Ivurden üderhaiivt nicht gcichtoijen und das Zimmer auch nicht geheizt, dagegen lonrden die Schüler mit marine,, Mäntel,,, Mühen, Trikots Mid wollenen Handschuhen ausgerüstet. Nur an Tagen „»geivölnilich scharker Kälte wurde das Zimmer geheizt, ivodet tedoch die Fenster osten hlieden. — Der Vergleich der Schüler dieser .ventilierten Klaffen'' »»i den andere» Schüler» ivrach in alle» Punkte» zu Gunsten de- Klasse,,- zinimerS Mit ständig aeöstneten Fenstern. I» der srischen Luit ivnrde heiser gearbeitet, reichlicher gearbeitet und auch ichnester gearbeitet. Die AnffastmigSkrast der Kinder war krischet und angeregter, daS Pensmn tourde schneller erreicht. Apathie, Schlästig- kest >ntd Lniigianikeit wurden libechauvt »tcbt heobaditel. Die KtassendiSzipItn war miverhällnismästig viel besser als in den nicht ventitierlen Ktasten, Tie Jmetligenz ivar midestreitbar lebhafter mid daS ganze Verhalten der Schüler beiciedigetider. Pnrattet mit dieser nüxstigen Peet»sl>iiimiq dcS ganzen aeistigen und seelischen Habitus der Kinder verlies auch die körperliche »nd geiund»eill>che Entwicklung der Zöglinge der „ventilierten Klasten' erheblich günstiger als bei den anderen Schülern. Wahrend der zwöti Woche», die der Perinch währte, »ahmen die Schüler, die a»s- schltehtidi in Klaste»zimmer>t mit offenen Fenster» unterrichtet wurden, ii» Durchschnitt zwei Ptnnd zu, ivahreud die Gewichtszunahme bei den Kindern, die ihren Unterricht bei geschlossenen oder mir zeitweilig geöffneten Fenstern emvsiuge», dnrchfchnitltich nur ein Pimid betrug. Auch der altgemeine b,efmtdbe>tSztistand war in den Klassen mit immer geöffneten Fenstent erheblich günstiger, die Zahl der Erkrankungen war geringer als bei den andere» Schüler», und vor allein erwies es sich, das; die Kinder der .ventUteite» Klassen" in sehr kurzer Zeit so akgehärtet waren, dast ErkältMige» uub katarrhalische Infektionen bei ihnen über- Hanoi nicht mehr eintraten. A b f n h t. Et» Arzt und ei» Rechtsanwalt stritten i,ch »her die Boizüge ihrer Berufe. „Ich tage gewiß trübt,'' bemerkte der Arzt, „daß alte Advokaten keine Ehrenmänner wären, aber auch Sic wcrdeu mir zugeb-.-n, daß Ihr Berut mcht gerade der gceig- netstc ist, die Menschen zu Engeln zu ntadten." — „Darin hoben Sie reckt," erwiderte der Advokat, „ln diesem Punfte sind un« die Reizte bei weitem überlegen.'' - Allzu wenig fürs Geld „Waren Sic diese Woche im Theater?" — „Jawohl." — „Was haben Sie denn gesehen?" - „Ein Paat Schildpaltkämme, Federn, eine Chiffonschleife und einen etwa hühnergroßen ausgcstopftcn Vogel." SLchertisch. Rede» und Aussätze von A d o l t S l o c ck e r. Mit einer I wgraphischeu Einleitung heransgegebc» von Reinhold See derg. 1913. A. Teicherüche Bellagsbndthandtnng Inh. Werner Schott, Leipzig. Lange Jahre kannte man Adoli Stoecker wesentlich an? seinen Predigte» und BorEäacn, die er in allen Gauen des deutschen Baiertäude? hictl. Selbst seiue wertootlste» Aussäne waren rütlig verstreut Mid Iveitcren Kreisen unzugänglich. Geheimial Prolesfor 1>. I>r. iJr Secbcrg i» Berlin Hot es nun am fick, genommen, di? wertoollslcn Aussätze Stoecker? in einem handlidtcii Band, zusaminenznstellcn. Naturgemäß bietet bei Baud vieles Material an? dem Leben Stocckers, sein Zusammensein mit den Paladinen staiker Wilhelms I.. unter denen ihm Roon besonders nahe gestanden hat. wird in der ansdtan- lithftcit Weite dargestellt und tiese Blicke Inn wir in die ge wattigen Käutvie, die Sroccker nt? Hosprediger zu bettelten hatte. Kein Zweitel ist, daß er „ns mir größer mitS.je näher wir ihn kennen Eine seine Stizzc Seel-ergs, der li. Stoecker durck) die Mireftfich soziale .»onfersenz wie durch den Zcntralansfchnß für innere Mission in den letzten Jahren nahe getreten war, leitet den Band ein. - P a r I i s a l. De, Verlag der ..Munt sür Alte" hat nicht gesäumt, das Werk den weitestc» Steilen ,» Jahre 1909 ein Privatbeamter in Kietck in Russisch-Polen wegen Smonageoerdachts verhaftet nno ohne jehc Begründung, lediglich durch die Laugsamkeft und Willtur „er rufst- schen Beamten, fast vier Jahre in erbärmlichen Gesätignissen ge- sangei, gehalten. Erst vor wenige» Monaten der Freiheit miede, gegeben, lurt der Bedanernsweifte jetzt seine Erlebnisse veröfsentlicht. i.Hoimann, 46 Monalc uiischutdig in russischer Geiangenschaft, 8,1 Psg., Phönip-Vertag Berlin IV. 9.) Märklt. le. Frankfurt «. M. Schwei »emarkt be ri cht vom 2 l. Ja». ?l»kaetrfeden waren 1940 Schweine. Voll fleischige Schweine von 89 bis 100 kc, Lebendgewicht 34.50—67.00 Mk.. Sckikachtgewicbk 68.00— 71.00 Mk., vollsteischige Schweine unter 80 Itg-Lebendgewicht 61.00— ? 6.00 Mk„ Schlachtgewicht 68.00—70.00 Mk.t oollsteischige Schweine von >00—120 tzg Lebe,idge,nickst 54,50—67.00 Aik., Echlachtgewichi 68.00—71 Mk., vollsteischige Schweine von 12t bi« 160 te Lebendgewicht 54.00—56.(0 Mk., Schlachtgewicht 08—70.00 Älk. Gelchäl, langsam, bleibt Ueberslaiid. ie. Frankfurt a. M.. 21. Ja». kOrfg.-Deleqe. des „Gieß. Anz."1 Amtliche Notierungen der beiitiaen Frucht markt o reit? Weizen chiestgerj Mk. 78.25—00.00, Kurhekstscher Ak. 18.16—19.26, Wetteraner (ttzk. 00.00—00.00. Roggen thiestgert Mk, 16.00 bi? 16 I , Gerste t2tzettera„er> Mk. 10.60—17.25, Gerste, Franke», Psälzec. Ried Mk. 17.00-17.60, Hafer Mk. 16.00—17 26. Mais Mk. ,<.«( bis 14.76, Welzenmehl 0 Mk. >»,.00 — 00 . 00 t Weizenmehl 1 Mk. 00.'0-00.00. Weizenmehl III Mk. 00 . 00 — 00 . 0 ,’. giogqe,,. mehl 0 Mk. 00.00— oo.oo, Roagenmehl O'C A!k. 00410—00.00. Roggenmehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenklet: Mk. 0.00-a,0l,, Wetzentchalen Dtk, O.ltzl—0.6kz Lloggcnkleie Akk. 00.00— 00 . 0 ”, Platjkeime Mk. 00 . 00 — 00 . 00 , «iertrebee 00 . 00 —00.«h Raos Akk. 00.00—00.00, Fnttergerste Mk. oo,oo-00z00. Alles per 100 Kg. ab hier, 1». Franksnet n. SB., 21. Jam tOrig.-Deiegr. de? „Giet 2l„zeigers'',t Rn rt o , fc ( m « rft. Mg,, notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 8.60 — ,.0”, im Kleinhandel Mk. 4.50—5.00 iüt i t 100 Kg. Kircfolicbc Ncicheichten. Evangeljjcht Ktmkinde. heule abend 8 Ikhr: Bibel stunde in, Lukadfaale. (t. Briet Petri.) Piorrer 2( e ch i o l S h e i m e r. DonnerSiag, den 22 . Januar, abends 8 Uhr, tut MalthäuSsaal: B i belst itn d e. (Jakob und Eia».) Psaiwcr II. Schlosser. Freitag, den 26. Januar, abends 8 Uhr: Bersaminlnna des FratietwereinS der sNarknsgeineinde. Amtlicher wetlerliericht. O e s f c n 11 i rft r r W e Iterdi c n st , Gießen. Wcttcraiisfichtcn in Hessen am Donnerst» , den iJ. Ja,,. 1914 ■ Bormieaend wolkig, fc’nc weiemliche» Niederschläge, Frost, nordöstliche Windc. Letzte rrackfrichten. Ä r o ß s c u c r i n D »i s b u r g. Duisburg, 21. Jan. (int lü r o fj f c n e r citlftanb im Duisburger Parallelhgseu infolge K urz - schlnsses der eleklrfschen Leitung und sprang innerhalb iveniger Minuten durch starken Wind aus niebrere Schuppet, über, in denen N a 4» h t a li ns ii sser und sonstige brennbare Stosse lagerten. Schließlich wurden noch drei weitcre Schuppen, welche mit gepreßten Papierbatlen gefüllt waren, vom Feuer ersaßt. Die Feuerwehr hatte einen schweren Stand. Ta« Feuer datierte bis zum frühen Morgen. Die Schuppen der Firma Zietschman» und der Litpeinburger Zementfabrik, die Gebäude der Firma Casßrinnin« und von der Krön sind ein Raub der Flammen geworden. D e r S ch a d c n i st s e b r groß. Eine F i r m n gibt die Höhe des Schadens, der sfr bclrofsen hat, allein ans eine M i l l i o ii M a r k an. PerzwcisliingStat einer Mutter. Solingen, 2t. Ion. Tie Frau des Arbeiters T h o m i t ,t brachte gestern abend ihre drei Kinder, die im Alter von 5 Monaten und 3 und 5 Jnhren standen, durch Ate sser st i d> r in den 6 a 1 ? u nt und versuchte, sich dann setbst zu löten. Sie kvnute sedodi nodt gerettet werbe». Ter Eirund zu der Tat ist in ebkliche» Zwistigkeiten zu Indien. D! c A ii s l a n d s rc i s e B e il i s e l v s. Petersburg, 2l /Ihn. Ministerpräsident V e n i i e l o s wird hier am 28. ds. Mts. erwachtet. Rad, mehrtägigem Ausent- halt Ivrrd cr nach Wien und wahrscheintid, auch nach Bnlarcst, Belgrad und Saloniki reisen. Hier will sid, Bemsclos die Znstim mnng Rußlands zn einem II e u e II B a l k a n b [ o tF sichern, dessen Programm er dem russischen Minisierpräsidenten »nd dem Minister de? Auswärtige» eingehend initleilen wird. — Wie die Athener vssiziöse Zeitung „Etbnos" meldet, wird sid, Benisclo? »ad, seiner Rüreckisc and, nad, K o » st an linopcl hegeben, „», dort alle Schwierigleilen in der griechisch tucstictien Frage zu erledige». An geblid, will Peniselos versuchen, in Berlin eine Llnlci'bc dnrchzusctzen, do er in Paris in dieser Hinsicht keinen großen (fr- solg halte. SicÄnf elf tage. Berlin, 21. Jan. Tie „Possische Zeitung'' meldet ans K » » ft a » t i u o v e l: Tcc englische Bolsdrnftcr lwtte eine l> » 1 c r i c b u n g mit dem Grostwes > r über die I u s e l s r a g e. Enoer Pascha bat für alle Fälle Beseht erteilt, daß verschiedene Jahr gänge ,'id, ;„r Motstlisation bereit Ixtllrn sollen Trotzdem hofft man hier, daß die Großmächte von der Türkei gewisse Zngeffänd Nisse eiwirken tverdcn. K o n sta »t i» o p el, 2k. Jan. Eine heute von Tataal Ben gegebenes Diner soll mit amerikanftdten Anlcihevrrhandlnnge» bezw. einen, Kr i eg s ich i i s a » ka i, s zusammenltänge». ^Der K a » s eines neuen Dreadnought i» England. „S»l tan Selii» I." ist dnrd, die Vermittelung abgeichlvssen worden » n n g e r s ii o t i» T c r a c. N e w Bork, 21. Ja» Nad, einem Telegramm der „Tt!- bnng" ans El Paso in Tera? herrscht in der Provinz Si- „ a l o a große H » » g e r s n o I. Hunderte erliegen täglich den Entbehrungen. Viele Mütter löten aus P e r z w c i s l » n g ihre Kinder und begehen dann 2 c t b s! m o r d. Fritz Nowack Grosser Posten Damen-Wäsche 35 Prozent ^ unter SGitiierip Verkaulspreise - selten günstiges Angebot Achtung! Schwarz emunehll sich zur Pcrlil ttuna von Ratten, Mäusen, Scbwaben, Wanken und un* aedieser ieber Art. ^cöriftl- Angebote trat. 1069 an hen Gteüener A»ueiae r erbeten. Pritai-Taazunlerriel!! erteilt je r ü n d 1 i o h zu jeder Tageszeit Th. Bäulke,? e Wolfstr»»«« 9. 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V40 M tmuicdcv, Psandmeister. ♦♦♦♦*♦♦♦♦ kiitc Pension'^ÄüL höherer Lehranstalt 1478 irracllieftrake 34 Parterre. ++•+*++++ Faustring-Lanolin-Seife Der Haut zuträglichste, wohlfeilste Toilette- selfe.Stück 20 Pfennig. 5 Stück 95 Pfennig. Ar-,gefertigt vom langjährigen Fabrikanten deTpfeiiringaeife C. Naumann, Offenbach a. M. I 1 Ara 18. ds. Mts. verschied nach nnr wenge Tage dauernder schw erer Krankheit der Grqssh. Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Gies-en Professor Ferdinand Bodenstein Während seiner kurzen hiesigen Tätigkeit hat er sich durch seine Pflich treue, sein gerades und freundliches W sen bei seinen Kollegen und Schillern allsei ige Verehrung erworuen. In Treue werden wir seiner gedenken. Giessen, am 20. Januar 1914. Der Direktor und das Lehrerkollegium des Real-Gymnasiums und der Oberrealschule 1054I) Individuelle und schnelle. Vorbereitung auf alle Klassen höherer Schuleu, besonders Kleine Klassen. Arbeitsstunden. Abendkursus. Gute Erfolge: Ostern 1013 erreichten von 17 Kandidaten lfi ihr Ziel, teilweise mit bedeutendem Zeitgewinn. Frequenz im Fonimer-Semester 1013. 43 Schüler. Näheres 'Referenz., besond. Giessener) durch den Leiter: Direktor Brackemann, Bieichstr. 6. Arbeit*- und Xachhülfestnnden in allen Fächern für Schüler aus Sexta bis Ober-Prima Öft'ent!. höher. Schuleu. 83 Montag, Dienstag u. Mittwoch 10. l»ls 21. Januar findet mein diesjähriger ZU tipirfaer Wäsche und Reste zu stark ermäßigten Preisen statt Besonders aufmerksam mache ich auf einen Posten Herrenkragen und Manschetten in modernen Formen Dieser außergewöhnlich billige Verkauf findet alljährlich nur an diesen 3 Tagen statt. Carl A. Hartmann Selters weg 81 1 n Fernruf 2064 U024ai Wäsche-Fabrik — Aussteuergeschäft Für die herzliche Teilnahme an dem schweren Verluste sagen wir hiermit un- seren tiefgesühlteste» Dank. In, Namen der trauernden Hinlerbliebciicn: Mhe Wer, 0 . nm«. Gieße», den 21. Januar 1914. 1001 Schon wieder ein neuer Hut! „Ja, Männchen, diesen Hut habe ich mir da« durch zusammengespart, daß ich unseren täglichen Kaffee, der Dir immer so gut schmeckt, mit Weber’s Carlsbader Kafieegevrürz zubereitet und verbilligt habe." Durdb Weber's Carlsbader Kaffeegewürz bekommen auch billigere Kaffeesorten den Gescbmack von feinem Edelkaffee. Man spart vor allem eine erhebliche Menge Kaffeebohnen, sowie an Zucker, weil die Bestandteile von Webers Carlsbader Kaffeegewürz bereits Süßstoffe enthalten. Am Donnerstag, den 22. Januar 1914, abends S^Uhr, findet im großen Saale des Hotcl C i n h o r n eine öffentl. Versammlnttg mit freier Anssprache statt. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Gutsbesitzer A. Wolf in Hunspach i. E. über: Elsaß-Lothringen und das Neich. Zu dieser Versammlung ladet ergebenst ein, nn> rege Beteiligung bittend, Gießen, de» 19. Januar 1914. ^ Ter Verein der sortschrittl.Volkspartet Metz, Geh. Justizral. Donnerstag, den 22. Jan. 1914, abds. pünktlich 8 1 /., Uhr, itt der große» Universitäts-Aula: V!. Ukütlilyki Vortrag Herr Th. Äränzli«, Offizier des Norddeutsch.Lloyd: Fahrten und Tätigkeit des Norddeutschen Lloyd im fernen Osten und der Lndsee mit Lichtbildern. Eintrittskarten zu einer Mark sind abends an der Kaste zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. »7« v Garderobe 10 Pfg. grtsjjrnicrbrpfrrin. KnfWnilWcr Perm. Goldenes Kettenarmband urnii Lichtspielhaus, Bahnhofstraste, durch Kavlansac -ceueitlvea Ins Gartenstrahe verloren. Ehrlicher ^in ^ , . erhält hohe Belohnung. 041 Näheres bet ^rau Plank Wwe., Kaplansgassc 2. Tlieater-Verein nkm-.-mim. l. i iiii i i.iim i iniiiiiiin if, , ,, ,, Ercitsg, den 23. Januar, Gastspiel des Großherzoglichen Hoftheaters und der Hofmusik » 83 P Lohengrin Romantische Oper in 3 Akt. v. Richard Wagner Kassenöffnung 5V- Uhr Anfang 6 Uhr :: Ende 10 Vs Uhr Eintrittskarten und Textbücher bei E. Challier (Tel. 671) u. a. d. Abendkasse Der Theater-Restaurateur (Cafe Ernst Ludwig, TeL 190) nimmt Vorausbestellunjsjen von Speisen und Getränken zur Vorab folgung in einer der beiden grossen Pausen entgegen und belegt auf Wunsch Tische im Haupt royer oder im Erfrischungsraum des Ii. Ranges, wu reichlich Tische aufgestellt sein werden (Zugang vom vesti ül aus). Feier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers verbunden mit dem lO.Sliftungs-Fcste Samstag, den 24. Januar l. Js., abends 8>/- Uhr, im Saale des Steins Garten. Nur Mitglieder mit ihren eignen Jamilienanaebörigen und vom Borstand cingcladene Gaste haben Zutritt. Für weiter einzulndende Personen sind Einlaßkarten bei Herrn Kausmann A. Welz, Sellersweg 8, zu haben. Orden und Ehrenzeichen, sowie Hassia- und Verein» abzeichen bittet man anzulegen. — Sonntag nachmittag AiHiWchiMWMlmilld Gienen, den 21. Januar 1914. 1082v Der Vorhand. Giessener ßutlergesglislail 1877(E.V.) Generalversammlung Freitag, de» 23. Januar, abends 9 Uhr, im Kaiierboi Tagesordnung. 1. Eingänge. 1087D 2. Ausnahme neuer Mitglieder, 3. Verschiedenes. Wegen Ivichiiger Angelegenheiten bittet dringend um Sonntag, den 25. Januar, abends 7“ Elir, Im Cafe Ebel grosser Herrenkarten Mk. 0.80. Im Vorverkauf Mk. 0.80 bei den Herren Petersen, Marktplatz, und Friseur Pfeil, Walltorstrasse. Hamen frei! 1080V Damen frei! EIS-VEREIN E. V. Bei günstiger Witterung: Preis-Kunstlaufen am Donnerstag, den 22. Januar, nachmittags 3 Uhr. Anmeldung bis mittag 1 Uhr an der Kasse. Näheres siehe Anschlag auf der Eisbahn. 1W8 D Von 3—5 IThr Konzert. Hermes Handels-Lebr-lnstitut Schreibmaschinen- 1 -■ Schule ,— I West-Anlage 31 09318 Einzige und Spezial-Ausbildung in Maschinenschreiben Stenographie Buchführung usw. Anfänger- und Fortbildungs-Kurse Honorar mäßig Beste Empfehlungen Tages- und Abendkurse Beginn täglich LiebigshöheJ SonncrstngT ßtllir: KaReeKonzert IV, bis 5 Psund, »er Mund 42 - toblwn t'Ä 3(D fcrutjiidif per Pfund 23-^ Sch. SilljbiM SetterSw. 12 | 10M J Tel. 285 Dir.: Hermann Steingoetter. Mittwoch. 21 . Jan. 1811. abends 7 Ubr: 12 . Mittwoch. Abonnements- Vorstellung. — Gewöhnliche Preise! — Neuheit! Neubelt! MaiioWtiHin Schauspiel j» 4 Sitten von Cäcnv Wilde. Ende 9 1 /- Uhr. 110060 <> x>