tlr. w Ter Sleßenrr Anzeiger erscheint idqlidh, außer Somiicfl-5. — Beilagen: viermal >»öck>e»ilich SießenerFamifiendlätter; zweimal wöchevil.Ilrei?! dlatlsürdenlireisSietzen (Tienstagund Freitag»; zweimal monatl. fand- wirllchastliche Zeitsragen Fernlvrech - Anschlüsse: für die Redaktion 113, Verlag u. lffrvedivoii LI Adrelle für Tevefchen: Anzeiger Gießen. Annahme o»n Jlnjeigen ’ür die Tagesniinuiier bis vormittags S Uhr. Erster Blatt M. Jahrgang Dienstag, 15. Januar 1914 General-Anzeiger für Gderhessen Notationrdnxl und Verlag der vrnhl'schen U«i».-Such- und Zteindrnckerei 8. Lange. Redallton. Lrpeditton und Druckerei: §chnlftraßt T. BezngSoretS: inonailich7LPf.,v>eri«l- jährlich Mk. 2.28: durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich KL Pst: durch diePost Mk.2.— viertel« jahrl. ausfchl. Beilellq. Zeileuvreis: lokallL Pf. auswärts 2V Pfeuiiiq. Lhesredakteur: A Goetz, Aeraulwortlich für den volil. Teil: Ang. Goetz; sür »Feuilleton", »Vermischtes" u»d»Ge«chts- faal": Karl llienrnlh; für »Stadl imd Land": Kurt Bendt; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten. Tageskalendcr aus dem Jahre 1814. 13. Januar: Das von den Franzosen noch hartnäckig verteidigte Witte nberg wird von den Preußen gestürmt. Die Wahrheit über Albanien. Don einem Kenner der Verhältnisse 'Albaniens wird uns geschrieben: Wenn alles das wahr wäre, was in den letzten Tagen über daS allerneuestc europäische Staatswesen, über Albanien berichtet worden ist, dann müßte man zu der Meinung kommen, daß dieses Land sich im Zustand eines blutigen Bürgerkrieges befindet, der die Bevölkerung noch vor b:r endgültigen Konstituierung des Fürstentums vermindert hätte. Wenn aber wiederuin alles das wahr wäre, was in den letzten Tagen von und über Albanien dementiert worden ist, so könnte man zum Schluß aus den Gedanken kommen, daß es ^lkbanien überhaupt nicht gibt, denn nach den zahllosen Dementis bleibt von dem kleinen Ländchen eigentlich kaum noch etwas übrig. Zuerst hat man monatelang nach einem Anwärter sür das albanische Thröncknn gesucht, und jetzt, nachdem der Prinz zu Wied im Einvernehmen mit den Mächten sich zu dem Experiment bereit erklärt hat, sollen die Prätendenten plötzlich wie Pilze aus dem Boden hcrvorschießen. Da wurde zunächst Eis ad Pascha, der schon bei dem Streit um die Wahl der iünstigen vauvtstadt 'Albaniens eine nicht unbedenkliche Rolle gespielt hatte, beschuldigt, nach dem Dhron zu streben, und auch jetzt wieder wird er von einigen Seiten als der Urheber des Balona-Pul sch es bezeichnet. Essad Pascha selbst bestreitet diese Beteiligung mit aller Entschiedenheit, und er berujr sich zum Be weis des Gegenteils aus seine Kundgebung sür die Kandidatur Wied sowie aus seine Tätigkeit bei den Vorderes-, tungeil für den Empfang des Prinzen in Turazzo. Die Wahrheit ist, daß Essad Pascha ursprünglich die Bestvebun- gen nach der Berufung eines mohammedanischen "Fürsten unterstützte, sich aber zum Schluß nach einigen Flnvan- kungrn ans die Seite der Wied-Kandidatur schlug, als er sah, daß selbst der größte Teil der mohammedanischen Albanesen sich für einen christlichen Fürsten >11 der Erwägung entschied, daß die Dahl eines muselmanischen Staatsoberhauptes notwendigerweise zu einem Krieg aller gegen alle, zu einer Austeilung Albaniens fiihren müßte. >bar nicht ernst zu nehmen ist die in den letzten Tagen verbreitete Behauptung, daß Essad Pascha einen Schrittmacher sür den früheren türkischen Kriegsminister Jzzel Pascha darstell« .den man zuletzt sür einen Prätenden-, len ausgegeben bat und auch jetzt noch dafür ausgibt. Essad Pasckza ist eine viel zu selbständige und ehrgeizige Natur, um sich sür andere Thronbewerber ins Zeug zu legen, und er hätte sich, wenn überhaupt Aussicht auf die Anerken-, ilung eines albanischen Fürsten durch die Mächte vorhanden gewesen wäre, sicher als den nächsten dazu angesehen. Was Jzzet Pasckia betrifft, so hat er selbst die Beschuldigung, daß er nach dem albanischen Thron strebe, „mit tiefster Entrüstung" zurückgewiesen, wenn er auch zugibl, „daß es vielleicht lieute in Mbanien gibt, di« ihn znm Fürsten wünschen"'. Die Wahrheit ist in diesem Falle, daß Jzzet Pascha nur ein« vorgeschobene Person darstcllt, während die Drahtzieher am Goldenen Horn und zwar im j u n g t ü r k i s ch e n Komitee zu suchen sind, das zurzeit tatsächlich die lür- lische Regierung darstellt. Wenn aber Jzzet Pascha bestreitet, daß seine Ersetzung durch Euver in der Leitung des Kriegsministeriums mit den albanischen Putschvcrsuck^u im Zujamnienhang siehe, so ist das nicht ganz zutreffend. Man hat Enver Pascha, den rührigsten der türkischen Militärs und Staatsmänner, ans den verantwortlichen Posten in der Hoffnung gestellt, daß er aus dem Balkanschiffbruch retten werde, was zu retten ist. Und »zu dieser Rettungsaktion sollte auch der Versuch gehören, die Wahl eines mohammedanischen Fürsten in Albanien durchzusetzen, um dies Land auf diese Weise wenigstens unter der versteckten Souveränität der Türkei mit der Hofsnung auf etwaige spätere Miedepanglicderung zu erhalten. Diesem Zweck diente die Bearbeitung der albanischen Mohammedaner, dienten die mit türkischem Geld« und türkischen Soldaten inszenierten Putschversuche, wobei mau den Namen des in Albanien bcgütdrtcn Jzzet Pascha mit oder ohne dessen Einwilligung benutzte. Die Putschversuche siud gescheitert, «ntgültig gescheitert, nicht zuletzt daran, daß cS in Albanien mehr als ein Dutzend Paschas gibt, die alle ein Recht auf den Thron zu haben meinen: es seien nur Asis Prioni und Haki Elbasani genannt. Tie überwiegende Mehrzahl der Albanesen, soweit sie politisch milznreden haben, aber weiß, daß die mühsam er- iämvfte Selbständigkeit ihres Landes nur durch einen von den Mächten anerkannten Fürsten gesichert werden kann, und das ist der P r i n z zu W i e d, mögen ihn auch die albanischen Muhammedaner nur als notwendiges Uebe! betrachten. Den Slandpunkt der überwältigenden Wiedniehrhcit bringt auch die albanische Abordnung zum Ausdruck, die soeben in Berlin cingelrosfen ist, die jedoch nur den Vorläufer der ossizicl- len Abordnung darsleiil, welche gegen Ende des Monats in der deutschen Reichshauplstadi cintretsen wird, um dem Prin zen zu Wied feierlich die Krone Albaniens anzubieten. Die ebenso seierliche Annahme bedeutet nur noch eine Formalität. Aber der Antrittsbesuch wirb eine ganz erhebliche Verzögerung erleiden, da der Prinz keinessalls vor der endgültigen Grenzfestsetzung und der Regelung der Anleihefrage in seine Residenz D u r a z z 0 einzuzichen gedenkt, die den unschätzbaren Vorteil aufweist, am Meere zu liegen, also die günstigsten Chancen für eine etwa plötzlich notwendig werdende — Luftveränderung bietet. Rom, 13. Jan. Italien hält, wie man erfährt, an der Ablehnung jeder südalbanischen Grenzkorrektur fest und lehnt die Errichtung einer neutralen nach Veniselos Vorschlag der Oberhoheit Albaniens zu unterstellenden auto-- iiomcii Zone ab. Italien wird jedoch leinen Einspruch erheben, wen» die Räumung der Grenzgebiete durch cleineii- tare Ereignisse Mich» so schnell vor sich gehen sollte. Veniselos soll sich aber verpflichten, nicht länger als einen Monat mit der Räumung zu zögern. In der Jnselfragc steht Italien sehr freundlich zu Griechenland. Dieses soll, falls die anderen Mächte einverstanden sind, auch LemnoS und Samothralc erhalten, dagegen sollen Chios und Mhtilenc bei einem Anschluß an Griechenland neutralisiert werden. Dafür ivürden die Mächte etwaige türtische Revanchegelüste Niederhalten. Valona, 13. Jan. Zwischen Gendarmerieabteilnngen der provisorischen Regierung und bei Elbassan kon- zenlrierlen Anhängcrn Essad Paschas, welche Elbassan bedrohen, kam es nach einem Scharmützel in den letzten Tagen beute zu einem e r n st e n Kampf bei G 0 d 0 l e s ch iluwclt Elbassan. Die Aufständischen wurden geschlagen und zurückgeworsen. Bon Elbassan ist jede Gefahr abgewandt rentfebe» Uci«h. Die Matrikularbeiträge. Laut „Tägl. Rundschau" haben die Bundesstaaten sich bereit erklärt, die bisherigen 80 Psg. für den Kopf der Bevölkerung an Matri- kularbeiträgcn zu entrichten, jedoch gelten diese Abmachungen nicht mehr für fünf Jahre, sondern nur bis auf weiteres. JmAnschlußandasncueWahlr echtin Rcuß ist, wie aus Gera gemeldet wird, für die Gemeinden ein M e h r st i m m e n w a h l r e ch t vorgesehen, mit dem in Kommunen mit über 2000 Einwohnern das Proportional- wahlshstem verbunden sein soll. Ferner sei auch die Einführung der Wahlpflicht vorgesehen. Bom Verband der Aerztc Deutschlands gehl uns folgender Beschluß seiner Pcrtrauensinännervrrsanim- lung vom 11. Januar 1914 mit der Bitte um Berösfcnl-- lichuug zu: „Nachdem die deutsche Aerzteschaft unverzüglich und restlos dem Abkommen vom 23. Dezember 1913 getolgt ist, haben die am 11. Januar 1914 in Leipzig versam mellen Vertrauensmänner nebst Vorstand, Aussichtsrat und Beirat des Leipziger Verbandes mit großem Befremden davon Kenntnis nehmen müssen, daß bisher die Beendigung des Kriegszustandes durch alsbaldige Eiilbindnng der ärztlichen Nothelser von ihren Kassenarztverträgen gemäß 8 11 des Abkommens in mehreren Orten, z. B. in Braunschweig, BreSlau, Elbing noch nicht erfolgt ist. Sie erachten die Durchführung des 8 11 als eine unbedingte Voraussetzung sür den Fortbestand des Abkommens und sind der Ansicht, daß wenn sie nicht schleunigst erfolgt, die Gültigkeit aller bisher aus Grund des Abkommens abgeschlossenen Verträge in Zweifel gestellt ist und ein wichtiger Grund zu ihrer alsbaldigen Auslösung vorliegt. Tie Vertrauensmännervcrsammlnng würde cö auss tiefste bedauern, wenn die Aerzte dadurch zur Wiederaufnahme des Kampfes gezwungen werden. Die Rechtfertigung des Postamtes in Zaber». Rach den Zeitungsnachrichten sagte Oberst v. Reuter in den Verhandlungen vor dem Kriegsgericht aus, daß die Postbehördc in Zadern Karten mit beleidigenden Angaben an die Offiziere unbeanstandet bestellte, während sie Karten, in welchen das Verhalten der Offiziere gelobt wurde, znrückgebalten habe. v. Reuter erklärte einem Lcr- treler der Postverwaltung gegenüber, daß er eine so schwere Beschuldigung gegen das Postamt in Zabern nicht anS- sprechen wollte; die vor Gericht gemachte Aussage sei entstellt wiedergegeben worden, es seien aber in Wirtlichkeit Unregelmäßigkeiten bei der Bestellung der fraglichen Sendungen vorgckommen. Die von seilen der Post eingcleitete Untersuchung hat ergeben, daß bei der nach vielen Hunderten zählenden Menge der in Zabern sür einzelne Offiziere eingegangenen Schmählarten tatsächlich einzelne Sendungen mit erkennbar beleidigenden Angaben in der Hast des Betriebsdienstes der Ausmerksam- lcit des Personals entgingen. Diese Fälle sind aber im Hinblick daraus, daß viele Hunderte von Sch mähbar len in Zabern als unzulässig erkannt und zurückgesandt worden sind, als vereinzelt zu betrachten. Bon de» ebenfalls zahlreich eingegangenen Z n st i m m u n g S p 0 st - lnrten usw. sind nur zwei vom Personal wegen Zweifel über die Zulässigleit des darin enthaltenen Ausdrucks zunächst' (beanstandet worden. Beide Karten sind aber auf Der Neuigkeittschiitze. Es ist ganz merkwürdig, was für Chancen dem Manne mit Unternehmungsgeist und Erfindungsgabe in unfern, Zeitalter ossen- ftehen, trotzdem man fortwährend annimmt, daß gerade in diesem Zeitalter jo zicinlick, alle Felder gepstügt und abgccrntct sind. Ta ist vor allem dos Kino, das verblüffende Ehaircendenr Manne bietet, der „aus dem Fleck" ist. Als z. B. Blöriot zum ersten Mal über den Kanal stog, trug es sich zu, daß ein An'.oteurpbotograph mit seinem Filmapporat aus einem gewissen Fleck stand und die einzige 'llusnahme dieses von Krnolicferanten äußerst heftig begehrten Ereignisses machte. Es nwren genug protesswncllc Photograpbcn da, ganze Scharen, aber sic batten nicht den richtigen Platz erwischt, der Amateur war infolgedessen in der Lage, seinen eigenen Preis für seinen Film zu machen. Ein Okstcrreicher, der in den Polar- ländcrn der Jagd obgclegen hatte, erhielt über 120 000 Mjk. sür die Jagdfilnis, die er mitbrachte: und der bekannte Naturiorscher Kcarton. der (allerdings ganz hervorragende) 'Ausnahmen sür Kinofilms des toilden Tierlebens in allen Erdteilen nmchte, verkaufte seine Wider sür 400 000 Mk. Mit dieser Summe ist er gewiß aus seine Reisekosten gekommen, andererseits hat er aber auch ctivas geleistet. Wenn man seinen Films gegenübersitzt und sieht, wie der wilde Elesant, die Riesenschlange, die beiden Nilpferde, ober der nach und nach aus ein paar im Dickicht glühenden Augen sich entwickelnde Tiger mit ganz unheimlicher Beharrlichkeit aut den Beschauer, also mis den Apparat, zustürmen, fragt man sich unwillkürlich. wie lange noch ein Mann wieen Korrespondenten. Als „Ncuigkcitsschützc" hat er nicht nur den aufregenden Spott — er kommt dabei auch auf seine Kosten. O. K. — Die Not eines Künstlers. Aus F r e i b e r g (Sachsen) wird gemeldet: Am Sonntag nachmittag ist in H e r m s d o r i bei Nchcscld der Kn n st m a l e r Werner H i e ck m a » n aus Frcibcrg neben seiner Staffelet im Walde c r f r v r ni ausgefunden worden. — Flugzeuge ohne Führer. Unsere Leser werdtti sich de- Aussehens erinnern, das seinerzeit das führerlose Boot mü cUklrischer Fernsteuerung machte. An einer ähnlichen Idee für das Flugzeug arbeittt, wie die .Lustslotte" initteilt, seit einigen Jahren der Konstrukteur ö. Folk in Uerdingen, wenn die Art der Steuerung auch nicht dieselbe ist, Herrn Folks Erfindung sühn vielmehr durch eine vorher eingebaute Vorrichtung das Flugzeug ohne Besatzung in der jeweils gewünschten Höhe über eine vorher bestimmte Strecke und läßt es selbständig nicht nur zum Ausgangspunkte zurückkchren, sondeni dott sogar mit abgestelltem Äivlor selbständig im Gltttstuge landen. Tos Flugzeug erinnert also an den Bumerang der Auittalier. — Solches Flugzeug kann, da das Gewickst zweier Personen gcsvatt wird, gepanzett werden und als Bombenwursmaschine Verwendung finden. ES kann aber auch, unbehelligt in großer Höhe fahrend, im Kriegephowgiopkisch die scind-- lichen Stellungen erkunden und im Friedttt ebenso für oie Erforschung noch unbekannter Gegenden ersprießliche Dienste leisten. Als Kricgsinstrumcnt wird cs sicher dem Staat, der die Erfindung als sein Geheimnis zu wahren versteht, vor allen andern erhebliche Vorteile sichern. — Einen Sonncnfleck von ganz gewaltigen Maßen hat der Tirekwr nnd A)ttonvm des Santa-Clara-Eollcgc in Kaliiornicn. Pater Jeröme Ricard, beobachtet. Nach der „Umschau" beläuft sich der Umfang auf 409 93k 700 englischen Ouadratmeilcn. Tie Gelamtoberslöckie unseres Erdballes, die Mecresslächen inbegriffen, btträgt 197 Millionen englischeOuadrat- meilcn, so daß dieser Sonnenslcck groß genug wäre, die Erdkuget zweimal zu umhüllen. Bei dem riesenhaften Umfang der Sonne stellt der neurntdeckte Sonncnfleck jedoch mir V„ 7 t» der Oberfläche unseres Tagesgcstirns vor, — Die Träume der Blinden, In der „Daily Mail" Hot jemand ueutich die Frage ansgeivorsen, ob ein Blindgeborene^ Träume hat und ,v,e diese Träume sich von deneil der Sehenden luttcrscheiden. Ties ist eine äußetti interessante Frage, die merkwürdigerweise bis jetzt noch nicht viel Beachtung gefunden hatte. Die Antworten darauf iverscn in man- cher Beziehung ein Licht aus das Problem. Im allgemeinen glaubte man, das; die Träume der Bliubcii sich auf solche beschränkten, in deiirn ein körperlicher Reiz gewisse Vorstellungen hrroorttei, — daß also : B. eine imbequeme Lage oder eine organische Störung dir Illusionen des Füllens, der Fluchi, des Erstickens, des Truckcs hervorbrachtcn. Ein Londoner Geschäftsmann jedoch, der dlino geboren ist, hat über seine periönlichen Erfahrungen allerlei Auffchlüff'e gegeben, die ans, wenn auch unvollkommene, visuelle Illusionen Ichlicßen lassen,. Er träumte, daß er von merkwürdigen Tieren verfolgt wurde. Da er nie ein Tier gesehen hat, so nannte er sie Tiere seiner Einbildung, Und cr lräunite von Schlachten. Ta waren Reihen von Männern, die farblose» Formen von Männern. Sir zogen in Reihen auf, und dann gab es ein Krachen und Blitzen, nnd wo die Minner nicht waren, da war es weiß. Man lieht, daß dieser Blinde notgedrimgen zur Terminologie der Sehenden greift. Er ipricht von Ivciß. Fragt n,an ihn, was er darimter verstehe," io aniwottel er, genau so nnsäbig zu desi- nicreu, wie ein Sehender selbst, daß er bas nicht sagen könne, es sei das Gcgentell von schwarz. Er spricht von Blitzen, und hier wenigstens folgt cr sicher nicht nur hem, ioas cr gehört bat, denn auch er hat jene sunkenartigen Ettcheinungrn, dir das Auge htt- rorbringt durch einen Schlag von außen, ohne Einwirkung von Licht. Am merkwürdigsten ist das Wort von „farblosen Reihen von Männern", das den Stempel aufrichtiger Beobachilliia birgt, denn selbst der phontasievollstc Blinde kann sich keine Farben denken, ebenso wenig wie ein Sehender eine neue Farbe lnnzu- denken kann. Sonderbar ist, daß der Raum, wo keine Männer waren, ihm „weiß" erscheint. Wir Scheiiden würden sagen „lcett", trotzdem er nir uns ganz farbig erscheine» ioärdc. — die Abwesenheit der Form wäre uns das Wesentlichere. Es ist eben kein Wortschatz vorhanden, der die Welt des Blinden auch dem Sehende!! verständlich machen könnte, ebenso wie wir ihn, unsere Welt durä, alle Wortmalerci der Erde nicht erschließen können. Man begreift wieder einmal, loie eng die Grenzen unserer Sinne gezogen sind und wie gänzlich die Mitteilung ihrer Wahrnehmungen darani be- ttiht, daß der andere mit gleichen Werkzeugen diesetben Eindrücke sammelt. Deshalb nrus- dos beste von den,, was solch ein Blinder uns jagen könnte, unausgesprochen bleiben, weil cs eben keine Worte gibt, die cs ausjprechcn können. H. S. Wells &oi einmal mit dem ihm eigenen Genie für solche Spekulationen einen Roman geschrieben: Das Land der Winden. ES geht uns auch wie dem Helden dott, dem gerade durch den llmftand. daß er sehen konnte, ein Verständnis der Ideen und Auffassungen des Blindenlandcs unmöglich erschien. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- i ch.a 1 t In Wiesbaden ist der erste Charakterdarsteller ain dottigen Residenztheater Georg Rücke an den Folgen einer Magenope- ratio» im Alter von 45 Jahren gestorben. ilnordnuntz des Postamtes tx-ii Empfänflern ansgehandigl worden, eine ohne jrt>c Berspätting, die jmrite bei dein nächsten Bestellganyc üuilattA. DeIcassös Na chfvIger in Petersburg. Iw iranzosischcn Ministerrate unter dem Vorsitz des Präsiden ten Porncars wurde der Direkdor der politischen und Han- delsangetegenheiten im Ministerium des Aeußecn, Palöo- logue, zum Botschafter in Petersburg ernannt Palöo logue wird der Nachfolger Teleassös, der aus seinen Wunsch endgültig nach Frankreich zurückkchrt. _ Die Enthebung des Generals Li in an von Äandersvom Kommando des 1. Ä o r p s in Konstaii- tinopcl und seine Ernennung zum Gencralinsprtteur der türkischen Ärmer ist, wie die Pforte offiziös »erkunden läßt nicht die Folge irgend eines Schrittes seitens Rußlands, sondern ist ausschließlich der Initiative des Kriegsministcrs Enver Pascha zuzuschreiben, der in einer Besprechung mit Eleneral Lima« v. Sanders diesem die Absicht mittciltc, ihm das Generalinspektorat über die Armee anzuvertraucn und ihm die Last des Kommandos des l. Korps abzunehmen. General Liman v. Sanders hat geantwortet, er sei zur Reorganisation der ottomanisclien Armee bereit, gleichgültig, in welcher Eigenschaft. In den Kreisen-dcr Pforte glaubt man übrigens, daß diese Aenderung geeignet sei, Rußland zusricdenzustellen. Türkische Agitatoren in Albanien vor Gericht. Am Sonntag begann in Balona vor dem Kriegsgericht die Verhandlung gegen Bekir Aga sowie sechs türkische Offiziere und f ü n f D a n d e „ s ü h re r , die vergangene Woche auf dem Dampfer Meran mit zweihundert Mann in Valona eingetrossen waren, uni hier die staatsfeindliche Bewegung jortzusetzcn, deren Ziel die Erhebung eines mohammedanischen Fürsten auf den albanischen Thron ist. Auch einige Zivilpersonen, die kompromittiert sind, wer den vor das Kriegsgericht gestellt. Den Vorsitz führt der Gcndarmerictommand>rnt Oberst Werr. Außer Osfiziere» chören dem Gericht auch drei Zivilpersonen an Tie Vers andlungcn sollen in fünf bis sechs Tagen beendet sein. Das chinesische Parlament ist aufgelüst lvor den. In seinem Erlas- erklärte der Präsident P n a n sch i k a i, die Auslösung des Parlaments erfolgte deshalb, weil es nn möglich sei, seine Beschlußiälsiglcit zu crreickien Ein zweiter Erlaß weift die Notwendigkeit nach, die das Parlament und die Wahlen belrcsicndcn Gesetze umzuarbeitcn. Tic Wieder» cinbcrusung des Parlaments »ach der Abänderung dieser tstesetze wirb seierlich versprochen. Gleichzeitig wird der Per - wallungsrat beaujtragt, das Ergebnis seiner Erwägungen Über die Organisation einem Ausschuß zur Abänderung der Bcrsassung vorzulegcn. Tlus Stadt nnd Land» Gießen, 13. Januar 1914. Llempeladgabc im Wirtschastsbctriebe. Die Klagen im Gastwirtsgewerbe über die hohe Belastung mit Stempel gebühren mehren sich sortge setzt. Insbesondere richten sich diese Klagen in erster Linie gegen den K l a v i c r st e m p e l, der je nach der Größe seines Wohnortes 10—20 Mark betrag!. Tic Annahme, daß die Ausstellung und das Spielen eines Klaviers in eineni Gastzimmer zur Hebung des Geschäfts und des Konsums beitrage, ist in den allermeisten Fällen ein Irrtum. Sehr viele Wirte üistsse» sich ein Klavier anschafsen, uni ihren Kindern Unter richt erteilen und darauf üben zu lassen. Ta nun die Privatwohnungen des Wirles hauptsächlich in Städten) größten teils in den oberen Tlockwerken liegen, wv im Winter aus Ersparnisgründe» nicht geheizt ivird, das Tätigkeitsfeld aber im untersten Stock sich befinde!, so findet das Klavier vorwiegend in einem Nebenzimmer der Gaststube oder auch in derselben seine Ausstellung, ivo die blinder ihre Schulausgaben erledigen, ihre ttebungc» aus dein Klavier voriichinen und dabei durch die Eltern beaufsichtigt werden können. Wenn nun hier und da einmal aus demselben durch einen Elast oder ein Kind gespielt ivird, so kann ma» dies noch nicht als eine Eiiinahmcguellc für den Wirt betrachten. Es inutz apch ferner berücksichtigt werden, dnß für etwaige besondere musikalische Unterhaltungen eine Liistbarkeitsstcuer erhoben wird. Aus diesen Gründen stehen die Gastwirte aus dem Standpunkte, daß der Klavicrstempel eine einseitige unb deshalb ungerechte Belastung des Wirlcstaiides ist, da die Privatleute, selbst wenn sie Familicnsestlichlmten mit mehr oder wenigen Einladungen feiern, von der ^tempelabgabc cnlbundc» sind. Des weiteren richte,i sich die Klagen über die Höhe des Stempels beim Wechsel einer Wirt'chast. Nach den, Gesetz über den Urkundcnstenipel von, 24. März 15*10 muß beim Wecktet einer Wirtschaft der halbe Stempel bezahlt werden. Wechseln müssen aber vekannilich nur die ärmsten und bedauernswertesten Wirte, die in ihrem innegehabten Wirt- fchasisbetriebe eine Existenz für Ernährung ihrer Familie wicht senden können und deshalb genötigt sind, besseres Aus kommen zu suchen. Diese trifft die Stempelabgabe am härtesten und sie müssen oft ihr sauer erspartes oder das von der Frau niit in die Ehe ciugcbrachte Vermögen hingebcn. Ueber die von dem RhcinMain8. Januar, nachmittags t>- llbr. >» Gr»n berg im „Englischen Hof" — Vortrag über: -..Haltung. PNegr. Zucht der Zicg:", Großh. LandlistttschastSlehrer Tamn>--Lra> und am Diensiag, den 20. Famiar. abends 7 llhr, IN G a m - bach IM Gasthäuse von Müll — Vortrag über : „Welch: Jhttfl bewirten eine Stcigening und Verbilligung der Produkte uno welchen Einsltiß hat die BvdenbrarbeiNiNg aus die Kühe b-r Erträge?" Rescrciit: Großh. Landwirtschastslehrcr Tr. Hvlimann- Friedberg. »» „Tic Humboldtianer". Mau schreibt uns: Nächsten Freitag, den 10. d. Mts., findet die mit Unterstützung der! Stadtoeiwalrung vorbereitete llrauisührung des Festspiels von Tr. R. Strecker. „Tie Kumboldtianer". statt, das uns die Erlebnisse Gießens vor !00 Fahren in, passenden Bildern vor Augen sühien wird. Ter Fnlwll d>w Stückes ist den Lesern des Gießencr Anzeigers aus einer früheren Besprechung bekannt, wir wollen nur noch einmal daraus Hinweisen, daß die Anhänger der Gießciier deutschen Partei, die den Anichluß an Preußen betrieb und ihren H aupirtückhall in alademischu Kreisen hatte, »ach Wilhelm von Humboldt, einem der patriotischen Urheber der damals neuen Brrlrner Universität, zu dem.Welcker in Beziehungen stand, genannt wurden. Tah.-r der Titel, der oiellcschr vielen von vornherein nicht ganz verständlich war. An der Austöhrung sind liebe» den Künstle,n unseres Sladtilzeaiers eine große 'Anzahl -Ulit- glieder der hiesigen F-rcilichtbühnc, Tamcn und Herren der Ge- scllschast und Isiudenttn mehrerer Karporniioiicn letciligt. " N a l u rl, c i l v c re >» (S i c [i c n. .Blute,ilmstchung und Nerveukralt" ist das Thema eines am Freitag, den 16 . Januar, im 2aaie des Hotel ertnin stallt»,denbe» Vortrages des Herri, Paul Schirrmeister. Berlin sVorfiliender des Deutschen Bundes der Vereine für natnraemäbe Lebens und Heilweise*. *» Groß herzogliche Zentrale für Mutter- und Sä uglingsiür sorge in Kessen Am Ticnstag, den 20. Fanua, 1914. nachmittags 5 Uhr, iinbet im Bahnhoishotel zu Tarmstadt, am 24. Fanuar, nachmittags 5>.I Uhr. in der Kinder klini! zu Gießen, Friedrichstraße >6, und am з. Februar, nachmittags <>/, Uhr, im Gutcnbcrg-Äasino zu Main; eine Konferenz der leitenden Ae r z lei der Bcraiimgs- stellen der Gr. Zentrale für 'Mutter- und Säuglingssürsorge in Kessen statt. Durch die ärztlichen K'reisuercinc baden sämtliche 'Aerztc aus Tarmstadt und Umgebung Einladung hicrzi, erhalten. Tie Tage-or'iiiiiig ist ielgcnde: >. Bortrog des Herrn Dr. Soll, leitender Arz, der Elconoren-H-illtätte zu Liudensels: „Wichtige Eriiährungssiagen" 2. Anfragen und Tisknssion. " Lai,divirtschasl!>chcr Verein für die Provinz Oberhcssen. Am Samstag, den 17. Januar 15)14. findet in Gießen, nachmittags 2 Uhr, im Saale des Hotel- Neun,irants .Ftlscukeller" eine ordentliche Mitglieder-Ver- sammlung stall. Tagesordnung: l. Bericht des Präsidenten über das Geschäftsjahr 1912/13; 2. Vortrag des Großh. Kreisamtmanns RegierungSrot Lang ermann z» Gießen: Die Beziehungen der oberdesfischen Landivirte zu der neuen Krankenversicherung: 3. Mitteilungen. Alle Mitglieder des Vereins iverdcn freundlichst cingeladen. ** Tas Ende des T r e b e r st r c i t s. Fn dein Streit zwischen den hessischen Landwirten und dem Verbind der Frank- fntter Brauereien um die Treb.'rvrcise, steht eine Einigung unmittelbar bevor. Tie Brauereien sind aus die Forderungen der Landwirte cingegaugen und bereit, den Zentner Treber zu l,80 Mark aus die Tauer ran drei Fahren zu verkaufen. Nur wenn die Gerstepreise höher als 20 Mark steige», steht den Braucreien das Recht der Viertels ihrlichen Kündigung zun, Jahres- schluß zu. Eine Brauerei Verl üi sich allerdings bis jetzt ablehnend, doch erhosit man auch mit dieser eine Verständigung. ** „T i e >v i ch t i g st e n B e st i ni »> u n g e u a u s d e ni u e ii e n K r a n k e n v e r s i ch e r u n g s q c s e tz" bringt das „Jahrbuch für .Handlungsgehilsiniien lftl l", das tnt Verlage der Verbündeten Kausmännischcn Vereine für lveibsichc Angestellte, Sitz Cassel, erschienen ist. Das Büchlein ist ein wichtiger Berufsberater und enthält außerdem eine „Anleitung zur Einreichung einer Klage beim Kausmannsgericht", „Winke für das praktische Leben", über „Erlangung eines Heilverfahrens bei der Reichsversicheruirgsanstalt", „Gute Ratschläge zur Anlegung und Verwahrung von Ersparnissen", eine kurze „Rechtsbelehrung", den Haushaltsplan für >5*14" und des Weiteren verschiedene Artikel beruflichen und allgemeinen Inhalts. Das „Jahrbuch" ist zu beziehen durch den Kausm. Verein s. weibl. Angestellte, Gießen, Schiffen- bcrgcrweg 8III, gegen Einsendung von 30 Psg. Inder.Herbergezur Heimat kehrten im Dezember 1493 Gäste Gegen 1385 im gleichen Monat des Vorjahrs) ein. Tavon entfallen l>99 Gäste, die Verpslegung und Untertunit an- nahmcn (179 1 . Ter Rest der Gäste mil 797 waren Selbst',ahler c5)0G,. Im letzten Jahre lvurdcn in der Herberge 14 093 Leute (gegen 13 700 im Vorjahr) beherbergt. Tie frühere Frequenz der Herberge ging i» den letzte» Jahren sehr zurück, weil mau ein Untertommen gegen Arbeitsleistung mehr und mehr von Bedingungen abhängig machte, die eine Eindämmung des Zustroms dieser Wandernde» nach Gießen auch mit Erfolg herbcigesührt hat. Es wurden beherbergt:^ 1908 18640, 1909 17901), 1910 15 743, 1911 13526, 1912 13 760 Gäste. Ter Ausfall ergibt sich nur durch weniger Ver- pftegte gcacn Arbeitsleistung. — Ter Arbeitsnachweis der Herberge hatte im Dezember 82 offene Stellen zu vergeben, die sämtlich besetzt werden konnlen, und zwar 08 Stellen in der Stadt Gießen und 14 Stellen nach dem Land. Untergebracht wurden 40 Handwerker usw. und 42 ungelernte 'Arbeiter. Stark gesucht waren Schuhmacher- und Schrcinergcsellcn. ** D i e Eisbahn ist feit einigen Tagen lvicdcr erSsf- nct und wird von der Jugend besonders eifrig benutzt. Wie uns der Eisbahnverein milteilt, ist für Mittwoch nachmittag von 3 bis 5 Uhr ein Konzert zum Eislauf geplant. " Unter einen Straßenbahnwagen gerbet gestern mittag gegen */ 4 12 in der Nähe des Hotels Groß- verzog in der Bahnhosslraße da? Kind eines hiesigen FriscurS. Glücklicherweise wurde cs nur leicht verletzt und kau, mit geringen Haiitabschiirsunge» davon, so daß das Kind aüein „ach Hanse gehen konnte. Den Wagensührer trifft keine Schuld, da das Kind von der Seile aus in die Fahrbahn sprang, wodurch cg von dem Woge» ersaßt wurde. ** Vorsicht beim Raßaus wischen w ä h r e n d großer Kälte. Tic aus den gesetzlichen Bestimrnungen über IIII- cllaubtc Hanblungen beruhende gewöhnliche Haitpslicht de» Grund- stückseigentümeis bei Glatteis erfährt durch das Verhältnis des Mietvertrages eine Ver,'chäriung. Hier battet der Vermieter au) Grund des Vertrage» sowohl für eigenes Verschulden al» auch sür das Verschulden seiner Angestellte», wenn auj d<-n Zugängen zu den Micträumen icmand zu Schade» kainmt. Van-Fn,ereile ist mithin die Erörterung der Frage, ob der Hauswirt in Fällen besonderer Kälte das N a ß a u f w i s ch e n d c r T r e p p e verbieten muß. Aber auch dem Mieier ist in dieser Beziedung Vorsicht zu cmpsehlcn, denn er haltet in solchen Fällen, wo sich Glätte durch das von ihm übernommene Auiwischen des Flures oder der и. repve bildet. Ter Kläger B. hat in einenr Hause in Greiz ein Photo gravhisches Atelier mil Wohmmg gemietet. Nach der Hausordnung silch I» diesem Lause die Mil Linoleum belegten Treppen jeden Sonnabend zu waschen „nd.jeden Tag feucht ausziiwischkn. An einem Tage im Januar 1812, zu einer Zeit, als cme Kälte von 20 Grad herrschte, hatte das 19 Jahre alte Ttenittuadchei! der Ehefrau des HmlSbcsitzers D. die Treppe zur Wohnung ihrer Herrschaft und den Treppenabsan am Morgen mit warmen. Was,er aiisgewischt und dann mil dem seuchten Wischtuch nachgewischi. Ta die Feuchtigkeit ioährcnd des Slulwischcns zum Teil gewor, ^bildeten sich glatte Stellen Bald danach lam infolge der Glatteisbildung auf dem Treppcuabsgtz die Frau des Photo- giapheu B. zu Fall. Sie und ihr Ehemann lmben nun gegen die Frau des Hausbesitzers D. K läge erhoben und Ersatz des entstandenen Schadens begehrt. Landgericht Greiz und Oberlandesgericht Jena lmben die Klage abgewieseu. Gegen dieses Urteil halle der Kläger im i t E r i o l g R e w i s i o n beim R c > ckt s geiicht 'eingelegt und zur Begründung Vorträgen lassen: Tie Beklagte hätte dafür sorgen müssen, daß während der großen Kälte mit eineni trockenen Lappen uachgewischt oder >ci»er Sand gestreut wurde,. Auch das Mädchen hat schuldhaft ge handelt, denn es hätte das ltzesneren der zurückgebliebenen Feuch rigleit und die Glatteisbildung bei einiger Ansmerksamleft bcmer ken müssen. ■ ** Veen u glückte 0 * r ii »dun g. Seit Jahren schon plant inan im Mittelpunlt unserer Stadt die Erbauung eines großen Gasthoscs. Erst mackite die Behörde Schwierigkeiten ioegcn des Bauplanes und als diese glücklich behoben waren, da tauchte der Plan aus, lein Hotel, sondern ein großes Warenhaus zu erbaueu. Wie gerüchtweise verlautete, halle damals eine kapitalkräftige Firma sich bereit erklärt, für 25000 Mk. die noch zu schassenden Räume auf längere Jahre zu mieten. Da ivar nun eines Tages eine Vereinigung von 3 Herren .<;ebildet werden, die das vorhandene Warenhaus hintertreiben wollte. Es sollte eine G. m. b. H. gcgründel werden init dem Zweck, den Gasthof zu erbauen nnd zu be- lrcibeii, „nd die Grüiidniig des Warenhauses zu vereiteln. Tie drei Herren zeichnete,, zunächst genieinsam 15 0M Mk. und suchten unter den Geschäftsleuten solche, die geneigt ivaren, das der ganzen Gießencr Geschäftswelt drohende Verhängnis eines Warenhauses abzuwehren. Tic Griinduiig schic» >m besten Werden begrissen, aber ein hiesiger er- sahrener Geschäftsinhaber machte daraus ausmerksam, daß cS doch ein leichtes wäre, sür 25 000 Mk. jährlicher Miete in Gießen ckiien Unlcrnehmer zu sindcn, der in bester Lage geeignete Räume für ein Warenhaus schaffe. Aus der §>otcl Gesetljchaft ist daraufhin nichts geworden. " Besitzwcchfcl. Die Firina Klingelhöffer & DilgcS, Drogen- und Farbivacen-Großhandliing. erwarb für Mk. 86 000 baS Anwesen der Firma G. LI. Krämer, Lebkuchen- und Zuckerwarciifabrik, West-Anlage 28. ** Äus der Schule. In Wolinbach, einem klcineu ^orfc in der Nähe von Hungen, ipiclie sich dieser Tage folgcndcs Zßcschschlchen ab: Kommt dort ei» Bauer des Morgens III die Schule, uni sich bei dem Herrn Lehrer über eine körperliche Zücki- tigung, die sein Liebling ersahren hatte, zu beschweren. Er betrat da» Schulzimmer mit den Worten: „Komm, mein Lieber, von d c m Lausbub brauchst du dick, nicht schlagen zu lassen." Bei diesen Worten nahm er seinen Sprößling au die Hand und »erließ mit ihm das Schulzimmer. Als er die Tür öisnete, rief sein zweiter Sohn, der ebeniallS in der Klasse weilte, seinem Vater nach: „Vatlcr, ncmmt mich aach mit." r-- Natürlich fxtt der Lehrer die Beleidigung nickt auf sich ruhen lasten, und die Geschichte Ivird noch ein gerichtliches stiachspiel haben. ** Kleine Mitteilungen. In W e ti e r f e l d ivird in diesem Fiübiahr ein neues Schul Haus errichtet iverdcn. — In Ossenhe > m wmde gestern rin achtjähriger Knabe von einer Kutsche über sah re n. — In Sprendlingen stürzte der Bicnncr Adam Schreiner von einer Leiter lterab, wobei er sich auch eine schwel c K o v s v c r i c tzu n g zuzog. Ta der Verunglückte K r a m p i a » s ä l l e brlam, um sich schlug und biß. hatte der Arzt schwere Müde, die Munde zuzunähen. Eine Fftau. die zur Hil clcisttmg herbeigekammen war, imwdc in den Ober mm gebissen. "" Konkursc i» Hessen. In dem Konkursveriahren des Karl T e m v c l z» B a b e n b a u s t ti soll die Schlußverteilung er- lolaeu. Z» verteile» sind läklzäk Mk. Zu berücksicktiaen sind nicht bevorrechttgte Forderungen zum Betrage von 59 562,82 Mk. — TaS Konkursocriahre» über das Dormögen des Bletzgcrmeilirrs Fea» vilanzncr in Worms ist anlgehobcn. — I» dem Bon- lursverkahren über das Vermögen des Kansmanns Jakob Ln>), in Firma Jakob Lny in 0> e r x 5 li e i m, vorm. Rapv & Luy, ist Termin zur Vrülung der »ackträglich anaemeldeien Forderungen ans Mittiooch, 2l. Jannar >914, nachmittags 3i4 Uhv. vor dem Großhcrzogl. Amtsgericht Gernsheim anberaumt worden. Landkreis Gießen. Gr oß en - Bu s eck, 12. Jan. Schon vor einigen Jahren wurde die Notwendiqlcit eines Sch u l h a n s - Neu- bau es erkannt und dann auch die Errichtung beschlossen. Jetzt sind die Arbeiten ausgeschrieben worden imb solle»' baldigst begonnen werden. Die Vollendung dürste im Herbst 1915 erfolgen. — Groben-Ltnden, 13. Fa». TaS Fel! der silbernen Hochzeit heneben honte die Eheleute Georg SchiNtdt IV. und Fra», Ehristiue, aeh. Cch-nelz. tt. Langsdorf, 13. Jan. Tciii Schmicdemeister Adam Fall fehlten in letzte Zeit öfters tleinere Geldbettäge. ohne daß er bisher einen Verdacht gegen ,cinc» Gesellen 'hatte. Als ihm in der vorigen Woche wieder 30 Mark fehlten, stellte er seinen Gesellen zur Rede, und dieser gestand nun auchbcn Diebstahl ei» Am erfolgte 'Anzeige wurde er min verhaftet. — Ein ähnliche« Fall begegnete dem Schmiedemcistcr Hrch. H e i l V. Dieser bemerkte sckwn einige Zeit, daß ihm öfter tleingeioaltenes Holz entwendet wurde. In der Nacht aus Sonntag stellte ce sich auf die Lauei-, und es dauerte nicht lange, da erschien auch der Dieb in Gestalt des vor einiger Zeit zugezoqencil Arl>efters Johannes Heinz. Ter Dieb erhielt eine solche Tracht Prügel, so daß ihm daS Holz- stehlen mif einige Zeit vergangen sein dürste. Kreis Büdingen. 0 Walle rn Hausen, 11. Jan. Gestern erhielt unser zweiter Lchre.r Wilhelm Seng, der sechs Jahre hier an- aestellt war, ein Telret an die Schule zu Maar bei Laulerbach. Kreis Alsseld. (B> Wattersdorf, N.Ian. Am 8.Jan. fand die hiesige Bür germcisterwahl statt. Es wurde H. Schn- chardt III. mit 22 Stimmen wiedergewählt. Starkcnburg und Rheinhcsscn. Oil e >i bach, 12. Jan. Der Zweigvereiii vom B oa c ls- h c r g e r H ö h c n k l » b hielt am Samstag abend im Hotel Degen hardl lein W i n l c r i c st ab, das als Weihnachlsscicr und Winter wnnenwendicit gedacht Ivar lind bei äußerst reger Beteiligimg einen sehr schönen Verlaus nahm. Auch der stellveriretcnde . Vorsitzende des Geiamtvereinö, Krkis-Belerinärarzt Dr. Scheibe! »ahm an dein Feste teil. Tie slcißigslcn Wanderer des letzten Jahres wurden Mit Erinnerungsgaben an iroh vcrlcbic Stunden bedacht, und eine Tombola ergab einen schönen Betrag zur Bescherung »an Ktn dcrn hier ansässiger unbemittelter Landsleute. Mainz, 13. Fa». Fm Mainzer Krematorium babi-u im 4. Viertclsahr 1913 108 Einäscheningeu stattgefunden. Unter den Eingcäscherten waren 61 männliche und 41 loeitzlichc Personen. Tie Gesamtzahl der.Etnäscherungen betrug 419 gegen 477 des Voriahrcs. verein?nachrichten. B. L.-E. Ein prächtiger Wintenag mit hkllcnr Somiei, skt>fm und frischer Nordostdrise jührte ank Sonntag rund 60 An- gehörige des B. Gießen in Sba3 schöne Bisderländchen. Bon Breber sührtc zunächst der «Weg der schwarzen Punktmarkierung nach aut den Dünsberg. Bat auch stellenweise der Aufstieg auf den vereisten Pfaden seine Schwierigkeiten, so wurden diese .Hinder-- nis^e doch nrit gutem .^unwr genommen und unverdrossen erklomm die ltattliche Schar in einstündigem Anstieg den Gipfel des Berges, wo der Turmwart für die nötige 'äuszere und auch inner e Heizung gesorgt hatte, bequemen Windungen ging es nmr- mehr den '»«fl nnrön hinab in bai .% ii n i 6 o di t a I, baä durch- ouert Würbe und bittauf durch Wald und Felo in stetiger Ster qung durch den Tcksteikt Helsholz nach dem Hochgelegenen H-b?n- ivlins. Reizende Landschaftsbildec boten sich unterwegs den Blicken der Wanderer, von denen lurmentlich der Blick ans Königsberg, das sich uon dieser oeite besonders Malerisch auününmt, lier- nor zu heben ilt. Nachdem man in Hohensolms ausgiebig Kaiseerast gehalten, erfolgte der Weiternrarsch über Königsberg, dessen Ruine noch besichtigt wurde, wieder zurück nach Bieber, -im von hier die tzzeimsahrt anzurreten. Tie meisten der Teilnehmer ließen es sich jedoch nicht nelmren. im Klubloka! ..dribb der Bach" bei Scherz, Gesang und fTnrrj die Wanderung würdig zu beschließen. — Im Evarrg. Arbeiterverein hielt am letzten Sonntag der Vertreter der Maggi-Werke, Herr I. S ch w c n d ! Gießen einen Portrag über „Eine Fahrt um den B o d e n s c c". Ter Redner ließ die Anwesenden zunächst eine Reise nach den prächtigen Gauen um den Bodensec machen. Er führte dann im weiteren Verlause den großartigen Betrieb der Maggi-Werke in Singen am Hohentwiel vor. Mau wanderte mit dem Vortragenden durch helle Arbeitsräume und sah die modernen Fabrikationseinrichtungen. — Ter Gieße »er Lokomotivführer »Verein ver» auslaltete am Sonntag, II. Januar, im Saale des Hotel Groß» herzog von Hessen einen Lichtbilder -Portraa. Pom üiord- deut-chen Llond war hierzu die Lichtlulderierie »Eine Reite nach Aeanvteu" zur Beringung gestellt tvordett. WerklläUeu- Porsteber Rupert sprach be» 2eri luerzu. Turch de» von Heinrich Noll gehellten Lichtbilderarvarat kamen die Bilder iebr spart nnd deutlich zur Ansicht Vorder halte Lokomoliv'iihrer G e ek aus Kassel über .liniere Oraenisnlion und was uns zur Zeit bewegt' aesvroebea. Ter Borlraoende beleuchtete, ausgehend von der Gründung des Vereins deutlcher Lokomotivführer im Jahre 1«66, alle bis heute gepflegten Wohllahrls- und Standes- behrebutige». ---- G r o ß e n - L i n d e n, 13. Jan. Am Samstag veranstaltete der Radsahrcrvercin sein Wintcrveranügen. Ter l. Vorsitzende Mehl begrüßte die erschienenen Gäste. Ter Verein batte unter seinen Mitgliedern eine Verlosung veranstaltet. Unter der Musik des Herrn Somes-Holzheim und bei einigen Couplets des Herrn Straub aus Gießen verlies der Abend angenehm. -^Lollar, 12. Ja». Ter kürzlich in Lollar gegründete Stenoaravhe» verein .Gabelsborger' Halle die G i e ß e n t r Vereine gleiche» Eicheins am Souiitaa zu einer Zusammeu- kunit einaeladeu. Ter Besuch war sehr zahlreich. Vorträge und Tanz holen nmnnigtgch« Abwechslung. II. E t t i >i g s h g u i e ii, II. Ja». Gestern abend hielt der Gesangverein „E o n c o r d i a" inner Leitung ieines Vorstandes, des Beiacordueleu Jolmnues Ovver V., seine Hauvweisammluug im Bereiuslokal ab. Tie Verlanunlima war gut besucht. Für das anSnrschiedene Vorklnudsniilglied Phil. I o r wurde Landwirt Karl G ö r n e r t gewählt Uttivsrsitats-Nciebttichtcn. — In Düsseldorf ist am 7. ds. Mts. Professor Tr. med. Gustav Pfalz, ordentliches Milglied der donigen Aladimiie sür praktische Medizin und Direktor der alademischcn Klinik sür Augenheilkunde MI den städtischen Krankenanstalten im 5(i. Lebensjahre « e ft o r b e it. Hk. Berufung Ter Nahrungsmittelchemiker Tr. Fr. H ü h n, bisher Assistent an der landwirv'chastlichen Bersuckts - station zu Münster i. W., ist zum Vorsteher des Nahrungs- mittelunteriuchnuisamtes in Osnabrück ernanm Worden Hk. In Leipzig starb am 9. ds. Mts. der ordentliche Honoiarprosessor sür Benvaltungsrecht in der dorligeu Jnristen- sakultät und Geheime Regieiuiigsrat bei der Kgl. Kreishanpt- mannschafr Leipzig Tr. jur. Georg ü i p e im Alter von 06 Jahren. Wie aus Straßburg i. E. berichtet wird, hat der a. o. Professor Tr bans Kniev an der dortigen Universität einen Rus äls Ordinarius der Botanik und Pharmakognosie sowie als Vorstand des Botanischen Instituts und Gartens an die Universität W ü r z b u r g als Nachfolger von Prof. G. .ikraus zum 1 April 1914 angenommen. — Frei bürg i. Br Tr. Aladar Skita. bisher a. v. Professor sür chemiickie Technologie und Llbteilungsvorsteher am chemisstz-technischeu Institut der Technischen Hochschule zu Karlsruhe, ist mit ministerieNer Genclimimmg in die naiunvisien- ichnstlich-mathematische Fakultät der Universität Freiburgi. Br. übergetreten. Gerichts?««!. Der Giftmordprvzctz Hopf. Frankfurt a. M.. 12. Jan. Bar dem Schwurgericht begann heute unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Melmann die Verhandlung gegen den bl Jabre alten Kaufmann und Artisten Karl Hops, der in vier Fällen des Mordes und i n drei Fällen des Mordversuchs beschuldigt wird. Zu der Verhandlung, die voraussichtlich fünf Tage dauern wird, sind 46 Zeugen und 13 Sachverständige geladen. Der Andrang zum Zuschauerraum ist überaus stark. Der Vorsitzende erössnele die Ver- bondluug mit ebner Ausvrache au die Geschworenen, IN der er die Herren auisordert. ohne Vorurteil an die Sackic heranzuireien und alle Rücksichten schwinden zu lassen, die abseits von dem Wege liegen, dem die Wahrheit als Ziel gesetzt ist. Hops ickird von zwei Kriminalbeamten in den Schwurgetichtssaal geiührt. Er nimmt aus dem hintersten Titz des Raumes sür die Riuieklaaten Platz, so daß er von den Zuschauern nur wenig gesehen werdet» kann Nach der Anklage soll er seine Mutter, seine erste Frau und zwei Kinder, ein unehelich cs und da 3 Kind von seiner zweiten Frau durch Gift ums Leben gebracht haben. Tes M o r d v e r s u ch s vermittelst Giftes wird er beschuldigt gegenüber seinem Vater, seiner z w e i t c n u n b b e t dritten Fra u. Schon in seinem trüberen Wohnort Niedcrhöch- stadt INI Taunus waren Gerüchte umgelauien. daß er seine Frau habe vergüten wollen, denen er durch erfolgreiche Privatklagen enl. gegengctreten war. Er siedelte svätcr »ach Franksurt a. M. über, wo seine dritte Frau wenige Monate nach dem Abschluß einer hohen Versicherung unter eigentümlichen Erscheinungen erkrankte. Tie Unleriuchiing im Küankciihause hatte zur Folge, daß Hops am 14. April verhaltet wurde. Nach aniäuglichem Leugnen gestand er auch, seiner Frau A r s e n i k ! n T e e u n d S e k t g c - geben zu haben. Tie Staatsanwaltschalt ließ nun auch die Leichen der beiden ersten Frauen, der Eltern Hovss und der Kinder ausgraben. In allen Lcichenreften wurden verhältnismäßig g r o ß c Mengen Arsen ir a ch g c w i e s e n. Aus die Frage des Vorsitzenden, was er zu der Anklage zu sagen habe, erklärt Hopf sich für unschuldig. Die vielen Güte erklär! er sür die Hundezucht und die Heilung erkrankter Tiere gebraucht zu haben. Weiler erklärt Hopi. die bei ihm geiundeuen Kulturen an Cholera-. Typhus- und anderen Bazillen zu Versuchszwecken sich aus Wien verschrieben zu haben. Er selbst habe von diesen Bazillen eingenommen. Er gesteht zu, daß er auch seiner dritten Frau Cholera- und Tnvhusbazjllcn eingegcbcn habe, will das aber in einem ZustaudgeistigerStörunq getan haben. Ter Vorsitzende geht dann mit dem Angeklagten die Todesiälle der einzelnen Personen durch, an deren Tode Dovl nickt unschuldig sein soll. Am 1. April 1866 starb das uneheliche Kind Hopss. In Irr Leiche wurde bei der im Sommer 1613 erfolgten Au-grabung Arsenik iestgestellt. Ter Angeklagte erklärt dazu, daß er nach dem Tode des Krudes der Leiche Arsenik injektiert habe, um den eintretenden F an lnfspro z eß zu verlangsamen. Auch in der Leiche des am 3. April 1896 angeblich au einem Blasenleiden verstorbenen Vaters von Hoch wurde Arsenik sestgcstellt Hierzu gibt Hovf die Erklärung ab, daß sein Baker viel Osienbacher Wasser getrunken, das Arsenik enthalte. TaS Vorhandensein direkten Giftes in der Leiche seiner am 28. November 1902 gestorbenen ersten Frau will er damit erklären, daß die Frau stet« Schönheitspikleu einqenmuw.cn habe, die bekanntlich bmisig Arsenik enthallen. Gravierend kür ilm ist der Umstand, daß er kurz nach dem Tode seiner mit 20 000 Mark versicherten Frau seinen, Schwiegervater den Betrag von 1400 Mark zurückerstatleie, als er das Geld von der Versicherung erhrlten hatte, und dabei seinem Schwiegervater sagte, daß das Geld aus dem Verkauf von Serum stammt, das er gegen die Dunde- Rchud« ermüden habe. Ter Schwiegervater wutzte überhaupt nicküs davon. daß seine Tochter sür den Todesfall versichert gewesen sei. In der Iveilcren Folge der Verhandlung wird die Geschichte von Hopfs zweiter Ehe besprochen. Als der Angeklagte diese Frau mit 30000 Mk. versichern:, verschwieg er der Versicherungsgesellschaft die Tatsache, daß seine erste Frau versichert war und er nach deren Tod 20 000 Mk. erhalten habe. Ta die zweite Frau erst ein Jahr nach der erfolgten Ehescheidung von Hops aenorben war, nimm! die Anklage für diesen Fall Mordversuch an. Die Frau starb au Tuberkulose und Hops gib! zu, schon damals Tuberkelkulturen besessen zu baden. Hops soll dagegen au dem Tode des ihm von dieser Frau im Februar geborenen und im Avril 1906 gestorbenen Kindes Ichuldig sein, da mich in dem kleinen Körper Arsen gesunden wurde. Auch da will ber Angetlagle in die Adern der Leiche arsenigc Säure cingcspritzt haben, um den Verivesungsprozeß auszuhalten. Im Jahre 1911 starb dann Hopss Mutter an BreckHurchiall, nachdem sie kurz vorher ihrem Sohn gegenüber geäußert hatte, baß iie ein anderes Testament machen wollte. Die Leiche enthielt auch Arsen. Hier behauptet der Angeklagte, daß er seiner Mutter für einen kranken Hund Arsentropsen gegeben habe, von denen die Frau getrunken haben müsse. Da aber Hopss Mutter an einer ichlcichenden Krankheit gelitten hatte und auch in den letzten Jahren off krank gewesen war. nimmt die Anklage auch in diesem Falle nur Mordversuch on. Ter dritte Mordversuch betrifft dann seine dritte Frau, der zur Verhaltung.Hopis im Jahre 1913 geiühr! hat. T a r m st ad t, 12. Jan. Wegen des am 8. Sepl. v. I. au dem Eisenbr.hnübcrgang an der Sprendlinger Straße in Lücnbach er» iolglen E i s e n b a h n u ii s a l l c s , wobei der Milchhändlcr^N e u - d c ck c r und die Milchhändlerin Susann« Schäfer aus Sprendlingen getötet wurden, batten sich heute vor der Strafkammer der 22 Jahre alle Dilssweichen st etter Jakob Herzog und der 59 Jahre alte Weichensteller B u r ck h a r d t in Osseubach unter der Anklage der fahrlässigen Tötung zu verankworten. Beide wurden zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Sport. Paris, 10. Jan. Wie nach den aujänglichen Mitteilungen nicht anders zu erwarten, koiiutcu die deutsckoni Spieler im Tennis- Match Paris—Berlin gestern die iranzosiichc Hauptstadt als Sieger occlasieu. Berlin gewann 15, Paris 7 Spiele. Luitichriiahrt. Das „vi iiijühiig e" für N a t io » a l j l ug s chü l c r. Zue erleichterten Prüiung sür den Einjrihrigen-Freiwilliacii-Ticnst werden setzt auch solche jungen Leute zugelassen, die sich aus dem Gebiet de« Flugwesens besonders auszeickmeii und eine genaue Kenntnis der für die Luitsahrt erforderlichen Wi'sensgcbietc be- iitzeu. Als ausreichende Flugleistnug wird die Erfüllung der Bedingungen sür die Flngiu 'istervrüiung angeKheii. bis zu der di: Flugausbilimna der Nalioiialilugschülcr getrieben 'wird. Ilm ihnen min noch die Mäglichlcft zu geben, sich ohne besondere Kosten für den mündlichen Teil der Einjährigen Prüfung vorzubereiten, hat die Berwalnmg der Nntionalsluaspende mit der Lustsahrerickuie Berlin-Adlershos, die aus der Flugipende unterstützt wird, ein Abkommen getroffen, nach dem Nationalslngschnler an den dreimonatigen Sonderkursen der Schule teilnehme» können, ohne daß sic Schulgeld zu entrichten haben. §turm- und Wcisjernot. Tie natioiuilliberale F-rakliou des preußischen Abgeordnetenhauses bar den Anrrag gestellt, die Staatsregicrung auizusorderu, die Maßregeln zu ergreifen, die erforderlich sind, um den durch Stürme und Wasser,ewalr schwer geschädigten und in ihrer Existenz gefährdeten Aiiwohneru der Ostsee z-.i Hilfe zu kommen. Tazu liegen bereits gleiche Anträge und eine Ansragc von den Konservativen und den Freisinnigen vor. Tie Regierung wird lerrirs bei der ersten Lesung des Voranschlag».die,Erklärung ab geben, daß sie alles nut werde, um den durch die Stürme geschädigten Gemeinden in sinanzieller Hinsicht Hilfe zu bringen. Zurzeit läßt sich die Höhe des Schadens jedoch nicht übersehen. Tic Provinzialinstanzen sind bereits angewiesen worbe», sich dev Bewohner, der überschwemmten Dörfer aus das nachdrücklichste aiiznnebmeu. Köslin, 12. Jan. Ter Sturm hat ab geil aut. Heute herrscht leichter Westwind. Tas Torf Laase ist dem Verkehr wieder erschlossen. Nach Wussecken hinüber kann die vereiste Landstraße benutzt werden. Ter See ist bei htarlem Frost vollstiw- big zuaesrorcn und ermöglicht den Verkehr. Das Schlimmste scheim übcrstandcn zu sein und die Bevölkerung saßt wieder Mut. Köslin, 12. Jan. Prinz Eitel Friedrich tras im Automobil in Sorenbohm ein und besichtigte dort die Verwüstungen. Tie Häuser der unteren Teile des Dorfes sind vollständig vereist: zwei Gehöfte sind dem Einsturz nahe. Von beiden Häusern sind bereits große Teile abgebröckelt. Tie Strandbe- festigungeu sind teilweise verwüstet. Von dort fuhr der Prinz nach Deep. Bei Nest begegne:, ihm eine Hilfskolonnr des Jnsliitterie-Regimculs Nr. 54, von bereu Führer er sich über die Arbeiten am Tics berichten ließ. Der Führer teilte mit, baß es nach iüusstündiger Arbeit gelniigen iei, das Ties sreizumachen. Prinz Eitel Friedrich besichtigte eingehend die Arbeiten am Ties und fuhr den Jamundersee enilaiig nach Groß m ö ll en. Sodann fuhr der Prinz zurück nach Köslin, wo er um 5 Uhr anlangle. Tie Ortichaiien, die der Prinz passierte, waren sämtlich geflaggt. Er wurde überall von der Bevölkerung freudig begrüßt. Der See ist ziemlich ruhig zurückgetretcn. Tas Wasser des Jamunder Tees füllt ständig, die Einwohner befinden sich wohl. Berlin, 12. Jan. Tas unter dem Prorekioral des Kronprinzen stehende ständige H och w a s s e r ko m i l c e ist wieder zu iainmcngctreieii und hat für die durch die Katastrophe schwer ge- ichädigleu Mitbürger eine Hilisaktion cingelritet. An der Spitze stelzt der Minister des Innern. Jan er lSchlcsien), 12. Jan. Eine aus sieben Köpfen b e st c h e i> d c d eu t s ch - r u ss i s che Familie, die aus einem Rittergut beschäftigt war. wandene, um das Fahrgeld zu spare,i. ui Fuß nach der Heimat. Unterwegs wurde sie bol, einem Schnee st u r m überrasch t. Alle sieben Personen wurden erfroren ausgesvnde». . ' K v n st a u z, 12. Jan. Juiolge neuer groper Lckmeesölle und darmiiiolgenoen Föhns, der die 2chncrmai,en zum Auftauen brachle, sind die Flüsse über die User getreten. Ein Moiorlastschiss, dos aus der Tornbirner Aach verankert war, wurde losgcrisscn und sührerlo« ohne Sianailickper in den Bodensee ge- Iriebeu Die Feuerwehr sowie Militär leisten Hilfe. Münchcü, 12. Jan. Nach 36ständigem Regen trat in den Bor alpen starker Schneesall ein, wodurch einer Hochwaslerkataslrophe vorgebeugt ist. Ter in den letzten 10 Stunden niedcrgeiaUene Schnee erreichte stellenweise eine Höhe von einem M eter. S i g mari ng c n . 12. Jan. Tie Donau und ihre Nebenflüsse sind stark gestiegen. Tic User sind überschwemmt. Heute herrscht Kölle und ungemein starker Sckmeesall. ■ Isnh, 12. Jan. Jnsolge^des starken Tchneesalles im Allgäu lonuteu am gestrigen Sonntag und auch heute au, der Strecke Jsny-Kempteu keine Züge Verkehren. Ter Sonittag-Vormittagsjug blieb aus offener Strecke stecken. Von Kempten ist ein Hilsszug mit 30 Arbeitern abgegangen: gleichwohl ist cs bis heute abend noch nicht gelungen, den Zug srei- zumachen. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Petersburg: Während des letzten Schnecsturms marschierte von Kronstadt nach O r a n i e n b a u m eine Abteilung von 60 R e kr u - tun. Sic verloren die lliichtuirg und sind nicht.an ihrem Bestimmungsort angelangt. Man nimmt an, daß sie alle erfroren sind. _ Kleine Tagerchronik. Ter unter dem Verdacht, an der Irma T e s s a u e r in Tübingen einen Lustmord verübt zu haben, verhaftete Hausknecht Karl Maier aus Unterjesingen hat ein G e st ä n b n i 3 abgelegt. Bei einem Einbruch in der Villa des Ingenieurs R e x r o t h in Saarbrücken wurden in der Nacht zum Montag 50 0 00 M a r k i n T a u i e u d m a r k s ch e i ir e n e n t w e n d e t. Die Täler hatten es zunächst aus das Silberzeug, welches in Säcken vcrvackt umherverstreut ausqeiunden wurde, abgesehen, bis sic sodann den Schreibtisch durch Abheben der Tischplatte erbrachen und mit dem Gelbe flüchteten. Bemerkenswert ist, daß die Einbrecher große Massen van Schmierseife und Psesser zur Verwischung der Spuren vor Polizeihunden verwandten. Am Tai ort wurde ein Stemmeisen, anscheinend aus einer Glascrwerkstat' herrührend, sowie eine Rohrzange, ticke sie von Installateuren ge braucht werden, ausqeiunden. Die Zange ist mit einem laleiniicheu H gezeichnet. Für die Hcrbeischassnng des Geldes und Ermiltluiig der Täter ist eine Belohnung von 5Proz. des wirdcrerlanglen Gel des ausgesctzt. In Kaktowip fiat am Samstag die Frau des Poliz: seigeanten K ad e ihr 2 i a h r i g e o Kind und dann sj ch s e l b st erschossen. Kode hatte wegen Untreue der Gattin Schcidun-I bcautiagt. Nack dem Sühnetcrmin begaben sich beide in die ge meiiiichaftlichc Wohnung, wo die Z-rau die Tat ausfübrtc. In einem dinterlassenen Briese nennt die Frau Scham über das Vorgesallene als den Beweggrund der Tat. Bei Konstanz verunglückte am Montag früh ein mir vier Personen besetztes Boot avi dem »ntersee zwischen Ochningen und Mammrrn. Vier auS Oehningen stnmmende junge Leute, die läglick von dort noch dem schweizerischen Ufer zur Arbeit iahreu, gerieten infolge des heiligen Lstioindes in den Wellengang, der das Boot sofort mit Wasser süllte und zum Sinken brachte. Zwei her iIIIlgen Leute, der 29 Jahre alte Aua. Schmidt und der 17 Jahre alte Altton Ruf, sankcn sogleich in die Tieie, während die beiden anderen von der Besatzung eines Nachens ausgenommen wer den konnten. Tee 22 Jahre alle August Duttle starb jedoch seinen Rettern unter den Händen, während der 16 Jahre alle Heinrich Rus, kaum ans Land gebracht, verschied. 'Aus der lapaniickien Insel Sakuraschima ist ein starlee vulkanischer A u s b r u ch erfolgt. Die Stadt K a g o s ch i m n und die umliegenden Törser brennen. Kandel. — Die B e e n d i g n n q d e 8 A m in o n i a k st re i t e S. Wie die Badische Bnilin- und Sodaiabnk in LudwiqSbusen a. Dih. milteilt, wurde zwischen ibr. der Dentsche>, Amlnoniak-Berkau^S- iKrfiiiiflima Büchizm und den olerjchlenschen ÄokSwerken und l5l)e>nischen Fabriken in Berlin eine Verständigung wenen des Be, - ktlnis von sclnveielsaurern Ammoniak erzielt. Für die jetzt Frieden schliesjenden Produzenten dringt die Verständigung nnturlich groi;e Vorteile. Allerdings hat die Landwirtschalt, die nmkreud cinc^ Lionkurrcn^auw'es der Vroduzeuten sedr billige Preise iur dos '.nichtige Diingemittel duvontrua. von de>n eriolaten AuS.ileich der Interessen keinen Nutzen, »veil der Preis daiiir steigen wird, Lingesanvt. lFür Farm und Inhalt aller inilcr dicier tlinbrik stehenden Artike uberuimmt die Lkedaklion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. > e Robbe im a. b. Bieber. 10. Jan. „Ehre, dem die Eore gebührt!" Tie inteeessanie Geschichte vom Bäuerlein und seinen Kühen, die sich in Gießen eine» Fiißwaschnng unter ziehen mußten, bedavi der Berichii iuiig ! Bäuerlein und Kühe waren nicht von Rodleim a. d. Bieber, sondern von Kroi- dvri. Diesem Torfe gebührt mithin die Ehre! Märkte. tzttes eu, 13. Ion, W o rktberi chk. Auf beuttgem Wockeu» wortte losteie: Butter da« Plimd 0,80—1.00 Mk., bicku'erei-e 1 Stück Ick—00 Pta, 2 Stuck 0 Psg., p.äie las Stück k—8 ck'kg., ktäfeiuatte 2 Stück 5—6 Pig., Tauben da? Paar 0,80—1,00 PI., Hühner per Stück 1,08—1.60 Mk., vahueu vr. Stück i,S0—2Ü>0 Mk„ Enten nr. St. 2,00—3,00 Alk., Gänse 5nS Ptd. 75—85 Pta., Oibsenfleiseb pr. Ptd. 82—108 Mg., tziiudsteiseh vr. Pstind 88—94 Ptg.. Kuhtteisch 80 Pkg, Schweine, deisch pr. Ptimd 80—1»0 Pta., zialvsieisth pr. Md, 8t— 88 1hg.. Saniuiettleisch vr. Md. 70—90 Psg.. Kartoffeln pr. 100 0g. 5.00 bis 5,50 Mk., Weißkraut dos Stück 10 bis 20 P'g, Zwiebeln per Zte. 0,00—10,00 WL. Milch das Liter 22 Pig, blüffe J00 Stück 50—'0 Pig, ver Ztr. 0—00 3JII V Birnen das Mund 15 bis - 0 P!g., Aepsel der Zentner 15 bis 22 Alk. Alarktzeit von 8 bis 2 Ithr. Tie Marktpreise für Vieh und Frucht uns die Giek-encr Fleisch- und Brotpreise _am 12. Januar 1914. Schlacktvielivrelfe in F r a n k i u r t a. M. gleischpreise in Giestea Ochse,» iUilbec Schweine 50 Ka. Schlachtgewicht 78—83 Mk. '!, Kg. Schlachtgw. 90-115 Pf . . 68-72 . Kg. 82-100 Psg, , 84-88 . , 80-100 . Celreidepreise in Mannhe im Brotpreise in Gießer Wetzet» 1<<0 Stq. 19.50-19.90 Mk. Noqqen 100 Kg. 10.25—16.50 Mk. W en:drot 2 5tq. 62 ijr Cchlvarzbrot Lskg. 54 Pf,^. Amtlicher Wetterbericht. O e s s e n t i i ch e r Wetterdienst, Gießen. Wettcraussichten in Hessen aniAiillivoch, den 14. Januar 1911; Vorwiegend wolkig, einzelne Lchueelälle, kalt, östliche Winde. Lelzte Nachrichten. Tic neuen M i l i t ä r a u s g a b c n in Frankreich. Paris, 13. Jan. K'riegsmiirister N o u l e u s gab im gestrige» Mimsterrat eine eingelicnde Tarlcgung über dos Programn' der neuen M i l i t ä r a ns g a be n , die 1208 Millionen bkti agen. Das unter dem oorhergogangenem Ministerium aui gestellte Programm hatte diese Ausgaben am mir 900 Millionen Franks bczissert. i T i e A u s st a ii d S b e >o e gu ii g in Südafrika. Kapstadt, 12. Jan ,10.30 Uhr abends.■ Tie Lage Hai sich in de» letzten 24 Stunden msolge der Agitation der Geivcrk schäften besonders im Norden, aber auch in den anderen Testen der ttuion, v e r s ch l i m m c r i. — Die Hafenarbeiter in Kapstadt sind jetzt ossiziell von dem Verbände der Eisenbahimnge stellten und der Haienarbeitcr zum A u S st a n d e a n s q e s o r - dcrt worden. I o h a n n i 5 bu r g , 12. Jan. 9,45 Uhr abends. Tie Llb stimmung der hiesigen Onsgrnpve pes Lu chd r u ckcrci-V c r v a n d e s har eine große M e h r h e i l für einen a l l g e m c t tt c n Ausft and ergeben. Es wird beiürchter, daß die Be rgl eu l e sich der Bewegung anschließen werden. Eine Adteiluiig der Berg l e ii t o ist hier angetommen. Sie sind alle sür den allgemeinen Auustand. Verschiedene Gewerkschasieu, einschließlich die Auge stellleu in den Läden und Lagerhäusern, sowie die Bureau- beamten in Johannesburg haben ebenso abgestimmt. D i e Lage per schlimmer: sich. Pretoria, 12. Jan. .5 Uhr abends Deute nachmittag ist nur ein Zug abgegmigen. Aus Johannesburg ist wäh rcnd fünf Tage kein Zug eingetrosseu. Lein e grimmigste Lainre zeigt er zumeist O ®””” im Januar, der ®tnter nämlich. Dann mutz man besondere' Aorafalr ans die (^esnndbett verwenden, nnd die zweck- maniae Kleidung allein reicht da nicht aus. Eine der beiten Waisen aeaen die Geiabren ded Winters sind itnan ■a— achte aus den Namen!» ächte Svdener Mineral Vaäillen. 2ie sind glänzend bewäbrt — vvrbeuaend urid bekämosend ^ bei akuten nnd chronischen Katarrbe»». bartnäckiaer Be» schleimuna. Nullen, stimmlicher Indisposition :v. Jayo ächte mmamm 2obcnev sind überall für 85 Psg. zu haben. 1342s-, Vortrag Mittwoch und Sonnt»«. 8". Hin-, im Sonic des „Poiikcller". Waaen «affe. >02,7 T h e in a: Vuz bedeuten die prepbetiscben Symbole der Ofienbarung? 3 innt(| r IS. ^annar, 8 %Hljr, in Lteiiis Satten: Reichsoründungsfeier. Unter flittifleiü)h'ttt>irfungB.5vl.J.Stamiiiler(©fiang), jpcrni J.Hahn(SHaoict)u.b.BauerschenGesangverein. Festrede: Frhr. v. Vletingholl-Scheel: „Der Sätet Intenfreaöigfeit und liniere Sfltenfdjen" Ginlritt 40 Psg. 5090 Mitglieder 20 Psg. Veranstaltet vom Altdeutschen verband Akadsisiscber Diirerbtinel Giessen. Mittwoch, den 14. Januar 1914, abends 8 Uhr i,n Saale des Gesellschaftsvereins (Sonnenstr.) 1 «11111* ■ / 1» U in der Uebertragung von Stefan George vorgelesen von Herrn Dramaturgen <462 D Theodor Stiefenhofer (AschaHeitiorg). Vorverkanf in der Forbcr'schen Boohband- lang, ^eliersweg 87. Preise der Plätze: I. Platz 2 Mit., IT. Platz 1 Mk., Studentenk a rten 50 Pfg. Die ausserordentlich. Mitglieder zahlen auf Vorzeigen der Mitgliedskarte halbe Preise. Eisvereiiia Mittwoch, den 14. lanuar. nachmittags von 3—5 Uhr Fest-Vorstellung zur Erinnerung an die Anwesenheit Blüchers in Giehen vor 100 Jahren. Ich lade die Mitbürger zum Besuche der am Freitag, den 16. ds. Mts., abends 8 Uhr, im Stadttheater ftattstnSenden Zest-vorstellung freundlichst ein. Jur Aufführung gelangt: „Die Humboldtianer" Ein historisches Schauspiel in 5 Akten zur Erinnerung an Gießens Erlebnisse vor 100 Jahren. Gießen, den 13. Januar 1914. Der Oberbürgermeister: liier»»,. 1689B Giessener Konzert-Verein. 6. Konzert. Sonntag, 18. Januar 1914, nachm. 5 1 /. Uhr, in der neuen Aula A, Erler-Schnauclt Kammersängerin aus München (Alt) Professor H. Kiefer Cello-Virtuos aus Berlin (KID ProgT; •»mm. Lieder von Brahms, Franz Schubert, Wolf u. a. Cellosoli von Bach, d,mui. Qjopin, Dvorak, Schlemüller; Schumann Konzert A-moll. zu Mk. 5.—. 4.—. 3.—. 2.50. Studentenkarten Mk. 1.—. sind hei mntrittSKartejl ERNSX CHALLIER, Musikalienhdlg. (Telephon»71). für Studie- rende auch bei Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. Anfxehlag IO Ffs. 692 D Unser INFSNtllF Ansverkant i Ordentliche Hauptversammlnuft TonnerLtaa, den 'iS. Januar I 0 i 1 , abends 8 '/, Uhr, im inneren Sonic des „Solei (Vitibova" kaaeS Ordnung: ,. Berichiernailunn. 2 . Ntechnunas- nblaflc. 8 . Eriatzwabl des PorslaudeS. 4 . Wohl des RechnnnnsviüfunnsnuSichuffeS. 2 . BerschtedeneS. 1imzahlrcichcS(Srscheincu wirdgedrten Giene», den 13 . Januar 1014 . Der Vorstand. Die Rechnung liea, bei den, Liornvcndcn Herrn 2 l. Dido re. Schon,eninnnr 8 , von, 10 . ds. Mls., 8 Tage zur nefl. r>ln- fttbi der M»a,jeder offen. 802 M genann! das Schmuckkäslchen von Giefien SELTERSWEG V»n Dionstwe. deu 13. Januar a!> Sensu« sonst -I B ro^rjmi m Jede IVumiuer ein grosser Schlager i^©der>eie S^eitee^ei Hervorragende Sportaufnahme, («rosser Schlager! Die Goldsucher Spannendes, interessantes Drama in 2 Akten. Bubi u. der lebende Mannequin Hochkomischc Szene. Gespielt von unserm Liebling, dem kleinen 5*jäferigen Willy. Wochenübersicht des üniontheaters Neuestes aus aller Welt! Mode, Sport nsw. (»rosser ülonopoJ-Schlagcr! Mit Erstaufführungsrecht für Giessen! 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