Nr. 9 Zweites Blatt Erscheint täglich mit Ansnahmc des Soimtdgg. Die „Gießener Zamtlienblätter" werde» dem »Anzeiger^ »iermal wöchentlich beigelegt. das „Xreirdlatt str den Urei» Sichen" zweimal wöchentlich. Di- „xandwirtjchastllchcn Zeit- sragcit" erscheinen monatlich zwemiat. <64- Jahrgang tenciier lger General-Anzeiger für Gberhesfen lllontag, \ 2 . Zanuar t9;4 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität? - Buch- und Sieindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^ä*51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.:Anze,gerÄreßc>u Die finanziere Lage yeffen; stellt sich nach den von uns Mitgeteilten Zablen des neuen ^taatsvoranschiags für 1914 und den vom Finctnzminisier darüber angestelltcn finanzvolitischen Betrachtungen als durchaus befriedigend und erfreulich dar. Wie schon erwähnt, konnten tut neuen Budget die Einnahmen aus oetn Kapitel direkte Steuern, Regalien, indirekte • Auflagen tifro. mit 990000 Mark mehr gegen das Vorjahr eingestellt werden, an tvelch letzterer Summe die Staatsetnkotmncnstcuer mit 662 400 Mark und die Bertnögensstcuer mit 237 600 Ml. beteiligt ist. Es kommt in diesen Zahlen -..gleich auch ein erfreuliches Steigen des allgemeinen wirtschastlichen Wohlstandes zum Ausdruck. Ganz besonders erfreulich ist auch die tn den letzten fünf Zähren fortdauernd erfolgte Erhöhung der Ueberfchüffe aus bcu Ertragnissen der preußisch-hessischen E t s e n b a h n g c m e i n s ch a f t. Während sich dieser Uebcr- schutz für das Etatsjahr 1910 auf 19 626 800 Mark stellte Iticg er 1911 auf 17 892300 Mark und 1912 aus 8587 000 -bkark. Für das Jahr 1913 ist der Ueberschuß im StaatSvur- anfchlag aus 17 443 000 Mark festgestcllt worden, doch wird Nch das wirkliche Ergebnis wahrscheinlich bedeutend höher stellen, da ,a der Finnnzntinistcr selber, der doch in scit'.en Schätzungen und Erwägungen in Bezug aut das Staatsbudget stets sehr vorsichtig zu Werke geht, den Mehrüberschuß aus dein Budget für 1013 gegenüber dem Voranschlag auf etwa IV-Mill. höher veranschlagt. Für das Etatsjahr 1914 ist der Eisenbahnitberschust nach den ersten Schätzungen der Eiscnbahngenteinschast aus 551000 Mk. höher gegen da-'- Borjahr, näntltch ans 17 994 000 Mk. in die Rechnung eingestellt worden. Ter Finanzminister hat aber in seinem Gesamtüberblick daraus hingewiesen, daß nach den neuesten Nachrichten aus Berlin angesichts der ungünstigen Entwickelung unseres gesamten Erwerbslebens in der letzten Zeit kaum dantit gerechnet iverden kann, daß auch nur der ctatsmäßige Ueberschuß erreicht tvird. Run, wir hoffen, daß sich die hier ausgesprochene Befürchtung nicht erjullen wird. Die günstig sich im altgemeinen die finanzielle Lage Hessens in den letzten Jahren entwickelt hat, zeigt das An wachsen der beiden ans den Ueberschüssen der früheren Fahre gebildeten großen staatlichen Fonds. Ter seither aus diesen Ueberschüssen gebildete „R e st e f o n d s" hatte in den Jahren 1910 und 1911 die aus der Stenererhöhnng im Jahre 1910 abgeworsenen lleberschllsse ausgenommen und Ende 1912 bereits die Summe von 8092 998 Mil erreicht. Im Jahre 1913 ist ihm zugeführt tvorden der etatsinäßige Ueberschuß von 2074692 Ml., und es iverden ihm voraus- sichttick nach dent Bekenntriis des Finanzministers weitere 1V: Millionen Mk. zuflirßen können Dazu tonimt dann der nach dem Tilgungsgcsetz vom 17. Juli 1912 sür 191.3 zu ersparende Betrag von 323 750 Mark, so daß sich der. Olefamtbetrag des RestefondS aus rund 11990000 Mark stellen tvird. Da nun aber aus diesem Fonds die Kosten für die Gehaltsattsbess-eruiig der Beamten» und Lehrerschast sür 1913 mit 2 540230 bestritten werden, so stellr sich die Ende 1913 in diesem RestefondS enthaltene Summe auf 9 451000 Mk. Im lausenden Jahre wird dem Fonds weiter der etatsmäßige Ueberschuß von 2 716 848 Ml. zugeführt, und weiter an Ersparnissen aus der Schmdeniildung 269 648 Mk., in Summa 2 986 498 Ml. Da nun auch hiervon wieder die G.'halts- aufbcsserungen der Beamten und Lehrer für 1914, die nach der Regierungsvorlage 3 095000 MI., nack den Beschlüssen der Zweiten Kammer aber 3 275000 MI. betragen iverden, unter Berücksichtigung von 70000 Ml. Ersparnissen entnommen werden, so tvird sich Ende 1914 ein Bestand von 9 411000, beztv. 9 229 000 Mk. ergeben. Der Ausgleichsund Ti lg u n g s s o nd S , der nach dem Gesetz vom 17. Juli 1912 nur den Betrag von 8 Millionen Marl aufnehm'n darf, hatte am Schluffe des Jahres 1912 einen Bestand von 6 702 810 MI. und tnnßtc Ende 1913 aus 8 762 271 Mk. pngewachsen sein. Diese 782000 Mk. über die acht Millionen hinaus solleit nun die Grundlage sür die Bildung eines neuen Funds, des Rcstefonds II bilden. Ter für 1914 .,n erwartende Anteil aus den Eisenbahnrinnahtnett, der nach Abzug der Tilcptngsbeträge auf 4 485 000 Mk veranschlagt wird, wird sich nach Abzug des gesetzmäßig an die allgemeine Staatsverwaltung abzuführenden Betrags von 2 Millionen Mart noch aus 2483 000 Mk. stellen, die nun dem Rcstefonds II zrizuführen sind, und dessen Gesamt- bestand damit bereits im Jahre seiner Bildung aus.3 247 000 Mark anwächst. Es werden also Ende des Jahres 1914 in unserem Hessenland drei verschiedene Fonds mit einer Gesamtsumme von mehr als 2 0 Millionen Mart sür Reservczwccke zur Verfügung stehen. Hauptversammlung der Zeiüralkasse der hessischen lanöwir-schäsllichen Genossenschaften. rb. Darmstadt, ll. Jan. Tie Zentralkasse der hessischen landwirt- s ch a st l iche n Genossenschaslcn hatte für Samstag nachmittag im städtischen -Saatbau eine außerordentliche Hauptversammlung einkernten, deren Hauptzweck dre Genehmigung des mit der Regierung getrossencn und von beiden Ständekammern genehmigten Wlommens über die. Gewährung eines staatlichen Darlehens von einer Million Mark und eines Kredits bis zu. zwei Millionen Mark betrat. Als behördliche Vertreter waren Geh. Landesölonomierat Müller, Finanzrat Tr. Michel und Land» wirlschaftspräsident Lekonomieiat Walter zugegen. Den Vorsitz sühickc der AutnchtSratsovrfttzende Becker, der die etwa 400 Eenossenichaster und die bchürdtichrn Vcrtr-etcr mir sreund- lichen Worten begrüßte. Tann gab Direktor Mager namens des Vorstandes und Aufstchtsrats eine Ilebersicht über den Stand der Verhältnisse. Schon jetzt sei eine Entwicklung zum Bessern zu erkennen, und er sei überzeugt, daß das Abkommen mit der, Regierung dem ganzen hessischen Genossenschaftswesen zum Segen gereichen werde. Ter Rm nach Staatshilsc sei infolge des Notstandes ans den Genossenschaften selber ertönt und die dagegen auswärts angewendclc Kritik sei ungerechtserligt. Eine Staatsaus- sichl der Zentralkasse sei noch lange keine Staatsaussicht über die Genossenschasten, und die Kritik, die der Anwalt der Schulze- Telitzschcn Genossenschasten, Tr. C rüg er, in dem Verbands organ daran geübt habe, sei zum mindesten stark übertrieben^ Ter Tag, an welchem die Bewilligung des Abkommens durch die Landstände ersolgte, sei durchaus kein Ties ater für die Selbstverwaltung ler Genossenschaften. Ten Herren aus Rorddentsch- land, die solche Artikel schreiten, tonnte man entgegen halten, daß das Hereinnehmen der Staatsaufsicht keineswegs eine Schädigung des GeiwssenichastSgedankens bedeute. Tic ganze Sraatshilsc würde auch nichts Helsen, wenn nicht das Vertrauen wieder gewonnen würde. Eine gute Verwaltung brauche sich auch nicht zu schämen, ihre Geschästssührung offen zulegen. (Zustimmung.) Ter Redner empfiehlt schließlich namens des Vorstandes und Aufiichtrats die möglichst einmütige Annahme folgender Entschließung: „Das Abtommen mit der Großh. Regierung gilt gemäß tcn Artikeln I und III des Gesetzes, betr. die Hingabe eim-s Darlehens und die Eröffnung eines Kredits an die Zcntral- kajie der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, c. G. m. l. H. zu Tarmstadt, als wrsemlicher Bestandteil des Statuts." In der darüber eröffnetcn Aussprache stellt Ockonomierat Walker den Antrag aus en bloc-Awnahme dieser Entschließung und wendet sich dann ebenfalls gegen die ungerechtfertigte Kritik des De. Crüaer. In dem Ilblommen mit der Regierung werde nur das sestgelcgt, tras jeder Geldgeber zur Bedingung nmche. wenn er Eelo hcrgelen soll. Auch die Schulze-Tetitzschen Genossenschaften bürten mir der Tresoener Bant ein Alkommen getrot- fen, die sicherlich ebenfalls sich die nötigen llntcrlagen verschafft habe, durch welche ihr Einblick und Sicherheit gewährt wird. Also das, was die hessischen Genossenschaften Zctzl MN, haben andere Genossenschaften ebenfalls getan. Tie Siaatsanssicht sei durchaus keine Bevormundung; sie höre mit demselben Tage wieder auf, an welchem die Gelder zurückgezahlt würden. Im Gegensatz zu Tr. Crüger halte er den Tag der Benilligung des Abkommens sür einen glorreichen Tag in der Geschichte des hessischen Genossenschaftswesens. Tiefes weiche bannt nicht geschädigt, sondern zu neuer Blüte gebracht werden. (Lebh. Zustimmung.) Nach kurzen weiteren Bemerkungen einiger Redner, die sämtlich die Annahme des Al immens warm empfehlen, wird die oor- stchenbc Entschließung einstimmig a n g e n o m n> e n , desgleichen eine von Oekonomicrat Walter cingebrachte Entschließung: Tie heutige außerordentliche Generalversammlung spricht der Großh. Regicrimg »ird den beiden Ständekammern Tank kür die ihnen gewährte Staatshüsc aus. (Lebh. Beifall.) Tirektor M a g e r macht daraus geschästliche Mitteilungen. Bis heute haben sich 308 Genossenschasten angeschlossen, die 742 Gc- schästsantelle übernommen haben, darunter 112 in Starkcnburg, 138 in Rheinhessen und 58 IN Oberhcssen. Kapital und Haftsumme überschreiten heute eine Million Mark. ES wäre dringend erwünscht und läge auch sehr im Interesse Oberhksscns, wenn auch die andern dort noch vorhandenen guten Genossenschaften bald dew' Weg nach Tarmstadt finden wollten. Ter Jahresumsatz in den nicht ganz neun Monaten 191.3 betrug 144 Millionen, im Monat November 17 960 954 Mark und tut Januar betrug sie bcrcfts 6571 881 Mark. Tie Inanspruchnahme des Kredits bei der preußischen Zentralkasse ist aut 4 200 000 Mark zurückgeqangcn und wird auch im nächsten Jahre noch weiter zurückgchcn. Bezüglich de, Erklärung über die angcsordcrtcn I' , Proz. stehen noch 153, betreff den 50 Proz. noch >41 Genossenschaitcn aus. Ter Redner richtet den dringenden Appell aii die noch Ausstehcndcn. alle kleinlichen Bedenken beiseite zu lassen und deni Moratorium beizu- trcten. Zuni Schluß erstattet noch der Vorsttzeiide der Revisionskommission, Lehrer O s e nl o ch - Finthen, Bericht über die gegenwärtige Lage. Tas Bild über die hessischen Genossenschaften ist nicht so trübe und hoffnungslos, wie es hier und da an die Wand gemalt wurde. Zu 90 Uiid mehr Prozent such die hessischen Gc- nosscnschasten gctund und weiter cnttpickclnngssähig, wenn sie das Vertrauen^ wieder znrückcrobert haben Durch die Staatsaufsicht und die Staatshilsc, die uns bütiges Geld zur Verfügung stellt, find die Vorbedingungen gegeben, die Schwirle auszuwetzen und uns wieder autzudetten. Treues Zllsamincnballcn und Aufklärung überZne Krisis wird darüber hinwegführen. Die Hanvtsache muß die Selbsthilfe bleiben. Den Herren Becker und Mager gebühre sür ihre unermüdliche Tätigkeit der wärmste Tank, desgleichen dem Leiter der Preußenlassc, Wirft. Geh. Finanzrat Tr. Heiligenstadt in Berlin, der das Wagnis uitteriiahm, der Zentrallasse, bczw. den hessischen Genossenschaften 6 Millionen Mark zur Beringung zu stellen. Wenn die Wunde duröt die Verluste bei der Reichs- genoffenschaftsbank nicht allzu ftaffend gewesen wäre, hätte man die Staatshilsc gar nicht gebraucht: durch die Staatshilsc sind wir aber nun ln der Lage, den notleidenden Genossenschaften zu Helsen. Ter Redner teilt die Genossenschaften in 6 Gruppen und legt die näberen Umstände sür diese dar. Es müsse auch erwogen werden, ob nicht der Staatskrcdlt dauernd zur Verfügung gestellt wer- bt'ii löinic, gewährt doch auch Bayern seinen Genossenschaften einen solchen non 4 Mlllionen Mark zum Tell gegen 3V. Prozent Zinsen. Tie Genossenschaften sollten mit einem Höchstkredit auskom- men, der > 10 der Aktiven gleichkommt. Daß eine Genofsenschast bei 100 000 Mark Aktiven 50 000 Mark Bankschuld hat, dürfe nicht mehr Vorkommen. Tirektor Mager gibt im Anschluß an den Bericht noch verschiedene Anregungen. Mit der Entwickelung der Geschäfte in 1913 könne man unbedingt ziffrieden sein. Bedauerlich sei das Ausstehen einer Anzahl Genossentchasten. Es werde .zu erwägen sein, ob nickt von einem bestimmten Zeitpunkt ab ein Eintrittsgeld von neu aufzunehmenden Genossenschaften erhoben Iverden solle. Öekonomie< rat Walter bespricht noch verschiedene genossenschaftliche Gedanken und Wünsche. Er rmpneblt, die „Genossenschaftliche Presse" als Vcrbandsorgan in den hessischen Genossenschasten zu streichen und dafür das „Hessenland" zu bestimmen. Weiter müsse eine strenge, reinliche Scheidung der Genossenschaften, Konsumvereine, Dartehnskosscn und Winzervereine eintreten: man sollte lieber die Steuerpilicht aus tick nehmen, als die jetzige Verkapselung bei behalten. Vor allem müsse auch dafür gesorgt werden, daß die Revisionsberichte den verenttoortlichcn Stellen zur Kenntnis kommen und befolgt werden, istach weiterer Aussvrachc, an der sich noch Lehrer Solms, Ofenloch, Tr. Gottschad, Bürgermeister Feldmanir Gras-Büttclborn und Tr.-Fitting beteiligten, schloß die Versammlung, deren ganzer einmütiger Verlaus bei allen Teilnehmern cinen befriedigenden Eindruck hinterließ. Hcntlcbcs Reich. Ter Kronprin-', über seine Versetzung in den G e n e r a l st a b. Einem Mitarbeiter der -,,V. Z. a. M ", der ,am Samstag vormittag vont Kronprinzen zu einer Unter redungüberdieVorgejchichte seiner Abberufung aus Danzig' e nt p sangen Die neuen deutschen Ausgradunzen von MNet. Athen, 3. iJanuar. Soeben fand die erste diesjährige öffentliche Sitzung des Kaiserlichen Deutschen Archäologischen Instituts statt. Tie Büste Wilhelm Doerpfelds, des langjährigen berühmk--n Leuns des Instituts, war im großen^Bibliotheksaatc zum ersten Mate ausgestellt, von Freunden und Schülern gestiftet. Dadurch erhielt die «itzmtg ein festliches Gepräge, das durch die Anwesenheit des griechischen Känigspaares und einer großen Versammlung von iöelehrten aller Nationen erhöbt wurde. Nach einer kurzen Be- -rrüßung durch den ersten Sekretär Prosessor Karo feierte der Direktor des Athener Nationatmuseums, Tr. V. Stals, in ausführlicher Rede die Verdienste Doerpsclds, der eben sein 80. Jahr vollendet hatte, seine bahnbrechenden Forschungr>i aus allen Gebieten der Archäologie und tcine treue Freunoschast sür Griechenland. dos ihm zur -.weiten Heimat geworden sei. Den Hauvlvortrag des Tages aber kielt der zweite Selrctär des.Instituts, Daurat Knackiuß, und erstattete dabei Bericht über die von ihm geleiteten großartigen Ausgrabnngeii bei Milet im indivest- lick-cn Äleinasien. Das Haupit,eiligtum von Milet war das südlich außerhalb der Stadt gelegene Lncllorafcl des Apollon von Tiqyma, dessen Tempel an Stelle eines älteren, von den Persern zerstörten Ele- ImudeS IN der Zeit nach Alexander d. Gr. erbaut wurde. Seine Ruine ist, nachdem die llntersnchung einzelner Teile derselben von mehreren sranzösitchrn archäologischen Erveditionen vorgenom men war, durch die von seiten der Königlichen Museen zu Berlin ins Werk geietzien ä'llisgrabungen ganz ftkigelcgt worden. Tic Aufdeckung der ausgedehnten Tempelanlage hat große Schwierig > ketten, da das Gebiet derselben von den Häusern eines modernen Dorfes bedeckt war, deren eine erhebliche Anzahl angckauft und niedcrgelegi werden mußten, utck well die abzuränmenden Trümmerntaffen im wesentlichett aus sehr großen Blöcken bestanden. Ter Tctnpc. ist ein ntvieros von 109 Mtr. Länge und 51 Mckr. Breite mir zehn Säulen an der Front und einundzwanzig Säulen an den Langseiten, der sich init einer doppelten, aber' nichnats ganz zur Vollendung gelangten, 19,70 Mtr. hohen ionischen Ringhatte ans einen, siebcnstufigen llnterbau erhebt. Der von jener Ringhalle umschlossene Ecllabau ist dreiteüig: der vordere Raum, der PronaoS, bildete einen weiten Saal, dessen Decke von zwölf Säulen getragen wurde und de, sich in einer sechs Meter breitet- Tür gegen das folgende zweifäulige Gemach öffnete.. Die Schwelle dieser großen Türe und der Boden des ztoessäuligeu Saales liegen i>-, Mir höher ais der Fußboden der Pconcos, so daß die Türe Nccht als Zugang dienen konnte: sie war nur die Türe des Gottes, von der ans die Derkündigung des Orakels erfolgte. Dieser innere Saal stand mit dem dritten Abschnitt des Eella- gcbäudes. dem einen offenen Hofraum bildenden eigentlichen Allerheiligsten, durch drei Türen und eine im Innern der letzteren denselben vorgclegte prächtige Marmorlreppc von 22 Stuten in Verbindung, aut tvelchcr der das Orakel verkündende Prlester aus dem Allerheiligsten emporstteg. Seitlich von dem Mittelsaal besinden sich kleine eingebaute Treppen, die einen Zugang zu dem Tachc der überdeckten Teile des Tempels bildeten. Die einzigen eigentlichen Zugänge in das Allerheiligste iourdcn durch zwei, »eben der großen Türe im Proneos zu ebener Erde, gelegene Türen bildet, durch die mau in überwölbte Gänge gelangte, die unter den genannten Dachtreppen liegend, in leichtem Gefälle zu dem tieferen Atlerheiligsten hinab- fübrren. In letzterem stand ein eigener kleiner Tempel, der einst das alte Knltbild des Äpoltun enthielt, tvädrend sich wahrsch.-intich ü, der rordcren Hälfte dieses offenen Höfts die heilige Quelle befand, deren Stelle ,edoch »ich: mit Sicherheit zu hestmimen ist, da dieser Teil noch von mittelalterlichen Bauresten bedeckt wird. * Schillers „W ilhel in Teil" in Monte Carlo. Tein Theater oon Monte Carlo ist es Vorbehalten geblieben, in diesen. Tagen vor einem .internationalen Publikum zum ersten Mate die neue französische Uebrrsetzung von Schillers „Wilhelm Teil" aufzusühren, die M. Bedel, der auch den Goetheschen „Fällst" übersetzt hat, mit Eifer aus dem Deutschen überttagen hatte. Tie Inszenierung und Ausführung leitete Anwine, als Darsteller wirkten die Kräfte des Pariser Odeons, und der Versuch endete mit einem starken Erfolge, Bedel hat sich in seiner Uekeiset.-ung ziemlich getreu an den oechillerichcn Trrt gehalten, aber leider den Schwung der Verse in Prosa ansgetöst, wodurch de, pathetische Rhythmus und der mitreißende Klang der Vers spräche iortsielen. Mit unverlennbarer Begeisterung hatte sich Antoine bemühtt das Tchillersche Drama in Szene zu setzen: die Prosaübertrvtung und Ivohl auch die Neigung Antoines gebot dabei von selbst, die Rhttorit des Dialoges zu dänipicn und die Leidenschaftlich feit des Geschehens nur aus den handelnden Menschen emporwachsen zu lassen. Ganz prachtvoll waren die Tetoratlonen Bisconlis. während die Kostüme oon dem Alaler JlelS rnüroiie» ivaren. Ten Tell spielte Desjardins, .Herr Herve den Melchkal. 'Rach dem großen Eriolge. den diese Tell-Auf- sührung in Plonte-Carlo errungen hat, wird das Schillersche Drama in der gleichen Bemgzeng und unter der Regie Antoines, binnen kurzem im Parffer Odeon zur Aufführung kommen. — Afrikanische Kochku « st. Tie Forschungsreisende Mrs. Dan Chauiord erzählt m ihren Reiscerinnerungen aus Zentralasrika oon mancherlei eigenartigen Gerichten, mit denen ffe ihren Küchenzettel bereichern konnte. Unter diesen Leistnugen der afrilanischen Kochkunst behagten ihr besonders gebackener Ele- antenschinken, geröstete Rhinozerossüße, gekochte Zilpserdzunge — sie muß 48 Stunden in der Pfanne bleiben, wenn sie zart schmecken soll — gerösteter wilder Esel, gebratener Asse. Auch geröstete Wasserratte, Kops, Schwanz und alles in einem Stück gekocht, wurde ihr vorgcseyt, und ein Häuptling, der sie besonders crsrencn wollte, traktictte sie mir einem Ragout, aus Tausenden vonweißeitAmeisen bereitet, die in ihrem eigenen Fett gebraten waren. Ein Spezialgericht. der mfttelasrikanischen Küche ist auch mit Fett gekochtes Gras. kt. Blinde, die sehen Merkwürdige Geschichten vom sogenannten „sechsten Sinn der Blinden" erzählt Tr. G. C. Brown, Leiter der höheren Blindenschule in Worcester, im Rahmen eines längeren Aussatzes der „Daily Mail". Man bat ihn, so berichtet er, oft gefragt, ob er der Ansicht sei, auch Blinde könnten sehen und diese Frage beantwortet er mft ja, falls man das Wort sehen nicht im landläusigen Sinne meine. An ein paar Beispielen führt er dann aus, toas er mit diesem Paradopon meint. Wenn man einem Blinden beispielsweise einen Apfel porlegt, so untersucht er ihn mit leinen arbeitenden Sinnen und gelangt zu einer A>> schamtng, die sich von der des Sehenden nach lBrowns 2lniick>^ laum unterscheidet. Daß die Blinden im Geiste Schvorstellung haben (auch wenn es sich um Blindgeborene handelt, sucht Brown dadurch einleuchtend zu machen, daß er aus die Träume der Blinden hinweist. Ter Blinde träumt seiner Ansicht nach, genau wie der Sehende, in Bildern. Wenn Brown dies annimmt, darf man sich nicht darüber wundern, daß er den Blinden auch Sinn tür die landschaftliche Schönheit zuschreibt. Tie Blindenanstalt, die er leitet, ist eine Sttftung einer reichen Dame, die in der Stiftungs- nrkunde ausdrücklich verlangt bat, die Anstalt solle eine schöne Aussicht haben, loas ihr manchen Spott eingetragen hat. Tas hieße Perlen vor die Säue loerfen, hat man ihr oft vorgehalten, allein der Blindenlehrer versichert nun, daß seine Zöglinge gern Spaziergänge machen und tatsächlich an den Landhäusern, den Pappeln, den gepslegten Feldern, kurz, der Landschaft Gefallen -ee.iden. lvaS sich temand, der nicht mit Blinden zu tun bat, allerdings kaum Vörstetten kann. Ja Brown berichtet sogar, Blinde seien imstande, vom Besuche des Theaters oder des wortlosen Klnemato- graphen Genuß zu haben und belegt dies durch eine ganz eigentümlich e Erzählung: sein siebenjähriger Sohn begleitete einmal einen blinden Studenten in den Kinematogravhen, wo die Schlacht von Waterloo vorgesührt wurde. Als der Vater später seinen Sohn erzählen ließ, waS er gesehen habe, war er erstaunt über die Aus- sührlichkeit des Berickztes, und der Junge .gab daraus an, der blinde criudent habe ihm jedes einzelne Bild bis in die Einzeln heiten -rklärt! wurde, erklärte der Shonprm,: Alle Gerüchte, nach denen lerne Lerfetzirrnz auf Snstinim:-tertrn mit seinen Vorgesetzten zrrrückMfSdren sei. seien vollständig grundlos. „Ms ich daN Svnnmrndo der erste» Lcibhirjarrn übernahm, mar b:- rerts meine spatere Verwendung im Generellffa.be in Aus sicht genommen. Nack, den Manövern im vergangenen .Herbst sollte ich nach Berlin lommen, bat sedoch, noch ein Jechr in Danzig bleiben tzu dürfen. Das wurde zunächst gestattet. Jin Dezember erhielt ich jedoch dos Komneando zum Gene rolstabe, da Se. Majestät es für notwendig hielt, daß ich mit Rücksicht auf die Zeitlagr mich schon jetzt über die höhere Truppenführung informiere. Ich werde ja gegebene» Falles ein größeres Kommando führen als das eines Regimentes. Die Ausstreuungen über ineine Beziehungen zu den Vorgesetzten in Danzig, wie überhaupt zur Stadt und ganzen Bevölkerung stellen mich als einen undankbaren Menschen hin. Ich versichere, daß die beiden Jahre in Danzig geradezu die schönsten in der Kronprinzessin und meinem Leben gewesen sind. Mit Exzellenz von Mackensen bin ich intim befreundet. Zwischen uns bestand und besteht noch das herzlichste Verhältnis._ AnslanS. Ein amerikanisches Gesetz gegen die Trusts. Die Mehrheit des GesetzcsauSschusses des Repri- scntantenhauses in Washington Hai den Plan einer Ge sctzesvorlagc gegen die Trusts gefaßt, der im Ptenaraussüiuß erörtert werde» soll. Der Plan folgi Wilsons An re gungc» und besteht aus einer Vorlage, durch die die Beziehungen zwischen den Tireltoren verschiedener Gesellschaften beseitigt werden, die die Verbindungen und Abmachungen betreffend die Preise regelt und aus einer Bor läge, die sowohl Einzelpersonen als auch der Negierung die Befugnis gibt, gegen Korporationen oder andere, die versuchen, durch Ilebertretung der betrefsenden Gesetze Schaden anzurichten, gerichtlich vorzugchen. Das Gesetz, durch das die Vereinigung mehrerer Tirettorenstcllcn in einer Person verboten wird, soll Anwendung finden bei Bantcn, Trust» qescllschasten und allen industriellen Korporaltonen, welche am zwischenstaatlichen Handel beteiligt sind. Dadurch wird die Kontrolle der Gesellschaften aus der Hand weniger auf eine große Anzahl »euer leitender Persönlichkeiten übergehen. Daö Gesetz ist bestimmt, Abmachnngen für die Festsetzung der Preise wie überhaupt jeder Art von geheimen Abmachungen ein Ziel zu setzen. vie neue Verhandlung gegen Leutnant von §ontner. 4 Straßburg, 10. Jan. Vor dem Obertriegsgerich! des !5. Armeekorvs fand heute die Berufungsverhandlung argen den Leutnant Freiherrn v. Forst- »e c vom Infanterie-Regiment Nr. 99 in Zobern statt, der am 19 Dezember Dom Kriegsgericht der 30. Division wegen Waiicn- mißbraucktS und vorsätzi Körperverletzung zu 43 Tagen Gefängnis verurteilt worden war. Es handelt sich bckaniillich um die Vorgänge bei Tctliocilec, wo Lcutnanl u. Forstner den Schub- diacher Blank, der ihn durch Zuruse beleidigt haben soll, durch einen Säbelhieb über den Kops verletzt hatte. Die Verhandlung begann mit einer Ucbcrraschung insoscrn, als nicht, wie ursprünglich bestimmt, Obcrkricgsgerichlsrat Dr. M e d i c « s , sondern Lberkrie^sgerichtsrat Stud dir Verhandlung leitele. Diese Aenderung imrd daraus zurückgeiübrt, daß Ober- kricgsgerichtsrat Dr. MedicuS die Acußcrung getan haben soll, er werde Leutnant v. Forstner srersprechen. Diese Acußerung wurde nicht dementiert, jedoch criolgtc eine Beurlaubung des Oberkriegs- gerichtsrats Medicus, wie verlautet, in Privatangelegenheiten, und die Ucbcrtragunq der Perbonhlnngsleitnng an eine» anderen Offizier. Den Ponitz iührt Obern M e n g e l d i r, die Anklage vcriritl Oben! Johns. Die Verteidigung des Angeklagte» hat Dragoncr- rittmeifter Kühler übernommen Der Tatbestand, der fMießlich zu der Erhebung der Anklage gegen Leutnant v. Forstner und zu dessen Verurteilung führte, ist »och erinnerlich. > Die Vernehmung des Angeklagten v. Forstner brachte erstinals zur Kenntnis, baß Leutnant v. Forstner für den Gebrauch des Wortes „WackeS" gegenüber de» Rekruten mit sechs Tagen Stubenarrest bcsirait worden ist. — Oberst v. Reuter hat es bekanntlich stets abgelehnt, über eine Bestrafung des Leutnants weaen des Gebrauchs dieses Wortes Auskunst zu geben — Leutnant v. Forstner rührte weiter aus. daß er häutig Bedrohungen ans- gesctzt war und glaubte, daß er angegriffen werden würde. Er legte dem Gerichtshof eine Hobe H e l m f ch a ch t e l in i t B r i c i c n und Karten vor, die ihm zugesandt wurden und die sämtliche mehr oder minder oersteekte Drohungen enthalten. T i e P e r n e h - mung der Zeugen ergab dieselben Feststellungen und Widersprüche wie im ersten Prozeß. Nach den, Plädoocr des Rittmeisters Köhler beantragte die Verteidigung Freisprechung. Die Anssage Forstners im ersten Prozeß, daß er nicht in Bestürzung gehandelt habe, müsse heute ganz anderes bewertet werden als damals. Forstner !oar damals zweifellos der Meinung, er würde ich mit dieser Aussage den Vorwurf der Feigheit zugezogcn haben, was er »atnrgemäß vermeiden mußte. Die ganze Sachlage deute ober daraus hin, daß ». Forstner oiel zu erreg! war. als daß er die Sachlage noch hätte ruhig überblicken können. — Tie Anklage wegen Körperverletzung cntiällt dadurch, daß Leutnant o. Forstner einfach die Befehle seiner Vorgesetzten aussührte. , Nachdem der Vertreter der Anklage selbst die F r c l- I vrcchnng des Angeklagten beantragt hatte, beschloß das Obcr- knegsgeriebt in diesem Sinn und sprach den Angeklagten Leutnant .rreiherrn v. Forstner frei. Au» Stadt und Laut». Diesten, 12. Januar 1914. _ "Ter Großherzog empfing am 10. Januar den Kai,erlichen Bonkrat Brandenburg, den Hoflieferant Kayscr, Gartenarchitekt, den Polizeiw-ekitincister a D ^ ch a r in a n n. den Lehrer Buß von Leihgestern, de» Schul -uat B a l d a u s von Büdingen, den Vorsitzenden des Krieger verems ,n Bad Nauheim Schäfer, den Geb -chulrai Münch ** A u s d e m S ch u i d i e n st e. llebenrage» tvurde de rrchulaipirantcn Karl Blcser aus Maar, Kreis Laute dach, eine Lrhrerstelle au der Volksschule zu R u p p c r t e » rob,_ Kreis Alsfeld: bcm Ichulamtsaspiranlen Wllhel V'f llsenborn, Kreis Büdingen, eine Lchrerllellc e der Volksschule zu Gelnhaar, in demselben Kreise: de Lehrer Wilhelm oernj zu Wallernhausen, Kreis Büdii gen, rrnt Lehrerstelle an der Volksschule zu M a a r. Kre Lautcrbach: dem Schulamtsaspiranleu Wilhelm KuschI aus G-stow, Kreis Anaermünde. eine Lehrerstelle an d Volks,chule zu M a a r, Kreis Lauterbach. *» Dom städtischen Wasserwerk. Der Gesa» lvasserzuftuß aus den Ltollenernlagen >m Lkaduvalo: ui bei Großen-Duseek, so,me vom Pumptvert Qucekborn vetr, im Rechnungsjahre 1912/13 1 811 700 Kubikmeter oder dur, schnittlrch 4963 Kubikmeter täglich. Die stärkste Abgabe w am 17. Juli 1912 mit 7390 Kubikmetern, die geringste o 8. April 1912 mit 2891 Kubikmetern Der durchsckmittllic tägliche Verbrauch an Wasser auf deu Kvpf der Bevöllerui des gesamten DersovgnngsgebieteS betrug einschlteßlich d Verbrauchs des Bahnhofs für Betriebszwerke ! 49 Ltt, Die Arbeitsleistung der 4 Pumpmaschinen in Querkborn betnig l l 807 Stunden: die durchschnittliche Arbeitsleistung für den DetriebStag war 352,55 Millionen kg/’m. Am 1. April 1913 waren 14 öffentliche und 9 sonstige Venttlbrunnen vorbanden 2326 Hausanschlüsse, einschl. 74 Garten-Rn schtilsse mit 2437 Wassermessern. sowie 350 Hydranten, da von 62 Oberslurhydranten, standen mit dem Wasserrohr „ehe der Stadl in Verbindung Ferner waren 74 Privat Hydranten mit normalem und 8 mit unnormalem Schlauch- getoinde vorhanden. Das Dorf Oueekborn, das betaiintlich Wasser von Gießen erhält, zählt 123 Hausanschlüss?, drei Ventilbrunnen und 12 Hydranten. Die Länge des ^Haupt rohrnctzes und der Zubringerlei lungeu betrug am «chlusse des Jahres 87 216 Meter mit 232! Kubitmerern Raum inhalt. Das Wasser >vnrde im Betricvsjahre laufend durch das hygienische Institut der Landes Universilät und durch das tiiitersuchuiigsamt der Provinz Oberhessen chemisch und balteriotogisch untersucht. Das Wasser war immer von cinivandfreicr Beschafsenheit. — Das Wirtschaftsergebnis ist wieder erfreulicb. Nachdein 47 753 Mt. an Zinsen ab- gesührt wurden, verblieb ein Gewinn von 95 048 Mt o. ,. 7,46 Proz. des Schuldlapitals - zur Schuldentilgung. Auf dem Lasserwert lastete am >. April 1913 eine Schuld von »och l 230 239 MI ** Deutsches Fest. In einer früheren Notiz haben wir bereits auf das hier in Gießen geplante „Deutsche Fest" yingewieseii, das der lliitcrstützuug des TeutschrunlS im Auslände dienen soll. Ter van den damals genannten Vereinen gewählte Ausschuß, au dessen Spitze der Scl,u! verein, der Altdeutsche Verband, der Südmartenurrcin und der Bund der Deutschen in Böhmen. Ortsgruppe Gießen, stehen, hat in rühriger Tätigkeit die nötigen Vorbereitungen für ein gutes tzielingen des Festes getrosjri,. Als Tag der Veranstaltung ist Mittwoch, 4. Februar, bestimmt worden: sie findet in Steins Garten statt Aus dem reichhaltigen Programm möge heule nur die Äufsührung des „Tatie- lich" von hiesigen Danien und Herren erwähnt werden. Ter „Tatterich", dieses prächtige Lustspiel in Tarrnstädter Mundart init seinem bleibenden charakteristischen Humor, hat noch immer seine Wartung ausgeübt und wird auch diesmal Bcisall jiiideu. Wir werden aus Einzelheiten des Festes „och zurüettommen, das für alle Kreise unserer ladt gedache ist und hoffentlich auch hier einen vollen, Erfolg haben wird " Oberhessischer O b st b a u v e r e > ». Sonntag, den 18. d.Alts, findet i» Gieße», nachmittags 3,l HOr, »n Lenzfetien vebsnkcllcr eine außerordentliche Hauplverlauinilung statt. Tie TaaeSordiinna bat nur zivei, aber wichtige Punkte: I. Präsidentenwahl, 2. Zeilschrsileuiraqe. Zn letzterem Punlte baden die Herren Re icrungsiat Langer m a » »-Gießen und Oekonomieiat Tpieb- Friedberg dns Rewrat übernommen. ** Fachkursc und pra. ttische M c i st e r t » r s c. Unter Mitwirkung der Groß!, Z e n , r a l st e l l c s ü r d , e G e w r r b c weiden im Winterhalbjahr 1913/14 folgende Fachkurse und praktische Meiste, kurje abgehatten: Mitte November v. I. nahm ein zweiter et c kl ra l c ch n i j che r Fachkurs in Mainz seinen Anfang. der bis Ende Februar l.J. dauern wird. Hieran nehmen! 23 Handwerksmeister teil. Ein dreiwöchiger Meistcrkurs für Schneider nahm am 5. Januar in Darmstadt seinen Anfang. Ein Back und G a r n i e r k u r s s ü r B ä ck e r NI e i st e r nnirdc am 6. Januar in Darmstadt eröffnet. Dieser Kurs findet nach einer mit da» Zweigverband Grobherzogtum Helsen des Zentraiverban- des deutscher Bäckeriniinngen „Germania" gctrvssenen Bereinba- iung statt. Am 12. Januar beginnt ein dreiwöchiger Ausbil- dungsknrsiür Weibbin der und Dekorativns- m a l e r in Darmstadk. Nebenher läuft ein Kurs im Holz - und Marmor m ulen in stilisierter Weise. Der Eisen- be t v n k n r s in Tarnrftadt nimmt am 1. Februar seinen Anfang. Als llntcrrichtszeit werden Aochenabcndc, Tamsiag-dlachmiltagc und Sonniag-Bormittage nach Bereinbacung mit den KurstcU- nrhmcrn gewählt, damit auch im Berufe stehende Techniker und Handwerksmeister von answärbr an dem Kurse teilnehmen können. In der Zeit vom 2. bis 21. Februar wird znm ersten Make ein Meistcrkurs in D a m e n > ch n e i d e , e > in Darmstadt ab- gehalten, an dem ebensowohl Meiester und Meisterinnen, als auch Gehilfinnen icilnehmcu können. Gleichjalls znni ersten Male wird ein über 12 halbe Tage sich erstreckender Fach kn rs für Rc- varaiur und Justierung von Wage» und Gewichten unter Mitwirkung der Großh. Eichungs-Inspektion in Darmstadt veran,lallet. Anmeldungen zu den deninächst beginnenden Kursen inlitml die Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in Darmstadt entgegen. ** Kalender-Ausstellung. Eine össemliche K atciider- ausstellung veranstaltete der Bezirks-Maichincnmeislerllub „Klopf- Holz"-Gießcn am Sonntag morgens und nachmittags im Saale des GewcrkschastShauses. Obwohl die Besichtigung der Ausstellung unentgeltlich war, entsprach doch der Besuch den Erwartungen nicht. Mau hatte es eben m« einer Veranstaltung z» tun, die für Gießen setzt erst ins Leben geniien ist. Wiederholungen werden lehren, daß auch dieser Knnslzwcig hier nichr und inehr Anhänger linden nirb. llnter deu 84 Kalendern, die gezeigt wurden, befand sich eine Anzahl wertvoller Kunstwerkc, die von behentendcn Kunst anstallen und Druckereien aus dem ganzen Reiche geliefert worden waren. Die erste Stelle »nter den Kalendern — sämtlich Kalender iür das Jahr 1914 — bEinsprüchen die rein kiätstlcrischcn Arbeiten. darunter bcjanders der Wandkalender der Firma Henrpel Berlin, die Prägearbciten, eine Seele von Steinzcichnungcn dev Darm,lädier Firma Hotmann, wertvolle Tiesdvuckbilder von Host» manirCellc. Vertreten ivar auch eine Llnzahl der bekannten ^tädtekalcnber, der Berliner. Münchener nnd Alt-Nassauer Kalender. Künstlerisch wertvoll waren die kirchlichen Kalender. Bei den Kalendern für Kontors und dgl. tritt naturgemäß das Künst- lenschc ,n den Hintergrund, die Ti-chn'k rückt an seine Sthlle und licscrt klare und herrorstkchende Satzbilder. Die Ausstellung der Kalender war mit Sorgfalt »nd Geschmack von Herrn Oskar'F a - b i ch licsorgt worden . . ** . 3 nt L i ch t i v ie 1 h a u s wird iit dieser Woche ein Lnst- lOid Körnte,,e liefet" mit Hcnny Porten in der Hauptrolle gezeigt. Henno Panen. die gewöhnlicki als Salondome zu sehen m. ,vielt in diesem reizenden Lustsviel einen kernigen Backfisch, das übermütige Töchterchen eines Gutsbesitzers, und wird auch drc,e,n Genre vorzüglich gerecht. Erwähnensioert sind a»ck die berr- .ö Raturnulnahineil aus Lregoni die Lustspiele „Jrnia tveiß Rat und „Willi ist ungezogen" und das Drama „Ter Liebe Flammen Besonders reichhalrrg ist diesmal die Wock^nübersicht. **lDkr städtisch« See fisch markt am letzten Donnerstag hatte ,,ch eines sehr starken Zuspruchs zu er- r *l l tro-?. et .^ r, k l 'J n 9 von Käufer,, war so stark, daß sich nur mit Mühe eine ordnungsmäßige Geschästsabwickclung durch- setzen ließ. Hieraus geht am besten hervor, wie sehr sich die ßieslge Bcvvltcruug an die Fischnahruug gewöhnt hat, denn der groge Zuipruch war sicherlich die Folge, daß der Markt an einigen Wochen nicht abgehaltcu worden war. Die Ware tr ^"» begünstig,, vorzüglich und sehr preiswert. Trotz der großen Vorräte konnte ein großer Teil werden Di- Fifchmarktleitung ™ n°chste" Mvriten durcl, Errichtung eines ivsis Verlauf-staiides und Beschaffung größerer Vorräte kann^ ^ der starken Nachfrage genügt werden ^ B o m Der h n a ch t % * u u d N t u i ft h r S b c r f e h r bet unicren E oU anttcrit. Daß der Dakcivcr!ehc der den Voü- -m^anickmüM^, ^"*5 vor Weihnachten lawinen- Ä der e w« Tatsache. Bo» der gewaltigen b N 3 Pvüvnu au, den Bahnhöien ,n Gießen vor Weihnockücn zu bearberteu hotte, kann man sich E e-neir Be'glifs machen. >vei»> mau eri «Irrt, daß Gießen als SaniMNl- und llmichlagsstalion für den Po st vakel verkehr an gewöhn sichen Tage» im D urchi chni 111 täglich rund 35000 Pakete bearbeitet. Im Verhältnis hierzu ist der Verkehr für die Stad: nur Nein zu nennen, densn er beträgt laum 10 Proz. lijZer Zahl Eerrrulich aber ist die Tayach:. daß in diesem Jahre der Verkehr in unserer Stadt, soweit die Annahme von Päketim in Bchrackn lommt, sich NM 10—12 Proz bei beiden Poßämrern gegenüber dem Voriahr gesteigert Hai. Ter Brr es verkehr zu Neujahr läßt sich nur schätiingstveise ermitteln. Es sollen am 31. De zember minbeftcnS 400 000 Briese in der Stadt aui gegeben und auch die gleiche Anzahl zur Austragung an die Emv tanger gekommen sei». Am 31. Dezember wurden die Brieikästen halbstündlich geleert, so daß die Abstempelung ohne jede Unter biechung von den dazu bestellte» 10 Bcamt.m hat ertolgen können. Der Markenverkauf bei unseren Postämtern im Dezember füllt sich im ganzen um 12 000 Ml. höher als ,m Mo natsdurchjchnitt, ivelchei. Betrag aui den Wcihnack tsoerkehr und den Neujahrsverlehr entfällt. Diese Mehreinnahme dürste in Höh von 800t) Mk. auf den Weihndchk-epatelverkehr und von 4000 M, aus den Neujahrsbricsverkehr zu rechnen sei». ** 1B a f e t e i n (n m m I u u 3 durch ö i c P 0 st. Das Post anit teilt uns mit: Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post alzusendende Pakete an, Bestelln»., aus^den Wohnungen ab holen läßt. Mau braucht nur ei» oiienes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mir den Worten: „Pate: abznholen bei /Name und Wohnung), nntrankicrt in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Brieiträger mitzngeben. Auch kann die Be flellung aut 'Abholung von Paketen dem Postamt durch Fern sprecher mitgeteilt werden. Hieraus wird die Sendung bei der nächsten Patetbestelljahrt gegen eine Gebühr von 10 Psg. vom Hause des Absenders abgeholt. Das Periahren ist einfach und bequem nnd besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Tienstbote nicht zur Verfügung steht. ** 0) 111 n D ft ii dS » c r E 0 I, r. Einige Grundstücke inTtett l ach und Wall Hausen, die aut den Namen der 1. Roß. Peter II. in Stetlbach zu > 2. a) Roß, Peter kl in Stettbaw. bi Roß, Margarethe, 0) Roß, Peter. tl> Roß, Katharine ein getragen waren, sollen Montag, den 2. Februar 1914, nackfmit tags 3 Uhr. aui dem Rathaus zu Ober-Beerb ach im Wege der Zirangsaollstreckuug versteigert werten. Tre Grundstücke Crosgarten in Vilbel ,n der Hanauer Straße und Hosreite. di. aut den Namen des. a> Gabrian Johann Lichwig 6; b) 2 in Vilbel eingetragen waren, sollen Donnerstag, den 26. Februar 1914, vormittags 9'.» Uhr, im Sitzungssaal Nr. 4 des Amtsgerichts Vilbel im Wege der Zwangs Vollstreckung versteigert tverden. Eine ,Ho> reite in der Stesfansmart zu Gießen .Tiephanstraße Nr. 29. die aut den Namen des ») Roth, Fritz: d) Roth, Anna geb Herbert, dessen Ehefrau, eingetragen waren, soll Freitag, de» 20. März 1914, vormittag» 10V» Uhr, turch das Großh. Amts gerächt Gießen in dessen Saal Nr. 18 im Wege der Zwangsvoll streckung versteigert werden. - Eine Hofreite in der Griedclcr Gasse zu Butzbach, die aus den Namen der Margaret« Flach zu 05. und des Ludwig Flach in Amerika zu V, eingetragen war, soll Samstag, den ,4. März 1914, vormileags 10 Uhr, im Amtsgericht zu Butzbach im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert tverden, und zwar »ur der der Margarete Flach ge hörige Anteil. - Einige Grunds!liste zu Eschollbrücken, Pfungstadt und Hahn, die au, den Namen der .Margarete geb. Herbert. Ehesrau des Georg Michel II. in Hahn und aui den Name» dt'» Michel, Georg II.. und dessen Ehefrau Margarete gcb. Herbert in Hahn eingerragen waren, sollen Miiiwockr, den 4. März 1914, nachmittag» 3>- Uhr, aui /der Bürgcrnierslerei in Pfungstadt im Wege der Zwangsoollstreckuiig versteigert werden. ** GL tcrrechtSregister. Oberingenreur Johann Nikolaus Joscvh Me» nicken und dessen Ebenau Agnes Kalharina gebe Tchneidwtnd zu T arm stadt haben durch Eheverlrag Gütertrennung vereinbart. - Alfred Leo Wagner, Zahnarzt, und Anna Maria geb. Mattlr r» Worms haben Errungensckwils- gemeinichast vereirchart. — Gütertrennung haben vereinbart: Jo Hann Weingartner, Händler, nnd desien Ehefrau Elisa betbe geb. Grünewald i» Ebcrstadt, August Weiß »nd Ehefrau Anna gcb. Bert von Tors-Gill, tzlikolaus Gusto» Fath, Porreieuiller, und befielt Ehefrau Tovhie gcb. Sauer, beide znOifenbacha. M.. Ernst Kallberg, Ingenieur, und dessen Ehesran Anna Maria geb. Prager, beide zu Osscn- hach a. M., Johann Joset Bigeliu« und denen Ehefrau Anna geborene Diensldori, beide zu Ofienbach a. M.. .Kellner Franz Joseph Nink nnd dessen Eheirau Adele geb. Haumann zu Tarni sta d t. Kreis Büdinge». ll» B >> d i n ge», 9. Jan. ltz e m e i» d e r a t s s i ß » n g. Zu An!a»g der Sitzung wurde vom BörgerineNler die Derptlichtuna der neu gervablten Genieinderatsinitglieder Tiirck, Scheid uni Eckert vorgenoinmcn. Das wiederge.oählte Geme>nderat-- mitqlied Hinkel wurde an! teilte» früher geleisteten Diensteid hingeivielen Boi» Kreis Ivar die 'Anregung geaeben Ivorden, daß bei einer Abfahrt votr der Kreisflraße nach einet» Feldweg «m sog ileinernc» Mann eine Mulde aevilasiert würde. Gemeinderat T ü r ck alanbt. daß durch diese ülulage keine Verdesterung ök>6 Mk. jölnsicki veratrichlggt. Auch dieier Antrag findet IIN Genieindergt wenig Zukimitnnng, iür den Antrag Ipreetteu nur Bürgerweister Fendt und Gememdergt Klein. Dagegen ipricht Geniei derat Keil, der gus'ulirt, daß bie Gemeinde ivare» müsse inst Rücksicht an> die starke Belastung der Steuerzahler: auch weist er daraus hin. daß durch den Beitrag, den die Stadt zu den Kosten kür das Gvmnaümn Ml den Staat leisten müßte und der »ngeigl» 7000 Mk. jährlich betragen könnte, dgs flädtliche Budget sehr stark belastet würde. Er empnelilt, uu> eure bessere Reinianug der Straßen z» erzieleii, die. Errictztuue eines Orts statu tS, „acl welchem die Beivohner der Stadt die Straßen im Sotirmer ivöckrent- sich dreitnal nachtnittagS von b—9 Uhr und im Winter zweimal von 2—b Ithr reinigen müßten. Für diesen Antrag sorechen noch die GeureinderalStniiglteder Schnlz, Türck »nd Eckert. Der Antrag wird mit üliehrbeit onaeuoinmiu. Das Geinch um 91 e it p il a it e t un g einer Sackgasse an der Mühltorstraße wird g b g e I e h »t. Hessen-Nassau. -r. Völzberg, 10. Jan. An Stelle des bisherigen BürgerincisterS Peter Schultheis, ivelcher im Noveinber vor. IS. von der Slraskamnter zu Hana» ivegen Urknnden- fälschnng zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde, ist vor inchreren Tage» Landivirt nnd Kanfmaun Lorenz Schultheis gewählt ivorden. L. Schnltheis steht im Anfang der 40er Jahre. F. E. W iesbaden, 9. Jan. In der beutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden als Mehrtosten de, der vorlän« figen Abrechnung über das K a i,' c r - F r i e d r i ch - D a d 132 032 Mark bewilligt. Für Ergänzungen wurden 60800 Mk. bcreitge- Itellt, da im letzten Jahre sich heransgcstellt hat. daß 400 Thermalbäder täglich gefordert wurden, ioährend bei dm vorhandenen Ein richtungen nur 280 Bäder abgegeben werden konnntm. Mit de» daraut bewillsgten 80M Mk. zur Herstellung elniw Thermalwane, leitungsanlagr vom Brunnenkontor in der Sviegeigasfe nach dein Kaiser-,rrtedrtch-Bad, sind letzt von der 2,8 Millionen.Antesh« für das Bad insgesamt 2,88 Millionen anfgcwandt. vereinznachrichten. — Der O b ft * 21 u b Gartenbau verein ft u i e b b e r q • Fauerbach ichrcibt ttnS: SIm Tonnerstag nbctib ueronfloltctf bet i'crctu eine Iiestsilzimg tu dein £otd itnur- (Hitflflcitct wurde bic Sittung durch cm WethnachtS-Polvotirri neu einem Duaitctt der Mtlitar-Mnsikschnte Taranf sprach Fräulein Glitich einen Prosoll unv der Vorsitzende Tr. Hoismnnn cinifie 9‘3orte um Vegrntznng. Zehrer ‘JJilltcItn sprach über „'IO c i b u acb t c n i tu (9 n r t e u”. Er uitttc, tote auch itu Oinueu Ärjeihitachls- ÜiinmitiiA teilt foitue. Er bcsprach bie in bet sttatnr zur Weihnachtszeit blüheubett Pstattzen. Zuletzt kaut er aut bet, Vogelschutz zu Iprechen. Ter Vorsitzende biell tnerani eine -Ansprache au die durch Ebrettdivkome att»nezeichneten Freunde des Blinncnschinnckcs tmb überreichte bi: Tiploni«. Tesglei ben euwüitq Fräntem Naitm'a n tt als Vertreterin der Schttlerschnte das Ebrendtpkom lür die belle Geiamlteisttmq in ber Vlmnenvttcae buich Schnt- kinber. Eine große Bliimeu- ttttb Geräleverlasttng schlau bte Persatnutlintq. --- CV> i ü it i it 3 e u , 9. Jan. .v»eute abend 8 Uhr janb bet vollzählige! Beteiligung der Mitglieder unseres Ei c s a n g - B c r eins die elfte HanvtVersammlung in diesem Jahre statt Nachdem die Rechtmngsaklage »am Jahre 1913 und die poraussichl- lichen Eimichtnngen für das Jahr 1914 geregelt waren, wurde das Mitglied Ehr. Fah, das 25 Jahre dem Sere ne angr dort, jltnt Ehrenmitzliedr ernannt tmb ihn, cm Ehren- diplom überreicht. Ter Jubilar dankte für das Entgegenkommen des Vereins. «an. Hungen, 12 Jan. Eiestern abend veranstaltete der hiesige Turnverein int Saale der Traube bei grosser B? tetligung eine A b e n d n n l e t hall u n g. Das vteraltige Volks stück „Ter Goldbauer" würbe ausgeführt. In den Zwischenakten wurden Musikstücke tür Rlovter und Violine oorgetragen und mit Tanz endigte die Veranstaltung. Gictzcncr Ltraskammrr. Ä i e it e » , 9. Jan. U in bic 11 ober w erst! u g an die Landes v o l t s c i b e b tj t b c rückgängig zu inachen, hatte der 54,ährig>- Arbeiter Sch. oon CI»e_m Westsalen 'Berufung eingelegt Er ttwe durch Urteil des rrchönenqerichts Fiiedberg pom Dezember 1913 iregen Bet- telns zu einer Hattstrase von 4 Wochen und in dir gasten des Beriahrens verurteilt trorbeitl zugleich war aus lleberweisung an die Lanoesvoltzeibehörde erkannt tvorbeu. Nur gegen oen lohten Punkt richtete jrch die Bernsung des Angeklagten Tie «traslammer gab der Berufung stall, weil ausweislich des Straf registers der Angeklagte in den lebten 3 Jahren nur einmal wegen Bettelns boftraft worden ist, die Ueberweisung aber nur dann zulässig ist, wenn der Angeklagte wegen ein und derselben Ueberliekung mehrmals innerhalb der genannten Irin orrur- leilt worden ist. Die gegen den Angeltagten im Jahre 1913 verhängte Haitstrase negetl Landstretchcrei kann deshalb nicht, wie dies das Schösscngeticht getan hat, zur Begründung der Uebeiweisung heranqezogen werdcn. Wegen gemeinschaftlichei Körperverletzung tr-aren der Arbeiter ,3. W. uich der Schirmslicker I. I., beide in Ine borg wohnhasl, durch das Lchössengerichr Friedberg zu einer GesängniSftrase rem je 2 Monaten verurteilt worben; sie Hallen IN bet Wirtsckzati Sch. in Friedberg den Arbeiter 2t. zusammen mißhantzelt: I. hielt St. lest, wählend W mit einem Stock aut diesen cimchtng. Beide Angeklagte sind vielsach vor bestraft. Die Straslammer kaat zum gleichen Ergebnis wie das Schöiseitgorich! und- oerwart die Berufung. Wegen B e t r >t g » v e r s n ch e s lullte sich det Händler W. ans Watzenborn z» verantarorten Ihm wurde zur Last gelegt, einer VerstcheruttgsgeieUichasi. bei welcher er sein Stroh versichert Halle, die Menge des verbrannten Strohes zu hoch angegeben zu haben. 670 Zentner Hatto er an gemeldet, not aber nicht in der Lage, dies urkundlich zu be- ttriiet, Der tahnomtliche Bericht über die Menge des Strohes, welches der Angeklagte mit der Bahn erhalten hatte, ergab ein eibeblich niedrigeres Gewicht. Ter Angeklagte hatte die ihm reichlich gebotene Gelegenheii. nachztrweijen, daß er von nuverer Seite ohne Vermittlung der Bahn Srroh erhalten l>abe, in keiner Weise fccmtftt. Er hatte aus die dahin zielenden Fragen ent. weder anSweichende. »der sehr unglaubtoürdige Angaben gemacht. So behauptete er z. B , er hake iich gar feilte Auszeichnungen über die von ihm gehandelten Waren gemacht Tas Gericht schenkte tfrailüeu Angaben keinen Glauben, und geivann die Ueberzeugnng. daß der Angeklagte die Peritchcruug um eine nicht nnerhel tickze Summe habe betrüge» wollen. Ta aber die Versicherun t, die vlienbar Verdacht geschövit hatte, die Versicherungssumme nirtit ausgezahlt batte, konnte er nur wegen Be- trpgrversuchs bestrasl werden. Tas Urteil lautete ans l Woche Geiängnis. Zu einem Jahr Zuchthaus wurde der Kellner I. H. aus Sniba verurteilt, wbtvohl er nur einer Hebertet.« gestohlen Halle. Aber es handelt sich UNI einen uielfadb, insbesondere wegen schweren Tiebstabis oft vorbeslratten Verbrecher, um eilten Menschen von niederer Gesinnung. der nach Ansicht des Gerichts der ehrlichen Arbeit aus dem Wege geht. Er ist ständig unterwegs. Am Tage der Tat kam er aus Belgien zugereist. staun- b.ier. beging er den ihm zur Last gelegten Tieb- stahl. Er begab fick IN das Haus des Zeugen M. in der M a r kte st raste, nahm unbemerli aus dem Flur des ersten Stockes einen Ueberzieher uuo verschwand damu. odne daß es den Haitsbewohnern gelungen' n ive, ihn -u fasse,i. Erst als er mit dem gestohleuen Mantel über dem Arm wieder an dem Hause vorbetging, wurde er au dem Ueberzieher erkannt: man tolgle ihm. benachrichltgle die Potii.'i, und dieser gelang es, ihn aus dem Tackrstuhle eines, Hauses IN der Neuen Bvue, in welches er sich geflüchtet halle, sestzunehmen. Er wird nach wegen mehrerer anderer Straftaten nersolgt. Ein ii u e r s r e u l i che i Bild bot die l,-!»'c zur Vertändlung stehende Sache. Augeklagt ivar der Händler M st. von Laubach wegen Untreue IN einheitlichem Zll- sammeniresseit mit Unlerichlaguna. Ter Angeklagte ist ein schwach begadler. erblich belasteter Mensch, der während der Verhandlung mehriach weinte, von dem das ksterickt aber im Einverständnis mit dem als Sachderll iitdigen vernommenen streisarzt Tr. B. aus Sch annahm, daß er für ieine.Handlunasweise verantwortlich zw machen sei. Er stand mit dem als Zeugen vernommeilen Händler A. S. aus Hungen in G-ichäitsoerbindung, derart, daß er — das Gericht nimmt an als Bevollmächtigter ■ für A. S. Geschälte äbzuichlreßen und Gelber rin,unehmen hatte. An dem Reingewinne war er in bestimmter Weile beteiligt Tie Abrechnungen waren sehr dürftig: der Vorteil war nach Ansicht des Gerichts n all tveienllich aul Seiten des A. 2. Von den Herein nahmleu Geldern I chielt der Angeklagte einige für tick, lieferte sie nich: ab und trug sie nicht in das dazu bestimmte Buch ein. Tas Gericht nahm an, daß er im ganzen wohl 1200 Ml. aut diese Weiie unterschlagen habe. Trotzdem erachtete es mit Rücksicht aul kie b-wilderen Umstände die Tat mit einer Gesängnis- strase von 2 Wochen gesühnt. ___ Lai»üu>irtsckaft. H Marburg, 10. Jan. Im großen Laale des Restaurants Pieisser hielt heule der l a u d w I r t s ch a s t l i ch e st r e I s v e r - ein Marburg eine von über 100 Mitgliedern besuchte Versammlung ab. II a. wurde mugeterll, daß du- 2ammliuigen iur den durch Haslvllicht in No« geratenen Landwirt Homburg in Harleshausen Vri stassel im hiesigen Kreise allein 1200 Mark ergeben dürsten. Ter Varsitzench-, Gutsbesitzer K a i s e r - Gissel- berg, hielt eine» Vortrag, in dem er an, die großen Vorteile der Gkündüngung. durch welche sich die Landwirte den 2iickstoss dev Lust nutzbar machen könnte», htmiies. Von der Abballuug eines Früblahrsmarkis soll in diesem Jahre, ivetl die Landwirte genügend 2aa>gut haken, Abstand genommen werden. Uttiversitäts-Nacbrichte». — Tem Kanzler der Universität Tu bin gen, otdenUtcher Ptoieiior tu der Jurtstcnialttltät vr. gar Mar v. Ri,uteliit, tu der Titel eines StaalSrales verlieben worden. Pro', p. Riim'eli» aal crfl kürzlich einen Rul an die Veiliuer Univerlitäl als Racki- iolgee loellw gs abgeiehnl. — Wie anillich bestätigt ivird. ivurde das durch Veruimig deL Proieliors R. v. Jrank nach Müucheu erlediale Lrdltialiat iur Tlrakieckit. Slrasprozeß tuid Zivilvrozeü in der Tübinger iiirtftifrhcu Faknltä! vom I. -April 1914 ab den, aiißeroideulliche,, Proiesjor Dr. jnr. 9!. Hermaitn RrieflSiunmi ait dev Universität Königsberg i. Pr. »beitragen. — Wie ott# bireiiswald gemeldet wirb, bat der ansier- ordetillirli« Proiessor für ailletlamenlliche Theologie tut der dortiaen Uitivetsilät Tie. rbeal. Alorecht Alt einen R»s als ordentlicher -lroiesior an die lluiversität Vniel als ?!achso!ger von Proießor K. v. Lrelli erhallen und augeaomtue». vermischte«. Papier aus bi i n it c r. Aus der Cuckie nach Robsloffen au Sielte des Holzes tür di.- Pavteietzeuaiutg ist mau in bud- wattlreich atti den.Winsler verialleu, der sich wegen leine-:- ,Zaser- reicblttm* bierjtt aitßerordeullich gut eiguru koll. Ta der Wiuster aus dürltigem Vodeti qedeistl, ist er als aus erst billiger Robstoss fiir die Paviererzeuauug zu bezrickmeu. Nach einer Milleilmig der .Revue' sind die ersten versuche damit, denen Italien als Poi- biid gedient haben ioll, recht vielveifpreckienb: der Heitar lieieil dtirchstkuiltlich ‘200 Zentner Robsloft, ber einichließlich der Leiör- dernng bis zur Papiermühle siir die Halste des Preises zu haben fein soll, 6eu mau nir andere Pslanzeniaiern ,u Frankreich bezahlt. 3000 il,,. Jiobgtusier'aseru (getrocknet) sollen 4200 Kg, Papicr- schliftuiasse ergeben, die eliva 20 Franken der Zentner wert ist. hl. Boi» Leben des Eises. Zu den ollbekaitiiteii wituder- schönen Krl'iallen der Eckmeestocken und den ebenso schönen, iviuzsg klcinett, nur durch Vergrößerungsgläser lugbrnebnibaren Krlställchen, die das bieinqe des Flnßeises bilden, komnil jetil anscheinend eine neue, -höchst »icckivnrdige Kristalliorn, des Eises hinzu. In den Deröftentlichnnaen des ilallenischen Alpeuklnbs berichtet nämlich ein Bergsteiger, daß er im September in der AbameUogruppe ncivau- dert sei und »ach lauaer Regenzeit ciitmnl Frost hatte. Als er morgens >veiteriva»berte, bemerkte er in einer grasten Wasserlache Eis, und dieses Eis halle ganz merkivüedige Formen: es bandelle sich nin prachtvolle Ktiikalle des heragonalen Sgllems, die ivie riclengroße Schneeilocken anssabtn. Ter Veraileigcr stichle einige davon ans und stellte lest, daß die Tnrcknnefter zwischen 10 und 4n Millimeter dkl tilgen, während er die Ticke ans einen bis drei 'Millinteker angirt Leider hattc er keinen photogrgphiichen 'Appart bei sich, NM diele Rieleneiskriilalle im Bilde icstzuballeii. Man muß tl»u tilio vorlänng auf sein Wort glaube», daß er diese Kristalle ivirklich geinnden bol Er meint, es müsie möglich sein, im phgsikaiischen Lgborgloiimn unter geeigneten Bedmgtmaen solche Eisliillnlle von anstcrordenllicher Wröße ebenialls zu erlinlten. Äi a g i> e l i s m n s ii n d „d e n k e n d e" T i e r e. Bei dem lebhasten Wibethall, den die Tislussion über „denkende Pferde" überall in Deutschland gesimden hat, ist ein Bericht aus 21 merika von höchftein Interesse, der über die -Ainvendm,., von Magnetie- mns lei der Tressur solch kluger Tiere Auskunft gibt. Bei Okkultismus, Enggestion, Hypnotismus hoc man so viel mit dem Begiis« Magnetismus overien, obm- daß dockt die Rolle, die Eiekiiiztiöt und Magnetismus hierbei spielen, irgendwie citu mandsrei geklärt loäre. Ta ist es doppelt ersrculich, hiet einmal ans festem Boden zu stehe». Ein stichtget amerikanischer Zirkus- ditektor halte jüngst einmal Gelegenheit, einen großen Elekll:o- magne-ien in Tätigkeit zu sehen, der seit einigen Jahren zur schnellen Beförderung von Eisenstücken benutzt wurde. Ties verhalt ihm zu einer plötziiäien Erleuchtung. Er beschloß im selben -Augenllick, einen Eleianten zu dressieren, dcr malhemaiische üluigalen zu lösen und richtige AnMollen aus einsockze Fragen die man ihm vorlegen würde, geben lünnke. Der Gebrauch eines dMagnelen schien ihm babei als das gegebene Mittel, die Intelligenz ies Tieres zu oerstärten. Ter Elesant harte schon geleint, ein -Stück Rretc-e, das mit einem Eisenstück an seinem Rüssel l efeftiit .tat, aus einer schivarzen Tasck diu und her-- zuk.-wegen Es handelte sich nun datum, sritto wtllltirltche stritze- lei in teste Zeickwn zu bringen, dir eine richtige Antwort aus die ihm von seinem Dresseur oder den Zuschauern gestellten Fragen geben n ürden. Unverzüglich fügte der tüchtige Zirlusmann zu seinem VorsührungSgeräl einen Wagen hinzu, dessen eine Seite als schwarze Tatet diente. Diese Tatet, die ganz dünn gehalten ist, enthält Buchstaben und Zifsetm aus weichem Eisen in großer -Anzahl von großen Ttmenstoiten. Hinter der Tasel bedient ent Assistent einen statlen Magneten, der im geeignelen Augenblick die gerade ertoiderlichcn Zissern lind Buchstaben mit Strom vetjiehl. Das genügt volltommen, um den Rüssel des Ele- iautett tichlig zu führen. Es ist unnötig, hinzuzuiügeu, daß bic Begeisterung und die Bewunderung des Publikums tür den „denlendrn" Elnanten keine Grenzen kennt. " Turch cha it t. Ter Keilte Albert ist eilt hellet Junge, der sich nichts ioetß machen läßt. Als ihn die Mama tragt, ob sein neuer Spielkamerad das einzige Rind wäre, eewiderle er liittmphierenv: „Et hat noch eine Schwester. Er wollte finich zwar anichwindeln und sagte, er hätte zwei Halbichwestern, Eber so gut kann ich schon mit Brüchen rechnen, um bas raus zu kriegen." vüchertisch. T -- r Jahresbericht für 1913 dcr N a 11 o it a I - Ftnglpcnde ist soeben erschienen und erweist sich als ein statt lickgos Buck, bas durch seinen informatorischen Inhalt den Wert eines historischen Dokumentes hat. Gleich das einleitende Ramtel über dir Entstehung dcr National-Flugspcitde saßt die intercsiänt.- Vorgrschichlc der Rattonal-Flugspendc zusammen. Der Berich! gibt eine anschauliche Schilderung, wie durch die -Naiional-Flug- spendc dies Ziel verfolgt und erreicht wird. Vormissetzung für eine Zuwendung aus der National Flnglpende mußte eine Leistung sein: nach diesem Gnmdsatz ist die Verw.-ndung der Nationab Flugspende erfolgt und man muß zugeben, daß dieser Grundsatz sich als der allein rickttge erwiesen hat. Wie richllg er ivar, !»-- iveist da- glänzend.- Ravilel über die Steigerung der Flugleistungeu. Ein besonderes Ramtel ist der Verjtchi-ruttg der Flieger -nckvidmet, die in k.-tnem Lande der Welt ihresgleichen findet. Eine interessante Studie ist das Kapitel der Förderung der Fluqlechnik. Durch die autbentischen Belege und Tabellen wird der Bericht zu einem Doku ntent über die Enlwtcklnng des deitt cheu Flugwesens im Jahre 1913. Hessische Lese st u de. 3. Heg. Volkstümliche Beitrige zue Unterl-attuug und Belebruug, herau-.-gegeben von t». Zitzer. Marburg, N. G. Elweriiche Verlagsbuchhandlung. Broschiert 60 Ptg. Das dritte Hest der Hessischen Lesestube bringt werwvtle Beiträge, die aut Belehrung und gediegene Unterhaltung Ait,- ipruch erheben können Lutic .R-rait oerönenttnin .Ertunernugen aus ihrem Leben „Untei Aposteln und Propheten" und öifnet dann in dankenswerter Weise den Lesern dir 2h,gen vor dem Treiben der Ncit-'Apoftoliker. Jntercisank sind auch die übrilieii 2kussätz' der Lesostubc: -ällthessttche Sitten und Gebräuche, Unser Herrgv - h-ar allerlei R-ostgänger, Das Ende eines Trunkenboldes, Heim und Eis, Wie ich Jungmggd war und beinahe die Preußen gesehen hätte. „Zn spät", Novelle non Sophie Junghaus. Rürichneis Bücherick atz Nr. 922 Preis 20 Psg.', Hermann Hillgrr Verlag. Berlin. IMcirffc. s«. Arankrurt a. M.. 9. Jan. Heu- und St robmark t -Am hentigen -Markt Ivar Iveder Heu noch Stroh angesahren. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende» Artikel übernimmt die Redaltion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantworlung.) Gießen. 10. Januar B n r e a u k r a l i j ch. Das RretSvermeisun^Samt Gießen Stadt) füllt Rechnungen aus iur die Umsckzreibung eines -An Wesens - man höre und staune im Betrage von 25 Psg. die dann ein Schutzmann dem Schuldner ins Haus bringt, der nun nicht ellva diesen Riesenielrag erhebt, nein, dazu muß der Bürger noch einen Weg an die Beziriskasse wacbet! und stunden lang teanen, bis er sein Geld los wird. Wir meinen, daß die Zeit, die daraus verwendet loird, um die Angelegenheit in Ordnung zu bringen, weil mehr inert ist als 25 Ptg. solche Lavvaltett sollte man ichrrhaupk nnerhoben lassen und Sporteln sür Zn und -Abschreiben von Immobilien nicht berechnen. wöchenü. Uederjiäst SerLsöesfäüe i. ».Stadt Gieren. &2. Woche. Vom 21. bis 27. Tezember ISIS. Linwohnerzahi: angenommen m 22 40g(inkl. 1S00 Mann Milii ir). Slerbltchkettszissee: 24,08 '! m nach 21bjttg von >1 OrlSie: noe t: 6,42 Kt not: Ls ftaebeit an: Zttsaututen: Ettoachsette: tut vom 1. Lebensjahr: 2.—IS. Jahr: Diphtherie 2 (1) Vlindbarntetitzündtuig 1 (l) Tuverkuloie Lttngctteittzünbnng Scblaafliiii Gchtttterweichmtg Bruchleiben Batichtelleitlzüitdung Ntereneitlzimdung Krebs Perunglücktmg im Wochenbel!__ cttmiim A it m I (l) 1 U) 1 MD 1 (1) i(i) 2 1 ( 1 ) l U) 2 ( 2 ) 1 (I) 1 ID 1 1 ( 1 ) 1 ( 1 ) 1 ( 1 ) 1 ( 1 ) 1 ( 1 ) b’ (2) 2(1) KD l&illl 12 9- — 3(8) Die in Klammern gesetzten Zissern geben an, wie vi-i der Todesfälle in der betreslrnden Krankheit ans von auswärte uach Gießen gebrachte Rrankc kommen. Meteorologische Beobachtungen der Station Siesren. Jan. 1914 fei | 5 C it I 5 I 1 iS 'S S C ÖD i| i ,Dresden: Tnh TCaao-Txetx. *] 7 &nzgsT>. Sachsen. Färberei Oebr. Röver ° ie *2S7r»“ d,SSK wää Chemisches Reinigen n. Färben ron Damen-, Herren- n. 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Die Benutzung des Schweinemartiplaizes und einiger anberrr Ttlähe zur Förderung beS in der Lahn gewonnenen EifeS ioll ^iknstilß. bfn 13 . Januar 1914 , oorraittop 10 Uhr, an Cvt und Stelle uersteigert werben, Zufämmenlunfi auf der stähnbrücke. Die Bersteigerung stndel bestimm! iiaii. Giessen, den 12. Januar 1914. 640K Ter Oberbürgermeister. M icnin Wöchnerinnen kaufen Ihren Bedarf in Ter- (Sninmtf, BettstoflTen, Irrieatcrca, Cancern und i\äh rtnittfln sehr vorteilhaft in der I ^ , Oatral pmil U qpn^chul- ' Drogrr. c - mM IVdrn Straße Kinderwage leihweise Schlitt- sclmhe unb Rodelschlitten iit MskiiiWMhl zu billlghteu Preisen bei J. B. Häuser Neustadt 58. 633a Achtung! Wollen Sie gute Apfelsinen kaufen, so gehen Sie in den !ll Bekanntmachung. Der Boranlchlag der Gemeinde Utphe für 1914 Rj. liegt vom 14. Januar 1914 ab eine Woche lang aus dem Bureau Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen gegen den Voranschlag können dort schriftlich oder zu Protokoll des Unterzeichneten vorgebracht werden. Zu den vorgesehenen Umlage» werden auch dii 2lusmärker herangezogen, Utphe, den 12. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Utphe, Schneider. 632 Bekanntmachung. Der vom Gemeindcrat beratene Voranschlag der Gemeinde Weickartshain für 1914 Rj. liegt vom Mittwoch, den 14, Januar 1914 einichl. ab eine Woche lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht osten. Die Beteiligten können innerhalb der Offenjegungsirist den Voranschlag cinsthe» und bei dem Bürgermeister schriftlich oder zu Protokoll Einwendung erheben. Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Unilagc beschlossen wurde, zu der auch die Ausmärker herangczogen werden sollen. Weickarishain, II, Januar 1914. Großherzogliche Bürgermeisterei Weickartshain, Knöß. 63b Bahnhosftraße 48 Teltcrsweg N Kirchcnplntz II - Telephon 032---- ArischeWavnseili netrvnen nur biimmfinliae nifte ,,„d saftige Waren 3 Stck. 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