Nr. 8 viertes Blatt Erscheint litgllch mit Ausnahme des Sonntags. Tie ..Giehener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beiqelegt, das „BreisblaN für den Breis Giehen" zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirljchafllichen 5cii> fragen" erscheinen monatlich zweimal. Jahrgang Gietzener " General-Anzeiger für Gberhesfen Zamrtag, ss0. Januar Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'sche» Universuäts - Buch- und Sleindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strabe 7. Erpedltion und Verlag' bl. Redaktion:S-^112. Tel.-Adr.tAiizeigerGlcüei'- Die Möglichleit einer Durchquerung des Sü;>poIorfontinc!ils. Von ö. Singer. lafi Sir Ernest Shackleton, der Ainnndsen und Scott den Weg zum Sudpol geebnet ftattc, für seine geplante neue antarllische Expedition etwas „Großes" vorhabe, wußte man schon seit langem; ja, man meinte sogar, er plane nocb viel Größeres, als er jetzt zu unternehmen beabsichtigt. Hatte er doch vor Jahresfrist angedeutet, er wolle von Enderbyland aus eine Schiit: 'nreise gner durch den Süd- polarkontincnt nach dem Rosmeer ausführen. Eine Durch» querung bereitet der englisch, Reisende ja nun in der Tat vor, aber sic soll ans einer Route vor sich gehen, die best weitem nicht so lang sein wird, als der Weg vom Enderbn- laudc aus. Von da nämlich bis zu der Stelle, wo Amundsni die Vereinigung von Viktoria- init tTduardlaud vermutet (86 Gr. s. Br.), sind es rund 2800 Kilometer: von dem jetzt von Shacklcton gewählten Ausgangspunkt im Süden 'des Weddellmeeres aber, dem Luitpoldlande, sind nur etwa 1800 Kilometer zurückzulegen. Ta ist ein gewaltiger Wcg- unterschied und die Entfernungen iclen bei Landreisen in der Antarktis keine geringere, vielleicht eine größere Rolle, als die Gangbarleit des Geländes oder das Wetter. Immerhin ist Shackletous Plan auch iu dieser Beschränkung uvchi bewunderungslvürdig, und es liegt eine Erörterung der Frage nahe, ob auf einen Erfolg zu rechnen ist. Man weiß Ivenig darüber, wie das Innere des Erdteils Antartiika ausseheir mag. Zwar ist der Südpol zweimal erreicht worden, doch beidemal von ein und derselben Seite, vom Roßmcer aus. Man steigt da von der ebenen, schwimmenden Roßschen Eisplatte über lange, schwierige Gletscher zum Randgebirge des Pittorialandes empor und kommt dann bald auf "schwach welliges Inlandeis, auf dem der Pol in ungefähr 3000 Meter Meercshöhe liegt. So haben es Aniundseu und Scott, vor ihnen auch schon Shaüleion selber angetrosfen. Wie weil aber an alidcrcu Stellen dieses bei Windstille gut gangbare Inlandeis gegen die Peripherie des Südpolartontinentes reichen und das Wandern mit Schlitten und Schneeschuh begünstigen mag, das weiß man nicht. Es ist also auch ganz ungewiß, wie die z'üdlich des Weddellmeeres liegenden vereisten Landstriche ausschen. Will man über sie trotz dieser Unkenntnis dennoch eine Vermutung wagen, so kann sic nur dahin lauten, daß hier sowohl eine schwimmende Eisplatte von der Ausdehnung der Roßschen, wie auch weite Strecken Inlandeis schlcn dürften. Es scheint vielmehr, daß der Marsch in der Hauptsache durch Gebirge führen wird, von denen Amundsen einen Teil gesehen und Maudkette genannt hatte. In solchen antarktischen Gebirgen aber ist das Reisen und Vorwärtskvmmcn schwer, also mindestens zeit- und kraftraubend, wie die Erlebnisse der letzten englischen Expeditionen im Viltvrialande zeigen. Soviel über das Gelände, mit dem Shackleton zu rechnen hat. Run zur Frage der Sicherung der Teilnehmer an der Turchgucrung in bezug auf Lebensmittel, Kleider, Petroleum. Hierüber liegen reichliche Erfahrungen vor. Die Bezwingung des Südpols geschah in der Weise, daß man von einer für Schisse allsomnierlich erreichbaren festen Station mit Hilfe von Hunde- oder Pferdeschlitten gegen den Südpol vorging, worauf man aus demselben Wege nach der Station zurücklehrte. Diese Polarreise fand im südpolaren Sominer statt, d. h. in der Zeit zwischen Oktober und März, nachdem man aus der Station den Winter zugcbracht hatte, und die letzten Wochen des ihm vorausgegangencn Sommers, nach Anlunft auf dem Forschungsfelde, dazu benutzt harte, den in Aussicht genommenen Weg polarwärts möglichst weit gen Süden mit Proviantniederlagen zu besetzen! Dadurch wurde erreicht, daß die Polarstürmer selbst nicht alles, was sie bedurften, bis zum Ziel mitzuschleppen brauchten: sic hatten ferner auf der Rückreise in diesen Vorratnicdcrlagen Stützpunkte. Daß freilich auch diese Stützpunkte nicht immer den Rückzug sichern können, beweist der traurige Ausgang der letzten Scottschcn Expedition, Auch Shacklcton hat aus seiner Reise von 1908/00 gegen den Südpol so operiert. Für die neue Reise aber glaubt er, seinen eigenen und den Mitteilungen seines wissenschaftlichen Stabschefs Professor David zufolge, auf diese Marschsicherung durch Depots verzichten zu können. Man liest nämlich, - Shackleton werde, nachdem er im Novcncher 1914 das Luitpoldland betreten habe, sofort mit der Schlitten- reise in der Richtung ans das Roßmeer beginnen, derart, daß er schon im April 131,> dort herauskommen und von dem dorthin geschickten Nebenschiffe ausgenommen werden tönne. Nur von diesem Nebcnschifse sollten auf der Roß» scbcn Eisvlatte Depots nach Süden für den anlvmu,enden Shackleton vorgeschoben worden. Nehmen wir nun an, daß das südwärts bis zum 86 . Breitengrade geschehen kann, so wäre Shackleton während des größten Teiles seines Weges, auf 1500 bis 1600 Kilometer, außerstande, die Vorräte für Menschen und Hunde zu ergänzen, und das kvürde aller: Wahrscheinlichkeit nach seinen Untergang bedeuten, zumal ihni dort alles unbekannt ist. Solche Tollkühnheit aber ist Shackleton im Ernste doch wohl nicht zuzutrauen, und so jvird der Plan schließlich eine etwas andere Gestalt annehmen. Nachdem Shacklcton die Landung aus Luitpoldland gelungen sein wird, dürste er den Rest des Südsommer.s 1914 15 dazu benutzen, seinen späteren Turchquelnngswcg bis in die Nähe des Südpols mit Vorratsdepots zu besetzen. Von der anderen Seite, von der Roßschen Eisbarriere her, wird das Nebenschiss gleichzeitig dasselbe tun, und zwar von Frainheim aus, dem Winterquartier Amundsens von 1911. Tann würde Shackleton den Winter 1915 auf dem Luitpold- oder der Filchner-Bar- rierc verbringen und die Durchquerung erst im Südsommer 1915 16 auszusührcn versuchen. Sic könnte im Oktober 1915 beginnen und im März 1916 beendet sein, wenn alles glatt geht. Im Falle des Mißlingens hätten die Depots auf der Weddellseite die Aufgabe, den Rückzug zu sichern. Und mit diesem Mißlingen des DurchqucrungsversuchS ist trotz aller Tatkraft und Erfahrung Shackletous zu rechnen, auch wenn sein Plan die angegebene veränderte Gestalt gewinnt. Zunächst ist es gar nicht sicher, daß Shackletoi: an der Südküste des Weddellmeeres überharrpt landen kann. Der Filchncrschcn Unternehmung ist das nicht gelungen, und der schottischen Expedition unter Bruce auch nicht. Jedenfalls ist die Küste nicht!so leicht erreichbar, wie das Bik» torialaud am Roßmcer. Sollte aber Shackleton darin glücklicher sein als seine beiden Vorgänger, so müßte man wieder bezweifeln, daß der kurze Rest des Sommers 1914/15 genügt, die Depots weit genug landeinwärts vorzutreiben. Dieses Land ist doch ganz unbekannt: man wird nach der geeigneten Route erst suchen müssen, und dazu wird Zeit gebraucht. Als es galt, vom Roßmcer aus den Südpol zu erobern, mußte man zunächst suchen, d. h. Erfahrungen sammeln, und erst auf der Vorarbeit und auf den Enttäuschungen Scotts und Shackletous beruhte der endliche Erfolg. Ans Anhieb also pflegt eine so ins Ungewisse gerichtete ?lus- gabe, wie sie sich Shackleton gestellt hat, nicht lösbar zu sein. Erwägt man alles, so ergibt sich folgendes: Daß eine Durchquerung der Antarktis ausführbar ist, läßt sich zwar nicht bezweifeln. Aber diesen Erfolg wird wohl erst ein späterer Forscher erringen, dem Shackletous Erfahrungen zugute gekommen sind. Nachtrag zu „Die Ernte des Todes". In dcr Zeit von Mitte Dezember bis Ende Dezember 1913 sind noch folgende bemerkenswerte Persönlichkeiten gestorben: Staatsoberhäupter. — Fürstliche Personen. — Hoher Adel. Dezember: 22. Kaiser Mcnelik II. von Mcffinicn, t ütbis Abeba, 69 I. — 27. Antonia, Fürstin Witwe Leopold von Hohen zollcrn, t Sigmatingcii, 68 I. — 30. Königin-Witwe Sophie von Schweden, f Stockholm. 77 I. Diplomaten. — Hof- u n d Staatsbeamte. Dezember: 16. Karl Frbr. v. Stein, chcm. mein. Ober- hosmaischall, f Meiningen. — 24. Jakob Brönum Estrnn, chcm. dän. Ministerpräsident, k Kopenhagen, 83 I. — 24. Wenzel Gras v. Zalcski, östcrr. Finanzminister, f Meran, 45 I. Seit null Mari»e. Dezember: 25. v. Bcrcken-Ganglau, prcnß. Generalleutnant z. D., t Allcnstcin, 77 I — 27. Theodor Elaasjen, pieuß. Generallcutnam z. D., ä Wiesbaden. Parlamentarier. — Politiker. — Publizisten. — Journalisten. Dezember: 17. Tr. Albert Wolisson, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft. Fübrer der Rechicu, + Hamburg. 67 I. — Bö. Ismail Hakli Babanzada, ebcm. türk. Minister, Politiker und Rechtsgclchrtcr, k Kvnstantinopel, 38 I. Mediziner. Dezember: 21. Daniona, ital. Chirurg, 1 Neapel, 69 I. Theologen. Dezember: 17. Mariano Rampolla, Kardinal," Rom, 70 Baukundc und I n g cnie urwissenIchast. — L n > t s ch i s s a h r t. — T e ch n i k Dezember: 15. Jul. .Koch, Obcrbanral, k Heidelberg, 61 I. Mathematik und N a t n r w i s s c n s ch a s l c n. — ".'l ft t o n o m i c. Dezember: 15. Moitke-Moe, Ethnolog, t Christiania, 54 I. Handel, Gewerbe und Industrie. — Verkehrs- wcs cn. — M ü nz >vc sen. T czcmbcr: 26. E. Frenkel, Rcichsbankdircktor, ä Leipzig, k Leipzig. Bildende Künste. — Kunstgeschichte. — Heraldik Dezember: 16. Karl Wilhelm Ticssenbach, Maler, t aut Capri, 62 I. Theater und Musik. Dezember: 23. Jules Claretia, Leiter der Comedic nanqaise, t Paris, 73 I. — 29. Joset GiamPietra, Berliner Komileä, t Berlin, 47 I. — 31. Harrt, Fragst», sranz. Varietö- sängcr, t (ermordet) Paris. Cmficbifiobrt. T i c Ko » st r u k t i o » d es W r i g h t s ch e n „Stabilisator s". Der neue Wrightsche Stabilisator für Flugmaschinrn, dessen Leistungen dem amerikanischen Sachverständigen so begeisterte Anerkennung abgenötigt hat, ist nun zum Patent angcmcldct und diese Anmeldung gewährt zum ersten Mal einen Einblick in den Grundgedanken und das KonstriiktionS» prinztp der Erfindung. Es wurde bereits berichtet, daß der Stabilisator das Gleichgewicht der Flugmaschine antoma» tisch reguliert, indem er den Wind bczw. den Luftdruck die Kontroilhebel bewegen läßt. Bei wechselndem Luftdruck oder bei einer plötzlich cintretenden sehr starken Veränderung des Druckes übernimmt der Mechanismus van selbst die Ausgaben der Menschenhand und führt sie schneller und besser aus, als die Hand es vermöchte. Wie crzstclt dies Wright? An der Flugmaschtne ist ein besonderer Flügel, eine Art kleiner Tragfläche angebracht. Bei verändertem Lustdruck oder starken Windstößen bewegt sich dieser „Flügel" mit dem Winde und hebt damit einen Hebel oder schließt ein Vcntfl oder össnet es. Durch dieses Ventil strömt von einem Trm> tust enthaltenden Reservoir Lust in einen Evmpound-sZylin- der, dessen Kolben dadurch hcrabgedrückt ivird. Durch diese Bewegung des Kolbens ivird eine hölzerne Trommel beweg!, die durch Drähte oder Schnüre das Steuer reguliert. Die Idee ist außerordentlich einfach, aber eine Fülle geistreicher Arbeiten mußte anfgewandt werden, ehe aus ihr ein Mechanismus erwachsen konnte, der leicht genug, feinfühlig genug und zuverlässig genug arbeitet. Ter oben erwähnte „Flügel" kann i» verschiedenen Winkeln zum Flugzeug aufgesetzt werden, so daß er in jeder Flugrichtuug wirksam wird. Das vordere und rückwärtige Gleichgewicht wird durch diese» „Flügel" automatisch reguliert, das Seiteiiglcichgcwicht durch ein Pvndel. Es kann kaum ein Zweifel herrschen, daß die Vorrichtung eine ungleich sicherere Herrschaft über das Glcichgewicht des Flugzeuges gewährleistet als eine niensch- LrKttcn-rr«ttv?chau. Offener Brief einer Suffragette an de» Bischof von London. Uebersetzt von Paula M e s s c r - P l a tz, Gießen. Folgender offener Brief von Mrs. Lawrence, einer Führerin des gemäßigte» Flügels der Susiragett.es, ist geeignet, in den Geist und in gewisse verborgenere Motive der englischen Frauenbewegung Einblick zu gewähren. „Mein Lord Bischof! In Ihrer letzten Rede, die Sie in Leeds hielten, fand ich cinc Bemcrlnng, die meine Auimcrktämkcii erregte. Sie sollen dort geäußert haben: „Wenn das Gesetz gegen den Mädchenhandel nicht qckonimcn wäre, so wäre ich ein glühender Frauenrcchtlcr geworden. Dies Nebel ist es, was die Frauen Hrntzutage zur Verzweiflung treibt. Urteilen wir milde über ihre wilden Taten, denn sie sind zun, erstenmal erwacht zum Bewußtsein, wie manche Männer manche Frauen behandeln." Eigentlich hätte das Erscheinen des Gesetzes gegen den Mädchenhandel im vorigen Jahr der letzte .Anstoß sein sollen, um Sie zur Frauen,äche zu bckclnen. Tenn, wie Sie wissen, ist dieses Gesetz unzählige Male vergebens in, Unterhaus eingebracht worden. Endlich wurde es angenommen: aber nicht weil der .Erzbischof oder die Vertreter der christlichen Kirckn' in diesen, Land ihre Stimnic erfolgreich für die Fraucnsache erhoben hätten, noch weil sic eindringlich an das Gewissen der Nation appelliert hätten, sondern das Gesetz kam deshalb zustande, weil die Frauen in ihrem langen und schweren Kamps um das Stimmrecht unter anderen furchtbare Uebcln, die aus ihrem Geschleckt lasteten, auch den entsetzlichen Frevel des RUidäenhandels ausdccktcn. Das Gesetz kam darnni zustande, weil austlärcnde und erzieherische Arbeit, die Entbehrung. Opfer, ja manchen Frauen das Leben kostete, endlich den Geist der Männer ansgerüttelt hat, nick weil selbst Frauen der liberalen Partei der Unchrlichkcit der Regierung überdrüssig tourdcn. Aber gegenüber den oerhüllteren Formen des Mädchenhandels bleibt auch dies eine Gesetz nur ein toten Buchstabe und er wird es so lange bleiben, bis Frauen das Stimmrecht' laben und eine Macht bctcutcn sonwhl sür die Gesetzgebung als für die Verwaltung des Landes. Würde doch die Landeskirche imen Einfluß einsctzen für die Gleichheit von Mann und Weib nach göttlichem und menschlichem Recht ^ Würde sie doch das öffentliche Gewissen belehren und einen moralischen Druck aus die Regierung üben, damit Mann und Frau den gleichen Einfluß auf die Schaffung der Gesetze hätten, denen Mann und Frau gleichmäßig unterworsen sind. Es wäre dann in einer Generation mehr erreicht worden in Dingen der allgemeinen Moral und ösfcntlichcn Gesundheit als bisher in 1900 Jahren. Nun, da wir Frauen endlich, wie Sic sagen, „erwacht" sind, fragen wir. warum die Kirche, der die Frauen Treue und ovser- willige Hingabe seit Jahrhunderten bewiesen haben, bisher sich ganz still verhielt, während die Frauen verkanii und zu unsauberen Zwecken exportiert wurden wie Tiere? Wir fragen, warum sic sich untätig und schiveigend verhielt angesichts der entsetzlichen Talsaclio, daß Leib und Seele von Taufe,iden unschuldiger Mütter und Kinder täglich den Leidenschaften des Mannes geopfert wurden? Wir fragen, warum die Kirche keine Mißbilligung hat sür die Rücksichtslosigkeit der Gerichte, wo bei Fällen von unsittlichen Angriffen auf Kinder und junge Mädchen selbst die eigenen Mütter der Opfer nicht zugclassen werden, und der Fall allein von Männer» behandelt wird, in der alleinigen (Gegenwart von Männern? Wird dadurch das Gemüt niid die Selbstachtung der unglücklichen Mädchen nicht noch tiefer gekränkt? Weiler fragen wir, warum Erzbischöfe und Bischöfe als Personen der Oeffenilichkeit nichts zu tadeln finden daran, daß Angriffe aus Männer und aus Eigentum hart geahndet werden, während solche, die den Körvcr der Frau angreisen und erniedrigen, nur ganz geringe Strafen erhalten? Wir wissen, daß Vertreter der Kirche die Mildtätigkeit des Publikums zur Gründung von „Heinicn für gcjallene Kinder" lsic) angeruscn haben, d. h. für Mädchen, die von Männern mißbraucht worden sind. Wir sehen aber gleichzeitig, daß die »rhebcr dieses Ausritts der Tatsache gleichgültig gcgcnüberstchcii, daß die Mütter gesetzlich kein Elternrecht über ihre eigenen Kinder haben. Kürzlich besuchte ick, ein Gefängnishospital in Glasgow, und ich wurde von einer Aerztin in die Nebengebäude gcfilhrt, wo jene kleine» Kinder nntergebracht sind, die die Ovser männlicher Lciden- fchaslcn geworden, während die Fron und Mutter, ohne Kenntnis der Elesctze, überzeugt, bei icder Behörde den kürzeren zu ziehen, zu nicdcrgetretcn und verängstigt war, um kräftig eiirzuschreiicn. Zwei kleine Schwestern von 6 und 8 Jahren wurden mir von der Aerztin gezeigt, die jahrelang dies Entsetzliche durchgcmachi halten. Trotzdem ,oar die schriftliche Zustimmung eines solchen Vaters, der gesetzlich allein Elternrechte hat. und der nach seiner Verurteilung im Gefängnis saß, nötig, damit man den Kindern eine längere Behandlung im hosvitai angedcihen lassen konnte. Eines der Zimmer war überfüllt mit Kindern von wenigen Wochen. Sic waren krank durch Ansteckung. Ein 6 Wochen altes Kind hatte das eine Auge ganz verloren, Eiter lies aus dem andern und Ivohrschcinlich Ivird cs ganz blind. Dies Kind ist ein Erstgeborenes. Die Mutter ist verzweifelt. Sie weiß jetzt, daß der Mann, de» sie heiratete, die surchibare Gefahr, der er sie aus- setzte, nicht beachtete und die »rsachc ihrer eigenen, Monate langen Leiden, und der Erblindung ihres Kindes ist. Sie ist entschlossen, ihren Mann zu oerlaistm „ick sich selbst, sowie das Kind durch- zubringcn, wenn es an. Lebe» bleibt. Lieber alles andere, als noch einmal zu rislicren, solch ein unglückliches Wesen zur Welt zu bringen! Ter Himmel allein weiß, wie sic es durchffihren kam,. Arbeit in den „Schwitzindustricn" bis zur äußersten Erschöpfung ist der einzige Ausweg aus der noch furchtbareren jetzigen Lage. Gesetzlich natürlich tanil der Mann das Kind beanspruchen, sofort oder wann es ihm einjällt. Variationen dieser Tragödie erhoben sich von jedem Bettchen. Können Sie uerstehcn, niein Lord Bischoj, daß Frauen angesichts dieser lebendigen Anklage gegen cinc voni Mann und seinen Gesetzen regierte Welt entschlossen sind, ihre gesetzlichen Rechte als die mütterliche .Hülste der Menschheit zu erringen, um ihre Kinder zu retten? Haben Sie vielleicht den Artikel IN der „Times" vom 7. Okiobcr gelesen? Ter Veriasscr sagt po» den Frauen: „Ihnen gehören die Kinder, Bein von ihrem Bein, Fleisch von ihrem Fleisch, ehe sie die Ratio» beanspruchen kann. Keine der wcito tragenden Wirtnngc» der Frauenbewegung ist offensichtlicher gerecht und heil'am als diese — daß die Frauen immer mehr Nachdruck legen ans die Rechte und Bedürfnisse der Kinder, denen sic das Leben geben." Sind Sic damit einverstanden, findet diese Wahrheit ein Eckw in Ihnen? Kein Maim kann je ganz die Seele einer Mutter verstehe». Aber vielleicht ist ein Hirte eher dazu befähigt. Ihnen mein Lord, gibt Ihr Amt den schönen Namen „Scelenhirtt' Jene Ihre Worte, die meine Ausmerkiämkeit erregten, atmeten ein gewisses Verstehen, eine Shmpathic ttotz der Bitte un, Verzeihung für unsere Talen. loährend doch gerade die Kirche, die Sic repxö- se,liieren, Verzeihung bedarf für ungeschehene Taten und ungeiprochenc Worte. Aber wir. die mir einen großen inoratischen Kreuzzug unter- nommen laben, wir erwatten von Ihnen mehr als Verzeihung und mehr als z-l»nvath>e. Wir erhoffen von Ihnen, daß Sie die wabre Bedeutung der Frauenbewegung erkennen, daß Sie Ihre Ämts- brüder ausrütteln daß Sie die streitend e Kirche aufwecken g.am,t ,ic auffichc IM Namen der Gerechtigkeit, des Mitleids und der Wahrheit. Sic möge endlich teilnchmen in, großen Kamvs um volttvchc und rechtliche Befreiung der Frau als der ersten Stute einer nationalen Erhebung zu moralischer und vhnsischer Gcinndnng des ganzen Volkes." Rcfic Händhavung öcv Stoucruiifl jic herbei führt In dem Pütentgesnch der Brüder Wright heißt eS u,a : „Wir möchi ten von vornherein darauf Hinweisen, daß wir den Schutz nicht ans die genauen Einzelheiten der vorgclegten Konstruktion beschränkt sehen mochten, da ziveifellos erjahrenc Techniler leicht kleinere Veränderungen vornehmen können werden/' Es zeigt sich jetzt, das, Orvillc Wright seit sechs Jahren daran gearbeitet hat, die genauen Koustrultivns ■ einzelheitc» zu entwickeln und auszuprüfcu. in er wurde Herne eine Cffijiairiagc gegen den Redakteur Haengy von der „Oberelsässifchen Landcszcltuug" verhandelt. Sie hatte in ihrem Bericht vom 30. M in über die Temonitta, tioneveriammlung nnigeteilt, das- ein Referent, nämlich Pfarrer Jibccr, u. a. ausgcführt dabei 4000 Offiziere— 1000 Mckststucr, In diesem Ausdruck erblictie der Kriegsministcr eine Bcleimaung des deutschen OsiizicrtorpS und stellte Strafantrag. P'arrcr schecr erklärte als Zeuge, das- er die inkriminiertc Wendling nicht .gebraucht habe: nur zwei jüngere Zeugen behauvien auf das bestimmteste, den Ausdruck gehört zu haben, während alle anderen Zeugen, vor allem der Vorstand de» die Versammlung führenden Bureaus, sowie der aufsichtsführendc Palizeikommissar den Ausdruck „Nichtstuer" nicht gehört haben. Redakteur Haenay, der selbst nicht in der Versammlung anwesend war, und den Bericht von einem ungenannten Reporter erhielt, will in dem Ausdruck „Richtstucr" keine Beleidigung erblickt haben. Ter Begriff „Nichtstuer" fei im Zusammenhänge des Artikels nicht identisch mit „Faulenzer", sondern mit „unproduktiv". Ter Staatsanwalt rührte aus, er könne dem Angeklagten den guten Glauben nicht bestreiten: er erblicke aber in der Wiedergabe des Ausdrucks eine Beleidigung, deren eigentlicher Urheber nicht festgcstellt sei, und eine strafbare Handlung, und er beantrage daher für die beiden in Frage stehenden Artikel 80 und 20 Mark Geldstrafe, oder z!0 und 2 Tage Gefängnis, Ter Verteidiger beantragte Freisprechung. Tie Urteils Verkündigung wurde aut Freitag, den 16. Januar, vorinittags 9 Uhr, vertagt. Börscn-Wochcnbericht. = Frankfurt a. M., 9. Jan. Während »och bis kurz vor Schluß des alten Jahres vielfach Bedenken bestanden, ob die im Januar übliche Erleichterung d c s G k l d IN a I k t e s sich in nornmlcr Weise votlziclicn oder durch die großen internationalen Anleihebedürjnisse aufgehalten werden würde, lstit die tatsächliche Entwicklung bereits in den Ive nigen Tagen, die im neuen Jahre bisher verflossen sind, auch die günstigsten Erwartungen Lbertrofscu. Tic Flüssigkeit hat sich derart gesteigert, das, der Leih,ätz für tägliches Gel» unter 2 Proz, gegangen ist lind der Prioatdlskmit sich ans 8-4 Proz. ermäßigt bat, ani einen Stand, wie er seit einer Reihe von Jahren im Januar nicht zu verzeichnen war. Tic Berbilligung der Geld- jätze erweckte auch au der Börse neue Hoifnungcn, und das trug zur Belebung der Umsätze und zur .Hebung der Zuversicht bei. Freilich erstreckte sich der Einfluß der nachlasscnden Zinssätze bisher noch nicht aut dasjenige Gebiet, das von einer Geld- vletbora zu allernächst vrositieren müßte: aus den Markt der I c st v c r z i ii sl i ch e n Werte. Es hängt dies wohl mit den bevorstehenden 'Anleihen Preußens und anderer Bundesstaaten son-ie dericnigen der Balkanländcr zusammen, deren Emissionen voraussichtlich mit lockenden Zinssätzen ausgestattet sein werden. Tie Kapitalisten werden daher von dem Erwerb festverzinslicher Werte vorerst noch nicht abgeschreckä. Die spekulativen Märkte aber wurden durch die Aussicht auf billiges Geld stärker angeregt. Tic Börse urteilt hinsichtlich der nächsten Entwicklung des Geldmarktes überaus optimistisch und zwar nicht so sehr wegen der überreichen Versorgung des offenen Marktes imt Mitteln, da man deren Ursprung in der Hauptsache aut die inzirischen slottgcmachten Wchrsteuerbeilräge zurücksührt, als vielmehr wegen des internationalen Charakters der Grldentspanming, Mau erwartet daher, daß die Aera der Diskontermäßigungen diesmal schon sehr frühzeitig einsetzen wird und daß uns dann die ermäßigten Zinssätze wohl auch längere Zeit hindurch erhalten bleiben werden. Den Ansang mit einer Diskont- Herabsetzung um »/, Prozent hat bereits in dieser Woche die Bank von England gemacht. Eine besondere Anregung ging davon aber nicht aus, da das Ergebnis in seinen Folgen bereits ef- komptiert war Dagegen bat die preußische Thronrede, die in Bezug ans die industriellen Aussichten vorwiegend bofs- nungsvoll lautete, sowie deren Hervoritebiing größerer Aufträge seitens des Essenbahnsiskns eine animierende Wirkling aus geübt. Ebenso wirkten bessere Berichte aus A m c ri k n befestigend. zumal sie die Anschauung bestärkten, daß die amerikanischen Märkte einer Besserung entgegengehen, weil aus dem Berhaltcn der Politiker der Bereinigten Staaten sich deren Absicht ab leiten läßt, in der Antitrustpolitil de^t Bogen nicht allzu straff zu spannen. Besonders lebhait ging cs am M o n t a n m a r kl e zu, ivo sich namentlich für solche Werte größeres Interesse geltend machte, die mrs den erwälfnten Staatsaufträgcn direkten Nutze» ziehen werden. Don anderen I ndust ric pa pi e re n waren neben chemischen Beiten, die in Erwartung günstiger .lbschlussc starr Lnsii^em auch Terrain-, Bau- und Zemenvoerte rn der dos - nung auf eine Belebung des Terraui- und Baumarktes leblM gefragt n.ch höher. Elektrowertc und Akaschin-nchbri a wn oniiOn sich ebenfalls desesngen. Bon den übrigen Gebieten »-lchnrtcii sich nocki SchifsahrtSaktien durch gronerc Belebung au.-. Alk. 56—5S i'if. 89-68 87-66 15—49 81-87 Märkte. «iefieit, 10. Ja». Marktbericht. Auf bentlgem Wochen- w-rkt. lobet«Butter da? A'imd u. 90 - 1.00 A,k HNbn-ttt.r I Stück li-00 Ha., 2 Stück 0 Hfl, 10eite das Et,ick 6—8 ,vi n nöleinatte 2 Stück 5—6 H)„ Tonben da« bonr p SO—1,6» 9' r„ f'iifjnec per Stück I,»0—1,60 Hf., ktahneii rr. Stück j^O—2,51 Mt, Enten I'k. St. r.oo—8.00 o ck„ 0-öliIe das Hd, 75-85 Ho. Ochs-nfleisch pr. Hd. 92-100 e- g„ Rindfleisch vr. Hund 96-64 21g, Kichkleilch M Hg. Schwer i-. 1 eiscb pr. Pstmb 80-100 lag., Kalbfleisch M. l'd. 94-68 lag.. HaiiimeOleisch vr. H». 70—96 Ha.. Knrtossclii vr. 199 !->. o,00 bis 5.50 Wk„ Weißkraut das Stück 16 bis 2v Pfg. Zwiebel! vee Ztr. 9,00—1»,00 Alk.. '1/ilch das l iter 22 tzig, 'Nnste 160 Stück 59- 0 Plq, per Zlr. 6-00 Alk, Birnen da; Hund l» d'6 70 Big., Aeviel der Zentner I» bis 22 All. Alarktzett von 8 bi» ’ FC* Wiesbaden. B ie h h o!-M a rkt b erich t vom 6. J«>>- Austrieb: Rinder 114 ,Ochsen 20, «rillen II. Rü[)( uitb »äiieji 88) Kälber 91. Ccba'e 27, Schweine 221. «rciie iurj00 M. Geschält mitte, Lebend- -chlachl. Ochsen. aewicht 93onfTciTfr-itq<‘, mt5qemnftete, luchsten Schlacht- n crtes i*m Alter von 4—7 Jahren . . . . Jnnae. sleifcbige, nicht ansgemä'lete und ältere ^ , onsgemästete ................. WnBto genährte junge und gut qe- genährte ältere......... Bullen. , . Bollsleischige. äusgew., höchsten Schlachtiv. . . Voll fleischige, lungere. ............. Färsen, vf ü h e. Vollfleiscbige ausgeinästete Färsen höchsten Sd'lacbtwertes..... . . . . ^0 -5 t Vollfteischige ansgemästet; Kühe höchsten ScküacbtwerteS bis zn 7 Fahren .... 42—t > 76—^0 2 rltere auSe.emäüeke Kühe und wenig g»tt entwickelte wngere Kühe . . ...... ^ Dläßig aenä'brte Kühe nns Färsen ..... 3ü—41 Gering genährte ^Kühe iuc> Färsen.....2! 35 Kälber. Feinste Mastkälber...........63—71 Diiltlere 2)last°- und beste Saugkälber .... 62—66 Gerillgere Aiast- und qutc Saugkälber . . . 56—60 Geringe Saugkälber............... Schafe. Wcideinastscha*ef Mastlälnnker und Lllasthammel . . . .^ 43,00—44.00 Leltcre Mast Hammel, am genährte junge Schafe und geringere Mastlänriner ...... 34 -33 75 -85 S ch ,v e i n e. L-ollileischlge Schweine von 80 —100 kcj Scbcitb* gewi.ht . ........' . . . . Bollsleischige Schweiire ilnter 601c^Lebcndgeivicht Eollfltnschige Schweine voir 100—120 k£ S’cbeiO- gewicht ... .......... 60-60'/, 75—76 Vollfleischige Schweine uon 120—150 kg Lebendgewicht .............. 53-59 73—74 Fettschweme über 150 kg Lebendgewicht . . 51—52V, 64—66 56-59'/. 58-53' , 78—82 .0-76 89 —96 85—89 60—76 02-6J 113-113 103-110 94—100 83-92 90—92 75-76 74—75 Eingesandt. lFLr Fonn und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Pnbliknm gegenüber keinerlei Verantwortung.! — Lich, 9. Jan. Seit etwa zehn Tagen breitet sich über Feld und Flur eickc mächtige Schneedecke ims und «ich unser idyllisch gelegenes Städtchen Lich ist gut dabei bedacht. Seit dieser Zeit ist aber hier nicht das geringste geschehen, die Straßen, ganz besonders die Hauptstraßen, pon den Schneemassen zu reinigen. Bei dem seit einigen Tagen eingetretenen Tan- wctter bildet der ausgeweichtc Schnee, vermischt Mit de» von den Eiswagen der hiciigcn Brauerei verlorenen Eisslücken, den reinsten Morast und cs ist kaum möglich, ohne lange Stiefel oder Gamaschen guer über die Slraße zu gehen. Selbst die zuni Teil in letzter Zeit hcr^estclltcn Fußsteige svotten bei diesem Wetter jeglicher Beschreibung, cs lagern daraus, ganz besonders in der Bahnhosstraße, vor vielen Häusern noch dieselben Schnccmassen, die dort beim Einrritt des Schneewetters lagen. Ist den» hier keine 'Abhilse zu schassen? Jedes kleine Törschen mach! bei Schncefall freie Bahn und jeder Bürger reinigt das Stück Straße vor seiner .hosreitc, warum geschieht das hier nicht? Auch besteht hier eine Polizeiverordiiung, wonach das Befahren der Fußsteige mit Fahrrädern, Schubkarren ober sonstigen Hand wagen verboten ist, dieses Verbot wird aber kaum befolgt. Warum? Weil 1. zu wenig daraus geachtet wird und 2. weil »jemand bei öicsem Schmutz zugemutct werden kann, au) der Fahrbahn zu StanSer«nits„aci,ricl,ten. öiießen. Lliisgebotc: Jaiuiar 2. Peter Krafk, Tiainantschleiier, mit Maria Magdalena Winter, beide in Klein-Audkim. — Friedrich Wahl, Hillsweichensteller, mit Lina Schneider, beide in Gießen. ■>. Karl Matthias Stavpel, Rechtskonsulent in Gießen, mit Jda Maria Lina Emma,Koch in Wieseck. — 3. Heinrich Küvver, Eisenbahnassistent in Gießen, mit Lina Käroline Zutt in Frankiurt a. M. Eheschließungen: Januar 3. Friedrich Weber, Bahn- arbeitcr i» Dutenhofeii, mit Margarete Käroline Julie Anna Emilie Psesier, geb. Paul, beide in Gießen. — Gustav Franz Artur Schorn, Lokomotivheizer in Gießen. »Nit Friederike Kehrer in Otter- bach. — Friedrich Wilhelm Pohlmann, Käuiniann, mit Pauline Konradine Käroline Luise Elisabeth Auguste Link, geb. Gerhardt, beide in Gießen Geborene: Dezember 30. Dem Fabrikarbeiter Georg Ger- big eine Tochter, Anna. — Dem Installateur Heinrich Decg ein Sohn, Willi Walter, Kurt. — Dem Taglöhner Heinrich Techcrt ein Lohn, Walter Friedrich. — 31. Dem Prokuristen Christoph -tndl eine Tochter, Else Luise Katharine Elise. — Januar I. Dem Fabrikarbeiter Johann Moog ein Sohn, Johann. — 2. Dem Kaufmann August Kübel ei» Sohn, Herbert Friedrich Joseph. — 4. Dem Fuhrmann Marl Georg Max Gabel ein Sohn. Andreas. — st. Dem Tierarzt Dr. Karl Gottlieb Franz Börner ein Sohn, Wolf Dietrich. — 1. Dem Ingenieur Willy Julius Adolf Paetich ein Sohn, Kurt 5geinrich Willi. .. Sterbe fälle: Januar 2. Hermann Jacob, Bichhänbler, .» v'»hre alt, West Anlage GO — 3 Suiannc Henriette Maro link Lenz, geb e-chneller. 43 Jahre alt, Reuenweg 3L — 4. Eber tnrb Dort, Mansmann. 64 Jahre alt, Balltorstr, 45, — Frau, Gerhards, Zugtührer i. P., 81 Jahre alt, Kaiser-Allee 33 — 6 Karl Heinrich Decher«, l Jahr alt, Kroidorier Str 1 — 7 Rn- doli Maurer, 8 Monate alt, Wctzsteingasse 43. — Dorothea Krog- mann, geb. -Strauch, 47 Jahre alt. Bahnboistr 30. Seuern. Eheschließungen: Januar 4. Heinrich Ludwig Justus Bellott, Bahnarbeiter, mit Anna Maria Otto, beide in Beuern. SÜdlNgilt. Eheschließungen: Januar 4. Ernst Ansorg, Fuhrmann in Frankfurt a. M., mit Elisabeth Geißler in Wolterborn Geborene: Dezember 30. Dem Schlosser Christian Müller eine Tochter, Johanna Anna Rosalie. SterbesäNe: Januar 2. Karl Schul», Schlossermeister 56 Jahre alt. Zricdbcrg. Geborene: Dezember 29. Dem Kaufmann Oskar Ott« Leopold Müller eine Tochter, Liselotte Minna. — 31. Ten Fabrikanten Hermann Mcgerle ein Sohn, Fra», Silvester Augnj Ulrich. Sterbe sä Ile: Januar 4. Henriette Friederike Theodor Hegar, geh. Sleinberger. 74 Jahre alt. — 5. Heinrich Scherer 4 Jahr alt, von Rieder-Florstadt, — 6. Heinrich >Brod VI, Tag löhner, 59 Jahre alt, Grünberg. Stcrbcsälle: Januar 2, Friedrich Hartmann, Schreiner 76 Jahre alt. Grohen-Linden. Sterbessillc: Januar 7, Katharina Faber, geb, Menges 55 Jahre alt, heuchelheim. Geborene: Dezember 20, Dem Fabrikarbeiter Philipp Zeh »er ein Sohn, Otto. — 25, Dem Maurergesellen Hermann Rö mer II. eine Tochter, Dina. — Jumiar 2. Dem Baulmwärttz' Ferdinand Löbcr ein Sohn, Otto, ksungen. , Lheschlicßungen: Januar 4. Karl Ludwig Schäfer schlostcr, mit Augutte Ebcrsohn. beide in Hungen. Lauterbach. Allsgebote: Januar 3. Andreas Fiedler, Schuhmacher i, Srtfdjborn, mt* Marie «ophie Fug in Lauterbach. — 5. Känra! Well. Molkereiarbciter, mit Elisabetha Loch, beide in Lauterbach — 6 Georg Friedrich Karl Bloch, Eiscnbabnarbeiter, mit Katba rina Otlerbem. beide in Lauterbach, Geborene: Januar I. Dem Fabrikarbeiter Georg Törin- cin Sohn, Georg. ' Zanuar 2 Heiner Stumps II.. Wagner meister. »2 Jahre alt. — 3. Wilhelm Ludwig Friedn'ch -chaas Mar Christoph Arn: Metzger unb Wirt, 41 Jahre alt. — 5. Schalter, 2 Monate alt. Leihgestern. Geborene. Dezember 27. Dem Grubenarbeiter Mar Braun eine Tochter, Erna 67 J-hrValt^^"' 30 M-tt-rn. geb. Web Lollar. -r- Dezember 27. Dem Schlosser Jakob Lev e Tochter, Louise. — Januar 3. Dem Schrein»- m k<. ttmssr 1 bleiben. Es wäre Sacke der ?semeindcverwoltung, dafür zu sorgckn, daß die oben angesührten Uebelständc beseUigt und unserem Städtchen auch ein würdiges t'lussehcn zur Winterszeit gegeben wird. Ein Licher Steuerzahler. Büchertisch. — Ter Gras von ?l l t c „ h u r g. Schauspiel in Pier Aufzügen von Heinrich Jung. Verlag W. Härtel u. Eo. Rachs., Leipzig. Broschiert 1,20 Mk. Ein Erstlingswerk, geschüpst aus der Geichichic der engeren Heimat deck Bersassers (Oberltesseni, das geschickt ausgcbant ist und eine schöne Sprache aufweist. 2 iirct,liche Nachrictsten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, d e n 11. I a n n a r, 1. Sonntag nach Ep i p hanias. L n n d e s m t s s i o n s f e st. 51oÜekle für die (>eidennussion. Gotterdienst. In der Ztadtkirche. Vormittags 9", Uhr : Piarrer S ch w a b c. Vormittags 11 Uhr: V>illitärgottesdienst. Pfarrer Schwabe, achminags 2 Ilbr: Kinderktrche für die Ntarkusgemeinde. 2lbentS 5 Uhr: Pfarrer d o l p h. Montag, den 12. Januar, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirnnerien Mädchen der Mattbäusaemeinde. Tonnerc-tag. den 15. Januar, abends 8 Uhr, im Markussaal.' B i b e l st u n d e. (Brief des Apostels Iakobns.) Pfarrer Schwabe. In der Iohannerkirche. Vormittags 9'/, Uhr : Pfarrer A u ö \ c 1 d. Vormittags 11 Uhr- Ztinderkirche für die Iohannesgemeilide. Pfarrer 21 »i s s e l d. Vbends 5 Uhr: Pfarrer B e ch t o l s b c t m c r. ^ldends 8 Uhr: Verfamnilung und Bibelbesprechung im Iohannessaal. Biittivoch, den 11. Januar, abends 8 Uhr: Bibel stunde im Johannessaale. Pfarrer Binsfeld. Freita i, den 10. Jinnar, abends Uhr: Vereiinqung der konfirmierten iveiiblichenJngeno der Lukas- und Johannesgemeinde. ..Wartburg". chriftUcher Zünalingz: und Männer-Verein. Sien >lag, abends 8','. Uhr. Bibelü»mde. 'ilit:voch, abends 8 Ulir. Turnstunde, Tonnerstag, abends 8 Uhr, Unterhalinngsabend. Soni'taa. abci'ds 8 Uhr. Vortragsabend. -V 1-ersnmmlnn ,en finden teils vi dem OZenwindehans, Kirch- «trasze 9, leits in dem neuen ..Waitbnrg-Veim". Tiezürasje 15, statt: lsäue. besonders auch die Neukoufirmierteu, sind lederzeit herzlich willkommen. vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jüngere '.'lbleilnng jeden Biutivoch non 6 -7 Uhr. Aeltere Abteilu'ia jeden Samstag von 6 — ? Uhr nn Iohannessaal. vibelkränzchen für Mädchen aus der Iohannergemeinde. Jeden Tienstag von 6-7 Ubr im Iohannessaal. Evangeiischtr Gottrsdienst. Mainzlar: Sonntag, den 11. Januar, nachm. J / 3 2 Uhr. lkatholische GcmcinSe. Sotterdienst. Samstag, den 10. Januar: Nachnuttags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 11. Jan., 1. Sonntag nach Epiphanie, ^cst der Erscheinung des Herrn. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. * uni 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 5 1 /* Uhr: Christenlehre; darauf Andacht Segen. Diaspora-Gottesdienst. Sonntag, den 11. Januar: In Grünberg „m 9'/, Uhr. In Hungen um 9'/, Uhr. ße :ESH[HHnH!HZ . S ä-p ovanj gje 'be^'rLV (tOOD! ^Da4taertroH«n I in seiner sich, und milden Wirkung. In »Hon " Apo theken Rheinisches " """"Äiaschinon^auri^IeitJiroteohnlk, Maschinenbau, I [Technikum Bingen . Brüokenbau. H o epke. Clieu # feurkursc. PJüC 1 W'M TI Londorf. Eheschließungen: Dezentber 26, Konrad Olemotz, Landwirt in Londorf, mit Margarete Kriep in äliordeck. Geborene: Dezember 23, Dem Oberichweizer Karl Koch eine ^Tochter, Käroline Vikwria, Tterbefälle: Januar 8, Heinrich Kämmerer II„ Tag. löhner, ,68 Jahre alt, Nidda. Geborene: Dezember 20, Dem Tahlöhner Friedrich Wilhelm Georg Daune ein Sohn, Otto Adam, — 21, Dem Loka- motivfuhrcr Heinrich Petermann eine Tochter, Erna — ,23 Denr Landwirt Heinrich Spengler ein Sohn, Albert Louis Friedrich — 27. Dem Mübelzeichncr Otto Schwöbel ein Sohn, Otto — Janmir 2. Dem Landwirt Peter Zeitz ein Solm, August t L^ttbefälle: Dezember 26. Berta «ilWntint Werner, geb, Sehrt, 67 Jahre alt, — 28, Otto Schwöbel, I Tag alt — Januar 4, August Zeitz, 1 Tag alt. Ein guter Kamerad der Kinder ist der Fstcher mit dem Dorich, das Er- kemiungszeichen der echten Scotts Emulsion. Sie kennen ihn genau und wißen, daß er Ihnen für die Vit- 0 *cott$ Emulsion schmeckende, so bekömmliche Marke bürgt. Scotts Emulsion ist schmackhaft und leicht verdaulich gemachter Leber» trän mit Kalk- und Natron-Salzen. Gehalt.ca.: Lebertran 150,0, Glyzerin W.O. miterphoöDDonflf. Kalk 4,3. unterpyos. vdorrzs. Natron 2 . 0 . Tragant 3.0. arab. Gummi 2.0. Wasicr 128.0, Alkohol 11,0. ZlMl-.Mcurdel- u. 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