llr. 8 2er «etzener Anzeiger erfcfieint täglich, nufer Eouitlaqs. — Beilagen: viermal ivöcb entlieh SiegenerKamilienblätter; ,,oe.mal ivocheutlRielk' dlatt svr den Kreis Sietze» jTieustag und Freiings: zweimal monail. kand- »ittschostlicheöeilsrogen Ferusprech - Anichlüfle: iür die Redaktion 112, Bering ». ErvediNo» öl Adresse iür Depeschen: Anzeiger «letzen. Annahme »an Anzeigen iür die Tagesnuiiiiiier bis vormittags 8 Uhr. Erstes Blatt M- Jahrgang Samstag. JO. Januar 19^ General-Anzeiger für Oberhessen RotationsönKf uni) Verlag »er vrSHI'schei, Uaiv.-Such- und Steiadrnderei B. Lange. Htbaftfon, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. vezn gsvret»: monallich 7»W„ viertil- iährlich Mk. 2.20: durch 'Abhole- u. Zweigslellen nionatlich 65 Pi.: durch diePostMk.2.—uieriel- jährl. auSschl. Beslell-z. Zeileuoreis: lokal 15Ps., nuswärts 20 Pieuniq. Lhesredakteur: 21 Goetz. Beraulwortlich für den volit. Teil: Aug. Goetz; für .fteuiUetnu*, ,33er* mifrliles“ u»d„Ger>chls- jnnl": Karl Neurath: für ,Stadt und Land": durl Bendt: für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfahl 16 Seiten. Tagcskalender aus dem Jahre 1814. 10. Januar: Die von den Franzosen besetzte Festung T o r g a u ergibt sich nach dreimonatlicher Belagerung dem preußischen General Tauentzien. Politische H>ocfocnfchau- Giegen, 10. Januar. Tic Eröffnung des Preußischen Landtags und die Ber lefiiug der Thronrede durch Herrn v. Bethmaim-Holliveg hat keine Aufregung vernrfacht: das anqekündigte Arbeitsprogramm rührt zwar an umfangreiche pnd lvichtige Gebiete des staatlichen Lebens, aber e-S wird nichts von Grund aus geändert, sondern nur an der Oberfläche geglättet und auSgeb-sserl. Daß für die Reform der Berwal tung leine tief einfrlmeidenben Veränderungen vorgejchlagen werden, findet seine, Erklärung dariit, daß der preußische Staat nicht mehr unter Geldnöten leidet und die Korans fetzungeu, unter deueu vor ein paar Jahren ein sparsameres System verlangt worden lvar, heute nicht mehr bestechen. Der interessantesve der von uns in ihren Grundzügen veröffentlichten neuen Gesetzentwürfe ist das Fideitommißgesetz. Am 2. April des vergangenen Jahres hatte der Reichstag den Reichskanzler ersticht, „baldigst einen Gesetzentwurf vorznlegcn, durch den die Errichtung' und Erlveiterulig von Fideikommissen an Grund und Bode» verboten nnb die Auflösung bestehender Fideilommifse befördert wird". Im Interesse der inneren Kolonisation, des Kleinbauern- und Arbeiterstandes war Liefe Forderung, die der gesamte Libe- raliSniuS untersttitzte, durchaus zeitgemäß. Es gibt in Preußen 1235 Fideikommisse: davon wurden 400 in den Jahren 1881—1009 gegründet. I» zunehinendem Maße lvnrden weite landwirtschaftliche Gebiete dem freien Verkehr entzogen, ilnd Hand in .Hand damit lvnchslen die Bodeichreise. Wenn man sich nun den neuen preußischen Entwirrf betrachtet, so hat er im großen und ganzen einen konsrrvattven Charakter, Die sidcikommissarijche Bindung von Wald loird in un beschränkter Weise weiter gestattet; für die Fideikommisse, die landwirtschaftliches Nutzlanö umfassen, wird eine Mindestgrelize von 900 und eine Höchstgrenze von 2500 H-l lar vorgeschlagen. Durch dieses Mittel lvird deln Uebel stände urchl abaeholsen iverden. Daß in oeu 107 Paragraphen des neuen Gesetzes einige burecmkratische Formalitäten ärgerlich und hemmenld wirken mögen, ist zuzugeben; ein bißchen zweiselhasi bleibt es, ob Preußens Regierung mit diesem gesetzgeverischeu Sport in irgend eines Menschen Seele einen beiebeideire» Freudenschnniner zu erweeten vermag. Tie Äahlresorm, die ernsteste Forderung der Feil, ist in der Schüssel des Herrn v. Bethmann-Hollweg einstweilen noch eingefroren, und ob die Geister des neuen Landtages das Eis zum Scvmelzen bringen werden, das wird der Barometer vielleicht schon bei den nächsten Beratungen anzeigen. Tie Beweisaufnahme in dem Prozeß gegen den Obersten v. Reuter Hai tiidvr viel Neues ergeben. Eiu Teil der Za beruer Bevöllerung hat sich unangemessen, ja pöbelhaft, benommen, und da nicltt nur Schimpslvorre gerufen worden und Psisse hinter oeir Offizieren ertönt sind, sondern auch niit Steinen geworsen lvorden war, so hätte scharf eingeschritten werden müsse». Selbstverständlich ist nach wie vor daran festzuhalten, daß der Leutnant v. Forsttier alsbald hätte entferitt werben müssen: das brauchte, solange die llntersuchung noch schwebte, keine Strafe für ihn zu sein. Das Boltsempfinden darf nicht völlig ignoriert werden, und daß v. Forstner sich in der Tat sehr nnßliebig gemacht hatte, konnte alswald sestgestellt werden. Später aber hätte der Kreisdirektor Mahl in der Verhinderung der skandalösen Straßenszenen doch etwas energischer Vorgehen müssen. Es ist bezeichnend, daß er an dem lritischen Abend, als „ganz Zabern brannte", wie es in jenem Telegramm hieß, ruhig au der festlichen Tafel seines 'Borgesetzte», drs UnterstaatSsekretärS Mandel, sitzen blieb und daß dieser ihn zum Bleiben aufsorderte. Man kommt nicht darüber hin weg, daß diese hohen Zivilbeamten eine eigentüinliche Aus. sassung von Pslicht und Tienstinteresse gezeigt haben. Dem Krelsdirektor gingen ine Beqnenttichleii seiner Frau und das noch nicht beendete Tiner vor' Wenn, was noch niept sestgestellt ist, der Kronprinz den: Obersten v. Reuter ob des entschiedenen .Eintretens für die Ehre seiner Offiziere ein „Bravo" spendete, - wer ruft den Herren Mandel und Mahl seinen Beifall zu? Wir vermuteu, höchstens ein paar Wackes. Das Urteil des Straßburger Gerichts gegen Herrn von Reuter ist zur Stunde lwch nicht betaunt. Es fällt schwer, dein Antrag des 'Anklagevertreters auf P.rhänguug einer Gefängnisstrase von sieben Tageil noch harte Worte hinzu ziisügeli. Der Oberst hatte noch in seinem Schlußwort erklärt, daß er glaube, nach Pflicht nnd Gewissen gehandelt zu habe». Die moralische Mirveranlwortting für sein handeln trifft auch seinen Kommandierenden General, der ihn ordentlich „scharf" gemacht hat, so daß schließlich „alle Jurisprudenz aufhürte" War es denn ein so würde- und ehrenvolles Schauspiel, daß man die Soldaten so planlos Jagd aus die Straßenpassanten machen ließ'? Wäre es nichi besser gewesen, wenn das Regiment ber Stadl Zabern vorläufig, vielleicht auf immer, strafweise eutzogeu lvorden wäre'? Zum Thema Heer und Volt hat der Kronprinz außer der Kundgebung, die er angeblich an den Obersten v. Reuter richtete, noch einen bedeutsameren Bettrag geliefert. Er hat an seine Tanziger Husaren einen Regimentsbesehl geridjtri, in dein folgende ausfallende» Sätze stehen: ..Tn- Her; will mir brechen, daß ick »UN nid» mehr au Eurer Spitze durch das Lebe» reiten soll. Wohl kann man mich von Euch trennen, aber mein Herz lind mein Geist bleibt unter Euch. Wenn einmal der König ruft nnd das Signal „Marsch, Äiarsch!" wird geblasen, denk, an den, dessen sehnlichsirr Wunsch es.stets war, diese» Augenblick des höchsten soldalischen Glücks an Eurer Spitze mit erleben ju dürfen." Es uKTbeil bald Stimmen hörbar werden, die es für üderslüffig und unpolitisch batten, daß der Thronerbe des Reiches weithin den Anschein eriveekt, als sehne er den Krieg herbei In der Tot, der künftige Lenker des Reiches sollt: beizeiten lernen, kluger StaatSkunst sich anzubequemen. Seiner wartet eine höhere und schivierigere Aufgabe, als frism und sröhlich durchs Leben zu reiten. Tie Auffassung aber, die er vom Verhältnis des Kommandeurs zu feinen Mannschaften hat, kann man nur loben. Man könnte dieser Aujsassung ini Heere nur lveitere 'Verbreitung wünschen. In der neuesten Nummer des „Knnstlvart" beklagt der Herausgeber Avenarius, daß die.Hauptelemente int Heer, Offizier nnd Soldateustand, seit Friedrichs des Großen Zeit sich verändert hätten: „Wir haben zwei Stände im Heer. Die Verschiedenheit zwischeii den beiden liegt nicht ettva nur im Maß der Rangordnung, liegt überhaupt nicht nur in einein Weniger oder Mehr, sondern er liegt im Wesen. Für den Sland der Lsfiziere werden vom Feldinarschall bis zum l jüngsten Leutnant andere Lebensregeln, andere Ehre:: aiijchonnngen, sogar, wie bei der Tuellsrage, andere Aüsg sajsungen der religiösen Gebote vorausgesetzt, als für den Stand der Mannschaften. Es sind zivei so weit geschiedene Länder, daß in dem einen sittliche Forderung sein kann, lvas in dem andern verwerflich ist." In dieser, vielleicht etlvas übertriebenen FestDellung liegt ein berechtigter Kern. Gerade die ;iaberner Fälle haben lvieder den Anschein erlveckt, als erstrebe der Offizier höhere Rechte in der Bottsgemeinschaft, als maße er sich zum Schutz seiner Ehre und seines Ansehens Befugnisse zu, die der andere Volksgenosse nicht besitzt, der doch aber auch jeiuie Ehre verteidigen darf und muß. So glauble der Oberst von Reuter seine ,/tzesangenen" ln einen Keller einsperren zu dürjen, und manche, loeun nicht viele seiner Standesgenos, je» luerben diesen Rechtsstaiidpunlt geteilt haben. Für diese gilt der Satz, den Avenarius in seinem erwähulen Aufsatz »iedergeschrieben hat: „In einigen Orten geht der Offizier bereits wie ei» Fremder durch sein Vvlk." Daneben erscheint des Kronprinzen Svldatenbekenntnis in der Betonung der engen Zusammengehörigkeit von Kommandeur und einfachen Bollslindern im Soldalenroek wie ei» Zeichen aus srideri- zianischer Zeit. DcutscHe» Ncich- D e r Ausschuß zur P r ü f» n g der R ü st u n g s - liefern« gen besichtigte am Freilag vormittag die An lagen der Deutschen Waffen- nnd Mnnitionssabriken in Moabit. Dabei wurde die Entschließung in den Kreis der Erörteruiigen gezogen, in der der Reichslag bei Verabschiedung der Heeresvorlage die Erwartung ausgeivrochen hat, daß die Beichaffiing des Kriagsmate^jals tunlichst in reichseigenen technischen Instituten erfolge. Von den dem Ausschuß angehörenden Berrrelern der Industrie lvnrde mit großer Entschiedenheit darauf hingewiesen, daß die Entschließung in den .Kreisen der deutschen Industrie große Beunruhigung hervorg.rujen habe, da sie nur so ausgelegt werden tonne, baß abweichend von dein bisherigen Verfahren die Privatindustrie nach nnb nach von den Lieferungen für Heer und Marine ausgeschlossen werden solle. Der gleiche Eindruck sei im Ausland hervorgerufen und habe dem Absatz deutscher Jiidnstrieerzeugnisse dorthin schweren Schaden zugesügl. Demgegenüber wurde von den ainoesenden Mitgliedern des Reichstags übereinstimmend betont, daß die Entschließung in diesem Sinne nicht ausgesaßi werden könne. Wer dir LerhandliMgeil kenne, könne nicht im Zweifel sein, daß der Verstaatlichung der gesamten Rüstungsindustrie damit keineswegs das Wort geredet iverden soll, vielmehr sei nur hem Wunsche Ausdruck gegeben worden, daß der große Bedarf auf Grund der Heeresvorlage nach Möglichkeit in den eigenen Jnstittiten des Reiches gedeckt iverden solle, um die bestehenden Institute voll auszunutzen. Die sreitonservative Fraktion des Ab g e» ordnetenha n f e s hat folgend: A »frage eingebracht: Was gedeiiit die Königliche staarsregiernng angesichts der Unmöglichkeit und Schädlichkeit der staatliche» Arbeitslosenversicherung zu unternehmen, um durch Berpütung des übermäßigen Zuzugs zu den Großstädten und großstadtähnlichen Wohnplätzen eine der Hauptursachen der periodischen größeren Arbeitslosigkeit zu veheben? — Ferner hat die sreitonservative Fraltton >o!qende Anträge gestellt: >. d,.' lönigliche Staatsregiernng zn ersuchen, im Bundesrat für reichsgefettlichen mirr einen TchutzderAr- beitswilligen etn?,»treten: 2. die Staatsregiernng zu ersuchen, zur Sicherung des Handwerls, Bekämpfung Gistzcner Stadttbcater. Eine Frau ohne Bedeutung. Schauspiel von Oskar Wilde. Gieße», 10. Januar. OÄar Wilde hal bei U»s in Deutschland weit größere Erfolge errungen als in seiner Heimat, »nd heute noch gilt er in England gewissermaßen als Berfemter. 2Iuch die Literalen macken sich nichts aus ihm. So schreibt Arthur 2 y m v n s , einer der bedeutendsten englische» Kritiker: „Ter ganze Mensch war nicht so sehr eine PeriönliOikeit als eine Attitüde. Er war kein Deirker. aber er tat so; er war teilt Dichter, aber er tat so: er war lein Künstler, aber er tat so. Und gerade in seinen 2lttitüden war er am ehrlichsten .... Man wird seiner gedenken nicht als eines Künstlers in der englischen Literatur, aber doch in de» UeberlieieriiUgeu unserer Zeit als eines außerordentliehen Künstlers in Attitüde» des Geistes." Uns Deutsehen dünlt dieses Urteil zn hart, und doch trifft es Wildes Schwächen Haarschars. Es gibt in der Tal kaum einen Künstler, dessen 'Art so widersvriichsvoll nnd unausgeglichen ist wie die des unglückliaien Engländers. Neben geistreichen, feingeformten Paradoxen iindet sich eine recht incheholsene Bühnentechnik »nd unter den: mit bewundernswerter Kunst geführte» Dialog birgt sich auch manches weniger Gelungene und 2lbgeichmackte. Derart ist auch Eine Frau ohne Bedeutung zu bewerte», ein Stück, das sich in schärfftcr Tonart gegen die englische Gesellsehast wendet „nd hart mtt ihr ins Gericht geht. Ter Kern des reist! verzweigten Inhalts ist etwa solgendermaßen : Aus dem Laudiitz der Ladv Hunstanton iveilt eine 'Anzahl englischer 'Aristokratinnen, die Lord Jllingwarth mit galantem Spott „nd schneidender Satire unterhält, indevi er den Damen gleichzeitig beweist, daß einem Manne alles gestattet wird, sobald er nur keck und frivol genug ist. In diese Umgebung tritt Frau 'Arbiithnol, deren Sohn er gerade zu seinem Privatsekrelär gemacht hat, und sie erkennt mit Entseiieii ihren einstigen Geliebten und den Vater ihres Sohnes in ihn,. Verzweifelt wehrt sie sich dagegen, daß ihr Junge in nähere Beziehungen zn seinem Vater trete, aber der Lord Ivbiß in einer peinlichen Auseinandersetzung ihre Einivilligung zu erringen. Dennach tvmmt cs zum Zwiespott. Gerald sicht, w>e der Lord seine Liebste küßt und will ihn darob fordern — da offenbart ihm hie Mutter, daß Illing- worth sein Vater ist. Er versucht nun die Eltern zu versöhnen, aber als seine Mutter dem Lord empört den Handschuh ins Gesicht schlägt, begnügt er sich damit, seine Liebste zu heiraten nnd ,u- dmmen mit Mutter und Braut nach Amerika ansz-nwandern, wo seine Liebste große Besitzungen hat. , ... Die hiesige 'Aufführung, die von »errn u.workoiuski großartig vorbereilel ivar und auch äußerst reizvolle Bühnenbilder brachte, batte bedeutende Werte ouszuweisen; doch war einiges nicht ansgegiichen Es war j. B. Nichts davon zn merken, daß Miß Vorslen „peinlich natürlich" ist. U!th eine strenge Puritanerin bewegt sich auch nicht in wichen Gewändern, die dauernd mit ihren Reden in Widerspruch stehen. Alles übrige aber mar von feinstem Schliff, wohlbedacht und eindrucksvoll. Auch die einzelnen Leistungen ivac- ii fast durchweg anerkennenswert. Allen voran die de» Herrn R o t t c ck als Lord Jllingivorth. 'Mit meisterhaiter Dialeknk spielte-er diesen blasierten, geistvollen Lebemanir. nnd^r hatte den Charakter so sein enaßt, daß bei aller selbstherrlichen Sicherheit doch auch die zwie iväliige, mit sich selbst zerfallene Menschenseele leise durchleustiteie. Ganz vortrefflich gab er den Schluß des erste» Auszuges, ganz vortrefflich auck den Austritt mit seinem Sobn im dfitten 2lkt. Ta» Ganfe eine Darbietung, wie wir sie aus unserer Bühiic^nicht bäusig z» sehen bekommen. Rest» nah kan: ihm Fron Sonntag- Blume mit ihrer entzückend liebenswürdigen Planderkunst und ihrem keine», reinen Lachen als Frau Ällonbv. die ihre heiteren 'Paradoxe mtt graziöser Leichtigkeit hinsetzte. Ties innerlich ersaßt war die unbedeutende Fra», die Frl. SK c t t n e r bot. Klar und edel in ihren Linien schiff sie das Bild einer Mutter mit Herzens- warmer, schmerzgereiffer Kraft und machte so einen starken, liefen Eindruck. Herr Stein botet, der sich in den wenigen Wochen seines Hierseins überraschmd vervollkommnet hat, gab dein Sohn Gerald rührende Kindesliebe und sehnsuchtsvolle Zarlheit, ganz erfüllt von reiner Mcni'chlichkeit. Frl. F lenzet als Lady v»n stunton tat sich ebenfalls sehr hervor und l'uielte eine seine, gewandte Dame, die ihre mangelnde Auffassungsgabe sehr geschickt zu verbergen weiß, wenn sie nick» gerade damit kolcttiert. 'Als vrächtiges Ehepaar ergötzten Frl. Rath u s i u $ und Herr Galt. Entzückend war Frl. Martini als Ladh Stntffcld. Ganz Würde und Ge- incssenlieit zeigte Herr Volck als Mitglied des Parlaments. II»- zureichend und matt wax überraschenderweise Frl. D a g n » als Hefter WorSley: im zweiten 'Aufzug störte ihr phantastisches Gewand, »nd mit ihren Händen wußte sie Überhaupt nichts an- zuiangen. Dazu ivar ikr die Rolle nicht immer gegemvärtig. Herr Bochum spielte einen schwächlichen Krittelgreis recht. Einen hübsche» Jungen gab Frau G rosset -B raun als Lord Rufford. Der Beifall war außerordentlich stark. X. Eiu neues Stuck von I l lg e n ste i n. 'Aus Bremen, 0. Jan , wird uns gedrahtet: Ini Brenicr Schauspielhaus hatte die Uraufführung von Heinttch Jllgensteins drei- akttgem Lustspiel „Q u i s i s a n a" einen unbestritten starken Er- solg, der einer seinen Dialogkunst und amüsanten, bis in die letzten Koni'egueiize» durchgcsnhrten Handlung zu danken ist. Das Stück spielt in einem Sanocoiim» sür unvefftandene Frauen, die ihre Nerven urrd ihre Männer dem modernen «eelenarztc Tr. Front in Behandlung geben, der, selbst an einer unverstandenen Fron und Kinderlosigkeit leidend, durch einen Patienten kiiiiert »ire. Ci» geistreicher Beobachter bietet hier ein geis: reiches Lustspiel, dos von der ersten bi» zur letzten Szene höchst amüsant und soirohl i» dem Dialog ivie in der Szenensührung guten Geschinack, Talen: und die Gabe leicht ilüffiger Konoer iativiz verrät. Die Darstellliing hielt sich am ailerleunenswerter Höhe. über die sich besonders Fron Rosner in der Rolle der unverstandenen lvottin nnd Affistenzätztin eines alle anderen Frauen, nur sie nicht verstehenden Mannes und Herr Brodowskh ais behandelter Patient besonders erhob«. 2l»tor und Dar steiler folgten vielen Hervorrnsen. ISnu seltene K rank h t i i 'Aus Breslau, d. Jan., wird gemeldet: Eine selten beobackrerc Kinderttankhcit tritt irr hiesigen Schulen aus. Tie Tirekiion der Königlichen Unirenitäis-Kinder-Klinik teilt hierüber folgendes mit: Es düttte sür »eitere Kreise wissen-'wert sein, daß seil einigen Wochen in der Tiadt Breslau eine ziemlich seltene und ivenig bekannte Jnscktianslranthcii »'Häusl austriil. Eine dcrarlige Epidemie icheint in Breslau schon so lange »irhl mehr beobachtel worden zu sein, daß auch ergahrenc 'Aerztc da- granlheitsbild vlelsack ans eigener 'Anschauung bisher noch nicht kannte». Bon Laien wild die neue Krankheit meist mit ander:» Kinderkrankheiten, wie Scharlach. Maiern, Röteln verweckieli, ntie denen sie teil weise eine gewisse 'Aehllffchkeit hat. Tie auffälligste KraiikheilS- erscheinung besteht in einem hellroten, ilestigen, etwas erhab,- ncii Ansschlrvg, der zuerst aus de» Wangen und aus der 'Außen leite der Vorderarme austtitr nnd sich von da über den ganzen Körper verbreitet. An manchen Stellen, besmidevs im Gesicht und am Gesäß fließen die einzelnen Flecke zn stark geröteten, sich heiß anfühlenden Flächen zusamnieil. Ost besteh: läsffger Juckreiz und leichte Fiebertemperatur. Die Krankheit har eincll durchaus gutartigen Charakter und pflegt nach vier bis sechs Tagen ohne besondere Behandlung abzuheilen. Sie Irägt den Namen Eiythema inseetivsum und Hai anl meisten stlehnlickkeit mit Resselsucht oder Masern. Die Direktion der Kinderklini! nimmt Mitteilungen über einschlägige Beobachtungen mit Dank entgegen — Kurze Nachrichten a u $ Kunst und Wissest- schait. Ptvsessoren. Dem stetlcertretenden Direktor der Badischen 'Anilin- uno Svdasabrik in Ludwigshase» a. Rh. Tr. Rene Bahn, dent Theater- nnd Kunsthtstottker. Studien lehret^a. Dr. Dr. »hff. Karl Trautmann in 'München, denr Schiiitsteller Pmil Nikolaus C a ßgn a n n , Herausgeber der „Süddentscheu MonaGheste" in Müncheit itNd dem Schrist- steiler Earl Muth, Herausgeber des Hochland in Solln bei M unchen iw vom König von Bayern der Titel euies Professors verliehen worden. br* Bauschwi » drls und Besserung der Lage des not» 1 etboubert städtisch«, Haustzeiitzes u«v?>züqlich geeignete Mastuahiuei, zu treffen und hierbei die Inkraftsetzung des ,Nverteil Teils des Reichsgcsetzcs über die Sicherung der Bant ürderungeu vom I Juni 1909 i» Erwägung zu sieben; :! - die Staatsregieruiig zu ersuchen, im Interesse der Er? da I t n n g n n se r e s Ban« r n st a n d e S Erliebungen dar über zu veranstalten, in welchem Umfange in de» letzten ü» Jahren bäuerlicher Grundbesitz in grösserem Maße zusamniengelänst oder bestehendem Graßgruiid besitz zugelegt worden ist. Schließlich in seitens der sreikonservativen Fraltiau noch die Anfrage ciugevracht ivlvrdeu: Was gebeult die Staatsregierung zur Abbilse der bei der T i en st b o t e n ve r s i ch c r u li g i» Orlslrauten lässen hervorgetretenen Mislständc zu tun? 'Tie s o r t s ch r i t t l i ch e Bolspartei hat > m v r e u st i s ch e n A b g e v r d n c t r n h a n S ihren Wahl rcchtsautrag wieder eingebrachr und abermals einen Even tnalantraq aus gehiiue und direkte Wahl. Ein lveiterer An > trag von dieser Seite fordert einen Gesetzentwurf, durch den bestimmt wird, dast die Kinlder der Tissidentcn nicht zum Beinch des RekigiansunterrichtS gezwungen werde» dürfen, Fßruer wird die Regierung aufgeiordert, einen Ge iekrntwnrs vorzulegen, durch den in ganz Preußen den ivirt schastlich selbständigen grauen das aktive K o m m n - n a l,v a h l r e ch t verliehen lverden soll. Das Prcust if che Herrenhaus überwies am gestrigen Freitag das F i d e i k o »i m i ß g e s e tz einem ->?» sonderen Ausschuß, ebenso das Be r w a l t u n g s g e s e tz und daS A u s g ra b n n gs g ese b. Am heutigen Samstag verhandelte das Haus über den A u t r ag B o r .1 v. W a r t e n b u r g hctr. die B e r > ch i e b n n a der staatsrechtlichen Verhältnisse zu Ungnusten der Einzelstaatei,. Ter b ra u uf ch w e i q i s ch e Sta a t s m i »i st e r v o » .Hart wieg ist in der Rächt zum Freitag gestorben. Bei der Reichst agsersatz Wahl i in W a ll l - kreis Oppeln 9 erhielten von insgesamt 7957- abgegebenen Stimmen Pfarrer Rathan Brauch .seine 7501, Landrat Issmer -Leobsckiütz 'Rp,> >84, Verbauosselr'lär Tr. Fleischer-Berlin Parteinellung unbetannt tu, die werkschaftssekretär Trapve-Beiilhe» Soz. ,33, der Dauerngutsbesitzer Stassig-Poesnitz lZenir.) 27 Stim men. Zersplittert lvaren 78 Stimmen. Nathan Zcntr ist somit gcivählt. Ter dänische S o z iali st e n f ü h r c r S t a n n i n g, Vizepräsident des Folielhing«, dem durch Verfügung des Regierungspräsidenten von Schleswig untersagt worden ivar, in einer auf den Freitag angesetzten so-ialdemoira i tischen Versam mlung in Kiens bürg einen Vortrag über preusti^es und däni'ches Wahlrecht zu halten, war dennoch nach Flensburg getommcn. Sein Vortrag war schriftlich niedergelegt worden und wurde in der Veriamnilung verlesen. Sodann sprach der sozialistische Rede! ?ur Adler aus niel. Als dieser geendet liatle. erschien v i ö tz l i ch S I a u - n i n g, der bis dahin unterhalb der Bühne verborgen ge wesen war unter großem Leisall der Versammelten, auf der Bühne. Er wurde jedoch von mehreren ll r i »i i n a > * beamten unter Vorweisung des Aus w e i - jungsbefehlsansdemSaalentseriit und mußte mit den, Rachtzug Flensburg verlassen. Auslanv. Ausschreitungen notteidc ii de «Landvolks in Italien. Tie „B Z." meldet aus Rom; In Pag- l i a n o in den Sabinerbergen kam es zwischen den Bauern und der Gendarmerie zu einem blutigen Zusammenstoß. Personen wurden verwundet. TaS notleidende Landvolk greift auch in anderen Orten des Latium die Besitzungen der herrichenden Grundbesitzer an. Ter Internationale K o n gr e ß s ü r ö s fe » t- l i ch e Fürsorge für Geisteskrankc iit am Tonnerslag in Anwesenheit von 300 ru'jiichen und 30 ausländischen Abgeordneten in Moskau eröffnet worden. Ein e R ei fe d c s c n g l i > ch e n P r c in i e r in i n i sterS nach Frankreich. Zu der Btätterm-kduiia, Pr? inierminister Aiauith begebe sich in einer politischen Mission nach Paris, erfährt das Reuter-Bureau, Äsquith Hofs?, in der nächsten Woche nach Süd s r au kr e i ch zu reise», um mit seiner Gattin zusamiiieiizutressen, die sich dort befindet. Natürlich berührt er aus dem Weg? auch Paris, doch ist die Vermutung, daß der Besuch einen politischen Eharattcr hat, gänzlich unbegründet. Ein tNroßwetirwcchsel? Die „Voss Zia," meldet aus Konstant inopel: Tiplomntische Kreise halten einen Großwesirwechsel für nahe bevorstehend, da die Ver hältnisse aus eine baldige völlige Umbildung des Kabinetts bräunen. Angeblich haben jetzt der Minister de» Innern Ta- laat Betz und der Minister Halit die meisten Aussichten. Ter Thron Albaniens, „Corriera della T-ra" meldet ans Bari; H a s f a n Pascha, ein vornehm ?r Albanese, der aus Turazzo hier singetroifen ist und für einen '.'lbgesaiidten Essad Paschas gestalten wird, widerspricht allen Gerüchten von Umtrieben gegen den Prinzen Wied in Turazzo, Im Gegenteil, man irefs? dorr Vorbereitung;-, für den Empfang des Prinzen, Eskast Pascha begünstig?'di? Kandidatur des Prinzen und sei Vorsitze,u>-r der Bereini- guiia für die Vorbereitungen zur AuSichmükiinq d-s F-ürstenpalastes. Hassan erklärt, er sei von Eiiad Pascha ab gesandt, um den Prinzen zu Wieo in seinem Namen und im Namen der Stadt zu begrüßen; er werde in einigen Tag?» mit einer albauesischen Abordnuiig abreisen, Hassan h ili es für möglich, daß der Putschversuch in Valona mit schwei gender Zustimmung Ismail »emals stattgesund?n hat, welcher mit Bedauern dem Regierungsantritt des neue,: Fürsten entgegeiisehe. Kemal habe erst infolq? der Aussorde ruugen der internationalen Kontrollkommission und eer Be völkernng eingegrisfen, Ter griechische Ministerpräsident Ben j zelos begab siel, an, Freitag vormittag in ?)to n, in die Eonsulta zur Besprechung mit dem italienisch?,, Minister des Aeußern Marquis di San Giuliano, König Karl von Rumänien ist erkrankt. Wie die Blätter melde», handelt es sich bei der Ertrankuiiq a?s Königs lediglich um eine ganz leichte Erkältung ohne Fieber. Ter König hat die Nacht zun, Freitag ausgezeichnet verbracht. T-te' Reformen in Kleinasien. Naä, einer Pariser Blättcrineldung aus Konstanlinvpcl darf die Frag? der Reformen in Kkciiiasien als geregelt angesehen werde». Die Pforte werde die zu ernennenden Generatin,pekteurc, die den neutralen Staaten angehören werden, aus Grund einer von den Großmächten ausgestellten Liste auswählen Etwaige Meinungsverschiedenheiten, die zwischen den fremden Generalinspekteuren und den Walis entstehe» sollten, würden von den Großmächten im Einverständnis mit der Pforte geregelt werden C i n e j a p a n , f ch e A n l c i h e i n F r a „ k r e i ch. Das japanische Blatt „Arahi" meldet, dast Japan mit sranzö» jjschen; Kapitalisten i» Verhandlungen über eine Anleihe von 500 M i ll iv » en Franke n stehe, die durch Obligationen der Hhpothekenbanl gedeckt werden und der wirtschaftlichen E n t w i cklung Japans dienen soll. Ari» Stadt und LanS» Gießen, 10. Januar 1013. Bestellung von Revisoren für Genossenschaften, Anläßlich der im landwirtschaftliche» Genosse,ischasis wese» zutage getretenen Schwierigleiten macht das Großh, Ministerium ans Nachstehendes ansmertjain und empjiehil den maßgebenden Behörden, vor Erklärung ihres^Einverständnisses die Onalifilaliou einer von der Genossenschaft oder von dem Gerichte als Revisor vorgeschlagenen Person eingehend zu prüfe»; „Für Genossenschaften, die einem Revisronsverbaude nicht angehören, wird gemäß § 01 des Reichsgesetzes, betr, die Erwerbe und Wirlichaftsgenojsenschasi?-,, der Rcvi sor durch das Gericht bestellt, Ter Vorstand der G? »ojfenschaft hat die Bestellung zu beantragen, Tie Bestellung erfolgt, naclidem die höhere Verwaltungsbehörde im Eroßherzogtun, Hessen das Kreisamt über die Person des Revisors gehört worden ist, Erllärt die Behörde sich mit einer von der Genossenschaft vorgeschlagenen Person ei,wer standen, io ist dieje zum Revisor zu bestelle». Durch diese Gesetzesvorschrift ist den höheren Verwaltungsbehörden die Aufgabe gestellt, die Qualifikation des voigcschlageuc» Revisors zu prüsen, Tie Erfüllung dieser Ausgabe ist oft recht schwierig und bedarf besonderer Sorgfalt, damit die Behörde lvege« der Folgen, die sich aus einer ungenügenden Sorgfalt bei der Prüfung der Qnalifitatio» des Revisors ergeben könne«, sich nickst Vorwürfen und unter Umstände» sogar Regreß«,isprnchen aus- fetzt," K. ** Tage Skale »der iür Samstag, den Iü„ und Sonntag, II. Jan. S l a d t t b c a t e r: Raitnnillaq-Z 3A »br : „D l e > v a » i s ch e Fliege'; abends l'J Uhr: >D a s Musikanten- n> ä d e l, L > ch t i p i e l h a » 5: Täglich Vorstellung. Un i o„ -2 ö e n t e r: Täglich Vorstellung. (TienStogS und Samstags neues Programm.) O b c r h e s l i f dl e § M »sc» NI u ii d G 0 i I' i ch e S a NI I» - lunaen. Geöffnet Sonntag vormittags II—I Uhr unentgeltlich Museum f ü r Völkerkunde, Grösst: et an Sonittagen vorminags von II—I Uhr uncnlgeltlicki. Ob e r I, c j j is ch c r g » » st u erei ». T i« Gc>näldc-?lns>tell>mg iü täglich von 11—1 Uhr. Mittwochs oo» 3 bis 5 Uhr, und an Sonntagen von 11—2 Uhr geöffnet. E v a » g. Arbe > terve r e i » Samstag abend 8?', Uhr im Vereinslokal: Lichtbildervorlraa; Eine Fahrt um den Bodenlcc. Liebigshöhe; Mililärkoiizcrt, Sonntag nachmittag 4 , 4 Uhr, Sloiiicrlucrein. Sonntag »ackn»ittagö>, Uhr: 2.ga»imer° »nisikabeud lMü»ck>e»er Ctreichqaartettl, Kalender- 81» 6 ft o 11 u n g : Schnuzcnstraße 18. Sonntag 10—6 Uhr unentgeltlich, Tie An läge,» »sik findet morgen mittag in» 12 Uhr in der Süd -Anlage <»nr bei anlcm Wetter) statt, Spielolan; I. .Durch Kami)' zun, Sieg', Alarich von O Schröder, 2. Ouvertüre zur komischen Over .Dichter und Bauer', von Fr, v Supve 8. Fantanc .Mcycrbcriana', von 2l. Seidel, 4, Marsch „Tie schönsten Augen', von C, Krautze. * ” 3« Mitgliedern des Ve r w a l i nn g sg crich tL - Hofes bat dev Großherzog am 7, Januar den Krciseat des Kreises Bingen Geheimen RegicrnngSrat Tr. Edmund Steeg, de» ObeilandeSgcrichtSvat Eduard Holzapfel, den ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der LandeS- univcrütät Tr, HnnS Änielin und den ständigen juristischen Hilfsarbeiter im Ministerium der Finanzen, Abteilung für Eteuerwesk», Finanzrat Julnis Kühl ernannt. *° Aus dem Schuldicnst. Erledigt ist eine mit einem evang, Lehrer zu besetzende Stelle an der Gemeinde- schnle zu Oppenheim. ** Z u r W a h l d e s n e n e » O b e r b ü r g ? r mci« ft c r ss hat der Vorsitzende des mit dee Neuwahl betrauten Ausschusses, Herr Beigeordnete, Justizrat G r ü » e w a ld, die S t a d t v e r o r t> n e t e n v e r f a in m lung zu einer außerordentlich e n, gehe! m e » S i tz u » g zum nächsten .Mittwoch »mchiniltaas l Uhr ctiigelade». Nach der Tagesordnung hat sich die Versammlung mit der Festsetzung des Gehaltes für den Oberbürgermeister und dann mit der W a h l selbst zu beschäftigen, ** T c r V o r a n s ck> l a g d e r p r e n ß i s ch e n E i s e »- bah »Verwaltung für 1014 sieht u, a. vor 97 000 Mt für die Erweit e r n n g des Bahnhofes Hirzen-! hoi», 32000 Ml, für Herstellung von -Ausstellgleisen aus Bahnhof Gründerg (Lberhcsscn), 39 000 Mt, für Erweiterung des Bahnhofes M i t l e l g r ii n da u, öö Rtz) Mk, für Herstellung einer Abgrenzung zwischen der Bahnstrecke Siockhcim lLberl,essen Gedern und der Landstraße. Ter Voranschlag enthält auch vi. Forderung slir die Erweiterung des Bahnhofes Schotten. Tie Koste» jalle» nach dem Siaatsvertrage vom 23. Juni l89>> dem hessischen Slaale zur Last. Tie B e g r ü n d u u g tautet; Ai» dem Bahnhöfe Schotten, dem Endbohnhosc der ein alcisigcu Nebenbahn Nidda-Schotten, reichen die Gteisanlggeii für den gesteigerte» Berühr nichi mehr aus. Es iehli ein zweites Eniiahr^lris für Peiäoncnrügc. De, Bahnsteig ist sür den on Narlen Lommeiverlehr zu schmal. Außerdem müssen die Frei- ladeatcisc und o> AuiNeltqleije fül Gmermaqen vermehrt werden, Tie Bautosten de,ragen irnch den, Aiischlage 210000 Mi, Ein interessantes Vc r dl»q»ugSecgeb» iS zeitigte die Subnnsnon zur Herstellung des Vahnhois-Umbanes Riedcr-Ohnien. Es wurden folgende Llngedote an die Eisen- bahnbchördc abgegeben: Eebr. Schäscr-Hünseld Mk. ö3 179,—, H. Rens, - Friedberg Mk, ,',7 Ü27,— Otto Coinad . Berlin Mk. 60 289, H. W. Rinn . Gießen A!k. 62 479,—, August Gnitnrr-nnlda Pik, 63 382,—, Hoch- und Tieibau-Gcseilschast Gießen Mk. 68,122,-, Johann Ehr. Rühl - AngerSboch Ml, 70 612 ,—, 2ld, Krämer - Darmstadt Mt. 77 861 ,—, V. Boitzcl - Bebra Nil. 80 696,—, H. Bender - Gießen Mk. 83 582,—, Ehr, Beßold . Godesberg Pik. 84 742,—. Ehr. rvci, -_2,rt) Mk. 101800,-, Heinrich Sein, - Loutcrbach '„u, 106 274, Bei den 13 Ofserten l!t das billigste 91»° ntbot genau um die Hälfte kleiner als di- höchste Forderung, pabe, handelt cs sich meist mn Arbeitslöhne. Mer hat hier falsch gerechnet? "! 1,1 öl ' H letzten Tagen durch 'die an« »heblich gestiegen. Ta in, oberen ^af,ntal der kracht Mm Freiiag Regen und Tauwetter eingctreten ist, dürfte ?o v ch to a s > e r zu erivarteu sein. Wie ans Marburg .gemeldet wirb, begann sfe Lahn bereits J l; Putl r, l ' u,l 3 r « fv:?lten aus den Ufern zu ireten. Ta int Vogelslern und oen an,der?» Gebirgen „och gewaliiac Schneemassen lagern, ,» eine g r ö ß ett Uebcrs'lut ii „ t des Ohm- und Lahntales sehr wahrscheinlich. " D a » t e - B o r l r a g. Wir werden aebclen, nochmals aal den am nächsten Mittwoch »n Saale des b)eselIschalSvereins slatt- findenden T a »t e - V o r t r » q anlincrlsain zu machen, der »m somehr Beachtung verdienen Dürfte, als hier zum ersten Mate 6>e» lcgenhett geboten ist, die llcdertragnna einer solchen Meisters der Form wie Stcta» George i n tnnsilcrsicher Vermittlung kennen zn leinen. Herr Tl>eodor S tl« i e »h o ! e r, deffe» Vortrags' tunst wir hier in Gießen ja lchan wiederholt bewundern konnle;-, dielet uns hinreichende Gewähr für einen litnnnnng--vollen Abend — Ter Vorverkauf hat bereits begonnen lFerdcrffch« Buchhandluno, Eclieisiveg), V ^ Ter Hessische Volks schrill e »verein veranstalte! i» der Feil vom 17. Januar dis.8. Februar 1014 ui den Au« stellungsriuniein der Mathlldenhöhe in Tarmstadt eine größer? Avssiellung Von Büchern, Bilder» und kiiieinaiographifchen Film- auefchnitte». gegen einen Eintritte preis von 50 Pfg„ der sür Mnglrcdei con ?lrbeitcrorganisativueii und gemeinnützigen Vereinen aus 20 Pig. herabgesetz, werden kann. Jur ältusstelluizg gelangen emaichlenswcrtc Volks und Jiigendichriften, die Sammlung des Dürerbundes zur Belämpsung der Schundliteratur, sowie Plakate von Filmausschiiitte», die auf die Ziele des Kampfes gegen den Kinoschunb Hinweise», Besonder anjielend wird die Ausstellung lverde» durch eine, im Jutereike der Verbreittmg eines gediegenen Biidschmvcks, zusammengestelltr Bildersammlung von Künstlersteinzcicknuiuge», Original Kithegra dl ie», Radierungei, I,„ü Halzschiiiite,,, hcrrilhrenü von Mitgliedern des .Karlsruher Künstlerbiindes, Bei Eröftiiung der Ausstellung «>» )>. I-nn-ar. »acknniltags 1 lll;r, wird eine Führung durch die enizetiir» Abteilungen der Ausstellung stattsinden. Am Tchlusic di.,er Führung wird Professor De. B r ii n ii e r, pädagogischer und literarischer Beirnl am Königlichen Polizeivr tsidium in Berlin, linier linemalvgraphischer Borsührung von FilmauSschiillten, die bei der kinemalographischen Zensur geiammelr wurden, einen Vor trag hatten über da« Thema: „Ter Kincmatograph von heute, eine Vollsgefahr", ' I m R e i ch s v o st g e b i c t ist die Zahl der Konto Inhaber in, Postscheckverkehr Ende Tezember 1013 au, 86 400 gestiegen, Zugang im ??>v»at Tezember >044,1 Am diesen Post scheckkonten wurden im Dezember 1913 gebucht 1652 Millionen Mark Gntschriften und 16Ä> Millionen Mark Lastschrislen, Ta? Lcsointgvthabeu k-cr Kontoinhaber betrug in, Tezember 1913 durchschnittlich 201,4 Millionen Mark, In, Verkehr der Reichs vostschecküinter mit den, Postspakkaiscnamt in Wien, der Post- sparkassc IN Budapest, der belgiickie» »lid luremburgiicben Post- veiwaltuug senvie den schweizerischen Postscheckbureaus lourdeii 8,8 Millionen Mark umzeseht und zwar am 3450 Ucbrrtra gimgen in der Richtung nach und ans 18 180 Ucbertragungcn in der Richtung aus dem Anslande. ** v au« »ff lauf. Tas Haus bÄartensrraße 11, das frühere Finanzamt, wurde von Forstmeister Kochler für 38000 Mt. läuflich erworben. Der neue Besitzer beabsichtige die Billa der Neuzeit entsprechend mir Zentralheizung usw versehe» zu lassen und am 1, Juli zu beziehen, von diesem. Tage an werden sich dann vuch die Bureans der jOberfö» fterci Gieße» dort befinden. ** Kaminbrand. Gestern abend sahen Fußgänger aus der Bahnhosstraße von dein Dockie eines dortigen Hotels Rauchwolke» anfsteigen. Tie effacknorschiingen ergaben, daß diese von einein Kaminbrande herrührten, der durch Ilcber- heizcn eines Ojeiis entstanden war. Ter Kamin brannte ans, ohne daß ei» lveiterer Sckniden entstand. ** Tergleiä, zeitige Mklitärdienü zw eirrBrü- d e r. £ 20 des Rcichsmiliiärgesetzes schreib, vor. baß wenn von zwei arbeitssihigeu Ernährer» 1,ilfloier Fannlien, erwerbsunfähiger Eltern, Großeltern oder Geschwister beide nicht glcid;jertig entbehrt lverde» können, einer von ihnen zurückzustelleu ist, bis der andere eittlasien wird. Tamil die Eriaebehörde in der Lage ist, die Bestim N'iuigc» bei der Musterung zn berücksichtigen, lieg, es im Jutereiie der Beteiligten, die Rctlamation schon iex! zu erheben. Tie Rekl» maiioil Hai bei der Bürgermeisterei des Wohnorts und jivar mündlich zu geschehen ** Klei n ? Mitteilung- n. Tie staatliche B l i n d e n - a ii st a l r z n F r i e d b e r g hat ein belrächttiches Lega! von einer rerstorbeiien Taine in Tarmstadt erhalte». Der- Verein ehemaliger Besucher der Friedberger Blindenanslalr beabsichtigt in Friedberg ein Bl i.udriiasyl zu gründen, und hat schon euren kleincii Fonds angcsamniclt. In Wetter selb ereiMlUew sich infolge des auf das Tauwetter iviedcrkehrenden Frostes, wodurch manche Straßen fast niipassierbae lvaren. Innerhalb 24 Siiinden zwei Veinbrüche, Landkreis Gieße», 8, Lang-Gv»s, 10, Jan. Gestern abend wurden die Iieugcivählteii Gemeinderäle Altton Müller 32„ Johs, Henrich 13., Ludwig Belle und Karl Kd, Schäfer verpflichtet, Kreis Lauterbach, I I i > ch b o r II bei Laitterback, !l, Jan, Ter 74 Jahre alte Fabrikant Müller ivurde nuter sehr großer Beteiligung beerdigt, Er ha, mehrere Ehrenämter in unseren: Ton bekleide!, er war Mitglied de'S Gemeiuderats und des Kirchenvvrstairdes, Abgeoidiieler zur Tekanatsshiiode und lange Jahre Vorsitzender des Kriege,Vereins, R, Crainfeld, 9, Jan, In der vergangenen Nacht ging ein starker Schn ec sturm über den Vogelsberg, f>er den Verkehr ans den Straßen wieder sehr erschwerte Tie Bahnstrecke zwischen Crainfeld und Bermuthshain wai an einer besonders ungeschützten Stelle derart mit Schnee verweht, daß der erste Zug, von Lauterbach ab 6 Uhr, in Grebenhain halten mußte, bis der Schneepflug die Strecke gereinigt hatte. Mit erheblicher Verspätung konnte er dann seine Fahrt nach Gedern fortsetzen« Kreis Schotten, Ulrich stei», 9. Jan. Zinn Bürgermeiste, von Meiches wurde Heinrich Ran II. luiedergcwählt. Starkenburg und Rheinhesseu, rm. Dar», stad t, 10, Jan, In ?N red e r »fta i n ? * bach fand ein Schneider lind Landwirt auf einem Vlcker, der mehrere Jahre nicht bearbeite! ivorden war, beim llmrodcn Unter einem großen Steine eine verweste Kindes, ferche. Es ist noch nicht festgestellt, aus welcher Ursache die Leiche an diesen Platz gebracht wurde, rin, T a r m jt adl, 9. Ja» Ein schiverer llebersoll ivurde heute nachmittag aus die beiden Söhne des Direl- tors der Zuckerfabrik P i l l h a r d t in G r o ß Gerau au? geführt. Der Fabritarbeiter Emil Walther aus Eisenach tvar aus der Fabrik entlassen ivorden und klagte darum beim Äewerbegericht, Als der Termin heute nicht zu feinen Gunsten ausging, erhob er auf der Straße einen Kanal» decket und schlug damit mif den ctlva 22 Jahre alten Sohn, der die Zabrikleitung am Gericht vertreten hatte, ein, Ter junge Mann b r a ch b e >v n ß t l v s z n s a in in e n und ivurde in bedentlichem Zustande in das Krantenhaus gebracht, Ter jüngere Bruder Pjllhardts schlug mit einem Stock in der Absicht, seine» ?Vrndcr vor weibere» Angriffen zn schützen, aus Walther ein und verletzt? auch diesen nicht ungcsührkicki Walther, der trausporisähig blieb, ivurde sestge n online» lind ln das tlntersuchnngsgesängnis in Darmstadt einge» liefert, rin. Dar m stadt, 9. Jan, Der Urheber des Unglücks talles, welchem in der Reujnhrsnacht der Kaufmann Dör fam an, Fenster seiner Wohnung zum Opfer siel, ist nun mehr endlich in der Person des uni Provinzialarresthaus allgestellten Gesangenansschcis W, ermittelt ivorden, der ivenn auch unbeabsichtigt den Tod des Dörsam verschul det hat. Ein Hausbesitzer in der Liebfraucnstraße, in der tvv ttttalndtefall vorkam, muftic an bev öausfvout einige <:i'inc Reparaturen Herstellen lassen, die anscheinend durch icharfe Geschosse rn der Neujahrsnacht verursacht wurden, Hierbei wurde festgeftellt, daß der diesem Hausbesitzer gegen über wohnende Gefangenaufscher W, mit einem in seinem Bentz beslndlrchen bayerischen Werdergewehr Modell 71 mit scharfer Munition geschossen und dadurch die Hansbeschädi gungen gegenüber verursacht Hane. Hierdurch kam der Hand Werkmeister aus den Gedanken, daß auch der Tod Döriams durch ein lolcheS Geschoß lierbeigeiübr! worden sein könne iudem der Gesangenausseher zngibt, von einer ebensall-:- im imetteit Stock gelegenen Wohnung geschossen zu habe». ?ie weiteren Ermittelungen haben ergeben, daß das Oieichoß aus der Wohnung des Gefangenaussehers Liebjrauenstraße 84 sehr wohl nach der auf der aiidere» Leite der Straße etwa söO bis WO Meter entfernt liegenden Wohnung des Dörsam geflogen sein kann und dort das Unheil angerichlet hat, zu dem das Gewehr auf eine viel weitere Entkernung noch eine starke Durchschlagskraft hat. Der Gesangenausseher be streitet bis jetzt, den Dod verursacht z» haben, doch hat die Ortsbofichtigui^, in Verbindung mit den nicht zu widerlegende» Feststellungen ergeben, daß das todbringende Geschoß aus gleichen, Material, wie die noch im Besitz des Schützen befindliche weitere Munition besteht. Tie Annahme, daß das Geschoß von der anderen östlichen Seite de-.- Hanfes verrühre und sonach von dem immer noch nicht ganz ver dachtsreien Schneider H., der anfangs sestgenoininen war, herrühren könne, scheint sonach gründlich widerlegt. W. be- finfaet sich noch aus freiem Fuße. Hessen-Nassau. c Rodheim a. d. B, !>. Jan. Tie Rodheimer Wald-, und Feldjagd ivird dieses Jahr neu verpachtet. Ter Orts - bezirk beträgt 823 Hektar, darunter 184 Hektar Qiemeinbe* watd. Dadurch, daß der sogenannte Heuchelheimer Wald mit 37 .Hektar nunmehr zu der Jagd gehört, hat diese an B? deutung sehr gewonnen. Ter bisherige Preis betrug «itlii Mk. fj F r o n h a n so n, 9. Jan. In dem nahen Wolsshansen gewahrte die Magd eines Wirts, als sie morgens den Heuboden betrat, einen fremden Mann, der aus ihr Schreien eiligst das Weite suchte. Cr hinterließ einen g orb, in dem sich außer Eß waren, die von einem Diebstahl her- rührten, zwei geladene Revolver befanden. X H a >i a n, 9, Jan. In der Chemischen Fabrik Cassella ii. Co. zu M a i n k u r wurde der 31 Jahre alte Arbeiter Peter Arnold durch den infolge Abspringens eines Autoklaven-, dcckels entstandenen Luftdruck von einem etwa isio Zentimeter lgihen Tritte mit Wucht herab geschleudert. Cr siel derart unglücklich aus den Hinterkops, daß er na ch kurzer Zeit starb. _ verrinsnachrichten. ** Im Evang. Arbeiterverein hält am Sonntag abend im Vereinslokal der hiesige Vertreter der Maggl-Wrrke, Herrsch we II d t. einen durch Lichtbilder entsprechend erläuterten Vor- trag über „C ine Fahrt um den Boden s r c". ** Großewießenersiarnevalsgesellschajt 1911. Wie uns mitgeteilt wird, sind für die erste Damensitzung große Vorkehrungen getrosten worden. Näheres siehe Inserat. — T i c bäuerische Seteinig ung hielt am Mittwoch, den 7. Jammi, im Cafe Ebel ihre erste diesjährige Moiiaisvcv- sauiniluiig, verbunden mit Geburlsragsjecer des kböiiigs Lud>«>, lii. von Bauern ob. Tic Feier verlief unter Minvirkung eines vor- trefklich,-ii TrompeieickorpS auf das schönste. »* Ter Gießener Fitherklub Aohttängleitsvereiii) bescherte auch in diesem Jahre 38 bedürsiigen Gießener Kindern zu Weihnaclüen. sträjtige Unterstützung wurde dem Verein von seiten Ser Burgcrichasi zuteil. 8. L a n g - G ö » «, 18. Jan. Ter Kaninchen und G e - slü gelzuchtverein hielt nach seinem einjährigen Bestehen sein.- Hauptversanrnilung im Saale der Ggstnirtichyst Henrich ab. Ter Verein jähtt jetzt 88 Mliglieder. C» wurde eine Neuwahl vorgenommen. Tanach wurden Vorftandsiiiilgliedcr : I. Vors. W. Merz, Installateur, 2. Bors. Karl Ang. Faber, Land- niit, Oti-' Vclie, Landwirt, >tail Kd. Schaler, Manrermeisler, Wilb. Müller, Landwirt, Kt Volle. üäiesgbrilant, Heinrich Jeiß, SKäfcferi'viteuit, 21. tVuidiart, Bahnarbeiter. Wi. Schäfer I , Maurerpolier, Karl Müllrr, stansnian» und W Brstckel, Itzeineindc- Cinnedmrr. UttkverirtätS'Nact-richtrn. — (s i* u e n n it n fl. Irnnnnt untrbc der bisherige Privat- dozent an der Berliner Universität Tr. Heinrich SvieS zum ordentlickien Professor der enqliichen Philoloaic in Greifsivald als Rachfolqer des zum 1. 2lpril 1914 von» Lehramte zurncklruen- den Professors Donrath. vertttiscikte». * Ter Neckar ist während ber Naevi bis heute früh 6 Uhr usii solchen Wassermassen über seine User getreten, baß das ganze Flußthal zwischen Plochingen und Eßlingen fast eine» einzigen See bildet. Seit vielen Jahren war ein iolüier Hochtoafserstanb nicht zu verzeichne». Brrkehrs- und Belriebssiöriiiigeii iinü allgemein eingetreten und da ein weiteres Sielgen des Wassers in sicherer Aussicht steht, läßt sich die Gefahr der Lage noch nicht einmal ge INI, übersehen. An vielen Orten sind die elektrischen Lichtleikimgen untcr- brochen. Tie Höhe des Schodens usird sich erst nach Tagesanbruch seststelleir lassen. ^ I m S ch ii e r st c d e n geblieben. Aus B lauen (Vogl- (aub), 9. Jan., ivird gemeidei: Heute nacht blieb bei der Station 1480 zwischen Schänberg und Reuth der Prrionenzug Nr. 214 im Schnee stecken. Cr war bis 18 Uhr oorniittags noch nick« frei, obgleich sofort ein Schneepflug lind ein. Hiljszug »lii Perioiial von Werdau abgegangei! war. Bei dein starken Siurm verwandelte sich der Regen und Schnee sofort in Eis. Tie Reifenden wurden noch nachts von einer Loloniotive nach Reuth gebracht. - Im Erzgebirge find am Freilag morgen ebenfalls zwei Inge im Schnee stecken geblieben, der eine zwilchen den Sialionen Scheiben - berg und Clteelein, der andere zwiiche» Meinersdorf und Thum, * Tie Rettungsstation S t o l p in ü n d e der Deiltscben Gesellschaft zur Rettung Schiifbrüchiger drahtet: In der Nacht auf den 9. Januar wurden von dem deutschen Dampfer „Slolp", Kapitän Schelz, gestrandet östlich der Molen, mit Gütern von Stettin nach Stolpmnnde bestimmt, zehn Mann gerettet durch das Reniingsbovt ,,Genernlposi- mefster" der Station Stolpmünde-Ost. * T u rch die Geistesgegenwart ei n t s S cl> isfsj n ii g e n wurde nach einer Meldung aus P a r i s die aus acht Personen bestehende Mannschaft des Seine» dampsers ,.Colibri" gerettet, der an einen Pfeiler der Pariser Brücke angerannt war. Schon war der Hinter teil des Dampsers überschwemmt, als der ltijährigc Schisfs- junge, bis zum Gürtel im Wasser stehend, das Rettungsboot losniachte und über Bord brachte, so daß die Mannschaft gerettet werde» konnte. Tos Schiss sank in wenigen Minuten. * Tie Stadt Wladiwostok wurde am Weihnachcsfesttog mm einem Sturm heimgesiicht, der zeitweilig die Starke eines Orkans annahm. Tas Teleobounetz und die elektriiche Be- lencvrung wurden beicbädigt, dir Höuser abgebeckt -Nb die Haus- lreppcn eingeristeo. Ter Sttaßi noerkeln ist iast völlig eingestcltr »ie naeti- sinel aui SonMliiz, 11, Jan, 1914, stehenden ACltlC toii 12 llir mittag« bis 12 IJlir nachts, nur für dringende Falle sicher anzutrefl'on: v ’•/, J>r. II iirIi m-r. Frankfurter Strasse 12. _ I>r. Sieinr»‘ich. iVqen Bäne 25. _ Für dringende Fülle ist :>.ni >onitl»jj, den 11. .Inn., sicher anrnti eiten: D **/, T’ohnois'lf Matz. Seltersweg 81. oluliUäl L i Fernsprecher 608. Amtlicher Wetterbericht. Ocssc>itiicher Wetterdienst, Gießen. Wetteransiichten in Hesieii am Sonntag, den 10. Januar 1814 - Mein wolkig, zeitweise ausheilernd, greinic Niederichläge, kalt, Nachtjrosl. Zchiirrbericht des Lchitiubs Sirhrn. ftoherodskopl: Bei leichlem Frost und klarem Wetlr- jrhr gute Schibahn, ö Itzraü gaste. 2Ienfckmee. Wester Iva it idineefra. kstztc 2 Tacforichtcii. Freiiprechung des Oberste» von Rritter und des- Leutnants Schadi! S l r a ß b u r g, 10. In». Im Prozeß gegen Oberst v o >> Reuter und Lentniint S ch ii d l wurde heute vormittag 10 - llt,r das Urteil verkündet. Es lautet auf Frei sprechung beider Angeklagieu wegen sümtlicher A n k l a g e ii ii » f t f. Die Kosten des Perfahrens tragt der Fislns. Ein n e u e r Prozeß o. F o e st u e r. Sl > aßbiiig , 18. Jan. Bor dem Obertriegsgericht begann heute vormittag 8,18 llhe die Vernsnngsoerliandlnng gegen Leutnant Fieiherrn oon Forstner wegen de» Dettweiler Falles De» Vorsitz jührt Oberst Mengelbier, die An- liage vertritt nriegsgerichtsrat I eigens, dir Verteidigung de, Z'ingeUagteu Hai Rittmeister Köhler vom 13. Dragoner-Regiment Hagenau, als Beisitzer inngieren Obr-rst iw» Scherl r n i n i und dir Hauptleulr oon Reitzenstein , von >! a l m und Vogrs, sowie Kriegsgerichtsrat Mcoes. B>ü Beginn der Verhandlung ist Oberst von Reuter anwesend, ebenso der Clie, de-.- I> eneialstabc-, i-tzrai von Walde esce. Vechandlmigssüheei ist Lbrrkriegsgerichlörat Etnrd. T t r a ß o n r g, 10. Ja» Im Prozeß gegen L t u t n a n t B o ti TV o r ft ner wurde heme ans den Verhandlungen bekannt, daß Foi ster am 17. November wegen des Ausdruckes „Backes" 6 Tage Stubenarrest erhielt. Noch ein Dementi Jzzet Paschas. Paris, l0. Jan. Jzzer Pascha erklärte dem .Manitan» tinoyder Korrespondenten des „Matin": Der Scherz fiat wahr- lidi lange genug gedauert. Ich beschäftige mich urchr mit den alba - Nische» 2lngelegenheire>r. Lediglich aus den Zeitungen habe ich erfahren, daß die Albanesen sich unt mir beschäftigen. T-oS ist ihre Sache. Ich bi» keineswegs Kandidat für den T h r o n 2l l b a » i« » S. Bekanntmachung Der Voranschlag der Gerneinde Reinhardshaiu für 1914 liegt vom 12. Januar 1914 an eine Woche laug aus unserm Bureau zur Einsicht offen. Es gelangt eine Umlage zur Erhebung, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden, Reinhardshaiu, den 8. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Reinhardshain. Graulich, Bekanntmachung. Der vom Gcmeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Rabcrtshansen sür 1914 liegt vom Montag, den 12, d. Mts. ab eine Woche lang aus dem Bürgcrmeisterei-Burea» dahier zur Einsicht offen. Die Beteiligten können innerhalb der Ssscn- legungssrist den Voranschlag einsehcn und bei dem Bürgermeister sctirisllich oder zu Prolokoll Ein Wendung erheben, Bemerkl wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen ist, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden sollen, Rabertshausen, den 10. Januar 1914, Großherzoglichc Bürgermeisterei, Reichhardt. r* Rabatt'"“" auf sämtliche Einzelpaare und verschiedene Restbestände werden zum Einkaufspreise abgegeben. Als besonders preiswert empfehle einige Gelegenheits-Käufe üÜ'iliOllEll' U. Ui in guten Qualitäten. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Leihgestern für 1914 R>. liegt vom 12. Januar 1914 ab eine Woche aus deni Bürgermeistercibureau zur Einsicht dcr Äelciligten offen. Einwendung«» gegen den Voranschlag können dorl schrisllich oder zu Protokoll des Uillerzcichneten vorgebrachl werden, Zn dc» vorgesehenen Umlagen werden auch die Ausmärker herangezogen. Leihgestern, den 9, Januar 1914, Großh. Bürgermeisterei Leihgestern, __ Heß _541 Jagd - Verpachtung. Mittwoch, den 21. Januar l. I., »achn:. 2 Uhr, soll im Gemeindesaal dahier die der Ge- mcindc Albach zustchende Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Albach. den 8. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Albach, Baiser. 542 Königliche Oberföritcrci Roßberg. 'Lost Trcibauirn. tf>£>(uicvf«nf du ich schriftliches Angebot ' Fichte: ^06 F»I. IH. vf. j Stammholz Babnstatiml Treibansen oder Londorf. Lrück Lranaen I. 5U. i'tt „ „ LI. Mleine Aenderrme.en im ,Hestgebalt Vorbehalten. . Gebote find uv I ,\m. oder 1 Starine jeber SHafie ab .'»uneben und mit der Erlfärnnn verleben, dan Bteter den rbm bekannten ^erkaufsdedingungen ebne ^orbehaft nch itnterwirst, mit der AufschriftHol-fverkant bis önr (Eröffnung mn A). Januar, vormittags 10 Uhr, etnzufcnden. Bedingungen hier einLufehen, 00 s früher Brauerei 02 .V Wtztt: ILii'»inzxei' prima ^siiendisr per Glas 1» Pjg,, per Maß 39 Psg. Ejhöhun^ des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preussischen Renten-Versicherunqs-Anstalt. Sofort beginnende fflciclibleibende Rente fürMiinner: beim Ei di nttaal t. (Jahrej: 50 55 60 65 J70 75 *.! lir 11i" „der Kial.v-V- - : 7,. IS 8.. M 9» . II.,. 14,.,,- 18.,... Bei längerem Aufschub der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. Frauen erhalten wegen ihrer verhältnismässig längeren Lebensdauer entsprechend weniger. Aktiva Kode 1912: 124 Tlitllonen Hark. Prospekte und sonstige Auskunft durch Chr.EmilDerschow in Frankfurt a M., Kaiserstr. 76 u. Kaiserplatz 17. ;5S5id Amateure! 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Waac« aassc. 10218 Ihrinn: Zst die Cjftnbnruttq versiegelt? 2eli$ ist, der da liefet uud die da bören die Worte _d er Weisiaauug: denn die Zeit ist nab e._ 3oiit«i, 18. Januar, 8'« Uhr, in Sfttni Karten: Reiohsgründungsfeier. Unter gütiger Mitwirkung v.Frl.4.8tsmmlek(Gesang), §errnJ.Hahn Stauiei^ii.b.BauerschenGesangverein. Festrede: Frhr. v. Victicghotf-Scbeel: „?er Ater ralensreiiijigkeit niiti unsere Xnttnidjfn" Eintritt 40 Pfg. -z>,i Mitglieder 20 Pfg. Veranstaltet vom Alldeutschen Verband. Konzerthaus ..Zum Vogelsberger Hof' SellorswesSO Szic&t&g ud folgcade Tage: Seltersweg 58 Großes huniorist. Bockbier-Fest Koazert von dem beliebten Dziaen*Trompoter'Ckor „Hiliszia“ ff. Bockvr&rstchen, Boekbierlesllieder sud -Mützcu 064 Zu zahlreichem Besuche ladet freund).ein önstavTrinkaos MaijentisGlier lürerbusi!! ßiesseii. Mittwoch, ileu 14. .launar 1014, abends 8 Uhr int Saale des Gesellsclinftsvereins (Sonnciistr.) -«5 118 S liOII III in der Uobertragung von Stefan George (4ÄÜ v orgelest n von HeiTn Dramaturgen Theodor Stiefenhofer (isctialWom). Tanzmusik Ph. Hofnimin. Tanzvergnügen im Ostend Sonntag, den 11. Januar._i'- 'I_Schlüter. ©iessenep Konzert-Verein 5. Konzert. Sonntag, U. Jan. 1914, naclim. 5 1 . Uhr, in der neuen Aula II. Kammermusikabend Vorverkauf in der Ferbev'schen Bnchhaml- I«»L, Seitenweg? 87. Preise der Plätze: I. Platz 2 Mk., II. Platz 1 Mk\. Studentenkarten 50 Pfg. Die ausserordentlich. Mitglieder zahlen auf Vorzcig e n der .M itgliedskarte halbe Preise. Üeieigsholee. Am Sonntag, den 11. .Januar IMifärkonzerf ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Infanterie* Regiments „Kaiser Wilhelm* unter persönlicher Leitung des Obermusikmcisters Herrn W. Löber. Anfarg > 5 hr. I01721 Eintritt 1.7 Pfg. üe« al-tes Donuerdtna. den 13. Januar lf»U, abend»' 8-' llbr, in Lteins Garte» wr K!ö ffck Daiaeiisilzüitn uiit nartnokaend. rbeinHche» Tanrieb. «Herren lind »miirlidi miisubrinnen) imtvv Mtmlrknna birtincv und aiiswär ! liacrtkariieualüten. Kiaitrilt ieiilichlieblich Tanzt: an der Kasse Mt. t. -. im Vorverkauf Hilf. —.80. .in da den in den r'iaarrein aeschSste» Todt. Vivüilr. ,!»d Marti t. -oeb, Badnboinr.. Lchariiiaii», Vindei, vtav, Naijercaic-, !,uier OUer, 2t. Salomo» t Isic., LN,»Ibras,e Ilenen Professor Theodor Kilian, Georg Knauer, Professor Ludwig Vollnhals, Johannes Hegar. »min: Quartette. Jtralv.ns oi>. öl Nr 2 A-moll; Beethoven 59 Nr. 2 E-nmlli Hnydn op. 20 Nr. 4 4) Nur. 1811) Eintri}f<;!rar!pn z» 5II,. :t.—, L—. 1.50. Stmlentenkarten Mk. 1— sind bei biuu lua&ai .cu 2/asl chtllier Mu»ik#llenhdle. (Telephon 071 t. für Studierende auch bei Hausverwalter Kitter und abends an der Kasse, zu haben. Kein WeinzUiana Ter Doritaiid. «onmaa, den I >. Ja»»»» !NI4, »bend« i Uhv. 5t» Mi».. I »cf. erster grosser - Maskenball «»lllM«l»WMWM! IDe oiges Erstautilihrungsrecht der ganzen Henny-Porten-Serie Heiiny Porten der Liebling aller Kinobesucher spielt die Hauptrolle in Herratess© M Ursel nt Ein fein-inniges KinolusUpiel in zwei Akten. Dieser, der 3. Film der H.-Porten-Monopol-Serie dürfte wohl zu den besten Film-Lustspielen, die bis jetzt gebracht wurden, gezahlt weiden. Wer herzlich lachen will, sehe sich diesen Film an. Bilder aus Oregon Prachtvolle und interessante Naturaufnahme. Willi isfungezoge» Reizende Komödie in einem Akt. Oer Liefie Flammen Ein Drama von grosser Wirkung und eindrucksvoller Gestaltung der Handlungen in zwei Akten. Irma weiß Rat! Eine ilusserst amüsante Liebesgeschichte in 1 Akt. Ausserdem div. erstklassige Einlagen Vorzügliche, stimmungsvolle Musik andsstofic, Irrigators nebst Ersatz- e Jen. 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