Nr. 5 Ter Sltheiter Anzeiger erscheint tägsich, außer Eonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Siezener.famillcnöläNee; zivriinalivöchenil.lkrelr- dlattfürhenlireir Sichen (Dienstag itnd Freitags: iweiinal monail, tane- wittschasillche öeitsiagen Fernsprech - Anschlüsse: iür die Redaktion 112, Verlag ». Exvedilio» öl bidreste iür Deoeichen: Anzeiger Gieße». Annahme von Anzeigen v>r die Tagrsninniner ins vormiUags » Uhr. Lrftes Blatt M» Iayrgang Mittwoch. 7. Januar I9H mger General-Anzeiger für Oberhessen Rotatikmzhruck nnö Verlag der Vrühl'schen Uuiv.-Vuch- v»d Sttindruckerei 8. Lange. BezuqSvrett: nlonatlich75M„vie«eI- jährlich Mk. 2,20; durch Abhole- n. Zweigstellen monatlich 65 PI.: durch diePost Mk.2.— viertel» jährl. auLschl. Bcstellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps., ausioärts 20 Plenniq Chesredakteur: A Goetz Verantwortlich sür den voll!. Teil: Aug. Goetz: sür .Feuilleton", ,Ver- mischteS" und.Gerichts saal": Karl stienralh; iür .Stadt und Land": Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. ^->^,"> 1 :' H^Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die Konkurrenz -es Prinzen Wied. Prinz Wilhelm Wied, der aus den, Neujahrsurlaub von Neuwied nach Potsdam zurückcgekehrt ist, hat eine unangenehme Ueberraschnng vorgefunden: Ti: mohainmc- danischcn Stämine Albaniens haben den jüngst von seinem 'Amte als türkischer Kriegsminister zurückgetretencn Jzzct Pascha zum Fürsten von Albanien auserkoren. Bereits soll eine geheim« Abordnung in Kvnstantinopel erschienen sein, um Jzzet den Wunsch des „albanischen Volkes" z» übermitteln. Also ei» richtiges Gegenstnckchcn zu der Potsdamer Deputation. Bereits sind auch ISO Freiwillige, dar- nnter eine Anzahl türkischer Offiziere, auf einem österreichischen Lloyddanipser von Konstantinopcl obgercist, um in Albanien die Führung der Bewegung zugnnsben Jzzet Paschas zu iibrrnehmen. z Mr wissen noch nicht, ob der Exkriegsminister Jzzct mit der ihm angetragenen Ehre eines albanischen Gegcn- löuigs einverstanden ist. Zollte er's sein, so darf Prinz Aied in ihin keitien ungefährlichen Partner erblicken. Jzzet Pascha hat gerade in Berlin mindestens ebensoviele Freunde als der Neuivieder. Vor 30 Jahren hatte er sein erstes Kommando nach Deutschland: lOlO wurde er von Kaiser Wilhelm zu den Paraden und Manövern ringelnden und mit dem Roten Adlerorden l. Klasse deloriert. Jzzet Pascha ist ein sehr lluger und tüchtiger Mann, der Initiative und Führereigenschasten bewiesen hat. Er ist geistig außcrordent- lich rege und beherrscht die französische und die deutsche Sprache vollkommen. Bon der albanischen Sprache und von Albanien überhaupt versteht er fürs erste sicher sogar mehr als der deutsche Prinz. Man darf auch nicht vergessen: Jzzet mit der niohaminedanischcn Bevölkerung Albaniens ergäbe einen bedenklichen Gegensatz zum christlickzen Wied und seinem Anhang. Ter deutsche Prinz wollte in der zweiten Hälfte des Januar fernen feierlichen Einzug in Albanien halten. Er glaub! wohl jetzt selbst nicht, das; das Programm sich rinhallen lassen ivird. Tie erste Schwierigkeit, die sich cntgegenrürmte, war die Wahl der Residenz. Ursprünglich hatte man Valona in Aussicht genommen; die Stadt liegt aber etiva eine halbe Stunde vom Meere ab. In trübeit Zeiten, die den: Prinzen nicht erspare: bleiben loerdcu, könnte dort der Zugang zum rettenden Schisse abgejckmitten werden. Man Hai deshalb Turazzo gewählt; hier kann der Fürst im ehemaligen türkischen Konak residiere», einem schloßähnlichcn Gebäude mit freier Aussicht auf bas Meer. Aber auch Turazzo wäre nur ein Provisorium, bis die eigentliche neue Hauptstadt gefunden ist. Welche Schwierigkeiten! _ Aber noch aus anderen Gründen ist jetzt zu vermute», dast Prinz Wilhelm Wied gar manche Woche in Potsdam auszuharren hat, bis das Zeichen zum Aufbruch nach Albanien gegeben werden kann. Immer trübseliger lauten nämlich die Meldungen ans Süd-Albanien. Die Frist zur Räumung des Landes durch die griechischen Truppen ist kürzlich bis zum 18. Januar verlängert worden. Die Umgebung des Prinzen aber befürchtet, daß auch dieser Termin nicht cingehaltcn werden wird. Der internationale Ab- grenzungsausschuß, der bestimmt war, die bedenklichen Grcnzlückcn im Süden Albaniens zu schließen, ist von den Griechen an die Lust gesetzt worden und mußte den Schauplatz nach Italien verlegen, wo es außer aus einem grünen Tische nichts abzugrenzen gibt. Wochenlang reiste der unglückselige Ausschuß in Süd-Mbanicn umher, ohne ans der Karte einen Strich ziehen zu können. Tie griechischen Truppen, die das Gebiet besetzt halten, sorgten dafür, daß mau leinen Atbanesen zu Gesicht bekam. Allerdings sollte sich der Ausschuß vor allem aus seine — Ohren verlassen, sollte horchen, wie innerhalb der Familien gesprochen wird, griechisch oder albanisch, u,ld danach sollte die Grenze gezogen werden. Tie Häuser der Albanesen waren aber entweder leer oder versperrt und verriegelt; wollte der Ausschuß solch ein verschlossenes Haus öffnen, so erhob sich sofort in der griechischen Presse ein surchtbares Geschrei; „Einbrecher, Barbaren, Schänder der Familienchre!" und ähnliche Liebenswürdigkeiten. Und dazu ringsum der Rus der angeblichen Bcvölterung; „Bereinigung mit Griechenland oder den Tod!" Während dieses aufreibenden Kieinkampses ließen sich die Griechen in Albanien immer häuslicher nieder und verstärkten ihre Position durch militärisch organisierte Banden, die den schönen Namen; die „heilige Legion" führen. Tie Tätigkeit der Legion ist natürlich „inoffiziell", die Athener Regierung wäscht ihre Hände in Unschuld und lehnt genau wie bei den Kreta-Aufständen die Berantloortung von sich ab. Wie mag da dem Prinzen Wilhelm Wied zu Mute sein? Die neuesten Berichte seiner Getreuen, die jetzt in Albanien Vorstudien zur „wirtschaftlichen Hebung des Landes" gemacht haben, sind auch nicht dazu augelan, die Stimmung zu heben. Jegliche Industrie außer einer Asphalt- sabrik in Balona fehlt. Bergbau haben die Türken nie geduldet; es ist doch sehr fraglich, ob das Land die versprochenen Mineralien wirklich enthält; die Untersuchungen französischer Ingenieure ircuesteii Datums hatten ein negatives Ergebnis. Tie einzigen AuSsuhrartikcl sind etwas Getreide und Oliven. Tie Landwirtschaft steht aus der denkbar tiefsten Kulturstufe. Die Arbeitsscheu der Albanier ist ja sprichwörtlich. „Aber sie werden prächtige Soldaten werden!" meinte ein Vertrauensmann der Wiedschen Pioniere, immerhin ein Trost sür einen preußischen Hauptmann. Die Eröffnung des elsak-!ot,Dinglichen Landtags. Straßburg, 6. Jan. Die feierliche Eröffnung der ziveiten Tagung des Landtages erfolgte um 41 Uhr im Kaiserpalast durch eine Rede des Kaiserlichen Statthalters Grasen v. Wedel, in der er u. a. aussührte, daß die finanzielle Lage der Reichslande eine Beschränkung der Ausgaben notwendig mache, die auch auf die Besserstellung der nichtetatsmäßig Angestellten, für die im Nachtragsetat Vorschläge gemacht werden, nicht ohne Einfluß blieb. Zur Besserstellung der finanziellen Lage ist die baldige Reform der direkten Steuern in Erwägung zu ziehen. Ter betresfendc Entiours werde nnvcrzüg- sich dein Landtage vorgelegt werden. Tie Erhebungen aus Anlaß des Wehrbeilrages würden ein Urteil darüber bilden lassen, ob eine Vermögenssteuer einzuführcn sein wird. 1 Ohne weiteres werde das Einkommensteuergesetz zur alsbaldigen Beratung gestellt werden. Neben anderen Frage», wie betreffend die Wiederverleihung rechtlicher Fähigkeiten, die staatlichen Kultusausgabeu ufro., die Verfassung der Kirche augsburgischer Konfession und der resor,inerten Kirche, betreffend die Losgescllschaftei, usw, ist die bedrängte Lage des Winzer st a n d c s für die Regte» rung Gegenstand ernster Aufmerlsamkcit. Neben dem Grund» steuernachlaß sind Maßnahmen vorgesehen zur Bekämpfung der Rebschädlinge. Weiter wird aus die abgeschlossenen und noch vorzunehmendcn Arbeiten der Rh ein regulier ung und des Kanalnetzes hingewiesen. Schließlich äußerte sich der Statthalter zu dem Wunsche der Volksvertretung nach Vereinfachung der Verwaltung dahin, daß die Bezirkspräsidien nicht beseitigt werden iönnen und die Bezirke als Sekbstvcrwaltungskörper bestehen bleiben sollen. Toch wäre es möglich, die Befugnisse der Bezirkspräsidicn aus dem Gebiete der allgemeine» Landespolizci und Gesetzcsaussicht zwischen den Ministerien und den unteren Verwaltungen aufzuteilcn. Bezüglich der Verwaltung des Forstwesens und des niederen Unlerrichts- wesens sind die Erwägungen angesichts der gegen eine Zentralisierung bestehenden Bedeuten noch nicht abgeschlossen. Erwünscht ist ferner die Regelung des Forstschutz- dicnstcs und der Besoldung der Gemeindeforstbeamlen, worüber ebenfalls dem Landtage eine Teutschrist zugeheu wird. Daraus erklärte Statthalter Gras Wedel die Äigung mit einem hoch auf den Kaiser für erössnet. Tie beiden Kammern des Landtages hielten heute Nachmittag Sitzungen ab zur Bildung ihrer Bureaus und Ausschüsse. In der zweiten Kammer betonte der Alterspräsident Bvurger in seiner Eröffnungsrede die politischen Schwierigkeiten, die zurzeit in Elsaß-Lothringen herrschten. Er wies besonders darauf hin, daß Elsaß-Lothringen als Glacis betrachtcl werde. Bei der Erwähnung der Zaberner Vorfälle stellt er zunächst das Bestehen einer militärischen Nebenregierung fest. Dem Reichstag müsse man deshalb dankbar sein für seine Stellungnahme zur Wahrung der elsaß-lothringischen Inter» esseii. Die Schuld an der Zuspitzung der Verhältnisse trage allein die unzulängliche Verfassung. Eine Aenderung könne erst dann eintrcteu, ivenn Elsaß-Lothringen mit den übrigen Bundesstaaten vollständig gleichberechtigt sei. Die Rede wurde öfters von Beifall unterbrochen. Vcutscbe» Reich. EinTelegr ammdeS Kronprinzen? Wie der „Lok.» A»z." von maßgebender Stelle erfährt, ist ein Telegramm des Kronprinzen an den General ».Deimling aus Anlaß der Zaberner Vorgänge mit dem Inhalte: Immer feste drani! Friedrich Wilhelm, Kronprinz, nie an General v. Deimling gerichtet worden. Eine städtische Arbeitslosenversicherung ist jetzt in Frankfurt a. M. eingcführt worden. Als Voraussetzung für die Gewährung der Arbeitslosenunterstützung ivird gefordert, daß der Arbeitslose seit mindestens einem Jahre ununterbrochen in Frankfurt gewohnt hat und nicht nur vorübergehend als Arbeitnehmer in Stellung gewesen ist; ferner muß der Arbeitslose einem Gewerbe augchörcn. Lin bedenklicher verkauf des Landesmufcums. In hiesigen Gesellschaftskreisen erregt recht peinliches Ans- scben ein Borlonmnns, dessen Unterlagen auch bereits in einem radikalen Blatte Anlaß zu wenig schineichelbaiten Benierkungen geboten habe». Ter Kern der Sache ist folgender: Zn den frühe- stcn Beständen unseres in dem herrlichen Mcfsclschcn Prachtbau dem hofthcater gegenüber neu crrichicten L a n d csm u s e u m s gehören die berühnitc» Sammlungen, die schon vor mehr als hundert Jahren der Kunsvnäcen Baron hüpsch als Grundlage sür ein hessiiches Muicum gespendet hat. Später traten umsgng- rciche neue Erwerbungen und weitere Stiftungen hinzu, darunter die des verstorbenen Professor Scriba, der lange an der Universität in Tokio als Lehrer tätig war und bei seinem Ableben ieine japanische Sammlung dem LandeSmujenm vermachte. Von dicicn Sammlungen ist nun kürzlich hier in aller Stille ein beträchtlicher Teil i in R a m s ch a» einen Darnistädler Kunst- und Antiguitätenhändler »er kan st worden. Ein Mitglied der Familie des ProicssorS fand ganz zufällig bei dem betreiiendcn .Händler verschiedene Gegenstände, die ibm bekannt vorkamcn und er wurde aujs böchstc bestürzt, als er bei näherem Betrachten verschiedentlich die im Landesmuseum übliche Aufschrift „Scriba- sche Stiftung" las. Ter .Kunsthändler erklärte aui Befragen, dast er diese und viele andere Sache» ant ganz legalem Wege von der Mulenmsdirektion erworben habe und die weiteren Nachiorjchungen best ätigen die Richtigkeit dieser Angaben. Man beabsichtigte, eine neue wertvolle Madonna in seltener, liegender Tarstcllung zu einem hohe» Liebhabcrorcis zu erwerben und da hierzu die erforderlichen Mittel fehlten, beschloß man, diese durch Vcräußc- rung eines Teils der erwähnten Sammlungen zu beschaffen. Ten hauptbestand dieser wohl als überflüssig oder gar als künstlerisch wertlos crachietcn Veränsterungen bildeten etwa 30 verschiedene Majolika-Handteller und Platten ans der italienischen Früh- renaissanec, Fayencen mit farbiger Malerei, darunter Gabis- nnd Ulbino-Stückc. um deren Besitz uns manches große Muienin beneiden könnte Weiter nxrtoollc GlaSovkale, Elfenbein,'chnitze- reien und der Teckrncinband einer Bibel aus der iFrührenaiiiance, der reich mit Edelsteinen beseht ist. Aus der iapanischen r-.nnm- l„ng wurden veräußert eine Anzahl älter Basen, Elsenbcrnjitmive- reien, alte aLct und Mctallarbciten, Bronzen usw.. die :cdlx!> obendrein nach nieist als Zugabe z>i den übrigen Gegenständen gegeben irwrden sein sollen. Der Gesamterlös aus allen diesen Sachen soll 3s 000 Mark betragen haben, während der reelle Wert re» Sachverständigen als viel höher geschäht wird. Angesichts dieses höchst eigenartigen Vorgangs must man doch die Frage erheben; Warum hat man die ganze Verkauisangclcgen- heit so geheimnisvoll betrieben und die Sachen, wenn man sie nun cinmal durr!>au-" veräußern zu sollen glaubte, nicht öiientlich zum Verkauf auSgobaten oder bekannten Liebhabern zugänglich gemacht? Wenn da? Lairdcsnruienm wirklich eine so günstige Neuerwerbung machen wo!li.' — wofür ja im Augenblick noch jede Beurteilung fehlt — so hätte sich nach unserem Dafürhalten doch auch wohl midi ein anderer Weg zur Aufbringung der erforderlichen Mittel studcri lassen, als diese zum ininbestcn nicht gerade sehr pietätvolle Veräußerung von zahlreichen Stücken aus grscheuk.en Sammlungen ! Man wird sich noch lcvhosi des Unwillens erinnern, der dadurch hervorgerufen Imirdc, daß im vottgen Sommer das Tarm- städtcr hosiheatcr eine groß- ?lnzahl wertvoller stiüstungcn, Harnische, Massen usw. unter der Hand -u .eineni Spottpreis an einen hiesigen Ländler veräußette, die aus dem (siießener Ze»g- hans stammten und vor langer Zeit dem hoftheater überwiesen worden waren. Warum hat man die damals gemachten Erfahrungen nicht beherzigt und jcßt abermals eine Handlung nntenwmmen, die aller Voraussichl nach noch viel Staub aufimrbeln und berechtigte scharse Kritik Hervorrusen wird? Der deutsche Erfinder des Fernsprechers. Tie ztvcitc Januattvodze ttist uns in zwei Gedenktagen die lange verkannte und vergessene Gestalt eines deutschen Erfinders ins Gedäckstnis, dem wir die eigentliche Schöpfung de- Fernsprechers verdanken. Am 7. Januar sind 80 Jahre vergangen, seü Philipp Reis zu Gelnhausen, wo heute ein Denkmal sein Andenken Ivach erhält, das Licht der Welt erblickte, und ani 14. Jannor sind 40 Jahre dahin, daß er in bescheidenen Verhältnissen seine 'Äugen zur letzten Ruhe schloß, ohne mit seinen evochc- machende» Ideen durchgedrungen zu sein. Eine leidenichaftiichc Lieb- zur Phvsik bestimstttc Leben und Bildung des jungen Mannes, der den Kausmannssrand verließ, um seine natunvissensdwitlichen Studien vstegen zu^ können. Er wurde schließlich als Lehrer an der Garnierschcn Erziehungsanstalt zu Fttedrichsdors bei Homburg v. d. Höhe angestellt und widmete sich nun seinem Licblings-- plan, ein „Telephon" zu erfinden. Solche „Telcvhonc" waren schon seit längerer Zeit in der elektrisclun Technik l-ciinisch; es waren ?lvparatc, die auf elek- trischcni Wege inittels hörbarer Zeichep Signale nach cntsernten Orten übermittelten. Ter Vernich, die damals bereits ziemlich vervvllkoinmnetc Telegraphie auch a»f die Sprache zu übertragen, lag in der Luft, Reis ging von der Beobachtung des Phhsikers Page au-, der schon 4837 testgestellt batte, daß z. B. eine Stricknadel einen kurzen Ton von sich gibt, wenn in einer sic nmz- gcbendxn Drahtspule ein galvanischer Sttoni entsteht und auihört oder periodisch seine Stärke verändert; er kanstruiette min einen ganz einfachen Apparat, den er am 20, Oktober 186t im Hörsaal des vhuiikalischen Vereins zu Frankstirt a. M, zum erstenmal einer zahlreichen Zuhörerschaft vvriühtte. Dieser Tag ist der Geburtstag des Telephons, In dem Vottrag, durch de» Reis seine neue Er- iindung erklärte, ging er vom menschlichen Ohre aus, „Wie hier iniolgc der zum Trommelfelle gelangenden Schallwellen dieses in Schwingungen versetzt wird, welche ein mit derselben Ge- sckiwindigk-it erfolgendes Aufheben und Nicdersallen des Hammers aui dein Amboß iKnöchelchcn im Ohri bedingen und hierdirrchl nalh dem Labyrinth geleitet und dem dort endigenden Gehörnero übermittelt werden, io läßt Reis in seinem künstlichen Ohre den Strom einer an dos Hämmerchen einerseits und an den federnden Amboß audeffeits angeschlosicnen galvanüchcn Kette durch die gegen die Membrane drängenden Schallwellen abwecbselnü unterbrechen und schließen. In diesem Stromunterbrecher — dem „Geber", wie wir heute sagen — liegt das Wesentliche der Reisschen, Erfindung." So schuf er also ein „lünstliches Ohr", das seine Zwecke in geradezu wundersamer Weis« erfüllte. Er betonte ausdrücklich, „daß außer der menschlichen Stimme ebenso gut die Töne guter Orgelpfeifen und des Klaviers reproduziert werden können, wenn man den Avarat aus de» Resonanzboden des Jn- itruments setze". Sogar bei verschlossenen Fenstern und Türen mäßig laut gesungene Melodien wurden in einer Enticrnung von 300 Fuß deutlich hörbar. Reis brachte seinen stlvporat auch in den 'Handel und ließ an- kündigcn, das; dir Mcclianckcr Wilhelm ?llbcrt in Frankfurt a. M. das Instrument zu einem billigen Preise etwaigen Liebhabern überlasse. Seine Erfindung fand jedoch keine Beachtung, nirgends winden seine Bestrebungen untentützt. Selbst eine angesehene Zeitschrift, die Poggcndorfschen Annalen, wcigettcn sich, eine wiisen- sd,aftlic!>e Erörtcrnng von Reis über sein Tclevhon auszunehmcn und sandten ihm die Arbeit zurück mit dem lakonischen Bescheide; „Unglaubhaft." Zwei Jahre nach dem Tode des ^.Vaters des Telephons" trat dann der Amettkancr Graham Bell mit seiner Erfindung des elektromagnetischen Fernsprechers hcrror, der wahrscheinlich die Erfindung von Reis gekannt hat, aber nun erst nnt seinem ?lpvarat der Idee des Fernsprechers zu ihrem Weltsicgc vcrhalf. — T i e Ebern bürg. Aus Kreuznach geht der Frkit. Ztg. folgende Zuschiist zu - Sie brachten eine Nachricht/ daß der Kaut der Ebcrnbnrg niemals von den Kreuznacher Franziskanern beabsichtigt worden sei. Ich bezweiile nicht, daß die stluskunft ge benden Brüder sich im guten ltzlanbcn bciandcn, wenn sie das versicherten. Aber cs liegt der Wortlaut einer Anträge bei einem Agenten vor im Interesse der lErwcrbung der Ebernburg durch Franziskaner. Ferner; die Z c n t r u ms v r esse selbst hat diese Absidit zugegeben. Nur betont sic, daß aui der „Trutz- bnrg von Siksingen und Gen." nicht ein Kloster, jandern ein Krankenhaus, von Brüdern geleitet, gedacht sei, Jd> halte es iür sehr gciährlich, sich in Sicherheit einwiegen zu lassen. Tat- iächlich besteht die Geiahr, daß die Ebernburg Ordens- gut wild, und nicht umsonst rühtt cS sich nnter'den Evangelischen und unter den sür freie Gesinnung in politischen und kirchlichen Tinge» eintreienden Deutschen. Große und kleine Summen wurden schon gezeichnet, um die Burg der Allgemeinheit zu erhalten. Weitere Zahlungen für diesen Zweck können an die Kveis- kommiinalkasie Kreuznach, Posft'checkkonto Köln Nr. 2271 mit dem Vermerk „Für die Ebernburg" gemacht werden. Ich gebe Zeichnungen gern an die Sammelstelle weiter und bin zu jeder Auskunft bereit. Frau Elisabeth Krukenbcrg, Kreuznach. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen» schaft. Ter Schriftsteller Julius Freund, Veriasscr der im Metropoltheaier auigeiühiten Revuen und Lveretten, ist heute mittag im Alter von 5t Jahren in Parlcnkirchcn gestorben, — Professor Schleich und Dr. Fried mann sind nach Davos abqereist, um einer Aufforderung zu folgen, dortige Tuber» kulvsc-Paticntcn nrii dem Friedmannschlm Mittel zu bchandelu. demzufolge ihm die Verrichtung von städtischen Notstand-? arbriicn nicht znaemutet lverden kann. Die täglich: Unter- stnzunr, l eirügt ,0 Pfg. für Unverlieiratetc und eine Marl für Verheiratete, und kann bei letzteren für jedes von dein Arbeitslosen versorgte Kind unter 16 Jahren um 15 Pfg. bis zum Betrage von 1.60 Mk. ^ ranfgefetzt werden. Die Besteuerung der Zünd Holzers atz- mittel. Die Gcsanitsitzung der Kasseler Hände lskam- m c r hat es a b g e l e h n l, sür eine Besteuerung der Zündholzersatzmittel einzutreten, namentlich aber für eine Besteuerung der sogenannten Rädchen-Feuerzeuge beim Bundesrat einzutreten. Als Begründung wurde angeführt, daß eine Notlage der Zirndholzindustric nicht mehr vorliege, außerdem könne die handelslammcr aber nicht die Hand bieten, einer jetzt blühenden Industrie durch eine Steuer Schwierigkeiten zu machen, nur um einer anderen Industrie kleine und unbedeutende Vorteile zu verschaffen._ Aurlanv. D i c Reformen in O st a n a t o l i c n. Aus Ko n st L n - tinopel wird berichtet: Die Besprechungen des russilchcn Botschafters v. Gicrz UND de- deutschen Botschaftsrats v. Mut, ns mit dem Großwesir über die Resormen in Ostanatolien und noch nicht abgeschlossen. Ter russische Bolschaster verschob seine Abreise und unterbreitete einige neue Vorschläge. Kirche unfc S«l)«le. Bon der Freien l a n d c s k i r ch l i ch e n Vereinigung sür daS Großherzogium Hessen wird uns geschrieben: Die aus den 2. Januar cinberusene Hauptversammlung tagte diesmal in Tarmstadt und war sebr gut besucht. In den Vorstand wurden neu gewählt: die Kreisschutinspekloren Andres ui Lautcrbach und Professor Tr. Frcnzcl in Tarmitadt sowie Pir. Schmidt- Grünbcrg. Für die Bezirlsversammlungen des nächsten Jahres schlug Pfarrer Freundlieb - Vilbel eine Reihe von Vcr- handlungsgcgcnnänden vor. Da die Verhandlungen über diese Punkte der Tagesordnung reichlich Zeit erfordert hatten und die zu dem Vortrag von Pros. l>. Radc aus Marburg über ,,T h e o - logen und Laien" zahlreich erschienenen Nichtmitglieder Einlaß begehrten, wurde die geschlossene Hauptversammlung ausgesetzt und nach begrüßenden Worten des ne l.citreteiideu Bors tzenden an den nun erweiterten Kreis dem Redner das Wart criefft. An den Vortrag Rades schloß sich eine Aussprache, an der sich Theologen und Laien beteiligten. Es wurdeu verschiedene durch die mit lebhaftem Tank und Beifall ausgcnommcncn Aussübrungen des Redners angeregte Fragen erörtert: die durch die Betonung des Lilnr- aischen veranlatzte Verstärkung des priesterlichcn Charakters der Piarrer, das Ertragen fremder Begriffe in den religiösen Zeugnissen der Vergangenheit, die Notwendigkeit der Beteiligung der Theologen am VoikSbildnngswescu sowie der politischen und der sozialen Bewegung, die mangelnde Kenntnis der Laien in kirchlichen und religiösen Dingen und ihr geringes Verständnis für den Wert der kirchlichen Gemeinschaft, das Versagen gerade der intelligenten Schicht bei der Ersüllung der kirchlichen Pflichten, die Passivität der Laien, die in ihren Anschauungen »nangciochten bleiben, wo der Theologe gemaßregelt wird, der Ausbau der kirchenver- sassungsmäsjigen Organe der Äirckse, die Schulung der Laien zur Mitarbeit in kirchlichen Dingen Ui'w. In der sodann wieder auigenommcnen Versammlung wurde zunächst der „F a l l F u ch £>" besprockten und folgende Entschließung gefaßt : „Tie Freie landeskirchliche Vereinigung sür das Großhcrzog- tum Hessen bedauert im Interesse der coangclischcn Kirche und Frömmigkeit l. daß das Konsistorium in Münster eine deutsche evangelische Gemeinde nach langjähriger KampseSzcit nicht z» ruhigem Gemeindeleben kommen läßt: 2. daß es Pfarrer Fuchs von dem Amt, zu dem er einstimmig gewählt war, serngehalten hat tuegeu eines Protestes gegen ein Kirchengesetz, den er a»S Gcwisscnsgründeu und auS Liebe zur evangelischen Kirche erhoben hatte ; 3, daß es einem evangelischen Pfarrer die ZnmuMng gestellt I,at, einen ans religiösen Gründen erhobenen Protest zu widerrufen, um sich den Zugang zu dem Dortmunder Pfarramt zu rröfsnen. — Die Freie landeskirchliche Bereinigung spricht Pfarrer Fuchs, dessen religiöse Krall und segensreiche Arbeit in der hessischen Kirche fite sie außer Zlveifel steht, ihr herzliches Vertrauen aus." Den Schluß der Verhandlungen bildeie die Erörterung der Leitsätze, die der Vorstand zu der bevorstehenden Revision des hessischen Volksschulgesetzes misgesiellt hatte und mit denen er sich noch weiter bcsck»stigcn Ivird Sie fanden die Billigung der Versammlung und werden demnächst veröffentlicht werden. — Deutsche Handwerker beim Papst. Aus Rom, vom 6. Jan., wird berichtet: Ter Papst empfing heute 150 junge Leute des Vereins katholischer Handwerker in Deutschland, die vvn Piarrer hurth gerührt wurden. Nachdem der Papst den Saal, in dem die jungen Leute sich vcrsammeli liattcn, betreten hatte, bot er ihnen die Hand zum Kusse, während sic eine religiöse Hymne längen. Darauf setzte sich der Papst unter sic. Pfarrer Hcnzler versicherte ihm im Namen der jungen Leute ihre Ergebenheit und bat ihn um den aposwliichen Segen sür den Verein und für die Fahne des Verbandes der katholischen Handwerker, der die Feier seines öOjälrrigen Bestehens beging. Der Papst dankte in seiner Antwort zind wünschte dem Verein alles Gute Er dankte vor allem den jungen Leuten, daß sie nach Rom .gekommen waren, um ihren Glauben dar,„tun und ihre Anhänglichkeit dem heiligen Stuhl gegenüber zu bezeugen. Der Papst iegnete die Anwe'enden, ihre Familien, den gesamten Verband und schließlich auch die Fahne. Ter Ausschuß des Verbandes und daS römische Komiicc statteten daraus Merry Hel Val einen Besuch ab. Au» Stadt und fand» (Siieften, 7. Januar 1914. Die städtische Ueberlandzentrakc Kiesten. _®it erhalten folgende Zuschrift, deren Ansragen an die Stadtverwaltung hoffentlich beantwort:! werden können; Unter Bezug,lahme aus Ihren Artikel in stkr. 3 vom 5. 1. 14 wäre es zur Klärung der Sache sür die Oessentlichkcit und die Steuerzahler interessant, Ausschluß über folgendes zu erhalten: 1. Auf Grund welcher Voranschläge wurden die Fernleitungen und die Ortsleitungen vergeben? Ist es wahr, daß keine öffentliche Ausschreibung statifand, sondern die Aufträge freihändig, o hn c Kv n kn r r e n z p r e i sc einzufordern, den Siemens-Schuckert Werken vergeben wurden? Fand diese Vergebung durch die Stadtverordneten oder durch die Tircktivn des Elektrizitätswerkes statt? Wo- durch überzeugte man sich davon, daß die Preise, die man bezahlte, nicht zu hoch seien? 2. Aus Grund welcher technischen Erfahrungen wurden Fernleitungen und Transsormatorcn- stationen gebaut? Wäre» da nicht Ersparnisse möglich gewesen? Tic Leitungen der Provinz und der Bnderasw.-cke scheinen billiger gebaut zu sein? Bor allem sind bei d:r Leitung vom Werk nach Wieseck sehr tm,re schwere Maste auf kurze Entfernungen ausgestellt! hatte die Stadt Gießen einen sachverständigen für die Ueberlandzentrale ähnlich wie die Provinz und die Budernswerie ihn haben (Herrn Geheimerat .Kittlrr von der Tech». Hochschule in Darmstadt und Herrn Banrat Schöberl?) 3. Aus Grund welcher Rentabilitätsberechnung hasst die Stadl Gießen U e b er sch ü s s c zu mad)en'> Die Provinz rechnet bekanntlich sür die ccsten Betriebs- fahre mit keinen Ucberschüjsen aus dem Kraftwerk Walsers- heim, sondern mit erheblicizen Zuschüssen, lrotzdcm die Provinz große Gemeiirden und Städte angeschlossen hat, ivas bei Gießen nicht der Fall ist. ^ ** Tageskalender sür Mittwoch, den 7. Jan.: Stadt- thcatcr: »Die Zarin.' Ansang 7 Uhr. ' Der Großhcrzog hat folgcndcn Beamten der Hessisch-Preußischen Eisenbahngeineinschast, auS Anlaß ihrer am I. Januar 1914 erfolgten Versetzung in den Rnhestand, folgende Auszeichnungen ocrlichcn: den, Schaffner Johannes Walter zu Tarmstadt, den, Weichensteller Philipp ^rrgcr zu Alsheim dos Allgcnieinc Ehrenzeichen mit der Jnschriit .Für treue Simile*. "lieber die Steuerfreiheit der Veschäf ts- automobile hat soeben das O b c r la n d es ge r r ch t eine wichtige endgültige Entscheidung getroffen. r.cr Inhaber eines Fahrrad- und Nähmaschinengeschästs hielt ein Geschäftsautomobil zur Beförderung seiner Waren nach entfernteren Orten der Umgegend, das als solches ste uersrer war. Der Geschäftsinhaber wurde aber eines Tages dabei bctrossen, als er ohne Waren in Begleitung seiner Frau eine Ausfahrt niachte. Ta somit scstgcstrllt war, daß der Geschäftsinhaber sein Automobil auch zu Per- sonensahrten benutzte, erfolgte Anzeige bei der «teuer- behörde und Strafbescheid. Aus den dagegen erhobene,, Ern- spruch erkannte die Strafkammer auf Freisprechung mit der Begründung, daß sür die Beurteilung d,e hauptzwcckbestim- mung des Automobils maßgebend sei. Ta seststehe, daß der Hauptzweck der Geschäftstransport von Waren sei, so könne eine nur ausnahmsweise Benutzung des Kraftwagens zum Personenlranspvrt auch die hauptsächliche Zweckbestimmung nicht ändern. Das Oberlandesacricht ltzit jetzt dieses Urteil ausgehoben und entschieden, daß jeder zum Personentransport benutzte Kraftwagen, auch weirn dieser nur vereinzelt erfolg:, der Besteuerung unterliege. Der Geschäftsinhaber wurde deshalb der Steucrhi'ul erzieh uug sür schuldig beftindeu und zu einer Geldstrafe verurteilt; er hat auch die Kosten aller drei Instanzen zu tragen. ** hessische Landwirtschastskammer. Ter ge- stcin vormittag 1» Uhr von dem Vorsitzenden der LandwiltschastS- lämmer, Oekonomierat Walter, erössncte Vortragskursus war sehr zahlreich von Landwirten auS dem ganzen Groß- herzvgtum besucht. — Als erster Redner behandelte Gcheimerat Prosessor Tr. Edlcr-Jena das Thema: lieber einige wichtige bctricbSwirtschastlichcFragcn. Redner behandelte ins- besondere die Frage über Zweck und Ziele im Gutsbetrrcbe, das Verhältnis und die Athängigkeit des Reinerirags vom Rohertrag und die Faktoren, die aui beide Einfluß haben. Ferner sprach er über den Einsluß der Arbeitskosten und des Preises der Produkte aui den Ertrag. Bezüglich der Ausdehnung der Nutzviehhaltung kam er zu dem Ergebnis, daß sie im allgemeinen den landwirtsch. Betrieb rentabler mache, daß aber die Ausdehnung von Fall zu Fall zu entscheiden sei. Das gleiche gelte für die Frage, ob intcnjio oder extensiv zu wirtschaften sei. —- Ten Meilen Borirag hielt Prosessyr Tr. Kr a c me:- Hohenheim über das Thema: Uebcr die Ziele in der R i irdv ic h z u chtz. Ter Redner stellte fest, daß das Zuchtziel iich ausbaucn müsse ans der Grundlage, die im Laute von Jahrzehnten geschaffen sei: ob die Wahl dieser Grundlage bezüglich der Raffe damals richtig gewesen sei, könnte heute nur geschichtlich betrachtet werden. Das Zuchtziel müsse bestimmt werden durch die gegebenen wirt- schaitlrchcn, Absatz- und betriebsicchnffchen Verhältnisse des betreffenden Landes. Tic Rinüvichzncht Hessens müsse auS der Zucht des Simmentaler Rindes oder des LandschlagcS das Tier heronszüchten, das den Ansorüerungen der kleinbäuerlichen Betriebe entspreche. Tie Zucht des schwarzbunten Nic- derungsrindcs sei unbedingt ein Fehler. ■** © t a b 1 11, e o t e t. Man schreibt uns: Zur Erstaufführung von Ost. Wildes Schauspiel „E i n c F r a u o h n e B e d e u t n n g" am kommenden Freitag dürste einiges aus der Besprechung der „Frankfurter Zeitung" bei der Erstausführung am dortigen Schauspielhaus interessieren. Es heißt da: „Als charmantesten Causeur empiand man zweifellos Herrn Oskar Wilde, ob er nun die Gäste auf Lady hunstantons Landhaus mit seinen ebenso paradoxen wie unmoralischen Maximen erschreckte oder mit der interessanten Mrs. Allonby flirtete und ein graziöses Florettgesecht spitziger Frivolität führte oder ob er dem guten Järngen. -Gerald Arbuthnot bet einem Glas Champagner die seine Kunst epikuräischcr Lebensführung dozierte. Wenn er so in seiner skeptisch überlegenen 2?rt über Liebe und Ehe, über Vernunit und Lcidcnschast, über Häßlichkeit und Schönheit der Frauen, über das wahre Wesen der Männer und den Grundzug der Gesellschaft philosophierte und medisierte, dann hörte man ihm mit dem größten Vergnügen z», freute oder gruselte sich über das schöne wilde Tier, däs sich da so erstaunlich produzierte. ** Diebstahl. Gestern abend wurde die in einer Gartenhütke der oberen Bahnßofstraßc zum Trocknen ausgehängte Wäsche gestohlen. Der Diebstahl ist gegen 8V» Uhr ausgesührt worden, denn als der Eigentümer, der zwei Stunden später seinen Berlust bemerkte, in der Nachbarschaft Umfrage hielt, konnte die Täterin fest gestellt werden. Einige Personen hatten nämlich zwischen 8 und 0 Uhr eine sehr verdächtig aussehendc Frau gesehen, die ein Bündel mit Wäsche aus dem Rücken trug. Der Name der Frau konnte festgestellt lverden. Die sosort herbeigerusene Polizei nahm noch in der Nacht eine Haussuchung bei der Verdächtigen vor und fand die Wäsche vor, deren Wert sich ungesähr aus 40 Mk. beläuft. Tie Täterin wurde in Haft genommen, da die Möglichkeit besteht, daß sic an den anderen Einbrüchen beteiligt ist. "DieTheaterbejucher (Fußgänger) werden, wie uns von maßgebender Stelle mitgeteilt wird, ersucht, nur die neben der Auffahrt zum Theater gelegenen Fußsteige oder die anderen durch die Anlagen führenden Wege zu benutzen umd das Theater nur durch die seitlichen Türen unter den Balkonbauten zu betreten und zu verlassen. Jedes Betreten der Fahrbahn ist nicht nur störend sür den Wagenverkehr, sondern auch gefährlich für die betreffenden Personen. ** Eintritt Freiwilliger im hiesigen Rest i nr e n t. Das Regiment bittet um Aufnahme nachstehender Notiz: Jungen Leuten, die beabsichtigen. bei dem Infanterie- Regiment „Kaiser Wilhelm" Nr. 116, sowie bei der Ma- schinen-Gewchr-Konrpagnie in Gießen in diesem Herbst als Freiwillige einzutreten, ivird dringend geraten, sich den Meldeschein vor der Musterung zu besorgen, weil ihnen später Schwierigkeiten entstehen/Die Meldung aus dem Regimentszimmer kann an jeden, Dienstag vormittag erfolgen. Besonders erwünscht sind: Schuhmacher, Schnei'- der, Sattler, Sck,miede, Stellmackzer, Schreiner, Schlosser, Köche, Maler, Weißbinder. Mechaniker usw. Landkreis Gießen. « t a u f e n b e r g, 6. Jan. Am Montag wurde der Cmtvohner Z. von dem Wachtmeister Brück-Lvllar verhaftet Wie man Hort, soll er dem Gericht vorgefllhrt werden da er sich mehrmals der Verhandlung entzogen hat Es sollen ihm viele Falle von Zechprellereien und Schwindeleien zur Last gelegt werden. Kreis Schotten. M Babenhausen. 6. Jan, Bei der Gemeinde. ratSwahl im September wurden Konrad Hosmann IV., August Wenzel und Wilhelm Jung gewählt. Auf ein ano- ngineS Schreibe» hin wurden voui streisauit Schotten, wegen Unrcgcliiiäßigkeiten vor der Wahl, Erhebungen angestellt. Daraushi» ist die Wakl von dein llreiSauSschuß Schotten für ungültig erklärt worden. ■i. Sichenhausen, 6. Jan, Am 5. Januar wurde Sic Inestge Lehrerstelle durch Lehrer!a»nisberg steht. Der Redner glaubt mit Bestimmtheit, daß Ausgrabungen in der llmgebwig des Turmes zu bedeutsamen Funden und Ergebnissen sührcn werden. t. Vilbel, 7. Jan. Ein dieser Tage von Frankfurt kommendes Fuhrwerk kam in der Frankfurter Straße ani Schöllbcrg ins Rutschen und riß mehrere dort angcpslanztc Bäumchen um. Ten Fuhrmann trifft keine Schuld. Der llnsall ist daraus zurück- zusühren, daß die Straße sehr glatt war. — Aui nächsten Sams tag veranstaltet der Ausschuß sür Volksvoilcsungen im Saale zuitt Piau einen Theaterabend. ES kommen zur Aui- sührnng „Tic lustigen Weiber von Windsor", von Shakespeare. — De, Deutsche Flottcnvercin — -Ortsgruppe Vilbel — veranstaltet nächsten Sonntag im Saale zum Kühlen Grunde zwei Lichtbilder- Vorführungen, bei denen -Oberbürgermeister a. D. Schäfer aus Tarnistadt über die Notwc»i»gkeit einer starken demschen Flotte spricht. Starkcnbury und Mhciiihcssen. m. Offcnbach, 7. Jan. Nach den bei dem städffschen Steneramt gemachten statistische» Auszeichnungen betrug die E i n - w-v h n e rz a h I der Stadt Ojsenbach einsch-l. des Stadtteils Bürgel am I. Jannai 1914 81380. Am l. Januar 1910 zählte Oitcn- bach 16 806 Familien und 75 593 lftnnwhner. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 6. Jan. In der heute abgchal- tcncn Vollversainmluna der Ha n d e l s kam m e r wurde Geh. Kommerzienrat A. Haurand, der seines hohen Alters tvegen auf eine Wiederwahl zur Handelskammer, der er 39 Jahre lang als Mitglied angehörte, verzichtete zuin Ehrenmitglied der Handelskammer ernannt. Haurand stand an der Spitze derer, die das Tabakmonopol im Jahre 1878 und später mit dem Erfolg bekänipften, daß diese Bestrebungen aufgegcben wurden Im Ansang dci 80er Jahre fungierte er als Handelsrichter; er gehörte serner dem Bezirkseisenbahnrat von 1886—1897, dem Groß- herzoglich hessischen Eisenbahnrat und 15 Jahre lang, von 1863—1897, dem preußischen Landeseisenbahnrat an, in dessen engerem Ausschüsse er lange Zeit tätig war. Auch als Mitglied des Ehrengerichts der Frankfurter Börse, eine zeitlang als dessen stellvertretender Borschender, war er tätig. Geheimrat Andreac stattete dem neuen Ehrenmitglied den Dank der Kammer für seine Tätigkeit in ihrem Dienste ab. In seiner Erwiderung hob Herr hanrand her vor, daß das hohe Verständnis, das die .handelskamnrer ftir die Förderung des gewerblichen Lebens stets bewiesen habe, ihm immer ein leuchtendes Vorbild gewesen sei, und daß er die kollegiale und freundschaftliche Mitarbeit der handels- kammermitglieder stets in dankbarer Erinnerung bewahren werde. — Bei her Wahl deck Präsidiums wurde das bisherig« Präsidium, Geheimrat Andreac als Präsident, Gehmmrat R. v. P a s s a v a n t als erster, Kommerzienrat E. Ladenburg als zweiter Vizepräsident, einstimmig wiedergewählt. L Köppern, 6. Ja», Im Jahre 1912 wie auch 1913 wurden hier je 37 Knaben und 27 Mädchen gebaren. Gerich»»»aal. w. Frankfurt a. M., 6. Jan. Der Prozeß gegen Karl hvpt wegen vierfachen Mordes und dreifachen Mordversuchs, der Montag, den 12. Januar beginnt, wird voraussichtlich sün. Tage dauern; doch ist vorsichtshalber zur Durchführung der Bcr Handlung eine Woche der Schtrur^erichtsperiode freigehaltcn worden. Zur Verhandlung sind l8 Sachverständige und 49 Zcugcn geladen worden. Für die Zuhörer, die nur gegen Einlaßkarten Zutritt zur Verhandlung erhalten, sind nur ctzva 25 Plätze frei, während die Zähl der Anmeldungen sür die Karten schon über 300 beträgt. W. B e r l i n, 5. Jan. Der praktische Arzt Dr. G o l d st e i n und der verantwortliche Redakteur des „KleinenJournals" Noack hatten sich heute vor der 3. Strafkammer ÄeS Landgerichts Berlin I wegen Beleidigung der katholischen Mffsionare des Rhcinlandes zu verantworten. Die Stvastammer erkannte nach längerer Erörterung aui die Einstellung des Verfahrens, da der Kölner Erzbischof laut eines Gutachtens des Geheimen Justizrats Professor Stutz- Bon» nicht strafantragsbcrcchtigt ivar und die späteren Strasan- träge des Vorgesetzten der Missionare und die Strafanträge der Bclcidigien selbst nicht rechtzeitig gestellt wurden. w. Kiel, 6. Jan. Vor dem M nrine kriegsgckicht verantworteten sich wegen militärischen Aufruhrs die Matroscnartilleristen Kocpke, Webcr^, Langenbeck und L e ck c s e l d. Sic verweigerten am Fort Stosch im Kieler Haien Niit anderen nicht ermittelten Kameraden einem Vizcikucrwerkcr. der Offizierdienst tat, den Gehorsam und skandalierten. Koepke wurde zu drei Jahren vier Monaten, Weber zu zwei Jahren neun Aionaten und die beiden anderen zu zwei Jahreik acht Monaten Gcsängnis verurteilt. !tiiittctii(äts. Jan., lvird gemeldet: Heute mittag fuhr der Bursche des Majors von Troilo mit einem zwcispännigen Wagen in Mops in das hoät- gehcndc lltottvasser, Mann und Pferde ertranken. * Zum Untergang des „O k l a b o m a", Im Hafen von New Bork trafen am Dienstag früh iüns Verminte von der Mann schast des verunglückten Tampicrs „Oklahonia" ein, die an. Sonn tag nachmittag von deni Dampfer „Gregory" der Bootlinic in einem Rettungsboot ausgcfunden wurden, Tic Geretteten wurden sechs Stunden bei bitterer Kälte aus dem Meere umhergctrieben. In cincin anderen Rettungsboot wurden von einem Zollkuttev drei Mann tot ausgesundcn, so dast mit den acht von der „Bavaria" Geretteten das Saiicksal von 1l> Mann von der 38 Mann starken Besatzung des Tampicrs „Oklahoma" icstgestellr ist. Der mt» glückte Tantdompser „Oklahoma" gehörte der Gull Raiining tiom- vany an. Sein Wert wird aus 700003 Dollar angegeben, lit bc fand sich mit Ballast aus der Fahrt nach Tcras, um dvrr eine Fracht Oel an Bord zu nehmen, Das Unglück geschah an, Sonntag früh 8 Uhr, Kapitän Gunter meldete sunkentclegraphiich vom Damv- ser „Bavaria", daß der „Oklahoma", als er anigcgeben lonrde, mit dem Heck voraus sank und dal; der Bug fast senkrecht aus dem Wasser ragte, i * 25 Menschen ertrunken. Londoner Zeitungen veröffentlichen ein Telegramm aus New '}) ork, daß bei dem Untergang einer Bart auf dem Fra>cr-FIuß in der Nähe des Forts George in Britisch- -Columbien 7 5 P e r - sonen ertrunken sind. — Nach weiteren Meldungen sind nur 25 Menschen ums Leben gekommen. Die Quelle für den Bericht ist ein italienischer Arbeiter aus Winnipeg, der angibt, als einziger gerettet worden zu sein. Kleine Tagc§chr»nik. Am gestrigen Ticustag Nachmittag eriolgte die leserliche U e b e r i ii h r u » g der Reichen der sieben O p l c r des Eisenbahnunglücks bei Woivv» vom GanttlonÄazarelt M e I; I ans »ach den, Hnnpthahnhoi, von wo ste mittels EonderzugeS zur letzte» Ruhe in ihre Heimat Barmen-Hagen verbracht worden. A» der Küste der Halbinsel Heia brachten bischer an, Dienstag 14 Seehunde zur Strecke, darunter Tiere von einem Gewicht bis zu Ist Zentner. Wetleraussichten in Hessen am Donnerstag, den 8 . Jan. 1914: Wechselnde Bewölkung, zeitweise Cchiicesällk, Frost, nordivcsllichc Wliide. Lchnccbericht der Schiklubr Siehe», In asteii höher aelegene» Orte, siiid wieder lebhaste Schncc- iälle eiiigetrete». Im Vogels b erg sind daher überall gute v cki i w e a e. Letzte Nachrichten. Ein preußisches Fideikommiß-Gesetz. B c r li ii, 7. Fan. Ter dem Herrenhaus zugegangeue Cntwurs eines Fldeikommiß-Gcsctzes sieht von jeder Beschränkung in Bezug aus Bindung von Wald ab, schreibt aber für die Verwendung von landwirtschasliich genutztem Eilande in Fideikommisse» eine Mindestgrenze von 300 und eine Höchstgrenze von 2,700 Hettar vor. Damit ferner die fideilominissarische Bindung von Grund und Boden dem össeiitlichcn Interesse nicht hindernd im Wege steht, ist vorgesehen, das; von Fideikommissen Gelände aus Rücksicht aus das össentliche Wohl abverkauft werden kann. Die Not der Arbeitslosen, Solingen, 7, Jan. Nach Schluß einer von etwa 1200 Personen besuchten Arbeitslosenversammlung zogen die Massen sohlend und pscisend aus den Marktplatz, um vvr dem Oberbürgermeister zu d c in o n st r i c - r e n. Die Polizei sperrte die Zugänge zu dem Ralbaus ab. — Fn Düs > eldors zog nach einer Arbeitslosenversamm- lung ebenfalls ein Teil der Arbeitslosen zum Rathaus und ries nach Arbeit und Brot. Die Polizei drängte däe Leute in die Nebenstraßen. Probemobilisierung in Frankreich. Paris, 7. Fan, Gestern nachmittag wurden aus Anordnung des Kriegsministers, der die Leistungssähigkeit der Ostbahn prüfen wollte, 1 2 000 M i li l ä ru r l a u b c r von Paris in 12 S o ii d e r z n g e n nach Garnisonen an d c r L stg r e nze befördert. Mehrere Blätter bemerlcn, daß dieses Experiment nichts beweise, da ja bei einer Mobilisierung auch Pferde, Kriegsmaterial und dgl zu befördern seien. Militärische Rcsormen in der Türkei, K o n st a n t i n o p e l, 6 , Fan, Ter Chef des Genera l st a b s und etwa 200 andere Generale, Obersten und O b c r st I c u l n a n t s sind pensioniert worden, Der Ttcllverlretcr des Chefs des Gencralstabes Zia wurde zum Kommandeur des 10. Korps ernannt. Im Gcne- ralstab sind wichtige Leränderungen eingetreten. Geheimnisvolle ftrnfte! Durch lange, schwere Krankheit war ich bis zum Skelett abge magerl und hachgradlg nervös, Nachdem ich ans Anraten meines Arztes eine Zclilang üäiidia Bioion getrunken Hane, ivar mein Körveraewichl voll HU auf 110 Pjund gen legen. Ich habe wieder Kraii, Schancusireudc und besseres Ausichen, iodast Bioion aus mir wieder einen vollivcriigeii Menschen gcmaä» har Frau Hedwig Wnckerhancn, Alieuweddiuge», Rnb, Magdeburg, Ncueniveg 22». Unterschritt beglaubigt: August Ist, Amt Attenweddingen, Biosan, da» Bakel, mehrere Woche» ausrcickicnd, Alk 3,— in Avoibclen, Drvgcrieii, Für die vielen I5eveiss herzlicher IHlnalime an 6 em herben Verluste, der uns betroffen, sagt innigen l)anl< Im hlamen der trauernden Hinterbliebenen; PeonhGrcl Kaiser. (Hessen, um 7 . )annar 1914 , lilli ...... MebturrDiL Honte fernem m süsser n. «*aft3= (ritftoin ger Apfelsinen ein Danksagung. Mr die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter Frau Lehrer Katzevbch Wm. danken herzlichst die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 7, Januar 1914. 499 Höhere und Erweiterte Mädchen-Schule zu Giessen. Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginrf des kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donnerstag, den 15. nnd Freitag, den 16. Januar, von 9 l / 2 bis 1 Uhr, im Schnlhanse Nord-Anlage 14, entgegengenommen und zwar Donnerstag für die Höhere, Freitag für die Erweiterte Mädchenschule. Vorzulegen sind Gehnrtsurknnde, Impfschein oder lViederimpfschein und bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. Schülerinnen, die früher schon in unserer Schule waren und wieder ein treten sollen, sind ebenfalls anzumelden. Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die betreffenden Klassen nicht schon vollzählig sind. Giessen, 2. Januar 1914. Grossh. Direktion. Dr. Störiko. 377 D Oute Strick-Wolle 387 a schwarz und grau Pfund Wik. 2a7ö nur solange der Vorrat reicht Julius Schulze Kreuzplatz Kreuzulatz Schellfische Bl* i. Eisvackuna.tadellos lebend- irische feinste Nordseeware, soeben cingetrossen u. billigst bei 400 August Wallenfels, Giene», Marktplatz 17. _ Telephon 2B2. _ 4011 Donnerstag früh ein- lressend, empfehle die semsten dolländiickie» ^ciieliflNche tin«l Ba a I» I i n 11 lebendsrisch »nd billigst, | tötorjj Nlillknskls Marktplatz 2 l. gegenüber der Engclapotbeke. Borausbe- ucllnngen erwünscht. 3 Stück ä Stück ä Stück ä Stück ä Stück sä Stück = p r' m a ä Stück 10 Pf., 1 Dutzend 35 Pf. 4 Pf., 1 Dutzend 45 Pf. 5 Pf., 1 Dutzend 55 Pf. 7 Pf.. 1 Dutzend 75 Pf. 8 Pf., 1 Dutzend 85 Pf. 10 Pf.. 1 Dutzend 110 Pf. 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Ferner als großes Sensations-Schauspiel: Oie Spinne Qroße dramatische Handlung in 3 Akten. In der Hauptrolle: Traute Carlsen vo Im Zoo von Paris Hochinteressante und prachtvoll koloiierte Naturaufnahme HHax IJngüeg* der Filiteig spielt die Hauptrolle in der glanzenden Humoreske: 0 dax’STT oehter des KapitäRS Bas neueste Pathe- Journal Beste all. Berichterstattungen über Sport, Mode ctc. Yoranzcigc für uiU-listcn PComtesse llr*s@l Ein feinsinniges Kinolustspiel in zwei Akten mit Herony der Kinoliebiing, in der Hauptrolle. Dies ist der III.I' ilm der Henny-Porten-Monopol-Serie,wovon nur wir das atieiolge Srs!auHflhrsu B s;-echt haben, andere Films mit Ileiiny Porten sind Films ült.-rer Serien Bezgl der Erklärung vom (5. Januar erwidern Wir: aut Wortgefechte lassen wir uns nicht ein, sondern erkoren nach wie vor, daß der im Union- theater (genannt das Schmuckkästchen von Gießen) vorgefuhrtc 1-ilin ,.Cleopatra" schon vom 14.-20. Jun bei uns vorgeführt wurde und keineswegs auch nur annährend mit dem Riesenkunstfilm ..Die Herrin des Nils" zu vergleichen ist Die Beurteilung dieses bedeutenden Filmwerkes überlassen wir ruhig unseren werten Besuchern. mm ^3}g»j)g3G) asgs ® s l Handwerker-Zentrale Giessen Bn die Sparer der Rabattmarken des DetaiHiffenvereins Im ltailerbvi, Schulstrahe. findet am Freitag, den !). Januar d. I., von nachmittags St 1 /, Hbf ad, eine allgemeine Beivrechnng statt über die in dcr Stadt- verordnetcn-Pertammtung am 18. Tettctnber v.J. gestellten Fordcrntigen des städtitchc» Arbeiieraustckntnes. Unter Bezttgnnhtne aus die einschneidenden Rückwirkungen dieser Forderungen aus das Bauhandwerk int speziellen und das Handwerk int allgemeinen, iverden alle Handwcrks- meificr jrcitndltchst cingeladcn. 378 Ter Vorstand d. H.-Z. G. Unter Rabatt ilt keine Zugabe, linier Rabatt ilt kein Preis=Huffdilag auf die Ware — londern eine Anerkennung für bare Zahlung ! Zweck der Rabatt-Spar-Vereinigung: ßebung des Barmkehrs /Förderung des [elbftändigen Detail* handeis durch Selbithilfe / Bekämpfung des Borgunwefens/ Bekämpfung der ungerechten Sonder-Rabafte / Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs / ßebung und Erhaltung des Vertrauens zwilchen der Käuferidiaft u. dem reellen Gefchäftsleben Gemeinnützige Rabatt=Sparpereinigung des Vereins der Detalllilten zu Stehen £. V. Tonnerstag, den 8.Jan. 1814, abends pünktlich 8'/. Uhr, in der großen llnivcrsitäts-Aula: V. ffkliüliykr yortröß Herr Prof. Karl Brockmann, Offenbach: „Die Jrmgfraul^hn" mit Lichtbildern. Eintrittskarten zu einer Mark sind abends an der Kaffe zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Hälfte. 250 D Garderobe 10 Pfg. iCrtöfifiucrliftifreiit. Slaufinältntfdicr Vmiil. i heit! heit! Haust rauen! KeoSit Milch u-Gelee nur mit dem automatischen, patent. §(5^(siS§(si83( Der Vorhand. 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