2fr Sleßeuer Anzeiger rricf)ftiit täfllid), otifeer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SießrnrrZamilirublitter; zweimal wächentl.tlrelr- d!aItsSrbr»«r«ir»iehrii (Ttenstag undFreilagj; zweimal «onatl. 2 an»- »ittschaftlich« Seitsioge, Fengprech - Anschlüsse: lür die Redaktion 112, Verlag ». Expeditwn öl üldreffe für Depeschen: «uzeiger Sichern. arnial|m< »*it Anzeigen für die Tagesnuinmcv bis vormittags 9 Uhr. Erstes Vlatt m. Zchrzang iehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 8stati«A!dr«» »»- Verlag -er vrLHI'sche« Uiiv.-Such: an- §<«i»-ruckerei 8. Lange. Nr-aMon. Lrpe-iüsn an- Druckerei: Schulftrah« 7. Montag. 5. Zanuar 19H Ve,n aSoeeiO: monatlich 75 ß ( ., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u, Zweigstellen monatlich 66 lif.; durch die'LostMk.2.—viertel» jährl. auSschl. Beftella. ZeilenpreiL: lokal 15Pi., ausivärts 20 Piennig. Chefredakteur: 21. Goetz. Verantwortlich für den volit. Teil: Aug. Goetz: für .Feuilleton', .Vermischtes'und,Gerichts- saal": Karl Neurath: jür .Stadl und Land': Sfurt Bendt; lur den dliizeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt ly Seiten. der neue hessische Ztaatshaushaltsvoranschlag sür -a§ )ahr IM ivird, so schreibt uns unser Darmstädter Mitarbeiter, an einem der nächsten Tag? den Lmidständen zur versassungs- mäßigen Beschlußfassung vorgelegt loerden. In früheren Jahren pflegte die Vorlage des neuen Voranschlags meist icho» in der zweiten Halste des Monats Dezember zu erfolgen und zwar mit der gleichzeitigen Einreichung eines nmsaugreichen schriftlichen Fnianzexposees des Fmanz- ministers Das vorjährig»- Budget wurde von Finanzminister Dr. Braun der Zweiten Kammer am 17. Dezember mit einem längeren finanzpolitischen Vortrag vorgolegt, der in großen Zügen ein allgemeines Bild über die Gestaltung der finanziellen Verhältnisse Hessens iin allgemeinen und über die Einnahmen und Ausgaben für das Vorauschlags- iahr 1913 im besonderen bot. Von einem solchen mündlichen Vortrag soll dem Vernehmen nach diesmal wieder abgesehen und der Staatshaushaltsplan gleichzeitig wieder, wie in früheren Jahren, mit einem umfassenden schriftlichen Finanzbericht des Finanzministers vor- gclegt werden Diese letztere Form erscheint uns schon aus dem «runde für die zweckmäßigere, weil sich das überaus vielgestaltige und verschiedenartige Zahlenmaterial für ein Bndget von über HO Millionen Mark doch in den: Rahmen eines noch so sorgfältig zusammengestellteu Vortrags nicht in der erwünschten ergiebigen Weise zusammenfassen läßt und eine größere schriftliche Darlegung über die ganze Finanzlage doch nicht zu umgehen ist. Die diesmal etwas später erfolgende Vorlegung des Staatshallshaltsvoransiblngs erklärt sich eiumal wohl damit, daß das Finanzministeriuni während der letzten drei Monate bis kurz vor dem Weihnachtsfest mit der Beratung der Besoldungsvorlage ganz außer'vrdentlich überlastet war. Ein Hauptgrund in der,Verzögerung her endgültige» Fertigstellung des Staatsbudgets liegt aber auch darin, dass bisher noch zu wenig Klarheit über eine der hauptsäckstichstcn Einnahmequellen Hessens, die Uebcrschüsse aus der prcuß.-- hessischen Eisenbatjngemeinschaft, vorhanden mar. Diese lleberschüsse waren zwar im neuen preußischen Staatshaus- hattsvoranschlag auf eine lgllbe Million Mark mehr eingeschätzt ivorden Das war aber doch mir eine sehr stark „vorläufige" Einschätzung, da zur Zeit dieser Einschätzung kauni erst das Bctriebsergebnis des ersten Halbjahres vorlag, Es war deshalb durchaus richtig und zweckmäßig, wenn der Finm^mmister nicht gleich auf dieser vorläufigen Einschätzung weiter bmite, sondern mich noch die Ergebnisse der letzten Monate abwartete, die wahrscheinlich die Gestaltung der Eisenbahnübcrschiisse stark' beeinträchtigen dürften — ob in günstigem Sinne, wird in unterrichteten Kreisen einigermaßen bezweifelt, Ter neue Staatshaushalt für 1914 wird dem Vernehmen nackt wesentliche Veründernngen gegen die Vorjahre nicht aufzuweisen haben und i» seinen Einnahmen und Ausgaben ebenso vorsichtig ausgestellt sein, wie die Pläne der früheren Jahre, Natürlich konnten in dem neuen Staatsvoranschlag auch sür die Ausgaben die neuen Betrage fiir die Beamten und die Lehrerschaft noch nicht mit ausgestellt werde», da sa die Desoldungsvorlage noch nicht die Zustimmung der l, Kammer gefunden hat und noch nicht Gesetz geworden ist; es mußten also flir die Berechnung der Beamten- u, Lehrer- gehälter im Bichgct für 1914 noch die Sätze des Provisoriums der beiden letzten Fahre als Grundlage dienen. Dagegen kann inan mit Interesse der Frage entgegensehen, in welcher Weise die Regierung Vorschläge zur Be rlv en d u n g der lleberschüsse machen wird, die sich aus der neuen Rechnung sür 1914 ergeben, da ja der s, Zt. angelegte Ausgleichs- und Reservefonds die gesetzlich festgelegt« Höhe von acht Millionen schon nach den Wirklichkeitscrgebnissen des Jahres 1919 erreicht haben dürste. Au» heften. Ein Wiesbadener Müllabladeplatz auf hessischem Gebiete? Darmstadt, 4, Jan. In Mainz und der ganzen dortigeli Rheingegend lvird mit lcbhaslcr Erregung Ber Plan der Stadt Wiesbaden erörtert, im Hcides- heimer Tonianialivald, also ans hessischem Gebiet, einen großen Müllabladeplatz für Wiesbaden anzulegen, Tic Landtagsabqcordiieten jener Gegend, Dr, Schmitt, Adelung, Bach, Heerdt, Molthan und Tr, Zuckniaher haben daher an die Regierung folgende Anfragen gerichtet, die sic wegen ihrer außerordentlichen Dringlichkeit auf die Tagesordnung der nächsten Kammerjitzung zu setzen bitten: Ist es richtig, daß die hessische Forstbchörde mit der Stadt Wiesbaden in Unterhandlung steh!, um dieser ein 20 —25 Hektar großes Gebiet im Hcidesheimcr Tomanialwald behuss Schassung eines Müllabsuhrladeplatzes auf lange Jahre zu verpachten? Ist es der Regierung belannt, daß die Stadt Mainz bei der Suche nach einem neuen Müllabladeplatz von dem Gelände in dem Heidesheimcr Tomanialwald abgesehen hat, weil durch die Anlegung des Müllablageplatzes die Benutzung des Waldes durch die Spazier- gänger erheblich beeinträchtigt würde und hygienische Gcsahren entstehen könnten. Will Großh, Rcgierimg nicht die Forstbehörde anweisen, die Verhandlung mit der Stadt Wiesbaden wegen der Verpachtung des oben angegebenen großen Gebiets sofort abzubrechen, und will sie nicht die Verwendung des Heidcsheimer Domanialwaldes zu Müllablagezweckcn sür alle Zukunft untersagen? Die Verwendung des Urlundenstempcls. Abg, Häuck n. Gen, haben in der Zweiten Kammer beantragt: Die Kammer wolle beschließen, Großh, Regierung zu ersuchen, auf dem Wege der Bcvordnung scstzu stellen, welche Behörde in jedem einzelnen Falle mit der Verwendung des llrkundenstempels bctraut werden soll, Ju der Begründung lwißt es, das l u n! «nstemprl- gesctz in seiner jetzigen Fassung lasse vieljach Zweifel zu, welche Behörde bei Bertveudung des Urkundenstempels in den einzelnen Fällen zuständig ist. Es sei eine natürliche Folge, daß dadurch Unznträglichkeiten zwischen den Behörden und unnötige Schreibereien entständen, Tie Zweite Kammer der Landstände ist, wie wir schon kurz niitteilten, voni Präsidenten, Oberbürgermeister Köhler- Worms, sür Dienstag, den I?,, Januar, und folgende Tage zur Abhaltung von Plenarsitzungen einberufen worden. Auf der Tagesordnnug steht zunächst die Besprechung der Anfrage des Abg, Dr, Winkler, den Großobstmarkt zu 'Alsheim betreffend. Weller kommen zur Verhandlung die bekannten Anträge und Vorstellungen, bctr, die Errichtung von Land tranken lassen, der Antrag lllrich über die nationale Einhellsschule, der Antrag Köhler u, Gen, betr, die Revision der allgemeinen Bauordnung und eine ?lnzahl kleinerer Anträge und Anfragen. Die Tagung dürfte in 2—3 Sitzungen beendet sein. Kammerpräsident Köhler hat, dem früher stets geübten Brauch folgend, die Mitglieder beider Stän belämmern zu einem Parlamentarischen ?lbend eingeladen, der am Mittwoch, den 14, Januar, in den Rä»- inen der Zweiten Kammer stattsindcn wird, 'Auch der Groß- sterzog mit Gefolge, die drei Minister und zahlreiche andere hohe Regicrungsmitglieder, sowie Vertreter der Presse werden an dein parlamentarisckjen Beisammensein teilnehnieu. Als besondere Darbietung ist ein Dortrag des Abg, Geh, Schulrats Prof, M ü „ ch vorgesehen, der im Sitzungssaal« der Kammer unter Vorsührung wissenschastlicher Lichtbilder über die Verwendung der Glühlampe zum Telephonverkehr aus große Entsernungc» sprechen loird. Es sollen dabei auch interessante Experimente aus dem Gebiete der drahtlosen Telegraphie stattfinden. Ein Gesetzentwurf über dieLosgcsell- schäfte». Das Ministerium der Justiz hat der Zweiten Kammer eine Regierungsvorlage betr, den Entwurf eines Gesetzes über die Äosgrsellschasteu, die Veräußerung von Jnhaberpapieren niit Prämien und den Handel mit Lotterie- losen zugehen lassen. In der Begründung wird gesagt, daß die Regierung mit der Einbringung dieser Vorlage dein, Beispiel anderer Bundesstaaten folge, wie dies auch von der Großh. Staatsanwaltschaft auf Grund ihrer Erfahrungen dringend befürwortet worden sei. d(Htidf<» Reich. Im Reichstage ist beabsichtigt, die erste Lesung des Entwurfs über die Sonntagsruhe bald nach dem Wiederzusammentritt Mitte Januar vorzunchmen, — Der Ausschmückungsausschuß des Reichstags wizd sich Mitte Januar mit der iveiteven Ausschmückung des Rcichstagsgebäudes beschäftigen. Es soll u, a, die Frage erörtert tverden, ob der Sitzungssaal mit Gemälden ansgeschmückt werden soll. Bekanntlich sind Gemälde ans der deutschen Geschichte von Angela Janck, die im Reichstagssitzungssaat längere Zeit angebracht ivorden waren, damals wieder cntsel'nt worden, weil sie nicht den Beifall der Mehrheit fanden, Tie Meinungen über die 'Art einer neuen Aus- schniücknng sind recht geteilt. In Kllnstlerkreisen sprickit man sich gegen die Anbringung von Geniälden aus, weil diese niemals in dem Sitzungssaal zur Wirlung kommen würden. Weiter wird zur Erörterung gestellt werden, ob die vorhandenen Rischen mit Standbikdrrn ausgcfnllt werden sollen, Wahrscheinliät dürste ,uan sich dahin einigen, an dem gegenwärtigen Zustande nichts zu ändern. Die Aiis- an dem gegenwärtigen Zustande nichts zu ändern. Der Ausschmückungsausschuß wird sich ferner mit der weiteren Ausschmückung des Präsidiolgebäudes beschästigen. Kurze Anfrage, Der Abg Behrens (Wirksch. Berg.) hat im Reichstage folgende kurze Anfrage gestellt: l. Ist denr Herrn Reichskanzler bekannt, daß die Propaganda, die der Verband öfsentlickier Lebensversicherungs- mistalleit in Deutschland seit Monaten durch Verbreitung unrichtiger und irreführender Angaben in Druckschriften, Presseartikcln, Reden usw, betreibt, wider die vom Kaiserlichen Aussichtsanll gegenüber den seiner Aussicht unterstellten privaten Versicherungsunternehmungcn zur Gel tung gebrachten Anschauungen verstößt? 2 . Beabsichtigt der Herr Reichskanzler — entsprechend dem Sinn und Zweck des ReichsgesetzcS vom 12, Mai 1901, Versicherungs- nnternehmnngcn, die sich an die Allgemeinheit aller Reictis- angehörigen wenden, der Ausiicht einer Reichsfachbehörd« zu unterstellen — den verbündeten Regierungen die Einbringung eines Gesetzeulwurscs vorzuschlagcn. durch den. in Abänderung des bezeichnet«» Gesetzes auch ösfentlich- vie hri.igen Drei Könige in der altdeutschen Dichtung. Zum 6, Januar, Dreiköuigslag und Weihnachisfest sind, nah einander bcnackzbatt, dcni gleichen religiös-kirchlichen Gedankenkreis enlivrungcn, aber die Entwicklung, die sic genommen haben, ist einen entgegengesetzten Weg gegangen. Ten» während das Weihnachtsfest allem 'Anscheine nach vom 'Abendlande au» gen Osten gewandert ist, so ist das Eviphanienscst vom Oriente nach dem Okzidente vorgeschritten, Ivo schließlich der beiligc Augustinus den kirchlickien Gedanien des Festes mit großartigeni Ticssinne cnNvickelt hat, 'Aber in der dcutsänn Dichtung hat man sich wenig mit der Symbolik des Drcikönigstages, um so mehr aber mit den reizenden novellistischen und voctischen Züge», die die Legende dieses Festes liefert, bc- schättigt. Wie Hugo Kehrer in seinen umsasienden Untersuchungen über das Trcikönigsmoiiv und das Dreikönigsfest herovrhebt, ist der Dichter des Heliand der erste, der von der Dreikönigslegenbi' ein lebenssiisches Bild cninnrst. Bei ihm ist Christus bekanntlich ein deutscher Bollslönig, und wie er geboren wird, da erscheint ein Königsstcrn, der als Hcerzcichcn voranleuchiet. Und nun fährt der Heliand-Singer in seiner Schilderung solgendermaßen sott: „Bis daß dahin Lchrlwite von Osten Sinnend kluge Aaumanner gegangen kamen, Drei zu diesem Voll, drei schnelle Degen, 2lut langen Wegen über die Länder daher Folgten sie cineni blinkenden Slernbilde und suchten den Gottgeborcnen, Vor ihm sich zu neigen, ihm zu naben als seine Jünger," Tic drei kommen zum Könige Herodes, einem trugiinnigcn, mutigen Manu, der von seinen Mannen umgeben in seinem Saale sitzt. Nachdem sie ihn böslich nach KünigSwcisc begrüßt haben, fragt Herodes sie: „Wohl führet ihr gewundenes Gold bvzantinrsche 'Armringel Zur Gabe für jeglichen ttzmlnrann, destwlb lammet ihr gegangen Wandettlü z» Fuße, Wie? Ich weiß nickst, von ivannen aus der Fremde Ihr nähr, Ihr Edlen von anderen Völker»: ich sehe, daß ihr adeliger Geburt seid, Bon guter Kempen Abkunit dem Stamme nach, üttne solche lamen noch je ?lls Boten don anderen Stämmen, sell ich zu gebieten labe über dieses Eüelvptk. Ueber dieses weite Reich." ,Run erzählen die Gaumänner vom Osten das Wunder der Slern- ettcheinung. Die Prophttcn und Balaam machen von ihrem Wissen Mitteilung: der Prophet erklärt, daß der „löurgcnhirte, der liebe Landeswan", in Btthlehcm geboren wttdc. Dahin ziehen nun die sremben Gäste, unbegleitet. und der Stnn tritt klar aus den 'Dolknr hervor: „Da erkannten sofort die Wehrhaften den waltenden Krist. D ie2Landerer fallen vor dem Kinde auf die Knie und nachKönigsweise Grüßten sie den Göttlichen und brachten Gabe» ihm, tKold undWcih- ranch als Gottes Zeugnis und Myrrhe darnik." 2lls sie schließlich reisemüde ein Gasthaus ausnichcn müssen, wird ihnen die Engels- botichait vertündct. So tritt die Treikönigslegende in unsere Dichtung ein: befreit don allem Staube der Dogmatik, mit köstlicher Frilchc mitten hineingesetzt in das gennanischc Volksleben und Volkscmpstnden. Verwandt ist ihm hierin das Evangclienbuch des ,Elsässers Otsried, dem aber sicilich die packende Kraft der Schildctting nicht gegebm war, wie snnein sächsischen Dickstergesältten, Llllch hier ist EhttstuS ein großer König von königlicher Abkunft, dem die von einem Wanderstern gesührien Weisen huldigen, und dem sie ihre Gabe darbringen: ,^Daß er in seiner Herrlichkeit als Hohervricftcr sich uns weih!, 2IIs unser König hochgeboru. und,der den Tod sür uns erkoren," Ncberaus anziehend ist nun zu bcobachttti, nne die Volks- Phantasie den reizenden Stoff dieser köstlichen Legeiche unermüdlich lveiterspinnt. Jener Wcrnher, den man gewöhnlich, wenn auch wohl irrtümlich den von Tegettisee nennt, schmückt die Geschichte mit vielen neuen 'fügen. Ta wird erzählt, daß „an christes tage" in Chaldäa drei Könige auf einem Tagedingc versammelt waren, um friedlich die Rcicktsgrenzen sestzusetzen, da „kanl der lichte Stern mit großen, Schein", und die großen, weisen Herren verstehen die Bedeutung alsbald. Eilig „swungcn si sich uf dromedarios." und eilen nach Jerusalem, Ivo sic die 2Aär von dem nenen Kinde und ihrer Fahrt zu ihm verkünden. In Bethlehem trcfsen sie es dann, fallen vor dem „Kind herzeklichc" nieder und bringen ihm unter Lob und Gelang Ovfergabttl dar. Im 13. Jahrhundert fließen aus vettchiedenen Quellen immer wunderbarere Züge in die dichicrischc Darstellung des DlotivcS. In dem Marienleben des .KattkänscrS Philip» von Seitz in Tteuermark zeige» sich bei der Geburt Christi in dent „laut ze Oriente" „drei schöne Sonnen und olerch neben drei vollerwachscne Munde", die die Geburt Christi anlündigen. Ganz besonders märchenlsttst aber hat der schweizerische Dichter 'Walther von Rheinau die Dreikünigslcgendc ausgcstattct. Tenn bei ihm geschehen an dcni Tage, da der „zarte Gottessohn" in dikie Welt geboren wird, große Wunder im Lande tn-r drei Könige. Denr Acltesten brüttt ttn Sttauß zwei Eier gus, aus dem ein Lamm und ttn Löwe hcrvorgehen, dem ziveiien entspnngi in seinem „Würzgättlcin" eine Blume, schöner als die Rose, und als sie groß und reis geworden, springt aus der Frucht ttne Taube hervor, die Christi Geburt kündet. Dem jüngsten Könige aber wird ein Kindlejn geboren, das von der Geburt Christi uud seinem Kreuzestodc nach dreißig Jahren Kunde gibt. Im 14. Jahrhundert endlich bat dann die poetische Bcbandlung der Geschichte von den Drei Königen in der derllschen Dichtung ihren Abschluß gefunden mit der Dreikönigslegende des Johannes von Hildesheim. Ihre lateinische .handihttft ist von Goethe mitgeteilt worden, und 1822 hat sie Gustav Schwab begleitet von zwölf Romanzen deutsch heraiis-- gegebcn. Das ist dann für lange ifcit im ganzen Abendlandc die rielgclcscnc Hautstauellc für die DrcikönigSlegendc geblieben. * I —> Das Deutsche Theater zu Berlin gab ani Samstag im Karlsruher Hostheater zum erstenmal „Das Wunder" von Karl Vollmöller mit Musil von Engclbett Humperdinck in der Inszenierung des Proseisors Max Rcinlmrdt. Das Werk, das genmi nach der Londoner Uruufsührung gegeben wurde, binterlie,.' bei btt» zahlreichen Publikum ttncn nachhaltigen Erndrnck. Die Hauvtdarstcllcr imirdeu beim Schluß der Ausführung wiederholt lebhaft gefeiert. ■— Parsi fal in Brüssel. Die Brüsstler Oper, das Theütre de la Monnaie, führte gestern Richard Wagners „Bar- siial" in einer öffentlichen Generalprobe mster der musikalifch-m: Leitung des Leipziger OprrndirektorS Otto Lohse mif. Die Titcl- vartie fang der dttttsche .Hcldentenor Heinrich.Hensel ans Hamburg in französischer Sprache. Tic Llufsühtting, die nach Bayreuther Muster stattsand, war nainenllich »on Musikern, Künstlern und Gclehtten aus dcni ganzen Lande stark besucht und mackste einen tiefgehenden nachhalttgcn Eindruck. Namenllick» die Leistungen der beiden deutschen Künstler fanden allgemein Anerkennung. — Wagners Werke. Ter bekannte Wagner-Forscher Ge- heimrat Pros. Tr. Wolsgang G o l t h e r , Rostock, ist augenblicklich mit der Herausgabe von Richard Wagners gesammelten Schris- tcn und Dichtungen beschäsligt, welche Anfang dieses Jahres in der Goldenen Klassiker-Bibliothek Deutschen Verlagshaus Bong u. Co. erscheinen. Mit dieser Ncucischeinung soll dem deutschen Volke zu billigem Preise eine mustergültige Ausgabe von Wagners ge sammetlen Werken dargebotcn werden. Tie Schriften erscheinen genau in der Gestalt und Rnhensolge, die Wagner selbst ihnen gegeben bat, und deren 'Auswahl von ihm aus das Sorgfältigste erwogen worden ist: jedoch erscheinen sic hier zum erste» Male unter philologischer Kontrolle, gereinigt von den Druckfehlern der Lci- ginal-2lusgabc und im Gegensatz zu später veröiscntlichtcn Mangel- haste» Nachdrucken in höchst sorgsältigcr Tertgestaltung. Damit die gesamte bisherige Wagner-Literatur mit ihren Zitaten auch ans die Golthcrschc Ausgabe paßt, und unmittelbar danach benutzt werden kann, hat der Herausgeber das Satzbild so eingerichtet, daß die vor liegende Llusgabc nach Seiten und Zeilen genau mit der zweilcn bis sechsten 'Auslage der Original-'Änsgabc llbcreinftimmt, und daß die Tcitenzahlen der ersten Ausgabe außerdem am Rande angegeben sind. Aussührliche Anmerkungen, die, um den Text nicht zu stören, am Schlüsse vereinigt sind und zum ersten Male eine aussührliche Erläuterung der Wagncrschen Schriften darstellcn. sind ein weiterer Vorzug dieser 2lusga.be, die jeder Kenner zu schätzest wissen wird. — Der 70. GeburkstagBictor Blüthgens brachte dem Dichter vielerlei Ehrungen: Wilmersdott benannte nach ihm eine neue Sttaße am Fchrbelliner-Vlatz, Fvcienwaldc, wo Blüthgen sein ständiges Tichtcrhcim besitzt, ließ durch eine 'Deputation eine Adresse überreichen gleichzeitig mit dem Ehrrndürgerdries, rechliiche deren Jfcfd)u)t? 'betrieb sich über mehrere O»«besft-.tten erstreckt, der Ans- Istcht des Kaiserlichen Anssichtsamts unterstellt ivrrSen, und welche in runde sind ve>t>--i:ient>cnfalls sür den Herrn Reichs kanzler maßgebend? Ich dcgnüqe rnich mit einer jehrift- lichen Antwort Das prcuß. Herrenstans ist für den 8. Jmruar zu einer Plenarsitzung «unberufen worden Ans der Tagesordnung stestt die Wahl der- Präsidenten, der beiden Vizepräsidenten und der Schriftführer. Eine Reujnhrssitznng der Kommandierenden Generale mit dem Polizeipräsidenten b. 3aflom als Gast. Im Hotel Adlon zu Berlin hat, wie das Äolsssche Bureau mitteill, am Freitag abend das Iahresscstessen der zum Neujahrsempsangc in Berlin anwesenden Kommandierenden Generale stattflefunden. Den Vorsitz sützrte Generalscldmarschall v. Bock und Po lach. An den Polizeipräsidenten v. Jagow war eine Einladung ergangen. Auszeichnungen in Bahern. Die „Korrespondenz Hossmann" meldet aus München: Der erste Präsident der Kammer der Rcichsrätze Graf Fugger von Glött iourde in den erblichen Fursdenstond, der Vorsitzende des Mimsterrates Freiherr v. Herkling in de,^erblichen Graicnstand versetzt. Staatsminister v. S o d e n - F r a u en- stosen erhielt das Großkreuz des St. Michael-Derdimst- ordens, der Kriegs minist er Las Oftoßkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone; Justizminister v. The- lcmann und Finanzminister v. Breun ig wurden in den erblichen Adelsstand versetzt. Der Präsident der Kammer der Abgeordneten v. Orte rer erhielt den Titel und den Rang eines Geheimen Rates mit deni Prädikat Exzellenz. Der sächsische Gesandte an den süddeutschen Hosen, Freiherr v Friesen, tritt am l. April in den Ruhestand Seili Nachfolger wird der gegenwärtige Gesandte an den thüringischen Höfen, Stieglitz. Das bayerische Königspaar cmpsing am Samstag mittag in der Residenz in Gegenwart des Ministerpräsidenten Freiherrn v. Hertlrng das am hiesigen Hofe beglaubigte diplomatische Korps, das zum Jahres- tvechsel und Geburtstage des Königs seine Glückwünsche darbrachtc. An den Empfang schloß sich Hostofel im Hofballsaal der Residenz an. Zu dem Anschlag aus den P o st c n i » Z a b c r n teilt das Generalkommando des 15. Armeelorps dem Dolsf- schcn Tel Bur. mit: Die Meldung, daß auf den Wachtposten des Infanterieregiments Nr. 105 im Zchloß.garten in Zabern am 26. Dezember 1913 zwei scharfe Schüsse abgegeben worden seien, hat zur militärgcrichtlichen Feststellung des Tatbestandes geführt. Die Aussagen des Postens und zweier Zivilpersonen haben zweifelssrei ergeben, daß zwei scharfe Schüsse aus nicht zu großer Entfernung vom Posten gesallcn sind. Beide Geschosse sind über dem Bereiche des Postens tvcg- gefloge», das eine und erste so nahe, daß der Posten über, zeugt war, cs werde aus ihn geschossen. Die Annahme verschiedener Zeitungen, es handle sich um einen Unfug unter Verwendung einer Schreckpistole, ist nach den uiigcstcllten Persuchen und den Aussagen der Zeugen vollständig haltlos geworden. _ Prinz Hein rich dcr Nicder la ndc reift am 7. Jan. sür einige zseit noch dem Taunus. Poincare geht »ach Rußland. Der „Marin" meldet, daß Präsident Poinearö voraussichtlich im Laute dieses Sommers eine Reise nach Rußland umernehmen werde. Der genaue Zeil- ,'punkl der Reise lmde insbesondere wegen des Gesundheitszustandes -der Kaiserin von Rußland noch nick« bestimmt scftgcstellt werde« können Jsiovtski und Minrftcrvräiidenl Kokowtzow hätten dem Präsidenten der Republik mitgeteilt, daß sein Besuch in Petersburg lkbbaste Freude Hervorrufen werde. Präsident Poincarö, der dieser Reise einen moglrchn glanzvollen Charakter verleihen motte, luetbc wahrscheinlich von einem Teil des Mütelmceraeschwaders begleitet sein und den russischen Heeresmanöoern beiwohnen. Man dürfe annetmcn, daß der Zar den Besuch Poincarss erwidern werde. Enver Bei zum Kriegsminister ernannt. Das Jrade. durch welches Enver Bei zum Kriegsmimüer ernannt worden ist, befördert ihn gleichzeittg zun, Briqadeqencrat. Ter Sultan empfing am Samstag abend Enver Bei in Audienz, wobei Enver Bei den Amlscid leistete. her Allgemeine Schriftsteller-Verein stiftete einen silbernen Blumen korb als Taselaussatz. Heute veranstaltetete der graste Deutsche Schiiftstellerverband zu Ehren seines Präsidenten ein Festtnabt im Zoologischen Garien. — Ein Heiligtum d e s P t u t o. Aus Rom, 4. Jan., n»rd gemeldet: Pwiesior Boni teilte dem Unterrichtsminister m,:. haß « mir dem Palatin, dem Mittelpunki des ältesten Ra.n, ein Pluto und Proicrpina geweihtes Heiligtum gesunden N. Shacklctvns geheimnisvolles Schlitten me lall, sir Ernesl Sbacklewn wird aus seiner nächsten, diele Tage viel erörterten Südvolfabrt Ivahrscheinlsch nicht Schlitte auS Holz, sondern solche aus Metall verwenden, wie er soebc einem Vertreter der „Dailu Mail" mitgeteili hat. Er zeigte dei englischen Zeftmigammiue iiämlich ein Metallrohr, das so lest! wie ein Blasrohr ist, und mit dieser Leichtigkcü doch die Stär' und Widerstandsfähigkeit des Stahles vercinigi. Um was für ci Metall oder was für eine Metallmischung es sich dabei Handel ist vorläufig noch sein «Geheimnis, icdensalls sollen Schlitten -ni b,e,em Metall etwa bald so schwer ^sein, wie Holzschlftte». ivc rstr eine «rchlitteniabrr über das Südvolareis gcwist eine q. waliige Ersparnis a» (Kewicht wäre: Sbacklewn glaubt auf die Weise sür 20 Tage mehr Mundvorrat zu einer Schlittenfahrt mi nehmen zu können, als bei der Verwendung der schwere» Hol schlitten unter sonst gleichen Bedingungen. Einstweilen ioird d< geheimnisvolle Metall durch Fachleute noch eingehend aus seii vbll,italischen und chemischen Eigenschaften imtersucht- vor alte handelt es sich darum. seftzuftcNen, ob es bei besonders liesi Temperaturen nicht unangenehme Eigenschaften entwickelt , . ^Tas Glashaus oo» K ö l n Die großen Mögllc ketten, ine in eine, Verwendung des Glases als Baumaftriol schluo mein, haben die Dichter schon oft insviriert: min ioird inan ! acutschland binnen kurzem Gelegenheit haben, zum erstrnm > ein rast ausschließlich aus Glas bcrgestelltes Gebäude zu sch. mrd sich ein Bild oon den manmqfachen reizvollen ^ich: ui ,varbenwnckungkn zu machen, die durch lhlasbaitten erzielt iwrfr rönnen. SS bandelt sich um das von dem Architekten Brnr Laut entwonenc qrs^-- Glasbau«, da« bei der DrrkbundaussteNv, m Wln erstehen nwrh und üf*r das die ..Baumelt^ in ihr neuesten Nu-vrmkr einige interessante Mitteilungen macht. D Kölner Glashaus rem-asentiert sich als ein von cmrr machtia Dippel gekrönter qrofter Pavillon: die Nuvve!. die in der Z-or etn es R homboeders an .Vnftatt^ncn erim^ert. ist aus Glastaie zusammengesetzt, die durch ein Tisengerwve steftützt werden A Sockel des Baues dient Beton: im übrigen aber herrscht übe« ^ a ? bildet iit Form von gläsernen Bausteinen d Wände, selbst der Fußboden ist ation der Anlag,- ftir die llehertand- zcntrale und die Abschreibungen richtig einzuictzeu, dann wird sich schon zeigen, daß nicht eimnal die hierfür unbedingt anfzubringeudeu Beträge cingehen, von den Herstellungskosten ilberhaupt nicht zu reden. Tann luerden die Bauern sehen, lvas die Stadt Gießerr an der Stromlieserunq «ährlrch »nsetzr» muß. und was die Bürgerschaft Gießens demnächst für Fehtbetrgge auizubringen bat. Ohne eine erhebliche Sreuererhölning ioird das nick« ahgebeu. Tann wird inan aber auch wefterbin verlangen, daß die E t a t s ü b e r s ch r e i l n u- qcn, die mit 600 000 Mark als nnalanbtich zu bezeichnen sind, soraiällig geprüft lverden inusien. und daß man die Stellen, die dafür veranlwontich sind, auch in energischer Weise zur Rechew- sckiatt zieht, und sie iolrtv Ueben'chreftunaen decken läßt Als un- asmrblicki muß cs bezerckmei lverden. daß allein sür die städtziiche elek- triirfve Beleuckstung etwa 14 000 Mk mehr ausaeasben worden snrd, als im ckGranichlaa stehen. Kr-ranttvoirlich für »lche Wirtschaft sind der Oderbirrgermeistcr und der Direkror der Glektrizit.ätswerkc Was würde Wohl eine Aktrenqeiellschast tun, wenn die leitenden Direktoren so wirtschaften würden, und was würde die Generalveriamm - bmg solcher A -G. mft dem Aussiehtsrat tun'.— in diesem Falle die Stadtveroednelenoenammlimg — wenn sie nicht strenge ihre Pflicht tun würde? Bestie, Auftichtsrat lvie Direktorium, lvürhen durch die Hleneratversammlung glatt zum Rückftftt vev- anlaßt -werden. Soll »IM in eineni Falle, bei deni die Olcwmteinwodnerfchgil Ofteßens die Kosten zu tragen bat — etwa 2 000 000 Mark sind litt die Ueberlandzentrale bereits aufgewendet ivorden — nicht verlangt werden dürfen, in breitester Oes- ientlichkeit zn verhandeln, damit endlich Klarheit und Ruhe einftilt? Zu der UeberlandzeMrale Gieße» gehören die qc- ringsten Orte der Provinz, deren Stromabnahme in keinem Verhältnis zn den hohen Anlaaekosten steht. Außerdem sollte man Pläne wie die Anlage der elektrischen Bahn nach Kroidori möglichst bald rückgängig machen. Was^acsvart werden kann, muß gespart werden, damit der anqerichtctc Schaden nicht noch größer ivird. Von mehreren Seiten wurde uns bestätigt, daß der in die Oeffentlichkeit gelangte Bericht nur tendenziöse Ent- stellungeu enthalte. Wir meinen, die in den vorstehenden Ausführungen gestellte Frage: was die Stadtverordneten nunmehr tun sollten, ist leicht zu beantworten. Sie werden den Oberbürgermeister veranlassen müssen, alsbald eine Klarstellung eintrelen zu lassen durch Verössentlichnng eines eingehenden Berichtes über die -Vorgänge, die zu der ungeheuerlichen Etatüberschreilnng geführt haben. Namens der iOeffentlichkeit vertreten lvir dieses Verlangen init aller Entschiedenheit. Wir Ivollen ilns eine Kritik der Einzelheiten für später^ Vorbehalten, >venn uns die vollständigen und richtigen Grundigen zur Hand sind. Schon heute aber dürfen wir sagen, daß die Schlußfolgerung, es sei eine größere Rentabilität zu erwarten, weil nicht für 2V, sondern schvn für 8 Teilnehmer ein Anschluß hergestekli lverden müsse, geradezu doll- kühn genannt werden muß Jedenfalls wirken solche Vorspiegelungen, ivenn dabei die anderen so tvesentlich mitspie- lenden Tatsachen verschwiegen werde», einfach lächerlich. Es kommt da dach sehr tvesentlich l. Armeekorps in Kassel beauftragte bistserufe Komman- >deur der Großh. .Hess. (25.) Division in Darmstadt, General- leutnmii v. Plüskow. Ivar der 17, .«ornmandeur der seit 71 Jahren bestehenden hessischen Division Diese wurde am 20. Dezember 1842 als Infanterie-Division geschaffen. Tie Kommandeure der Division ivaren die Generale Prinz August zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1842—1848), Frei Herr Schässer v. Bernstein (bis 1858), v. Weitershauscn ndi kal in Eassel hat die Preise von Kupserblechen um 4 Mk. auf 165 Mk. h e r a u s g e s c tz t. — Schnittblumen, die zurzeit nur aus dem Ausland zu bezicben sind, haben ini Preise eine Steigerung von 20 bis 25 Prozent ersahren. Der Bedarf ist für den Winlcr in Deutschland so groß ge worden, daß die Produzenten in den südlichen Ländern den Bedarf kaum decken können. ** Viehhändler Hermann Jakob h. Gestern nachmittag wurde ans dem Friedhof am Rodberg die Leiche des Viehhändlers Hermann Jakob bestatte! Ein überaus zahlreiches Gefolge von Leidtragenden, darunter der Verein der 116er mit der Fahne, dre Union, die Altersgenossen 50er von 1908, Mitglieder der Metzger Jnimng, gaben ihm das letzte Oteteit. Rabbiner Tr. Sau > der hielt die Gedächtnisrede. Tie ll6er, die Union und die Lltterskollegen legten Kränze am Grabe nieder — Hermann Jakob entstammte einer sehr alten oberhessischen Viehhändler-Familie. Er wurde in Nieder Gemini den geboren. Der Verstorbene war ein Mann, der wegen seines einfachen Wesens und seines gesunden Humors bei unseren Landwirten und seinen zahlreichen Kollegen ein gern gesehener Gast war. "Ein schwerer Unsall beim Rodeln ereignete sich am SomStag mittag aus der Frankfurter Straße. Ein bjähriger Knabe fuhr aus einer Rodelbahn von der oberen Dammstrahe in Klein-Linden zur Frankfurter Straße. Ta er den Schlitten nicht rechtzeitig cinhalten konnte, geriet er unter ein Fuhrwerk a»Z LIllendorf. Er erlitt eine stark blutende Wunde am Kopf und eine Quetschung des Fuße«. Der Fuhrmann fuhr den Jungen in die Klinik, wo sich glücklicherweise die Verletzungen als nicht gefährlich herauSsielltcn. ** Fabrik-Einweihung. Am Samstag sand zu Rri s- k i r ch e u die Einweihung der vergrößerten Zigarren-Fabril-Filiatc des Kommerzienrats S ch i r ni e r - Gießen statt, wozu sämtliche Ar beiter und alle, die mitgcholien hatten, die mustergültigen Arbeits räume scriigzustellen, cingelodcn waren. Kommerzienrat Schirmer mit seiner Familie und dem Gießencr Beamtenpersonal wurde von Werkmeister Schäfer und den 'Arbeitern in den festlich geschmückten Räumen empfangen. Nackidem man sich an de» reich gedeckten Tischen mit Speise und Trank gestärkt batte, ergriff Kommerzienrat Schirmer das Wort zu einer längeren LlnSillbrung über den Werdegang der Zigarrcniabrik, die unter der tüchtigen Leitung des Herrn Schäfer eine Vergrößerung unbedingt ersorderlich machte. Endlich dankte Herr Schirmer Herrn Schäler und sämtlichen Arbeitern für den hcrzlick-en Empfang und die schöne 'Ausschmückung der Arbeits- rä»n,e. Fräulein Bellcheu Schäler überreichte dann dem Kom - merzicnrat Schirmer^mit einem sinnreichen Eftdicht eine» Blumenstrauß. Werkmeister Schäfer dankte daiaui im ?iamen der Arbeiter schait sür alles Gute und Schöne, was sic bisher von ihrem Cbes eriäbren hätten und deutete auf das herzliche Einvernebmcn zwischen Arbeitgeber und 'Arbeitnehmern hin. - Drr mit den nioderusten gesmidheitlichen Errungenschaften ausgcstattcte Raum kann durch die Vergrößerung ,etzt 70 Personen fassen (früher 45). Als Nach scier wurde zn den Klängen der Kapelle Schön ein slotles Tänzchen veranstaltet. " Verbrüht. Ein Unqlücksfall ereignete sich am Samstag abend aegen ?>/» Uhr in dem Hause eines Metzger- nieisterS am SeltcrSweg. Das Dienstmädchen wurde beim Putzen durch Unvorsichtigkeit mit heißem Wasser übergossen, so daß die Sanilätskolonnc die Verletzte in die Klinik überführen i»»ßte. •' Vichmarkt. Interessenten diene zur Nachricht, daß der Austrieb zum morgigen Viehmarkt erst von 8 1 /, Uhr an beginnt. Landkreis Giehe». i Beltershain, 4. Jan. Bei der im Oktober vor genommenen G e »i e i n d c r a t s w a h l wurden die Land wirte Karl »ornntitnit, Statt Petri und Wilhelm A s i gewählt. Gegen die Wählt war von einem Ortsbürger wegen angeblicher Dahlbecinslussung Widerspruch erhoben worden. Die Haltlosigkeit der Angaben konnte jedoch nachgewiesen werden, und die Wahl wurde vom Kreisamt bestätigt Gestern wurden die Gewählten verpflichtet. KreiS Büdingen. 8 Büdingen, 4. Jan. Tie hiesige Genossenschaft s m ol ke r e i m. ii. H. hat mit Jahresschluß den Betrieb cingeshellt. Sie tritt in Liquidation. ln tr, ■citpn ocmrafiopjii straße 42 b: äcit seue t F euerwehr icbe Gefahr izeiide rtbert s len ist che bc 1 'i t lue , cnbach, 4. galt. Der einer Treibjagd » Aeldtzemarkung wurden 32 Hasen und zwei ' f. , aäj, 4. galt, gm Jahre 1913 wurden dahier Binder 132 Knaben, 33 MädchenV Cfetraut: wrben sind 36 Personen Kreis Alsfeld, 4 d e m n n t c re n O h m t a l, ä. Jan In der > in den letzten Tagen mehrere Pferde an ! a g «ingegangen. Es mag dies eine Warnung ' -'besitze r sein, ihre Pferde regelmäßig zu be ie vor schweren Verlusten bewahrt bleiben, »reis Lauterdach elenhain, 3. Jan. Dieser Tage wurde der - rgermeister Ludwig Jost zur letzten Ruhe gc- > Jahre hier als Bürgermeister tätig war. igung nahm auch Kreisrat von Werner Frank hielt die Grabrede. Der Gesangs ni Grabe einige Lieder zu Ehren des Berat ies b. Lauteibach, 4. Jan. Nachdem unsere Gerne Dürgermeisterci und einen Bürgermeister in nsherigcn Gemeiudercchiiers G. R au f cp erhalten ■ Kinnes Schwärze! II. zum Gemeinderechner Ltarkenburg und Rheinhejscn. n st a d t. 3 . Jan. Den Bemühungen der Kri i I es gelungen, den gefährlichen Holeldicd, den alten „Reisenden" I. Hovfgartcn fcstzu- at vor einiger Zeit in einem hiesigen ersten Nasser mit wertvollem Inhalt, Kostümen, Män öerte von etwa 600 MI. in rassinicrtcr Weise nv war damit verschwunden. Er stammt aus Lcr in der Neniahrsnacht in seiner Wohnung omniene Buchhalter P. Dorf am wurde am mittag in der Leichenhalle des hiesigen Fried i hr großer Beteiligung eingescgnct und dann . verbracht, um aus dem dortigen Friedhof bci- eiden. n b ach, 5. Jan. In der an der Bnchhügelall« idtischen Schlachthvf gelegenen Scheuer des ns Friedrich Fauerbach aus der Oleleits- am Sonntag abend gegen 6 Uhr ein Scha iS, das einen großen Umsang annahni. Tic tte mehrere Stunden angestrengt zu tun, bis r die umliegenden Scheuern und für die an ' iabril der Firma Kühler n. Stumpf, die l i gefährdet war, beseitigt war. Ter Brand durch Versicherung gedeckt. Die Enlstehungs- Brandes ist ohne Zweifel ans fahrlässige ing zurück,zusnhren, Tiefe Scheuer bildet tandigcn Unterschlups von lichtscheuem <öe- do t nächtigt. Stsscil-Rafsau. r! nr g, 4. Jan Ter Verein der Kranken- ilarbnrg und seiner Umgebung (E. V), chraxis treibenden Aerzte der Versicherungs- g, Kirchhain, Frankenberg und Biedenkopf an efchlosfcn, die ärztliche Versorgung der Mit- ereits bestehenden und der mit Neujahr ihre ehmenden neuen Kranken lassen zu übcrneh- nötigrn Verträge sobald als möglich ans 23. Dezember vereinbarten Abkommens vor- mitt auf den 1. Januar 1914 rückwirkender eßen — -Die Straßenbahn hatte im Teeine Einnahme tion 8018,99 Mark gegen im Dezember 1912. iurt r 'stiederrav zwischen bie Puffer zweier ,: ihm wurde der Brustkorb eingedrückt, kurrer Zeit starb. — Im Stadtteil Dackenheim jähriges Mädchen, das mit Streichhölzern icinc Kleider in Brand letzte, l e b c n sg c i ä h r - wunden am ganzen Körper. Beiuch loa: zusrrcdenstelicnd Auch das ltiesiqe Offizirrskorps loar durch einige Herren vertretzm, darunter der Bataillonskommandeur Major Stempel. Rach der Anjpvache des Besitzenden kamen verschiedene Biolinsviclc und Deklamationen zum Borirag Sodann folgte ein Weihnocknsspicl, ein Stück aus dem Handwerker- lcben. Ter Turiwerriu Butzbach, loclcher der OrtSgnipve Jung- deiaichland angeschloiirn ist, beteiligte sich au der Feier Mcdi- zinalrat Tr. Bogt, der Gründer der Ortsgruppe Jnnqdemichlon», dankte den Darsirllcrn und ennahntc die jungen Leute, treu zu ihrem Vaterland, zu ihreni Berns und zu ihrem Verein zu stehen Daupllehrer Storch widmete der Jungdeutschlandsachc einige warme Worte. Zunr Schluß dankte da- Mstglicd der Ortsgruppe Aillh Weitzel dem Vorstand für die angewandlc Mühe. verewrnachrichten. au heim, 4. Jan. Der Krieger- und Mililär- a" hielt am Samstag abend seine 37. ordentliche ng ab. Ter Verein zählt 17 Ehren-, 25b ordcnt- ßerordcntlichc Mitglieder. Tos Vcreinsocrmögeu 730 Mark. Einer Anregung auS Mitglicdcrtreiien -rkl sich der Verein bemühen, daß »ach dem Vor- tädte auch in unseren Kirchen für die in den -13 bis 1870 gefallenen Kriegern au- Bad-Rau heim icbracht werden. Für die Tr. Vogt -Stiftung ,bc für den um den Hast'iavcrband sehr verdienten r. Vogt-Butzbach — wurden aus der Bercinskasie net. ch . 4. Jan. Die Ortsgruppe de- I u n g d c u t s ch- hiell am I. Januar eine Wcihnachtsieier ab. Der vom Wetter. Reue Stürme und Hochfluten verheeren die Küstenstriche in der Nähe New 'Dorfs. Biele Strandbotel- und Landhäuser sind vernichtet. Ter Badeort Searbrighd ist last ganz zerstört. Tic verlassenen Häuscrruincn wurden vielfach von Dieben ans- gcplnudert. Die Provinzen im Norden und Rordwcstcu Spaniens und auch einige im Süden wurden von Schnccstürmen hecmgeiucht. Laut Depeschen aus Ulmctu und Murcia fallen dort seil gestern schwere Schueemcngen. Seit 30 Jahren ereignete sich kein solcher Schneeialt. Depesche» aus Jaca in der Provinz ducsca berichten 15 Grad Kälte. Die Bewohner der Bergdörfer sind durch Schnee von der Außenwelt abgesperr. und bitten dringend um Hilfe. In Madrid zeigte das Thermonieter am 1. Januar 12 Grad Kälte. Ankveriitätr-Nachrichte«. -- In Breslau ist der ordentliche Honorarprofessor sür plastische Theologie in der dortigen evangelisch-theologischen Fakultät, Oberkonsistorialrat Tr. thcol. et Phil. Earl von Hase'im 71. Lebensjahre gestorben. 1 — Graz. Der mit dem Titel und Charakter eines o. Pro- feiiors bekleidete a. u. Professor Dr. Phil Vinzenz H i l b c r ist zum ordentlichen Professor der Geologie und Paläontolgie an der Grazer Universität ernannt worden. — Der außeeeial-mäßigc a. o. Professor und erste Assistent am chcniijck^lecknischen und elektrochemischen Institut der Tccke- nischcn Hvidschule zu T n r n> sta d t Tr. Bernhard Reumann bat einen Rut als ordentlicher Proscssor der anorganilch-ckxunsehen Technologie an die Technische Hochscknüc zu Breslau zum 1. April 1914 erhalten und angenommen. — Ter Geheime Obcrrcgicrung-rat und Vortragende Rat im Reichskolonialamt E.^Haber ist wegen einer längeren Ticnst- rersc in die deutsche Südfce von dem Rcbenamte eines Dozenten sür loloniales Bergrecht an der Berliner Bergakademie entbunden worden. vermischte». * 3 t r a b e n r a n 6. Aus Hamburg, 3. Januar, meldet ein Priv.-iTel,: Heute nacht überfiel ein Unbekannter auf dem Weg« vom Güterbahnhof zum Personenbahnhof B a r m b e ck den Nangierführer Vogel, warf ihm Pfeffer in die Augen, raubte ihm die Handtasche mit 14 700 Mark und schlug ihn nieder. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen eilten Beamte herbei, die den Räuber verfolgten, der jedoch entkam. Die Tasche mit dem Gelde hatte er vorher weggeworfen. * Unfall einer M asch in e n g e w ch r a b t c i- l u n g. Ans W ü r z b n r g , 3. Jan., wird gemeldet: Gestern nachmittag gingen die. Pferde der Maschinengewehrabtei- lung des 9. Jns.-Regts. unter Leutnant Kimniel durch. Eine weitere Maschinengewehrabteilung unter Leutnant Mosmeier ging ebenfalls durch. Beide Leutnants wurden zu Boden geschleudert und verletzt. Die Pferde über- rannten eine alte Frau, die ebenfalls schwer verletzt wurde. Die Pferde hatten gescheut, weil ein Wagen infolge des Schnees ins Rutschen gekommen war. * Ein Ge i st l i che r ermordet. Aus Re epp holt (Regierungsbezirk Aurich), 3. Jan., wird gemeldet: Gestern abend wurde der zweite Geistlich« der ikirchengemeinde Reepphölt Peiswr L o c t s hon einem Mann, den er bei einem Einbruch in der Kirche ^überraschte, ermordet. Die Leiche wurde später von den Söhnen des Ermordeten in der Kirche anfgesunden. * Meuterei in einem Gefängnis. In Turah, einem Gefängnis in der Röhe Kairos, brach heute früh 7 Uhr ein« Meuterei aus. Eine Anzahl Gefangener war außerhalb des Gefängnisses ausgestellt. Die Wächter schickten sich eben an, die Gesangeilen zu durchsuchen, als einer auf die Wächter einschlug. Das war das Zeichen zum Angriff der Gefangenen. Sie schlugen einige Wächter, die von ihren Genossen ubgeschnitten waren, trumm und lahm, tväb- rcnd einige Wächter, die d,e Gcsüngnismauer erstiegen hatten, Schreckschüsse abgaben. Als das nichts half, schossen sie scharf und töteten vier Gefangene und verwundeten fünszig. Bald darauf war die Ordnung wicder- hergestellt. * Grubenunglück. K »ldscha, 4. Jan. In einem dem Staiiimnmt M » ilabajew gehörenden Bergwerk sind infolge lcblagender Weller IC Bergleute umgekommen. Kleine Lageichkonik. In Mannheim starb im 7l. Lebrnsrahre der Geh Rak Dr. don. c. Reiß, Mitglied der Enten Ixidischen Kemme,- imd Ehrenbürger ber Stabt Monnheuu, der schon bti Lebzeiten die 'Stabt Mannheim zum Erben seines MrlliimenvrrntögemS eingrseist Imu Di« Erzherzogin Zita ist am Samstag abend twn einer ge- snnden Prinzessin entbunden worben Ein unbekannter Bürger lzat her Stadt Cvailottenburg eine Million vermacht. Ueber die Berntendungsart der Summe verlautet vorläuiig nichts. In dem Schlosse Dakowp molre des Graien Riclczynski wurde in der letzten Raäü ein E i n h r n ch verndi. Aus den Gemächern der erschossenen Gräfin wurden zahlreiche Wei-tgegenstände gestohlen. Amtlicher Wetterbericht. Ocssenllichcr Wetterdienst, Gießen. Weiteraussichtcn in Hessen ani Dienstag, denk. Januar 1914: Porwcegend trüb, Niederschläge I»it Schauern, etwas kühler, leb- halle westliche bis nordwestliche Winde. Letzte Naedeietzte«. Eine § c n sa l io n sm e Ibu ne au- Angst nach dein Gewehr gegriffen. Schließlich sei hie Ori-i- polizei emgeschiitten. Das „Berliner Tageblatt" bringt diese Meldung unter allem Vorbehalt. Ein zingetreucr Beamter der ko ns er». Partei? Berlin, 5. Jan. Wie der „Vorwäris" mitteilt, ist vor cnva Jahresfrist bei der Sloaisauwaltschaft eine Strafanzeige gegen den Generalsekretär Bruno Schröter, Geschästssührcr^ der „Krcuzztg " und Chef des HauvkvereinS der deutsch-konservativen Partei, ein- gelauscn, worin diesem Unregelmäßigkeiten in der Kgisenführuno vorgcworscn werden. Ob die Uniersuchung »och schwebe oder da? Verfahren hätte eingestellt werden müssen, weil der Hauptzeuge plötzlich starb, sei nicht bekannt geworden. Ein anderer ehemaliger Angestellter des Hanvtvereins, Redakteur Ludwig Kühl, habe im Frühjahr 1913 eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, daß Schröter in der vorgeleglen Jabresrechuung die Ausgaben um 20 000 Mk. höher als sie tatsächlich waren, angegeben habe, das. Schröter ferner 100 Prozent aut die Gehälter seiner Angcsicllieii ausgesckstoaen und den Mchrbeiraq sür sich behalten habe. Generalsekretär Schröter habe dem Ankläger mit verhältnismäßig hohen Summen den Mund gcstovfl und ihn wieder in der Redaktion de- Hauptvcreins bcschäitigi. Schröter habe bei Herrn von Hehde« brand einen Stein im Brett. U e b c r f a l l c n und ermordet. Wien, 5. Jan. Einer Blättermeldung zufolge wurdc in der Rahe von Großen--Zersdvrf bei Wien die Bäuerin Theresie Redl von einem Auswärtigen ermordet und beraubt. Entgleist. Limoges. 4 Jan. Infolge von Glatteis entgleiste in der Nähe der Stadt ein nu- drei Wagen bestebender Straßen- bahnzug. Tic Wagen legten sich gucr über dir Säraße. Zwei Personen wurden getötet und etwa zwanzig Fahrgäste verletzt. Wasserslugwct'tbcwerb. hiopenhagcn. 4. Jan. Anläßlich des geplanten Wasier- slugcs Warnenlündc-Kopenhagen-Kristiania faud eine Besprechung zwischen dein Vertreter des deutschen Luftsahrtverbandes und den Berlretern der dänischen aeronaukisckien Gesellschaft statt. Es wurde beschlossen, den Flug zwischen dem 15. und 23. August zu ber- anstalien. Tie Flugstrecke soll van Warnemünde über Kopenhagen Aarhaus-Frederikshavcn oder Skagcn mit einer Landung in einer iüdnvrwcgischcn Stadt nach Krisnania gehen, vorausgesetzt, daß die AeroNubs der drei Länder 50 000 Mark sür Preise ausbringen. Sollte Schweden sich beteiligen loollcn, ist auch eine Landung in Maluwe geplant. Q n e i d e i - b a ch lb. Landstlihl), 5. Jan. Gestern abond wurde der Arbeiter Wesner ans dem Rackthausewegc in der Rähc seiner Wohnung von einem Manne hinterrücks erschossen. E?" lvar 45 Jahre alt und Vater von sechs Kinder u. Ball-Seide von Mk. 1.13 an per Meier, letzte Re», beiten. Franko nnd whoa verzollt ins Haus geliefert. Reiche Musierauv- mahl umgehend. L4>0 6. (ienneberyi Holl. I. M. d. deullihen Kaiserin, Zlirich. \ty ■'' - •V ; iWto4iW>V«'.» • fc'.'.’.V rberei 0 ebr.üöver «-«SS»- «e* Reinisren n. Färben ron Damen-, Herren- u. Kindergarderobe, Vorhängen, Deeken, Teppichen, Portieren, Fellen, Spitzen, Federn, Reibern, KindermBUen, Handschuhen etc. rfca 1000 Aagftellte. Einrichtung und Organisation unserer Werke sind in der gesamten Fachwelt als mnsterffülti^r anerkannt. kanntmachung. uschlag der Gcmcindc Groücn-Lindcu -lingsjahr 1914 liegt vom B. ds. Mls. er Woche auf unserer Amtsstube offen > der Offenlegungsfrist können die n Voranschlag einsehen und Ein- ;cn seinen Inhalt schriftlich oder zu dem Bürgermeister Vorbringen, indevcrtrctung hat die Erhebung einer osicn, zu der auch die Ausmärker veiden. inden, ani 3. Januar 1914. . Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 282 erzähle« sieh, da6 sie am bestell gedeihen, wenn t,ic regelmäßig den echten Medizinal-Lebertran und Kraft -Wein trinken aus der ]*IedieinaI- DrwyeHfgn mK rengp lat/.Irenplalzl 28öa ZU ^ERMBETEüai PIANINOS FLÜGEL HARMONIUMS Monatliche Mietpreise: 2—30 Mk. Bei Ankauf gemieteter Instrumente Mietgutschrift nach besond. Bedingungen Wilh. 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Kammermusikabend Herren Professor Tlieodor Kilian, Georg Knauer, Professor Ludwig Vollnhals, Johannes Hegar. Programm: Quartette. Brahms op. 31 Nr. 2 A-moll; Beethoven 39 Nr. 2 E-moll: Haydn op. 20 Nr. 4 D-dur. IM D zu ^]j c 2.—. 1.50. Studentenkarten Mk. l.~ sind bei Ernst Ckalller/Musikniienhdlg. (Telephon 671). für Studierende auch bei Hausverwalter Kitter und abends an dev Kasse zu haben. _ Eintrittskarten Tonnertztag, den 8. Ja». 1914, abends Pünktlich 8>/, Uhr, in der großen Nniversitättz-Anla: V. Ukiillilykr Wlflkg Herr Prof. Karl Brockmann» Ossenbach: „ Die Jnngfraubahn " mit Lichtbilder». Eintrittskarten zu einer Mark sind abends an der Kasse zu haben. Angehörige unserer Mitglieder zahlen die Halste. l> Garderobe 10 Pfg. 'Crlsüfinfrbcicreitt. fiaufmäitniitürr Srain. Das hiesige Union-Theater schreibt in seiner Annonce vom letzten Samstag (3. er.) .«Cleopatra, die Beherrscherin de« XII«“ und betont, daß dieser Film nicht zu verwechseln sei mit dem schon vor einem halben Jahre in einem hiesigen Theater gespielteu Film „Cleopatra“. MännerTmerein Die rfjfliÄigijfii Xurnftuidien nehmen wieder Dienstag, den «». bt?. Mts. ihren Shtfnno. — Uni regelmähiges und pünktliches (erscheinen (.inet 270v Der Vorstand. BRIEFMARKEN- Sammler (Anfänger, vorgeschrittene Sammler und Interessenten) werden zu einer Besprechung zwecks Zusammenschluss und gemeinsamen Einkaufs Dienstag abend 9 Uhr in die Restauration Würltemberger Hof, Bahnhofstr. 15, < ingeiaden. _ 263 _ Die Blnberule r. Bauer'scher Gesangverein gegründet 18W. Vereinslokal: Frankfurter Hot. Regelmässige Probeabende bis zum Jubiläums-Konzert am 8. März: Jeden Dien«l:ug u. Freitag. Beginn : Dienstag, den 6. Januar, abends 9 Uhr. Vollzähliger Besuch erforderlich. 269 D _her Vorstand. 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Für diesen Film, welcher in Frankfurt im U.-T. wochenlang einen Riesenerfolg erzielte, haben nur wir das alleinige Erstaufführungerecht erworben. Unser in hohem Ansehen stehendes Unternehmen reagiert im allgemeinen auf derartige. Anreinpchmgen nicht, jedoch sehen wir uns diesmal einer solch falschen Behauptung gegenüber genötigt, obige Richtigstellung zu veröffentlichen. Hochachtungsvoll 266a Gießener Lichtbühne-Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gez.) Ludwig Hof Nassauische Landesbank in Wiesbaden t i \ on ^ en * n der Emission befindlichen Schuldverschreibungen der Nassauischen Landesbank wird ein Teilbetrag von 5000000JVIa.a’Jk 4% Schuldverschreibungen Buchstabe Z zum Vorzugskurse von 98.40° 0 (Börsenkurs 99°| 0 ) Äi°hn,n« t auf’™lo?L n ™ mh * r "• >«• '»>» einschliesslich zur dev ttnrn ml *»S.'llfJ. *" m 30 - Dezember er. erfolgen. wird y ,l l' Stücke kennen sofort bezogen werden, u /e 'r hnu, >K>'" können erfolgen: LtmdesbHnkBte^le^un^de^SammelsteUen'lh'r^a sba 0 de ”', ” ei sämtlichen nachstehenden Gicllener Banken: St ' er ^ a4sauis<-t > en Sparkasse; ferner hei Bank für Handel und Industrie. Mitteldeutsche Creditbank. Ihn näheren ZekJmnn*sbedmifu nK en sind daselbst erhältKch. dpr ^-a»is.:>.e.. Uandeshank sind m «„del- S^Vär.n^r. Br “ ft "rrk»„dr de» Rrrl. rnn e ,hr„ rl K Tv lf v VTieshaden. den 19. Dezember 1913. Direktion der Nassauischen Landesbank. Gietze», Tüd-Anlage Benin» de» Unterrichts i» alten w . arbritrn iow.Knnitarbeiten. Brand,na TchniNrrri, Lrdrrplastik u MT Montan, den 5. Januar Für Auswärtige nanze oder leitwctie T- r~ dfeinr. Jfreüe t Plockstrasse II Tel;>'".r>t feine 9 /lass kfchru für fferren und « u> Deutsche, engl, und frane. Vei Kostünte von Mk 75.— Reichhaltiges Lager in deutsche/ Stoffen. — Stets Hingang von Nut! K. täglich die Beiiebthej ‘ des ddiuhpuiimittcb WQflU Alleiuiger Fabrikant: Carl Gcntaer Versteigern Dienstag, den 6 . Tianuar 1914 . na sollen im städtischen Piandlokal, Selters? . . > wegen rückhändiger (ssemeindesteuer nn geviundeten «Gegenstände. wie: SoinS. L ' ' tische. Schranke. Kommoden. 1 Handwagt ‘Jiig ■?* tf iWehefoffer. 3 Stlnoicre, 1 ftiiiqcl.8 Sterbe 2 Rähnmschinen u. n. a. versteigert werd K e s s e l, Pfandmeister sowie jede modei liefert in unübertroffener Ausfühi matter Glanz, tadelloser Sitz, keine Grosswäscherei Ei ScMUxenztrate 12 (.ieeaen Fei. ;• «7 AaukmMieUta in Alsfeld. Butzbach, Hei r. Wetzlar u. Wieserk. — I