Kt. 1 Ter «teßener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntaas. — Beilagen: viermal wöchentlich rietzenerFamNinidirner; iioeimal wöcheml.llreij- blaft sü r den lkreis «setzen (Dienstag nndFreiiagi; zweimal monatl. rans- wirllchaftliche Seitsragen Ferniorcch - Anschlüsse: ftir d,e Redakricn 112, Vertag », Expedition öl SlbrefTe iflr Tepeschen: Anzeiger ®ic{fen. Xmmiimc #en Anzeigen *ür die Tagesnuinmer bis vormittags S Uhr. Erster Blatt * 164. Jahrgang Zreitag, 2. Januar 1914 Mger General-Anzeiger für Oberhessen RotationLdnxk »nd Verlag Ser Srühl'jchen lltzio.-Such- und SteinSnitkerei «. Lange, DczuqSorei»: nwnatlich 75 'Bi„ vierteljährlich Bit. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatlich LS Al.; durch dicPvst Mk.2,—viertel, jährl. auSjchl. Bestella. Zeilenpreis: lokallSPs., auSivärtS 20 Alenniq. Chefredakteur: A Eoeg. Verantwortlich für den volit. Teil! A»g. Goetz; für .Feuilleton', ,Der- mischteS' uud.GerichtL- fna[": Slatl Neurach; für ,3tabl und Land"' NeSaktion, Expedition und Druckerei: Schulftrahe 7. H^BeL Die heutige Nummer umfaßt 10 Setten. Tagcskalerrdcr au4 dem Jahre 1814. 2. Januar; Treffen bei Rheinböllen im Hunsrück, Kreis S immer». BorckS Truppen bcliegen die Franzosen, die sich eilig zurückzichen. Die Keujahrsfeier am kaiserlichen Hof. Berlin, 1. Jan. Tic Ncusahrssticr am kaiserlichen Hose wurde um 8 Uhr morgens mit dem großen Wecken cingeleitct. Mährend gleichzeitig von der (Malerte der Schloßknvpel die Trompeter der Gardekürassiere Choräle blirien Unter- den >!langen „Freut -nch des Lehens" beioeqte sich das große Wecken über den Schlaßvlah, die Straß: Unter den Linden hinab bch zum Brandenburger Tor und zurück. Das Wetter war kalt. Hin und wieder trieben einige Flocken durch die Lust. (5rn zahlreiches Publikum begleitete die Schellente. Tack Kaiser paar, die anloescnden Prinzensöhne und Prinz Heinrich trafen nach !l Uhr im Automobil vom Renen Palais aus. bum Publikum herzlich begrüßt, ein. Er folgte die Anfahrt »er giirftlict; feiten, Staats Würdenträger, hohen Militärs und Hof. chargen. Auch dir Alwronnng der Halloren begab sich ins Tehlvß. fMenen 10 Uhr nabm das Kaiservaar die Glückwicnsckie de? königlichen Hanfes und daran anschließend die der Hofstaaten entgegen. Um 10V; Uhr begann in der Schloßkapellc der Gottes diciist. Hier hatten sich n. a. eingcfundcn per bohr Adel, der Reichskanzler, die stimmführenden Bevollmächtigten des Bundesrats, die (Meneralil.it und Admiralität, die Ritter des Schwarzen AdlerordenS. die aktiven und inaktiven Staatsminister, die Staatssekretäre, die Präsidien des Reichstages und der beiden Häuser des Landtages, der Oberbürgermeister und die Stadtverordnetenvorsteher von Berlin, Potsdam und Charlottenburg. Unter großem Bortritt nahten die Majcstäteti. Ter Kaiser i» Generalsuninirm mit dem Bande des Schwarzen dldlrrordcns stihrte die Kaiserin. Hierauf folgten der Kronprinz mit der Priuzeftin Eitel, Prinz .Heinrich mit der (kronchliizessm. weiter dir Prinzen Titel, Adalbert, August Wilhelm, Oskar, Joachim und die Söhne des Prinzen Friedrich Leovold. Rach Gemeindegesang und der Liturgie predigte Oberhofprrdigrr Dryaiidcr Über das bvm Kaiser ansgewählte Bibel-- wort ans dem Bnch des Propheten Sacharja 8,16: „Jas ist aber, das ihr tun foltt; Redet einer mit dem »ndittn Äabibkit, lind lichtet recht und ichastct Frieden in euren Toren." Im ieierlichen Zug« begab sich der Hof nach dem Weißen Saal, tpo die Majestäten vpr die Stuien des Thrones traten und die Gratulationsknr der r>, der Kaorll- rersammrlt gewesene« Herren iplgke Ter Kaiser schüttelte dabei dem Reichskanzler triftig die Hand. Tie Präli- denten der Parlamente iprackien dem Kaiser die Glückwünsche der Häuser aus. Um 11h- Uhr cmpsing der Kaiser die Botschafter, hieraus das Staats Ministerium, die kommandierenden Generäle nnd Admirale sonne den »euernannten türkischen Militärattachee Oberstleutnant Dftbrmil Ben und seinen bisherigen Bertreter. Die Kaiserin empfing die Botschoster und hieraus die Fürstinnen. Um 121': Uhr begab sich per Kaiser, gefolgt von seinen sechs Söhnen und den Herren des Haupiguartiers, zu Fuß nach dem Zeughaus. Die Sonne war inzwischen durchgekommen nnd beschien die Schnee- landschast. Berschiedene Jugendvereinigungen liatten sich au der Schloßbrücke ausgestellt. Bor den, Zeughaus stand die Ebren- koinvagnce. Der Kaiser an ihrer 'Front begab sich danir zum Zeughaus. Hier begann in der :>iukmesballe dir Nagelung der 26 neuen Truvvenieldzeichen der ncuerrichteten Truppenteile. Im Lichthose nmrden die Feldzeichen durch den evangelischen Feltiprobst in Gegenwart des kath. Feldprobftes geweiht. Tie dann ausgegebene Parole lautete wie immer Königsberg Berlin. Hieraus folgte der Vorbeimarsch der Ehrcnkompagnie mit deit eingetretenen neuen Feldzeichen und der Salntbotterie. Um 1 , Uhr lehrte der Kaiser in das Schloß zurück. Nachmittags fuhr der Kaiser bei den Botschaftern vor. Um 7 Uhr abends war bei den Aiajestätcn Tafel für die komman- d.errnden Generäle, tooran sich eine Beivreckmug über die Kastcr- mnnöier Ist!" anschloß. Politische Reujahrskundgcdun-tii ^ Rom, l. Jan. Bei dem heutigen Empfang her iranzüftschen Kolonie in der Botschaft hielt der ftanzöiischc Botschafter Barrere eine Ansprache, in der er den Wunsch ausdrückte, das; die Beziehungen zwischen Frankreich nnd Italien immer woin gegenseitigen Vertrauen getragen sein .möchten. Das vergangene Jahr habe so manche Kämpfe »nd Gegenlätze in den Interessen der Länder gebracht, die den Weltfrieden hätten gefährden können. Das habe nnuermeidlich auch uuter sehr befreundeten Rationen zu vorübergehenden Meinungsverschiedenheiten führen müsse». Obwohl kein (Megeniatz Frankreich und Italien getrennt habe, habe mau doch zu gelvissen Zeiten glauben können, baß die traditionelle Freundschaft etwas gelitten habe. Glücklicherweise sei dies nicht der Fall grirefen. Tie Beziehungen, die auf ernsten Rcalitätcn gegründet feie», lönnten ivrder in -inen, Monat noch in einem Jahre durch Mißverständnisse in Frage gestellt werde», die zu lösru, die Ausgabe der Tiploiugtic sei. Rom, l. Jan. Anläßlich des Jahreswechsels hat Mischen dem Reichskanzler p. Bethmam, tzollweg, dem Grasen Berchthold und den, Marchese di San Giuliano ein herzlicher Tepeschen- Wechsel stattgcsundeii. Paris, 1. Jan. Ter Bataillonschei Looanicr aus dem Gefolge des Kriegsminislers Noulcns begab sich nach Grisolles, um dem deutschen Militärattachee Oberstleutnant p. Winterteldt die WünscheideS Ministers und die der sranzösischen Armee aus- zusprcchc». Paris, 1. Jon. Poincar« hielt anläßlich des Ren jahissestes in, Elysec divlomaliichen Eniplang ab. Als Tvycn des diplomatischen Korps brachte der Botschaitcr von Großbritannien Beitis seine Glückwünsche »nd die der Kollegen iür Franlreich und dessen Präsidenten dar. Berti führte ans, daß das Iaht 1913 die Wiederherstellung des Friedens gebracht habe und daß alle Umstände zu der Annahme berechtigen, daß das Jahr 1914 keine Unruhen bringt. Poincare erlvidertc, daß die Wüttiche zur Erhaltung des Friedens dem beständigen Gcdatllcn der trail- zöiischen Regiciung entsprächen. Er erinnerte daran, daß Frankreich seit langen Monate,! unaufhörlich mit den ander» Mächten tätig sei, an de> Erhaltung bezw. an der Wiederherstellung des Friedens wirke. In der Hosfnung, daß alle Nationen endlich die Sicherheit nnd Freiheit erlangen möchten, an der Entwicklung der ivirtschaftlichen Beziehungen und dem Fortschritt der Zivilisation zu arbeiten. Ofen best, l. Ja». Der Ministerpräftdent Gras Tis )a hielt anläßlich der Ncusahrsgratulation der Regiermigspartei eine Ansprache, in der er sagte, wenn er in seinem Leben nickt» anderes getan habe, aU daß er wk^k» dr.ß. ' ' r-kTrstb«, ':-c Olstruktiou niedcigebrvchcn und diese für die künftigen Zeiten, durck die Regelung der neuen Henckärdnung rmmögtich gemacht habe, glaube er, nichtlupnonst gelebt zu haben. >sLebb. Beifall.) 'Trr Ministcr- piäsidcnt drückte die Hvffming aus, daß die Opposition, welche anfänglich streikte, seither jedoch bei gewissen wichtigen Anlässen im Hause erschienen war. in nicht aUzu scrner Zettl an den Beratungen des Hauses in nortnaler Weise teilnchmen werde. Er erklärte sich bereit, aller- mtfzubieten, damit der Opposition die Rückkehr zu einer normalen Tätigkeit erleichtert werde. In dem Rückblick au, die abgelausene Reichstagsperiode hob d>'r Ministerpräsident die (Mesep.c zur Stärkung der Armee, welche mit der, wie er hotte, baldigen Llnnabme und der neuerlichen Erböhung des Rcktutenlnnlingcnts nunmehr zum Abichlun gelangen werde. Nach den bedeutenden Oviern, die Oesterreich-Ungarn für die 2! r m e c gekrackt habe, werde sie unter allen in Betracht kommenden Armeen eine solche Stellung einnehme», welche das Gefühl der Sicherheit erbShe und der Aktionsfähigkeit der östcereichiich-ringarischen Tiplomatie verstärkten Rückhait gebe. Gleichzeitig würden dadurch die Aussichten des europäischen Friedens gebessert; denn nichts sei so jebr als Bedrvlmng des Friedens anzniehen, wie wenn in oer üiientlickcn Meinung Europas der Glaube an die niilitärtsche Stärke der Monarchie crichüttcrt würde. D t c » » e ,_t ,_1. Jan. Gras Andraisp, der Führer der Opon- sitioncllen Bciiapungsvartei, hat bei der Neujahrsgratulation feiner Parleirrcunde erklärt, cS sei Gebot des Parlamentarismus, daß, nachdem die Regierung das W a h l r c s o r m g e s e h> gc - ichasien habe, llieuwahlen ausgeschrieben würden. Keineswegs ici das Abgeoidnetenhaus mehr betäkigt, die Verwaltung zu resor- mieren und ähnliche große Gcsepenttoürse durchzuiühren. Er fürchte, daß diese (Mesehenttvüne den Zweck hätten, die Macht- mittel der Regierung hei künftigen Wahlen «I vergrößern. Die Kedenbezüge der volkrschu leerer in Hessen. rb. Darmstadt, 1. Januar. Gelegentlich der parlamentarischen Beratungen über die Besoldimg-svorlage ist vielfach aus den Umstand hingetviesen worden, daß sowohl sehr viele Beamte, als auch ein großer Teil der Lehrerschaft in Hessen nicht unerhebliche Einkünste aus Nebenstellen beziehen, die bei der Bemessung der Besoldung nicht in Betracht gezogen würben. Die Regierung hat daher, einem Wunsch des Finanzausschusses folgend, zur näheren Beurteilung der geuehmigiiugspflickitigcn Klebencin- künfte der Beamten und der Lehrerschaft eine nnifangreiche Znsanimenstellung vorgelegt. Nach den zu den Ministerral- akten gcnomincnen Sonderverzeichnssseii der Großh. .ikreis- schullommisstonen haben für Unterricht an Forlbildungs schuleii, für Organistcndienst nnd Leitung von Gesangvereinen, ans der Funktionszulage für Hanptlehrer, sowie für sonstige private Tätigkeit insgesamt 2519 Lehrer ein Neben- cinkominen, da» iedocb außeswrdentlich verschieden ist und- zwischen 75 »nd 2480Mark jährlicher Nebenes n n a h m e schwankt. Den niedrigsten Saß bis zu 75 Mark beziehen insgesamt 257 Lehrer, darunter 28 in Offenbach, 10 in Worms, 2 in Mainz, 58 in.Heppenheim, 26 in Oppenheim, 22 in Büdingen, 20 in Bcnsheim. 18 in Gießen-Land, 13 in Osfenbach-Land und Erback. 10 in Fr iedbcr g; inDarm- stadl, Bkainz, Worms und Gießen ist das Nebencinkom men der Bolksschullchrer verhältnismäßig gering. Es beziehen in Darmstädt 5 (in Darmstadt-Land 24) ein solches iibcr 150—200 lNark. 9 über 300—350 Mark. 38 von 350 bis 600 Mark, 32 von 600—1000 Mark, 4 bis 1200 Mk.. 2 bis 1500 Mark und 4 über 1500—1710 Mark. In Matirz- Sladt habe» 12 und in Mainz-Land 14 Lehrer 150—200 Mark, desgleichen 5 in Offenbach-Stadt und 24 in Offen- bach-Land, 26 in Friedberg, 24 in Groß-Gerau, 22 in Büdingen, je 20 in Dieburg Erback, und Alzen 18 in Bene— beim, 15 ln Schollen und G i e ß e n - L a » d, 14 in Akainz- Land u. i. k. Ein Nebencinkommen von 250—300 Mark ha den je 22 Lehrer in Offenbach-Land und Fricdbcrg, 21 in LI l s f e l d, 20 in Dieburg, 19 in B ü * ’ n-n <■ v 18 in Groß Gerau, 17 in Gießen Land, sc 1! in Lorms-Staol, Land und Bensheim, 13inMainz-T.w>. >2 Lauter» Bon 300- 400 Mk. haben je 27 in A S f ei» 24 m Fri ■ - - berg, 33 in (Mießen-Land, 20 n Darmstadt und -i'te bürg, 21 in Lauterbach, 18 ir Schotten, je . i Lssenbach-Land, Mainz-Stadt nnd '"r-n ilrm; .:w Mi bis 500 Mk. 18 in Ofsenbach-Stadt. ,5 in Mai,; ii-' * in Ofjenbach-Land 13 in Darmstadt. 11 in BnGbei in Dieburg: von 500—700 Mk. : ' i>» Da; Mainz-Stadt, 22 in Osfenbach-Stadl 13 in Worms-Stadt und Friedberg, in ein, .du», 3- Oppenheim uff. Bis 800 Mk. bezieh .- 1'. bacti Stadt, in Tarmsradl 9, in Worin i '.ai pa.T. F r i e db c rg und Oppenheim je 3: ^ bezieh"» in Offenbach-Stadt 12, in Mainz-St 20 t, .'.lzc., und Bingen je 5, in Worms-Stadt und BenSheini je 4, in Tarmftadl3; bis 1200 MI. in Osfenbach-Skadt und in Mainz-Stadt je 7, parfilalaufführuksyen. Die gestrige Erstausführung von Ricbard Wagners Büh- nensestsviel Parsisal im Deutschen Opernhaus zu Charlottetl- burg war des gewaltigen Werkes ilud des bedeutungsvollen Tages würdig »nd machte auf das ausverkaustc Haus einen liesgehenden, zum Teil überwältigenden Eindruck. Am Schluß der Vorstellung, die nahezu sechs Stunden dauerte, wurden die heutigen Darsteller Paul Hausen Parsisal,,, Robert Blaß ^Gurnemanzl, Julius Röthcc Ger im letzten Augenblick für den erkrankten Ernst Lehmann den Amfortas übernommen hatte) und Frau Melalie Eurt (Knudri) und ebenso der szenische Leiter Direktor Georg hartiiianu immer wieder stürmisch gerufen. Aus die Wandeldekoration war verzichtet. Das Bühnenbild des Gralstempels war von prachtvoller Wirkung, die ganze Inszenierung außerordentlich sorgfältig nnd 'gediegen. Das Orchester unter Leitung von Eduard Möhrike war ausgezeichnet. — Außer in Eharlottcuburg sandeu heute noch Erstaus- jührungen von Wagners Parsisal in Breslau (c-tadttheater in beiden Landestheatern in Prag, in der Budapester Polks-< oper, in Rom l»id Bologna statt. Ruch in der Großen Oper in Paris fand die Erstausfiihrung in Form einer Generalprobe statt. * Allerlei vönt Parsisal. Schon ein Mcnschenalter, bevor die Parsisal-Partilur beendigt war. trug Wagner Motive im Kopf herum, die er später in diesem Werke verwendete, und die aus Anton Seidl, den späteren genialen Dirigenten, damals noch Wagners Sekretär, so gewirkt harten, nfls er sie eines Tages vom Musiker spielen hörte, daß sie sich ihm unvergeßlich ins Gedächtnis ein, prägten. Als später dann Wagner die Skizzen für die Partitur zusammenstellte, ries Seidl, als er an die Mumcnniödchenmusik lau, aus: „Das kenne ich!" Ganz erschreckt sprang Wagner aus. „Wo wollen Sic die Melodie gehört haben?" Seidl beruhigte den Meister und klärte ihn auf, dieser aber konme lange Zeit nicht den Schreck vergessen und fragte immer von neuem, ob er noch bekannte Melodien in der Musik gefunden habe. Zum Geburtstag seiner Gattin Coiima, Weihnachten 1878, bereitete der Meister seiner getreuen Mitkämpferin eine sinnige Ucbcrraschung. Durch das freundliche Entgegenlommen des .Herzogs von 'Meiningen ivurdc ihm die ausgczciwiietc Mciningische Hoskavcllr aus zwei Tage zur Berstiguna gestellt, und am Morgen des Geburtstages ivurde Frau Cojimä von einem Ständchen .überrascht, das das weihe,-. volle Boripicl zum „Parsisal" zum Besten gab. Frau Cosima wußte nicht, daß dies schon instrumentiert war, da die Instrumentierung kurz vorher vollendet war. Engelbert Humpcrdinck erzählt noch, daß er einer der erste» gewesen, die den „Parsisal" lennen gelernt. Als nnbekanntcr Musiker lmttc er den Meister in seiner Billa d'Angri bei Rcavel, wo Wagner mit den Seinen lebte, um die letzte Hand an das Werk zu legen, bemcht. Liebenswürdig nahm Wagner den jungen Künstler ans, der sich aus seiner Pisiteu- tartc den liangvollen Titel „Mitglied des Ordens voni Gral" beigclcgt hatte, und Wagner lud ihn riw der „LicbeSniahlszeiic aus dem .Parsijai'" beizuwohnen, die am 67. Geburtslage Wagners im engsten Freundeskreise ausgeftihri werden sollte. Anwesend waren noch Joses Rubinstei», ein tüchtiger Musiker und Pianist, und der Balladensängrc nnd Koniponist Martin Pluddcmann, die die nicht leichten Gralülicder den Kindern Wagners cinstndiert hatten, dir niti vor freudiger Erregung geröteten Gesichtern sich um den Flügel reihten, an dein Rubinstein begleitete. „In der Mitte, des Kreises aber," io erzählt Humveidinck, „saß Wagner, vor sich aus einen, Pult die ausgeiührte Skizze des „Parsisal". ans der er saug nnd dirigierte, Solist, Kapellmeister und Regisseur in einer Person. Mil seiner nicht großen, aber klangr-otlcn Stimme, der alle Register zu Gcbme standen, nnißte er alle einzelnen Vorgänge in eindrucksvollster Weise wiederzugeben, nnd n enn einmal ein Sopran ucrsagte oder ei» Tenor durch Abwesenheit alinzte, dann hals dcr Meister aus und tührte so odnc alle Fährnisse das Werk zum glücklichen Emde." Als die letzte,, Klinge „Selig im Glauben" leise verschivebten. sank schon die Dämmerung hernieder, und alle schwiegen ergriffe» „in lautloser Entrücktheit, als hätte eine unerhörte Ost'enbarung aus einer höheren Welt sich eben vrr lündigt." Dan» aber brach sich die Begeisterung Raum; Wagner aber lächelte vergnügt und sagte; „Na, Kinder, ihr dürft mit mir zufrieden sein; ich ivar nicht Mts den Koch gefallen, als ich dies schrieb!" — 2 i c Id c ii tisi z ic ru n g dcr Gioconda iand in dcr Hockn'chule für schöne Künste in Paris statt. Das Gemälde wurde mit einer Photographie verglichen, die lurz vor den. Verschwinden dcr Gioconda ausgenommen worden war. Außerdeni wurde scstgestellt, daß,das Gemälde genau in den Rahmen paßt. Die Jdcnttfiiiening, des Gemäldes ist demnach vollständig sicher. Die Gioconda mürbe darans in dem Ansstellungssaal unlcrgebracht. ckb. Das I n b i I ä u »i der Kaiserlichen Bibliothek ii, Petersburg. Unser Petersburger Korreipoudcnt schreibt uns; Diese Bibliothek, die zu den größten Büchersammltwgcn dcr Welk gehört, begeht am 2, (15.) iJannar 1914 den Tag ihres hunderliährigeil Bestehens. Ten Grnndswck dieser ungeheuren und überaus kostbaren Bücheriammlung bildere die berühmte Biilivtbck dcr Grasen Zalusski, die Siumoroto nach dcn: Einnahme WarickuiuS als Staatseigentum crllärt hall-' und nach Petersburg ichassen ließ. Tie Zalustlischc.Bibliothek sollte in einem lieftmderen neu auszutührrnden Gebäude, an dcisen Ba» man im Jahre 1795 schritt, unlergebracht werde». Katharina planle Großes, — das Gebäude der „Reickisbibliothck" iolltc neben den io leicht erworbenen Bückcrichätzen verschiedene qelrbrre In- stnulioneii embaltc», — leider blieb cs, wie so oft in Rußland, nur bei der Absicht, dcr Tod der Kaiserin wart alle weirilir gcnden Pläne über de» Hausen. Ihr Nachsvlger, Kaiicr Paul, ivar nicht dcr Mann, der sich iür hie Wisscnschast interci'iertc. seine Beschäftigung lvar der (öamaschrmdicnst, de» er mit eiserner Härte handhabte. Es ielstte nicht viei, nnd die ganze Bücher - iammlung wäre ausgetkilt Ivvrdcn. doäi gelang es noch, da-; Unheil albzuwcnde». Im Lause von zwölf Jahren wurden noch veilcknedene, zum Teil sehr wertvolle Erwerbungen gemacht nnd dann eriolgtc endlich am 1. Januar 1814 die ieierliche ich- össnnng der Bibliothek; freilich war ihre Bcnupung zeitweiltg mit echt russischen Bedingungen umgeben, — einer ihrer Direktoren, der den ariswkratäichcn Namen Buiurcin führte, oert'ügte. daß Spezialwcrke nlkr Fackneuicn auSzubändigen seien, da hie Lektüre iolcker Bücher seitens anderer L>mte aui diese nuc „idVib- >jch" wirken könne; junge Leute dtiritcn die Bücherei nb"rhaupr nicht besuchen, da auch iür diese „schädliche" Wirkurhcn h- süicküet wurden. Seither hat sich vieles, wenn auch nicht alles« gcändeit, — es gil t in der Bibliothei .noch viele lausende Bücher, deren Inhalt auch heute noch als „schädlich" betrachtet wird, und die daher nur ans Grund einer besondere» Erlaubnis aus- gesolgt werden dürieu; natürlich erhält nickst icdenuanu diese Erlaubnis. Tic Samuilung enthält nelien den Biicherbeständen eine große Anzahl von Jitcunabclu und viele seltene wertvoNe .Handschriften, Bilder tilw. Die Hunderlsahrscier soll in glanz - voller Weise vor sich gehen: vorauslichtÜck wird der Bibliothek eine größere Summe, Nt Nrnerwerbüugcn zur Ben'stguug gesteUr werden, denn in dieser Beziehung ist sic infolge durchaus unzureichender Mittel seit Jahren stark im Rückstand. Tir Samm - lung nebst sehr geräumigen, vor ettva 10 Jabrcn erbaute,» Lcso- saal nimuit einen ganzen Häuserblock im Zentrum der Stadt am Rewskt Prospeei ein. Eine Eigentünilickrken der .KaiseNichen Bibliothek besteht darin, daß ivohl in keiner Bücherei de> Welt so viele Bückie, in der rohesten Weise verdorben werden, wie in Petersburg. Aber das gebärt hoffentlich mit de; Brrg-ingen- hcit an. in Darmftndt nni> '.ll^ett j« 4; bis 1500 Mi je 2 in Darm- ffadt, Ofsenbrnch-Stadt und SvrieWcrn. 'iJrbenhcjinjc »on i*cl)r als 1500 2«H. i,aben außer hm schon erwähnten 5 in Tarmstadt 2 Lehrer in Lffenharh-Ztadt uni» je einer in Erbach. Alsfeld. Friedberg, Alzep und Mainz-Land: ein Lehrer in Friedberg bezieht 2100 Mt. und ein Lehrer in WormS-Stadt 2180 2Ak. Nebengehalt Im ganzen Land habe», wie ichmi erwähnt. 257 Lehrer bis 75 «?., 382 bis 100 Ml. 239 bi» töO Mk.. 519 bis 250 Mk., 44« bi» 350 Mt, 331 bis. 450 T*i 2U3 BHi 800 Mk.. SO bis 700 Mk.. 51 bis 800 Mk . 50 bis 1000 Mk., 22 biS 1100 Mk . 11 bis 1200 Mk., 3 bis 1300 Mk., 6 bis 1400 Mk., 3 bis l.500 2Ak. nnd 14 über 1500 Mk. Offener kr'ef an Herrn Oberbürgermeister Mecum. Gießen, den 3k. Dezember 1913. Herrn Oberbürgermeister Mecum, Gieße». ’ Sie haben bis heute nut mein Schreilien Dom 19. nnd 20. Dezember 1913 nicht geantwortet. Die Redaktion des Gießcncr Anzeigers hat öffentlich zu erkennen gegeben und mir ans ?lnfrage nochmals ausdrücklich bestätigt, daß Ihr mündlicher Bericht in der Stadtverordnetensitzung von dem ichrift- lichen Expos«, das im Gießener Anzeiger wiedergegcben wurde, abweicht, indem Sie sich in der Tat in den Person lichen An- grifsen gegen mich ergangen habe», die ich mit meinem vorgebrachten Schreiben zurückgewiesen fattte. Trotz meiner Aufforderung vom 19. bczw. 20. Dezember 1913 haben Sie geschwiegen: nicht einmal der Höslichscitspflicht, mir z» antwortcit, haben Sic genügt. Heute verzichte ich auf iede Älnttvort von Ihnen, die Oeffetit- lichkcit weiß odnedrrs, Ivas sie voll Ihnen in dieser Sache zu Wien bat. Ich verzichte aber auch daraus. Ihnen in Zukunft bekannt zu sein und lege keinen Wert darauf, von Ihnen gegrüßt zu werden. Es bleibt mir nur dieser Weg, meine Rechte einem Manne gegenüber zu wahren, der mich an einem Ort, wv ich nicht zugegen bin und mich nicht wehren kann, sachlich unbegründet und in umvahrer Wcffe angreist. Hochachtungsvoll! Ör. 2 v o h r , Rechtsanwalt. Zum besseren Verständnis unserer Leser sei bemerkt, daß wir in dem von uns veröffentlichten schriftlichen Bericht, den der Oberbürgermeister uns zur Verfügung gestellt balle, die Stellen weggelassen haben, die persönliche Eingriffe enthielten. Au» Stadt und Land. Gießen, 2. Dezember 1914. ** Professor Tr. Alfred Körte, der Rektor der Universität Gieße», ist, wie wir bereit-? mitleilten, zum Nachfolger de? Geh. RatS Prof. E. Sch warb auf den Lehrstuhl der llassischcn Philologie an der Universität Freiburg i. Br. in Aussicht genommen. Wie wir nun wehr melden lönnen, hat Professor Körte den Ruf an genommen. Pros. Körte ist >866 zu Berlin geboren. In Bonn widmete er iich dem Stnoium der ilassischen Philologie und Archäologie al-o Schüler von Hermann tlsener Franz Bücheler imd Richard Kcknle. 1894—95 bereiste er er tut Aufträge des Kaisers. Deutschen Archäologischen Instituts da? Innere Kleinasiens, habilitierte sich Mai 1890 in Bonn für klassische Philologie, wurde Ostern 1899 a. o Professor in Greifswald, Ostern 1903 Ordinarius in Basel als Nachfolger von Erich Bethe und Ostern 1900 dessen Nachfolger tu Gießen. Sein Svezialarbeitsgebiet ist die griechische Komödie. Prof. Körte wird vom l April 1914 ab als Nachfolger Kroll? die „Jahresberichte über die Fortschritte der ilassischen AltertnmSwissenschast" hercmSgeben. — Ernennungen. Der Großherzvg hat am 3k. Dezember den ErgänzniigSrichter bei der an dem Landgericht der Provinz Startenburg gebildeten Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Dormfiadt, Kaufmann Wilh. Kölb zum Handelsrichter und den Direktor der Bank für .Handel niid Industrie in Tarmstadt, Hugo Brink, zum Ergän zungsrichter bei dieser Kammer, beide für die Zeit bis zum 51. 'Dezember 191-5, ernannt. Ferner wurde der Gerichtsschreiberaspirant Karl Linker in Darmstadt am 31. Dezember zum Ministerialrcgistrator bei dem Ministerinm der Justiz ernannt. ** 3 n den Ruhestand versetzt wurde der Eisen- bahnobersetretür in der Hessisch-Preußischen Eisenbahnge- ineinschask Rrchnnngsrat Adam Schäfer zu Mainz auf sein Nachsnchen'vom 1. Januar 1911 au. Aus diesem Anlaß wurde khm das Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Weichensteller in der Hess.-Preuß. Eiscnbahngemeimchast Willi. V o 1 k zu Darm-s stadt wurde aus sttn Nachsuchen vom 1. Januar 1914 an in den Ruhestand versetzt. "Vers ctz un'g de s Tiv lsio u s ko m mau d c u rs der 25. Division. Als Rachfoiger des Kommandierenden Generals Frhrn. v. Scheffer-Bopadel ist Generalleillnant von PlueSkvw, bisher K'ommandcur der 25. Division in Darm stadt, mit der Führung des 11. Armeekorps beauftragt worden. ' ** ß i it Diplom und Ehrenzeichen wurde vom Groß- berzog dem Pbowgr. Mich. PH. Böller zu Lang-Gön? in Anerlenming seiner treuen Dienste bei der Freiwilligen Feuerwehr verliehen. ** Das Großherzogliche Krcisamt Gießen hat seinerzeit dem Gemein berat Ruttershausen angesonnen, das Gehalt des Gemcindcrechners auf >75 Mk. zu erhöhen. Ter Gcmeinderat hat diesem Ansinnen nicht entsprochen, er hielt die bisherige Bezahlung des Rechners für die von ihm zu leistenden Amtsgefchäste für vollwmmen genügend, und lehnte deshalb jede Gehalts erhöhung ab. Ru» hat der Krei s an s schn ß in seiner Sitzung vom 20. Dezember, entgegen dem Gemeindecats- beschluß, dennoch die angesomiene Erhöhung des löcholtes auf 475 Ml. festgesetzt. Durch diesen Bescheid fühlte sich der Gcmeinderat so schwer gekränkt, daß er sich, da er „nichts mehr in Gcmeindeangelegrnheiten zu sagen bade" für überflüssig hielt und deshalb in seiner Gesamtheit ein Gesuch um Euttassung cinreichte Ter Fall durfte wohl zu den seltensten kommunalen Ereignissen zu zählen sein. ** Laub und sorst w. B e r ii i s q e n o I s e n s ch a s t s ü r das G r o ß h e r z o g t u m .Hessen. Die diesjährige Genossen schaff-versammlung der taub- und ioritw. Beruisqenoffeuichatt iür bas Großherzogtum Hessen fand unter dem Vorsitz des Großh. Geh. Regiernngsrats Bichmann am 29. Dezember im Hotel „Prinz Earl" in Darmiladr statt. Die Brrlammlung nahm den zum 2-5. Jahrestag des Benetzens der Beriffsgrnoiienichait herausgegebenen Ver- wallvnqsbericht. der nch eingehend über die bisherige Orgaiiiiation Mid tatigbnt äußert und eine ganze Reihe stolistiicheii Materials ?, gravtrncher TaGrltungen enthält, entgegen. Zugleich üattete T-'.k bes wenvffentchaiisvorü-nbe- on die noch 2S" „^Oederder Genonemchotwoerigmnnuna von 1889 ob. Gr°Nd MmMetrum des Innertt und der Fingnzen für rnn\u* gegenüber jederzeit betätigte Wohl- und dn ^ä>ied^>Ä»!^m ^ kbüheren Lnndesvcritcherunqsamtes Xn,Ä"i- 3«l«eften her Be- 'MdRechtGr^utm V-,?, ««br-nde Gefchättstübrung '-ug dir zjmil de? >ür 19,2 be- """ -"d-n °us WtÄ 4901 Ilnsälle neu zu bearbeiten waren. An Entschädtguttgen iür Renten anVerletz e. Ko enbeSHciklwr abie sillw. wur en 1059 605 Mark bezahlt und 5460 Rentenbescheide erlassen Tie Summe der ersiwolig im Rechiiungsiahre gezahlten Entschädigungen betrug Uli 113 Mk. Tie Mittel der Rücklage beziffern sich aus 2 097 563 Mark. Ter Voranschlag der BerutSgenoilenschatt iür 1914, der in Einnahme und Ausgabe mit 2 812 738.90 Mk. balauziert, wurde gutgeheißeii, edenjo derjenige der der Beruisgenoisentchast ange-t gliederten HastvtlichlveriicherungSanstali Tie Geuoitenichaitsner- iaiimtlung genehmigte den Erlaß von UniaUverhütungsvorschriiten über landwirtschattliche Geräte und Svrengmittel, landwirtschaitliche Pich- und Fuhrwerkshaltung, landwirtschaftliche Banhaltung und Berwendimg des elektriicheu Stromes und war damit einverstan den, daß von der in Aussicht genommenen Errichtung eines Uu ialllrantenhauseS in Gießen mit Rücksicht aus inzwischen eingetrc- tcne Schwierigkeiten finanzieller und sonstiger Art 'Abstand genommen wird. Eine Reihe weiterer Beschlüsse entbehren des allgc- nieinen Interesses. ** Die Silvesternacht ist in diesem Jahr aniiallend rubig in nnserer Stadt verlauten. Tie Sitte früherer Jahre, aus der Außcnstadt in großen Scharen gegen 12 Uhr mit den Marktplatz zu ziehen, sich gegenseitig „Prosit-Neujahr" zuzurnsen und eine Stunde lang alleiband Uniug in den Straßen zu tteibrn, war schon im vorigen Silvester stark im Abnehmen begriffen. Die Kälte mag diesmal ihr gut Teil dazu beigetragen haben, daß es in der Reniahrsuacht zu Ateiffchenanianimlungen mtt beut Markt nicht laut, sodaß die vier «chutzleute, die dort Dienst hatten, gegen allzu starke Ruhestörer wie tonst nicht vorzugehen brauchten. Ter Uniug mit Fenetwerlslärvern. besonders mit Fröschen und Bomben, war am den Straßen dennoch der alte. — Auch das Wirtichaitsleben soll rulßger als sonst verlauten sein. Unsere Bevölkerung begeht die Feier de« Eintritts in das neue Jahr in der Familie bei Punsch 'unb Kreppet. Die Glühlampen in der Altstadt k rannten austiahmsweise bis 2 Uhr nachts. •• Unfälle in der NeujcihrSnacht. (im in der Schnlstraßc wohnendes Mädchen wurde emt dem Kitchenplatz durch einen zur Erde gerichteten Schuß verletzt. Die Kugel ging der Verletzten in den Fuß. Sie konnte von einem Heilgehilfen entfernt iverden. Do? Mädchen ivar mit dem zerschossenen Fuße ruhig weitergegangen und hatte erst zn Hanse bemerkt, daß cs verletzt worden war. — Klirrende Scheiben und Bißwunden an den Händen gab e? in der Reujahrsnacht in einer Wirtschaft an der Bahnhotstraße bei der Enisernung eines Siürenfriedcs de? Lokals. Der bisffge Gast ist wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung znr Anzeige gebracht worden. Der Dastwitt niuß mit einer verbundenen Hand seine Gäste bedienen. ** Einen Selbstmordversuch unternahm am Silvesterabend der Metzgergcselle Heinrich Stern. Gegen 7 Uhr fand man ihn bewußllos aus einem Abort im Hause Weserstarße 6. ES wurde festgestelll. daß er sich selbst mit einem Revolver eine Verletzung am Kopfe beigebracht hakte. Tie sofort herbeie-rnfenc Sanitätslvlonne brachte den Verletzten nach der aiirurgischen Klinik. Tie Kugel war in die Schädeldeckc cingebntngen und mußte ans operativem Woge entscrnt iverden. Da das Gehirn nicht verletzt worden iff, besteht leine jfebcnsgcfahr. Der Lebensmüde, der aus Hungen stammt, soll sich Verfehlungen im Geschäft haben zu schulden kommen lassen. ** X t e L a h n hat bogouncii, sich mit einer Eisdecke zu überziehen. Es ergeht deshalb an die Eltern und Lehrer die Mahnung, die Kinder vom Betreten des Lahneises ab- zuhalten, auch wenn cS scheinbar fest ist. Bekanntlich ist daS Fkußeis nicht immer gleichmäßig stark. Schon jetzt werden Ilnglückssällc, die durch das Betreten des FlußeiseS hervor- gcrufen wurden, ans dem ganzen Reiche geweidet. ** Die Beschädigungen -an den Telegraphen- Und F e r n s p r e ch l i n icn durch das Schnees weiter am Llbcnd des 28. Dezembers l>aben, wie uns das Telegraphenamt mitteilt, einen ganz erheblichen Umfang angenommen. Es ist jedoch möglich gewesen, die Tele- graphenleitungen und die Sprechlcitüiigen für den Fernverkehr soweit in Stand zu setzen, so daß jetzt der Verkehr in der .Hauptsache wieder a n f g e n o w m e n werden konnte. Bedenklich sieht e? noch im hiesigen Orts- Fcrnf prechnetz aus. Die InstandsetznngSarbciten sind heute aber auch hier mit Nachdruck ansgenominen worden. Zur möglichsten Bcsch1e»nigung dieser Arbeiten sind LlrbeitS- tvästc von auswärts herangez-ogeu worden. Morgen werden weitere Banabtellungen ans Rhciiihessen hier ciiitreffen. Auswärtige Hilfskräste hierher zu überweiset,, war nicht eher möglich, weil säst im ganzen Reichsgebiet außergewöhn liche Beschädigungen der Telegraphcnlinieii eingclreten! und überall zunächst lvrnigslens für vorläufige Herstellung der wichtigsten Leitungen gesorgt werden mußte. ** E i n Gerücht. In der Stadt ist das Gerücht verbreitet, daß der Immobilienagent Rosenlhal im Gefängnis gestorben märe. Dieses Gerücht entbehrt jeder Grundlage: Rosenthal befindet sich im ZeUengcsängiiis zn Butzbach in körperlich ju,‘rieben- stellender Vertagung. ** Rodeln und Schiläufen ist allerorten im volten Gauge, nachdem die reichen Schueefälle der letzten Tage für gute Schncelage gesorgt haben. Von allen Seiten kommen Berichte Über die vorzüglickie Beichaffenheil der R o d e l b a h II e n , besonder? aus Lick, und Bad-Nauheim, iuo sich Rodelbahnen beiinden, auf denen sich täglich Himderte von eitrigen Wintcrsportlern tummeln. Leider sind die Bahnen auch von Uniällen nicht verschont gebliebeu Ein besonders scknveres Unglück trug iich aui der Rodelbahn von F il- k en st ei ii nach Eronberg zu. Tort stürzten in einer Kurve mehrere zusammcugekoppeltc Schlitte,t uni. Hierbei trugen ein j I, n - ge? Mädchen und ein Schüler anS Fraukturt schwere Beinbrüche davon. Beiden Verunglückten wurde im Falke» steincr OiffzierSgenestingsheim die erste Hilfe zuteil. .. Der Postschlitten, der von Gießen nach Klein- Linden, Allendorf und Lützellinden führ!, verunglückte öente mittag. Als der Postillon Friedrich die Lützcllinder Straße hernnterlani, scheute sein Pferd und ging durch. Der Schlitten ichlng IHN und brach auseinander. Das Pferd, weiches mit dem vorderen Teil des Schlittens durch die Siraßcn von Kl.»Linden rannir, konnte am Ortsausgange autgefangen werden, nachdem es sich erheblich verletzt hatte. Der Postillon hatte nicht unbedeillende- Berletzungen erlitten und wußte nach Hause gefahren iverden. Landkreis Gießen. Etting? hause ii, 1. Jan. Eine Anzahl Ziegcnzüchter hat nch zusammengelan mid beabsichtigt die Gründung eines Zie- genziichtverein?. r_- Röthges, l. Jan. Ter langjährige Bttgeordnete und OrtsgerichtSmami Heinrich Metzger ist im hohen Alter gestorben. Er gehörte auch dem Kirchenvorstand an. .5 Klein Linden, 1. Jan. In der Hügelstraße glitt eine Frau ani dem Glatteis aus und brach da? Bein. Zs Geilshausen, 1. Jan. Die Wahl unsere? neuen Bürgermeister-? Ludivig Wagner lonrde vom Kreisamt Gießen bestätigt. SlBirklar.l. Jan. Unsere Gemeinde hat seit Jahren keine Schafherde mehr. Die Feldbereiniguna läßt nicht sstvhr Mnügend Weidegelände Seit Wochen weilt aber eine über 200 Stück zählende Herde eines sogen. Zugschäfcrs, dem von nnscrcm Pächter die Erlaubnis zum Weiden erteilt worden ist. Der Schäfer trieb die Tiere bis zu Ansang dieser Woche noch täglich hinaus, selbst als Schncc bcrells die Felder bedeckte. Kreis Büdingen. Echzell, 3k. Tcz. Das Reichspostamt beabsichtigke das hiesige P o st a m t in eine Post-Agentur umzuwandeln, was iür die hiesige GeschättSwelt von großem Rachtell gewesen wäre. Dank des einmütigen Eintretens aller Kreise der Bevölkerung, wie ganz besonders de? großen Einslusie? des Reichstagsabgeordneten Dt. Werner verbleibt das Amt nun hier. =- Wenings, 30. Dez. Ter- in diese» Tagen niederge- gangcn-e sochnee hat überall bedeutenden Schaden ange- richket. In den Wäldeni sind die Bäume unter der Schneelast zu Hunderten gebrochen, und in den Obstgärten liegen allenthalben Zwetschenbäume und Aeste von Birn- und Apfelbäumen am Boden. Kreis Friedberg L. Friedberg^, I. Jan. Ter S>l ocster ab e nd brachte uns kaltes Wetter, sowohl in der kath. Piarrkirche wie in den beiden evaag. Kirchen landen Gottesdienste statt. Ter Tarektoc des Prediaerieminars, Prot. Tr. D. 'Schnett, predigte uni 5 Uhl in der Burgkirchc und um 8 Uhr in der Staütkirche. Zur Mitleinachtsstunde ertönt«! die Glocken an» allen Orten, der Umgegend. Ter hiesige Pvsaunenchar trug Choräle vor. — Jur Bildung eines großen M an n e r I ä II g e rch o r es haben sich bis jetzt über 60 Sänger gemelder. Eine tüchtige Dirigenten ltait ist gewonnen. — 25 Jahre lang bringt am hentigen Tage der fogenaimten Akilchkonrad Roth mit Kannen die Milch vom Gute des .Herrn Altes, dUeder-Florstabt, nach Friedberg. 8 R o ck c ii b c r g . 1. Jan. Erfreulich ist der Llufschwung, den. die hiesige S t e i n i »i d u st r i c genommen hat. In den Steinbrüchen der Firma Scheidhaner u. Gieising und Wtl lisch n. Co. waren zuletzt über 1-50 "Arbeiter beschäftigt. Ta zu hat poch eine weitere Kölner Firma einen Steinbruck» erworben, in dem die bekannten Rockenbcrger Quarzitjand-- steinc znm Brnch kommen sollen. Die Steine werden zumeist mit der Bahn bis Frankfurt gebracht und von dort auf Schiffen nasch dem rheinischen ' Industriegebiet verfrachtet, >vo sie zu industriellen Zwecken Vertvendwig sindcn. — Vor kurzem wurden in unserer Gemarkung Ni der Nahe der Wetter Tiefbohrnngcn vorgirnommen. Man vcrmntel, daß hier Kohlensäure in erheblichen Mengen vorhanden sei. Starlcnburg und Rhciilhcsscn. ri». Tarmstadt, 1. Januar. Ein bcdaucrllches O p ferdesReujahrschießens wurde heute nacht kurz nach 12 Uhr der 26 Jahre alte, bei der Firma E. Merck befchäf tigte Buchhalter Peter Doria m Er feierte mit seiner Fra» und deren Schwester in seiner Wohnung Liebsraucnstraße zu sammen Silvester. Von Zeit zu Feit sah man aus dem Fenster der zwei Treppen hoch gelegenen Wohnung, um das auf der Slraße losende Treiben und Knallen zu beobachten. Nach dem Glockenläuten war der Trubel wieder tebhastcr geworden und Dörsom begab sich wieder mit seiner Frau nach dem Fenster. Plötzlich sank nach einem lauten Knall Dörsam neben seiner Frau zur Erde. Als inan ihn aufhob, fand man eine blutende Wunde an der Stirn. Man brachte den schwer Verletzten sofort in das städtische Krankenhaus, wo er nach etwa 27° Stunden der Verletzung erlegen ist. Nach der Untersuchung ist der Schuß durch die Hirnschale in den Slops gedrungen, aus der Rückseite wieder heraus und hat nocki das Fcnstergesims beschädigt. Die weiteren Feststes lungen ergaben, daß der Schuß nicht von der Straße, so» dcrn nur aus der gleichen Höherichtnng, wie die Wohnung des Tote», also etwa 2 Treppen bock, gekommen sein kann, da die Schußrichtung eine andere Deutung nicht znläßt. Mir Sicherheit ist also anznnehmcn, daß das Geschoß a u s e i n e r dcrWoh nun ge ii dcrgcgen überliegenden Hau ser abgegeben ivorden sein kann, doch haben die bisherigen Ermittctungen Bestimmtes bis heule abend nicht ergeben. Ein gegenüber wohnender Schneider wurde vorläufig fest- penv mmen, da er geschossen haben soll, doch lengnel er. Der Getötete ist 38 Jahre alt und hat ein Kind von zwei Jahren. (sch) Bingen. 1. Jan. Im benachbarten Kempten halle gestern abend um 5 1 ’_> Uhr der Hitsswärter Heimen aus Gauls - heim die Signallichter angezündet nnd wollte ieststetlen, ob diele lichtig hingen. Er trat zu diesem Zweck zurück und wandte dem Gleis den Rücken zu. In diesem Llugenblick «faßte ihn eine Leer m a f ch i n e. Es wurde ihm der >i o p i und beide Beine ab- ge, ähren. Der Verunglückte hinterläßt Frau imd fünf Kinder. Er ivar 32 Jahre alt. Kreis Wetzlar. o Krofdorf 1. Jan. Am Neujahrstag ivnrde der Hirfchw irt Leib, eui Veteran von 1864 66. beerdigt Der Verstorbene gehörte zn den Gründern unseres Kricger- vereinS, dessen Mitglieder ihm da? Grabgeleil gerben, lieber seinem Grabe wurde eine Ehrensalve abgegeben. — Krofdorf, 1. Jan. Heute feierte der Landwirt Georg Wagner von hier in voller Rüstigkeit seinen 90. Geburtstag. Ter GrciS betrieb noch bis vor etwa 3 Jahren seinen Ackerbau und noch heute lieft er, wie früher, ohne Brille. Hessen-Nassau. ^ R o d h e i m a. d. Bieber, 1. Jan. Gestern abend gegen 8 Uhr erschollen Feuerrufe, das Signalhorn der Wehr und die Sturmglocken läuteten. Es bräunt c die alte Rabe- »ans che Scheuer nieder. Mit ihr ist wieder ein Markstein alter .Holzbantunst der Vergänglichkeit anheimgefallen. Weithin sichtbar hatte sic sich inmitten des Dorfes erhoben, und mancher, der ttorbei loaiidertc, wird den mächtige,, Holzbau bewundert haben. Die alarmierte Feuerwehr war rasch zur Stelle und sicherte in erster Linie die angrenzenden Gebäude, es fiel datier nur die große Dvppclfcheuer dem Feuer zum Opfer. SJlii Recht zeigte sich wieder hier der Vorteil einer Wasserleitung. Leider wurden die Löscharbeitpn durch die Kälte beeinträchtigt. Als die Glocken das neue Jahr veriündetcn, Ijattc die Wehr die Brandstelle bereits verlassen und nur eine Wache zurückgelassen. ,) M a r b u rg, 1. Ja». In den Lahnbcrgen wird eitria dem Rodelsport gehuldigt. Leider haben sich auch schon mehrere Unglückställe ereignet. So ivurden eine junge Dame und ein Schüler, die in der Nähe der Stadt gerodelt hatten, in schwer verletztem Zustande in die Klinik cingc- licfcrt. 0 M arbu r g, 1. Jan. Gestern wurde hier der üb lickte Silvester-Markt abgehalten. In den vielen Lokalitäten fanden Tanzlustbarkeiten statt, zu denen sich Hunderte von jungen Burschen und Mädchen, diese in ihrer malerischen .Hcssentrachl, aus den Landorten der ganzen Umgegend ein gefunden hatten. b. Frankfurt a. M., 1. Jan. Die urivrüngliche Annahme, datz der Soldat Bernhard S ch m a l b a ch ans Furcht vor einem zu ipären Eintreffen in Forbach seinem Leben ein Ende machle, trifft nach einem später cingegangencn Briese de? Unglücklichen an seine Eltern nicht zu. In dem Briese schildert der junge Mann die M i ß Handlungen, die er beim Militär, dem 174. Infanterie Regiment in Forbach, erlitten hat. Man habe ihn gegen den Leib getreten, daß er ins Lazarett mußte: aber au? Furcht vor Strafe habe er nichts gemeldet. Seine Kameraden müßten die ihm ange tanen Mißhandlungen beschwören können. Ein Mensch von Eha- rakler lönne iich dergleichen nicht bieten lassen, da sei doch oas Zuchthaus besser. ES ist anznnehmcn, daß die Militärbehörde aus (Sninb bieiec iduoereit 'ÄEi(fmft>isut errickuel. Zu Tireliore» dieser Filiale sind die Herren Bernhard Weis. Adoli Herz, Karl Lvaich bestellt ,norde». — Gleichzeitig bat di« Miltelbenticke Kreditbank das Geschält der Bankkommaudiie Baden-Bade» Meyer & Tist übernommen und wird es unter der Firma Milleldeutsche Kreditbank, Filiale Baden-Baden, vorig. Meyer & Tist, 'ortWiren. Zun: Tireltor der Filiale ist Herr Emil Mever, zum iteüoeitvctcnOen Direktor Herr Heinrich Lockema»», zn Bevollniächiigten find die Herren Albert Birkenmeier, Ludwig Haag, Georg Lievlian bestellt ivorde». x S i e g erlä iid e r EisenKein-Vcrei». In der aui 30. v. M in Siegen abgehaltenen Hauptversammlung wurde mit ■ geteilt, daß die Förderung im Oktober 208 844 Tonnen und der Versandt 209 442 Tonnen betragen hat, dagegen ii» November 197 202 Tonnen gefördert sind, ioährend der Versandr sich au, 195 615 Tonnen beließ Es ivurde ferner belannt gegeben, daß der Ciseuniark, eine weitere Verschlechterung erfahren habe, so daß mit einer geringeren Produkiion der Siegerlinder Hütten gerechnet iverden muß. Beschlossen imirde, die Förderung nach Maßgabe der einlaiisendeii Bestellungen e i n ; u s ck> r ä n k e ». ^Preisbewegung Am Roggenmarkt war der Tezember vrei» um etwa 4 Mark niedriger, allerdings ist der Preis in den letzten Tagen wieder fest und seine Tendenz im Steigen begrisie». D Amtliche Notierung von Kupfer terminpreise n. Vom 2. Zanuar an siildet an der Börse in Berlin die osiiziclle Notierung von Kupserterminsprcisen statt, nachdem der Bundesrat die Bedingungen der Berliner Kiivrerbörie genelnnigt h„i. Amtlicher Wetterbericht. Wegen TekegraiNinverspätling m,«geblieben. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein schweren Verluste, der uns so plötzlich betroffen, sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten innigsten Dank. Die tieftrauernde Familie: Wilhelm Schmidt. Gießen, den 2. Januar 1914. »>»' 2 - SckoncS »ettmöbl. Zimmer alsbald zu vermieten. Müblitraste 3, Ii. 2t. links m. B#l.3iJt.ÄI! Reue» Baue 371. [445 Schön möbl. Zimmer mit voller Veniio» i» inbigeni, gutem Hause zu vermieten. 0100511 Henielstraste 8 ». w '" : Wobt. 3im.o b.Sovr. zu uerm. (vtrnbcnitv. 3 II. Schön möbl. Wobn- iliid Schlaizimmer ior. oerm. 010092 Blockstraße lt III Möbl. Zimmer mit Pension zu vermieten. 39_Lüdest»i nac 7. Stflön möbliert. Zimmer in. voll. Pension z. ueriniete». 40J_3'J alltpeitrnise 27. Möbl. Zimmer zu vermiet. 1010120 Neuenloea 30lsl. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nahnie bei dein schweren Verluste unserer innigst geliebten Tochter und Schwester sagen wir allen herzlichen Dank. Besonders danken wir für die zahlreichen Kranz- und Blunienspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hainebach. Die ticstrauernden Hinterbliebenen: Familie Jakob Amens, Weichensteller. Allendorf a. d. Lahn, den 2. Januar 1914. Fa us fring-L a n oli n*Seife Oer Haut zuträglichste, wohlfeilste Toilettesei fb. Stück 20 Pfennig, 5 Stück 95 Pfennig. Angefertigt vom langjährigen Fabrikanten der"Pfeilringseife: C. Naumann, OfTenbach a. fi liefert in jener gewünschten Ausstattung stilrein u.preiswert di« Briibl’sade Uni«. • Oruodarti 4 Zimmer ' WegzugSdalver ist mein Hau» Marburg. Ltrnßk 14 bestehend aus 10 Zimmern, Veranden, Garten und allem Ptiibcb. Äiun 1. Avril;n verm. Berlaasbuctiliändler Bi Mär burne r Sr rast e 20_ 47J Die iei 1 der von Herrn Hauvtmann Soldan inne- aebabte Wohn. Bcra'tr. 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Eisenb. - Fahrbeamten - Verein GieSen feiert Tamstna. den Januar I, abends 8 Uhr, in her Turnhalle des Turnvereins Rieften (^iurb=V{itlnrte) fein diesjähriges Weihnseliisfest, uerOutiben mit Konzert. Theater, Perlofuna und Tanz. HI_ Ter Vorstand. _ fiaiösite!* von FH. LanHinai WicSen, Tiid-Anlagc 7. Benin« des Unterrichte in attcn weibsichen Hand arbeiten solo. Kiinslardeiten. Brandmalerei, Tirsbraud. ._ «dmlHcvci, Lrdrrvlaitil mn>. 50 Montag. Sen 5. Januar 1914. ,TÜV Slusmariige mime oder leilweiie ‘geniion im Hause . Zufchneide - Lehranstalt Kaiser Allee 14:,. Tie uerschiedenen Kurie in, Masiuebuic», .leichurn. Fusch,leide» „nd Anseriiar» ianiiiicher Tanirn-tOarderobc deninnr» an, 7. Januar 1914. A ,i im- lamon jeden Alters erhalten nach bestven«mutiert hü System eine sehr -ute Ausbildung. Anrr.« Idungenund Aufnahmen tüglfcli. Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit. neuestem VV ar: n luf t strom*T rocken a p p ara t Frau Bernh. 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Jan uar 1814 O. Schlosser. Zur kntiieiivn- m Äkujiihrg-A^ioüisihkil sind für die Elisabeth Kleiiikiiiderschiile an Gaben nach- träaüch »och einaeaanaen von: Kausmann vesiirtch Baller und Frau. Gmnnasiallebrer Auausi Hnanennniller und Frau, 72 D _Ter Vorhand der Etisnbeib Kieinkinderschnse. Bekanntmachung. Der vom Gcmcinderat beralene Boranschlag der Gemeinde Reiskirche» für 1914 liegt vom 3. Januar 1914 an eine Woche laug auf dem Bür germeisterei-Biireau dahier zur Einsicht ossen. Die Beteiligten können innerhalb der Offenlegungssrist den Voranschlag cinsehen und bei den, Bürgermeister schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen seinen Inhalt Vorbringen. Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen wurde, zu der anch die Ausmärker herangezogen werden. Reiskirchcn, 31. Dezember 1913. Großhcrzogliche Bürgermcisteresi Wagner. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Villingen für 1914 Rj. liegt vom ü. bis cinschl. 11. bä. Mts. an unserem Geschäftszimmer zur Einsicht sämtlichcr Beteiligten offen. Während dieser Frist können Einwendungen gegen seinen Inhalt bei dem Bürge,- Meister schriftlich oder zu Protokoll voraebracht werden. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß Umlagen zur Erhebung gelangen, zu denen die Ausmärker bcizulragen haben. Villingen, 2. Januar 1914. Großh. Bürgermeisterei Villingen. _ Rühl. _64 Henogl.ßaugewarkschuleHolzminden. "SST Hochbau ü '» 5 ’ Tiefbau c .Ä nn Sommerunlerrfdit 2. Rpiil. Hcifepriifung. TDinltrunlerrldin 5. Oktober. Die Herr vgl. BaugcoxMldcUule ift m.i). Kgl. Preuft. Sdiulcn glcicögeflelU. Älmtlichc Bcklintttmachttngen der Ttadt b)ics;eil. ^eftseipnig von Lrtspreisen für die BcrcMnuna des Wertes der Sachbezüge iw Bezirk deS Bersikberunasa»iiS der Stadl Gictzc» uaa, _ S 180 Slblav II R.B.O. _ Grnvpc» der Versicherten 1. Arbeller, Gesellen und Ge- bilsen. iaweii sie nicht „ach- uehend besonders aenaniit sind. Pebriinge aller Art, Tieiistboien...... 2. Völker, Metzger, Köche iKöchinneiN...... 3. Buhne» und Orchcfter- »liigliedcr...... 4. Handtungsaehilsen, Gehil ieit i» Avaihcke». Vcbrcr »nd Erzieher..... 5. Beiriebsbeamie. Werk nieisier und andere 2ln- gesicllic i» ähnlich gehobener Sielluiig . . . ° Ii» einzelnen: Frühstück Miiiageuc» 4tesver LIbendesscu Tagespreis der fton u. Wohnung, Heizung u. Beleuchtung für der Kost für iTnllUll-! liche 1 Person; Mk. 1 lrche Person 1 manu-! 1 ltteiliV l'dc 1 Ittli: Person | Person Mk. ! Mk. 1.15 1.15 i.-* 1 1.-* 1,50-4 1.40 :* 1.35 1.25 1.50 1.10 1.35 | 1.25 1.75 1 1.60 1.35 1.25 2.15 ; 1.85 1.55 1.30 15 Psg. iO M 100 Psg, cluschticstlich des Nuiivands für SIrbeitstieider :Waschet, («ichen. den 81. Tezember 1918. Ter Oberbürnermeisier iVerslcheruuasamn. J.B.: Keller. Vvrsietzeiidc Fcsiictzunge» nelic» zugteiw für die der Stngeitelllen-Verticherung uuierliegendeu Personen gemäh h 2 Absatz 2 Augesiellieii-Bersicherungsgesetz. Gicheii, de» 81. Dezember 1918. Der Oberbilrgermeisier. ,___J.V.: Keller. 4ÖB Volzveriteiaeruns Montag den S. Januar 19!4, vormiitaas 9' ä Ubr, in den Dinrikie» Huberiusbrnnnen, -schneeberg. Rain lAbt. 50. 5>, 54», Forstwarie, Gieveu I. Föriter Brück. Rödgen: '280,8 Rm. Buckien-. 8 Rin. chaiiibuche»-. 23 Rn>, Eiche»-, I Rm. Erleu-scheiibolz. 148,7 Rin. Buchen-, 20.1 Rm Eichen-, I 2!m Birken-Kuiivvelbvlz, >54.7 Rm. Buchen-, 9.5 Rm. Eilbeu-Siackbaiz, 8810 Welle» Buchen . 100 Wellen Hainbuche,,-. 850 Wellen Eichen Reisig. Buiamnienfnnst ist an der Kreuzu»« dcs altcn Anncrödrr Wr,s mit der 8. Schneise. ‘>1B