. Pioman aus Sibirien. Von I. Oxenham. Autorisiert — Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Doch Jline wollte nichts davon hören. . Er hatte mehr Veld, als er brauchte; er verdiente sogar täglich mehr a^ genug, um seine bescheidenen Bedürfnisse zu decken, ^ne Zukunft war ihm» gleichgültig. Von ihr wußte er,nur so viel, daß er ullein bleiben mußte — denn irgwidwv m dieser Zukunft lag die Glorie. Die wilde Wut. Der flammende Aus-, bruch langglimmender Zornesgluten, der den Mann, vernichten mußte, den er haßte mit jeder Faser semes L>erns. Und wenn die Glorie endlich kam, dann wollte er mit dem Hatz und den Leiden von vielen Jahren jenem Mann an dre Kehle springen und einmal noch glückselig sein in dem großen Moment der Rache. Der allmächtige Paschkin! Auf den Knien sollte er liegen vor ihm und um Gnade winseln, und laut lachen wollte er über den blassen Schrecken in seinein Gesicht —- m Puschkins Gesicht-Paschkins-vor dem alle Welt erzitterte und den man fürchtete wie einen Teufel. Ah! Einen ersten Schlag für den kleinen Stepan. Und 'einen zweiten Schlag für Katinka! Und den letzten, den Todesschlag für Katia!!! Welche Glorie der Rache, wenn man nur davon träumte! Diese Lust, dieses Erzittern in Beinen und Schenkeln und Armen; dieses Dröhnen der Glückseligkeit im Hirn. Tief sollte der durstige Stahl beißen, durch Fleisch ilnd Knochen hindurch, tief hinein in den Lebensquell. Und niemals wieder würde Paschkin der Allmächtige ein Menschenleben vernichten. , , . r r _ nrr U'nd er? Was würde mit ihm geschehen? Aber wie gleichgültig war das! Tausendmal würde er sterben unrer der Knute und lachen über sein zerfetztes Fleisch, wenn er nur jene gewaltige Minute erleben konnte, in der seine Axt den Teufel Paschkin tötete. . f .. Niemand jedoch sollte mit chm oder durch ihn leiden. Er allein hatte den Fliich von Paschkins Tyrannei ertragen müssen Seiil auch sollte die Rache sein. Sein nur dre Strafe. Und deshalb wollte er von Peter Krops Angeboten nichts hören. So gingen er und Peter beide allem ihren einsamen Weg, und hundertmal fragte sich Peter Krop: Wie lange noch wird es dauern . . . 15 . Gouverneur Paschkin reist nach St. Petersburg, von der Kaiserin berufen, und der Mann mit dem Teufelspaß macht sich auf, seiner Fährte zu folgen. Die Monate vergingen.' Wieder war ein Winter mit seiner Eiseskälte und seinen Stürmen über Sibirien hingezogen, und immer noch durchwanderte Stepan Zline m seinem .Haus auf Rädern die Provinz JenisseM, ein still« Wanderer, ein harmloser Händler, allem Anschein nach. Kein Weib gab es in all den Dörfern am endlosen Weg, das sich nicht freute, lveun er kam, obgleich er immer traurig und wortkarg war. Kein Kind fürchtete sich vor, ihm; nicht einmal die ungezogenen Dorfjungen, die heimlich m das Haus auf Rädern kletterten und Bruder Eule gar zu. gern von seinem Sitz hoch droben auf dem Querbalken herabgelockt hätten. Stepan beachtete Kinder, gar Nicht., Nur wenn sie ihm in den Weg kanien, preßten sich ferne Lippen zusammen und sein Gesicht nahm einen schmerzhaften Ausdruck an. Ein harmloser Wanderer. Ein ehrlicher Händler. Grn Mann, der der Polizei nicht die geringsten Schwierigkeiten niachte und sich strikt an die Vorschriften seines Passes hielt... Innen im Haus auf Rädern' jedoch lag, handgerecht, stets bereit, eine lange Flinte, immer blank geputzt, wohl geölt, stets scharf geladen. Und ein Speer, der bösartig glitzerte im Lampenlicht. Und eine Axt mit einer Schneide, so scharf wie das schärfste Messer. Ost in den langen Winter- nächten saß Stepan stundenlang da, sie immer von neuem schärfend am Wetzstein, und erzitterte, wenn er ihr Gewicht in seinen starken Händen fühlte. Dann schwang er sie wohl auch hoch über dem .Haupt gegen einen eingebildeten Feind und der kleine weiße Bruder droben auf seinem Querbalken beim Heiligenbild flatterte ängstlich mit den Flügeln, seinen Herrn mißtrauisch,anglotzend, denn die blinkende Axt kam ihm sehr unheimlich vor. Die Flinte war gut. So auch der Speer. Aber am meisten liebte Stepan die Axt. Sie war so schwer und sie biß so tief. Man hielt den Tod in den Händen, wenn man um sich hieb mit ihr, und fühlen konnte man, wie sie hinern- knirschte in den Feind, als sei sie ein Stück des Menschen selbst, der sie schwang . . .* Diese Axt sollte den kleinen Stepan und Katinka und Katiu rächen. Ihre Hiebe sollten die lange Lebensrechnung bezahlen. Und mit diesem Gedanken schliff er sie immer wieder so liebevoll, bis sie so scharf war, wie eine geschickte Hand und bitterer Haß sie nur machen konnten- Die Zeit verrann. Die Sommersonne brannte auf das 5mus aus Rädern nieder, bis sein Farbenanstrich sprang und sich in großen Fetzen ablöste; die Herbstregen und die Winterwinde und die Schneeftürme bohrten Risse und Locher in seine Hol^wände; es war über und über von Staub und Schlamm bedeckt. , „Warum reinigst bu denn dein Haus mchr, S.epan Jwanowitsch, und streichst es neu an?" fragte man ihn oft, aber er antwortete nur: ., „ , „Aber weshalb soll ich es denn anstrerchen? Es ist ja nicht der Mühe wert." , Es schien ihm auch nicht der Mühe wert, wenn auch die Leute sich wunderten. Denn jeden Tag konnte das große 334 Ereignis ein treten, das seinem Wandern im Haus auf Rädern ein Ende bereiten würde, und dem alle irr er nur entgegenlebte. Biele Sommer und viele Winter vergingen. Immer noch wanderle Stepan Jline still und unauffällig den endlosen. Weg entlang von einsamem Dorf zu einsamem Dorf — wartend, immer wartend auf das große Ereignis.. Da fein ganzes Seiir sich auf diese eine Hoffnung konzentrierte und er Tag und Nacht über Rachepläne hinbrütete, so wurde er scheu und sonderbar in seinem Wesen und erledigte die Dinge des täglichen Lebens wie einer, der geistesabwesend an etwas ganz Anderes denkt. Sein.Geschäft war ihrn gleichgültig geworden. Nur für die kleine weiße Eule sorgte er getreulich, weil Katinka sie lieb gehabt hatte. Er war sehr gealtert, feit fern Weib gestorben war. Die Leute in den Dörfern sagten, er sei trübsinnig geworden über den Verlust von Frau und Kindern, und in seinem Kopfe sei es nicht mehr richtig. Auch sehr schweigsam war er geworden. Er sprach, was gesprochen werden mußte, und kein Wort mehr. Manchmal suchte er des Abe:rds die Dorfwirtshäuser auf, aber während die Bauern lachten m:d tranken und schwatzten, saß er Ml in einer Ecke, weder mitsprechend noch zuhörend, mit glanzlosen Augen, die in weite Fernen zu blicken schienen. Fremden war er unheimlich; aber Leute, die ihn und seine.Erlebnisse kannte::, wunderten sich nicht über ihn. Er verfolgte einer: besonderen Zweck mit seinen Besuchen in den Wirtshäusern Wenn Reiserrde da waren, oie von Irkutsk kamen oder von Irkutsk etwas zu erzählen wußten, hörte er auftnerksam zN und stellte sogar manchmal Fragen an sie, ob sie etwas wüßten über Puschkin und was Paschkin trieb. Wer sehr vorsichtig, um nicht etwa Verdacht zu erwecken, als habe er ein besonderes Intern rM an dem, was Puschkin tat Sein Handelsgeschäft trieb er weiter, doch nicht um des Geldes willen, sondern weil die .Leute es von ihm erwarteten. .Die Frauen in den Dörfern der Provinz Je- rrtsseisk konnten ja nirgends so billig einkaufen wie bei diesem selbstlosesten aller Händler, und er wollte den armen Weibern die Freude nicht verderben, an seinen Waren einige von ihren armen Kopeken zu sparen. Vielleicht leitete ' t auch dabei die unbewußte Erkenntnis, daß er der Be- « «durste, um der: Verstand nicht zu verlieren; lte er, daß es doch bester war, noch etwas anderes zu tun als ständig über Vergangenheit und Zu- ümft hiuznbrüten. In seinem Entschluß jedoch wurde er niemals wankend. Und wie alle Wünsche im Leben sich schließlich demjenigen erfüllen, der lange genug Kn warten versteht, so kan: auch seine Zeit. Lange hatte er warten müssen; volle sieben Jahre waren verflossen, seit Katia gestorben war, aber die Bitterkeit seines Hasses hatte sich nicht um ein Atom vernnn- d«ck. Leben um Leben, Blut um Blut —- Os war in der Stadt Krasnojarsk, wo er die große Neuigkeit erfuhr. „Lebhafte Zeiten!" schmunzelte der Wirt des kleine:: Wirtshauses vergnügt, als Stepan bei ihm einkehrte, um ^ich die halberfrorenen Füße am Ofen zu wärmen, noch ehe er seinen Paß ans dem Polizeibureau abgegeben hatte. „Lebhafte Zeiten, Stepan Jwanowitsch. Fast ein ganzes Faß vom guten Tllten Hab ich gestern verkauft!" „So, Philipp Alexandrowistch? Und wie kam denn das?" fragte Stepan gleichgültig. „Hohe Reisende, Stepan Jwanowitsch. Wärst du einen Lag früher nach Krasnojarsk gekommen, so hättest du sie Noch gesehen. Gouverneur Tatukosf kam zuerst an, gestern nacht, und bald nach ihn: traf die Exzellenz von Irkutsk rin, der große Paschkin. Tatukoff hatte eine Bedeckungsmannschaft von zehn Kosaken, Paschkin aber fünfzig!" Stepan hörte zu, mit jedem Nerv angespannt, blieb aber ruhig sitzen, obgleich ihm das Blut siedendheiß durch die Adern jagte und die Geda:rken ihm durch den Kopf wirbelten, so baß er nur wie aus weiter Ferne hörte, was der schwatzhafte Wirt noch zu erzählen hatte: „Heute morgen ist die ganze Gesellschaft wieder abge- reist; Tatukosf nach Minuftnsk zurück, Paschkin nach St. Petersburg. Man sagt, daß Paschkin Hals Wer Kops von Irkutsk abreisen mutzte, denn die Kaiserin sandte eilends nwch ihm — J " Stepan zuckte zusammen wie unter einem Peitschenhieb. Wenn Paschkin in St. Petersburg blieb, so war er für alle Zeiten seinen Händen entronnen. . . und im gleichen Augenblick war sein Entschluß gefaßt. Er mußte Paschkin einholen. Er mußte ihm sofort folgen! sie braucht ihn. Er soll der Kaiserin rechte Hand werden, so sagt man, und daun gnade Gott den Leuten in St. Petersburg. Ach ja. Paschkin war sehr klug, fünfzig Kosaken Bedeckungsrnannscyaft aus die Reise durch die Provinz rnitzNnehmen, deren Gouverneur er so lange gewesen ist. In der Provinz Irkutsk muß es so manchen geben, der den eigenen Kopf darum geben würde, chm den Schädel einzuschlagen, nach allem, was man hört. Er soll ein Teufel sein, sagt man. Ein mutiger Mann ab^r auch. Seine Kosaken sind hier geblieben und reiten morgen zurück. Fast ganz allein ist Paschkin heute ßn aller Herrgottsftühe weitergereift, nur mit seinem Kutscher und zwei Leuten in einem zweiten Schlitten. Teufel nochmal, das hätte ich nicht getan an seiner Stelle. Ja, und wie ein Wirbelwinds ist er davongefegt, das kann ich dir sagen — die Kaiserin muß ihn sehr notwendig brauchen . . , Was, du willst schon wieder fort? Bosshe-nw:, welche Eile! Uebernachtest du denn nicht'bei mir?" „Das weiß ich noch nicht," sagte Stepan und zwang sich mit aller Macht, ruhig und in gleichgültigem Tone zu sprechen; „das hängt von Umständen ab." Was er sagen und wie er handeln mußte, hatte er sich in den wenigen Sekunden in blitzschnellem Denken überlegt. „Ich bin nach Krasnojarsk gekommen, um mit einenr Geschäftsfreund zu verhandeln, den ich enüoeder hier oder in Abrowa" -- zehn Meilen tveit entfernt auf der Straße nach Minusinsk, doch nicht aus der gleichen Straße, die Paschkin eingeschlagen haben mußte — „treffen soll. Ist er nicht hier, so muß ich nach Wrowa. In diesem Fall werde ich einen Schlitten nehmen, da ich Eile habe, und mein Haus bei dir lassem Du mußt es mir gut ausheben, Philipp Alexandrowitsch, und für meine kleine weiße Eule sorgen. Ich werde jetzt gehen und mich erkundigen." „Da! Ihr Reisenden! In welcher Eile ihr immer seid! Nicht einmal zum Essen und Trinke:: gönnt ihr euch Zeit!" „Ja, ja," brummte Stepan. „Und — ja — kannst du mir einen Tarantaß und drei schnelle Pferde borgen, Philipp Alexandrowitsch, wenn es wirklich der Fall sein sollte, daß ich zu meinem Geschäftsfreund nach Abrowa muß?" „Das kann ich, Stepan Jwanowitsch." Und er rannte ans die Straße, als wolle er sich eilig :mch diesem Geschäftsfreund erkundigen. Eine Stunde später jagte er über die Tomsker Straße hin, so schnell die drei feurigen Pferde galoppieren konnten. Sen: Hrrn war klar und er handelte vorsichtig. Von Krasnojarsk aus hatte er zunächst wirklich den Weg nach Abrowa eingeschlagen, dann aber, als die Stadt hinter ihm lag, in einem ungeheuren Bogen querfeldein über den Schnee die Richtung nach der großen Straße eingeschlagen, über die Gouverneur Paschkin vor nicht viel mehr als zwölf Stunden hinpassiert war aus seinem Weg nach Wssten. Klopfend«: Herzens rechnete Stepan sich aus, daß es zwar schwierig, aber doch mcht unmöglich sein würde, Paschkin einzuholen. Der Gouverneur hatte zwölf Stunden Vorsprung. In jeder Stadt und in jedem Dorf standen ihm die besten Pferde ügung. Paschkin hatte jedoch keine Veranlassung, sich keine Ruhe zu gönnen und Tag und Nacht zu reisen, so, wie Stepan es zu tm: beabsichtigte, denn oann nur konnte er hoffen, sein Ziel zu erreich«:. Und erreichen mußte er es. Wenn die Jago auch tagelang dauerte — noch innerhalb der Grenzen Sibiriens mußte er Paschkin einyolen! Ein ganz anderer Mann war es, der da jubelnd die Pferde aufpertschte, als der stille traurige Wanderer Stepan Jline. Ein neuer Mensch, voller Kraft, voller Energie. Er war ja dem nahe, worauf er sieben Jahre lang in Bitterkeit und Hinbrüten gewartet hatte; die große Hofs- nung hatte sich erfüllt. Kein Mensch hätte geglaubt, daß dieser Mann mit oen glänzerchen Augen uno der kerzengerade:: Haltung, der mit bewunderungswürdiger Geschicklichkeit das Dreigespann in schärfstem Galopp über die tief verschneite, kann: noch erkennbare. Strghe fenfte, der gleiche sei, der vor wenigen Stunden gebrochen und gebeugt sich müde über die Straßen von Krasnojarsk geschleppt hatte. Jener Mann war Stepan Jline gewesen, von Paschkin verfolgt. (Fvrtsetzxmg folgt.) r Da§ Bleibende . . . Bon A Konti. Traußen aus ber Straße, wo sich die Mildheit des Landes und die Rauheit der Stadt die Hände reichen und meinander.über- fließen, wo man sich wie aus einem Kessel heraus befreit fühlt r erleichtert ausatmet, dort am Wege, wo der Wiird den Staub weißen .Wölkchen am sonnendurchglühLei: Boden einhertreibt vder auK ihm.klerrre Säule:: formt, die eine Strecke weit fortgewirbelt und dann nach allen Richtungen zerstäubt werden. . »n einer solchen stillen, lausen Landstraße stand eine kleine Kirche., Sie war gelb angestrichen und sah verwittert aus. Seit Jahrzehnten war sie der Hort der Gläubigen, und die Stimme der Kirchenglocke rief zum Gottesdienste und W weihevollen Handlungen zusammen; wenn .es eine Hochzeit oder Kirchstaufe galt, dann Rangen die Schläge lustig und fröhlich wie das Hämmerwerk eines Glockenspiels, und wenn die Ruse einmal in der Zeit einen Todesfall verNndeterr, darm birnmelte sie schnell urrd rastlos mit schrillen, «Menden Tönen, die sich anhörten, wie die .qualvollen Rufe viues Ertrinkenden. Ticht an der Kirche lag der Ortsfriedhof, den eine Mauer von gleicher gelber Farbe und ebensolchen: verwitterten Aus- E m -umsäumte. An der äußersten Ecke der Friedhofsmauer, wo sich von der Landstraße weg, querfeldein UMwendete, ragte aus t Gottesacker Heraus, über die Mauer hinweg ein Baum, ein schöner, großer Baum mit grünen Blätter:: und glänzenden Zweigen. An dein Baume hingen Aepfel, rote, lachende, reife Aepfel, denn es war Spätsommer und die Sonne brannte heiß auf die ausgetrocknett Landstraße hernieder. Wenn der Wind leise durch die Zweige strich,, wiegten sich die Aepfel an den Aeften und.nickten den .Vorübergehenden wohlgefällig einladend Au. Aber im ganzen Torfe mär weit und breit in her Umgegend gab es Zeinen Menschen, den jernals nach dieseir Aepfeln gelüstet Mte. Ter Baum lvar jährlich :nit Blüten besät, die einen linden Duft verbreiteten mrd im BerblüWn ihre Blätter auf den Boden fallen ließen, der wie von leichten, breiten Schneeflocken bedeckt schien.. Tie Früchte reisten wt und glänzend heran und hingen wie farbige Glaskugeln an Weihnachtsbäumen in reicher Und dichter Anzahl. Ta es keirwn im gangen Dorf gab, der die Aepfel gepflückt Hütte, so sielen sie ab und faulten! am Boden vder rollt«: hin- tmter in die S'traßenrinne und wurden, wenn es regnete, in der: Kanal geschwemmt. An einem sclOnen Somnrertage zogen Leute von der Stadt übers Land, sie kamen an der Kirche und Friedhofsmauer vorbei, blickten Au den Aepfeln empor und bewunderten die vielen roter:, frischen und schönen Frlichte. Außer: an der Mauer im Schatten der auf die Straße hinaus- ragenden Zweige des Apfelbaumes saß eine alte Frau. Sie war st» alt, daß sie aussah, gls wäre sie aus Stein. Sie regte Md rührte sich nicht, ihr Gesicht war hart urrd vertrocknet Md ließ die scharfen Knochen.unter einer vergilbten und runzeligen Haut deutlich hervortreten. lieber den.Kopf hatte sie ein dunAes Tuch i Mögen, das ihre Züge beschattete und sie um so gespensterhaste r er- chenven ließ. 'Sie saß in sich gekehrt und achtete der lustigen und 'veudigeu Menschen nicht, die an ihr vorüberzogen und sich sin !«n satten Grün der Natur ergötzten und von warmen Lüsten umfächeln ließen. Ta tvat ein.Mann au die alte Frau heran und begann mit Wr Äu sprechen. Er schien sehr arm zu fern, denn seine Hose war hernfsen -und an vielen Stellen geflickt, sie Hing ihm in Falten a den Beinen wie das .Leder einer Ziehharmonika. Der Rock tterte an seinem Körper, -und der Hut saß ihm beinahe auf dm en. Sein Bart war struppig, an Gesicht und Händen hatte er seit langem die reinigende Kraft des Wassers nicht erprobt. „Ich bin arm und hungrig," sagte er zu der alten Frau, die sin Schatten der Apfelbau'Mzweige faß, Und die er fttr die Hüterin des Baunies hielt, „erlaube mir, daß ich einige Früchte von diesem Baume pflücke." Ohne den Bettler anzublicken, antwortete die alte Frau mit dünner, schriller Stimme: „Iß. so viel du magst, aber wenn du fb tust, wirst du nicht Weit kommen, nicht «drmal bis M jenem weißen' Meilensteine, der vom Weg,ende tzrüben herüber winkt. Denn alle, die von dem Baume essen, der aus den Grcköern der Toten sprießt, müssen vor der Zeit sterben, seien sie att oder jung, trank oder gesund, arm oder reich, — tu, was du willst, ich warne dich . . . ." Tann Pnickte die alte Frau zusammen, als wäre sie von der Mnstvengunä des Redens ermüdet, ließ den Kopf vorüber hängen und verfiel in di« frühere Deilnahmskosigikeit. Ta stellte sich der arme Manu auf die Zehenspitzen und hieb mit seinem.Motenstoche nach den roten Aepselu, schlug sie ckb.und ließ sie wie goldenen Segen in seinen fettrandigen Hut fallen. Tann setzte er sich an die Mrchhofsmauer und aß von ven Aepfeln, die ihnt mundeten, wie das Leibgericht einent König. Aber kaum hatte er sich erhob«'., als er untsan? Urrd unter Röcheln sein Leben aushanchte. Aus der Friedhofstüre traten zwei schweigende Männer mit einer Bahre, worauf sie den Toten betteten..und gemessemn Schrittes urit ihrer Last imch den: Friedhof zurückkehrten. . Tie Ruhe und friedliche Stille auf der Laridstpaße danerteu nrcht allzulange. Von, einem Kreis jrmger Leute umgebe::, lernt 1 eine Tänzerin heran. Sie rvar leichtfüßig wie eine Gazelle und lustig wie estr Waldbächlein, Als sie der roten Aepfel am Baccme ansichtig wurde, trat sie an dis alte Frau heran und hat lachend uur einen Apfel. Durst Plage sie und rna.che sie lechzend nach der köstlichen Labung mit einer saftigen Frucht. „Iß," sagte die alte Frau, ,mber glaube mir, bis du zu jenem rveißen Mdleusteine kommst, luußt du sterbm. . . ,ich warne dich. . ." Laichend sprang das schöne Mädchen hoch, haschte irach einen: Apfel, von dem sie Stück um Stück unter schäkernd«: um» scherzenden »Worten über die dummen Sprüche der Men abbiß Md mit Lust verzehrte. Aber bevor sie noch den weißen Meilenstein erreichte, verfiel sie denlselben Schicksal nrie der arme, hungrige Bettler, der vor ihr die Warnung der Alten Mßa,chtet hatte. Bald daraus kam ein einsamer Wanderer langsamen Schritts die Landstraße herauf. Er war seines Zeihend ein Philosoph. Sein Gesicht Ivar vor: einem: weißen Bart umrahmt, und ans der Nase saß ihm eine große Brille. Ten breitrandigen Hut trug er in der Hand, so daß feine hohe und geioölbte Sttrne als das Sinnbild weltumfassender Gedanken so reicht zur Geltung kam. Ms er den reich mit Früchten behaNgenen Baum bemerke, trat er ans die alte Frau AN und sagte: .Liebe Frau, ich bin ein leiderrschaftlicher Anhänger der Natur ustd lebe nur von Obst und Gemüsen, laß mir einige v.on diesen Aepfeln ab, sie sind dse herrlichsten Früchte, die ich je gesehen habe." Auch ihm gestattete die Mte so viele als er wollte, vom BaMte W schütteln, aber auch ihm erteilte sie dieselbe Warnung. „Ich habe die Kräfte der Erde ersorscht," sägte der Philosoph „ich tarne den Ursprung der Wolken, das Wesen der Sterne ist mir vertraut, und in das Geheintnis der Sonnerikrast bin ich eingsdrungen. . , aber deine Rede ist leerer Wahn und ohne Begründung. . ." Taraushin schlug er sich einige Aepfel vom Baume. Einen aß er sofort mit vielem Behagen, und die anderen .steckte er in die Taschen seines langen schwarzen Rockes. Bevor er zum weißen Meilenstein« am fernen Wegende kam. war er tot 'und wurde von den schweigsamen Leichenträgern auf die Bahre gebettet und nach dem Friedhofe gebracht. Bald darauf erzitterte die Landstraße wie von ferne her. Der Boden bebte, und ein dunckifes Rosien kam wie Ms Wrndesftügeln näher. Ein tachjender, pustender KraftwagAr .war es, der in eilender Fahrt hevanbrmrste. Im geräumigen Wagen saß ans breita Polster:: ein Herr in vornehmer Kleidung und nrit nachlässiger Haltung. ^ Bon weitern schon sielen ihrn die prächtigen Aepfel am BauMe auf. Ms er mit seinem Wäger: herangekommen war, gebot er dem Führer Halt. Er stieg ans und schritt auf die alte Frau zu. ,Lch kaufe euch die Früchte ab " rief er, „was wollt ihr dafür . schämt euch nicht, «inen hohen Preis zU stwdevn . . ich gebe Luch, was ihr verlangt..." „Tie Früchte vasten Ntehr, als ihr hs» Ahlen könnt ... sie kosten euer Leben . Ter reiche Herr.lachte hell aus, zog einige Goldstücke anA der Tasche Md warf sie der . Men in der: Schoßt die regungslos und müoe vor sich hin blickte. Dam: hieb er Mit fernem goldbeschlaaenen Stocke einige 'Weisel vom Baume und verzehrte einen auf dem krttzm Wege ZU seinem Kraftwagen. Ter Führer kurbelte den Wagen an Und setzte ihn in Bervegung. Aber kaum hatte der reiche Herr sich wirrer behaglich im Wagen eingerichtet, als er — noch bevor sie znm weißen Meilerssteirie gelangten — tot vom Sitze siel. Und wieder walteten die Leichenträger ihres Amtes. Nach einer Weile kam ein vollbepiackter Soldat des Weges. Er stak in feldg.vauer Uniform, trug den schweren Tornister aus dem Rück«: imb den Stahlhelm auf den: Kopfe. An der Ecke der Friedhossmaner machte er Halt, nahin den Helm ab Md wischte sich den perlenden Schweiß .vor: der Stirne. „Frau Nachbarin," rief er der alten Hüterin zu, „darf ich mir ein paar Aepfel von eurem Bauure hernuterholen?" ,^Tu Vs nicht, mein JUnge, ich warne dich. Wer von dieseir Aepfeln rßt, die aus den Gräbern der Toten sprießen, Muß vor der Zeit sterbein. Befolgst du meine Warnung picht, so wird sie sich .erfüllen, bevor du jenen weißen Meilenstein am WegerKe erreicht Haft . ' . Ter Soldat setzte den Helm wieder ans neu Köpf und sagte: „Tann lassen wir es sein, Mütterchen, ivenn ich vielleicht buch dem sicheren Tode enigegenNehe, so will ich mein junges Leben nicht leichtsinnig in die Schanze schlagen, denn es gehört dem Vaterlande . . . dem Bleibenden ..." Ueber fein jugendfrisches Gesicht glitt dn znfriedenies Lächeln, und festen Schrittes setzte er seinen Weg fort . . . 832 Mchertisch. Eine Stamm-Biographie. Als am 12 April voriaen HaW der Geh. Schulrat v. Wühelrn Stamm in Größen starb stand es alsbald nn Kreise seiner Freunde 1 SS Mi Ä Vas Bild Mn du«8 Chamker. nifM'n inib ersolareiche Wirksamkeit so auSgezecchnetM Person- S dauernd stir Mit- und Nachwelt erhalten werden muß e. diel, Studien rat v. Hermann Marx in Fvmftsurt a.M. hat unter Mitwirkung anderer Freunde ein solches Levensbrld entworfen. KI R, b itt ieM unter dem Titel: „Wi Helm Stamm. Em dentsch- evanVe EmLer ans Katheder und Kanzel" im Vertag von SS 5 in Frankfurt 6. M.. erschienen und, für u Mark durch alle Buchhandluirgeu zu beziehen, unter seinen «tÜreickLN Schülern vom Schnllehrersenrmar und dem Greßenw Gvmnasium, unter den .Gicheuer, Mitbürgern, denen seine charaktervolle Gestalt durch lange Jahre vertraut war, der heß.,chM Geistlichkeit, vor allem auch,den MctAceocrn der Land.-Hynode, wird dies Buch sicher vielen sehr wlMonimen fern — Jungbrunnen. Novellen von Riwolf Herzog, Inhalt: - Tie Frühlingsmädchen - Frau Barbara Brock- ^ Oa Q, in ,»nK(j<' if M‘_Q'hiigt Menschm — Weihnachtskonzert sür Mich mZ'Wvch «Sa» 3 ® Naichdolcver Stntoart und Berlin. Geheftet 4,va Mk., chöuNden 6 50 Mk '_Kemiges Deutschtuur und sittliche Gesundi)elt. sind di? entscheideudeii Mebkmsle aller Schöpstmgen des, rhermschmr RichttÄ Ä leuchdcn auch aus diesem semeM sungsren Merke, in dem'sich edler Ernst mit sonnigem Humor verschwrstert. — Alice Bereu G Matthias Senfs Verlöbnis. Roman 1 bis 20 Auflage. Umschlag v»n Olaf Gnlbransssn,^n-- K’K Preis geheftet 4 Ülaü, gebunden 6.50 Mavk Verlag von Albert Langen in München.Jedes neue Buch das m« MiViß-t zeigt uns ?Ätcc Berend in schönem Reifen vud ^lust wärtsschrei'tsr. Immer klarere Form, immer sicherere ^^en-egeii- bnt aÄvürnt ihr Humor. Um die H«chÄs»erfonen wirbeU em bunter Reigen von bieder Bürgern, deren KmnCigj b« fun- dunter Reigen von biederen Burgern, deren, Mmn durch me ft» vni-d Sinter allem Spott aber spürt inan die mnere Warme,, sieht «Bet Bern« {Mnrif*.BCTft«nhr.t^t iiM-n Ein Wstliches Buch, bei dem Man! alle. s-orAM vergessen und'für ein paar Stund«: von Herzen fröhlich sem lärm St Die schönsten Kosaken g eschrchte n von Gogol. In Neuer Verdeutschung von Korsiz Holm. Ausgewahlt imd em- Gleitet von WÄter von Molo. EinbarrbzeickMung von Hemrrch Jost Preis in vornehmem Pappband 5 MaM Berlag von Aloert LanaeninMünchen. -- Ter Ukrainer NikolarGogol, der Rußlands großer Dichter überhaupt tvar, verkörpert lerne Heimat, das alte „Grenzland", in so vollkommener Mise, daß man nur feine Werke zu lesen braucht, ja, sie lesen mußum^ diesem Land und seine Bewohner kennen und verstehen zu lernen. Träumerei unq Melancholie, Mävchenbuntheit und Gespenstergranen sprewri hmem Irr ihnen liegt das ^ Äeftn der Ukraine beschlossen, ihre Vergangenheit mrd jwu» ein gutes Stück ihrer Gegenwart. Da muß diese Ausgabe gerade heute wckl- Eomn^kZ Grimm, Die OlewagenSaga 6. Auslage Umschlag- imd Einbandzeichnung von Hemrrch Jost. Preis geheftet 3 W, gebunden 5 Mk. Verlag von Albert ^MU Ni Mün- chen — Als vor zwei Jahren Hans Grunmv „Gang onrch den! Sand" erschien, da wandte sich die, allgemeine restlose Anerkennung, mit der die Kritik diese „Geschichten ans sudafrttaniseher )at ausnahm, in besonderm Maße und mit feiten eumtutigcr ^Vegm^h"' Ena dem Hcmptstück der Sammllmg zu, der „Olewagen Saga. mm hat Hans Grimm um dieses Werkes Willen noch über die bedeutendsten Dichter gleicher Art, über Kcplmg, Johannes B. Jenstn Jüraensen gestellt, man hat die Olewagen Saga als das W wir an «Äfcr Sttemtac w-rtza« U> sitzen. Diese Anerkennung wie seine eigene Bewmiderung des! Werkes haben den Berlag zu der neuen Einzelausgabe veranlaßt, die jetzt vorliegt. ■ , _ . J . x. ^ * - 1 . x ,, s — Max Halbe, Die Tat des Dietrich Stobäus Roman. 8. bis 10. Auslage, in neuer Ausstattung. Umschlag- und Einbandzeichnung von Hubert Wilm. Preis geheftet 5 Mk„ ge^ Hunden 8 Mk. Verlag von Albert Langen m München. — Dieses Buch, das die führende Kritik schon immer zu den besten „-taten des Richters Max Halbe gerechnet hat, wurde bei seinem erstes Erscheine,i einmal ein „Schicksalsdrama m belleUnstischem Gewände" genailnt. Und wirklich waltet über Leben, Liebe, Tat und Schuld des Dietrich Stobäus ein Hauch teuer göttlichen Unerbittlichkeit, die wir aus den antiken Schichalstragodwn kennen. Erft moderner Dichter hat diesen Vorwurf mit aller Kunst der heutiges Erzählung und mit dem ganzen Reiz persönlicher Sttmmung gestaltet: das Treiben der alten deutsche Handelsstadt mrd der herbe Zauber westprenßischer Landschaft leben darin; diese Einklmdnnq macht uns Halbes größtes Prosawerk doppelt Ueb. Tw Neuansgabe, die rnit sorgfältigstem Geschmack ausgestattet 0 b wird deni Bnch, das ja läiigst seinen Ehrenplatz innerhalb des derttschen Schrifttums erckbert Ä1, lvieder zahlreiche rreue Freunde werben. —. Gorlice-Tarnow, die große blufsenkata-» strvphe, nach den amtlichen deutschen $tx eg ö * eTt Mit berechtigtem Stolze denkeri wir alle an drest erste geglückte Frontal-Durchbrnchsschlacht, aus deren Ersmg srchder^gan^ siegreiche SonmkerfelbWg1915 ausbauen koE ^ne G^ngeuew beute von 400 rnssischen Osstzreren imd unfern* 160 000 SAgm* s-Rotten ein sich innerbalv weniger Tage ans,400 Kilometer -or. ue pts zu 100 Kilometer Tieft erweiternder Durchbruch.waren der Gewinn. Bor allem schasste dieser gewaltige d^tscheösterreMstA Sieg der Donaac-Monarchie erst die Möglichkeift dM kM» daran zum Angriff übergeherrden neuen rtaliMischen Feinde em ei,^rn.s QerjMlges btt srtoften, beniftmniitBöt -E do» »»« »M -İ" Mal- in CilviPttwiixi'cH ^ X lnngen". (Verlag von Gerhard Staüing, OldenHuÄg i. Gr.) — Donaukind. Roman von Marie Eugeme delia Grazie. Berlin, Ullstein u. Co. Die Seele dei' südungarischen Donaumnb- schast, in der die Verfasserin dieses Unterhaltungslverws anßvuchs, smickt hier zu uns, da rvo der machtvolle Strom durch dw -pass« der Transsylvamschen Alpen sich seine Bahn schafft, am Eisernen Tor, bei Ada Kaleh. dar Türkeninsel, an der Grenze des Orients. — Die Weltbühne. Der Schaubühne XI'/. Jahrgang. Wochenschrift sür Politik, Kunst und Wisseiischaft Nr. 39. Vermg der Weltbühne, Charlottenburg, Dernburgstraße 2o. Gietzeuer Hausfrauen-Berei». Kochanweisungen. Zubereitung von Pilzen,Tie zu harten,Stiele lvetza den weil 'Mocr verdaulich, abgeschnittnr, bei klebngen Pilzen lButterpilz. Schmerling, Schleimpilz) zieht man die Overhant ab bei älteren Pilzen werden die Röhrchen, die zähe und wurmig sind entfernt, Schnecken- n>rd Tierfraß, sowie Larvenstellen lverven ansgeschnitten. Alsdann werden sie gründlich gewaschen, and, um sie dichter verdaulich M machen, in kleine Ltücke geschnfttm oder kein gewiegt Tie so zubcreiteteu .Pilze werden mit etrvas Fett imd Zwiebeln aufs Feuer gesetzt (eiserne Gefäße stnd^: vermeiden). r ben die Pilze einige Mimcten in ihrem eigenen Last geschmort, fügt man ettoas Mehl, Salz und Pfeffer hinzu und brA sie weitere 15—20 Minuten. Je nach,Belieben kcnin man etwas .Essig, Kümmel und andere Gewürze zusügen. In Essig eingemachte Pilze. Hierzu sind alle eßbaren Mlze verwendbar, besonders natürlich die besseren L^peise- 'pilze Tie Pilze weiden jn grobe Stücke zerschnitten (sehr kleine Pilze bleiben unzerteilt), in kochendes Snlzüvasser gesMttet und 5—10 Mnrudm gesotten. Daraus kocht ,nan verdünnten Wem- essig mit Zucker, Zimt, Gewürznelken, Lorbeerblättern, Zwiebeln und etivas Pftswr an 10 Minuten und gießt ihn, etwas erkaltet, ohne die Zutaten auf die Pilze, dis matt vorher in Wfe Glaser cpefülit hat Um verschiedenen Geschlmacksrichtmtg«: zu genügen, versuch-' inan verschiedene ZusaMmenstelbmg der Zutaten, mehr oder weniger Zucker, nehme auch Esttnson, Senf oder Muskat- blüte hinzu. Tie Gläser werden luMcht ver,ckftyssen. Trocknen d e r P i l z e. Tie gereinigten Schwämme werden grob in Scheiben geschjnitterr .(sehr kleine Pilze bleiben ganz) aber nicht abgewaschen, aus Fäden gezog-cn urrd an Lonne und Luft oder auch auf einem mäßig wannen Herd getrocknet. Je schneller ne trocknen, desto wohlschmeckender und haltbarer sind ie Doch "ist ies andererseits verkehrt, sre möglichst rasch rm Ofen zu' trocknen da der zarte Geschmack darunter leidet imd sich gar ins Widerliche verwandell. Man bewahrt die Dörrschwämme, in gut v er schlosseren Gefäßen in einem trockenen Raum (aber nrckft in der Küche) auf. Vor dem Gebrauch legt man sie l k Ltunde in Weißes Wasser, übergießt sie dann mft kochendein Wasser Und Mt nk dacku «nis° ÄnKm M-ll-n. bis sie da» «Siefen i* scher Pilze gewonnen haben. Abstrichrätsel. 1 L 3 4 b 6 bekarmter biblischer Name 6 4 8 1 5 Baum 8 4 5 1 Gedicht 5 6 4 jüdischer Richter und Hoherpnester b 4 Ausruf 5 Vokal (Auflösung in nächster Nummer.) Auflösung deS JüllrätselS in voriger Nnmmer. E ARM ZANGE AST T Dchrlltleitung: Dr. Reinhold Zenz. Zwillingsrunddruck der Brüh l'scheu Univ.-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gceßen.