Mittwoch, dm 16. Gttobsr Der endlose Weg. Roman aus Sibirien. Von I. O x e n h a m. Autorisiert — Nachdruck verboten (Fortsetzung.) über ihn, sernsk. So Steppe aber er verstand ja das furchtbare Geheimnis di^er Kran^ heit nicht -- er wußte nicht, was ihr fehlte. Nichts konnte tun, als da stehen und gequälten Herzens warten, bts der ungleiche Kampf sich entschied. 9 Er ballte die Fäuste, daß sich die Nagel rn dre Han^ flächen gruben und die Blutstropfen herabrmmm. « kniWte mit den Zähnen in Todesqual. Sm« Ka ti a w wanderten nr ud«x tue uum.mvivu.v , ■ und fernen zu dem groben Dumps, der stch von derunteren Düaelgrenze bis fast nach Tlchernsk hin-rstr-ckfe. ^rnchtrg wlaten sie den vielen Wrndung-en der Straße dura) me Sünrpfe, an Inseln vorbei, die von sattem Grün mrd flammigen Blumenfarben strotzten. Plötzlich aber setzte die herbstliche Regenzeit ein, die brausende Wildwasser von den Mgeln herniedersandte und die schwarzen Wasftr des Sumpfes gewaltig steigen lieh. Die primitiven Straßen wurden unpassierbar. So muhten fte warten, bis die Regen schleusen sich schließen würden. Während dieses Wartens — "der Regen Mischte noch tmmer in Strömen aus das Dach des Hauses auf Rädern Rieder, in vier Bächen herabrieselnd aus seinen Dachrinnen — während dieses Wartens war es, daß die kleme Katinka, die immer schwatzte und immer lustig war, plötzlich still und gedrückt wurde. Rote Fiebersle^n kamen in. ihre Waw- Len, und Brrrder Eule wunderte sich sehr, daß sie sich aav Nicht mehr um ihn bekümmerte. Stepan gab ihr harmstose Hausmittelchen, wie es ihn die Mütter der endwsen^.rah tzelehrt harten, und hoffte, daß tze nach emer Nacht des Schwitzens wieder gesund sein wurde. Mitten m der Nacht ^doch suhc er erschrocken aus unruhigem Halbschlaf auf dmin Katmka warf sich in ibrem BeLtchen hm und vor Schmerzen und stieß gurgelnde, pfeifende Tone aus. Ihr Wicht war kirschrot. Sprechen konnte ste nicht. Es schien Stepan, als sei sie am Ersticken. Mit zitterriden Händen schraubte er die Lampe hoher und das Kind setzte sich im Bett auf, mit bleichen Sippen und Augen, die aus ihren Höhlen hervorquollen, sw kämpfte um Luft und fuchtelte verzweifelt mit den Händchen. Stepan nahm sie in seine .Arme, als wolle er ste vor einer Gefahr schützen, die ernrcht vm.tand^Er hatte nicht die geringste Ylhnung, was ihr fehlte. Der kleine 'Körper streckte sich in seinen Armen rn furchtbaren Zuckun* gen, und die pfeifenden, gurgelnden Töne wurden mnmer kürzer und schärfer. Das Kind rang qualvoll nach Lust Dann kamen Sekunden, in denen sie ganz Wl dalag, urtb eine fürchterliche Angst packte Stepan. Er versuchte, ihr Wasser einzuflößen, aber sie fuchtelte wild mit den Händchen um sich und schlug ihm das Gefäß äus der .Hand. Stepan verzweifelte. Hilf mir Mjarmnerten hie angstvollen blauen Augen —« hilf mir doch —1 keuchte der pfeifende Atem - und nichts -konnte er tun- Die rechte Hand hätte er sich abgehackt, ihr Luft zu verschaffen, den'blutle^. DieLL'in's^nn"Besicht M d* » sich, verwelkte. Er hielt den Atem an und h^e das Klopfm seines Herzens, während er auf das immer lei,er werdende Keuchen und Pfeifen lauschte .. Der kleine Körper tu strn^ Armen zuckte rn schweren Krämpfen. Die Pstrde drautz«« stampften unruhig, als ahnten sie, daß der Tod in der (ei Der Regen klatschte ununterbrochen hernieder und tropfte langsam aus den Dachrinnen, aU sänge er ein jlfr töniges trauriges Lied. Das Kind wachte auf und wein^ leise, und der kleine weiße Bruder aus dem Wald starr^ von seiner Ecke oben bei den Heiligenbildern mit ernsh. hasten Augen auf die^Szene nieder. Die Stunden verrannen, doch Stepan hatte jeden Man- stab für die schwindende Zeit verloren. Denn fede Sekunde war ihm eine ewigwährende Marter. Plötzlich jedoch hörte nach einem letzten wilden Schauer der Regen aus, der seit drei Tagen ununterbrochen m Strömen geflossen war, und tiefes Schweigen huschte draußen in der Natiir. Der kleine Stepan walzte sich auf die andere Seite und schlief wieder ein Die Pferde stauben still, als seien sie überrascht über die plötzliche Stille, und di« kleine weiße Eule blies ihr Federkleid auf, bis sre doppelt so groß schien, und starrte mit großen Augen auf Katinka. ' Das Kind keuchte und kämpfte nicht mehr. Blaß und still lag es da. Stepan fiel aus die Knie und tastete über die blassen Wangen hin, die sich kalt und feucht anfühlwln Er küßte sie und rief sie bei Namen, aber sie rührte sich ' tc Da'warsHr sich'miteuiein Ansstöhnen auf den Boden und streckte sich in wahnsinnigem Schmerz, demr von nun au würden er und der kleine Stepan und Bruder Eule war^ein schweigsamer Mann grimmigen Gesichts, der am nächsten Tag Bürden in die Hügel schleppte ^were Bürden. Doch am schwersten war nicht sichtbare Last -- nicht der Spaten auf seinem Rücken, nicht das lustig lallende Kind in der Hängematte, nicht der stille in Tücken «ledüllte kleine Körper in seinen Armen, den er zum letzten^ ^?MMch an Drückte. Die wirkliche Bürde lastete auf ^""Stitthkeg er das Flußbett hinan und kämpft-sich lang- sam vorwärts über Felsen und Geröll. Er brachte xiattma L ihrer Mutter; er und der kleine Stepan. Tu ihrer Serie arub er sie ein, tief, und wälzte schwere Steine aus dav Grab, damit die Wölfe es nicht schänden konnten, wahrend SSO her kleine Stepan Vergnügt in den Haufen frisch ausgegra- heuer Erde spielte. Dann kniete er nieder und murmelte sonderbare Gebete. und Schwüre bei den beiden Steinhaufen, und dann hob er den kleinen Stepan auf und fütterte sein unersättliches kleines Bäuchlein, und ging langsam den Weg zurück, den er gekommen war... Nun blieb ihm das kleine Kind. Nach langen Tagen des Nachdenkens entschloß er sich, den kleinen Stepan während des Winters in geschickteren und erfahreneren Händen zu lassen als in den seinigen; bei einer der Frauen in den vieler! Dörfern, in denen ihn der endlose Weg vorbeiführte. Schließlich fiel seine Wahl auf eine Bauersfrau, Elisabeth Wolskaia, die im Dorfe Zarm wohnte. Er kannte sie als ein nn'itterliches, gutherziges Weib. Vor kurzem war ihr das eigene Kind gestorben, und er hoffte, daß sie zu Stepan aut sein würde, uni der Erinnerung an ihren eigenen Verlust willen. Schnurgerade wanderte er auf jenes Dorf zu und traf die nötigen Verabredungen mit der Frau. Während das Haus aus Rädern wieder hinwegpolterte und Stepan rückwärtsschreitend zum letztenmal mit feuchten Augen auf seinen Jungen starrte, lallte der kleine Stepan lustig in Elisabeth Wolskajas Armen und war außer sich vor Entrücken über die kleinen Ferkel, die in: Hof sich quiekend um chre Mutter drängten. Den kleinen weißen Bruder aus dein Wald nahm er mit sich, weil Katinka ihn lieb gehabt hatte. >— — — Das war der traurigste Winter, den Stepan jemals erlebt hatte; weit trauriger als jener harte Winter, rn dem er, getrennt von Katia, Jenisseisk durchstreifte und sehnsüchtigen Herzens sich immer wieder nach Selemsins? wagte, denn damals wenigstens durfte er noch hoffen 7—1 Jetzt aber . . . Und jetzt? Stepan blieb ihm noch, freilich. Ah, und da war eine andere Hoffnung :roch — eine gewaltige Hoffnung ^-1 ein großes Sehnen — — ein Ersüllennrüssen... Diese Hoffnung war Rache. Die Rachegedanken äußerten sich nur in sehr unbestimNk- ten Formen und Sehnsüchten bei Stepan Jline und er war sich ganz unklar darüber, wann und auf welche Weise jenes andere Ding geschehen mußte. Manchmal bewegte sich sein Denken auf gesünderen Linien und nwchenlang beschäftigte er sich gar nicht mit dem Namen Paschkin. Dann wieder packten ihn die Rachegelüste mit elementarer Gewalt und er kämpfte hart mit der Versuchung, sofort nach Irkutsk aust- zubvechen und den Mann zu töten, der sein Leben vernichtet hatte. Immer wieder siegte sein gesunder Verstand und wortkarg ging er seinen Weg, der stillste und traurigste und — da sich mit einem winzigen Gewinn begnügend, weil das Geld keinen Mrt mehr für ihn hatte — der willknnwenste aller Händler von Jenisseis?. Peter Krvp traf er häufig. Die beiden Männer saßen dann stundenlang zusammen, ohne viel zu sprechen, und der kluge Jude, der nicht sechsundsechzig Jahre alt geworden war, ohne eurem einfachen Menschen in Herz u!td Hirn schauen zu können — erriet bald, welche Gedanken es waren, die Stepan beschäftigten. Stepan jedoch sprach niemals mit ihm über Paschkin und seine Racheiräume. Peter wieder scheute sich, ftlbst davon anzufangen, und so vielleicht Stepan auf einer: aesährlichen Weg hinzuweisen. Denn er konnte sich ja irren in seinen Vermutungen. „Die Zeit heilt olle Wunden, Stepan Jwanowitfch," sagte er nur ernsthaft, als sie toiedcr einmal schieden, „und der kleine Stepan ist dir geblieben. Es ist etwas Großes, mein Freund, einen Sohn zu besitzen." Im Frühling wandte Stepan die Köpfe seiner Pferde m Zarm und fragte sich oft lächelnd während des langen Zegs, ob sein Sohn ihn wohl wiedererkennen würde. Mer Elisabeth Molskaja weinte, als sie ihm entgegen^- eilte . . . der kleine Stepan war vor zwei Monaten gestorben. An Krämpfen. - Stepan hörte ruhig zu, wahrend sie ihm die Einzelheiten erzählte^ tzab ihr Geld für ihre Mühe und Sorge, und ging dann ferner Wege, trauriger denn je zuvor. Und die schwären Gedanken, die er so lange in finsteren Winkeln seines Gehirns beherbergt hatte, wurden schwärzer und stärker. Peter Krop las, als sie sich das nächstemal trafen, in seiner Seele wie in einem offenen Buch und sah klar, wohin sein Weg ihn führte, machtlos, diesen Weg zu ändern. Zwar tat er sein Bestes. Er bot ihnt an, sie sollten sich vereinigen und gemeinschaftlich reisen und handeln; er bettelte sogar? darunt, sein hohes Alter vorschützend und die mannigfachen Vorteile, die Stepan aus solch einer Vereinigung erwachsen würden. Denn der alte Peter hatte viel Geld und verdiente noch iinmer viel Geld und besaß keinen einzigen Freund in der ganzeu weiten Welt außer Stepan. (Fortsetzung folgt .2 Deutsch« yeimatkSmpfer. Herbert Bentert. An den! äußersten Ende des Universitätsstädtchöns liegt rin weißes Haus, eingebettet Maischen blumenreichen Gärten und grünen Wiesen. Glitzernd im Sonnenbrand zieht sich der Schienen sträng Mts dein naheliegenden Bahnkörper dahin. Tiefe Stille lagert über dem Ganzen, die nur zeitweise von denn Rattern der vorbei-, fahrenden Eisenbahn unterbrochen wird. Wie vertraut !var doch dieses Geräusch der am Fenster des schmucken Häuschens sitzenden Tarne mit der Zeit geworden! Seit dem ersten Mobilmachungs- tage hatte sie täglich die Truppentranspoctzüge vorrüberfahreH sehen; hatte das begeisterte und fröhliche Singen unserer Zcgesi bewußten Jungen gehört. Bor kurzem war nun ihr Jüngster mit .seinen Kameraden an ihr vorbeigezogen, nicht mehr ntit Jubel und Laäsrn, sondern in entschlossener, eiserner Fassung: „Wrr müssen durchhalten, Mutter, dann werden wir auch gewinnen," hatte er ihr überzeugungsvoll zugerustn, und sie hatte ihin bejahend znge- nickt. Auch ihre eine Tochter litt es nicht daheim, sie war hinansgeeilt, um die furchtbaren Wunden, die der Heldenkamps den Tapferen fchjlägt, lindern zu helfen. Der älteste Dohm der! Liebling, stellte such natürlich ebenfalls in die Reihen der Vaterlandsstreiter ; allein, ein tttckisther, unsichtbarer Feind, den keine Kugel noch Säbel zu bekämpfen vermag, zerriß ihm die junge Brust und warf ihn auf das Siechpnbetl. Sie war noch eine .stattlich« Jjrrmt, diese Mutter, obwohl schon der Schnee des Mters das edelgeforntte Haupt zu bedecken, begann. '.Pon den schöngeschnittenen Mundwinkeln liefen sel-arfe, wie durch Meißelstich l-er vorgebrachte Linien zur feingeschvun^ genen Nase hin. Große, stahlblaue Augen, in denen sich tiesep Schmerz im Verein mit fester Entschlossenheit siegelten, überwölbt« die hohe, von feinen Furchen durchgrabene Stirn. Tiefe infolg« S altiger Seelenkämpfe nrarkig hervortretenden Züge verliehen Antlitz das Gepräge tiefer Duochigeistigung. Ja, ihr Großer mußte so fürckchbar viel leiden, durchzog es jetzt wieder ihr Inneres, und stöhnend birgt sie den Kopf in di« schmale, weiße Hand. „Mutter, Miller," so klingst es ihr plötzlich entgegen von seiten der anderen .Töchter, die vom vatev- ländischten Innendienste zurückkehrend, den Bruder auf seinen« Schmerzenslager besucht hätten. „Komme doch zu Sigurd, er möchte mit der reden," hört sie weiter sagen. Tie Gerufene fährt zusamruen, in ihrern Gesicht steigert sich der Ausdruck des Schmerzes, uns mühsam.erhebt sie sich. Doch, nur ein kurzer Kämpf ist's, sie scheint zu lächeln und ihve Gestalt strafst sich „Ich muß dem Kranken mit Heller Mene «rtgogentreten, ihn sein Weh vergessen machten, für den keine Blumen blühen, kern Sonnenstrahl leuchtet," so nrurmett die Frau und betritt dos Zimmer ihres Sohnes. „Siehe hier, Mutti," sagt dieser und hält der Komlnenden dis Zeitung entgegen: „Unsere Helden haben in siegreicher Mirehr den überlegenen Femd zurückgeworfen," kautet der letzte Heeresbericht. „Unser Roland hat wohl auch tüchtig mit dreingeschlagen, nicht wahr?" fährt er freudig erregt fort. Die Mutter ergreift das Blatt, setzt sich aus den Bettrand und vertieft sich in die Zeilen. Voll Ettvartung blicken die fiebrigen Augen des Leidender« auf die Lesende. „Aber natürlich hat Roland es seinen Kameraden gleichgetan, wir müssen und werden, es schaffen, waren doch seine Mschieds- Worte, wie ich dir erzählte," sagt die Mutter und fährt ihren: Liebling zärtlich Über das heiße Gesicht. „Warurn, rvarum Mutti, kann ich nicht dabei sein, den übermütigen Gegner zu bekämpfen!" „Mein Sohn, beruhige dich du tatest, tvas in deinen Kräften stand." „Und doch hin ich nicht zufrieden." „Tu gabst deine Gesundheit, Sigurd." Langes, banges Schtveigen herrscht zwischen beiden. Ta beginnt der Kranke wieder: „Weißt du schon, Mütter, eine neue Kriegsanleihe ist wieder aufgelegt," berichteten mir e5m die Schwestern. „Ja, mein Junge," entgegnete die Angeredete, „ich las die flammenden .Aufrufe, die die Taheiingebliebeneu genrahueu, die tapferen Truppen zu unterstützen, das Schwert scharf zu erhalten." „Wir wollen auch unsererseits daran mitlvirkeu, das Wert deS liegreichen Bestehens zu vollbringen!" so ringt es sich! aus des Leidenden Brust. „Erst mußt du wieder genesen, Sigurd, um den: Vaterland« erneut.dienen zu können." „Ich habe einen Gedanken gefaßt, verstehe mich recht, lieb« Mutter." „Höre, Sigurd, in den nächsten Tage!: mußt du abreiseu, um / 331 iai einem gomtorhrnt Heilmrg Au suchen, du hast doch den Rat des Aezdes vernommen?" ^ . . „Liebe Ddutt-er," sagte der Kranke, „ÄlZ weiß es, daß es deme letzte Summe des ersparten Geldes ist, das mir die Genes irng brrn- •en. soll; Hunderttausende im Felde sinken dahin, ihrer Pflicht ge- horchettd, folge ich nicht einem nur höheren Psliästgebüt, wenn «h die mir zur Bersügiung stehenden Mittel auf dem Altäre des Vaterlandes niederlege?" .. ^ Mit einem durchdringenden Blick schaut tue Mrttter ihren Liebling» an, in ihr wogt mid wallt es: und von Mckertd-rn Lippen Lomnrt es: „Auch er ist ein Held, einer deutschen Witter würdiger Lohn, er tut nur seine höhere Pflicht." Jim pumttnr Abenteuer. Skizze vor: Alfred Man n S (Bremen). Jim Pumkin stammte aus der Grafschaft Northumberland. Bon Haus aus war er Schiffszimtnermann. Ist Govan bm Glasgow passierte ihm das Unglück, daß er einem Kameraden in her Trunkenheit die Geldbörse ans der Tasche zog. Aber em, Unglück kommt nie allein. Das zweite bestand darin, daß zufällig mcht J:m Pnmkin. sondern der Kamerad der Betrunkene Evesen war, und das dritte endlich in dem Umstande, daß die Lache herarrs^am. Aergerlich über so viel Mißgeschick, schüttelte Inn den Ltaub Alt^Englands von sich und nmnderte in verschwiegener Mit nach Aniercka aus. tvar drei Jahve Bartender in Texas, bestahl serrwn Boß enorm, wurde nicht entdeckt und 'Äcicste sich eine Farm; zeugte Kinder, bekam Enkel und benahm sich auch sonst sehr Vierzig Jahre Zrach seinem Auszug ans Engstnrd Jim plötzlich Heimweh. Kurz entschlossen packte , er lernen Koffer und landete schließlich nach der üblichen Torpedrerung, alletÄmgS vhue Koffer, in Plymouth; man.schrieb nämlich das vierte Jahr des großen Krieges. . Nachdem er ein paar Wochen xn rangen bcruerltd&eit Lchenden No rt hum berlands gegen die Entrechtung von Wucheepreisen die Liebe zu seiner engeren Heimat gepflegt hatte, zog es ihn zu den Stätten, wo er einst als Jüngling "wirkte. Au > merksam betrachtet er die Werstanlagen, die setther riesenhafte Ausmessungen ang-enomtnen hatten. Das alles hatte er sich riach den Berichten seiner Zeitungen, wenn auch nicht ganz, doch ähnlich so ansgemalt, ^.er ganze Betrieb war ihin trotz seiner ungeheuren Vergrößerung geläufig, und dennoch war etwas da, was ihm so rätselhaft schien, daß er manchmal zu träumen glaubte. Tie Werft, mit ihrerr ungezählten, hinter- und ncb-meinanderliegenden Helgen ließ sich nicht le«M überblicken; es war nicht so eiirfach für den der .Uebnng entwöhnten Jim. ft* die Einzelheiten einznprägsn nnd rar GedachitnG zu behalten Wenn man 35 Jahre nur Maulesel und Banmwoltt sieht, dann findet man sich nicht gleich wieder ans einer Grotzwerft Mehrere Tage suchte Jim sich genau die Lage der Helfen einzuprägeu. Er zählte die ablanfbereiten und die benetts sch murrenden Schiffe. Immer, wenn er abends glaubte. ün Bilde zu sein, sah er sich am nächsten Däorgm getäuscht. Die Helgen schienen zu stimnren, .aber die Schiffe stimmten ganz und gar ^Znerst sckspb er das «ff Rechnung des guten, allerdings enorm teuren Whiskys, den er pietätvoll abends m derselben Kneipe genoß, in der er vor 40 Jahren den Grundstock seines Vermögens legte diirch die Verwechslung der vollen Börse fernes Kameraden nrit der eigenen leeren, denn wie man weiß, hatte ihn diese Verwechslung gezwungen, n.ack) Amerika anszuwanderii. Aber dann eines Abends machte er sich eine Ltrzze und notierte die Zahlet:, unr am folgenden Morgen maßlos verolüfft zu sehen, daß die Zahl der Mausbereiten Schisst wieder gewachsen T för wandte sich an diesen Md jeiren. aber die Leute antworteten ihni nicht, schüttetten den.Kopf oder grinsten, als Antwort aus die Frage, wie es tnöglich sei, daß m acht Tagen mehr Stapelläust stattfänden, als Helgen vorhanden seren. Genau bc* trachtete er sich die Anlagen. Er sah die seit ferner fugend stark vervollkommneten Kräne mid Helgenschlitten, er sah Slpparate, die er nickK kannte, aber deren Zweck er erraten konnte: das wavcm die pneumatischerr Abstoßvorrichttmgen. Aber endlich gewahrte er Maschinen, von denen er auch mchttnt entfernteftei ahnte wozu sie dienen mochten. Große, ungewöhnlich starke Maschinen warm das, die genau riesigen Winden glichen. Was Mt«r.die Milchen hinter den Helgen? Jim konnte es Mty erMirar An'dein Tage, ba JiM diese Entdeckung machte, zählte ^ drei Sdapelläufe, Mid er hätte beschUvören mögen,, daß er noch in dieser Woch-e von zweien' dieser Helgen bereits emmal Mäuse beobachtet hatte. r NEmklick» turnt? er seinen Whisky. Tie Lache gmg chnr mächtig im Kopse herum. Ms er in der Na cht, von der .Kneipe zu seinem Logi-erhanS wunderte, trieb es ihn ime nmgnetrsch zur Werst Fast ohne daß er es wußte, fand er sich ihr Plötzlich gegenüber Es war ziemlich Heller Mondschein. Unverwandt starrte Jim auf Den Riesenbetrieb. Plötzlich imrde er stutzig; denn eines der Sckstffe, das heilte abgekanstn war, und das im Werft- Hafen lag, fing an, sich wie von unbekannter Krgst getrieben M bewegen, und zwar — bent Lande zn. Aber, was war das? Hier machte es nicht halt, langsam -glitt es iveiter utid rutschte —< wahrlmstig den Helgen hinaus. . Eben kam ein Mann vorüber. Es schien ein Llufftchtsbe-- amter der Werft zu sein. Teil packte Jini in großer Erregung am Arnt. „Lagen Sie, seit wann laufen irr England die Schiffe auch die Helgen hinauf?" „Wo, was?" fragte der Mann stveng. ,Na, dort!" Mensch, Sie haben zu viel Whissi) getrunken! Verlassen Sie sofort den Platz. Es ist verboten, hstr nachts herumzustreichen, rmd für Sie ist's au ch gut, wem: Sie Ihre Phantasien ivegschla.fen." Jim mußte gehen. Mit denr Whisky mochte der Beamte recht haben, mit den Pharttasien aber bestimmt nicht. Jirn wußte, lvann die ein setzten, beim er kannte sein Maß rmd das stand noch nicht auf Phantasie. ^ Nun gab es Pnm kin au st noch weiter des Rätsels, Lösung nachzugehen. Obschon ihrr die Sache immer noch bis zu einem ge- wifien Grade quälte, reiste er am nächsten Morgen ab nach Southampton. Hier aber sollte sein Geist auch nicht Mr Ruhe kommert, denn hier hatte er ein Erlebnis, das an Wmiderbarkeit das in Govayr noch übertras. Er stand auf dnein erhöhten Punkte des Hafens, von wo er die Reede überblickm konrcke. Es war still, sehr still sogar. Abt Horizonte tauchtm drei mittelgroße Dampfer auf, die von fünf bis sechs größeren und Aeüreren Kriegsschifferr geleitet wurden. Einer der Dampfer wurde geschleppt — er schst-r schwer havariert. „Ah, da kommeir sie," hörte Jitn eine Stimme neberr.sich lagen: „stchE Schiffe waren sin Geleitzuge, drei haben- die Hunnen abges» hoffen. Ter Teufel hott die ganze Schrveinerei." Mißer dem Geleitz-ugüberrest war nichts aus dem Meere JU sehen. Gor nichts. Nun warm die Schiffe im Hafen. Pmnkut wollte sch hinunterbegeben, als er stutzte. ^ ^ Bon allen Piers und den Kainmuern lösten sich^Lchffst leitet Größe ab unv suyren dem Hastneingan.ge zu. Tie Schisst trugen die englische Ki-iegsflagge. Es waren meist Torpedoboote, Zerstörer und kleine Kreuzer. Siv^nd und auMäreiid tummelten sie sich auf der Reede. Eine Weile weideteri sich Jims Blicke an dem wun- derlKbschen Bilde, dann fragte er sch erstaunt: Was sollen MeV diese UebunFen? Wo jedes Schiff zu Geleitzwecketr, zu AufklL- rmrgs führten und Mr Bekämpfmig der U-Boote so bitter nötig war, sichren sie hier anscheinend nutzlos umher; denn für die wenigen ein- und auslaufenden Dampfer eine gegen deutsche Mirreir gesiäprte Fahrrüme offen zu haltert, dazu brauchte man doch nicht dieses ungeheure Aufgebot. Er war noch mit diesen Gedarckerr beschäfttgt, als dre KrcegF- schiffe sch zu sammeln begannen, und zwar in einem halbkrerA- förmigm Bogen, der sich zremlch weit nach außen um.Reede und Hasm legte. ^ „Verdamntt," fragte Jim einer: Naheflehertden, ,Mls rst derm das, wollen die Hnns hier ciUbrechen?" Ter Nahestehende grinste, betrachtete Pumkin von oben bis unten, zuckte die Achseln und trat einen Schritt beiseite. Nnn wollte Jim wütend werden. Aber er vergaß es vor dem Schauspiel, das sich nun seinen Blicken bot. Plötzlch nämlch schien es, als ob der garM Hafer: in Bewegung gekommen sei. Alles, was sich noch an Schiffen darin befand, begann sich zu rühren. Nicht auf einmal, aber unaufhörlich fuhren Ozeanriescn, Postdampfer, Schlepper, Pinaffen dem Hastnausgange zu, auf, die Reede, und darübn: hinaus, bis zu der Kette der KriegssckKffe. Tort blieben sie ein« Weile liegen dann-kehrten sie wieder um und begaben sich an ihren Anlegeplatz im Hafen zurück, von wo aus ein Teil imsselbe Manöver noch einmal wiederholte. Vergeblich versuchte Jim, nun völlig verwirrt, nochmals eitrige Leute auszuftagen. Schließlich ging er hm, trank Mmäßig viel Allvho! und schuf zu seiner Erleichiterrcirg eine andere Gnmdlage für seine Bcrwirrmtg. Zwei Tage später schiffte er sich nach- Amerika em, wirrde nach der Michen Torpedierung gerettet', versuchte die lleberfahrt ein zweites Mal und hatte Glück. ^. „ , . . „ Als er in Amerika anlangde, lretz dort dre Regrermrgspresse soebut Extrablätter mit einer hochbedeutsamen Rede des engliUpn Schiffahrtsministers kostenlos verteilen. Jim las: , -HEnb so sehen wir denn klarer als le. daß dre uv- mettschlicke Talttk des Feindes ihre Wirkung vollkommen verfehlt hat. Tie U-Boot-Gesahr existiert nA mehr derm -- nnt meinem Ehrenworte verbürge rch mrch für dre Wahrheit: Auf englischen Werften lief gegenüber demfelbm Mvrrat des, Bopiahves die doppelt- Anzahl Schiffe vom Stapel, rnch, merken Sre auf: Dre doppelte Anzahl von Schiffen lief in errgilffchen Hafen em und ^ Mit tiefer Erleichterung ließ Jim das Extrablatt sinken. Die guAenden Zweifel, ob das Alter nicht bereits Wahnvorstellungen bei ihm auszulöseir beginne, waren behoben und an ihre Stelle trat ein rmbündiger Stolz darüber, daß es in seinem alten Vaterland« Männer gab von der unfaßbaren Größe des LckAffahrtsmtnrsters. Wilhelm v. Schslz. Doppelkopf. Groteske für Marionetten. Mir 3 Bildern mrd Umschlagszeichnmrg von R..V. Hörscheftlmmt. MVä.—. Das Herz wunder. Mirakelspiel rn eurem Auszüge mit Umfchlagzeichmnrg te B. Pankok. Mk. 1.50. Beides erschteuen im Hans-Sachs-Berlag, Müncherr-Leiptzig. Wilhelm von Sckchlz ilt entsthreden Lyrrker, und zwar em Lyriker, der ferne Enrpfindmrgen in plastischer, wanndnrchMlster Sprache festzuhalten weiß. Ties läßt sich arrch^mcht rn semern Mirakel spiel verkennen, das bei seiner UraUflührung in im Münchener Kammerspielen begeisterten Beifall fand. DaS^Verz- wunder, eine formklar in sich geschlossene, seelenvolle ^rchtung, erhebt sich zu jener dichterischen Höhe, da das Mrrake. imwt und alte Schuld verllärend sühirt. Treses Ä-lrakel,prel brrgt Wert« und Schönheiten in sich, die sich jedem ofsenen Smne leM erschließen, aber selbst bei wiederholtem Lesen nrcht völlig ausUn Das Kind einer grotesken Tichterlanne ist das Ncarione^ewi spiel DopPelkaPs. Das Unmögliche wird hrer möglich gemaust. Doppelkopf, eine Mrwrnrität mit zwei. Köpfen, dre völlig wt- gegerrgesetzt gearbeitet sind, verlrebt srch rn errr arrderes weibliches Mitglied der Almormitätentruppe. der er angchört, und so Qtt- spinnt sich im Doppelkopf, der, auch z^wer Seelen rn ferner Brust wohnen hat, eine Liebes tragöore, dre .von hrrmorvollen Lr.rfallenj strotzt. Ter Manonettenbütme nurst dieses Weckchen unersetzlich sem, wenn auch der Alexarrdrinervers heutzutage sehürnerrgkercen bererten wird. ' ^ ^ ^ — Otto Blümel, Larifari. Drei Kasperlspiele. Umschlag- Zeichnung und viele lustige Bilder vom Verfasser. Vrers ge heftet 2 50 Mt, in Pappband 4 Mk. Verlag von Albert Langen rn München — Otto Blümel hat die drei Spielchen schon auf serneml privaten Kasperltheater auspwbrert, .und es hat dass sie alle den besonderen Forderungen des MarrvnetterrtMuers voll gerecht werden. Beim Lesen erweist srch aber, daß her Verfasser iVch mehr kann, als roirksame Kasperlszeueu zu schrerben. ©t versteht es nämlich in seltenem Maße, den Ueferen srrrn^s Marimrettenspiels zrr erfassen und unter der Maste lrebEwür- diger Groteske das Menschlick)-Mzumenschlrche rns schärfste Lrcht zu rücken. Er verspottet, ein bißchen ivehmütig, den Züchter, str ^ssen Gabe der Kasperl kein Verstärrdnis aufbrmgen kann, grbt ern lustiges Zusamruerrtreffen zwisck)en einem bützenden ütanßuer rmd denr weltlustigen Wurstl, und im letzten wtzt es gar ems bissige Satire auf expressionistische Maler, m-odetolle Kntrkafter und urteilslose Künstpvo-sessoren. Ter Dialog, der ickume, abge rundete Verse mit bayrischer Prosa lenzen lätzt, entspricht gleichfalls demMawuettenstil aufs glücklichste. Blümel l^t dewsora- fällig ausgestatteteu Büchlein Titewrgnetten mrd flotte TextzerA snungen beigegeben, die dem Leser die Puppentheaterszeilen, gleich lebendig vor Augen rücken. - Von Leutnant d. R. Wilhelm Egly ist rm Verlag Bindern agel-Fried borg ein Kriegst,ag e b u ch erf chienen. l^rderrpL 1/80 Mk.) Ter Verfasser, ein Friedber^r ist mtt der Knegsreifeprüfung der hresrgen Oberrealschule als Fretwrlriger im August 1914 in daS Res.-Regt. 222 erngetteten und rm Oktober 1916 an der Aisne gefallen. In ihm lag dre Begabung zum Schriftsteller und Dichter; das wird der ^ser rasch auA dl^en Auszeichnungen Heraussühlen, die vom Juni 1914 biS August c916 reichen. Scharf gesehene Kriegs- rnid FriedMrsbckder werden in den vier Abteilungen Berlin, Verdun. Wolhynreu. Champagne entworfen. Herrliche Nattrrschilderungen. gute Mobachtung sozialer Zustände, treffende Urteile iiber Kunst starkes vaterländisches und reliziöses Empfinden, imnges Mitleid nrit der 2^t der Menschen. 2lhrumg des Ewigen machen rms Egly bald zum Freund Und verleihen dem schlichten Büchlein Reiz und Wert. — Schicksal und Schelme. Erzählungen von Alfred Bock. Mit einem Bildnis der Verfassers, 17 Zeichnungen, von Otto Ubbelohde und einer Einleitung vvn Paul Wrttko. 64. Band des Verlags der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Harnburg-Großborstel. Die beiden jüngsten Ehreiidoktoren der Universität Gießen Mfred Bock und Otto Ubbelohde, denen eine gewisse Wahlverwandtschaft nicht abzusprechen ist, tteten hier gemeinsam mit eineni Büchlein auf den Büchermarkt, das man jedem hessischen Feldgrauen ins Feld hmcmsschrcken sollte, denn er wird in Wort und Zeichnung seine Heimat wiederftnden. Die Erzählungen sind zwar älteren Büchern Mfred Bocks entnommen, aber glücklich ausgewählt und gewähren einen reichen Einblick rn das Schaffen des hessischen Dichters. Zu ihrer Illustration Nannte ein Geeigneterer als Ubbelohde nicht gefunden werden. Tie vertrauten Motive der Heimat sprechen aus jeder Zeichnung und geben dem wohlfeilen Büchlein doppelten Reiz eines harmonischen Zusammenklangs. ■— .Der aktivste Bundesgenosse aller Bekämpfer der Schundliteratur in jeglicher Form ist „Die Welt-Literat n r". Sie bringt seit Jahren nur die wertvollsten Werke alter und zeitgenössischer Dichter. Jede Woche ein abgeschlossenes Werk. Jedß Nummer 20 Pf. WaS alle theoretischen Versuche dankenswert erstrebten, verwirklicht „Die Weltliteratur" durch die Tat. Ihr ist das Beste für die Massen des Volkes gerade gut genug, darum ist sie ein wortloser, aber offener Feind des üblichen Familienblatv- roruans und der seichten Unterhaltuugslektüre. „Tie Welt-Literatur" brachte aus dem unercdlicy reichen Schatz aller Völker schon so viel der bestell Iiomcme und i>wvelten, daß selbst nur eine Titel- aufzählurlg zu viel Platz erforderir würde. Wir beschränken unA darculs hinzuweisen, daß die neueste Nirmmer der „Welt-Literatur" dem größten deutschen Humoristen Wilhelm Busch gewidinet wird. Mit einer biographischen Einleitung und dem Porträt 28, Büschs (aus denr Jahre 1904 stanmrend) werden vier voMändige Werke rnrd zwar „Der Zylinder" „Fritze", „Vierhändig" und „Eine kalte Geschichte" gebracht. Für 20 Pf. ehte Wilhelm Busch- Ausgabe, die sich in Satz und Bild genau an die Origrnalausgabg hält, das ist die neueste Gabe, die der Verlag .,Die Welt-Literatur", München 2, allen seinen Lesern und Freunden gestruden Humors beschert. Jeder sollte sich die überall erhältliche Wilhelm- B ir s ch - N u m m e r kaufen. — Was erwachsene junge Leute wissen sollten und Eheleute wissen müßten. Das Geschlechtsleben und seine Verirrurrgen. Von Dr. mev. Fr. Schöuenberger und 28. Siegert, Lehrer a. D. Neuauflage 41.—50. Tausend. Verlag „Leber rskunst-Heilkttnft", Berlin SW 61. — Der Antwerpener Hafen und die Pariser Wirtschaftskonf erenz, von Max Oboussier. Aus dem Flämischen übersetzt von Karl Mittler. Preis broschiert 2.50 Mk. Verlag von Georg Stilke, Hofbuchhärrdler, Berlin NW 7. — „Esmvrei t". Alt flämisches Schauspiel aus dein 14. Jahr- hurchert, in deutschen ÄÜewcerr von Heinrich Brühl- Preis broschiert 1.20 ML.. Verlag von Georg Stilke, Hosbuch'hänoler, Berlin NW 7. — Die Weltbühne, der Schanbühu-e XIV. Jahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Nummer 33: Der politischre Durchbruch, von Germanicus. Zu diesem Krieg, von Eichendorfs. Bemerftcngen, von Ols. Paul von Hintze, von Joharmes MsckMtt. Fritz vo»r Unruh, von Julius Bab. Unsterblichkeit, von Mfred Polgar. Worte, von Theobald Tiger. Reinhardt und Kayßler, von S. I. Kempner und dergleichen, von dllfons Goldschmidt. Antworten. Die „Weltbühue" erscheint wöchentlich und kostet 50 Pfennige die Nu armer. 5 Mk. vierteljährlich, 16 Mk. jährlich. Proberrunrnwrn kostenfrei durch alle Buchhandlungen und Postanstalten sowie durch der: Verlag der Weltbühne, Charlottenburg, Dernburgstraße 25. — Das literarische Echo. Halbmoiratsschrift für Literatursreuude. Verlag: Egon Fleischel & Co., Berlin W 9. Das 1. Oktoberheft ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen p Frantz Clement: Die Dichtung der neuen Geueratiorr: Max Fischer: Else Lasker-Schüler; Heinz Raymann: Die Gestaltung der modernen Seeschlacht; Eruil Lucka; Der Aphorismus; Arthur Elaesser: >Zu Iben Briefen von I. M. R. Lenz,; F.Schotthoefer:. Rodins „Kathedralen"; Viax Mcyerfeld: Leselese; G. H. Müller: Die rvelt- liche Organisation geistiger Arbeit ufw. >— 8925 derLeip-iger„Jllustrierken Zeitung^ (Berlag I. I. Weber). Besonders Lehrreich zur Erkennung der wirklichen Lage sind die feindlicheir Mtzblätter und öffentlichen Plakate, von denen diese Numaner verschieden« Pvoben nach Originalen des Deutschen Wirtschaftsnruseums zu Leipzigs bringt. Sie zeigen unwiderleglich, daß Fleisch-, Brot-, Leder- usw. -Mairgek au.ch in den Ländern der Entente herrscht. — Der Völkerkrieg. Eine reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Herausgegeben von Tr. E. H. Baer, Berlag von Julius Hoffman», Stuttgart. Heft 183 u, 1Z4. Preis je 40 Pfennig.. ; . - FMratsel. In dis Felder der Figcir sind die Bcrchstaben AkA, EE, G, M, N, R, 8, TT, Z derart einzutragen, daß die mittelste senkrechte Reihe einen Vornamen ergibt und die drei wagerechten Reihen einen Körperteil, ein 29erkzeug und den Teil eines Baumes benennen. Auslösung in rrächster Nummer, Auslösung des Silbenrätsels in voriger Numinerj Roburit D © Onega «* ® Spanien « o Erato o Natriam g Schriftleitung: vr. Reinhold Zenz. — Zwillingsrunddruck der Brnh l'schsn Unw.-Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.